Anna legte auf. Sie rollte genervt die Augen. „diese Frau macht mich fertig“ stöhnte sie leise. Dann ging sie zu Semir und Chris. Die beiden sahen sie an. „Wir haben grünes Licht. Also sobald Sie wissen, wo Sie ansetzen müssen, legen Sie los. Semir! Seien Sie bitte vorsichtig!“ warnte sie ihn. Semir nickte. „Ja sicher Chefin. Chris hat bereits die Fühler ausgestreckt. Wir bekommen sicher bald die ersten Hinweise, wo die Bande ihr Versteck haben. Dann finden wir die Kinder und verhaften die Bösen.“ Gab er von sich während er sich einen Kaffee eingoss. Anna nickte. „Ich hoffe es sehr. Frau Schrankmann war dem natürlich wieder mal nicht sehr aufgeschlossen. Sie sagte so etwas wie: „Wenn Gerkhan die Sache regelt, kommt doch meist wieder nur ein großer Schaden dabei raus. Und diesen Schaden wird die Bevölkerung tragen müssen. Wenn ich eine normale Bürgerin dieses Landes wäre, dann würde ich ihn lynchen.“ Zitierte Anna. Semir grinste. „Na... normal war die ja nie.“ lachte er. „Geben Sie Andrea bitte Bescheid. Sie soll sich nicht unnötig Gedanken machen.“ Bat sie ihn. Semir nickte. „Ja sicher... mache ich direkt nach Feierabend.“ Anna ging wieder. „Also diese Schrankmann geht mir ganz schön auf die Nerven. Die hat ja an jedem Fall was auszusetzen.“ stöhnte Chris. Semir nickte. „Du hast ja bisher noch nicht viel von ihr mitbekommen. Sie liebt meine Vorgehensweise aber sie gibt es nicht zu. Ich glaub ich bin so ziemlich der Einzige der es schafft, sie auf die Palme zu bringen und dann über die Kokosnüsse runterrutschen zu lassen.“
Am Abend saß er mit Andrea am Tisch. „Du hast doch irgendwas.“ meinte Andrea. Semir sah sie kauend an. „Was? Ich ? Nee... wieso?“ fragte er mit vollem Mund. Sie sah ihn schräg an. „Sagen wir mal, dass ich dich sehr gut kenne und sofort merke wenn du rumdruckst. Also raus mit der Sprache!“ forderte sie ihn auf. „Also gut... es geht um den Babyhandel. Also der Fall, den ich gerade bearbeite. Es ist so... wir treten auf der Stelle und deshalb haben Chris und ich uns überlegt ... also es ist sicher ganz ungefährlich... eine Aktion durch zu führen.“ Andrea sah ihn an. „Du willst eine ungefährliche Aktion durchführen? Ungefährlich?“ fragte sie erstaunt. Semir nickte. „Ja sicher… sieh mal… diese Mistkerle, die die Babys stehlen haben jetzt schon zwei Frauen umgebracht, eine liegt im Koma. Ob sie jemals wieder wach wird ist sehr fraglich. Wir müssen endlich was machen.“ erklärte er mit Engelszungen. Andrea nickte. „Ja … sicher ich verstehe…“ sagte sie Semir sprang auf und küsste sie. „Ich wusste dass du zustimmst“ Schon war er wieder draußen. Andrea sah ihn nachdenklich nach. Dann erwachte sie aus ihrer Starre. „Hey! Ich? Wozu hab ich bitte zugestimmt? Semir? Semir!“ rief sie ihm nach. Doch Semir sprang in sein Auto und fuhr ab.
Während Semir auf dem Weg zur PAST war, klingelt das Handy von Chris. „Ja?“ fragte er. „Ritchie hier…. hör zu ich hab was. Aber das sag ich dir nicht am Telefon. Komm zu unserem Treffpunkt. Heute Abend um acht. Allein!“ Es knackte. Chris sah auf das Handy und schüttelte den Kopf. Semir stürmte ins Büro. „So… das ist geklärt.“ Grinste er. Chris sah ihn an. „Sie hat Ja gesagt?“ fragte er erstaunt. Semir nickte heftig. Dann klingelte sein Handy und er sah auf das Display. Ein leichtes Lächeln ging übers Gesicht. „Das ist Andrea… sie will mir sicher noch Glück wünschen…. Ja?“ fragte er ins Handy. „Semir! Was und wozu habe ich zugestimmt? Du stürmst aus dem Haus ohne mir zu erklären, was eigentlich abgeht. Was haben du und Chris vor?“ Andrea brüllte so laut ins Handy, das Chris mithören konnte. Er lachte leise. „So so… sie hat ja gesagt.“ „Hat sie ja auch…. Sie hat gesagt… ja ich verstehe… so war das doch, nicht wahr Schatz?“ kam unschuldig von Semir. „Nein… ich sagte ich verstehe, dass du etwas unternehmen musst. Aber du hast vergessen es mir zu erklären. Also was hast du vor? Und komme mir nicht mit Ausreden, sonst schläfst du heute Nacht im Keller!“ drohte Andrea.