„Alles Okay... hab nur Steinsplitter abgekriegt.“ rief dieser zurück und kroch wieder unter den LKW. „Tom! Siehst du ihn?“ fragte Semir. Er spürte wie das Blut aus einer Wunde im Gesicht sickerte, wo ihn eines der Splitter erwischt hatte. „Nein! Ich sehe gar nichts... Verdammt wo bleiben denn die Kollegen!“ fluchte Tom verhalten und sah sich nach dem Schützen um. Nichts war zu erkennen. Dann endlich waren die Sirenen der Kollegen zu hören. Tom lugte unter der Deckung hervor. Der erste Streifenwagen stellte sich hinter dem LKW. „Stell dich davor...Die haben Semir unter Beschuss!“ rief Tom dem Fahrer des zweiten Wagens zu. Dieser tat es. Semir kroch unter dem Wagen hervor. Kein Schuss kam mehr.
„Hey! Du blutest!“ sagte Tom und zeigte in Semirs Gesicht. „Ja... ein Splitter ist mir da hingeflogen.“ antwortete Semir und wischte mit dem Ärmel das Blut weg. Tom wandte sich an den Fahrer. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte er. Der Fahrer nickte. „Ja... was soll das ganze denn?“ fragte er. „Das würden wir auch gern wissen... okay...“ meinte Tom und sah ihn an. Semir ging zu den Türen und zog diese auf. Der Streifen, den sie vorher gesehen hatten stellte sich als Blut heraus. In dem Wagen lag direkt an der Tür ein totes Kalb. Semir sah zu Tom der nun neben ihm stand. „Scheinbar tot getrampelt.“ vermutete er. Tom nickte. „Oder von einer der Kugeln getroffen.“ kam von dem Fahrer. „Kann eigentlich nicht sein. Ich ruf den Veterinär an.“ gab einer der uniformierten Beamten ab und griff zum Funkgerät. Der Tierarzt kam nur wenige Minuten später. „Schon wieder!“ stöhnte er. „Scheinbar sind diese Transporte in letzter Zeit das Augenmerk der Polizei was?“ fragte er Tom. „Nun uns ist nur ein kleiner roter Rinnsal aufgefallen, deshalb haben wir ihn raus gewunken.“ gab dieser zur Antwort. „Tja... soweit ich es sehen kann, ist das Tier wohl tot getrampelt worden. Vermutlich aus Panik... oder wegen der Enge.... Die Tiere sind wie beim letzten Mal nicht versorgt. Diese Mistkerle sollte man alle selbst einpferchen.“ fluchte der Arzt. Tom nickte nur.
Die restlichen auf dem LKW befindlichen Tiere wurden versorgt und anschließend ging der Transport weiter. „Wieso lassen Sie den fahren?“ fragte der Arzt wütend. Semir sah ihn an. „Ja was sollen wir denn machen? Die Tiere sind jetzt ordnungsgemäß gesichert und er wird sie auch für den Rest der Strecke sicher versorgen.“ „Ja haben Sie denn nicht gesehen, dass er sie behandelt?“ Semir hob die Hände…. „Guter Mann… wir sind nicht vom Tierschutz. Die Tiere werden zum Schlachter gebracht. Die haben es so gut wie hinter sich.“ sagte er. Der Arzt sah ihn wütend an. „Was würden Sie tun, wenn Sie in einer solchen Lage wären? Eingepfercht auf engen Raum… kein Essen, kein Trinken? Kein Tageslicht?“ Semir zuckte mit den Schultern. „Na ich werde ja nicht geschlachtet.“ grinste er und ging dann zu Tom, der am Wagen wartete. Er sah nicht wie der Arzt wütend hinter ihm her starrte.