Beiträge von Elvira

    so und hier kommt schon wieder der 'Schluss

    „Semir! Endlich!“ Andrea stürmte auf ihn zu. „Hey… langsam…. Ich lebe noch.“ stieß Semir erschöpft und müde aus. „Ja Gott sei Dank. Bist du in Ordnung? Haben Sie dir was getan?“ wollte Andrea wissen. „Nein, Andrea… mir geht es gut. Ich würde nur gern duschen und was essen. Außerdem möchte ich mich umziehen.“ zählte Semir auf. „Und zum Arzt sich untersuchen lassen.“ kam von Anna, die nun auch dazu stieß. „Chefin… ich bin okay… wirklich.“ versicherte Semir ihr. „Semir?“ warnte Anna. Semir sah sie an. „Ja… okay… und zum Arzt.“ nickte Semir der genau sah, dass Anna dies als Befehl ansah und nicht als Bitte. Andrea lachte. Zwei Stunden später kam Semir zurück. Er hatte sich umgezogen und war vom Arzt durch gescheckt worden. Anna sah ihn erwartungsvoll an. „Und?“ wollte sie wissen. „Alles okay.“ sagte Semir. „Gut… dann gehen wir zur Tagesordnung über.“ kam von Anna zufrieden. Semir sah sie an. „Chefin… ich werde den Bericht schreiben. Obwohl soviel gibt es da ja nicht. Ich meine… ich hab nicht viel getan, bei diesem Fall.“ erklärte er. „Der Fall ist abgeschlossen. Rösch, Fälscher, Machleid, Hübner und Stolze sind in Haft. Alles Weitere wird von den Kollegen des LKA erledigt. Sie haben heute frei.“ meinte Anna und lächelte ihn an. „Danke, aber ich hatte genügend Freizeit. Wenn auch nicht ganz freiwillig.“ Semir setzte sich an seinen Schreibtisch.


    Zwei Wochen später hatte die Normalität Einzug gehalten. Semir und Andrea beschlossen die Hütte zu verkaufen, auch wenn es noch so schön dort war. Bisher hatten sie nur Pech gehabt. Nachdem Semir sich von Jan verabschiedet hatte, der den Fall endgültig beendete saß er mit Jan im Büro und knobelte wer die Berichte schrieb. Tom hatte sich verabschiedet, weil er noch etwas dringendes erledigen musste. „Also ich finde schon, dass das LKA den Bericht dann in Kopie an mich weiter geben kann. Aus alter Freundschaft.“ Semir klimperte mit den Augenlidern. Jan lache nur. „Der Blick hat bei mir schon damals nichts bewirkt und wird es auch heute nicht. Schreib deinen Bericht selbst.“ gab er von sich. Semir grummelte. „Und das nennt sich nun Freund.“ knurrte er. Die Kollegen hatten zum Geburtstag gratuliert und irgendwie war Semir doch enttäuscht, dass keine Geschenke überreicht wurden. Nicht einmal von Tom oder Andrea. Es war irgendwie merkwürdig. Die Tür ging auf und Tom kam völlig außer Atem ins Büro. „Semir! Komm schnell! Dein Auto!!“ stieß er aus. Semir sah ihn an und rannte schon raus.

    Tom grinste Anna an und diese nickte. Sie gingen hinter Semir her. Auf dem Parkplatz standen alle Kollegen und riefen als Semir aus dem Gebäude kam: „Alles Gute zum Geburtstag!!!“ riefen sie im Chor. Semir sah die Kollegen verlegen an. Andrea gab ihm einen Kuss und drückte ihn einen Gutschein in die Hand. „Wellneßwochenende am Bodensee“ flüsterte sie ihm zu. „Andrea… Was soll ich denn allein dort?“ fragte er enttäuscht. Andrea lachte. „Wer sagt denn dass du allein fahren musst? Ist ein Wochenende für zwei.“ lachte sie. Tom legte ihm die Hand auf die Schulter. „Na heute ist Donnerstag und morgen darfst du fahren. Aber heute hauen wir erst einmal auf den Putz und feiern deinen Geburtstag. Auch wenn er eigentlich schon vorbei ist.“ grinste er. „Ähm… danke, Kollegen. Ich weiß gar nicht was ich sonst sagen soll…?“ Hilfe suchend sah er sich zu Andrea um. „Danke reicht doch.“ lachte Anna.

    Tom zog Semir zur Seite. „Übrigens Frau Schrankmann kommt auch noch her. Sie möchte dir etwas persönlich sagen.“ raunte er ihm ins Ohr. Semir sah ihn an. „Ich hab doch Geburtstag. Jetzt kann ich ihn sogar doppelt feiern…. Wieso vermiest sie mir den Tag?“ grinste er. „Herr Gerkhan!“ hörte er in diesem Augenblick auch schon ihre Stimme. Er drehte sich um und lächelte gequält. „Ach Frau Staatsanwältin.“ sagte er gekünzelt freundlich. „Zunächst möchte ich Ihnen alles Gute zum Geburtstag wünschen. Und nun ja…. Die Sache mit dem Mord…. Ich meine … verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Aber die Indizien sprachen alle gegen Sie. Ich meine Sie hätten sicher auch so gehandelt. Also was ich eigentlich sagen wollte…“ stammelte die Frau los. Semir warf Tom einen alles sagenden Blick zu. „Ja sicher… Frau Schrankmann. Danke für Ihre Glückwünsche und einen schönen Tag noch.“ sagte er süffisant und drehte sich weg. Er bemerkte die Blicke regelrecht, die ihm Schrankmann hinterher warf. Anschließend wandte er sich an Jan. „Danke… es war schön mit dir wieder zu arbeiten. Wir sollten es öfter machen.“ meinte er nur und schüttelte Jan die Hand. Dieser schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Die Frage ist, ob Schrankmann das auch so amüsant findet wie wir?“ lachte er leise.

    Ende

    Ben saß seinem Vater gegenüber. „Also hast du dir meinen Vorschlag überlegt, Junge? Es wäre wirklich das Beste, wenn du in die Firma einsteigst. Das ist doch viel sicherer, als bei der Polizei. Ständig die Gefahr vor den Augen. Autobahnpolizei.... du hättest wirklich was Besseres verdient als Raser zu jagen.“ tadelte ihn sein Vater. Ben sah ihn an. „Vater... ich bin Polizist mit Leib und Seele. Ich habe keinen Bock auf einen Schreibtischjob. Ich will was erleben. Du solltest es akzeptieren. Ich habe mit der Firma nichts zu tun. Nimm doch Achim mit rein. Er will dich doch so gern vertreten. Dann soll er es machen.“ gab Ben trotzig von sich. Alfred Jäger sah seinen Sohn fragend an. „Benjamin.... du weißt doch genau, das Joachim noch viel zu jung ist. Er soll studieren. Betriebswirtschaft. Danach kann er in die Firma. Du bist doch viel älter und klüger als er. Überlege es dir doch.“ bat er ihn weiter. Ben schüttelte den Kopf. „ Ben ... nicht Benjamin. Vater... ich will nicht. Für mich ist das Thema erledigt. Ich bin kein Schreibtischhengst und reite auf dem Geld herum, was mein Vater zusammen getragen hat.“ kam von ihm. Alfred sah ihn sprachlos an. „Dann wirst du sicher auch nichts dagegen haben, wenn ich dich enterbe!“ schrie er auf einmal. Ben zuckte mit den Schultern. „Wenn du dich dann besser fühlst. Mach es. Ich muss... habe morgen früh Dienst.“ Ben stellte sein Glas auf den Kamin und ging ohne Gruß raus.

    Semir holte Ben am nächsten Morgen ab. „Na… Gespräch gestern geführt?“ fragte er neugierig. Ben nickte. „Ja… und es kam wie immer zum Streit.“ gab er leise zur Antwort und sah auf die Straße. „Ist es denn so schlimm, dass du Polizist geworden bist?“ wollte Semir wissen. „Ich denke es geht nicht einmal darum dass ich Polizist geworden bin, sondern eher dass ich mich nicht seinem Willen gebeugt habe. Ich hätte studieren sollen. Betriebswirtschaft und dann natürlich den familiären Betreib übernehmen.“ erzählte Ben. Semir sah ihn von der Seite an. „Dann bist du eher ein schwarzes Scharf aus der oberen Schicht, was? So richtig reich?“ lachte er. Ben schüttelte den Kopf. „Mein Vater ist reich. Ich nicht. Er hat mich gestern enterbt. Aber es ist mir egal. Ich will nichts von dem Geld, was er mit mühsamer Arbeit zusammen getragen hatte. Ich will eigenständig sein. Und das ist auch der Unterschied zu meinem jüngeren Bruder Joachim. Er macht alles was Papa will. Steigt in die Firma ein, studiert. Tja… ich bin halt das schwarze Schaf.“ gab Ben zu. Semir nickte nur. „Wieso ist er denn so sauer? Ich meine Polizist ist doch ein sehr ehrbarer Beruf?“ fragte er. Ben nickte. „Nun ja… er findet das ich zu etwas Besserem geboren wurde. Vielleicht hat er ja Recht, aber er kennt genau die Gründe für meine Entscheidung und akzeptiert sie nicht.“ erklärte Ben und ließ seine Hände in den Schoß fallen. „Welchen Grund?“ wollte Semir wissen. Von Ben kam nichts mehr. Semir fuhr auf den Parkplatz der PAST.

    Joachim Jäger saß im Kaffee und sah auf die Straße. Das Wetter spielte verrückt. Gestern erst war es warm und stickig, heute war es kalt und nass. Kein Wunder das so viele Leute krank wurden, dachte er und rührte seinen Capuccino um. Er sah auf die Uhr. Sein Kontakt sollte eigentlich schon längst da sein... „Wo bleibt der denn nur?“ fragte er leise. „Hallo Jo!“ hörte er dann eine bekannte Stimmte. Joachim sah sich um. „Tobias! Schön dass du endlich da bist. Hast du den Stoff?“ fragte er und sah seinen Gesprächspartner an. Tobias nickte. „Ja sicher.... genau soviel wie du brauchst. Wenn du das Geld hast, dann bekommst du es auch.“ grinste er ihn an. Joachims Lachen verschwand. „Hey... ich bringe es dir heute Abend okay...?“ fragte er. Tobias lächelte gefährlich. „Jo... du schuldest mir schon achttausend. Du hast keinen Kredit mehr. Mein Händler wartet ja auch nicht ewig.“ Erklärte er. Joachim nickte. „Ja sicher... ich weiß. Aber ich muss erst mit meinem Alten reden.... hey... mach noch einmal ne Ausnahme... bitte... ich brauch das Zeug...“ flehte er Tobias an. Dieser setzte sich an den Tisch. „Hör mal... Mark, mein Händler mag es überhaupt nicht, wenn er nichts für seinen Stoff bekommt. Also... ich habe mit ihm geredet und er erwähnte dass er dir einen großen Kredit einräumt, wenn du ihm dafür etwas hilfst....“ erklärte Tobias ausschweifend. Joachim nickte heftig. „Ja sicher... was soll ich denn machen?“ wollte er wissen. „Nun.... was weiß ich noch nicht. Aber ich rufe ihn an und frage nach. Warte einfach hier.“ lächelte Tobias und verschwand kurz.

    So ein Häppchen für die kleine Jenni...

    Tom wurde in den Keller gezerrt. Er versuchte sich loszureißen, doch Arne und Lars hatten ihn voll im Griff. „Hey... das kann man doch auch anders regeln..“ versuchte Tom. Doch weder von Arne noch von Lars kam eine Reaktion. „Weißt du was, Lars? Ich denke wir sollten dem Boss ein Gefallen tun und unseren Freund hier mal befragen. Ich meine wenn er Bulle ist, wird er es uns sagen. Was meinst du?“ wollte Arne wissen und sah Lars grinsend an. „Ja... du hast Recht. Krassner will sicher auch etwas erfahren. Welches Revier... den wahren Namen.... den Namen seiner Freunde... und wo die Drogen sind. Diese Dinge alle.“ nickte Lars. „Hey... was soll das? Ich bin kein Bulle.... ich okay... ich hab ein Fehler gemacht. Gut... bei den Bullen war ich auch... aber ich bin keiner. Ich bin vorbestraft und muss mich regelmäßig melden. Nun ja... und weil ich den Termin verstreichen ließ, dachte ich kann ich mich auch...argggg.“ machte Tom und ging in die Knie. Arne hatte ihm das Knie in den Unterleib gerammt. Nach Luft ringend hockte Tom am Boden. „Hör lieber auf zu lügen.“ warnte ihn Arne und zerrte ihn wieder hoch. „Das ist noch harmlos. Also.... wer bist du wirklich?“ fragte er drohend. „Du kannst mich mal.... ich bin Ralf Trichter... verdammt ihr seid...ooohhhhh.“ kam von Tom. Der nächste Schlag traf ihn in dem Magen. Tom hatte das Gefühl sein Essen von vor zwei Tagen käme wieder hoch, so hart war der Schlag. „Also noch einmal... wer bist du? Von welchem Revier?“ fragte Arne und sah erbarmungslos auf Tom hinunter „Ich...kann euch nichts .... sagen... ich bin... Ralf Trichter ...“ stöhnte er schmerzerfüllt. Dann prasselten die Schläge auf ihn ein. Tom versuchte sich so gut wie möglich zu decken, aber die Beiden kämpften nicht fair. Nur einige Minuten später lag Tom am Boden. Verkrümmt vor Schmerzen und hörte wie durch Watte das Lachen der beiden Männer, die den Raum verließen.

    Semir bekam den Schlüssel von van Straaten und packte seine Sachen in den Kofferraum. Er sah van Straaten telefonieren und wartete bis er fertig war. „So… ich bin soweit. Wenn Sie wollen, können wir abfahren.“ meinte er dann. Van Straaten nickte, verabschiedete sich von Alex und stieg in den Wagen. „Also nach Rotterdam?“ fragte Semir. „Nein… wir fahren erst einmal kurz nach Köln. Dort hab ich noch etwas zu erledigen. Navigation ist bereits auf die Adresse eingestellt. Und halt dich bitte an die Geschwindigkeit.“ Ermahnte er Semir. Dieser nickte nur und stieg auf der Fahrerseite ein. Dann fuhr er los. „Was machen Sie in Köln?“ wollte Semir wissen. Doch Van Straaten machte keine Anstallten ihm die Frage zu beantworten. Semir beobachtete ihn durch den Rückspiegel. „Ihnen gehört die Bushalle?“ fragte er weiter. Doch wieder kam nichts. „Haben Sie Familie?“ ging es weiter. Van Straaten sah ihn an. „nicht fragen, fahren!“ befahl er barsch. Semir nickte und konzentrierte sich auf die Straße. Er musste Lou van den Burg etwas zukommen lassen. „Wir müssten aber bevor wir auf die Autobahn sind tanken. Ist fast leer.“ gab Semir zu bedenken. „Ja mach das. Nächste Straße links ist die Tankstelle und dann tu mir ein Gefallen. Hol mir aus dem Bistro eine Flasche Wasser. Ich hab Durst.“ Befahl van Straaten. „Jawohl…“ gab Semir von sich und fuhr in die Straße rein. Er tankte und holte für van Straaten etwas zu trinken. In dem Geschäft gab es zum Glück die Möglichkeit, dass er mit dem Handy telefonieren konnte. Er informierte Lou kurz über den Stand der Dinge und wohin die Fahrt ging. Dann stieg er wieder in den Wagen und fuhr nach Köln.

    Also ganz ehrlich... ich würde mich nicht wundern, wenn die SEmir wieder caschen sollte er sich nicht sofort verstecken oder sonst ein Zufall eintritt. Vielleicht das jemand im Wagen sitzt, der Semir kennt und der ihn sofort beschützt. Oder vielleicht eine ganze Polizeistaffel die gerade einen Dienstausflug machen.... bin gespannt wie es weiter geht. Aber wie versprochen... es gibt noch einen Teil in meiner Story

    Danke für den neuen Teil Elli, du bist ein Schatz!! :)
    Aber du musst das positiv sehen, die Story ist eben so gut, spannend und fesselnd, dass wir Leser einfach nicht genug davon bekommen können. :D Wie bei einem guten Buch eben, das würde ich am liebsten auch ohne Unterbrechung lesen. ;) Und das ist bei den meisten Stories von dir so...du hast schon so viele geschrieben, aber noch keine einzige Story war langweilig. Und noch dazu schreibst du diese Geschichten in einem atemberaubendem Tempo! Manchmal komme ich mit dem Lesen gar nicht hinten nach. Du bist echt ein Wahnsinn! Großes Kompliment dafür!!! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Oh, oh, der arme Tom...ich mag gar nicht daran denken, was du mit ihm vermutlich anstellen wirst. ;( Ich zittere jetzt schon und freue mich sehr auf den nächsten Teil! ;)

    Danke Katrin (ganzrotwerd). Ein tolles Kompliment. Tja und was Tom angeht... ich musste sehr brutal und grausam sein, weil Gitti ihn sonst nie in ihrer STory hätte wieder etwas sehen lassen.... also es ist nicht meine Schuld, das Tom leidet... das müsst ihr mit Gitti ausmachen. Sie hat Schuld.... ja wohl! Ich wasche meine Hände in Unschuld.... ;):D:rolleyes:

    Heiko saß im Saal und wollte gerade mit seiner Verkaufspredigt anfangen, als sein Handy klingelte. Er sah auf das Display und erkannte die Nummer von Krassner. „Ja?“ fragte er nur kurz. „Hör zu... van Straaten hat mich gerade angerufen. Ralf gehört scheinbar zu den Bullen und wir müssen die lukrativen Geschäfte erst einmal ruhen lassen. Auch die Kaffeefahrten. Wir werden uns diesen Ralf vorknüpfen müssen.“ erläuterte Stegmeyer sein Vorhaben. „Boss... meinst du er einer von den Bullen ist?“ fragte Heiko etwas einfältig. „Der Verdacht besteht und du kennst mich... ich will klare Seiten. Das gilt auch für mein Personal. Krassner kommt auch her. Wir werden unserem Ralf mal eine Fragestunde ausliefern. Wenn er kein Bulle ist, gut…. dann wird er für das was er erleiden muss entschädigt. Wenn doch, dann freut sich van Straaten über ein kleines Geschenk für sein Versuchslabor.“ lachte Stegmeyer. Heiko dachte kurz nach. „Wann willst du ihn verhören? Ich wäre gern dabei.“ Sagte er. „Klar… ich denke Ralf wird nicht vor acht hier sein. Und dann bist du ja auch zurück. Es wird sicher eine sehr interessante Unterhaltung.“ Heiko lachte kurz und beendete das Gespräch.

    Tom fuhr am Abend auf den Betriebshof. Er wurde von Arne in die Halle gewiesen und stieg aus. „Der Boss will dich noch sehen, bevor du weg gehst.“ sagte er kurz .Tom nickte und ging zu Stegmeyer. Dieser stand am Fenster und rauchte eine Pfeife. „Sie wollten mich noch sprechen?“ fragte Tom vorsichtig. Er ahnte schon dass es sicher eine Standpauke gab, weil er sich nicht an die Anweisung gehalten hatte. „Hören Sie… ich weiß dass ich Mist gebaut habe. Es kommt nicht wieder vor.“ sagte er deshalb leise. Stegmeyer nickte. „Stimmt. Es kommt nicht wieder vor.“ kam von ihm und er drehte sich zu Tom um. „Was soll ich mit dir machen?“ wollte er wissen. Tom zuckte die Schultern. „Ich weiß nicht… ich sagte ja… es kommt nicht wieder vor.“ beteuerte Tom eindringlich. Stegmeyer legte seine Pfeife auf den Tisch. „Ich würde dir ja gern glauben, nur ist mir zu Ohren gekommen, dass du bei den Bullen warst. Was wolltest du dort?“ die Stimme von Stegmeyer veränderte sich. Tom sah ihn erschrocken an. Woher wusste der Mann das. „Ich? Bei den Bullen?“ fragte er nach. Arne und zwei weitere Männer betraten das Zimmer. „Und?“ fragte Stegmeyer. „Es fehlen zwei Beutel.“ gab Arne bekannt. Stegmeyer sah Tom an. „Was hast du zu sagen?“ wollte er wissen. Tom sah seine Felle wegschwimmen. „Bringt ihn nach unten...“ befahl Krassner. Arne und die beiden Anderen packten Tom und zerrten ihn raus. „Was soll das?“ fragte Tom und wehrte sich gegen die Männer. Stegmeyer sah ihn an. „Ich sage dir, was das soll. Ich habe die Info erhalten, dass du vermutlich ein Bulle bist. Und ich werde es raus finden, ob du tatsächlich einer bist. Und wenn du einer bist, dann vermutlich dein Freund auch.“ meinte er nur. Er nahm Tom das Handy ab und drückte die Wahlwiederholung. „Semir? Wer ist das?“ fragte er sofort. Tom zuckte mit den Schultern. „Gut… ich nehme an dein Freund. Wollen wir ihn doch mal anrufen.“ Schon drückte er auf die Taste.

    Semir hörte sein Handy und nahm es in die Hand. „Semir hier?“ meldete er sich, obwohl er Toms Nummer sah. Doch es kam keine Antwort. „Hallo? Wer ist da?“ fragte er nach. Wenn Tom es war, würde er sich melden, es sei den….“ Semirs Gedanken sprangen sofort auf Alarm. „Hey… was ist? Kannst du nicht reden? Hallo?“ Dann hörte einen leisen Ton. Der Anrufer hatte aufgelegt. „Dann eben nicht“ murmelte er. Wieso sprach Tom nicht mit ihm? War er in Schwierigkeiten? Doch er konnte sich keine weiteren Gedanken darum machen, denn van Straaten kam zu ihm. „Du bist Neu hier?“ fragte er. Semir nickte. „Ja… die Bullen hatten mich fast erwischt aber Alex hat mich…“ erklärte er und schwieg als die Hand hoch ging. „Ich mag neue Leute. Aber ich mag nicht, wenn sie in meinem Revier wildern. Alex hat mir erzählt, dass du mit Drogen dealst. Stimmt das?“ fragte van Straaten. Semir nickte. „Ja… ich wollte es versuchen. Aber man hat mich fast direkt erwischt…“ erklärte Semir. Van Straaten nickte. „Ich habe das Zeug von dir untersuchen lassen. Er war richtiges Gift. So stark gestreckt, das jeder Junkie daran krepiert wäre.“ gab er bekannt. Semir sah ihn erschrocken an. „Das wusste ich nicht… ich…meine ich hab das Zeug …gekauft… und…“ kam von ihm zur Erklärung. „Woher hast du es?“ fragte van Straaten. „Aus der Türkei. Per Post bekommen.“ gab Semir leise von sich und tat sehr nieder geschlagen. Van Straaten nickte. „Wage es nicht noch einmal mir in die Quere zu kommen. Aber ich finde auch, dass du hier nicht richtig aufgehoben bist. Wie wäre es, wenn du direkt für mich arbeitest. Sagen wir als Fahrer?“ bot er Semir an. Semir zuckte mit den Schultern. „Warum nicht? Wohne ich dann aber weiterhin hier, oder?“ fragte er. „Nein… du wirst zu mir nach Rotterdam kommen. Dort steht für dich ein Zimmer bereit. Voll möbliert und wenn du willst bekommst du sogar ein Mädchen von mir.“ lachte van Straaten. Semir tat als würde er überlegen. Doch dann nickte er. „Okay..!“ lachte er und reicht van Straaten die Hand. Dieser übersah sie gekonnt und winkte Alex heran. Er ist mein neuer Fahrer.“ bestimmte er kurz und bündig. Alex fügte sich und beglückwünschte Semir zum Aufstieg.

    Also wirklich.... wenn ich noch mehr einstelle ist die Story viel zu schnell zu Ende.... Was dann? Wo soll ich denn den SToff für die nächste STory finden? Ich muss doch noch ....also gut.... gleich kommt noch was.... aber ich befürchte, dass es heute nicht die letzte Bettelaktion von euch war. Nur eins... das ist wirklich der letzte Teil für heute. :D:D

    'So weil Wochenende ist, noch ein kleines Stückchen zum lesen

    Erneut schellte das Telefon bei Stegmeyer. Er hörte schweigend zu was van Straaten ihm zu erzählen hatte. „Dein Fahrer ist mir zu neugierig. Er wird von Jan verfolgt und dieser erzählt mir eben, dass er sich seine Fuhre angesehen hatte. Ich dachte die wissen nichts davon?“ hörte er ihn fragen. „Natürlich wissen die nichts. Es sind nur dumme Fahrer. Was hat er sonst gemacht?“ wollte Stegmeyer wissen. „Nun... er ist dann wieder auf die Autobahn gefahren und zur Autobahnpolizei. Dort hat er sich sage und schreibe eine Stunde aufgehalten. Anschließend kam er mit einem Polizisten wieder raus und hat was am Bus gemacht. Was weiß mein Mann nicht. Aber ich vermute, dass du da ein Problem hast. Der Neue ist Bulle.“ warnte ihn van Straaten. „Danke... ich werde das Problem beseitigen.“ versprach Stegmeyer und legte auf. Er überlegte kurz und nahm dann erneut das Handy zur Hand und wählte Hubert Krassner an. „Hubert… hier ist Rainer. Pass auf, wir haben vermutlich ein Problem. Der Neue… er scheint ein verkappter Bulle zu sein. Van Straaten hat ihn beobachten lassen und dann gesehen wie er zur Autobahnpolizei gegangen ist. Das ist ein Bulle!“ stieß er irgendwie verzweifelt aus. „Nur die Ruhe. Okay… du tust als wüsstest du von nichts. Wenn er wieder da ist, dann halte ihn unter irgendeinem Vorwand bei dir fest. Ich komme zu dir und du stellst ihm mir vor. Alles Weitere hat dich nicht zu interessieren. Wir machen erst einmal Pause und werden am Sonntag in drei Wochen wieder Chris schicken. Der ist mir etwas bekannter und ihm kann man vertrauen.“ erklärte Krassner Stegmeyer hörte ein Knacken und legte sein Handy beiseite. Doch dann griff er wieder danach. Nur wenig später hörte er die Stimme seines Freundes.. „Kai-Uwe… schön dass du dran gehst. Ich hoffe doch dir geht’s gut?“ … „Ja mir auch. Du sag mal… diesen Typen den du da zu mir geschickt hast. Ralf. Wie lange kennst du ihn schon?“ … „Ach so kurz erst. Schade. Ich dachte dass du mir mehr über sie erzählen kannst. Nun gut… dann muss ich noch andere Quellen anzapfen.“

    Schröder legte mit einer nachdenklichen Mine nach. Warum fragte Rainer ihn das? Hatte er Lunte gerochen. Er überlegte was er nun tun sollte. Wenn er Semir anrief…? Ja…. genau er ruft die beiden an und warnt sie vor. Dann sollten sie aufpassen. Schröder wusste ja wie fies Stegmeyer werden konnte. „Hallo Semir! Schröder hier… hör zu, Reiner scheint etwas bemerkt zu haben. Ich meine er wollte mehr über Tom weiß. Ich hab gesagt, dass wir uns erst seit drei Monaten kennen und ich nichts über ihn weiß, außer dass er eben in Ordnung ist. Nur falls etwas passieren sollte. Informiere bitte Tom, wenn du die Nachricht abgehört hast.“ Er beendete das Gespräch mit der Mailbox und hoffte das Semir es bald abhörte. Er wusste ja nicht das Semir auf geheimer Mission war. Doch eins war ihm klar, wenn Stegmeyer dahinter kam, dass Ralf gar nicht Ralf war sondern Tom und dass die beiden sich schon seit Jahren kannte, dann stehen auch ihm böse Zeiten bevor.

    Tse... Katrin.... ich weiß schon warum ich Lehrer nie mochte.... :D Die wollen immer bestimmen... und behaupten dann dass es zum Schutz der Schüler ist... Ja sicher.... ich glaube es dir auch ohne weiteres.... :D

    Super Story... absolute Klasse und schreib bitte bald weiter.... ;)

    Ben und Semir kamen nach drei Stunden ins Büro und sahen dass Susanne sich mit einer Frau unterhielt. Ben ging direkt zu den beiden. „Willst du uns deine Freundin nicht vorstellen?“ fragte er. Susanne sah ihn an. Die Augen funkelten etwas wütend. „Das ist meine Urlaubsvertretung. Annika Liebstöckel. Sie wird euch in den nächsten drei Wochen mit Informationen zudecken, wenn ihr sie benötigt.“ erklärte Susanne. Semir hörte es kurz. „Drei Wochen? Wie sollen wir denn so lange ohne dich auskommen?“ fragte er erstaunt. „Deshalb ist ja auch Frau Liebstöckel da.“ gab Susanne von sich. „so und nun entschuldigt ich habe noch zu tun.“ sagte sie und verschwand kurz. Annika sah die Beiden an. „Ich bin Annika Liebstöckel.“ stellte sie sich vor, weil Susanne es einfach nicht für nötig. „Semir Gerkhan, mein Kollege Ben Jäger.“ kam von Semir und er reichte ihr die Hand. Allerdings begnügte sich Annika mit einem Nicken anstatt die Hand zu ergreifen. Semir sah Ben kurz an. „Sie dürfen ruhig die Hand nehmen. Sie beißt nicht.“ lächelte Semir sie an. Annika nickte. „Ja sicher, nur ich möchte mir keine Viren oder so einfangen, wenn Sie verstehen. Ach ja... und das eins klar ist. Ich bringe keinen Kaffee an die Tische. Ich bin Sekretärin und keine Kellnerin.“ erklärte sie und ließ die beiden Hauptkommissare einfach stehen. Semir sah ihr nach und machte Ben dann ein Zeichen. Sie gingen in ihr Büro. „Was ist das denn für eine?“ fragte Ben erstaunt. Semir zuckte mit den Schultern. „Wenn sie genauso arbeitet, dann liegen schwere drei Wochen vor uns.“ stöhnte er gespielt.

    Semir saß am Abend mit Andrea im Garten. Es war ein schönes Wetter und Aida spielte noch im Garten. Die Kleine rieb sich immer wieder die Augen und Andrea lächelte. „Ich glaube sie ist sehr müde. Ich werde sie mal bettfertig machen und bin gleich wieder bei dir.“ sagte sie, stand auf und nahm die Kleine auf den Arm. Semir stand auf und gab seinen Frauen einen liebevollen Kuss. „Schlaf gut, meine Prinzessin.“ sagte er sanft zu seiner Tochter und streichelte ihr Haar. Er sah Andrea an. „beeile dich bitte, hörst du...“ grinste er. Andrea nickte. „Sobald sie schläft hast du mich für dich allein.“ gab sie zur Antwort. Nur eine halbe Stunde später war Andrea wieder da und Semir lag im Liegestuhl und schlief tief und fest. Sie sah ihm eine ganze Weile zu. Dann lächelte sie und küsste ihn sanft. Er schlug die Augen auf... „Schläft sie?“ fragte er selbst ziemlich verschlafen. Andrea nickte. „Wie der Papa.“ sagte sie leise. „Ich hab nicht geschlafen. Also nicht fest.... nur so ein bisschen.“ verteidigte er sich. Andrea lachte. „Semir... du hast geschnarcht wie ein ganzes Sägewerk. Ich sitze schon fast ne Stunde wieder hier und habe dich dabei beobachtet. War wieder ein harter Tag, was?“ stellte sie fest. Semir nickte. „Ja.... langweilig irgendwie. Ich habe mit Ben darüber gesprochen oder eher gesagt ich wollte darüber sprechen warum er zur Polizei ist. Dann haben wir eine Urlaubsvertretung für Susanne bekommen, die so eingebildet ist, das es fast schon stinkt. ...“ erzählte er. Andrea lachte herzhaft auf. „Eingebildet.... na die ist genau richtig. Vermutlich war das erste was sie sagte... warte.... glauben Sie ja nicht, dass ich Ihnen den Kaffee hereinbringe, meine Herren.“ Andrea lief dabei auf der Terrasse herum als habe sie High-heels an. Semir lachte auf. „Ja so ähnlich.“ gab er zu.

    Stegmeyer schrak aus seinem Schlaf auf, als das Telefon klingelte. „Was?“ brüllte er in den Hörer. „Van Straaten hier... hör mal... ich lass mich von dir doch nicht verarschen! Warum hält sich dein Fahrer nicht an die Abmachung?“ wurde er ebenfalls angebrüllt. „Hub... was ist? Wer hält sich nicht daran?“ fragte Stegmeyer nach. „Na dieser Ralf... wir haben ihn beobachtet, als er hier herumschnüffelte und weißt du was... ich glaube das ist ein Bulle. So wie der sich bewegt hat…“ kam die Antwort. „Das ist doch Blödsinn! Hub... ich hab ihn anweisen lassen. Ist er bei dir?“ wollte Stegmeyer wissen. Er steht bei einem meiner Männer.“ meinte Hub. „Gib ihn mir!“ befahl Stegmeyer. Nur kurz darauf hörte er Toms Stimme. „Was soll das, Ralf? Hat Arne dir nicht genau gesagt, was du machen solltest? Ich sagte doch auch genau wie beim letzen Mal!“ fragte er wütend. „Doch... Chef ich war nur ein paar Minuten zu früh dran und hab gesehen wie die Leute am Bus hantierten. Arne hat mir gesagt, egal was passiert es ist in Ordnung. Und deshalb hab ich gewartet. Bis Ihr Freund hier mir die Waffe in die Seite hielt.“ entschuldigte Tom sich. Stegmeyer schloss die Augen. „Gib mir Hub wieder!“ befahl er. „Hör zu... ich entschuldige mich für das Verhalten. Wird nicht wieder vorkommen. Aber er ist sicher kein Bulle....“ gab er zu verstehen. „Also gut... aber nur weil wir so gute Geschäftspartner sind. Ich lasse ihn laufen. Sorge das nächste Mal dafür, dass er vernünftig ist und das macht, was wir wollen.“ Ein leises Knacken beendete das Gespräch.

    Hub van Straaten sah Tom an. „Du hast gehört was dein Boss gesagt hat. Tu es nie wieder, klar?“ seine Stimme hörte sich bedrohlich fauchend an. Tom tat auf ängstlich und nickte. „Nie wieder...!“ versprach er. „Gut... fahr los.“ meinte Hub und stieß Tom zum Bus. Noch einmal wandte er sich zu Semir um, doch dieser war bereits verschwunden. Tom stieg ein und fuhr gen Deutschland zurück. Im Spiegel beobachtete er Hub van Straaten wie er mit einen der Männer sprach. Was konnte er natürlich nicht hören. Er musste höllisch aufpassen. Fast wäre es schief gegangen. Er wollte zunächst einmal auf die Autobahn. Dann an einem Parkplatz auffahren und sehen, was dort im Gepäckraum verstaut war, obwohl er es eigentlich ahnen konnte. Aber er brauchte Beweise. Handfeste Beweise. Er ahnte schon, das Krassner seinen Betrieb nicht nur durch die Abzockreisen mit den Rentnern hielt, sondern scheinbar groß im Drogenschmuggel tätig war. Als er auf die Autobahn fuhr, griff er zum Handy und rief Anna an. Er informierte sie über seinen Verdacht.

    Hub van Straaten sah dem Bus hinterher. Er zog sich Jan de Leere heran und wies ihn an dem Bus zu folgen. „Ich will wissen was das für einer ist. Der ist mir etwas zu glatt. Nicht das es ein Bulle vom Drogendezernat aus Deutschland ist. Er war mir etwas zu gefasst, als ich ihm vorwarf Bulle zu sein. Du berichtest mir, was er macht. Und wenn er nur pinkeln geht, klar? Wenn etwas auffällig ist, dann werde ich Krassner informieren und ihn warnen. Der Fahrer ist nicht unser Problem und ich will nicht, dass die Ware eins wird.“ Jan nickte und fuhr mit einem PKW hinter den Bus her. Eine zeitlang ging es einfach nur auf der Autobahn lang. Dann sah er wie der Bus sich zur Abfahrt einordnete. Er fuhr auf einen Parkplatz. Jan fuhr hinterher und stellte sich abseits vom Bus hin. Jan beobachtete wie der Fahrer die Gepäckklappen öffnete und in die große Lade kroch. Nur wenig später kam der Mann wieder raus und fuhr auf die Autobahn zurück. Doch er fuhr nicht zum Busunternehmen, sondern zur Autobahnpolizei. Dort stieg er aus und in das Gebäude. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis der Mann wieder raus kam. Jan griff zu seinem Handy und rief van Straaten an und informierte ihn über das was der Mann tat.

    Na gut... aber nur weil ihr so ungeduldig seid...

    Jan sah wie Sven aus dem Auto stieg. „Okay… er geht in Haus Nr. 9. Alles abriegeln und sobald safe… zugriff.“ Befahl er. Die SEK-Männer nickten und verteilten sich auf dem Gelände. Die Nachbarschaft wurde aus der Gefahrenzone gebracht. Jan schlich sich ins Haus und hörte wie Sven zu einem weiteren Mann sprach. „Die Bullen haben alle Hände voll damit zu tun, dass sie Gerkhan befreien. Die wissen nicht einmal, dass es unmöglich ist, die Bombe zu entschärfen.“ lachte Sven. „Gut… wir sollten uns nicht zulange hier aufhalten. Ich traue den Bullen nicht.“ gab der zweite Mann zu Verstehen. „Nur keine Sorge. Mir ist keiner gefolgt.“ Beruhigte Sven den zweiten Mann, von dem Jan glaubte, dass es Fälscher war. „Die Platten sind wirklicht sehr gut geworden. Simon ist ein wahrer Meister. Okay… gehen wir.“ Bestimmte der Unbekannte. Jan zog seine Waffe und verständigte sich mit Blicken mit dem Einsatzleiter. Dieser nickte. „Okay! Das war’s! Sie sind verhaftet!“ stieß er aus und sprang mit der Waffe in Ansatz in den Raum.“ Die SEK-Männer stürmten den Raum und entwaffneten die völlig verblüfften Männer. Jan steckte seine Waffe ein, als Beide mit Handschellen gefesselt waren. „Wissen Sie… man sollte sich wirklich nie darauf verlassen, das die Bullen nicht einen Trick verwenden.“ grinste Jan ihn an. Dann nickte er mit dem Kopf und ließ die Männer abführen.


    Semir hörte das knacken. „So… das war es. Nun die Fesseln und ab nach Hause. Das Baby da nehme ich mit.“ meinte Axel Humper und nahm das Päckchen an sich. Er verließ die Hütte. Tom band Semir los. „Bist du wirklich in Ordnung?“ fragte er erneut. Semirs Handgelenke waren wund. „Ja sicher… alles okay… Nur die Nerven liegen etwas blank.“ gab Semir zu. „Gut dann fahren wir.“ meinte Tom nur. Semir nickte. Er und Tom gingen zur Tür und Semir drehte sich noch einmal um. „Diese Hütte sollte man abreißen. Die zieht das zweibeinige Ungeziefer an wie Mist die Fliegen.“ sagte er. Tom zog ihn raus. „Los… die Anderen warten schon auf dich.“ Sie fuhren zur PAST.

    hmm... nein liebe Gitti. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Aber ich habe ja letztens erst Urlaub gehabt und da zwei Wochen ziemlich lang sind.... ist eine Story schnell fertig. Hoffe nur sie gefällt, obwohl bisher war es eigentlich kein Problem. Und damit möchte ich einmal den fleißigen Lesern und Feedern danken dass sie mir die Treue halten.

    So da meine letzte Story mit Ben doch besser rüberkam, als ich dachte... habe ich hier noch eine gefunden die sich mit dem neuen Helden beschäftigt.... Viel Spaß beim Lesen und nicht das Feeden vergessen :D:D:D

    Ben und Semir waren auf der A4 unterwegs, als Bens Handy klingelte. „Jäger!“ meldete er sich und hörte eine Weile zu. „Dann komme ich heute Abend zu dir und wir klären es. Versprochen. Ich sage dir Bescheid wann ich Feierabend habe.“ sagte er nach einer Weile und hörte wieder zu. „Verdammt ich sage doch heute Abend!“ gab er etwas wütender zur Antwort und beendete das Gespräch. „Ärger?“ fragte Semir neugierig. „Ja... etwas. Mein alter Herr will mit mir etwas bereden.“ erklärte Ben. „Ach und du hast keinen Bock drauf, oder?“ lachte Semir leise. „Nicht wirklich. Weil ich genau weiß was er will. Weißt du... mein alter Herr ist nicht gerade arm und er lässt mir einfach nicht die Freiheit meinen eigenen Beruf zu erwählen. Was meinst du welchen Ärger ich bekommen habe, als ich ihm eröffnete, dass ich Bulle werde. Er hätte mich lieber als Anwalt oder so gesehen. Tja und selbst als ich die Polizeischule mit Bravur absolvierte, war er nicht stolz darauf. Bulle kann jeder werden, war immer sein Kommentar. So richtig abwertend. Dabei weiß er genau warum ich Polizist werden wollte.“ kam von Ben. Semir nickte. „Ja...ja... die Väter. Warum?“ wollte er wissen. Ben sah ihn an. „Was warum?“ stellte Ben die Gegenfrage. „Warum du Bulle geworden bist?“ kam von Semir. „Das ist eine verdammt lange Geschichte.“ Er hörte sofort das Ben mit diesem Beruf eine schlechte, traurige Erinnerung verband. „Entschuldige... ich wollte nicht zu aufdringlich sein. Wenn du nicht willst, dann musst du sie natürlich nicht beantworten.“ entschuldigte Semir sich. Ben sah ihn nur an und nickte schweigend.

    Während dessen stand Susanne bei Anna im Büro. Sie hatte eigentlich bereits Urlaub, sollte jedoch ihre Stellvertreterin in den Arbeitsbereich einweisen. „Susanne.... denken Sie bitte auch daran Annika die Handhabung mit den Mitarbeitern zu erklären.“ erinnere Anna sie. Susanne nickte. „Ja kein Problem.“ Sie und Annika, die von einer Zeitarbeitsfirma geschickt wurde verließen das Büro. Annika sah sich in dem Großraumbüro um. „Ziemlich spärlich.“ meinte sie leicht abfällig. „So alte Geräte...“ kam etwas später von ihr. Susanne hörte es sich nur an, sagte nichts zu alle dem. „Wenn die mal nicht abstürzen, weil ich etwas eingebe.“ klagte Annika weiter. Susanne schloss genervt die Augen. „... und dieser Stuhl... das ist ja ne Krankheit.“ Wurde weiter geklagt. Das reichte. „Frau Liebstöckel! Es reicht! Sie sollen hier arbeiten und nicht ausruhen.“ sagte Susanne etwas lauter, als sie es eigentlich vorhatte. Auch die Polizisten die im Raum waren drehten sich zu ihr um. „Entschuldigen Sie mal, Frau König. Aber das ist gesundheitlich sicher sehr schädigend, wenn man den ganzen Tag hier auf diesem Stuhl sitzt. Immerhin gibt es Vorschriften. Daran sollte sich gerade die Polizei halten.“ Susanne kam sich vor wie in der Schule. Sie hielt sich zurück und wies ihre Vertretung ein. „Ach und wichtig ist, dass Sie beiden Hauptkommissaren zur Hand gehen. Es ist Ihre Aufgabe sie mit Informationen zu füttern.“ erklärte Susanne etwas umständlich. Annika sah sie pikiert an. „Ich soll doch keine Polizeiarbeit machen, oder?“ fragte sie. „Nein... Sie sollen nur wenn die Beiden zu Ihnen kommen die Informationen heraussuchen, die sich in der Datenbank befinden.“ Susannes Stimme klang ärgerlich. Was dachte diese Frau eigentlich welche Stelle sie vertritt?, fragte sie sich.

    Andrea sah Anna an. „Was, wenn die Bombe schon hoch gegangen ist? Was wenn dieser Fälscher eine Fernzündung hat und…und bei Zugriff…“ fragte Andrea verzweifelt. Anna sah sie entsetzt an. „Andrea! Tom schafft das. Ganz ruhig bleiben. Semir wird sicher gleich herkommen. Und dann feiern wir seinen Geburtstag.“ versuchte sie sie zu beruhigen. Andrea nickte. Sie und Semir waren wieder mal ein Paar und wollten es noch einmal versuchen. Schon zum xten-mal. Doch die Liebe war immer noch da. Wieder musste sie Angst um ihn haben. Immer wieder. Annas Handy klingelte. „JA?“ meldete sie sich hektisch und hörte dann ein paar Augenblicke zu. „Danke.“ sagte sie erleichtert und atmete tief ein. Sie legte auf. „Roland Fälscher und Sven Machleid festgenommen. Martin Hübner und Bernd Stolze sind verletzt und werden nach der ärztlichen Behandlung in Untersuchungshaft gebracht. Die Bande sitzt fest.“ Andrea nickte. Ihr war es zweitranig.

    Axel Humper erreichte die Hütte und ging mit dem Werkzeugkasten hinein. Er sah den Mann auf dem Stuhl. Gefesselt und unnatürlich blass. Der zweite saß dahinter und hielt den Zünder fest. „Tag die Herren!“ sagte er ganz locker. „Axel Humper. Ich hab gehört hier ist irgendwo eine Bombe.“ grinste er. „Ja… kommen Sie schon.“ mahnte Tom ihn wütend. „Nur die Ruhe… eile mit Weile, das ist mein Motto.“ erklärte Axel ganz relax. „Hören Sie… ich würde gern mal die Beine vertreten. Ich bin schon ne ganze Weile hier an diesem Stuhl gebunden und…“ kam nun von Semir. „Ist ja gut…“ Er nahm die Zange und klemmte den blauen Draht ein. „Nehmen Sie Ihr Werkzeug und packen den roten Draht.“ forderte Axel Tom auf. Der Mann nickte. „Gut… wenn Sie ihn haben, dann sagen Sie Bescheid.“ bat Axel. Wieder ein Nicken. „So… ich hab ihn.“ sagte Tom. „Gut… bei drei knipsen wir beide die Drähte durch und der Kollege kann nach Hause gehen.“ „Okay… eins… zwei…drei!“ zählte Axel.

    Für Semir änderte sich nicht viel in der Woche. Er tat seine Arbeit auf dem Gelände. Bisher hatte er van Straaten nicht zu Gesicht bekommen. Er hatte zwar das Bild aus der Akte im Kopf aber der Mann schien sich nicht viel um seine Ware zu kümmern. Vielleicht deshalb weil er sich auf seine Leute verlassen konnte. Alex schien hier seine Rechte Hand zu sein. Semir hatte es an Lou weiter gegeben und dieser wollte ihn checken. Doch dazu brauchte er ein Bild von ihm. Semir nahm sein Handy und versuchte es. Beim dritten Mal klappte es endlich und er hatte ein Bild von Alex Gesicht. Dieses schickte er per MMS an Lou um ihn zu überprüfen. „HEY! Komm schon. Der nächste Bus ist gleich hier und diesmal müssen wir etwas schneller arbeiten. Du holst wie gesagt die Platten wieder aus dem Gepäckfach und der Rest wird von den Anderen erledigt.“ befahl Alex. Semir nickte, frühstückte und wartete auf den Bus. Es war wieder die Rosi. Semir wartete bis der Fahrer der eine Capi tief ins Gesicht gezogen hatte, ausgestiegen und das Gelände verlassen hatte. Dann machte er sich an die Arbeit.

    Tom stellte den Bus ab und verließ das Gelände. Zumindest sah es so aus. Tom versteckte sich hinter einen Kistenstapel und wartete. Nur wenige Augenblicke später sah er einen kleineren Mann in die Gepäckablage klettern und grinste. Die Person, die es dort machte, hatte er auf sofort erkennen. Selbst wenn der einen Sack aufhätte. Tom nahm sein Handy und fotografierte den Mann. „Das ist für mein privates Album. Und mal sehen, vielleicht schicke ich es sogar an die Kollegen.“ sagte er leise. Dann sah er interessiert zu und bemerkte nicht, wie ein Mann hinter ihn trat. „Suchst du was?“ wurde er gefragt und Tom wirbelte herum. „Ähm... nein... ich .. ich bin der Fahrer von dem Bus und muss gleich los...“ sagte er und versuchte nicht zu erschrocken zu reagieren. Der Mann nickte. „Ja dann gehen wir doch mal zu dem Bus.“ meinte er und drückte Tom die Waffe in die Seite. „Hey... was soll das denn?“ fragte Tom leise und hob die Hände. Der Mann wedelte mit der Waffe und wies in die Richtung in die Tom gehen sollte. Dieser tat es langsam. „Hören Sie… ist sicher nur ein Missverständnis. Ich bin der Fahrer und…“ versuchte er die Situation zu entschärfen. „Der Fahrer? Von dem Bus?“ fragte der Mann. „Ja… ich weiß ich sollte eigentlich in die Stadt gehen, aber ich hatte einfach keine Lust.“ gab Tom zu verstehen und sah den Mann an. Dieser steckte die Waffe ein. „Du weißt aber schon, dass wir es eigentlich nicht wollen, oder?“ kam die Frage. Tom nickte. „Ja… ich weiß.“ gab er leise von sich.

    Semir kroch aus dem Gepäckfach und hielt eine der Verkleidungen in der Hand, als er zwei Männer auf sich zukommen sah. Den Einen erkannte er sofort und schluckte. Es war Tom. Was um alles in der Welt machte der hier? Den zweiten Mann erkannte Semir als van Straaten. Endlich, dachte er und wollte sich gerade davon machen, als van Straaten ihn rief. „Komm her!“ befahl er. Semir schloss kurz die Augen und drehte sich zu ihm um. „Was gibt es?“ wollte er wissen und tat gleichgültig. „Pass mal auf unseren Busfahrer hier auf. Ich muss was mit Alex besprechen. Wo ist er?“ kam die Frage. Semir deutete nach hinten und stellte sich neben Tom. Van Straaten ging in die Richtung und verschwand hinter dem Bus. „Was machst du denn hier?“ fauchte Semir seinen Freund an. „Das wollte ich gerade dich fragen.“ kam von dem zurück. „Nun ja… der Typ da der dich angeschleppt hat ist Hub van Straaten. Die Zielperson. Ist das erste Mal, dass er direkt herkommt. Hab ihn sofort erkannt. Der Mann mit dem er sprechen will ist seine rechte Hand, Alex. Den Familiennamen kenne ich nicht. Ich bin hier das Mädchen für alles und kann mich auf diesem Gelände sehr gut umsehen. So und was machst du? Ich denke du kutschierst alte Leute durch die Gegend.“ erklärte Semir. Tom nickte. „Ja das ist eigentlich auch so. Aber diese Touren sind viel effizienter und werden sehr gut bezahlt. Was meinst du werden die da drinnen verstauen, während du die Platten sauber machst`?“ fragte Tom. Semir zuckte mit den Schultern. „Drogen… astreines Koks.“ gab er zu. Tom nickte. „Ja und mein Chef dieser Stegmeyer ist der Abnehmer. Aber er verwahrt das Zeug nur. Zumindest weiß ich von einem Kollegen dort, dass er die Ware zum Niehler Hafen gefahren hat.“ erklärte er Semir. „Na dann sind wir also doch gemeinsam an einem Fall dran.“ murmelte er. Tom konnte dem nur zustimmen.