so und hier kommt schon wieder der 'Schluss
„Semir! Endlich!“ Andrea stürmte auf ihn zu. „Hey… langsam…. Ich lebe noch.“ stieß Semir erschöpft und müde aus. „Ja Gott sei Dank. Bist du in Ordnung? Haben Sie dir was getan?“ wollte Andrea wissen. „Nein, Andrea… mir geht es gut. Ich würde nur gern duschen und was essen. Außerdem möchte ich mich umziehen.“ zählte Semir auf. „Und zum Arzt sich untersuchen lassen.“ kam von Anna, die nun auch dazu stieß. „Chefin… ich bin okay… wirklich.“ versicherte Semir ihr. „Semir?“ warnte Anna. Semir sah sie an. „Ja… okay… und zum Arzt.“ nickte Semir der genau sah, dass Anna dies als Befehl ansah und nicht als Bitte. Andrea lachte. Zwei Stunden später kam Semir zurück. Er hatte sich umgezogen und war vom Arzt durch gescheckt worden. Anna sah ihn erwartungsvoll an. „Und?“ wollte sie wissen. „Alles okay.“ sagte Semir. „Gut… dann gehen wir zur Tagesordnung über.“ kam von Anna zufrieden. Semir sah sie an. „Chefin… ich werde den Bericht schreiben. Obwohl soviel gibt es da ja nicht. Ich meine… ich hab nicht viel getan, bei diesem Fall.“ erklärte er. „Der Fall ist abgeschlossen. Rösch, Fälscher, Machleid, Hübner und Stolze sind in Haft. Alles Weitere wird von den Kollegen des LKA erledigt. Sie haben heute frei.“ meinte Anna und lächelte ihn an. „Danke, aber ich hatte genügend Freizeit. Wenn auch nicht ganz freiwillig.“ Semir setzte sich an seinen Schreibtisch.
Zwei Wochen später hatte die Normalität Einzug gehalten. Semir und Andrea beschlossen die Hütte zu verkaufen, auch wenn es noch so schön dort war. Bisher hatten sie nur Pech gehabt. Nachdem Semir sich von Jan verabschiedet hatte, der den Fall endgültig beendete saß er mit Jan im Büro und knobelte wer die Berichte schrieb. Tom hatte sich verabschiedet, weil er noch etwas dringendes erledigen musste. „Also ich finde schon, dass das LKA den Bericht dann in Kopie an mich weiter geben kann. Aus alter Freundschaft.“ Semir klimperte mit den Augenlidern. Jan lache nur. „Der Blick hat bei mir schon damals nichts bewirkt und wird es auch heute nicht. Schreib deinen Bericht selbst.“ gab er von sich. Semir grummelte. „Und das nennt sich nun Freund.“ knurrte er. Die Kollegen hatten zum Geburtstag gratuliert und irgendwie war Semir doch enttäuscht, dass keine Geschenke überreicht wurden. Nicht einmal von Tom oder Andrea. Es war irgendwie merkwürdig. Die Tür ging auf und Tom kam völlig außer Atem ins Büro. „Semir! Komm schnell! Dein Auto!!“ stieß er aus. Semir sah ihn an und rannte schon raus.
Tom grinste Anna an und diese nickte. Sie gingen hinter Semir her. Auf dem Parkplatz standen alle Kollegen und riefen als Semir aus dem Gebäude kam: „Alles Gute zum Geburtstag!!!“ riefen sie im Chor. Semir sah die Kollegen verlegen an. Andrea gab ihm einen Kuss und drückte ihn einen Gutschein in die Hand. „Wellneßwochenende am Bodensee“ flüsterte sie ihm zu. „Andrea… Was soll ich denn allein dort?“ fragte er enttäuscht. Andrea lachte. „Wer sagt denn dass du allein fahren musst? Ist ein Wochenende für zwei.“ lachte sie. Tom legte ihm die Hand auf die Schulter. „Na heute ist Donnerstag und morgen darfst du fahren. Aber heute hauen wir erst einmal auf den Putz und feiern deinen Geburtstag. Auch wenn er eigentlich schon vorbei ist.“ grinste er. „Ähm… danke, Kollegen. Ich weiß gar nicht was ich sonst sagen soll…?“ Hilfe suchend sah er sich zu Andrea um. „Danke reicht doch.“ lachte Anna.
Tom zog Semir zur Seite. „Übrigens Frau Schrankmann kommt auch noch her. Sie möchte dir etwas persönlich sagen.“ raunte er ihm ins Ohr. Semir sah ihn an. „Ich hab doch Geburtstag. Jetzt kann ich ihn sogar doppelt feiern…. Wieso vermiest sie mir den Tag?“ grinste er. „Herr Gerkhan!“ hörte er in diesem Augenblick auch schon ihre Stimme. Er drehte sich um und lächelte gequält. „Ach Frau Staatsanwältin.“ sagte er gekünzelt freundlich. „Zunächst möchte ich Ihnen alles Gute zum Geburtstag wünschen. Und nun ja…. Die Sache mit dem Mord…. Ich meine … verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Aber die Indizien sprachen alle gegen Sie. Ich meine Sie hätten sicher auch so gehandelt. Also was ich eigentlich sagen wollte…“ stammelte die Frau los. Semir warf Tom einen alles sagenden Blick zu. „Ja sicher… Frau Schrankmann. Danke für Ihre Glückwünsche und einen schönen Tag noch.“ sagte er süffisant und drehte sich weg. Er bemerkte die Blicke regelrecht, die ihm Schrankmann hinterher warf. Anschließend wandte er sich an Jan. „Danke… es war schön mit dir wieder zu arbeiten. Wir sollten es öfter machen.“ meinte er nur und schüttelte Jan die Hand. Dieser schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Die Frage ist, ob Schrankmann das auch so amüsant findet wie wir?“ lachte er leise.
Ende