"Ich nehme an und wir diskutieren nicht" sagte Tom und stemmte die Arme in die Seiten. "Wieso? Ich bin dran!" widersprach Semir. "Ja, aber du hast ne Familie, erinnerst du dich? Und wie ich hörte, soll die Arbeit gefährlich sein. Ich will nicht Andrea erklären müssen, dass du mit einer Kugel im Kopf im Leichenschauhaus liegst." erklärte Tom nun. Das waren die richtigen Worte, beide wussten, wie gefährlich ist diese Job und sie wollten nicht, dass dem anderen etwas passiert. " Ich weiß was du meinst. Ich werde mit Andrea sprechen und sie wird das verstehen. Sie weiß das es manchmal brenzlig werden kann. Ich mache es ja nicht zum ersten Mal." meinte Semir. "Ja? Wirklich? Und was sagst du ihr? Hallo Schatz, ich nehme diesen gefährlichen Job, ich liebe dich und es ist mir egal ob was passiert. Oder wie?" Tom starrte an Semir, der etwas antworten wollte, aber die Chefin unterbrach. Sie war schon zurück und wollte die Sache endlich lösen. "Also meine Herren, das reicht. Hören sie bitte endlich auf. Sie sind wie kleine Kinder. Semir, ich denke eigentlich auch, dass Sie zunächst an Ihre Familie denken sollten, aber wie ich eben schon sagte, es ist eine freiwillige Entscheidung. Und da Tom beim letzten Mal nicht besonders gut weg gekommen war, sollten Sie es wenigstens versuchen. Also meine Herren...." sie drehte sich zu Semir. "Ja, stimmt" sagte er nur und grinste Tom an. "Gut. Sie werden sich morgen mit Kleine in Verbindung setzen!" befahl Anna. "Ja Chefin, mach ich.“ kann von Semir. Tom starrte sie an "Was? Warum?" versuchte er seine Argumente einzubringen. "Tom, sie sind doch schon genug alt. Muss ich Ihnen wirklich sagen, was beim Letzen Mal passiert ist? Semir weiß was er macht, also, keine Widerworte bitte. okay?" Tom nickte nur, es hatte keinen Sinn zu verhandeln.
Zu Hause war Semir unruhig. Tom hatte Recht, er wusste nicht wie er es Andrea sagen sollte. Er saß mit Aida auf die Decke und spielte mit ihr, als Andrea kam und ihn zum Abendessen rief. "Semir …., was ist mit dir? Was ist los?" fragte Andrea besorgt. "Überhaupt nichts, warum?" gab Semir wieder und dachte nach. "Na du bist ganz seltsam. Seit du hier bist, bist du nervös. Selbst wenn du mit Aida spielst. Sollte ich was wissen?" fragte Andrea und zog ihre Braue hoch. "Nein Schatz, nichts..." entgegnete Semir ihr und machte eine Pause. Andrea sah ihn eindringlich an. "Ja...du hast Recht, es gibt was. Ich muss packen." sagte er auf einmal und wollte gerade raus. Andrea hielt ihn fest und sah ihn verständnislos an. "Was? Wieso?" Semir setzte sich bei ihr auf die Couch und legte ihr seinen Arm um die Schultern. Sie stieß den Arm weg. "Ich warte!" sagte sie schon ein bisschen wütend. Semir atmete aus. "Naja...ich...ich muss für ein paar Tage weg… Ich habe einen Undercover-Einsatz angenommen. Nichts Außergewöhnliches... Ich schwöre..." versuchte er sie zu beruhigen. "Bist du jetzt total verrückt? Du weiß doch, dass ich es hasse ... diese Aktionen sind zu gefährlich. Denkst du gar nicht an uns?" fragte sie wütend und stand auf. Semir wollte sie festhalten. „Andrea…. Bitte….“ Semir schlug seine Augen nieder, er wusste dass Andrea sich aufregen würde und verstand es sehr gut. Sie brachte Aida ins Bett. Er hörte sie wie sie sang. Eine Stunde später lag auch sie im Bett. Semir saß noch im Wohnzimmer. Er wusste genau, wenn er Andrea erst einmal zur Ruhe kommen ließ, war sie auch für ein Gespräch bereit.