Sorry Tschona, aber ich musste gestern seehr lang arbeiten. Konnte nichts mehr einstellen.....
Während Semir auf dem Weg ins Krankenhaus war, wurden die Brandt-Brüder abgeführt. Frank sah man an, dass er es nicht gut fand, dass Semir so schnell gefunden wurde. Florian hing seinen Gedanken nach. Wenig später saß Florian mit Jan im Verhörraum. „So… Herr Brandt. Sie wissen schon was wir Ihnen nachweisen können, nicht wahr. Der Mord an dem kleinen Reff war das Letzte was Sie machen konnten. So abartig kann niemand veranlagt sein. Haben Sie sich an seinem Flehen ergötzt? Hat es Ihnen den Kick gegeben, als der kleine Junge starb? Warum haben Sie es getan? Aus Spaß oder sind Sie so veranlagt?“ schrie er den Mann an. Florian sah ihn trotzig an, schwieg aber. Dann legte Jan die Fotos vor, die die Hand mit der Narbe zeigten. „Diese Bilder sind aus dem Film, den uns Romina vor ihrem Tod überlassen konnte. Es ist Ihre Hand. Sie haben diese Narbe…“ meinte Jan leise. Florian versuchte seine linke Hand zu verstecken. „Das wir Ihnen das Genick brechen. Die Staatsanwältin freut sich schon auf diesen Fall. Wie war das mit dem Mord an Romina Andersen? Waren Sie auch dort? Ihr Bruder war da… Hat er den Mord veranlasst oder sogar verursacht?“ fragte Jan weiter. Doch Florian schwieg eisern. „Gut… dann sind Sie wegen zweifachen Mord, versuchter Entführung und versuchter Mord dran. Ihr Leben ist gelaufen. Ach noch eins… und das ist etwas das mich unglaublich freut. Kindermörder haben im Knast nichts verloren…. Solche Leute stehen ganz unten und werden auch so behandelt. Viel Spaß dabei…“ grinste Jan ihn an. Doch Florian zeigte keine Reaktion. Jan verließ den Raum und ließ Florian in die Haftanstalt bringen.
Anna sah Andrea an, die soeben davon unterrichtet wurde, dass man Semir gefunden hatte und dass er fast unverletzt dieses Abenteuer überlebt hatte. Sie war sichtlich erleichtert. „Jan fährt gleich zu ihm und holt ihn ab. Mit dem Gips kann er wohl eine ganze Weile nur Bürodienst machen, was ihm sicher nicht gefällt.“ Lächelte Anna ihr zu. Andrea nickte. „Ich werde mich um ihn kümmern. Der Arme…so ganz hilflos mit einem Gipsbein… Ist nicht einfach für einen Mann.“ lächelte Andrea erleichtert. Jan kam dazu. „Die schweigen eisern. Aber als ich Florian Brandt die Bilder der Hand zeigte versuchte er seine zu verstecken. Das sehe ich als Schuldeingeständnis.“ meinte er nur und griff zum Autoschlüssel. „Ich werde jetzt unseren Patienten mal abholen. Der ist vermutlich schon am schreien.“ lachte er und fuhr los. Als er im Krankenhaus ankam, saß Semir bereits unten in der Halle. Der weiße Gips ging bis über das Knie. Als er Jan sah, versuchte er mit Hilfe der Krücken aufzustehen. Es gelang mühsam. „Na schön das du auch mal kommst….“ gab er wütend von sich. „Ja entschuldige mal… ich hab zu tun. Die Brandt-Brüder mussten vernommen werden. Andrea beruhigt werden. Ne Menge Arbeit. Aber die Brüder schweigen zu allen Vorwürfen. Nur denke ich mit deiner Aussage und mit der von Jay dürften sie für immer hinter Gittern wandern.“ erklärte Jan und ließ Semir vor sich her humpeln. „Das ist doch was… Na dann fahr mich mal zur Wache… ich hab noch was vor.“ grinste Semir und Jan konnte sich vorstellen was damit gemeint war.
Andrea sah zur Tür, als Jan und Semir eintraten. „Semir! Endlich… weißt du was ich mir überlegt habe. Ich könnte dich solange du armer Kerl so hilflos bist, bei mir wohnen und ich werde dich verwöhnen. Aber nur so lange wie du den Gips trägst.“ meinte sie und gab ihm einen Kuss. Semir sah zu Jan und grinste breit. „Ob das gut geht? Ich meine was sagt ihr Nachbar dazu… wie hieß der noch mal Arko?“ fragte Jan. Das Grinsen aus Semirs Gesicht verschwand und er sah Andrea an. „Stimmt… was ist mit diesem Alko?“ wollte er wissen. Andrea lachte laut auf. „Was soll denn mit ihm sein? Er ist mein Nachbar und er hat mir beim renovieren geholfen. Er hat mich zur Arbeit gebracht bzw. abgeholt, weil er nicht wusste welche Farbe ich in meiner Küche haben wollte. Wir sind zum Tapetenhändler gefahren und das war alles. Bist du etwas eifersüchtig? Ich meine du hattest doch gar keine Zeit mir zu helfen…“ empörte sie sich gespielt. „Nein… ich bin nicht eifersüchtig… warum sollte ich denn… oder ist da doch was gelaufen? Andrea? Du sagst mir doch alles, oder?“ fing Semir an. Ein warnender Blick von Jan ließ ihn verstummen. „Ich bin nicht eifersüchtig!“ verteidigte Semir sich und humpelte ins Büro. Andrea und Jan lachten nur. „Ach ja… du brauchst ihn morgenfrüh nicht abholen. Ich bringe ihn mit.“ nickte Andrea ihm zu und ging wieder an die Arbeit.
Ende