Semir fuhr hinter dem Wagen her. Er wurde das Gefühl nicht los, dass er in eine Falle gelockt werden sollte. Er stellte sich auf das unterste Parkdeck. Nicht weit von ihm, die Männer mit Magdalena. Er stieg aus und schlich hinter die anderen Wagen. Sein Handy fest in der Hand. Er sah wie die Männer mit Magdalena in den Fahrstuhl stiegen. Er ging hinterher und war dabei darauf bedacht, nicht gesehen zu werden. Er nahm den zweiten Fahrstuhl und fuhr in die Etage, wo sich die Männer garantiert mit Magdalena aufhalten würden. Dort wo das normale Personal keinen Zutritt hatte. In die Chefetage. Er zog seine Waffe und ging durch den langen Flur.
„Ich kümmere mich drum Tom. Und sie sehen jetzt zu, dass sie das tun, was man ihnen sagt“ Er nickte. Auf dem Weg zum Parkplatz versuchte Anna Semir erneut zu erreichen. „Gerkan... wo stecken sie?“ „Chefin, ich hab sie… wir sind bei Syntex... ich könnte jetzt doch mal Hilfe brauchen.“ abrupt riss das Gespräch ab und Semir verschwand hinter der Türe.
„Wo steckt der Zwerg? Er war hinter uns und sein Auto steht unten, also wo hat er sich verpisst?“ die beiden Männer gingen an der Türe vorbei und nahmen die Treppen nach unten.
Semir sah die Männer die sicher nach ihm suchten. Er hielt die Luft an, als die Männer seine Tür passierten. „Er muss hier sein. Sieh du hier nach… ich geh da drüben rein.“ Semir drückte sich an die Wand. Er hatte seine Waffe in der Hand und war bereit sie auch zu benutzen. Die Tür wurde aufgedrückt. Doch Semir hatte Glück, der Mann begnügte sich damit, die Tür nur so weit aufzumachen, dass er in den Raum schauen konnte. „Hier ist er nicht… Gehen wir die anderen Zimmer durch.“ Semir schloss erleichtert die Augen. Als die Luft rein war, ging er weiter.
„Schade Magdalena. Sie waren mir als Sekretärin immer eine sehr große Hilfe. Aber leider… haben Sie mein Geheimnis erkannt. Es tut mir aufrichtig Leid.“ „Sparen Sie sich Ihr Mitleid…. Die Polizei hat alle Unterlagen. Die Polizisten sind unschuldig… jeder weiß es. Sie werden…“
Finke schlug ihr eine runter.“ Sie sollen endlich ruhig sein. Der Bulle im Krankenhaus wird auch noch dran glauben. das schwöre ich ihnen. Jetzt sind erst sie und sein Partner an der Reihe. Dann können wir unseren Plan in Ruhe durchführen. Aber erst warten wir auf den Kerl.“ er knebelte sie und ging aus dem Zimmer in den Nebenraum.
Semir hatte die kurze Diskussion mitgehört, steckte nun die Waffe ein und sah sich um. Niemand war zu sehen. leise schlich er sich, die Hand vor den Mund halten zu Magdalena. Befreite sie und zog sie am Arm weg.
Magdalena sah ihn mit verweinten Augen an. Er deutete ihr an, nichts zu sagen und sie nickte. Dann zog er sie auf den Flur und zeigte in die Richtung in die er mit ihr gehen wollte. Sie rannten los. Doch kaum waren sie an der Ecke, da kamen ihm zwei Männer vom Wachdienst entgegen. Semir stoppte und rannte mit Magdalena in die andere Richtung. Sie rannten ins Treppenhaus. „Kommen Sie!!! Wir müssen runter!!“ rief Semir und zog Magdalena hinter sich her. Die Türen im Stockwerk über ihnen zeigten, dass die Verfolgung aufgenommen wurde. Nun musste sich zeigen wer der Schnellere war. Magdalena geriet außer Atem. „Ich kann nicht mehr….“ stöhnte sie.
„Los, hier runter in die Tiefgarage. Wir müssen uns verstecken. Meine Kollegen sind gleich da. Dann sind sie in Sicherheit...los.“ Semir zog sie runter und duckte sich mit ihr hinter einem Wagen. „Passen sie auf, sie klettern jetzt in meinen Kofferraum, ich lenke sie ab. und los.“ Er half Magdalena beim einsteigen und lehnte den Deckel lose an. Dann schoß er die Deckenlampe aus und versteckte sich 3 Wagen weiter, griff erneut zum Handy „Chefin... es brennt, ich brauch jetzt wirklich dringend Hilfe hier!“