Beiträge von Elvira

    alles klar... stimmt. Wo jetzt die kalte Zeit immer näher kommt, da hat mann bzw. Frau wieder mehr zeit.... meine Schreibküche ist eh immer voll.... aber Platz ist immer da. Und damit die Leser nichts davon erfahren worum unsere Story handeln wird, werden wir uns via PN austauchen.... ;)

    Ich freu mich schon drauf.... Und Gedanken machen.... ist ja nie verkehrt. :D

    „Man hat ihm Heroin gespritzt? Oh Gott…“ stieß Anna erschrocken aus. „ Nun ja, der Körper kämpft dagegen an. Die Frage ist nur, wie lange er braucht. Ich vermute dass einige Tage vergehen. Wir können ihn nur dabei unterstützen, indem wir seine Werte überwachen. Kreislauf stabilisieren…. Mehr leider nicht.“ meinte der Arzt. In diesem Augenblick wurde das Bett mit Semir aus dem Raum geschoben. Er war blass und der Kopf war bandagiert. Tiefe Ringe lagen um die Augen, dessen Augäpfel sich unter den geschlossenen Lidern heftig bewegten. „Semir!“ rief Andrea und ging direkt zum Bett. Sie streichelte das Gesicht ihres Mannes und ließ den Tränen freien Lauf. „Semir….Bitte….“ weinte sie herzzerreißend. Anna sah den Arzt an. „Haben Sie etwas für sie? Ich befürchte, dass sie sonst zusammenklappt.“ fragte sie besorgt. Der Arzt nickte. „Lassen Sie Frau Gerkhan hier. Sie kann im Zimmer ihres Mannes bleiben. Die Schwestern werden sich um sie kümmern.“ meinte er und sah ebenfalls sorgenvoll auf Andrea. „Danke…“ meinte Anna leise und drückte dem Arzt die Hand. Anschließend ging sie zu Andrea. „Andrea…kommen Sie mal bitte?“ fragte sie. Andrea nickte. „Sie können hier bei Semir bleiben. Er braucht Sie jetzt. Ich habe mit dem Arzt gesprochen und Semir wird in einem Einzelzimmer untergebracht. Man wird für Sie ein Bett hineinstellen.“ erklärte Anna und sah die Sorge die Andrea fast zerfraß. „Danke…Chefin…“ kam leise von Andrea und dann musste sie plötzlich lachen. „Chefin…ich meine Frau Engelhard…“ Anna nickte. „Schon gut… Er schafft es. Daran müssen Sie glauben. Ich bin für Sie da.“ meinte sie nur und merkte, dass sie selbst mit den Tränen zu kämpfen hatte. Andrea verschwand zu Semir und Anna ging zu Fink, der immer noch mit Petra unten am Ausgang stand.

    „So und nun werden wir alles tun, um Tom zu finden. Wer weiß dass diese Schweine mit ihm vorhaben. Und eins sage ich Ihnen, Fink…. Mir ist egal was Schrankmann sagt, oder will. Ich werde die Suche nicht einstellen. Mit oder ohne Ihre Hilfe.“ Fauchte sie ihn an. Fink sah sie entsetzt an. „Frau Engelhard… ich … ich meine… ich bin auf jeden Fall dabei.“ Empörte er sich und suchte nach den richtigen Worten. Anna sah ihn an. „Ja…sicher. Entschuldigung. Ich nehme Ihre Hilfe sehr gerne an. Petra… Sie werden die Akten durchgehen! Irgendwo muss ein Hinweis sein, wo Tom festgehalten wird. Fink! Sie werden Ihre Drogenkontakte aufsuchen und dort nachforschen. Es wird sicher den einen oder Anderen geben, der mehr weiß!“ gab sie die Befehle. „Was ist mit Andrea?“ wollte Petra wissen. „Andrea bleibt bei Semir.“ gab Anna bekannt. Fink und Petra nickten. Dann fuhren sie alle zur PAST zurück Dort angekommen wurden sie direkt von Hotte, Dieter und den anderen Kollegen mit Fragen überfallen und Anna musste ein Machtwort sprechen. Sie erklärte den Kollegen das Semir gefunden wurde und dieser ohne Bewusstsein im Krankenhaus lag, dass Tom verschwunden war und es keine weitere Spur gab. Aber dass sie alle mithelfen sollten Tom zu finden.

    Andrea saß am Bett von Semir. Dieser lag im Tiefschlaf. Keine Reaktion auf ihre Stimme. Sie erzählte was sich zutrug, während er dort lag und schlief. „Die Chefin hat derzeit sehr viel zu tun. Es sind gerade so viele Drogen im Umlauf. Eine neue Partdroge ist auf dem Markt und die jungen Leute nehmen sie ohne zu wissen, was sie damit ihrem Körper antun. Semir… du musst wach werden. Du musst doch die Welt retten. Bitte…Ich liebe dich.“ Andrea versuchte die Tränen zurück zu halten. Plötzlich spielten die Apparate verrückt. Es piepte und Andrea sprang erschrocken auf. „NEIN! SEMIR!! Nicht….bitte…“ flehte sie und weinte laut los. Die Tür wurde aufgemacht und Ärzte kamen herein. Eine Schwester zog Andrea zur Seite und kümmerte sich um sie, während die Ärzte die Funktionen von Semir überprüften. Sie riefen durcheinander und er bekam Medikamente in den Tropf.

    „Er lebt noch! Rufen Sie die Rettung an!“ rief Anna Fink entgegen und löste bei Semir die Fesseln und das Klebeband. „Semir? Hören Sie mich? Semir!“ sprach Anna auf die leblose Person ein. Doch Semir schien nichts mitzubekommen. Anna drehte ihn vorsichtig um und sah die klaffende Platzwunde am Kopf. Das Blut war bereits getrocknet. Sie untersuchte ihn mit Blicken und bemerkte die Schutzweste. Sie stutzte. Was hatte das zu bedeuten? fragte sie sich. Nervös sah sie zu Fink der tatenlos daneben stand. „Wo bleiben die denn?“ fauchte Anna wütend. „Die sind sicher gleich hier….!“ versuchte Fink sie zu beruhigen. „Semir? Kommen Sie schon…machen Sie doch die Augen auf….Wo ist Tom?“ fragte Anna. Von Semir kam keine Reaktion. Anna fühlte sich völlig hilflos Dann endlich, nach einer ihr unendlich dauernden Zeit hörte sie das Martinshorn. Nur wenig später stand der Notarzt bei ihr und untersuchte Semir. „Sofort in die Klinik!“ befahl er, ließ Semir auf die Trage legen und wollte direkt einsteigen. „Was ist denn los mit ihm?“ wollte Anna wissen. Der Arzt drehte sich zu ihr um. „St. Marien… dort alles weitere. Er muss sofort in die Klinik.“ sagte er nur und schon war er wieder verschwunden. Anna rannte zum Wagen und sah Fink an, der nun auf dem Beifahrer saß. „So ab ins Hospital…“ sagte sie und fuhr hinter dem Krankenwagen her.

    Auf den Weg ins Krankenhaus rief Anna Andrea und Petra an, damit diese sich ebenfalls zum Krankenhaus begaben. Als sie dort ankam, standen beide bereits vor der Tür. „Wie geht es ihm? Ist Tom auch bei ihm? Wo ist er denn?“ wurde sie direkt mit Fragen bombardiert. „Andrea, Petra… ich weiß es nicht. Es ist nur Semir und er scheint in tiefer Bewusstlosigkeit zu liegen. Tom ist weiterhin verschwunden. Wir müssen warten, bis Semir wach ist und uns sagen kann was passierte. Wollen Sie mitkommen?“ fragte Anna und sah Andrea an. Diese nickte. „Ja… ich will zu ihm..“ wieder weinte Andrea. Ihre Hand zitterte. Anna nahm sie in den Arm und ging mit ihr zur Notaufnahme. Dort mussten sie eine lange Wartezeit in Anspruch nehmen. Alle fünf Minuten sah Anna und auch Andrea auf die Uhr. „Warum dauert das denn so lange? Was wenn er nun doch…?“ stellte Andrea die bange Frage. Anna verstand sie natürlich und bedauerte, dass sie Andrea diese Angst nicht nehmen konnte. Sie selbst machte sich große Sorgen um ihren Beamten. Dann endlich kam der Arzt. „Frau Engelhard?“ fragte er und sah auch Andrea an. „Das bin ich! Das hier ist Frau Gerkhan… wie geht es ihm?“ wollte Anna wissen. „Nun die Verletzungen sind nicht so schlimm. Er hat Prellungen im Brustbein und ich würde glatt behaupten, dass auf ihn geschossen wurde. Der Aufprall der einzelnen Kugeln ist deutlich zu sehen. Er müsste eine Schutzweste getragen haben, denn sonst wäre er vermutlich tot und läge hier im Keller.“ erklärte der Arzt. „seine Platzwunde am Kopf wurde geklammert. Er hat eine Gehirnerschütterung und das heilt sicher. Allerdings….“ Der Arzt stockte in seiner Aufzählung. Anna sah ihn erschrocken an. „Allerdings??“ fragte sie nach. „Nun ja… bitte nehmen Sie mir die Frage jetzt nicht übel. Aber kann es sein, dass Ihr Kollege drogenabhängig ist?“ wollte er wissen. „Drogenabhängig? Nein? Das ist doch absurd!“ empörte sich Andrea wütend. „Das kann nicht sein.“ meinte auch Anna. „Warum fragen Sie das?“ Der Arzt lächelte sie an. „Wir haben im Blut eine erhebliche Menge an Heroin festgestellt. Bei sehr labilen Personen so groß, dass man es durchaus den goldenen Schuss nennen kann.“ gab er sein Ergebnis bekannt.

    Die Folge ist ja wohl absolute Klasse. Nicht nur nur der Anfangsstunt. Ich finde es spitze, das viel mehr Bodystunts und Prügeleien stattfinden. Der Mord auf dem Bahnhof... ja ich erinnere mich... und auch an die Junkies... lol... Haben ihren Joint sogar mit Semir teilen wollen. Wie rücksichtsvoll :D

    Als Ben trauerte um seine Freundin fühlte ich regelrecht mit. Und den Schlag dem er den Herrn B o h m in die Fresse gab.... hutab ich hätte früher zugeschlagen. 8)

    Aber mein Favorit ist der nette Mörder Vasily. Ich hab mich noch nie so nett mit einem Mörder unterhalten, was wohl daran liegt, das ich keinen kenne :D

    Tom erwachte aus seinem Traum. „Semir?“ fragte er leise doch dann sah er die Bilder wieder vor sich. Er sah wie Semir unter Schüssen zusammenbrach. Nur gehalten von den Fesseln an den Händen. Semir war tot. Erschossen von Berger und Kaufmann. Erschossen! Erschossen! „NEIN!!!“ schrie Tom laut und versuchte die Erinnerung, die Gedanken von sich zu schütteln... „NEIN!!“ schrie er erneut und er ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Er bekam nicht einmal mit, dass die Tür sich öffnete und jemand in den Raum kam. „Na wer wird denn so traurig sein?“ fragte ihn Jacko. Tom sah ihn an. „Hey... ich hab was für dich. Beruhigt die Nerven.“ grinste Jacko ihn an. Tom antwortete nicht. Er wehrte sich nicht, als Jacko ihm die zweite Dosis setzte. Wieder driftete Tom in eine Welt, die ihm nur schönes vorgaukelte. Tom war es egal. Alles war besser als die Wirklichkeit. Jacko verließ den Raum wieder. Er traf auf dem Gang mit Sylvie zusammen die ihn müde ansah. „War es schön?“ fragte er und küsste sie. „Ja... aber anstrengend. Ich werde mich für eine Weile hinlegen.“ Sagte sie leise. Er nickte. „Soll ich mit, oder willst du allein in dem großen Bett sein?“ fragte er lächelnd. „du bekommst wohl nicht genug, was... aber du und Julius...ihr seid mir zu anstrengend. Lass mich bis heute Abend bitte etwas zu Ruhe kommen.“ grinste sie und verschwand.

    Der Tag ging zu Ende. Anna und Fink hatten das gesamte Grundstück abgesucht. Es war keine Spur zu finden. Nichts was darauf hindeutete, dass hier noch Leben war. Anna sah Fink an. „Verdammt… wir müssen endlich was finden. Wir müssen einfach“ stieß sie aus. Fink nickte „Leider ist hier nichts. Ich sagte ja bereits, das können wir uns sparen. Verdammt… ich würde alles tun, um diese Mistkerle wieder da hin zu bringen wo sie hingehören.“ grollte er. Anna holte tief Luft. „Mit Wunschdenken ist uns leider nicht geholfen. Wir fahren zurück.“ meinte sie und ging zum Wagen. Fink nickte „Gut… dann auf die Autobahn.“ kam resigniert von ihm. Anna sah ihn an. „Wenn ich mir die Gegend so ansehe, dann könnte sich ja vielleicht in der Nachbarschaft etwas abspielen. Vielleicht ist hier an der Landstraße ein Häuschen wo man sich verstecken kann, oder so? Hätten Sie etwas gegen eine längere Spritztour?“ fragte sie. Frank schüttelte den Kopf. „Nein… wir sollten es auf jeden Fall untersuchen. Welche Straße meinen Sie genau?“ wollte er wissen. „Nun die B9. Sie führt von hier bis nach Köln rein. Wir können in einem recht flotten Tempo hinfahren und uns die Gegend ansehen.“ schlug Anna vor. Fink war einverstanden. Nur wenig später fuhren sie auf der B9 in Richtung Köln. Die Strecke war ziemlich trostlos. Anna sah sich genau um. Und nachdem sie eigentlich schon aufgeben wollte, sah sie plötzlich etwas am Straßenrand liegen. „Fink… halten Sie an!!“ schrie sie auf einmal und Fink trat die Bremse. Noch bevor der Wagen stand war Anna draußen und rannte ein Stückchen zurück. Fink kam ebenfalls dazu. Er sah wie Anna sich über eine Person gebeugt hatte, die gefesselt und geknebelt am Straßenrand lag. Ein klammes Gefühl kam ihn ihm auf.

    Berger sah zu Kaufmann und nickte. „So... du gehst zu Kranich. Ich kümmere mich um unsere „Leiche““ lachte er Jacko an. Dieser nickte und verschwand. Berger löste die Fesseln an Semirs Händen und dieser sackte leblos zu Boden. Doch er wusste genau, dass er nicht tot war, sondern nur durch den Einschlag der Kugeln in die Weste das Bewusstsein verloren hatte. Es würde sicher noch ein paar Minuten dauern, bis er wieder zu sich kam. Er zog die Spritze, die Jacko vorbereitet hatte aus der Tasche und leerte den Inhalt in der Vene des Hauptkommissaren. „So... und nun ab ins Auto und weg mit dem Dreck“ lachte er leise, schulterte Semir und brachte ihn raus. Der Wagen stand direkt vor der Tür und Julius ließ den Polizisten in den Kofferraum fallen. Es interessierte ihn nicht im Geringsten, das der Mann mit dem Kopf an den Holm schlug. Für ihn war der Mann eh tot und damit brauchte es ihn auch nicht zu kümmern. Der Deckel schlug zu. Berger setzte sich ans Steuer und fuhr los. Da es recht früh war, war noch nicht viel los auf der Straße. Berger fuhr auf der B9 und hielt an einem kleinen Wäldchen was weit ab von der Stadt war. Selbst wenn er noch einmal zu sich kommen sollte, war es doch ziemlich ausgeschlossen, dass ihm jemand helfen wird. Diese Gegend war tot....

    Jacko verließ das Labor mit einer Spritze. Nur wenig später traf er mit Berger zusammen und sah ihn grinsend an und beide gingen in den Raum, wo Tom Kranich sich befand. Als sie den Raum betraten, sahen sie einen Mann, der scheinbar gebrochen war. Er hob den Kopf. Berger sah die Tränen in seinen Augen. „Na... wer wird denn gleich weinen...“ lachte er gehässig und trat hinter Tom. Er schon den Ärmel des Hemdes hoch und Jacko fing an den Arm abzubinden. Der Polizist ließ alles mit sich machen. Er wollte nicht mehr kämpfen. Jacko führte die Nadel ein und leerte den Inhalt. Dann sah er zu wie der Polizist in sich zusammensackte und mit einem dämlichen Grinsen die Augen schloss. „Viel Spaß!“ lachte er und nickte Berger zu. Wo hast du Gerkhan hingebracht?“ fragte er. Berger schüttelte den Kopf. „In einer einsamen Gegend an der B9. Bis er dort gefunden wird, haben wir Weihnachten und einen süchtigen Bullen in unseren Reihen.“ grinste Berger. Kaufmann nickte. „Und er wird alles tun, um an seinen Stoff zu kommen.“ gab er zufrieden von sich. Berger lachte. „Ich hoffe nur die Dosis in der Spritze für Gerkhan war hoch genug, dass er endlich krepiert.“ grollte er und ballte die Fäuste. „Nun... du kannst ja nachsehen und dich überzeugen.“ meinte Kaufmann nur und lehnte sich zurück. Sylvie kam herein. „Habt ihr zwei Lust auf etwas Besonderes?“ fragte sie und stellte sich aufreizend in den Türrahmen. Jacko und Julius sahen sich an, fingen an zu grinsen und nickten dann.

    „Chefin! Ich hab was. Hier… diese Sylvie hat in Dormagen ein Häuschen auf dem Lande. Die Adresse ist Dornsieferweg 48.“ rief Petra und sah Anna an. Fink sah auf und sein Blick wurde traurig.. „Dornsieferweg?“ fragte er erneut. Petra nickte. „Das können Sie vergessen. Das Gebäude darauf ist abgebrannt. Seit fast sechs Jahren. Da ist nichts mehr…“ gab er leise von sich. Anna sah ihn an. „Was wenn es unterirdisch ist?“ fragte sie. Fink sah sie an. „Sie meinen ein unterirdisches Labor? Und ein unterirdischer Wohnraum?“ irgendwie klang die Frage sehr skeptisch. Anna zuckte mit den Schultern. „Warum denn nicht? Wäre eine Möglichkeit…oder etwa nicht?“ stellte sie die Gegenfrage. „Ja sicher… doch schon… also gut. Aber wir sollen bis morgenfrüh warten. Wenn es hell ist, dann können wir dort viel besser suchen.“ erklärte Fink. Anna war einverstanden. Sie sah auf die Uhr. „Gut… wir treffen uns um sieben und fahren dann alleine los. Wenn dort jemand ist, dann werden wir das SEK dazu rufen. Petra… für morgen ein SEK-Team in Bereitschaft.“ befahl Anna. Petra nickte und verschwand. „Warum denn erst morgen?“ fragte Andrea, die plötzlich im Büro stand. Anna sah sie erschrocken an. „Andrea… wir tun alles um Semir und auch Tom zu finden. Sie sollten sich ausruhen.“ sprach sie auf Semirs Frau ein. „Frau Engelhard… ich kann nicht schlafen, wenn ich nicht weiß, was mit meinem Mann ist. Verstehen Sie mich nicht? Ich habe Angst…Angst dass er nicht wieder kommt. Angst davor eines Tages in der Leichenhalle zu stehen und ihn identifizieren müssen.“ kam leise von Andrea. Petra sah sie mitleidig an. „Willst du bei mir schlafen? Wo ist Aida?“ fragte sie besorgt. Andrea sah sie an. Tränen schimmerten in den Augen. „Aida ist bei meinen Eltern.“ sagte sie leise. Anna sah Petra an und diese verstand. Sie nahm Andrea in den Arm. „Ich weiß wie es dir geht.“ sagte sie leise. Andrea fing an zu weinen.

    Aber was mich noch mehr fasziniert ist, dass du ohne schlechtes Gewissen immer an der besten und spannendsten Stelle aufhören kannst und uns schmoren lässt!!^^

    Tja manche denken vermutlich dass ich genauso grausam bin wie Julius und Jacko... was aber gar nicht stimmt. Ich habe wirklich geweint, als ich die STelle schrieb wo Tom.... nun ja.... lest einfach weiter :D

    Semir wehrte sich nicht gegen Berger und Kaufmann als sie ihn aus dem Raum zerrten. Er wehrte sich nicht, als Kaufmann ihn in eine Schutzweste zwängte. Semir ahnte genau, was die Beiden vorhatten. Sie wollten ihn erschießen und vermutlich sollte Tom zusehen. „Sie werden damit nicht durchkommen! Sie werden ihn nicht brechen!“ stieß er verächtlich und wütend aus. Berger lachte. „Meinst du wirklich? Ich finde er ist jetzt schon ein seelisches Wrack.“ nickte er und sah triumphierend zu Jacko. „Ja und ich finde er ist nicht fertig genug. Bin gespannt was er macht, wenn er sieht, wie wir dich erschießen. Wollen wir wetten, dass er dann für Drogen sehr zugänglich ist? Ich habe da was Neues gefunden und mal sehen....wie es bei einem Bullen wirkt. Und bis er ganz fertig ist, werden sicher noch ein paar Tage vergehen. Tja... so endet das Leben des Semir Gerkhan. Zumindest wird Kranich das glauben. Wie lange meinst du wird es dauern, bis er realisiert, dass alles nur ein Spiel ist?“ stellte Berger Semir die Frage. Semir zuckte mit den Schultern. Was hätte er auch sagen sollen. Das Kaufmann und Berger ihn nicht laufen lassen, war klar. „So eine letzte Nacht für dich und morgen früh geht es los.“ lachte er. Dann nickte er und verließ mit Jacko den Raum. Semir blieb mit den Gedanken an seinem Freund und Partner allein.

    Am nächsten Morgen wurde die Tür zu Semirs Gefängnis aufgeschlossen. Jacko und Julius zerrten ihn auf die Beine. Jacko grinste ihn höhnisch an. „So... unser Freund Kranich sitzt im Zimmer mit dem venezianischen Spiegel und ist bereit auf unser Schauspiel. Darf ich unseren Hauptkommissaren bitten, mir zu folgen.... Der Tod wartet schon.“ grinste er Semir an und zerrte ihn mit sich. Er wurde in einem Raum gebracht, der dem von Tom ähnelte. Nur ein winziger Unterschied war da. An der linken Wand war ein riesiger Spiegel. Da Semir ahnte, dass hinter diesem Spiegel Tom saß und nun ansehen musste wie man auf ihn schoss, wurde ihm sehr unbehaglich. Jacko zwängte ihn an die Wand wo Ketten eingefasst waren. Er fesselte Semir daran. Ein Klebeband über den Mund verhinderte, dass er Tom etwas zurufen konnte. „So... sag Lebe wohl! Ach du kannst ja nicht. Dann machen wir das ohne Abschied. Willst du die Augen verbunden bekommen? Oder willst du mir in die Augen sehen?“ fragte Jacko lachend. Semir sah ihn an. Konnte er wirklich sicher sein, dass Jacko ihm in die Brust schoss? Jacko ging ein Schritt zurück und sah zum Spiegel. Dann nahm er seine Waffe und legte an.

    Tom saß auf der anderen Seite des Raumes und konnte das Geschehen dort mitbekommen. Berger kam herein. „Na... hast du dich schon verabschiedet?“ fragte er höhnisch. „Lassen Sie ihn... bitte. Sie wollen sich an mich rächen okay... Semir hat damit nichts zu tun.“ versuchte Tom seinen Freund zu retten. „Oh er hat eine Menge damit zu tun. Wenn er mich damals nicht abgehalten hätte, wärest du nicht mehr und ich wäre nie in den Knast gekommen. Nein.... er wird sterben. Du darfst zusehen.“ grinste er Tom an. Dann ging er zum Mikrofon und gab durch: „Drei.... zwei.....eins...Feuer!“ befahl er. Tom starrte Jacko durch die Scheibe an und zerrte an seinen Handschellen. „NEIN!!!“ schrie er als Jacko schoss und er sah, wie Semir unter den Einschlag der Kugeln zusammenzuckte. Nur kurz darauf sackte Semir zusammen. Tom schloss entsetzt die Augen. Sein Freund war tot. Er wurde von mehreren Kugeln getroffen. Tränen schossen in die Augen und er schämte sich seiner Trauer nicht. Berger sah triumphierend auf ihn. „Na... das war doch ein Abgang wie man es sich wünschte, gell!“ lachte er und verließ den Raum. Tom starrte mit tränenverschleiertem Blick auf seinen Freund der immer noch in den Fesseln an der Wand hing. Nun war er, Tom, ganz allein. Niemand der ihn hier helfen konnte. Er gab auf. Sollten die Männer doch mit ihm machen was sie wollten. Tom wollte genau wie Semir sterben.

    ;( Oh man, der arme Tom. Wenn ich die Typen in die Finger bekomme... X(

    Aber die F ist supergenial. Ganz vielen Dank dafür!! Auch wenn ich noch nicht weiß wie das jetzt mit dem Schlafen wird. ;) Bin auf jeden Fall auf morgen gespannt.

    Da gibt es doch eine F oder? 8o

    Versprochen... ist das erste was ich morgenfrüh erledigen werde... nur keine Angst.. die Story ist noch lange nicht fertig... und wird sicher dem einen oder anderen eine Gänsehaut spüren lassen.

    So und hier kommt der Rest dieser recht kurzen Story...

    Ben sah Semir entgegen, als er ins Büro kam. „und?“ fragte er. Semir zuckte mit den Achseln. „Nichts. Er schweigt und ist ziemlich überheblich. Wir könnten ihm nichts beweisen und alles sei haltlos...Aber das höre ich sehr oft. Und wenn sie dann vor dem Richter sitzen, sind sie klein und am jammern.“ murmelte Semir leise. Ben nickte. „Jo ist ziemlich am Ende. Ich hoffe wirklich, dass diese Methadonphase ihn aus dem Drogensumpf ziehen kann. Weißt du damals... als mein bester Freund an diesem Dreck gestorben war, da wusste ich... ich werde Bulle und verhafte jeden der mit Drogen dealt. Als ich dann Bulle war, sah ich dass es zu viele sind, die sich damit ne Goldene Nase verdienen. Sie haben gute Anwälte und kümmern sich einen Dreck um die Leute, die an dem Zeug zu Grunde gehen. Wir bekommen nur die Kleinen die dann für zwei oder drei Jahre weg gesperrt werden. Wenn die wieder raus sind, machen sie dort weiter wo sie aufgehört haben.“ Erzählte Ben leise. Semir nickte. „Dann bist du Bulle geworden, weil dein Freund gestorben ist?“ fragte er nach. Ben nickte. „Ja auch... Und vermutlich auch deshalb, weil mein Vater es nicht wollte.“ lachte Ben plötzlich. Semir sah ihn an. „Dir ist aber klar, dass Jo nicht damit geholfen ist, wenn er Methadon nimmt. Er muss seinen Freundeskreis ändern. Und genau das ist ein großes Problem.“ erinnerte er in. Ben nickte. „Ich weiß.“ nickte er. „So und nun wollen wir mal sehen, was wir über diesen Tobais noch finden. Vielleicht kann uns die Schwester helfen.“ meinte Semir nur. Er beobachtete Ben genau und sah wie er seine Hände nervös knetete. Ben sah ihn an. „Ich denke nicht. Es ist wie immer... die Großen lässt man laufen, die Kleinen sperrt man ein.“ Meinte er leise und schloss die Akte. Semir sah ihn an. „Ben... wir können nicht jeden Kampf gewinnen. Aber wenn wir die Kleinen von der Straße schaffen, dann werden es die Großen immer schwerer haben, Fuß zu fassen. Wie sagt ein Sprichwort. ~steter Tropfen höhlt den Stein~ und wenn wir nicht aufgeben, dann wird der Stein immer kleiner und wir schnappen uns den Großen.“ versuchte Semir Trost zu spenden.

    Nach zwei Wochen bekam Jo in einer Suchtklinik einen Platz und machte einen harten Drogenentzug durchmachte. Sechs Monate später kam er zurück und besuchte Ben in der PAST. „Und? Wie geht es dir?“ wollte er wissen. Sein Bruder lachte. „Mir geht es sehr gut. Ich werde mein Studium wieder aufnehmen und später den Betrieb von Vater übernehmen.“ erklärte Jo. Ben nickte. „Sehr gut zu hören. Dann enttäuscht du Vater wenigstens nicht. Von mir ist er ja eh nicht begeistert. Aber damit kann ich leben.“ meinte er nur. Jo sah ihn an. „Ich habe Vater gesagt, was mit mir los war und er sagte mir ich soll dir ausrichten, dass er gern zu einem Gespräch bereit außerdem dass er dich natürlich nicht enterben wird.“ meinte Jo noch. Ben sah ihn erstaunt an. „Du hast ihm alles gesagt? Er ist nicht ausgeflippt? Ich meine wie damals als ich ihm sagte, dass ich zur Polizei gehe...?“ fragte Ben nach. Jo schüttelte den Kopf. „Nein... seit dem sind ja auch ein paar Jahre vergangen und ich denke er ist reifer geworden.“ Gab er zu und wandte sich an Semir. „Herr Gerkhan... ich möchte mich noch einmal entschuldigen. Ich meine... für Ihren versauten Urlaub und die Unannehmlichkeiten die Sie und Ihre Familie hatten. Ich...“ Jo suchte nach Worten und knetete die Hände. Semir grinste. Denn diese Art die Hände zu bearbeiten hatte auch Ben, wenn er nervös war. Er nickte und streckte die Hand aus. „Vergeben und vergessen. Jeder macht mal Fehler.“ meinte er nur. „So und nun werde ich den Urlaub antreten, den ich eigentlich ja hab.“ sagte er und verschwand.

    Ende

    Langsam tastete Semir sich durch den Raum. Er hörte ein Wimmern. „Tom?“ fragte er hoffnungsvoll. „Semir? Semir…ich … ich kann nichts sehen. Ich bin blind. Ich bin wieder blind..“ kam leise von Tom. „Tom… du bist nicht blind. Wir sitzen in einem finsteren Raum. Ich sehe genauso wenig wie du. Bist du okay?“ wollte Semir wissen und versuchte sich zu orientieren woher Toms Stimme kam. „Dieser Mistkerl... er... er hat mir die Waffe an den Kopf.... und er... er hat abgedrückt. Alle Bilder sind wieder da. Alles was ich nicht mehr ...“ Tom stockte. Semir hörte das er fertig war. Seelisch fertig. „Tom... rede weiter. Ich komme zu dir. Sag was...“ bat Semir. „Ich will nicht mehr... Semir... ich will nicht mehr. Diese Erinnerungen... sie sind so grausam. Ich will nicht mehr....“ Semir musste schlucken, denn Tom schien zu weinen. Diese Mistkerle hatten es tatsächlich geschafft ihn zu brechen. „Tom... wir kommen hier raus. Daran musst du glauben. Wir werden es schaffen und hier raus kommen. Du darfst nicht aufgeben.“ versuchte Semir ihn zu stärken. Doch auch bei ihm verschwand die Hoffnung langsam. Wenn er sich nicht verrechnet hatte waren sie bereits seit drei Tagen hier, oder sogar mehr? Er wusste es nicht genau. Langsam tastete er sich im Raum vor und stieß gegen den Stuhl. „Tom? Bist du das?“ fragte er hoffnungsvoll. „Ja...“ kam leise zurück. Semir ließ sich runter und suchte nach Toms Händen. Er spürte die Handschellen „Hör zu... ich will das du alle Gedanken von dir wirfst, okay... denke nicht an das was geschehen ist. Dieser Jacko will dich weich kochen, lass es einfach nicht zu. Sie spielen mit uns und hoffen so an ihr Ziel zu kommen. Ich weiß es ist schwer.... versuche nicht daran zu denken...“ gab Semir zu und redete weiter auf Tom ein.

    Anna lief in ihrem Büro auf und ab. Der vierte Tag und es gab keine Hinweise wo Semir und Tom steckten. Fink kam zu ihr. „Mein Informant hat mich eben angerufen.“ Sagte er stolz. Anna sah ihn an. „Ja und? Wollen Sie nun eine Medaille haben oder erzählen Sie mir auch so, was er gesagt hat?“ fauchte sie ihn an. Doch im selben Moment tat es ihr leid. „Entschuldigung...ich bin müde...“ bat sie. Fink nickte. „Schon gut. Er hat mir gesagt, das dieser Berger nichts an Grundstücken besitzt. Auch Kaufmann nicht. Was er aber sagen konnte ist, das diese Sylvie ein kleines Häuschen hat. Außerhalb von Köln und ziemlich versteckt. Dort so hat er wiederum von einem Drogenabhängigen gehört, gibt es wohl ein kleines Labor, wo so sagt der Informant Drogen hergestellt werden. Der Renner aus diesem Labor ist eine Partydroge, die den schönen Namen „Engelsflug“ trägt. Er weiß allerdings nur das dieses Labor irgendwo zwischen Köln und Neuss liegt. Wo genau...“ erzählte Fink. Anna nickte. „Das Gebiet ist zwar immer noch groß, aber ich denke so viele Häuser wird es im Grünen sicher nicht geben.“ dachte sie laut nach und rannte bereits zu Petra damit diese anfängt zu recherchieren.

    „und dann ... erinnerst du dich noch... als Andrea mit Aida schwanger war? Oder als wir Petra kennen gelernt haben? Ich weiß das du und sie...also ..“ erzählte Semir und lachte zwischendurch. Er versuchte Tom aufzuheitern, doch es schien nicht wirklich zu funktionieren. „Tom... redest du nicht mehr mit mir?“ wollte er wissen, als sein Freund gar nichts von sich gab. „Semir... wir werden hier nicht wieder lebend raus kommen. Diese Mistkerle haben sicher noch einiges mit uns vor. Sie werden uns langsam umbringen...“ sagte dieser leise. „Nein... daran darfst du nicht denken. Die Chefin setzt sicher alles in Bewegung um uns zu finden...“ bekräftigte Semir seine Gedanken. „Vergiss es... sie weiß ja nicht einmal wo wir sind. Berger und Kaufmann werden gewinnen. Sie werden uns fertig machen....Ich weiß es. Sie sind brutal und...“ Tom stockte weil sie einen Schlüssel hörten. Die Tür ging auf und Berger machte das Licht an. Semir und Tom schlossen geblendet die Augen. Dann wurde Semir gepackt und raus dem Raum gezerrt. „So... für dich ist es Zeit Goodbye zu sagen“ fauchte Berger. Tom starrte Berger an. Dann schlug die Tür wieder zu und die Dunkelheit verschlang Tom, der immer mehr verzweifelte.

    Wo mir bei Gitti Semir besser gefallen hat, tut es hier Tom bzw. die Beschreibungen um ihn. Kann es sein, dass euch je einer besser liegt als der andere? Oder kommt mir das nur so vor?

    Nun ja... ich denke jeder Schreiberling hat seinen Liebling. Bei Gitti ist es Tom und bei mir ist es Semir, der mehr der harte ist... oder was einstecken muss. :D

    Und wer mir hier noch besonders gefällt ist Julius. Den hast du, wenn ich das so sagen darf, echt gut ausgebaut. Ein sehr interessanter böser Charakter.

    Ja... dieser Julius.... ich mag ihn nicht. Und genau deshalb ist er so böse. ;) Danke für das Lob :D

    Also wenn Tom mich vor dem Aufzug hätte stehen lassen... na dem hätte ich aber was erzählt... Also wirklich... Super geschrieben. Absolute Spitze.... freu mich schon wenn es weiter geht.

    Diesen Norbert traue ich nicht. Der hat sicher noch ne Teufelei vor. So wie ich den einschätze. Und dann die Anschläge. Da kann man wirklich nur hoffen, dass Anna schnell genug ist und das Schlimmste verhindert.

    Semir erschrak als die Tür zu seinem Gefängnis aufging. Berger kam zu ihm. „Komm!“ befahl er nur. Semir stand langsam auf und hob die Hände weil Berger eine Waffe auf ihn richtete. „Hey… ist es wieder ein Spiel von Ihnen?“ fragte er vorsichtig. „Nein….kein Spiel. Diesmal sind hier Kugeln drin. Willst du dass ich es dir zeige?“ kam von Berger lachend. Er zielte auf Semirs Knie. Semir schüttelte den Kopf. Er traute Berger alles zu. Noch konnte er ja nicht wissen, dass Berger nur den Wunsch hatte, Kranich nervlich am Boden zu sehen. Langsam zum Wahnsinn treiben. Berger wollte ihn winseln hören, betteln…heulen… Semir ging langsam aus dem Raum und versuchte Berger immer im Auge zu halten, doch dieser stieß ihn als er an ihm vorbei war fest in den Rücken. Semir taumelte und stieß gegen die Wand. Sofort war Berger da und presste ihn fest ran. Er drückte seine Waffe an Semirs Hals. „Wenn ich jetzt abdrücke, dann wäre Kranich sicher sehr traurig nicht wahr?“ langsam spannte er den Hahn. Semir atmete heftig und versuchte sich zu lösen, doch es ging nicht. Berger nahm die Waffe wieder runter und lachte leise… „Nein… so einfach mache ich es dir nicht…“ fauchte er und stieß Semir weiter. Wenn dieser eben noch daran dachte sich zu wehren und versuchen raus zu kommen, so wurde er nun doch ziemlich ruhig und führte die Befehle von Berger aus. Nur wenig später wurde er wieder in sein Gefängnis gebracht. Er hatte Schmerzen, weil Berger ihn geschlagen hatte. Ohne zu nach etwas zu fragen, einfach nur um ihn zu peinigen. Aber er hatte ihn nicht ins Gesicht geschlagen. Rippen, Magen, Nieren waren seine Angriffsziele. Die Schläge waren mit so einer Heftigkeit, das Semir bei jedem Schlag aufschrie. Aber er war zu stolz um Berger anzuflehen, aufzuhören.

    Jacko lachte gehässig, als Tom ein tiefes Stöhnen ausdrückte. „Na was sagt man dazu… da habe ich doch tatsächlich vergessen, Patronen einzulegen. So was aber auch“ Er beobachtete sein Opfer genau. Der Atem ging stoßweise. Die Augen waren unnatürlich groß und drückten Panik aus. „So schnell wirst du nicht sterben. So schnell nicht. Was hältst du davon, wenn ich bei deinem Freund mal nachforsche, ob er es überlebt? Willst du dabei sein?“ Die Fragen trieften vor Hohn. Tom schüttelte den Kopf. „Nicht…..“ stieß er aus. Seine Stimme zitterte. Die Erinnerungen an das Erlebte hatten ihn wieder voll im Griff. Wieder sah er die Situation, als er vor Jacko kniete, als dieser abdrückte und der Schmerz, der ihn befiel bis das Bewusstsein erloschen war. Dann kam die Erinnerung an die Dunkelheit, die ihm danach befiel. Blind… für immer Blind…. „Warum quälen Sie mich so?“ fragte er leise. Jacko sah ihn an. „Du fragst warum? Ich mag es nicht, wenn ich hintergangen werde, wenn ich verraten werde und vor allem mag ich keine Bullen. Du bist einer und deshalb mag ich dich nicht. Für heute war es erst einmal genug. Morgen geht es richtig zur Sache. Ich habe eine ganz tolle Überraschung für dich. Doch nun.... wird es dunkel. Stockdunkel um genau zu sein…“ lachte Jacko und verließ den Raum. Tom atmete tief ein und versuchte seine Nerven zu kontrollieren. Doch plötzlich verlöschte das Licht und es wurde finster in dem Raum. Nirgends drang ein Lichtstrahl durch. „NEIN!!“ schrie Tom. Seit er blind war, hatte er Panik wenn ein Raum vollkommen dunkel war. Genau wie hier. Er fühlte sich hilflos…

    Semir wartete, das man sich um ihn kümmerte. Die Schmerzen waren abgeklungen und er wartete drauf, dass es eine weitere Runde gab. Er machte sich Sorgen um Tom. Was hatten die Kerle mit ihm gemacht? Wo war er? Warum haben sie die beiden getrennt? Fragen die ihn durch den Kopf gingen und auf die er keine Antwort fand. Er erschrak als die Tür aufgetreten wurde und gegen die Wand schlug. Berger kam zu ihm mit Jacko im Schlepptau. „Hoch mit dir!“ brüllte Jacko ihn an und zog ihn sofort auf die Beine. „Wo ist Tom? Was habt ihr mit ihm gemacht?“ fragte Semir und versuchte sich gegen Jacko zu wehren. „Ihr nervt ganz schön. Dein Freund ist gerade etwas nervös, aber ich denke das wirst du gleich ändern. Er hat Sehnsucht nach dir.“ lachte Jacko. Er ließ Semir los und stieß ihn gleichzeitig vorwärts. Semir taumelte, fing sich dann jedoch wieder. Langsam ging er vor den Männern her. „Was haben Sie vor?“ fragte er leise. „Wir spielen ein kleines Spiel. Mal sehen ob es dir gefällt…“ lachte Berger und stieß Semir weiter vorwärts. Vor einer Tür blieb er stehen. „Aufmachen!“ befahl Jacko. Semir tat es und wurde in den finsteren Raum gestoßen. „Einen schönen Aufenthalt!“ lachte Jacko und versperrte die Tür wieder. In dem Raum konnte man die Hand vor Augen nicht mehr sehen.