Beiträge von Elvira

    Ich habe es doch gleich geahnt, das Du noch eine Gemeinheit im Ärmel hast! :evil:

    Ist zwar nichts blutrünstiges, aber so ein Poststreik (der natürlich ausgerechtnet jetzt stattfindet! ;) ), kann schwere, gesundheitliche Schäden bei Semir verursachen... So ganz ohne Essen! :wacko:

    Hoffentlich finden ihn die Kollegen bald und erlösen ihn (und uns auch ^^ ) aus seinem Gefängnis.


    Er hätte halt nie so eine blöden Spruch loslassen sollen, wie er es am Anfang gemacht hat... Ihr er innert euch doch sicher an den Dialog oder? "Wie würde es Ihnen gefallen? Eingesperrt, ohne Essen und Trinken...." worauf Semir antwortet. "Ich werde ja auch nicht geschlachtet..."

    Das nur als kleine Gedächtnisstütze. Er wird nicht geschlachtet stimmt.... :D:D:D

    Peter Vogel sah noch eine Weile auf das Bett. Der Polizist schlief tief und fest. Dann drehte er sich um und verließ das Gebäude. Er stieg in den Wagen und fuhr zur großen Schweinemästerei. Dort angekommen sah er kurz durch das Fernglas. Sechs Wagen standen da und Vogel wusste genau, dass alle mit Tieren gefüllt… nein überfüllt war. Er schlich sich zu den Wagen und öffnete die Türen. Die Tiere sprangen alle in Panik raus. Dann befestigte Vogel an jedem Wagen Sprengstoff. Er drehte die Zündkabel zusammen und brachte dann die Rolle in einen sicheren Abstand. Nachdem er genügen Schritte gegangen war, zündete er die Schnur an. Leise zischend bahnte sie sich ihren Weg zum Ziel. Dann explodierte der erste Wagen und wie in einem Dominoeffekt folgte einer nach dem Anderen. Vogel war zufrieden. Er zog seine Waffe und setzte diese an seinen Kopf. „Das war die letzte Aktion.“ rief er und drückte ab.

    „Chefin!! Großexplosion… Einige Wagen einer Schweinemästerei sind explodiert! Wir haben eben die Information von der Stadtpolizei bekommen. Sie haben einen Mann gefunden, der sich erschossen hat. Der Beschreibung nach ist es Dr. Peter Vogel.“ sagte Andrea aufgeregt zu Anna, die durch Andrea geweckt wurde. „Verdammt! Wo genau?“ „In Kerpen. Direkt an der Autobahn. Es laufen einige Schweine frei herum. Die Kollegen vermuten, dass Dr. Vogel die Tiere aus den Wagen gelassen hat, die Explosionen herbeigeführt und sich dann selbst umgebracht hat.“ erklärte Andrea weiter. Anna schloss die Augen. „Chefin… wir wissen immer noch nicht, wo Semir ist. Er war der einzige, der es wusste…“ sagte Andrea traurig. Anna nickte. „ich weiß Andrea… ich weiß…“ stöhnte Anna. Die Zeit verging. Gegen Mittag kam Anna aus ihrem Büro heraus. „Andrea? Haben wir heute keine Post bekommen?“ fragte sie. Andrea schüttelte den Kopf. „Die Beamten der Post haben ihre Arbeit für drei Tage niedergelegt. Das gilt leider auch für die Postfächer.“ sagte Andrea. „Gut… dann müssen wir eben warten.“ meine Anna. „Herzberger! Bonrath! Sie fahren bitte nach Kerpen und unterhalten sich mit den dortigen Kollegen vom Revier 4. Das sind die Beamten die den Fall mit der Schweinemästerei bearbeiten. Sagen Sie ihnen was wir wissen und wie es bei uns aussieht. Vielleicht finden die etwas, dass uns weiterhilft.“ Hotte und Dieter nickten und verschwanden schnell.

    Semir wurde wach. Es war schon wieder hell. Er spürte Hunger und sah sich um. Vogel hatte ihm nichts gebracht. Er stand auf und spürte direkt Kopfschmerzen. Dann erinnerte er sich an das letzte Gespräch mit Vogel. War es nicht so, dass die Kollegen Bescheid bekommen haben? Wollte Vogel heute nicht seinen letzen Coup machen? Oder war es gestern? Er ging zur Tür und sah das eine Flasche mit Wasser direkt am Gitter stand. Mit wenigen Handgriffen hatte Semir sie sich geangelt und trank von dem köstlichen Nass. Doch plötzlich spuckte er es wieder aus. Was wenn Vogel doch wieder was hinein getan hatte? Was wenn es wieder dieses verdammte Schlafmittel war? Aber wie lange musste er noch warten, bis die Kollegen kamen? War es wirklich so, dass Vogel ihnen Bescheid gegeben hatte? Semir sah auf die Uhr. Es war bereits 11 Uhr. So langsam wird es Zeit, dass ihr mich findet, dachte Semir und ging zunächst in das kleine angrenzende Bad. Wenig später saß er auf dem Bett. Nun hieß es erst einmal warten bis jemand kam. Die Frage war nur wie lange er warten musste. Wieder sah er zur Flasche. Er hatte Durst. Aber was wenn er einschläft? Vielleicht waren ja wirklich Schlafmittel im Wasser. Aber er musste trinken. Nun ja… und schlafen… ist ja nicht so schlimm, dachte er sich. Hauptsache ich werde auch wieder wach. Er nahm einen Schluck.

    Der Abend kam und Anna saß in ihrem Büro. Bereits seit zwei Nächten hatte sie kein Auge zugetan. Sie hatte nichts von Semir gehört. Der Tierarzt hatte sie nicht angerufen. Langsam macht sich Resignation bereit. Sie ließ den Kopf auf die Schreibtischplatte sinken und schloss die Augen. Sie war gerade etwas eingeschlafen, da riss das Telefon sie aus dem Schlaf. „Engelhard!“ meldete sie sich in der Hoffnung endlich Semirs Stimme zu hören. „Tom hier… Chefin, was ist mit Semir? Er hat mich die ganze Zeit nur einmal besucht. Er meldet sich nicht per Handy… keiner sagt mir was…“ hörte sie Tom sprechen und lächelte müde. „Tom… warum haben Sie ein Telefon? Ich sagte ausdrücklich, dass Sie keins bekommen sollten. Es dient nicht gerade Ihrer Genesung.“ sagte sie wütend. „Was ist mit Semir? Und kommen Sie mir nicht damit, dass er ermittelt.“ kam von Tom ungehalten zurück. Anna schloss die Augen. „Tom… wir haben alles im Griff. Es ist alles in Ordnung.“ sagte sie. „Nein ist es nicht! Ich spüre es. Was ist los? Frau Engelhard… wenn Sie es mir nicht sagen, dann werde ich das Krankenhaus verlassen und mich selbst um den Fall kümmern.“ drohte ihr Tom. „Nein! Das werden Sie nicht. Ihr Bein ist gebrochen und ein Arm. Damit können Sie gar nichts machen. Tom…. wir haben wirklich alles im Griff. Ich schwöre.“ versuchte Anna ihn zu beruhigen.

    Tom grinste. „Chefin… Sie sind eine schlechte Lügnerin. Bitte sagen Sie mir wie weit Sie mit diesen Leuten sind.“ sagte er und horchte in den Hörer. Anna atmete auf. „Also gut… Semir ist seit zwei Tagen verschwunden. Wir haben die Vermutung, das Dr. Peter Vogel, der Tierarzt, der an den Unfallorten anwesend war, ihn in der Gewalt hat. Seine Kinder, die ebenfalls mit ihm gemeinsame Sache gemacht haben, sind in Untersuchungshaft. Von Dr. Vogel fehlt jede Spur. Semir hatte den Verdacht geäußert, dass er hinter den Anschlägen steckt. Es schien richtig. Er verfolgte jemanden und wurde vermutlich dabei dann selbst angegriffen und… nun ja… wir haben keine Spur. Sein Wagen und alles was er besaß wurden gefunden. Von Semir jedoch keine Spur.“ endete Anna. Tom schloss die Augen. „Also ist er mal wieder in der Klemme. Nur der gute Tom kann ihn nicht rausholen…. Chefin… Sie müssen ihn finden.“ sagte er besorgt. „Ja sicher… ich werde Sie auf dem Laufenden halten, Tom. Und nun ist wieder Ruhe. Bitte… ich brauche Sie bald wieder hier.“ sagte Anna. Tom legte auf. Er setzte sich im Bett auf. „Verdammt…. Partner wo steckst du wieder?“ fragt er sich leise.

    Dieser hatte bereits gegessen und lag auf dem Bett. Er fühlte sich müde. Vogel hatte ihm Essen und Trinken gebracht. Er trank den Kaffee und aß das Ei langsam. Vogel hatte den Raum diesmal gar nicht erst betreten. Semir sah ihm nach. Er sagte nichts, denn er wusste genau, dass Vogel sich für nichts interessierte. Nur noch seinen Plan. Doch was hatte er vor? Wo wollte er zuschlagen? Er spürte wie er müde wurde. Das ganze schob er auf den Stress der letzten Tage. Er war zum Nichtstun verdammt. Semir spürte wie er langsam einschlief. Er wehrte sich dagegen. Er wollte nicht schlafen. Nicht schon wieder… doch es half nichts. Vogel stand auf einmal wieder an der Tür. „Morgen ist es soweit. Dann kommt der große Knall. Damit darfst du in die Freiheit. Aber erst werden Sie tief und fest schlafen. Machen Sie es sich einfach und lassen Sie es zu. Wissen Sie noch als ich Sie fragte wie Sie sich fühlen würden, hungrig, durstig… eingesperrt? Keine Sorge… verhungern oder verdursten werden Sie nicht. Aber Sie sind eingesperrt. Sie müssen warten bis Sie befreit werden… so fühlten sich die Tiere auch.“ sagte er. „Ich … bin… kein Tier…“ kam von Semir und er sah ihn mühsam an. Immer wieder fielen ihm die Augen zu. „Ja… Ich weiß. Und ja.. ich habe Ihnen was in den Kaffee getan. Nur damit Sie ruhig sind. Sie sind ein aufrichtiger Mann und tun nur Ihren Job. Aber ich muss meine Berufung erfüllen. Leben Sie wohl, Herr Gerkhan. Übrigens… hier direkt am Gitter steht Wasser, wenn Sie Durstig werden sollten. Wenn Ihre Kopfschmerzen stärker werden, nehmen Sie einfach diese Tabletten, die ich hier hinlege… dann wird es besser. Ich wünsche Ihnen ein langes Leben. Ihre Kollegen werden Sie morgen sicher hier rausholen. Die Information ist per Post zu Ihren Kollegen unterwegs.“ Semir hörte nur halbwegs was Vogel dort sagte. Er verstand den Sinn der Worte nicht mehr. Er sackte in den Schlaf.

    Na das Semir überwältig werden konnte liegt sicher an dem Betäubunsmittel, sonst hätte der Vogel das gar nicht geschafft. Und Tom auf Krücken... auf Verfolgungsjagd ist auch mal was interessantes. Wenn der Gegner zu schnell ist, dann Krücken hinterher werfen und den Gegner zu Fall bringen. Wäre mal was Anderes oder? :D

    Ja hier gibt es die Einschaltquoten von fasst allen Folgen

    http://www.erdogan-atalay.de.vu/

    Du musst auf "Cobra 11 1996-2008" gehen, ein bisschen runterscrollen und dann auf Einschaltquoten klicken.

    Nur nicht für die Folgen die er wissen will, denn auf der Seite sind die Folgen mit Mark Keller nicht mit Einschaltquoten aufgeführt. Nachdem ich etwas gegoggelt habe, konnte ich lediglich in Erfahrung bringen, das die Folgen im Schnitt eine Quote von 4 -6 Mio hatte.

    LG

    Elli

    „Hören Sie… Herr Riefken… Sie können Ihrem Vater nicht mehr helfen. Was hat er vor? Wo hat er unseren Kollegen versteckt?“ fragte Hotte eindringlich. Dieser hatte die zweite Befragung übernommen. Doch Uli schwieg. „Wartet noch zwei oder drei Tage… dann ist es vorbei. Dann werde ich alles sagen. Aber erst dann. Es wird Herrn Gerkhan nichts passieren.“ sagte er dann doch. Hotte sah ihn an. „Wo ist er?“ Uli zuckte mit den Schultern und schwieg. Anna kam in den Raum und sah Hotte an. „Der sagt nichts. Er will dass wir zwei bzw. drei Tage stillhalten. Dann käme Semir von allein zurück. Der Typ ist durchgeknallt.“ erklärte Hotte. Anna nickte. „Herr Riefken? Glauben Sie wirklich dass Sie das Ihrem Vater schuldig sind?“ fragte sie. Uli sah sie an. „Sie wissen doch gar nichts.“ gab er verächtlich von sich. Anna nickte. „Stimmt. Von Ihnen weiß ich nur, dass Sie und Ihre Schwester im Alter von sechs und vier Jahren in ein Heim kamen, weil Ihre Mutter sich nicht kümmerte. Dann wurden Sie getrennt. Ihre Schwester fand natürlich schneller eine Familie. Sie waren noch weiter drei Jahre im Heim. Dann hat man auch Sie raus geholt. Aber erst vor vier Jahren haben Sie Ihre Schwester wieder gefunden. Und nur dreieinhalb Jahre später stellt sich Ihr Vater vor Sie hin und kann Sie für einen irrsinnigen Plan begeistern? Haben Sie sich nie die Frage gestellt wo Ihr Vater war, als Sie ihn brauchten?“

    Der Tag verging am Abend kam Vogel erneut zu Semir in den Raum. Dieser lag auf dem Bett und hatte die Augen geschlossen. Vogel ging zu ihm hin. Doch kaum stand er dicht vor Semir, explodierte er förmlich. Er sprang hoch und presste Vogel an die Wand. „So… und nun ist es genug. Das war’s. Das Spiel ist aus.“ zischte er. Vogel versuchte sich zu befreien und trat nach hinten aus. Semir der damit gerechnet hatte stand günstig und der Tritt ging ins Leere. „Dr. Peter Vogel… ich verhafte Sie wegen zweifachen Mord… Freiheitsberaubung… Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und… gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr…“ sagte er und man spürte dass er wütend war. Er hielt Vogel den Arm nach hinten gedreht fest. Allerdings fiel ihm ein, dass er keine Handschellen mehr hatte. Etwas irritiert versuchte er etwas anderes zu finden um Vogel zu fesseln. Doch hier gab es nichts. Vogel hielt still und Semir löste den Griff etwas um sich mehr zu bewegen. Diese Chance nutzte Vogel wiederum und drehte sich blitzschnell um. Mit der freien Hand traf er Semir an der Kopfseite und dieser knallte gegen die Wand. Leicht benommen ließ er nun auch den Arm von Vogel los. „So und nun haben wir den Spieß wieder umgedreht. Es tut mir wirklich Leid… Herr Gerkhan. Aber Sie dürfen nicht gehen.“ schnell hatte Vogel wieder die Oberhand, schlug Semir mit einigen Handkantenschlägen nieder, zog ihn hoch und stieß ihn aufs Bett. Semir blieb dort liegen und versuchte wieder klar zu werden. Er sah mit verschwommenem Blick, wie Vogel zur Tür ging. „Ich möchte Sie nicht festbinden. Also verhalten Sie sich ruhig. Ich bringe Ihnen gleich Ihr Abendessen.“ Vogel verließ den Raum. Semir sah ihm nach.

    Peter Vogel ärgerte sich. Er war auf den ältesten Trick eines Polizisten reingefallen. Aber es ging ja noch einmal gut. Er ging in die Küche und kochte für Semir Rührei und Kaffee. Als er alles fertig hatte träufelte er Tropfen in den Kaffee. „so… damit wirst du sicher bis morgen ruhig schlafen. Dann nur noch einen Tag… Nur einen Tag.“ murmelte er. Er nahm das Tablett und ging zur Gittertür. Dort stellte er das Tablett auf den Boden und öffnete eine kleine Luke. Er schob das Tablett durch. „So… essen Sie und dann bitte Ruhe.“ sagte er freundlich. Der Polizist sah ihn an. „Dr. Vogel… das ist doch Wahnsinn. Geben Sie auf.“ versuchte er Peter zu überzeugen. Doch davon wollte er einfach nichts hören. „Essen Sie und dann schlafen Sie. Es ist schon spät. Ich würde Ihnen gern etwas zu Verfügung stellen, damit Sie nicht so einsam sind. Aber leider geht das nicht. Denn wie Sie eben gezeigt haben, wollen Sie unbedingt gehen. Das geht nicht…. noch nicht. Wenn ich die Vorbereitungen getroffen habe, dann erhalten Ihre Kollegen einen Hinweis wo man Sie finden kann. Sie werden schon bald wieder zu hause sein.“ sagte er ohne auf den Einwand des Polizisten zu reagieren. „VOGEL! Hören Sie doch endlich auf mit diesem Wahnsinn!! VOGEL!!“ schrie der Polizist ihm nach.

    Semir kam langsam zu sich. Er öffnete die Augen. Irgendwas stimmte nicht. Semir setzte sich auf. Er sah sich um. Dieser Raum? Wie kam er in diesem Raum? Er saß auf einem Bett und war verwirrt. Was war geschehen? „Sie sind wach… das ist gut.“ sagte jemand zu ihm. „ Dann stecken Sie also doch dahinter. Ich ahnte es schon… Verdammt! Was soll das Dr. Vogel?“ fragte Semir müde und sah zur Tür, die aus einem Gitternetz bestand. „Ich habe noch einen großen Coup vor. Sie stören dabei allerdings. Deshalb muss ich verhindern, dass Sie mir in die Quere kommen. Oder ihre Kollegen informieren. Keine Sorge Ihnen wird es an nichts fehlen.“ sagte Vogel und stellte Semir Essen und Trinken hin. Semir sah ihn an. „Was haben Sie vor?“ wollte er wissen. „Ich werde den Spediteuren die glauben mit dem Schlachtvieh so unmenschlich umspringen zu können zeigen, das es jemanden gibt, der ihnen es nicht erlaubt.“ sagte Vogel. „Sie wollen wieder jemanden töten? Reichen Ihnen zwei Tote nicht? Wollen Sie noch mehr Menschen in Gefahr bringen?..“ fragte er. Vogel lachte. „Wenn es notwendig ist, ja.“ sagte er. Semir schüttelte den Kopf. „Hören Sie…. Damit gewinnen Sie gar nichts. Sie sollten sich stellen. Ich werde ein gutes Wort für Sie einlegen.“ versuchte er ihn zu überreden. Vogel sah ihn an. „Wissen Sie… Herr Gerkhan. Ich habe nichts gegen Sie. Aber ich würde nicht zögern, Sie zum Schweigen zu bringen. Essen Sie und bleiben Sie ruhig. In drei Tagen ist alles vorbei.“ Semir schüttelte den Kopf. „Sie wollen mich drei Tage hier festhalten? Und was dann? Dann lassen Sie mich einfach laufen, oder was? Glauben Sie tatsächlich, dass es so einfach ist? Meinen Sie wirklich das Sie ungestraft davon kommen?“ fragte er. Vogel sah ihn lächelnd an. „Nun ich denke nicht, dass Sie etwas gegen mich unternehmen können. Wenn Sie hier rauskommen, werde ich nicht mehr sein.“ Er sah Semir ernst an. „Bitte machen Sie keinen Ärger. Es täte mir wirklich Leid wenn ich Ihnen noch mehr von dem Betäubungsmittel verabreichen müsste, oder festbinden.“ warnte er ihn.

    Nachdem Peter Vogel sich von Semir abgewendet hatte ging Semir zur Tür und prüfte sie. Sie war fest verschlossen. Von innen nicht zu öffnen. Semir sah sich um. Es gab in diesem Raum keine Hilfsmittel womit er die Tür bearbeiten konnte. Verdammt… wieso hatte er sich so einfach überrumpeln lassen? Er hatte doch schon eine Ahnung gehabt. Warum hat er nicht auf die Kollegen gewartet. Er rüttelte an der Tür. „VOGEL! Lassen Sie mich hier raus!“ schrie er. Doch es kam keine Antwort. „VOGEL!!!“ rief er erneut. Doch nichts geschah. Semir sah sich das Essen an was Vogel ihn hingestellt hatte. Er hatte Hunger und aß. Das Wasser schmeckte frisch. Als er fertig war durchsuchte er den Raum. Er hoffte etwas zu finden womit er sich hier raus befreien konnte. Doch er fand nichts. Der Raum war lediglich mit dem Bett und einem kleinen Bad ausgestattet. Scheinbar diente dieser Raum irgendwann mal als Unterkunft für jemanden. Oder aber Vogel hatte ihn extra so umgebaut. Den Gedanken verwarf er. Dann hätte er ja wissen müssen, das Semir ihn verdächtigt. Er setzte sich aufs Bett. Nun hieß es nur warten. Er musste auf eine günstige Gelegenheit warten und Vogel überwältigen, festsetzen und dann die Kollegen rufen.

    Hi ihr beiden... schön wieder ne Story lesen zu können, aber es wäre schön wenn die Rechtschreibfehler nicht wären. Wenn man Wörter erraten mus ist es nicht so gut. Wie wäre es, wenn ihr die Texte in Word schreibt und dann automatisch auf Rechtschreibfehler überprüfen lasst. Wäre sicher besser. Das ist nur ein gut gemeinter Rat.

    Zur Story selbst: Nun ja... ist noch etwas wenig um was zu sagen. Also schreibt weiter und mal sehen was dabei herauskommt

    Anna saß Melissa gegenüber. „Stecken Sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder hinter den Anschlägen?“ fragte sie. Melissa schwieg. „Was haben Sie noch vor?“ fragte Anna. „Hören Sie… Frau Franke… sie tun sich keinen Gefallen wenn Sie nichts sagen. Bitte… was geht da noch vor? Wissen Sie das bereits zwei Männer getötet wurden? Ein Polizist liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Ein weiterer ist verschwunden. Was muss denn noch passieren?“ Von Melissa kam nichts. „Kannten Sie die Männer die starben?“ Melissa sah sie an und nickte. „Einen… Er war immer so lieb. Ich wollte das nicht. Aber… mir taten die Tiere so unendlich leid.“ Sie weinte Anna nahm ihre Hand. „Melissa… was hat Ihr Vater noch vor?“ Melissa schüttelte den Kopf. „Ich weiß es wirklich nicht. Ist es Herr Gerkhan der verschwunden ist?“ fragte sie. Anna nickte. „Ja… wissen Sie wo er sein könnte?“ Melissa schüttelte erneut den Kopf. „Nein.. das weiß höchstens Uli… mein Bruder. Verstehen Sie uns doch… auch wenn die Tiere zum Schlachten gebracht werden. Mann kann sie doch wenigstens humaner behandeln.“ erklärte Melissa zum x-ten mal. Anna nickte. „Ja sicher… aber mit solchen Aktionen werden Sie nichts dagegen tun können. Das kann man nur auf dem gerichtlichen Weg machen.“ gab Anna zu bedenken. Es klopfte. „Ja?“ fragte Anna Die Tür öffnete sich und Hotte steckte den Kopf hinein. „Chefin! Wir hatten kurz Kontakt zu Semir gehabt aber bevor wir ihn informieren konnten, dass Dr. Vogel tatsächlich dahinter steckte, war die Verbindung weg. Er wollte einen Wagen an der alten Schlachterei haben. Als wir dort ankamen, war er weg.“ erklärte Hotte. Anna stand auf und sah Melissa noch einmal an. „Wo kann ihr Vater sein?“ fragte sie. Melissa lächelte. „Er ist sicher schon abgeflogen. Wir waren ja am Flughafen verabredet.“ meinte sie nur. „Er würde ohne Sie und ihrem Bruder abfliegen?“ fragte Anna. Melissa nickte. „So war es vereinbart.“ Anna verließ den Raum.

    Uli saß im zweiten Raum und sah Dieter, der ihn befragen sollte an. „Was wollen Sie eigentlich von mir? Hab ich irgendwas verbrochen? Haben Sie irgendwelche Beweise?“ fragte er Dieter sah ihn an. „Sie werden gleich von Frau Engelhard vernommen. Dann müssen Sie Rede und Antwort stehen.“ Anna kam herein. „Herr Bonrath, ich übernehme.“ Dieter nickte, stand auf und verließ den Raum. Anna setzte sich Uli gegenüber. „Ihre Schwester hat mir erzählt, dass Sie und Ihr Vater gemeinsam mit ihrer Hilfe die Transporter überfallen, beschossen und sogar die beiden Männer getötet haben. Sie können also Ihr Schweigen aufgeben.“ Uli sah sie an. „Sie hat gestanden?“ fragte er verwundert. Anna nickte. „Ja… dabei ist ja der Part Ihrer Schwester nicht so gewichtig. Ihrer war da schon schlimmer. Sie haben geschossen.“ Es waren Annas Vermutungen. Uli sah sie an. „Wenn Sie schon alles wissen, was wollen Sie dann von mir?“ fragte er unsicher. Anna lächelte. „Wissen Sie das wirklich nicht? Sie und Ihr Vater haben einen meiner Beamten entführt und halten ihn irgendwo fest. Sagen Sie mir wo und ich werde ein gutes Wort für Sie bei der Staatsanwaltschaft einlegen.“ sagte sie und beobachtete Uli aufmerksam. Dieser lächelte. „Sie versuchen mich zu verunsichern. Das ist nicht gut. Aber okay… ich hab mitgemacht, ja… na und. Die Typen haben es doch nicht anders verdient. Die haben die Tiere einfach verrecken lassen.“ sagte er. Anna nickte. „Sicher… es ist schon grausam. Ihr Vater? Wo ist er?“ Uli zuckte mit den Schultern. „Hören Sie… wir vermissen einen Kollegen. Er war hinter Ihrem Vater her. Und nun ist er verschwunden. Wir müssen davon ausgehen, dass er in der Gewalt Ihres Vaters ist. Was hat er vor?“ Anna fragte sehr eindringlich doch Uli lachte leise. „Woher soll ich das wissen?“ meinte er nur. „Wo ist er?“ fragte Anna. Uli zuckte nur mit den Schultern.

    Tom lag schlafend im Bett als die Tür geöffnet wurde. „Tom?“ hörte er eine Frau fragen. „Andrea… hallo… Reichlich spät für einen Besuch, oder?“ meinte er lächelnd. „Ja ich weiß… aber nun ja… ich muss schließlich arbeiten.“ lachte Andrea. „Ich wollte nur wissen wie es dir geht.“ Tom nickte. „Tja… ich bin nicht tot zu kriegen. Die Brüche heilen sehr gut. Mein Kopf funktioniert auch wieder. Kopfschmerzen sind noch da, aber das vergeht auch. Wo hast du eigentlich Semir gelassen?“ fragte Tom. Andrea lächelte. „Er ermittelt. Du kennst ihn ja… wenn der sich festbeißt dann hat er nur noch den Fall im Kopf. Er hat sogar vergessen, dass wir heute eigentlich verabredet waren. Ich habe von ner guten Stunde mit ihm telefoniert und als ich ihm sagen wollte was ich weiß war die Verbindung weg.“ Tom sah sie ernst an. „Es geht ihm aber gut, oder?“ fragte er besorgt. Andrea zuckte mit den Schultern. „Als ich mit ihm sprach schon…. nur sind die Wagen eben zurück und er ist verschwunden.“ sagte sie leise. Tom sah sie an. „Er war allein?“ fragte er. Andrea nickte. „Ja… eigentlich sollten Hotte und Dieter auf ihn aufpassen, aber…“ erklärte sie. Tom nickte. „Ich verstehe schon… Okay… dann werde ich wohl mitmischen müssen.“ meinte er, warf die Decke zurück und sah sein in Gips liegendes Bein. „Tja… aber wenn ich es so betrachte… geht es leider nicht.“ murmelte er und zog die Decke wieder hoch. Andrea lächelte. „Tom… wir werden alles tun um ihn zu finden. Glaub mir und dann reißt die Chefin ihn den Kopf ab.“ meinte sie nur. Tom nickte. „Wenn er dann noch einen Kopf hat.“ meinte er nur.

    Semir setzte sich auf. „Hey… wir hätten hier abfahren müssen.“ meinte er und sah aus dem Fenster. „Oh… tatsächlich? Na dann müssen wir einen kleinen Umweg fahren. Ich dachte wirklich wir wären richtig. Sie sind wohl eingeschlafen.“ meinte Vogel nur. Semir nickte. „Ja mein Kopf… er schmerzt.“ Vogel lächelte. „Ich hab hier Aspirin in der rechten Tasche. Nehmen Sie sich eine. Am Boden steht eine Flasche mit frischem Wasser.“ Semir tat es und holte die Tablette aus der Tasche. Er nahm sie mit viel Wasser. „Danke… Okay… die nächste Ausfahrt und dann drehen wir.“ Vogel nickte nur. Er beobachtete Semir aus den Augenwinkeln. „Die Kopfschmerzen sind stark was?“ fragte er. „Ja… ich weiß nicht was die mir da verabreicht haben.“ meinte Semir nur und schloss die Augen. „Na ich denke es war Isofluran. Das wird meist bei Tieren angewendet. Es hinterlässt keine Spuren und ist für das sanfte Töten ideal. Allerdings weiß ich nicht, wie es sich auf Menschen auswirkt. Sie sollten erwägen ins Krankenhaus zu fahren und sich dort auf Nachwirkungen untersuchen lassen. Kopfschmerzen, Übelkeit… Schwindel…“ erklärte Vogel. Semir gab ab und an ein leises murren von sich. „Wissen Sie… diese Transporte. Irgendwie finde ich das, was die Typen machen richtig. Niemand darf Tiere so behandeln….“ Vogel sah zu Semir der nach wie vor die Augen geschlossen hatte. „Herr Gerkhan?“ fragte er und stieß ihn an. Von Semir kam keine Reaktion. „So… damit wäre das auch ausgeschaltet.“ sagte er leise und fuhr von der Autobahn. Sein Passagier schlief tief und fest.

    Semir ging ein Stück vor Vogel dann drehte er sich um. „Sagen Sie… wie kommt es eigentlich, dass Sie an jedem Unfallort waren?“ fragte er. Vogel sah ihn an. „Nun ja… ich bin vom örtlichen Veterinärsamt.“ erklärte er. Semir nickte. „Das schon… aber ist es nicht sehr merkwürdig, dass nur Sie an diesen Tagen dort waren? Ich meine es gibt doch sicher noch Kollegen oder?“ fragte Semir. Vogel lächelte. „Nun die Zeiten wo mehr als ein Tierarzt für ein Gebiet zuständig ist, sind leider vorbei. Die Stadt spart wo sie kann. Das kennen Sie doch sicher auch.“ Semir nickte. „Ja schon… ach noch was. Ich war aufgrund von Ermittlungen auch in Ihrer alten Praxis. Dort habe ich im Regal ein Bild gesehen. Es zeigt eine junge Frau. Wer ist das?“ Er sah das Vogel unruhig wurde. „Das Bild hat nichts zu sagen. Das war nur ein Bild.“ erklärte er fadenscheinig. Semir nickte. „Es ist nur merkwürdig, das dies die Sekretärin der Spedition ist, die es am härtesten traf.“ erklärte er. Vogel nickte. „Das ist sehr schade aber sicher nur ein Zufall. So da hinten steht mein Wagen… der weiße Berlingo.“ gab er zur Antwort und wies mit der Hand auf den Wagen. Semir nickte und ging darauf zu.

    Vogel sah wie der Polizist sich in den Wagen setzte. „Er musste etwas tun. Der Mann durfte nicht mit seinem Kollegen in Kontakt geraten. Was sollte er nur machen? Was….? Denk nach… denk nach! mahnte er sich selbst. Langsam ging er zum Wagen. Dann hatte er es. „Ach warten Sie… ich muss nur noch was holen. Bin gleich zurück!“ rief er dem Polizisten zu, der wieder ausgestiegen war. Dann verschwand er wieder ins Gebäude. Er ging in eines der Büros und sah sich suchend um. Nur wenige Augenblicke später hatte er was er brauchte. Er nahm es, steckt es in die rechte Jackentasche und verließ das Gebäude. Als er auf dem Hof kam sah er, das der Polizist wieder ausgestiegen war und sich ihm den Rücken zugewandt am Auto lehnte. Es schien ihm nicht gut zu gehen. Dr. Vogel grinste hinterhältig. ‚Gleich wirst du wieder schlafen und mich nicht mehr stören’ dachte er nur und ging hin.

    „So! Was ist mit Ihnen? Sie sehen sehr blass aus. Geht es Ihnen nicht gut?“ fragte Vogel besorgt auf einmal hinter Semir, der sich erschrocken umdrehte. „Ah… dann können wir ja endlich. Fahren Sie mich zur nächsten Telefonzelle. Ich werde mich dort abholen lassen. Ja… mir geht es nicht gut. Kopfschmerzen, Übel… Schwindel…“ sagte er. Vogel lächelte. „Aber… ich kann Sie ja auch hinbringen. Ist doch einfacher, als zu warten. Und sicher in Ihrem Zustand besser.“ meinte er nur. Semir nickte dankbar. „Ja gern. Ich zeige Ihnen den Weg.“ meinte er nur. Er stieg ein. Scheinbar hatte er sich in diesem Arzt getäuscht. Er schien sehr nett und zuvorkommend zu sein, dachte er. Vogel ging um das Fahrzeug herum und setzte sich auf den Fahrersitz. Er startete den Wagen und fuhr los. Semir lehnte seinen Kopf zurück. Er hatte immer noch Kopfschmerzen. Die Augen geschlossen gab er den Weg an. Vogel fuhr auf die Autobahn. Eine Weile ging die Fahrt schweigend von statten. „Was haben Sie denn bisher raus gefunden? Ich meine eine Spur zu diesen Typen die diese Transporte so stoppen?“ fragte Vogel um ein Gespräch anzufangen und auch um heraus zu finden, was Semir bereits wusste. Semir nickte. „Ja ein paar Sachen schon. Aber darüber kann ich nicht sprechen.“ meinte Semir nur. „Aber Sie haben Ihre Kollegen darüber informiert, oder?“ fragte Vogel weiter. Semir sah ihn an. „Nein… bisher konnte ich ja nicht. Ich habe einen Hauptverdächtigen zur Schlachterei verfolgt. Tja… und da wurde ich festgesetzt. Ich weiß nur, er muss einen Helfer gehabt haben. Aber den finde ich auch noch.“ In Semirs Stimme war Zuversicht zu hören. Er schloss die Augen. Diese Kopfschmerzen… wenn die aufhören würden, dann wäre es viel besser. Als er wieder auf die Straße sah, bemerkte er, dass Dr. Vogel die Ausfahrt verpasst hatte.

    Nur wenig später war Vogel an seinem Ziel. Er hatte seinen Berlingo in der Nähe der alten Schlachterei geparkt was ihm nun von Nutzen sein konnte. Er stieg ein und fuhr auf das Gelände der Schlachterei und sah sich um. Niemand schien ihn gefolgt zu sein. Peter Vogel betrat das Gebäude der alten Schlachterei. Er ging schleichend zu dem Raum wo er den Polizisten untergebracht hatte. Er sah durch eine Luke. Der Mann saß an der Wand und hatte die Beine angezogen. Peter überlegte was er tun sollte. Ich könnte nun den Retter spielen, und so erfahren, was er genau weiß. Oder aber ich lasse ihn hier verrecken… dachte er nach. Dann entschloss er sich den Raum zu betreten. Er machte das Licht an und ging hinein. Er tat erschrocken als er den Mann an der Wand sah. „Was machen Sie denn hier?“ fragte er entsetzt. Der Polizist sah ihn an. „Na endlich.... ich dachte schon ich müsste hier übernachten. Machen Sie mich los!“ forderte er ihn auf. Vogel sah ihn an. „Ich hab keinen Schlüssel... ich meine woher auch... Was tun Sie hier?“ fragte er erneut. „Ich bin jemanden gefolgt. Er ist hier rein und ich hinterher. Dann wurde ich hier eingesperrt und anschließend, vermute ich mal, mit einem Betäubungsmittel außer Gefecht gesetzt. Ich sitze hier schon seit Stunden fest, hab Hunger und Durst.“ Vogel sah sich um. Er ging zum Schreibtisch. Dort lag, das wusste er eine Zange. „Ähm... ich müsste die Dinger kaputt machen, wenn ich Sie losmache.“ sagte er entschuldigend als er mit der Zange vor Semir stand. „Ist egal... der Staat gibt mir neue. Machen Sie!“ forderte der Polizist auf. Vogel nickte und kniff die Verbindung der Handschellen durch.

    Semir atmete auf. „Danke... so und nun raus hier.“ sagte er und erhob sich. Schwindel befiel ihn und er stützte sich an der Wand ab. Sofort bot Dr. Vogel seine Hilfe an und hielt ihn fest. „Sie sehen gar nicht gut aus…“ gab er zu Bedenken. Semir nickte nur. Wenige Sekunden später sah er Dr. Vogel an. „Was machen Sie eigentlich hier? Ich meine hier wird ja nicht mehr gearbeitet.“ fiel ihm erst jetzt auf. Dr. Vogel nickte. „Ja stimmt... ich wurde herbestellt. Ein Mann rief mich an und sagte, er hätte hier einige Tiere gefunden, die vermutlich ausgesetzt wurden. Tja.. und dann bin ich hier her.“ erklärte er. Semir nickte. „Haben Sie meinen Wagen draußen gesehen?“ fragte er. Dr. Vogel schüttelte den Kopf. „Nein... ich bin selbst mit einem Transporter hier.“ „Haben Sie ein Handy?“ Dr. Vogel nickte und zog es aus der Tasche. „Ich befürchte, dass es nicht viel bringt. Der Akku ist fast leer.“ sagte er und gab es Semir. „Na für einen Anruf reicht es sicher aus.“ Er wählte Andreas Nummer an. „Andrea... ich bin es... ich brauche einen Wagen zur alten Schlachterei in Bocklemünd.“ sagte er nur und wollte eigentlich direkt auflegen, bevor das Donnerwetter über ihn herein brach. „Semir! Gott sei Dank. Wir suchen dich schon überall. Wir haben wichtige Neuigkeiten. Dr. Vogel und....“ hörte er Andrea aufgeregt sagen, dann war es still. Der Akku versagte. Semir sah Vogel an. „Mist.... Akku leer. Sie wollte mir gerade etwas erzählen. Was Sie betrifft und dann war es aus.“ kam von Semir. Vogel atmete auf.

    Am späten Nachmittag stand Dr. Peter Vogel vor der großen Schweinemästerei in Kerpen. Er sah durch das Fernglas auf die Männer die die Tiere in einen Laster treiben. Mit Elektroschockern versetzten sie den Tieren einen Schlag und erreichten natürlich damit, dass die Tiere voller Panik wild aufeinander losgingen, sich bissen. Peter Vogel ballte die Faust. „Ihr werdet alle sterben!“ stieß er wütend aus. Langsam schien sich der Feierabend zu nähern. Denn die Männer unten machten sich fertig und verließen das Gelände. Die Tiere, die am nächsten Morgen in die Schlachterei fahren sollten, blieben unversorgt im Wagen zurück. Niemand kümmerte sich um die Tiere. Peter Vogel stieg in seinen Wagen und fuhr zu alten Schlachterei. Der Polizist sollte eigentlich wieder wach geworden sein. Sobald diese letzte Sache erledigt war, kann er wieder gehen. Vogel hatte keine Sorge, dass der Polizist sich an ihn festbeißen würde… denn dies war die letzte Sache, die er ausführen wollte. Dann war er selbst Geschichte aber hatte einen schönen Gedanken, etwas gegen die Missstände beim Tiertransport getan zu haben. Er wusste seine Kinder in Sicherheit. Sie waren schon im Flieger in die USA. Zufrieden hielt er den Wagen auf dem Gelände der alten Schlachterei an und ging in das Gebäude.

    Gegen Abend kam Semir zu sich. Er sah sich irritiert um. Der Raum war im faden Tageslicht. Er erinnerte sich, dass er einen Mann in die alte Schlachterei gefolgt war. Dann wurde er eingesperrt. Er bewegte sich vorsichtig. Die Handschelle rasselte dabei. Er sah sich um. Der Raum war unverändert. Oder nicht? „Hallo?“ rief er. Doch anscheinend war er allein. „HEY!!! HALLO!! Hört mich jemand?“ Doch niemand kam. Er zerrte an der Handschelle doch die löste sich nicht. Dann ging er mit der freien Hand durch seine Tasche und suchte den Schlüssel. Doch weder Schlüssel noch Handy waren da. Auch die Waffe war weg. Semir zerrte an den Fesseln. Allerdings kam er immer mehr zu dem Entschluss dass er ohne Hilfe hier nicht raus kam. So zog er die Beine an und wartete ab. Er wusste genau, dass er bereits vermisst wurde. Die Chefin hat mit Sicherheit schon ein SEK-Kommando in Bewegung gesetzt. Kopfschmerzen machten sich breit. Semir hätte alles für ein Aspirin gegeben. Er schloss die Augen. Mehr wie warten konnte er im Augenblick nicht.

    „Schwester Tina.... bitte... das Telefon. Auf die paar Stunden kommt es doch nicht an. Bitte!“ wieder sah er sie flehend an. Tina lächelte. „Du bist der schlimmste Patient den ich bisher hier von der Polizei hab liegen sehen. Ständig nur am Meckern.... Tom.... der Arzt hat ausdrücklich gesagt nicht vor morgen.“ „Aber Tina.... bitte. Ich weiß doch was mit mir ist. Sooo krank bin ich doch gar nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass mein Partner mich mal wieder braucht. Und wenn ich nicht weiß was los ist, glaub mir... dann liegt er bald hier in meinem Zimmer und dann bist du anschließend reif für einen mindestens sechsmonatigen Urlaub mit mir zusammen auf einer einsamen Insel.“ grinste Tom. Tina lachte leise. „Also gut du Quälgeist. Deinen Partner möchte ich auch gern mal kennen lernen.“ Tom sah sie an. „Na das willst du sicher nicht. Der ist dreimal so schlimm wie ich. Der ist nur am Meckern und am Nörgeln. Wenn der seinen Willen nicht bekommt dann kann der richtig ausflippen.“ erzählte er von Semir. Tina nickte. „Ihr seid sicher ein sehr tolles Gespann.“ sagte sie und schüttelte sein Kissen auf. Als sie gehen wollte hielt Tom sie fest. „Hey... wenn ich hier raus bin... wollen wir beide dann mal essen gehen?“ fragte er. Sie nickte. „Warum eigentlich nicht.“ meinte sie nur und ging. Eine halbe Stunde später hatte Tom sein Telefon.

    Peter Vogel fuhr den Mercedes von Semir im Waldgebiet Königsforst. Hier würde niemand so schnell den Wagen vermuten. Er dachte an den Mann, den er angekettet in dem Raum zurück gelassen hatte. Sicher wird er schnell gefunden werden. Die Sache schien trotzdem aus dem Rahmen zu laufen. Er wusste aus den Nachrichten, dass ein Polizist bei der Explosion schwer verletzt wurde, doch er sagte sich auch, dass sie selbst Schuld hatten. Nun hieß es schnell Deutschland zu verlassen, bevor sie auf seine Spur kommen. Er rief Uli an. „Wo seid ihr jetzt?“ fragte er. „Wir sind auf dem Weg zum Flughafen. Alles so weit in Ordnung?“ fragte sein Sohn. „Ja... wir sind frei. Er ist sicher untergebracht und wird eine Weile brauchen, bis er wieder auf den Beinen ist.“ erklärte Vogel. „ Dann werde ich das letzte große Ding gegen diese Tierquäler einleiten und wir treffen uns am Terminal.“ sagte er zu Abschluss und beendete das Gespräch.

    „Habt ihr was von Semir gehört?“ fragte Andrea als sie im Büro ankam. Anna kam sofort zu ihr. „Andrea! Sie müssen umgehend eine Halterermittlung machen. Außerdem brauche ich den Standort von Semirs Handy. Er ist seit einer guten Stunde überfällig.“ Sie gab Andrea den Zettel mit dem Kennzeichen und Andrea machte sich sofort an die Arbeit. Sie ortete Semirs Handy im Königsforst. Sofort schickte Anna einen Streifenwagen los. „Cobra 17 an Zentrale. Der Wagen von Cobra 11 ist direkt vor uns. Er antwortet nicht. Wir werden ihn stoppen!“ Nur wenig später kam die nächste Nachricht. „Der Wagen gehört zwar Semir aber er selbst ist nicht an Bord. Der Fahrer sagt, er habe ihn im Königsforst gefunden. Unverschlossen. Außerdem lagen das Handy von Semir im Wagen sowie die Waffe und die Schlüssel!“ gaben die Beamten durch. Hotte, der in der Zentrale am Funk saß, sah Anna an. „Verdammt!“ stieß er aus. Anna nickte. „Wäre auch zu schön gewesen, wenn es einmal ohne Stress abgeht. Was war sein letzter Funkspruch?“ wollte sie wissen. „Das war der Standort der alten Schlachterei in Bocklemünd.“ gab der Beamte an der Zentrale an. Anna nickte. „Gut... Königsforst liegt ja nicht nicht gerade auf seiner Strecke.. Vielleicht hat er den Wagen verfolgt. Andrea! Wem gehört das Auto?“ wolle sie wissen. Andrea nickte. „Einem gewissen Ulrich Riefken, er wohnt in Dünnwald, Alte Landstrasse 9.“ Anna ließ sich die Adresse am PC zeigen. „Das ist ja fast direkt im Königsforst. Okay... Herzberger! Zwei Einheiten sofort dort hin!“ befahl sie. Hotte nickte und setzte den Funkspruch ab. „Chefin! Dieser Riefken und Frau Melissa Franke sind die Kinder von Herrn Dr. Peter Vogel. Das ist der Veterinär der die Tiere nach den Unfällen betreut bzw. untersucht hat.“ rief Andrea noch bevor Anna in ihrem Büro verschwand. Anna nickte. „Alle drei auf die Fahndungsliste!“ rief sie. Andrea kümmerte sich darum.

    Uli und Melissa standen gerade auf dem Parkplatz des Flughafens, als zwei Polizeistreifen sie anhielten. Die Polizisten kamen direkt auf sie zu. Melissa sah Uli an. „Was soll das denn jetzt?“ fragte sie. Uli zuckte mit den Schultern. „Sind Sie Melissa Franke und Ulrich Riefken?“ fragte der Beamte. Uli und Melissa nickten. „Was ist? Haben wir etwas Falsch gemacht?“ fragte Melissa etwas unruhig. „Würden Sie bitte mit zum Revier kommen!“ sagte der Beamte. Uli nickte. „Ja sicher, sobald Sie uns sagen was gegen uns vorliegt.“ meinte er nur. Der Beamte sah sich um. „Hören Sie... ich möchte es möglich ohne großes Aufsehen zu erregen über die Bühne bringen. Es geht um Unfälle, die von der Autobahnpolizei bearbeitet werden. Wir müssen Sie bitten uns auf das Revier zu folgen und anschließend sich den Fragen der Kollegen zu stellen.“ erklärte der Beamte. Melissa stieg aus. „Ich wusste, dass es schief geht!“ stieß sie aus. Uli stieg ebenfalls aus. Nur kurz darauf saßen sie im Büro von Anna Engelhard. „Frau Franke? Sie stecken also mit Ihrem Vater unter einer Decke.“ sagte sie gerade heraus. Melissa sah sie erschrocken an. „Ja... wir wissen das Peter Vogel Ihr Vater ist. Können Sie mir etwas über den Verbleib von Semir Gerkhan verraten?“ fragte sie direkt. Melissa sah ihren Bruder an und schüttelte den Kopf. „und Sie, Herr Riefken?“ Uli verschränkte die Arme über die Brust. „Ich weiß nichts“ sagte er provokant.

    03.07.2008 : "Vertrauter Feind"

    Jan und Semir leiten einen Kurs für Kommissaranwärter, dabei scheint sich eine der Teilnehmerinnen, Sandra Strohm, weniger für die Inhalte, als für Jan selbst zu interessieren. In der Folgezeit wird Jan allerdings mit lebensbedrohlichen Zufällen konfrontiert: Zuerst platzt der Airbag seines Autos, und Jan verursacht dadurch eine Massenkarambolage, dann erhält er ein Päckchen, in dem eine gefährliche Kobra auf ihn lauert. Die Spur der Schlange führt zu einem Tierhändler, der zugibt, die Kobra illegal an eine Frau verkauft zu haben. Ihre Beschreibung macht Jan stutzig, doch seinem Partner gegenüber verheimlicht er seinen Verdacht und er stellt Sandra, mit der er eine heimliche Affäre hatte, zur Rede. Es gelingt Sandra jedoch, Jan von ihrer Unschuld zu überzeugen. Semir ahnt jedoch von dem Alleingang seines Partner und stellt Jan erneut zur Rede, dabei erfährt er von Jans Beziehung zu Sandra und deren labiler psychischer Verfassung. Die beiden Männer bemerken zu spät, dass es einen weiteren Zuhörer ihres Gespräches gibt: Sandra. Kurze Zeit später fliegt ein brennender Benzinkanister durchs Fenster. Jan und Semir nehmen die Verfolgung auf, doch Sandra gelingt die Flucht. Bei der anschließenden Durchsuchung von Sandras Wohnung entdecken die Ermittler ein Medikament, das bei Psychosen eingesetzt wird. Sandras Psychiater glaubt an einen Rückfall und hält seine Patientin in diesem Zustand für gefährlich und unberechenbar. Obwohl Jan daraufhin unter Polizeischutz gestellt wird, gelingt es Sandra, sich nachts in Jans Wohnung zu schleichen und ihn zu entführen. Kampfspuren in der Wohnung lassen das Schlimmste befürchten und die fieberhafte Suche nach Jan und Sandra beginnt...

    Quelle: RTL.de