Beiträge von Elvira

    Und wieder geht eine "Elvira-story" zu Ende! Schade!

    Aber war wieder ne tolle Geschichte, die du da aus dem Ärmel gezaubert hast! :thumbup:

    Und wie ich dich kenne, hast du schon fünf weitere in der Warteschlange....! ?(:D:rolleyes::)

    Nein Gitti sieben... davon sind drei fertig und drei in Arbeit, eine noch zum korrekturlesen.... also es wird euch sicher nicht langweilig werden. Aber erst einmal sollte die Jan-Story zuende gehen und dann gibt es wieder mehr zu lesen

    Danke für die tollen Feeds. :D

    so das war es dann mal wieder.... schade das die Storys immer sooo schnell zu ende sind....

    Am Nachmittag erschrak Semir, als es an der Tür klopfte. Doch dann erinnerte er sich daran, dass Marcus noch einmal vorbeischauen wollte. So ging Semir zur Tür und öffnete. Anna, Petra und Marcus standen vor der Tür. „Oh… ein Aufgebot.“ grinste Semir und ließ die Leute rein. Petra ging sofort zu Tom und sprach ihn an. Doch Tom reagierte nicht. „Er war heute Morgen kurz wach und hat mir mit gesprochen.“ erklärte Semir. Marcus nickte. „Das ist ein sehr gutes Zeichen. Das Gift hatte ihn noch nicht fest im Griff. Und doch war dieser Entzug sehr hart und nicht ganz ungefährlich. Bei einem kalten Entzug ist es immer ratsam, einen Arzt zugegen zu haben. Also beim nächsten Mal… wendet ihr euch an mich.“ kam leise lachend von Marcus der mit den Werten von Tom scheinbar sehr zufrieden war. „Wann wird er wach, Marcus?“ fragte Petra ihren Bruder. „OH… ich denke es wird nicht lange dauern und dann kann er wieder die Autobahn unsicher machen.“ nickte Marcus. „Das denke ich weniger!“ kam auf einmal die Stimme von Schrankmann hinter Semir. Dieser drehte sich erschrocken um. „Ich wusste doch, dass Sie dahinter stecken. Wie schaffen Sie es eigentlich immer andere Leute mit in den Schlamassel zu ziehen. Sie sind vorläufig festgenommen!“ blaffte sie Semir an. Doch diese rührten sich nicht. „Haben Sie nicht verstanden was ich sagte?“ empörte sich Schrankmann. „Sie sollen Herrn Gerkhan und Herrn Kranich abführen!“. Wieder geschah nichts. „Gut… dann mache ich das eben selbst.“ kam schnippisch von ihr und sie legte Semir die Handschellen an. Bisher hatte sie Ihre Beamten nur den Rücken gekehrt aber jetzt als sie die Männer ansah, wurde sie rot. Oberstaatsanwalt Axel Sandner stand im Türrahmen. „Frau Schrankmann? Würden Sie mir bitte erklären was hier abgeht?“ fragte er wütend. „Ähm… Herr Oberstaatsanwalt… ich kann das erklären… also Herr Gerkhan und Herr Kranich haben eine…kriminelle Organisation auffliegen lassen und sich hervorragend geschlagen. Ich wollte Herrn Gerkhan gerade die Handschellen abnehmen und…ja…“ kam von der Staatsanwältin. „Danke Frau Schrankmann ich benötige Sie hier nicht mehr. Halten Sie sich bitte im Büro zu meiner Verfügung. Ich denke wir sollten da einiges klären.“ setzte der Oberstaatsanwalt dagegen. Schrankmann nickte und verschwand mit gesengtem Blick.

    „Danke Axel… das war buchstäblich in letzter Sekunde. Ich weiß nicht was die Frau gegen die Beiden hat, aber egal was sie machen, Schrankmann versucht ihnen den Weg zu blockieren wo sie nur kann.“ erklärte Anna und reichte Axel die Hand. „Nun ich denke, es wird diesmal das letzte Mal sein. Zumindest hoffe ich es. Wenn nicht, dann ruf mich einfach an. Du verstehst sicher, dass ich es nicht gutheißen kann was deine Beamten hier getan haben, aber sie werden eine Chance bekommen es mir ausführlich zu schildern.“ nickte Axel und sah zu Semir. „Herr Gerkhan? Ich hoffe doch Sie sind soweit okay und können mit Herrn Kranich nächste Woche in meine Büro kommen, wo wir diese Sache ganz intensiv erläutern werden?“ fragte er. Semir nickte. „Ich denke schon. Zumindest was mich angeht. Was mit Tom ist, weiß ich nicht. Da muss der Arzt entscheiden.“ erklärte Semir und sah zu Marcus. „Also von mir aus steht dem sicher nichts im Weg, wenn es der Gerechtigkeit dient… denn unser Patient ist endlich wach..“ lachte Marcus und gab den Blick auf das Bett frei. Semir sah seinen Freund an. „TOM! Endlich…!“ freute er sich und wollte zu ihm. Anna hielt ihn fest. „Sie werden erst einmal die beiden Turteltauben dort in Ruhe lassen.“ lächelte sie und deutete auf Petra die sich gerade sehr liebevoll um Tom kümmerte. Semir nickte und sah Anna an. „Es könnte schon bald sein, dass die Hochzeitsglocken läuten.“ dachte er laut nach. Anna nickte. „Ja und ich darf mir dann wieder eine neue Sekretärin suchen. Gut dass ich nur zwei Kommissare bei mir habe…. Dann ist die dritte wenigstens sicher.“ meinte sie trocken. Semir grinste leicht.

    Am nächsten Morgen besuchte Tom seine Kollegen in der PAST. Semir und er standen zunächst auf dem Parkplatz. „Semir… ich weiß nicht… ich meine vielleicht sollte ich…ich meine…“ versuchte Tom die Worte zu finden, um nicht ins Gebäude zu müssen. „Hey.. die Kollegen wissen alles.“ grinste Semir. „Hab ich mich eigentlich schon bedankt?“ fragte Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Nicht in den letzten fünf Minuten. Hey… vergiss es. Wir sind Freunde und ich würde es jederzeit machen.“ erklärte Semir. Tom reichte ihm die Hand. „Jeder der dich seinen Freund nennen kann, ist der glücklichste Mensch der Welt.“ sagte er leise und drückte Semirs Hand fest. Wenig später saßen sie in ihrem Büro. „So… dann kannst du ja mal anfangen die Berichte zu schreiben. Ich konnte ja nicht… weil du mich daran gehindert hast.“ meinte Semir trocken. Tom sah ihn an. „Wieso hab ich dich gehindert?“ wollte er wissen. „Na weil ich dich bewachen musste. Ich hab mich von dir treten lassen, du hast mich zusammengeschlagen und mir mit dem Tod gedroht… ich habe fast eine ganze Woche nicht geschlafen und….“ zählte Semir auf und übertrieb maßlos. „Fast eine ganze Woche nicht geschlafen?“ harkte Tom nach. Semir nickte. „Na dann bin ich dir wirklich was schuldig….“ grinste Tom und machte sich tatsächlich ans Schreiben. Als er wenige Minuten ein „Fertig“ rief sah Semir ihn erstaunt an und nahm den Bericht in die Hand. „Wegen schwerer Erkrankung kann in Zeitraum des gesamten letzten Monats kein Bericht erfolgen…“ Semir sah Tom erstaunt an. „Also….“ fing er an und musste laut lachen.

    Ende


    Semir sah Anna erschrocken und nach Hilfe suchend an. „Was? Wieso?“ fragte sie. „Nun der Sachverhalt ist doch wohl folgender. Herr Gerkhan hat wohl wissend dass es sich bei Herrn Kranich um einen süchtigen Verbrecher handelt, diesen versteckt und vermutlich sogar bei den Taten unterstützt, damit dieser sich seine Drogen finanzieren kann. Mir fehlen zwar die Beweise, aber die werde ich schon bekommen. Herr Kranich wird ins Gefängnis-Krankenhaus gebracht und Herr Gerkhan kommt in Untersuchungshaft bis wir die Sachlage geklärt haben. Abführen!“ befahl Schrankmann ihren Beamten.

    Frank sah Florian an. „Hier… sie ist tot. Deshalb hast du sie im Krankenhaus nicht finden können.“ sagte er und warf seinem Bruder die Tageszeitung ihn. „Ach…. Na dann ist ja wirklich alles in Butter.“ grinste Florian. Frank nickte. „Ja wenn die den Stick dabei hatte, als der Wagen explodierte, dann brauchen wir uns absolut keine Sorgen machen. Sie war die einzige, die von unserem kleinen Film etwas wusste. Sie wird niemanden mehr etwas erzählen. Können. Die Bullen haben nichts, aber auch gar nichts in der Hand gegen uns. Wir können unser Leben mit dem Geld genießen.“ meinte er nur. Florian sah seinen Bruder an. „Ja … aber was wenn der Stick nicht im Auto war? Was wenn sie ihn vorher verschickt hat, oder schlimmer noch, jemanden gegeben hat, der …. der ihn den Bullen zuspielt?“ gab er zu bedenken. Frank lachte laut auf. „Hey…. Sie war nur ne kleine Nutte. Die läuft sicher nicht zu den Bullen. Ich nehme nämlich an, dass sie vorhatte uns zu erpressen. Und das ist eben verdammt schief gegangen.“ Frank biss in sein Brötchen. „so und nun, werde ich mir den Tag versüßen. Vor heute Abend werde ich nicht zurückkommen.“ drohte er grinsend an. Florian nickte. „Mach es dir schön. Nach den letzten Tagen Stress ist es notwendig.“ stimmte er zu und sah seinem Bruder nach, als dieser das Haus verließ und kurz darauf ins Auto stieg.

    „Hartmut hier!“ hörte Semir als er sich am Telefon meldete. „Was gibt es?“ wollte er wissen. „Also folgendes. Diese Romina hat telefoniert. Ist ja nichts Gewöhnliches. Nun ja, im Speicher war die Nummer noch und ich habe herausgefunden, dass sie eine Schwester hat. Sandy Andersen. Sie wohnt in Mettmann, Lichtensteinstrasse 3. Die Adresse hab ich euch schon mal rausgesucht…“ erklärte Hartmut. „Danke… werden uns drum kümmern. Gute Arbeit, Hartmut.“ Semir legte auf. Jan kam herein. „Wir müssen nach Mettmann.“ begrüßte Semir ihn. „Ach und warum? Was ist in Mettmann?“ wollte Jan wissen. „Dort wohnt die Schwester von Romina Andersen und kann uns vielleicht helfen.“ erläuterte Semir und griff die Autoschlüssel. Jan ging hinter ihm her. Nur eine halbe Stunde später waren sie bei Sandy Andersen vor der Tür. Eine junge blonde Frau öffnete als sie klingelten. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Richter. Frau Andersen?“ stellte Semir sich und Jan vor. Die junge Frau nickte. „Was kann ich für Sie tun?“ wollte sie wissen. „Es geht um Ihre Schwester Romina…können wir kurz reinkommen?“ fragte Semir vorsichtig nach. Sandy nickte und gab den Weg frei. Im Wohnzimmer bat Semir sie sich zu setzen. „Wann haben Sie Ihre Schwester das letzte Mal gesehen?“ stellte Jan die Frage. „Sie war gestern bei mir. Sie hat sich den Schlüssel für unsere kleine Waldhütte abgeholt. Was ist denn mit Ihr? Warum wollen Sie von mir wissen wann ich sie gesehen habe?“ kam nun die Gegenfrage von Sandy. Semir sah Jan Hilfe suchend an. „Frau Andersen… Ihre Schwester ist gestern bei einem Unfall ums Leben gekommen…“ sagte er leise. Sandy sah ihn entsetzt an. „Romi…ist tot?“ fragte sie verwundert. Semir nickte. „Ja… und wir haben herausgefunden, dass es kein normaler Unfall war. Sie wurde ermordet. Sie müssen uns helfen. Wir müssen wissen mit wem Ihre Schwester in den letzten Stunden ihres Lebens zusammen war. Können Sie uns helfen?“ fragte Semir vorsichtig und beobachtete die Frau sehr genau.

    „Sie war so aufgeregt, als sie mich gestern Morgen anrief. Sie sagte sie müssen sich verstecken und ich solle keine Fragen stellen. Das hat sicher mit ihren Freund was zu tun. Dieser Florian….Brandt…glaub ich heißt der. Bei dem war sie gewesen. Ich hab ihr den Schlüssel gegeben…ich wollte…ich wollte doch ….helfen..“ erklärte Sandy und brach im selben Moment in Tränen aus. Jan nahm sie in den Arm. „Schon gut…. haben Sie jemanden der sich um Sie kümmern kann?“ fragte er vorsichtig. Sandy nickte. „Mein… Vater…. Ich werde ihn anrufen…“ sagte sie leise. „Können wir Sie allein lassen?“ wollte Semir wissen. Sandy nickte. „Wir finden den Mörder von Ihrer Schwester… das verspreche ich Ihnen.“ Kam von Jan und dann zog er Semir mit raus. „Wir haben also einen Namen. Florian Brandt… wenigstens ein Anfang.“ meinte er und Semir nickte. Als sie im Wagen saßen griff Jan zum Funk und rief die Zentrale. „Andrea… überprüfe doch mal bitte einen Florian Brandt. Er soll mit der Romina Andersen zusammen gewesen sein. Eine Adresse haben wir allerdings nicht.“ bat er. „Ich kümmere mich drum, Jan…“ hörte Semir. „Andrea…? Wie wäre es denn wenn wir heute Abend mal ausgehen….?“ fragte er bevor Jan das Gespräch beendete. „Nein… ich hab was Anderes vor. Alko kommt heute noch zu mir und wir wollen… egal… heute kann ich nicht.“ erklärte Andrea. Jan warf Semir einen sehr mitleidigen Blick zu.

    „Vielleicht wusste Philip doch mehr, als wir dachten und er war es, der die Polizei gewarnt hat.“ warf Norbert in den Raum. „Nein, das glaube ich nicht. Es muss jemand von uns sein. Jemand, den wir noch nicht so gut kennen. Die Frage ist nur wer, aber das werden wir schon noch herausfinden. Darauf kann sich derjenige verlassen.“ Norbert nickte. „Ich werde wachsam sein.“ „Wir werden heute Abend noch einen Überfall starten, weil die letzen beiden kein Geld eingebracht haben!“ befahl Sven. „Zumindest der muss klappen!...und wehe wenn nicht!“ Dann sah er zu ‚Raffael’ und ‚Adrian’. „Ich hoffe, es war kein Fehler euch beide bei uns aufzunehmen, und jetzt bereitet euch auf den Überfall vor! Er wird in wenigen Stunden stattfinden.“ Dann verschwand Sven mit den meisten Mitgliedern in einem Raum. Norbert sah die Beiden an. „Da habt ihr ja noch einmal Glück gehabt. Mit dem Anführer ist nicht zu spaßen. Ich hoffe nur, ihr beide enttäuscht mich jetzt nicht.“ warnte er und ging dann ebenfalls in den Raum.

    Tom, Semir und ein paar andere Personen blieben zurück. „Das war aber verdammt knapp.“ Tom stieß hörbar die angehaltene Luft aus. Semir sah ihn an und schien dasselbe zu denken. Sie brauchten dringend Hilfe. Lange würde ihre Tarnung nicht mehr halten. „Wenn jetzt noch etwas schief geht, dann sind wir endgültig geliefert.“ sprach Tom flüsternd und beunruhigt weiter. Semir nickte. „Das Problem ist nur, jetzt können wir nicht mehr zurück. Dafür sind wir schon viel zu tief drin.“ Er machte eine kurze Pause, ehe er ebenso leise fort fuhr. „Wir müssen unbedingt die Chefin informieren….wir stehen kurz davor endgültig aufzufliegen! Außerdem müssen wir ihr von dem dritten Überfall und dem neuen Versteck berichten. Die Frage ist nur, wie machen wir es?“ fragte Semir unruhig. Eine kurze Zeit lang sagte niemand etwas, dann brach Tom das Schweigen. „Ich werde gehen und rufe die Chefin an!“ sagte er entschlossen. Semir sah ihn verwundert und zugleich besorgt an. „Ja und wie willst du das bitte machen? Tom, du wirst bestimmt verfolgt!“ „Ich weiß Semir, ich werde tief in den Wald hineingehen und versuchen Martin abschütteln.“ erklärte er. Semir schüttelte entschieden den Kopf. „Das ist zu gefährlich.“ „Machst du dir etwa Sorgen um mich?“ grinste Tom. „Nur um deine Unvernunft.“ gab Semir ebenfalls grinsend zurück. „Ach komm schon Semir, der Trick mit dem Aufzug und mit dem Klo hat auch geklappt.“ lachte er. „Ja, aber jetzt ist die Lage wesentlich ernster.“ gab Semir besorgt zu bedenken. Tom nickte und sah seinen Freund und Partner ernst an. „Genau, und deswegen solltest du auf jeden Fall in der Nähe von Sven bleiben. Wir dürfen nicht beide gleichzeitig verschwinden. Du bleibst hier, ich werde gehen.“ sagte er entschieden und stand auf. Semir seufzte und nickte dann. Er sah ein, dass es keine andere Möglichkeit gab. „Ich pass schon auf, keine Sorge!“ flüsterte Tom lächelnd und ging nach draußen.

    Vorsichtig und darauf bedacht nicht allzu viele Geräusche zu machen, lief Tom in den Wald hinein. Er schlenderte zwischen den hohen Bäumen, die einen dunklen Schatten warfen, hindurch und sah sich immer wieder um. Bisher konnte er noch niemanden entdecken, der ihm gefolgt war, doch das genügte ihm nicht. Nur weil er niemanden sehen konnte, bedeutete es ja nicht, dass auch niemand hier war. Er lief noch tiefer in den Wald hinein und versuchte sich den Weg zu merken. Nach einer Weile blieb er wieder stehen und sah sich erneut um. Aufmerksam lauschte er in den Wald hinein. Doch er konnte weder jemanden sehen, noch hören. Schließlich nahm er sein Handy zur Hand und wählte die Nummer der Chefin. „Engelhardt!“ antwortete die ihm bekannte Stimme. „Chefin. Tom hier. Es wird heute noch einen Überfall geben, wo weiß ich noch nicht, aber-“ In diesem Moment hörte er ein Rascheln hinter sich. Tom stockte und ließ den Arm sinken. „Du mieser Verräter! Du Bullenschwein!“ schrie eine zornige Stimme plötzlich hinter ihm. Tom fuhr erschrocken herum, sein Herz blieb vor Schreck fast stehen. Das Handy glitt ihm aus der Hand und fiel zu Boden. ‚Oh nein! Jetzt ist alles aus…’ dachte er sich nur. Vor ihm stand Martin, der kräftige Mann, der den Auftrag hatte ihn und Semir zu beschatten. ‚Wo verdammt noch mal kam der plötzlich her?’ fragte sich Tom. Im selben Moment traf ihn eine Faust am Kinn und er fiel rücklings zu Boden.

    Semir sah besorgt auf Tom, der schwer atmend im Bett lag. Der Schweiß lief ihm übers Gesicht. Semir war nahe dran die Fesseln zu lösen, doch das unterließ er. Wenn Tom plötzlich wach wurde und ihn überwältigen konnte, war es durchaus möglich, dass er an die Drogen in der Jacke kam. „Tom… hörst du mich?“ fragte er besorgt. Tom warf seinen Kopf hin und her und zuckte. Er krümmte sich vor Schmerzen und Semir verfluchte seinen Plan es ohne ärztliche Hilfe durch zu ziehen. Nun musste er warten, bis Anna es erreicht hatte einen Arzt zu finden, der dicht hielt. Er erschrak als es plötzlich klopfte. Er öffnete die Tür und sah Anna an. „Sie sehen grausam aus, Semir.“ begrüßte sie ihn. „Danke… ich hab die letzten zwei Nächte kaum geschlafen, weil Tom brüllte, mich bedrohte, anflehte und mir einiges versprach. Ich bin ziemlich fertig…“ erklärte er und sah den Mann an, der hinter Anna stand. „Das ist Dr. Marcus Schubert. Petras Bruder. Er will sich Tom ansehen.“ erklärte Anna. Semir nickte und ließ die Beiden rein. Sofort kümmerte sich Marcus um Tom, der schweißgebadet im Bett lag. „Warum ist er gefesselt?“ wollte er wissen. Semir erklärte es ihm. Marcus nickte. „Ich werde ihn ruhig stellen, dann benötigt er die Handschellen nicht. Die Handgelenke sind ja schon blutig.“ tadelte er und bat Semir die Handschellen zu lösen. Semir tat es. Mit schleppenden müden Schritten ging er zur Couch zurück und ließ sich fallen. Marcus gab Tom eine Spritze und verband die Handgelenke. „so… er wird jetzt ruhiger werden. Der Kreislauf ist ziemlich im Keller und normalerweise würde ich darauf bestehen ihn in die Klinik zu bringen. Frau Engelhard hat mir allerdings erzählt was es mit ihm auf sich hat. Ich werde heute Nacht hier bleiben. Einerseits wegen dem Patienten, dem es nicht sehr gut geht und zum anderen wegen Ihnen. Sie müssen schlafen, denn sonst kippen Sie um und das wäre auch nicht gut, oder?“ lächelte Marcus Semir an und zog eine Spritze auf. „Was soll das?“ fragte Semir und rutschte ein Stück von Marcus weg. „Nun… sagen wir eine kleine Einschlafhilfe. Wie lange sagten Sie haben Sie nicht mehr geschlafen?“ wollte Markus wissen. Semir zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Ich hab es immer wieder versucht aber nur für wenige Minuten. Zwei oder drei Nächte….“ gab er zurück. „Sehen Sie… also Arm her und dann wird geschlafen.“ nickte Marcus ihm zu und Semir gab sich geschlagen. Nur wenig später schlief er tief und fest. Anna sah Marcus an. „Danke.“ gab sie leise von sich und fuhr zurück.

    Am nächsten Morgen schreckte Semir hoch. „Tom!“ stieß er aus und sprang regelrecht auf. Doch ein Blick zeigte, dass Tom ruhig schlief. „Na auch schon wach?“ fragte ihn Marcus, der gerade Kaffee kochte. „Ja… danke… Wie geht es ihm?“ wollte Semir sofort wissen. „Den Umständen entsprechend. Das Fieber ist runter aber der Puls rast noch. Ich denke in zwei Tagen dürfte er das Gröbste überstanden haben. Ich muss allerdings gleich zum Dienst. Ich lasse Ihnen etwas da, damit er ruhig bleibt. Obwohl…eigentlich dürfte er kaum noch ausrasten. Aber sicher ist sicher.“ lächelte Marcus ihn beruhigend an. Semir nickte. „Danke… für alles.“ sagte er leise und reichte Marcus Schubert die Hand. „Nun man tut was man kann, für den Freund seiner Schwester. Ach ja… ich bin heute Nachmittag wieder hier. Bis dahin sollte hier nichts weiter passieren.“ erklärte er. Semir sah ihn an. „Wie kommen Sie denn zurück? Ich meine… Sie sind doch mit Frau Engelhard gekommen und…“ fragte Semir. Marcus lächelte. „Ich bin hinter ihr hergefahren. Mein Wagen steht direkt vor der Tür. Nur keine Angst. Ich halte dicht.“ lächelte Marcus noch und fuhr dann ebenfalls zurück in die Stadt. Semir verschloss die Tür und ging zu Tom zurück. Dann nahm er sich einen Kaffee und ließ sich mit einem Stöhnen in den Sessel sinken. „Was für eine verrückte Welt“ stieß er aus und dachte an die Fälle die er mit Tom schon erlebt hatte. Wie oft waren sie schon in Situationen, die fast ausweglos erschienen? Wie oft hatten sie sich mit der Staatsanwältin angelegt und dann am Ende doch eine Entschuldigung gehört? Semir schloss die Augen. Er war immer noch sehr müde. Doch er kam nicht dazu noch einmal wegzusacken. Denn plötzlich schrie Tom laut auf. „NEIN!!“ Semir sprang aus dem Sessel und ging zu ihm. „Tom? Hey.. was ist denn?“ fragte er besorgt. Tom sah ihn an. „Semir….“ kam leise von Tom. „Ja.. ich bin hier…“ lächelte Semir ihn an. „Du … du bist… tot…“ erklärte Tom mit verschwommenen Blick. „Nein.. bin ich nicht. Wie geht es dir?“ fragte Semir, doch Tom schien schon wieder weg zu schweben. Semir sah ihn traurig an. Dann fühlte er die Stirn. Sie war angenehm kühl. Wenigstens war das Fieber weg. Er saß noch eine Weile an Toms Bett und beobachtete ihn. Tom schlief bereits viel ruhiger als sonst. Er tobte nicht mehr und verlangte nach dem Gift. Das sollte doch ein gutes Zeichen sein.

    Petra saß in ihrem Wohnzimmer. Seit einiger Zeit schlief sie bereits schlecht. Ihr Freund war verschwunden und die Gedanken daran was mit ihm geschah belasteten sie stark. Sie erschrak als die Türklingel anschlug. Sie öffnete die Tür und sah erstaunt in das Gesicht von Anna Engelhard. „Chefin? Was machen Sie denn hier?“ fragte sie. „Petra ich brauche Ihre Hilfe. Es geht um Tom.“ erklärte Anna. „Kommen Sie doch rein.“ meinte Petra und zeigte auf das Wohnzimmer. Anna trat ein. „Nett haben Sie es hier.“ gab sie zu. „Danke… was ist mit Tom?“ wollte Petra wissen. „Er und Semir sind untergetaucht. Tom ist Drogenabhängig und macht gerade den kalten Entzug durch. Sie können sich vorstellen dass es nicht einfach ist. Weder für Semir und schon gar nicht für Tom. Er hat Fieber und Sie sagten mir doch, dass Ihr Bruder Arzt ist. Wir brauchen einen Arzt der verschwiegen ist und den Ort wo er sich befindet für sich behält.“ erklärte Anna weiter. „Tom? er ist süchtig? Gott… diese Teufel. Ich werde Marcus anrufen.“ nickte Petra und Anna sah sehr wohl dass sie sehr geschockt war. Nur wenig später klingelte es erneut und ein Mann stand im Raum. „Das ist Marcus mein Bruder. Marcus meine Chefin Anna Engelhard.“ stellte sie ihn vor. Sie reichten sich die Hände. „Meine Schwester hat mir etwas von einem „Geheimauftrag“ erzählt. Näheres weiß ich leider nicht. Wobei kann ich helfen?“ wollte Marcus wissen. Anna lächelte ihn an. Er gefiel ihr.

    „Nun ja… Herr Schubert…. Es ist etwas problematisch. Es geht um einen Kollegen von mir. Aber wir sollten uns beeilen.“ meinte Anna und drängte zum Aufbruch. „Augenblick Frau Engelhard. Meine Schwester sagte mir, dass eine Person meine Hilfe benötigt. Ich würde gern wissen in welcher Form und mich darauf vorbereiten.“ kam von Marcus. Anna nickte. „Also gut… Es geht um Tom Kranich. Er und Ihre Schwester sind leiert. Tom wurde vor einigen Wochen mit seinem Dienstpartner entführt und süchtig gemacht. Sein Freund entkam nur knapp dem Tod. Aber sie sind derzeit zusammen und Tom macht einen kalten Entzug durch. Ich brauche Ihnen als Arzt sicher nicht zu erklären, dass dies kein Spaziergang ist.“ erzählte Anna. Marcus sah sie an. „Wo sind die Herren?“ wollte er sofort wissen. Anna lächelte. „Nun so einfach ist es nicht. Das Problem was ich habe, ist folgendes. Tom wurde abhängig gemacht und ist auch straffällig geworden, was wiederum die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief und die will Tom nur einsperren. Ich muss mich darauf verlassen können, dass Sie nichts verraten.“ Anna sah Marcus fest an. Marcus lächelte. „Ich weiß was Sie meinen, aber ich denke Sie wissen auch, dass ich unter der ärztlichen Schweigepflicht stehe und diese kann ich auch auf einen Aufenthaltsort erweitern. Wo befindet sich der Patient?“ fragte er erneut und wühlte in seiner Arzttasche. Anna nickte. „Ich bringe Sie hin.“ entschied sie. Petra sah sie fragend an. „Darf ich mit?“ kam leise von ihr. Anna schüttelte den Kopf. „Petra… Es ist nicht gut, wenn Sie Tom in der jetzigen Verfassung sehen. Es wäre sicher nicht in seinem Sinn. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten. Und wenn Sie gefragt werden… Sie wissen von nichts.“ Anna legte ihr die Hand auf die Schultern. Petra nickte und man sah es ihr an, dass sie damit zu kämpfen hatte.

    Nach einigen Minuten waren Jan und Semir in den Räumen durch. „Also wenn du mich fragst, ist die Wohnung ziemlich spärlich eingerichtet. Gerade mal das nötigste. Keine Klamotten im Schrank. Kein dreckiges Geschirr …. Nichts. Als wenn keiner hier wohnen würde.“ meinte Semir zu Jan. Dieser nickte. „Ja aber irgendwas muss der Einbrecher hier gesucht haben. Würdest du in eine Wohnung einbrechen wo nichts zu holen ist?“ stellte er die Gegenfrage. „Nein nicht wirklich. Es ist sonderbar. Oder aber sie hatte ihre Sachen bei sich, weil sie verreisen wollte. Dann wäre alles verbrannt.“ mutmaßte Jan. „Ja stimmt… könnte so sein. Urlaub, dann wird vorher noch sauber gemacht und so… Nur kenne ich keinen Einbrecher, der es so ordentlich zurück lässt. Das muss einer sein mit Stil. Oder er hat aufgeräumt.“ dachte Semir laut nach. „Ja oder aber er wusste genau wo er suchen muss.“ Gab Jan zurück. „Na komm… hier ist nichts zu holen. Die Spurensicherung kann sich das alles ansehen. Fahren wir zurück.“ gab Semir resigniert von sich und Jan nickte. Kurz darauf waren sie auf der Autobahn. Der Rest des Tages verlief ruhig und gegen Mitternacht machten die Beiden Feierabend und fuhren nach Hause.

    Am nächsten Morgen lag der Bericht der Spurensicherung auf ihrem Tisch. Semir sah ihn sich an. „Tja… war klar. Fingerabdrücke von drei Personen. Die Tür war aufgebrochen…. Weiß ich ja selbst.“ murmelte er und warf die Akte in den Briefkorb. Er sah Andrea bereits am Schreibtisch sitzen und ging zu ihr. „Sag mal…. hast du die Fingerabdrücke die in der Wohnung gefunden wurden schon durch den Computer gejagt?“ fragte er sanft. Sie nickte. „Er arbeitet noch. Wenn es welche gibt, die mit denen übereinstimmen, findet er sie bestimmt. Einen Kaffee?“ fragte Andrea. Semir nickte und ging mit ihr in die Küche. „Du sag mal… Jan erzählte mir von einem Typen im Cabrio, der dich abgeholt hat… ist da was dran?“ stellte Semir nebenbei die Frage und tat ziemlich gleichgültig. „Mit einem Cabrio? Da muss Jan sich vertan haben. Alko fährt einen alten Golf.“ meinte Andrea kühl. Semir sah sie an. „Alko? Ist das dein neuer Freund?“ wollte er wissen. Andrea lachte. „Nein…. Das ist mein Nachbar….“ gab sie bekannt. „Ach… ich dachte schon… also nicht das du denkst ich wäre eifersüchtig.“ entschuldigte er sich. Andrea nickte. „wie könnte ich so etwas von dir denken.“ meinte sie nur und ging mit der gefüllten Tasse zum Schreibtisch. „Aber es läuft nichts zwischen dir und deinem Nachbarn, oder?“ fragte Semir. Andrea sah ihn über den Tassenrand an. „Du… Semir. Er ist nur mein Nachbar. Mehr nicht. Okay? Oder möchtest du noch etwas wissen?“ lächelte sie ihn etwas genervt an. „Ähm… nein.. alles bestens.“ Semir nahm seine Tasse und ging mit schnellen Schritten ins Büro.

    Anna und Schrankmann sowie ein Team des SEKs fuhren am nächsten Morgen bei Berger und Kaufmann vor. Diese waren in ihrem Labor und sahen das Aufgebot gar nicht. Sylvie kam gerade die Treppe runter als die Männer stürmten. Sie schrie laut auf und wollte sich der Verhaftung widersetzen, zog ihre Waffe und schoss wild darauf los. Einer der SEK-Beamte wurde verletzt und ein weiterer erwiderte das Feuer. Sylvie sackte tödlich getroffen zu Boden und sah auf die Wunde dicht über dem Herzen. Das Blut lief pochend mit jedem Herzschlag aus der Wunde. Von den Schüssen allarmiert kamen nun auch Berger und Kaufmann nach oben und wurden vom SEK empfangen. Sie widersetzen sich nicht weil sie einfach so geschockt waren. Schrankmann baute sich vor Berger auf. „Wo ist Kranich?“ fragte sie. Berger antwortete nicht. „Sucht das gesamte Gebäude ab. Er muss hier sein!“ befahl sie den Männern, die sich umgehend daran machten diesen Befehl auszuführen. Doch nach einer halben Stunde war klar, Kranich war nicht hier. „Der ist vermutlich dabei, sich das Geld für den nächsten Schuss zu besorgen. Klar… er kann ja nicht ohne…“ grollte Schrankmann verächtlich. Sie drehte sich zu Anna. „Sie brauchen gar nicht so triumphierend zu schauen, ich werde Kranich finden. Und ich werde ihn hinter Gitter bringen. Mir ist es egal, ob er süchtig gemacht wurde und dann zum Verbrecher wurde, oder ob er es freiwillig macht. Er wird mit Sicherheit aus dem Polizeidienst entlassen und das ist etwas was ich durchsetzen werde…“ „…ich werde mit Sicherheit dagegen halten und nun sollten Sie mir aus den Augen gehen. Ich habe eh schon Magenschmerzen und ich möchte kein Geschwür bekommen“ erklärte Anna wütend und lächelte sie an. Schrankmann ließ die Gefangenen abtransportieren und verschwand. Das Lächeln von Annas Gesicht verschwand. „Gewitterziege“ fauchte sie leise und fuhr mit Fink zurück zur PAST. „Sagen Sie Frau Engelhard… glauben Sie dass es funktioniert?“ fragte er. Anna nickte zuverlässig.

    Die Tage vergingen.... Tom schrie sich die Seele aus dem Leib und versuchte Semir mit allen zu bestechen damit er seine Dosis bekam. Semir hatte sich Kopfhörer aufgesetzt und hörte laut Musik. So war es wenigstens nicht so schrecklich für ihn, seinen Freund so zu sehen. Tom bettelte und flehte. Gegen Mittag des vierten Tages schlief Tom sehr unruhig. Er fieberte und Semir war in der Versuchung einen Arzt zu rufen, doch wenn er das tat, dann wusste die Staatsanwältin vermutlich schon bald, dass Tom hier war und würde ihn einsperren. Er rief Anna an. „Chefin! Ich brauche einen Arzt für Tom. Kennen Sie nicht jemanden? Er hat hohes Fieber und ich bekomme es einfach nicht runter.“ erklärte er. Er hörte Anna tief Luft holen. „Semir… wenn ich einen Arzt zu Ihnen schicke, dann ist Tom so gut wie verhaftet…ist es wirklich so schlimm?“ kam von ihr besorgt. „Er brüllt mich den ganzen Tag an und droht mit tausend Tode und dann bettelt er wieder und fleht mich an. Es tut weh…“ gab Semir zu. „Semir… egal was er zu Ihnen sagt. Er meint es nicht so. Aber wissen Sie, was mir gerade einfällt? Der Bruder von Petra ist Arzt und ich meine er heißt Marcus. Wenn wir ihn wirklich einweihen, dann müssen er und Petra Stillschweigen bewahren. Bei Petra ist es kein Problem. Aber ich weiß nicht wie der Bruder das sieht.“ erklärte Anna. „Chefin… versuchen Sie es. Ich schaffe es nicht allein. Die Umschläge helfen nicht und ich weiß wirklich nicht weiter.“ bat Semir. „Also gut. Ich werde mit Petra sprechen. Geben Sie mir die Adresse wo Sie sich befinden.“ kam von Anna und sie schrieb die Adresse auf.

    Da für Katrin nun wieder die harte Zeit des büffelns anbricht und sie ab sofort wieder seltener online geht, hat sie mich gebeten die Story für euch stück für stück einzusetzen....

    ‚Nein! Das war unmöglich!’ Seine Augen verengten sich bei diesem Gedanken. Der Zorn stieg in ihm hoch. Wütend schlug er gegen das Lenkrad. Oder hatte er sich getäuscht? Nein, er würde sie selbst nach all den Jahren wieder erkennen. Nie würde er ihr Gesicht vergessen, dieser entschlossene Gesichtsausdruck, als sie damals den Abzug durchzog und seinen Bruder, Andreas Ritinger, tötete. Das war Anna Engelhardt! Sie lebte also noch! Einer der Neulinge trieb ein falsches Spiel mit ihm. Das würde dieser büßen!

    Die Autos vor ihnen blieben vor einem alten, heruntergekommenen Haus, in der Nähe eines Waldes, stehen. Norbert Kuhn tat es ebenso. Es war eine verlassene Gegend, Menschen oder andere Häuser waren kaum welche zu sehen. Sven hatte den Befehl gegeben erneut das Versteck zu wechseln, weil der Überfall wieder gescheitert war. Aus diesem Grund hatten sie die alte Unterkunft gar nicht mehr besucht. „Siedlerstraße 7.“ las Tom auf dem kaum lesbaren Schild an der Mauer des Hauses, als er ausstieg und warf Semir einen unmerklichen Blick zu. Bei der nächsten Gelegenheit mussten sie ihrer Chefin unbedingt die neue Adresse durchgeben.

    Tom, Semir und Norbert hatten gerade das Gebäude betreten, da stürmte Sven Ritinger bereits auf sie zu. „Wieso um alles in der Welt lebt die Engelhardt noch?“ schrie er ihnen wütend entgegen. Erschrocken wichen ‚Raffael’ und ‚Adrian’ zurück und erstarrten zugleich bei den Worten „Engelhardt lebt“. Norbert, der ebenso verwundert war, versuchte Sven zurückzuhalten. „Bitte Sven, du irrst dich! Die Engelhardt ist tot, das weißt du doch. Was soll denn das?“ versuchte er Sven zur Vernunft zu bringen. „Nein, ist sie nicht!“ stieß Sven vor Wut kochend aus. „Ich habe sie auf dem Rastplatz kurz gesehen. Sie war dabei! Sie hat ein Kind vom Rauch weggebracht.“ fuhr er fort. Semir und Tom schlug das Herz bis zum Hals, dennoch versuchten sie äußerlich ruhig zu bleiben. Wurde Anna wirklich gesehen? Würde ihre Tarnung nun auffliegen?

    „Aber ich hab doch geschossen und sie sank zusammen! Der eine Bulle schrie daraufhin, dass sie tot sei…da bin ich mir sicher.“ brachte Tom als Entschuldigung hervor. Norbert sah Sven und ‚Raffael’ einen Moment lang an und nickte dann. „Aber das kann nicht sein, Sven! Ich war doch dabei! Die Engelhardt ist tot! Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen!“ war er sich sicher. „Ich habe sie aber gesehen!“ schrie Sven. „Aber Raffael hat…die Kugel traf die Engelhardt in Herznähe, sie hat sich daraufhin nicht mehr bewegt. Sie…sie muss tot sein.“ stammelte ‚Adrian’. „Sven, bitte beruhige dich. Es war alles voller Rauch! Das kann sie nicht gewesen sein, es sei denn, sie ist von den Toten wiederauferstanden.“ versuchte es Norbert erneut. Sven sah ihn drohend an und trat einen Schritt näher. „Wage es nicht zu behaupten, dass ich mir das nur eingebildet habe!“ Norbert schluckte und schüttelte schnell den Kopf. „Tut mir Leid…ich dachte nur…es hätte ja sein können, dass du dich geirrt hast.“ sagte er entschuldigend. „Nun gut, nehmen wir einmal an, ich hätte mich geirrt. Warum ist dann aber schon wieder ein Überfall gescheitert? Warum waren die Bullen schon wieder vor uns dort?“ fuhr Sven nun ruhiger fort, aber noch immer mit einem zornigen Unterton in der Stimme. Norbert sah ihn an und schwieg. „Ich weiß es nicht.“ gab er schließlich leise zu und zuckte mit den Schultern. „Wir haben einen Verräter hier! Jemand, der die Polizei mit Informationen versorgt. Jemand, der die Engelhardt vielleicht gewarnt hat und dafür gesorgt hat, dass sie eine Schutzweste tragen würde. Ich weiß nur noch nicht, wer diese undichte Stelle ist.“ Sven sah ‚Raffael’ und ‚Adrian’ eindringlich an. Die Beiden sagten aber nichts.

    Jan und Semir fuhren zurück. „Also?“ fragte Jan. „Was also?“ kam von Semir. „Woher du sie kennst?“ wollte Jan wissen. „Ach so… es war gestern. Ich war joggen wie ich es manchmal mache und da sind wir uns begegnet. Sie wurde gerade von zwei Typen verfolgt. Als ich sie fragte warum, meinte sie es wäre alles nur ein Zufall. Opfer von zwei Männern die sie vermutlich vergewaltigen wollten und nur weil ich dazwischen gekommen bin, kam es nicht dazu. Ich fragte sie dann, ob sie eine Anzeige erstatten wollte und sie lachte mich aus. Meinte dann gegen wen denn…. Und dann ist sie weg.“ erklärte Semir. Jan nickte. „Tja… scheinbar hat sie es nicht so einfach weg gesteckt.“ gab er zu verstehen, dass er den Tod der jungen Frau für einen Selbstmord hielt. „Nein… Jan. Das glaube ich nicht. Sie machte nicht den Eindruck dass sie Selbstmordgefährdet ist.“ widersprach Semir. Jan nickte. „Wir müssen zunächst mal den Namen abchecken. Wie war der noch gleich?“ fragte er nach. Semir blättere in seinem Notizblock. „Ähm.... Romina... Romina Andersen.“ gab er zur Antwort. Als sie in der PAST waren gab Semir den Namen an Andrea weiter. Nur zehn Minuten später kam sie zu den Beiden rein. „Also... diese Romina Andersen ist ein völlig unbeschriebenes Blatt. Außer das sie eine Prostituierte ist, keine Vorstrafen, keine auffälligen Verhalten im Straßenverkehr. Nichts. 32 Jahre jung, unverheiratet.... die letzte Meldeadresse war die Eichelherstraße 35 in Köln-Mühlheim.“ gab sie bekannt und drückte Tom einen Zettel in die Hand. „Hier... alles noch schriftlich, damit ihr die Straße nicht vergesst.“ grinste sie ihn frech an. „Danke Andrea...“ gab Jan nur zurück. Semir sah sie an. „Andrea? Was hältst du denn von einem gemeinsamen Abendessen?“ fragte er sanft. Andrea sah ihn an. „Nein…. Ich habe heute schon was Anderes vor….. ein Andermal vielleicht.“ Semir nickte. Das war ja wohl ein Korb, dachte er und trottete hinter Jan her.

    „Du musst das bei Andrea anders machen. Komplimente, sag ihr wie schön sie ist, das sie gut duftet und wie schlank sie doch nach ihrem Urlaub noch ist… solche Dinge.“ riet Jan ihn im Wagen. „ Sie weiß doch, dass ich sie liebe und sie weiß auch, dass ich sie hübsch finde. Ach ich weiß nicht… ich verstehe sie einfach nicht, ich meine… ich habe wirklich nichts getan. Die Eifersucht macht mich noch kaputt. ‚Sei muss mir doch mal vertrauen.“ stöhnte Semir zurück. Jan nickte, verschwieg aber, dass er das Gleiche von Andrea gehört hatte. „Ja… wie ist es denn mit deiner Eifersucht?“ wollte er wissen. Semir sah ihn erstaunt an. „Ich? Eifersüchtig? Das Wort existiert gar nicht in meinem Wortschatz…“ empörte er sich. Jan nickte. „Ja sicher… ach hast du eigentlich gestern als wir im Büro saßen dieses weiße Cabrio gesehen, Andrea ist nach Feierabend dort eingestiegen. Der Kerl sah aus, wie Arnold Schwarzenegger..“ erzählte Jan beiläufig. „Cabrio? Wann? Wo?“ schoss Semir die Fragen ab. „Na bei uns an der PAST. Ich hab es ganz deutlich gesehen. Die beiden haben sich geküsst und…“ erzählte Jan weiter. „Das kann doch gar nicht! Hast du das Kennzeichen? Wer war das denn? Dem…“ Semir stockte als Jan ihn grinsend ansah. „Du lügst!“ stellte er fest. Jan nickte. „Nicht ganz… aber die Eifersucht, die ja bei dir nicht existiert, war sehr existent!“ gab Jan grinsend weiter. „So… da sind wir.“ meinte er dann und hielt an. Semir stieg aus und wartete auf Jan. Dann gingen sie ins Haus, wo Romina Andersen wohnte. Als sie vor der Tür standen, sahen sie sofort, dass die Tür aufgebrochen wurde. Beide sahen sich kurz an und zogen dann die Waffe. Sich gegenseitig deckend gingen sie in die Wohnung. Allerdings war niemand mehr dort. Semir rief die Spurensicherung.

    Semir nahm den Schlüssel den er von Fink bekommen hatte und auch die Wegbeschreibung. Er hatte Anna gebeten Petra nichts davon zu sagen, dass er Tom gefunden hatte und wie es ihm ging. Erst wenn Tom wieder gesund war, dann konnten sich die Beiden wieder sehen. Während der Fahrt sah er immer wieder auf Tom, der vor sich hingrinsend auf dem Beifahrer saß und in einer Welt war, die nichts mit der Realität zu tun hatte. Nur eine Stunde später war Semir angekommen. Er schnaubte verächtlich als er sah, was für ein Häuschen es war. Martin hatte Recht, es war nichts Besonderes. Tom schien langsam wieder wach zu werden. Er sah Semir an. „Was machen wir denn hier?“ wollte er wissen. „Hier werde ich dir helfen.“ versprach Semir und zog Tom aus dem Wagen. Beide gingen ins Haus. Semir war erstaunt denn das Haus schien von außen nicht viel herzumachen, aber innen war es erstaunlich gut eingerichtet. „Du willst mir helfen? Wie?“ fragte Tom unsicher. „Nun… hier wirst du zunächst von den Drogen runter kommen. Du bist noch nicht zu lange drauf und ich hoffe, dass wir es beide überstehen werden. Tom…ich weiß das du es schaffen kannst. Du musst es nur wollen.“ bat Semir inständig. Tom nickte. „Ich will es. Ich will mein altes Leben zurück. Ich will meinen Job zurück… ich will…“ fing er an und seine Stimme zitterte. Semir nickte. „Dann werden wir uns auf eine harte Zeit vorbereiten. Ein kalter Entzug ist hart, aber wir werden es schaffen und niemals aufgeben.“ schwor Semir. Tom nickte nur.

    Anna sah Schrankmann an, als sie am nächsten Morgen in ihrem Büro stand. „Wo ist denn Herr Gerkhan?“ wollte sie wissen. „Er hat Urlaub beantragt und ich habe ihm zugestimmt. Warum fragen Sie?“ kam von Anna zur Antwort. „Nun ja… ich hoffe nur, er benutzt den Urlaub um sich zu erholen und nicht um Kranich zu suchen und ihn zu verstecken.“ gab Schrankmann schnippisch von sich. „Wenn es Sie beruhigt… er ist zu seiner Frau in die Eifel gefahren und wird dort einige Zeit bleiben. Aber wir haben einen geheimen Hinweis erhalten, wo sich Berger und Kaufmann aufhalten. Ich werde mit Ihrer Erlaubnis ein SEK-Team hinschicken und sie festnehmen.“ bat Anna. Schrankmann nickte. „Ich werde Sie begleiten, denn wenn wir diese Beiden haben dann haben wir auch Kranich und der wird ebenfalls verhaftet werden. Wenn Sie allein fahren, muss ich davon ausgehen, dass Sie ihn verstecken und verschonen.“ erklärte Schrankmann. Anna nickte. „Selbstverständlich…“ nickte sie. „Wir sind ja auch eine Gemeinschaft die sich gegen Sie verschworen hat, nicht wahr? Warum hassen Sie Kranich und Gerkhan so? Weil Sie ihnen nicht in den Hintern kriechen? Oder weil sie jeden Fall hervorragend lösen und Ihnen damit Arbeit machen, weil Sie dann die Anklage schreiben müssen?“ fragte Anna wütend. Doch Schrankmann lächelte sie nur an.

    Der Abend kam und Semir sah zu Tom, der auf dem Bett lag. „Semir… es geht los. Ich brauche meine Dosis….hilf mir…“ kam von ihm. Semir sah dass Tom Schmerzen hatte. Er hatte ihn auf seinen Wunsch hin mit Handschellen am Bett gefesselt. „Nein… du bekommst nichts von mir. Du musst da durch.“ erklärte Semir. „Ich brauche es! Gib es mir doch! Ich hab was in der Jacke…bitte… ich kann nicht…“ flehte Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Ich dachte du willst mir helfen? Warum quälst du mich so? Semir… du bist doch mein Freund…“ kam von Tom. „Ja und genau deshalb bekommst du nichts von mir. Tom… du musst da durch. Ich kann dir sonst nicht helfen. Ich wünschte ich könnte es dir abnehmen, aber…“ erklärte Semir leise. Er nahm die Wasserflasche und hielt sie Tom an den Mund. Doch dieser trat auf einmal nach ihm und traf auch. Mit einem Schrei ging Semir zu Boden und sah seinen Freund an. „Das hast du davon! Gib mir meine Dosis! Ich will es!!! Ich will es!!!“ schrie Tom ihn an. Semir erhob sich und hielt sich die Seite. „Weißt du was? Du kannst mich anschreien soviel du willst, mich treten wenn du glaubst es hilft dir. Du kannst jammern und betteln. Von mir bekommst du das Teufelszeug nicht.“ gab er gepresst zurück, hob die Wasserflasche auf und ging zurück zum Tisch. „SEMIR!! BITTE!!!!“ schrie Tom laut und Semir hörte wie er an den Fesseln zerrte.

    „Hey Jungs! Ich wollte euch gerade anrufen.“ begrüßte Hartmut die Beiden. Jan sah Semir an. „Ach warum?“ wollte er wissen. „Nun… der Wagen von dem Unfall… Also ihr könnt euch vorstellen, das wenn ein Auto so ausbrennt nicht viel von den so genannten „Weichteilen“ übrig bleibt. Hier ist es natürlich genau so. Also wenn die Frau ungebremst auf den LKW gefahren ist, dann haben vermutlich die Bremsen versagt. Allerdings waren die in Ordnung. Also blieb die Vermutung, wenn es Fremdverschulden war, die Bremsschläuche angeschnitten hat, die Bremsflüssigkeit ist ausgelaufen und deshalb ist es zum Unfall gekommen. Oder aber…. Und das ist auch eine Möglichkeit, sie hat Selbstmord begangen. Das aber würde dann wiederum….“ erklärte Hartmut und tippte am Rechner etwas ein… „Hartmut!! Weißt du warum oder nicht?“ unterbrach Semir ihn. „Ähmm…. Nein.“ gab Hartmut zu. Jan grinste. „Na das ist doch mal sehr präzise.“ meinte er darauf. „Tja… tut mir Leid aber ich kann euch nicht helfen. Ach so… ich konnte das Kennzeichen wenigstens ermitteln. Der Wagen war auf eine Romina Andersen zugelassen.“ Hartmut sah von Jan zu Semir. „Gut gemacht.“ meinte Semir nur und drehte sich um. Er verließ mit Jan die KTU und fuhr zur Gerichtsmedizin.

    In der Pathologie war nicht viel los. „Wegener?“ rief Semir durch die Gänge als er glaubte den Gerichtsmediziner zu sehen. Der Mann drehte sich um. „Ach… Semir… Jan. Was macht ihr denn hier?“ fragte er erstaunt. „Die Frau, die heute Morgen beim Unfall ums Leben gekommen ist. Hast du sie schon untersucht?“ wollte Jan wissen. Wegener sah ihn an. „Ich habe gerade den Bericht geschrieben. Wollt ihr sie noch mal sehen?“ fragte er. Semir sah zu Jan und nickte dann. „Wenn sie hübscher als heute Morgen aussieht?“ meinte er dann. Wegener lächelte. „Nun sagen wir mal so… sie eine hübsche Leiche.“ gab er zu. Er ging mit Semir zu den vielen Schränken und zog eine der Tragen heraus. Dann nahm er das Leichentuch hoch und Semir sah in das Gesicht. „Oh…verdammt.“ stieß er aus. Jan sah ihn an. „Was ist denn?“ wollte er wissen. „Ich kenne diese Frau.“ gab Semir zu. „Also nicht vom Namen… ich erzähl es dir unterwegs. Haben wir die Identität schon?“ wandte er sich an Wegener. „Ähm... leider nein. Wer es war, müsst ihr herausfinden. Ich habe einen Zahnabdruck gemacht, aber der wird vermutlich nicht sehr viel helfen. Ihr könntet die Presse einschalten.“ grinste Wegener und verabschiedete sich.

    Florian sah sich in der Wohnung von Romina um. Er durchsuchte alles, doch das was er finden wollte, war nicht da. „verdammte Schlampe!“ schrie er vor Wut. Wo hat sie bloß den Stick gelassen. Hier war er nicht. Wenn er im Wagen war, dann wäre er verbrannt. Aber was wenn sie ihn in ihrer Jackentasche hatte, dann …. Verdammt… wenn die Bullen das finden, dann sind er und Frank dran. Er musste sie finden. Krankenhaus…. Marien. Das hatte er mitbekommen, als die Polizisten sich darüber unterhielten. So verließ er die Wohnung und fuhr zum Krankenhaus. An der Anmeldung fragte er nach dem Zimmer von Romina Andersen. Doch niemand kannte diesen Namen. Enttäuscht über die Auskunft verließ Florian das Krankenhaus wieder und fuhr zu Frank. Dieser sah auf, als er den Raum betrat. „Was machst denn du für ein Gesicht?“ fragte er. „Verdammt… der Stick… er ist nicht in ihrer Wohnung. Sie ist nicht im Krankenhaus… keine Spur von der Schlampe… Sie hätte eigentlich im Krankenhaus sein müssen. Aber … sie ist nicht dort. Ich hab es doch mitbekommen…“ stieß Florian wütend aus. Frank lachte. „Vielleicht hat sie ihn im Auto gehabt. Und dann ist er verbrannt. Das ist ein Glücksfall… ein absoluter Glücksfall. Mensch Brüderchen… es ist alles im Lot.“ sagte er erleichtert.

    Na super.... jetzt haben die Anna gesehen und wissen, das Tom und auch SEmir falsch spielen... das gefällt mir gar nicht... absolut nicht... wie kannst du nur soo gemein sein.... pfui Katrin.... schäm dich.... wann gibt es den nächsten Teil????

    Super geschrieben. Absolute klasse also du brauchst dir keine Sorgen machen... die Story ist wirklich absolute Klasse.... :D

    So noch ein kleiner Teil für "Semirs Engel" und Gute Bessereung

    „Als sie dich erschossen haben… ich wollte nicht leben. Ich wollte einfach nur sterben. Doch Kaufmann hatte was Anderes vor. Ich wollte fliehen, mich wehren. Es ging nicht. Sie sperrten mich so lange ein, bis ich an der Nadel hin. Am Anfang gaben sie mir den Stoff ohne welche Bedingungen. Aber dann…“ Tom machte eine Pause. „Dann wollten sie, dass ich es mir verdiene. Ich brauche bereits dreimal eine Dosis. Ich hab sogar daran gedacht mich zu töten…ich will so nicht leben.“ Semir nickte. „Ich helfe dir. Die Chefin auch. Wir werden Kaufmann und Berger eine Falle stellen. Du weißt wo sie sind?“ fragte er vorsichtig an. Tom nickte erneut. „Ja… sie haben ein kleines Häuschen am Stadtrand. Dort haben Sie sogar ein Labor und stellen irgendwelche Pillen her. Sie haben mich kaputt gemacht. Ich bin süchtig….“ kam leise von Tom. „Ich werde die Chefin anrufen. Schrankmann wollte mich schon einsperren, damit ich nichts tue. Tom ich hab dich gesucht. Seit ich aus dem Krankenhaus bin. Diese Mistkerle hatten mir eine Überdosis gegeben. Ich habe drei Tage um mein Leben gekämpft. Aber ich hab es geschafft und du wirst es mit meiner Hilfe auch schaffen.“ versprach Semir.

    Anna schrak auf als das Telefonklingeln sie aus dem Schlaf riss. Sie sah auf die Uhr. Zwei Uhr Nachts? Wer rief denn um diese Zeit an, fragte sie sich und ging zum Telefon. „Engelhard.“ meldete sie sich verschlafen. „Chefin! Ich bin es… Semir. Tom ist bei mir. Er braucht unsere Hilfe…“ hörte sie Semir sagen und sofort war sie hellwach. „Ich bin gleich bei Ihnen. Lassen Sie ihn nicht weg!“ sagte sie und legte auf. Nur wenige Minuten später war sie angezogen und fuhr in einem rasanten Tempo zu Semir. Sie hielt mit etwas Abstand vor seinem Haus und sah sich um. Es schien niemand da zu sein, der das Haus von Semir überwachte. Sie klingelte und nur wenig später saß sie bei Semir im Wohnzimmer und Tom gegenüber. Er lachte irre und schien die Welt nicht wahrzunehmen. Anna war erschrocken über sein Aussehen. „Tom…. schön Sie zu sehen.“ sagte sie leise. Toms Augen schienen sie zwar anzusehen, aber sie zweifelte daran dass er sie tatsächlich wahrnahm. „Er ist gerade auf seinem Flug.“ sagte Semir leise. „Diese Mistkerle haben ihn geschafft. Er hat mich um Hilfe angefleht. Chefin…. wenn die Schrankmann herausfindet, dass er hier ist, dann… dann …“ sie hörte die Verzweiflung aus Semirs Stimme. „Wir werden ihm helfen. Sie und Tom müssen für eine ganze Weile verschwinden. Bis er wieder clean ist. Niemand wird uns davon abhalten.“ schwor sie ihn. „Martin Fink hat mir zugesichert, dass er eine Bleibe hat, wo Tom seinen Entzug durchmachen kann. Keine Nachbarn, weit ab vom Schuss. Dort muss ich ihn hinbringen und ..“ erklärte Semir. „Einen kalten Entzug? Das wird eine harte Arbeit. Glauben Sie, dass Sie es schaffen? Das er es schafft?“ fragte sie zweifelnd. „Ja… er wird es schaffen und ich auch. Wir werden es gemeinsam durchstehen und dann werden wir Berger und Kaufmann stellen. Tom weiß wo sie sind und…“ erzählte Semir. Anna lächelte ihn an. „Sie werden sich um Tom kümmern und ich werde mit Fink Berger und Kaufmann stellen. Und damit sind wir alle ausgelastet. So und nun sollten wir sehen, dass Sie und Tom ungesehen zu dem Ort kommen, den Sie allein kennen. Fink ist uns loyal gegenüber und er wird sicher schweigen. Dafür darf er Berger und Kaufmann verhaften.“ erklärte Anna. „Hier… den hat Tom geschrieben, bevor er weg getreten war. Die Adresse wo Sie Berger und Kaufmann finden.“ Semir hielt ihr einen Zettel hin. Anna nahm ihn. Dann half sie Semir Tom in den Wagen zu bringen und fuhr zur PAST.

    elvira, ich brauche unbedingt eine fortsetzung. Bitte
    Ich bin doch so erkältet, vielleicht geht es mir ja denn besser, wenn ich mehr stoff :) von dir bekomme.

    Bitte, ich bin doch so erkältet, nur du kannst mich wieder aufmuntern:)

    Tse also wirklich... dieses Jammern... ich hasse es.... :D Na aber nicht das du irgendwo erzählst, ich würde ein Allheilmittel gegen Krankheiten haben... :D . Sonst komme ich demnächst gar nicht mehr zum arbeiten.... :D gibt gleich noch einen Teil....

    Boah... der Typ ist gut... Das die Chefin nicht daran gedacht hat, das auf einer Raststätte doch Verkehr ist, ein kleiner nicht unbedeutender Fehler. Aber gut... noch scheinen die Beiden nicht aufgeflogen zu sein.... oder wird der jetzt mißtrauisch? ich befürchte ja, das der Zauber gleich losgeht. Hoffentlich wird keiner verletzt....