Beiträge von Elvira

    Semir hatte jetzt schon etwas, aber es reichte ihm nicht. Also Kalana hatte Toms Freund erschießen lassen. Tom hatte niemals über so etwas gesprochen und Semir wunderte ein wenig. Er dachte bisher, dass er alles über seinen Freund wußte. Seine Gedanken wurden von Kalana unterbrochen. " Warum willst du das alles wissen? Warum trinkst du nicht? Magst du meinen Whisky nicht? " Kalana sah Semir an. Von Semir kam nichts. „Bist du nur neugierig, oder verfolgst du damit einen Zweck?“ fragte er und Semir stockte. Er musste verdammt vorsichtig sein. Wenn Kalana jetzt misstrauisch wird, ist es verdammt gefährlich. "Na ich...Sie kennen das, mich interessiert nur den Mann, den ich abgeknallt habe. Ich weiß gerne das Warum...." sagte er dann und grinste leicht. Er hoffte, dass Kalana nicht bemerkt hat, wie nervös er war. Dieser nur nickte und Semir ahnte, das er jetzt keine weiteren Informationen von ihn bekam. Kalana schwieg sich aus. "Uhm... ich sollte gehen, will noch ein bisschen schlafen" sagte er, stand auf und stellte das Glas auf den Tisch. Er wusste nicht ob Kalana so betrunken oder nur versonnen war. Er nickte nämlich nur und murmelte "Gut, wir sehen uns morgen, Seller..." dann kam nichts mehr. Semir nahm diese Chance und ging langsam weg. An der Tür traf er Höller, der sicher nach Kalana ging. Höller warf ihm einen sehr bösen Blick. Er war immer mehr hellhörig. "Was?" fragte Semir nur wieder mit etwas unschuldigem Gesicht. Höller antwortete nicht, aber drückte Semir weg und machte die Tür zu. Semir schüttelte seinen Kopf. Semir blieb stehen. Sollte er horchen? Vielleicht erfuhr er so mehr, was er an Tom weiter geben konnte. Er öffnete die Tür einen Spalt. Zum Glück quietsche die Tür nicht in den Angeln. Er hörte das Gespräch zwischen Höller und Kalana.

    „Dieser Seller ist mir absolut nicht geheuer. Er hat alle Räume sehr genau inspiziert. Wie ein Bulle“ gab Höller zu bedenken. Kalana lachte leise. „Du bist sehr misstrauisch. Das ist zwar manchmal sehr gesund, aber ich denke, er ist sauber. Das er sehr neugierig ist, ist mir auch schon aufgefallen. Vor allem sein Interesse an diesen Kranich... ist sehr auffällig. Ich hab ihm die Story erzählt. Er weiß nun, warum Kranich sterben musste.“ lachte Kalana. „Willst du ihn wirklich bei der Sache dabei haben?“ wollte Höller wissen. „Was meinst du warum er mit dir fliegt? Du kannst ihn dann kontrollieren und dafür sorgen, dass er keine Dummheiten macht. Hast du ihm das Handy wieder gegeben?“ fragte Kalana. Höller nickte. „Hast du das Telefonbuch durch gesehen?“ wollte Kalana als nächstes wissen. Höller nickte erneut. „Allerdings war da nicht sehr viel zu erkennen. Nur zwei Einträge. Reichlich wenig für ihn.“ Kalana sah ihn an. „Ja... und deshalb werden wir auch dafür sorgen, dass er kein Empfang mehr hat. Hol mir das Handy. Ich werde es mir mal zu Gemüte ziehen.“ Höller nickte und stand auf. „Nein... nicht jetzt.“ Kalanas Blick fiel auf die Tür. Er sah Höller an und deutete mit dem Kopf dort hin. Höller sah den Spalt und schüttelte den Kopf. Es sollte wohl heißen, dass er die Tür nicht offen gelassen hatte. Kalana nickte. „Okay... Höller... du weißt was du zu tun hast. Ich werde es dir noch einmal hier hinschreiben...“ Kalana nahm einen Stift und schrieb „vermutlich werden wir belauscht.“ Höller las es und nickte. Er zog seine Waffe. Kalana lachte und schüttelte den Kopf. Er machte ein Zeichen, dass Höller reden sollte und schlich zur Tür. Während dessen redete Höller über Gott und die Welt. Kein Wort von dem was das Geschäft anging.

    So das war sie also… die letzte Folge von Semir und Ben für dieses Jahr. Aber das Finale hatte es in sich. Wie Ben da sehr intensiv erst einmal nachdenken musste wer Melanie war… vielleicht eine Verflossene und man sah sofort wie erleichtert er war, dass es keine Verflossene war.

    Auch sehr gut… die Rolle die Sven Martinek spielte… ein brutaler Mistkerl… schizophren veranlagt… nicht schlecht. Wirklich nicht schlecht. Ben tat mir echt Leid… so im Sarg unter der Erde… und dann noch Wasser… na kann nicht jeder behaupten dass er unter der Erde ertrunken wäre, oder

    Semirs Auftritt vor dem Club… nicht schlecht…. Tja der Türsteher wird sich künftig die Leute sicher noch besser ansehen. Semir sah man seine Sorge um Ben richtig an. Der Arme tat mir Leid.

    Ja und dann der Abschluss… der Kampf um das Auto… das kennen wir doch…. lol aber die Argumentation warum nun wer fahren sollte war klasse. „ ich war den ganzen Tag im Sarg.“ Kam von Ben und Semir … „Och menno…“ lol klasse… Alles im Allen eine super Folge. Eine super Staffel

    So macht Cobra spaß.

    ABENDESSEN :D

    Der Tag bei Semir war ganz ruhig. Höller hat sich beruhigt und Semir hatte Zeit das ganze Haus untersucht.. Jedes Zimmer war luxuriös eingerichtet. Er war auch beim Pool, aber schwamm lieber nicht. Er musste sich auch wundern, dass er keiner von den Männern von Gestern gesehen hatte. Sie waren vermutlich alle bereits unterwegs zum Treffpunkt. Am Nachmittag wagte er zu Kalana zu gehen. Er wollte versuchen, seinen früheren Namen zu erfahren. Er wusste zwar noch nicht wie, aber da würde er schon einen Weg finden. Er klopfte an Kalanas Tür. Eine Weile war nichts zu hören. Er drückte leise die Klinke runter und hoffte, dass niemand im Raum war. Semir betrat den Raum und sah Kalana auf der Couch sitzen. Er hielt ein Glas in der einen Hand und sah auf mehrere Papiere die auf dem Tisch lagen. Semir dachte, dass es etwas mit dem Geschäft zu tun hat. Kalanas Augen blieben auf dem Papier, trotzdem fragte er "Was willst du?" Semir versuchte sein Glück. "Ähm... ich langweile mich und Höller sieht nicht so redselig an" Semir lachte. 'Na komm schon, sag was' dachte er. Kalana legte die Papiere weg und sah Semir prüfend an. Dann zeigte er auf leeren Sessel vor ihm. Semir nickte und setzte sich. "Und du denkst, ich bin redseliger?" Semir zuckte mit den Schultern. "Ich habe gehört, dass Sie Gesellschaft mögen, nicht wahr?"

    Kalana sah ihn an. "Das hast du es also gehört, sicher... aber ich mag nur gute Leute." er machte Pause "Na aber nach diese Sache mit Kranich bist du für mich gut genug." lachte Kalana und stand auf. Er füllte sein Glas und ein zweites. Dieses reichte er Semir, der natürlich annahm. Semir nickte, er fühlte aber, dass die Namesfahndung nicht so leicht sein würde. "Sie sagten, dass Sie mir die Story mit diesem Bullen erzählen wollten. Jetzt wäre sicher eine sehr gute Zeit dafür. War es sehr viel Geld? " versuchte er zu starten. "Nicht nur das Seller, nicht nur das... Chears" wieder eine Pause, wieder ein Schluck. Semir starrte ihn an. "Mein Mann hat seinen Freund erschossen und Kranich schwor, er schnappt mich, obwohl er dort kein Bulle war. Er tat, als würde er den ganzen Polizeiapparat kennen. Erst später erfuhr ich, dass er mal zu dem Haufen gehört hatte. Tja… wohl ne Auszeit genommen. Na das sollte mir egal sein. Aber er hat mir ein verdammt großes Geschäft versaut. Das lasse ich nicht einfach auf mich sitzen. Wenn Kranich nicht gewesen wäre, dann wäre ich ein reicher... also ich meine ein noch reicherer Mann als jetzt. Aber er hat bezahlt für seine Unverfrorenheit. Die Sache ist erledigt." erzählte Kalana und widmete sich wieder seinen Papieren. "Und dann mussten Sie verschwinden" beendet Semir den Gedanken. "Genau, Seller, genau und nun verschwinde.“ kam leise warnend von Kalana.

    ups nochmal ich... also wirklich Jenni... so geht das doch nicht.... Semir soll sich benehmen... soso ... und was wenn nicht? Irgendwie gefallen mir diese Kerle nicht... ich habe da das GEfühl, das die Unterkunft nicht sehr bequem sein wird. oder? Gibt es heute noch was? Ich meine immerhin hast du ja Ferien.... also ran an die Schreibfeher und lass die Phantasie blühen.

    P.S. Ich hab um drei Feierabend und bin um ab sechs zuhause. bis dahin kannst du sicher noch was zaubern oder nicht? :D

    So, es geht mal wieder ein kleines Stück weiter... :)
    Entschuldigt, das ich mich in den letzten Tagen etwas rar gemacht habe. ^^ Aber meine vielen Termine und Verpflichtungen lassen mir im Moment einfach wenig Zeit für andere Dinge. :thumbdown:

    Ich hoffe trotzdem, das Ihr weiterhin Spaß am Lesen der Story habt... :S

    tse... was für eine blöde frage ;) Klar wollen wir weiterlesen und es macht immer noch sehr viel Spaß. Und außerdem verstehst du es uns an deiner Story zu fesseln..... weil du immer dann aufhörst wenn es spannend wird. Ich will wissen ob Gehlen seine Strafe bekommt oder nicht, ich will wissen, ob er sich an Semir und Chris rächen kann (natürlich besonders an Semir, der ja seinen Sohn erschossen hat).... Also nicht hoffen... weiterschreiben... :D

    Semir hat sein Handy gerade auf den Tisch gelegt, als sich eine Hand auf seine Schulter legte. "Mit wem hast du gesprochen?" fragte Höller, der unbemerkt hereingekommen war. Semir erschrak unmerklich. 'Wie viel hat er gehört?' Er drehte sich um aber nahm das Handy wieder in der Hand. "Was?" fragte er ganz unschuldig. "Ich fragte mit wem hast du jetzt gesprochen?" kam leicht wütend von Höller. "Das ist meine Privatsache." fauchte Semir ihn an. Er drückte schnell die Löschtaste um die getätigten Anrufe zu löschen. Höller sah ihn wütend an. „Gib mir sofort das Handy!“ schrie er ihn an. „Verlass sofort mein Zimmer. Ich werde mich bei Kalana beschweren. Du magst es anscheinend nicht, dass er mich mag, was? Hast du Angst ich laufe dir den Rang bei ihm ab?“ fragte er und sah Höller herausfordernd an. "Laber mich nicht so dämlich von der Seite an! Mit wem hast du gesprochen?" kam erneut von Höller, der nicht drauf ansprang. "Nur mit einem Freund.." antwortete Semir. "Ja? Wirklich? Und das soll ich glauben?" fragte Höller und hielt immer noch die Hand hin. "Na gut, es war meine Freundin, du kennst das doch...Frauen...wenn du mit ihnen nicht sprichst, dann sind sie ganz unerträglich" Semir verdrehte die Augen und grinste. Er hoffte, dass Höller es genommen hat. "Ja das kenne ich" lachte Höller. "Na sag mal, wie sieht sie aus?" fragte er weiter. "Nicht dein Problem" gab Semir an. "Ach ja, du hast Recht" nickte Höller. "Okay… vergessen wir die ganze Sache. Ist sicher nur ne Lappalie. Brauchst also dem Boss nichts erzählen, klar?" Höller sah ihn an. Semir hatte das Gefühl, als habe er Angst davor, dass er, Semir, Kalana es erzählen würde. "Okay." nickte Semir und sah hinter Höller her, der das Zimmer wieder verließ. Semir atmete tief ein und schloss die Augen. Das war verdammt knapp.

    Höller war nicht so dumm. 'Freundin? Das will ich sehen' dachte er. 'Du bist mir immer mehr verdächtig' Aber er konnte nicht so viel tun. 'Kalana mag dich jetzt, der ist total blind, scheiße' Höller erinnerte sich wieder auf Toms Körper auf dem Boden. 'War er wirklich tot? Ich hab es doch gesehen, der war tot!' Höller musste sich überzeugen. 'Nein, etwas mit diesem Seller ist nicht in Ordnung.' Er hoffte nur, dass er nicht das Geschäft zerstörte. Sobald dies über die Bühne war, würde er sich Seller vornehmen. Und wenn er die Wahrheit rausschlagen müsste. Seller würde ihm alles erzählen. Aber nun zählte erst einmal, dass er alles was Kalana brauchte rangeschafft wurde. Höller wollte Kalana zeigen, dass er immer noch der Beste ist. Er war loyal und würde sicher auch herausfinden was an Seller nicht stimmte. Das brauchte nur etwas mehr Zeit. Und wenn er erst einmal im Flugzeug mit ihm war, dann konnte er Seller auf den Zahn fühlen. Er roch förmlich nach Unklarheiten. Und Unklarheiten, konnte Höller nicht ausstehen.

    Tom konnte schon nicht schlafen. Nach schnellem Frühstück fuhr er schon nach PAST. Niemand war da. Nur die Nachtschicht und sie sahen Tom mit verwunderten Augen an. "Hey Tom, alles klar? Was machst du hier...so früh?" fragte einer. Tom verdrehte die Augen. "Na und? Mann kann doch auch einmal früh aufstehen." antwortete er. Der Beamte nickte aber schüttelte trotzdem den Kopf und sah sich wieder seine Uhr an. Tom ließ ihn und ging in sein Büro. Rippen taten immer noch weh, aber es war schon besser. Er machte noch Papierarbeit, irgendwie wollte er die Zeit rumkriegen. Es war noch nicht acht, als die Chefin kam. Auch sie war ziemlich überrascht, lachte leise und begrüßte ihn. "Gibt es was Neues?? Oder was bringt Sie so früh ins Büro?" fragte sie mit dem Lächeln. Jetzt schüttelte Tom seinen Kopf. "Ja, Semir hat sich gemeldet. Endlich haben wir was Nützliches. Die Vorbereitungen laufen heute an. In einer Woche soll das Geschäft beginnen. Kalana will mit zwei Wagen nach Polen fahren. Semir und dieser Höller werden im Flugzeug fliegen." erklärte Tom. "Das ist klug" unterbrach ihn die Chefin "sehr klug, mit einem kleinen Flugzeug werden sie nicht auf dem Radar sichtbar, das heißt keine Kontrolle, klug….Sagen Sie Keine Bescheid…er soll dafür sorgen das die Kollegen vom Zoll bereit stehen." befahl Anna. "Ja, sicher, ich rufe Kleine sofort an und er wird das schon erledigen." sagte Tom. "Ach und noch was.. Kalana fährt wohl auch." gab Tom bekannt. "Gut. Das wird Kleine sehr interessieren. Danke Tom. Sonst noch was?." fragte Anna. „Ja… Semir hat mir gesagt, das Kalana oder wie der Typ heißt, kein Pole oder Tscheche ist, wie Kleine annimmt. Und außerdem dass er seinen Namen geändert hat. Also heißt er nicht Kalana. Und da haben wir dann einen Anhaltspunkt. Wenn ich ein Bild von dem Typen hätte wüsste ich auch wer mir da ans Leder wollte.“ Anna sah ihn erstaunt an. „ Fragen Sie bei Kleine an. Was ist mit Ihrem Gedächtnis? Fällt Ihnen immer noch nicht ein, wer es sein könnte?“ fragte sie. „Bisher nicht, aber Semir sagte mir, dass Kalana ihm wiederum erzählt hat, dass er wegen mir sechs Jahre im Knast war. Daran werde ich anknüpfen. Ich finde heraus, wer es ist.“ drohte Tom regelrecht. Tom schaute auf seine Uhr, 8:30. 'Na sehen wir ob Herr Kleine auch früh aufsteht' dachte er und grinste.

    Semir ging direkt in sein Zimmer und wählte Toms Handy an. Er überlegte nicht wie viele Uhr es war. Tom antwortete erst nach dem sechsten Klingeln mit verschlafender Stimme. "Kranich..." Semir hörte noch ein Gähnen und lachte leicht. "Wach auf, du Schlafmütze. Arbeit ruf dich." "Semir..." Toms Stimme war ein bisschen sauer "Weißt du überhaupt wie spät es ist?" "Ja, das weiß ich genau, wart mal...etwas um 6, nicht wahr? Na, willst du was Neues hören oder nicht?" fragte Semir. "Ja..., sicher, was ist?" hörte er Tom fragen. Diesmal klang es sehr neugierig. "Ab morgen geht es los. Die Sache soll sich über zwei Wochen hinziehen." erklärte Semir. "Wirklich?" fragte Tom „Und deshalb rufst du mich mitten in der Nacht an. Nur um mir zu sagen dass es morgen losgeht? Hast du was herausgefunden, was dieser Kalana gegen mich hat?“ wollte Tom wissen. "Ja, jetzt hab ich mit dem Typen gesprochen und weißt du was? Er hat einen richtigen Hass auf dich. Dem hast du ja ganz schön auf den Schwanz getreten." lachte Semir. "Sehr witzig Semir, sehr witzig... na sag schon, was ist es?" forderte Tom ihn an. „Nun ja… er sagte mir, dass du ihn um viel, viel Geld gebracht hast. Weil du ihn verraten hast, an die Bullen. Er sagte auch, dass du in der Zeit kein Bulle oder in Urlaub warst. Also verringert sich der Suchraum auf die Zeit, wo du deinen langen Urlaub hattest. Ach ja und dass er sechs Jahre bekommen hat“ zählte Semir auf. Tom sagte nichts. "Er hat zwei Wagen und ein Flugzeug, ich denke die Drogen werden mit dem Flugzeug geschmuggelt. Mich will er ebenfalls ins Flugzeug stecken und ich habe sogar einen Leibwächter." kam von Semir und er lachte. „Semir ich will dich ja nicht beunruhigen. Aber ich habe fast alle Fälle durch. Nur ein Pole oder Tscheche ist nicht darunter. Es gibt keinen Fall. Ich habe nur noch drei Fälle…“ erklärte Tom. „Vielleicht hast du den nicht aufgeschrieben. Oder nicht als Bulle dafür gesorgt. Na komm…als du Privatdetektiv warst, hattest du wohl nicht so viele Fälle oder?“ fragte Semir höhnisch und weiter: „ Ich hörte, es ist ein Dorf im Norden von Wroclau oder so. Nicht sehr weit von Grenzen. Ach ja… und dieser Höller erzählte das Kalana gar nicht Kalana ist. Der Typ ist falsch. Er ist kein Pole und auch kein Tscheche.

    Tom saß mittlerweile aufrecht im Bett. "Semir, verdammt. Hast du eine Ahnung wie Kalana vorher hieß? Ich brauch einen Namen…“ bat Tom. "Spinnst du? Was soll ich tun? Ich kann ihn doch nicht einfach fragen" antwortete Semir und Tom hatte den Eindruck, dass er nervös war. "Du denkst dir schon was aus" grinste Tom "Der Typ mag dich doch, hast du gesagt." Semir lachte "Gut, ich versuche was. Aber es dauert. Versuch du im Gegenzug etwas heraus zu finden, wo bei einem Fall von dir, Jemand sechs Jahre bekam und mit Drogen zu tun hatte. Auch und über einen gewissen Fritz Höller brauche ich alles, was du raus finden kannst. Das was mir Kleine bzw. dieser Alex gegeben hat, ist ziemlich dürftig. Vor allem will ich wissen, wohin er Verbindungen hat." forderte Semir von Tom. „Wie geht es dir sonst?“ fragte Tom "Gut...Mir ist nur nicht ganz wohl, wenn ich daran denke wie es weiter geht. Ich meine wenn die dahinter kommen, dass ich ein Bulle bin, dann... Kalana will mich im Flugzeug haben, wie schon gesagt. Also...ich werde mit dieser Höller fliegen, hoffe er kann fliegen." "Okay, ich gebe es weiter und wir besprechen mit Kleine den Verlauf." antwortete Tom. "Alles klar...Ach ja und noch was, wir beginnen schon um sechs Uhr, Kalana ist wohl ein Frühaufsteher. Mehr weiß ich nicht, ich melde mich wieder. Und jetzt muss ich Schluss machen, sonst fällt es auf.“ meinte Semir leise. "Okay, bis dann und pass auf dich auf." verabschiedete Tom sich.

    Abendessen!! ................ ;( Übrigens ihr seid ganz schön schreibfaul :S

    "Du wirst diesen Job mit Höller machen. Er passt quasi auf dich auf. Und du wirst ihn gehorchen, klar? Ich will keine Probleme." Semir nickte. "Ihr werdet fliegen und keine Angst Höller ist ein guter Pilot. Die Wagen werden über Funk mit euch im Kontakt bleiben. Ich fahre auch, will mein Heimat auch wieder sehen." Kalana machte Pause. "Warum fahren wir nicht alle mit dem Auto?" fragte Semir. Kalana zeigte ein kaltes Lächeln. "Aber Matt, warum denkst du denn darüber nach? Du wirst tun, was ich will und gut ist... Außerdem ist es in der Luft einfacher eine Grenze zu überfliegen. Und sollten Verräter unter uns sein, können sie nicht so einfach weg. Verstehst du?" Semir nickte. "Du hilfst ihm bei der Beladung und natürlich bei der Entladung." befahl Kalana. "Okay." gab Semir kurz von sich. "Du gefällst mir Matt...sehr sogar. Ich hoffe, ich täusche mich nicht in dir. Es täte mir sehr leid. Also streng dich an." Semir lachte. "Ich werde mich bemühen" sagte er und versuchte seine Nervosität zu überspielen. "Gut. Jetzt hast du frei und fühl dich wie zu Hause. Schwimmst du gern? Wenn ja, darfst du den Pool benutzen. Du gehörst nun zu uns. Sieh dich um. Wenn du willst, zeigt Höller dir alles." meinte Kalana milde "Danke, aber ich kann mich sicher auch allein umsehen." Semir wollte schon gehen aber dann drehte er sich wieder um.

    "Was ist mit der Geschichte?" Kalana starrte ihn an "Du bist ganz schön hartnäckig, aber das ist gut Matt, das ist gut. Ich sage dir was, er hat mein Leben zerstört und hat mich um viel, viel Geld gebracht. Ich musste für sechs Jahre hinter Gitter. Danach war es schwierig und ich musste ganz unten wieder anfangen. Zum Glück hatte ich meine alten Kontakte und die waren froh dass ich wieder da war..." er stoppte und überlegte ein Moment mit seinen Augen auf dem Glas. „… mehr musst du nicht wissen. Noch nicht. " er machte die nächste Pause und trank ein Schluck. " … aber nun zu dir. Was kannst du mir über dich sagen? Ich weiß nur deine Name und ein paar Kleinigkeiten" erläuterte Kalana. 'Meine Name weißt du zum Glück nicht' dachte Semir und überlegte, was wollte Kalana hören. "Nichts interessant. Ich hatte mehrere Arbeiten bevor ich im Knast gelandet bin ...na und dann nichts, ein paar Jahren in der Zelle, dann hab ich Nietsche getroffen, na und nun bin ich hier. Ich kann versprechen, dass ich gute Arbeit leisten werde. Und alles andere behalte ich zunächst für mich.“ sagte er und versuchte Kalana zu durchschauen.


    FEED ME!!!! :D

    Anna sah auf, als ihre Tür aufging. „Tom? Was machen Sie denn hier?“ fragte sie erstaunt. „Na ich will wissen, wer dieser Kalana ist. Wenn er aus der Zeit stammt, wo Semir und ich zusammen waren, dann hätte Semir ihn auch erkannt. Also muss es im meiner Auszeit gewesen sein, wie Semir bereits vermutet hat. Und so viel hatte ich in der Zeit nicht zu tun. Es gab sechs Männer bzw. Frauen die ich festgesetzt habe. Und wenn ich mich daran erinnere gibt es einige, die mich lieber tot sehen wollen. Also muss ich alle Fälle durchgehen.“ erklärte Tom. Anna nickte. „Ja was ist mit Andrea? Ich meine sie hat sicher große Angst um Semir. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn Sie dort eine Weile leben würden.“ meinte Anna. Tom lächelte. „Ich glaube das würde Semir gar nicht gern sehen. Ich hab mich bereits bei Hartmut einquartiert. Aber ich fahre auf jeden Fall zu ihr. Sie soll wissen, dass Semir sich gemeldet hat und dass es ihm soweit gut geht.“ meinte Tom nur. Anna nickte. „Tun Sie das. Ach und vergessen Sie nicht sich zu verkleiden. Wir wissen immer noch nicht, ob Sie nicht doch beobachtet werden.“ meinte sie kurz. Tom lachte. „Ja schon klar.“

    „Ich habe gehört, dass du sehr gute Arbeit geleistet hast, Matt… sehr schön. Ich brauche Leute die nicht kneifen.“ sagte Kalana und bot Semir den Sessel an. Er setzte sich. „Was hatten Sie gegen den Bullen?“ wollte Semir wissen. Kalana sah ihn an. „Warum willst du das wissen? Der ist Geschichte, wie man so schön sagt. Eine sehr schöne Geschichte.“ lachte er. Semir grinste ihn an. „Ich höre gern Geschichten. Warum erzählen Sie mir die Geschichte nicht?“ wollte er erneut wissen. Kalana sah ihn an. Semir hielt dem Blick stand. Kalana lachte. „Du gefällst mir. Scheinst keine Angst zu haben. Also gut… aber nicht heute. Vielleicht morgen. Trink was… und lass uns den Abend genießen. Es wird sicher die erste Nacht, wo ich keine Alpträume bekomme, in denen der Bulle hinter mir steht und mich verhaften will. Obwohl da war er wohl gerade in Urlaub. Aber er hat dafür gesorgt, dass ich sechs Jahre in den Knast musste. Und das vergesse ich ihm nie. Du hast quasi die Schulden von mir bezahlt.“ Kalana sah ihn nur an. „Das Thema ist erledigt. Alles andere interessiert nicht, nicht wahr Matt?“ lachte er. Semir nickte. „Ja sicher… was ist denn mit der Bezahlung für den Job?“ wollte Semir wissen. Kalanas eben noch freundliche Lachen verschwand. „Das war ein Test. Und ich bezahle keine Test, ist das angekommen?“ Die Stimme klang wütend und Semir nickte nur. „Ja sicher… „ sagte er leise und warf Höller, der in den Raum kam, einen wütenden Blick zu. Dieser grinste nur. Scheinbar wusste er genau, was Kalana sagen würde und wollte das Semir Ärger bekam.

    Kalana, Höller und Semir gingen auf den Hof. Während Semir einige Schritte vor ihnen liefen, unterhielt Kalana sich mit Höller. Er sah bereits alle anderen auf sich zukommen, die scheinbar auf ihn gewartet hatten. "Unser polnischer Freund hat sich gemeldet. Alles ist vorbereitet. Wir beginnen morgen. Die ganze Aktion wird ungefähr zwei Wochen dauern. Ich will zwei Wagen und du…" erklärte Kalana und zeigte auf Höller, der nun neben Semir stand. "… wirst alles besorgen was wir benötigen. Auch das Flugzeug." Höller nickte. Semir war etwas überrascht. 'Flugzeug?' Das war etwas Neues. Endlich. "Okay" führte Kalana weiter. "Das ist alles. Ab morgen ist jeder Ausgang verboten. " Nur zustimmendes Gemurmel war zu hören. Alle Männer wussten offensichtlich schon was sie machen werden. Semir sah sich wieder um, die Männer gingen langsam weg und auch er ging in Richtung Veranda. "Matt, du kommst mit mir. Ich will mit dir reden." sagte Kalana. Semir drehte sich um und blieb stehen. Er sah Kalana fragend an. "Du wolltest doch noch eine Geschichte hören.“ lachte Kalana. „Diese verdammte Bulle bekam was er verdiente. Jetzt ist der Welt endlich etwas sauberer." Semir antwortete nicht. Er erinnerte sich wieder auf Tom, der auf den Boden lag und ihm war übel. Obwohl er wusste, dass nichts passiert war. Semir nickte. „Setz dich!“ forderte Kalana ihn auf und wies auf einen Gartenstuhl. Höller verschwand mit den Anderen. Semir sah ihm nach. Zum ersten Mal war er mit Kalana allein zum Reden. Vielleicht erfuhr er was dieser Mann gegen Tom hatte und vor allem was er jetzt vorhatte. Er wollte ihn geschickt ausfragen.

    Hier ist euer Abendmahl :D

    Semir schloss erleichtert die Augen. „Gott sei dank“, sagte er leise und legte sich aufs Bett. Er war so froh und wischte sich die Tränen weg, die er vor Erleichterung und vor Freude vergossen hatte. Tom war in Ordnung. Nun musste er nur noch raus finden, wer Kalana wirklich war. Sobald Tom wusste wer ihm ans Leder wollte, war es ein Einfaches diese Bande dingfest zu machen. Semir atmete auf. Dann hörte er plötzlich Schritte und kurz darauf das Klopfen an seiner Tür. „Ja!“ sagte er und versuchte sich gelassen zu geben. „Kalana will dich sehn!“ hörte er Höller sagen, ohne das dieser rein kam. Semir stand auf und öffnete die Tür. „Was ist denn mit dir?“ fragte Höller als er ihn ansah. „Nichts… alles in Ordnung.“ gab Semir fadenscheinig zurück und ging an Höller vorbei. Höller stieß ihn an die Wand und hielt ihn am Arm fest. „Schieß mir nicht quer und die Ohrfeige, behältst du besser für dich, klar? Wenn ich wegen dir Ärger bekommen, dann machst du ein Rennen mit. Haben wir uns verstanden?“ warnte er Semir. Dieser nickte nur und ging dann zu Kalana.

    Tom sah Hartmut an. „hast du den Tatort auch richtig ausgewertet?“ fragte er grinsend. Hartmut sah ihn an. „Ja und ich muss sagen, dass du mir als Leiche eigentlich zu lebendig bist. Wenn du willst ändere ich das eben.“ grummelte Hartmut und hob ein kleines Messer. Tom hob abwehrend die Hände… „Hey… schon gut. Wusste nicht, dass du so eine schlechte Laune hast.“ lachte er. Hartmut grinste etwas verzerrt zurück. „Hör mal… wie würdest du reagieren, wenn du plötzlich einen Einsatzbefehl zu einer Adresse bekommst, von der du weißt, das dort ein sehr netter Kollege und Freund wohnt?“ fragte er giftig. „Ach so… du warst nicht informiert. Hey… das ist aber nicht meine Schuld. Da musst du dich bei der Chefin beschweren. Ähm… aber weshalb ich hier bin… darf ich für ne Weile bei dir wohnen? Ich meine, in meine Wohnung kann ich ja wohl schlecht. Bin ja tot.“ lachte Tom. Hartmut grunzte. „Du scheinst es ja sehr witzig zu nehmen, dass du umgebracht werden solltest. Wie hat Semir das denn aufgenommen?“ wollte er wissen. Tom zuckte mit den Schultern. „Na ich denke ganz gut. Er war zwar etwas durch den Wind, aber das gibt sich. Er muss ja in der Bande bleiben.“ erläuterte er. Hartmut nickte. „Ein schwerer Job, was?“ meinte er. „Ja und ich bin froh, dass ich mich nicht aufgedrängt habe. Denn dann wäre ich mit Sicherheit tot.“ gab Tom zu bedenken, dem erst jetzt in den Kopf kam was für ein Glück er gehabt hatte, als Anna Semir aussuchte. „ Also… kann ich bei dir pennen oder muss ich ne Schutzwohnung beziehen?“ fragte er noch einmal. Hartmut nickte. „Klar kannst du…“ sagte er. „Danke Hartmut…“ schon war Tom wieder zur PAST unterwegs.

    Tom hörte sein Handy klingeln und wollte rangehen, als Anna ihn festhielt. „Sie sind tot! Schon vergessen?“ fragte sie. Tom schüttelte den Kopf. „Was wenn es Semir ist und wissen will ob alles gut gegangen ist?“ fragte Tom dagegen. Anna nickte. „Und was, wenn es die Leute sind, die ihm das Handy abgenommen haben? Und Ihre Nummer gefunden haben? Sie nun anrufen und somit Semirs Tarnung auffliegt? Auch daran gedacht? Ich glaube nämlich, das Semir sehr genau weiß, dass Sie leben. Und falls nicht, dann wird er mich anrufen um es zu erfahren. Erst wenn das passiert, dann dürfen Sie mit ihm reden.“ bestimmte Anna. Tom sah ein, dass sie Recht hatte. Genau in diesem Augenblick klingelte Annas Handy. Sie nahm es und sah auf die Nummer. „Semir! Ich wusste doch, dass er anruft.“ sagte sie und meldete sich. „Engelhard! Semir…. es ist alles in Ordnung. Tom geht es entsprechend gut. Wenn Sie nicht reden können, legen Sie einfach wieder auf. Ansonsten geben Sie einen kurzen Bericht ab.“ forderte sie ihn auf. „Ich bin allein. Was ist mit Tom? Ist er nicht verletzt? Ich hab doch Blut gesehen.“ kam von Semir und Anna hörte, dass er scheinbar ziemlich aufgelöst war. „Ich gebe Ihnen gleich Tom. Was wissen Sie bisher?“ fragte Anna. „Nichts… außer dass dieser Typ jemand aus Toms Vergangenheit sein muss. Vermutlich aus der Zeit, wo er seine Auszeit gehabt hat. Vielleicht als er als Privatdetektiv tätig war. Bisher bin ich nur in meinem Zimmer. Ist Tom wirklich okay?“ fragte er erneut. Anna reichte Tom das Handy. „Hey… beim nächsten Mal schieß daneben, ja.“ scherzte Tom. „Gott sein Dank… ich hatte wirklich große Sorgen, ob du überhaupt informiert wurdest.“ sagte Semir erleichtert. „Na Unkraut vergeht nicht. Hey… mach dir keinen Kopf. Mir geht es sehr gut. Wir sollten aufhören, sonst kommst du noch in Teufels Küche. Pass auf dich auf, hörst du.“ sagte Tom zum Ende. „Ja… du hast Recht. Tom versuch bitte heraus zu finden, was dieser Typ mit dir zu tun hat. Bis bald.“ sagte Semir und beendete das Gespräch.

    Höller saß Kalana gegenüber. Kalana saß auf der Couch und sah ihn an. "Und?" fragte er nur. "Erledigt, Kranich ist tot. Seller hat ihn erschossen." sagte Höller. Kalana nicke zufrieden und nahm das nächste Glas. "Ach Höller, auf diesen Moment hab ich so lange gewartet!" Höller nickte "Ich weiß. Was kommt jetzt?" wollte er wissen. "Erstens müssen wir etwas feiern na und dann kann unser Geschäft beginnen" antwortete sein Boss mit kalten Lächeln. „Stoßen wir darauf an, dass einer unserer Feinde unter der Erde liegt. Hast du dich davon überzeugt, dass er wirklich tot ist?“ wollte Kalana wissen. Höller sah ihn an. „Er ist wie ein Baum umgestürzt. Blut trat aus der Wunde. Der Typ ist Geschichte. Seller hat ihn erschossen. Wir mussten schnell weg, weil Seller den Schalldämpfer vergessen hat. Sonst hätten uns vermutlich die Bullen bekommen. Die waren nämlich direkt nach uns dort.“ erklärte Höller. Kalana sah ihn an. „Aber du bist sicher, dass er Kranich erschossen hat? Er hatte keine Möglichkeit, ihn zu warnen?“ fragte er Höller. „Wieso sollte er ihn warnen. Weißt du etwas, was ich wissen sollte?“ wollte Höller wissen. Kalana lachte. „Nein… schon gut. Ich wollte nur deine Reaktion sehen. So und nun sollte unser neuer Freund sich auch erfreuen. Hol ihn!“ befahl Kalana. Höller nickte und stand auf. Er ging zu Semirs Zimmer. Erst horchte er an der Tür, doch er konnte nichts hören.

    Daniela Wutte

    1.) Du warst ja bereits in der Folge „Der letzte Coup“ in Cobra 11 zu sehen. Hast du damals schon daran gedacht, in dieser Serie mal eine feste Nebenrolle spielen zu können?
    Es gab vor „Der letzte Coup“ ein Casting und da ging es schon um eine feste Nebenrolle, deshalb hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt.


    2.) Du nimmst als Nachfolgerin von Petra Schubert, die Stellung der Sekretärin Susanne König, ein. Wäre Sekretärin ein Job für Dich?
    Witzig ist, dass ich mit ca. 8 Jahren den Berufswunsch hatte Sekretärin zu werden. Lag aber wohl eher daran, dass meine Mutter diesen Beruf damals ausgeübt hat…
    Grundsätzlich bin ich mit meiner Berufswahl aber sehr glücklich und könnte mir zurzeit auch nichts anderes vorstellen.

    3.) Wie bist du bei deinem Einstieg vom Team, das ja zum großen Teil seit einigen Jahren zusammenarbeitet, aufgenommen worden?
    Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl im Cobra-Team und das hat sich bis heute auch nicht geändert.

    4.) Siehst du dir die Folgen, wenn sie gesendet werden, auch im Fernsehen an, bzw. wie empfindet man es, sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen? (….wie zufrieden, oder selbstkritisch ist man dabei?
    Wenn ich es schaffe, schaue ich mir die Cobra-Folgen im Fernsehen an, oder nehme sie auf, um sie später anzusehen. Ich bin sehr selbstkritisch und die ersten Male, als ich mich im Fernsehen oder auf der Leinwand gesehen habe, konnte ich es kaum ertragen, aber das hat sich zum Glück gelegt.

    5.) Familie und Karriere sind ja oft ein Thema, gerade bei berufstätigen Frauen. Denkst du, wenn mal Kinder da sind, dass man Beruf und Kinderbetreuung miteinander vereinbaren kann?
    Da ich einen acht Monate alten Sohn habe und schon wieder arbeite, weiß ich, dass beides zu vereinbaren ist. Allerdings habe ich auch einen Mann, der mich sehr unterstützt, bzw. mit dem ich mir alles teile.


    6.) Wie sieht es mit anderen Rollen außerhalb von Cobra 11 aus? Werden wir Dich irgendwann auch in anderen Projekten sehen können?

    Letztes Jahr habe ich im Spielfilm. „Die Dinge zwischen uns“ die Hauptrolle gespielt. Dieser Film lief dieses Jahr auf der Berlinale und vielleicht bald im Fernsehen. Zunächst ist er auf verschiedenen Festivals zu sehen. Als nächstes Projekt steht ein Theaterstück bevor, welches im Oktober in Köln Premiere hat. Zudem kann man mich bald bei Soko Köln sehen.

    7.) Was für eine Rolle, einen Charakter, würdest du gerne einmal spielen?

    Jede Rolle ist eine Herausforderung für mich und ich liebe die Abwechslung. Deshalb habe ich nicht „die“ Rolle, die ich gerne spielen möchte. Ich will spielen, am liebsten viele unterschiedliche Rolle.

    8.) Für fast alle Menschen gibt es Vorbilder. Welche Vorbilder, wenn es denn welche gibt, hast du?
    Es gibt Menschen, die ich sehr bewundere, für Ihre Stärke und Kraft, dass sind aber nicht unbedingt Menschen aus dem öffentlichen Leben.

    9.) Wie gehst du mit „Texthänger“ um?
    Manchmal stottere ich :D manchmal fällt mir was anderes ein, manchmal muss die Szene noch mal gedreht werden und wenn ich Glück habe, merkt es keiner ;) .

    10.) Hier am Set ist man doch auf ziemlich engen Raum beisammen. Wie gehst du mit Stress und Ärger am Drehort um?
    Richtig Ärger hatte ich hier noch nie, die sind wirklich alle ganz lieb hier. Und wenn ich trotzdem mal Stress habe, versuche ich mir den nicht anmerken zu lassen.

    Und auf diesem Wege danke ich Daniela noch einmal für das Interview :D

    So hier kommt noch euer Sonntagsnachschlag...

    Er zog sein Handy und rief Anna Engelhard an. „Chefin… Semir hat mich erschossen.“ sagte er nur. „Was? Gott…. Sind Sie in Ordnung?“ kam besorgt von Anna zurück. „Ja… außer Prellungen ist es in Ordnung. Er war scheinbar nicht allein. Denn sonst hätte er sicher nicht geschossen sondern etwas gesagt. Ich gehe davon aus, das Kalana ihn testen wollte, ob er loyal ist.“ gab Tom durch. „Sie gehen zum Arzt und Tom… Ihre Wohnung wird in Kürze versiegelt. Wir müssen davon ausgehen, dass die Leute auch Ihre Wohnung überwachen. Das heißt Sie werden gleich in einem Sarg raus getragen. Ich schicke Ihnen Hartmut vorbei damit Sie sich eine Perücke aufsetzen können und vielleicht einen Bart ankleben. Sie sind ab sofort außen vor.“ kam von Anna eine klare Ansage. „Aber Chefin! Das geht doch nicht… Semir braucht mich.“ widersprach Tom. „Tom… es muss einen Grund dafür geben, warum dieser Typ Sie umbringen will. Warum glauben Sie, wollte er das tun? Kennen Sie Kalana? Durchforsten Sie alle Fälle, die Sie gemacht haben. Irgendwo liegt dort eine Verbindung zu diesem Kalana, dem Boss des Ringes.“ befahl Anna und ihre Stimme ließ keine Widerworte zu. „Okay… hab verstanden.“ Tom beendete das Gespräch.

    Höller und Semir kamen wieder zu Kalanas Haus. "Geh in dein Zimmer! Ich will noch mit Boss sprechen", befahl Höller. Semir nickte. „Ich denke, ich muss dich nicht einsperren, oder?“ lachte Höller. Semir schüttelte den Kopf. "Keine Angst. Ich werde dich lobend erwähnen" sagte er noch immer lachend, als er Semirs Gesicht sah. Dieser antwortete nicht und ging langsam zum Haus. Dann aber stockte er und drehte sich um. "Und mein Handy?" fragte er nach. "Was willst du denn damit? Du bekommst es morgen, sobald ich die Kontakte überprüft habe." Semir nickte. Er war nicht überrascht. Kalana hatte viele Leute. Wie zum Teufel sollte er nun erfahren, ob mit Tom alles in Ordnung war? „HEY!!“ rief Höller ihn noch einmal. Semir drehte sich zu ihm um. „Hier… sonst weinst du noch“ Höller machte sich über ihn lustig und warf ihm sein Handy zu. Semir fing es auf und schloss einen Augenblick erleichtert die Augen. Als er in seinem Zimmer war, stellte er den Stuhl vor die Tür, damit niemand unbemerkt diese öffnen konnte. Er wählte mit zitternden Fingern die Nummer von Tom. Stille... Nur das Rufzeichen war zu hören. Semirs Herz fast stoppte. „Nein...melde dich doch bitte….“ flehte er inständig und wieder kam das Bild. Tom reglos am Boden liegend, Blut aus der Wunde tretend… er sah wie…. ‚Nein!’ sagte er selbst. Tom muss leben. Tränen füllten seine Augen. Tom meldete sich nicht. Er legte das Handy weg und starrte in die Luft. Dann fiel ihm ein, dass er am Besten die Chefin anrief. Sie musste doch wissen, ob Tom noch lebte oder nicht. Er brauchte Gewissheit. Er musste wissen, ob er seinen Freund vielleicht doch erschossen hatte.

    Tom fühlte sich nicht viel besser. Er lag auf seinem Bauch am Boden und alles tat ihm weh. Am meistens seine Brust. Er konnte kaum atmen. Sein Kopf dröhnte und ein scharfer Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper. Alles an diesem Nachmittag ging so schnell. Semirs Anruf, dann musste er auch noch irgendwelche Papierarbeit machen, dann wollte er nur nach Hause. Er hat noch Andrea angerufen, dass alles in Ordnung ist und saß schon in seinem Wagen, als die Nachricht kam. Im ersten Moment dachte er, dass es nur nächste dumme Werbung ist. Er hatte die Nummer nicht in seinem Telefonbuch. Aber dann las er die SMS doch. 'Um 18.00. Hab bitte Kugelsicherweste an. Semir.' Es war wie ein Traum und es dauerte noch ein paar Minuten bis er die Nachricht verstand. Es hieß, Semir hat Probleme, aber es hieß auch, dass Tom Probleme hatte. Er drehte um und fuhr zur KTU. Irgendetwas sagte ihm, dass er dem was in der SMS stand folgen sollte. Hartmut selbst war nicht da, aber die Vertretung gab ihm eine Schutzweste ohne nachzufragen. Tom legte sie sich unter seinem Hemd an und dann das Hemd drüber. Sein schwarzes Hemd passte genau. 'Gut', dachte er. Wenn ihn jemand sieht, dann fällt es nicht auf, dass er die Weste trug. Er informierte Anna über die SMS und sie warnte ihn vorsichtig zu sein.

    Die Fahrt nach Hause war kurz und dann erinnerte sich Tom nur noch an die glänzende Waffe und Semirs erschrockenes Gesicht. Vermutlich sah nicht einmal Semir die Weste. Tom wollte Semir irgendwelche Zeichen geben, doch dann überlegte er, dass sein Partner vielleicht nicht allein war. Irgendwie ihm sagen, dass alles okay ist, er konnte nicht. Dann spürte er nur noch den Einschlag der Kugeln. Jetzt tat der Kopf immer noch weh, aber sein Atem verbesserte sich schon. Vielleicht nur ein oder zwei geprellte Rippen. Er zog sein Hemd aus. Die Kugel war direkt in Höhe des Herzens in die Weste eingeschlagen. Tom nahm sie in die Hände und ein Schauer lief ihm über den Rücken. Semir zielte präzise. Andererseits, was hätte er tun sollen? Er wollte sicher Tom nicht verletzten, aber er musste davon ausgehen, dass sein Begleiter, wenn es einen gab, sich davon überzeugen wollte, dass Tom tatsächlich tot war. Wie schön, dachte Tom, dass dieses künstliche Blut, was Tom sich ebenfalls von Hartmut besorgt hatte, so perfekt aussah. Tom lehnte sich an die Wand, aber blieb immer noch am Boden sitzen. Langsam zog er auch die Weste aus. Ein stechenden Schmerzen in seinem Brustkorb zeigte ihm wie nah er diesmal dem Tod war. 'Ja, sicher die Rippen geprellt!', dachte er, versuchte aber den Schmerz zu vergessen. Er musste nur noch sein Handy finden und Semir anrufen! "Mist!" fluchte er als er feststellte, dass sein Handy noch im Wagen war. 'Semir muss noch warten...' Tom hatte in diesem Moment nicht die Kraft aufzustehen. Er lehnte seinen Kopf an die Wand und schloss die Augen. Dann fiel sein Blick auf den Teppichboden und er sah den roten Fleck. „Das bekomme ich nie wieder raus.“ stöhnte er.

    Semir fühlte sich wie in einem bösen Alptraum. Er hörte den Schuss, sah Tom auf dem Boden liegen, hörte seinen Aufschrei... 'Nein...es ist nicht möglich' sagte er zu sich selbst. 'Ich habe auf ihn geschossen. Oh Gott… bitte lass alles in Ordnung sein… bitte…!' Er wollte nur noch wieder zurück, das Handy bekommen und Tom anrufen. Es schauderte ihm bei Gedanken, ob sich Tom melden wird... Ein Blick auf Höller ließ ihn in die Realität zurückkommen. „Wo ist meinem Handy?“ fragte er. Höller lachte. „Was willst du denn damit? Wen willst du anrufen?“ fragte er. „Das geht dich einen Dreck an!“ kam wütend von Semir. „Gib es mir und gut ist!“ forderte er. Höller sah ihn kurz an und hob die Hand. Semir dachte er würde das Handy nun bekommen, aber eh er sich versehen konnte landete die Hand flach in seinem Gesicht. Er schrie erstickt auf. „Wage es nicht noch einmal so mit mir zu reden. Sonst zeige ich dir, wie es ist, wenn ich wütend werde.“ drohte ihm Höller. Semir spürte das Blut an der Lippe und wischte es mit dem Ärmel weg. Höller sah ihn an. „Hast du mich verstanden? Oder sollen wir mal eben kurz Rechts ran fahren und es ausdiskutieren?“ fragte er grinsend. Semir hätte ihm am liebsten gezeigt was er drauf hatte, aber er hielt sich zurück und schüttelte den Kopf.

    Höller sah sehr zufrieden aus. Semir schwieg. Was hätte er auch sagen sollen. In Gedanken versunken saß er neben Höller und dachte an Tom. Er hatte auf seinen Freund geschossen. Er hatte wirklich geschossen. Wenn die Frau in der Tankstelle ihm keine SMS geschickt hat, dann … ja dann war Tom tot. "Der Boss wird zufrieden sein!" sagte Höller und grinste zu Semir, der auf dem Beifahrersitz saß. Höller war wirklich in sehr gute Laune. "Ich weiß zwar nicht, ob Kalana dich dafür bezahlt, aber egal was er dir gibt, gehört die Hälfe mir." wieder ein Lächeln. Semir antwortete nicht. Ihm war es im Moment ganz egal. "Hey! Hast du deine Sprache verloren?" fragte Höller. Semir schüttelte den Kopf, aber sagte immer nichts. "Naja, beim ersten Mal ist es am schwersten." Höller schien seinen Spaß zu haben und grinste. Semir schloss die Augen. 'Wie lange kann diese verdammte Fahrt noch dauern?' "Hast du schon viele Leute umgebracht?" fragte Semir auf einmal und er wusste nicht warum. Wieder ein Grinsen von Höller. "Ich weiß nicht, hab es nicht gezählt." Semir warf ihm einen verständnislosen Blick zu, er war sich nicht sicher ob es Höller ernst meinte oder nicht. "Kalana wird dich wirklich mögen. Kranich war seine schwarze Erinnerung, jetzt kann er sicher ruhig schlafen. Mit der neuen Identität und neuen Kontakte kann dieses Geschäft wieder klappen." Höller war zufrieden. „Kalana heißt nicht Kalana?“ fragte Semir irritiert. Höller lachte. „Nein… nicht wirklich. Aber das sollte dich nicht interessieren.“ gab er zurück.

    Also gut... ich hab dich ja vorgewarnt... Gitti... Viel Spass beim Lesen.

    Der Rest die Fahrt war ruhig. Höller blickte nur immer wieder auf seine Uhr. '17.40' Semir wusste, wo er Tom finden würde. Um sechs sollte er nach Hause kommen. Semir erinnerte sich an die Verkäuferin. 'Hatte sie die Nachricht geschickt? Was wenn nicht?' Er bekam Angst. Wie konnte er auf seinen Freund schießen? Sie waren schon in die Nähe. Höller zog seine Waffe. "Was...?" fragte Semir. "Nur zur Sicherheit. Falls du versagst… verstehst du? Chef will ihn erledigen und wenn nicht du, dann mach ich es selbst." sagte Fritz und lachte. "Willst du immer noch bei uns einsteigen?" fragte er weiter lachte kalt. "Ja und ich werde sicher nicht kneifen und dir diesen Triumph gönnen." sagte Semir, aber ganz leise. Höller nickte "Gut." meinte er nur. 17.55 Uhr. Sie kamen vor Toms Haus an. Die Straße war ruhig. Toms Wagen war noch nicht da. "Raus!" befahl Höller. Semir nickte und gemeinsam mit Höller stieg er aus. Höller sah sich um und gab Semir einen Dietrich. "Öffne die Tür!" befahl er weiter. Semir erinnerte sich, dass er eigentlich einen Schlüssel hatte und musste trotz der Situation grinsen. Das Schloss öffnete schnell mit einem leisen 'Klapp'. Semir und Höller betraten die Wohnung. Semir versuchte so zu tun, als ob er sie nicht kannte. Irgendwie war das ziemlich schwer. Höller entschied, dass sie im Wohnzimmer warten sollten. Semir sah auf seine Uhr. 18.07. Noch immer nichts von Tom. Semir überlegte, ob er Überstunden schob? Tom? Nee, das war nicht möglich. Die Minuten liefen wie Sekunden vorbei. Semir hoffte, dass die SMS auch bei Tom angekommen war. Hat er überhaupt die richtige Nummer geschrieben? Beide Männer stockten als sie den Schlüssel im Schloss hörten. Höller machte einen Schritt zurück und versteckte sich hinter den Schrank. Er starrte aber Semir immer an. Dieser stellte sich hinter die Tür. Tom betrat seine Wohnung. Von der Tür konnte er Semir und Höller nicht sehen. Semir sah ihn an. Tom trug ein schwarzes Hemd. 'Scheiße' dachte Semir, er konnte nicht sehen ob Tom die Weste an hatte. Er drehte sich zu Höller. Dieser nickte. Semir schluckte und zog die Waffe hoch. Er entsicherte sie. Dieser winzige Klang reicht für Tom sich zu drehen. Er starrte Semir erschrocken an und Semir sah, dass es nicht gespielt war.

    Es waren nur Sekunden, aber für Semir war es Ewigkeit. In einem Moment hatte Semir Gefühl, dass Tom in Panik geriet. Semir zögerte erst doch dann drückte er ab. Der Schuss war sehr laut, dann hörte er auch Toms Aufschrei und auch den Schlag, mit dem er auf den Boden fiel. Das alles zerriss ihm das Herz. Semir öffnete wieder die Augen. Tom lag auf dem Boden und bewegte sich nicht. Höller trat aus seinem Versteck und ging zur Tür. Er schien zufrieden. Auf dem Weg trat er Tom zur Seite. Nichts. Toms kraftloser Körper bewegte sich nicht. Dann sah Höller Semir an. " Du Idiot! Der Knall war in der ganzen Nachbarschaft zu hören! Komm. Schnell, bevor jemand auf die Idee kommt die Bullen zu rufen." sagte er. Semir stand immer ohne Bewegung da. Höller lachte, wieder so kalt. "Das war zum ersten Mal, oder?". Semir sagte nichts und ging zu Tom. "Was machst du jetzt? Komm!" Höller zog Semir an der Jacke hoch und presste ihn durch die Tür. Semir wehrte sich dagegen. Er wollte sicher gehen, dass nichts passiert war. "Ich will wissen ob er wirklich tot ist." sagte Semir, er hörte seine Stimme wie durch Watte. Er wollte zu Tom, er wollte wissen, dass er lebt! "Bist du verrückt? Willst du hier Abdrucke lassen? Glaub mir, der ist tot. Aber wenn du willst, dann jage ich ihm eine Kugel in den Kopf. Dann ist er es mit Sicherheit." sagte Höller wütend und legte an. „Nein! Schon gut… ich komme. Du hast Recht… er ist tot.“ sagte Semir schnell. Höller schnappte sich Semirs Arm und zog ihn weg. Als sie draußen waren machte er die Tür zu. In diesem Augenblick sah Semir zum letzten Mal Toms reglosen Körper.