Beiträge von Elvira

    Gegen 17:00 Uhr fuhr auch Anna los. Sie kam kurz vor halb sechs am Treffpunkt an. Alles war leer. Klar… dieser Parkplatz war eigentlich gesperrt, weil hier Ausbesserungsarbeiten durchgeführt werden sollten. Es war ein verlassener Ort und genau deshalb hatte Stolkoff ihn ausgesucht. Anna sah nervös auf die Uhr. Noch fünfzehn Minuten. Sie rauchte nervös eine Zigarette. Eigentlich hatte sie aufgehört, doch nun zerrte das Warten an den Nerven. Sie sah sich erneut um. Dann endlich kam ein Wagen auf den Platz gefahren. Sie sah Semir darin sitzen, der sie ansah. Der Wagen hielt vor dem ihrigen und Stolkoff stieg mit Semir aus. „Einen wunderschönen Guten Abend, Frau Anna Engelhard!“ begrüßte Stolkoff sie und hielt Semir dicht vor sich. Anna nickte nur. „Lassen Sie meinen Kollegen gehen. Ich bin ohne Verstärkung hier.“ bat sie. Stolkoff lachte. „Ja sicher… und wenn er dann bei Ihnen ist, dann knallt mich irgendein Scharfschütze ab, was?“ fragte er bissig. Anna schüttelte den Kopf. „Ich habe mich an die Abmachung gehalten. Lassen Sie ihn gehen!“ forderte Anna ihn erneut auf.

    Stolkoff lachte leise. Er sah Semir an und zeigte ihm noch einmal die Schnur die er hielt. „Willst du gehen? Überleg dir deine Antwort. Ich hatte dir doch gesagt, wie die Sprengfalle funktioniert. Sag deiner Chefin wie es aussieht.“ sagte er leise zu ihm. Semir schloss die Augen. „Chefin… er ist mit mir verbunden. Der Sprengstoff den ich um mich trage, wird hochgehen, wenn er stirbt. Wenn ich mich entferne dann…explodiert er ebenfalls...“ erklärte Semir mit nervöser Stimme. Anna nickte. „Ich verstehe… Schon gut, Semir. Stolkoff! Sie wollen doch mich haben. Tauschen wir. Ich nehme den Gürtel und wir beide tragen es allein aus und er darf gehen. Sie sollten wenigstens etwas Einsicht zeigen.“ verlangte Anna. Stolkoff überlegte. „Hältst du mich für so dumm? Er darf nicht gehen! Er ist auch ein Täter! Er war dabei. Er darf sich ins Auto setzten, aber er darf nicht gehen. Er soll zusehen wie Sie sterben.“ forderte Stolkoff. Anna sah zu Semir. Dieser regte sich kaum. „Okay… nehmen Sie ihm den Gürtel ab.“ forderte Anna auf. Stolkoff nickte.

    Gegen zwei machten Hotte, Dieter und Tom sich auf den Weg zum Treffpunkt. Die beiden halfen Tom beim Laufen, der sich mit den Krücken ziemlich hilflos anstellte. Der Arzt war dagegen, aber Tom drohte ihm mit einem Verfahren, falls er seine Vorgesetzte informieren würde. Er erklärte ihm genau was sein Motiv war. Darauf ließ der Arzt sich auf den Deal ein. Allerdings stellte er die Bedingung, dass Tom nach dem Fall sich umgehend wieder hier auf der Station meldet. Tom versprach es und verschwand. Nur eine Stunde später waren sie am Rastplatz angekommen. Dieter sah sich um. Also die beste Sicht auf den Parkplatz hast du von dem Hügel dort. Da kann dich keiner sehen, du aber siehst alles.“ meinte er, als er zurück kam. Tom sah ihn zweifelnd an. „Wie soll ich denn da hoch kommen?“ fragte Tom und sah sein Gipsbein an. „Nun mit körperlicher Anstrengung schaffst du es schon. Du willst Semir doch helfen, oder?“ stellte Hotte in Frage. Tom sah ihn böse an. „Ja sicher! Sonst wäre ich nicht hier. Also gut… dann mal rauf. Hast du das Scharfschützengewehr, Dieter?“ fragte er. Dieter nickte. „Klar ich lege es dir oben direkt so, dass du es nutzen kannst.“ Tom nickte und machte sich ran den mäßig hohen Hügel zu erklimmen.

    Zwei Stunden später machte Nikolas Stolkoff auch sich und Semir fertig zum Aufbruch. Er löste Semir die Handschellen von den Knöcheln und zog ihn brutal hoch. Dann verband er den Sprengstoffgürtel mit dem Zünder. Semir wehrte sich nicht. Er wollte nur weg und hoffte auf Hilfe von Außen. Er war sicher dass die Chefin das SEK bereits in Stellung gebracht hatte. Engelhard war mit Sicherheit nicht allein am Treffpunkt. Aber was, wenn Stolkoff die Verstärkung sieht? Was passiert dann mit ihm? Stolkoff stieß ihn an. „Na los… träumen kannst du später.“ lachte er. Semir ging los. Wie ein Hund angeleint ging er vor Stolkoff her. „Ach ja… falls du versuchen solltest wegzulaufen… die Schnur hier ist die Zündschnur. Wenn sie zerreißt, dann geht die Ladung hoch. Wenn ich sterben sollte, geht die Ladung ebenfalls hoch. Denn sie ist mit meinem Herzschlag verbunden. Schlägt es nicht mehr, dann bumm…“ lachte er. Semir nickte nur. Stolkoff war der Teufel in Person. „Ach ja… falls du auch nur einen Ton ohne meiner Erlaubnis von dir gibst, am Treffpunkt, dann knall ich dich ab. Verstanden?“ warnte er ihn. Wieder nickte Semir. Sie fuhren zum Treffpunkt.

    Auch wenn es schon in einem Thread steht, so muss ja alles seine Ordnung haben. Deshalb hier noch einmal eine ÜBersicht der Folgen aus der neuen Staffel...

    Am 04.09.2008 Pilotfilm "Auf eigene Faust"

    Spannung und unglaubliche Action auf höchstem Niveau sind wieder garantiert, wenn Deutschlands erfolgreichste Action-Serie mit neuer Staffel und neuem Mann an Bord wieder durchstartet: Tom Beck kommt als draufgängerischer Kriminalkommissar Ben Jäger und neuer Partner von Semir Gerkhan (Erdogan Atalay) ins Team.

    Semir und Ben geben alles, um Ordnung in ihrem Revier zu schaffen. Sie stellen sich jeder noch so gefährlichen Situation und sind ständig in wilde Verfolgungsjagden verwickelt - auf der Straße, auf Hausdächern oder in abgelegenen Industriegebieten. Dafür schonen sie weder sich noch ihr Material - so mancher Dienstwagen bleibt dabei auf der Strecke.

    Der 90-minütige Pilot zu neuen Staffel beginnt da, wo die letzte endete: Nach dem Mord an seinem Partner Chris Ritter hat Semir dafür gesorgt, dass der Täter, Drogenboss Sander Kalvus, verhaftet wird. Um ihn jedoch verurteilen zu können, braucht es die Aussage des Zeugen Harald Flensmann, ein nerviger Hypochonder, aber auch gewiefter Taktiker. Und als wäre das nicht genug des Ärgers, bekommt Semir auch noch einen neuen Partner: Ben Jäger, einen jungen draufgängerischen Typen, der die Autobahnpolizei nur als Durchgangsstation für seine Karriere betrachtet. Ob Semir sich auf ihn verlassen kann? Gemeinsam müssen die Kommissare Flensmann von Köln nach Berlin chauffieren. Eine Fahrt, die niemand so schnell vergessen wird...

    Quelle: RTL.de

    Tom sah Hotte an. „Bitte Hotte… die Chefin braucht mich. Wirklich. Ich kann doch nicht hier liegen und zusehen, wie dieser Mistkerl Semir und die Chefin umbringt. Bitte…“ flehte er seinen Kollegen an. Dieser sah hilflos zu Dieter. Doch der zuckte nur mit den Schultern. „Hotte… ich lad dich danach auch zum Essen ein. Versprochen. Bitte… ihr müsst mir helfen.“ bat Tom weiter. „Also gut Tom. Aber nur weil du Semirs Freund bist. Wo ist denn dieses Treffen?“ fragte Hotte. „Am Rastplatz wo alles angefangen hatte.“ gab Tom an. Hotte nickte. „Gut. Wann willst du da hin?“ kam die nächste Frage von ihm. „Die Chefin sagte um 18:00 Uhr würde sie dort Stolkoff treffen. Das heißt ich muss auf jeden Fall vorher da sein. Denn wenn ich die Chefin richtig einschätze, dann wird sie allein da hin fahren. Ohne jede Rückendeckung um Semirs Leben zu retten.“ erklärte Tom. Hotte sah zu Dieter. „Dann sollten wir gegen drei da sein. Wir können uns dort dann ein Versteck aussuchen und du kannst dich da auch auf die Lauer legen. Wenn das mit dem Gipsbein kein Problem ist.“ gab er zu bedenken. Tom schüttelte den Kopf. „Das ist kein Problem. Ich laufe ja bei keinem Wettrennen mit.“

    Auch Anna machte sich Gedanken an ihrem Schreibtisch. Sie rief Andrea zu sich. „Chefin? Sie sehen sehr müde aus.“ stellte Andrea fest. Anna nickte. „Ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen. Ich konnte einfach nicht. Andrea… wegen heute Abend. Sagen Sie dem SEK… ich brauche sie nicht mehr. Ich werde ganz allein zu diesem Treffen fahren.“ entschied Anna. Andrea sah sie erschrocken an. „Aber Chefin… der Kerl wird Sie töten…!“ rief sie aus. Anna nickte und reichte ihr ein Bild. „Ich weiß. Aber lieber tötet er mich, als ihn hier.“ Andrea sah auf das Bild. Sie sah Semir mit einem Sprengstoffgürtel. „Oh mein Gott…“ stieß sie nur aus. „Sehen Sie… ich habe hier einen Brief verfasst. Wenn alles überstanden ist und Semir wieder hier ist, dann geben Sie ihm den Brief bitte. Er soll ihn der Staatsanwältin übergeben damit keine Konsequenzen für ihn daraus entstehen. Dort steht auch drin, dass er mein Nachfolger sein wird.“ Annas Stimme klang traurig und schlapp. Andrea nahm den Brief. „Chefin… Sie dürfen nicht allein da hin. Das ist doch viel zu gefährlich. Wieso nehmen Sie nicht Herzberger und Bonrath mit. Wenigstens etwas Schutz. Ich meine…“ versuchte Andrea sie zu überreden. Anna schüttelte den Kopf. „Ich habe meine Entscheidung getroffen. Bitte gehen Sie jetzt.“ sagte sie beherrscht. Andrea nickte und verließ den Raum.

    Der nächste Morgen brach an. Nikolas bastelte an einem Sprengstoffgürtel. Er legte Dynamitstangen in einem einfachen Ledergürtel und klebte diese mit Klebeband zusammen. Wie schön, dachte er, dass ich noch Freunde habe dir mir einen Gefallen schulden. Und Wie gut, dass ich damals beim Militär mit Sprengstoff hantieren konnte. Er betrachtete sein Werk zufrieden und ging mit diesem Gürtel zu seinem Gefangenen der immer noch im Tiefschlaf lag. Er legte ihm den Gürtel an und lachte gemein. Ein Blick auf die Uhr zeigte dass Gerkhan sicher bald aufwachen müsste. Er ging in die Küche und machte für ihn Brötchen. Er sollte ja nicht hungrig in den Tod gehen. Außerdem gab es heißen Kaffee. Er ging wieder zu Gerkhan und löste die Handschellen. Stattdessen legte er diese an den Beinen an. So war gewährleistet, dass er nichts machen konnte. Als er fertig war rührte sich der Polizist und schlug die Augen auf.

    Semir sah sich verwundert um. Er brauchte etwas Zeit sich zu orientieren. Seine Sicht war fast klar. Die Schwellungen sind weit zurückgegangen und das Gesicht schillerte in vielen bunten Farben. Dann sah er Nikolas. „Stolkoff…“ stieß er leise aus. „Ja… weißt du doch… gut geschlafen?“ fragte Nikolas höhnisch. „Wie spät ist es?“ wollte Semir wissen. Nikolas schaute auf die Uhr. „Gleich 11 Uhr. Noch knappe sieben Stunden bis zum Tod, wenn du willst.“ Semir spürte als er sich aufsetzte den Gürtel an der Hüfte. Er sah genau um was es sich handelte und bewegte sich vorsichtiger. Nikolas bemerkte es. „Nur keine Sorge… noch ist es nicht soweit.“ lachte er. Semir merkte auch, dass seine Beine gefesselt waren, dafür aber die Hand frei war. „Was haben Sie vor?“ fragte er leise. Nikolas lachte. „Weißt du das nicht? Ich werde mich heute mit Anna Engelhard treffen und sie vernichten. Du wirst dabei sein. Sozusagen in erster Reihe. Nur damit unsere liebe Anna keinen Fehler macht. Sie weiß noch nichts von deinem dich schmückenden Gürtel. Das ist eine große Überraschung für sie. Wenn ich sie richtig einschätze, dann wird sie vermutlich eine Falle aufbauen. Deshalb werden du und ich wie siamesische Zwillinge zu diesem Treffen gehen. Du wirst mit mir verbunden sein.“ lachte er.

    Es gibt keinen Fantag. Wir veranstalten jedes Jahr ein Fantreffen an dem die Mtiglieder aus dem Forum teilnehmen kann. Das näcshte Fantreffen ist im August 2008. Es geht über ein Wochenende und findet in Hürth statt. Für dieses Jahr ist es derzeit ausgebucht und wann es im nächsten Jahr stattfindet, ist noch nicht bekannt.

    Nun siggi, ich schreibe meine Storys in Word vor und lese es dann einige Male durch, bevor ich sie fürs Forum fit genug halte. Ein Patentrezept gibt es allerdings nicht. Munter drauf losschreiben und natürlich die Rechtschreibung nicht vergessen. Denn nichts ist schlimmer als einen Text zu lesen, der vor Fehlern strozt. Daher immer von Word die Rechtschreibung überprüfen lassen.

    Um solche spannenden Geschichten zu schreiben, braucht man wie Timmiboy schon sagte Fantasie. Schreib dir einfach mal die Ideen auf, die sich um deine Geschichte drehen und dann versuche dich da hin zu schreiben. Und je mehr Storys du schreibst, um so sicherer wirst du. Ob deine Geschichte ankommt, liegt aber immer am Leser. Ob deine Story gelesen wird, siehtst du an den Zugriffen. Messe es niemals an den Feeds. Denn selbst wenn du kein Feed bekommst, so heißt es nicht, das die Geschichte nicht gefällt. Viele lesen nur und schreiben nichts dazu.

    LG

    Oh oh.... ich glaube Vanessa ist da tiefer mit drin, als eigentlich geplant. Aber was ich toll finde, das Tom und Semir zusammenarbeiten wie eh und je. BIn sehr gespannt wie es weitergeht. Vorallem wenn Semir auf Jan trifft. Ob Jan ihm etwas tun wird? Ode vielleicht sogar auf ihn schießen???

    Nikolas ging in die Küche und nahm eine Flasche Wasser. Er sah auf die Uhr 20:00 Uhr. Es war Zeit das der Polizist schlief. Seit der Entlassung aus dem Knast hatte er ständig Beruhigungs- und Schlafmittel bei sich. Er kramte die Tabletten raus und löste sie im Wasser auf. Sechs Schlaftabletten sollten ausreichen um den Bullen schöne Träume zu bescheren, dachte er und brachte das Glas zu Semir. Er hielt es ihm an den Mund. Der Polizist merkte den bitteren Geschmack des Wassers und wollte seinen Kopf wegdrehen, doch damit hatte Nikolas gerechnet. Er drückte mit einer Hand den Kopf gegen die Wand. „Trink… ist besser als wenn ich dich bewusstlos schlage, oder?“ fragte er grinsend. Er presste das Glas an die Lippen des Polizisten. Doch dieser schloss sie fest. Nikolas zog das Glas weg, holte aus und schlug Semir die flache Hand mit Wucht ins Gesicht. „Willst du mich sauer machen, Gerkhan? Trink freiwillig oder ich werde dir das Zeug in die Venen spritzen!“ drohte er. Nach kurzer Überlegung trank der Polizist das Glas aus. Zufrieden nickte Nikolas. „So ist gut… dann angenehme Träume.“ lachte er und verschwand aus dem Zimmer.

    Während Semir langsam in den Schlaf glitt, saß Anna immer noch am Schreibtisch. Sie dachte darüber nach, was sie machen konnte. Wie konnte sie Semir helfen? Nikolas wollte sie töten das war klar. Aber was war mit Semir? Ließ er ihn wirklich laufen, wenn sie sich stellt? Anna glaubte ihm nicht. Anna stand auf. Es war schon spät und morgen wollte sie fit sein. Doch bevor sie das Büro verließ klingelte das Handy. „Engelhard!“ meldete sie sich müde. „Tom hier… Chefin… haben Sie was Neues? Wissen Sie wo Semir steckt?“ schoss Tom die Fragen ab. „Tom… Sie sollten längst schlafen.“ Tadelte Anna ihn. „Ich kann nicht ans Schlafen denken, wenn mein Freund und Partner irgendwo in Schwierigkeiten steckt.“ verteidigte Tom sich. „Tom… ich hab mit Semir gesprochen. Er ist bei Stolkoff. Morgen werde ich mich mit ihm treffen. Allein. Ich will nicht das Semir etwas passiert und Stolkoff will nur mich.“ erklärte Anna. „Chefin… der lässt Semir sicher nicht laufen. Das würde er nicht machen. Er wird ihn auch umbringen, entweder vor oder nach Ihnen. Gehen Sie nicht allein. Bitte. Nehmen Sie Bonrath und Herzberger mit. Oder holen Sie mich ab. Chefin… bitte….“ Flehte Tom. „Nein Sie sind außen vor. Tom… nehmen Sie doch Vernunft an. Mit einem gebrochen Bein können Sie nichts machen.“ klärte Anna ihn auf. „Ich schieße doch nicht mit den Beinen und laufen muss ich auch nicht. Ich will doch … bitte Chefin…ich will was tun.“ bettelte Tom. Anna lächelte leicht. „ich werde es mir überlegen.“ sagte sie und beendete das Gespräch. Sie fuhr mit Andrea nach hause und versuchte etwas zu Ruhe zu kommen. Doch die Gedanken an morgen ließen es nicht wirklich zu.

    Anna lief auf und ab. Tom hatte gebettelt aus dem Krankenhaus mitzukommen. Im Büro zu sitzen, dabei zu sein. Anna hatte es abgelehnt und Horst Herzberger mit der Bewachung beauftragt. Andrea sah sie an. „Chefin… es war nicht Ihre Schuld.“ sagte sie leise. Anna nickte. „Ich weiß. Aber ich muss mich nun entscheiden. Er sollte sich endlich mal melden, damit ich weiß was er vorhat. Verdammt warum meldet er sich nicht.“ Anna war sichtlich nervös. Endlich klingelte das Telefon. „Engelhard!“ meldet sie sich. „Sehr schön. Sie scheinen etwas nervös zu sein. Was haben Sie denn?“ lachte ihr Nikolas durch den Hörer zu. „Hören Sie… wo ist Gerkhan? Was haben Sie mit ihm gemacht?“ schrie Anna wütend ins Telefon. „Oh… dem geht es entsprechend gut. Nur keine Sorge. Er lebt noch.“ kam von Nikolas. „Was wollen Sie? Das ist eine Sache zwischen mir und Ihnen. Gerkhan hat nichts damit zu tun. Reicht es nicht, dass er wegen Ihnen einen schweren Unfall hatte? Was wollen Sie noch?“ fragte Anna und versuchte ruhiger zu werden. „Ich will Sie, Anna Engelhard. Ich will dass Sie zum Mord stehen. Mord an meiner geliebten Frau und dem ungeborenen Kind. Sie werden dafür bezahlen.“ kam von Nikolas. Hass war in der Stimme deutlich zu hören. „Okay… ich werde zum Treffen kommen. Was ist mit Gerkhan?“ wollte Anna wissen. „Was soll mit ihm sein?“ kam die Gegenfrage. „Ich will mit ihm sprechen. Bitte…“ sagte Anna. Nikolas lachte leise. „Aber sicher doch…“ Anna hörte Schritte und kurz darauf Semirs Stimme. „Semir? Sind Sie in Ordnung?“ fragte Anna. „Es geht so… Chefin.“ kam von Semir. „So… Sie haben ihn gehört. Morgen um 18:00 Uhr am Parkplatz. Und Frau Engelhard kommen Sie allein…“ warnte Nikolas sie und legte auf. Anna schloss die Augen und stützte ihren Kopf mit den Händen auf den Schreibtisch. Eigentlich müsste sie Schrankmann informieren.

    Nikolas sah auf seinen Gefangenen. „Du solltest schlafen. Morgen ist dein letzter Tag. Willst du was besonderes Essen?“ fragte er ihn. Semir sah ihn nur an. „Ich würde sehr gern etwas essen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es nicht vergiftet ist.“ stieß er aus. Nikolas lachte laut auf. „Nur keine Angst. Ich werde dich nicht vergiften. Das geht viel zu schnell. Ich habe mir was ganz besonderes für dich ausgesucht. Du wirst das Fliegen lernen. Ich habe sogar ein Auto gefunden, das dem damaligen ähnelt. Aber mehr verrate ich nicht. Es soll doch eine Überraschung werden.“ grinste Nikolas ihn an. Semir schnaubte verächtlich. „Wenn ich dich losmache, denke ich mal, wirst du dich sicher versuchen zu verdünnisieren. Das möchte ich aber nicht. Hab allerdings auch keinen Bock dich zu füttern. Ist schwer nicht wahr?“ Nikolas dachte nach. „hmmm hast du einen Vorschlag?“ fragte er Semir. Dieser musterte ihn und zuckte mit den Schultern. „Der eine Arm ist in Gips. Damit kann ich schlecht essen.“ gab Semir zu. Nikolas lachte. „Du hast es erfasst. Aber ich will mal nicht so sein.“ Er verschwand kurz und tauchte nach einer halben Stunde wieder auf. Er drückte Semir in die gefesselte Hand eine belegte Brötchenhälfte. „Das kannst du ja so essen.“ Semir aß etwas unbequem aber es ging. „Was ist mit trinken?“ wollte er wissen. Nikolas sah ihn an. „du bist ganz schön anspruchsvoll. Aber klar. Was möchtest du denn Wodka, Whisky, Cognac?“ fragte er. Semir schüttelte den Kopf. „Wasser genügt.“ gab er an.

    Anna fluchte wie ein Seemann. Tom sah sie an. „Chefin… nach der Beschreibung zu urteilen war es Stolkoff, der Semir hier raus geholt hat. Diese Schlafmützen haben sogar den Weg frei gemacht. Und ich liege hier und kann nichts machen, verdammt.“ fluchte er wütend. Er wusste wie es in Anna aussah. Sie nickte. „Ja… und morgen will er sich mit mir treffen. Ich werde auf jeden Fall zu dem Treffen gehen. Nicht allein. Ich werde Bonrath und Herzberger mitnehmen, außerdem ein Einsatzkommando des SEKs. Ich vermute dass er Semir zu diesem Treffen mitbringen wird. Ich verstehe einfach nicht, warum er ihn hier raus entführt hat? Es macht doch keinen Sinn. Ich verstehe es einfach nicht.“ stöhnte Anna. Tom sah sie an. „Wo soll das Treffen stattfinden?“ fragte er. „Dort wo ich seine Frau erschossen habe. An der gleichen Stelle.“ gab sie bekannt. Tom sah sie an. „Dann will er die Situation nachstellen. Klar… damals hatten die Stolkoffs Semir als Fahrer. Als Jana Stolkoff Semir erschießen wollte haben Sie sie erschossen und somit Semir das Leben gerettet. Diesmal wird er vermutlich Semir erschießen und vorher Sie.“ mutmaßte Tom. Anna nickte. „Ich muss Ihnen zustimmen. Aber warum will er…“ sie stockte und sah Tom an. „Er will getötet werden. Er weiß mit Sicherheit, dass ich nicht allein kommen werde, deshalb hat er sich Semir geholt um ein Druckmittel zu haben. Nun bin ich gezwungen allein zu kommen. Wenn ich es nicht tue, dann dürfte er…“ Sie wollte gehen. „Chefin! Bitte rufen Sie mich an, sobald Sie ihn festgesetzt haben.“ bat Tom noch und Anna nickte nur.

    Semir kam zu sich. „Na wieder wach, Gerkhan? Du kannst von Glück sagen, dass ich nicht in Wut geraten bin, als du mich geschlagen hast. Aber wenn du es noch einmal wagst, dann lernst du mich kennen. Weißt du wer ich bin?“ fragte ihn ein Mann. Semir setzte sich etwas auf und sofort waren die Schmerzen da. „Stolkoff, was wollen Sie?“ fragte Semir. Er sah den Mann nicht richtig und die Stimme schien sich auch verändert zu haben, aber er war sicher, dass es Nikolas Stolkoff war. „Bravo… du weißt wer dich hat. Nun was will ich… Rache. Das weißt du doch.“ lachte Nikolas. Semir nickte. „Hören Sie… es tut mir Leid, was damals passiert ist. Aber ich habe Ihre Frau nicht erschossen. Sie wollte mich töten und Anna Engelhard hat in Notwehr gehandelt.“ versuchte er zu erklären. „Ja sicher… die Polizei hat immer Ausreden. Notwehr? Wo war das Notwehr? Jana hätte Sie nicht erschossen. Sie wollte nur verhindern, dass Sie etwas unternehmen. Aber nein… Anna Engelhard musste abdrücken. Wusstet ihr, dass meine Jana schwanger war? Nein… das hat euch gar nicht interessiert, nicht war? Ihr stellt euch schützend hinter dem Recht und dem Gesetz, wenn ihr jemanden ermordet. Nun gut… ich denke du weißt was deine Aufgabe ist.“ kam von Nikolas. Er war sehr wütend und Semir spürte es sehr genau.

    Er verhielt sich ruhig. Zumal war er an der Wand gefesselt und verletzt. Er hätte keine Chance gehabt gegen den Mann. Er sah nicht einmal richtig. Dann beugte sich Nikolas zu ihm hinunter. Semir konnte ihn riechen und zuckte etwas zurück. Nikolas griff seinen gebrochenen Arm und drehte ihn leicht. „Hören Sie auf!“ forderte Semir ihn auf. Die Schmerzwogen gingen durch seinen Körper. Nikolas lachte nur. „Weißt du… ich denke wir werden sehr viel Spaß miteinander haben“ sagte er und drehte den Arm weiter. Semir bekam Tränen in den Augen „Hören Sie auf….bitte…!“ sagte er leise flehend. Nikolas ließ tatsächlich los. Semir stieß ein leichtes Stöhnen aus. „Tut weh?“ fragte er höhnisch. Semir antwortete nicht und zog direkt den Zorn von Nikolas auf sich. „Ich hab dich was gefragt!“ fauchte er und trat Semir in die Rippen. Semir schrie auf… „Ich will dir noch was sagen… du brauchst keine Angst haben… du stirbst nicht allein. Ich werde mir auch Kranich und Engelhard holen. Schon bald werdet ihr Drei gemeinsam das zeitliche segnen.“ Nikolas stand wieder auf und verließ den Raum. Semir schloss erleichtert die Augen.

    Ich wiederrum bin anderer Meinung, denn für eine Cobra11-Fan wie mir ist alles andere wichtiger als das, das die Folge ausgedacht ist.
    Ein Cobra11-Fan mach sich keine gedanken über die Folge. Sondern man lacht über die Sprüche und mag die super Action.

    Was? Als Cobra 11 fan sollte man sich für sowas interessieren, oder bin ich der einzige der die Meinung hat?

    indirket würde ich nun sagen Ja, Timmiboy..... sieh dir doch mal die Textstellen an... :(

    Tom wurde kurz darauf wach und sah dass Semir verschwunden war. Er klingelte und wenig später war die Schwester im Zimmer. „Wo ist denn mein Kollege?“ fragte Tom. „Ich weiß nicht… es war keine Untersuchung angesetzt. Vielleicht ist er auf Toilette. Er hat ja das Glück, laufen zu können.“ meinte sie nur. Tom nickte. „Würden Sie bitte nachsehen?“ bat er sie. Sie nickte und ging in das angrenzende Bad. „Tut mir Leid. Er ist nicht hier.“ Tom erschrak. „Fragen Sie bitte mal die beiden Beamten die vor der Tür sitzen.“ sagte er. Die Schwester nickte und ging raus. Kurz darauf stand einer der Beamten vor Tom. „Herr Gerkhan ist von Dr. Schwikel abgeholt worden zur Untersuchung. Der Ausweis war in Ordnung“ erzählte der Beamte. Die Schwester zuckte zusammen. „Dr. Schwikel? Aber der ist doch gar nicht für diese Station zuständig…“ kam verwundert von ihr. „WAS?“ schrie Tom auf und wollte sich aufsetzten um dann festzustellen, dass es nicht ging. „Rufen Sie Engelhard an!“ bat er die Schwester die sofort raus ging. Wenig später war Anna da und verhörte die beiden Beamten. Als sie hörte was der Mann erzählte atmete sie tief durch. „Das darf doch wohl nicht wahr sein…. Ich hatte doch extra angeordnet, dass niemand der nicht auf der Liste steht zu Semir und Tom rein dürfen. Was haben Sie sich denn dabei gedacht, verdammt noch mal?“ Anna war wütend. Mathias der den vermeintlichen Dr. Schwikel in den Raum lies sah betroffen zu Boden. „Aber er hatte doch einen Ausweis und er sagte, er hätte seinen ersten Tag auf der Station und weil die Liste ja alt war, da hab ich gedacht es wäre schon richtig. Ich meine er hatte den Arztkittel an, das Stethoskop um den Hals… so wie ein Arzt nun mal aussieht.“ beteuerte er. „Ach und das macht ihn zu einem Arzt? Herrgott noch mal wie naiv sind Sie eigentlich? Das wird ein Nachspiel haben, das verspreche ich Ihnen Petersen. Sollte sich herausstellen, das Stolkoff Semir in seiner Gewalt hat, dann können Sie sich nach Beendigung des Falls auf eine Menge Ärger gefasst machen. Genauso wie Ihr Dienstpartner der sich vermutlich die Beine vertreten hat.“ brüllte Anna den Mann zusammen.

    Semir wurde von Stolkoff zum Wagen geführt. Er roch die Abgase. „Wo gehen wir denn hin?“ wollte er wissen. „Ich habe eine Praxis hier in der Nähe. Da ist es einfacher.“ kam von Stolkoff. Semir blieb stehen. Etwas warnte ihn. „Bringen Sie mich bitte wieder in mein Zimmer.“ forderte er den vermeintlichen Arzt auf. „Setz dich ins Auto!“ kam von dem Doc. Semir sträubte sich. „Nein… ich will wieder ins Zimmer. Sie sind kein Arzt…“ stellte er fest. Stolkoff lachte. „Nein… und nun setzt dich ins Auto, Gerkhan!“ brüllte er Semir an und drängte ihn dicht an seinen Wagen. Er drückte den Kopf runter. Semir schlug mit seinem Gipsarm zu. Stolkoff schrie kurz auf doch er behielt die Kontrolle. „Du verdammter Mistkerl!“ schrie er und schlug nun mit der Faust zu. Er traf Semir in die gebrochenen Rippen und dieser klappte zusammen. Schnell schlug Stolkoff mit der Handkante zu und Semir brach bewusstlos zu Boden. Mit schnellen Griffen lud er den Polizisten auf die Rückbank und fuhr ab. Niemand hatte die Aktion beobachtet und ohne aufgehalten zu werden verließ er die Garage in Richtung seiner Wohnung. Dort angekommen brachte er den immer noch bewusstlosen Semir in das Sonderzimmer und schoss seine gesunde Hand mit Handschellen an der Wand fest.

    Also langsam nerven mich diese agressiven Diskussionen und Anstandslosigkeiten hier im Forum an.

    Ich kann mich dem nur anschließen. Anscheinend ist das Forum in letzter Zeit eine Anlaufstelle um seinen Frust abzulassen und andere auf irgendeine Art anzugehen. Nur eins ist sicher. Wir werden das nicht durchgehen lassen und künftig härter kontrollieren.

    Es macht mich etwas traurig, denn bisher waren die Mitglieder nicht so ausfallend und aggressiv. Wir werden uns bemühen die Harmonie wieder herzustellen und sagen schon jetzt denen,die sich nicht an die Nettikette halten, den Kampf an.

    Wie die Strafen aussehen, sollte eigentlich allen klar sein. Und wer es nach der ersten Verwarnung nicht versteht, wird leider aus dem Forum ausgeschlossen werden. Ich hoffe jedoch, das wir nicht zu oft diesen Schritt gehen müssen.

    Elvira

    „Guten Morgen! Ich bin Dr. Schwikel. Ich wollte zu Herrn Gerkhan. Wegen dem Gesicht. Ich wollte es mir mal ansehen, ob wir da was machen müssen.“ sagte Nikolas und zeigte seinen Ausweis vor. Der Polizist prüfte es und suchte den Namen auf der Liste. „Hier ist ihr Name nicht vermerkt.“ Bemängelte der Polizist. Nikolas erschrak innerlich. Er hatte nicht an diese verdammte Liste gedacht. „Na so was… Schlamperei der Verwaltung. Ich bin seit heute aus dem Urlaub. Vermutlich ist die Liste schon älter.“ Vermutete er und versuchte nicht zu nervös zu klingen. Der Polizist nickte. „Ja die ist von gestern.“ bestätigte er. „Gut dann gehen Sie rein. Ich nehme es auf meine Kappe. Aber Sie sollten auf jedenfalls dafür sorgen dass Sie auf der Liste erscheinen.“ mahnte der Polizist. Nikolas nahm seinen Ausweis und nickte. „Ja selbstverständlich. Ähm… ich muss Herrn Gerkhan mitnehmen. Nicht dass Sie sich wundern.“ erklärte er dem Beamten. Dieser nickte nur. „Ja sicher…aber bringen Sie ihn bald zurück, er ist unserer Chefin Gold wert.“ lachte er noch und gab die Tür frei.

    Semir erschrak als er eine kalte Hand spürte. „Ganz ruhig, Herr Gerkhan. Ich bin Dr. Schwikel. Ich wollte mir nur mal Ihr Gesicht ansehen.“ hörte er die leise beruhigende Stimme. Sehen konnte er immer noch nichts. Die Augen waren immer noch dick und mehr wie ein verschwommenes Bild war nicht drin. „Sie müssten einmal mit mir kommen weil ich Ihren Kollegen hier nicht aufwecken möchte. Geht es?“ fragte der Arzt. „ja sicher…“ sagte Semir und setzte sich mit Hilfe des Arztes auf. „Sehr gut… geht ja wieder etwas.“ Er zog Semir die Schlappen an und hielt ihn fest, als er anfing zu schwanken. „Soll ich vielleicht lieber den Rollstuhl holen?“ fragte der Arzt besorgt. „Nein… geht schon.“ gab Semir von sich und ließ sich vom Arzt aus dem Zimmer führen. Tom schien tief zu schlafen und nichts mitzubekommen. Nikolas führte Semir aus dem Raum. Er ging mit ihm zum Fahrstuhl und stieg ein. Als die Türen sich schlossen drückte er die Garage. Der Fahrstuhl setze sich in Bewegung. „Können Sie mich sehen?“ fragte der Arzt. Semir schüttelte den Kopf. „Leider nur schemenhaft. Ich muss grausam aussehen.“ gab er zu. „Nun das ist nichts was wir nicht wieder hinbekommen. Vermutlich müssen Sie nicht einmal unter das Messer. Ich werde mir gleich die Schnitte ansehen und dann können wir sicher den nächsten Schritt machen.“ Beruhigend sprach er auf Semir ein.

    Also egal wie oft ich diese Folge schon gesehen habe.... das mit den Porsche ist einfach spitze. Hier war wieder alles din was Cobra ausmacht. Witz, Spannung und Action. Die Schadenfreude standen Jan und Semir richtig im Gesicht. Und irgendwie taten Dieter und Hotte mir auch Leid. Die wurden ja richtig durch den Kakao gezogen. Solche Kollegen also nee.... Aber das ist auch so ne Sache mit den Kreuzen und den Nummern. Da kann soewas schon mal passieren.

    Freue mich auf die Nächste Folge und am meisten auf den 4. September....

    Anna fuhr zur Staatsanwältin und erzählte was sie bisher herausgefunden hatte. „Aber Frau Engelhard… das ist doch absurd. Die Rache die der Mann damals geschworen hat, wurde von allen Beteiligten doch als Verarbeitung des Todes abgetan. Sicher er war sehr ungehalten und drohte mit Tod und Verderben, aber wie oft war das schon eine Fehleinschätzung. Der Unfall von Herrn Gerkhan und Herrn Kranich ist ein Zufall. Auch die anderen Anschläge… das sind keine stichfesten Beweise. Bringen Sie mir mehr.“ Anna nickte. „Dazu muss ich ermitteln.“ sagte sie. „Das dürfen Sie auch. Dafür haben Sie grünes Licht von mir. Sobald Sie mir beweisen, dass Nikolas Stolkoff tatsächlich hinter diesen Unfällen steckt, dann bekommen Sie auch den Haftbefehl. So und nun würde ich Sie bitten, mich nicht länger aufzuhalten. Ich habe noch wichtigere Sachen zu tun. Im Übrigen halte ich den Unfall von Herrn Gerkhan und Herrn Kranich für eine Auswirkung des Fahrstils der Herren.“ endete die Staatsanwältin und wies Anna die Tür.

    Martin und Mathias hatten die Wache vor Semirs und Toms Zimmer bezogen. Sie bekamen die Anweisung niemanden außer dem Pflegepersonal ins Zimmer zu lassen und vorher auf jeden Fall den Ausweis zu verlangen. Die Nacht verlief ruhig. Ab und an ging das Pflegepersonal ins Zimmer und versorgten die Patienten. Sonst war gar nichts auszumachen. Nichts was auf eine Gefahr für die Beamten hinter der Tür hinwies. Martin sah Mathias an. „Ich finde die Engelhard übertreibt ein wenig mit ihrer Vorsicht. Wir sitzen hier schon acht Stunden und bisher ist nichts, aber auch gar nichts passiert. Wieso hat sie uns hier hingesetzt? Mann wir sind noch so jung und wollen vernünftigen Dienst ableisten. Nicht so eine Bewachung der Überpolizisten Gerkhan und Kranich. Die tut gerade so, als wenn die beiden aus Gold sind.“ knurrte Martin. Mathias sah ihn an. „Hey… hör auf zu maulen. Dienst ist Dienst. Und einer muss es ja machen. Was wenn die Beiden wirklich auf der Abschussliste stehen, wie Engelhard es vermutet? Willst du es austragen, wenn den Beiden was passiert? Ich nicht. Also schiebe ich hier den Dienst. Mir gefällt es auch nicht, aber was willst du machen?“ entgegnete Mathias ihm. Martin lachte. „Ich besorge uns Karten und einen Kaffee. Spielen dürfen wir doch wohl, oder?“ fragte er. Mathias nickte. „Mach das. Meinen Kaffee bitte nur mit Zucker.“ Martin nickte und verschwand. Mathias sah auf die Uhr. Es war gerade halb fünf morgens. Noch eine Stunde und die Ablösung ist da. Er sah einen Arzt auf sich zukommen.