Beiträge von Elvira

    Andrea kam am späten Nachmittag ebenfalls zur Hütte. Sie hatte einige Sachen von Semir und sich dabei und schleppte gemeinsam mit Semir die Koffer in die Hütte. Semir war geknickt und mürrisch. „Hey… sieh es doch mal positiv. Du kannst etwas ausspannen und mit mir hier allein sein. Ich meine die letzte Zeit war es ja nicht so doll mit Freizeit.“ versuchte sie ihn aufzumuntern. „Das ist doch Blödsinn. Andrea … ich stehe unter Mordverdacht. Was meinst du passiert, wenn es keine Beweise für meine Unschuld gibt? Tom und Jan können auch nicht zaubern…die finden vermutlich auch nichts. Wenn Kommissar Zufall mir nicht hilft, dann wandere ich für eine verdammt lange Zeit in den Knast.“ stieß Semir aus. Andrea nahm ihn in den Arm. „Hey… komm schon. Lass uns etwas am See sitzen und das Wasser genießen. Bitte… versuch abzuschalten, ja?“ fragte sie vorsichtig. Semir schloss die Augen und genoss die Zärtlichkeiten seiner Frau. Er nickte und atmete tief ein und aus. „Du hast Recht. Warten wir ab.“ sagte er leise. Sie gingen raus und wollten den Sonnenuntergang ansehen.

    Der Zweite Tag verging. Semir saß mit Andrea am Frühstückstisch. „Sag mal… gibt es eigentlich Fische im See?“ wollte er wissen und biss in sein Toast. Andrea sah ihn an. „Du willst wirklich angeln?“ fragte sie erstaunt. „Na irgendwas muss ich ja mit meiner ungewollten Freizeit anfangen oder?“ kam bissig von Semir rüber. Andrea sah ihn strafend an. Er merkte es sofort. „Entschuldige…“ murmelte er leise. „Schon gut. Ich weiß nicht, ob Fische drin sind. Vermutlich, kann schon sein. Nur ob du sie fängst?“ meinte Andrea nur. Sie sah auf die Uhr. „So… ich muss los. Semir…. bitte….“ sagte sie. Er nickte. „schon gut… ich bleibe hier. Tom hat mir ja ne Angel hier gelassen. Ich versuche es einfach. Andrea… ich werde nicht von hier weg gehen, okay? Wäre mir etwas zu weit zu Fuß.“ grinste er. Andrea nickte. „Ich würde dir gern glauben… Semir. Bitte ich möchte dich nicht im Gefängnis besuchen müssen.“ erklärte sie. Semir nickte nur. „Ich will das auch nicht. Tom und Jan müssen Beweise finden, die meine Unschuld beweisen. Sie müssen einfach.“

    Semir nickte dem Arzt zu. „Ich kann mir vorstellen, dass die Verwaltung des Krankenhauses die Kosten für das Bett lieber gedeckt sehen, aber die Frau war Opfer eines Verkehrsunfalls und ist verletzt.“ konterte er. „Das bestreite ich ja auch nicht, Herr Gerkhan. Sie benötigt aber das Bett nicht für die Verletzung. Sie wird entlassen.“ bestimmt der Arzt. „Also gut… ich werde etwas arrangieren. Kann sie solange hier bleiben?“ fragte Semir bissig. „Natürlich. Nur Sie sollten sich schnellstens darum kümmern.“ gab der Arzt bekannt. Semir nickte. „Ich denke in ein paar Stunden ist sie untergebracht.“ sagte er und griff zum Handy. Der Arzt sah ihn strafend an. „Bitte draußen!“ befahl er und schon war Semir raus. „Chefin… Semir hier. Wir haben ein Problem. Die Frau von dem Unfall muss aus dem Krankenhaus entlassen werden. Wir müssen sie irgendwo unterbringen und die Identität der Frau feststellen.“ gab er durch als Anna sich meldete. „Und an was haben Sie gedacht?“ hörte er die Chefin fragen. „Nun ja… wir vermuten, dass es einen Mordanschlag auf die Frau gegeben hat. Der Arzt hat herausgefunden, dass die Frau schlief als das Auto in Bewegung gesetzt wurde, also kann sie es nicht gewesen sein. Wir müssen davon ausgehen, dass der oder die Täter es erneut versuchen.“ erklärte Semir. „Semir… das ist etwas zu weit hergeholt. Wir wissen ja nicht einmal wer die Frau ist. Wenn die Identität geklärt ist, finden sich garantiert auch Angehörige und das mit dem Mordanschlag ist wirklich absurd.“ gab die Chefin von sich. „Sie wollen also die Medien einschalten?“ fragte er. „Ja… es ist die beste Möglichkeit etwas über die Frau herauszufinden. Ich werde alles in die Wege leiten.“ kam von Anna und Semir beendete das Gespräch.

    „Ich versteh es einfach nicht. Alles spricht dafür, dass auf die Frau ein Anschlag verübt wurde und die Chefin schaltet die Medien ein. Morgen wird in allen regionalen Zeitungen das Bild von ihr abgebildet sein.“ fluchte Semir als sie auf dem Weg zur PAST waren. „Ja, nur wenn einer der Angehörigen den Anschlag verübt hat, dann hätten wir auch einen Täter. Dann könne wir die Frau vor denen beschützen.“ dachte Ben laut nach. Semir nickte. „Ja aber nur dann. Sie erinnert sich nicht an ihr Leben vor dem Unfall. Das kann ….ach ich weiß nicht. Aber vermutlich habt ihr Recht. Versuchen wir es halt.“ gab Semir klein bei. Ben lächelte leicht. „Warum hast du ihr denn nicht gesagt, dass du es anders siehst?“ fragte er. Semir zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht… irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es nichts bringt. Die scheint heute keine gute Laune zu haben und wenn ich dann was sage, dann fängt sie mit den Berichten an und dann… nun ja…“ erklärte Semir etwas umständlich. Ben sah ihn kurz an. „Berichte? Hast du sie noch nicht geschrieben?“ fragte er erstaunt. „Nee… hatte noch keine Zeit gehabt.“ entschuldigte sich Semir. „Keine Zeit?“ kam erstaunt von Ben. Semir nickte. „Ja sicher… wann denn auch? Ich meine wir haben ja alle Hände voll zu tun….“ kam von Semir. Ben lachte. „Semir… wir hatten heute vier Stunden wo gar nichts war. Da hättest du doch die Bericht schreiben können….“ tadelte Ben ihn. „Ja…schon… aber da hatte ich keine Lust.“ meinte Semir nur und grinste was Ben mit einem Kopfschütteln quittierte.

    ;( na SUPER jetzt wird es wieder eine schlaflose Nacht.... hey... Jenny!!! Das geht nicht. ich muss doch noch ne Woche arbeiten undbrauche dafür den Schlaf... Also... du musst unbedingt weiter schreiben. Okay... wer hat Semir da in seiner Gewalt? Wo ist Tom? Was ist mit diesen Makki oder wie der da heißt? Was hat derjenige mit Semir vor?

    Ich hoffe dass du nicht meine Storys als Vorbild nimmst... denn das wäre gar nicht gut... überhaupt nicht gut....

    Noch einmal... willst du wirklich das ich heute nicht schlafen kann? Kannst du dir diese Schuld aufladen?

    Sven hatte Semir und Tom voll im Blickfeld. Sie konnten schon ahnen, dass man ihn woanders unterbringen wird. Er sollte nicht eingesperrt werden, und auch hier schien es aufzugehen. Wie schön das ein Informant bei der Polizei manchmal sehr nützlich ist. Besonders wenn man schon vorher weiß was passieren würde. Als die beiden Polizisten an der Hütte ankamen grinste Sven bei dem Gedanken, die Polizei aufs Kreuz zu legen. Er sah am anderen Ufer eine sehr gute Möglichkeit die er nutzen wollte. Sven sah Alex an. „Siehst du... alles perfekt. Nun werden wir Simon einweihen und dem Bullen ein tolles Schauspiel liefern. Du wirst sehen, die werden sich auf den Bullen einschießen und wir kriegen die Druckplatten zurück. Simon hat uns noch nie im Stich gelassen. Außerdem hat der eh zuviel Angst vor Fälscher...“ lachte er. Alex nickte. „du bist ganz schön gewitzt. Wie willst du Rösch nun davon überzeugen mitzuspielen?“ fragte er. Sven grinste. „Das lass mal meine Sorge sein. Aber dafür benötigen wir noch Martin und Bernd. Die werden Rösch bearbeiten. Und zwar dort drüben. Er wählte eine Nummer auf dem Handy.

    „Mensch Sven... von dir hab ich ja ewig nichts gehört. Was gibt es denn?... du hast einen Job für mich und Bernd... in drei Tagen? … ja sicher... okay. Wir treffen uns am Ufer. Bis dann.“ Martin legte auf und grinste seinen Bruder an. „Das wird ein Spaß....“ lachte er. „Was ist denn los?“ wollte Bernd wissen. „Nun wir dürfen Simon etwas vermöbeln. Also spaßeshalber. Nur damit er Kontakt zu einem Bullen findet. Pass auf. Da gibt es eine Hütte im Wald von Neuss. Dort wird ein Bulle untergebracht sein, der wegen Mordverdacht suspendiert ist. Dieser Bulle hat Fälscher ein Geschäft vermiest und Druckplatten einkassiert, die immer noch bei den Bullen liegen. Fälscher will sie aber gern wieder haben. Und da Simon die Platten gemacht hat, darf er den armen Mann spielen, der Prügel einkassiert. Wir werfen ihn ins Wasser, der Bulle auf der anderen Seite wird ihn retten und schon kann Simon ihn aushorchen. Anschließend wird er uns informieren wo die Platten sind.... wir besorgen sie zurück.“ erklärte Martin den Plan von Sven. Bernd war begeistert.

    „Also... bist du dabei?“ fragte Sven als Simon sich meldete. „Ja sicher... bin dabei. Wann soll es losgehen?“ wollte Simon wissen. „Ich denke in drei Tagen am frühen Abend. So gegen fünf. Dann wird er so hoffe ich jedenfalls auf den See schauen oder angeln oder sonst irgendwas machen. Die Beiden nehmen dich in die Mangel und du wirst dich versuchen zu wehren, was natürlich nicht gelingt... Der Rest ist dann deine Sache. Versuch bei den Bullen Vertrauen zu erschleichen und dann werden wir sehen, was passiert.“ erklärte Sven seinen Plan. Simon war Feuer und Flamme und dachte bei sich, dass er bei diesem Spiel auch einen Vorteil für sich erspielen konnte. Er schmiedete sich einen Plan und wollte danach vorgehen.

    Am nächsten Morgen fuhren Ben und Semir direkt zum Krankenhaus. Sie betraten das Zimmer und sahen die Frau an. „Guten Morgen… mein Name ist Semir Gerkhan, mein Kollege Ben Jäger. Wir sind von der Polizei. Wie geht es Ihnen?“ fragte Semir vorsichtig. Jaqueline sah sie an. „Ich glaube ganz gut.“ sagte sie leise. „Können Sie sich an das was passiert ist erinnern?“ kam die nächste Frage. Jaqueline schüttelte den Kopf. „Nein… an gar nichts. Ich weiß nicht wer ich bin, wie ich in das Auto kam, oder was überhaupt passiert ist. Mein Kopf ist völlig leer. Keine Erinnerung gar nichts.“ klagte sie. Semir lächelte mild. „Das kommt sicher wieder. Jaqueline sah ihn an. „Wissen Sie denn nicht wer ich bin oder was passiert ist?“ Semir hörte die Hoffnung in jedem Wort. „Nun ja…. wir wissen, das der Wagen mit dem Sie fast in den See gerauscht sind, gestohlen wurde.“ Meldete Ben sich nun zu Wort. Jaqueline sah ihn an. „Ich habe einen Wagen gestohlen?“ fragte sie erstaunt. „Nein… das ist nicht raus. Aber irgendwie müssen Sie ja in den Wagen und vor allem an den Wagen gekommen sein. Was ist mit Familie? Vielleicht haben Sie Kinder? Sind Sie verheiratet?“ kam von Semir wieder. Jaqueline sah ihn an. „Ich weiß es doch nicht. Aber Kinder….? Ich denke nicht. Ich meine… man vergisst doch nicht wenn man Kinder hat oder?“ kam ängstlich von Jaqueline.

    „Nun das ist normal. Es wird schon wieder.“ kam von der Tür und die Köpfe ruckten herum. Der Arzt stand in der Tür. „Sie werden sich bald erinnern können. Wir haben die Bilder des Kernspins. Es ist alles in Ordnung. Sie haben Ihr Gedächtnis nicht aufgrund einer Verletzung verloren. Vermutlich aufgrund des Schocks. Das heißt aber auch, dass Sie erlebt haben wie es zu dem Unfall kam. Daran müssen Sie sich erinnern. Wir sollten vielleicht Hypnose versuchen. Aber nicht heute und auch nicht morgen. Erst einmal müssen Sie zur Ruhe kommen.“ schlug der Arzt vor. Jaqueline sah ihn flehend an. „Aber ich will doch wissen, wer ich bin. Ob ich Familie habe oder ach… einfach alles.“ kam von ihr. „Das wird schon wieder.“ erklärte der Arzt. Er sah zu den beiden Polizisten. „Kann ich Sie kurz sprechen?“ bat er die beiden raus. Sie verließen das Zimmer und der Arzt verschloss die Tür. „Wie ich eben schon sagte ist es nicht durch eine Verletzung zum Gedächtnisverlust gekommen. Aber leider wird so etwas sehr lange dauern. Das einzige und da bin ich mit dem Psychologen einig ist eine Konfrontation mit ihrem vorherigen Leben das einzige was ihr helfen kann. Sie ist körperlich gesund. Die wenigen Blessuren werden von ganz allein heilen.“ berichtete der Arzt. „Ja und wie können wir das vorherige Leben denn herausfinden, wenn sie nicht einmal weiß wer sie ist?“ fragte der Jüngere der Polizisten. „Nun eine Möglichkeit wäre die Einschaltung der Medien. Veröffentlichen Sie ein Foto der Frau und vielleicht erkennt man sie ja. Das wäre das Beste und schnellste.“ meinte der Arzt. Der Ältere nickte. „Ja und wenn das ganze ein Mordanschlag war, weiß auch der vermeintliche Mörder das sie noch lebt.“ Gab er zu bedenken. „Sie gehen von einem Mordanschlag aus? Wer sollte den die Frau umbringen?“ lachte der Arzt. „Nun ich finde es nicht lustig. Immerhin wissen wir, dass die Frau den Wagen nicht gestohlen hat. Fingerabdrücke wurden von ihr nicht einmal am Lenkrad gefunden. Am Türgriff ja, aber das ist ja auch logisch denn sie ist ausgestiegen. Nur wenn sie den Wagen gefahren ist, dann müssten sich Abdrücke am Lenkrad finden. Und deshalb gehen wir davon aus, dass es ein Anschlag war.“ erklärte der Ältere. Der Arzt nickte. „Nun… dafür ist das Krankenhaus nicht zuständig. Es ist Ihr Job die Frau notfalls zu beschützen. Sie belegt derzeit ein Bett was benötigt wird. Sie braucht es nicht. Ich muss sie entlassen.“ gab der Arzt bekannt.

    Na der Spruch von Hartmut ist ja genial:

    „Mit einer Attrappe bezeichnet man eine Sache oder einen
    Gegenstand, der nur vorgibt das zu sein, was er zu sein scheint. In
    Wirklichkeit ist es dann aber…“

    Musste echt grinsen, als ich das las und hab mir die doofen Gesichter unserer Helden so schön vorstellen können.....! :D:P:)

    GEnau das war auch mein Gedanke.... Echt super... Und ganz Hartmut... ich konnte mir den Rotschopf direkt vorstellen, als er diese Erklärung abgab. Spitzenmäßig :D:D

    Hihi,... ich bin zwar auch ne Vieschreiberin. Aber bisher hab ich es nicht geschafft eine Story soooo lange hinaus zu zögern. Super....Spitze.... Absolut ....ich weiß gar nicht wie ich es betiteln soll. Freu mich wenn es weiter geht. Deshalb zum Jubiläum... alles gute und dass die STory noch lange lange weiter geht.

    Andrea sah Tom an. „Was ist denn nun mit Semir?“ fragte sie ängstlich. „Nun... die Chefin hat es geschafft, dass er in eurer Hütte bleiben darf. Mit dir zusammen natürlich. Ich meine wir haben Mai und es ist warm. Ihr könnt es euch dort bequem machen, die Sonne genießen. Okay... du erst nach Feierabend. Semir bekommt kein Auto und wird so die Chefin, notfalls festgebunden. Jan und Ich werden in unregelmäßigen Abständen vorbeikommen und euch besuchen um uns davon zu überzeugen, das Semir nichts unternimmt. Das ist bisher der Stand der Dinge.“ erklärte Tom. Andrea nickte und gab ihm den Schlüssel. „Schickst du mir Semir mal kurz raus?“ fragte sie. Tom schüttelte den Kopf. „Der könnte es ausnutzen und sich aus dem Staub machen.“ meinte er grinsend. „aber du kannst ja für einen winzigen Moment mit ihm im Büro reden.“ erklärte er sich einverstanden. Andrea nicke und stand auf. Kurz darauf verließen Schröder und Jan das Büro. Tom nahm Schröder zur Seite. „Hast du einen Verfolger bemerkt, als ihr zur KTU gefahren seid?“ wollte er wissen. Schröder zuckte mit den Schultern. „Kann schon sein, dass uns jemand gefolgt ist. Semir hat nicht telefoniert bevor wir los sind. Niemand wusste, dass wir fahren, wie er gesagt hat.“ erklärte Schröder. Tom nickte. „Gut... dann müssen wir sehr gut aufpassen. Schrankmann wartet nur darauf, dass wir Fehler machen. Wie war das mit den Druckplatten. Semir meinte, wenn du sie dir ansiehst wüsstest du genau, wer die Druckplatten angefertigt hat. Ist das wahr?“ wollte Jan wissen. Schröder nickte. „Ja... die Hersteller haben nämlich etwas gemein. Sie verewigen sich am Rand einer Druckplatte immer. So können sie sicher sein, dass ihre Kunst weiter getragen wird und sie Kundschaft bekommen.“ Klärte Schröder die Beiden auf. Jan nickte „Gut... dann fahren du und ich zur KTU und schauen uns die Platten an, während Tom Semir zur Hütte fährt.“ bestimmte er.

    Semir saß schweigend neben Tom. Eine ganze Zeit lang redete niemand von beiden und hing den Gedanken nach. „Tom....?“ fragte Semir nach eine Weile. „Ja was denn?“ kam von Tom. „Was machen wir, wenn wir nichts finden, dass mich entlastet? Ich meine... ich weiß dass ich nicht geschossen habe, aber was wenn nichts meine Unschuld beweist? Was ich meine... wie soll es dann weitergehen?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Na ich komme dich mit Andrea besuchen, wenn du einwanderst.“ grinste er. Semir sah ihn geschockt an. „Das ist nicht witzig!“ sagte er wütend. „Nein... Mensch Semir.... wir werden den Beweis schon bringen, dass du unschuldig bist. Warte einfach ab und lass uns die Arbeit machen. Hey... du hast jetzt Pause. Jan und ich werden alles daran setzten herauszufinden, wer dir da was will.“ meinte Tom nur. Semir nicke. „Aber das ist langweilig. Ich bin ja ganz allein und... ich meine allein bis Andrea oder einer von euch vorbei kommt. Was soll ich denn den ganzen Tag machen?“ klagte Semir. Tom zuckte mit den Schultern. „Geh angeln, Schwimmen, Sonnenbaden… Wenn du dich nicht hättest erwischen lassen, dann wäre dem ja nicht so. Aber du kannst doch froh sein, das Schranke dich nicht einsperrt. Ich nehme doch an, dass du die Tage der Ruhe dem Gefängnis vorziehst oder?“ fragte Tom zurück. Semir sah ihn an. „Ja sicher... ziehe ich das vor. Aber was ist mit einkaufen? Ich meine... ich habe sicher nichts in der Hütte und...“ beschwerte Semir sich. Tom nickte und lachte. „Deshalb gehen wir jetzt auch einkaufen und machen den Kühlschrank voll. Du bekommst sogar Bier für den Abend wenn Jan du ich zu euch kommen.“ grinste er.

    „Meine Herren, ich sagte doch vor morgen wird die Frau nicht vernehmungsfähig sein,“ begehrte der Arzt auf als er Semir und Tom sah. „Ja sicher. Wir wollten mit Ihnen sprechen.“ Gab Ben bekannt. Semir nickte. „Ach so… gut dann kommen Sie…“ Der Arzt führte sie in sein Zimmer. „Was kann ich für Sie tun?“ wollte er wissen und setzte sich in den großen Drehstuhl. Er wies auf die beiden Besucherstühle und wartete bis Semir und Ben platz genommen hatten. „Nun es geht natürlich um die Frau. Sie sagten ja, sie habe Schlafmittel genommen. Können Sie uns sagen in welcher Menge und ungefähr wann?“ fragte Semir. Der Arzt schaute ihn seltsam an. Er griff nach einer Akte und sah kurz hinein. „Nun… wenn Sie die Vermutung haben, dass es sich um einen Selbstmordversuch handelt, dann kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass die Menge nicht ausgereicht hätte um zu sterben.“ Erklärte er. Semir lächelte leicht. „Gut das wäre die Menge. Was ist mit dem Zeitpunkt? Und wie schnell tritt die Wirkung ein?“ wollte er wissen. „Der Zeitpunkt…. Ist natürlich nicht genau festzulegen, aber ich kenne das Mittel und weiß wie lange es brauch damit es vollständig abgebaut ist. Es dauert in der Regel 12 Stunden bis es kaum noch Wirkung hat. Also müsste sie heute gegen ….“, er schaute auf die Uhr. „ … 7.00 Uhr das Medikament eingenommen haben. Die Wirkung war ja fast aufgebraucht. Wenn Sie dieses Medikament nehmen, dann wirkt es in der Regel innerhalb von einer Stunde.“ endete er. Semir sah zu Ben. „Wenn dieser Zitter Recht hat, dann wurde der Wagen gestern gegen 6:00 Uhr gestohlen. Wenn der Doc hier aber Recht hat, warum sollte sie eine Stunde vorher das Medikament schlucken? Das ist doch absurd. Ich kenne keinen Selbstmörder der erst einen Wagen klaut und sich dann damit eine Klippe runterstürzt.“ sinnierte er. Ben nickte zustimmend. „Danke Doc… Sie haben uns sehr geholfen. Wir kommen morgen wieder und versuchen die Frau zu befragen…“ Die Beiden verabschiedeten sich von dem Arzt, der ihnen etwas verwundert hinterher sah.

    Am Abend wartete Andrea mit dem Essen auf Semir. Als er endlich kam sah sie ihn strafend an. „Du bist spät“ tadelte sie. Er nickte und küsste sie. „Tut mir Leid. Aber der Job… du weißt doch wie das ist.“ entschuldigte er sich. „Na komm… essen wir.“ sagte sie sanft und löste sich von ihm. „Wo ist Aida?“ wollte Semir wissen und sah sich suchend um. „Na sieh mal auf die Uhr. Sie schläft schon.“ gab Andrea von sich. „Ich gehe nur ganz kurz zu ihr.“ meinte Semir und verschwand im Kinderzimmer. Er sah seine kleine Tochter, die schlafend in ihrem Bettchen lag stolz an. Sie war so süß. Er küsste sie sanft und hielt ihr das Händchen fest. „Mein kleiner Engel…“ sagte er leise und ging anschließend wieder zu Andrea. „Sie hat viel zu wenig von ihrem Vater. Du solltest mal an Urlaub denken. Wir drei zusammen irgendwo hin. Nur wir drei….“ sagte Andrea leise. Semir nickte „Ja ich weiß. Ich werde bald Urlaub beantragen. Aber erst werde ich mal dieser Frau helfen, sich zu finden. Und was dahinter steckt.“ gab er zurück und biss in sein Brot. „Habt ihr denn gar keinen Hinweis auf die Identität?“ wollte Andrea wissen. „Nein… Susanne hat alles durch. Es gibt keine Vermisste auf die die Beschreibung der Frau passt. Die Fingerabdrücke geben keinen Hinweis wer sie ist. Damit fällt aus, dass sie straffällig ist. Tja… und alles andere…“ meinte Semir kauend. „Habt ihr denn mal ein Bild mit der Meldebehörde abgeglichen?“ wollte Andrea weiter wissen und Semir grinste. „Sag mal… könntest du dir vorstellen, wenn Aida älter ist wieder in den Job einzusteigen?“ fragte er. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein… ich werde nur für mein Kind da sein. Den Stress mit dem Job tu ich mir nicht mehr an.“ lachte Andrea nur.

    Ja klar doch Gitti... bin schon fleißig dabei... gerade wird Tom....nein... verrate ich nicht.... wäre nicht fein und würde dich vielelicht nur auf falsche Gedanken bringen. Diesmal ist Tom derjenige der so richtig leiden muss. Semir darf zusehen... bin ich fies? ;)

    "Rabenmutter" am 18.09.2008

    Ben und Semir müssen eine kleinkriminelle Mutter und ihre Tochter Sarah vor einem Schwerverbrecher schützen, der seine Schergen aussendet, um ihm Sarah zu bringen. Nach und nach setzen die beiden Polizisten die Puzzleteile dieses komplizierten Falles zusammen.

    Katrin Petersen besucht ihre Tochter Sarah im Kinderheim. Seit Katrin wegen Autodiebstahls im Gefängnis sitzt, kann sie Sarah nur sehen, wenn sie Freigang bekommt. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist schwierig; Sarah schämt sich für ihre Mutter. Katrin hat ihrerseits das Gefühl, als Mutter versagt zu haben. Als plötzlich zwei Männer auftauchen, ergreift Katrin mit Sarah die Flucht.

    Auf der Autobahn werden Ben und Semir auf die wilde Verfolgungsjagd aufmerksam. Es kommt zum Crash, aber Katrin gelingt erneut die Flucht - in Semirs Wagen. Die Ermittlungen ergeben, dass Katrin Petersen eine Komplizin hatte: Maria Seelig. Zu Maria flieht Katrin mit Sarah, um sich bei der Freundin zu verstecken. Ein Fehler, denn Maria hat Katrin an die Gegenseite verraten, so dass deren Vertreter bald vor der Tür stehen.
    Den Autobahnpolizisten gelingt es, einen der beiden Männer zu stellen. Im Verhör sagt der Festgenommene aus, dass er für einen Zuhälter arbeitet: Hans-Hinrich Wolkenhaupt, der Jagd auf Sarah macht. Was will ein Schwerverbrecher wie Wolkenhaupt von Katrins Tochter? Ben und Semir suchen nach einer Verbindung zwischen Katrin Petersen und Wolkenhaupt.

    Wolkenhaupt hat vor einem Jahr einen Rivalen ermordet, was Katrin und Mario zufällig beobachtet haben. Mit ihrem Wissen haben die beiden Frauen Wolkenhaupt zu erpressen versucht. Aber warum will die Gegenseite dann Sarah? Katrin Petersen hat die Beweis-DVD in Sarahs Tagebuch versteckt, als sie ins Gefängnis musste. Eine Tatsache, die das unschuldige Mädchen in Lebensgefahr bringt?

    Ich danke dir, liebe Elvira, für deine anregenden Ideen! Ich weiss zwar nicht, wie der Luftmangel dazu führen soll, dass er wieder sehen kann, aber bekanntlich gibt es viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht erklären kann.

    Na ist doch egal.... stelle mir gerade das Gespräch zwischen Tom und Semir vor... er unser kleiner Held steht am Bett und sieht besorgt auf Tom. "Was guckst du denn so...?" will dieser wissen, als er die Augen wieder aufschlägt. "Ich hatte Angst um dich... der wollte dich ersticken!" gibt Semir wieder.... Tom dann "Ja hab ich gemerkt, als die Luft knapp wurde." Und jetzt erst fällt Semir auf, das Tom "fragte was guckst du.....?" hört sich doch gut an. :D

    Na ich stelle es mir gerade vor... dieser ungleiche Kampf... unser David gegen den Goliath.... sehr gut beschrieben. Ich hatte das Gefühl den Kampf direkt zu sehen. Freu mich wenn es schnell weitergeht, und vorallem das Tom demnächst wieder was sieht. So ganz dunkel die Welt... tse... nicht gut... gar nicht gut. Und diesen Jacko... ich nehme doch mal an, das Semir ihn verhören wird, sobald er aus der Klinik ist.

    Wie wäre es... Gitti... jetzt wo Tom ja fast zum zweiten Mal gestorben ist, durch diesen Luftmangel sieht er wieder... welch ein Wunder... halleluljah!!! :D;)

    Rolf wartete auf Jacqueline und sah nervös auf die Uhr. Sie war schon seit fünf Stunden überfällig und meldete sich nicht per Handy. War da etwas passiert? Was hielt sie davon ab, ans Telefon zu gehen. Er stand auf und wollte Yvonne bitten, zu ihr zu fahren, doch dann fiel es ihm ein. Yvonne hatte heute frei. Sie war ja gar nicht da. Er ging zur Gegensprechanlage und rief Natalie zu sich. Sie war eine der Auszubildenden die im Betrieb den Beruf der Buchhaltung lernte. Sie war bereits zwanzig, hatte Führerschein und war auch mit Jaqueline befreundet. Als sie vor ihm stand sah er sie an. „Ich kann Jackie nicht erreichen. Sie sollte schon vor fünf Stunden hier sein. Ich habe Angst dass etwas passiert ist. Ich meine vielleicht was mit ihrer Mutter. Würdest du bitte zu mir fahren und nachsehen.“ Fragte er. Natalie nickte. „Mach ich. Ich rufe dich dann an.“ gab sie zur Antwort. In der Firma herrschte ein freundschaftlicher Ton. Alle sprachen sich mit „Du“ an, weil Rolf es einfach als große Familie ansah und nicht als Firma. Es förderte die Zusammenarbeit weil sich jeder mit jedem verbunden fühlte. Natalie fuhr direkt los und Rolf sah ihr nachdenklich hinterher. Was war mit Jackie? Wo war sie? Warum rief sie denn nicht an? Fragen über Fragen gingen ihm durch den Kopf.

    „Herr Zitter! Ich bin Ben Jäger, Kripo Autobahn. Das hier ist mein Kollege Semir Gerkhan. Es geht um Ihren Wagen. Wir haben ihn gefunden und hätten ein paar Fragen an Sie.“ Stellte Ben sich und Semir vor, als die Tür aufging. Erwin Zitter sah sich den Ausweis an. „Was ist mit meinem Wagen? Wo ist er?“ wollte er direkt wissen. „Der Wagen befindet sich bei uns in der KTU. Er war in einem Unfall verwickelt, der von einer Frau verursacht wurde.“ Zitter nickte. „Einen Unfall? Ich hoffe doch das niemanden etwas passiert ist und der Wagen nicht ganz Schrottreif….“ meinte er nur und zündete sich eine Zigarre an. Semir sah zu Ben und nickte. „Der Wagen wurde von dieser Frau hier gefahren. Sehen Sie sich bitte das bild an und sagen Sie mir ob Sie die Frau kennen!“ forderte Ben und hielt dem Halter des Fahrzeugs ein Foto von Jaqueline vor. Der Mann schüttelte den Kopf. „Nein… absolut nicht. Ist die Frau durchgeknallt oder was? Ich meine die hat meinen Wagen geschrottet. Vermutlich ist die nicht mal versichert. Eine Kifferin die ihrem erbärmlichen Leben ein Ende setzen wollte.“ fluchte der knapp fünfzigjährige Erwin Zitter. „Herr Zitter… wir wissen nicht einmal wie die Frau heißt. Sie hat Gedächtnisverlust. Sie weiß selbst nicht wie sie in Ihr Auto kam. Sie weiß nichts vom Unfall und nichts von ihrem Leben. Sie ist keine Fixerin, das steht schon einmal fest. Sie ist auch keine Obdachlose, dafür war sie zu gepflegt.“ erklärte Semir und versuchte den Mann zu beruhigen. „Ja sicher… entschuldigen Sie. Aber verstehen Sie mich… der Wagen war neu. Ich hab ihn erst vor vier Wochen gekauft.“ kam von Zitter, der sich eine Zigarette anzündete. Ben nickte. „Gut… wir müssen leider wieder. Falls Sie doch noch etwas wissen, dann rufen Sie uns einfach an.“ meinte er und nickte Semir zu. Sie verließen den Mann und fuhren zum Krankenhaus.

    „Frau Engelhard, wie schön dass Sie mir direkt zeigen wie viel Ihr Wort wert ist. Haben Sie mir nicht versprochen, dass Herr Gerkhan auf Nr. Sicher gebracht wird? Und was passiert? Er ermittelt weiter. Er fährt zur KTU und verlangt die Herausgabe der Druckplatten. Was glauben Sie warum? Richtig! Er will seinen Fälscherfreunden die Platten geben und sich damit bereichern!“ gab Schrankmann wütend von sich. Anna sah Semir an. „Das ist absoluter Schwachsinn, Frau Schrankmann! Chefin... ich habe Hartmut nur besucht....ich wollte...“ fing Semir an, schwieg jedoch als er den Blick von Anna bemerkte. „Entschuldigung!“ sagte er leise. „Frau Schrankmann. Ich wusste nichts davon. Aber es scheint Sie haben Recht. Ich werden Semir mitsamt seiner Frau an einen Ort bringen lassen, wo er nicht so einfach ohne Auto wegkommt. Wenn Sie einverstanden sind. Geben Sie ihm diese Chance..“ bat Anna für Semir. Schrankmann sah in die Runde. „Meine Herren! Wenn ich mich darauf einlassen sollte, dann nur unter einer Bedingung. Sie Herr Kranich oder Sie Herr Richter, werden mir jeden Tag beweisen, das Herr Gerkhan an diesem Ort bleibt.“ forderte sie. Jan sah Tom an. „Und wie sollen wir das beweisen?“ fragten beide wie aus einem Mund. Anna nickte. „Wir gehen darauf ein.“ sagte sie schnell bevor die Staatsanwältin etwas antworten konnte. Schrankmann war zufrieden. Sie stellte sich vor Semir hin. „Herr Gerkhan... ich warne Sie. Wenn Sie noch einmal versuchen sich meinem Befehl zu widersetzen, sperre ich Sie für eine lange Zeit weg.“ drohte sie ihm und verließ dann mit einem kurzen unfreundlichen Nicken die Runde.

    „Semir! Was zum Teufel fällt Ihnen ein? Können Sie sich nicht einmal an meinen Befehl halten? Wollen Sie unbedingt in Untersuchungshaft?“ brüllte Anna Engelhard wütend. „Chefin... ich wollte... ich meine...“ versuchte Semir sich zu entschuldigen und sah zu Boden. Er wusste genau, dass Anna Recht hatte. „Sie und Andrea werden in die Hütte fahren. Tom und Jan werden abwechselnd zu Ihnen kommen. Und zwar zu Zeiten die Sie nicht erfahren. Damit Sie dann auch ganz bestimmt dort sind.“ gab Anna bekannt und erntete nur ein Nicken von den Männern. „Aber Chefin... ich wollte doch nur....“ fing Semir wieder an, schwieg jedoch wieder als Anna ihn wütend ansah. „Sie werden nichts tun. Absolut gar nichts. Ist das nun angekommen?!“ fragte sie warnend. Semir nickte. „Ja, Chefin....ist angekommen.“ sagte er leise. „Tom, Jan... Sie werden Semir in die Hütte bringen und notfalls anketten und einschließen, wenn es sein muss. Sie Semir, werden keinen Schritt aus der Hütte machen, bis die Sache ausgestanden ist, wenn Sie es doch tun sollten, dann werden Sie sich im Zellentrakt hier im Keller wieder finden. Haben Sie mich verstanden?“ fragte Anna wütend. Semir nickte nur. Wie ein begossener Pudel verließ er das Büro.

    „Du bist wirklich selten dämlich, Semir!“ ging es bei Tom und Jan weiter. „Wenn du schon was ermitteln willst, dann bitte nicht so auffällig. Hast du vergessen, dass du unter Mordverdacht stehst? Die hätte dich einsperren können! Willst du in den Knast oder was?“ schimpfte Tom. Semir sah ihn an. „Ich habe absolut gar nichts gemacht. Schröder und ich sind nur zu Hartmut und wollten die Druckplatten ansehen, weil Schröder meinte er könne mir dann sagen wer sie angefertigt hat. Das ist alles. Ich habe es sicher nicht an die große Glocke gehängt, dass ich zur KTU fahre.“ verteidigte Semir sich schmollend. Jan sah ihn an. „Dann müsstest du ja unter Bewachung stehen? Ich meine woher wollte Schranke sonst wissen, dass du ausgerechnet zu dem Zeitpunkt in der KTU warst, als sie auftauchte.“ dachte er laut. Semir nickte. „Ja vermutlich.... oder es ist wirklich nur Zufall, dass sie da war.“ meinte er nur. Tom nickte. „Ist auch eine Möglichkeit. Also gut... ich hole mir von Andrea den Schlüssel für die Hütte.“ stöhnte er und verließ das Büro.

    Roland Fälscher sah Sven Machleid an. „Wo sind die Druckplatten?“ wollte er wissen. „Bei den Bullen. Wir versuchen sie zu bekommen, aber es ist nicht ganz einfach. Wir müssen zunächst wissen wo sie genau sind.“ erklärte Machleid. Alex Speichel-Ecker nickte zustimmend. Roland schüttelte den Kopf „Haltet euch an den Bullen, dem ihr den Mord in die Schuhe geschoben habt. Ich habe nämlich mit einem Freund über den Typen gesprochen. Semir Gerkhan ist dafür bekannt, auch wenn er suspendiert ist, zu ermitteln. Er beißt sich fest und lässt erst wieder los, wenn er den Fall gelöst hat. Ihr habt damit also einen Fehler begangen als ihr ihn zum Mörder gemacht habt. Dort solltet ihr ansetzen. Ich habe von meinem Freund erfahren wo er steckt. Fahrt hin und bittet doch einfach um die Herausgabe. Ich denke, wenn ihr die richtigen Argumente aufführt, wird er sich zur Zusammenarbeit überreden lassen können. Er hat eine Frau und für die würde er alles tun.“ schlug Roland vor. Sven und Alexander nickten und verschwanden.

    „Ja und wie willst du jetzt vorgehen?“ fragte Alexander. Sven lächelte. „Wir holen und die Bullenbraut und den Bullen. Irgendwo bekommen wir die schon zu fassen. Einer der uns helfen kann ist Simon Rösch. Wir werden zunächst einmal herausfinden, was der Bulle machen wird. Und da ich weiß wo er sich versteckt werden wir anfangen ihn etwas unter die Arme greifen. Er wird sicher unter Hausarrest gesteckt und darf nichts mehr machen. Wir fahren also zunächst mal zu dieser Adresse und sehen was er macht. Dann geben wir der Staatsanwaltschaft einen geheimen Tipp... er fliegt auf, dass er doch ermittelt. Er wird unter Hausarrest gestellt. Wo ist mir so ziemlich egal. Dann sehen wir weiter.“ endete Sven. Alex sah ihn nur an und nickte. Er schien nicht viel verstanden zu haben.

    Semir und Schröder fuhren zur KTU. Sie merkten nicht, dass ihnen ein Wagen folgte. Hartmut sah ihn erstaunt an. „Semir? Was machst du denn hier? Ich dachte du wärest suspendiert?“ kam irritiert von ihm. Semir nickte. „Ja.... bin ich auch.“ gab er leise bekannt. Hartmut nickte. „Aber es glaubt doch wohl kein Kollege dass du wirklich... ich meine.... nicht du...oder?“ kam abgehakt von Hartmut. Dafür bekam er einen wütenden Blick von Semir. „Ne.... du nicht.“ bekräftigte Hartmut. „Danke dass du mir glaubst. Hartmut ich möchte mir die Druckplatten noch einmal ansehen.“ bat Semir. Hartmut schüttelte den Kopf. „Nein... tut mir Leid. Aber du bist außen vor. Mensch Semir... du hast bald Geburtstag und ich würde gern mit dir außerhalb von Gefängnismauern feiern.“ meinte Hartmut. „Ich will sie mir doch nur ansehen.... bitte Hartmut.“ flehte Semir regelrecht. Doch Hartmut zeigte sich von der harten Seite. „Komm schon.... du bist doch mein Freund...“ kam weiter von Semir. Hartmut grinste leicht. „Deshalb tue ich es ja auch nicht. Und da hilft auch dein Blick nichts. Die Antwort ist nein.“

    „Und da hat er sich sehr gut entschieden.“ kam in diesem Augenblick von Schrankmann, die unbemerkt die KTU betreten hat. Semir sah sie erschrocken an. „Was bitte haben Sie hier zu suchen? Sie sind suspendiert. Aber ich wusste genau, dass Sie nicht aufhören zu ermitteln. Ich denke es ist besser, wenn ich Sie einsperre. Wie es für jemanden gehört, der unter Mordverdacht steht.“ gab Schrankmann bekannt. Doch nun kamen auch Tom und Jan rein. „Was ist denn hier für eine Versammlung?“ fragte Tom erstaunt. „Semir? Was machst du denn hier?“ kam nun auch von Jan. Schrankmann nickte. „Das wissen Sie doch sicher genau wie Herr Kranich, Herr Richter. Sie konnten sich noch nie an die Vorschriften halten. Genauso wenig wie Herr Gerkhan, der nun dafür hinter Schloss und Riegel kommt.“ drohte sie an. Tom hob beschwichtigend die Hände. „Das ist sicher ein Missverständnis. Wir sollten es auf dem Revier mit Frau Engelhard besprechen.“ schlug er vor. Schrankmann war einverstanden und so fuhren sie alle zur PAST, wo Anna bereits auf die Männer wartete.

    Semir und Ben kamen im Krankenhaus an und fragte sich durch. Nur wenig später saßen sie dem Arzt gegenüber. „Nun die Frau ist nicht all zu schwer verletzt. Sie hat eine Platzwunde an der Stirn, außerdem hat sie einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen, der garantiert nicht vom Unfall stammt, ein Schleudertrauma, außerdem eine leichte Fraktur am Arm. Allerdings hat sie eine Amnesie erlitten. Sie kann sich an nichts erinnern. Weder ihren Namen, noch wie sie dort auf die Autobahn gekommen ist. Wir haben natürlich auch einen Alkoholtest gemacht. Der war negativ. Allerdings fanden wir in ihrem Blut ein Sedativum. Sie scheint eine große Menge an Schlafmittel vor Fahrtantritt zu sich genommen haben. Die Frage ist nur ob es freiwillig geschah. Wenn ihr der Schlag beispielsweise vor dem Unfall, und davon gehe ich aus, beigebracht wurde, dann kann sie schlecht Tabletten genommen haben. Also vermutlich eine intravenöse Beigabe von Schlafmitteln. Sie ist ja vor Ort bereits behandelt worden und so können wir nicht erkennen, ob es eine Einstichstelle gibt, die nicht von uns stammt. Das müssen Sie herausfinden. Die Frau ist für die nächsten Tage nicht vernehmungsfähig. Sie braucht viel Ruhe.“ bestimmte der Arzt. Semir nickte. „Haben Sie irgendwelche Papiere bei der Frau gefunden?“ wollte er wissen. Der Arzt schüttelte den Kopf. „Nein… gar nichts. Auch sonst nichts was auf die Identität schließen lässt. Aber vielleicht wird sie ja vermisst?“ meinte der Arzt. Semir nickte und sah Ben kurz an. „Tja… das riecht nach echter Polizeiarbeit“ stieß er stöhnend aus.

    Wenig später saßen sie bei Anna Engelhard im Büro. „Es gibt keine Anhaltspunkte wer die Frau ist?“ fragte sie. „Nein… sie weiß nicht wie sie heißt und das Auto war gestohlen.“ gab Semir bekannt. „Was ist mit den Vermisstenanzeigen?“ wollte Anna wissen. „Da sind wir dran, bisher ohne Erfolg. Scheinbar wird sie nicht vermisst.“ kam von Ben. „Haben Sie die Reviere informiert, dass wenn eine solche Anzeige reinkommt, dass wir informiert werden?“ kam von Anna die nächste Frage. „Ja… die wissen alle Bescheid. Vermutlich ist der Unfall erst heute Nacht passiert und die Frau wird deshalb noch nicht vermisst.“ Mutmaßte Semir. Anna nickte. „Das bringt uns nicht weiter. Was ist mit dem Wagen? War er vielleicht manipuliert? Stand die Frau unter Alkohol oder Medikamenten?“ Ben nickte. „Ja… also der Arzt hat festgestellt, dass sie vermutlich Schlaftabletten genommen hat, bevor sie Auto fuhr.“ erklärte er. Anna nickte. „Ein Selbstmordversuch?“ fragend sah sie von Semir zu Ben. Semir zuckte mit den Schultern. „Wenn sie Selbstmord begehen wollte, warum sollte sie dann erst ein Auto stehlen? Das macht doch keinen Sinn.“ gab er zu bedenken. Anna nickte. „Ja stimmt….“ Meinte sie nur. „Gut… wann ist die Frau vernehmungsfähig?“ fragte sie nach. Semir sah zu Ben. „Der Arzt meint sicher nicht vor morgen. Sie hat zunächst erst einmal Ruhe verordnet. Vielleicht finden wir morgen mehr raus.“ Meinte er nur. „Dann fahren Sie mal zu dem Besitzer des Wagens. Es ist ja möglich, dass er die Frau kennt.“ befahl Anna und die beiden Kommissare nickten und fuhren zu dem Besitzer.