Kurt hörte was der Bulle verlangte. Das durfte nicht passieren und er musste eingreifen. Die Bullen durften die Ladung nicht sehen. Er zog seine Pumpgun und stieg leise auf der Beifahrerseite aus. Die Polizisten bemerkten es nicht. Die waren mit Hubert beschäftigt und gingen gerade nach hinten. Auch Kurt ging nach hinten. Er schlich sich an die Männer ran und als er die hintere Seite erreicht hatte, sah er den Kleineren mit dem Rücken direkt vor sich stehen. Der größere stand direkt bei Hubert. Er stieß den Kleineren dem Waffenlauf in den Rücken. „Wenn du jetzt noch mit dem Ohr wackelst dann hast du es hinter dir!“ warnte er vernehmlich. Der Kleinere versteifte sich sofort, während der Große zur Waffe griff. „Lass es! Sonst ist er Mus!“ brüllte Kurt ihn an. Der Große hob die Hände. „Ganz ruhig. Wir können über alles reden!“ sagte er. Kurt nickte. „Ja sicher…. Waffe auf den Boden!“ befahl er. Der Polizist tat was verlangt wurde. Der Kleinere rührte sich nicht. „Du auch!“ stieß Kurt ihn an.
Semir zog vorsichtig seine Waffe raus und legte sie auf den Boden. „So und nun beide zu eurem Wagen!“ befahl der zweite Mann. Semir sah Tom Hilfe suchend an. Doch Tom konnte nichts tun. Er war gezwungen auf Semir Rücksicht zu nehmen. Während der Zweite die Beiden unter Bewachung hielt sammelte der Fahrer die Waffen ein. „was machen wir denn jetzt?“ fragte er den Anderen. „Wir werden sie erst einmal in ihrem Dienstwagen einsperren. Die Waffen in den Kofferraum!“ befahl der Zweite und stieß Semir die Waffe in den Rücken. „Los!“ Semir ging los. Tom musste vor ihnen gehen. Dann hatten sie den Wagen erreicht. „Handschellen raus!“ kam der nächste Befehl. Semir griff in die hintere Tasche und zog die Handschellen hervor. „Du machst dich hinten fest!“ befahl der Mann. Semir tat was verlangt wurde. Tom musste sich vorn fesseln. Dann wurden die Türen zugeschlagen und die Beiden waren allein. Sie konnten nur noch sehen, wie der LKW den Rastplatz verließ. „Verdammt!“ stieß Semir aus.
Kurt und Hubert stiegen in den LKW und fuhren los. Hubert drückte das Pedal heftig durch und der Wagen schaukelte enorm. Dabei verlor er das vordere Nummernschild, was keiner von Beiden bemerkte. Sie fuhren auf die Autobahn. „Verdammt! Wenn die gesehen hätten was wir geladen haben, dann … dann wären wir für einige Jahre aus dem Verkehr gezogen worden. Die hätten nur fixer sein müssen und du hättest gar keine Chance gehabt, die Knarre zu ziehen“ grollte Hubert. Kurt sah ihn nur an. „Wenn du die Klappen aufgemacht hättest, dann ja... die Drogen da hinten reichen für drei Großstätte. Das wäre ein gefundenes Fressen. Wir müssen Markus anrufen und ihm sagen, dass uns die Bullen auf dem Kicker haben. Denn wenn die beiden aus dem Wagen sind, dann werden sie uns jagen, verstehst du? Markus muss uns helfen. Er muss. Schließlich war es seine Idee.“ fluchte Kurt und griff zum Handy. „Ja… Markus? Ich bin’s… pass auf die Bullen haben uns am Wickel bekommen. Was? … Nein! Nein! Wir haben sie überwältigt, aber…die werden uns sicher nicht so einfach fahren lassen. … Warum ich dich anrufen? … Ja was meinst du denn? Ich fahre hier deine Ware durch die Stadt, verdammt!“ schrie Kurt ins Handy. „Okay…. ja…. gut…. wir sehen uns dann heute Abend am Rastplatz.“ Kurt beendete das Gespräch. Hubert sah ihn an. „Und was jetzt?“ wollte er wissen. „Es bleibt beim Plan. Wir treffen uns heute Abend wie ausgemacht.“ gab Kurt weiter.