Tom lag weiterhin in seinem Bett. Unruhe befiel ihn. Warum kam Semir nicht wenigstens einmal vorbei und informierte ihn, wie es in den Fall aussah. Er verfluchte, dass er sich nicht einbringen konnte. Aber mit dem Arm war es nicht möglich. Er konnte ja nicht mit einem gebrochen Bein Auto fahren. Nun wusste er wie Semir sich fühlen musste, wenn er, Tom unterwegs war während Semir das Bett hüten musste. Die Tür ging auf und Andrea kam herein. „Hey... wenigstens einer der mich besuchen kommt.“ meinte Tom nur. Andrea lachte. „Na du bist noch keine 48 Stunden hier und nörgelst schon rum? Du bist ja schlimmer als Semir.“ sagte sie. Tom sah sie beleidigt spielend an. „Hey... das ist kein Grund unhöflich zu werden, oder? Immerhin habe ich es nicht so oft gemacht wie er. Wo ist er überhaupt?“ fragte Tom Andrea zuckte mit den Schultern. „Ach ich war heute noch nicht im Büro. Aber ich denke mal er ermittelt auf seine eigene Art. Die Chefin war gestern schon wütend.“ Tom grinste. „Ach was hat er denn wieder gemacht?“ wollte er wissen. „Nun ja... sie hat Dieter und Hotte auf ihn angesetzt und er hat die Beiden auf etwas anderes angesetzt. Tja... und du kennst sie ja.... das mag sie überhaupt nicht.“ Tom nickte. „Ja ja... unser Goldjunge. Wer weiß was der wieder ausheckt. Du kannst mir also nicht sagen, ob er was Neues herausgefunden hat?“ fragte Tom neugierig. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein er nicht .... aber ich habe was raus gefunden. Er hat dir doch sicher schon von dem Tierarzt erzählt oder?“ Tom nickte. „Ja und dieser Herr Dr. Peter Vogel hat ein kleines aber sicher nicht ganz uninteressantes Geheimnis.“ sagte Andrea und lächelte.
Uli sah seine Schwester an. „Melissa... es ist alles in Ordnung. Vater und ich haben uns um die Polizei gekümmert. Wir werden bald am Ziel sein. Diese Speditionen haben denke ich ihr Lehrgeld bezogen und du kannst dann diesen verdammten Job an den Nagel hängen. Papa und ich haben den Polizisten für ein paar Stunden aus dem Verkehr gezogen. Papa hat mir genügend Geld gegeben, das wir abhauen können. Ich denke es ist gut wenn wir uns absetzen. Pack die Koffer und dann werden wir morgen direkt den Flug nehmen.“ gab Uli bekannt und lächelte sie an. Melissa nickte. „Das ist sehr gut. Diesen Job habe ich eh gehasst. Ich konnte mich überhaupt nicht auf die Arbeit konzentrieren weil ich genau wusste, dass im Hinterhof die Tiere in den Anhänger gedrängt wurden.“ sagte sie leise. Uli nickte. „Ist ja vorbei.“ tröstete er sie. Melissa sah ihn an. „Wo ist Vater denn nun?“ fragte sie. Uli lächelte. „Wir sollen uns schon mal absetzen. Er wollte sich noch um etwas kümmern.“ erklärte er. Sie nickte. „Uli... was ist mit dem Polizisten? Diesem Gerkhan. Er war hier und er hat Fragen gestellt. Was wenn er... ich meine...“ sie sah ihn fragend an. Uli lächelte. Er streichelte seiner Schwester das Gesicht. „Nur keine Angst. Paps und ich haben uns um ihn gekümmert.“ sagte er sanft. Melissas Augen weiteten sich vor Schreck. „Was soll das heißen? Ist er tot?“ fragte sie entsetzt. Uli lachte. „Nein... er lebt. Aber wir haben dafür gesorgt, dass er uns nicht folgen kann und das er niemanden informiert. Papa wollte seinen Wagen noch verstecken und dann auf dem Flughafen mit uns zusammenstoßen. So und nun komm... wir müssen los.“ Melissa nickte „Ich packe nur noch schnell fertig.“ Sie ging in ihr Schlafzimmer und packte den Koffer. Uli sah seiner Schwester nach.