Beiträge von Elvira

    Ben ging direkt mit hinein. Andrea sah ihn besorgt an. „Wird schon wieder...“ beruhigte er sie. Semir gab ein leises Stöhnen von sich und öffnete die Augen. Irritiert sah er sich um. „Was.... ohhh....“ stieß er aus als er sich erheben wollte. Andrea drückte ihn sanft zurück. „Bleib liegen ....“ sagte sie zärtlich. „Wenn ich dieses Miststück bekomme, dann kann sie sich warm anziehen...“ gab Semir leise zurück. Ben lächelte. „Na... der Schädel hält einiges aus, was?“ Semir nickte. „Ja... mit den Jahren gewöhnt man sich dran. Hast du diese Yvonne schon zur Fahndung ausgeschrieben?“ wollte er wissen. Ben nickte. „Natürlich... Alle Flughäfen und Bahnhöfe informiert. Die Autobahnen verstärkt unter Kontrolle. Wir haben alles im Griff.“ erklärte er. Semir sah Andrea an. „Morgen werde ich mich selbst wieder darum kümmern. Irgendwie habe ich einen ziemlichen Brummschädel.“ gab er zu. „Du wirst die ganze Woche im Bett bleiben, mein Lieber!“ befahl sie. Semir lächelte. „Das ist ein Witz... eine Woche?“ harkte er nach. „Oh ja... die Platzwunde musste genäht werden. Du hat eine Gehirnerschütterung. Damit wirst du nirgends hinlaufen.“ warnte Andrea ihn. „Hey… ich pack das schon… warte ich zeige es dir… ich stehe auf und werde das Krankenhaus heute noch verlassen…“ gab er von sich und warf die Decke zur Seite. Dann schwang er die Beine aus dem Bett und stand auf. Ben konnte ihn gerade noch festhalten, bevor er zusammenbrach. „Hey... bleib besser liegen. Ich schnapp mir die Beiden schon. Versprochen.“ gab er besorgt von sich. Semir sah ihn mit glasigen Augen an. „Ja...ich glaub es ist besser... mir ist schlecht...“ stieß er aus und legte sich wieder hin.

    Ben ließ die Beiden allein und fuhr zurück zur PAST. Doch er war nicht ganz da, als ihn ein Funkspruch erreichte. „Cobra 11 für Cobra 19... Ben Wir haben diese Yvonne Kemper und Rolf Wienert direkt vor uns. Vermutlich wollen sie zum Flughafen Köln/Bonn. Wir befinden uns jetzt auf der Inneren Kanalstraße in Richtung Autobahn Stadtauswärts!“ hörte er Hotte sagen. „Hotte ich kommen euch von der anderen Seite aus entgegen! Die Kollegen sollen die Aus- und Einfahrten sperren. Lasst ihn nicht auf die Autobahn. Stoppt sie!“ befahl er und fuhr den beiden Polizisten entgegen. Auf Halber Strecke sah er sie auf der Gegenfahrbahn. Wieder griff er zum Funk. „Verdammt ich sagte doch... ihr sollt sie nicht auf die Autobahn lassen!“ fluchte er. „Ja das wissen wir auch, die haben die Sperre einfach durchfahren. Zwei Kollegen sind verletzt, ein Wagen schrott!“ gab Hotte durch. „Also gut... ich werde gleich dazu stoßen... und dann werden wir sie einkeilen und ausbremsen.“ meinte Ben anschließend. Er trat das Pedal durch und fuhr die nächste Abfahrt raus um wenig später erneut aufzufahren. „Hotte wo seid ihr?“ fragte er über Funk. „KM 236,8!“ kam als Antwort. „Gut... dann fahre ich gleich an euch vorbei. Wir bremsen dieses Frauenzimmer aus. Ist dieser Rudolf auch dabei?“ wollte Ben wissen. „Ja es scheint ganz so das beide unterwegs sind.“ meinte Hotte nur. „ Dann werden wir die Beiden jetzt mal stellen. Okay... ich sehe euch und überhole jetzt.“ gab Ben bekannt.

    Hotte sah Bens Wagen an sich vorbeirauschen. „So... Dieter und nun zeig mal was du so gelernt hast.“ grinste er seinen Partner fest. Dieter nickte. „Dann halt dich mal fest, Dickerchen...!“ gab er zurück und trat das Pedal durch. Hotte sah ihn an. „Denk aber daran…. Du bist nicht Semir oder Ben…. also nicht übermütig werden und den Porsche heil lassen.“ kam von ihm und er drückte sich in den Sitz. Nur wenig später hatten sie auf den Wagen von Wienert aufgeschlossen und setzten sich dahinter. Dieter sah, dass Ben direkt vor ihnen war. Nun bremste er sie aus und Dieter zog so dicht auf die Stoßstange, dass sie nicht raus kamen. „Okay… Ben! Brems sie aus.“ gab Hotte über Funk durch und Dieter grinste ihn nur an. „Die wird sicher gleich wie ein Rohrspatz fluchen, weil sie nicht weg kommt.“ sagte er. Hotte nickte. „Ja schon allein dafür was sie Semir angetan hat müsste sie bestraft werden. Der Arme liegt mit ner Gehirnerschütterung im Bett.“ kam von ihm. Dieter nickte nur wieder und konzentrierte sich auf den Wagen vor ihm. „Dann wollen wir sie mal stoppen. Und anschließend bringen wir sie zu Semir… damit sie sich entschuldigt… jawohl!“ meinte er nur. „Ben… wir haben sie…“ gab Hotte durch. Doch im gleichen Augenblick zersprang die Scheibe. Dieter spürte die Kugel an sich vorbei rauschen… „Man… niemand hat gesagt, das sie bewaffnet ist!“ stieß er erschrocken aus und Hotte griff sofort zum Funk. „Ben! Die schießt!“ schrie er und sah wie Dieter den Abstand vergrößerte. „So bekommen wir die nicht!“ ging er nun Dieter an. „Ja ich hab aber keine Lust mir ne Kugel einzufangen…!“ antwortete Dieter.

    Wenig später verließ er die Frau. „Und wer mach diese Veranstaltungen?“ wollte Semir wissen als Tom sich über Handy meldete. „Dreimal darfst du raten.“ gab Tom zur Antwort. „Hey… wir haben einen Mordfall zu lösen. Also wer?“ fauchte Semir ihn an. „Also gut… es sind die Wonderland-Busfahrten. Genau die, die den Bus von diesem anderen Unternehmen gekauft hat.“ erklärte er. „Wonderland… was für ein bescheuerter Name.“ grollte Semir. Tom lachte leise auf. „Was wenn die tatsächlich dahinter stecken. Wenn wir denen als Bullen kommen, machen die doch sofort dicht.“ dachte er laut nach. Semir stimmte dem zu. „Damit kannst du rechnen. Das einzige dort an Informationen zu kommen, wäre eine Undercoveraktion aber vermutlich wird die Chefin nicht zustimmen.“ gab er zu. Tom nickte. „Nicht wenn wir sagen, dass wir beide gemeinsam daran denken. Als Gast bekommst du nicht genügend mit. Du musst schon zum Kreis der direkt damit Beteiligten gehören.“ meinte er weiter. Semir bejahte es. „Kreis der direkt damit Beteiligten….hört sich irgendwie wichtig an…“ lachte er. „Na gut… dann erkläre du es ihr. Ich darf ja die Kollegen in Amsterdam unterstützten.“ meinte er nur. „Hör mal... lass und bei Schröder treffen. Dann können wir uns einen Plan überlegen, wie wir die Chefin auf unsere Seite ziehen.“

    „Habe ich Sie richtig verstanden? Sie wollen als Busfahrer in diesem Unternehmen anfangen um an Informationen zu kommen?“ fragte Anna als Tom ihr die Sachlage später erklärte. „Ja sicher… Chefin… von Schröder wissen wir, dass dieser Stegmeyer Busfahrer sucht. Ich kann Bus fahren. Außerdem hatte der Tote von diesem Unternehmen das wiederum durch Stegmeyer geführt wird die Einladung zur Fahrt erhalten, auf die er dann zu Tode kam, weil der Fahrer ihn überrollte….“ versuchte Semir sie zu überzeugen. Anna nickte. „Es mag ja sein, dass Tom Bus fahren kann. Die Frage ist nur, warum sollte Stegmeyer ihn einstellen sollte. Allerdings muss er es allein machen. Sie werden die Kollegen in Holland unterstützen. Außerdem... Es gibt sicher ein paar Hunderte die darauf warten als Busfahrer zu arbeiten.“ gab Anna zu bedenken. Tom nickte. „Ja aber die haben nicht das, was wir haben.“ meinte er nur. Annas Blick wanderten zu ihm. „Und was ist das?“ wollte sie wissen. „Nun ja…. eine Freikarte sozusagen. Wir sind von Schröder. Er wird schon mitspielen, wenn wir ihm erklären um was es geht.“ meinte er weiter. Anna dachte kurz nach. Semir warf Tom einen Blick zu der zu sagen schien, ich wusste doch sie sagt nein. „Also gut..“ kam leise von Anna. „Sehen Sie Chefin…. wenn wir nicht jetzt etwas unternehmen, dann gibt es den nächsten Toten. Diese Typen sind absolut skrupellos… sie werden sicher nicht so schnell aufgeben, aber wenn Tom in Verbindung bleibt und sich ständig bei Ihnen meldet… Außerdem kann Tom sich ja auch mit mir in Verbindung setzen und so wäre es ja auch noch etwas ungefährlicher, als wenn er Sie direkt anruft, oder über die Zentrale kommt .... also gut???“ Semir sah sie an. Erst jetzt schien ihre Zustimmung zu der Aktion angekommen zu sein. Anna lächelte ihn an. „Ja… ich sagte also gut. Machen Sie es, Tom. Aber Sie werden sich jeden Tag einmal melden.“ warnte sie die Beiden. „Wann wollen Sie anfangen, Tom?“ fragte sie noch, bevor die Männer ihr Büro verließen. „Morgen… Wir fahren jetzt zu Schröder und der soll Stegmeyer anrufen. Dann warte ich wann der sich bei mir meldet und hoffe, das dieser Stegmeier mich nimmt.“ erklärte Tom. Anna nickte. „Viel Glück meine Herren. Ach und Semir vergessen Sie nicht... dass Sie gleich nach Holland fahren. Also bitte pünktlich abfahren.“ ermahnte sie ihn. Semir nickte „Ich hab den Koffer bereits im Auto und fahre von Schröder direkt los.“ bestätigte er.

    Simon Rösch beobachtete die beiden Polizisten die sich intensiv über Fußball unterhielten, aber sich nicht um ihn kümmerten. „Ich geh mal Duschen“ rief er ins Wohnzimmer. Doch von den Bewachern kam keine Antwort. Simon grinste. Er wusste, dass Kranich die Druckplatten bei einem Kollegen abgegeben hatte. Dieser Mann hieß Hartmut und arbeitete in der kriminaltechnischen Abteilung. Er wusste sogar wo die Räume davon waren. Nur musste erst einmal hier raus. Er schloss die Tür zum Badezimmer ab. Das Fenster war groß genug. Nun kam es auf die Höhe an. Simon kletterte auf die Heizung und sah raus. Erste Etage… das war kein Problem. Er hangelte sich aus dem Fenster. Erst eine gute Stunde später wurden die Polizisten aufmerksam und sahen nach. Simon Rösch war verschwunden.

    Semir saß auf dem Stuhl. Seine Augen waren wieder verbunden, was er eigentlich für völlig überflüssig fand, denn er hatte seine Gegner gesehen. Seine Lippe war geschwollen und schmerzte heftig. Er hatte das Gefühl in seinem Bauch sind einige kleine Männchen damit beschäftigt ihn gegen die Magenwände zu treten und so dafür zu sorgen, dass es ihm übel wurde. Nachdem er in den Augen seiner Entführer „ruhiger“ war hatten sie ihn gefüttert. „Wir sollten so langsam mal die Platten anfordern.“ meinte Bernd zu Martin. „Ja sicher… der Boss wird diesen Kranich anrufen. Sven kommt gleich her.“ Sie hörten wieder Autogeräusch. „Da ist er ja schon.“ Martin öffnete die Tür. Sven kam rein. Er sah sofort, dass Bernd anscheinend eine Schlägerei hinter sich hatte. „Was war los?“ fragte er sofort. „Nur ein kleiner Zwischenfall.“ gab Bernd an. Sven trat auf ihn zu. „Ein kleiner Zwischenfall? Ich würde gern mehr davon hören.“ sagte er und schaute Bernd ernst an. „Er hat es fast geschafft Bernd zu überwältigen. Ich konnte es verhindern.“ kam von Martin. Sven sah ihn an. „Das dachte ich mir doch schon. Er macht Probleme?“ nickte er. „Nein… jetzt nicht mehr. Er hat wohl gedacht, dass er es schaffen könnte.“ mutmaßte Martin. Sven nickte. „Gut… er kommt jetzt eh mit mir. Roland will ihn bei sich in der Nähe haben. Ist besser für die Bullen.“ „Dann können wir ja mal wieder auf die Piste gehen.“ Sven nickte. „Ja aber erst wird er hier versorgt. Semir hörte nur zu. Dann spürte er einen schmerzhaften Griff im Genick. „Du wirst ganz friedlich sein, das verspreche ich dir…“ Nur kurz auf diese Worte presste sich ein Lappen auf die Nase und Mund. Semir hielt kurz die Luft an und warf den Kopf hin und her. Der Griff wurde stärker. „Na…na… ganz ruhig…“ sagte eine Stimme. Semir stöhnte auf, holte Luft und spürte wie er langsam weg sackte.

    Rolf fuhr nach Hause. Er war fertig. Sorgen um seine geliebte Frau machten ihn fertig. Wo war Yvonne nur mit ihr hin. Warum wollte sie Jackie umbringen? Was hatte sie denn davon… Rolf fing an zu weinen. Er lief in der Wohnung hin und her. Dann nahm er seine Autoschlüssel und fuhr zur Firma zurück. Er wollte Rudolf mit seinen Lügen konfrontieren. Er wollte wissen, warum er gelogen hatte. Nur eine halbe Stunde später war er im Büro. „Wo ist Herr Wienert?“ fragte er dessen Sekretärin. „Er ist außer haus. Was ist denn mit Ihnen los?“ wollte sie wissen. „Nichts Isabelle… wissen Sie wo er hin ist?“ kam schon etwas leiser von ihm. „Nein… ich denke mal er ist nach hause gefahren. Was ist denn los?“ kam erneut die Frage. Rolf drehte sich um und fuhr zu Rudolf. Er wollte seinem Schwager auf den Zahn fühlen. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass Rudolf mit Yvonne unter einer Decke stecken. Er musste nur schnell nach Neuss und dort wird er die Wahrheit herausfinden. Wenn es sein muss würde er sie herausprügeln.

    Rudolf war zu Hause und wartete. Wo war Yvonne bloß?, dachte er noch als er hinter sich eine Bewegung wahrnahm. Erschrocken drehte er sich um. „Wo kommst du denn jetzt her? Die Polizei ist hinter dir her, weil du… wo ist Jaqueline?“ fragte er erstaunt als Yvonne ihn umarmte. „Sie ist Geschichte. Die Bullen werden erst einmal gar nichts machen. Denn der eine Bulle liegt im Steinbruch.“ lachte sie verächtlich. Rudolf löste sich von ihr. „Du hat sie tatsächlich getötet? Wie?“ fragte er leise. „Ich wollte es wie ein Unfall aussehen lassen, aber der kleine Bulle, dieser Gerkhan kam mir dazwischen. Ich habe mich versteckt und er fing an mich zu suchen. Nun ja… dann habe ich ihn nieder geschlagen, seine Waffe genommen und Jaqueline erschossen.“ lachte Yvonne gemein. „Du hast sie erschossen? Was ist mit dem Polizisten? Ist er auch tot?“ fragte er fassungslos. „Ich weiß nicht. Kann schon sein. Wir müssen auf jeden Fall schnell weg.“ ermahnte ihn Yvonne kalt und fing an ihre Sachen zu packen. Rudolf stand nur da. Er wollte zwar auch mit Yvonne ein Leben genießen und Jaqueline umbringen, aber nicht auf diese Art. „Du wirst als Mörderin gesucht. Vielleicht sogar als zweifache. Was wenn der Bulle auch stirbt?“ kamen die Fragen von ihm. Yvonne rollte genervt die Augen. „Mach dir nicht ins Hemd. So schnell stirbt man nicht. Er wird ein paar Tage Kopfschmerzen haben, das ist alles. Und selbst wenn…. Wir müssen weg und machen uns ein schönes Leben.“ lächelte sie ihn zärtlich an, umarmte und küsste ihn. Rudolf nickte. „Du hast Recht. Machen wir uns ein schönes Leben.“ gab er klein bei und packte ebenfalls.

    Ben hatte Anna informiert und diese kam sofort mit Andrea ins Krankenhaus. „Was ist passiert?“ wollte Anna sofort wissen. „Jaqueline Wienert ist schwer verletzt. Die Ärzte kämpfen noch um ihr Leben. Semir ist niedergeschlagen worden. Mit einem ziemlich großen Stein. Er wird gerade untersucht.“ gab er kurz wieder. Anna nickte und sah Andrea an. „Ben… wissen Sie was passiert ist?“ fragte Anna weiter. Ben schüttelte den Kopf. „Nur Vermutungen. Semir rief mich an, und sagte er habe Frau Wienert gefunden. Sie würde schlafen und er hätte die Rettung allarmiert. Dann wollte er diese Yvonne suchen. Sieht so aus als habe er sie gefunden und sie hat ihn überwältigt.“ berichtete Ben. Der Arzt kam aus dem Untersuchungszimmer und direkt dahinter wurde Semir mit einem Bett heraus geschoben. Der Kopf war bandagiert. Andrea war sofort bei ihrem Mann und streichelte sanft das Gesicht. Der Arzt hielt sie kurz fest. „Sie sind Frau Gerkhan?“ fragte er kurz. Andrea nickte. „Wie geht es ihm?“ kam die ängstliche Gegenfrage. Der Arzt lächelte sie freundlich an. „Es ist nicht so schlimm. Der Schädelknochen ist nicht verletzt die Platzwunde genäht. Er hat lediglich eine Gehirnerschütterung und sollte das Bett für mindestens eine Woche nicht verlassen.“ erklärte er kurz. „Darf ich zu ihm?“ kam von Andrea und als der Arzt nickte rannte sie bereits dem Bett hinterher.

    Simon erzählte alles was er wusste und wurde wieder in die Schutzwohnung gebracht. Anna sah Tom an. “Also wollte Rösch sein eigenes Spiel spielen. Dann ist es klar, dass dieser Fälscher die Platten haben will. Womöglich als Tauschobjekt für Semir.“ sinnierte sie. Tom nickte. „Ja und das heißt auch, dass wir verhindern müssen, dass Rösch irgendwie an die Platten kommt. Sonst wäre es nämlich das Todesurteil für Semir.“ erklärte er. „Tom! Sie fahren zur Hütte und sehen sich dort um. Nehmen Sie Bonrath und Herzberger mit!“ befahl Anna. Tom nickte und fuhr mit den beiden Beamten los. Nur eine halbe Stunde später waren sie vor der Hütte. „Hier ist nichts und jetzt ist hier auch nichts. Wir haben keine Spur, verdammt… wo soll er … warte… Dieter! Ich fahre mal zu der anderen Hütte, vielleicht finde ich dort was. Ist vage aber immerhin.“ Meinte Tom und zeigte ans andere Ufer. „Alles klar, Tom. Hotte und ich gehen mal etwas in den Wald.“ Tom nickte und ging zum Ufer. Er wollte mit dem Boot rüber, doch das trieb mitten auf den See. Er musste mit dem Wagen fahren. Fluchend fuhr er los.

    Bernd schrie auf, als Semirs Tritt ihn empfindlich traf. Sofort war Semir auf den Beinen und ging mit Fäusten auf Bernd los. Er war so damit beschäftigt, dass er Martin vergaß, der soeben wieder in die Hütte kam. Martin sah dass Bernd in Schwierigkeiten war und ging nun Semir an. Er riss ihn weg und schlug mit der Faust zu. Semir ging in die Knie und stöhnte auf. Bernd war sofort bei ihm und zerrte einen Arm auf den Rücken. „Du verdammte kleine Ratte!“ stieß er hasserfüllt aus und drückte den Arm hoch. „Hey… die Handschellen, gib sie mir!“ schrie er Martin an, der die Dinger aufhob und an Bernd weitergab. Semir versuchte sich weiterhin zu lösen. Dann legte Bernd die Handschellen an. Semir trat nach hinten aus. Bernd hebelte ihm die Beine weg und Semir stürzte zu Boden. Bernd kniete in seinem Rücken. „Schluss jetzt!“ stieß er aus. Martin sah aus dem Fenster. „Hey… da kommt jemand. Sorg dafür das er ruhig ist.“ sagte er und verließ die Hütte. Auch Bernd hörte das Motorengeräusch. Er griff nach seiner Waffe und hielt sie Semir an den Kopf. Zusätzlich presste er ihm die Hand auf den Mund und zog so den Kopf von Semir hoch. Ein schmerzhaftes Stöhnen kam von Semir. „Halt dein Maul! Ein Piep und es war dein letzter.“

    Tom stieg aus. „Guten Tag! Kranich, Kripo Autobahn. Ich habe ein paar Fragen an Sie!“ Martin nickte. „Martin Hübner, was kann ich für Sie tun?“ „Es geht um die Hütte am anderen Ufer. Haben Sie da vielleicht gestern Abend etwas bemerkt? Einen Besucher, oder heute Morgen?“ Martin schüttelte den Kopf. „Nein… tut mit Leid. Aber ich bin erst vor ungefähr zwei Stunden hier angekommen. Ich hab die Hütte hier gemietet um etwas abzuschalten. Sagen Sie… wissen Sie ob man hier was angeln kann?“ schwang er vom Thema ab. Tom schüttelte den Kopf. „Nein… Sagen Sie… ist Ihnen etwas andres aufgefallen? Irgendwas?“ fragte er. Wieder ein Kopfschütteln. Tom sah ihn resigniert an. „Danke… das war es schon.“ Tom fuhr wieder ab. Martin sah ihn hinterher und wartete bis er weit genug weg war. Dann ging er in die Hütte. Bernd war mittlerweile aufgestanden und hielt dem Polizisten den Mund zu. „Lass ihn los!“ Bernd tat was Martin verlangte und stieß Semir in dessen Richtung. „Du solltest friedlich sein, sonst bist du ganz schnell deine Sorgen los, klar?“ fauchte er Semir an und holte aus.

    „Tja… hat nicht viel gebracht.“ meinte Tom zu sich selbst als er wieder im Auto saß. Er fuhr auf die Autobahn und wollte zu dem Unternehmen fahren, von wo der Bus verkauft wurde. Er sah auf die Uhr und beschloss zunächst zu Schröder zu fahren, da sein Magen anfing zu knurren. Er ordnete sich ein und fuhr zu Schröders Imbissstand. „Hey… das man dich auch mal wieder sieht! Wo ist denn Semir?“ fragte Schröder erstaunt als nur Tom ausstieg. „Nun ja… wir haben viel Dienst und kaum Zeit Freunde zu besuchen.“ meinte er entschuldigend. Schröder nickte. „So so… und was jagt ihr diesmal? Waffenschieber? Drogenhändler? Menschenschmuggler?“ fragte er und packte Pommes in die Friteuse. „nein… diesmal geht es um Busreisen.“ erklärte Tom. „Busreisen? Wie aufregend. Hoffentlich nicht solche Kaffeefahrten. Das ist nämlich ein ziemlich hartes Geschäft.“ meinte Schröder darauf. Tom sah ihn an. „Doch genau um solche Sachen geht es. Sag mal… du kennst doch sicher ein paar schräge Typen die so etwas machen, oder?“ harkte er nach. „Ähm… ja einen. Aber der ist harmlos. Der sucht sogar Busfahrer im Augenblick. Und er ist ein sehr sozial eingestufter Zeitgenosse.“ erklärte Schröder. „Danke… was machen meine Pommes? Ich haben nämlich noch was zu tun. Wie heißt denn dein Freund?“ wollte Tom wissen. „Rainer Stegmeyer. Meyer mit Ypsilon. Und er ist mehr ein Bekannter. Ich habe doch euch als Freunde und das reicht völlig aus.“. Schröder stellte die Pommes vor Tom hin.

    Als er auf dem Weg zum Busunternehmen war, dessen Bus angeblich den Unfall verursacht haben soll, wurde über Funk daran erinnert zu den Angehörigen des Toten zu fahren. Er sollte den Angehörigen des Toten, dessen Anschrift sie überprüft haben die Nachricht überbringen. Tom stieß einen nicht definierbaren Ton aus. Er hasste diese Sachen. Nachrichten über den Tod von geliebten Menschen zu überbringen waren stets unangenehm. Aber sie mussten getan werden. Tom hielt vor der Tür des Hauses wo der Mann wohnte. Er stieg aus und klingelte. Nur kurz darauf öffnete eine junge Frau. „Kranich, Kripo Autobahn. Es geht um Herrn Alfred Heise.“ stellte er sich vor. „Meinem Vater? Was ist mit ihm?“ wollte die Frau wissen. „Frau Heise… es tut uns Leid… aber…dürften wir bitte reinkommen?“ fragte er. Die Frau nickte und gab die Tür frei. „Geradeaus durch…“ gab sie den Weg an. Dann waren sie im Wohnzimmer. „Nun… was ist mit meinem Vater?“ fragte sie erneut. „Frau Heise… Ihr Vater wurde heute überfahren.“ kam leise von Tom. Annelise Heise setzte sich in einen Sessel. „Was? Ist er schwer verletzt? In welchem Krankenhaus ist er denn?“ kamen die Fragen von der Frau. Tom sah bedrückt zu Boden. „Frau Heise… Ihr Vater ist tot.“ erklärte er vorsichtig. Die Blicke der Frau schienen Tom zu durchbohren. „Tot? Aber wie?“ kam erneut die Frage. „Frau Heise… Ihr Vater war heute auf einer Bustour, wissen Sie von welchem Veranstalter es war?“ wollte er wissen. „Tot… er ist tot….? Veranstalter? Busreise. Ja sicher… er hat den Brief das er gewonnen hat sicher hier liegen. Er sagte immer… also er meinte… irgendwann könnte er es sicher gebrauchen…“ kam mit tränenerstickter Stimme von der Frau. Sie kramte etwas in der Post und überreichte dann den Brief der Gewinnmitteilung an Tom weiter.


    Tse.... Gitti.... erst eine Story verlangen und dann keine Feeds? Was ist das denn? Ne... ne.... so geht das nicht.... ;)

    Ben wurde nervös. „Ich fahre auch zum Steinbruch. Semir ist überfällig und irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, dass er Probleme hat.“ meinte er nur zu Anna. „Gut fahren Sie los. Ach Rolf Wienert kann gehen. Wir haben keinen Haftgrund. Jeder Anwalt würde ihn innerhalb weniger Minuten wieder freibekommen. Sie informieren mich, sobald Sie was wissen. Und Ben…. Seien Sie vorsichtig.“ ermahnte sie ihn und lächelte. Er ging ins Büro, wo Rolf saß. „Darf ich bitte mit? Ich möchte….“ bat er. „Das geht leider nicht. Aber ich werde Sie auf dem Laufenden halten.“ versprach Ben und verschwand. Er kam nur eine halbe Stunde später im Steinbruch an. Semirs Wagen fiel sofort ins Auge. Ben hielt direkt daneben. Von Semir fehlte jede Spur. Er sah den Rettungswagen vor dem Abgrund stehen und ahnte Böses. „Jäger! Kripo Autobahn. Wo ist der Mann, der den Wagen fuhr?“ fragte er einen der Helfer. Dieser zuckte nur mit den Schultern und wies nach hinten. Ben folgte der Richtung und sah wie sich der Arzt an einer Trage betätigte.

    Als er dort ankam sah er dass es nicht Semir war, sondern Jaqueline. Er sah sich um. Einer der uniformierten Kollegen kam zu ihm. „Sie suchen wen?“ fragte er. Ben nickte. „Ja… den Fahrer des BMWs. Er ist mein Kollege. Der Polizist nickte. „Außer der Frau haben wir niemanden gefunden. Sie wurde angeschossen, aber sie lebt. Die Kollegen der Rettung wurden allarmiert und als sie hier ankamen, fanden sie die Frau und das leere Fahrzeug. Bisher dachten wir es wäre ihr Wagen.“ Gab der Mann von sich. Ben sah ihn an. „Mein Kollege hat die Rettung informiert, als er eine mutmaßliche Mörderin genau an dieser Tat hintern wollte. Er konnte die Frau, die dort liegt wohl noch aus dem Wagen ziehen. Er sagte mir sie würde schlafen. Dann verfolgte er die Person, die sie vermutlich anschoss. Per Handy informierte er mich und bat dass ich auch komme. Tja… die Frage ist nur wo er steckt.“ murmelte Ben vor sich hin. Dann schlug er sich mit der flachen Hand vor die Stirn. „Das Handy…. Ich klingele es an. Hören Sie mit, vielleicht können wir es so finden.“ Schon hatte er sein Handy in der Hand und wählte Semir an. Er hörte es leise klingeln. Ben sah den Beamten an und beide liefen in Richtung der großen Felsen. Kurz darauf sah er seinen Kollegen am Boden liegen. Blut war zu sehen. Ben ließ sich auf die Knie fallen und drehte Semir vorsichtig um. Er war ohne Bewusstsein. „Holen Sie den Notarzt schnell!“ schrie er den Beamten an, der sofort umkehrte und nach wenigen Augenblicken mit dem Arzt zurück war. Der Arzt sah sich Semir an und tastete den Kopf ab. Dann fühlte er den Puls. „Nur keine Sorge… das wird wieder.“ beruhigte er Ben, der aufgeregt hin und her lief. Der Arzt sah den Beamten an. „Lassen Sie mir eine Trage für ihn kommen. Wir bringen ihn direkt ins Krankenhaus.“ bat er ihn. Der Polizist nickte und verschwand erneut. Ben sah den Arzt an. „Ist er schwer verletzt?“ fragte er. „Nun… er hat ne ziemliche Platzwunde am Hinterkopf. Die Frage ist nur, ob der Schädelknochen verletzt ist. Das mindeste was er hat, ist auf jeden Fall eine Gehirnerschütterung. Ich vermute das dort“, er wies auf einen großen Stein, an dem Blut haftete, „ ist das Tatwerkzeug.“ endete der Arzt. Ben nickte. „Ja sieht so aus…. Verdammt.“ fluchte er leise.

    Am 02.10.08 "Unter Druck

    Autobahnpolizist Ben platzt ahnungslos in eine Geiselnahme bei dem Uhrmacher Jörg Bauer. Der Familienvater wird von seinem früheren Komplizen zu einem Einbruch gezwungen, doch als Bauer sich weigert, will Bauers bislang unbescholtene Ehefrau sich als Tresorknackerin versuchen und so das Leben ihres entführten Sohnes retten.
    Eigentlich ist es kein schlechter Tag für Semir und seinen neuen Partner Ben. Die Chefin ist in Urlaub und auch sonst scheint es ein ereignisloser Tag zu werden. Bis Ben in ein Juweliergeschäft geht, um seine Uhr reparieren zu lassen - und in einen Überfall plus Geiselnahme platzt. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Nach und nach erkennen Semir und Ben, dass sie in eine komplizierte Familientragödie geraten sind. Denn der vermeintliche Überfall entpuppt sich als eine uralte Rechnung, die der Gangster Sturm mit dem Uhrmacher Jörg Bauer zu begleichen hat. Bauer erweist sich als Sturms Ex-Komplize und wird dringend für einen Einbruch unter Zeitdruck benötigt. Nachdem Bauer zu einem ersten Einbruch in einem Data-Center gezwungen wird, um Kundendaten für den großen Coup zu entwenden, weigert sich der 'Reihenhaus-Familienvater' Bauer weiterhin in seine kriminelle Vergangenheit zurück zu kehren. Seine ahnungslose Frau Pia lernt ihren Mann von einer ungekannten Seite kennen und muss schließlich unter dem Druck ihres entführten Sohnes über sich hinaus wachsen und Bauers Rolle als Tresorknacker einnehmen...

    „Semir, ich hatte heute Besuch von der Drogenfahndung aus Holland. Ein gewisser Lou van den Burg war mit Albert Sichel von der Kripo Köln hier. Es geht um einen Undercovereinsatz und die Beiden würden Sie gern in eine Organisation einschleusen, die mit Drogen handelt. Ein gewisser Hub van Straaten, soll Drogen nach Deutschland schmuggeln. Und zwar mit Bussen. Sie sehen, heute scheint ein Bustag zu sein. Tom sollte noch einmal zu den beiden Damen fahren. Vielleicht wissen die ja doch mehr, als sie zugeben. Ach ja… und dann haben wir das Kennzeichen des Busses überprüft. Es gehört zum Busunternehmen Reiferscheidt. Allerdings wurde dieser Bus dort bereits vor zwei Jahren verkauft. Aber er hat die Daten des Käufers. Und vielleicht ist es die erste Spur.“ erläuterte Anna gerade. Tom nickte. Andrea kam herein. „Also das mit den Busunternehmen dauert noch ne ganze Weile. Das sind hunderte!“ stöhnte sie. Semir lächelte sie an. „Das schaffst du schon.“ meinte er. Tom sah Anna an. „Was ist denn nun mit Semir?“ wollte er wissen. „Semir wird an die holländischen Kollegen ausgeliehen. Es geht um Drogen. Sie werden die Frauen noch einmal befragen. Vielleicht wissen die beiden Damen ja doch wer der Unternehmer ist. Immerhin sind die Briefe ja mit einem Briefkopf versehen. Was ist mit den Angehörigen des Toten? Sind sie schon informiert?“ wollte Anna wissen. Tom schüttelte den Kopf. „Dann fangen Sie bitte damit an.“ bat Anna und Tom nickte. „Ja sicher... Semir! Melde dich bei mir und pass bitte auf.“ ermahnte er seinen Partner. Semir nickte. „Ja sicher... wann geht es für mich los?“ wollte er wissen und wandte sich an Anna. „In genau zwei Stunden fahren Sie los. Sie werden im Präsidium 3 von Lou van den Burg erwartet.“ Gab Anna bekannt. „Dann werde ich mal meine Sachen packen“ stöhnte Semir und verschwand.

    Hubert Krassner informierte Rainer Stegmeyer und ließ ihn zum Parkplatz fahren wo Schröder seinen Imbissstand hatte. „Hey…. Rainer! Was machst du denn hier?“ begrüßte Schröder ihn. „Na du weißt doch … ohne deinen Fraß kann ich nicht leben.“ lachte Stegmeyer. Schröder nickte. „Na dann … was willst du heute?“ fragte er grinsend. „Deine Hilfe.“ meinte Stegmeyer nur. „Oh ich helfe gern, wenn ich kann.“ gab Schröder zu. „Ich denke schon dass du es kannst. Du kennst doch viele Leute. Hast du auch Busfahrer darunter? Ich meine die die vielleicht einen Job suchen…“ erklärte er. Schröder sah ihn an. „Suchst du welche?“ fragte er. Stegmeyer nickte. „Ich hör mich um und sag dir dann Bescheid.“ gab Schröder zur Antwort. „Und willst du essen?“ fragte er noch einmal. Stegmeyer schüttelte den Kopf. „Mein Magen kann das heute nicht ab.“ meinte er nur und fuhr wieder los. Schröder sah ihm kurz nach.

    „Frau Kupone… Haben Sie noch einmal geschaut ob Sie etwas von diesem Busunternehmen haben, das Sie ausgesetzt hatte?“ fragte Tom. Anastasia schüttelte den Kopf. „Leider nein. Es tut mir aufrichtig Leid. Aber ist der Fall nicht erledigt? Ich meine Laura und ich haben unsere Taschen ja wieder bekommen.“ erklärte sie. Tom nickte. „Ja darum geht es leider nicht mehr. Diesmal ist es Schlimmer. Ein Mann wurde getötet und wir müssen den Mörder finden. Alles was wir wissen ist, dass dieser Mann auf einer Kaffeefahrt war und dann ausgesetzt wurde. Anschließend überrollt.“ erklärte er weiter. Anastasia sah ihn erschrocken an. „Das ist ja schrecklich!“ stieß sie aus. „Mein Gott… wie können diese Leute nur so brutal sein…“ sagte sie traurig. „Reicht es diesen Leuten nicht, dass sie einem das Geld aus der Tasche ziehen?“ Tom nickte. „Deshalb wollen wir diesen Leuten ja auch das Handwerk legen.“ Gab er bekannt. „Ich würde gern helfen. Aber leider habe ich gar nichts mehr von diesem Unternehmen. Aber ich werde Sie anrufen, sobald ich wieder solche Einladungen erhalte.“ nickte Anastasia. Tom lächelte sie an. „Es wäre besser, wenn Sie gar nicht erst mitfahren. Geben Sie Ihr Geld anders aus.“ empfahl er.

    Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Fantreffen melde ich mich wieder. Hoffe ihr habt euch nicht all zu sehr gelangweilt. Und weiter geht es in meiner feinen Story… hmmm ein wenig mehr Feeds hätte es aber geben können….

    Tom sah Simon an. „Jetzt passen Sie mal genau auf. Mein Partner ist verschwunden und ich gehe ganz stark davon aus, dass Sie damit zu tun haben. Also hören Sie auf, hier auf unwissend zu tun!“ Tom war wütend. Anna legte ihm die Hand auf die Schulter. „Tom… ist gut. Herr Rösch, der Polizist, der Sie hierher begleitet hat, hat mir erzählt, dass Sie telefoniert haben. Mit wem?“ richtete sie die Frage an Simon. Dieser lächelte und zuckte mit den Schultern. „Das geht Sie einen Kehricht an.“ antwortete er. „Wer war es?“ fragte Anna weiter. „Meine Sache.“ meinte Simon. Tom nickte. „Gut… dann ist es ja auch Ihre Sache, wenn die Leute sie heute Abend vielleicht besuchen. Die Schutzhaft ist aufgehoben. Sie dürfen gehen. Machen Sie was Sie wollen. Und ich hoffe für Sie, dass Fälscher Sie sich holt.“ Anna sprach leise und drohend. Nun wurde Simon unruhig. „Das geht nicht.“ sagte er empört. Anna lächelte. „Das geht. Sie helfen uns nicht. Warum sollten wir dann für Ihre Sicherheit sorgen?“ fragte sie. „Das ist Ihre Pflicht. Ich bin ein normaler Bürger und damit …“ empörte er sich. „Sie sind ein Verbrecher! Sie verdienen Ihr Geld damit, dass Sie andere Mitbürger betrügen. Und nun sehen Sie zu, dass Sie hier raus kommen, ehe ich Sie umbringe!“ stieß Tom aus. Simon sah ihn ängstlich an. Sein Blick ging zu Anna. „Hören Sie… okay…. Ihr Freund ist bei Rolands Leuten. Sie wollen die Platten haben.“ gab Simon zu. Anna sah Tom an. „Das ist ja schon mal ein Anfang. Was haben Sie mit ihnen besprochen?“ wollte Tom wissen.

    Semir saß auf dem Stuhl. Immer noch waren die Augen verbunden. Er war gefüttert worden und hatte auch getrunken, doch nun wäre er gern mal zur Toilette gegangen. „Hey… ich muss mal!“ sagte er deshalb. „Halt dein Maul!“ kam als Antwort. „Na komm schon, bring ihn hin und gut ist.“ sagte der zweite. Kurz darauf spürte Semir wie ihm die Fesseln gelöst wurden. Doch wenn er geglaubt hatte, dadurch eine Chance zu bekommen, irrte er sich gewaltig. Der Mann, der ihn losgemacht hatte, drehte ihm den Arm schmerzhaft auf den Rücken. Er stöhnte auf. „Nur damit du nicht auf falsche Gedanken kommst!“ lachte der Mann in seinem Rücken und drückte ihn vorwärts. In der Toilette ließ der Mann ihn los. Semir wollte die Augenbinde runter nehmen doch als er die Hände hob, griff der Mann sein Gelenk. „Die bleibt drauf!“ warnte er ihn. Semir nickte nur. Mit der Augenbinde hatte er keine Chance gegen den Mann, der anscheinend mindestens zwei Köpfe größer war, als er. „Na los! Mach schon, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“ drängte der Mann. Er brachte Semir nachdem er fertig war wieder zum Stuhl. Doch bevor er ihn wieder fesselte, machte er sich den Spaß Semir zu schubsen. Dieser fiel natürlich, wie beabsichtigt hin. Doch das passte Semir diesmal in den Kram. Er drehte sich langsam um und ohne etwas zu sehen, trat er aus. Ein Schrei und ein Fluchen folgten. Er hatte getroffen. Semir riss sich die Augenbinde runter und ging in den Angriff über.

    So nach einem wunderschönen Wochenende mit wenig Schlaf und viel Spaß melde ich mich zurück

    Yvonne fuhr in Richtung des alten Steinbruchs nach Hürth. Jaqueline lag schlafend auf dem Beifahrersitz. „Du wirst von deinem Tod leider nicht viel spüren. Aber das war was Rolf wollte. Er wollte nicht, dass du leidest. Tja… diesen Wunsch kann ich ihm erfüllen.“ Sie fuhr um das große Portal und hielt den Wagen dicht an der Klippe an. Dann stieg sie aus und sah in den Abgrund. „Das geht schnell…“ lachte sie leise und ging zurück zum Wagen. Sie zog Jaqueline vom Beifahrersitz ans Steuer. Sogar den Gurt legte sie an. Dann schlug sie die Tür zu und ging zum Heck des Wagens. Doch bevor sie ihre Idee in die Tat umsetzen konnte, sah sie einen BMW auf das Grundstück fahren. „Verdammt! Der Bulle!“ stieß sich leise aus und sah sich um. Sie sah links von sich einige Felsen wo sie sich verstecken könnte und rannte los. „Du verdammter Mistkerl wirst mir nicht die Tour versauen.“ fluchte sie verhalten. Dann versteckte sie sich und nahm einen der mittleren Steine in die Hand. Nun wird er sein blaues Wunder erleben, dachte sie gefährlich.

    Semir sah den Wagen von Yvonne an der Klippe stehen. Er stieg in die Eisen und hielt den Wagen dicht davor an, sprang aus dem Wagen und rannte sofort hin. Jaqueline saß auf dem Fahrersitz und mit dem Kopf auf dem Lenkrad gelehnt. „Frau Wienert? Hören Sie mich?“ fragte Semir und zog sie sanft zurück. Da sie nichts sagte, suchte er nach dem Puls und stellte erleichtert fest, dass er kräftig schlug. Er zog sie aus dem Auto und legte sie in die stabile Seitenlage. Dann griff er zum Handy und rief die Rettung an. Anschließend telefonierte er mit Ben. „Ich hab Frau Wienert gefunden. Sie schläft und ich hab die Rettung schon gerufen. Nun werde ich mich auf den Weg machen und diese Yvonne suchen. Die ist nämlich hier irgendwo im Steinbruch. Wenn du Zeit hast kannst du auch herkommen. Ich bin im Steinbruch kurz vor Hürth.“ Er beendete das Gespräch und ging in Richtung der großen Felsen.

    Yvonne sah den kleinen Polizisten auf sich zukommen. Sie hielt den Stein fest in der Hand und war bereit zuzuschlagen. Sie duckte sich und wartete bis der Polizist an ihr vorbei war. Dann hob sie die Hand mit dem Stein und holte aus. Mit voller Wucht schlug sie dem Polizisten den Stein auf den Kopf. Dieser ging ohne einen Laut zu Boden und blieb bewusstlos liegen. „Du wirst mir meinen Part nicht versauen.“ sagte sie triumphierend und warf den Stein auf den Boden neben dem Polizisten. Dann zog sie ihm die Waffe aus dem Holster und spannte den Hahn. Yvonne drehte sich um und ging mit der Waffe in der Hand zu Jaqueline und legte auf sie an. Eiskalt drückte sie ab, sie traf Jaqueline in der linken Schulter und warf die Waffe anschließend in den Abgrund. Noch einmal sah sie sich um. Niemand schien von dem Vorfall etwas mitbekommen zu haben. Sie stieg in ihren Wagen und fuhr in die Stadt zurück. Zufrieden dachte sie daran, dass Rolf nun ihr gehörte. Gemeinsam werden sie das Erbe ausgeben und zufrieden bis zum Ende leben sobald sie und Rudolf geheiratet haben, war ihr Glück perfekt. Und was nach der Hochzeit passierte… nun ja… sie wird noch einmal erben.

    So Gitti... das muss reichen bis Sontag

    Gegen 19 Uhr war die Reisegruppe wieder auf dem Rastplatz angekommen. Tom und Semir verließen. „Sehen Sie… es war doch nur ein Irrtum.“ sagte Laura noch zu ihm. Semir sah sie an. „Frau Menzhagen. Sie haben ein Handtuch gekauft und dafür fast 100 Euro hingelegt. Das ist doch nicht kein normaler Kaufpreis. Das Handtuch bekommen Sie in jedem Geschäft für fünf Euro!“ meinte Tom nur. „Ja aber das ist doch was ganz anderes. Dieses Handtuch kann Neurodermitis vorbeugen. Das ist doch was ganz tolles.“ erklärte Laura wieder. Semir schüttelte den Kopf. „Nun wie dem auch sei. Sie sind alle wohlbehalten wieder hier am Treffpunkt. Die Fahrt war zwar sehr entspannend aber nichts was auf ein Verbrechen hin deutet. Das die Handtücher ihren Wert übersteigen ist eine Sache des Verbraucherschutzes.“ meinte Semir nur und ging mit Tom zum Dienstwagen. „Dann auf zur PAST.“ Meinte Tom nur und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen.

    Anna bekam während die beiden zurück zur PAST unterwegs waren Besuch. Zwei Herren von der Drogenfahndung nahmen platz und Andrea servierte den Kaffee. „Das ist Lou van den Burg, von der holländischen Drogenfahndung. Er hat ein kleines Problem und wir hoffen auf die Hilfe der Autobahnpolizei. Insbesondere auf einen der Kollegen mit Namen Semir Gerkhan.“ Erklärte Albert Sichel. Anna nickte. „Ich würde ja gern sagen, dass wir ihn zu uns holen, aber er ist derzeit unterwegs. Aber Sie können mir ja schon mal erklären um was es genau geht.“ bat Anna freundlich. Lou van den Burg nickte. „Ja... natürlich... Es geht um einen nicht ganz ungefährlichen Auftrag. Wir haben derzeit Probleme mit einem recht großen Drogenhändler, der Kontakte hier nach Deutschland hat. Allerdings konnten wir Hub van Straaten nichts nachweisen. Er scheint unangreifbar zu sein. Und um das zu ändern, würden wir gern einen Mann in die Organisation einschleusen. Am liebsten natürlich in Holland nur das gibt eben das Problem, dass alle Drogenfahnder bereits mit van Straaten Kontakt hatten. Sie müssen wissen unsere Dienststelle ist nicht besonders groß und wir haben personelle Probleme. Nun ja.... Herr Sichel meinte es wäre für Herr Gerkhan genau das Richtige. Er ist Türke und denen wird ja nachgesagt, mit Drogen zu handeln, zu dealen und natürlich auch schmuggeln. Wir haben uns auch schon etwas ausgedacht, um ihn dort bei van Straaten rein zu kriegen.“ erklärte der holländische Kollege im gebrochenen Deutsch. Anna nickte. „Nun ich denke schon, dass Herr Gerkhan sicher einverstanden ist. Allerdings sehe ich da einige Gefahren. Wir müssten mehr über diesen van Straaten und natürlich seinen Kontakt nach Deutschland erfahren. Lassen Sie mir die Akte zukommen. Ich werde Herrn Gerkhan dann informieren.“ meinte Anna und gab somit ihre Zustimmung.

    Nur wenig später nachdem die beiden gegangen waren, schlichen Tom und Semir in die Diensträume. Anna sah sie und kam aus dem Büro. „Meine Herren! Würden Sie mir bitte mal erklären, was das sollte? Wir ersticken in Arbeit und Sie beide machen eine Kaffeefahrt!!“ schrie Anna wütend die beiden an, als sie in ihrem Büro saßen. „Chefin… wir wollten nur mal sehen, wie diese Fahrten ablaufen. Das ist die reinste Abzocke. Wenn dort nichts gekauft wird, dann werden Sie mitten auf der Rückfahrt raus geworfen!“ verteidigte Tom seine Idee. Anna sah ihn an. „Sie haben was gekauft?“ fragte sie. Tom und Semir schüttelten heftig den Kopf. „Nein natürlich nicht. Aber diesmal war es alles in Ordnung. Alle wurden zurück gebracht. Aber ich bin mir sicher, dass all diese Fahrten Abzocke sind. Egal wie es ausgeht.“ meinte auch Semir. Anna sah sie nur wütend an. „Sie haben hier genügend Arbeit und es reicht aus, wenn Sie auf Staatskosten die Reparaturen an den Dienstwagen machen lassen. Kaffeefahrten sind nicht inbegriffen.“ grollte Anna.

    Während Semir und Tom sich vor Anna rechtfertigten, ging es auf einer anderen Tour von Krassner heftig zur Sache. Einer der Fahrgäste boykotierte den Kauf und wurde auf der Autobahn zum Aussteigen gezwungen. Mark der Fahrer sah auf Arne. „Mensch du kannst den Alten doch nicht hier raus lassen! Wie soll der denn hier wegkommen und was ist wenn der einen Herzinfarkt bekommt?“ begehrte er auf. Arne sah ihn grinsend an. „Ist nicht mein Problem. Fahr los!“ befahl er. Mark starrte auf die Straße. Der alte Mann stand vor dem Bus und hob die Hände. „Was ist? Fahr los!“ befahl Arne wieder. „Aber… der Mann… er steht doch direkt…!“ meinte Mark. Arne zog ihn vom Steuer weg und setzte sich selbst auf den Fahrersitz. Er fuhr los. Voller Entsetzen der anderen Busreisenden fuhr er den Alten einfach über den Haufen. Auch Mark stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Mark sah wie der Mann gegen die Leitplanke geschleudert wurde und seltsam verrenkt am Fahrbahnrand liegen blieb.

    Nur eine Stunde später erreichte ein Anruf die Autobahnpolizei. Andrea kam aufgeregt ins Büro von Anna wo Tom und Semir saßen. „Ein Anrufer hat eben einen toten Alten an der Autobahn gefunden. KM 418. Nach Auskunft des Anrufers wurde der Mann von einem Bus überfahren.“ berichtete sie. Anna sah erschrocken auf Tom und Semir. „Verdammt!“ fluchte sie nur. Tom und Semir rannten raus und fuhren zum Fundort. Wenig später waren die dort. Wegener, der Gerichtsmediziner war ebenfalls anwesend. Semir ging direkt zu ihm. „Was hast du?“ fragt er und ging in die Hocke. „ Einen Toten! Tja… so wie es aussieht ist er absichtlich überfahren worden. Das sagen ja auch die Zeugen aus. Er heißt Alfred Heise und wohnt in Köln. Hier sind seine Papiere. Er war 87 Jahre alt. Alles weitere nach der Obduktion. Obwohl die Ursache sicher ist.“ murmelte Wegener. „Danke…“ gab Semir von sich und ging zu Tom, der gerade den Zeugen vernahm. „ … ja also der Mann stand vor dem Bus und wollte sich wohl in den Weg stellen. Dann hab ich den Bus anfahren sehen und der hat eiskalt den Mann überfahren. Es war grausam….“ schilderte der Mann. Tom nickte und schrieb sich die Details auf. Er bedankte sich für die Aussage und ließ die Personalien von Dieter aufnehmen.

    Krassner legte nach dem Telefonat auf und sah Arne an. „So ein Mist… die Bullen werden wach und dann… scheiße!! Wieso musst du immer gleich so hart ran gehen?“ brüllte er seinen Komplizen an. „Hey.. .der wollte die Bullen direkt anrufen. Sollte ich solange warten oder was?“ kam als Entschuldigung zurück. Krassner holte tief Luft. „Verdammt…. Was ist mit Mark?“ fragte er. „Der hält dicht. Dem hab ich was in die Hand gegeben und gut ist. Aber er wird nicht weiter für uns fahren.“ meinte Arne nur. „Gut… dann suchen wir uns einen Neuen Fahrer. Ich hab da einen Freund, der so einen Imbisstand hat. Der kennt sicher einige die sich ein Taschengeld als Busfahrer verdienen wollen. Schröder heißt der Gute Mann. Und der kennt Gott und die Welt.“ grinste Krassner. Arne sah ihn an. „Und wenn der auch Bullen kennt`“ fragte dieser besorgt. „Ach quatsch! Ich kenne Schröder, da hat der noch selbst geklaut wie ein Rabe. Nein… bei dem kann ich mir sicher sein. Vor allem besorgt er mir einen Mann, auf den man sich verlassen kann.“ meinte er zu Abschluss. „Arne halt dich künftig etwas zurück. Ich möchte nicht das Stegmeyer sich auflehnt. Er spielt sich als Chef auf und vergisst vermutlich, dass es immer noch mein Laden ist, den er führen darf.“

    Anna sah Tom und Semir an. „Tja… damit haben wir doch einen Fall in Sachen der Busreisen.“ meinte sie nur. Semir nickte. „Die Frage ist wie gehen wir vor? Wir wissen nichts über die Gesellschaft. Nicht einmal den Namen.“ gab er an. Anna nickte. „Ja… nun das ist Polizeiarbeit. Wir müssen herausfinden wer der Betreiber ist. Lassen Sie Andrea alle Busunternehmen in NRW durchleuchten. Vielleicht finden wir eine Spur. Der Fall wird jedoch von Tom allein bearbeitet.“ meinte Anna. Semir sah sie an. „Wieso? Ich meine... wir machen doch sonst immer alles zusammen.“ fragte er nach. Anna nickte. „Das ist richtig, aber ich habe für Sie etwas anderes, etwas wichtigeres. Wir besprechen es gleich. Tom würden Sie bitte schon einmal alles in die Wege leiten?“ bat sie Tom. Dieser nickte und verließ etwas verwundert den Raum Er ging zu Andrea und sah sie an. „Befehl von der Chefin… du sollst bitte alle Busunternehmen in NRW durchchecken ob die etwas mit diesen Kaffeefahrten zu tun haben.“ gab er weiter. Andrea sah ihn an. „Ansonsten habt ihr keine Probleme, oder was?“ fragte sie schnippisch. „Hast du ne Ahnung wie viele das sind?“ Tom nickte. „Doch ich weiß es. Aber wir müssen irgendwo anfangen. Bitte… Ach noch was... weißt du warum die Chefin mit Semir allein reden will?“ harkte er nach. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein... mein Lieber Tom. Das weiß ich nicht. Du kannst ihn ja danach fragen. Es könnte allerdings mit dem Besuch von heute Morgen zu tun haben. Er sah sie an und nickte. „Na gut... kümmerst du dich bitte um die Unternehmen?“ fragte er noch einmal. Andrea nickte und stöhnte gespielt. „Also gut… ich bringe die Ergebnisse sobald ich welche habe.“ sagte sie. Tom gab ihr einen freundschaftlichen Kuss und bedankte sich. Andrea sah ihn an. „Wenn das Semir gesehen hätte würde er vor Eifersucht an die Decke gehen.“ lachte sie leise.

    So und weil ich heute nach Hürth fahre und ein schönes Wochenende haben werde, gibt es heute das letzte Stück und dann erst wieder am Abend des 24. einen neuen Part. Aber dafür ist dieser sehr lang. Also… bis dahin…

    Semir versuchte den Männern klar zu machen dass er Simon nicht näher kannte, aber niemand glaubte ihm. Der, der ihn befragte wurde wütend. „Jetzt pass mal auf! Ich will nur die Druckplatten. Also ruf ihn an oder deine Bullenfreunde und sag, dass er oder sie die Dinger herbringen soll. Nichts weiter! Ist das angekommen?“ schrie ihn der Mann an. Semir zuckte mit den Schultern. „Ich hab keine Handynummer von Simon.“ sagte er. Dem Mann genügte es. Er schlug so heftig zu, das Semir aufschrie. „Hör endlich auf mir Ammenmärchen aufzutischen, scheiß Bulle!“ brüllte er. Semir schmeckte das Blut an seiner Lippe. „Ruf ihn an!“ forderte der Mann, den Semir bisher nicht sehen konnte. „Ich weiß die Nummer wirklich nicht…“ beteuerte Semir. Nun kam der zweite Mann ins Gespräch. „Ich hab die Nummer von Simon.“ sagte er. „Gut… wähl ihn an und dann halt ihm das Handy ans Ohr.“ befahl der Mann vor Semir. „Hören Sie…. Geben Sie auf!“ versuchte Semir. Er spürte einen Griff am Kinn. „Halt die Klappe! Ich kann auch ungemütlich werden, klar?“ warnte der Mann ihn. Semir schwieg. Dann bemerkte er das Handy an seinem Ohr. Der Mann vor ihm hielt die Waffe an den Kopf. „Kein falsches Wort! Fordere nur die Platten, klar?“ fragte er.

    Simon hörte sein Handy klingeln und nahm das Gespräch an. „Was ist?“ …. „Hallo?“ … Er hörte ein leises Stöhnen am anderen Ende. „Wer ist denn da?“ wollte er wissen. „Pass auf, Simon! Weißt du wo die Platten sind?“ hörte er Sven fragen. „Ja sicher… aber ich habe es mir überlegt. Ich werde sie an den meistbietenden verkaufen. Ich bin raus und ihr seid außen vor.“ lachte Simon. „Du spielst also dein eigenes Spiel? Was soll das? Besorg mir die Platten oder der Bulle ist tot!“ warnte Sven. „Und wenn schon. Einer weniger, der mir was kann.“ Lachte Simon nur. „Idiot, meinst du wirklich mein Freund ist ein Bulle? Es ist mir egal, was du mit ihm machst. Knall ihn ab, ersäuf ihn. Ist mir absolut egal!“ gab Simon zu. Schweigen war am anderen Ende. „So war es nicht ausgemacht! Was soll das?“ kam die Frage. „Na wie du schon festgestellt hast… ich habe die besseren Karten. Ich werde von den Bullen beschützt und rate mal wer die Platten hat…. Ja genau… die Bullen haben die Platten immer noch. Sie befinden sich in Sicherheit vor Fälscher und dir.“ lachte Simon und beendete das Gespräch.

    „Verdammt! Das hängt sicher mit diesem Simon zusammen“ sagte Andrea,. „Er hat ihn aus dem Wasser geholt und damit hat er etwas erreichen wollen. Was wenn er die Platten haben will? Was wenn das alles ein abgekartetes Spiel ist?“ gab Andrea leise von sich. Tom sah sie an. „Was wollen die von ihm?“ fragte sie weiter. „Ich weiß nicht… vielleicht hoffen die so an diesen Simon ranzukommen? Oder wollen … ach ich weiß nicht.“ gab Tom zu. Anna nickte. „Schon gut Andrea… Tom! Sie holen diesen Rösch her. Ich werde ihn persönlich befragen.“ Tom nickte und verschwand. Andrea sah Anna an. „Was machen wir, wenn die herausfinden, das Semir ein Polizist ist? Wenn die ihn gestern aus der Wohnung geholt haben, dann ist es so sicher wie das Armen in der Kirche, dass sie es wissen.“ vermutete Andrea. Anna nickte. „Andrea… machen Sie sich nicht verrückt. Wenn es wirklich mit diesem Rösch zusammenhängt, dann müssen wir alles über diese Bande wissen. Roland Fälscher ist der Schlüssel. Ich will alles über diesen Mann wissen! Umfeld, Freunde, Feinde… einfach alles.“ Andrea nickte und verließ das Büro.

    Sven sah Martin und Bernd an. „Tja… es scheint als ob unser Freund hier Recht hat. Simon interessiert nicht, was mit ihm passiert. Schade….“ Martin lachte. „Und was wollen wir jetzt mit ihm machen?“ Sven dachte nach. „Simon hat mir gesagt, dass die Bullen die Platten haben. Und wir haben einen Bullen. Tauschen ist angesagt. Er wird seinen Kumpels klarmachen, dass es besser ist, wenn wir tauschen. Es dauert sicher nicht lange, bis die anfangen hier zu suchen. Ihr passt erst mal auf ihn hier auf. Ich werde mit dem Boss sprechen, wie wir weiter gehen.“ Martin nickte. „Ihr könnt auch aufgeben!“ ließ der Polizist verlauten. Sven ging zu ihm und schlug ihn leicht ins Gesicht. „Halt besser die Klappe.“ sagte er ihm drohend ins Ohr. „Noch hast du es bequem, aber ich kann dafür sorgen, dass es sehr unangenehm wird, klar?“ warnte er ihn. Der Polizist nickte. Sven wandte sich wieder an Martin. „Gebt ihm was zu essen. Aber passt auf, dass er euch nicht linkt, klar? Wenn er abhaut, dann….“ drohte er. Martin nickte. „Schon klar. Er wird keine Chance bekommen. Wir füttern ihn.“ lachte Martin. Sven nickte zufrieden. „Sehr gut… und sorgt dafür, dass er sonst ruhig ist. Die Kollegen werden sicher anfangen in der Hütte drüben zu suchen. Wenn er schreit, dann hören die das vielleicht nicht, aber sie könnten herkommen und dämliche Fragen stellen.“ gab er zu Bedenken. „Klar… wir werden das Kind schon schaukeln.“ versprach Martin. „Ich bin morgen früh wieder hier. Dann sehen wir weiter, was mit ihm passiert.“ Sven verließ die Hütte.

    So kurz vor dem Abflug nach Hürth eine doppelte Portion... Am Sonntag geht es weiter :D

    Rudolf saß in seinem Büro in der Firma genau gegenüber von Rolfs Büro. Als Ben ihn abführen wollte, zeigte Rolf auf ihn. Dann kamen sie zu ihm. Rudolf stand auf. „Rolf? Was ist denn los?“ wollte er wissen. „Sie sind Rudolf Wienert?“ fragte der Begleiter. Rudolf nickte. „Ja und wer sind Sie?“ fragte er. „Ich bin Ben Jäger Kripo Autobahn. Ihre Schwester hatte einen Unfall, aber ich denke das wissen Sie sicher, oder?“ kam von dem Mann. Rudolf nickte. „Ja sicher… weiß ich das. Sie hat ihr Gedächtnis verloren…“ erklärte er. Der Polizist nickte. „Ja und sie konnte sich daran erinnern, dass es ihr eigener Mann war, der sie umbringen wollte.“ kam von Benn. „Nein! Das ist doch gar nicht wahr…“ begehrte Rolf auf. Rudolf sah ihn tadelnd an. „Rolf…. Du wolltest meine Schwester töten? Ich dachte ihr liebt euch!! Was bist du für ein Mistkerl…. Ich wusste doch, dass du nicht der richtige Mann für sie bist. Sie hätte schon damals auf Vater hören sollen. Der wusste genau, dass du ein Taugenichts bist.“ fluchte er laut über seinen Schwager. Rolf sah ihn sprachlos an. „Wie kannst du das behaupten? Jackie und ich …. Wir lieben uns…“ kam erstaunt von ihm. „Du hast mich doch heute vertreten…“ Rudolf sah ihn an. „Ich soll was? Ich war außer Haus… das kann Yvonne bestätigen. Ich kann dich gar nicht vertreten haben…“ lachte er strafend. Der Polizist sah von einem zum Anderen. „Die Auszubildende bestätigte aber die Aussage von Herrn Rolf Wienert.“ Gab er bekannt. Rudolf lachte. „Ja… Natalie… die würde auch behaupten, dass der liebe Gott ihr Vater ist…“ kam verächtlich von Rudolf.

    Yvonne sah auf die schlafende Jaqueline. Sie triumphierte über ihre Freundin. „So und nun vollbringe ich das, was dein dämlicher Bruder nicht geschafft hat. Du wirst für immer schlafen. Weißt du… wenn du nicht gewesen wärst, dann hätte Rolf mich geheiratet. Du warst nur Mittel zum Zweck. Er hat mich immer geliebt. Du wirst ihm das Geld und deinen ganzen Besitz vermachen auf dem ich mich sehr wohl fühlen werde. Nur weiß er gar nicht, dass ich ihn nicht liebe. Ich werde mich mit Rudolf vereinen. Unsere Kinder werden sich glücklich schätzen einen solchen Vater zu haben. Niemand wird erfahren, wie wir zu Reichtum gekommen sind. Ach ja… die Firma wird natürlich abgestoßen. Ich brauche nicht mehr arbeiten.“ sagte sie zu der schlafenden Frau. „Aber dein Tod muss danach aussehen, dass es ein Unfall war. Also werden wir beide jetzt eine feine Spritztour machen und dann wirst du einen Unfall haben und leider dabei sterben….“ lachte sie leise. Sie war wesentlich kräftiger als Jaqueline und hob sie hoch, trug sie in ihr Auto und stieg selbst ein. Dann fuhr sie los.

    Semir kam endlich in der Straße an. Er rannte die Stufen hoch und zog seine Waffe, trat die Wohnungstür auf. Vorsichtig ging er durch die Räume. Im Wohnzimmer sah er zwei Tassen auf den Tisch stehen, doch es war niemand da. „Verdammt!“ fluchte er leise und griff zum Telefon. „Ben! Hast du diesen Wienert noch bei dir?“ fragte er. „Ja sicher… er sitzt neben mir. Warum?“ wollte Ben wissen. „Weil weder diese Yvonne noch Jaqueline hier ist. Zwei Tassen auf dem Tisch. Ich muss wissen wohin sie sind. Vielleicht kennt er einen Ort…“ erklärte Semir. „Warte ich gebe ihn dir.“ kam von Ben und wenige Sekunden später hörte er Rolf sprechen. „Was ist los?“ wollte er wissen. „Herr Wienert… Diese Yvonne ist mit Ihrer Frau unterwegs. Ich vermute, dass sie Ihre Frau umbringen wird und ich will von Ihnen wissen wo sie sein können!“ fauchte Semir ins Handy. „Hören Sie… Yvonne wird ihr nichts antun. Dazu ist sie nicht fähig. Sie sind doch Freundinnen. Sie könnte ihr doch nichts antun… finden Sie die Beiden…bitte“ flehte Rolf. „Ja sicher… wo sind sie dann? Wo können sie hin sein?“ fragte Semir etwas verächtlich. „Ich weiß es nicht.“ gab Rolf zu. Wieder war Ben zu hören. „Was hast du vor?“ wollte dieser wissen. „Was soll ich machen? Frag diesen Typen mal was für ein Wagen die Frau fährt!“ befahl Semir. „Sie fährt einen roten Peugeot. Das amtliche Kennzeichen lautet BM- Y 884“ gab Ben durch. „Dann gib die Suchmeldung durch. Die Frau ist zu allem fähig!“ Semir beendete das Gespräch. Er sah sich in der Wohnung um und fand einen Plan. Darauf war der alte Steinbruch von Hürth eingekreist. Ob sie dort hin fuhren? Das wäre ideal um einen Mord zu begehen. Semir packte die Karte ein und fuhr auf die Autobahn.

    „Hören Sie! Mein Schwager lügt. Er hat mich vertreten… okay… normalerweise würde ich es nicht tun, aber rufen Sie meine Geschäftspartner an, mit denen ich mich getroffen hatte. Hier… das ist die Nummer. Verlangen Sie Andreas Riefenstahl ans Telefon. Er war mein Gesprächspartner…“ bat Rolf. Ben sah ihn an. Irgendwie machte der Mann nicht den Eindruck ein Mörder zu sein. Er war verzweifelt. „Also gut… was hätte Ihr Schwager denn davon, wenn seine Schwester tot ist. Sie sind doch der Alleinerbe.“ Fragte er. Rolf schüttelte den Kopf. „Die Firma würde an Rudolf gehen. Ich würde nur ein stiller Teilhaber dort sein, aber ich und Rudolf haben geschworen, wenn Jackie sterben sollte, dann will ich die Firma nicht mehr leiten. Dann soll er es machen.“ verteidigte sich Rolf. Ben sah ihn erstaunt an. Dann telefonierte er tatsächlich mit dem angeblichen Geschäftspartner. Dieser bestätigte dass Rolf sich mit ihm zur fraglichen Zeit getroffen hatte. Er informierte Semir darüber. „Behalte ihn trotzdem bei dir, nicht dass er von dem Bruder zur Seite geschafft wird.“ kam von Semir über Funk.

    Ach, übrigens: Es wurde gesagt, dass 112 - Sie retten dein Leben schon in 5 Tagen beginnt! Wieso wird denn dann nichts bekanntgegeben? Weiß einer von euch wann genau, an welchen Tagen und um welche Uhrzeit dei Serie laufen wird. SOwas muss doch angekündigt werden!!
    Wäre das hier jetzt nicht zufällig erwähnt worden, hätten's wir es gar nicht erfahren!

    Außerdem kannst du auf RTL alles nachlesen. Aber zur Info. Von Montag bis Freitag um 17 Uhr ab dem 25.08.08. Dort sind auch Outtakes zu sehen

    Also wirlich Jenni... ich fahre doch morgen weg und dort wo ich hinfahre, gibt es kein Internet und dass heißt bis Sonntag keine Fortsetzung. Und dann hörst du an dieser Stelle auf? Ich würde zu gern wissen wie es Semir geht und vorallem was dieser Mistkerl ( und ich schwöre dir, wenn ich den in die Finger bekomme dann ... :cursing: ) mit ihm vorhat. Bitte noch einen gaaaaaanz langen Teil für mich.... bitte.....bitte.....bitte

    okay Gitti... hier kommt ein extra langer Teil für dich

    Anna sah Andrea an. „Haben sich Gerkhan und Kranich schon gemeldet?“ fragte sie. Andrea schüttelte den Kopf. „Nein… seit zwei Stunden nicht mehr. Ich habe sie bereits angefunkt, aber die melden sich nicht.“ erklärte sie. Anna nickte. „Gut… dann versuchen Sie es bitte auf den Handys.“ gab Anna den Befehl. Andrea nickte und wählte Semir an. „Ja?“ hörte sie seine Stimme. „Ja toll… sag mal wo seid ihr denn? Ich versuch euch schon die ganze Zeit zu erreichen. Die Chefin hat Sehnsucht nach euch.“ gab sie durch. „Ähm… ja… also ich denke mal dass wir gegen sechs wieder im Büro sind. Vorher ist es nicht möglich.“ am von Semir als Erklärung. Andrea stutzte. „Wieso denn nicht?“ fragte sie. „Nun ja… wir sitzen in einem Bus auf Kaffeefahrt. Wir also ich meine Tom… er hatte die Idee dadurch an Informationen zu kommen.“ versuchte Semir sich zu entschuldigen. „Ach und jetzt wollt ihr, dass ich der Chefin erkläre was ihr macht. Na ganz toll.“ Grollte sie zurück und beendete das Gespräch. Sie ging zu Anna ins Büro. „Und? Haben Sie die Beiden erreicht?“ wollte sie wissen. Andrea nickte. „Ja… die sind auf Kaffeefahrt.“ gab sie kühl zurück. „Wie bitte???“ fragte Anna überrascht. „Nun Semir sagte mir, dass er und Tom in einem Bus sitzen und auf Kaffeefahrt sind um Beweise zu finden, für die Anschuldigungen der beiden Damen von letztens.“ erklärte Andrea vorsichtig. Sie hasste es, wenn sie als Sprachrohr zwischen den Hauptkommissaren und der Chefin zu spielen. Anna stöhnte leise auf. „Ich wusste doch, dass die Beiden diesen Fall nicht einfach ruhen lassen können. Verdammt noch mal….“ fluchte sie.

    Die Fahrt des Busses schien zu Ende zu gehen. Denn der Fahrer reihte sich ein um auf einen Parkplatz zu fahren. Semir sah Tom an. „Es scheint wir sind am Ziel. Sieht doch eigentlich gut aus.“ meinte er zu ihm. „Ja scheint ganz so… ich hoffe nur du hast auch Geld dabei. Sonst werden wir ausgesetzt…“ grinste er seinen Partner an. „Ha…ha… du Witzbold. Klar hab ich Geld dabei. Aber ich werde mir nichts von diesem Blödsinn kaufen, denn das sind eh nur Lügen. Da können die mich dann auch in der Wüste aussetzen.“ raunte Semir ihn zu. Tom grinste ihn nur an. Dann hielt der Bus. Die Fahrgäste stiegen aus und wurden von einem Mann im Anzug begrüßt und in das Restaurant geführt. „Meine Damen und Herren, schön Sie hier begrüßen zu dürfen .Bevor wir uns allerdings zusammensetzen sollten Sie sich zunächst stärken. Hier zu meiner Linken sehen Sie das Buffet. Sie dürfen sich nehmen soviel Sie essen können. Anschließend bitte ich Sie in den großen Saal zu meiner Rechten zu kommen. Dort werden dann die Gewinne ausgegeben.“ Hörte Semir den Mann reden. „Mann der kann ganz schön schwafeln.“ grinste er. „Nur im Gegensatz zu dir, wird er dafür bezahlt.“ gab Tom zurück. Semir sah ihn an und sein Blick sagte viel. Beide bedienten sich am Buffet. „Boah… wenn das so schmeckt wie es aussieht, dann hat es sich wenigstens gelohnt.“ meinte er kurz darauf und Tom stimmte zu. „Ja… ich habe einen Bärenhunger…“ Er biss in das Brötchen und befand es für sehr empfehlenswert.

    Laura und Anastasia sahen sich an. „Die scheinen sich ja richtig in den Fall zu knien.“ meinte Laura. Anastasia nickte. „Ja… und das ist auch gut so… diesen Verbrechern muss man das Handwerk legen. Wir werden den Beiden helfen.“ stimmte Anastasia zu. Laura nickte. „Ja… wir machen uns zu den Hilfssheriffs und dann helfen wir den Beiden. Die wissen ja gar nicht wie die sich verhalten sollen.“ Gab sie zurück. Beide standen auf und gingen zu den Polizisten. „Hallo… Sie ermitteln wohl die Sache mit den Handtaschen, was?“ fragte sie den Großen. Doch dieser schüttelte den Kopf. „Nein nicht direkt. Wir ermitteln wegen dem Aussetzen. Das ist nämlich ein Verbrechen und so etwas können wir nicht hinnehmen. Was machen Sie eigentlich hier? Wollen Sie wieder auf die Nase fallen?“ fragte er. Laura schüttelte den Kopf. „Nein… diesmal habe ich wirklich gewonnen. Sehen Sie… hier steht es… Herzlichen Glückwunsch… Sie haben gewonnen. Und zwar den Hauptpreis in unserem Preisausschreiben. Sie müssen nur noch mit dem Bus fahren und ihren Gewinn abholen.“ Las Laura einen Brief vor. Die Polizisten schüttelten die Köpfe. „Frau Menzhagen… das haben Sie doch schon öfters bekommen. Das sind falsche Versprechen. Die wollen doch nur, dass Sie mit dem Bus fahren und dann wieder überteuerte Sachen kaufen. Und wenn Sie es nicht tun, dann werden Sie wieder ausgesetzt.“ erklärte der Kleinere. Laura sah ihn an. „Nein… ich habe noch nie solche Briefe bekommen. Meinen Sie, ich vergesse alles? Ich bin doch gar nicht so alt.“ empörte sie sich.

    „So meine Herrschaften! Darf ich Sie dann nach drüben bitten.“ ertönte die Stimme des Veranstalters. Die Reisegruppe gingen alle in den Saal. Auch Tom und Semir schlossen sich an. Kaum waren die Leute drin, bemerkte Tom direkt das zwei Männer die Türen verschlossen. Er macht Semir darauf aufmerksam. Dann fing der Veranstalter an zu reden. „Meine Damen und Herren, wie eben schon gesagt, freue ich mich Sie alle hier begrüßen zu dürfen. Sie haben alle etwas gewonnen und Sie werden sicher begeistert sein. Aber mal ehrlich… was wäre wenn Sie noch viel mehr haben könnten. Sie könnten etwas für Ihre Gesundheit tun. Sicher haben Sie schon von diesen Fahrten gehört, wo Sie etwas kaufen müssen, um wieder heim zu kommen. Bei uns ist es nicht so. Sie erhalten Ihren Gewinn und natürlich können Sie frei entscheiden, ob Sie etwas kaufen oder nicht. Für die Leute die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, bieten wir nun noch einige sehr hilfreiche Produkte an. Nach dieser Verkaufsveranstaltung werden wir Ihnen die Gewinne überreichen und dann gemütlich wieder heimfahren….“ erzählte der Mann Semir sah zu Tom und nickte nur. „Dann kann ich ja schlafen. Weck mich, wenn es vorbei ist“ raunte er ihm leise zu.