Beiträge von Elvira

    Anna legte auf. Sie rollte genervt die Augen. „diese Frau macht mich fertig“ stöhnte sie leise. Dann ging sie zu Semir und Chris. Die beiden sahen sie an. „Wir haben grünes Licht. Also sobald Sie wissen, wo Sie ansetzen müssen, legen Sie los. Semir! Seien Sie bitte vorsichtig!“ warnte sie ihn. Semir nickte. „Ja sicher Chefin. Chris hat bereits die Fühler ausgestreckt. Wir bekommen sicher bald die ersten Hinweise, wo die Bande ihr Versteck haben. Dann finden wir die Kinder und verhaften die Bösen.“ Gab er von sich während er sich einen Kaffee eingoss. Anna nickte. „Ich hoffe es sehr. Frau Schrankmann war dem natürlich wieder mal nicht sehr aufgeschlossen. Sie sagte so etwas wie: „Wenn Gerkhan die Sache regelt, kommt doch meist wieder nur ein großer Schaden dabei raus. Und diesen Schaden wird die Bevölkerung tragen müssen. Wenn ich eine normale Bürgerin dieses Landes wäre, dann würde ich ihn lynchen.“ Zitierte Anna. Semir grinste. „Na... normal war die ja nie.“ lachte er. „Geben Sie Andrea bitte Bescheid. Sie soll sich nicht unnötig Gedanken machen.“ Bat sie ihn. Semir nickte. „Ja sicher... mache ich direkt nach Feierabend.“ Anna ging wieder. „Also diese Schrankmann geht mir ganz schön auf die Nerven. Die hat ja an jedem Fall was auszusetzen.“ stöhnte Chris. Semir nickte. „Du hast ja bisher noch nicht viel von ihr mitbekommen. Sie liebt meine Vorgehensweise aber sie gibt es nicht zu. Ich glaub ich bin so ziemlich der Einzige der es schafft, sie auf die Palme zu bringen und dann über die Kokosnüsse runterrutschen zu lassen.“

    Am Abend saß er mit Andrea am Tisch. „Du hast doch irgendwas.“ meinte Andrea. Semir sah sie kauend an. „Was? Ich ? Nee... wieso?“ fragte er mit vollem Mund. Sie sah ihn schräg an. „Sagen wir mal, dass ich dich sehr gut kenne und sofort merke wenn du rumdruckst. Also raus mit der Sprache!“ forderte sie ihn auf. „Also gut... es geht um den Babyhandel. Also der Fall, den ich gerade bearbeite. Es ist so... wir treten auf der Stelle und deshalb haben Chris und ich uns überlegt ... also es ist sicher ganz ungefährlich... eine Aktion durch zu führen.“ Andrea sah ihn an. „Du willst eine ungefährliche Aktion durchführen? Ungefährlich?“ fragte sie erstaunt. Semir nickte. „Ja sicher… sieh mal… diese Mistkerle, die die Babys stehlen haben jetzt schon zwei Frauen umgebracht, eine liegt im Koma. Ob sie jemals wieder wach wird ist sehr fraglich. Wir müssen endlich was machen.“ erklärte er mit Engelszungen. Andrea nickte. „Ja … sicher ich verstehe…“ sagte sie Semir sprang auf und küsste sie. „Ich wusste dass du zustimmst“ Schon war er wieder draußen. Andrea sah ihn nachdenklich nach. Dann erwachte sie aus ihrer Starre. „Hey! Ich? Wozu hab ich bitte zugestimmt? Semir? Semir!“ rief sie ihm nach. Doch Semir sprang in sein Auto und fuhr ab.

    Während Semir auf dem Weg zur PAST war, klingelt das Handy von Chris. „Ja?“ fragte er. „Ritchie hier…. hör zu ich hab was. Aber das sag ich dir nicht am Telefon. Komm zu unserem Treffpunkt. Heute Abend um acht. Allein!“ Es knackte. Chris sah auf das Handy und schüttelte den Kopf. Semir stürmte ins Büro. „So… das ist geklärt.“ Grinste er. Chris sah ihn an. „Sie hat Ja gesagt?“ fragte er erstaunt. Semir nickte heftig. Dann klingelte sein Handy und er sah auf das Display. Ein leichtes Lächeln ging übers Gesicht. „Das ist Andrea… sie will mir sicher noch Glück wünschen…. Ja?“ fragte er ins Handy. „Semir! Was und wozu habe ich zugestimmt? Du stürmst aus dem Haus ohne mir zu erklären, was eigentlich abgeht. Was haben du und Chris vor?“ Andrea brüllte so laut ins Handy, das Chris mithören konnte. Er lachte leise. „So so… sie hat ja gesagt.“ „Hat sie ja auch…. Sie hat gesagt… ja ich verstehe… so war das doch, nicht wahr Schatz?“ kam unschuldig von Semir. „Nein… ich sagte ich verstehe, dass du etwas unternehmen musst. Aber du hast vergessen es mir zu erklären. Also was hast du vor? Und komme mir nicht mit Ausreden, sonst schläfst du heute Nacht im Keller!“ drohte Andrea.

    „Hey! Ist gut... Chris... du tust mir weh!“ stöhnte Ritchie auf. „Spiel doch nicht weiter. Hier sieht und niemand mehr.“ lachte Chris leise. „Was willst du?“ fragte Ritchie. „Es geht um einen Babyhändlerring. Die Typen sind brutal... bereits zwei Frauen und ein Baby haben sie schon umgebracht. Die Babys vermutlich verschachert. Was weißt du darüber? Treffpunkt, Hintermänner, Schleuser?....“ fragte Chris direkt. Ritchie sah ihn an. „Das ist übel... Also ehrlich. Chris ich weiß nichts darüber. Aber ich werde mich schlau machen. Ich rufe dich an, wenn du willst.“ Schlug er vor. Chris nickte. „Okay... ruf mich auf dem Handy an. Die gleiche Nummer wie immer. Ritchie nickte. „Was willst du machen?“ Chris sah ihn an. „Was meinst du denn damit? Ich will die Typen kriegen. Das ist alles.“ Wiegelte Chris ab. Ritchie sah ihn schräg an. „Hey... du kommst doch nicht so zu mir um ein paar Typen festzunageln.“ Widersprach er. Chris nickte. „Du hast Recht. Ich will denen eine Falle stellen. Mehr musst du nicht wissen.“ Erklärte er. Ritchie nickte. „Der Kollege soll nur aufpassen. Oder ist es eine Kollegin?“ wollte Ritchie wissen. Chris lächelte. „Das werde ich dir nicht auf die Nase binden. Du bist nämlich ein Schlitzohr. Ich weiß doch dass du deine Infos auch an die Gegenseite verkaufst. Aber diesmal warne ich dich. Sollte mein Kollege in Gefahr geraten, weil du was verrätst, dann helfen dir deine schöne blauen Augen nicht weiter, klar?“ drohte er seinem Informanten. Ritchie nickte heftig. „Schon klar. Ist angekommen.“ Ritchie ging. Chris sah ihm mit gemischten Gefühlen nach.

    Semir saß in seinem Büro als Chris ankam. „Und?“ wollte er sofort wissen. Chris nickte. „Wir müssen warten, bis Ritchie sich meldet. Dann kann der Plan angegangen werden. Was ist mit der Chefin?“ stellte Chris die Gegenfrage. Semir lächelte. „Bei mir sagt sie immer ja.“ gab er zufrieden zurück. „Gut... dann brauchen wir nur noch etwas warten. Lassen wir den Fall schnell noch mal Revue passieren. Also vor knapp viereinhalb Wochen wurde Claudia Steger tot aufgefunden. Das Kind ist verschwunden. Sie hatte ein Mädchen. Dann war da die Margot Peters, die mit ihrem Kind starb. Der Arzt hat festgestellt, dass bei Kind und Mutter eine zu hohe Dosis an Betäubungsmittel eingesetzt wurde....“ zählte Chris auf. Semir nickte. „Ja und dann war da noch diese Petra Messerschmied, sie liegt im Koma. Ebenfalls zu hohe Dosis von Betäubungsmitteln. Von dem Baby fehlt jede Spur. Dann in Düsseldorf sind Zwillingspärchen entführt worden. Einmal ein weibliches Pärchen und einmal ein männliches Pärchen. Da sind wir auf insgesamt sechs Babys plus dem was jetzt weg ist. Also sieben. Und das ist eindeutig zuviel.“ ergänzte Semir. Chris nickte nur.

    Wahnsinn !!! Dieser Trailer ist echt der Hammer und verspricht für den Donnerstagabend atemlose Spannung und Gänsehaut pur. Und die eine oder andere Träne wird es sicher auch geben.

    Etwas unpassend finde ich ganz persönlich Kommentare wie sinngemäß: Ich werde anstoßen... usw. Es mag ja durchaus sein, dass so mancher seine Probleme mit Gedeon hatte. Das kann ich nicht beurteilen, denn es gibt auch ganz andere Meinungen hier im Forum. Aber das ist letztendlich auch nicht der Punkt, denn hier geht es doch nicht um die Privatperson "Gedeon Burkhardt", hier geht es um unsere Lieblingsserie. Und für diese Serie war die Figur Chris Ritter und der frische Wind, der mit ihm kam, auf jeden Fall ein Gewinn. Ein Autobahncop mit Ecken und Kanten, der sich nicht einfach nur angepasst hat, hat die Folgen immer interessant gemacht. Also liebe "Gedeon-Gegner", das Anstossen wäre dann sicher besser am Platz gewesen, als die letzte Klappe für Gedeon am Set fiel.

    Genau das haben wir ja auch getan und zwar mit Gedeon zusammen. Aber es ist doch auch sonst so, dass das letzte Fell versoffen wird. Nach dem Tod, die Beerdigung und danach die Trauerfeier. Also... was bitte ist schlimm daran, dass wir die "Gedeon-Gegner" wie du uns so schön nennst, dazu ein Kölsch oder Sekt trinken. In vielen anderen Beiträgen wird geheult das Gedeon geht, wie es damals bei Tom bzw. René war. Gut jetzt nicht so stark wie bei René, aber der war ja auch viel länger dabei.

    Auch hat niemand gesagt, das die Rolle "Chris Ritter" keinen frischen Wind in die Serie gebracht hat. Es war etwas anderes, als bisher schon richtig. Nicht jeder konnte sich damit identifizieren, ist auch richtig. Viele wünschten sich Tom Kranich zurück. Und nun werden wir uns auf Ben Jäger freuen, der im Herbst seinen Auftakt hat.

    In diesem Sinne "Prost"

    „Nein!“ sagte Anna vernehmlich. „Das ist viel gefährlich. Semir.... wer weiß was das für Kreise sind, in die Sie dort geraten.“ gab sie zu bedenken. „Chefin... ich weiß. Ich weiß aber auch, dass wenn wir jetzt nicht schnell handeln, noch mehr tote Frauen finden und diese Typen ihr Geschäft ausbauen. Wir sollten ihnen den Riegel vorschieben. Chris Vorschlag mich als hoffnungsvoller allein erziehender Vater dort rein zu bringen, war nicht schlecht. Ich bin bereit das Risiko einzugehen.“ Stellte Semir fest. Anna sah ihn an. „Semir.... haben Sie mit Andrea darüber gesprochen?“ wollte sie wissen. „Nein... wir haben eben erst darüber nachgedacht. Ich meine... wir müssen doch was unternehmen. Von allein kommen die Leute sicher nicht und sagen... hey... wir killen die Frauen und verkaufen die Babys.“ Anna nickte. „Gut... wie sieht Ihr Plan genauer aus? Wie wollen Sie vorgehen? Was macht Chris in der Zeit?“ Sie sah Semir ernst an. „Ähm.... nun ich versuchte in diversen Lokalen, von denen Chris sich gerade die Namen besorgt, ein Baby zu kaufen. Wenn wir uns nicht irren, werden die Typen mich anquatschen und sicher einige Vorschläge machen. Dann müssen Sie natürlich das Geld beim Polizeipräsidenten lockermachen, damit es ernst aussieht. Tja und dann abwarten.“ erklärte Semir. Anna sah ihn zweifelnd an. „Ich werde es mir überlegen.“ sagte sie dann. Semir stand auf und ging zur Tür. Bevor er raus ging sah er sie an.. „Chefin.... bitte warten Sie nicht mehr zu lang mit der Entscheidung. Ich will die Typen bekommen.“ Anna nickte.

    Chris fuhr durch die Düsseldorfer Altstadt. Er wusste genau wo er Ritchie finden konnte. Er war wieder mal in seiner Stammkneipe am Rhein. Chris betrat den Schuppen und sofort kam eine Rauchwolke entgegen. Deutlich roch man den Zigarettenrauch und den Alkoholgeruch. Chris ging zur Theke und sah sich kurz um. Rechts im Eck saß Ritchie und spielte mit seinem Glas. Chris ging an den Tisch. „Ritchie?“ fragte Chris. Der Mann sah auf. „Was machst du denn hier Ritter? Hast du Lust zu sterben oder was? Die Kneipe ist voll mit Knastvögeln.“ Grinste Ritchie ihn an. Chris nickte. „Sicher... Einige kenne ich sogar. Ritchie... ich brauche deine Hilfe.“ Erklärte er. Ritchie sah sich um. „Dann auf die übliche Tour. Aber bitte nicht wieder auf die linke Seite klar? Die tut noch vom letzten Mal weh.“ Raunte Ritchie. Chris nickte und zog Ritchie am Kragen hoch. „SO! Und nun raus mit dir!“ schrie er ihn laut an. „Hey... lass mich los, du verdammter Schnüffler!“ brüllte Ritchie zurück. Sofort herrschte Schweigen in der Kneipe. Einige Gäste zogen sich durch die Eingangstür zurück. Innerhalb weniger Augenblicke war die Kneipe bis auf einigen Schnapsleichen leer. Chris grinste leicht. Ritchie konnte die Angst und die Wut sehr gut spielen. Ein echter Schauspieler, dachte er noch. Dann zog er ihn an die Wand, legte die Handschellen an und zerrte ihn vor die Tür.

    Tom zog Semir vom Bett, wollte zur Türe. Doch dort hatten sich nach dem Schrei der Schwester bereits mehrere Pfleger und auch der Arzt versammelt. „Machen sie Platz. Ich muss da durch.“ „Ganz ruhig, legen sie die Schere weg. Jemand der ihnen helfen kann ist schon auf dem Weg.“ Dr, Schuster sah sich um „Wo bleibt denn unsere Hypnose Ärztin verdammt?“

    Als Anna aus dem Fahrstuhl trat, sah sie bereits die Menschentraube auf dem Flur stehen und ahnte nichts Gutes, beschleunigte ihre Schritte.

    „Lasst mich durch! Ich muss ihn zu Botan bringen. Ich muss meinen Auftrag ausführen!“ schrie Tom und hielt Semir fest im Griff.

    „Was ist denn hier los?“ Der Arzt sah sich um. „Gott sei Dank. Frau Dr. Silber. Wir haben hier einen Fall von Hypnose die sehr schwerwiegend ist. Der Mann ist im Wahn und will seinen Partner umbringen. Das hat ihm der Mann befohlen, der ihn in Hypnose gesetzt hat. Er ist überhaupt nicht zugänglich. Er reagiert auf gar nichts.“ Die Ärztin kämpfte sich durch die Menge. „Machen Sie doch mal Platz.“ „Wissen Sie das Schlüsselwort?“ Der Arzt sah sie an. „Schlüsselwort?“ fragte er irritiert.

    Ja, es muss ein Schlüsselwort geben, worauf der Patient reagiert. Laut Unterlagen war er vorhin doch völlig normal“ Anna stand nun neben der Ärztin. „Ja, ich selbst war dabei. „
    „Gut, dann können sie sich vielleicht daran erinnern, wann genau sein Verhalten umgeschlagen hat, was man da zu ihm sagte?“

    „Warten Sie… ich versuche es zusammen zu setzen. Er ging zu diesem Botan…. Und der sagte Du wirst das Werk vollenden. Du wirst es…ich weiß es… Du bist mein. Und dann war er völlig neben sich. Er ließ nicht mehr mit sich reden…“ Dr. Silber nickte. „Dann ist es einfach. Okay… ich werde jetzt rein gehen.“ Sie stellte sich direkt in die Tür und sah Semir an. Dieser war blass und konnte sich kaum auf den Beinen halten. Sie räusperte sich. „Du bist mein…“ sagte sie laut. Tom sah sie an. „Du wirst den Mann auf der Stelle loslassen!“ Tom nickte und ließ Semir tatsächlich los.

    So und hier kommt auch schon wieder der Rest der Story... hoffe sie hat euch gefallen und ihr lest weiterhin meine Storys

    Er weckte sie zärtlich mit einem Kuss. „Hallo mein Schatz. Es ist endlich ausgestanden.“ sagte Semir kurz darauf zu Andrea die ihn verschlafen ansah. „Was?“ fragte Andrea. „Du bist unschuldig und ich habe den Beweis dafür.“ gab Semir zurück. „Wirklich?“ fragte Andrea. Semir nickte heftig. „Ja... erst hatte der Mediziner ein Haar gefunden, was zwar weiblich ist, aber nicht von dir stammt. Dann haben wir ein Geständnis von Lara König aufgenommen, die eigentlich Sandra Krause heißt und mit ihrem Bruder Arnold, der wiederum den Mord durch seine Schwester gestanden hat, die Brüche gemacht haben. Wir haben dort im Keller Diebesgut sicher stellen können und ....“ erzählte Semir in einem Schwall. Andrea legte ihm die Hand auf den Mund. „Langsam... ich muss erst mal richtig wach werden.“ sagte sie und lächelte. „Ich weiß ja dass ich unschuldig bin. Und ich wusste auch, dass du und Tom es beweisen werden.“ Sie küsste ihren Mann. „Ja... und damit ist es jetzt ausgestanden. Du bist frei von allen Vorwürfen und...“ ging es bei Semir weiter. „Semir! Es ist gut.“ versuchte Andrea ihren Mann zu beruhigen. „Leg dich jetzt mal für ein paar Stunden ins Bett und versuch zu schlafen.“ sagte sie. „Ich liebe dich“ sagte Semir und küsste seine Frau innig.

    Tom fuhr mit Max zur PAST um Anna Engelhard aufzuklären. Sie hörte aufmerksam zu. „Nun... was das Band angeht, sehe ich meine Probleme. Aber eine DNA – Analyse ergibt sicher Aufschluss dass bzw. wenn das Haar tatsächlich von dieser Lara Krause, alias Lara König stammt. Ach ja... Lara Krause hat diverse Vorstrafen und Decknamen.“ erklärte sie. Tom sah sie an. „Dann ist sie wegen solchen Vorfällen also bereits bekannt.“ „Unter dem Namen Krause ja. Sie hat ihr Aussehen verändert. Vermutlich plastische Chirurgie. Deshalb war mit dem Bild von ihr nichts anzufangen. Nun ja... diesmal braucht sie sich nicht verändern, wenn sie raus kommt. Das werden nämlich sehr, sehr viele Jahre hinter Gitter werden.“ sagte Anna zufrieden. Tom nickte. „Ja und die Nachbarschaft von Semir und Andrea wird wieder ruhiger.“ Max nickte und stand auf. „Tom.... Frau Engelhard. Danke für die Unterstützung. Ich werde mich wohl bei Andrea und Semir entschuldigen müssen.“ sagte er. Anna schüttelte den Kopf. „Das brauchen Sie nicht Herr Siegel.... die Beweise gegen Andrea waren wirklich sehr erdrückend. Und sie wird verstehen, dass Sie nur den Job gemacht haben.“ meinte sie. „Ja sicher... nur ich kenne die Beiden ja schon ein paar Jahre und hätte die menschliche Seite nicht verdrängen dürfen.“ Anna lächelte. „Wenn wir jedes Mal die menschliche Seite berücksichtigen, dann wären die Gefängnisse vermutlich leer. Machen Sie sich keinen Kopf. Frau Schrankmann muss die Anklage gegen Andrea fallen lassen. Aber sie bekommt ja die Täter und das dürfte sie dann auch zufrieden stellen.“ Max nickte und verließ das Büro.

    Am Mittag erschienen Andrea und Semir freudestrahlend im Büro. Alle Kollegen begrüßten sie und beglückwünschten Andrea zur festgestellten Unschuld. Jeder meinte nur dass sie es ja gewusst hatten, dass Andrea unschuldig ist und immer dran geglaubt hätten. Andrea nickte. Gegen drei kam Schrankmann zu Anna ins Büro. Sie ließ Andrea und Semir rufen. „Frau Schäfer, Herr Gerkhan. Es tut mir Leid, dass ich Sie, Frau Schäfer in Verdacht hatte eine Mörderin zu sein. Aber... verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Die Beweise waren recht eindeutig und ... Also ich habe nie daran gedacht, dass Sie wirklich jemanden... ich meine... also... “ Andrea nickte. „Schon gut. Es war Ihr Job. Und Lara ... ich meine Sandra hatte das ja auch sehr geschickt eingefädelt. Ich hätte es vermutlich selbst geglaubt.“ Semir schwieg die ganze Zeit. Er wollte mit Frau Schrankmann kein Gespräch anfangen aber er sah die Sache genau wie Andrea. Es war der Job einer Staatsanwältin erst einmal Anklage zu erheben und dann wenn die Unschuld bewiesen ist, sich zu entschuldigen. Das war das Mindeste was man verlangen konnte.

    Ende

    So zunächst mal herzlichen Glückwunsch zu der Prüfung.

    Die Story war wirklich sehr schön. Vollgepackt mit Dramatik, mit Action und Trauer... Tom hat aber auch nur Pech mit Frauen. Entweder wollen sie ihn umbringen, oder die Frauen sterben. Ich hab richtig mitfühlen können, als er die tote Eva in den Armen hielt. Und wie Semir neben ihn stand, versuchte ihn zu trösten.... :thumbup:

    Lara und Arnold schlichen durch die Kellerräume. „Wir müssen da hoch“ flüsterte Lara und leuchtete mit der Taschenlampe zur Treppe. Arnold nickte und ging voraus. „Rechts ist das Wohnzimmer und links das Schlafzimmer. Direkt geradeaus bei der Treppe ist ein Gästezimmer.“ erklärte sie. Arnold ging vorsichtig nach oben. „Hoffe nur dein Freund hier hat einen tiefen Schlaf. Nicht das wir ihn auch kalt machen müssen, wie die Alte aus der Nr. 8.“ Lara zuckte mit den Schultern. „Das kann doch egal sein. Dafür geht meine Nachbarin in den Knast. Wir werden es dann wieder so aussehen lassen, dass sie einen erneuten Bruch gemacht hat und leider ist wieder jemand ums Leben gekommen.... aber nur wenn es wirklich notwendig ist.“ Arnold öffnete die Tür. Er ging in den Flur und sah sich um. „Wo sind die Münzen?“ fragte er. „Im Wohnzimmer. Da sind auch die Briefmarken.“ Arnold nickte und ging ins Wohnzimmer. Es war dunkel. „Hey.. da liegt jemand.“ sagte Lara leise. „Egal… sei still.“ Sagte er und schlich sich an den Schrank. „Sieh du da nach!“ forderte er seine Schwester auf. Sie ging zum Schrank. Plötzlich ging das Licht an. Erschrocken sah sie zu ihrem Bruder. „Suchen Sie hier etwas?“ fragte Max. „Bestimmt… aber die finden nichts“ kam von Semir der hinter Arnold stand. „Weil wir mit euch gerechnet haben.“ Lara sah ihn wütend an. „Tja... so ein Pech.“ kam nun auch von Tom.

    „Du bist gar kein Anwalt?“ fragte Lara erstaunt als sie ihn nun sah. „Nein... ich arbeite zwar für das Recht. Aber eher in der ausführenden Gewalt.“ gab Tom zu. „Du bist ein dreckiger Bulle!“ stieß Lara hasserfüllt aus. Tom nickte und legte ihr die Handschellen an. „Ganz richtig. Und du bist verhaftet. Dein sauberer Freund auch.“ Max nahm Arnold fest und führte ihn raus. „Ihr habt nichts gegen uns in der Hand.“ gab Lara von sich. „Ach findest du? Ich denke nicht, dass du hier wohnst. Also bist du hier eingebrochen. Wir haben das Gespräch was du eben mit deinem Komplizen geführt hast aufgenommen und da es hier um Mord geht, zählt es ebenfalls als Beweismittel. Dafür wandern du und dein sauberer Komplize ein. Ist es dein Freund?“ wollte Tom wissen. Arnold sah ihn an. „Sie hat die Alte erschlagen. Ich habe nichts getan!!“ rief er. Lara schwieg. Semir sah ihn an. „Das wird Andrea sehr erleichtern.“ stellte er fest. Tom grinste. „Na sicher doch... würde dich doch auch erleichtert fühlen, wenn du endlich beweisen kannst, dass du unschuldig bist, oder?“ sagte er. „Wollte ich ja nur mal gesagt haben.“ maulte Semir und ging zu Andrea.

    Semir und Chris saßen im Büro und lasen sich die Akten durch. Seit Monaten versuchten sie einen Babyhändlerring zu zerschlagen. Bisher waren alle Ermittlungen im Sand verlaufen. Semirs Telefon klingelte. „Ja?“ meldete er sich. „Semir... an der A 4 ist die Frau die tot aufgefunden wurde. Ich habe festgestellt, das sie vor nicht all zu langer Zeit entbunden haben muss. Passt in das Schema des Babyhändlers.“ Hörte er den Gerichtsmediziner Peter Wegener sprechen. „Danke Peter... das ist dann die sechste. Sonst irgendwelche Spuren?“ fragte Semir hoffnungsvoll und drückte die Lautsprechertaste. „Nein, leider nicht. Sie ist wie ihr ja schon wisst, Anfang 30. Die Geburt liegt wenn ich mich nicht verrechnet habe ungefähr einen Monat zurück. Könnte aber auch eineinhalb sein. Das Kind ist auf jeden Fall von einer Hebamme oder sogar von einem Arzt geholt worden. Gestorben ist sie an einer Stichwunde im rechten Oberschenkel. Ihr wurden Betäubungsmittel verabreicht. Vermutlich eine große Dosis. Das ist im Augenblick alles. Die Rückstände des Betäubungsmittels lasse ich gerade untersuchen. Ich denke in etwa 12 Stunden hab ich das Ergebnis und kann dir sagen, welches Mittel es war.“ Endete Peter Wegener. Semir fuhr mit der Hand über das Gesicht. „Danke Peter.“ sagte er und legte auf.

    Chris sah ihn an. „Der Fall geht mir so langsam auf die Nerven. Die zweite Tote und sechs verschwundene Babys und wir haben keine Spur. Nicht das Geringste.“ ärgerte er sich und warf die Akte in die Ablage. Semir nickte. „Ja und wenn Peter Recht hat, dass da ein Arzt oder eine Hebamme hinter steckt, dann suchen wir eine Nadel im Heuhaufen. Aber es nützt nichts. Wir müssen alle Krankenhäuser abklappern. Irgendwo muss das Kind ja geboren worden sein...“ dachte Semir nach. Chris tippte sich an die Stirn. „Hör mal... das kann in jedem Wohnzimmer, in jedem Kellerloch oder in einer Garage zur Welt gekommen sein. Wir müssten einen Lockvogel auswerfen. Einen Köder.“ grübelte er. „Ach und wen willst du als Lockvogel nehmen? Die Engelhard?“ lachte Semir. Chris schüttelte den Kopf. „Nein.... aber du als Papa und Andrea als Mama.... ihr könntet doch so tun, als ob ihr ein Kind sucht... Natürlich ein Baby. Und vielleicht kommen wir so an die Typen ran.“ meinte Chris. Semir schüttelte den Kopf. „Ganz sicher nicht mit Andrea. Nee... also gut... den Vater könnte ich mimen. Was hältst du davon, wenn ich als allein erziehender Vater... ich meine... da gäbe es von der gesetzlichen Seite ja Bedenken. Aber bei illegalen Adoptionen? Darauf müssten sie anspringen.“ gab Semir zum Besten. „Das ist die Idee.... gut... also sind wir uns einig. Du versuchst so an die Bande heranzukommen. Ich werde meine Kontakte zu der anderen Seite anzapfen. Vielleicht weiß da jemand was Neues. Ritchie ist eigentlich meist informiert, wenn so etwas passiert.“ erklärte Chris. Semir stand auf. „Wo willst du denn jetzt hin?“ wollte Chris wissen. „Na zur Chefin... grünes Licht holen.“ grinste Semir und verschwand.

    Am nächsten Tag verlief alles wie gehabt. Andrea und Semir fuhren zum Dienst. Semir hatte Andrea verschwiegen, dass Max etwas gefunden hatte, was sie entlastete. Er wollte nicht dass Andrea anfängt selbst den Detektiven zu spielen und sich dadurch in Gefahr zu bringen. Er wollte den Plan durchziehen, den er und Tom besprochen hatten. Er hatte eine SMS von Tom bekommen worin er sagte, dass es sicher bald soweit sein wird. Semir hoffte das Tom Recht hatte. „Schatz, was ist denn?“ fragte Andrea. Semir sah sie an. „Was? Wieso?“ fragte er. „Du scheinst etwas abwesend zu sein. Ist irgendwas?“ fragte Andrea. „Nein… alles in Ordnung. Wirklich.“ beteuerte Semir. „Hast du was neues von Max gehört?“ fragte Andrea weiter. „Nein… nichts.“ erwiderte Semir. Sie kamen im Büro an. Schrankmann stand bereits im Büro. Andrea sah sie an. „Frau Schrankmann… was machen Sie denn hier?“ fragte sie erstaunt. „Nun ich wollte sehen, ob Sie tatsächlich kommen. Es gibt eine Nachricht, die Sie entlastet. Also das denkt zumindest der Rest hier. Ich sehe das etwas anders. Das Haar ist zwar Blond, aber das kann auch eine Perücke gewesen sein. Waren Sie eigentlich allein, als Sie den Mord begangen haben?“ fragte sie barsch. Andrea sah sie erstaunt an. „Ich habe niemanden ermordet. Wann glauben Sie mir den endlich? Ich habe nichts getan.“ sagte sie und man spürte die Angst in der Stimme.“ „Ja… wir haben ein Haar gefunden, was die Tote im Mund hatte. Wenn Sie es waren, dann finden wir es garantiert heraus. Ein Geständnis, wäre sicher strafmildernd. Aber wir werden zunächst eine DNA- Probe entnehmen. Falls das Haar Ihnen nicht gehört. Ist es höchstens ein Indiz dafür, dass Sie nicht allein gehandelt haben. Geben Sie mir die Probe freiwillig?“ fragte Schrankmann. „Ja sicher!“ sagte Andrea und nickte heftig. Schrankmann nahm ein Wattestäbchen und ließ es bei Andrea in den Mund gleiten. Sie machte einen Abstrich. „ich denke in zwei Tagen wissen wir, ob Sie es waren oder nicht.“ Damit verließ sie den Raum.

    Bei Tom verlief der Tag langweiliger. Gegen acht kam Semir und Max zu ihm. „Ich hoffe du hast Recht und sie schlagen heute Nacht zu.“ meinte Semir nur und gab Karten aus. „Das hoffe ich auch. Es ist nämlich sehr langweilig.“ erwiderte Tom. Max sah beide an. „Wenn ihr nicht Auto fahren dürft, seid ihr wohl Krank, was?“ Tom grinste und nickte dann nur. „Ja stimmt“ bestätigte Semir. Die Zeit verging und gegen Mitternacht beendeten sie ihre Kartenspiele. „So… es reicht. Ich leg mich hin.“ meinte Semir nur und schaute zur Uhr. „Es sind schon wieder einige Stunden. Zum Glück hab ich morgen erst um zehn Schicht.“ Max nickte „Ja ich mach auch Schluss. Wo schlafen wir?“ fragte er. Tom sah die beiden an. „Na du kannst im Wohnzimmer schlafen. Semir im Gästezimmer ich im Schlafzimmer. So ist jeder Bereich perfekt abgedeckt.“ teilte Tom die Zimmer auf. Sie verteilten sich und gingen zu Bett. Nur drei Stunden später hörte Semir Geräusche. Er schlich zu Max, der ihm am nächsten war und weckte ihn. „Hier ist jemand. Ich wecke Tom.“ sagte er nur und Max nickte. „Tom! Es geht los.“ Sofort war auch Tom wach.

    Anna sah den Arzt an. „Was war das denn?“ Der Doc zuckte mit den Schultern. „Er schient irgendwie unter Hypnose zu stehen. Er wollte seinen Kollegen umbringen.“ Anna nickte. „Wie geht es ihm?“ fragte sie und deutete auf Semir. „So wie es aussieht ist kein Organ verletzt. Aber der Stich ist sehr tief und er hat sehr viel Blut verloren.“ „Nehmen Sie beide mit.“ Der Arzt nickte und zog eine Spritze auf, die er Tom gab, dann wurde auch Tom auf eine Bahre gelegt und mit dem RTW abtransportiert.

    Anna wartete noch auf den Abtransport der Gefangenen und machte sich dann auf den Weg zum Krankenhaus. Andrea war schon dort und stürmte auf sie zu. „was ist mit den beiden? ich habe nur mitbekommen, dass sie schon hier sind, mehr nicht.“ „Alles gut Andrea. Semir hat eine tiefe Stichwunde und Tom war scheinbar hypnotisiert. Mehr kann ich auch noch nicht sagen.“ Sie wartete geschlagene 3 Stunden, bis endlich jemand zu ihnen kam.

    „Wie geht es den beiden?“ fragte sie aufgeregt. „Nun…Herr Gerkhan ist soweit stabil. Er wird gerade auf eines der Zimmer gebracht. Herr Kranich scheint langsam wieder zu sich zu kommen. Aber wir müssen ihn im Augenblick von Herrn Gerkhan fernhalten.“ Anna nickte. „Ist Herr Gerkhan ansprechbar?“ Der Arzt schüttelte den Kopf. „Nein er befindet sich noch in Narkose. Er kann von Glück sagen, dass keine Organe verletzt wurden.“

    „Und was machen sie mit Herr Kranich? Er muss doch wieder aus diesem ...nennen wir es Zustand, herausgeholt werden können.“ „Tja, das versuchen wir ja, aber gerade bei Hypnosen ist das so eine Sache. Das muss behutsam angegangen werden. Wir haben einen Fachmann benachrichtigt, der schon auf dem Weg ist.“ Anna nickte. „ich würde gerne zu Semir, also Herr Gerkhan, wenn ich darf. “Andrea sah den Arzt bittend an. „Sicher, da durch die Türe, 2. Zimmer links.

    Sie betrat das Zimmer. Semir lag schlafend im Bett. Er war sehr blass. Andrea sah ihn etwas besorgt an. „Semir…. was machst du denn nur? Du und Tom ihr seid unverbesserlich, aber genau deswegen liebe ich dich so.“ sagte sie, doch sie wußte genau das Semir sie gar nicht hörte. Der Arzt kam zu ihr. „Frau Schäfer. Lassen Sie ihn einfach schlafen. Er wird schon wieder.“ Andrea nickte und verließ das Zimmer.

    „Bleiben sie ruhig bei ihm Andrea. Ich kümmere mich um den Rest und schauen sie auch mal nach Tom. Jetzt wartet auf mich ein Verhör der besonderen Art.“ Anna eilte zum Fahrstuhl und fuhr zur PAST. Dort knöpfte sie sich Anubis vor. „Sie erzählen mir jetzt, was sie mit Tom Kranich gemacht haben. Jetzt, auf der Stelle.“ Anubis lachte „Wer einmal dem Pendel verfallen ist, der kommt davon nicht mehr los.“

    Tom schlug die Augen auf. „Töte Loki…..töte Loki“ hörte er immer wieder. Er stand auf und suchte Semir.

    Am Nachmittag des nächsten Tages ging Lara zu Tom ins Haus. „Hallo...“ sagte sie leise zur Begrüßung. Tom ließ sie rein. „Schön haben Sie es hier.“ schwärmte Lara und sah sich sehr genau um. „Ich bin gleich wieder da... muss nur mal kurz in den Keller.“ sagte Tom und stieg die Treppen hinab. Lara sah ihm nach. Als er nicht mehr zu sehen war, ging sie durch die Wohnung und machte sich Notizen, was alles hier als Diebesbeute etwas einbrachte. Sie war zufrieden. Als Tom wieder rauf kam, saß sie im Wohnzimmer und wartete auf ihn. „Was machen wir denn heute?“ fragte sie. „Nun ich hab die Vorladung erhalten. Wie gut kennen Sie diesen Herrn Gerkhan eigentlich?“ fragte Tom „Er ist halt mein Nachbar. Bis gestern wusste ich nicht einmal dass er ein Polizist ist. Mehr nicht. Ich weiß aber, dass seine Frau wohl als Hauptverdächtige für die Einbrüche hier in der Gegend ist und sogar einen Mord begangen haben soll. Die haben ein Beweisstück in der Wohnung gefunden. Also eigentlich habe ich es gefunden, als ich bei ihr mal zur Toilette gegangen bin. Ich habe natürlich sofort die Polizei unterrichtet und wer weiß was die dort im Haus noch gefunden haben. Vielleicht sogar das Bild von diesem Monet.“ erzählte Lara und irgendwie kam sie sich sehr stolz vor. Tom hörte schweigend zu. In Gedanken machte er sich Notizen über das was er Max Siegel fragen wollte. Er brachte Lara gegen zehn zurück bis zur Wohnungstür. „Ich denke morgen werden Sie die Vorladung von diesem Kommissar bekommen.“ Lara sah ihn an. „Ich verstehe nicht... sie ist die Frau eines Polizisten und begeht einen Mord. Ich hätte nie gedacht, dass sie zu so etwas fähig ist. Nur wegen Gold und Geld.“ tadelte Lara ihre Nachbarin. „Tja... das Übel sitzt überall.“ meinte Tom nur und wollte gehen. „Tom? Ich darf doch Tom sagen, oder?“ Tom nickte. „Ja sicher.“ sagte er. „Würdest du nicht lieber bei mir bleiben?“ Lara öffnete etwas ihre Bluse. Tom sah sie an. „Nicht heute.“ sagte er nur und ging. Die Blicke die ihm Lara zuwarf sah er nicht. Aber sie sagten mehr als tausend Worte wie wütend sie auf die Abweisung war.

    Lara knallte die Tür so laut zu, das Arnold sie erschrocken ansah. „Bist du wieder abgeblitzt?“ fragte er nur. „Dieser Kerl glaubt tatsächlich dass ich.... was weiß ich... grrr.“ Lara fluchte verhalten. „Na und wie sieht es bei dem Herrn Dr. aus?“ „Da gibt es einiges zu holen. Briefmarkensammlungen, Münzen, Bilder... alles was gut Geld einbringt, weil es sich gut verkaufen lässt. Lass uns heute Abend einsteigen.“ sagte sie wütend. Arnold grinste. „So schlimm?“ fragte er. Lara sah ihn nur an. „Nein... aber ich habe das dumpfe Gefühl, dass wir bald auffliegen und das möchte ich nicht. Also?“ „Nein... wir warten noch etwas. Machen wir es besser morgen. Das ist zu offensichtlich wenn wir heute einsteigen. Jetzt wo die Nachbarin wieder draußen ist... können wir den Bruch wagen. Das verhärtet doch die Fronten wieder.“ Arnold zog sie an sich heran. „Na komm sei nicht so bockig. Du hast doch mich für die Nacht.“ lachte er. Lara sah ihn nur an. „Das glaubst du ja wohl selbst nicht. Du bist mein Bruder....“ sagte sie böse. „Na und? Bisher hat dich das nicht gestört.“ Er zog seine Schwester an sich heran.

    Tom rief Max an. „Tom hier. “ sagte er kurz. „Ach Herr Doktor Kranich. Was macht die Vogelkunde?“ fragte dieser. Tom war etwas irritiert. „Du bist zu oft mit Semir zusammen. Die Sprüche färben ab.“ lachte Tom wurde dann jedoch wieder ernst. „Sag mal... hast du den Leuten hier erzählt, was alles gestohlen wurde?“ fragte er ernst. „nein, warum?“ wollte Max wissen. „Weil Frau König mir eben sehr gut aufzählen konnte was angeblich alles gestohlen wurde. Was ist mit dem Bild von Monet?“ erklärte Tom. „Ein Bild?“ fragte Max erstaunt. „Ja, es soll bei der Frau Dupont gewesen sein.“ sagte Tom. „Von einem Bild weiß ich. Ja… stimmt. Es wurde gestohlen. Aber ich habe es niemanden erzählt. Das ist Täterwissen. Hat die Dame vielleicht sogar blondes schulterlanges Haar?“ erklärte Max. „Ja… hat Semir dir erzählt? Ach und sag meinem Partner dass er seine Witze unterlassen soll, sonst verklage ich ihn und vertrete ihn vor Gericht, damit er mich bezahlt.“ lachte Tom und beendete das Gespräch. Er dachte über Lara nach. Wenn sie nicht die Täterin war, dann war sie auf jeden Fall Mitwisserin.

    so auch weider aufgeholt. Und natürlich feeden.... :D

    Also diesen schmierigen Typen... den kann ich jetzt schon nicht ab. Ich befürchte nur, dass er mit Tom und Semir an die falschen geraten ist. Die beiden lassen sich nicht so einfach rauskicken. Tja und das kleine Loch... sowas kann man schon mal übersehen....

    Super spannender Teil. Bei Tom spielen direkt die Hormone verrückt. So kennen und lieben wir ihn. :D

    Anna sah Schrankmann an, die vor ihr saß. „Frau Engelhard. Ich kann es nicht gutheißen, dass Sie den Oberstaatsanwalt mit meinen Fällen vertraut machen. Immerhin leite ich die Untersuchungen und nicht der Oberstaatsanwalt.“ empörte sich Schrankmann. „Das ist nur zum Teil richtig. Ich habe ihn lediglich um ein Gespräch gebeten, nachdem Sie so stur waren. Ich weiß auch woran da liegt. Sie mögen Semir nicht. Und alles was mit ihm zu tun hat.“ warf Anna ihr vor. Schrankmann lächelte. „Das hat absolut nichts mit Herrn Gerkhan zu tun. Es steht eindeutig im Gesetz, dass unter Mordverdacht stehende und fluchtgefährdete Personen zu ihrem eigenen Schutz in Untersuchungshaft genommen werden müssen. Das gilt auch für die Ehefrauen von Polizisten.“ wies sie Anna zureckt. Anna sah sie an. „Frau Schrankmann.... wollen Sie sich den Anweisungen der Oberstaatsanwaltschaft widersetzen?“ fragte sie fordernd. „Wo denken Sie hin. Ich wollte sie lediglich darauf hinweisen, dass ich den Fall führe. Was ist mit Frau Schäfer? Warum ist sie nicht hier?“ fragte Schrankmann und sah sich suchend um. „Sie kommt mit ihrem Mann zusammen. Das ist besser, so. Ich brauche sie nicht zu bewachen und sie ist mit ihrem Mann zusammen.“ erklärte Anna. Schrankmann nickte. „Genau das habe ich befürchtet. Was machen Sie, wenn beide fliehen?“ fragte sie herablassend. „Frau Schrankmann... Frau Schäfer hat keinen Grund zu fliehen. Sie hat nichts getan.“ verteidigte Anna Semir und Andrea. „Das sagen Sie.... nun ja... ich muss leider wieder. Denken Sie bitte daran. Sie sind für Frau Schäfer verantwortlich. Wenn sie flieht, dann werde ich dafür sorgen, dass Sie wieder Streife fahren.“ kam bissig von Schrankmann. Anna nickte nur.

    Tom saß Lara gegenüber. Sie unterhielten sich über dies und das. Jedes Mal wenn Tom anfing von den Gerüchten zu reden, lenkte Lara ihn geschickt ab. Tom merkte es natürlich sofort, aber er ließ es trotzdem zu. So entstand eine Freundschaft, die zumindest von Laras Sicht her etwas Wunderbares war. Tom verließ sie gegen Mitternacht und sie verabredeten sich für den nächsten Nachmittag. Lara war begeistert. Sie sah den großen Mann an. Diese grünen Augen, hatten etwas Verführerisches an sich. Am liebsten hätte sie ihn geküsst und nicht gehen lassen. Eine gemeinsame Nacht wäre sicher sehr schön gewesen. Das gleiche dachte auch Tom. Aber er hatte dabei nur seinen Auftrag im Kopf. Herausfinden ob Lara die Mörderin von Dupont war.

    Während Tom und Semir sich sehr intensiv mit Lara beschäftigten, war Max damit beschäftigt das Beweißmaterial zu sichten. Immer mehr kam ihn der Gedanke, dass Andrea vielleicht doch die Täterin war. Der Gerichtsmediziner rief ihn an. „Max... ich habe hier etwas, das sicherlich von Bedeutung ist.“ „Ich bin schon unterwegs.“ sagte Max und verschwand. Nur wenige Minuten später war er bei Dr. Werner Reuther. „Was hast du Werner?“ fragte er. „Nun... eigentlich nicht sehr viel. Aber es ist sehr aussagekräftig. Ein blondes Haar.“ „Blond?“ „Ja... dunkelblond, eher ins rötliche gehend. Eindeutig weiblich. Etwas fünfundzwanzig Zentimeter.“ Max sah es sich an. „Was sagt es über die Trägerin aus?“ fragte er. „Nun... die Dame dürfte schulterlange Haare haben, eher kürzer. Das Haar ist natürlich, also nicht gefärbt, was für eine Frau von höchstens 30 bis 35 Jahre spricht. Leider sagt es nicht, wie die Dame heißt. Das musst du herausfinden.“ Max sah ihn an. „Das ist nicht so wild. Denn nun weiß ich, dass die Hauptverdächtige es nicht war. Und das ist die Beste Nachricht, die man mir geben konnte.“

    Semir saß in seinem Wagen und war auf der Autobahn unterwegs, als das Handy klingelte. „Max? Was gibt es?“ fragte er erstaunt. „Wir haben endlich etwas gefunden, das Andrea entlastet. Im Mund der Toten haben wir ein langes blondes Haar gefunden. Der Mediziner ist sicher, dass es von der Mörderin stammen musste. Es ist eindeutig klar, dass es eine Frau war. Aber Andrea ist nicht blond. Sie ist braun. Und damit ist es endlich was Positives.“ klärte Max ihn über das Ergebnis auf. Semir atmete erleichtert auf. „Endlich. Max... ich nehme an, das die Frau ein weiteres Mal zuschlagen wird. Vermutlich am Wochenende. Tom ist der Lockvogel. Denn der Anwalt Dr. Tom Kranich hat jede Menge Sachen zum Klauen da.“ Max lachte. „Dr. Tom Kranich? Hört sich irgendwie witzig an. Was ist er denn? Dr. der Vogelkunde?“ fragte er lachend. „Nein... Anwalt. Aber das mit der Vogelkunde wäre auch was. Danke für die Nachricht“ Semir beendete das Gespräch. Endlich bekam er mal wieder gute Nachrichten. Am liebsten hätte er Andrea gesagt, was er nun wusste, aber er ahnte auch, dass dies nur Andrea leichtsinnig machen würde und sie auf eigene Faust etwas unternahm, was dann wiederum Tom und ihm den Plan versauen könnte. Also behielt er es sich. Die Schicht ging um und er fuhr gemeinsam mit Andrea nach Hause.

    Semir ging wieder nach Hause. Er sah wie die Gardine sich am Fenster bewegte. Andrea hatte also zugesehen. Er ging hinein. „Hältst du sie für die Täterin?“ fragte sie ihn. Semir sah sie an. „Andrea... bitte. Es ist nur ein Verdacht. Deshalb wird Tom mit der Frau anbändeln. Ich vermute nämlich, dass sie sich an mich ranschmeißen wollte, um dann zu erfahren was bei uns zu holen ist. Aber dafür warst du ihr im Weg. Deshalb hat sie..., wie gesagt, es ist nur eine Vermutung,... dafür gesorgt dass alles gegen dich spricht. Bitte halte dich da raus.“ Andrea nickte. „Andrea? Ich verlasse mich darauf. Wenn du dich nicht an den Hausarrest hältst, dann sperren sie dich wieder ein.“ warnte er. „Semir... ich weiß. Ich werde nichts machen. Wirklich. Ich will nicht zurück ins Gefängnis. Es ist dort so schrecklich...“ Sie umarmte ihn. Er schloss die Augen. „Ich weiß. Ich will es ja auch nicht... Du hast mir so gefehlt.“ sagte er leise.

    Tom sah Lara an. „So geschafft. Ich denke er wird Sie sicher für die nächsten Tage vorladen. Wir sollten alles besprechen.“ meinte er und versuchte seiner Stimme einen besorgten Klan zu geben. Lara nickte. „Ja gern. Kommen Sie doch zu mir rüber. Dann reden wir über alles.“ sagte sie. Tom war einverstanden. Es klappte ja besser als er dachte. Und so schlecht sah Lara nicht aus. Vielleicht wird ja mehr draus..., dachte er und im gleichen Augenblick kam ihn, dass sie eine Mörderin sein könnte. „Dann bin ich gegen sieben bei Ihnen?“ fragte er. „Sie machen Hausbesuche?“ fragte sie lachend. „Nur bei schönen Frauen“ erwiderte Tom. „Dann sind Sie herzlich willkommen und bringen Sie einen gesunden Appetit mit.“ sagte Lara. Tom nickte erneut und ging dann zu seiner „Wohnung“ zurück. Er griff zum Handy und rief Semir an. „Es hat alles geklappt. Heute Abend werde ich zu ihr gehen und morgen wird sie dann zu mir eingeladen. Ich denke mal, die wird schnell zuschlagen.“ Er legte wieder auf und sah sich in seiner neuen Bleibe um. Hier wird jeder Dieb schwach, dachte er sich. Der Tag verging schnell und Tom sah wie Semir gemeinsam mit Andrea zum Dienst fuhr.