Beiträge von Elvira

    Danke Steffi... warst wieder mal schneller als ich.... :D;)

    Hier noch ein kleiner Nachschlag...

    Bei den Kölnern gab Tom Beck seinen Einstand als Autobahncop: Insgesamt war man mit 4,32 Millionen Zuschauern das meistgesehene RTL-Format des Tages.

    Quelle: Quotenmeter.de

    Axel Humper hörte den Dialog zwischen den beiden Polizisten. Er wusste genau, dass der Druck des Mannes der auf der Bombe saß, sowie die des Kollegen sehr groß war. „Hören Sie… wir werden es gemeinsam schaffen. Sind Sie soweit?“ fragte er. „Ja… was soll ich machen?“ wollte Tom wissen. „Okay… beschreiben Sie mir die Drähte die zum Zünder gehen.“ bat Axel. „Einen roten, einen gelben und einen grünen Draht.“ zählte Tom auf. „Okay… ich hoffe Sie haben ruhige Hände.“ gab Axel von sich. „Ja sicher… wie geht es weiter?“ fragte Tom. „Wie viel Zeit?“ wollte Axel wissen. „Dreieinhalb Minuten.“ gab Tom bekannt. „Sehr gut… Sie nehmen die Zange und trennen den gelben Draht durch.“ forderte Axel. Nur wenig später kam das Okay. „Sehr gut… ganz ruhig. Nun werden Sie den grünen Draht kappen. Das müsste den Zeitzünder ausschalten, denke ich mal.“ vermutete Axel. „Okay… hab ich.“ Kam kurz darauf die Antwort von Tom. „Sehr gut. Wie sieht es mit der Uhr aus?“ fragte Axel nach. „Sie läuft weiter. Nur noch zwei Minuten.“ Toms Stimme wurde panisch. „Ganz ruhig… wir kriegen das schon hin. Die Fesseln des Kollegen. Sehen Sie dort einen Draht?“ fragte Axel mit beruhigender Stimme. „Ja… ein blauer. Aber er scheint nirgends hinzuführen.“ meinte Tom. „doch der führt auch zum Zünder. Kommen Sie an ihm ran?“ wollte Axel wissen. „Ja die Uhr läuft noch…“ gab Tom nervös zu. „Ja ganz ruhig. Nun werden Sie den Zünder rausziehen. Langsam. Ganz langsam.“ wies Axel an. „Was ist mit den Drähten?“ fragte Tom. „Herr Kranich… tun Sie was ich sage… ziehen Sie den Zünder langsam raus.“


    Tom nahm die Kapsel und zog sie raus. „Hier sind drei Drähte dran. Rot, blau und ein weißer.“ zählte er auf und sah auf Semir. Er sah den Schweiß und konnte sich sehr gut vorstellen, wie es ihm ging. „Gut… der weiße Draht ist die Uhr.“ hörte er Axel sagen. „Das haben Sie doch gerade auch schon gesagt…“ begehrte Tom auf. „Kappen Sie den weißen Draht! Jetzt!“ Tom tat es. Tatsächlich war die Uhr anschließend aus. Tom schloss die Augen. „Okay… und nun?“ wollte er wissen. „Nun werden Sie auf uns warten. Der Zeitzünder ist deaktiviert. Der Zeitfaktor ist somit ausgeschaltet. Nun müssen beide Kabel gleichzeitig gekappt werden. Dann ist der Kollege frei. Wie geht es ihm?“ wollte Axel wissen. Tom sah Semir an und dachte nur, wie soll es ihm wohl gehen? „Es geht ihm gut. Wie lange brauchen Sie?“ sagte er dann. „Ich bin fast vor der Tür.“ versprach Axel. „Okay… wir warten.“ Tom beendete das Gespräch. „Semir? Bist du soweit in Ordnung?“ fragte er vorsichtig. Semir nickte. „Ja… sicher. Danke Tom.“ Im Semirs Stimme lag alles was er fühlte. „Wir haben es gleich überstanden.“ beruhigte Tom ihn. „Ich hab abgeschlossen… Tom. Ich dachte wirklich es ist vorbei…“ Semir stockte. „Schon gut. Ich weiß.“ nickte Tom.

    Semir ging mit drei Leuten zum Waggon, wo er ein paar private Sachen liegen hatte. Er wusste genau dass Lou den Wagen beobachten ließ und von den Leuten die bei ihm waren Fotos machte. Einer der neuen Freunde steig in den Waggon. Er suchte etwas und Semir verstand erst nicht was, doch dann kam der Mann mit der Munition von Semir und ein paar Briefchen wieder. „Ach sieh mal an. Da wollte wohl jemand von dem großen Kuchen etwas abnehmen, was? Dealst du? Wo ist die Waffe?“ fragte er barsch und richtete dabei die Waffe auf Semir. Der hob die Hände. „Hey… was soll das? Wollt ihr mich ausnehmen, oder was?“ fragte er etwas nervös. „Na für den Eigenverbrauch ist es etwas zu viel. Spritzt du es selbst?“ kam die nächste Frage und im gleichen Augenblick traten die anderen Beiden hinter Semir und hielten ihn fest. Einer schob die Jacke hoch so dass die Ellenbeuge frei lag. „Keine Einstiche!“ gab er bekannt, reichte die Waffe weiter und suchte nach Einstichen an den Beinen. Semir wurde wütend. „Was soll das? Ich verticke das Zeug ja.. .aber ich nehme es nicht!“ sagte er fauchend. „Der Boss mag es überhaupt nicht, wenn man in seinem Revier wildert.“ gab der Mann bekannt und machte ein Zeichen Semir wieder loszulassen. „Die Waffe ist erst einmal eingezogen.“ Semir sah ihn an. „Das ist meine Waffe und die lasse ich mir bestimmt nicht von dir abnehmen!“ warnte er sein Gegenüber. Dieser lachte laut. „Du gefällst mir… lässt dir nichts gefallen was? Hier! War ein Scherz.“ kam als Antwort zurück. Der Mann reichte Semir die Waffe und dieser steckte sie ein. „Aber das Zeug hier… bekommt der Boss.“ bestimmte der Mann. „Ach ja ich bin übrigens Milten das da hinten sind Rouven und Jan.“ stellte er sich nun vor. „Hakan…“ kam von Semir. Dann gingen alle mit ein paar Sachen beladen zurück zum Busgelände wo Semir sich ein kleines Zimmer einräumen durfte.

    Tom wurde am nächsten Morgen zum Boss bestellt. Er stand in seinem Büro und sah Tom an. „So… ich war beim letzen Mal sehr zufrieden mit dir. Du fährst sehr gut und warst sogar schneller als Chris obwohl du dich verspätet hattest.“ wurde er gelobt, „und deshalb bekommst du nur noch solche Fahrten. Chris wollte eh etwas Ruhigeres machen und übernimmt die Busfahrten mit den Alten. Du wirst morgen erneut zum Depot fahren. Irgendwie haben die bei Rosi etwas falsch gemacht.“ erklärte Stegmeyer. Tom nickte nur und dachte. ~das die nicht auseinander fällt wundert mich eh~. „Wann soll ich dann wieder los? Um zehn?“ fragte er nach. „Nein… diesmal um acht. Du musst bis sechs wieder hier sein.“ gab Stegmeyer den Befehl. Tom nickte. „Die Bezahlung ist die genauso gut wie beim letzten Mal?“ fragte er. Stegmeyer sah ihn an. „War das nicht genug?“ wollte er sofort wissen „Doch… das war sehr gut. Und wenn ich wieder so eine Summe bekomme ist es völlig in Ordnung.“ Gab Tom sofort zu verstehen. „Okay… genau wie beim Letzten Mal. So und nun ruh dich aus und sei morgenfrüh pünktlich.“ ermahnte Stegmeyer ihn. Tom nickte und verschwand. Der Tag ging schneller rum, als geplant und Tom stand tatsächlich rechtzeitig am Bus und fuhr los.

    Dieser Pilot ist für mich einer der Besten, die ich bisher gesehen habe. Alles war drin… Action, Humor, eine tolle Hintergrundgeschichte. Ich fand es gut, das der Film an die letzte Staffel anschließt.

    Die Spannung kam ebenfalls nicht zu kurz. Es ziemlich viele Explosionen (die mach ich immer noch am liebsten). Und im normalen Leben wäre Semir vermutlich schon viermal gestorben, aber das ist nun mal die Sonnenseite an einer Serie….

    Am Anfang tat Semir mir sehr leid, weil Andrea es nicht verstand, unter Schutz zu stehen. Vermutlich ist es eine ziemlich anstrengende Situation, wenn man ständig von Leuten umringt ist. Doch Semir hat sich ja nur Sorgen um das gemacht, was ihm am meisten bedeutete. Und genau das versteht sie nicht…. da sag ich nur… „Frauen… eine Welt für sich“

    Die Sprüche waren sehr locker und richtig gut. Es gab mir so ein wenig das Flair zurück, was zwischen Kranich und Gerkhan so markant war. Tom alias Ben fügt sich aus meiner Sicht sehr gut in die Serie ein. Er passt. Nichts da mit weichgespült, wie es in den Medien hieß.

    Christian Tramitz ist so der klassische Buchhalter. Das Aussehen, die Brille… alles passt. Und dann noch diese übertriebene Angst…. Lol. Es war absolut spitze… Seine Kommentare, wenn die Beiden sich stritten und direkt wieder einig waren, dass sich keiner einmischt…

    Ich freu mich schon auf die nächste Folge…..

    8| Das ist ja unfair jetzt aufzuhören... Jetzt ist die Zeit ja noch kürzer und trotzdem ist die Situation kein bisschen besser.

    Das ist sooo spannend!!! Willst du nicht noch einen Teil einstellen??? Wenigstens ein klitze kleinen?*liebguck* :)

    Freu mich schon auf den nächsten Teil ;)

    Nein :D Heute nicht mehr... freut euch auf den Piloten und dann auf morgen

    Boah ihr seid ja unerstättlich... also wirklich.....

    Für Semir sah es da schon etwas Anders aus. Er wurde zwar gelobt, dass er gute Arbeit gemacht hatte, aber anscheinend kam man nicht so schnell an den Boss ran. Alex schien der aus seiner Sicht der Einzige zu sein und so versuchte Semir mit ihm Freundschaft zu schließen. Der Sonntag ging zu ende und nun musste Semir irgendwie schlafen, denn er hatte ja angegeben, dass er keine Bleibe hatte. Alex sah ihn an. „Ich denke du kannst deinen Waggon sicher als Wohnraum vergessen. Tja… ich wohne beim großen Boss und der mag es nicht, wenn Fremde hier sind… was machen wir denn mit dir? Lass mich überlegen…“ Alex grübelte eine ganze Weile nur fiel ihm anscheinend nichts ein. „Warum fragst du denn deinen Boss nicht, ob er mir für heute Nacht wenigstens ein Dach über dem Kopf gibt Ich meine… morgen sind die Bullen sicher nicht mehr an mich interessiert und…“ fragte Semir, schwieg jedoch als Alex die Hand hob. „Ich denke… und dann hältst du die Klappe, klar?“ warnte er ihn. Semir nickte. „Pass auf… hier auf dem Gelände kommen die Bullen nicht. Da vorn haben wir so eine Art Büro. Du und zwei der Jungs gehen zu deinem Waggon und holt ein paar Sachen raus. Dann kommt ihr wieder her und du kannst erst einmal hier auf dem Gelände schlafen.“ erklärte Alex. Semir sah ihn an. „Der Waggon steht garantiert unter Bewachung. Die warten doch nur darauf, dass ich wieder komme um mich dann hops zu nehmen.“ warf Semir ein. „Ich regele das. Du tust was ich dir sage. Ihr wartet bis es dunkel ist. Dann geht ihr hin und gut ist. Die Bullen sind eh schon weg. Vertrau mir einfach, okay?“ fragte Alex. Semir nickte nur.

    Der Abend kam schnell. Tom saß in seiner Wohnung und wartete auf Semirs Anruf. Er müsste sich doch melden. Wieder überlegte er, ob nicht er anrufen sollte doch gerade als er es tun wollte, klingelte das Handy. „Ja?“ meldete er sich. „Hallo Schatz…!“ hörte er Semir reden. „Hast du Besuch?“ fragte Tom sofort. „Ja… also nicht wirklich. Aber ich wollte dir nur sagen dass ich die ganze Woche nicht viel Zeit hab nach Deutschland zu kommen. Der Job hier ist wirklich gut..“ erklärte Semir und Tom begriff, dass es für Semir ernst wurde. Er war also auch in der Gruppe drin. „Hat alles so geklappt wie du es wolltest?“ fragte er deshalb. „Nein noch nicht ganz. Aber sich bald. Ich hab dich lieb.“ hörte er von Semir und dann beendete dieser das Gespräch. Tom grinste nur. „Nächstes Mal mach ich dir nen Heiratsantrag.“ sagte er leise und wählte Anna an, die ebenfalls schon auf seine Meldung wartete. „Ich hab eben mit Semir gesprochen. Er hat mir seine Liebesbekundungen schon gemacht. Alles scheint klar zu sein. Er ist in der Gruppe hat jedoch den Boss noch nicht kennen gelernt.“ erklärte er weiter. „Also gut… dann läuft ja alles bestens. Ach noch eins… wissen Sie eigentlich, dass es heute genau anderthalb Wochen her ist, das Sie und Semir den Dienstwagen geschrottet haben?“ fragte Anna und man hörte ihr Lächeln sogar. „Ja und?“ stellte Tom die Gegenfrage. „Nun ja… das war der letzte Schaden in anderthalb Wochen.“ gab Anna zur Antwort und legte einfach auf. Tom murrte noch etwas.

    Na gut... Gitti... HIer noch ein STückchen.... aber ob euch das genügt? Viel SPass heute Abend

    „Tom?“ fragte Semir erneut. „Semir… warte…verliere bloß nicht die Nerven.“ Er sah auf die Uhr. 9 Minuten noch. „Verdammt wo bleiben die denn?“ Tom zog sein Handy. „Chefin! Wo bleibt das Sprengkommando?“ fragte er. „Tom sie müssten gleich da sein. Wir haben doch noch genügend Zeit. Die Zweieinhalb Sunden sind nicht um.“ meinte Anna zuversichtlich. „Das stimmt zwar. Aber er hat nur noch 8 Minuten.“ sagte Tom nun. „Was?“ schrie Semir dazwischen. Tom sah ihn an und zuckte mit den Schultern. „Tom? … Tom?“ kam verzweifelt von Anna. Tom warf sein Handy weg. „Okay… das Sprengkommando steht im Stau… oder was weiß ich wo. Wir müssen beide das Beste daraus machen.“ grinste er Semir an und versuchte ihm Mut zu machen. „Tom…geh… das schaffst du nicht.“ kam leise von Semir. Tom sah ihn an. „Halt die Klappe. Ich muss mich konzentrieren.“ meinte Tom nur und sah sich den Sprengsatz an. „Tom… bitte…“ kam erneut von Semir. Tom stand hinter ihm. „Hey… hör mal… ich bin zwar kein Experte in der Sache. Aber ich werde es versuchen. So und wenn du nicht das Klebeband wieder drauf haben willst, dann sei still, verdammt noch mal.“ drohte Tom. Semir zuckte zusammen. Er atmete tief durch. „Okay… schon gut…“ sagte er leise.

    Tom sah sich die Sprengladung an. Sein Handy klingelte erneut. „Ja?“ „Axel Humper hier. Sprengkommando. Hören Sie, wir sind in einem Unfall verwickelt. Sie müssen entschärfen.“ erklärte Axel. „Was?? Das ist ja wohl ein Witz. Wir haben nur noch 6 Minuten.“ gab Tom hektisch von sich. „Ganz ruhig wir schaffen das. Beschreiben Sie mir die Bombe so genau wie möglich.“ bat Axel ihn. „Okay… es ist ein rechteckiges Bündel. Ich sehe einen Zeitzünder. Digitale Anzeige. Drei Kabel führen davon weg.“ zählte Tom auf. „Okay… was ist mit dem Kollegen?“ wollte Axel wissen. „Er sitzt noch drauf. Die Bande hat ihm gesagt, dass sobald die Fesseln gelöst werden die Bombe hochgeht.“ erklärte Tom weiter. „Okay… wie ist die Gemütsverfassung?“ fragte Axel. „hören Sie… Verfassung hin oder her. Wie geht es weiter?“ Tom wurde nervös. „Ganz ruhig. Wir haben alle Zeit der Welt.“ beruhigte ihn Axel gelassen. „Nein es sind nur noch 5 Minuten… verdammt.“ fluchte Tom. „Ganz ruhig Kranich…. Wir werden das Kind schon schaukeln. Haben Sie einen Schraubenzieher oder so etwas?“ wollte Axel wissen. „warten Sie ich werde den Lautsprecher anmachen, dann kann ich das Handy auf den Boden legen.“ Er tat es und holte dann sein Schweizer Taschenmesser raus. „Tom… lass es. Bring dich in Sicherheit.“ versuchte Semir Tom zum Gehen zu überreden. „halt die Klappe verdammt.“ fluchte Tom.

    Na... ich zähle das Geld nicht. Denn Cobra ist mein einziges Hobby und wenn ich sehe oder lese was der eine oder andere für seine Hobbys ausgibt dann ist es sicher wenig, was ich von meinem Geld abzwacke um mein Hobby zu finanzieren. SIcher ich hab alle DVDs, die es bisher gab und werde vermutlich auch das neue Spiel kaufen.... mal sehen. Vieleicht lasse ich es mir auch schenken.

    Semirs Hand verkrampfte sich. Die Finger wollten sich strecken. Doch wenn er jetzt die Hand öffnet, dann war es vorbei. Er schloss die Augen und zwang sich die Hand geschlossen zu halten. Tom, dachte er… bitte beeil dich doch. Endlich hörte er ein Auto und nur kurz darauf stand Tom vor ihm. „Semir!“ schrie er und rannte zu ihm. Er entfernte ihm das Klebeband vom Mund. „Tom! Ich kann nicht mehr… Handgranate..“ stöhnte Semir. Tom sah ihn an. „Was?“ fragte er erstaunt. „Handgranate… ich kann nicht mehr.“ gab Semir erneut von sich. Tom ging um den Stuhl. Er sah das Ei. „Okay…. warte… ich mach dich los.“ sagte Tom und griff an die Fesseln. „NEIN!!“ schrie Semir. „Wenn du mich losmachst, dann geht die Ladung hoch…“ erklärte Semir. Tom sah ihn entgeistert an. „Und wenn ich die Handgranate nehme?“ fragte er vorsichtig. „Das kannst du machen. Wie viel Zeit ist noch?“ Tom sah auf die Uhr. Sie zeigte noch 15 Minuten an. „Das stimmt doch nicht. Der Typ hat mich angelogen. Verdammt…“ stieß Tom aus. „Tom? Wie viel Zeit?“ wiederholte Semir seine Frage. „Ähm… das willst du nicht wissen.“ sagte Tom. „Okay… Die Zeit spielt erst mal keine Rolle. Ich nehme jetzt die Handgranate raus. Ganz langsam.“ erklärte Tom. Semir nickte. Er fühlte Toms Hand und endlich konnten seine Finger sich entspannen. „Okay… das war Nr. 1“ sagte er leise und schloss die Augen. „Ja so ich hab den Stift wieder drin. Die Gefahr ist gebannt.“ kam von Tom mit ruhiger Stimme. „Tom wie viel Zeit?“ stellte Semir seine Frage zum dritten Mal. „Semir… wir schaffen das schon.“ versuchte Tom ihn zu beruhigen. Tom sah sich in dem Raum um. „Tom?“ fragte Semir. „Semir es wird gut. Die Kollegen sind schon unterwegs.“ gab Tom zum Besten.

    Sven lachte als der Polizist abfuhr. „So… du kommst eh zu spät. Die Zeit ist fast abgelaufen.“ sagte er leise. Er ging zur Bank und steckte die Platten ein. Dann fuhr er zu Roland. Er bemerkte nicht dass er Verfolger hatte. Sein Handy klingelte. „Ja?“ meldete er sich. „Und? Wie sieht es aus?“ wollte Roland wissen. „Ich hab die Druckplatten. Der Bulle ist zur Hütte unterwegs. Aber wir wissen ja… er kommt zu spät.“ erklärte Sven lachend. „Tja… schade drum. Aber nicht zu ändern. Gut.. wir treffen uns an der alten Stelle. Ach Sven… wir haben noch zwei Probleme. Bernd und Martin.“ meinte Roland. „Ich kümmere mich drum. Ein Unfall passiert sehr schnell.“ kam von Sven, dem das ziemlich egal war. „Ja alles klar.“ lachte Roland zurück. „Ich denke ich bin so in dreißig Minuten da. Also… bis gleich. Koffer gepackt?“ fragte Sven. „ja schon fertig.“ Er legte auf. Er hatte die Verfolger immer noch nicht entdeckt.

    Semir steckte sein Handy ein. „Deine Freundin?“ fragte Alex und er nickte. „Ja… ich wollte mich eigentlich mit ihr treffen, aber mir kam was dazwischen.“ grinste er. Alex nickte. „Ja… also was ist, willst du hier anfangen?“ fragte er. Semir tat als müsse er nachdenken. „Nun ja… wenn ich es so sehe… klar… ich mach es.“ er streckte seine Hand aus und Alex drückte zu. „Gut… unser Bus ist bereits da. Ich zeige dir, was zu tun ist.“ erklärte Alex und ging mit Semir zu einem ziemlich alten Bus, der dort in der Halle stand. „Das ist Rosi… sie ist normalerweise in Deutschland und macht dort ihre Touren. Aber heute haben wir sie hier um sie zu warten. Du kannst anfangen im Gepäckfach die Wände zu reinigen. Dazu nimmst du sie raus und spritzt sie mit dem Dampfstrahler ab. Dann stellst du sie zum trocknen und anschließend werden sie wieder eingebaut. Während du damit beschäftigt bist, machen die anderen die Kabelarbeiten. Wir haben genau drei Stunden Zeit bis der Fahrer kommt und zurück fährt.“ erklärte Alex. Semir nickte und machte sich an die Arbeit. Als er die erste Platte abnahm sah er dass hinter diesen Platten ein leichter Hohlraum war. Hier schien die Möglichkeit gegeben zu sein, dass der Bus zum Drogentransport gebraucht wurde. Die Frage die sich Semir allerdings stellte, war ob der Fahrer wusste welche Fracht er mit nach Deutschland nahm, oder aber völlig unwissend war. Das musste er dann irgendwie herausfinden.

    Tom fand sich kurz vor sechs wieder am Bus ein. Er sah, dass der Wagen geputzt wurden und stieg ein. Der Werkstattmeister gab ihm noch einen Zettel mit, den Tom bei Stegmeyer abzugeben hatte. Tom bedankte sich und fuhr wieder gen Deutschland. Nur knappe vier Stunden später stellte er den Bus auf dem Hof ab. Heiko sah ihn an. „Fahr ihn direkt in die Halle…“ befahl er und Tom nickte. „So… geh zu Stegmeyer und lass dich auszahlen. Du hat jetzt wieder zwei Tage frei.“ meinte Heiko und nahm Tom den Schlüssel ab. Tom ging zu Stegmeyer und übergab den Zettel. Stegmeyer sah kurz drauf und nickte. „Das ist ein ganz toller Job gewesen. Hier dein Geld und nun ab ins Körbchen. Du siehst müde aus.“ Stellte er fest. Tom nickte. „Ja… hatte nur wenig schlaf in der Nacht. Wenn man mich braucht bin ich aber zur Stelle.“ erklärte er, nahm das Geld und fuhr nach Hause. Dort legte er sich ins Bett. Eigentlich wollte er um elf mit Semir telefonieren, aber er schlief ein und wachte erst am nächsten Morgen um zehn auf. Erschrocken sah er auf sein Handy. Keine Anrufe in Abwesenheit… schon mal ein Vorteil. Er ging duschen und frühstückte ausgiebig. Dann meldete er sich bei Anna und klärte sie auf, was seine Vermutung war. Sie ermahnte ihn zur Vorsicht.

    Stegmeyer sah Tom nach als er ging. Dann griff er zum Telefon und wählte eine ihm vertraute Nummern. „So… der Bus ist hier. Alles perfekt gelaufen.“ gab er durch. „Sehr gut. Morgen Abend schickst du mir den Fahrer samt Bus und Ware zum Niehler Hafen. Wir werden dort die Ware abladen.“ erklärte der Angerufene. „Ja okay… ach so… der Wagen wurde heute von meinem Neuen Fahrer gefahren. Er ist sehr gut. Und das wichtigste ist, er kann schweigen. Aber wenn du willst schicke ich dir wieder Chris.“ meinte Stegmeyer. „Nun… mir ist Chris lieber. Den Neuen können wir dann am Sonntag prüfen. Denn die nächste Ware ist angekündigt.“ kam vom Angerufenen. „Hey… dann werde ich wieder den neuen schicken, denn der stellt keine unangenehmen Fragen.“ meinte Stegmeyer nur. „Gut.. .dann werde ich ihn mir ansehen. Nicht das wir uns da eine Nessel in den Pelz setzen. Du weißt ja, ich kenne einige Bullen vom Gesicht her. Ich werde mich gleich mit meinem holländischen Freund unterhalten und dann können wir die Geschäfte wieder regelmäßiger erledigen.“ meinte der Angerufene nur. „Alles klar. Ich werde dann die Ware für den Versand zum Niehler Hafen vorbereiten und Chris zu dir schicken. In der Zeit kann der Neue bis zur nächsten Fuhre Pause machen.“ Stegmeyer legte auf. Er setzte sich nachdenklich in den Sessel. Wenn der Neue sich weiterhin so anstellt, könnte es leicht sein, dass sein Freund ihn ausspannen wird und in seine Dienste aufnimmt. Es wäre nicht das erste Mal. Und er wusste genau, dass er dagegen nichts machen kann.

    Hallo Katrin

    schön dass du dich doch entschlossen hast, die Story direkt einzustellen. Und ich muss sagen, obwohl ich ja weiß um was es in der Story geht, bekam ich direkt Gänsehaut, als ich den ersten Teil wieder gelesen habe. Es ist so super beschrieben, dass ich nicht abwarten kann es zu lesen. Ich denke die lange Wartezeit hat sich gelohnt. Freu mich schon wenn es weitergeht....

    Dieser saß steif auf dem Stuhl. Er spürte das Dynamit. Fälscher hatte sich nicht damit zufrieden gegeben die Sprengladung anzulegen, sondern hatte Semir eine Handgranate in die Hand gedrückt. Den Sicherungsstift hatte er entfernt. Semir bekam einen Krampf in den Fingern. Schweiß lief ihm über das Gesicht. Er wusste, dass er irgendwann seine Finger bewegen musste und dann war es vorbei. Der Zünder der Sprengladung war mit den Fesseln so verbunden, das jeder Versuch ihm die Fesseln abzunehmen damit endete dass die Ladung zündet. Perfekter Plan. Semir wusste genau, das Fälscher ihn nie hätte laufen lassen. Nun hieß es warten. Entweder bis seine Kräfte nachließen und die Finger die Handgranate fallen ließen, oder aber bis die Zeit der Sprengladung abgelaufen war. Das Ergebnis war das gleiche. Semirs bisheriges Leben lief vor seinem inneren Auge ab. Er dachte an die vielen Auf und Ab, die er durchgemacht hatte. Seine Augen fingen an zu brennen, als ein Schweißtropfen hineinlief. Er kniff sie zu.

    Tom griff zum Funk. „Jan…. Semir ist in der Hütte. Was der Typ am Übergabeort von sich gab, klang überhaupt nicht erfreulich. Er sagte so etwas wie Semir hätte noch zweieinhalb Stunden und er lernt das Fliegen. Wir müssen davon ausgehen, dass er auf einer Sprengladung sitzt. Informiert die Kollegen vom Sprengkommando. Sie sollen sich sofort auf dem Weg machen! Cobra 11 Ende“ Tom warf das Mikro auf den Beifahrersitz. Er fuhr volles Tempo. Die Zeit war ein wichtiger Faktor. „Cobra 11 für Zentrale. Tom melden Sie sich.“ hörte er Anna sprechen. „Chefin! Wir müssen uns beeilen! Sie werden ihn sicher in der Hütte gebracht haben, wo Rösch geschnappt wurde. Wir müssen uns beeilen!“ gab Tom von sich. „Tom… das Sprengkommando ist bereits informiert. Fahren Sie hin und sehen sich die Lage an. Aber… Sie werden nichts unternehmen, verstanden?“ warnte ihn Anna. „Ja sicher… bin ja kein Sprengstoffexperte.“ gab Tom zu. „Eben. Und Tom… wenn die Zeit zu knapp ist, dann …“ Anna stockte mitten im Satz. „Chefin! Ich werde Semir nicht allein lassen und zusehen, wie er…wie er … explodiert. Ich werde nicht zusehen… hören Sie?“ erklärte Tom. „Schon gut…. es wird sicher alles gut gehen. Wo sind Sie jetzt?“ wollte Anna wissen. „Ich bin noch auf der A4. Ich werde in ungefähr zwanzig Minuten an der Hütte sein.“ meinte Tom nur. „Dann wird das Kommando auch vor Ort sein.“ Annas Stimme klang sehr überzeugend. „Wo ist Jan? Ist er bei Ihnen?“ wollte sie dann wissen. „Nein… er hängt an Fälscher dran. Er schnappt ihn sich.“ gab Tom an. „Okay… Semir hat Vorrang. Viel Glück.“

    Alex hielt den Mann fest, der soeben versuchte an ihn vorbei zu rennen. Er hörte die Schüsse und hielt dem Mann den Mund zu. „Ganz ruhig… die werden dich hier nicht suchen.“ warnte er den Mann. Als dieser nickte nahm er langsam die Hand von dem Mund. Dann sah er durch das Tor und er bemerkte, dass die Beamten bereits um die Ecke rannten. Er sah den Mann an, der ihn immer noch erschrocken ansah. „Hör zu… es ist ziemlich gefährlich sich mit den Bullen anzulegen. Und so wie die dich gejagt haben, hast du was ausgefressen, was?“ lachte er. Der Mann nickte. „Ja… hab nen Bruch hinter mir.“ meinte dieser. Alex lachte. „Einen Bruch? Na ich kenne die Bullen. Die würden dich wegen einem Bruch nicht verfolgen. Aber egal. Du kannst ja gleich wieder raus und weiter rennen. Hast wenigstens Vorsprung.“ meinte er nur. Der Mann sah ihn an. „Ich weiß nicht wohin. Die haben meine Wohnung bereits auf den Kopf gestellt und hier haben sie mich auch gefunden. Man.. ich hatte den Waggon schon richtig gemütlich eingerichtet.“ maulte er und erhob sich. Alex sah ihn an. „Hast du keinen Job?“ fragte er. Der Mann schüttelte seinen Kopf. „Zumindest nichts Festes.“ gab er zu. Alex nickte. „Was kannst du denn?“ wollte er wissen. „Einiges und nichts. Ich kann Autos reparieren, Basteln, und Mädchen schlagen….“ erzählte der Mann. Alex nickte. „Mädchen schlagen ist hier nicht drin. Wir sind ja nicht in Anatolien. Wie heißt du?“ wollte er wissen. „Hakan… Hakan Yildirim.“ stellte sich der Mann vor. „Okay.. Pass auf Hakan… wir suchen immer fähige Leute hier. Und wenn du dich nicht zu dämlich anstellst, dann kannst du hier anfangen. Hab nämlich gerade einen guten Mann verloren.“ meinte Alex. Der Neue nahm an.

    Lou sah zufrieden, dass sein Vorhaben gelungen war. Der deutsche Kollege war in den Reihen von van Straaten und somit konnte es nicht mehr lange dauern, bis man van Straaten endlich etwas nachweisen konnte. Nur musste nur noch der Bus kommen, den man in Verdacht hatte. Sicher wird es heute kommen, denn sonst wären die Männer nicht hier. Er sah auf die Uhr. Es war gerade elf. Er sah die beiden Beamten zu sich kommen und nickte. „Es hat geklappt. Nun müssen wir abwarten. Der Kollege wird sich bei uns melden und sobald er die Beweise hat, werden wir uns van Straaten vorknüpfen. Ich gehe davon aus, das Semir in kürze schon bei ihm in der Nähe ist und dann …. Ja dann endlich werde ich die Beweise bekommen, die ich brauche um ihn in den Knast zu bringen und die Straßen von Amsterdam von einem weiteren Stück Dreck befreien.“ Meinte er zu ihnen und fuhr weg. Der nächste Kontakt zu Semir soll morgen um acht sein, sofern er die Zeit dazu findet.

    Tom kam gegen zwei am Nachmittag an seinem Ziel an. Er stellte den Bus ab und verließ das Gelände. Er machte sich tatsächlich einen schönen Tag und setzte sich zunächst im Straßencafe und trank seine heiße Schokolade. Was er bisher in der Firma mitbekommen hatte, wurde der Bus hier gewartet und ggf. repariert. Rosi schien ein Bus aus der Vorzeit zu sein, denn bei ihr funktionierte eigentlich nicht mehr alles. Schon auf der Autobahn hatte Tom Angst, dass der Bus auseinander brach. Er fuhr sogar unter den vorgeschriebenen 80 km/h. Deshalb war er auch etwas später dran, als eigentlich geplant. Nach einer kleinen Standpauke des Werkstattmeisters zog Tom ab. Er wollte gegen sechs wieder in der Werkstatt sein und abfahren. Zunächst jedoch etwas ausruhen und sich lang machen. Er dachte daran, das Semir ja auch in Amsterdam war und vielleicht sogar zuhause ist. Schnell griff er zum Handy und rief ihn an. Nur wenig später hörte er ein etwas verwundertes „Ja?“ aus dem Handy. „Hey… ich bin gerade in Amsterdam. Sag mir wo du hier wohnst und ich komm dich besuchen.“ lachte Tom. „Äh… ich bin nicht zuhause. Erkläre ich dir später. Hab jetzt keine Zeit, mein Schatz… pass auf… ich ruf dich um elf an. Ja… ich lieb dich auch.“ kam von Semir und Tom sah verwundert auf sein Handy. „Was laberst du denn da? Ich bin’s Tom…!“ brachte er sich in Erinnerung. „Ja ich weiß… also bis später“ Dann herrschte Ruhe. Tom sah auf sein Handy. „Na warte…“ dachte er nur und dann kam ihm der Gedanke, das Semir vielleicht schon mittendrin war.

    Semir ließ sich auf den Stuhl nieder. Bernd band ihn fest. Martin knebelte ihn. Semir sah Roland an, als er rein kam. „So… unsere Wege trennen sich. Aber wie du sicher weißt, kann ich dich nicht einfach so laufen lassen. Etwas Zeit muss ich schon haben. Ich werde deinen Freund in zwei Stunden anrufen und ihm sagen, wo er dich finden kann. Solange wird ein Freund von mir auf dich aufpassen.“ erklärte er Semir, grinste und zog einen kleinen Kasten aus seiner Tasche. Semir erkannte einen Sprengsatz. Er sah Roland entsetzt an. „Nun ja… es tut mir irgendwie leid. Du warst sehr friedlich aber, du bist ein Bulle und ich mag Bullen nicht.“ Roland gab den Sprengsatz an Bernd ab, der diesen direkt hinter Semir an der Lehne des Stuhles befestigte. „Stell es auf genau 4 Stunden ein. Das ist ausreichend. Und stell eine Verbindung mit den Fesseln her, nicht das er sich vorher befreien kann.“ erklärte er. Bernd nickte. Als er fertig war sah Roland sich das Werk an. „So sieht es gut aus. Okay… ich will dich aufklären, Semir. Die Bombe ist scharf und ausreichend um dich und die Hütte ins Nimmerland zu blasen. Wenn jemand versucht sie zu entschärfen, dann bumm. Wenn du versuchst dich zu befreien auch bumm. Und wenn die Zeit abgelaufen ist, dann ebenfalls bumm.“ Er lachte und winkte seinen Leuten zum Zeichen des Ausbruchs. „Oh… eins hab ich noch vergessen.“ sagte er. Es hörte sicher sehr theatralisch an. Aus der Tasche nahm er eine Handgranate und ging um den Stuhl herum. Er legte die Handgranate in Semirs gefesselten Händen und zog den Stift. „Schön festhalten…“ lachte er und ging mit seinen Leuten raus. Semir sah den Männern hinterher.

    Toms Handy klingelte. „Okay… wir treffen uns am Rastplatz an der A3 bei Km 265. Keine Tricks.“ warnte ihn der Anrufer. „Was ist mit Semir?“ wollte Tom wissen. „Sie erfahren nach der Übergabe, wo er ist und wo Sie ihn abholen können. Aber ich kann auch sofort Schluss machen.“ meinte der Anrufer nur. „Nein! Warten Sie… okay. Wann?“ fragte Tom. „In zwanzig Minuten. Ach ja… lassen Sie jeden Trick. Wenn ich merke, dass Sie Freunde mitbringen, dann wird Semir… so heißt er doch oder, … in die Luft gehen. Sie bräuchten dann nicht mal einen Sarg für ihn.“ drohte der Anrufer. Tom hörte das gehässige Lachen. Dann war das Gespräch zu Ende. Tom sah Jan an. „Ich werde allein fahren.“ bestimmte er. Jan hob die Hand. „Das wirst du nicht. Semir ist auch mein Freund. Wir werden es gemeinsam tun.“ forderte Jan. „Er wird Semir töten. Wir müssen tun, was er verlangt.“ Warf Tom erneut ein. „ Also gut. Aber ich will das du den Sender trägst.“ bat Jan. Tom nickte, legte sich den Sender an und fuhr zum Treffpunkt. Mit etwas Verspätung kam auch Sven zum Treffen. „Wo sind die Platten?“ fragte er barsch. „Wenn Sie mir sagen, wo mein Kollege ist, sag ich wo die Platten sind.“ gab Tom dem Unbekannten, der sich irgendwo im Gestrüpp versteckte, zur Antwort. „Na… nicht so schnell. Ulf hat doch gesagt, wie es aussieht oder? Druckplatten da vorn auf die Bank legen!“ forderte der Mann. Tom nickte und tat, was der Mann verlangte. „So… wo ist mein Kollege?“ wollte Tom wissen. „Dem geht es sehr gut. Ich denke er hat jetzt noch ungefähr zweieinhalb Stunden.“ Tom sah in das Gebüsch. „Was meinen Sie damit? Wo ist er?“ fragte er erneut. „Hey.. ist ja gut. Nur keine Panik. Er ist in der Hütte. Aber passen Sie auf, wenn Sie ihm zu nahe kommen, lernt er das Fliegen.“ lachte der Mann vor ihm. Tom rannte zum Wagen. Was die Druckplatten anging, darum sollten sich die Kollegen kümmern. Er musste zu Semir.

    Die Fahrt für Tom war ziemlich langweilig. Als er auf dem Gelände ankam ließ er die Leute aussteigen und sah ihnen nach, als sie in das Restaurant gingen. Heiko sah ihn an. „willst du wirklich nicht mit?“ fragte er. Tom schüttelte den Kopf. „Nein… ich leg mich aufs Ohr.“ gab er an Holger nickte und verschwand. Tom wartete noch eine Weile und rief dann Anna an um sie von dem Stand der Dinge zu unterrichten. „Wissen Sei um was für Fahrten es sich nach Amsterdam handelt?“ wollte sie wissen. „Nein, aber ich versuche auf diese Fahrten eingesetzt zu werden. Muss vielleicht mal zu einem nicht ganz legalen Mitteln greifen.“ Meinte er darauf. „Was haben Sie vor, Tom?“ kam sofort die Frage von Anna. „Wir sind zwei Busfahrer. Wenn ich diesen Chris ausschalte muss mich Stegmeyer auf die Tour setzen. So einfach geht das. Nur keine Angst ich wende keine körperliche Gewalt an.“ grinste er sofort weil er sich Annas Gesicht vorstellen konnte als er diesen Satz von sich gab. „Das hoffe ich sehr Tom. Haben Sie von Semir gehört?“ wollte sie wissen. „Ja… wir haben heute Nacht telefoniert. Er wird am Sonntag in die Bande eingeschleust. Das ist zumindest der Plan von den holländischen Kollegen. Er hat mal wieder den besseren Job bekommen.“ bemängelte Tom. „Ich denke es ist gleich wer welchen Job macht. Wichtig ist, dass wir die Verbrechen die dahinter stecken aufdecken und die Schuldigen hinter Schloss und Riegel bringen.“ Erwiderte Anna. Tom beendete das Gespräch und legte sich tatsächlich auf die hintere Sitzbank. Er schlief kurz darauf ein.

    Die Tage vergingen und Tom ließ beim Frühstück seinen Kollegen Chris etwas in den Tee träufeln. Er hatte sich Rhizinosöl besorgt und das sorgte ja bekanntlich für eine gesunde Darmbewegung. Tom hoffte, dass es auch diesmal aufgeht. Nun hieß es warten. Da eh nichts anstand und die nächste Kaffeefahrt erst in einer Woche wieder stattfand, hatte Tom einen recht lauen Job. Er musste einfach warten bis er angerufen wurde und eine andere Tour fahren sollte. Gelangweilt saß er in seiner Wohnung, die ihm während des Falles zur Verfügung gestellt wurde und wartete. Seine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Heute war schon Samstag. Semir, das wusste er, hatte morgen seinen großen Tag und Tom hoffte das alles gut gehen wird. Erst gegen acht Uhr abends klingelte sein Telefon. Er grinste leicht und hoffte, das sein derzeitiger Kollege sein Eingreifen in die Natur verzeihen. „Hier Stegmeyer… hör zu… ich hab ein Problem.“ Hörte er seinen „Chef“. „Ah… um was geht es denn?“ fragte er etwas gleichgültig. „Chris hat eigentlich eine Tour morgen zu fahren. Der hat sich aber einen Virus eingefangen und kommt nicht vom Klo. Du müsstest die Tour übernehmen.“ erklärte Stegmeyer. „Ähm …morgen? Nun ja… wohin denn?“ fragte Tom obwohl er genau wusste wohin die Fahrt gehen sollte. „Nach Amsterdam. Wir müssen unsere Rosi zur Inspektion bringen.“ erklärte der Chef. „Inspektion? Warum denn am Sonntag und warum in Holland?“ harkte Tom nach. „Machst du die Tour oder nicht?“ kam barsch von Stegmeyer. „Ja okay… wann soll ich losfahren?“ wollte er wissen. „Um zehn reicht. Und danke… es ist nicht zu deinem Nachteil. Ach noch etwas. Du bringst den Bus zu diesem Busbahnhof und dann machst du dich vom Acker. Mach dir einen schönen Tag in Amsterdam. Geh spazieren. Um sechs kannst du den Wagen dann wieder in Empfang nehmen. Nicht vorher… ist das klar?“ fragte Stegmeyer. „Ja ist klar. Also dann bis morgen.“ meinte Tom nur und legte auf. Er rief Anna an um ihr zu sagen, dass es nun losgeht.

    Auch für Semir ging es am nächsten Morgen los. Er und Lou fuhren gegen halb Zehn zu den Waggons gefahren. Lou sah ihn an. „So… dann hoffe ich es klappt. Du versteckst dich im dritten Waggon. Von dort aus siehst du dann meine beiden Jungs kommen und nimmst die Beine in die Hand. Lauf in Richtung Busse. Wie du fliehen kannst, denke ich weißt du.“ grinste Lou. Semir nickte. „Ja was ist mit ner Waffe? Ich meine wenn die mich zu Hackfleisch verarbeiten, dann wäre es gut, wenn ich mich wehren kann.“ gab er zu bedenken. Lou griff ins Handschuhfach und zog eine alte Waffe raus. „Hier… geladen ist sie mit Platzpatronen für die Flucht. Der Karton enthält allerdings scharfe Muni… also bitte aufpassen. Die Waffen der Beiden sind ebenfalls mit Platzpatronen geladen. Also liefere mir eine schöne Show.“ meinte Lou und gab Semir beides. Dieser nickte und stieg aus. Nun ging es los und er hoffte dass es funktionierte. Semir saß im Waggon und sah wie die beiden Beamten auf ihn zukamen. Er atmete tief durch und sprang auf den Boden. „HEY! Stehen bleiben! Polizei!!“ riefen die Männer und Semir rannte wie es gewünscht war los. „Bleiben Sie stehen, oder wir schießen!!“ riefen die Beamten hinter ihn her. Semir rannte weiter. Er sah bereits die Busse und er sah dass dort ein paar Männer in seine Richtung sahen. Damit hatte niemand gerechnet. Wieso waren dort schon welche? Etwas irritiert rannte Semir weiter und an dem Gelände vorbei. Die Kollegen gaben Schüsse ab und Semir duckte sich obwohl er wusste dass es keine scharfe Munition war. Er schoss zurück. Schließlich musste er ja die Waffe entleeren, damit es nicht auffiel. Als er dann am Tor vorbei rannte spürte er wie eine Hand in sein Shirt griff und ihn nach hinten riss. Erschrocken ging er zu Boden und wollte sich gegen den der ihn da heranzerrte wehren. Eine Hand legte sich auf seinen Mund und presste fest zu. „Still! Ich helfe dir, okay?“ warnte ihn der Mann, der ihn festhielt. Semir atmete heftig denn obwohl er damit gerechnet hatte gegriffen zu werden, war er doch erschrocken.

    Tom fuhr mit Jan und dem SEK zur Hütte. Kaum war er vorgefahren, kam Simon Rösch aus der Hütte. Jan wies auf ihn, gab Zeichen, dass er sich von hinten anschleichen wollte und Tom nickte nur. Als Simon sah, dass es Tom war, der dort kam rannte er in die Hütte und wollte sich dort verschanzen. Die Kollegen des SEKs traten die Tür auf und zogen Simon raus. Doch Jan stand bereits hinter ihm. „Ich glaub wir haben ein Termin.“ Lächelte er ihn an, als Simon sich umdrehte. Nun war auch Tom bereits heran und sah Simon an. „Wo sind die Druckplatten?“ fauchte Tom ihn an. Simon sah ihn an. „Willst du damit deinen Freund freikaufen? Bist du wirklich so naiv, dass du glaubst, Fälscher lässt deinen Freund laufen?“ Simon lachte. Tom sah ihn an. Jan nickte. „Da hat er Recht Tom. Fälscher lässt Semir sicher nicht so einfach laufen.“ gab er zu bedenken. „Wo sind die Druckplatten?“ Seine Stimme bekam einen sehr drohenden Ton. Simon sah ihn gelassen an. „Gut versteckt.“ grinste Simon ihn an. Tom sah zu Hotte und Dieter. „Lasst mich mal für einen Augenblick allein mit Rösch.“ bat er die Beiden, die natürlich genau wussten warum er das sagte. Sie verließen die Hütte. Jan ging sofort darauf ein. „Tom? Du weißt doch… die Chefin hat gesagt, dass du nicht so aggressiv vorgehen sollst. Das eine Disziplinarverfahren reicht doch…“ schlug er vor. Und es verfehlte die Wirkung nicht. Simon sah ihn irritiert an.

    „Was für ein Verfahren? Warum?“ wollte er wissen. „Och… nichts Besonderes. Tom hatte nur vor einiger Zeit mal einen Zeugen zusammen geschlagen. Der Typ sah aus, sag ich Ihnen…. Ein Wunder dass der das überlebt hat.“ erzählte Jan absichtlich übertrieben. Tom schloss die Augen. „Ich sagte doch, dass ich die Kontrolle verloren habe…. Verdammt … lass mich nur fünf Minuten mit ihm.“ bat er erneut. Er versuchte seine Stimme richtig böse anhören zu lassen. „Hey… warten Sie…. Sie dürfen nicht raus. Wenn der bei mir ausflippt, dann…“ sagte Simon zu Hotte, der sich gerade umdrehte. „Das können Sie nur verhindern indem Sie ihm die Platten geben.“ schlug Jan vor und zwinkerte Tom zu. „Ja… schon gut… Die Platten sind unter dem Bett.“ Simon wies auf das Bettgestell in der Ecke. Tom grinste. Und winkte Hotte und Dieter wieder rein. „Na also geht doch. Führt ihn ab! Danke Jan für deine super Darstellung.“ Simon sah ihn an. „Sie haben mich gelinkt?“ fragte er ungläubig. Tom nickte. „Ja… aber das war Notwehr.“ Hotte und Dieter brachten Simon raus.

    „Ich hab die Druckplatten. Wo soll die Übergabe stattfinden?“ hörte Roland den Polizisten fragen. „Ich rufe dich gleich an, Tom. Ach ja… keine Tricks. Dein Freund wartet darauf endlich wieder die Sonne sehen zu dürfen.“ lachte er. „Kann ich mit Semir sprechen?“ fragte Tom. „Nein!“ Roland beendete das Gespräch und sah zu Semir, der auf der Matratze lag. „So …. Dein Freund hat sich gemeldet. Er hat die Platten. Mach dich fertig. In drei Stunden marschieren wir ab.“ befahl er. Semir nickte. Fertig machen? Wozu denn, fragte er sich. Zwei Stunden später wurden ihm die Ketten abgenommen. Auf Fesseln verzichtete Roland diesmal. Er sah Semir warnend an. „Die Fahrt wird ohne Probleme verlaufen, keine Aktionen von dir.“ drohte er. Semir nickte nur. Sie fuhren zur Hütte. Bernd und Martin waren bereits dort. „Die haben Simon vor vier Stunden abgeführt.“ Roland nickte. „Das ist sehr gut. Bringt ihn rein und sorgt für sein Wohlbefinden. Ihr wisst ja was ich meine.“ Bernd und Martin grinsten sich an. Sie brachten Semir in die Hütte.

    Tom wurde bereits am Freitag erneut auf Tour geschickt. Alles lief ab, wie er es bereits kannte. Diesmal ging es nach Bremen. Auf der Fahrt dorthin versuchte er von Heiko, der ihn wieder begleitete auszuhorchen. „Machst du eigentlich jede Tour mit?“ fragte er beiläufig. „Ja… ich leite die Verkaufsveranstaltungen. Willst du heute mal dabei sein?“ kam die Gegenfrage. „Nee… ich glaub wenn ihr da drinnen labert, schließe ich lieber die Augen und ruhe mich für die Rückfahrt aus. Sag mal… wie lange machst du das denn schon?“ stellte er die nächste Frage. „Seit vier Jahren bin ich bei Stegmeyer. Er zahlt gut und pünktlich. Und wenn diese besonderen Fahrten anstehen, gibt es sogar das doppelte Geld.“ lachte Heiko. „Besondere Fahrten? Geht es dann mit den Alten nach England oder was?“ grinste Tom ihn nach. Heiko schüttelte den Kopf. „Nein… das sind Fahrten nach Holland ins Busdepot. Dort werden die Busse repariert und gewartet. Rosi ist demnächst auch wieder dran. Weißt du… da hast du den ganzen Tag Zeit. Du stellst den Bus ab und gehst dann spazieren. Alles weitere… nun ja…. Hauptsache du bist abends wieder am Bus und fährst zurück.“ erklärte Heiko. Tom sah ihn an. „Kann ich solch eine Tour auch mal machen? Ich könnte das Geld gut gebrauchen.“ meinte er nur. Heiko lachte. „Ich versuche es mal. Vielleicht kannst du ja die nächste Tour mit mir zusammen machen.“ gab er zurück.

    Lou hielt vor einem großen Tor. Semir sah ihn an. „Du wartest hier oder kommst du mit?“ fragte er. „Wenn du willst können wir gemeinsam über das Gelände laufen. Du musst dir jede Ecke einprägen. Wir werden die Jagd auf dich ungefähr 1 KM vor dem Tor anfangen. Es soll ja echt aussehen. Ich hoffe du bist schnell genug um meinem Leuten zu entkommen.“ grinste er ihn an. Semir nickte. „Die hänge ich alle ab. Okay… wir laufen also von da hinten“ er wies in eine Richtung „an und dann renne ich hier zum Tor, oder was?“ fragte er. „Nein… wir fangen auf der Rückseite des Geländes an. Da sind Eisenbahnschienen. Du kletterst dort aus einem Waggon. Wir haben für dich eine ganz tolle Akte angelegt. Du bist Hakan Yilidrim und seit einiger Zeit auf der Flucht wegen Drogenhandel. Du hast so steht es in den Akten, gestrecktes Koks verkauft und dadurch sind ein paar der Kunden ums Leben gekommen. Also wirst du auch wegen Mord gesucht. Wir hoffen das van Straaten es dir abkauft. Du rennst also die Schienen entlang und gerätst rein zufällig natürlich auf das Gelände. Wenn ich die Jungs von van Straaten richtig einschätze, werden sie dich verstecken und die Beamten natürlich abwimmeln. So nach dem Motto hier ist keiner. Meine Leute verschwinden wieder. So einfach ist das.“ erklärte Lou. Semir nickte. Irgendwie hatte er ein sonderbares Gefühl.