Beiträge von Elvira

    Julius Berger saß im Speisesaal und sah in die Runde. Jacko saß schräg gegenüber von ihm, doch die Wärter achteten darauf dass die Beiden keinen näheren Kontakt bekamen. Allerdings rechneten die Wärter nicht damit, dass die Gefangenen es trotzdem möglich machten, dass die Beiden sich absprechen konnten. So bekam er den Zettel von Jacko zugespielt und las „in drei Tagen“. Er erknüllte den Zettel und nickte kaum merklich. Jacko grinste leicht. So war das schon einmal erledigt. Julius wusste genau, dass er sich darauf verlassen konnte, wenn Jacko einen Plan schmiedete. Seine Gedanken gingen zu dem Polizisten, dem er am Tag seiner Verhaftung schon angedroht hatte, sich zu rächen. Semir Gerkhan… dieser dreckige Bulle, der es wagte ihn zu verhaften und Tom Kranich, der es wagte gegen ihn auszusagen. In seinen Gedanken lebte er seine Rache aus. Er sah beide Bullen vor sich auf den Knien und um Vergebung bettelnd. Leise lachte er auf. ~ ja… ihr werdet vor mir kriechen. Das verspreche ich euch~ dachte er. Sobald die Flucht gelungen war, würde er sich etwas suchen und dort würde er dann die Beiden einladen. Vermutlich müsste er die Bullen überreden zu ihm zu kommen, aber wenn er erst einen hat, dann wird der zweite von ganz allein kommen. Ja…. so wird es gemacht werden. Erst einmal raus hier und dann…. Dann kommt die Rache.

    „Ich bin nicht zu schnell gefahren!“ beschwerte sich der Fahrer des schwarzen Cabrios. Tom nickte. „Ja sicher… hören Sie. Wir haben Sie auf Video und Sie dürfen sich das gern ansehen. Die Geschwindigkeit war 180km/h und da hier Tempo 80 in der Baustelle erlaubt ist, sind Sie 100 zuviel gefahren. Damit haben Sie den Führerschein für drei Monate abzugeben außerdem haben Sie mit einem Bußgeld von 180 Euro und mit vier Punkten in Flensburg zu rechnen.“ zählte Tom auf und sah Semir Hilfe suchend an. Doch dieser grinste nur. „Aber mein Tacho hatte nur 70 angezeigt und darauf vertraue ich. Schließlich können Sie das Video ja manipulieren oder?“ fauchte der Fahrer zurück. Tom rollte die Augen. Nun kam auch Semir zur Beifahrerseite und klopfte gegen die Scheibe. Der Fahrer sah ihn an. Semir zeigte seinen Ausweis und lächelte freundlich. Doch dann erstarrte er. Tom schien es nicht zu sehen, doch der Fahrer richtete eine Waffe auf ihn. „Tom Achtung!!“ schrie Semir und griff zu seiner Waffe. Tom erschrak und sprang zur Seite. Der Fahrer nutzte es aus und trat das Gaspedal durch und schoss nach hinten auf sie. Der Wagen machte einen Satz und rauschte davon. Semir und Tom lagen am Boden und erwiderten die Schüsse auf den Wagen doch sie trafen ihn nicht mehr. Sie standen auf und Tom klopfte seinen Anzug ab. „Mann…. Was erschreckst du mich denn so!“ fauchte er Semir an. „Hey…. Der hatte ne Waffe auf dich gerichtet und da war sicher keine Platzpatrone die er darin hatte. Ich hab dir das Leben gerettet, wie ich es ja immer machen muss.“ verteidigte Semir sich. „Und wir sollten hinterher!“ meinte er weiter und rannte zum Wagen. Doch dann sah er dass die Reifen platt waren. Denn der Flüchtende hatte die Reifen getroffen. „Scheiße!“ fluchte Tom.

    Mark sah im Rückspiegel wie die Polizisten sich aufrichteten und zu ihrem Fahrzeug gingen. Schnell zückte er sein Handy und rief Sylvie an. „Die Beiden hätten mich fast gekrallt. Verdammt die sind echt gut.“ gab er durch. „Du sollst dich an die Regeln halten, verdammt noch mal. Ich will erst Julius und Jacko rausholen, verdammt! Wenn die dich jetzt eingebuchtet hätten, dann wäre ich allein.“ hörte er Sylvie fluchen. „Ja… ich weiß. Aber ich…nun ja…“ entschuldigte er sich. „Ich hoffe du hast wenigstens falsche Nummernschilder dran.“ kam die Frage. „Ja sicher…. Die finden mich nicht, da brauchst du keine Angst haben.“ lachte er ins Handy. „Du… ich habe keine Angst, dass du geschnappt wirst. Denn wenn die Bullen aufmerksam werden, dann sorge ich dafür, dass du keine Sorgen mehr haben wirst, ist das klar? So und nun zum Thema zurück. Morgen um 14 Uhr ist es soweit. Julius und Jacko werden morgen verlegt. Wir haben die Strecke von dem einen Vollzugsbeamten erhalten, nachdem wir ihm deutlich gemacht haben, dass es für seine Familie sehr wichtig ist. Wir werden auf der A3 bei KM 216 zuschlagen. Du und die drei Jungs werden eine feine Falle aufbauen. Lass dir was einfallen. Die Bullen werden mit Sicherheit sehr aufmerksam zu sein. Heute Abend erfahre ich auch, ob Gerkhan und Kranich dabei sind. Es ist ihr Revier und sicher werden sie sich daran beteiligen. Morgen bist du um 11 Uhr am Ort und sorgst dafür, dass wir beide bekommen. Wie ist mir egal.“ Es knackte. Sylvie hatte aufgelegt. Mark sah sein Handy an und schüttelte den Kopf. „Nur weil du die Beine für die beiden breit machst, hast du mir ganz sicher nichts zu sagen.“ sagte er leise verächtlich zu sich selbst.

    „Semir? Wer sind diese Männer?“ fragte Andrea als sie unterwegs waren. „Ich weiß es nicht.... ich habe absolut keine Ahnung. Du hast ja gehört was sie wollen... ich bin bereit es zu machen. Ich will nicht, das sie dir oder Aida etwas tun.“ sagte er leise zu ihr. „Semir... wenn du nachgibst, dann... dann... Woher konnte er wissen, dass du Urlaub hast?“ kam von Andrea die Frage. „Ich bin genauso überrascht wie du. Das wussten nur Ben, die Chefin, die Kollegen natürlich und Susanne, bzw. die Vertretung... aber ich glaube nicht, dass die damit was zu tun haben. Wenn ich nur wüsste wohin wir fahren...“ murmelte Semir. „Was würde es dir helfen?“ fragte Andrea. „Nun, wenn ich weiß wo wir sind, könnten wir einen Fluchtplan ermitteln und dann ... ach vergiss es einfach.“ kam von Semir zurück. „Semir.... ich möchte nicht, dass du irgendwas unternimmst, was uns schaden könnte. Weder dir noch mir und vor allem Aida... wir werden gemeinsam die Sache durchlaufen.“ Bestimmte Andrea. „Ja sicher....“ gab Semir nur wieder. Er würde sich garantiert zurück halten, um Andrea und Aida zu schützen. Nach eine guten Stunde wurde der Wagen langsamer. „Ich glaub wir sind angekommen... wo auch immer....“ stellte Semir fest.

    Ben saß am Bett seines Bruders und sah dem Arzt entgegen. „Gibt es eine Veränderung?“ fragte er leise und hatte irgendwie Angst vor der Antwort. „Ja.... Er liegt derzeit noch im Tiefschlaf. Die Wunden heilen sehr gut und er bekommt regelmäßig Methadon, damit der Entzug nicht so stark ist. Die Werte sind recht gut. Die Organe machen mir Sorgen, aber das sagte ich ja bereits. Herr Jäger... Sie können derzeit nichts machen. Er hört sie und es tut ihm sicher gut, wenn Sie mit ihm reden. Ich denke sogar, dass er morgen aufwacht. Schäden sind nicht zu erwarten. Fahren Sie nach Hause...“ empfahl der Arzt. Ben nickte nur und sah wieder auf Jo. „Jo... du musst mir helfen.... welchen Kollegen meinst du? Wer hat dir das...“ er stockte mitten im Satz. Tobi.... fiel ihm der Name ein, den sein Bruder ihm nannte. Tobi... das könnte die Abkürzung für Tobias sein. Ben schnappte seine Jacke und fuhr zu Jos Wohnung. Er schloss die Tür auf und fing an die Schubladen und Schränke zu durchsuchen. Vielleicht fand er hier eine Antwort auf die Fragen.

    „RAUS!“ wurde Semir und seine Familie angeherrscht und aus dem Wagen gezogen. Sie waren auf einem ziemlich großen Anwesen und wurden in eines der Gebäude gebracht. Andrea und Aida bekamen ein einzelnes Zimmer. Hier stand sogar ein Bettchen für Aida. Andrea sah Semir an, der von einem der Männer an die Wand gedrängt wurde. „Geh mit deinem Balg da rein und sei friedlich.“ Wurde sie von dem zweiten aufgefordert. Andrea tat was der Mann verlangte und hoffte nur, das Semir nicht ausrasten würde. Er konnte es nicht ertragen, wenn seine Familie bedroht wird. Doch er hielt sich völlig zurück. Andrea ging in den Raum und kurz darauf wurde sie mit ihrer Tochter eingeschlossen. „So und du da rein!“ hörte sie durch die Tür. Sie konnte schon ahnen, das Semir ein eigenes Zimmer bekam. So war er viel leichter zu kontrollieren. Sie ging zu Aida und nahm sie in den Arm. „Wir kommen hier schon alle raus und dann machen wir richtig Urlaub...“ versprach sie ihrer Tochter, die sie mit großen Augen ansah. Andrea war froh, das Aida nicht verstand was im Augenblick passierte.

    Sag mal wie machst du das? Eine Geschichte nach der anderen zaubern

    Glaub mir... das wurde ich schon sehr oft gefragt und ich muss leider immer wieder die gleiche Antwort geben. "Ich weiß es nicht. Die Ideen sind plötzlich da und eine Story ist innerhalb einer Woche fertig. Und wenn es so weiter geht, dann habe ich bald die 100. Story auf dieser Seite eingestellt. Welche das ist, weiß ich heute noch nicht denn es fehlen noch ungefähr ein Dutzend... also noch viel Lesestoff für euch....

    Anna sah ihn an. „ Sind Sie sicher, dass Ihr Bruder nicht nur im Drogenwahn gesprochen hat?“ fragte sie zweifelnd. Ben zuckte mit den Schultern „Ich weiß es nicht genau. Es kann schon sein, aber ich hatte einfach das Gefühl das da etwas dran ist. Leider konnte er mir nicht sagen, welchen Kollegen er meint.“ gab er zu. Traurigkeit war in der Stimme zu hören. Anna lächelte ihn an. „Tja... dann müssen wir Semir wohl doch aus seinem Urlaub holen. Rufen Sie ihn an und erklären Sie, was vorgefallen ist. Wenn tatsächlich einer unserer Leute hier mit Drogenhändlern zusammen arbeitet, dann war diese Person die längste Zeit Polizist.“ befahl sie. „Aber Semir hat seinen Urlaub verdient. Ich meine... wir könnten ja schon mal anfangen. Vielleicht erfahre ich morgen mehr von meinem Bruder und dann können wir gezielt ermitteln.“ Dachte Ben laut nach. Anna sah ihn an. „Semir wird es verstehen. Aber wie Sie wollen. Dann kümmern Sie sich jetzt um das was Sie erledigen wollten und fahren zu Ihrem Bruder. Er braucht Sie jetzt. Haben Sie Ihrem Vater bereits informiert?“ wollte Anna weiter wissen. Ben schüttelte den Kopf. „Nein... es würde ihn eh nicht interessieren. Wenn er erfahren würde, dass sein Lieblingssohn sich den Drogen zugewandt hat, dann würde er Jo verstoßen. Genau wie er mich verstoßen hat, weil ich Bulle geworden bin.“ gab Ben zu verstehen.

    Semir wurde zur gleichen Zeit aus dem Keller geholt. Lorenz brachte ihn in die Küche wo Aida und Andrea bereits am Tisch saßen und aßen. Er nahm Semir die Fesseln ab und befahl ihn sich zu setzen. Semir sah Andrea prüfend an. „Seid ihr okay?“ fragte er besorgt. Andrea nickte und aß weiter. „Was haben Sie vor?“ wollte Semir von dem zweiten Mann wissen, der nun ebenfalls in die Küche kam. „Nun das ist ganz einfach. Du wirst für mich den Koks aus eurer Asservatenkammer holen. Und dafür bekommst du deine Frau und dein Balg zurück. Ist das nicht ein gutes Geschäft?“ meinte dieser nur und Semir glaubte das Grinsen unter Maske genau zu sehen. „Sie sind ja wahnsinnig! Das ist nicht so einfach.“ erklärte Semir. „Das ist egal. Lass hier nicht den Bullen raushängen, sonst werde ich ungemütlich. Wir werden erst einmal zusammen wegfahren. Ich weiß dass dich niemand vermissen wird, weil du Urlaub hast, aber wenn du dich auch nur einmal daneben benimmst, bekommen deine Frau und dein Kind es zu spüren.“ warnte ihn der Mann. Semir aß schweigend weiter. Eine Stunde später war der Aufbruch. Semir wurde diesmal nicht gefesselt, allerdings machte ihm der Mann klar, was es für Auswirkungen hätte, wenn er sich falsch verhält. Sie stiegen zu viert in einen großen Van. Andrea, Aida und die Beiden Männer wurden im hinteren Teil verfrachtet. Dort gab es keine Fenster und auch keine Verbindung zum Fahrerhaus. Der zweite Mann fuhr mit Semirs Wagen hinterher.

    Sylvie sah Jacko durch die Glasscheibe an. „Hey… ich finde es nicht fair, dass sie dich für neun Jahre verknackt haben. Ich könnte diesen beiden Mistbullen dafür in den Arsch treten!“ fauchte sie. Jacko nickte. „Nun ich auch… und Berger sieht es auch so. Der hat sogar 11 Jahre bekommen. Im Augenblick arbeitet er an einem Fluchtplan. Wir haben hier noch ein paar Freunde gefunden, die Kranich und Gerkhan etwas schuldig sind. Sie würden uns bei der Flucht helfen.“ sagte er leise. Sylvie nickte. „Soll ich etwas dafür tun? Ich helfe auch. Und wenn ihr Beide draußen seid, kümmern wir uns um diese beiden Bullen. Und diesmal wird niemand von den Bullen Kranich retten können. Er hatte ein Schweineglück, dass er damals nicht krepiert ist. Aber diesmal werde ich wenn es sein muss abdrücken. Und glaub mir… diesmal wird er sterben.“ grollte sie. Jacko lächelte sanft. „Mein Schatz…. Du bist der Teufel persönlich. Ich denke du kannst tatsächlich was tun. Lass die Bullen nicht aus den Augen. Ich will wissen, was sie machen, mit wem sie schlafen, wann sie Dienst tun, wann Pause… ich will alles wissen. Denn die Flucht wird nicht lange dauern. Berger lässt seine Beziehungen spielen. Über seinen Anwalt wird er seine Freunde informieren und die werden uns rausholen.“ grinste er. Sylvie nickte. „Wie wollt ihr denn fliehen?“ fragte sie neugierig. „Oh… ganz einfach. Wir werden uns verlegen lassen und dann werden wir befreit, weil der Transport von unseren Freunden überfallen wird. Halt dich bereit…“ Sylvie nickte. „Ich liebe dich.“ hauchte sie.

    Jacko wurde zurück in seine Zelle gebracht. Diese teilte er mit Adrian, der wegen Totschlag eine zehnjährige Haftstrafe zu verbüßen hatte. „ Ey Jacko…. Hier grassiert das Gerücht, dass du und dein Kumpel Berger ausbrechen wollt. Nehmt ihr noch welche auf?“ fragte er und kaute auf einen Strohhalm. Jacko sah ihn an. „Warum? Willst du auch raus?“ lachte er verächtlich. „“Was denkst du denn? Meinst du ich will den Rest hier im Knast verbringen?“ kam zur Antwort. Jacko stand auf und stellte sich vor Adrian hin. „Hör mal…. ich weiß dass du ein kleines Mädchen erschlagen hast. Und dass du dich daran vergnügt hast. Du wirst hier nicht raus kommen. Aber ich gebe dir einen Rat…. Du solltest dir Augen im Hinterkopf zulegen. Denn wenn es hier unter den Insassen ein Gesetz gibt, dann ist es ein Paragraph extra für dich. Kinderschänder sind Abschaum und werden auch so behandelt.“ grollte er und zeigte deutlich seine Verachtung für seinen Zellengenossen. Adrian zuckte zusammen. Er war eine knappe Woche hier und bisher wurde er von den anderen Häftlingen abgeschirmt. Nun konnte er sich vorstellen, warum das so ist. Doch er wusste auch, dass einige Wärter ihn genauso hassten wie die Insassen. „Was meinst du, warum ich hier raus will? Die killen mich!“ fauchte Adrian. Jacko nickte. „Du kannst froh sein, dass ich derzeit sehr viel mit dem Ausbruch beschäftigt bin. Sonst würde ich dir zeigen, was ich von deiner Tat halte.“ drohte er Adrian.

    Semir und Tom waren auf der Autobahn. „Ach…. Endlich wieder Auto fahren. Mensch was ich das vermisst habe.“ strahlte Tom und sah Semir freudig an. „Hey! Achte auf die Straße!“ warnte er Tom und deutete nach vorn. „Was ist? Hast du Angst, dass ich das Autofahren verlernt habe, oder was?“ lachte Tom. „nein… ich möchte nur nicht im nächsten Graben landen, oder in der Leitplanke. Immerhin warst du Blind…“ erklärte Semir grinsend. Tom lachte auf. „Hey… ich könnte auch blind fahren. Die Strecke kenne ich auswendig.“ Wieder wandere sein Blick zu ihm. Semir sah auf die Straße und erkannte dass der Fahrer vor ihnen bremste. „ACHTUNG!“ stieß Semir aus und Tom erschrak kurz. Er bremste ab. „Mensch erschreck mich nicht so… hab doch alles im Griff.“ empörte er sich. Semir schüttelte den Kopf. „Was bin ich froh, wenn ich wieder selbst fahren kann.“ stöhnte er. „Ja aber da musst du mindestens noch bis Freitag warten, weil du deinen Wagen ja in den Sand gesetzt hast.“ lachte Tom. „Sand? Das war ein kleiner Unfall. Ich meine woher soll ich denn wissen, das dieser Sandhaufen über mich zusammenfällt und mich begräbt?…. Das war … ach egal. Der Wagen muss das abkönnen. Hey.. ich hab Hunger.“ lenkte Semir von dem Thema ab. Auch wenn die Erinnerung an seinen Unfall vor kurzem zurückkamen. Er verfolgte einen Flüchtigen und dieser fuhr ins Sandwerk bei Horrem von der Autobahn und wollte sich dort verstecken. Semir fuhr mit seinem BMW hinterher und musste feststellen, das seine Wagen für Sand nicht geeignet war. Das Ende vom Lied, Semir raste in eine der Dünen und diese brach in sich zusammen, begrub den Wagen unter sich. Vier Stunden war Semir im Wagen gefangen. Dann wurde diese Düne abgetragen und der BMW machte Bekanntschaft mit einem Schaufelbagger, was er sehr übel nahm. Danach war der Wagen nicht mehr brauchbar und Semir musste sich Einiges von den Kollegen gefallen lassen.


    Bitte schön für Gitte ein extra langes STück :D

    Am Fenster im Büro standen Dieter und Semir und schauten zu den beiden auf dem Parkplatz. „Semir… meinst du Tom schafft es, dass Hotte seinen vorzeitigen Ruhestand zurückzieht?“ fragte Dieter besorgt. Semir zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht… Hotte ist ein ziemlicher Dickkopf und er ist sehr hart sich selbst gegenüber. Ich hoffe es sehr. Er hat sich mit Selbstvorwürfen ja regelrecht zerfressen.“ gab Semir zu. Dieter nickte. „Ja… aber wenn Hotte nicht mehr ist, mit wem soll ich denn dann meinen Dienst schieben. Wir gehören doch zusammen. Er kann mich doch nicht einfach im Stich lassen…“ klagte Dieter. „Ich weiß. Mir wäre es genauso gegangen wenn Tom…“ Semir geriet ins Stocken. Wieder dachte er an die schlimme Zeit. Wieder sah er Tom vor sich am Ufer mit einem Loch in der Schläfe. Wie er da lag und wie alle glaubten er sei tot. Der Arzt ihm sagte, dass es schlimm aussieht und man nie weiß wie es ausgehen wird. Er schüttelte den Kopf um den schwarzen Gedanken zu entfliehen. „Er kommt.“ hörte er Dieter sagen und sah ihn an. „Was?“ fragte Semir verdutzt. „Hotte kommt und er sieht verdammt entschlossen aus.“ kam von Dieter und Semir sah wie Hotte mit energischen Schritten ins Büro kam. Er ging zu Anna die an ihrem Schreibtisch saß. Dieter sah ihm nach. „Er hat seine Entscheidung getroffen.“ murmelte er leise. Semir schlug ihm leicht auf den Rücken. „Warte ab. Vielleicht bleibt er doch..“ Dann ging er ins Büro. Tom kam kurz danach. Semir sah ihn an. „Und?“ wollte er wissen. Tom zuckte mit den Schultern. „Er ist stur…. Du kennst Hotte. Ich hab ihm gesagt, dass es jeden hätte passieren können, aber er hat seine Ohren scheinbar auf Durchzug gestellt zu haben. Er wollte jetzt direkt mit der Chefin sprechen.“ meinte er traurig. „kannst du dir die PAST ohne Hotte vorstellen?“ stellte er im Anschluss die Frage. Semir schüttelte den Kopf.

    Anna sah auf, als Horst Herzberger zu ihr kam. „Chefin… ich habe mich entschieden.“ erklärte er. Anna sah ihn an „Was denn Herzberger?“ wollte Anna wissen. „Nun ja… das mit meiner Pension. Ich meine die Kündigung bzw. …“ stammelte Hotte. Anna lächelte. „Sie wollen also wirklich nicht mehr bei uns sein?“ stellte sie sanft fest. Hotte sah sie an. Die Augen wurden traurig und er knetete seine Dienstmütze in den Händen. „Nun ja… ich weiß es ist eigentlich schon zu spät. Ich meine Sie haben das Schreiben vermutlich schon weiter gereicht nicht wahr? Ja sicher… Zuverlässigkeit ist ja auch eine Ihrer Stärken.“ kam von ihm. Er drehte sich um und wollte raus gehen. „Herzberger….setzen Sie sich bitte.“ kam von Anna. Hotte sah sie an. „Na los! Setzen Sie sich.“ forderte sie ein zweites Mal. Er setzte sich. „Herzberger…. Sie wollten sich in den Ruhestand versetzten lassen. Vor sechs Wochen haben Sie mir das Schreiben überreicht und ich gab Ihnen drei Wochen Zeit sich die Entscheidung zu überlegen. Das ist nun schon lang überschritten und nun ja…’“ erklärte Anna. Hotte nickte. „Ich weiß… aber die Sache mit Tom… ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Tja… dann denke ich mal ist alles gesagt. Ich werde meinen Schreibtisch räumen.“ sagte er und stand auf. Er ging traurig mit schleppenden Schritten zur Tür. „Würden Sie mich bitte meinen Satz zu Ende sprechen lassen?“ bat Anna. Hotte drehte sich zu ihr um. „Ich wollte sagen, dass ich den Brief irgendwie verschlammt habe …. Sie müssten, wenn Sie wirklich in den Ruhestand wollen, den Brief noch einmal schreiben.“ lächelte Anna ihn an. Hotte sah sie an. Seine Augen fingen an feucht zu strahlen. „Wirklich? Sie meinen…ich kann doch weiter bei Ihnen… also… ich meine hier arbeiten?“ fragte Hotte stammelnd. Anna nickte. „wie sollte es denn hier ohne Sie weiter gehen?“ stellte sie die Gegenfrage. Hotte fiel ihr um den Hals. „Danke Chefin!“ sagte er und verschwand im Großraumbüro. Anna sah ihm nach und schüttelte lächelnd den Kopf. Sie sah durch die Glastüre wie Herzberger seine Entscheidung mitteilte und die doch so harten Männer sich in die Arme fielen. Jubelgeschrei brach aus. Anna lehnte sich zufrieden zurück, öffnete die Schublade und zerriss den Brief der direkt obenauf lag.

    Tobias ging zu Lorenz ins Wohnzimmer. Andrea und Aida durften ins Schlafzimmer und sich ins Bett legen. Semir wurde unten im Wohnzimmer festgehalten. „Hör zu… ich muss mit unserem Freund mal kurz weg. Er schießt quer und ich will verhindern, dass er uns verpfeift. Schaffst du es auf unseren Bullenfreund hier allein aufzupassen?“ fragte er ihn. Lorenz nickte. „Ja sicher… das schaff ich schon. Er ist gefesselt und wird sicher keine Scherereien machen.“ meinte er darauf. Tobias nickte. Er sah zu Semir und beugte sich zu ihm runter. „Wenn du quer schießt, dann werde ich mir deine Frau vornehmen, ist das klar?“ warnte er ihn. Semir nickte. „Lassen Sie meine Frau und mein Kind gehen… bitte…“ versuchte er erneut die beiden Männer dazu zu überreden, wenigstens Andrea und Aida frei zu lassen. „Nein… mit den beiden habe ich dich unter Kontrolle.“ lachte Tobias und wandte sich wieder an Lorenz. „Bring ihn am Besten in den Keller. Dort kann er dann Krach schlagen wenn er will.“ befahl er. Lorenz zog Semir vom Stuhl und brachte ihn in den Keller. Er band ihn am Rohr fest und verschloss den Raum.

    Ben nahm sich eine der Akten um den Bericht zu schreiben und sah erneut zu der Sekretärin. Annika saß an ihrem Schreibtisch, der sich mit Arbeit immer mehr häufte. Irgendwie tat sie ihm Leid. Und da er kein Unmensch war lenkte er sie etwas ab. „Hallo... ganz schön viel, was?“ versuchte er ein Gespräch anzufangen. Annika nickte „Ja... ich hab nie gedacht, dass man hier so viele Sachen auf einmal erledigen musste. Als Tobi, mein Verlobter mir sagte, ich solle besser nicht arbeiten, da dachte ich erst, es wäre nur weil er eifersüchtig ist. Aber das ist nicht so... er ist nur besorgt. Ich falle abends todmüde ins Bett und hab gar keine Zeit mehr für ihn.“ sagte sie traurig. „und nun ist er für eine Woche weg.“ Ben lachte leise. „Ja wie mein Partner. Er ist auch für eine Woche weg. Aber wir schaffen das schon.“ machte er ihr Mut. Annika lächelte scheu. „Ja bestimmt.“ gab sie dann auch von sich. Bens Handy klingelte. „Jäger!“ meldete er sich kurz. „Ben...ich bin’s Jo... ich brauche dich..“ hörte er seinen kleinen Bruder schwach. „Jo? Was ist los?“ sofort waren bei Ben alle Instinkte einer Gefahr wach. „Ich...brauch dich... bitte... komm zu mir...“ klang es weinerlich am Telefon. „Wo bist du?“ fragte Ben. „Zuhause... ich......“ mehr kam von Jo nicht. Ben verließ fluchtartig das Büro und fuhr zu seinem Bruder.

    „JO!“ rief Ben als er in der Wohnung seines Bruders stand. „Hier...“ hörte er schwach und rannte ins Bad. Sein Bruder lehnte gegen die Wand. Sein Gesicht war völlig mit Blut voll, die Augen verschwollen, Lippen aufgeplatzt. „Gott... .was ist hier passiert?“ fragte Ben und untersuchte seinen Bruder. „Die haben mir versprochen, dass ich nichts bezahlen muss...“ klagte sein Bruder undeutlich. „Wer die?“ harkte Ben nach. „Tobi... und sein Lieferant. Sie wollen Infos von mir... und dafür bekomme ich meinen Stoff. Sie wollen...dein Kollege.... Auauau... stieß Jo aus. Ben sah ihn an. „Was für Infos? Wovon sprichst du...? Jo!“ wollte er anschließend wissen. Doch sein Bruder schien ihn nicht zu hören. Mit glasigen Augen sah Jo ihn an. Ben rief den Notarzt und eine Stunde später lag Jo im Krankenhaus. Er hatte das Bewusstsein verloren. Ben lief wie ein Tiger im Krankenhausflur hin und her. Als der Arzt zu ihm kam sah er ihn an. „und?“ fragte er. „Nun... Ihr Bruder hat drei gebrochene Rippen, einen Zwergfellriss, den wir erfolgreich nähen konnten. Eine der Rippen hat den Lungenflügel angekratzt, aber das ist nicht weiter schlimm. Das einzige was mir wirklich Sorgen macht, ist der Verfall der Organe. Ihr Bruder nimmt Drogen?“ fragte der Arzt nach. „Ja... leider. Wird er wieder gesund?“ Ben war die Sorge um seinen jüngeren Bruder deutlich anzumerken. Der Arzt nickte. „Ja die Chancen sind nicht schlecht. Allerdings wird bei ihm der Entzug dazukommen, das verhindert die schnelle Heilung.“ gab er zu bedenken. Ben nickte. „Können Sie die Entzugserscheinungen mindern?“ wollte er wissen. „Nun... wir könnten ihm Methadon spritzen. Das hat dann auch den Vorteil, dass er wenn er hier nach einem Monat raus geht, keine Drogen mehr braucht. Aber damit ist er nicht clean.“ warnte ihn der Arzt. Ben nickte erneut. „Danke Doc... darf ich zu ihn?“ fragte Ben leise. „Lassen Sie ihn für heute schlafen. Er sollte absolute Ruhe haben Kommen Sie am besten morgen wieder.“ beruhigte ihn der Arzt. „Okay... Danke..“ Ben fuhr zur PAST zurück.

    Kurz zur Info…. Diese Story setzt dort an, wo Gittis „Schwere Prüfung“ aufgehört hat. Sie hat mir erlaubt eine Fortsetzung zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen und feeden nicht vergessen.

    Als Tom vier Wochen nach seinem Krankenhausaufenthalt die Arbeit wieder aufnahm wurde er herzlich begrüßt. Semir hatte ihm erzählt, das Hotte seine Kündigung eingereicht hatte und obwohl die Bedenkzeit abgelaufen war, hielt Anna Engelhard die Kündigung immer noch zurück. Tom hörte schweigend zu und ging anschließend zu Hotte. Dieser sah ihn an. „Tom….“ fing er an. Tom lächelte. „Hotte… lass uns doch mal kurz raus gehen, okay?“ fragte er. Hotte erhob sich und nickte nur. Dieter sah ihn mit seinem traurigen Augen an. Sein Blick wanderte zu Semir der im Türrahmen zum Büro stand. Er nickte zuversichtlich.

    „Hör mal.. Tom… ich wollte das nicht. Ich meine, ich dachte wirklich dass sie eine Freundin von dir ist. Sie hörte sich so besorgt an und ich meine, ich weiß dass ich Scheiße gebaut habe. Aber… ich wollte doch nur… Mensch ich bin ein Esel… ein dämlicher Polizist der sich nicht einmal an die eigenen Vorschriften hält. Ich bin für diesen Job nicht geeignet“ erklärte Hotte. Tom hörte zunächst zu. „Hotte… ich bitte dich. Sei nicht so hart gegen dich selbst. Du hast nichts falsch gemacht. Das kann doch jedem passieren. Ich habe es überlebt und ich bin dir nicht böse. Das hätte Dieter doch auch passieren können. Was wäre dann gewesen? Meinst du er würde dann den Dienst quittierten? So wie du? Mensch was sollten wir denn ohne dich machen? Mit wem soll Dieter sich denn um Kleinigkeiten streiten?“ versuchte Tom ihn umzustimmen. „Nein…. Tom So einfach ist das nicht. Ich habe Mist gebaut und ich muss dafür gerade stehen.“ gab Hotte trotzig von sich. Tom nickte. „Du bist ein ganz schöner Sturkopf. Hör mal… weißt du was ich gedacht hatte als ich nach diesem Kopfschuss blind aufgewacht bin? Weißt du was ich wollte?“ fragte er. Hotte schüttelte den Kopf. „Ich wollte sterben. So wollte ich nicht leben. Ich war in der Dunkelheit gefangen. Es war grausam. Aber dann hat mein Überlebenswille eingesetzt. Ich fing an mich damit abzufinden.“ erklärte Tom. Hotte nickte. „Ja und dann hab ich leichtsinniger Weise Informationen heraus gegeben, dich in eine neue Gefahr gebracht. Du wärest fast gestorben, Tom… das ist nicht zu entschuldigen!“ Hottes Stimme klang wütend. Tom wusste genau dass Hotte sich selbst gegenüber wütend war. „Ich lebe! Ich bin nicht tot. Und nur das zählt. Hotte bitte… Schwamm drüber okay?“ fragte Tom. Hotte sah ihn an. Tom merkte wie schwer ihm die Entscheidung fiel. „Tom… lass mir noch etwas Zeit, okay? So schnell kann ich das nicht. Ich meine… es wäre meine Schuld gewesen wenn du… wenn du gestorben wärest. Außerdem ist die Bedenkzeit der Chefin abgelaufen…Ich werde mit der Chefin sprechen und ihr meine Entscheidung bekannt geben.“ kam leise von Hotte und dann drehte er sich um und ging den Parkplatz ein Stückchen runter. Tom sah ihm nach.

    Semir fuhr direkt in die Garage und ging ins Haus. „Ich bin da… wo bist du? Hast du schon gepackt? Wir können direkt los!“ rief er freudig. „Du… Ben ist…“ Semir betrat das Wohnzimmer und stockte mitten im Satz. Langsam hob er die Hände. „Hey…. Was soll das?“ fragte er leise, als er sah das ein Mann Andrea mit der Waffe bedrohte. Andrea hatte Aida auf dem Schoß und sah ihn ängstlich an. „Guten Tag Gerkhan! Bitte keine falsche Bewegung. Wir könnten das missverstehen.“ kam eine Stimme aus seinem Rücken. Dann spürte er einen Waffenlauf in den Rippen. „Wer sind Sie?“ fragte er leise. „Das ist nicht wichtig? Es wird euch nichts passieren, wenn ich das bekomme, was ich haben will.“ lachte der Mann hinter ihm und stieß ihn ins Wohnzimmer. „Setz dich auf den Stuhl und Hände auf den Rücken!“ befahl er. Semir tat was der Mann verlangte. „Andrea… bist du okay?“ fragte er sorgenvoll. Andrea nickte und hielt Aida fest die natürlich zu ihrem Vater wollte und nicht verstand was vor sich ging. „Lassen Sie meine Familie aus dem Spiel. Wenn Sie mich haben wollen, okay… ich werde mit Ihnen kommen, aber lassen Sie meine Frau und mein Kind hier… bitte…“ bat Semir.

    Ben bekam von all dem nichts mit. Er war der festen Überzeugung das Semir samt Familie bereits in ihrem Urlaubsdomizil war und somit sich erholte. Er sah zu Annika, die scheinbar ziemlich verwirrt war. Er lächelte und ging zu ihr. „Frau Liebstöckel? Was ist denn mit Ihnen los? Sie sind so nervös.“ Fragte er vorsichtig. „Nichts… ich … es ist gar nichts Herr Jäger. Danke der Nachfrage.“ gab die Frau kühl wieder. Ben schüttelte den Kopf. Irgendetwas stimmte mit dieser Frau nicht, das war klar. Annika machte sich wieder an die Arbeit. Gegen zehn kam Anna ins Büro und begrüßte die Urlaubsvertretung von Susanne. Allerdings war es bei ihr genau wie bei den Anderen. Sie war froh, wenn Susanne wieder da ist. Nur noch zwei Wochen, musste sie mit dieser Frau arbeiten. „Frau Liebstöckel! Bringen Sie mir bitte in einer Stunde die Post sortiert in die Akte herein. Ich erwarte außerdem gegen zwei Uhr den Polizeipräsidenten in meinem Büro. Richten Sie bitte alles dafür her.“ befahl sie freundlich. Annika nickte nur.

    Jo zog Tobias in die Küche. „Was hast du denn jetzt vor?“ fragte er. Tobias sah ihn an. „Warum willst du das denn wissen?“ stellte er die Gegenfrage. „Ich will nicht wegen Mord in den Knast, deshalb.“ meinte Jo leicht aufmüpfig. Tobias bemerkte es sofort. „Ich werde unseren Freund da draußen dazu zwingen, die Asservatenkammer für mich zu plündern. Er wird mir und meinem Freund den Stoff bringen und dafür seine Frau und das Kind wieder bekommen.“ gab er seinen Plan preis. Jo sah ihn an. „Du willst den Bullen erpressen? ….“ Sagte er leise. Er wollte nicht mehr mitspielen. Nicht so… nicht für Tobias. Tobias griff ihn am Handgelenk. „Pass mal auf… wie ich was durchziehe, bestimmst nicht du ist das klar. Du wirst mitmachen, oder ich werde dich fertig machen.“ warnte er ihn. Jo nickte. „Ja schon gut… ich … ich..“ er verstummte als Tobias ihn ansah. „Ich fahre dich jetzt nach Hause und dort wirst du dann ausschlafen.“ sagte er auf einmal fürsorglich. Jo nickte „Das ist eine gute Idee.“ meinte er. „Ich muss nur unserm Freund da drinnen etwas sagen wie er sich zu verhalten hat und dann fahren wir los. Du bekommst von mir noch eine Gratisration und dann kannst du sicher gut träumen.“ Lächelte Tobias böse. Jo nahm das nicht wahr. Er braucht seinen Schuss… Die Gier nach dem Zeug war wieder wach.

    Es ist wirklich erschreckend, dass es Menschen gibt, die Spaß am quälen haben und anderen Menschen Schmerzen zufügen, um sich selber besser zu fühlen. Gott sei Dank ist bei deiner Tom-story alles noch einmal gut gegangen. Aber du konntest es nicht so ganz lassen; ganz ohne sollte Semir auch nicht davon kommen, oder? ;)

    Lol sorry.... Macht der Gewohnheit....

    Am nächsten Tag saß Semir im Büro und sah auf die Uhr. „So… noch drei Stunden und ich habe Feierabend. Dann geht es auf in den Wald und zwar ohne Handy. Also unerreichbar für alle.“ grinste Semir zufrieden. „Vergiss nicht die Berichte zu schreiben. In drei Stunden wirst du sicher alle noch fertig bekommen.“ gab Ben ziemlich gleichgültig los. „Was heißt denn hier Berichte…. Die hab ich alle fertig. Sogar den heutigen… jawohl! Meinem Urlaub steht nichts im Wege. Und damit auch gar nichts mehr dazwischen kommt, werde ich mir heute sogar eine Stunde früher frei nehmen. Andrea braucht mich ja bei packen.“ meinte Semir und Ben grinste. „Wo kann ich dich erreichen, falls es brennt?“ wollte er wissen. „Also gut… ich schreibe dir auf, wo sich die Hütte befindet, aber wirklich nur im Notfall, ich meine im absoluten Notfall!“ warnte Semir seinen Partner und schrieb die Adresse auf. Ben sah auf den Zettel und stieß einen Pfiff aus. „Schöne Gegend. Kenne ich.“ grinste er. Semir nickte. „Ja und mal sehen, vielleicht schaffen Andrea und ich sogar mal das Geschwisterchen für Aida in Angriff zu nehmen. So ich bin weg. Bis in einer Woche.“ verabschiedete er sich.

    Andrea war mit dem packen fertig. Aida hielt den Mittagsschlaf und Andrea nutze die Zeit, noch einmal den Koffer zu überprüfen. Andrea ließ sich mit einem leichten Seufzer auf der Couch nieder. Sie sah auf die Uhr. Semir müsste gleich kommen denn er wollte eine Stunde früher Schluss machen und dann kann der Urlaub beginnen. Nur eine halbe Stunde später klingelte es. Andrea lächelte. Vermutlich hatte Semir seinen Hausschlüssel vergessen und da sie niemanden erwartete, öffnete sie die Tür ohne durch den Spion zu sehen. „Hast du deinen….“ Sie stockte. Denn der Mann der dort stand, war ihr unbekannt. „Guten Tag… Frau Gerkhan…“ sagte der Mann freundlich und drängte sich mit zwei weiteren Männern ins Haus. Andrea bekam große Angst. Der Mann der sie angesprochen hatte zog sie am Arm ins Wohnzimmer. „Aber… nur keine Angst…. Wir werden Ihnen nichts tun. Wir warten hier auf Ihren Mann und dann werden wir uns alle ein paar schöne Tage gönnen. Wir alle. Sie, Ihr Mann, Ihr Kind…“ lachte er gehässig. Andrea ahnte schon, dass es sarkastisch gemeint war. „Sie werden sich ruhig verhalten und wenn Ihr Mann anruft werden Sie nichts verraten. Ich bin nämlich eine Überraschung für ihn. Es sei denn, Sie wollen dass ich Ihrem kleinen Engel etwas antue. Haben Sie mich verstanden?“ Andrea hörte den drohenden Ton. „Ja…“ sagte sie leise.

    Das war wirklich eine extrem spannende und einfach eine Hammer Story Elvira! :thumbup: (Wenn ich jetzt mal die ganzen Alpträume, die mir diese Story beschert haben, wegdenke :D)
    Wäre jedenfalls schön, wenn du wieder einmal eine „Tomstory“ schreiben würdest...na, was hältst du davon? :D :)

    Ist bereits in ARbeit... und wird sicher in kürze online gehen. Bei dem Tempo :D