Beiträge von Elvira

    Jo lag in seinem Bett, als Semir und Ben ins Zimmer kamen. Als er Semir sah, richtete er sich auf. „Herr Gerkhan… es tut mir Leid…. Ich wollte das nicht…“ entschuldigte er sich. Semir nickte nur. „Ich hab es ja überlebt und meine Familie auch. Aber Sie sollten sich nun etwas kooperativ zeigen. Wer steckt dahinter?“ wollte er wissen. Jo sah ihn an. „Ich weiß nur von Tobi und Lorenz. Aber da gibt es noch einen weiteren. Einen der die Fäden in den Händen hält. Tobi hat öfter mit ihm telefoniert. Aber ich kenne keinen Namen. Wirklich… Ben… ich helfe euch. Sofern ich das kann…“ erklärte Jo. Ben nickte nur. „Jo… wenn du als Kronzeuge gegen die Männer aussagst, könnte es sein, dass du ohne oder aber mit einer sehr geringen Strafe aus dem Fall kommst. Aber du musst uns helfen.“ bat er. Jo nickte. „Ja ich mache was du willst. Ich will nicht mehr so weiter leben…. Hilf mir…“ flehte er. Ben sah Semir an und dieser nickte. „Also gut… den Entzug hast du hier bereits angefangen. Du bekommst Methadon gespritzt.“ Erklärte Ben seinem Bruder. „Ja ich weiß…. Das hat der Doc schon gesagt. Was ist mit Tobi? Wenn der erfährt, dass ich hier liege, dann wird der mit Sicherheit einen seiner Schlägertrupps auf mich hetzen.“ gab Jo zu bedenken. „Nein… ab heute stehst du unter Bewachung. Du musst jetzt gesund werden. Das ist vorrangig. Hast du irgendeine Adresse? Ich meine wo dieser Tobi wohnt?“ fragte Ben. Jo nickte. „Ja… Ich weiß dass er häufiger in der Steinstrasse in Düsseldorf war. Aber bei wem keine Ahnung.“ beteuerte er. Semir stand auf. „Na dann fragen wir ihn doch selbst.“ meinte er und verließ mit Ben das Zimmer.

    „Wer sind die Hintermänner? Und wo finden wir ihn?“ fragte Semir Tobias. „Ohne meinen Anwalt sage ich gar nichts. Sie können nicht verhindern dass ich einen bekomme. Es ist mein Recht einen Anwalt beim Verhör zu haben.“ Forderte dieser. Semir nickte. „Es ist doch wirklich seltsam. Solange diese Typen Verbrechen begehen, wissen sie nichts von Recht und Ordnung. Aber wenn sie bei uns sitzen, dann pochen sie auf ihr Recht.“ tadelte er und sah Ben an. „Herr Reinders.... Sie sind wegen Körperverletzung mehrmals straffällig geworden. Sie dealen mit Drogen und dafür habe ich einen Kronzeugen. Sie haben Joachim Jäger brutal zusammengeschlagen und Sie haben sich der Freiheitsberaubung und Erpressung schuldig gemacht. Dafür kann ich Sie bereits 24 Stunden festsetzen. Sie werden gleich sogar dem Haftrichter vorgeführt, weil Verdunklungsgefahr besteht. Ihre Schwester wird sich ebenfalls dafür verantworten müssen. Beihilfe zum Menschenraub. Wollen Sie sie wirklich damit rein ziehen? Wollen Sie vor allem alles auf sich allein ziehen? Wen decken Sie?“ löcherte Semir den Mann. Tobi schwieg und grinste ihn nur an. „Wie Sie wollen. Dann gehen Sie eben für den Mordversuch für eine sehr lange Zeit hinter Gitter.“ Meinte Semir zu ihm. „Wissen Sie was, Gerkhan…. Sie können mir gar nichts. Sie haben nämlich keine Beweise und die Aussage eines Junkies zählt vor Gericht nicht.“ lachte Tobias ihn an. „Meinen Sie wirklich, vor Gericht ist es nicht egal, was ein Zeuge gemacht hat… es zählt nur, was er sagen kann und bis zur Verhandlung wird Jo clean sein. Außerdem bin ich auch noch da… und ich bin nicht süchtig, aber ich bin ziemlich sauer weil ich es überhaupt nicht mag, wenn mir der Urlaub versaut wird, meine Familie bedroht und ich erpresst werde. Das war nämlich ein sehr großer Fehler von Ihnen!“ gab Semir zurück und ließ Tobias abführen.

    Er hat sich die Folge auf RTL-Now gekauft und angesehen... das ist für Leute die nicht abwarten können bis sie im Fernsehen kommt.

    @ Ronny Eine Bitte aber... verrate den Inhalt nicht, denn es gibt noch die, die warten wollen bis Donnerstag. Und komm nicht mit dem Spruch "das müssen die ja nicht lesen"

    Ben war erstaunt als sein Handy klingelte. „Ja?“ fragte er. „Semir hier. Könntet ihr mich vielleicht mal unterstützen?“ fragte sein Partner und Ben hörte ihn regelrecht grinsen. „ Wir sind schon fast vor dem Haus. Eigentlich müsstet ihr uns schon hören. Seid ihr okay?“ fragte Ben vorsichtig, weil er sich der Sache nicht ganz sicher war. „Ja klar... Andrea und Aida sitzen schon im Wagen und ich gehe auch gleich hin. Die Typen habe ich festgesetzt. Allerdings hab ich keine Handschellen dabei und die sind ziemlich sauer auf mich“ gab Semir zurück. „Wir sind gleich da. Geh da bloß nicht rein, hörst du!“ warnte ihn Ben überflüssiger Weise. Anna sah ihn an. „Was ist los?“ fragte sie kurz. Ben berichtete was Semir ihm erzählt hatte und sie schüttelte den Kopf. „Er will wieder mal alles allein machen. Aber meist schafft er es.“ lachte sie erleichtert und rechte Ben das Handy zurück. „Cobra 1 an Alex. Semir hat sich soeben gemeldet. Er konnte die Männer überwältigen. Wir holen sie ab. Danke für die zugesagte Unterstützung.“ gab sie durch und sah wie das SEK abdrehte. Sie wurden nicht mehr gebraucht.

    Semir ging zu Andrea die bereits im Wagen saß. „So... du und Aida fahrt bitte sofort nach Hause. Ich warte hier auf die Chefin. Und dann buchten wir die Leute ein.“ gab er leicht wütend von sich. Andrea sah ihn an „Wir können doch zusammen fahren...“ gab sie leise von sich. Doch Semir schüttelte den Kopf. „Schatz...bitte. Ich möchte dass du nach Hause fährst und zwar sofort. Ich komme nach und dann werden wir wirklich Urlaub machen.“ Er beugte sich zu ihr und küsste sie. „Also gut...“ sagte sie ergeben und fuhr mit Aida los. Semir ging zurück ins Haus. Er musste sich beherrschen nicht in den Raum zu stürmen um sich die Männer vorzuknüpfen. Immer wieder ertappte er sich dabei, wie der zu der Tür sah. Aber er blieb standhaft. Dann hörte er die Wagen der Kollegen vorfahren und ging raus. Anna sah ihn prüfend an. „Sind Sie okay?“ wollte sie wissen. Semir nickte. „Ja... nur etwas müde. Die Typen sind im Keller eingesperrt.“ gab er durch. Ben ging mit einigen uniformierten Kollegen runter und ließ Tobi und Lorenz abführen. Dann ging er selbst zu Semir. „Wo sind Andrea und Aida?“ wollte er wissen. „Die sind nach Hause gefahren. Ich will auch heim.“ sagte er nur. Anna nickte und gab Ben ein Zeichen.

    Ben fuhr Semir nach Hause. Während der Fahrt war Semir recht schweigsam. „Was genau ist eigentlich vorgefallen?“ fragte Ben nach einer Weile. „Ich bin nach Hause und wollte gerade mit Andrea die Koffer einpacken. Sie hat nicht geantwortet, also bin ich in die Küche und sah wie einer der Typen sie und Aida bedrohten. Dann haben die mich in den Keller gesperrt und am nächsten Morgen wurden wir weg gebracht. Tja... aber es waren drei Typen. Wir müssen den dritten finden.“ stieß Semir plötzlich aus. Ben sah ihn an. „Ich weiß, dass es drei waren. Von dem Dritten haben wir erfahren, dass du in Gefahr bist.“ sagte er leise. Semir sah ihn erstaunt an. „Ihr habt ihn gefasst?“ fragte er. Ben nickte. „Ja.... leider.“ kam als Antwort. „Was? Wieso leider?“ stellte Semir die Gegenfrage. „Nun ja... es ist nicht leicht, seinen Bruder....“ er stockte. „Dein Bruder? Dieser Jo? Die Chefin hatte da was angedeutet… als ich in der Asservatenkammer war…“ wollte Semir wissen. „Ja... er wollte aussteigen und ist dafür fast tot geprügelt worden.“ erklärte Ben traurig. „Dann war das der Grund weshalb einer von den Typen unbedingt weg musste. Dann sind die zu zweit gefahren und einer ist wieder gekommen.“ dachte Semir laut nach. Ben nickte. „Ganz genau… und ich werde Jo auch deswegen verhaften müssen…“ gab er leise von sich. Semir lächelte. „Na warte erst einmal ab. Ich meine er könnte sich als Kronzeuge zur Verfügung stellen. Das wäre dann ja eine Möglichkeit, ohne Strafe davon zu kommen.“ meinte er nur.

    Ah, und deswegen sieht sich Semir gehetzt um. :huh: Irgendwie glaub ich Dir das grad nicht.... :whistling:

    Also wirklich... ich schwöre.. .es passiert nicht mehr viel. Und Semir sieht sich nur so gehetzt um, weil er nach einem Fluchtweg sucht um seine Frau und seine Tochter in SIcherheit zu bringen.... Die Story ist eher eine der harmlosen von mir.... Dafür ist doch die andere doch schlimm genug.. :D

    Na für die vielen Feedbacker gibt es noch einen extra langen Nachschlag...

    Jacko sah Sylvie an. Er küsste sie sanft. „Was meinst du… ist Julius Plan die Beiden so richtig fertig zu machen perfekt? Ich will dass sie leiden. Besonders Kranich… er soll mich anbetteln, dass ich ihn leben lasse. Ich will ihn fertig machen….“ grollte er leise. Sylvie lachte. „Nun ich denke schon, das Kranich zerstört ist, wenn er zusieht wie Gerkhan stirbt. Allerdings teile ich deine Meinung das Gerkhan uns ab diesem Zeitpunkt jagen wird. Es sei denn er bekommt eine Gratiszugabe, die ihn für immer außer Gefecht setzt. Ich habe nämlich keinen Bock im Knast zu verenden, nur wie Julius Plan einen Fehler aufweist. Du kennst Gerkhan.... er gibt nicht auf. Lass dir also was einfallen. Ich nehme mal an, dass du Gerkhan ein Schlafmittel verpassen sollst, damit er für länger ausgeschaltet ist. Tausch den Inhalt aus und gib unserem Bullenfreund einen goldenen Schuss.“ meinte sie kalt. Jacko lachte leise. „Du bist eine wahre Hexe.... so schön gemein und knallhart, aber auch sexy...“ gab er zu. Er stand auf. „Wo willst du denn hin?“ fragte sie enttäuscht. „Ich bereit nur alles vor. Ich will nämlich keine Fehler machen. Die Spritze bereitmachen und schon einmal verstauen. Morgen werden wir uns die beiden Bullen schnappen und dann geht der Spaß los. Ich bin schon auf Kranichs Gesicht gespannt.“ lachte er und verließ den Raum.

    Fink besuchte Anna am nächsten Morgen. „Gibt es was Neues?“ fragte er hoffnungsvoll. Anna sah ihn an. „Ich dachte Sie wollte klein beigeben?“ kam etwas erstaunt von ihr. „Nun ja… ich wollte erst, aber…ich meine…vielleicht finden wir sie ja doch. Ich habe die Akten noch einmal durchgesehen und etwas festgestellt. Oder besser gesagt, ich habe herausgefunden, dass es ein geheimes Labor von diesem Berger geben muss. Das Problem ist nur… ich weiß nicht wo. Ich meine es könnte doch immerhin möglich sein, das Berger dort genau Gerkhan und Kranich festhalten…“ erklärte Fink. Anna nickte. „Ja es ist eine Möglichkeit. Nur wie soll es uns weiterhelfen? Ich meine wenn Sie keine Adresse haben, wo sollen wir suchen?“ kam von Anna die Gegenfrage. „Ja ich weiß. Ich habe meine Kontakte in der Drogenszene angerufen. Es gibt dort einen, der damals sehr nah an Berger dran. Ich hoffe nur, er kann sich erinnern, wenn er mal wieder klar im Kopf ist.“ meinte Fink. Anna nickte. „Das wäre wenigstens etwas.“ gab sie zu. „Tja… nur gibt es ein Problem. Die Staatsanwältin will die Ermittlungen einstellen. Sie meint es brächte sicher mehr, wenn man aufhören würde zu suchen. Schon allein wenn man die Ausgaben für die Suche berücksichtigt und vermutlich damit die Staatskasse derart belastet, dass es besser wäre, Gerkhan und Kranich zu vergessen.“ Erzählte Fink leise. Anna sah ihn an. „Wie war das?“ fragte sie erstaunt. Fink sah sie an und hob die Arme. „Hören Sie… ich bin trotzdem hier. Weil ich denke das Gerkhan und Kranich eine Chance verdient haben, gefunden zu werden. Schrankmann sieht das natürlich nicht so und ich werde vermutlich suspendiert werden, weil ich mit Ihnen zusammen arbeite. Aber das nehme ich in Kauf.“ erklärte Fink weiter. Anna nickte. „Danke und um die Staatsanwältin werde ich mich kümmern. Sie können zunächst hier Ihr Lager aufschlagen. Benutzen Sie das Büro von unseren beiden Kommissaren.“ nickte Anna und griff zum Telefon. Sie wählte eine Nummer und bat dann darum, den Oberstaatsanwalt zu sprechen. Nur wenig später schien alles klar zu sein. „so… damit haben wir grünes Licht. Ihre Suspendierung muss leider warten.“ lächelte sie ihn an. Fink stand auf. „Dann mache ich mich mal an die Arbeit.“ nickte er und verschwand.

    „Wo willst du hin?“ fragte Berger als Jacko ihm auf dem Weg ins Labor begegnete. „Ich will nur die Möglichkeit ausschließen, dass Gerkhan uns ab morgen verfolgt. Einen goldenen Schuss und alles ist vorbei. So einfach ist das. Umso mehr Zeit können wir uns bei Kranich lassen ihn an die Nadel zu bringen.“ lachte er. Berger nickte nachdenklich. „Gut… ich denke Kranich wird nicht lange brauchen. Ich habe ihn bei unserem Roulette beobachtet. Er war da schon ziemlich blass. Heroin… nun ich denke nach drei viermal wird er sicher dafür alles tun.“ dachte Berger laut nach. „alles was ich will. Nur um an den Stoff zu kommen.“ ging es weiter. Jacko nickte. „Ja… ganz genau. Er wird vermutlich morgen zusammenbrechen. Soll ich Gerkhan erschießen?“ wollte er wissen. „Ja. Ich werde Kranich beobachten, ihn fertig machen oder besser gesagt, fertig machen lassen. Was meinst du wie er sich fühlt, wenn er zusieht, wie du seinem Freund erneut eine Kugel verpasst? Er wird zusehen und nichts tun können. Was meinst du was passiert?“ fragte Berger lachend. Jacko nickte. „Er wird vermutlich den Raum in dem du ihn sperrst zu Kleinholz verarbeiten.“ gab er zu. Berger schüttelte den Kopf. „Nein… das wird er nicht, er wird schreien, toben, aber…“ lachte Berger zufrieden. „…ich will ihn ganz langsam fertig machen. Und sobald er mein ist, lasse ich ihn wieder fallen!“ Berger verließ das Zimmer und ging in den Keller.

    Tom war der erste, der zwei Stunden später aus dem Raum geholt wurde. „Wo ist Semir? Bitte sagen Sie es mir doch?“ flehte er, denn seit er seinen Freund das letzte Mal gesehen hatte waren mittlerweile zwei Tage vergangen. „Halt die Klappe!“ blaffte Jacko ihn an und stieß ihn in einen Raum, der mit Spiegeln verkleidet war. „Was soll das?“ fragte Tom. Doch Jacko wollte nicht mit ihm reden. „Setz dich!“ befahl Jacko und drückte Tom auf den im Raum stehenden Stuhl. „Was haben Sie vor?“ kam von Tom ängstlich. Jacko nahm Handschellen und band Tom mit dem Stuhl zusammen. „Was soll das?“ stellte Tom die nächste Frage. Doch Jacko antwortete nicht. Stattdessen verließ er den Raum wieder und überließ Tom seine Angst. Doch es dauerte nicht lange und Jacko kam wieder. „Weißt du noch was wir beide gemacht haben?“ fragte er leise. Tom sah ihn an. „Was meinen Sie?“ wollte er wissen. „Nun ich dachte an die Situation, als du vor mir knietest, als du meine Waffe am Kopf spürtest und als du die Kugel spürtest? Erinnerst du dich daran? Weißt du noch wie das Gefühl war?“ stellte Jacko die Fragen und lud seine Waffe. Tom sah ihn erschrocken an und schluckte trocken. „Nun? Ich warte auf deine Antwort.“ lachte Jacko und ließ die Trommel einrasten. Tom ahnte was nun passieren sollte. „Weißt du eigentlich dass wissenschaftlich gesehen, die Chance einen Kopfschuss zu überleben sehr gering ist? Nur zwei Prozent gibt es, die so etwas überleben. Du kannst dich also glücklich schätzen. Aber ganz sicher ist, dass du einen zweiten Kopfschuss nicht überlebst. Und das werde ich dir jetzt zeigen.“ lachte Jacko höhnisch und presste Tom die Waffe an den Kopf. Tom zuckte zusammen, als er den kalten Stahl spürte. Die Erinnerung kehrte zurück.

    und nun? Morgen geht es dann weiter... Gute Nacht allen Lesern. ;)

    Danke für diese Idee. Wir werden sie sicher aufgreifen.

    Nur eins soll noch einmal deutlich gesagt werden. Jeder kann fragen stellen und bekommt auch Antwort. Ob die Frage nun hier hin gehört oder nicht, sollte doch wohl erst einmal in den Hintergrund rücken und stellt auch keinen Grund da, sich zu streiten. Einen Hinweis okay aber dann gleich einen Streit entbrennen zu lassen. Und da die eigentliche Frage beantwortet war, schließe ich das Thema bevor es wirklich noch ausartet.

    @ronny.... ich denke nicht das du da mitreden kannst. Also lass es unsere Sache sein und die von Simplex ob es technisch möglich ist oder nicht


    **** geschlossen*****

    Fink sah Anna an. „Es tut mir wirklich Leid. Es sind mittlerweile vier Tage vergangen. Ich befürchte, dass wir für Gerkhan und Kranich nichts mehr tun können. Vermutlich leben sie gar nicht mehr. Ich meine sie sind für Berger und Kaufmann nutzlos geworden.“ Gab er von sich. Anna schloss die Augen. „Sicher... die Wahrscheinlichkeit besteht. Aber ich denke wir sollten nicht aufgeben. Ich lasse Frau Schertbach soeben von meiner Sekretärin überprüfen. Vielleicht hat sie noch andere Grundstücke oder Wohnsitze wo sich die Leute aufhalten könnten. Und vielleicht finden wir dann die Beiden. Ich denke nämlich nicht, dass sie tot sind. Berger hatte Semir bitterböse Rache geschworen und er wird bei Kranich auch nicht zurück stecken. Wir dürfen nicht aufgeben...“ versuchte sie den jungen Mann zu überzeugen. „Also gut. Sie rufen mich an, wenn Sie etwas finden, was uns weiterbringt. Aber sollten wir bis zum Wochenende nichts finden, dann müssen wir davon ausgehen, dass die beiden Beamten tot sind.“ bestimmte Fink. Anna nickte nur und sah den jungen LKA-Beamten hinterher. „Das ihr immer gleich aufgeben müsst“ murmelte sie unhörbar.

    Isolde Schrankmann beehrte Anna am nächsten Tag. „Das ist ja wieder mal sehr schön zu sehen, dass Kranich und Gerkhan nichts aber auch absolut gar nichts auf die Reihe bekommen. Nicht einmal einen Gefangenentransport können die Beiden durchführen, ohne ein Chaos anzurichten!“ keifte sie direkt los. Anna sah sie an. „Frau Schrankmann, falls es Ihnen entgangen ist. Kranich und Gerkhan sind in der Hand dieser Verbrecher. Sie sind vielleicht sogar schon tot. Sollten Sie noch einmal über meine beiden besten Beamten derart herziehen, werde ich mich bei Ihrem Vorgesetzten beschweren.“ Gab sie leise drohend von sich. Schrankmann sah sie pikiert an. „Ach… warum wurde ich nicht direkt informiert? Was denken Sie eigentlich muss noch passieren? Ich werde die beiden suspendieren! Die werden auf eine einsame Insel versetzt, sobald sie wieder da sind!“ ging das Gezeter der Staatsanwältin weiter. Anna schüttelte den Kopf. „Ganz genau sobald sie wieder da sind…. Frau Schrankmann. Ich weiß nicht wer Sie informiert hat, aber derzeit sind wir dabei heraus zu finden, wer Berger und Kaufmann zur Flucht verholfen hat. Wir werden es herausfinden und dann gnade demjenigen Gott, werde ich keine Gnade walten lassen. Und solange sollten Sie sich erst einmal zurück halten.“ Anna war wütend und man merkte es nicht nur ihrer Stimme an. Auch die Gestik sagte deutlich was sie von den Vorwürfen der Staatsanwältin hielt.

    Nachdem die Staatsanwältin das Büro von Anna verlassen hatte, hielt Anna die Hände vors Gesicht und stieß ein leises Stöhnen aus. „Warum kann die Frau sich nicht einfach mal raushalten?“ fragte sie leise. „Ähm… Chefin?“ holte Hartmut sie aus ihren Gedanken. „Hartmut… Sagen Sie mir bitte, dass Sie etwas gefunden haben.“ flehte Anna. Doch Hartmut schüttelte den Kopf. „Es tut mir Leid. Alles was ich herausgefunden habe, waren die Kennzeichen. Die Personen mit Ausnahme der Frau waren völlig unscharf. Das gilt auch für die Bilder.“ Gab Hartmut selbst von seiner Leistung enttäuscht zu. Anna nickte. „Sie haben es immerhin versucht.“ meinte Anna tröstend. Hartmut nickte zwar, aber man sah ihm sein schlechtes Gewissen an. „Chefin… ich würde gern mehr machen. Haben wir denn irgendeine Nachricht von Semir oder Tom? Ich meine nach dem was Tom gerade durchgemacht hat und… ich …“ gab Hartmut von sich. Sorge war in der Stimme deutlich zu hören. „Nein… leider nicht. Hartmut Sie sollten sich nun ausruhen. Mehr als das, was Sie getan haben konnten Sie nicht tun. Ich werde Sie unterrichten, wenn ich etwas weiß.“ tröstete sie ihn. Hartmut nickte und verließ mit gesenktem Kopf die PAST.

    Semir und Lorenz kamen am Haus an. Lorenz nickte Tobi der soeben aus dem Haus kam zu und zeigte nach hinten. Tobi nahm die Taschen, während Lorenz sich um Semir kümmerte. „So... du gehst jetzt wieder zu Frau und Kind. Sei friedlich und es passiert nichts.“ warnte er ihn. Semir nickte nur. Tobi kam kurz nach ihnen ebenfalls zu ihm. „so... das hast du sehr gut gemacht.“ lachte er. Semir sah ihn an. „Dürfen wir jetzt gehen?“ fragte er. Tobi lachte. „Ja sicher... sobald wir weg sind. Ein wenig Vorsprung müssen wir schon haben, meinst du nicht? Ich bringe dich jetzt zu deiner Frau und dann dürft ihr etwas schlafen. Ich möchte nämlich nicht, dass du Krach schlägst. Lorenz! Pack alles in den Wagen!“ befahl er seinem Komplizen zu stieß Semir zu den Raum wo Andrea und Aida waren. Semir ging langsam vor. Er glaubte nicht, dass dieser Mann sie laufen lassen würde. Vermutlich wird er das Schlafmittel so dosieren, das sie nie wieder aufwachen. „Woran denkst du gerade?“ fragte er. Semir antwortete nichts. Tobi stieß ihn an. „Sei ja friedlich, hörst du?“ warnte er ihn. Semir nickte und drehte sich wieder um. Tobi und er waren allein und damit wäre es gut möglich ihn zu überwältigen. Dann konnte er Ben informieren und sich abholen lassen. „Na los! Ich hab nicht den Abend zeit!“ fauchte ihn der Mann an und stieß ihn vorwärts. Semir tat als stolpere er und wie er sich dachte versuchte der Mann ihn festzuhalten. Darauf hatte Semir gewartet. Er drehte sich um die eigene Achse und schlug dem Mann die Waffe aus der Hand. Er war so erschrocken, dass er nicht zurück wich. Semir schlug ihn mit einem Handkantenschlag bewusstlos. Der Mann streckte sich. Semir durchsuchte die Taschen und fand den Schlüssel für die Türen. Er nahm das Handy und wählte Ben an. „Ben! Ich hab ihn überwältigt. Ich bringe Andrea und Aida hier raus. Du musst mich nur abholen!“ schrie er hektisch und rannte durch den Gang zum Raum wo Andrea und Aida waren. „Wir sind schon unterwegs!“ hörte er Ben noch sagen. Er schloss die Tür auf und sah seine Frau mit dem Kind auf dem Bett sitzen. „Andrea! Komm....wir müssen weg!“ rief er ihr entgegen. Andrea nahm Aida hoch und sie wollten gerade raus, als Semir einen Wagen hörte. „Verdammt!“ flucht er und sah sich gehetzt um. Ein Fenster was nicht vergittert war schien der einzige Weg und Andrea und Aida raus zu führen. Er sah seine Frau an. „Los aus dem Fenster! Schnell!!“ stieß er aus und half Andrea.

    Lorenz ging ins Haus und brachte die Taschen mit den Einkäufen in die Küche. „Mann... die drei fressen uns die Haare vom Kopf. Hast du mit dem Bullen telefoniert?“ fragte er durch die Räume. Er war irritiert als er keine Antwort bekam. „Tobi? Wo steckst du?“ fragte er und ging die Räume durch. Irgendetwas stimmte hier nicht. Er zog seine Waffe und schlich langsam vorwärts. Als er die Treppe zum Keller runter stieg sah er sofort das die Tür zum Raum wo die Frau und das Kind waren offen stand. „Verdammt!“ fluchte er leise und ging hin. Doch er hatte noch keine zwei Schritte nach der Treppe gemacht, als man ihm einen Gegenstand in die Rippen drückte. „Ganz ruhig!“ warnte ihn jemand. Lorenz erkannte die Stimme von Semir. „Wie bist du denn raus gekommen?“ fragte er verdutzt. „Dein Freund hat mich raus gelassen. Und nun ist er eingesperrt. Waffe weg!“ forderte Semir. Lorenz nickte und warf die Waffe auf den Boden. „Sehr schön.... so und nun sagst du mir wo wir hier sind.“ forderte Semir ihn auf. Doch Lorenz lachte nur. „Meinst du, du kommst von hier weg?“ fragte er höhnisch. „Vermutlich habe ich eine bessere Chance als du...“ gab Semir zurück. „Los! Rein da!“ befahl er. Lorenz tat ein paar Schritte und ging in den Raum. Semir schlug die Tür zu und verschloss sie.

    30.10.2008 (letzte Folge der Staffel)

    Begraben

    Als Ben auf seinem morgendlichen Weg zur PAST auf der Autobahn abgedrängt und nach einem Crash entführt wird, findet Semir einen direkten Zusammenhang zu dem Gefängnisausbruch von Wolf Mahler in der vergangenen Nacht und einem Fall, den Ben vor seiner Zeit bei der Autobahnpolizei betreut hat.

    Melanie Mahler, die Ex-Frau des flüchtigen Schwerverbrechers, sagte seinerzeit auf Druck Bens gegen ihren Mann aus. Die Verhaftung ging schief, Wolf nutzte Tochter Anna als lebenden Schutzschild. Ein Querschläger tötete das Mädchen und Wolf ging hinter Gitter. Seit dieser Zeit lebt Melanie unter falschem Namen im Zeugenschutz. Jetzt will Wolf seine Frau wiederfinden und glaubt über Ben an sie heranzukommen....

    Quelle RTL

    Ich bin ja immer wieder erstaunt woher du all diese tollen Ideen hast ?(...wieder was Neues...Tom denkt Semir wäre tot und wird drogenabhängig gemacht...zuerst wurde Russisches Roulette gespielt... Du lässt dir immer wieder neue Sachen einfallen um unsere Helden zu quälen und das bei schon so vielen Stories...toll! :thumbup:
    Aber...eigentlich gefällt mir dieser Plan gar nicht...:S Hoffentlich wird er nicht wahr... 8o

    Super Harmut! Es gibt halt nichts, was er nicht schafft. :D :thumbup:

    Danke Katrin... ich weiß auch nicht woher diese Ideen immer kommen. Nun ja... Ich versuche mein Bestes und immer wenn ich mich ärgere, ups... hab ich ja schon oft gesagt.... den Rest kennt ihr ja... Übrigens ich denke mal bis zum nächsten Jahr schaffe ich es meine 100. Story zu veröffentlichen. Ich glaube.. ich sollte doch mal einen Verlag anschreiben und eine Krimiserie schreiben.... oder ein Krimibuch... Natürlich ohne unsere Helden, denn die darf ich ja nicht nutzen... mal sehen

    So da alle so fleißig in ihren Storys schreiben setze ich auch noch etwas ein. Besonders für Jenny... nicht dass sie die ganze Woche sich nich konzentrieren kann....

    Julius kam zufrieden mit Sylvie herunter und sah Jacko an. „Und?“ fragte dieser. „Du hast Recht…. Sie ist absolute Spitzenklasse.“ grinste Julius zufrieden. „Was hast du mit Kranich vor?“ wollte Jacko wissen, als Julius sich seine Zigarette ansteckte. „Oh... ganz einfach. Er wird zusehen, wie wir seinen Freund erschießen. Zumindest wird er das glauben. Gerkhan bekommt eine Schutzweste an und du wirst auf ihn schießen. Er verliert durch den Aufprall der Kugeln sicher das Bewusstsein. Kranich wird denken er ist tot. Und ab da werden wir anfangen ihn an die Nadel zu bringen. Er wird uns dankbar sein, für jeden Schuss den er von uns bekommt. Und danach werden wir mit Gerkhan, der dann ja „tot“ ist an einen Rastplatz fahren und ihn ablegen. Irgendjemand wird ihn schon finden. Kranich kann das Schauspiel ansehen und dann ist es um ihn geschehen.“ gab Julius seinen Plan bekannt und blies den Rauch durch die Nase aus. Jacko zog die Schultern hoch. „Gerkhan wird uns jagen. Wir müssen ihn wirklich erschießen. Wenn der rausbekommt, wo wir sind, dann....“ gab er seine Bedenken durch. Julius lachte laut. „Na... der wird gar nicht wissen wo wir sind. Er braucht sicher eine Zeit, bevor er wieder zu sich kommt und diesen Zeitraum können wir ja auch verlängern.“ meinte Julius achselzuckend.

    Semir saß in seinem Kellerraum. Er war zwar nicht gefesselt, aber er hatte bereits festgestellt, dass er die Tür nicht allein öffnen konnte. Seine Hände zitterten immer noch von dem perfiden Spiel was Kaufmann und Berger mit ihm und Tom gespielt hatten. Russisches Roulette. Doch Berger hatte geblufft. Es waren keine Kugeln in den Kammern. Bei jedem Abdrücken hatte Semir große Angst. Würde es nun ihn erwischen, oder Tom? Für Berger und Kaufmann war es ein belustigtes Spiel. Als sie zum achten Mal den Revolver an die Schläfe gehalten bekamen, versuchten sie sich zu äußern, doch das Klebeband verhinderte es. Berger genoss die Angst der Polizisten. Er spürte Hunger und Durst. Seit sie hier waren hatten sie nichts bekommen. Dann hörte er wie die Tür geöffnet wurde und sein Körper spannte sich. Kaufmann kam mit einem Tablett hinein. Semir roch Kaffee. „Hier iss!!“ blaffte Kaufmann ihn an. Semir stand langsam auf und versuchte das Zittern zu verbergen. Doch Kaufmann fiel es natürlich auf, als er die Tasse nahm. „Na…. Flattern die Nerven immer noch?“ fragte er grinsend. Semir antwortete nichts und aß das Brötchen, was daneben lag. Kaufmann wartete bis er fertig war. Dann verließ er den Raum wieder.

    Hartmut bearbeitete in Zeitlupe Bild für Bild durch. Er schien ziemlich verzweifelt, denn das Video war extrem verwackelt. Doch er schaffte es das Kennzeichen sichtbar und vor allem erkennbar zu machen. „Endlich!“ stieß er aus und machte ein Standbild. Dann vergrößerte er das Kennzeichen und druckte es aus. Jetzt brauchte er nur die Bilder von den Personen schärfer zu machen und dann konnte man direkt fahnden. Das war relativ einfach, denn die Bilder waren besser, als er es vom LKA gehört hatte. Drei Gesichter waren eindeutig zu erkennen. Hartmut packte alles zusammen und fuhr zur PAST um Anna Engelhard das Ergebnis seiner Arbeit zu präsentieren. Nur fünfzehn Minuten saß er Anna gegenüber. „Chefin! Ich hab es geschafft!“ sagte er und hob stolz die Brust hervor. Anna nahm die Bilder und sah sie sich an. „Super... Ich wusste dass Sie es schaffen, Hartmut.“ Lobte sie den Techniker. „Ja sicher... ich meine.... ich habe alles versucht. Leider ist nicht mehr herausgekommen.“ kam fast entschuldigend von Hartmut. „Na es ist mehr als vom LKA zu erwarten war. Okay... die Bilder werden von Petra durch den PC gejagt und dann hoffe ich, das wir außer Berger und Kaufmann noch die anderen in der Kartei haben. Das Kennzeichen lassen wir überprüfen. Sie Hartmut legen sich jetzt mal ne Weile hin. Sie sind ziemlich müde.“ Gab Anna bekannt und erhob sich. Hartmut nickte. „Ja.... es waren ein paar Stunden und ich könnte eigentlich noch weiter machen...“ begehrte Hartmut auf. Doch ein Blick von Anna ließ ihn verstummen und er nickte nur. „Gut... ich fahre heim.“ sagte er und verschwand. Anna sah auf die Uhr. Es war drei Uhr nachts, doch weder sie noch Petra dachten an Schlafen. Sie wollten beide alles möglich machen, um Semir und Tom aus den Fängen des Teufels zu befreien.

    Auch Tom saß in seinem Raum und wartete. Er allerdings hatte die Augen geschlossen und versuchte Ruhe zu finden. Die Tür ging auf und Tom sah den Mann, der ihn und Semir hier festhielt. „Wo ist Semir?“ fragte er leise. Berger lachte. „Gut aufgehoben. Hier iss!“ befahl er. Tom stand auf und aß. Er trank das Wasser und spürte einen bitteren Geschmack. „Ist auch nicht mehr ganz frisch, was?“ fragte er. „Schmeckt es nicht? Wir können die Versorgung auch ganz einstellen.“ meinte Berger warnend. Tom schüttelte den Kopf und aß schweigend weiter. „Wo ist Semir? Bitte… ich will mit ihm reden.“ versuchte Tom es erneut. Doch Berger schüttelte den Kopf. „Es wäre nicht gut wenn ihr mit einander redet. Deshalb wirst du hier bleiben. Dein Freund ist ebenfalls gut untergebracht. Ich hab noch eine ganze Menge vor mit dir und deinem Freund. Nur keine Sorge… ihr werdet euch nicht langweilen.“ versprach Berger und verließ, nachdem Tom gegessen hatte den Raum wieder. Tom stand langsam auf. Er rüttelte an der Tür, doch diese war natürlich verschlossen. „Semir!“ rief er erneut. Verzweiflung machte sich breit.

    Weißt du was ich mich frage katrin?

    Ob das wo du jetzt aufgehört hast, tatsächlich so gut für Jenny ist. Ich meine eine wirkliche Erholung ist das ja nun nicht... Die arme Jenny... die muss jetzt eine ganze Woche warten bis sie weiterlesen kann. Aber stört mich irgendwie überhaupt nicht... :D

    irgendwie hab ich das gefühl jetzt fliegen sie auf....zumindest tom.....

    Na ich sehe eher das Semir auffliegt. Einstecken musste er ja schon genug... Und irgendwie war es unfair was Tom gemacht hat... lässt er Semir einfach verprügeln.... wenn sich unser kleiner Held dafür mal nicht rächt.... super geschrieben.... absolute Spitzenklasse

    Fink kam an der Adresse an. Doch bei Holzmann war natürlich niemand zuhause. Er ließ die Tür aufbrechen und durchsuchte die Wohnung. Auf dem Tisch lagen einige Pläne. Fink entdeckte sofort, dass es ein Abschnitt der Autobahn war, auf dem der Überfall verübt wurde. Vermutlich sogar die Stelle, an der es geschah. Der Plan war bis ins Detail ausgefüllt. Er sah einige Autos auf denen Namen standen. Sylvie, Stefan, Wolfgang und noch andere Namen. Ein Wagen in der Mitte dort stand nur Ziel. Sylvie….? Sylvie…..? Der Name sagte Fink etwas. Er rollte den Plan zusammen und fuhr zu Anna zurück. Es schien doch dass die Kollegen der Autobahnpolizei sich als nützlicher erwiesen, als er es gedacht hatte. Ohne anzuklopfen stürmte er ins Büro der Chefin und stand plötzlich zwei Frauen gegenüber. „Frau Engelhard! Ich hab was….Oh…. Entschuldigung.“ Stammelte er verlegen. „Herr Fink… das ist Frau Gerkhan. Sie wollte wissen, ob wir etwas haben um ihren Mann aus den Klauen dieses Verbrechers zu befreien.“ Stellte Anna Andrea vor. „Fink… LKA. Frau Gerkhan… wir werden alles nur Mögliche tun, um die beiden Beamten da heraus zu holen. Sie sollten nach Hause fahren und auf unseren Anruf warten…“ gab Fink fadenscheinig von sich um die „Zivilistin“ zu beruhigen. Doch da war er bei Andrea an der falschen Adresse. „Herr Fink… ich war lange genug selbst hier in der Dienststelle tätig um genau das zu wissen. Natürlich wird alles getan, aber ich habe ein Recht hier zu sein. Hier ist nämlich ein Großteil meiner Familie, verstehen Sie?“ fauchte sie ihn wütender an, als sie eigentlich wollte. Fink zuckte zusammen. „Also wenn das so ist… ich meine… trotzdem würde ich mit Frau Engelhard etwas Dienstliches besprechen.“ erklärte Fink. Anna lächelte. „Wir haben keine Geheimnisse vor Frau Gerkhan. Was ist das?“ wollte Anna wissen und deutete auf den Plan in seiner Hand. „Nun das ist scheinbar ein Ablaufplan des Überfalls. Hier sehen Sie.“ sagte er und breitete den Plan am Tisch aus. Auch Andrea warf einen Blick darauf.

    Julius saß auf dem Sofa und genoss seine Havanna-Zigarre. Jacko sah ihn an. „Das tat gut.“ stieß er zufrieden aus. Er küsste Sylvie die ziemlich zerzaust in seinen Armen lag. Julius lachte. „Hattet ihr Spaß?“ fragte er. Jacko nickte. „Ja… es hat ziemlich lange gedauert, aber es hat sich gelohnt.“ gab er zu und küsste Sylvie. Julius richtete sich auf. „Sylvie… wenn du nichts dagegen hast, würde ich auch gern mal… du weißt schon…“ lachte er. Sylvie sah zu Jacko und dieser nickte. „Gönne es ihm doch.“ meinte er. Sylvie nickte und verschwand mit Julius. „Ich werde mich noch mal um unser anderes Problem kümmern. Jetzt wo ich wieder so zufrieden bin, kann ich es genießen.“ gab Jacko von sich und erhob sich. „Sei aber nicht zu grob. Ich will nicht noch mehr Dreck hier haben.“ lachte Julius auf der Treppe. Sylvie zog ihn regelrecht ins Schlafzimmer. „Na dann mach dich mal auf etwas gefasst, alter Mann. Ich bin sehr anspruchsvoll.“ schnurrte sie wie ein Kätzchen. „Und ich bin nicht Alt. Aber das wirst du gleich erfahren. Ab ins Körbchen.“ gab Julius wieder und verschloss die Zimmertür.

    Jacko grinste nur. Dann ging er die Stufen zum Keller hinunter. Er und Julius hatten sich bereits abgesprochen wie es nun weiter gehen sollte. Sie wollten so schnell es ging die Geschäfte wieder aufnehmen. Er öffnete im Keller eine Geheimtür und betrat einen Raum, der steril gehalten schien. In diesem Raum waren einige Leute in weißen Anzügen damit beschäftigt weißes Pulver in Tüten abzufüllen. Der Drogenhandel konnte schon bald wieder florieren. Jacko sprach mit einem der Leute und ließ sich etwas von dem weißen Pulver geben. Er nahm es und verschwand wieder. Kurz darauf war er in der Küche und tat das Pulver in eine Flasche mit Wasser. Er wartete bis es aufgelöst war. Dann setzte er sich ins Wohnzimmer und wartete auf Julius. Er sah auf die Uhr. Gerade mal eine halbe Stunde war vergangen, als er und Sylvie nach oben gegangen waren. Jacko nahm sich eine Zigarre und blies den Rauch in Ringen durch die Luft.

    Hartmut sah sich das Video Sequenz für Sequenz an. Er spulte vor und zurück, machte Standbilder und vergrößerte sie am PC und verwarf sie wieder. Nach vier Stunden schloss er erschöpft die Augen und schüttelte den Kopf. Die Leute vom LKA hatten Recht, die Aufnahmen waren eine Katastrophe. Doch so einfach wollte er nicht aufgeben. Es musste möglich sein, die Qualität zu verbessern. Irgendwie etwas herausfiltern. Gesichter oder Kennzeichen. Irgendwas. Plötzlich machte es klick. Er hatte doch kürzlich ein Programm bekommen, womit man Videos digitalisieren konnte und eine Bildqualität in bester Auflösung bekam. Er kramte etwas und hatte es in der Hand. Schnell war es installiert und er ließ das Video durch das Programm bearbeiten. Es dauerte ziemlich lang und in der Zeit machte Hartmut sich über die Fotos her. Er nahm eine Lupe und sah sich jede Person auf dem Foto an. „Wieso hat der denn keine Digitalkamera benutzt, verdammt…“ fluchte er leise. Die Zeit flog dahin. Er wusste genau, dass Engelhard sich auf ihn verließ und sie wusste dass er nichts unversucht lassen würde, Ergebnisse zu bekommen, die niemand für möglich hielt. Er scannte die Bilder in den PC und besah sie sich in einer vielfachen Vergrößerung an. Doch es war nichts zu sehen. Hartmut spürte Wut aufsteigen. Er wollte sich nicht auslachen lassen. Er würde etwas finden. Egal wie lange es dauerte.

    Lorenz sah auf die Uhr. Er wartete schon zehn Minuten auf den Bullen und dieser schien sich fest zu quatschen. Er nahm sein Handy und rief Tobi an. „Hör mal... ich glaube unser Freund brauch noch einmal eine Ermahnung.“ sagte er durch. „Warum?“ wollte Tobi wissen. „Weil er nicht raus kommt. Er ist schon fast 12 Minuten drin und bisher ist nichts von dem Koks zu sehen.“ erklärte Lorenz. „Gut... ich rufe ihn an.“ hörte er Tobi sagen und beendete das Gespräch. Nur fünf Minuten später sah er den Polizisten aus dem Gebäude kommen. Er trug zwei große Taschen und kam zu ihm. Die Taschen lud er auf den Rücksitz des Autos und setzte sich selbst auf den Beifahrersitz. „Warum hat das so lange gedauert?“ herrschte Lorenz ihn an. Doch der Polizist antwortete nicht. Lorenz fuhr los. Er sah den Mann an, dessen Familie in ihrer Gewalt war. „Und warum hat es so lange gedauert?“ wiederholte er seine Frage. Wieder schwieg der Polizist und sah nur aus dem Fenster. „Bist nicht gerade gesprächig...“ lachte Lorenz nur. Er sah in den Rückspiegel. Doch auch hier schien alles okay zu sein. „Hast du deine Kollegen informiert?“ fragte er auf einmal und bemerkte dass der Polizist zusammen zuckte. „nein....“ sagte er dann leise. „Sehr brav. Das ist auch viel Besser glaube mir. In zwei Stunden dürfen du und dein Frau und deine Tochter in Urlaub fahren.“ lachte Lorenz leise. „Ja sicher....“ meinte der Polizist nur.

    Anna sah Ben an. „Na dann wollen wir mal.“ sagte sie nur. Ben war etwas verwundert. „Was denn?“ fragte er irritiert. „Nun... Semir ist weit genug entfernt. Wir können ihn jetzt orten ohne ihn zu gefährden.“ lächelte sie ihn an. Ben nickte. „Ja und was machen wir jetzt? Ich meine wenn wir jetzt da auflaufen, dann werden sie ihn und seine Familie als Geisel nutzen.“ gab er zu bedenken. Anna nickte. „Damit müssen wir rechnen. Wir warten bis diese Leute abziehen, denn das werden sie, da ist Semir sich ganz sicher. Vermutlich lassen sie ihn mit Andrea und Aida zurück und verziehen sich. Allerdings hat er wenig Hoffnung, dass sie dann noch leben. Wir greifen zu, sobald die sich in Sicherheit wiegen. Anschließend können die drei dann ihren Urlaub antreten, wie sie es vorhatten.“ gab sie lächelnd zurück. Ben nickte anerkennend. „Nun dann werde ich mir Annika vornehmen. Sie kann uns sicher verraten wohin die fahren.“ sagte er nur. Anna nickte. „Also gut... in fünf Minuten brechen wir auf.“ bestimmte sie. Ben ging zu Annika, die immer noch im Verhörraum saß.

    Anna ging in ihr Büro und rief Alexander Hoffmann an. „Alex… Anna hier. Würdest du mir noch einmal helfen?“ fragte sie zaghaft an. „Wer? Immer noch Semir? Habt ihr ne Spur`?“ wollte er sofort wissen. „Ja und nein. Wir wissen wo er und seine Familie festgehalten werden, aber die Staatsanwaltschaft ist wie immer gegen einen Einsatz…“ erklärte Anna. Sie hörte Alex leise lachen. „Anna… du kannst auf mich und meine Jungs zählen. Wenn die Schranke mich irgendwie zur Verantwortung ziehen will, weil ich meinen Job gemacht habe… soll sie es dann tun, wenn ich ihn und die Familie gerettet habe.“ gab Alex bekannt. „Wo treffen wir uns?“ fragte er weiter. „Sobald ich die Anschrift habe, melde ich mich. Danke Alex…“ sagte Anna zum Schluss und legte auf.

    „Annika bitte,…. Die Straße wie lautet die Anschrift?“ fragte Ben. Annika sah ihn an. „Bekomme ich Straffreiheit zugesprochen?“ wollte sie wissen anstatt ihm zu helfen. Ben stand auf und beugte sich zu ihr. „Ich kann Ihnen Prügelfreiheit zusprechen, wenn Sie mir endlich verraten, wo Ihr Bruder meinen Partner und seine Familie festhält. Wenn nämlich nicht, dann vergesse ich meine gute Erziehung wo man mir beigebracht hatte eine Frau nicht zu schlagen, ist das angekommen?“ fauchte Ben sie an. Annika zuckte zusammen. „In der Algebrastrasse-9 in Neuss…“ stammelte sie ängstlich. Ben grinste sie an. „Geht doch…“ dann verschwand er zu Anna und gab ihr die Adresse durch. „Wir fahren umgehend hin. Alex ist dabei.“ sagte Anna und ließ Annika von Dieter und Hotte in die Arrestzellen bringen. Dabei gingen sie nicht gerade sanft mit der Frau um, aber Anna sagte nichts.