Kurt sah Leon und Paul an. „So… da sind sie ja.“ sagte er als er den BMW in die Tiefgarage kommen sah. Paul du gehst mit ihnen in den Fahrstuhl und findest heraus auf welcher Etage Kranich wohnt und in welcher Wohnung. Anschließend kommst du wieder runter und wir fahren gemeinsam hoch. Wir werden die Beiden einen schönen Abend bereiten und morgen sind wir reich.“ lachte er. Kurz darauf sah er wie Paul mit den beiden Polizisten in den Fahrstuhl stieg. Nur fünfzehn Minuten später kam er wieder. „Sechste Etage links. Direkt neben dem Fahrstuhl.“ gab Paul bekannt. Kurt nickte. „Dann werden wir ihnen noch eine halbe Stunde geben und fahren dann ebenfalls hoch. Bis dahin lassen wir den Beiden noch etwas Zeit.“ Meinte er wohltätig. „Habt ihr eure Waffen dabei?“ wollte er kurz darauf wissen. Paul und Leon nickten. „Ja und was wenn die quer schlagen?“ fragte Leon. „Dann zeigen wir ihnen, dass es nicht gut ist, wenn sie es tun. So einfach ist das. So die dreißig Minuten sind um. Wir fahren hoch.“ Sie stiegen aus und gingen zum Fahrstuhl. Wenig später standen sie vor Toms Türe. Leon zog seine Waffe und versteckte sie unter einer Jacke um sie vor neugierigen Blicken zu schützen. Paul sah ihn an und stellte sich links von der Tür, während Kurt vor dem Spion stand. Er setzte seinen Finger auf die Klingel und drückte drauf. Hell erklang der Ton hinter der Tür.
„Gehst du mal hin, Semir! Ich hab gerade was zu tun.“ bat Tom. „Ja sicher… erwartest du denn noch jemanden?“ wollte Semir wissen und stand auf. „Nein eigentlich nicht. Aber vielleicht ist es ja die Süße von gegenüber und will sich Zucker borgen.“ vermutete Tom. Semir lachte „Ja sicher… um elf Abends… meinst du nicht sie hat da was anderes zu tun? Das ist nur Wunschdenken….“ kann die Gegenfrage. Er sah durch den Spion. „Na eine Frau ist das nicht.“ murmelte er und öffnete. „Ja bi…“ er stockte mitten in der Frage. Langsam hob er die Hände und ging einen Schritt zurück. „Und wer ist es?“ rief Tom aus der Küche. Semir antwortete nicht, weil der Mann vor ihm den Finger auf den Mund legte. „Hey! Wer da ist…wollte ich wissen…“ kam von Tom der nun ebenfalls zur Tür kam. Auch er hob die Hände, als er die Waffen sah. „Rein in die gute Stube!“ befahl der Mann und wedelte mit der Pistole. „Schon gut… es muss niemandem was passieren.“ sagte Semir leise und ging ins Wohnzimmer. Tom stand bereits dort. „Setzen!“ kann der nächste Befehl, während einer der Gehilfen die Tür verschloss. „Was bitte soll das?“ wollte Tom wissen. „Wir wollen die Steine.“ kam zur Erklärung. Semir setzte sich in den Sessel während Tom stehen blieb. „Brauchst du ne Extraeinladung?“ fauchte der Mann. Tom schüttelte den Kopf und setzte sich in den zweiten Sessel. „Wo sind sie?“ fragte der Mann. „Im Wagen in der Tiefgarage.“ gab Semir von sich. Der Mann nickte und zielte mit der Waffe auf ihn. „Dann hol sie!“ forderte er. Semir nickte und stand auf. „Halt...! Mein Freund wird dich begleiten. Er ist Experte in Sachen Diamanten weißt du....?“ lachte der Mann. Paul packte Semir am Arm und drückte zu. Dann zerrte er ihn aus der Wohnung zum Fahrstuhl.
Tom sah den Mann an. „Was wollen Sie außerdem?“ fragte er. „Vielleicht einen Kaffee? Oder Kuchen?“ ging es bissig weiter. Der Mann lachte. „Nein... ich will dass du die Klappe hältst bis dein Kumpel wieder oben ist. Dann werden wir verhindern, dass ihr uns folgt und verschwinden. So einfach ist das. Wir sind uns nie begegnet und haben uns nie gesehen.“ lachte er. Tom zog verächtlich Luft ein. Sicher würden sie Semir und ihn nicht so einfach gehen lassen. Beide hatten sich die Gesichter gemerkt, schließlich haben sie diesmal auf eine Maske verzichtet. Fünfzehn Minuten später wurde Semir brutal in den Raum gestoßen. Tom sah dass er aus Mund und Nase blutete. Semir landete am Boden und zog pfeifend Luft ein. Tom wollte sofort zu ihm, doch die Waffe, die auf ihn gerichtet war, zeigte dass es besser wäre nichts zu tun. „Paul? Was soll das?“ fragte der Anführer der Drei. „Die glauben uns verarschen zu können. Das sind Glasperlen! Keine Diamanten!“ Er ging erneut auf Semir los und trat ihn in die Seite. Semir schrie laut auf. Tom sprang hoch und ging auf Paul los. Doch der war viel stärker und blockte die Schläge von Tom ab. Nun griff auch der dritte ein, der sich bisher ziemlich ruhig verhalten hatte und packte Tom von hinten während der Dritte sich Semir vornahm und ihn in Schacht hielt.