Beiträge von Elvira

    Liebe Elvira,

    ich lese ja jetzt schon länger "heimlich" Deine FanFic und möchte jetzt endlich doch mal mein Lob aussprechen. Deine Story gefällt mir super. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und getroffen. Freu mich schon wenns weitergeht.
    Aber:
    Was hast du mit dem armen Semir vor? 8|

    LG
    Tschona

    Ncihts.... absolut gar nichts.... aber danke dass dir meine Storys gefallen... das regt doch zum Mehrschreiben an....Heute Abend gibt es noch einen Teil....

    LG

    Doris nickte und rannte weiter. Sie versteckte sich im Gebüsch und sah wie Semir sich versuchte die Männer mit Warnschüssen vom Leib zu halten. Doch es war ein Kampf gegen Windmühlen. Er konnte nicht alle vier Mann im Auge behalten. Doris wollte ihn warnen, als einer der Männer von hinten zu ihm trat. Sie sah wie dieser Semir die Waffe in den Nacken drückte und hörte ihm sagen: „Das war es für dich!“ Semir hob die Hände. „Sehr gut... Wo ist Doris?“ hörte sie den Mann fragen. „Weg!“ stieß Semir aus. „Oh... so wie ich die Kleine kenne ist sie in der Nähe. Wollen wir sie mal rufen?“ Er drehte sich um „DORIS! Wo bist du? Komm zu mir, oder ich knall deinen Bullenfreund ab!“ rief er. „Doris! Bleib wo du bist!“ schrie Semir dem entgegen. Doris rührte sich nicht. Sie sah wie Semir von zwei der anderen Männer angegangen wurde. Einer hielt ihm den Mund zu, während der zweite ihn fesselte. „Doris! Ich meine es ernst. Ich weiß dass du hier irgendwo bist! Willst du ihn sterben sehen? Willst du Schuld am Tot eines Menschen sein?“ Doris wagte immer noch nichts zu sagen. Sie sah Gregor an, dass er Semir erschießen würde. Sie sah wie er Semir die Waffe an den Kopf presste. „Ich zähle bis drei! Eins! Zwei!...“ zählte Gregor. „Ich komme... bitte tu ihm nichts“ Doris stand auf und zeigte sich. Sie sah wie Semir die Augen schloss. Gregor grinste ihr entgegen. „Ich wusste dass du vernünftig bist.“ Gregor sah Semir grinsend an. „Bringt ihn in die Hütte und sorgt dafür, dass er nicht weg kommt.“ sagte er zu Stefan und Ralf. Diese zogen Semir ohne Rücksicht auf seiner Verletzung hoch. Semir stöhnte auf, als er das Bein belastete. Doris wurde von Gregor weggezerrt.

    Tom und Anna saßen Spengler gegenüber. „Wieso haben Sie die Ladung einfach umgetauscht ohne uns davon zu erzählen?“ fragte Tom wütend. Spengler sah ihn wohlgefällig an. „Nun... wenn ich es nicht getan hätte, dann wäre das Gold weg. Wie es aussieht, haben die Gangster es ja versucht und sind kläglich gescheitert.“ Tom nickte. „Ja aber das hat nichts mit Ihnen zu tun. Wir hatten die Situation völlig im Griff. Ob nun Gold an Bord war, oder nicht. Wie haben Sie das Gold weggeschafft?“ wollte Tom wissen. „Das ist meine Sache. Zumindest ist es dort, wo es hinsollte.“ gab Spengler an und seine selbstgefällige Art schien Anna aufzuregen. „Gut... das ist wenigstens etwas.“ Toms Handy klingelte. „Hotte? Was gibt es?“ fragte er. „Ich bin gerade zur Mühle zurück. Semirs Auto steht hier, aber weder er noch Doris sind zu sehen. In der Mühle ist alles in Ordnung. Aber keine Nachricht, wo sie sind. Nichts.“ Gab Hotte durch und ganz klar war die Besorgnis zu hören. „Na vielleicht machen die einen Spaziergang. Warte noch etwas.“ meinte Tom, doch er ahnte dass dort etwas nicht stimmte. „Okay... Tom... kommst du heute auch noch her?“ wollte Hotte wissen. „Ja ich wollte nur eben noch den Bericht fertig machen und dann wäre ich ohnehin gekommen.“ Meinte Tom und hatte es irgendwie etwas eiliger. „Gut... ich warte auf dich.“ Tom steckte das Handy wieder ein. Anna sah ihn an. „Was ist denn?“ fragte sie. Tom winkte ab. „Ich weiß nicht genau.. War nur Hotte. Semir und Doris sind scheinbar etwas im Wald unterwegs und Hotte hatte Angst, dass was passiert sein könnte.“ Anna lächelte leicht. „Er könnte sehr wohl Recht haben. Ich traue diesem Oskar einiges zu. Die Akte sagt ja ganz klar aus, dass er nicht von der leichten Sorte. Sie sollten umgehend losfahren und nach den beiden suchen. Der Bericht kann warten.“ sagte sie.

    Semir saß mit Doris in der Küche und aßen. „Na was willst du eigentlich machen, wenn die Sache hier ausgestanden ist, Doris?“ fragte Semir kauend. „Ich weiß nicht. Ich meine… was kann ich schon tun? Ich bin gerade 16 und… irgendwie ist mein Leben schon vorbei. Ich werde zu meinen Eltern zurück gebracht oder ins Heim gesteckt…“ meinte Doris. „Nun ich denke, das ist sicher nicht nötig. „und du bist nicht erst 16, sondern schon 16. Und damit kann man auch im betreuten Wohnen unterkommen. Ich werde dafür sorgen dass du nicht zu deinen Eltern zurück musst, aber….“ gab er zu bedenken. Doris sah ihn an. „Was aber?“ fragte sie. „Du musst deinen Bruder und deinen Vater anzeigen.“ sagte er. „Aber das geht doch nicht!“ meinte sie etwas verstört. „Doris… wenn du es nicht tust, dann musst du zurück. Willst du das denn?“ fragte er. Doris schüttelte den Kopf. „Nein…. Ich will nicht zurück.“ gab sie entschlossen von sich. „gut, dann würde ich sagen, wir fahren zum Revier und dann nehme ich die Anzeige auf, oder eine Kollegin, wenn es dir lieber ist.“ schlug Semir vor. Doris nickte. „Ja… ich will damit abschließen. Sie haben Recht… ich werde beide anzeigen.“ Semir nickte zufrieden. „Dann komm.“ Semir stand auf und sah zufällig aus dem Fenster. Er bemerkte einen Mann am Fenster. Er zog Doris in eine Ecke. „Hast du den Mann gesehen?“ fragte er. Doris sah zum Fenster. Dort war niemand. „Wen denn?“ fragte sie. „Eben war da ein Mann. Er hat uns beobachtet.“ Semir ging zum Fenster und schaute über das Gelände. „Vielleicht einer der hier spazieren geht?“ Semir schüttelte den Kopf. „Das glaub ich eher nicht. Okay… du versteckst dich erst einmal hier. Ich werde draußen nachsehen.“ Doris sah ihn an. „Nein… Semir… ich hab eine bessere Idee. Wir hauen beide durch die hintere Tür ab. Da bin ich schon so oft rein und raus, das fällt niemanden auf.“ Semir überlegte es. Dann kam er zu dem Entschluss, dass Doris Recht hatte. Er nickte. „Gut, dann sehen wir zu, dass wir uns im Wald verstecken. Mein Handy hab ich hier und…“ Er zog es raus und fluchte. „Scheiße… der Akku ist leer.“ Doris lachte leise. „Das euch so etwas passieren kann…“ „Na wir sind doch auch nur Menschen. So und nun los!“ Doris nickte und öffnete die Hintere Tür. Sie lief sofort los. Semir hinterher.

    Dietmar sah die beiden rauskommen und gab es über Funk an Gregor weiter. „Na dann werden wir die Beiden jetzt mal jagen. Okay… Dietmar du zeigst dich.“ „Hey.. .der Bulle ist sicher bewaffnet!“ warf er ein. „Na klar ist er das, genau wie du, oder?“ fragte Gregor. „Moment Gregor… verdammt! Die haben mich gesehen. Sie rennen in den Wald!“ stieß Dietmar aus. „Dann hinterher. Stefan, Ralf Los geht es. Wir treiben sie in Richtung Hütte.“ gab Gregor seine Befehle. „Ne… da sind doch die ganzen Handgrananten und so untergebracht. Da wären die ja so sicher wie nirgends wo!“ kam von einem der Männer. „Idiot! Die Waffen sind längst raus. Los jetzt!“ Die Männer gingen von verschiedenen Richtungen auf die Fliehenden zu. Gregor selbst kam gemächlich hinterher. Er schien fest damit zu rechnen, dass die Beiden nicht entkommen konnten.

    Semir sah sich um. Er sah mittlerweile Drei Mann auf sich und Doris zukommen. „Verdammt! Die haben uns gleich! Doris wo rennen wir denn hin?“ Semir holte stoßweise Atem. „Ich kenne den Wald. Da hinten liegt die Hütte, da sind Waffen drin, das wissen Sie doch!“ kam von Doris. „Gute Idee.“ Semir zog seine Waffe und schoss auf den ersten Mann, doch dieser duckte sich. „Doris weiter!“ Sie rannten so schnell sie konnten. Semir sah die Anderen Männer, die sich an der Jagd nach ihm und Doris beteiligten. Er gab erneut Schüsse ab, um die Männer abzuschrecken, doch es gelang ihm nicht. „Hier! Wir sind gleich an der Straße!“ rief Doris außer Atem. Die Verfolger erwiderten Semirs Feuer. Mit einem leisen Schrei fiel Semir zu Boden. „SEMIR!“ schrie Doris erschrocken, als sie sah wie er zu Boden ging. „Lauf weiter! Hol Hilfe!“ Doch Doris kam zu ihm. „Wo sind Sie verletzt?“ „Oberschenkel. Schnell versteck dich!“ Doris sah ihn an. „Aber ich kann Sie doch nicht allein lassen!“ „Renn... die dürfen dich nicht kriegen...Lauf schon!“ schrie er sie an.

    Na die Nachwehen schafft Tom auch noch. Er hat die Geburt seines Moritz ja wenigstens geschafft ohne umzukippen. Obwohl. das hätte er dann ja auch dem Cocktail zuschieben können. Wehencocktail? Hmmm ob es den in der "Karibik" auch gibt? Was meint ihr Daggi und Steffi. wollen wir den mal bestellen?

    Tja... Semir.... zu schnell auf Sieg gedacht.... irgendwie finde ich das aber gut... erst einen Vorteil ausnutzen und dann doch verlieren.... so ist das Leben....

    Hier ist noch eine... damit ihr auch im Sommerloch was zu lesen habt. Die Story ist von aus der Schreibküche von Steffi und mir:

    Schattenseiten


    Semir schloss die Augen und sah betroffen zur Seite. So sehr er seinen Job liebte, das waren eindeutig die Schattenseiten des Berufs. Vor ihm und Tom war ein völlig verkohlter Wagen mit 2 Unfallopfern. "Komm, ich kann das nicht mehr sehen" Tom zog ihn langsam weg und machte den Weg für die Spusi frei. "Eins sag ich dir Tom, wenn ich die Kerle erwische, die das hier auf dem Gewissen haben, dann.." "Was dann Semir? Du bist Polizist...." Tom wusste, was seinen Partner bedrückte. Er dachte ähnlich, doch sprach es nicht aus. "Seit Wochen sind wir jetzt an dem Fall dran und immer, aber auch immer sind uns die Kerle eine Nasenlänge voraus.“ Semir schlug mit der Faust auf das Dach des CLK. "He, was kann mein Wagen dafür?" Doch er war nicht minder wütend und hatte Schrankmanns Worte noch im Ohr "Kranich, wenn sie die Bande nicht bald packen, sind sie den Fall los!"

    „Was haben wir diesmal?“ fragte Anna stöhnend, als die beiden zur PAST kamen. „Nun der Wagen ist ausgebrannt. Zwei Leichen ebenso verkohlt wie der Wagen. Ob da eine Identifizierung möglich ist… ist mehr als fraglich.“ „Das ist jetzt schon der vierte Fall. Gibt es irgendein Muster zu sehen? Wir müssen doch so langsam herausfinden, was die Opfer gemeinsam haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Täter sich die Opfer wahllos suchen.“ „Chefin… wir haben die anderen drei Wagen nicht einmal zuordnen können. Die haben an alles gedacht. Bevor sie den Wagen anzünden, nehmen sie sie Nummernschilder ab. Hartmut überprüft die Fahrgestellnummern, aber das dauert. Die Opfer…“ Anna winkte ab. „Schon gut, Semir. Bleiben Sie am Ball. Ich weiß wie schlimm die Opfer aussehen. Aber wir müssen Resultate haben.“ Tom nickte. „Ja… wir sind ja dran.“

    5 Minuten später im Büro stand Tom vor ihrer großen Pinnwand und sah sich die Daten und Bilder an. "Dir wird auch nicht besser, wenn du da immer wieder draufstarrst." Semir kam mit 2 Kaffeetassen ins Büro. "Ja Mensch, weis ich auch, aber ich versuche gerade die ganze Zeit einen Zusammenhang zwischen den Opfern herzustellen. Alle waren zu zweit in den Fahrzeugen. Einer davon ist bei einem Unfall in Flammen aufgegangen, die anderen auf Rastplätzen und das auch noch verschiedenen." "Tja, ich denke nicht, das wir da so auf einen nenne kommen, da hat einen anderen Grund. Ich tippe eher auf die Insassen. Da muss es etwas geben." Semir nahm sich die Namen der bislang identifizierten Opfer vor.

    „hier… dieser Ingo Sandner… der war wegen einiger Delikte vorbestraft. Nichts Großes… Diebstahl… Hehlerei und Körperverletzung. Ihn hat man anhand seines Zahnabdrucks identifiziert. Aber das ist dann auch schon alles. Der zweite Insasse konnte nicht identifiziert werden. Ich habe die Akte von Sander durchgesehen. Es gibt keine Hinweise. In dem zweiten Wagen war eine gewisse Lara Richter. Sie hat nur Verkehrsdelikte… Falsch parken, erhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer. Auch sie wurde durch den Zahnabdruck erkannt. Der Mann, der mit ihr im Auto war, ist vermutlich ihr Freund ein gewisser Alexander Peters gewesen, ein absolut unbeschriebenes Blatt. Die anderen Insassen sind noch unbekannt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den Leuten.“

    Oskar und Gregor sahen sich an, als sie in der Bar von Oskar am Tisch saßen. „Diese beiden Bullen kommen mir die letzte Zeit etwas zuviel in die Quere. Wissen wir wenigstens wo Doris ist?“ Gregor nickte. „Ja… ich weiß wo sie ist. Mein Informant hat mir gesteckt, dass sie in der Wassermühle ist. Mit einem Bullen zusammen.“ „Gut… dann nimm dir drei Mann und hol sie. Ach und den Bullen könnt ihr fertig machen.“ Gregor nickte und ging in einen Nebenraum, wo sechs Mann Karten spielten. „Ralf, Stefan und Dietmar… ihr kommt mit. Spezialauftrag.“ Die Angesprochenen standen auf und gingen mit Gregor zum Wagen. Während der Fahrt sah Ralf Gregor an. „Um was geht es?“ „Um Doris. Die Kleine hat unseren Coup verpfiffen und deshalb ist Oskar sehr wütend weil er nicht das Gold bekommen hat. Dafür gibt er natürlich Doris die Schuld. Und einem der Bullen, die gerade auf die Kleine aufpassen. Wir werden beide zu Oskar bringen und der Rest wird von ihm erledigt.“ „Ach und wo sind die beiden?“ fragte er. „An der alten Wassermühle.“ kam die Antwort. „Na dann auf.“

    Semir fuhr zur Mühle. Er parkte direkt vor der Tür. Als er klingelte öffnete ihm Doris die Tür. „Hallo Herr Gerkhan.“ begrüßte sie ihn. „Na ich bin Semir.“ „Ja dann bin ich Doris.“ Semir lächelte, denn außer den Vornamen wusste er ja nichts von dem Mädchen. Zumal die Eltern immer noch keine Vermisstenanzeige aufgegeben hatten. Solange Doris ihren Namen nicht verriet, würde es sich nicht ändern. „Darf ich reinkommen?“ fragte Semir. Doris nickte. „Ja sicher…. Hotte ist allerdings gerade schon weg. Er meinte ich soll die Tür erst öffnen, wenn ich durch den Spion geguckt habe.“ „Moment? Er hat dich Allein gelassen?“ Doris nickte „Ja aber nur weil ich ihn gedrängt habe.“ gab sie zu. „Trotzdem…. Das geht nicht… Na dem werde ich was erzählen, wenn er wiederkommt.“ drohte Semir. „Ach Semir… Hotte konnte doch nichts dafür. Ich hab ihn bequatscht, wirklich!“ gab Doris zu. „Okay… was machen wir denn jetzt? Habt ihr schon gegessen?“ Doris nickte. „Hotte kann richtig gut kochen.“ sagte sie. „Na dann ist sicher was übrig für mich. Ach du hattest Recht gehabt. Dieser Leute haben tatsächlich versucht das Gold zu bekommen. Aber das haben wir ihnen vermasselt.“ Doris sah ihn an. „Wirklich?“ Semir nickte. „Ja und wenn wir diesen ganzen Mist hier zu ende haben, erzähle ich dir wie ich es gemacht habe.“ Doris lachte. „Und der Kollege?“ „Na, der hat mir ein wenig geholfen.“

    Gregor kam ebenfalls in die Nähe der Mühle an und stoppte. „So den Rest erledigen wir zu Fuß, sonst sehen die uns noch zu früh. Wir trennen uns. Du Ralf, gehst links und kommst von der Seite sobald sie die Mühle verlassen. Du Stefan von rechts an die Mühle. Dietmar, schleich du dich von hinten ran. Ich gehe von vor auf die Mühle los. Gregor verteilte Funkgeräte und die Männer gingen los. Gregor sah vor der Mühle den BMW stehen. „Na… damit werdet ihr nicht abhauen können.“ grinste er leicht und schlich zum Wagen. Er hockte sich hin und zog seine Waffe. Nun hieß es nur noch warten bis Doris und der Bulle raus kam. „wo seid ihr?“ „Hier Ralf, hab meine Position erreicht.“ „Hier Dietmar, ich bin auch auf Position.“ „Hier Stefan. In zwei Minuten.“ „Gut… Dietmar versuch mal an die Fenster zu kommen und zu sehen, was darin los ist.“ „Alles klar.“

    Oskar sah auf den Transporter. „und? Wieso ist der denn noch dicht?“ „Na wir haben unsere Freunde doch noch drin. Die müssen wir erst einmal in Gewahrsam nehmen.“ „Ja dann macht das mal! Ich hab doch nicht den ganzen Tag Zeit. Ach ja… ich will auf jeden Fall wissen wo Doris ist.“ „Klar doch.“ Gregor öffnete die Türen. Doch kaum waren diese offen kam eine Gaswolke heraus. Oskar rannte durch eine der Seitentüren aus dem Raum. Auch Gregor schaffte es. Simon und Olaf sowie drei weiter Personen wurden von dem Gas eingehüllt. Nur Sekunden später hörte mal die Männer husten. Zwei Andere sprangen aus dem Wagen und überwältigten die Männer. „So… ihr seid alle verhaftet!“ stieß der eine aus und legte einem der Männer die Handschellen an. Der Zweite zog seinen Mann hoch. Auch der war mit Handschellen gefesselt. „Eure Rechte kennt ihr sicher schon, aber ich sage sie gern auf.“ Oskar und Gregor beobachteten das Geschehen und schlichen sich anschließend weg. Sie stiegen in einen der bereitstehenden Wagen und fuhren los.

    Semir hörte das Motorengeräusch. „Schieße da entkommen noch welche!“ „Egal. Wir werden erst einmal die Beiden zu uns bringen und dann werden sie sicher ein Liedchen singen, wo wir den Boss finden.“ „Da kannst du lange warten, Bulle!“ stieß einer der Männer aus. „So und nun werden wir mal sehen, dass wir den Goldtransporter zu einem Gefangenentransporter umfunktionieren und dann zur PAST fahren.“ Tom nickte nur und stieß die beiden Gefangenen zur Seite. Semir kletterte in den Wagen und fuhr die Rampen aus. Anschließend manövrierte er den Transporter aus dem LKW. Die Gefangenen wurden kurzerhand an den Container gefesselt und Tom stieg ebenfalls ein. Die Fahrt ging zurück zur PAST. Als sie dort ankamen, wurden sie freudig begrüßt. „Ist die Chefin da?“ Andrea nickte. „Ja… sie ist im Büro.“ Semir ging hinein. „Semir! Endlich. Wieso hat das so lange gedauert?“ „Weil wir etwas unpässlich waren. Man hat uns abgefangen. Aber das ist nicht das schlimme. Dieser Spengler hat uns geleimt. Wir haben kein Gold also nicht das was wir eigentlich haben sollen, auf dem Wagen gehabt. Spengler scheint die Ware ausgetauscht zu haben.“ „Das übernehme ich mit Tom. Sie Semir, fahren bitte zur Mühle und lösen Herzberger ab. Doris möchte, dass Sie kommen.“ Semir sah Tom an. „Na gut. Dann fahr ich los.“

    „So… und nun noch ein stück und sie sind drin.“ lachte Gregor und stieß den Wagen in den LKW. Die Ladetüren wurden geschlossen. „So und nun ab zum Versteck.“ „Was machen wir mit den Bullen? Die werden sicher nicht stillhalten.“ „Na, das wird schon… wir werden einen nach dem Anderen rausholen und dann wirst du schon sehen, um den Anderen nicht zu gefährden, werden sie ganz brav sein.“ Simon sah zu Olaf. „Bist du auch der Meinung?“ Olaf nickte. „Ja sicher… wenn Gregor und Oskar was anleiern, dann kannst du sicher sein, dass es Hand und Fuß hat.“ Simon sah wieder auf den LKW der sich nun in Bewegung setzte. „Wo geht es jetzt hin?“ „Na lass dich überraschen.

    Doris saß mit Hotte in der Mühle. „Wieso kommen Herr Gerkhan und Herr Kranich nicht hier her?“ wollte sie von Hotte wissen. „Nun... die Beiden transportieren ja heute das Gold und ich denke sie werden nach Beendigung der Tour sicher rein kommen.“ „Ich weiß nicht... vielleicht hat Oskar den Transporter doch überfallen, wie er es beabsichtigte. Was dann?“ „Na mach du dir mal da keinen Kopf. Die Beiden passen schon auf. Ich denke auch nicht, das Oskar dieses Risiko eingehen wird.“ Doris sah ihn an. Sie zweifelte daran denn sie kannte Oskar besser. Der gibt nicht auf. „Herr Herzberger? Darf ich Sie mal was fragen?“ Hotte nickte. „Ja sicher.“ „Haben Sie auch Kinder?“ „Ja... und sogar eine Enkeltochter, die dein Alter hat. Aber sie wohnt nicht hier und ich sehe Dinah sehr selten. Warum fragst du?“ „Nun ja... ich hab ja keinen. Also keine richtige Familie... und ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn das hier alles vorbei ist. Wo soll ich hin? Wo kann ich hin?“ Hotte lächelte. „Na ich denke da werden wir schon was finden. Da bin ich mir ganz sicher.“ Doris saß neben Hotte und lehnte sich an. Hotte war es im ersten Augenblick unangenehm, doch dann merkte er, das dieses Mädchen einfach nur Nähe suchte. Sie wollte in den Arm genommen werden. Vorsichtig legte er seinen Arm auf ihre Schultern. Sie ließ es zu und genoss es sichtlich. Diese Geborgenheit, war was ihr fehlte. Doris schloss die Augen. „Wissen Sie was, Sie sind der erste Erwachsene der mich in den Arm nehmen darf. Der erste, der mir nicht wehtut...“ Doris weinte leise. „Hey... ist ja gut. Na komm, Kleines. Ich mache uns was zu Essen und dann rufen wir mal den Tom und den Semir an.“ Doris nickte und putzte sich die Tränen weg.

    Semir sah Tom an. „Dann werden wir denen mal einen Empfang bereiten.“ „Ja wie jetzt?“ „Na komm mit. Ich hab vorgesorgt. Hartmut hat mir da ein paar Spielereien mitgegeben und ich möchte die gern ausprobieren.“ Tom sah ihn nur an. „Na wenn Hartmut die Sache in die Hand genommen hat, dann kann es doch noch gut gehen.“ Er ging mit Semir in den hinteren Laderaum. „So nimm mal zwei von den Goldbarren da raus!“ befahl Semir wissend. Tom nahm zwei Barren heraus und wog sie in der Hand. „Semir? Muss es unbedingt Gold sein?“ „Was? Da ist doch nur Gold.“ „Das würde ich nicht so sagen. Leuchte mir mal!“ Semir kam mit der Stablampe. Er sah in die Container. „Das gibt es doch nicht! Das ist garantiert kein Gold. Verdammt, dieser Spengler hat uns auf eine Nulltour geschickt. Deshalb war alles schon verladen. Wir riskieren unser Leben für ein paar Barren, während das Gold in die Bank gefahren wird. Clever... wirklich sehr clever. Allerdings hilft es uns nicht besonders weiter...“ Tom sah ihn an. „Wieso?“ „Na überleg doch mal. Bisher haben wir doch geglaubt das Gold zu transportieren. Die draußen denken es ebenfalls. Was meinst du wird passieren, wenn die merken, dass hier gar nichts zu holen ist?“ Tom nickte. „Klar… die werden versuchen sich das Gold anders zu holen.“ „Genau…. Also könnte es gut sein, dass die die Bank überfallen und sich das Gold dort nehmen. Nur sind wir denen im Weg und ich sehe im Augenblick keine Möglichkeit das zu verhindern. Wer weiß wie viele draußen sind?“ warf Semir ein. „Scheiße! Der Funk geht nicht. Der Sender? Klar… ich versuche den Sender.“ Semir nickte. „Gut mach das. Handy ist auf jeden Fall ohne Netz. Tom aktivierte den Sender. Nun konnten sie nur hoffen, dass wenigstens dieser funktionierte. „So und nun werden wir die Jungs draußen schocken. Hier… nimm die Gasmaske. Die brauchst du gleich“ grinste Semir ihn an. Tom nahm sie und setzte sie genau wie Semir auf.

    Semir sah Tom an. „Dieser Spengler den hab ich gefressen, sag ich dir. Mann diese voreingenommene Art. Das ist …“ Tom nickte. „Ist ja gut. Er meinte das nicht so. Denk doch mal an das viele Gold, was wir hinter uns liegen haben. Da käme sicher der eine oder Andere auf Ideen.“ meinte Semir nur. „Na komm… wir doch nicht.“ grinste Tom. „Gut das weißt du, das weiß ich. Aber Spengler ist von Natur aus sehr misstrauisch und ich kann es ihm nicht verdenken.“ Semir konzentrierte sich auf die Straße und bemerkte einen Wagen mit dunkel getönten Scheiben hinter sich. Er merkte sich direkt das Kennzeichen. „Hast du eigentlich Kontakt mit der Chefin?“ Tom nickte. „Ja sicher… Wir haben noch zwei Stunden bis zur nächsten Meldung.“ meinte er nur. „Was meinst du was Doris macht?“ fragte Semir. „Na ich denke sie wird sich sehr wohl fühlen. Hottes Mühle ist ja ein richtiges Paradies für sie. Das arme Ding. Was die schon alles durchgemacht hat. Die Eltern denen würde ich gern mal den Marsch blasen.“ drohte Tom. „Tja… manchen fällt es schwer sich am Kind zu erfreuen.“ gab Semir nachdenklich zurück und sah wieder in den Spiegel. „Nee… die haben sich ja am Kind erfreut. Der Vater besonders, nur eben auf die mieseste Art die ich denken kann. Genau wie der Bruder…“ Tom war wütend. „Na komm… übrigens. Wir werden verfolgt. Ein blauer BMW mit getönten Scheiben hängt schon seit wir auf der Autobahn sind hinter uns.“ Tom sah in den Außenspiegel. „Das könnten doch die Futzis von der Bank sein, oder?“ „Nein ich denke nicht. Frag mal das Kennzeichen in der Zentrale ab.“

    „So, Störsender an!“ befahl Gregor. Simon hielt ein Teil aus dem Fenster und richtete es auf den Transporter. „Die haben jetzt nur noch rauschen.“ lachte er. „Sehr schön, dann werden wir sie jetzt mal etwas in Bedrängnis bringen“ Olaf sah Gregor an. „Was wenn die mit dem Handy telefonieren wollen?“ „Daran hat Oskar schon gedacht. Der große Wagen müsste gleich am Ort sein.“ Das Handy von Gregor klingelte. Simon meldete sich „Alles klar.“ sagte er nachdem er etwas zugehört hatte. Dann war das Handy tot. „So… nun ist das Handy auch nutzlos.“ grinste er zu Olaf. „Dann werde ich sie mal anstoßen.“ Gregor gab Gas und kam schnell an den Transporter ran.“ So und nun festhalten, Jungs!“ Gregor stieß den Transporter an. Es rumste heftig. Der Transporter schlingerte kurz, doch der Fahrer bekam den Wagen wieder unter Kontrolle. Simon lachte laut. „Na der kriegt gleich Probleme. Wo ist denn der zweite Wagen?“ „Sieh dich mal um, er fährt etwas weiter hinter uns und setzt gerade zum Überholen an. Sobald er auf gleicher Höhe ist, gebe ich dem Wagen den Stoß und der Fahrer wird sicher etwas mehr aus der Fassung geraten, wenn er von der Seite auch noch einen Tick bekommt.“ „Ja nur das Problem… der LKW ist nicht da.“ „ja hab ich gesehen. Verdammt wir sind gleich dort… gut… dann werden wir haa… da ist er.“ Gregor wies auf den Seitenstreifen.

    Semir sah den Wagen neben sich. „Hey… ich glaub es geht los. Was ist mit der Chefin?“ fragte er. „Ich bekomme nur Rauschen im Funk. Handy hat kein Netz. Das ist perfekt vorbereitet.“ gab Tom zurück. „Ja sehe ich auch so…. gut… dann müssen wir durch.“ Tom nickte und hielt sich am Handgriff fest. „Tritt das Pedal durch. Wir müssen sehen, dass wir Abstand gewinnen.“ Semir tat was er verlangte, doch der Wagen vor ihm schien wenig Hoffnung zu machen. Der LKW öffnete den Laderaum. Dann wurden sogar Rampen raus gefahren. „Die wollen uns verladen!“ stieß Semir aus. „Aber nicht mit mir. Nicht mit mir!“ Er wollte nach links ziehen, doch der Wagen neben ihm ließ es nicht zu. Nun kam auch von hinten ein Rums. Semir stieß mit dem Kopf nach vorn. „Schieße! Die sind zu zweit!“ stieß Tom aus. „Ja hab ich auch schon gesehen. Na die werden uns nicht kriegen… das schwör ich dir.“ Der Wagen wurde immer mehr zum LKW gedrängt. „Semir! Die kriegen uns wohl!“ „Scheiße! Ich komm nicht gegen die Maschine hinter uns an. Gut… dann machen wir das Beste draus.“ „Was hast du denn jetzt vor?“ „Na ich lasse mich in den Wagen schieben. Wenn ich gegenlenke, dann schießen die wohlmöglich noch…. Außerdem haben wir ja die Sender.“ Tom nickte. „Gut…. dann gehen wir denen in die Falle. War das dein besonderer Plan?“ Semir grinste nur.

    Gregor, Simon und Olaf warteten in der Nähe der Bank auf den Transporter. Es war noch etwas Zeit und Simon bekam Hunger. „Ich hol uns was zu essen. Was willst du?“ fragte er. Gregor bestellte ein Schinkenbaguette, Olaf wollte nur ein Wurstbrötchen. Simon stiefelte zum Bäcker. Gregor sah Olaf an. „Was ist mit dir?“ fragte er. „Nichts…. Bin nur müde. Musste bis Mitternacht hinterm Tresen stehen.“ murmelte Olaf. „Oh… na wenn wir den Transporter haben, dann kannst du dich aufs Ohr legen.“ meinte Gregor nur. „Ich hoffe nur es geht gut.“ meinte Olaf schon halb schlafend. In diesem Augenblick kam ein weißer Transporter vom Gelände der Bank gefahren. Gregor sah es und lachte laut. „Sieh dir das an. Die lassen sogar die Wäsche reinigen. Sind wohl zu faul geworden es selbst zu waschen.“ Olaf nickte nur. „In einer Stunde geht es los. Willst du dich etwas hinten hinlegen?“ fragte Gregor der sah, dass Olaf nicht zu gebrauchen war. Olaf nickte. „Na los, dann schmeiß dich auf die Rückbank. Bis zur Verfolgung vergehen mit Sicherheit zwei bis drei Stunden. Bis die da drinnen alles gecheckt haben und losfahren dauert das.“ Olaf ließ es sich nicht zweimal sagen. Er stieg aus und legte sich anschließend auf die Rückbank. Nur wenig später schlief er tief und fest. Simon kam auch endlich wieder. Er reichte Gregor sein Baguette und sah Olaf schlafen. „Na… der ist aber müde…“ lachte er nur und biss ins Brötchen. „Kaffee?“ fragte er mit vollem Mund. Gregor nickte und nahm einen der Becher.

    Semir fuhr auf das Gelände der Bank. Dort standen schon Spengler und einige seiner Leute auf dem Hof und sahen ihnen entgegen. „Herr Gerkhan, Herr Kranich. Guten Morgen.“ sagte er freundlich. „Morgen. Alles in Ordnung?“ Spengler nickte. „Ja sicher… wir haben uns erlaubt alles schon einzuräumen. Sie können also direkt los, wenn Sie wollen.“ Semir nickte. „Ja sicher… darf ich mal sehen?“ fragte er. Spengler lachte. „Ja sicher… Sie haben sicher noch nie soviel Gold auf einen Haufen gesehen. Da verstehe ich, dass Sie wissen wollen wie viel das ist.“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein… darum geht es mir nicht. Ich will nur sicher gehen, dass ich nicht geleimt werde.“ meinte Semir nur. „Aber Herr Gerkhan! Ich verbitte mir solche Anspielungen.“ gab Spengler empört zurück. „Ja ist ja schon gut.“ meinte Semir nur. „Frau Engelhard hat mir ihr Wort gegeben, das die Fuhre auch dort ankommt wo sie hin soll. Ich hoffe nur ich werde nicht enttäuscht.“ Tom kam nun auch dazu. „Herr Spengler! Ich verbitte mir ebenfalls solche Anspielungen. Wir sind sicher nicht hier um das Gold für uns zu klauen, sondern dafür da um es dort hin zu bringen, wo es hin soll.“ gab Tom nun auch wütend zurück. „Nun verstehen Sie mich nicht falsch, aber ich habe da ja so einiges über das türkische Volk gehört und…“ Semir drehte sich zu Spengler um. „Nun passen Sie mal auf, Herr Spengler. Sie sollten aufpassen, was Sie von sich geben. Es gibt nämlich auch unter den „Deutschen“ um bei dem Thema zu bleiben, Ratten. Genau wie in der russischen Rasse oder sonst welche. Und wenn Sie noch eine solche Anspielung machen, bekommen Sie eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung an den Hals. Ist das angekommen?“ „Nichts liegt mir ferner, als Sie persönlich anzugreifen, Herr Gerkhan.“ beschwichtigte Spengler. Tom nickte und deutete Semir an einzusteigen. Dieser tat es und sie fuhren los.

    Gregor sah den Wagen abfahren und tippte Simon an. „Es geht los. Was macht Olaf?“ Simon sah nach hinten. „Der pennt tief und fest. Willst du ihn schon wecken, oder soll er noch schlafen?“ Gregor schüttelte den Kopf und hängte sich an den Transporter. „Lass ihn noch etwas schlafen. Wir folgen dem Wagen erst einmal. Gib Oskar Bescheid, dass wir unterwegs sind.“ Simon tat es und griff zum Handy. Er gab durch was Gregor sagte und hörte schweigend zu. Dann legte er auf. „Und?“ fragte Simon. „Ist alles vorbereitet. Wir sollen es genau so durchführen wie es geplant ist.“ sagte er. Gregor nickte. „Gut, dann darfst du Olaf wecken. Wir sind gleich an der Stelle.“ Simon rüttelte Olaf wach. Dieser öffnete die Augen und sah ihn an. „Was ist denn?“ fragte er verschlafen. „Wir sind soweit. Gleich bekommen wir die Golddusche.“ grinste Simon ihn an. Olaf setzte sich auf und sah raus. „Oh… da ist ja die Polizei. Dein Freund und Helfer. Das trifft heute sogar mal zu.“ lachte er. „Genau… so und nun Konzentration, Jungs. Wir sind gleich da wo der Wagen getrieben wird. Der Transporter ist schon an Ort und Stelle.“ Olaf sah ihn an. „Was machen wir mit den beiden Bullen?“ fragte er. „Na, die genießen zunächst mal unsere Gastfreundschaft. Sie werden sicher von den Kollegen als Täter gehalten und gesucht, während wir das Gold in Geld tauschen. Oskar hat alles sehr gut vorbereitet. Und die einzige die davon weiß ist verschwunden.“ „Ja in Gewalt der Bullen. Was wenn die redet? Oder schon geredet hat? Ich meine warum fahren sonst Bullen diesen Transport?“ Gregor lachte leise. „Na warum wohl? Bei solchen Transporten ist es eigentlich üblich, dass die Bullen so was begleiten. Aber hier wollen die wohl noch sicherer gehen, als sicher. Und setzten sich voll in die Nesseln.“ Gregor lachte.

    Die Tage schleppten sich dahin. Doris genoss die Ruhe, die sie in der Wohnung bekam. Sie mochte den Alten Polizisten, der sie in der Mühle schon so freundlich aufgenommen hatte, obwohl sie seine Vorräte geplündert hatte. „Herr Herzberger? Was wird man mir machen, wenn die Sache vorbei ist?“ fragte sie vorsichtig an. „Nun… ich denke du wirst in einer betreuten Gruppe unterkommen, weil du ja nicht zu deiner eigenen Familie zurück willst. Es wird sicher keine Pflegefamilie mehr für dich in Frage kommen.“ sagte Hotte. Doris lachte leise. „Nein… ich denke auch dafür bin ich zu alt.“ Hotte sah sie an. „Sag mal…. Wie soll eigentlich der Überfall von Statten gehen?“ wollte er wissen. „Nun, soweit ich gehört habe wollen die den Wagen abdängen… mehr weiß ich leider nicht. Ich hab am Anfang nicht zugehört.“ sagte Doris. „Okay… das mit dem Abdrängen wird sicher ein Problem. Die beiden die kennen das schon und wissen sich zu wehren.“ meinte Hotte. „Herr Kranich und Herr Gerkhan fahren den Transporter?“ fragte Doris. Hotte nickte. „Aber warum wird der Transport denn durchgeführt? Ich meine, wenn man doch weiß dass etwas passiert, kann man das doch so verhindern. Also ich meine den Transport einfach ausfallen lassen.“ meinte Doris dann. „Tja, das ist leider nicht so einfach. Das Gold ist ja angefordert worden und muss geliefert werden.“ gab Hotte zu bedenken. „Ich verstehe. Dann hoffe ich mal das den Beiden morgen nichts passiert.“ meinte Doris nur. „Ja… das hoffen wir alle.“ sagte Hotte zum Schluss.

    In der Bank herrschte noch reges Treiben am Abend. Spengler war nervös, von dem was Tom ihn erzählt hatte und wollte auf seine Art und Weise das Gold retten. Er sah seine rechte Hand an. „Thomas… das hier ist streng geheim. Niemand darf wissen, dass wir die Tour die Gerkhan und Kranich für uns machen, eine Finte ist. Wir müssen das Gold anders zur Bank bringen. Niemand darf es wissen. Du bist der einzige.“ Thomas Berger nickte. Er war stolz darauf, dass sein Chef ihm vertraute. „Wer soll denn das echte Gold fahren?“ fragte er. „Das werden zwei sehr vertrauensvolle Leute tun. Das sind Zwei denen ich voll und ganz vertraue.“ gab Spengler vor. „Schon klar, aber wer ist es?“ wollte Berger wissen. „Du und Erwin. Ihr seid die einzigen auf die ich mich wirklich verlassen kann. Das Gold muss transportiert werden. Ihr nehmt einen unscheinbaren Wagen. Mit Reklame irgendwas…“ meinte Spengler. Thomas nickte. Gut… das machen wir. Das klappt schon.“ Spengler sah ihn an. „Das hoffe ich sehr, denn wenn diese Aktion schief geht, dann kann ich meinen Hut nehmen.“ Thomas sah ihn an. „Das werden wir verhindern. Du wirst sehen, das Gold kommt genau dort an, wo es ankommen soll.“ „Danke! Ich weiß dass du mein Vertrauen wert bist. Erwin kommt sicher auch gleich, dann packen wir die Sachen um und tun zum Schein für die Polizisten eine Reihe Gold auf das wertlose Zeug. Sollen die den Transporter ruhig überfallen. Den kleinen Verlust verschmerzt die Bank ohne weiteres.“ Thomas nickte. „Aber was ist wenn sie die Polizisten dafür erschießen?“ Spengler sah ihn an. „Nun… dafür bekommen sie ihr Gehalt. Mit der Gefahr müssen sie leben.“

    Am nächsten Morgen wartete Semir auf Tom. Dieser kam anscheinend heute ausgerechnet zu spät. Semir nahm das Handy und klingelte ihn an. Es klingelte direkt hinter ihm. Semir drehte sich um und hielt immer noch das Handy ans Ohr. „Soll ich vielleicht rangehen?“ fragte Tom der hinter ihm stand. „Idiot!“ murmelte Semir nur und steckte das Handy ein. „Ich möchte einen Tag erleben, an dem Tom Kranich pünktlich kommt, oder noch besser zu früh.“ sagte Semir. Tom lachte. „Ich kommen nie zu früh.“ sagte er und ließ Semir mit dem Gedanken stehen, wie er das wohl meinte. Semir schüttelte den Kopf. „Na los… fahren wir.“ Tom sah ihn an. „Wohin?“ „Na zur Bank um den Transporter in Empfang zu nehmen, den Inhalt zu prüfen und dann die Sachen zu transportieren.“ meinte Semir. „Ach so… ja sicher. Fährst du oder ich?“ wollte Tom wissen. „Ich fahre… auch den Transporter.“ Tom lachte. „Ja sicher… den will ich eh nicht fahren.“ meinte er nur. „Dachte ich mir. Du machst die Augen zu während ich hart arbeite.“ Tom nickte. „Ja… das Leben ist schon ungerecht…. Und nun los, James!“ Tom ließ sich auf den Beifahrersitz fallen und schloss die Augen. Semir stieg ein und sah ihn nur kopfschüttelnd an. Er fuhr los.

    Semir ging direkt zum Büro des Revierleiters am Bahnhof. Doris saß bereits dort. „Hey... bist du in Ordnung?“ Doris sah ihn an und fing an zu weinen. „Nein! Ich will .....“ schluchzte sie. Semir nahm sie in den Arm. „Hey... wird alles gut. Du kommt jetzt mit uns und wir werden uns um dich kümmern.“ Doris nickte. Semir bedankte sich bei den Kollegen und schon verließen Tom, er und Doris den Bahnhof. Sie gingen zum Parkplatz und fuhren anschließend zur PAST. Anna hörte sich schweigend an was Doris zu sagen hatte und stellte das Mädchen unter Polizeischutz. Diesmal waren dafür Siggi und Atilla vorgesehen. Sie fuhren mit Doris in eine Schutzwohnung. Dort war sie sicher vor den Männern von Oskar und Gregor. Semir ging mit Tom ins Büro, als Doris weggebracht wurde. „So... diese miesen Typen. Das Kind ist gerade mal sechzehn....“ meinte Semir. Tom nickte. „Ja und sie wird unsere Kronzeugin sein. Das wissen aber auch Oskar und Gregor und sie werden sicher nichts unversucht lassen an die Kleine ranzukommen.“ Semir nickte. „Sie ist in großer Gefahr. Es wird Zeit diesem Oskar in den Arsch zu treten.“ sagte er weiter. „Das wird die Chefin aber nicht zulassen. Denk daran in vier Tagen werden wir den Transporter durch die Gegend fahren und....“ meinte Tom. „Der Transporter... stimmt. Verdammt wir können uns doch nicht teilen.“ „Eben. Deshalb überlassen wir Oskar und Gregor auch den Kollegen. Die packen das schon.“

    Das Telefon auf Oskars Tisch klingelte. „Ja?“ fragte er wirsch. „Hier ist Rudolf von Safe-transport. Es geht um den Goldtransport in einigen Tagen.“ „Ja was willst du?“ fragte Oskar. „Sie haben gesagt, wenn ich was erfahre, soll ich anrufen. Nun ich hab was erfahren.“ Kam von Rudolf zaghaft. „Dann sag mir gefälligst was und denk daran, wenn du ein Wort an irgendwen verlierst, dann erfährt deine Frau, was du machst, wenn du eigentlich im Büro sitzt, klar?“ drohte ihn Oskar. „Ja... sicher... Es werden zwei Polizisten den Transporter fahren. Der Auftraggeber hat es so beschlossen. Ein gewisser Tom Kranich und sein Partner Semir Gerkhan. Sie sind von der Autobahnpolizei. Die waren heute schon hier und haben mit dem Chef geplaudert. Die riechen, dass der Transporter überfallen werden soll...“ erzählte Rudolf. „Ja danke. Um den Rest kümmere ich mich.“ meinte Oskar nur. „Was ist mit den Bildern? Ich habe nun genug für Sie getan...“ kam von Rudolf. Oskar lachte leise. „Na sicher doch. Ich werde die Bilder vernichten. Sie dürfen gern dabei sein. Sagen wir in sechs Tagen. Nur um sicher zu gehen, dass Sie nichts an die Polizei weiter tragen.“ Oskar legte grinsend auf. Wie schön ist es doch, wenn man andere einspannen kann, ohne dafür Geld zu zahlen, dachte er. Nur kurz darauf klingelte das Telefon wieder. „Ja?“ „Simon hier. Doris ist auf dem Bahnhof von zwei Männern abgeholt worden. Das waren Bullen!“ „Ja...hab ich mir schon gedacht. Okay... komm zurück, ich habe noch etwas Anderes zu tun für dich.“ „Alles klar. Bin gleich da.“ Oskar legte auf und ließ Gregor zur sich kommen.

    Gregor sah Oskar an. „Wir haben also ein Problem.“ fing er an, als Oskar ihm sagte was er wusste. „Nun ich denke das Problem werden wir sicher in den Griff kriegen. Hast du einen Vorschlag?“ Gregor nickte. „Sicher, allerdings ist der nicht ganz ungefährlich und nicht allein zu schaffen.“ Oskar sah ihn gespannt an. „Lass hören!“ forderte er. „Gut... wenn die Bullen den Wagen fahren, können wir ihn nicht einfach von der Straße fegen. Das wirbelt zuviel Staub auf. Deshalb denke ich sollten wir die Bullen zwingen, den Wagen zu uns zu bringen. Das geht allerdings nur, wenn wir ein lauschiges Plätzchen für unseren Gast haben.“ Oskar lächelte. „Nun, ein lauschiges Plätzchen ist das geringere Übel. Wen willst du als Druckmittel nehmen? Doris?“ Gregor schüttelte den Kopf. „Nein... es muss schon etwas Besonderes sein. Ich dachte daran einen der Bullen als Druckmittel zu nehmen. Natürlich müssen wir jetzt schnell handeln und ihn bis morgen Abend einkassiert haben. Wen suche ich mir noch aus.“ gab Gregor von sich. Oskar nickte. „Nein, das ist mir zu riskant. Wir führen den Plan genauso durch, wie er stand. Das heißt wir werden den Wagen so in den Transporter jagen und die beiden Fahrer festhalten. Für die Operation bekommst du Simon und Olaf von mir zur Seite gestellt. Ich denke die Beiden reichen aus um die Bullen zu schnappen.“ legte Oskar fest. Gregor nickte. „Ja sicher. So und nun werde ich mal sehen was ich über die Beiden herausfinde.“ meinte er und wollte gerade gehen. „Nun... ich war schon dran. Sie sind sehr eng befreundet.“ sagte Oskar. Gregor grinste. „Das ist doch sehr gut.“ sagte er. „Dann halte dich bereit.“ meinte Oskar nur. Gregor nickte.

    So und hier ist die Folge "Freunde in Not". RTL strahlt die Wiederholung am 24.07.08 wie üblich um 20:15 Uhr aus.

    Kurze Inhaltsangabe:

    Richard Denz, ein kleiner Gauner, entkommt nur knapp einem Mordanschlag. Er hat Hightechwaffen gestohlen, und nun sind ihm die ursprünglichen Besitzer auf den Fersen. Diese haben inzwischen auch die attraktive Killerin Eva beauftragt, Denz auszuschalten. Jan und Semir, die in dem Fall der gestohlenen Waffen ermitteln, finden Denz um Sekunden zu spät: Eva erschießt den Dieb und kann entkommen. Wer steckt hinter dem Mordauftrag? Die Ermittlungen geraten in eine Sackgasse. Erneute Bewegung kommt durch einen unglücklichen Zufall in die Sache:

    Zum großen Ärger von Anna Engelhardt lassen die Autobahnpolizisten Bonrath und Herzberger einen neuen Polizei-Porsche Schrotten. Eine Verwechslung wie sich später herausstellt. Um diesen Fehler wieder auszumerzen, beschließen Bonrath und Herzberger, auf eigene Faust im Fall Denz zu ermitteln. Und sie haben Erfolg: Eine heiße Spur führt zu den Gangstern, die hinter dem Mordauftrag stecken. Dabei laufen die Autobahnpolizisten jedoch in eine Falle und werden gekidnappt. Jan und Semir haben jetzt nur noch ein Ziel: Sie wollen ihre Freunde retten, bevor diese dasselbe Schicksal ereilt wie Denz...

    Quelle: RTL.de

    Doris schlich sich auf die Damentoilette. Sie schloss sich dort ein. Es blieb alles ruhig. Sie ging nach einigen Minuten wieder ins Restaurant. Simon schien wieder weg zu sein. Langsam ging sie zur Theke, wo die Mitarbeiter in Hektik waren. Einer von ihnen sah sie an. „Was möchtest du, kleines Fräulein?“ fragte er. „Ich muss zur Polizei… bitte. Wo ist die hier?“ fragte Doris. Der Mann sah sie an. „Hast du was ausgefressen?“ Doris schüttelte den Kopf. „Na… warum willst du dann zu der Polizei?“ wollte der Mann wissen. „Weil mein …mein Vater dort wartet.“ sagte Doris. „Ah ich verstehe… dein Vater ist Polizist.“ sagte der Mann. „Nein…ja… bitte wo muss ich hin?“ „Nun du gehst den Eingang raus und dann durch das ganze Gebäude bis zu den Fahrstühlen. Dort fährst du dann in die erste Etage und bist direkt bei der Polizei.“ erklärte der Mann. „Ich muss durch den Eingang?“ fragte Doris. „Nun ja… das ist der normale Weg. Sag mal… du scheinst Angst zu haben…“ Doris nickte. Sie hatte Simon vor der Tür gesehen, aber er sah sich nur die Menschen an, die an ihm vorbei liefen. „Ja… der Mann an der Tür… der verfolgt mich schon seit einiger Zeit. Ich dachte ich hätte ihn abgeschüttelt, aber… er ist wieder da.“ Der Mann sah zur Tür. „Nun, wenn das so ist, dann sollte ich vielleicht die Polizei hier her beordern dass man dich hier abholt.“ Doris nickte heftig. „Ja… bitte… das wäre sehr gut.“ sagte sie. „Na dann warte mal eben kurz.“ Doris sah wie der Mann zum Telefon griff und kurz darauf wieder auflegte. „So… dann komm mal mit mir.“ Doris folgte dem Mann bis zu einer Ecke. Hier konnte sie sitzen ohne von anderen bemerkt zu werden.

    Simon sah sich im Restaurant um. Hier schien sie nicht zu sein. Er sah nur flüchtig über die Gästeflut und ging wieder vor dem Eingang in Position. Nur kurz darauf sah er wie zwei Polizisten zum Restaurant kamen und es betraten. Simon zog sich etwas zurück. Er ging zu den Toiletten, weil er wohl dachte, dass die Polizei ihn suchen würde. Ihm hätte es nicht gewundert, denn schließlich hatte er schon oft genug mit der Polizei zu tun gehabt. Er ging weiter zum Ausgang und stieß mit einem Mann zusammen. Er murmelte eine Entschuldigung und ging weiter ohne den Mann anzusehen. Auch dieser ging weiter. Hat es wohl eilig seinen Zug zu bekommen, wenn der sich nicht einmal die Zeit nimmt sich zu bedanken…, dachte Simon und ging zum Parkplatz. Dort wartete er einen Augenblick ab. Dann sah er wie nach einiger Zeit Doris in Begleitung von zwei Männern den Bahnhof.

    Einer meiner absoluten Lieblingsfolgen mit Jan. Dann auch noch zum Geburtstag.... einfach Klasse... Der Stunt vom Unfall klasse.... der Ablauf der Folge... mehr kann man eigentlich nicht erwarten. Das Ende.... natürlich ein Happy End...

    Semirs Spruch "Womit hab ich das verdient...." Klasse... das hat mir richtig gefehlt. Schön das die alten Folgen so gut ankommen. Hoffe doch mal das die Quoten morgen wieder gut ausfallen....

    Oskar ging eine Stunde später in die Richtung von Doris Zimmer. Vor der Tür stand Simon, der Türsteher. Oskar nickte ihm zu. „Was macht unsere Kleine?“ fragte er. „Die ist still wie ein Mäuschen. Aber die Musik läuft.“gab Simon von sich. „Das ist gut. Achte darauf, dass sie das Zimmer nicht verlässt, klar?“ Simon nickte. „Gut… ich will nur mal eben mit ihr reden.“ meinte Oskar. Simon grinste ihn an. „Schon klar Boss.“ sagte er und gab die Tür frei. Oskar sah ihn an. „Wenn du dieses Grinsen nicht sofort abstellst, dann ….“ drohte er. Simons Grinsen erlosch umgehend. Oskar betrat das Zimmer: „Doris?“ fragte er in den Raum hinein. Doch hier war niemand. „SIMON!!“ schrie er und der Türsteher kam herein. „Was ist denn?“ fragte er und sah sich um. „Wo ist die Kleine?“ Oskar stellte sich vor ihn hin. „Das würde ich gern von dir wissen. Wo ist sie?“ fragte er. „Ich weiß es nicht. Ich meine ich war doch vor der Tür und….“ stammelte Simon. „Bist du irgendwann man unachtsam gewesen? Oder hast deinen Platz verlassen?“ fragte Oskar. Simon überlegte. „Nun ja… ich war mal ganz kurz auf der Toilette….aber wirklich nur drei oder vier Minuten.“ gab Simon zu. „Du verdammter hirnamputierter Idiot! Diese Minuten hat sie natürlich ausgenutzt. Verdammt noch mal. Wir müssen sie suchen! Sofort!“ Simon nickte und rannte raus. Er suchte das Haus ab und dann das Außengelände. Keine Spur von Doris. Simon fluchte lautlos. Oskar sah ihn an, als er wieder herein kam. „Und?“ „Boss… es tut mir Leid. Aber ich kann sie nicht finden…“ Oskar nickte. „Sehr schön. Wirklich ganz Toll gemacht. Verdammt noch mal… was meinst du warum solltest du auf sie aufpassen?“ Simon sah ihn an und zuckte mit den Schultern. Oskar brüllte ihn zusammen und Simon steckte es einfach weg.

    Semir saß im Büro als sein Handy klingelte. Er sah auf das Display. Die Nummer kannte er nicht. „Ja, Semir Gerkhan.“ meldete er sich. „Herr Gerkhan…. Ich bin es Doris. Bitte Sie müssen mich abholen… Ich konnte fliehen, aber ich weiß dass Oskar sicher hinter mir her ist. Er …“ hörte er Doris reden. „Doris? Wo bist du?“ fragte er. „ich bin in einem Mac Donalds am Hauptbahnhof in Köln. Aber ich weiß genau, dass Oskar sicher seine Leute schon geschickt hat und mich sucht… Bitte… helfen Sie mir…“flehte Doris. „Okay… ich bin schon unterwegs. Hör mir genau zu. Du gehst jetzt auf das Bahngelände und dort zur Polizei. Ich rufe dort an und sage denen dass du eine Zeugin bist und sie auf dich aufpassen müssen, einverstanden?“ gab Semir ihr den Rat. „Ja… aber ich weiß doch gar nicht wo die Polizei ist… ich meine…“ kam verzweifelt zurück. „Doris… auf dem Gelände laufen viele Polizisten rum. Halte einen an und sag ihm er soll mich anrufen. Hörst du… er soll mich anrufen.“ bat Semir. „Ja… ich verstehe… ich gehe und sage dem ersten Polizisten, dass er Sie anrufen soll.“ sagte Doris leicht außer Atem. „Ganz genau. So und nun bleib ganz ruhig.“ Versuchte Semir sie weiterhin zu beruhigen. „Oh… nein…“ kam plötzlich von Doris. „Doris? Was ist? Doris??“ fragte Semir. „Simon ist schon hier. Er ist einer von Oskars Leuten…. Ich muss weiter…“ kam gehetzt von ihr. „Doris Geh zu einem Polizisten dort. Ich bin in einer halben Stunde bei dir. … Doris? … Doris!“ Doch Doris schien aufgelegt zu haben. „Verdammt!“ Semir griff zu seinem Schlüssel und sah Tom an. „Komm schon! Die Kleine ist abgehauen und sitzt in der Falle!“ schrie er noch und rannte raus. Tom hinterher.

    „Semir? Alles in Ordnung? Sie sehen so blass aus.“ stellte Anna fest. „Das ist nicht so wild. Ich bin fit.“ gab Semir an. „Was ist passiert?“ wollte Anna wissen. „Doris, das Mädchen die von dem Transporterüberfall gehört hat, ist entführt worden. Sie nannte den Mann Gregor. Dieser Typ hat mich und sie bei der Hütte bedroht, mich niedergeschlagen und gefesselt zurück gelassen. Er hat Doris mitgenommen. Ich befürchte, dass dieser Oskar sie hat und damit ist sie in Lebensgefahr. Wir müssen umgehend aktiv werden.“ erzählte Semir. Anna nickte. „Das werden Herzberger und Bonrath übernehmen. Sie und Tom werden sich auf den Transport konzentrieren. Was hat Spengler gesagt?“ wandte sie sich an Tom. Tom sah sie an. „Er hält es für unmöglich, dass einer der Angestellten es wagen würde den Transport zu überfallen. Er meint seine Leute sind alle von dem Verdacht her freizusprechen. Ich wollte sie gerade überprüfen, als Dieter mich anrief und den Vorfall mit Semir berichtete.“ gab Tom zum Besten. Anna nickte.

    „Gut... dann machen Sie da weiter. Was ist mit den Waffen?“ fragte sie. „Da sind Bonrath und Herzberger dran. Sie werden alle Waffen aus der Hütte schaffen.“ Gab Semir zurück, „Gut... ach Semir... nehmen Sie zwei Aspirin.“ Semir nickte nur. Er ging mit Tom ins Büro. „So... wer sind denn die Angestellten, die angeblich über jeden Zweifel erhaben sind?“ wollte er anschließend wissen. „Nun, abgesehen von den normalen Angestellten, von denen alle ausgeschlossen sind, bleiben drei Leute übrig. Das sind ziemlich hohe Tiere wie Spengler selbst. Nach seinen Angaben würde er es niemanden zutrauen, weil sie so sagt er ohnehin fürstlich bezahlt werden.“ meinte Tom nur. „Wenn wir danach gehen würden, könnten wir uns auch nur auf unserem Gehalt ausruhen. Okay.... wer sind die Drei?“ wollte Semir nun wissen. „Nun... da wäre Erwin Stahl, 43 Jahre alt, keine Vorstrafen. Er hat mit Spengler den Transport vorbereitet und auch die Transportfirma vorgeschlagen. Dann ist da Thomas Berger, 47 Jahre, verheiratet, drei Kinder. Keine Vorstrafen. Er ist die rechte Hand von Spengler und zum Schluss Sabine Kramer, seine Sekretärin.“ zählte Tom auf. Semir sah ihn an. „Rechte Hand und Sekretärin? Whow... das möchte ich auch mal haben.“ grinste er. Tom grinste. „Na ich bin doch deine rechte Hand. Und deine Sekretärin... nimm Andrea, die liebt es wenn du sie nervst.“ „Ha, ha.... Witzbold. So diese drei wissen außer Spengler von dem Transport. Dann wäre da noch die Transportfirma. Da weiß der Disponent sicher was davon und dessen Chef.“ Tom nickte. „Ja ich habe die Leute alle überprüft. Nichts. Keiner von denen ist vorbestraft.“ Semir stand auf. „Okay... wenn die Leute die davon beruflich wissen, nichts damit zu tun hätten, dann könnten es nur Personen sein, die im privaten Umfeld von Spengler sind. Was ist mit seiner Frau? Seine Kinder? Chauffeur?“ Tom lachte auf. „Er hat keine Frau, keine Kinder, keinen Chauffeur.“ „Gut... dann andere Verwandte, mit denen er vielleicht berufliches plaudert? Eine Freundin? Eine Geliebte?“ redete Semir weiter. „Er sagte mir, dass er mit niemanden außerhalb der Firma über diese Dinge spricht.“ gab Tom zurück. „Ja vielleicht nicht freiwillig.“ warf Semir ein. „Gut, aber er hat auch keine Geliebte und keine Freundin.“ „Ne... was für eine arme Socke. Gut... dann überlegen wir weiter. Dieser Oskar betreibt diverse Bars. Sicher hat er auch ein paar Mädchen. Was wenn dieser Oskar herausgefunden hat, das Spengler ein hohes Tier bei der Bank ist und hat ein Mädchen auf ihn angesetzt. Etwas mehr zu trinken oder eine Droge und dann hat er geplaudert und...dieses Mädchen hat dann Oskar alles gesagt?“ „Eine Möglichkeit. Aber dann müssen wir Spengler noch mal verhören. Ich meine falls es wirklich zu einem Überfall kommen sollte, wovon ich immer mehr Abstand nehme, dann kann es nur jemand sein, der mit Spengler in Kontakt war.“ Semir stimmte zu. „Gut dann werden wir uns Spengler noch einmal kommen lassen.“ Tom griff zum Telefon und orderte Spengler ins Büro

    Doris saß in ihrem Zimmer. Sie hatte Pause und musste die ganze Zeit in diesem Zimmer sein. Sie wusste dass Gregor jemanden beauftragt hatte Wache vor der Tür zu schieben um zu verhindern, dass sie das Zimmer verließ. Sie sah aus dem Fenster. Ein Gitter war davor angebracht also schied der Ausstieg durch das Fenster aus. Doris hatte nicht einmal ein Handy. Sie sah auf das Telefon, welches am Bett stand. Sollte sie es wagen diesen Semir anzurufen? Sollte sie ihm sagen, dass sie hier ist? Aber was, wenn er immer noch in der Hütte war? Wer konnte ihr sonst helfen? Dieser Kollege… wie war denn noch mal der Name? Kiebitz? Star?.... Sie wusste es war ein Vogel, aber sie kam nicht auf den Namen. Tom, ja er hieß Tom. Genau er muss helfen. Sie hob den Hörer ab und horchte. „Ja… was willst du?“ hörte sie. Sie legte wieder auf. Also war dieses Telefon nur innerhalb des Hauses zu nutzen. Verdammt. Wie sollte sie nur hier rauskommen? Sie ging im Zimmer auf und ab. Sie wußte ja, dass der Transporter in einer Woche überfallen werden sollte. Irgendwie musste sie hier raus. Egal was passiert. Sie musste es wenigstens versuchen. Doris starrte auf die Tür. Sie ging hin und öffnete sie. Erstaunt stellte sie fest, dass dort keiner stand. Sie schlich leise zur Hintertreppe des Bordells und lief eilig die Stufen runter. Niemand sah sie. Niemand bemerkte ihre Flucht. Sie kam auf der Hofseite des Bordells heraus. Hier musste sie nur über die Mauer klettern und dann war sie im Garten des Nachbars und konnte von dort ohne weiteres die Straße erreichen.

    Tom kam zurück zur PAST. Er sah Andrea an. „War Semir schon wieder zurück?“ fragte er. „Ja aber er ist mit Doris noch mal los. Sie wollte ihm eine Hütte zeigen.“ Erzählte Andrea. „Ah ja…. gut. Ist die Chefin auch da?“ fragte Tom weiter. „Nee. Die ist zu Tisch.“ gab Andrea beiläufig weiter. „Okay… dann warte ich eben.“ Die Zeit verging und Tom machte sich einige Notizen über das was er erfahren hatte. Spengler hatte ihm die Namen genannt, die von dem Transport wussten, als Tom ihm sagte, dass etwas durchgesickert sein muss. Nun musste Tom die Personen überprüfen. Es waren acht Leute und alle hatten nach Angabe von Spengler einen einwandfreien Leumund. Sein Handy klingelte. „Dieter hier. Tom du musst sofort herkommen. Semir ist überfallen worden. Es geht ihm gut, nur ist Doris verschwunden.“ sagte Dieter aufgeregt. „Bin schon unterwegs.“ rief Tom und beendete das Gespräch. Er verließ die PAST eilig. An der Mühle angekommen rannte er sofort hinein. Semir lag auf dem Sofa „Hey? Bist du okay?“ fragte Tom besorgt. „Ja... geht schon. Der Kopf dröhnt etwas, aber sonst bin ich okay.“ meinte Semir nur. „Was ist passiert?“ wollte Tom wissen. „Ich war mit Doris zur Hütte gefahren, weil dort für den Überfall auf den Transport die Waffen lagern. Ich hab sie mir angesehen. Es ist ein richtiges Arsenal. Dann stand der Typ auf einmal hinter mir. Doris hat ihn mit Gregor angesprochen. Der schlug mich nieder, fesselte und knebelte mich. Doris hat er mitgenommen. Wir müssen umgehend diesen Oskar aufsuchen...“ Semir richtete sich auf.

    Tom bemerkte das blasse Aussehen. „Du siehst ganz schön beschissen aus.“ sagte er besorgt. „Geht schon“ kam von Semir und er sah zu Hotte und Dieter. „Könnt ihr euch mal schlau machen, wem die Hütte im Wald gehört...?“ fragte er. Hotte sah zu Dieter und nickte dann. „Ja machen wir. Damit ist der Urlaub vorbei. Auf geht es Dieter!“ sagte Hotte. Schon waren beide verschwunden. Tom setzte sich zu Semir. „Zeig mir dein Köpfchen mal.“ forderte er Semir auf. Dieser drehte sich um. Tom sah die kleine Platzwunde am Hinterkopf. „ Nun ja... es blutet nicht mehr. Die Beule kann sich aber sehen lassen. Solltest vielleicht doch besser zum Doc.“ meinte er. „Quatsch! Mir ist nur etwas übel. Aber damit kann ich umgehen. Wir müssen Doris finden.“ sagte Semir. „Gut, das werden wir auch. Aber erst einmal werden wir zur PAST fahren und die Chefin informieren.“

    Gregor stieß Doris zu Oskar ins Büro. „Hallo Doris. Schön dass du wieder da bist. Hast du mir was zu erzählen?“ fragte Oskar. Doris schüttelte ängstlich den Kopf. Oskar sah Gregor an. „Wo hast du sie gefunden?“ wollte Oskar von ihm wissen. „Sie war mit einem Bullen in der Hütte. Ich hab ihn niedergeschlagen, gefesselt und geknebelt. Er sollte mittlerweile wieder wach sein.“ sagte Gregor. Oskar nickte nur. „Wir müssen aufpassen. Doris? Was hast du denn der Polizei erzählt?“ fragte er erneut. „Nichts... wirklich... ich hab nichts gehört und nichts erzählt.“ sagte Doris leise und versuchte ihre Angst nicht zu zeigen. Oskar lächelte leicht. „Ich glaube dir nicht. Sieh mal... ich will dir eigentlich nicht wehtun, also sei ein braves Mädchen und sag mir warum du mit dem Polizisten an der Hütte warst.“ bat er sie und streichelte ihr Gesicht. Doris atmete tief durch. „Ich bin ja ausgerissen, dass wissen Sie ja. Meine Eltern haben mich als vermisst gemeldet. Ich habe mich in der Nähe der Hütte in einer Mühle versteckt und als der Besitzer ankam, hat dieser festgestellt, dass sich jemand in der Mühle versteckt. Ich bin weggelaufen und hab in der Hütte eine Waffe gefunden. Als die Polizei mich dann im Wald aufgegriffen hat, hab ich mit der Waffe den Mann bedroht. Das ist alles. Er wollte dann im Verhör wissen, woher ich die Waffe hätte... und da hab ich ihm die Hütte gezeigt. Das ist wirklich alles. Ich schwöre es!“ sagte Doris. Oskar sah Gregor an und dieser zuckte mit den Schultern. „Nun... ich will dir glauben. Aber die nächsten Tage wirst du das Lokal nicht mehr verlassen. Ich gebe dir ein Zimmer hier im Haus. Ist das klar?“ Doris nickte. Sie hatte große Angst vor Oskar.