Beiträge von Elvira

    Tom lag weiterhin in seinem Bett. Unruhe befiel ihn. Warum kam Semir nicht wenigstens einmal vorbei und informierte ihn, wie es in den Fall aussah. Er verfluchte, dass er sich nicht einbringen konnte. Aber mit dem Arm war es nicht möglich. Er konnte ja nicht mit einem gebrochen Bein Auto fahren. Nun wusste er wie Semir sich fühlen musste, wenn er, Tom unterwegs war während Semir das Bett hüten musste. Die Tür ging auf und Andrea kam herein. „Hey... wenigstens einer der mich besuchen kommt.“ meinte Tom nur. Andrea lachte. „Na du bist noch keine 48 Stunden hier und nörgelst schon rum? Du bist ja schlimmer als Semir.“ sagte sie. Tom sah sie beleidigt spielend an. „Hey... das ist kein Grund unhöflich zu werden, oder? Immerhin habe ich es nicht so oft gemacht wie er. Wo ist er überhaupt?“ fragte Tom Andrea zuckte mit den Schultern. „Ach ich war heute noch nicht im Büro. Aber ich denke mal er ermittelt auf seine eigene Art. Die Chefin war gestern schon wütend.“ Tom grinste. „Ach was hat er denn wieder gemacht?“ wollte er wissen. „Nun ja... sie hat Dieter und Hotte auf ihn angesetzt und er hat die Beiden auf etwas anderes angesetzt. Tja... und du kennst sie ja.... das mag sie überhaupt nicht.“ Tom nickte. „Ja ja... unser Goldjunge. Wer weiß was der wieder ausheckt. Du kannst mir also nicht sagen, ob er was Neues herausgefunden hat?“ fragte Tom neugierig. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein er nicht .... aber ich habe was raus gefunden. Er hat dir doch sicher schon von dem Tierarzt erzählt oder?“ Tom nickte. „Ja und dieser Herr Dr. Peter Vogel hat ein kleines aber sicher nicht ganz uninteressantes Geheimnis.“ sagte Andrea und lächelte.

    Uli sah seine Schwester an. „Melissa... es ist alles in Ordnung. Vater und ich haben uns um die Polizei gekümmert. Wir werden bald am Ziel sein. Diese Speditionen haben denke ich ihr Lehrgeld bezogen und du kannst dann diesen verdammten Job an den Nagel hängen. Papa und ich haben den Polizisten für ein paar Stunden aus dem Verkehr gezogen. Papa hat mir genügend Geld gegeben, das wir abhauen können. Ich denke es ist gut wenn wir uns absetzen. Pack die Koffer und dann werden wir morgen direkt den Flug nehmen.“ gab Uli bekannt und lächelte sie an. Melissa nickte. „Das ist sehr gut. Diesen Job habe ich eh gehasst. Ich konnte mich überhaupt nicht auf die Arbeit konzentrieren weil ich genau wusste, dass im Hinterhof die Tiere in den Anhänger gedrängt wurden.“ sagte sie leise. Uli nickte. „Ist ja vorbei.“ tröstete er sie. Melissa sah ihn an. „Wo ist Vater denn nun?“ fragte sie. Uli lächelte. „Wir sollen uns schon mal absetzen. Er wollte sich noch um etwas kümmern.“ erklärte er. Sie nickte. „Uli... was ist mit dem Polizisten? Diesem Gerkhan. Er war hier und er hat Fragen gestellt. Was wenn er... ich meine...“ sie sah ihn fragend an. Uli lächelte. Er streichelte seiner Schwester das Gesicht. „Nur keine Angst. Paps und ich haben uns um ihn gekümmert.“ sagte er sanft. Melissas Augen weiteten sich vor Schreck. „Was soll das heißen? Ist er tot?“ fragte sie entsetzt. Uli lachte. „Nein... er lebt. Aber wir haben dafür gesorgt, dass er uns nicht folgen kann und das er niemanden informiert. Papa wollte seinen Wagen noch verstecken und dann auf dem Flughafen mit uns zusammenstoßen. So und nun komm... wir müssen los.“ Melissa nickte „Ich packe nur noch schnell fertig.“ Sie ging in ihr Schlafzimmer und packte den Koffer. Uli sah seiner Schwester nach.

    Uli spürte sein Handy vibrieren. Er meldete sich. „Und?“ fragte sein Vater. „Er ist hinter mir. Das Auto hab ich auf dem Nachbargelände abgestellt. Er auch.“ sagte er, „Was hast du nun vor?“ wollte Uli wissen. „Nun... wir werden ihn hier durch das Gebäude lotsen. Bis in den Keller. Ich hatte hier ja mal zwei Räume gehabt, die dafür ausreichen. Nur keine Sorge... er kann sich leicht befreien.“ erklärte Dr. Vogel. Uli war es immer noch nicht ganz geheuer. Aber er tat was sein Vater wollte. Dann stand er in dem Raum, den sein Vater ansprach. Es gab keine Fenster, aber eine zweite Tür. Uli sah, dass die Türen nur von außen aufzumachen waren. „Vater? Wenn er hier drin ist, dann kommt er nicht raus...!“ gab er zu bedenken. „Doch... er muss nur wissen wie. Aber keine Sorge. Wir werden ihn damit nur aufhalten. Ein paar Stunden nur. Außerdem hat er sicher ein Handy“ versprach Vogel. „Okay... Er ist ziemlich nah bei mir. Ich höre seine Schritte.“ gab Uli zu. „Sehr schön. Geh durch die erste Tür und lass sie etwas offen, so das er es sieht. Dann gehst du durch die zweite Tür und kommst wieder auf den großen Flur. Vergiss nicht die Tür zu schließen. Sie rastet hörbar ein. Anschließend fährst du wieder ab. Um den Rest kümmere ich mich.“ erklärte Dr. Vogel. „Okay, Vater.“ Uli legte auf und tat was Vogel wollte.

    Semir sah den Mann in einem Raum verschwinden. Als er die Tür erreichte horchte er kurz. Nichts war zu hören. Semir betrat den Raum und sah wie eine zweite Tür geschlossen wurde. Er ging hin und wollte sie gerade berühren, als die Tür durch die er kam ebenfalls geschlossen wurde. Schnell rannte er hin, doch bevor er sie erreichte, war sie zu. Erst jetzt sah Semir, dass sie sich nicht von innen öffnen ließ. Er schlug mit der Waffe dagegen und rief: „HEY!! Was soll das?“ schrie er. Es kam keine Antwort. Semir ging zur zweiten Tür. Doch auch dort war keine Möglichkeit sie zu öffnen. Er war eingesperrt. „Mist!“ fluchte er und griff zum Handy. Hier kam er ohne fremde Hilfe nicht raus. Er sah auf das Display. „Kein Netz?? Was soll das denn?“ fragte er und schüttelte das Handy, als ob sich dadurch die Anzeige änderte. Semir sah sich um. Hier im Raum stand nur ein mickriger Schreibtisch, der völlig leer geräumt war. Nichts was ihm half hier raus zu kommen. Er sah auf die Uhr. In einer knappen viertel Stunde sollte er sich in der Zentrale melden. Wenn nicht werden dort sicher die Sirenen angehen und ein Suchkommando wird losgeschickt. Semir ließ sich nieder und setzte sich auf den Boden.

    Peter Vogel wartete bis Uli abgefahren war und ging dann in das Gebäude, wo sich der Raum befand. In einem der Nebenräume waren Monitore aufgebaut und er sah zufrieden in den Raum wo sich Semir aufhielt. Auch wenn er hier nicht mehr arbeitete waren die Kameras immer noch in Takt. Er sah wie sich der Polizist hinsetzte. „Du kannst gleich erst einmal für ein paar Stunden schlafen. Diese kleine Kammer war nämlich mal zur sanften Schlachtung von Vieh vorgesehen. Eine kleine Briese von meinem Schlafmittel und schon haben wir den Vorsprung den ich brauche. Nur keine Angst.... es tut nicht weh.“ lachte er leise. Dann drehte er an einem Ventil. Wieder sah er auf die Monitore und er sah wie der Polizist anfing zu husten und aufsprang. Er hielt sich die Hand vor Mund und Nase. Sicher hörte er das leise Zischen und war nun auf der Suche nach der Ursache. Doch es dauerte nicht lange und der Polizist fing an zu torkeln. Er hielt sich an der Wand fest und langsam ging er in die Knie. Dann lag er ganz ruhig dort. Vogel schloss das Ventil. Nun wartete er noch etwas und ging dann mit einer Gasmaske in den Raum. Dr. Vogel untersuchte kurz die Funktionen des Mannes und nickte zufrieden. Er nahm ihm alles ab. Waffe, Handy, Schlüssel. Zum Schluss nahm er die Handschellen und schloss den Polizisten mit einer Hand an einem in der Wand eingelassenen Ring fest. Die nächsten Stunden würde der Mann nicht aufwachen.

    Semir sah nachdenklich auf das Büro. Er griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale. Ich brauche eine Überwachung von Melissa Franke. Spedition Schmidt. Ich vermute, dass sie mit Dr. Vogel, der im Verdacht steht die Anschläge auf die Transporte auszuüben, in Verbindung steht oder aber Verbindung aufnimmt.“ erklärte Semir. „Zentrale hat verstanden.“ kam zur Antwort. Semir hängte ein. Noch einmal sah er auf das Bürogebäude. „Ich bekomme schon raus, was du mit diesem Vogel zu tun hast,“ sagte er leise zu sich und setzte sich in den Wagen. Einige Zeit später wurde er abgelöst. Siggi und Atilla übernahmen die Beschattung. „Sobald sie abfährt will ich wissen wohin sie fährt und mit wem sie sich trifft. Ihr greift nicht ein, sondern sagt mir Bescheid wo sie ist, klar?“ harkte Semir nach. Siggi nickte. In diesem Augenblick fuhr ein Wagen mit einem jungen Mann am Steuer vor das Büro. Semir sah ihn sich an. „Sieht nicht gerade aus wie ein Kunde. Ich geh mal schauen wer das ist und wohin er geht. Bleibt ihr hier.“ befahl Semir und ging zum Hof. Er sah gerade noch wie der junge Mann sich mit Melissa Franke vor der Tür unterhielt. Es schien eine heftige Diskussion zu sein. Dann stieg der Mann wieder in seinen Wagen. Semir ging schnell zurück zu Siggi und Atilla. „ach.... die Chefin will dich sehen. Sie ist etwas wütend....“ gab Atilla von sich. Semir sah ihn an. „Ähm... wenn sie fragt, wo ich bin.... sagt ihr bitte ich recherchiere etwas und melde mich später bei ihr.“ meinte Semir nur, der genau wusste warum die Chefin sauer war. Siggi grinste. „Hast wohl Angst dass du einen Anpfiff bekommst was?“ fragte er. „Tse... ich doch nicht.“ lachte Semir und hängte sich an den jungen Mann an.

    Uli sah in den Rückspiegel. Etwas an dem Wagen hinter ihm fiel auf. Er kam erst nicht drauf und fuhr normal seinen Weg. Doch dann wusste er, dass ihm der Wagen folgte. „Na wer bist denn du?“ fragte er sich. Sein Handy klingelte. Er fuhr rechts ran und meldete sich. „Ja?“ fragte er nur. „Hör zu... warst du eben bei Melissa?“ fragte ihn sein Vater. „Ja... die ist ganz schön fertig. Hat was von nem Bullen erzählt, der wohl Ärger macht und so...“ erklärte Uli. „Ja richtig. Dieser Bulle war kurz vor dir bei ihr und hat sie mit Fragen genervt. Ich wollte dir nur sagen, dass du damit rechnen musst, dass du vielleicht verfolgt wirst.“ sagte Dr. Vogel. Uli sah in den Rückspiegel. Er sah den Mercedes der eben noch hinter ihn fuhr ebenfalls parken. „Du könntest Recht haben. Ich bin mir aber nicht sicher. Werde es gleich mal testen. Was wenn es wirklich so ist?“ fragte Uli. „Du wirst den Verfolger zu mir bringen. Wir werden uns dann gemeinsam darum kümmern. Ich vermute dass es der Bulle ist, der den großen Truck gefahren ist um uns in die Falle zu locken. Nun bekommt er unsere Falle zu spüren. Uli... wir müssen verhindern, dass er jemanden erzählt, was er weiß.“ erklärte Dr. Vogel. „Was wenn er es bereits getan hat?“ fragte Uli. „Dann werden wir den Schaden möglichst gering halten. Er darf nicht weiter ermitteln und mit niemanden Kontakt aufnehmen.“ kam von Vogel. „Das heißt du willst ihn wegschaffen? Hey... bei Mord mach ich nicht mit.“ begehrte Uli auf. Dr. Vogel lachte leise. „Du hast doch bereits zwei Menschen umgebracht.“ sagte er. „Das war egal. Aber einen Polizisten töte ich nicht.“ widersprach Uli. „Na ich will doch auch nicht dass er stirbt. Wir brauchen Zeit. Lock ihn zur alten Schlachterei. In den unteren Raum wo die Tiere ihren letzten Schlag bekommen. Ich werde mir was einfallen lassen.“ erklärte Dr. Vogel. „Okay. Aber Vater... ihm wird nichts passieren.“ Doch Dr. Vogel hatte bereits aufgelegt.

    Semir sah das der junge Mann in Richtung Bocklemünd abfuhr. Er gab es per Funk durch und hörte kurz darauf die Stimme der Chefin. „SEMIR! Sie sind hoffentlich nicht allein, oder?“ fragte sie und die Stimme hatte etwas warnendes an sich. „Chefin ich hab jetzt keine Zeit.... ich gebe in regelmäßigen Abständen meine Position durch. Dann können Sie mich ja retten,“ Semir grinste leicht als er das sagte. „Semir! Wenn ich Sie wieder aus irgendeinem Mist ziehen muss, dann werden Sie mich von einer anderen Seite kennen lernen, haben wir uns verstanden? Also gut... jede halbe Stunde höre ich von Ihnen.“ kam von Anna zurück. „Ja Chefin. Ach so... ich brauche eine Halterermittlung. Ein grüner Saab mit den Kennzeichen: DN – BE 774.“ gab Semir das Kennzeichen durch. „Okay... ich lasse es von Andrea ermitteln sobald sie wieder da ist.“ stimmte Anna zu. „Danke Chefin“ Semir hängte das Mikro ein. Die Fahrt ging quer durch Bocklemünd und endete am Rheinufer. Dort fuhr der junge Mann auf die Fähre. Semir tat es ihm nach. Er gab in 30 Minuten Abständen seine Position an die Zentrale durch. Auf der anderen Rheinseite ging es weiter. Die Fahrt endete neben einer alten Schlachterei. Der junge Mann stieg aus. Semir wartete einen Moment und setzte dann seinen letzten Funkspruch ab. Dann stieg er auch aus und folgte dem Mann.

    Melissa saß im Büro. Sie hatte vor knapp vier Stunden erfahren, dass der Fahrer Lutz erschossen und die Tiere freigelassen wurde. Sie dachte an den alten Mann, der sich ihr gegenüber immer wie ein Vater verhalten hatte. Sie erinnere sich an das letzte Gespräch vom Vortag. „Lissy… Kleines. Ich möchte mich von dir verabschieden. Ich habe das Gefühl, dass wir beide uns nicht mehr wieder sehen werden.“ hörte sie ihn im Gedanken reden. „Aber Lutz! Wie kannst du so was sagen?“ das Gespräch war in allen Einzelheiten in ihrem Kopf gespeichert. So kann es nicht weitergehen, sagte sie sich und wollte gerade das Büro verlassen, als sie sah dass der Polizist wieder da war. Sie sah ihm gelassen entgegen und kurz darauf stand er bei ihr im Büro. „Frau…Franke?“ fragte der Mann. Melissa nickte. „ Herr Gerkhan, nicht wahr? Was kann ich für Sie tun?“ fragte sie und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht. „Sie haben geweint?“ fragte der Polizist. Melissa nickte. „Ja… ich musste gerade an Lutz denken… der Fahrer der erschossen wurde.“ erklärte sie. „Ja… das war keine schöne Sache. Deswegen bin ich hier. Es geht um einen gewissen Dr. Vogel. Tierarzt in Köln. In welcher Verbindung stehen Sie und der Arzt?“ Melissa sah ihn an. „Wie meinen Sie das?“ fragte sie irritiert. „Beantworten Sie mir einfach meine Frage. Kennen Sie einen Dr. Vogel?“ fragte der Polizist erneut. Melissa schüttelte den Kopf. „Nein… der Name sagt mir gar nichts.“ sagte sie mit fester Stimme. Gerkhan griff in seine Jacke und holte ein Foto heraus. Er legte es vor ihr auf den Schreibtisch. „Ach und wieso hat genau dieser Arzt ein Foto von Ihnen im Regal stehen?“ Melissa drehte sich um. „Das weiß ich doch nicht. Fragen Sie ihn doch selbst.“ gab sie spitzfindig an. „Würde ich ja gern… aber er ist nicht da. Wo kann ich ihn finden?“ fragte Gerkhan. Melissa sah ihn nur an. „Ich komme wieder, und wenn Sie etwas wissen, dann sollten Sie mir es sagen.“ Gerkhan verließ das Büro und ging.

    Melissa sah dem Polizisten nach. Als er den Hof verließ, griff sie zum Telefon. „Vater! Der Polizist war hier. Er stellt unangenehme Fragen und setzt mich unter Druck. Ich bin dem nicht gewachsen!“ sagte sie, als die Gegenseite sich meldete. „Nur keine Panik. Wir werden uns darum kümmern. Achte darauf ob du bewacht wirst, so wie ich diesen Typen einschätze setzt er dir einen Schatten auf. Wir werden uns für die nächste Zeit nicht sehen.“ erklärte der Mann am anderen Ende. „Was hat ihr denn vor?“ fragte Melissa. „Nun... wir werden uns um den Polizisten kümmern. Er hat meine Praxis bereits durchwühlen lassen und nun versucht er dich unter Druck zu setzen. Es tut mir Leid. Ich hab dein Bild im Regal stehen gehabt. Ich wollte wenigstens etwas von meinen Kindern haben.“ sagte der Mann leise. Melissa bekam Tränen in die Augen. „Papa... du warst doch damals nicht Schuld dass wir ins Heim kamen und anschließend getrennt wurden. Uli und ich.... wir haben immer an dich gedacht. Die ganze Zeit über. Wir halten zusammen. Aber ich bitte dich... tu nichts Unüberlegtes. Wenn du den Polizisten umbringst, dann.... dann sind sie hinter uns her. Wer weiß wem er erzählt hat, was er weiß.“ bat Melissa. „Hey... Kleines. Den Polizisten überlässt du mir und Uli. Wir werden schon verhindern, dass er irgendwas unternehmen kann.“ erklärte der Mann. „Papa.... bitte! Versprich mir, dass ihm nichts passiert. Ich meine er macht nur seinen Job und...“ flehte sie. „Lissy... vertrau mir. Ich werde ihn nicht umbringen. Versprochen okay?“ fragte er. „Ja... okay.“ sagte sie. „Gut.... und nun mach dir keinen Kopf.“ Sie legte auf.

    Semir betrat die Praxis. Doch niemand war hier. Alles schien ausgestorben zu sein. Semir ging durch die Räume. Nirgends war etwas zu sehen. Semir ging in den nächsten Raum. Hier schien ein kleiner Raum dafür zu dienen, die Tiere nach Operationen aufwachen und versorgt werden. Als Semir an einen der Käfige trat sah er einen Kadaver darin liegen. Er schüttelte den Kopf. „Und so was nennt sich Tierarzt“ murmelte er. Er ging in das Privatzimmer des Arztes und sah in die Schubladen. Dort waren einige Briefe und Semir schrieb sich die Adressen auf. „Vielleicht versteckst du dich ja dort irgendwo…“ murmelte er und verließ das Büro. Doch an der Tür fiel ihm ein Bild im Regal auf. Es zeigte eine junge Frau. Semir nahm das Bild aus dem Rahmen und drehte es um. Melissa, stand auf der Rückseite. Semir dachte kurz nach. Melissa? Wo hatte er die Frau schon mal gesehen. Dann fiel es ihm ein. Er verließ die Praxis wieder. Dieter und Hotte sahen ihn an. „Und? Was hat er gesagt?“ wollte Hotte wissen. Semir zuckte mit den Schultern. „Die Praxis ist leer. Verständigt ihr bitte die Spurensicherung? Die sollen hier alles auf den Kopf stellen. Und wartet bitte hier auf die Leute. Sie sollen jeden Stein umdrehen, jeden Käfig durchsuchen.“ erklärte er und wollte zu seinem Wagen. „Wo willst du denn hin?“ fragte Hotte. Semir sah ihn an. „Ich fahre zu Tom. Ich will wissen wie es ihm geht.“ sagte er. Dieter nickte. „Soll Hotte mit dir kommen? Oder ich?“ fragte er. „Nein… das kann ich doch allein. Kümmert ihr euch hier um die Sache, bitte.“ meinte Semir nur und stieg ein. Dieter und Hotte sahen ihm nach als er abfuhr.

    Tom lag in seinem Bett. Es klopfte. „Ja?“ fragte Tom. „Hey… morgen Partner.“ sagte Semir leise. „Semir! Hol mich raus… ich langweile mich.“ flehte Tom. Semir lachte. „Hey… sei froh, dass du so glimpflich davon gekommen bist. Weißt du eigentlich wie schlimm dein Abflug aussah?“ fragte Semir. Tom nickte. „Ich bin geflogen, das ist alles was ich weiß. Okay.. lassen wir das. Hast du ne Spur?“ fragte er. „Ja zumindest glaube ich es.“ Semir zog das Bild aus der Tasche. „Hier… diese Frau. Ich kenne sie. Sie ist die Sekretärin von Schmidt in der Spedition.“ erklärte Semir. Tom zuckte „Na und?“ „Nun ja… dieses Bild war bei dem Tierarzt, der bei den Unfällen zu Gegen war. Mir ist aufgefallen, dass es immer nur er ist und ich dachte…vielleicht ist das ne Spur. Bin also hin zur Praxis und die ist leer. Nur dieses Bild hier. Tja und nun werde ich mir die Dame mal vornehmen.“ Sagte Semir und stand auf. Tom hielt ihn mit dem gesunden Arm fest. „Hey… pass bloß auf. Der Typ ist gefährlich.“ warnte er. Semir nickte. „Ja ich weiß. Aber wenn er dahinter steckt, dann kann er sich warm anziehen. Es gab erneut einen Unfall und einen Toten. Diesmal wurde der Fahrer auf einen Rastplatz erschossen. Die Tiere sind freigelassen worden.“ sagte Semir und nickte Tom nur zu. „Semir! Geh bitte nicht allein zu diesem Arzt. Er … Semir!“ Doch Semir war bereits wieder draußen.

    so da ich nicht weiß wann ich heute Abend zurück bin, stelle ich schnell noch ein Stück ein... viel spass

    In der PAST sahen alle Semir an. „Morgen!“ sagte er nur knapp und verschwand in seinem Büro. Anna kam kurz darauf zu ihm. „Wie geht es Ihnen, Semir?“ fragte sie und sah ihn prüfend an. „Danke... ich bin okay.“ gab Semir zur Antwort. „Nur okay?“ fragte Anna. Semir nickte. „Ich muss die Akten durchgehen. Irgendwas haben wir übersehen.“ sagte er und wühlte den Aktenberg auf seinem Tisch durch. Anna beobachtete ihn genau. „Semir ... ich habe Informationen von Simon aus Niedersachsen und Rheinland Pfalz. Dort waren auch einige Unfälle mit Tiertransportern zu verzeichnen. Allerdings nicht so brutal wie bei uns. Die Akten habe ich angefordert. Es sind sechs Unfälle, die auf ungeklärter Art und Weise passierten.“ sagte sie. Semir wühlte weiter und brummte nur unverständlich. „Semir?“ fragte Anna erneut. „Ja... was?“ fragte er und sah sie an. „Haben Sie gehört, was ich sagte?“ wollte sie wissen. „Ja...sicher sechs Unfälle in Niedersachsen und Rheinland Pfalz. Schon verstanden.“ sagte er und wühlte sich durch. Anna sah ihm kopfschüttelnd zu. Semir schien sehr unkonzentriert. „Semir....“ sagte sie vorsichtig, „...Sie sollten sich vielleicht für ein paar Stunden ausruhen.“ Semir sah sie an. „Ich ... mir geht es gut. Ich werde die Akten alle durchgehen. Und wenn es bis morgen dauert. Ich werde finden, was ich suche.“ sagte er wütend. Anna nickte. „Sicher und was glauben Sie zu finden?“ fragte sie. Semir sah sie an und zuckte dann mit den Schultern. „Ich weiß nicht... irgendwas... irgendeinen Zusammenhang...“

    Tom wurde umsorgt. Er sah die Krankenschwester an. „Ich bin Tom.“ sagte er. Sie lächelte. „Ich weiß.“ „Ja sicher... und wie heißen Sie?“ „Tina.“ nannte sie ihren Namen. „Tina? Schöner Name.“ Sie lachte. „Hören Sie auf... Flirten bringt nichts. Ich habe mit dem Arzt gesprochen. Der kennt sie anscheinend schon sehr gut.“ sagte sie. Tom sah sie an. „Ich hatte nichts Anderes vor. Aber sagen Sie, Schwester Tina... könnte ich ein Telefon bekommen?“ fragte Tom. Sie sah ihn an. „Sie meinen Heute?“ fragte sie. Tom nickte. „Nein!“ entschied sie. „Sie brauche Ruhe. Und wenn Sie ein Telefon haben, dann nutzen Sie es. Vermutlich um mit Ihrem Kollegen in Kontakt zu kommen und den Fall zu besprechen. Das ist aber nicht im Sinne Ihrer Genesung und so müssen Sie schon bis übermorgen warten. Dann aber auf jeden Fall.“ erklärte Tina. Tom sah sie bittend und flehend an. „Entschuldigen Sie Herr Kranich... aber dieser Blick hat mein sechsjähriger Sohn besser drauf.“ lachte sie. Toms charmantes Lächeln verschwand. „Entschuldigung... ich wusste nicht dass Sie verheiratet sind.“ sagte er schnell. Tina schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht verheiratet. Ich habe nur einen sechsjährigen Sohn.“

    „Hier! Chefin ich hab was mich störte.“ kam Semir aufgeregt in ihr Büro. Anna sah ihn an. „was ist es?“ „dieser Tierarzt. Er war in jedem Fall am Unfallort.“ sagte Semir. „Semir… er ist der zuständige Veterinär. Das ist doch in Ordnung.“ sagte sie mild lächelnd. „Nein… ja sicher… er ist ja Tierarzt. Aber jedes Mal war er dort. Ich habe eine dumpfe Ahnung, dass er was damit zu tun hat und deshalb werde ich ihn jetzt aufsuchen und befragen.“ gab er bekannt. Anna sah ihn an. Semir drehte sich um und ging. „Semir! Sie gehen nicht allein! SEMIR!!“ rief Anna hinter ihm her. Aber er war bereits draußen. „Herzberger! Bonrath! Fahren Sie hinterher und sorgen Sie dafür, das nichts passiert!“ ordnete sie an. Die Beamten sprangen auf und nickten nur. „Was ist denn nur mit ihm los? Reicht es denn nicht, wenn Tom im Krankenhaus liegt?“ fragte Dieter. Hotte nickte. „Ja… eigentlich müsste er doch so schlau sein. Ich ruf ihn mal über Funk.“ Er griff zum Mikro. „Cobra 11 für Cobra 19. Semir hörst du mich?“ fragte er. „Ja sicher… was wollt ihr denn?“ kam Semirs Stimme durch den Äther. „Semir…. die Chefin will das wir auf dich aufpassen, das ist alles.“ erklärte Hotte. „Ich brauche keinen Babysitter. Der Arzt soll mir nur ein paar Fragen beantworten, das ist alles. Fahrt ihr wieder zurück und kümmert euch um was Anderes.“ meinte Semir nur. Dieter sah Hotte an. Dieser zuckte mit den Schultern. „Semir! Die Chefin hat sicher ihre Gründe, wenn wir auf dich aufpassen sollen, also mach uns nicht dafür verantwortlich. Wir führen nur Befehle aus.“ erklärte er. „Ja schon gut… okay… vom mir aus kommt mit. Aber ihr wartet draußen.“ sagte Semir schon etwas milder gestimmt. „Okay…“ kam von Hotte.

    „Schwester Tina… bitte. Ich brauche das Telefon. Bitte…“ Tom versuchte mit allen Registern des Flirtens um das Telefon zu bekommen. Doch Tina war eisern. Sie ging auf keinen Vorschlag von Tom ein. „Sie werden erst einmal wieder gesund werden. Vor übermorgen gibt es kein Telefon. Wenn Sie wollen, dann rufe ich Ihren Freund an, dann kann er herkommen. Aber mehr geht nicht.“ erklärte sie. Tom schüttelte den Kopf. „Nein… ich muss doch mit ihm den Fall besprechen. Bitte!“ flehte Tom. Tina sah ihn an. Dann musste sie lachen. „Okay… Sie bekommen das Telefon. Morgen.“ sagte Tina. Tom nickte. „Wie wäre es mit in zwei Stunden?“ fragte er. Tina schüttelte den Kopf. „Frühestens morgen.“ Tom nickte. „Okay… dann warte ich solange. … Haben Sie ein Handy?“ Tina sah ihn an. „Es reicht doch jetzt wohl, oder?“ fragte sie lachend und verließ das Zimmer kopfschüttelnd.

    Wenn du dich ein wenig durch das Forum klickst und die vielen Beiträge die es zum Ausstieg von René Steinke gibt durchliest findest du die Antwort selbst. Aber kurz geschrieben:

    René Steinke ist ausgestiegen um sich anderen Vorhaben widmen zu können. Klick dich einfach mal durch und lies die vielen interessanten Diskussionen zum Thema

    „Chefin! Tom und Semir sind im Krankenhaus. Tom ist schwer verletzt. Semir liegt mit einem Schock im Marien. Tom in der Uniklinik.“ gab Andrea aufgeregt von sich und zog ihre Jacke an. Anna sah sie erschrocken an. „Warten Sie! Wir fahren zusammen. Erst zu Semir!“ sagte sie und stand auf. Die beiden Frauen stürmten aus dem Büro. Nur eine halbe Stunde später saßen sie im Krankenhaus. Ein Arzt kam zu ihnen. „Sie wollten zu Herrn Gerkhan?“ fragte dieser. Anna stellte sich vor und nickte. „Er steht im Augenblick unter einem starken Beruhigungsmittel und schläft.“ erklärte der Arzt. Andrea sah ihn an. „Ist er verletzt?“ fragte sie besorgt. Der Arzt schüttelte den Kopf. „Nein zumindest nicht körperlich. Er kann sicher morgen wieder nach Hause. Er hat einen Schock und deshalb haben wir ihn ruhig gestellt. Sie sollten ihn bis morgen schlafen lassen.“ bat der Arzt. Anna nickte. „Ja sicher… dürfen wir nur ganz kurz zu ihm?“ fragte sie. Der Arzt nickte und brachte sie in Semirs Zimmer. Andrea ging zu ihm und sah ihn prüfend an. „Er ist wirklich nicht verletzt?“ fragte sie noch einmal und streichelte sein Gesicht. „Nein… er ist soweit in Ordnung. Lassen Sie ihn einfach schlafen. Morgen geht es ihm sicher besser.“ wiederholte der Arzt. Andrea nickte und ging mit Anna raus. „Wir fahren jetzt zu Tom… kommen Sie Andrea!“

    In der Uniklinik wurden sie zur Intensivstation gebracht. „Warten Sie bitte hier. Der Arzt kommt gleich zu Ihnen.“ bat die Schwester. Anna nickte. Eine halbe Stunde mussten sie warten, bis der Arzt kam. „Dr. Neuhauer. Ich bin der behandelnde Arzt von Herrn Kranich.“ stellte er sich vor. „Anna Engelhard. Ich bin Kranichs Vorgesetzte. Wie geht es ihm?“ fragte Anna. „Den Umständen entsprechend. Wir haben zwar keine inneren Verletzungen feststellen können, aber er hat einige Verletzungen erlitten. Der linke Arm und das linke Bein sind gebrochen. Rippenprellung und eine leichte Quetschung an der Niere. Das rechte Bein ist gestaucht. Außerdem eine schwere Gehirnerschütterung und mehrere Schnittwunden im Gesicht. Er scheint aus dem Wagen geschleudert worden zu sein, als dieser die Böschung runterraste. Ein Wunder dass nicht mehr passiert ist. Er hat riesiges Glück gehabt oder wie wir sagen würden, da haben die Schutzengel Überstunden geschoben. Wir haben den Arm gerichtet und er liegt in einer leichten Narkose. Er hat ständig einen Namen gerufen, oder eine Person… Emir oder so…. Wissen Sie was das bedeutet?“ fragte der Arzt. Anna nickte. „Semir… das ist sein Kollege. Er liegt im Marienhospital.“ klärte Anna den Arzt auf. „Auch verletzt?“ wollte er wissen. Anna schüttelte den Kopf. „Nein… er hat gesehen was passiert ist und steht unter Schock. Er ist nur zur Vorsicht im Krankenhaus.“ erklärte Anna. „Können wir kurz zu Tom?“ fragte Andrea. Der Arzt nickte „Ja aber nur fünf Minuten.“ Der Arzt brachte beide ins Krankenzimmer. Andrea schlug die Hand vor dem Mund, als sie Tom sah. Das Gesicht war geschwollen. Er lag mit geschlossenen Augen im Bett, der Kopf war bandagiert. Sie sah zu Anna. Diese nickte nur. „Er sieht schrecklich aus.“ sagte Andrea leise. Der Arzt nickte. „Ja aber es ist nur der Anschein. Die Werte sind gut. Wir haben ihn von Kopf bis Fuß geröntgt. Er dürfte sich schnell erholen. “ erklärte der Arzt. „Wann wird er wieder wach?“ fragte Anna. „Nun… die Narkose hält sicher etwas an. Aber Sie sollten ihn für heute in Ruhe lassen. Es sind keine Komplikationen zu erwarten.“ Anna nickte und zog Andrea raus.

    Am nächsten Morgen klingelte Andreas Handy. „Ich bin es... hol mich bitte ab.“ hörte sie von Semir. Er klang müde und erschöpft. „Bist du soweit okay?“ fragte sie besorgt. „Ja sicher. Was ist mit Tom?“ fragte Semir. „Er liegt noch auf der Intensivstation in der Uniklinik.“ erklärte Andrea. „Geht es ihm so schlecht?“ fragte Semir traurig. „Semir... ich bin gleich bei dir. Dann fahren wir beide zu Tom, okay?“ fragte Andrea. Von Semir kam keine Antwort. Andrea hielt zehn Minuten später vor dem Krankenhaus. Semir stand bereits draußen. Er stieg ein und begrüßte sie flüchtig. „Wollen wir zu Tom?“ fragte sie vorsichtig. Semir nickte. „Okay... schnall dich bitte an.“ Irritiert sah Semir sie an dann nickte er. Andrea fuhr zur Uniklinik. Sie wurden umgehend zu Tom gebracht und stellten erfreut fest, dass er wach war. Semir sah auf seinen Freund. „Hey...“ sagte er leise. „Semir.... Gott sei Dank. Du bist in Ordnung“ kam schwach von Tom. „Ja sicher... was ist mit dir?“ fragte Semir und schüttelte leicht den Kopf. Das war wieder mal typisch für Tom. „Ich fühl mich etwas schlapp. Aber das wird schon. Irgendwelche Spuren?“ Semir sah Andrea an. „Ich hab Semir eben erst aus dem Marien abgeholt. Wir waren noch nicht in der PAST.“ erklärte sie. Tom sah Semir prüfend an. „Bist du doch verletzt?“ wollte Tom erschrocken wissen. „Nein.... ich stand wohl unter Schock. Ich mein ich hab gesehen, wie du die Böschung runter und der Wagen in Flammen... ich ... ich dachte du...“ Semir stockte. „Hey... ich lebe noch. Schnapp dir den Mistkerl der dahinter steckt, hörst du?“ forderte Tom. Semir nickte. „Ja....“ sagte er entschlossen. „Entschuldigt. Aber ich bin ziemlich platt. Würde es euch was ausmachen wenn ich schlafe?“ fragte er erschöpft. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein... schlaf nur. Wir werden zur PAST fahren.“ Sie verabschiedeten sich und fuhren los.

    Moment... Also... willst du damit sagen, wenn du dich über Cornelius aufregst, dass du das dann an Semir in deiner Story auslebst? :huh: Na ich glaube dann sollte ich mir in Zukunft ganz stark überlegen, was ich da ändern kann. Vielleicht schmeißt die Chefin Cornelius ja raus. :P

    genau das... aber zu spät... der Absatz steht schon... armer Semir... wirklich der tut mir richtig leid.... :S

    Na gut... aber ob euch das weiter bringt? Ich weiß nicht....

    Karl fuhr den LKW auf der vorgegebenen Strecke. Lutz saß auf dem Beifahrer. „Ich hoffe nur, dass wirklich nichts passiert. Weißt du… Tina bekommt unser Baby. Katrin freut sich schon auf das Brüderchen. Es ist ein Junge… endlich ein Junge… in drei Monaten ist es soweit.“ strahlte Karl. Lutz verstand ihn. „Hey… hältst du mal an der Tanke an?“ fragte er. Karl nickte. „Ja sicher… mach ich. Hast ne schwache Blase was?“ lachte er. „Nein… das nicht.“ sagte Lutz. Karl verstand nicht aber er machte was Lutz wollte. Als sie auf dem Parkplatz an der Tankstelle standen sah Lutz ihn an. „Weißt du Karl … ich bin jetzt 52 Jahre alt. Ich habe mein Leben gelebt. Du bist gerade dreißig und hast eine wunderbare junge Familie. Ich habe es noch nicht einmal dem Schmidt erzählt. Aber ich werde vermutlich nicht mehr meinen 53. erleben. Krebs. Im Endstadium. Niemand kann mir helfen. Ich werde schon bald meiner Else folgen. Steig aus.“ sagte Lutz leise. Karl sah ihn erstaunt an. „Du… du hast Krebs?“ fragte er. Lutz nickte. „Steig bitte aus.“ wiederholte Lutz. „Warum?“ fragte Karl. „Weil ich den Transport allein weiterfahren werde. Ich möchte nicht dass deine Kinder ohne Vater aufwachsen. Ein Vater ist das wichtigste neben der Mutter, was Kinder brauchen. Bitte… steig aus.“ sagte Lutz erneut. „Du meinst… es wird etwas passieren?“ fragte Karl. Lutz nickte. „Ja… und deshalb raus mit dir. Ich habe meinen Wagen gestern hier abgestellt. Hier ist der Schlüssel. Fahr nach Hause…“ gab Lutz leise von sich. „Lutz… aber das geht doch nicht…“ fing Karl an. „Doch… wenn ich sterbe, dann ist es nicht so schlimm. Du wirst noch gebraucht.“

    Karl sah den LKW hinterher. „Danke…“ sagte er noch leise. Dann ging er zunächst ins Restaurant und aß eine Kleinigkeit. Im Fernsehen sah er einen Bericht von einem Unfall. Er sah den Wagen den die Polizisten fuhren. Erschrocken griff er zum Handy und rief Schmidt an. „Ich bin’s…. Die Polizisten sind verunglückt. Sieht verdammt schlimm aus.“ stieß er ins Handy. „Oh mein Gott… weißt du ob es Verletzte gibt? Oder gar Tote?“ fragte Schmidt. „Verletzte ja… über Tote sagen sie nichts. Hör mal… Lutz hat mich aus dem Wagen geschmissen. Er … fährt allein.“ erklärte Karl. „WAS? Warum?“ fragte Schmidt. Karl erzählte ihm, was Lutz gesagt hatte. Als er endete schwieg Schmidt. „Wenn wirklich etwas passiert… dann…mein Gott… es ist ein Alptraum. Ich hoffe nur er kommt heil zurück.“ sagt er anschließend leise. „Komm in die Firma.“ bat er Karl. „Ich bin schon unterwegs.“ Karl fuhr zur Firma zurück. Auch er hoffte dass Lutz heil zurückkam.

    Lutz fuhr die Strecke ab. Er ahnte dass es seine letzte Fahrt war. Er kam an der Unfallstelle vorbei und sah den Wagen der Firma. „Verdammt!“ stieß er aus. Er fuhr langsam daran vorbei. Doch nur drei Kilometer nach der Unfallstelle spürte er einen Schlag in der linken Körperhälfte. Erstaunt sah er an sich herunter. Ein kleines Loch in seiner Brust. Dann kam der Schmerz. Er zog den Wagen mit letzter Willenskraft auf die rechte Seite und schaffte es auf die Ausfahrt zu einem Parkplatz. Dann verlor der das Bewusstsein und sackte über dem Lenker zusammen. Als der Wagen stand war Lutz bereits tot. Ein Mann ging auf den Wagen zu und öffnete die hintere Tür. Schweine sprangen heraus und liefen über den Parkplatz. Zufrieden sah der Mann den Tieren nach, die eins nach dem Anderen im Wald verschwanden. Dann sah der Mann ins Fahrerhaus. Zufrieden betrachtete er den Toten. Er fuhr ohne eine Gefühlsregung ab.

    Also gut... nach dem ich bedroht wurde... gebe ich nach... hier kommt die Auflösung... allerdings ob sie euch gefällt? Ich weiß nicht... ich weiß nciht...

    Die Feuerwehr hatte den BMW gelöscht. „HEY! Hier liegt einer!“ schrie mit einem Male einer der Hilfskräfte. Sofort ruckte die Köpfe der Rettungskräfte hoch und rannten in die Richtung. Ein Mann lag im Gras. Bewusstlos. Vorsichtig drehte der Notarzt den Mann auf den Rücken. Das Gesicht war blutig. Er untersuchte den Mann vorsichtig. „Verständigt den Hubschrauber. Er muss sofort in die Klink. Vermutlich hat er schwere innere Verletzungen. Wir müssen ihn ganz vorsichtig auf die Vakuummatratze legen.“ rief er die Anweisungen. Hotte kam ebenfalls dazu. „Mein Gott… Tom!“ stieß er nur aus. Auch Dieter kam dazu. „Hotte! Semir… er hat einen Schock… er …“ Dieter stockte. „Verdammt! Lebt er noch?“ fragte er den Notarzt. Dieser nickte. „Ja… aber er ist schwer verletzt.“ erklärte der Notarzt. „Was ist mit dem Schock? Wo ist der Patient?“ fragte er. Dieter wies auf den Wagen. „Das ist der Partner von ihm hier… er ist kaum ansprechbar.“ erklärte er. Der Notarzt nickte einem der Sanitäter zu. „Er braucht mich hier…. kümmere dich um den Anderen.“ gab er den Befehl. Der Sanitäter nickte und rannte mit Dieter zum Wagen.

    „Sehen Sie mich bitte an!“ forderte der Sanitäter Semir auf. Dieser reagierte nicht. „Sehen Sie mich an!“ sagte er noch einmal. Langsam drehte Semir den Kopf. „Haben Sie Schmerzen?“ fragte der Sanitäter. „Nein…“ sagte Semir leise. Dieter sah ihn besorgt an. „Semir… wir haben Tom gefunden. Er lebt. Hörst du … er lebt.“ sagte er leise. Es dauerte eine Weile bis die Worte von Semir wahrgenommen wurden. Semir sah ihn ungläubig an. „Er lebt?“ fragte er zurück. Dieter nickte. „Ja… er lebt. Aber er ist schwer verletzt. Wir bringen ihn in die Uniklinik. Du wirst auch ins Krankenhaus gebracht, hörst du…“ sagte Dieter fürsorglich „Tom lebt? Er … er .. ist nicht verbrannt?“ fragte Semir wieder. „Nein… er ist nicht verbrannt.“ wiederholte Dieter. Der Sanitäter sah ihn an. „Er gehört ins Krankenhaus. Ich werde ihm etwas zur Beruhigung geben und dann ins Marienhospital bringen.“ erklärte er und gab Semir eine Spritze. Dieter nickte. Er half Semir in den RTW zu bringen. Sie legten ihn auf die Liege und schnürten ihn fest. „Ich muss zu Tom….“ sagte er. Dieter nickte. „Später Semir… später… versuch du jetzt erst einmal ruhig zu bleiben.“ Er legte Semir die Hand auf die Schulter. „Ich muss zu Tom… bitte… Ich muss..“ langsam driftete Semir in den Schlaf. Der Sanitäter überprüfte noch einmal alles. „Er schläft…“ sagte er zu Dieter.

    @ Zissi... also ich weiß nicht aber hab ich dir schon mal gesagt, dass wenn ich mich ärgere, in meinen Storys es sehr heiß her geht. Meist trifft es den armen Semir... und willst du eigentlich dass ich ihm ganz dolle weh tue?

    Das könnte nämlich leicht sein... diesen Ernst der ist ja also... mir fehlen einfach die Worte. Der soll lieber Autos waschen... wäre sicher besser für Semirs Nerven in deiner Story und für Semirs Körper in meiner STory :D

    Freu mich schon auf die Fortsetzung.

    Danke für den Teil, Elvira.

    Ich muss schon sagen: du verstehst dich bestens darauf, einen auf die Folter zu spannen, denn nun bin ich nicht wirklich schlauer! ;(:S

    Ich will doch mal hoffen, dass Tom nachher rußverschmiert hinter einem Busch hervorkrabbelt......??!?? :?::!::?:

    Wissen würd ichs schon gern.......*meinendackelblickaufsetzundbüddebüddebüddemach*

    kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber vor heute Abend ist nichts. Das heißt falls ich heute abend nicht ausgehe, oder was wichtiges zu tun habe :D

    Wie gut dass es nur Fiction ist... obwohl: NEEEIN ;(

    Na los, husch husch. Rein mit der Fortsetzung 8)

    stimmt ist fiktion... nur Busch... ich glaub damit kann ich dienen. Denn wenn dort ein Busch wäre, würde der ja auch in Flammen stehen und damit ist dein Wunsch sicher nicht entsprochen. :rolleyes:

    eben...ich muss jetzt arbeiten und nachher, ehe ich denr echner ausmache, möchte ich bitte,bitte was lesen..aber was gutes... ich betone GUTES!
    von mir aus angekohlt.....verletzt... aber leben..hörst du?

    :D

    tja Steffi.... so ist das Leben. Aber du sagst ja ab Dienstag hast du wieder Netz. Und am Montag bist du ja auch kurz on... oder fahr zu Daggi, da kannst du dann die Fortsetzung lesen...

    In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.... :D

    aud dringendes Bitte von Littlegitti.... hier noch eine kleine Fortsetzung :rolleyes:

    „TOM!“ schrie Semir verzweifelt und wollte zu dem brennenden Fahrzeug. Doch jemand hielt ihn fest. „Hey! Sie können dort nicht runter! Das ist viel zu gefährlich.“ sagte der Mann. Semir wehrte sich und wollte sich losreißen, doch der Mann hatte eiserne Kräfte. „Kommen Sie… ich hab die Rettung schon verständigt. Kommen Sie…!“ beruhigend sprach der Mann auf Semir ein und zog ihn zu seinem Fahrzeug. „Hören Sie… sehen Sie mich an…“ sagte der Mann. Semir sah ihn an. „Mein Kollege… er… er ist… irgendwo da… ich muss wissen… was mit ihm ist…“ stammelte er. „Ich bin Ullrich Thiel. Hören Sie… ich habe die Rettung verständigt. Sind Sie verletzt?“ fragte er. Semir schüttelte den Kopf. Er sah wieder zum brennenden Wagen. „Tom…!“ sagte er wieder. Kurz drauf hörte man die Sirenen der Einsatzkräfte.

    „Brennendes Fahrzeug bei KM 263 in Richtung Dortmund. Feuerwehr und Notarzt sind bereits unterwegs“ hörte man aus dem Funk. Dieter trat das Gaspedal. Er sah Hotte an „Verdammt!“ gab dieser von sich. Nur wenig später waren sie vor Ort. Dieter sah Semir in einem fremden Wagen sitzen. Er ging hin, während Hotte sich mit den Feuerwehrmännern unterhielt. „Semir? Bist du in Ordnung?“ fragte Dieter. Semir reagierte nicht. Ein Mann kam zu ihm. „Er ist bereits so, seit ich verhindert habe, dass er zum brennenden Fahrzeug runter rennt. Er stammelte was vom Kollegen. Seit dem sagt er gar nichts mehr.“ erklärte der Mann. Dieter nickte. „Ich werde mich um ihn kümmern. Haben Sie gesehen wie es dazu kam?“ fragte er den Mann. „Ja… ich meine nein… also nicht wirklich. Etwas kam auf den BMW zugeflogen und dann raste er die Böschung runter. Nur kurz darauf stand er in Flammen. Dann ist dieser hier hin und wollte wie ich schon sagte runter. Ich hab ihn festgehalten und er hat wie am Spieß gebrüllt Ron oder so…“ sagte der Zeuge. „Tom… er ist sein Freund… war sein Freund.“ sagte Dieter leise.