Ich ärgere euch doch net.... ich net....wirklich...
Okay... ich schwöre jetzt mal nicht, weil es gibt sicher noch ein paar Gemeinheiten, die ich auf Lager habe. Davon in einer anderen Story mehr.... ![]()
Ich ärgere euch doch net.... ich net....wirklich...
Okay... ich schwöre jetzt mal nicht, weil es gibt sicher noch ein paar Gemeinheiten, die ich auf Lager habe. Davon in einer anderen Story mehr.... ![]()
Horst Herzberger (Hotte) freute sich auf das vor ihm liegende endlich dienstfreie Wochenende. Er wollte endlich die Wassermühle in Angriff nehmen, die er sich vor kurzem gekauft hatte. Dieter sein Dienstpartner bei der Autobahnpolizei wollte ihm dabei helfen. Sie wollten das ganze Wochenende die Mühle entmüllen und anfangen sie gemütlich einzurichten. „ich hab sogar schon den Kühlschrank voll gemacht. Es wird an nichts fehlen“ sagte Hotte stolz zu Dieter, als er den Weg zur Mühle einfuhr. „Das will ich auch hoffen. Immerhin hab ich dir zu Liebe auf mein Mittagessen verzichtet, damit wir pünktlich Feierabend machen konnten.“ gab Dieter von sich. „Na du wirst schon nicht verhungern. Er ist so voll, dass er schon fast platzt.“ versprach Hotte. Dieter lachte leise. „Das wird ja nicht lange bei dir halten.“ „Ha, ha....“ Sie stoppten direkt vor der Mühle. Hotte ging als erstes in die Küche und wollte sich am Inhalt des Kühlschranks bedienen. Er öffnete die Tür und starte hinein. Er war leer. „Das gibt es doch gar nicht. Was soll…? Dieter!“ rief er aus der Küche. Dieter kam ebenfalls zu ihm. „Was ist denn?“ fragte Dieter. „Mein Kühlschrank. Ich habe ihn vor vier Tagen voll gestopft. Und nun...ist er leer.“ empörte Hotte sich. „Was? Kann doch gar nicht. Ich meine nicht mal du schaffst das.“ lachte Dieter. „Dieter, nun lass doch mal diese Anspielungen. Es ist wirklich unglaublich.“ Hotte schüttelte nur den Kopf. „Na vielleicht haben Wanderer hier Halt gemacht und sich bedient.“ vermutete Dieter und sah auf den Wald. „Nee... es war doch abgeschlossen. Und eingebrochen wurde ja nicht.“ Stellte Hotte nun fest als er die Eingangstür überprüfte. „Ja aber irgendwer muss es ja gegessen haben, wenn nicht du. Aber was machen wir jetzt? Dann müssen wir erstmal einkaufen fahren, damit wir heute Abend was Feines essen können.“ Hotte nickte nur und starrte wieder in den Kühlschrank.
Semir sah Tom an, der ihm gegenüber saß. „Mensch Hotte hat es gut. Der hat jetzt das ganze Wochenende frei.“ sagte er leise und warf einen Bericht in die Ablage. „Na komm .... du warst doch gerade im Urlaub.“ Entgegnete ihm Tom. „Ja schon, aber es ist was anderes.“ meinte Semir nur. „Ach und was ist daran anders?“ wollte Tom wissen. „Nun ich war allein. Hotte hat seine Mühle. Der macht sich fertig mit dem alte Ding.“ maulte Semir zurück „Na komm... so schlimm sieht sie nicht aus.“ Gab Tom zurück und unterschrieb seinen Bericht. „Ach nee? Finde ich schon. Nun ja zumindest damals...“ Semirs Stimme veränderte sich. Tom sah ihn an. „Na ja da war es noch nicht Hottes Ding. Er wollte sie damals ja schon kaufen. Und nur dadurch konnte das Schlimmste verhindert werden.“ erinnerte Tom ihn. „Ja ich weiß. Ich hab irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich meine, Hotte könnte sicher Hilfe bei der Restauration und Renovierung gebrauchen. Nur...ich hab diese Mühle seit dem Vorfall nicht mehr betreten.“ entschuldigte Semir sich. „Das versteht Hotte doch. Und wir können nach Feierabend hinfahren und wenigstens ein Bier trinken.“ Semir nickte. „Du hast Recht. Das machen wir.“ Tom grinste. „Siehst du... und dann ist es sicher nicht mehr so schlimm, wie...“ Semir unterbrach Tom. „Ja du hast Recht. So und nun sollten wir auf die Piste. Ich mag die Büroluft nicht.“ Tom lachte und schnappte sich den Schlüssel. „Heute fahre ich!“ sagte er und schon war er draußen. „Auch gut. Dann bin ich wenigstens unschuldig, wenn du einen Unfall baust.“ lachte Semir. „Ach wer hat denn vor drei Tagen seinen Wagen in den Graben gesetzt?“ wollte Tom wissen. „Hey.... ich dachte wirklich das Eis ist stabil genug. Ich meine es sah so aus. Und außerdem bin ich ja nicht freiwillig in den Graben gefahren, wenn du dich erinnerst. Man hat mich da reingedrängt.“ verteidigte Semir sich schnell. „Semir! Da war eine Wagenbreite platzt dazwischen.“ entgegnete Tom. „Das ist Nebensache.“ grinste Semir. Tom schüttelte lachend den Kopf.
Alles anzeigenJuhuuu, eine neue Story von dir! Und dabei hab ich die andere noch gar nicht ganz zu ende gelesen. Werd ich aber in den nächsten Tage nachholen.
Dass hoffe ich doch sehr....
Aber Elli, ganz ehrlich? Da, wir ja jetzt alle wissen, dass Semir nicht stirbt, KÖNNTEN wir diese Geschichte ja eigentlich genießen, oder? Obwohl... nee, du lässt ihn ja nie sterben und trotzdem steigt unser Adrenalin bis ins Unermessliche
Das genau ist meine Absicht.....
Hm, doch keine ruhige Story? Dieser Geldtransporter, der begraben werden soll... da wirst du doch nicht Semir reinstecken, oder? Aber naja, sterben wird er ja nicht
Zum Glück
Nun er stirbt nicht, das ist richtig... aber....nein... mehr verrate ich lieber nicht.
Und naja, ich hoffe mal, dass der "Mühlen-Papa" (wen ich da wohl meine ;)) Doris findet und sie nicht zur Arbeit gehen kann. Das wäre für ihre Gesundheit glaub ich nicht schlecht.
Mühlen-Papa? Lol ist auch sehr gut... warte mal ab was unser Mühlenpapa noch so auf dem Kasten hat
Bin schon gespannt, was du dir da wieder ausgedacht hast
Nun ja.... ich hoffe sie gefällt euch, wie die anderen.....
und wie immer.... lasst euch aus, falls ihr wollt ![]()
HIer kommt die Fortsetzung von "Todesstrafe für Semir Gerkhan" Und auch hier wird er nicht sterben ![]()
Vom Regen in die Traufe
Doris bediente den Mann an der Theke als Olaf zu ihr kam. „Hey… bring dem Boss mal was zu trinken ins Büro. Ich mach hier weiter.“ Doris nickte. Sie füllte zwei Bier in Gläser und stellte sie auf das Tablett. Dann ging sie zum Büro von Oskar Spartel. Doch wie sollte sie nun anklopfen? Sie öffnete die Tür leicht mit ihrem Ellenbogen. Sie öffnete sich einen Spalt. „Hey… es ist ganz einfach. Wir werden den Goldtransporter in einem Wagen zwingen. Und mit diesem dann über die Autobahn ab zum Unterschlupf. Keiner der Bullen wird wissen wo der Transporter ist. Wir werden ihn eingraben. Da können die suchen, wie sie wollen. Den finden die nicht.“ „Okay Oskar. Aber was ist mit den Leuten im Transporter? Willst du die auch begraben?“ „Quatsch. Die werden für eine Weile verschwinden. Jeder wird denken, dass die Beiden sich mit der Ladung aus dem Staub gemacht haben und auf der Flucht sind. Keiner wird denken, dass wir dahinter stecken. Du wirst schon sehen. Das geht Ratz-Fatz. Hey… die Tür ist auf.“ Doris erschrak Sie hatte ein Gespräch belauscht, was sie besser nicht hören sollte. Was nun? Sie atmete tief durch und ging ins Büro. „Guten Abend!“ sagte sie freundlich. „Hallo Doris. Stehst du schon lange an der Tür?“ „Nein. Warum?“ „Du hast sie geöffnet?“ „Nein… sie war nur angelehnt. Vielleicht hat Olaf vergessen sie zu schließen.“ sagte sie. Doch sie spürte selbst wie nervös sie war. Hoffentlich bemerkte Oskar es nicht. „Danke…. Frisches Bier ist doch was Herrliches.“ Sie nickte nur und verließ den Raum wieder.
Am Abend ließ Doris sich mit einem Taxi zu ihrem Unterschlupf einer Mühle in der Nähe der Autobahn bringen. Sie stieg aus und zahlte mit dem Geld, was sie bei Oskar täglich bekam. Dann ging sie in die Mühle und bediente sich zunächst am Kühlschrank. Dieser war aufgefüllt. Es waren die schönsten und köstlichsten Sachen dort. Sie nahm sich den Schinken und aß. Dann genehmigte sie sich einen von den Softcreme- Pudding. Anschließend ging sie mit einer Cola bepackt unters Dach wo sie ihr Lager aufgeschlagen hatte. Sie war froh, hier wenigstens etwas trocken zu wohnen. Auch wenn sie den Besitzer nicht kannte, der den Kühlschrank immer wieder auffüllte, war sie ihm sehr dankbar. Bisher war ihre Anwesenheit scheinbar unbemerkt geblieben. Sie legte sich hin. Doch der Gedanke an das Gespräch ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Dieser Oskar wollte also mit Gregor einen Goldtransporter überfallen. Sie sollte vielleicht mit der Polizei reden. Aber dann bestand die Gefahr, dass sie wieder nach Hause gebracht wurde. Sie wollte nie wieder zu ihren Eltern. Auch nicht zu ihrem Bruder. Sie wollte ihr eigenes Leben leben. Immerhin war sie ja schon sechzehn. Aber wenn sie zur Polizei geht, dann wird sie dahin zurück gebracht und muss die Hölle wieder durchmachen. Nein… ich gehe nicht zu den Bullen, dachte sie und drehte sich um.
Oskar sah Olaf an. „Hast du die Tür nicht ganz geschlossen, als du raus gegangen bist?“ „Natürlich. Das mache ich doch immer. Warum war Doris denn so lange weg?“ „Was heißt denn lange? Sie kam ins Zimmer mit zwei Bier und ist dann direkt wieder weg.“ „Das schon. Aber es waren fast zwanzig Minuten.“ Oskar sah ihn an. „Also hat sie …“ murmelte er und ging in sein Büro. Gregor saß immer noch dort. „Sie hat alles angehört.“ Gregor sah ihn an. „Wer?“ „Doris. Sie hat mich angelogen. Sie hat das Gespräch mitbekommen. Alles. Verdammt. Wenn die zu den Bullen rennt, dann…“ „Na keine Sorge. Sie wird nicht zu den Bullen rennen. Vergiss bitte nicht, dass sie eine Ausreißerin ist. Wenn sie zu den Bullen rennt dann muss sie zurück zu Papa. Und dahin will sie ganz sicher nicht zurück.“ Oskar nickte. „Vielleicht hast du Recht. Aber sie ist trotzdem ein Risiko. Sobald sie morgen hier auftaucht, werden wir sie zum Schweigen bringen.“ Gregor nickte. „Dann werden wir morgen mal mit ihr sprechen müssen.“ „Ja… schade um die Kleine. Sie hätte mir noch einiges einbringen können. Aber das geht leider nicht mehr.“ Gregor verließ den Raum. „Ich werde mich um die Kleine kümmern.“ „Tu das.“
Nach einen langen und sonnigen Drehtag wieder mit einem extremen Sonnenbrand daheim kommt hier doch noch der Rest meiner Story...
Die beiden waren auch am nächsten Morgen immer noch dort und warteten. Dann kam ein Funkspruch. „cobra 11…. Der Anrufer ist geortet. Er müsste eigentlich direkt vor euch stehen.“ gab Hotte durch. Semir setzte sich auf und sah sich um. Vor ihm waren ein Spielplatz mit einigen Holzhäuschen und eine Art Hochsitz. Er stieß Tom an und deutete auf die Hütten. Tom nicke. „Gut … du den Hochsitz ich die Hütten.“ bestimmte Tom und stieg aus. Semir tat es ihm nach und erklomm die Sprossen zum Hochsitz. Noch bevor er oben angekommen war hörte er ein leises Lachen. Dann stand er direkt im Hochsitz. „Okay… mein Freund. Das Spiel ist vorbei. Ich bin stinksauer, weil du glaubst, uns für Dumm verkaufen zu können! Weißt du eigentlich, dass ich deinetwegen schon seit zwei Nächten nicht mehr schlafen kann? Und wenn ich keinen Schlaf kriege, dann werde ich sauer!“ fluchte er und sah sich die Person an. Ein junger Mann saß dort am Boden, hatte Bierflaschen vor sich und sah ihn erschrocken an. Er sprang auf und trat Semir gegen die Beine. Semir knickte ein und wurde nun richtig sauer. Er griff den Mann und hielt seinen Arm fest. Mit einer leichten Bewegung hatte er ihn im Polizeigriff. „Wir werden den Ort nun ganz gesittet verlassen. Ist das klar. Du bist festgenommen wegen groben Unfugs. Und ich kann endlich wieder eine Nacht in Ruhe schlafen…“ stieß er wütend aus und zog den Mann zur Leiter. Er ging vor und zog den Mann vorsichtig mit.
Tom sah das Semir den Anrufer gefunden hatte und lief zum Hochsitz. Er stellte sich unten hin und wartete. Doch bevor der Anrufer ganz unten war, trat er Semir ins Gesicht. Dieser schrie auf und fiel die letzten Sprossen runter. Der Mann hatte jedoch nicht bemerkt, dass es noch jemand gab und dieser Jemand sah ihn jetzt an. „Hey… verpiss dich!“ schrie der Mann Tom an und wollte auf Semir, der am Boden lag, losgehen. Tom griff den Arm ab und zog ihn auf den Rücken. „Ich denke ich wiederhole einfach das, was mein Kollege sicher schon gesagt hat. Du bist wegen groben Unfugs festgenommen. Und nun kommt auch noch Widerstand gegen die Staatsgewalt dazu und Körperverletzung.“ Er legte dem Mann Handschellen an. Semir stand langsam auf und befühlte seine Nase. „Die ist gebrochen, verdammt…“ stieß er aus und wischte sich das Blut ab. Tom nickte. „Ich fahre.“ bestimmte er. Semir sah ihn an. „Du hast den Gips gerade mal ein paar Stunden ab… du kannst doch noch gar nicht fahren.“ meinte er. Tom grinste. „Das beweis ich dir. Ich fahre dich nach Hause und dann werden wir ausschlafen. Diesen Herren hier lasse ich von den Kollegen abholen.“ bestimmte er einfach. Semir war einverstanden. Er war einfach nur müde.
Ende
Semir fuhr zur PAST zurück. „Da macht sich jemand einen Spaß daraus uns durch NRW zu schicken.“ sagte er wütend und knallte die Bürotür zu. Tom war ebenfalls sauer und als die Tür zuflog stand er direkt davor. „HEY!! Ich kann da ja wohl nichts dazu, oder?“ Semir öffnete wieder. „Entschuldige… ich hab dich übersehen.“ grinste Semir schon wieder. So ging es die nächsten Stunden weiter. Sie mussten raus und wurden von einem Rastplatz zum anderen geschickt. Am Abend lag Semir erschöpft im Bett und versuchte abzuschalten, doch es gelang nicht. Immer wieder kam die Befürchtung dass der nächste Anruf tatsächlich ernst war und er befürchtete zu spät zu kommen. Gegen drei Uhr nachts klingelte sein Handy. Er meldete sich. „Tom hier… ich kann nicht pennen.“ gab Tom zu. „Ich auch nicht.“ bestätigte Semir.
„Mensch wir sind jetzt seit 28 Stunden auf den Beinen, also mehr oder weniger…“ hörte Tom Semir regelrecht grinsen, „…aber von diesem Typen der uns mit den Anrufen terrorisiert haben wir keine Spur.“ redete Semir weiter. „Ja und ich befürchte es wird weiter solche Anrufe geben. Es sei denn wir stellen ihn.“ gab Tom zu bedenken. „Ja und was wollen wir dagegen tun?“ kam von Semir die Frage. „Komm her, hol mich ab und dann fahren wir die Autobahn ab. Er hat ja meist einen Rastplatz genannt. Den werden wir unter die Lupe nehmen.“ erklärte Tom und hörte von Semir ein leises Stöhnen. „Schon unterwegs. Brauchst du ne Anziehhilfe oder ist Tina bei dir?“ lachte Semir. „Nein sie hat Nachtdienst. Ich bin bereits angezogen.“ kam von Tom bissig zurück. Wenig später stand Semir vor der Tür. Tom stieg unbeholfen ein. „Wir sollten mal darüber nachdenken, die Tür etwas breiter zu machen, oder aber den Wagen tiefer legen lassen.“ grinste Semir und sah Tom nur zu, wie er sich abmühte einzusteigen. Tom reagierte nicht auf die spöttischen Bemerkungen.
„So ab geht’s.“ sagte er als er endlich saß. Semir nickte und fuhr los. Sie stellten sich auf dem Rastplatz und wartete. Semir sah auf die Uhr. „Was wenn er gar nicht von hier telefoniert?“ fragte er. Tom zuckte mit den Schultern. „Dann auf einen anderen Parkplatz. Irgendwo wird er sein und er wird Fehler machen. Wie alle.“ gab Tom zurück. Doch in der Nacht geschah gar nichts. „Okay.. fahren wir nach hause und schlafen wenigstens ein oder zwei Stunden.“ kam erschöpft von Semir. Tom war einverstanden. „Ich bei dir, oder du bei mir?“ wollte er wissen. „Na ich muss dich doch morgen zum Abnehmen des Gipses eh fahren. Dann schlafe ich bei dir.“ erklärte Semir und fuhr los.
Am nächsten Morgen fuhr er Tom ins Krankenhaus um den Gips endlich abnehmen zu lassen. Nach der ganzen Zeit war Tom es Leid ihn zu tragen und das Bein fühlte sich so leicht an. „Aber nicht direkt wieder Autofahren, klar?“ warnte ihn der Arzt. Tom nickte. „Sicher geht ja auch nicht.“ gab er zu. Mit unsicheren Schritten verließ er den Raum und ging zu Semir. Doch kaum standen sie vor der Tür erhielten sie erneut einen Funkspruch. „So jetzt reicht es mir aber!“ kam von Semir und sie gingen wieder auf Position. Den ganzen Tag standen sie auf dem Rastplatz und forderten von der Zentrale die Rückverfolgung der Anrufe. „Das hätten wir gestern schon machen sollen“ fluchte Semir und sah Tom an. Dieser saß auf dem Beifahrer und zeigte sein gipsfreies Bein. „Ziemlich blass nicht…?“ fragte er. Semir grinste. „Ja und? da sieht doch eh keiner drauf.“ lachte er. Wieder verging der Tag ohne dass etwas passierte. Semir ließ sich und Tom was zu Essen bringen und wartete.
So lieb e Leute.... der letzte Teil für heute.... am Montag geht es weiter...
Am 10.ß7.08 kommt die Wiederholung der Folge "Die Zeugin"
Eine Zeugin in einem Mordfall wird von den Tätern derart massiv unter Druck gesetzt, dass sie schließlich ihre Aussage zurückzieht. Doch das reicht dem Täter nicht: Er will die Augenzeugin für immer zum Schweigen bringen...
Ariane Borsche ist Zeugin in einem Mordfall. Als sie wenig später in einen Unfall verwickelt ist, ahnen Jan und Semir noch nicht, dass Arianes Wagen manipuliert wurde. Der Terror zeigt die vom Täter erhoffte Wirkung, denn die eingeschüchterte Frau zieht ihre Zeugenaussage daraufhin zurück.
Hinter dem Anschlag steckt Roberto Leone, ein reicher Unternehmer. Da sein Sohn Franco scheinbar mit dem Mordfall zu tun hat, ist Roberto Leone jedes Mittel recht, seinem Filius einen Aufenthalt im Knast zu ersparen. Doch Jan und Semir geben so schnell nicht auf: Durch die polizeilichen Ermittlungen wird Franco sichtlich nervös, und er beschließt, die Zeugin Ariane Borsche für immer zum Schweigen zu bringen. Nachdem ein weiterer Anschlag auf ihr Leben misslingt, verliert Franco endgültig die Beherrschung, und will sich Arianes kleinen Sohn vorknüpfen...
Quelle: rtl.de
gerufen wurde er Knut...Ich werde mal nachfragen und dann Bescheid geben.... ![]()
Eine halbe Stunde später war Semir fertig. Er hatte langsam und nur mit Widerwillen den Brei herunter geschluckt. Tom grinste ihn an. „Ich sagte ja... du wirst nicht begeistert sein.“ lachte er leise. Tina sah ihn tadelnd an. „Also wirklich... ich dachte du bist sein Freund.“ meinte sie nur. Tom nickte. „Wir sind Freunde. Und er weiß genau wie ich das meine. Ach übrigens... Dr. Peter Vogel hat sich selbst erschossen.“ erklärte er Semir. Dieser nickte. „Ja und er hatte gesagt, er würde den Kollegen eine Info zukommen lassen, wo ich mich befinde.“ meinte er. „Ja hat er auch. Allerdings hat er nicht dabei bedacht, dass die Briefträger anfangen zu streiken. Tja... seit heute arbeiten die wieder und deshalb kam der Brief erst sehr spät bei der Chefin auf den Tisch.“ Semir nickte. „Mir ist schlecht...“ sagte er auf einmal. Tina legte ihn flacher. „Das legt sich gleich. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig… So ist gut.“ sagte sie beruhigend. Die Blicke von Tom sprachen regelrecht Bände und Semir musste unwillkürlich grinsen. „Tom... ich denke wir sollten ihn noch etwas in Ruhe lassen.“ wandte Tina sich an Tom. „Ja... ich muss eh arbeiten.“ meinte dieser und stand auf. „Ach und Tina... heute Abend gehen wir Hummer essen.“ grinste er sie an und warf einen Blick auf Semir, der ihn wütend anfunkelte. „Iss für mich mit. Hier bekomme ich ja nur Schleim....“ gab er sauer von sich und schloss die Augen. Tina lachte leicht und schüttelte den Kopf.
Zwei Tage später wurde Semir entlassen. Hotte und Tom holten ihn ab und gemeinsam fuhren sie zur PAST. „Ach übrigens... die Chefin will dich sehen.“ sagte Tom vom Beifahrersitz. Semir sah ihn durch den Spiegel vom Rücksitz aus an. „Ich hab doch nichts getan... ich meine.... okay... ich hatte die Ahnung das dieser Tierarzt dahinter steckt, aber... als er mich das erste Mal befreit hatte, hab ich gedacht, das mein Verdacht ihm gegenüber falsch gewesen ist. Er hatte mir sehr glaubwürdig erklärt warum er jedes Mal am Tatort war. Und nun ja... okay es war leichtsinnig, aber...“ sagte er. Tom lachte. „Meinst du sie will dich zu Recht weisen? Mensch Semir... wir sind froh, dass du es so gut überstanden hast. Nein... sie will mit dir den Fall abschließend besprechen. Das ist alles. Du Angsthase.“ sagte er. Anna sah ihn strafend an, als er ins Büro kam. „Semir!“ fing sie an. Semir sah zu Tom „Ich dachte sie wird nichts sagen.“ raunte er ihm zu. Dieser grinste. „Na ganz ohne kommst du nicht davon.“ lachte er leise. Semir ging mit nach unten gesenktem Kopf in Richtung Annas Büro. Sie wartete bis er drin war und schloss die Tür. „Semir! Wir müssen einmal ausdrücklich darüber reden, wie Sie sich die weitere Arbeit vorstellen? Wir haben bei weitem mehr zu machen, als Sie aus Situationen zu holen, die Sie selbst verschulden. Was wenn die Post noch länger gestreikt hätte? Was wenn … wenn…“ Anna suchte nach Worten und sah ihn an. Semir legte einen entschuldigenden Blick auf und schon lächelte sie wieder versöhnlich. „Wie geht es Ihnen?“ fragte sie mit sanfterem Ton. „Es geht schon… ich durfte heute mal was Vernünftiges essen.“ erklärte Semir. „Gut… dann machen Sie sich an die Arbeit und passen Sie bitte auf Tom auf, der ist nämlich absolut nicht fähig Dienst zu machen mit seinem Gips. Bin ich froh wenn der wieder runter ist…“ stöhnte Anna.
Doch die nächsten Tage wurden erneut aufregend, denn anscheinend waren Trittbrettfahrer unterwegs. Semir und Tom dachten es wäre endgültig vorbei, doch kam waren sie den ersten Tag wieder unterwegs erhielten sie einen Funkspruch. „Cobra 11… ein Tiertransporter wird von einigen Verkehrsteilnehmern bedrängt. Es sind Schüsse zu hören gewesen.“ Semir sah Tom an. „Nicht schon wieder!“ stöhnte Tom und griff zum Funk. „Wo genau?“ fragte er. Semir grinste leicht, weil Tom sich etwas anders hinsetzen wollte, allerdings ließ das Gipsbein es nicht zu. „Höhe Knappsack. Nach Angaben von dem Anrufer wird er von sechs Männern bedrängt und hat sich im Wagen eingeschlossen. Die Männer versuchen ihn raus zu holen. Beeilt euch.“ „Cobra 11 verstanden.“ sagte Tom ins Mikro und sah Semir an. „Wie willst du mit sechs Männern fertig werden?“ fragte er grinsend. Semir lachte. „Na erst mal sehen.“ Sie fuhren auf den Rastplatz doch dort war niemand. Semir sah Tom irritiert an und dieser griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale… hier ist niemand. Wollt ihr uns veräppeln oder was?“ fragte Tom wütend. „Tom wir haben den Notruf erhalten. Ob es tatsächlich einer ist, müsst ihr ja wohl herausfinden.“ gab Hotte bissig zurück. „Entschuldige mal… ihr jagt uns hier kreuz und quer. Es gibt hier weit und breit keinen LKW.“ erzählte Tom und hängte das Mikro wieder ein. Semir fuhr zurück auf die Autobahn. Doch keine fünf Minuten später wurden sie von der Zentrale erneut zu einem Rastplatz geschickt. Wieder nichts.
so ein kleiner Nachschlag
Nur vierzig Minuten später schlug Semir die Augen auf. Verwundert sah er sich um. Jemand saß neben ihm. „Das wird aber auch Zeit.“ maulte dieser Jemand und Semir erkannte die Stimme sofort. „Tom?“ fragte Semir müde. „Ja... sag mal spinnst du eigentlich total? Weißt du dass wir Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben dich zu finden? Du verdammter Idiot! Wie konntest du denn nur…“ Tom ließ einiges vom Stapel, aber eigentlich war er nur froh, dass Semir das Abenteuer überlebt hatte. „Ich hab Hunger...“ sagte Semir nachdem Tom endete. „Bekommst gleich was. Allerdings befürchte ich, dass du nicht davon begeistert sein wirst.“ grinste Tom regelrecht schadenfroh. Semir sah ihn an. „Egal... Hauptsache Schnitzel und Pommes.“ sagte er. Die Tür ging auf und Tina trat mit einem Tablett den Raum. „Ah... Sie sind wach. Sehr gut. Dann wollen wir mal essen.“ sagte sie. Semir nickte und richtete sich auf. Schwindel befiel ihn wieder. Er verzog das Gesicht und konzentrierte sich. Tina sah es und stellte das Tablett auf den Tisch. „Geht es Ihnen nicht gut?“ fragte sie besorgt. Semir schüttelte den Kopf. Tina kümmerte sich rührend um ihn. „Ganz ruhig… das wird gleich wieder. Legen Sie sich hin und ich werde Sie mit dem Kopfteil aufrichten. So… Sehen Sie… ist doch schon besser, oder?“ Sie sah ihn fragend an. Semir nickte. Tom sah sie ernst an. „Hey... der tut nur so...“ beschwerte er sich. Tina lachte. „Du bist ja eifersüchtig. Also wirklich. Es ist mein Job Kranken zu helfen.“ tadelte sie und richtete das Kopfteil an Semirs Bett auf. Dann stellte sie ihm das Essen vor die Nase. Doch als sie den Deckel hob sah Semir sie enttäuscht an. „Was ist das denn?“ fragte er. „Haferschleim. Eine leichte Kost um den Magen nicht sofort zu überreizen.“ erklärte sie und gab ihn den Löffel in die Hand. „Aufessen!“ sagte sie.
Nachdem er den Puls fühlen konnte atmete er beruhigt auf. „WO ist der Arzt?“ fragte er nach hinten. „Schon da...!“ kam von dem Mann der soeben den Raum betrat. Er legte das Blutdruckmessgerät an und überprüfte die anderen Funktionen von Semir. Dann sah er Tom an. „Er scheint zu schlafen. Vermutlich aus Erschöpfung. Ansonsten kann ich nichts weiter sagen. Umgehend in die Klinik und eingehende Untersuchungen.“ Tom nickte nur. Der Arzt ließ Semir raus bringen. Tom sah Hotte und Dieter an. „Ich fahre im Krankenwagen mit!“ bestimmte er und schon war er weg. Hotte und Dieter verließen den Raum und riefen Anna an. „Wir haben ihn. Er ist ohne Bewusstsein und wird in die Klinik gebracht. Der Arzt kann derzeit nichts Genaues sagen, aber soweit wir mitbekommen haben, geht es Semir entsprechend. Tom ist mit in die Klinik. Wir kommen zurück, sobald die Spurensicherung diesen Raum hier übernommen hat.“ gab Hotte durch.
Andrea saß nervös an ihrem Schreibtisch. Was war mit Semir? Hatten sie ihn gefunden? Wie ging es ihm? War es schon zu spät? Fragen die sie quälten, auf die sie keine Antwort hatte. Dann kam Anna zu ihr. „Und?“ fragte Andrea. „Sie haben ihn gefunden. Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus.“ erklärte sie. Andrea nickte. „Ja und wie geht es ihm?“ wollte sie wissen. Anna zuckte mit den Schultern. „Er ist ohne Bewusstsein. Warum weiß der Arzt nicht, er vermutet aber dass es an der Erschöpfung liegt. Tom ist im Krankenhaus und wird uns informieren.“ sagte Anna. Andrea stand auf und griff ihre Jacke. „Wo wollen Sie denn hin?“ fragte Anna. Andrea sah sie an. „Ich will ins Krankenhaus!“ sagte sie. Anna schüttelte den Kopf. „Derzeit können wir eh nichts machen. Tom ist da und wird uns informieren. Andrea... ich brauche Sie hier. Bitte...“ Andrea zog die Jacke wieder aus und nickte. „Schon gut... ich will nur wissen wie es ihm geht.“ Anna sah sie an. „Ja... das will ich auch. Aber wenn wir auf dem Flur im Krankenhaus sitzen, dann erfahren wir es auch nicht schneller.“ Anna legte ihr die Hand auf die Schultern. „Er wird schon wieder.“ sagte sie noch und nahm Andrea in den Arm.
Tom humpelte den Krankenhausflur rauf und runter. Er sah ständig auf die Uhr. Wo bleibt der Arzt denn? verdammt... dachte er. Wieder ein Blick. Es waren gerade mal zwei Minuten vergangen. Semir lag nicht einmal fünf Minuten im Untersuchungszimmer. Dann endlich kam der Arzt. Da hinter wurde Semir in einem Bett raus geschoben. Er war immer noch ohne Bewusstsein. „Doc?“ fragte Tom besorgt. Der Arzt lächelte ihn an. „Es geht ihm gut. Wir haben den Kreislauf stabilisiert. Der Blutdruck war ziemlich im Keller. Er ist betäubt. Wir konnten Reste von Isofluran im Blut finden. Das ist ein Betäubungsmittel was in der Medizin häufig Anwendung findet. Allerdings meist in der Tiermedizin. Es sind aber keine Nebenwirkungen zu erwarten. Von der Ernährung her.... da müssen wir langsam wieder mit anfangen sobald er wach ist. Haferschleim wird das erste sein, was wir ihm zumuten können. Ich denke er wird in der nächsten Stunde wach sein. Ansonsten ist er in Ordnung. Zumindest was das körperliche angeht.“ Tom nickte dankbar und erleichtert. „Kann ich zu ihn?“ fragte er. „Ja sicher!“ meinte der Arzt nur und verschwand. Tom humpelte hinter dem Bett her. Im Zimmer lehnte er sich gegen die Wand und griff zum Handy und wollte gerade wählen, als Tina zu ihm kam. „Das ist auch für die Polizei verboten. Geh bitte dafür nach draußen. Ich werde mich solange um ihn kümmern.“ Tom nickte und verschwand nach draußen. Er informierte Anna und ging anschließend wieder zu Semir.
Gegen zehn kam der Briefträger wie erwartet mit jeder Menge Briefe. Andrea nahm sie an, sortierte die Werbung aus und legte den Rest auf Annas Schreibtisch. Tom humpelte wie ein wilder Tiger im Büro umher. „Verdammt... er muss doch irgendwo sein. Ich fass es nicht. Da bin ich gerade mal ein paar Tage außer Gefecht und schon sitzt er in der Patsche..“ murmelte er. Andrea sah ihn an. „Tom? Was wenn wir ihn nicht rechtzeitig finden?“ fragte sie ängstlich. Tom lächelte nervös. „Wir finden ihn. Und dann wird er von mir einiges zu hören bekommen. Er ist so unvernünftig und geht allein auf Tour. Dabei weiß er doch, dass so etwas nie gut ist. Aber nein.... Semir Gerkhan ist ja sooo ein großer Held.“ Tom war wütend. Aber eher auf sich selbst als auf Semir. Die Sorgen um den besten Freund fraßen ihn auf. Die Zeit verging. Hotte und Dieter waren wieder taufrisch als die Chefin um 15:30 Uhr das Büro betrat. Sie ging sofort zu Andrea. „Und? Haben wir was Neues?“ Andrea schüttelte mit sorgenvollem Blick den Kopf. Anna nickte und ging in ihr Büro. Sie ging die Post durch. Ein Brief erregte ihre Aufmerksamkeit. Die Handschrift. Sie erkannte sie. Schnell riss sie ihn auf und las:
Herr Semir Gerkhan befindet sich in der Waldnerstrasse 9 in Düsseldorf. Es geht ihm gut. Er ist versorgt. Das Essen und Trinken ist ausreichend für einen Tag nach diesem Datum. Da ich weiß dass die Post schnell arbeitet, werden Sie ihn entsprechend versorgt vorfinden.
Im Haus befinden sich einige Kellerräume und im letzten ist er untergebracht. Die Tür ist verschlossen. Der Schlüssel liegt diesem Brief bei. Auf diesem Wege entschuldige ich mich bei Herrn Gerkhan für die Unannehmlichkeiten. Er ist ein aufrichtiger Mann, der nur seinen Job erledigt. Deshalb jedoch war es wichtig für mich, ihn daran zu hindern, mir meine Berufung zu gefährden.
Dr. Peter Vogel.
Das Datum des Briefes lag drei Tage zurück. Anna entnahm dem Brief den Schlüssel und rannte aus dem Büro. „TOM! HERZBERGER! BONRATH! Semir ist in Düsseldorf! Waldnerstrasse 9. Er ist dort seit drei Tagen ohne Nahrung. Notarzt ist verständigt“ rief sie und schon rannten Dieter und Hotte raus. Tom versuchte mit den Krücken einen neuen Rekord hinzulegen. Mit Blaulicht und Martinshorn rasten sie über die Autobahn und kamen schnell voran. Nun hieß es nicht zu spät kommen. Jeder Augenblick zählte. Tom der im Wagen hinten saß, trommelte nervös mit den Fingern. Nur vierzig Minuten später hatten sie das Ziel erreicht. Tom humpelte ins Haus. Dieter und Hotte rannten ihm nach. Sie durchsuchten den Keller und Tom öffnete etwas ungelenkig. Er sah Semir auf dem Bett liegen. „Nein! Bitte nicht!“ stieß er aus und humpelte hin.
Semir lag immer noch auf dem Bett. Am liebsten hätte er geschlafen, aber der Hunger störte und wurde immer schlimmer. Übelkeit machte sich breit. Er atmete tief ein um dieser Herr zu werden. Es gelang ihm nur langsam. Er stand auf. Durst quälte ihn. Die Flasche von Dr. Vogel war leer. Er ging ins Bad und obwohl er bereits seit zwei Tagen hier war und das Wasser laufen ließ änderte sich die braune trübe Flüssigkeit nicht. Das Zeug war mit Sicherheit ungenießbar. Semir drehte sich um. Die Kanne mit dem Kaffee stand noch da. Sie war luftdicht verschlossen. Sicher… der Kaffee war kalt und mit Schlafmittel versetzt, aber immer noch besser als gar nichts. Er ging hin und öffnete die Kanne…. Viel war es nicht. Wieder knurrte der Magen und die Übelkeit kam zurück. Schwindel befiel ihn. Er trank den Kaffee und verzog das Gesicht. Ekelhaft, dachte er und würgte die Flüssigkeit runter. Ob das Schlafmittel seine Wirkung verloren hatte? Er wünschte es sich nicht. Denn wenn er schläft, dann spürte er wenigstens den Hunger nicht. Schon der zweite Tag wo er kaum was gegessen hatte, oder war es der dritte? Wieder die Worte… „wie würde es Ihnen gefallen… hungrig und durstig….“ befielen sein Hirn regelrecht. Er ging zur Tür… „HEY! Hallo! Hilfe!“ rief er. Doch niemand hörte ihn. Frustriert trat er gegen das Gitter. Mit einem Seufzer ließ Semir sich wieder auf das Bett nieder.
Der nächste Morgen kam und Tom wurde von Siggi abgeholt und direkt in die PAST gebracht. Andrea saß bereits am Schreibtisch. „Tom! Schön dass du wieder da bist.“ sagte sie und umarmte ihn. „Willkommen zurück.“ sagte sie. Tom lächelte. „Schon gut… erdrück mich nicht. Gibt es was Neues?“ fragte er hoffnungsvoll. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein… es ist jetzt schon der vierte Tag. Bisher haben wir keinen Ansatz. Wir wissen nichts.“ erklärte Andrea. Hotte und Dieter kamen herein. Beide saßen ungepflegt aus. Andrea sah sie an. „Ihr seht aus, als könntet ihr einen starken Kaffee brauchen.“ meinte sie. Hotte nickte „Machst du uns einen?“ fragte er. Andrea lachte und verschwand in der Küche. Tom ging auf Krücken zu Hotte. „Wo ward ihr denn?“ wollte er wissen. „Observierung von den Kindern dieses Dr. Vogel. Aber die sind die ganze Nacht in der Wohnung geblieben. Hotte und ich haben kein Auge zugetan. Wir hatten gehofft, dass die wissen wo Semir ist. Aber Fehlanzeige. Die wissen gar nichts. Es ist zum Mäusemelken.“ stöhnte Dieter.
Semir wurde wach. Er wollte aufstehen, doch ihm befiel sofort Schwindel… Übelkeit stieg auf. Er würgte und holte tief Luft. Lange würde er es nicht mehr aushalten. Er sah auf dem Tisch die Packung Tabletten liegen und versuchte sich dran zu erinnern, was Vogel gesagt hatte. Wenn die Kopfschmerzen zu stark werden… dann nehmen Sie diese…. klang es im Hinterkopf. Das letzte Mal als er sie nahm, schlief er ein. Vielleicht war es auch Schlafmittel. Dann wäre es einfach. Semir erhob sich langsam und schwankend ging er zum Tisch. Er nahm gleich zwei Tabletten und trank etwas von der braunen Flüssigkeit, die aus dem Wasserhahn lief. Es schmeckte widerlich, aber es genügte um wenigstens den Durst etwas zu bändigen. „Wenn ich mir damit mal keine Darmprobleme auflade“ sagte er leise zu sich. Dann legte er sich wieder hin. Warten…. Er musste nur warten…
So unser netter liebenswerter Gangster heißt Vasilis und ist irgendwie auch zum knuddeln. Falls er das hier liest ... Vasils .... nicht ernst nehmen.... ![]()
Ja sicher Ela... hätte ich auch gar nichts anderes erwartet.
Gab ja auch nicht so viele zum ärgern.
Danke Zissi für deinen Bericht. Freut mich wirklich, dass es gefallen hat.
LG
Elli
So es geht weiter....
Anna sah auf das Telefon. „Verdammt noch mal…“ stieß sie aus. Andrea sah sie an. „Was war denn?“ fragte sie. „Tom! Er will sich morgen selbst entlassen und dann hier her kommen.“ erklärte Anna. Andrea lächelte. „Ist es denn verwunderlich? Es geht schließlich um Semir. Ich fände es nicht schlecht, wenn er wieder hier ist.“ meinte sie. Anna nickte „Vermutlich haben Sie Recht. Also gut… dann lassen wir ihn herkommen. Vielleicht finden Herzberger und Bonrath etwas heraus.“ meinte Anna resigniert. Andrea nickte. „Eben kam durch, dass morgen der Streik der Briefträger beendet ist. Da wird dann ein Berg Briefe ankommen.“ meinte sie. Anna nickte nur. „Ich werde morgen erst spät hier sein weil ich zum Polizeipräsidenten muss. Vermutlich bin ich erst gegen Drei nachmittags hier.“ Andrea nickte. „Alles klar. Tom ist ja dann hier und wird das schon schmeißen.“
Semir saß da und wartete. Das Wasser war in Ordnung. Kein Schlafmittel. Er sah immer wieder auf die Uhr. Die Zeit verging langsam, ja sogar schleppend. Wo bleiben denn die Kollegen? Hatte Vogel den Kollegen wirklich Bescheid gegeben? Wenn ja… wo blieben sie denn. Sein Magen fing an zu knurren. Hunger… dachte er… ich hab verdammten Hunger… Er ging zum Tisch. Dort stand noch das Brot von gestern. Der Käse war trocken, das Brot hart. Aber Semir aß es trotzdem. Er verzog das Gesicht und würgte die Bissen runter. So konnte er wenigstens dem Hunger etwas entgegenwirken. Sicher würde es nicht lange anhalten. Wieder nahm er einen Schluck Wasser. Die Flasche neigte sich langsam dem Ende. Was dann? Was wenn die Kollegen gar nicht erfahren, wo er ist? Der Gedanke an den Satz, den er vor einigen Tage gegenüber Dr. Vogel hat fallen lassen… „ich werde ja nicht geschlachtet..“ er klang so leichtfertig dahin gesagt. Ich werde mir künftig meine Kommentare besser überlegen müssen, dachte er und schloss die Augen. Zumindest sind die Kopfschmerzen weg. Das ist auch schon was.
Der Tag verging und bisher wussten Anna, Dieter und Hotte nicht wo sie Semir suchen sollten. Während Hotte und Dieter dem Geschwisterpaar hinterher fuhren, hoffte Anna darauf, das Andrea etwas heraus fand wo Vogel Semir hat verstecken können. Doch es gab nichts. Anna ging zu Andrea, die am Computer arbeitete. Die Augen röteten sich. „Andrea… machen Sie doch eine kleine Pause…. Sie haben ja ganz rote Augen.“ sagte Anna und sah Andrea an. „Ich muss wissen, wo Semir steckt. Dr. Vogel kann es uns ja nicht mehr sagen.“ kam von Andrea, ohne sich auch nur eine Minute vom PC weg zu drehen. „Andrea… Sie helfen mir nicht, wenn Sie zusammen brechen. Machen Sie eine Pause… das ist eine Anweisung!“ drohte Anna und schaltete den Monitor aus. Andrea rieb sich die Augen. „Ja… okay… vielleicht haben Sie Recht. Wie spät ist es?“ fragte sie. Anna sah auf die Uhr. „Es ist gleich 20.00 Uhr.“ sagte Anna leise und ging zum Fenster. „Wir müssen ihn finden… wir müssen einfach…“ kam verzweifelt von ihr. Von Andrea kam gar nichts. Anna drehte sich um. Andrea hatte ihren Kopf mit den Armen abgestützt auf dem Schreibtisch liegen. Anna ging leise zu ihr hin. Sie schlief fest. Sie nahm die Jacke von Andrea und legte sie über sie. „Schlafen Sie etwas… das tut sicher gut.“ sagte sie leise und irgendwie mütterlich.
Die Antworten zu den Kennzeichen findest du unter diesem POST:
Na ich weiß nicht, das ist nicht gesund.. .Tom weiß doch wie das ist... Das hat er schon sooo oft bei Semir, der ja für seine Alleingänge bekannt ist, mitbekommen... Also nee... Tom vorsicht... lieber mit Semir zusammen... Glaube es wäre besser.... lol
Wann geht es weiter????
Anna sah Hotte und Dieter entgegen. „Tja… der Tote ist eindeutig Dr. Peter Vogel. Er hatte diesen Zettel hier in der Tasche.“ Er reichte ihn Anna rüber. Anna entfaltete ihn und las:
Ich, Dr. Peter Vogel gestehe für die Anschläge auf die Tiertransporte schuldig zu sein. Ich habe auch den Tod der beiden Fahrer zu verantworten. Meine Kinder Ulrich Riefken und Melissa Franke haben nichts damit zu tun. Alles geht allein auf mein Konto.
Ich möchte mich in dieser Sache bei dem verletzten Polizisten entschuldigen. Er hat nur seinen Job gemacht und war leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich wünsche ihm auf diesem Wege gute Besserung.
Dr. Peter Vogel.
Anna ließ den Brief sinken. „Tja… das ist ein Geständnis. Aber wo und was ist mit Semir. Verdammt…“ fluchte sie. „Was können wir jetzt noch tun? Dieser Fall läuft völlig aus dem Ruder.“ Anna stand auf und ging zur Tür. „Andrea! Drehen Sie das ganze Leben von diesem Dr. Peter Vogel um. Von der Geburt an will ich alles wissen!“ sagte sie. Andrea stand auf und kam zu ihr. Sie reichte ihr eine Akte. „Schon passiert. Also Peter Vogel wurde am 04.03.1961 in Köln geboren. Seine Eltern ließen sich nach dreizehn Jahren Ehe scheiden. Er wuchs beim Vater auf, weil seine Mutter Alkoholikerin war. Der Vater starb als Peter Vogel 20 war. Er studierte dann Tiermedizin und machte sich schnell einen Namen. Vor allem seine humane Seite kam sehr stark zum Ausdruck als es darum ging in einem Tierversuch eine Maus bei lebendigem Leibe zu operieren um die Schmerzempfindlichkeit bei Tieren zu testen.
1987 heiratete er eine gewissen Nadine Jakobs. Nur ein Jahr später wurde sein Sohn Ulrich geboren. Drei Jahre danach kam Melissa zur Welt. Als die Kinder neun und sechs waren, starb Nadine Vogel an einer Tropenkrankheit. Da Dr. Vogel eine gut gehende Praxis hatte und kaum Zeit für die Kinder fand haben die Verwandten sich dafür eingesetzt, dass die Kinder zur Adoption freigegeben wurden. Dr. Vogel stimmte zu und verlor zunächst den Kontakt zu seinen Kindern. Den hat er vor zwei Jahren wieder aufgenommen und bis heute gehalten. Ansonsten gibt es nichts über ihn zu erwähnen.“ Andrea ließ die Akte sinken. Anna nickte. „Verdammt… wo kann er Semir nur versteckt haben? Was ist mit Grundbesitz? Er muss doch irgendwo sein!“ fragte Anna. Sie schlug mit der Faust auf ihren Schreibtisch. Dieter zuckte leicht zusammen.
„Was machen wir denn jetzt?“ fragte Dieter. Anna sah ihn an. „Tja… Ulrich Riefken und Melissa Franke sind nach dem Geständnis unschuldig und müssen laufen gelassen werden. Die Staatsanwältin hat bereits grünes Licht gegeben. Ich weiß nicht, was wir tun können.“ stöhnte Anna. „Chefin vielleicht wissen dieser Riefken oder die Franke wo Semir steckt. Wenn die gehen dann könnten wir sie ja beschatten und …“ meinte Hotte und sah sie an. Anna lächelte. „Herzberger… ich glaube nicht, dass Schrankmann damit einverstanden ist.“ Dieter mischte sich nun ein. „Ja und wenn sie es nicht erfährt? Ich meine… Sie können ja auch nicht alle ihre Beamten im Auge haben, oder?“ gab er zu bedenken. Anna nickte. „Stimmt. Also gut. Versuchen Sie ihr Glück. Bis morgen früh… dann will ich das Ergebnis sehen.“ Hotte nickte und zog Dieter raus. „So… ab und dann finden wir Semir…“ sagte Dieter und schwang sich in den Porsche.
Tom lag in seinem Bett und langweilte sich. Er nahm das Telefon und wählte Semirs Handy an. Doch der ging nicht ran. Tom dachte nach. „die haben ihn immer noch nicht gefunden?“ fragte er sich leise. „Merkwürdig… wieso sagen die mir nichts?“ Er wählte Anna an. „Engelhard!“ hörte er kurz darauf. „Chefin? Was ist mit Semir? Haben Sie ihn gefunden?“ fragte er. „Tom… Sie sollen sich ausruhen. Wir haben alles im Griff.“ versuchte Anna ihn zu beruhigen. „Chefin! Ich sagte schon einmal Sie sind eine schlechte Lügnerin. Wo ist er? Haben Sie eine Spur?“ fragte er noch einmal. „Nein…. Dr. Peter Vogel hat sich erschossen. Wir haben keinen Hinweis wo er Semir festhält. Falls er ihn jemals festgehalten hat.“ sagte Anna leise. Tom schloss die Augen. „Okay… ich bin morgen früh im Büro. Dann gehen wir gemeinsam alles durch.“ beschloss Tom. „Tom! Sie bleiben…..“ Er beendete das Gespräch. Tina kam herein. „Und? Wie geht es dir?“ fragte sie. „Danke… wenn du bei mir bist blendend. Aber ich habe ein großes Problem.“ sagte Tom. „OH… welches denn? Ich meine ich bin ja dafür da den Patienten zu helfen…“ lächelte sie. „Nein… bei dem Problem kannst du mir nicht helfen. Es geht um meinen Kollegen. Er ist bereits seit drei Tagen verschwunden und meine Kollegen brauchen mich.“ erklärte er. Tina sah ihn an. „Oh… ich verstehe. Du willst dich selbst entlassen.“ sagte sie. Tom nickte. „Ja genau. Ich meine ich bin soweit in Ordnung. Der Arm schmerzt nicht mehr und mein Kopf kann gar nicht besser werden.“ meinte Tom grinsend. Wieder nickte sie. „Ja sicher… eigentlich würdest du ja noch drei Tage hier bleiben müssen, aber … wenn du unterschreibst, dass du es aus eigenen Willen willst, dann denke ich wird der Arzt nichts dagegen sagen. Allerdings wirst du mit dem Gips sicher nicht auf Verbrecherjagd gehen können. Es sei denn die haben nur ein Bein. Dann hast du nämlich ne Chance“ meinte sie leicht lächelnd. „Aber bitte erst morgen. Schlaf noch eine Nacht in diesem gemütlichen Bett.“ bat sie ihn. Tom nickte und zog sie an sich. „Vergiss nicht, dass wir wenn ich entlassen bin, essen gehen.“ erinnerte er sie. Sie küsste ihn flüchtig. „Wie könnte ich das vergessen. So und nun Ruhe und schlaf!“ lachte sie und verschwand aus dem Zimmer.