Andrea kam am späten Nachmittag ebenfalls zur Hütte. Sie hatte einige Sachen von Semir und sich dabei und schleppte gemeinsam mit Semir die Koffer in die Hütte. Semir war geknickt und mürrisch. „Hey… sieh es doch mal positiv. Du kannst etwas ausspannen und mit mir hier allein sein. Ich meine die letzte Zeit war es ja nicht so doll mit Freizeit.“ versuchte sie ihn aufzumuntern. „Das ist doch Blödsinn. Andrea … ich stehe unter Mordverdacht. Was meinst du passiert, wenn es keine Beweise für meine Unschuld gibt? Tom und Jan können auch nicht zaubern…die finden vermutlich auch nichts. Wenn Kommissar Zufall mir nicht hilft, dann wandere ich für eine verdammt lange Zeit in den Knast.“ stieß Semir aus. Andrea nahm ihn in den Arm. „Hey… komm schon. Lass uns etwas am See sitzen und das Wasser genießen. Bitte… versuch abzuschalten, ja?“ fragte sie vorsichtig. Semir schloss die Augen und genoss die Zärtlichkeiten seiner Frau. Er nickte und atmete tief ein und aus. „Du hast Recht. Warten wir ab.“ sagte er leise. Sie gingen raus und wollten den Sonnenuntergang ansehen.
Der Zweite Tag verging. Semir saß mit Andrea am Frühstückstisch. „Sag mal… gibt es eigentlich Fische im See?“ wollte er wissen und biss in sein Toast. Andrea sah ihn an. „Du willst wirklich angeln?“ fragte sie erstaunt. „Na irgendwas muss ich ja mit meiner ungewollten Freizeit anfangen oder?“ kam bissig von Semir rüber. Andrea sah ihn strafend an. Er merkte es sofort. „Entschuldige…“ murmelte er leise. „Schon gut. Ich weiß nicht, ob Fische drin sind. Vermutlich, kann schon sein. Nur ob du sie fängst?“ meinte Andrea nur. Sie sah auf die Uhr. „So… ich muss los. Semir…. bitte….“ sagte sie. Er nickte. „schon gut… ich bleibe hier. Tom hat mir ja ne Angel hier gelassen. Ich versuche es einfach. Andrea… ich werde nicht von hier weg gehen, okay? Wäre mir etwas zu weit zu Fuß.“ grinste er. Andrea nickte. „Ich würde dir gern glauben… Semir. Bitte ich möchte dich nicht im Gefängnis besuchen müssen.“ erklärte sie. Semir nickte nur. „Ich will das auch nicht. Tom und Jan müssen Beweise finden, die meine Unschuld beweisen. Sie müssen einfach.“