Hallo...
teinehmen können nur die Leute die sich bis zum 5.4. 2008 angemeldet haben.
Hallo...
teinehmen können nur die Leute die sich bis zum 5.4. 2008 angemeldet haben.
Er stieß sie sanft weg und schüttelte den Kopf „Ganz sicher nicht. Verlassen Sie bitte meine Wohnung!“ forderte er sie auf. Lara stellte die Tasse auf den Tisch und zuckte mit den Schultern. „Na dann eben nicht. Aber ich komme wieder, also falls Sie nichts dagegen haben.“ Semir antwortete nicht.
Tom sah Anna an. „wie geht es Semir?“ fragte sie. Tom zuckte mit den Schultern. „Ich denke gut. Er ist am Fall dran und vermutet, dass die neue Nachbarin darin verwickelt ist. Zumindest war sie die letzte, die bei Andrea zu Besuch war und die Möglichkeit hatte, etwas zu verstecken.“ „Haben Sie die Dame mal überprüft?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein... bisher nicht.“ „Dann soll Petra das mal machen. Schauen wir doch mal was dabei rauskommt.“ meinte Anna. „Chefin? Ich meine wir dürfen ja eigentlich nicht...“ fing Tom an. Anna lächelte. „Tom... normalerweise nicht.... das weiß ich, das wissen Sie und das weiß auch Semir. Aber normalerweise wäre Andrea nicht im Gefängnis. Übrigens habe ich gleich einen Termin beim Oberstaatsanwalt. Ich will Haftverschonung für Andrea erwirken.“ erklärte Anna. „Ich hoffe nur, Sie haben damit Erfolg.“ sagte Tom. „Ja das hoffe ich auch. So und nun sehen Sie zu, dass Sie die Informationen über diese Frau erhalten. Ich will alles wissen. Von der Geburt bis heute...“ lächelte Anna. Tom nickte und verließ das Büro. Er ging zu Petra die eifrig am PC arbeitete. „Hallo Petra... würdest du für Semir etwas machen?“ Petra nickte. „Ja und vor allem für Andrea.“ sagte sie entschlossen. „Gut... sehr gut. Zeig mal was du über eine gewisse Lara König hast. Das ist die Nachbarin von Semir.“ erklärte Tom und beugte sich zu Petra runter. Sie sah ihn kurz an. „Okay... warte.“ Petra tippte den Namen ein. Doch der PC warf keine Daten aus. „Na irgendwie stimmt da was nicht. Warte ich versuche es mal mit dem Nachnamen allein.“ sagte sie. Doch auch über den Namen gab es keine Person die dort gemeldet war. „Nichts... diese Frau gibt es nicht, oder aber sie hat sich nicht umgemeldet.“ meinte Petra. Tom atmete tief durch. „Okay... dann müssen wir den Plan von Semir durchziehen.“ meinte er nur. Petra sah ihn an. „und wie sieht der Plan aus?“ Tom grinste nur.
Andrea stand im Hof. Sie war abseits von den anderen Insassen und starrte einfach nur vor sich hin. Die Aufseherin, die sie bereits in ihrer Zelle betreute kam zu ihr. „Frau Schäfer... Sie sondern sich ab. Das ist nie gut.“ sagte sie fürsorglich und setzte sich neben Andrea. „Was ist eigentlich passiert?“ Andrea sah die Frau an. Sie schätzte sie auf Anfang höchstens Mitte Fünfzig. Irgendwie wirkte sie sehr mütterlich. Andrea fasste Vertrauen zu ihr und erzählte was vorgefallen war. Die Frau hörte schweigend zu. Als Andrea endete sah sie sie an und nahm ihre Hände. „Wissen Sie... ich bin seit über sechsundzwanzig Jahren hier als „Schluse“ wie man uns nennt tätig. Ich habe hier sehr viele Frauen gesehen, die beteuerten unschuldig zu sein. Meistens war es nicht richtig. Aber bei Ihnen bin ich mir sicher. Und ich vertraue dem deutschen Recht. Sicher werden Sie bald wieder bei Ihrem Mann sein. Und der wird sicher alles Erdenkliche tun, um Sie hier raus zu holen.“ Andrea nickte. „Die Frage ist nur wann es so weit ist.“ sagte sie. „Wie heißen Sie eigentlich?“ wollte sie dann von der Frau wissen. „Ich bin die Iris Weidner. Aber meistens werde ich nicht mit meinem Namen angesprochen.“ „Ich bin Andrea.“ „Okay... Andrea... ich komme nachher noch mal zu Ihnen und dann können wir reden, einverstanden?“ fragte Iris. Andrea nickte. „Gut.. und nun versuchen Sie mit den anderen. Es ist nicht gut, immer allein zu sein.“ empfahl Iris. „Ich möchte aber lieber allein sein.“ gab Andrea von sich und sah in den blauen Himmel. Iris stand auf. „Gut.... dann bleiben Sie hier noch etwas sitzen.“ sagte sie nur und ging. Doch Andrea blieb nicht lange allein. Fünf Minuten nachdem Iris ins Gebäude gegangen ist, kam eine junge Insassin zu Andrea.
„Du willst was?“ fragte Tom, als Semir ihn in seinen Plan einweihte. „Nun ja... wir tun so, als kennen wir uns nicht. Ich ermittle und werde ungemütlich und du versuchst an sie heran zu kommen. Hey... die sieht auf jeden Fall gut aus. Und ein kleines Abenteuer.... warum nicht?“ fragte Semir. Tom schüttelte den Kopf „Du willst also dass ich mich für dich und Andrea opfere? Ich soll mit dieser Person, die meine Freundin, also wirklich nur Freundin in den Knast gebracht hat, anbändeln?“ fragte Tom noch einmal. Semir nickte. „Ja... und dann darfst du sie am Schluss verhaften. Als Entschädigung wenn du so willst.“ „Ich will mir das nur kurz überlegen.“ sagte Tom, stand auf und ging zur Tür. Er machte sie auf, tat einen Schritt raus und kam wieder rein. „Okay! Ich tu es.“ sagte er grinsend. Semir nickte. „Danke Tom... das vergesse ich dir nie.“ „Oh... das würde ich nun nicht so unterschreiben. Okay... wie willst du es machen?“ fragte Tom. „Ich werde mich mit der netten Dame mal unterhalten.“ erklärte Semir. „Ja und was mache ich? Ich meine ich kann ja nicht einfach da auftauchen und sagen... ähm... hallo schöne Frau... ich bin der Tom.... und könnte mir vorstellen, das etwas aus uns wird ... oder so...“ grinste Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Nee... ich glaub wir machen es auf die harte Tour. Also ich werde herausfinden, wann die nette Lara, so heißt die Frau, auf die Piste geht. Werde sie dann in der Straße bei uns mit meinem Verdacht konfrontieren. Sie weiß ja bisher nicht, dass ich bei der Polizei bin. Ich gehe sie an und beschuldige sie. Du kommst natürlich rein zufällig vorbei und stellst sich schützend vor der Frau, die durch einen Türken angemacht wird...“ gab Semir seinen Plan bekannt. Tom grinste.... „Darf ich dich dann auch mal als Kanake bezeichnen?“ fragte er. Semir sah ihn an. „Solange du nicht übertreibst. Wir sollten es nach Möglichkeit nicht zu groß aufbauen. Nur so weit wie Notwendig.“ Erklärte Semir weiter und konnte sich vorstellen, das Tom seinen Spaß daran hatte. „Klar... wann?“ fragte Tom. „Ich sage dir Bescheid.“.
Am nächsten Tag stand Semir um drei auf. Er sah aus dem Fenster und bemerkte Lara, die an seiner Tür stand. Es klingelte. Semir öffnete. „Oh... hallo, ich wollte zu Andrea...“ sagte Lara leise. „Es tut mir Leid. Aber meine Frau ist nicht da.“ erwiderte Semir kalt.“ „Wo ist sie denn?“ fragte Lara. „Das interessiert keinem“ gab Semir gleichgültig zurück. „Haben Sie beide sich wieder gestritten?“ fragte Lara. Semir hörte den Unterton in der Stimme. „Nein... es geht ihr derzeit nicht gut und deshalb ist sie verreist.“ versuchte er sie zu überzeugen. „Aber ich darf doch sicher kurz reinkommen, oder?“ fragte Lara. Semir nickte. „Ja sicher...“ sagte er und gab die Tür frei. Kaum waren sie in der Küche, nahm Lara sich wie selbstverständlich einen Kaffee und setzte sich. „Ich hab gestern gesehen, wie die Polizei Andrea abgeholt hat. Eigentlich wollte ich ja gestern schon nachfragen, aber... nun ja... die Arbeit... wenn Sie verstehen?“ sagte sie kühl und Semir erkannte wie sehr sie sich darüber freute. Semir nickte. „Ja sicher...“ gab er einsilbig von sich. „Wissen Sie... Andrea und ich haben uns richtig angefreundet. Schade nur das der Tod von dieser Frau Dings da... solche Schatten über die Nachbarschaft wirft“ wieder nickte Semir nur. Er drehte sich etwas von ihr weg aber behielt sie ständig im Blickwinkel. „Was wissen Sie denn von der Sache?“ fragte er nach einer kurzen Zeit. „Nun ja... nicht viel mehr, als die Polizei gesagt hat. Dass eine Verdächtige festgenommen wurde, weil ein aufmerksamer Bürger seine Beobachtungen gesagt hat. Und wenn es tatsächlich die Mörderin ist, dann kann man froh sein, solch ein Individuum hinter Gittern zu haben.“ lachte Lara gehässig. Semir atmete tief durch, als Lara geendet hatte. „Meine Frau ist keine Mörderin.“ Wut machte sich in Semirs Stimme deutlich. Lara lächelte. Sie stand auf und kam ganz nah an Semir heran. „Natürlich nicht... Andrea ist doch eine so zierliche Person, nicht wahr?“ Sie fing an Semir im Nacken zu kraulen. Er drehte sich von ihr weg. „Lassen Sie das bitte!“ forderte er sie auf. Lara sah ihn pikiert an. „Was ist denn? Ich will doch nur nett sein.“ verteidigte sie sich. „Vielleicht sind Sie so fertig dass Sie jemanden benötigen der Sie tröstet.“ Sie kam mit ihrem Gesicht ganz nah an ihn heran.
Boah ich hab richtig mitweinen könenn, als Semir da so.... schluchz.... tolle Beschrebung.
In der Folge "Alte Schule" war Chris zu sehen. Er ist bei einem Unfall schwer verletzt worden. In der Folge "Infarkt" ist Semir ein, wie es auch in wirklichkeit leider immer wieder vorkommt , "halbwegs im Sterben liegender schwer kranker Mann" ![]()
Also dabei waren sie. Und wie es in der nächsten Folge aussieht. Warum muss Chris immer dabei sein? Er kann doch auch mal Urlaub machen, oder so... kommt im wahren Leben ja auch vor. Und was die Partnerschaft angeht... nun ja... ![]()
Genau etwas aus der Wasserpfeife... gell steffi.... Wir waren es nicht... nein wir nicht... ![]()
Anna und Andrea saßen in der Teeküche der PAST und grübelten. „ich verstehe das nicht. Wo kann er nur so schnell hin sein?“ „Chefin ? da ist ein Anrufer, der sich auf die Radio Durchsage gemeldet hat. Er meint, er hätte Tom mit in die Stadt genommen und in der Friedrichstr. abgesetzt. Die Beschreibung stimmt genau.“ „Danke Bonrath. na dann mal los.“
Anna stand auf. Andrea sah sie an.“ ich möchte mitkommen. Bitte. Semir ist mit Sicherheit auch dort.“
„Andrea. Sie helfen mir mehr, wenn Sie hier am Funk die Stellung halten. Vielleicht meldet sich Semir ja und dann …“ Andrea seufzte und nickte dann. Sie nahm den Platz am Funkgerät ein. Dieter, Hotte und Anna fuhren los.
„Tom!!! Steh da nicht so doof rum! Mach mich los!!“ schrie Semir und zerrte nach wie vor an den Fesseln. Doch Tom stand nur da und sah ihn an. „Ich bin Luxor. Ich habe bereits einen Namen für dich. Du siehst so lustig aus. Ich werde dich „Loki“ nennen. Ja… Luxor und Loki. Hört sich doch gut an.“ Semir schüttelte den Kopf. „Tom und Semir gefallen mir besser. Bitte… mach mich los.“ „Nur wenn du auch glaubst.“ „Ja… okay… ich glaube. Nun mach mich los.“ Tom lachte bitter auf. „Du hältst mich für dumm?“
Anna, Bonrath und Herzberger stellten ihre Fahrzeuge in der Nähe der Villa ab. „Tja und nun? Einer muss da rein und schauen, was da abgeht.“ „Chefin, Wie wäre es, wenn Hartmut mit der Technik spielt. Der kann uns doch sicher helfen.“ Gute Idee Bonrath. Das wäre eine Möglichkeit“ „Rufen sie ihn an und sagen ihm er soll alles einpacken, was er braucht, ich schaue mich mal um das Haus rum etwas um.“ Anna stieg aus und sah sich um.
„Luxor. Bitte. Wenn ich mich wie ein Gefangener fühle, kann ich mich nicht bekehren lassen. Mach mich los und ich höre dir zu.“ Semir lockte Tom und hatte Erfolg.
„Okay… Loki. Aber du darfst nie wieder das tun, was du getan hast.“ Semir nickte. „Natürlich.“ „und ich bin dein Herr. Du musst tun was ich sage. Wenn nicht, werde ich dich bestrafen.“ Wieder nickte Semir und dachte: * wenn du wieder bei Verstand bist, werde ich dir was erzählen. Von wegen Sklave. * Tom band ihn los. Semir rieb sich die roten Gelenke. „Danke….“ „So und nun zu deiner ersten Aufgabe. Du wirst Anubis begleiten. Er will das du mit ihm zu Botan gehst und dort deinen Glauben preis gibst. Du musst Botan um Verzeihung bitten.“ Semir nickte.
Schrankmann war bei Max. „Was haben die Auswertungen ergeben?“ fragte sie. „Man hat Fingerabdrücke von Frau Schäfer in der Wohnung gefunden. Ebenso auf das Schmuckstück.“ sagte Max sachlich. Er beobachtete ein Leuchten in den Augen der Staatsanwältin. „Ich wusste es sofort. Sie ist eine Mörderin“ sagte sie triumphierend. „Da wäre ich mir nicht so sicher, Frau Schrankmann. Andrea kann niemandem etwas zu Leide tun.“ Schrankmann lächelte und nickte. „Natürlich kann sie.... und sie hat auch. Ich werde es vor Gericht beweisen. Aber ich verstehe natürlich, dass Sie daran zweifeln. Sie sind befreundet mit Herrn Gerkhan und Frau Schäfer. Sie sind in solchen Sachen eben blind. Frau Schäfer hat sehr bewusst gehandelt. Sie wollte sich wohl hinter den Beruf ihres Mannes verstecken. Eine Polizistenfrau als Mörderin... oder so. Na das ist schief gegangen. Sie wird für immer hinter Gitter sein.“ Max schüttelte den Kopf. „Was hat Ihnen Frau Schäfer eigentlich getan? Oder Semir Gerkhan? Sie sind richtig voll Hass wenn Sie von ihm sprechen.“ „Oh gar nichts... ich mag es nur nicht wenn man mich vorführt. Und das macht er regelmäßig.“ Sie verschwand wieder.
Andrea saß in ihrer Zelle auf dem Bett. Sie hatte die Beine angezogen. Das einzige was ihr gefiel, war dass sie eine Einzelzelle hatte. Ihren Kopf lehnte sie an die Wand und schloss die Augen. Plötzlich hörte sie den Schlüssel in der Tür und erschrak. Eine Wärterin kam zu ihr hinein. „Frau Schäfer? Kommen Sie bitte.“ Andrea nickte und stand auf. „Was liegt denn an?“ fragte sie ängstlich. Die Wärterin lächelte sie freundlich an. „Nur keine Angst. Sie haben Besuch. Ihr Mann ist da.“ Andrea fing an zu weinen. „Darf ich denn schon Besuch haben?“ Die Aufpasserin nickte, „Ja warum denn nicht. Aber wie ich sehe, haben Sie nichts gegessen. Ich weiß ja, das Essen ist nicht gerade das Beste, aber ganz ohne geht es nicht. Kommen Sie... ich bringe Sie in den Besucherraum.“ Andrea folgte der Frau. Irgendwie war sie sehr herzlich.
Semir sah Andrea entgegen. Sie setzte sich auf die andere Seite der Scheibe und griff zum Hörer. Auch Semir hatte den Hörer in der Hand. „Hallo Schatz...“ sagte er leise. „Semir... bitte hol mich hier raus...“ weinte Andrea. „Ich bin dabei. Hör zu... ich habe von Max erfahren, dass eine Nachbarin ihn den Tipp gegeben hat. Deshalb bin ich auch hier. Wer war in den letzten Tagen bei uns gewesen?“ fragte Semir. Andrea sah ihn an. „Du ermittelst selbst?“ fragte sie erstaunt. „Ja sicher.... unter dem Deckmantel der Chefin geht das sehr gut. Tom deckt mich wenn es um Schrankmann geht. Wir bekommen raus, wer dir da was anhängen will. Vertrau mir einfach.“ Andrea nickte. „Das tue ich. In den letzten Tagen hab ich mich mit Lara König sehr gut verstanden. Sie war auch bei uns. Sie ist eigentlich eine sehr nette Person. Wir haben uns über das unterhalten, was unser Auslöser für den Streit war. Sie hat sich für ihr Verhalten entschuldigt und...“ erklärte sie. „Das heißt sonst war niemand da?“ „Nein... Semir du kennst mich doch... ich fasse nicht so schnell Vertrauen, aber bei Lara... da war es anders. Sie war so... warte mal... beim letzten Besuch war sie auf der Toilette. Das war kurz bevor Max das Armband fand. Also am gleichen Tag. Aber... du glaubst doch nicht wirklich, das Lara... Ich meine...“ fragte Andrea. Semir zuckte mit den Schultern. „Zumindest werde ich dort ansetzen. Weißt du ob sie alleine wohnt?“ fragte Semir. Andrea nickte. „sie hat mir erzählt, dass sie sich von ihrem Freund getrennt hat.“ „Gut... dann werde ich wohl doch Toms Hilfe in Anspruch nehmen.“ lachte Semir. Andrea sah ihn an. „Ich hole dich hier raus, versprochen.“ sagte Semir und legte seine Hand an die Scheibe. Wie gern hätte er Andrea jetzt in den Arm genommen.
„Das darf doch wohl nicht wahr sein. Andrea wird eingesperrt wie eine Schwerverbrecherin.“ fluchte Semir. Tom saß neben ihn. „Wenn wir herausfinden könnten, wer diesen Tipp gegeben hat, wäre uns schon sehr geholfen.“ „Ja... aber die Schranke macht ja dicht.“ „Nun es gibt aber noch einen, der den Namen kennt.“ Semir nickte. „Ja ich weiß, du meinst Max Siegel.“ „Stimmt,“ entgegnete Tom. „Wir sollten den Kollegen mal aufsuchen.“ gab Semir zu. „Na dann nichts wie hin!“ lächelte Tom. Er wusste was in Semir vorging. Nur wenige Minuten später standen sie vor dem Revier, wo Max Siegel seinen Dienst machte. Sie kamen direkt zu ihm durch. „Semir.... versteh mich doch. Ich darf die Person nicht namentlich nennen. Sie hat darauf bestanden.“ „Max.... es geht hier nicht um irgend eine Person. Es geht hier um meine Frau. Jemand will sie aus dem Weg haben und lässt sie für etwas büßen, dass sie nie getan hat. Ich weiß dass alle Indizien gegen Andrea sprechen, aber du kennst sie doch auch nicht erst seit diesem Vorfall. Mein Gott... wie oft haben wir zusammen gesessen und ...“ „Semir... ich traue es Andrea absolut nicht zu, dass sie jemanden etwas zu Leide getan hat. Die Reaktion, als ich ihr sagte, dass Frau Dupont tot ist, war echt....“ „Natürlich war sie echt. Weil sie die Alte mochte und weil sie bestürzt war, dass sie tot ist. Das ist doch selbstverständlich. Max... bitte....“
Max sah Semir an. „Semir... versteh mich doch. Ich darf dir den Namen nicht nennen. Aber... ich sage dir, dass du nicht weit suchen müsstest um diejenige zu finden. Mehr sag ich nicht dazu.“ „Du meinst eine Frau aus der Nachbarschaft?“ „Ja ... wie eben erwähnt, mehr sag ich nicht.“ Semir lächelte ihn an. „Danke, Max. Du stehst in meiner Schuld und wenn das hier vorbei ist, dann lade ich dich groß ein.“ „Ist das ein Bestechungsversuch?“ fragte Max grinsend. Semir schüttelte den Kopf. „Aber ich besteche doch niemanden.... ich lade nur einen Freund ein.“ „Dann nimmt der Freund die Einladung an.“ Semir stand auf und ging zu Tom, der auf dem Flur wartete. „Und?“ fragte dieser neugierig. „Es war eine Nachbarin.“ sagte Semir. „Eine Nachbarin? Hast ja echt nette Nachbarn“ tadelte Tom. „Die kann man sich leider nicht aussuchen.“ „Wie willst du nun weitermachen?“ fragte Tom. Semir sah ihn an. „Ich werde mich mit Andrea unterhalten. Das Schmuckstück ist ja im Haus gefunden worden also muss es jemand vorher dort hin gelegt haben. Und wenn Andrea es nicht war, wovon ich 100 % überzeugt bin, dann ein Besucher oder eher gesagt eine Besucherin. Und das muss in den letzten Tagen gemacht worden sein. Ich kenne Andrea, die schließt nicht so schnell Freundschaften.“ erklärte Semir. Tom nickte nur. „Gut bei wem fangen wir an?“ Semir sah ihn an. „Wir?“ Tom nickte erneut. „Ja sicher wir. Ich bin dabei.“ „Tom.... das geht nicht. Lass mich erst einmal allein machen. Du musst mich decken, bei der Schranke... bitte.“ Tom grinste. „Okay... dann bin ich dein Zeuge, dass du dich vorschriftsmäßig verhalten hast und natürlich keine Ermittlungen angestellt hast.“ Semir nickte. „danke“ sagte er nur.
Andrea und Semir saßen Anna gegenüber. „Andrea... ich konnte leider nicht erwirken, dass Sie nicht ins Gefängnis müssen. Es tut mir Leid. Aber ich werde schnellstens mit dem Oberstaatsanwalt sprechen und dafür sorgen, dass Ihr Fall vorgezogen wird.“ erklärte Anna. „Chefin! Das ist doch...“ fing Semir an und rieb sich nervös die Hände. „Ich weiß was Sie sagen wollen. Es ist alles sicher nur ein Irrtum. Aber leider haben wir keine Beweise. Klemmen Sie sich dahinter! Semir irgendwas muss dort gelaufen sein. Max Siegel ist doch ein guter Bekannter von Ihnen. Besprechen Sie sich mit ihm.“ „Aber ich muss doch hier meinen Dienst machen...“ kam von Semir. „Sie sind freigestellt. Wichtig ist im Augenblick nur, dass Andrea heil aus der Sache herauskommt.“ Andrea sah sie mit verweinten Augen an. „Danke... Frau Engelhard.“ „Andrea es wird schon wieder...“ versuchte Anna sie zu trösten. Schrankmann betrat das Büro erneut. „So... Frau Schäfer. Die Herren Bonrath und Herzberger werden Sie nun in die JVA bringen.“ Andrea nickte und stand auf. Semir sah ihr traurig nach. Schrankmann sah ihn wiederum warnend an. „Herr Gerkhan, Sie sollten auf keine dummen Ideen kommen. Nur damit das klar ist.“ „Ja sicher...“ sagte er nur und dachte sich seinen Teil.
Andrea saß schweigend im Streifenwagen. Hotte sah sie an. „Andrea... Semir wird das schon machen.“ versuchte er sie aus den Gedanken zu reißen. Sie sah ihn an. „Ja sicher...“ Andreas Stimme klang verzweifelt. „Hör mal... wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann sag es.“ kam von Hotte. „Danke Hotte, aber ich glaube im Augenblick kann mir keiner helfen. Ich muss ins Gefängnis. Ich habe keine Beweise, dass ich es nicht war. Im Gegenteil. Alles spricht dafür, dass ich es war. Hotte... ich habe mich noch nie so elendig gefühlt.“ Andrea weinte wieder. Hotte nahm sie in den Arm. „Ach Andrea... es tut mir so leid...“ sagte er und kämpfte selbst mit Tränen. Dieter sah durch den Rückspiegel auf Andrea. „Hey... wir kriegen das schon hin. Du wirst sehen, Semir wird dich sicher schon morgen wieder raus haben.“ „Danke Dieter, aber ich glaube nicht, dass es so schnell gehen wird. Ich meine alles spricht gegen mich. Da kann auch Semir nichts tun. Ich habe nichts getan, aber niemand glaubt mir.“ „Na das stimmt so aber nicht,“ widersprach Hotte. „Wir glauben dir.“ Andrea lächelte verbittert. „Ja ihr glaubt mir. Semir glaubt mir, die Chefin auch. Aber nicht die Staatsanwältin.“ „Tse... die glaubt doch niemanden. Für die ist jeder gleich schuld, egal ob es Beweise gibt oder nicht.“ regte Dieter sich auf. Sie kamen in der JVA an. Andrea sah ängstlich auf die großen Tore, die das Gefängnis abschirmten. Als es sich öffnete spürte sie ein Zittern in den Gliedern.
hmm.... ich schließe mich mal einfach an... Gute Besserung ![]()
Zur Story... also ich weiß nicht... das ist nicht das Ende... das ging mir nämlich viel zu schnell... Was kommt denn nun noch? Dieser Typ lässt sich einfach so abführen? Da stimmt doch was nicht...
Eine halbe Stunde später gab es eine mittlere Versammlung in Annas Büro. Auch die Staatsanwältin Schrankmann war vor Ort. Andrea sah schweigend auf dem Stuhl. Anna sah sie an, während Semir sie an der Hand hielt. „Frau Schäfer. Sie wissen schon dass alles gegen Sie spricht, oder?“ fing Schrankmann an. Semir sah sie an. „Frau Schrankmann, meine Frau hat sicher niemanden getötet. Dazu ist sie gar nicht in der Lage.“ „Herr Gerkhan... wissen Sie wie oft ich das schon gehört habe? Und wissen Sie wie oft diese Aussage eine Lüge war? Nun Frau Schäfer? Was sagen Sie zu Ihrer Verteidigung?“ fragte Schrankmann und ihre Stimme klang wie immer sehr kalt und erbarmungslos. „Ich habe niemanden umgebracht. Ich weiß nicht wie dieses Armband in den Schminkkoffer gekommen ist. Ich war, das ist richtig öfter bei Frau Dupont und trank mit ihr Kaffee. Sie war eine sehr nette und zuvorkommende Frau. Sie und ich wir haben uns sehr gut verstanden.“ erklärte Andrea. „Bis gestern. Was war für Sie ausschlaggebend? Der Schmuck? Oder die anderen Wertgegenstände? Wo ist das Bild?“ fragte Schrankmann weiter und erntete von Anna einen sehr wütenden Blick. „Frau Schrankmann, ich kenne Frau Schäfer nun schon einige Jahre. Und ich denke wir sollten die Ermittlungen nicht einstellen. Was wenn sie wirklich in eine Falle gelockt wurde?“ sagte Anna scharf. „In eine Falle? Ich bitte Sie, Frau Engelhard. Frau Schäfer ist die Frau eines Polizisten. Sie weiß genau was Unrecht ist und vielleicht ist das der Schutzmantel, den sie meinte zu brauchen, bevor sie kriminell wird. Ich meine, niemand würde eine Polizistenfrau für einen Mord verdächtigen. Wie gut, dass es so aufmerksame Bürger gibt.“ gab Schrankmann verächtlich von sich. „Apropos Bürger? Wer war denn der geheimnisvolle Anrufer?“ fragte Anna. „Das darf ich Ihnen nicht sagen. Die Person hat um Diskretion gebeten.“ sagte Schrankmann kühl. „Ach kommen Sie!“ fluchte Semir. „Herr Gerkhan... ich kenne Sie sehr gut. Wenn ich Ihnen den Namen nenne, dann würden Sie doch zu dieser Person gehen und .... Es bringt leider nichts. Frau Schäfer muss mit mir kommen. Leider kann ich den Aufenthalt im Untersuchungsgefängnis nicht ersparen.“ Andrea nickte ergeben. Semir sah sie an. „Andrea... ich werde alles tun um dich da wieder raus zu holen, hörst du?“ Sie weinte und nickte dann.
Anna sah Schrankmann an. „Frau Schrankmann, darf ich Sie einen Augenblick sprechen? Allein?“ Schrankmann nickte. Anna schickte die Anderen alle raus. „Frau Schrankmann. Ich bitte Sie... wissen Sie was Andrea im Gefängnis mitmacht, wenn die herausfinden, dass sie die Frau eines Polizisten ist?“ Schrankmann nickte. „Ja ich weiß sehr wohl, dass es Konsequenzen haben wird, aber ich habe keine andere Wahl.“ sagte sie bestimmt. „Doch die haben wir.“ Schrankmann sah Anna an. „Ach und wie sieht die aus?“ „Ich würde Andrea gern hier in der Dienststelle halten. Sie kann ja weiterhin hier arbeiten. Sie wäre unter Kontrolle und kann nicht fliehen. Solange Semir hier am arbeiten ist, werden wir sie kontrollieren und wenn Feierabend ist, dann geht das auf Semir über. So haben wir sie unter Kontrolle und sie kann nicht wie Sie es so schön sagen, abhauen.“ versuchte Anna die Staatsanwältin zu überreden. „Frau Engelhard, das wird nicht gehen. Denn ich muss davon ausgehen, dass Herr Gerkhan seine Frau bei der Flucht unterstützen wird. Das ist mir zu unsicher.“ sagte sie. „dann lassen Sie Frau Schäfer in unseren Zellen wenigstens einsitzen. Sie ist... dann...“ kam von Anna der Vorschlag. „Herr Gerkhan hat sicher Schlüssel zu den Zellen oder?“ fragte Schrankmann. „Nein. Und wenn dann würde ich sie ihm abnehmen.“ Schrankmann nickte. „ Es tut mir Leid, Frau Engelhard. Aber das verstößt gegen die Vorschriften. Andrea Schäfer ist des Mordes verdächtig und sie wird ins Gefängnis kommen. Sie erhält keine besondere Behandlung, nur weil ihr Mann ein Polizist ist.“ sagte sie entschlossen.
Er wurde ruhiger. Anubis kam zu ihm. „So. Er ist jetzt erst mal sicher untergebracht. Wo ist Luxor?“ „Er ist geflohen.“ Anubis lachte leise. „Er kommt wieder. Sobald er weiß wohin er gehört, kommt er wieder. Wir brauchen nur warten.“ Er sah auf Semir und setzte sich neben ihn. „Sie werden Tom nicht in die Hände kriegen. Sie werden…“ Anubis schlug zu und Semir verstummte. „Du wirst besser ruhig sein. Ich gebe dir gleich etwas, damit du siehst wie gütig Botan auch mit Ungläubigen ist. Er verzeiht viel. Und in ungefähr einer Woche wirst du auch an Botan glauben. Und was Luxor angeht, oder Tom, wie du ihn nennst. Er wird zurückkommen. Und dann wird er helfen, dich zu bekehren.“ Anubis zog eine Spritze hervor. Semir sah ihn an. „Was soll das? Was ist da drin?“
Anna tobte. Semir war weder über sein Handy, noch über Funk zu erreichen. Sie hatte es geahnt, dass das kommen würde. Gerade als sie wieder in ihr Büro gehen wollte, lief eine Meldung über den Verteiler: männliche unbekannte Person aufgefunden. Größe..... Sie flog immer und immer wieder über die Zeilen und überlegte. Die Beschreibung paßte auf Tom. Sie griff zum Hörer und rief im Krankenhaus an, „Ja, Hauptkommissar Kranich hat ein Muttermal. Genau... ja danke.“ Es handelte sich tatsächlich um Tom. „Herzberger, ich bin im Marienkrankenhaus. Falls Semir sich melden sollte, soll er mich dort anrufen.“
Semir lag im Bett. Seine Hände waren mit Seilen an Ringen im Boden gefesselt. Er konnte sich nicht bewegen. Doch er bewegte sich eh nicht. Er war müde. Anubis hatte ihm eine Spritze gegeben. Erst dachte Semir es wäre irgendein Rauschgift, aber Anubis schien nicht gewillt zu sein, dass Semir im Rausch war, im Gegenteil er wollte dass Semir still ist, ja. aber er sollte nicht schlafen. Sobald Semir die Augen schloss überfiel ihn die Übelkeit. Er überlegte fieberhaft, wie er hier rauskommen könnte, doch ein Ausweg war nicht in Sicht.
Wenigstens war Tom nun frei, auch wenn er sicher beim Sturz von der Mauer Schaden genommen hatte. Die Türe zum Keller öffnete sich und jemand kam hinein. Es war eine junge, hübsche Frau, die ihn anlächelte. „Wie ich höre haben wir einen neuen Gast. ich bin gekommen um dich zu verwöhnen und dir etwas zu erzählen.“ Semir sah sie an „Ach ja? Den Unsinn können sie sich sparen, ich will weder verwöhnt werden, noch mir etwas anhören. ich will hier raus.“ „Da kann ich ihnen leider nicht helfen „ sie packte ihr Pendel aus und lullte Semir ein.
„Nein.“ sagte Semir leise. „Semir... es tut mir wirklich Leid. Aber... ich muss Andrea mitnehmen.“ „Max... bitte.... kommt zu mir in die PAST. Ich bitte dich...“ bat Semir ihn. „Okay... wir werden reden.“ „Danke“ Semir legte auf. Er ging zu Anna.
Anna Engelhard sah auf, als Semir ihr Büro betrat. „Semir? Was gibt es denn?“ fragte sie erstaunt. „Chefin... es geht um Andrea. Sie... sie steht unter Mordverdacht.“ sagte er. Anna sah ihn erstaunt an. „Was?“ „Sie soll unsere Nachbarin ermordet haben. Bei der Nachbarin wurde eingebrochen. Sie wurde erschlagen. Schmuck und Gemälde wurden gestohlen. Und nach einem anonymen Anruf wurde bei Andrea ein Schmuckstück gefunden, welches der Toten gehörte.“ erklärte Semir. „Aber das ist doch absurd. Wer bearbeitet den Fall? Ich werde umgehend mit dieser Person reden.“ warf Anna ein. „Es ist Max Siegel. Er kommt gleich mit Andrea her und...“ sagte Semir. „Okay... Semir das ist sicher ein Missverständnis.“ versuchte Anna ihn aufzubauen. „Natürlich ist es das. Aber... ich hatte an diesem Abend Nachtdienst. Andrea hat keine Zeugen. Niemand der... was soll ich denn jetzt tun?“ fragte Semir verzweifelt. „Ich werde mit Siegel sprechen. Auch er muss einsehen, dass es nur ein Irrtum sein kann. Immerhin kennt er doch Andrea und Sie sehr gut.“ „Ja schon... aber Andreas Fingerabdrücke sind auch in der Wohnung der Toten gefunden worden. Und auf dem Armband. Sie waren Nachbarinnen, die auch mal Kaffee zusammen getrunken haben. Es ist doch....“ „Semir! Ich kümmere mich darum.“ Semir nickte und stand auf. „Chefin... Ich würde gern bei dem Gespräch dabei sein.“ bat Semir. Anna nickte. „Gut... bleiben Sie heute im Büro.“ „Danke...“
Tom sah Semir an als er wieder einmal zu spät ins Büro kam. „Na.... fit für die Tour?“ fragte er gut gelaunt. „Tom... ich fahre heute nicht raus. Zumindest nicht direkt. Es ist da etwas passiert....“ sagte Semir bedrückt. Tom sah ihn ernst an. „Was ist denn? Hast du jemanden umgebracht? Streit mit Andrea?“ fragte er. Semir schüttelte den Kopf. „Ich nicht... aber Andrea steht unter Mordverdacht. Ich muss...“ sagte Semir und senkte den Kopf. „Was bitte?“ fragte Tom der sich auf seinen Stuhl fallen lies. „Andrea steht unter Verdacht unsere Nachbarin erschlagen zu haben. Max hat belastendes Material gefunden.“ kam leise von Semir. „Ach du Scheiße... was machen wir denn nun?“ fragte Tom. Semir zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Max kommt gleich mit Andrea her und dann reden wir. Ich nehme an, das Frau Schrankmann ebenfalls herkommen wird.“ Tom atmete tief ein und aus. „Okay... dann werden wir heute keine Tour machen. Ich bleibe auch hier.“ legte Tom fest. „Tom, danke aber du kannst doch nichts machen.“ „Ja genauso wenig wie du. Also werden wir zusammen nichts machen. Hey... wir werden Andrea unterstützen. Sie ist keine Mörderin.“ sagte Tom entschlossen. „Ich weiß.... das Problem ist nur... ich hatte Nachtdienst und Andrea war allein zu Hause. Sie hat keine Zeugen....nichts was sie entlasten kann.“ kam leise von Semir
Andrea saß in der Küche und löste Kreuzworträtsel. Der Tag verging eintönig. Semir schlief nach langem Dienst und Lara kam noch kurz rüber. Gegen fünf weckte sie Semir und dieser fuhr um halb zehn zum Dienst. Es klingelte. Andrea sah erstaunt auf die Uhr. Wer sollte denn nun noch kommen? Sie ging hin und öffnete die Tür. „Max? Was machst du denn hier?“ „Andrea… ich hab noch ein paar Fragen an dich.“ Andrea zuckte mit den Schultern und ließ ihn ein. „Was gibt es denn?“ „Ähm…. Ich will ehrlich zu dir sein. Wir haben einen anonymen Anruf erhalten. Darin wird gesagt, dass du etwas hast, was der Frau Dupont gehörte.“ Andrea lachte laut. „Wie bitte? Das ist doch absoluter Blödsinn. Max… du glaubst doch nicht solche Sachen… oder?“ Andrea war unsicher. „Es tut mir Leid. Ich habe ein Durchsuchungsbefehl.“ „Was? Max das ist ein sehr schlechter Scherz. Also wirklich. Ich rufe Semir an.“ „Das geht nicht. Du musst warten. Andrea wenn du nichts zu verbergen hast, dann lass uns einfach das Haus durchsuchen.“ Andrea nickte. Die Männer gingen Raum für Raum durch. Nur wenig später kam Max aus dem Bad und hielt ein Armband in der Hand. Andrea sah ihn erschrocken an. „Das gehört mir nicht. Max… das sehe ich zum ersten Mal also… ich meine hier….“ Max nickte. „Es gehört dir wirklich nicht. Das ist eines der Schmuckstücke, die bei dem Einbruch entwendet wurden. Es tut mir Leid. Ich muss dich bitten mit mir zu kommen. Du stehst unter Mordverdacht.“
Semir saß im Büro als es klingelte. „Andrea? Was gibt es denn?“ fragte er. „Semir! Max... möchte mit dir reden.“ antworte Andrea. „ Um diese Zeit? Gib ihn mir.“ fragte Semir erstaunt und sah auf die Uhr. „Hallo Semir.“ kam nun von Max. „Max, wie geht es dir. Ich hab schon gehört, was bei mir in der Nachbarschaft passiert ist. Die arme Frau Dupont. Ich hoffe du hast schon etwas herausgefunden.“ begann Semir das Gespräch. „Ja... es gibt einen Verdächtigen.“ erwiderte Max. „Na das ist doch was Schönes.“ meinte Semir. „Ja für mich. Allerdings befürchte ich, dass es für dich weniger schön ist.“ „Wieso?“ „Andrea steht im Verdacht, Frau Dupont ermordet zu haben.“ „WAS?“ schrie Semir in den Hörer und stand vom Stuhl auf. „Das ist ja wohl ein schlechter Scherz, Max. Du glaubst doch wohl nicht, dass...“ empörte sich Semir. „Semir... wir haben etwas in eurem Haus gefunden, das Frau Dupont gehörte. In Andreas Schminkkoffer war ein Armband der Frau. Andrea kann es mir zwar nicht erklären wie es dort hingekommen ist, aber...“ erklärte Max. „Max hör mal genau zu. Meine Frau ist keine Mörderin.“ „Semir... ich würde dir gern glauben, aber nachdem ich den anonymen Anruf erhalten habe, hab ich natürlich sämtliche Fingerabdrücke prüfen lassen, die im Haus von Dupont genommen wurden. Andreas waren dabei.“ erklärte Max „Natürlich... die beiden waren ja auch gut bekannt. Die ist ab und an mal rüber gegangen und hat einen Kaffee mit der Frau getrunken. Aber sie ist keine Mörderin.“ beteuerte Semir. „Wo warst du, als es passierte?“ fragte Max. Semir schloss die Augen. „Ich hatte Nachtdienst.“ „Also hat Andrea keine Zeugen, das sie zuhause war.“ stellte Max fest.
So ich denke auf diese Folge haben wir sehr lange gewartet und waren gespannt. War es doch die Folge, wo die Teilnehmer vom Fantreffen als Komparsen dabei waren. Hat sich jemand gesehen? Wenn ja… wo? Also ich hab Steffi gesehen, Jo gesehen und noch einige andere. Steffi bei dem Auto hätte ich zugeschlagen.
So nun zu der Folge:
Tja was soll ich da sagen. Der Alte war ganz schön rabiat am Anfang. Wie er da so zielstrebig auf den Porsche los ging während die Autos da der Reihe nach ineinander fuhren. Und dann stellt sich heraus, es ist der liebe nette Nachbar von Semir. Was gemein den alten Leuten die Ersparnisse auf solch eine miese Tour anzueignen, leider ist es Realität. Gut nur das nicht jeder so ausflippt.
Tja das Zusammenspiel war heute ja einigermaßen, auch wenn beide häufig getrennt gefahren sind. Dieses Wettrennen im Kaufhaus… Semir hinter dem Fahrrad… und dann die ganzen Nudelpackungen…
Also bisher muss ich sagen die Folge gehört zu meinen Favoriten der Staffel. Alles vorhanden, Action, Bodystunts, Spannung, einfach alles.
Tja und nun bleiben uns nur noch zwei Folgen....
Was mich mal interessieren würde ob man mal an die ungekürzte Fassung kommen würde ? und was in den Folgen gekürzt wurde, welche Stellen.
Na Robert ich vermute mal die Szenen die ziemlich brutal ausschauen, wie z.B. bei dem Kleinen, als Semir auf einem BAumstamm genagelt auf die Säge losfährt und sich in letzter Sekunde retten kann, oder die Szene wo der Verbrecher von dem Baumstämmen zermalmt wird.
Bei Hetzjagd vielleicht die Prügellszenen im Knast wo Semir und Tom zusammen geschlagen werden.
Ist alles nur ne Vermutung
Drei Tage später wollte Lara ihren Plan umsetzen. Sie hatte erneut versucht an Semir heran zu kommen, doch dieser blockte alle Versuche ab. Als sie wieder einmal mit Andrea zusammen war setzte sie ihn um. „Ach ich bin mal kurz zur Toilette.“ sagte Lara. Andrea nickte. Lara betrat die Toilette. Hier war genau das Versteck, was sie suchte. Ein kleiner Schminkkoffer stand einladend auf der Ablage. Lara öffnete den Koffer und legte das Armband hinein. Und nun, braucht die Polizei nur noch einen Tipp. Dann geht alles seinen Weg, dachte Lara und verließ nach kurzem Aufenthalt die Toilette wieder. „Danke... der Kaffee tat gut. Und das Gespräch mit Ihnen... auch. Ich hoffe wir können sehr gute Nachbarinnen bleiben.“ Andrea nickte. „Es spricht nichts dagegen, solange die Nachbarschaft meinen Mann ausschließt.“ Lara lächelte. „Ich habe nichts böses geplant.“ sagte sie. Andrea sah sie an. „Das hoffe ich für uns beide.“ Lara verabschiedete sich und verließ das Haus.
Kaum war sie in ihren vier Wänden ging sie zum Telefon. Vor einer Woche, am Tag des Einbruches war die Polizei bei ihr gewesen und hatte sie befragt. Nun hielt sie die Karte des Beamten in der Hand, der den Fall bearbeitete. „Max Siegel?“ fragte sie als sich ein Mann am anderen Ende meldete. „Ja, was kann ich für Sie tun?“ kam die Frage. „Mein Name ist Lara König. Sie waren doch bei mir, wegen dem Mord an der Alten Frau.“ „Ja und?“ „Nun... ich .. ich hab eben mit der Nachbarin gesprochen und... nun ja... wir sind ins tratschen gekommen und sie sprach an, dass bei der alten Frau Schmuck gestohlen wurde. Ich will ja niemanden anschwärzen, aber...“ „Frau König... was möchten Sie mir sagen? Ich behandle Ihre Aussage auch vertraulich.“ „Ja also... bei Frau Schäfer oder Frau Gerkhan... da hab ich, als ich dort auf Toilette war, ein sehr schönes Armband gesehen. Ich glaube... sie hat die Alte Frau umgebracht.“ „Frau Schäfer? Die Frau Schäfer in der Nr. 5?“ fragte der Polizist zweifelnd. „Ja genau die.“ „Also... das glaube ich nun nicht. Aber ich gehe dem nach. Und wenn es tatsächlich eines der Schmuckstücke ist, die mir der Sohn von Frau Dupont beschrieben hat, dann werde ich natürlich alles in die Wege leiten. Danke für den Hinweis.“ „Gern geschehen. Ist ja schließlich meine Pflicht als Bürger.“ Lara legte auf. Bald ist der Weg frei, dachte sie und lächelte kalt.
Lara lächelte Arnold an. Es war Mittag und sie waren eben erst aufgestanden. „Ach... herrlich. Was meinst du bringen uns die Sachen ein?“ Arnold grinste. „Nun... das Bild wird am Meisten bringen. Der Schmuck... tja... ich denke maximal zweihundert. Mehr sicher nicht. Es reicht für ein paar Tage. Nur das du die Alte direkt erschlagen musstest... wird sicher ne Menge Staub aufwirbeln. Wie weit bist du mit deinem Spaß?“ fragte er. „Oh... der ist ne harte Nuss. Aber ich bekomme ihn noch. Warte es ab. Ich kriege ihn.“ Laras Stimme klang drohend. „Was willst du eigentlich mit dem? Der ist doch verheiratet.“ fragte Arnold. „Na und? Das ist vielleicht ein Grund, aber sicher kein Hindernis.“ Arnold lachte. „Du gefällst mir immer mehr. Aber ich warne dich... wenn er dich anpackt, dann.... dann werde ich zum Tier.“ Lara nickte. „Schon klar.... mein Held. Aber keine Sorge. Es sieht nicht so aus, als ob er sich für mich interessiert. Na ich werde heute Abend mal anklopfen. Seine Frau ist nämlich wieder da. Ich habe das Missverständnis von vorher ausgeräumt und mich mit ihr angefreundet. Und nun werde ich die Freundschaft wieder beenden. Aber anders als es allgemein üblich ist.“ sagte Lara und sah ihn an. Arnold lachte. „Ja... sicher... Missverständnis. Und dann? Wie willst du sie denn loswerden um an ihn zu kommen?“ fragte er und Lara griff in den kleinen Haufen mit dem Schmuck. „Dafür brauche ich nur eines der Schmuckstücke. Und zwar das hier... das ist sehr schön und sieht teuer aus.“ Sie nahm ein Weißgold-Armband mit mehreren Rubinen in die behandschuhte Hand.
Andrea ging zur Tür. Sie sah die Frau an, die vor ihr stand. „hallo Lara!“ „Andrea. Ich wollte nur mal kurz hallo sagen. Oder hast du Zeit für einen Kaffee?“ Andrea nickte und gab die Tür frei. Sie und Lara hatten kurz nach dem Streit eine klärendes Gespräch geführt und die Streitigkeiten beseitigt. Es war schon eine sehr enge Nachbarschaft entstanden. Andrea stellte fest, das Lara viele ihrer Ansichten teilt. Sie unternahmen einiges zusammen. Irgendwie schien sich tatsächlich eine Freundschaft zu entwickeln. Allerdings kam Lara immer nur dann, wenn Semir nicht da war. Sie wollte ihm nicht begegnen, sagte sie immer. Andrea fasste immer mehr Vertrauen zu der Nachbarin.
Semir zuckte mit den Schultern. „Ich werde nachher noch einmal hinfahren. Ich weiß wo Toms Zimmer liegt und werde dort den Jungen dann zur Vernunft bringen. Wenn es nicht mit Worten geht, dann eben mit Gewalt.“ Anna verzog ihren Mund zu einem bitteren Lächeln. „Aber nicht allein.“ „Chefin, wenn die ein Aufgebot von Polizisten sehen, dann…“ „Okay… aber Sie werden einen Sender tragen. Sie werden mit Bonrath und Herzberger fahren.“ „Nein… ich will mich nur dort umsehen. Mehr nicht. Ich will nur wissen was die gemacht haben. Ich selbst bin damals in einer dieser Sekten unter Drogen gesetzt worden. Aber bei Tom waren das keine Drogen. Da bin ich mir sicher.“ Er stand auf und lief raus. Anna hinterher. „Semir! Nun warten Sie doch…“ Es war zu spät. Sie hörte den Motor des Wagens.
Anubis hatte Tom zu den Anderen geführt als einer seiner Leute kam. „Hier, das haben wir im Zimmer von ihm gefunden.“ er hatte das Handy und Toms Waffe in der Hand. „Sieh an, na dann reimt sich ja was zusammen. Bringt ihn weg, ins andere Haus. Ich will ihn hier aus dem Weg haben, ehe der kleine Zwerg wieder auftaucht. Deshalb wollte er ihn auch mitnehmen. Na dafür überlegen wir uns dann noch was.“
Der Mann nickte. Anubis winkte einem der Anderen Wächter zu. „Sorge doch bitte dafür, dass wenn sich Herr Gerkhan auf dem Grundstück blicken lässt, ich sofort benachrichtigt werde. Niemand wird ihn zu diesem Luxor bringen.“ Der Mann nickte. Luxor, so hieß Tom hier in der Gemeinde.
Semir war wütend. Wütend auf sich weil er mit Tom das ausgetüftelt hat und nicht an die Folgen dachte. Wütend auf Tom, dass der sich so einfach das Hirn verdrehen ließ, wütend auf Anubis, wo er den Grund gar nicht für kannte. Aber er wollte Tom aus dem Haus holen. Er wußte ja wo er war. Als Semir am Sektenhaus ankam, sah er sich das Gelände an. Er musste nur noch einen Weg finden, wo er ungehindert ins Haus kam. Nach einigem Suchen fand er ein Loch in der Mauer. Er kletterte an der Fassade hoch bis ins Hochpaterre und stieg in ein offenes Fenster ein. Toms Zimmer musste gleich auf der anderen Seite des Flures sein, doch als er es aufmachte sah er nichts ausser einem leeren Schrank und Bett. Hier war nichts mehr, keine Spur, einfach nichts. „Scheiße“, dachte Semir und trat den Rückzug an. Ihm viel ein, dass man vorher von einem 2. Anwesen gesprochen hatte. Da würde er jetzt nach Tom suchen.