Beiträge von Elvira

    „Hey... komm schon... vergeben und vergessen. Oder bist du nachtragend?“ Höller lauerte regelrecht auf eine Antwort. Semir grinste. „Na gut... vergeben. Aber ich werde es nicht vergessen. Woran hast du gedacht?“ wollte Semir wissen und ergriff die Hand. „Ich kenne da einen Superschuppen. Er ist voll mit hübschen Mädchen und recht billig. Obwohl die Mädels nicht danach aussehen. Du wirst deinen Spaß haben. Die machen alles mit. Wenn du drei willst, bekommst du drei. Die werden dich in den Himmel der Liebe heben. Bist du gut drauf? Oder wollen wir nachhelfen?“ lachte Höller. Semir schüttelte den Kopf. „Ich denke das schaffe ich von ganz allein.“ gab er zurück und schwor sich, diese Passage nicht im Bericht zu erwähnen. Das wäre für manche Kollegen ein gefundenes Fressen, dachte er sich. Doch für diesen Job war es notwendig, alles mitzumachen, was Höller vorschlug. Nur so schien es, konnte er diesen Mann überzeugen, kein Bulle zu sein.

    Tom folgte dem Wagen und bemerkte schon bald dass es ins Rotlicht-Milleau nach Düsseldorf ging. Er gab seinen Standort durch und rief die Kollegen zur Verstärkung als der Mann anhielt und ausstieg. Tom parkte direkt dahinter und ging ihm nach. Die Verstärkung sollte innerhalb kürzester Zeit kommen und so wagte er sich selbst wieder ins Gefecht. Er sah wie der Mann in der Wohnung im dritten Stock verschwand. Tom schlich hin und sah auf das Klingelschild. „Wehner“ stand drauf. Tom dachte nach. Der Name sagte ihm nichts. Er ging raus und wartete auf die Verstärkung. Als er aus dem Haus kam standen diese bereits vor der Tür. „Dritter Stock, Wehner!“ sagte er nur. Die Männer nickten und stürmten die Wohnung. Mit einem sich wehrenden Mann in Handschellen kamen sie wieder aus dem Haus. Tom saß in seinem Wagen, weil er sich nicht sicher war, ob Wehner ihn vielleicht kannte. Als dieser abgeführt wurde ging er in die Wohnung. Auf dem Tisch stand der Koffer gefüllt bis zum Rand mit Kokain. „Ein toller Fang“ lachte Tom leise. Die Spurensicherung nahm sich die Wohnung vor, während er zur PAST zurück fuhr.

    Wiesog gibt es denn nichts mehr? Ich warte und warte.... will doch wissen wie es weitergeht!! Also ran an die Tasten!

    Okay ich revidiere mich. Danke für das interessante Teilchen... viel zu kurz.... ;) Aber sehr interessant. Bin ja mal gespannt was Renack so einfällt um Holmes zu töten. Und natürlich ob Semir und Ben es verhindern können.

    Tom sah Semir und den Mann hereinkommen. Er hatte sich einen Bart angeklebt und lange Haare die ungepflegt wirkten. Er beobachtete das Tun der beiden und tat als würde er sich etwas zum Essen aussuchen. Semir setzte sich mit dem Mann an einem Tisch unmittelbar in seiner Nähe. Allerdings war es zu weit um zu hören, was gesprochen wurde. Nur wenige Minuten später kam ein dritter Mann dazu und setzte sich ebenfalls. Das Gespräch dauerte kurz und Tom sah wie Koffer und Umschlag die Besitzer wechselten. Dann verließ der dritte Mann das Restaurant wieder. Tom wartete kurz und stand dann auf. Als er an Semir vorbeiging nickte er unmerklich und folgte dem Mann auf dem Parkplatz. Nur wenig später hatte er das Kennzeichen des Wagens. Als er sich in seinen Wagen setzte, sah er wie Semir und die Begleitperson, die er nun als Höller identifizieren konnte, dass Restaurant verließ, in einen Wagen stiegen und abfuhren. Er griff zum Funk. „Cobra 11 für Kleine. Der Deal ist gelaufen. Findet heraus auf wen der Wagen PB – TE 449 zugelassen ist. Darin sitzt der Mann, der die Drogen gekauft hat. Es ist ein dunkelgrauer Mercedes A-Klasse. Ende“ Er hängte ein und spielte einen Augenblick damit, Semir zu folgen, doch dann ließ er es bleiben. Er wollte ihn nicht in Gefahr bringen.

    Semir saß schweigend neben Höller. Dieser musterte ihn kurz. „Was ist?“ wollte er auf einmal wissen. Semir zuckte mit den Schultern. „Nichts“ sagte er. Höller lachte. „Na komm... dich bedrückt doch was?“ ging es weiter. Semir sah ihn an und dachte ~Dir werde ich mit Sicherheit nicht erzählen, was ich hab~ „Nein...“ sagte er nur. „So das Geschäft ist schon mal gelaufen. Keine Bullen weit und breit. Schade eigentlich. Ich hatte gehofft ein paar deiner Kollegen zu treffen.“ sagte Höller mit einem Mal. Semir sah ihn an. „Du glaubst also ich bin ein Bulle, ja? Immer noch? Ich habe Kranich abgeknallt, weil der Boss es so wollte. Meinst du wirklich, dass ich es getan hätte, wenn ich ein Bulle wäre? Oder das eben mit dem Deal? Meinst du ich hätte nur so einfach zugesehen, wie du diesem Typen... die Drogen rüber schiebst, wenn ich ein Bulle wäre?“ fragte Semir. „Ich weiß wie Bullen ticken. Was willst du... den Boss einbuchten?“ Höller ließ nicht locker und versuchte Semir aus der Reserve zu locken. „Was ist eigentlich mit Familie? Hast du eine Frau? Kinder?“ fragte er weiter. Semir schwieg erst. „Nein... hab ich nicht. Wie denn auch? Ich hab mein halbes Leben in Armut und im Knast verbracht. Das ist nicht gerade förderlich, um eine Frau kennen zu lernen, oder?“ Semir ließ seine Stimme aggressiv erklingen. Höller lachte. „Na dann hast du es ja mal richtig nötig, oder? Kein Problem. Wir sollten unsere kleinen Streitereien beiseite packen und uns einen schönen Abend machen. Was hältst du davon?“ Er reichte Semir die Hand. Dieser übersah sie gekonnt.

    Höller nahm das Handy von Semir und schaltete es an. Er wartete doch das Handy blieb aus. Er öffnete es und sah, dass der Akku fehlte. „Verdammt!“ fluchte er verhalten, grinste jedoch anerkennend und sah Semir an. Er warf ihm das Handy zu und Semir fing es geschickt auf. „Hier… du hältst dich wohl für verdammt schlau was? Aber okay…“ sagte Höller und es hörte sich irgendwie zufrieden an. „Du spielst dein Spiel und ich meins.“ Höller verschwand wieder. Semir sah ihm nach und schüttelte den Kopf. Er baute das Handy wieder zusammen und schaltete es ein. Er war noch einmal in dem Schuppen gewesen. Alex war verschwunden. Man hatte ihn entsorgt, um es mit Kalanas Worten zu sagen. Semir hatte sich die letzten Gebäude angesehen. Es war ein Stall in dem wohl mal Tiere untergebracht gewesen waren, Vermutlich Pferde, wenn man die Boxen richtig ansah. Kalana schien ein Tierliebhaber zu sein. Das andere, letzte Gebäude war eine Werkstatt. Vermutlich wurden hier die Fahrzeuge repariert. Zumindest war eine Grube im Boden und es lagen Motoren rum. Semir hatte nichts gefunden, was auf die wahre Identität von Kalana hinwies. Warum sagte Tom ihm nicht, wer Kalana war? Semir legte sich aufs Bett und war kurz darauf eingeschlafen.

    Am nächsten Morgen kam Kleine zu Tom und Anna. „Alex wurde gefunden. Er ist tot. Die Obduktion hat ergeben, dass er keinen heilen Knochen mehr ihm Leib hatte.“ sagte er leise. Tom sah betreten zu Anna und dann zu Kleine. „Ist es möglich, das Stens ihn ausquetschen wollte?“ fragte er. Kleine sah ihn an. „Vermutlich. Aber ich denke es ist eher dieser Höller gewesen.“ erklärte er. Tom nickte. „Ich habe mir die Daten von Höller raussuchen lassen. Er hat einiges auf dem Kerbholz.“ sagte Tom. Kleine nickte. „Ja ich weiß. Er ist noch gefährlicher als Kalana alias Stens. Sie haben ja gelesen, was er alles auf dem Kerbholz hatte. Doch leider waren die Beweise nicht erdrückend genug, ihn für immer weg zu sperren. Sein Anwalt war sehr gewitzt und hat ständig sehr gute Argumente parat um seinen Mandanten höhere Strafen zu ersparen.“ Kleine seufzte und legte die Akte von Höller auf den Tisch. „Wir können jetzt nur noch hoffen, dass dieser Alex nichts verraten hat.“ meinte Anna. Kleine stand auf. „Nun wenn es etwas gibt, worauf ich mich bei Alex verlassen konnte war es seine Verschwiegenheit. Egal was er erleiden musste. Er wird nichts verraten haben.“ erklärte Kleine. Tom nickte. „Ihr Wort in Gottes Ohr.“ In diesem Augenblick kam Petra in den Raum. „Das Handy von Semir ist unterwegs.“ sagte sie aufgeregt. Sofort waren Tom und Kleine aufgesprungen. „Wir müssen los!“ rief Tom und griff die Autoschlüssel. „TOM! Denken Sie an die Perücke!“ rief Anna hinterher.

    Andrea sah ihre Tochter an. „Hey… der Papa ist bald wieder hier und dann werden wir einige Tage wegfahren. Du, Papa und ich. Wir werden ganz viele Dinge sehen und dir erklären. Und wir werden uns …“ Ihre Stimme erstickte. Sie dache an Semir, der irgendwo bei einem Gangster saß und vermutlich um sein Leben zitterte. Hatte man ihn vielleicht schon enttarnt? Warum sagt Tom ihr nichts mehr? Sie legte Aida, die in ihrem Arm eingeschlafen war ins Bettchen und griff zum Telefon. Nur kurz darauf erklang die Stimme von Anna Engelhard. „Andrea? Wie geht es Ihnen?“ fragte sie. „Wie soll es mir schon gehen. Ich würde gern wissen wie es meinem Mann geht? Ist er gesund? Wo ist er? Was macht er?“ kam von Andrea. „Andrea… es geht ihm gut. Tom ist gerade unterwegs und Semir kommt sicher bald nach Hause. Der Fall ist fast erledigt. Wir werden heute schon einige Hintermänner festnehmen können.“ erklärte Anna. „Haben Sie mit Semir gesprochen?“ wollte Andrea wissen. „Nein… ich nicht, aber Tom. Andrea… Semir ist wohl auf und diesmal wird er es bleiben. Ich verspreche es Ihnen.“ kam von Anna. Andrea lachte bitter auf. „Chefin… das können Sie nicht.“ sagte sie leise und legte einfach auf.

    Semir saß neben Höller im Wagen. Sie fuhren schweigend über die A4 und Höller reihte sich zur Ausfahrt ein. „Du wirst mit mir reinkommen. Sagen wirst du gar nichts, klar?“ fragte Höller ohne ihn anzusehen. Semir nickte nur. Höller fuhr auf den Parkplatz. Er sah Semir an. „Raus!“ befahl er. Semir stieg aus. Höller nahm einen kleinen Koffer von der Rückbank und ging zum Eingang des Restaurants. Semir folgte ihm. Er sah sich kurz um. Es waren keine bekannten Gesichter zu sehen. Höller wies ihn auf einem Platz und setzte sich ebenfalls hin. Semir war nervös. Eine halbe Stunde später gesellte sich ein weiterer Mann hinzu, der Semir musterte. „Wer ist das?“ fragte er Höller. „Mein Fahrer. Nur keine Sorge. Er ist sauber.“ gab dieser zur Antwort. Dann wechselten Koffer und Umschlag die Besitzer. Höller bestellte sich etwas zu essen und grinste Semir an. „Willst du auch was?“ fragte er. Semir nickte. Sie aßen gemeinsam und als erstes verschwand der Besucher. Semir sah ihm nach und bemerkte, dass direkt hinter diesem Mann zwei weitere das Restaurant verließen. Nichts Besonderes eigentlich, wenn der zweite Mann Semir nicht angesehen hätte. Diese Augen… Semir kannte nur einen, der solche Augen hatte. Für Höller war alles in Ordnung. Er hatte wohl damit gerechnet, das die Polizei den Laden stürmte und alle verhafteten. Damit wäre klar gewesen, dass Semir dahinter steckte. So… hatte er keine Anhaltspunkte. Semir atmete erleichtert auf, als er und Höller zurück zu Kalana fuhren.

    Anna sah Kleine und Tom an. „Ich halte es nicht für richtig, wenn wir am Rastplatz eingreifen. Es kann sehr gut sein, dass Stens Semir so testen will. Wenn wir wirklich zugreifen, ist es sicher ein Zeichen für ihn, dass er zu uns gehört. Wir sollten den Deal ungeachtet lassen.“ erklärte sie. Kleine sah sie an. „Frau Engelhard. Wir können doch wenigstens zusehen und so einen kleineren Drogenhändler aus dem Verkehr ziehen. Von mir aus nach einer Verkehrskontrolle. Aber wir hätten wenigstens einen Hinweis.“ gab Kleine zu Bedenken. Anna nickte. „Gut… beobachten ja… zugreifen nein. Ich will nur fähige Leute dort zur Beobachtung haben, klar? Niemand der ausflippt oder die Nerven nicht behält.“ befahl Anna. Kleine nickte. Tom sah von einem zum Anderen. „Chefin… ich will auch dort hin.“ sagte er auf einmal. Anna sah ihn an. „Sie sind offiziell tot. Sie können nicht dort hin.“ gab sie zur Antwort. „Aber Chefin… ich könnte mir doch ne Perücke auf setzen. Einen Bart ankleben… eine Brille tragen. Ich…“ bat Tom und sah sie flehend an. Anna lächelte. „Also gut. Aber Sie bleiben im Hintergrund. Niemand darf Sie erkennen, klar?“ fragte sie. Tom nickte und verschwand. „Danke Chefin…“ sagte er noch.

    Semir ging in sein Zimmer. Höller schien den Schlüssel wieder eingesteckt zu haben und er spielte mit dem Gedanken von ihm den Schlüssel zu fordern. Doch er verwarf ihn wieder. Er setzte sich aufs Bett und dachte nach. Er nahm sein Handy und holte den Akku raus. Dann dachte er an morgen. Wie sollte es ablaufen? Waren die Kollegen informiert? Doch bevor er sich auf das was morgen kommen sollte konzentrieren konnte, flog die Tür an die Wand. Höller kam herein. „Hey… spinnst du jetzt total, oder was?“ fauchte Semir ihn an. „Du! Du hast Schuld, das Kalana nicht mehr so gut auf mich zu sprechen ist. Du wirst dafür bezahlen. Ich warne dich, wenn morgen irgendwas außer der Reihe läuft, dann wirst du dir wünschen nie geboren zu sein.“ brüllte Höller ihn an. Semir stand langsam auf und ging auf ihn zu. „Was willst du? Hast du irgendein Problem mit mir?“ fragte er. Höller nickte. „Ja… ich mag dich nicht. Und ich werde herausfinden wer du bist, glaub mir…“ drohte Höller ihm. Semir hielt seinem Blick stand. „Pass mal auf… ich kann nichts dafür, wenn Kalana mich mag. Ich habe ihm ein Gefallen getan und Kranich für ihn abgeknallt. Er vertraut mir. Warum du nicht?“ wollte er wissen. Höller lachte. „Kalana weiß nicht wer du bist. Aber ich weiß es. Ich sehe jedem an, ob er eine Kakerlake ist oder nur eine kleine Heuschrecke, verstehst du? So wo ist dein Handy?“ wollte Höller wissen. Semir sah ihn immer noch an. „Warum?“ fragte er. „Ich will es haben. Ich will verhindern, dass du jemanden anrufst und von unserem kleinen Deal irgendwas erzählst. Gib es mir lieber freiwillig.“ Höller hielt ihm die Hand hin. Semir grinste. Er nahm sein Handy und gab es Höller. „Ich will es aber zurück, klar?“ sagte er nur. Höller nickte.

    Höller grinste böse, als er Semir schreien hörte. „Da hab ich dich unter Kontrolle“ sagte er leise. „Ich will nur einen guten Freund anrufen und ihn mal über dich ausfragen.“ Er wollte gerade wählen, als er Kalana in seine Richtung kommen sah. Kalana sah ihn an. „Was ist los?“ wollte er wissen. „Nichts.. alles klar.“ Doch Kalana hörte Semir in seinem Zimmer rumoren. „Warum tust du das? Er ist kein Gefangener klar? Ich sagte er darf sich frei bewegen.“ fauchte er Höller an. Kalana ging zur Tür und schloss sie auf. Sofort schoss Semir raus und ging auf Höller los. „Verdammt, was soll das Spielchen? Bist du eifersüchtig oder hast du sonst ein Problem mit mir?“ schrie er Höller an. Er holte mit der Faust aus und hätte ihn sicher getroffen, doch Kalana hielt ihn zurück. „Beruhige dich. Es war sicher nur ein Missverständnis. Geh!“ Semir atmete tief durch und nickte. Dann ging er raus. Sein Handy hatte er in die Tasche gesteckt. Als er raus war sah Kalana Höller an. „Pass gut auf ihn auf. Ich will nicht dass er Dummheiten macht, klar?“ fragte er. Höller atmete tief ein. „Nun ich habe da ein ungutes Gefühl. Irgendetwas hat er zu verbergen. Ich habe ein Foto von ihm zu einem sehr guten Freund von mir geschickt. Er hat einen sehr guten Draht zur Polizei. Wenn er ein Bulle ist, dann wird er es herausfinden.“ gab er bekannt. Kalana nickte. „Es täte mir etwas Leid, wenn es so wäre. Aber mach du nur. Und behalte ihn morgen im Auge. Ich will wissen wie er sich macht.“ sagte er und ging wieder ins Arbeitszimmer.

    Tom saß in seinem Büro als das Handy klingelte. Er und Kleine wollten sich noch über Stens unterhalten. „Das ist Semir!“ sagte Tom und meldete sich. „Hör zu… ich habe nicht viel Zeit. Hast du was über Höller? Alex ist tot. Er scheint tot geprügelt worden zu sein. Ich weiß nicht, ob er mich verraten hat. Höller ist die rechte Hand von Kalana oder wie er auch immer heißt. Der Typ hat mich auf dem Kicker und wird mir sicher einige Schwierigkeiten machen. Ich bin morgen mit ihm unterwegs zu einem Deal an der Raststätte Eifeltor. Mehr weiß ich allerdings nicht über den Einsatz. Nur dass er morgen stattfindet. Am Besten ortet ihr das Handy und sobald ich dort bin kommt ihr auch. Alles weiter später. Ach ja… richte den Jungs aus, dass sie mich und Höller entkommen lassen. Darauf kann ich dann aufbauen, hoffe ich mal.“ Tom wollte gerade was sagen, als er merkte, dass Semir das Gespräch bereits beendet hatte. Er sah Kleine an. „Okay… dann werden wir morgen die Raststätte unter Beobachtung haben. Den ganzen Tag. Am besten ab heute Abend.“ gab er an Kleine weiter. Dieser nickte. „Das werde ich in die Wege leiten. Sie dürften nicht mit, aber dass wissen Sie ja selbst.“ Tom nickte und man sah, dass es ihm gar nicht passte.

    Auch bei Kalana wurde über die Sache gesprochen. Kalana stand am Fenster und beobachtete Matt Seller. Er sah wie er telefonierte und nickte Höller leicht zu. Höller sah Kalana an. „Wetten das morgen die Bullen am Rastplatz sind.“ sagte er. Kalana lachte. „Wenn dann wissen wir sehr genau, wer es verraten hat. Alex konnte nichts sagen. Du würdest nichts verraten also bleibt nur Matt. Wenn es tatsächlich so ist. Obwohl ich denke nicht, dass er ein Bulle ist. Und wenn… nun ja… dann werden wir unseren Spaß mit ihm haben. Pass auf, dass ihr nicht beide eingesackt werdet. Sonst ist das Spielchen nämlich aus. Ich will euch beide wieder sehen, klar…“ erklärte Kalana. Höller nickte. „Mich bekommen die Bullen nicht. Und um Matt werde ich mich kümmern.“ versprach er. Kalana lachte laut. „Es wird ihm nichts passieren. Wenn es tatsächlich verraten wird, dann kann er es nur gewesen sein. Denn außer dir und mir, weiß nur er etwas von diesem Deal.“ wiederholte Kalana. Höller nickte. „Ich werde ihn fertig machen, wenn ich dahinter komme. Das schwöre ich dir.“ Kalana nickte nur. „Sobald unser großes Geschäft über die Bühne gegangen ist, gehört er dir. Solange wird er, falls er ein Bulle ist, mein Gast sein und nicht angepackt. Ich werde ihn selbst befragen und er wird mir alles sagen.“ Die Stimme von Kalana bekam einen drohenden Unterton.

    „Matt… was stimmt nicht mit dir?“ fragte Kalana plötzlich. Semir zuckte zusammen und sah ihn an. „Was soll das heißen? Ich bin vielleicht etwas nervös… das ist alles.“ Semir hatte einen sonderbaren Druck im Magen. Kalana lächelte ihn freundlich und doch gefährlich an. „Ja sicher… sieh mal… ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch und mag keine Überraschungen. Du wirst mir nun alles von dir erzählen und mir auch Referenzen nennen. Ach und nur Alex reicht mir nicht, klar?“ sagte er zu Semir. „Sie wissen doch alles von mir. Was soll das? Ist das hier ein Verhör?“ kam die Gegenfrage. Höller lachte. „Wir sind hier doch nicht bei der Polizei. Wie also könnte es ein Verhör sein? Sagen wir es ist einfach die Neugier…. Wir wollen alles von unseren Leuten wissen also… Was hast du vor dem Knast gemacht? Wie lange warst du drin? wo bist du geboren? Was hast du danach gemacht?“ schoss er die Fragen ab. Semir nickte. Scheinbar hatte Alex ihn doch nicht verpfiffen. Er gewann wieder Oberhand. „Soll ich euch einen Lebenslauf schreiben und Zeugnisse vorlegen?“ fragte er frech. Höller warf Kalana einen fragenden Blick zu. Dieser lachte plötzlich laut los. „Siehst du… Höller… er ist nach meinem Geschmack. Doch genauso schnell wie das Lachen erschien, war es auch verstummt. „Okay… Ich habe dich holen lassen, weil ich dich über die nächsten Aktionen informieren will. Wie du weißt ist der eigentliche Transport von Drogen in zwei Wochen. Ich habe aber noch kleinere Geschäfte abzuwickeln. Und die werden in den nächsten Tagen durchgeführt. Im Gegensatz zu dem großen Geschäft ist es nur ein kleiner Fisch. Und du kannst dir das erste Geld verdienen. Hast du Interesse?“ fragte Kalana.

    Semir sah ihn an und tat als müsse er genau überlegen. Dann nickte er. „Okay… mit wem und was?“ fragte er dann. Höller sah Kalana an. „Du und Höller. Ihr werdet eine kleine Lieferung an den Kunden bringen. Ihr trefft ihn in der Raststätte Eifeltor. Du weißt wo das ist?“ fragte Kalana. Semir nickte. „Sicher… war auch schon mal da. Was ist es?“ wollte er wissen. Kalana schüttelte den Kopf. „Du bist ganz schön neugierig. Es sind ein paar weiße Pillen. Und die sind einiges wert. Du fährst nur, Höller wird das Geschäft abwickeln. Du wirst draußen im Wagen warten, klar?“ kamen die Anweisungen von Kalana. Semir nickte. „Sicher… schon klar.“ gab er von sich. Er hatte sich beruhigt und hoffte dass es weder Höller noch Kalana aufgefallen war, wie nervös er war. „Wann genau geht es los?“ fragte er nach einer Weile. Kalana nahm einen Schluck und lächelte ihn an. „Höller wird dich holen, wenn es losgeht. Also sei jeder Zeit bereit.“ gab er zur Antwort. Semir nickte. „Du kannst in dein Zimmer gehen. Und dort wirst du heute bleiben, klar? Keine Spaziergänge mehr über das Gelände.“ warnte ihn Höller. Kalana lachte erneut. „Was soll das denn? Er ist doch kein Gefangener. Sieh dich ruhig weiter um. Aber du bleibst auf dem Gelände.“ Semir nickte und erhob sich. Höller warf ihm einen warnenden Blick zu. Er ging in sein Zimmer und holte sein Handy. Doch als er es wieder verlassen wollte sah er gerade noch wie die Tür zugezogen wurde und hörte den Schlüssel drehen. „HEY!! Höller lass mich raus!!“ schrie er und klopfte gegen die Tür. Es kam keine Antwort. Semir war eingesperrt. Er konnte sich denken, dass Höller es gewesen ist, der ihn hier einsperrte.

    „Du solltest nicht so allein in Häusern gehen, wo du nichts zu suchen hast“ hörte er auf einmal eine Stimme hinter sich. Blitzschnell drehte er sich um und sah in Höllers Gesicht. „Hey… was soll das? Was habt ihr mit Alex gemacht?“ fragte Semir mit etwas zittriger Stimme, die seine Aufregung zeigte. „Aber… aber… Was sollten wir denn gemacht haben? Kalana will mit dir reden. Komm!“ Höller zog Semir zur Tür. „Ich will erst wissen, was hier passiert ist!“ Semir wurde wütend und schrie Höller an. Dieser drehte sich zu ihm um und packte ihn am Arm. „Ich sagte schon einmal, dass ich es absolut nicht abkann, wenn man mich anschreit. Schon gar nicht von dir!“ Er ballte die Faust und ließ sie in Semirs Rippen explodieren. Dieser ging in die Knie und stieß einen leisen Schrei aus. Höller zog ihn wieder hoch und zerrte ihn zur Tür. „Hey… wir können ihn nicht einfach so liegen lassen… Er braucht…“ versuchte Semir und wehrte sich gegen Höllers Griff. „Der braucht niemanden mehr. Hat es hinter sich. Also komm!“ Er stieß Semir durch die Tür. „Ist ja gut!“ stieß Semir aus, hielt sich die Rippen und ging zum Haupthaus.

    Kalana saß wie immer auf der Couch und hatte ein gefülltes Glas in der Hand. Höller stieß Semir in den Raum. Kalana sah ihn grinsend an und nickte. Höller erzählte wo er Semir gefunden hatte. „Was wolltest du dort?“ fragte Kalana. „Ich hab mich nur umgesehen. Sie sagten doch, ich soll mich wie zuhause fühlen. Nichts anderes habe ich getan.“ verteidigte Semir sich. Kalana nickte. „Damit meinte ich das Haus. Nicht das Gelände. Schade… aber ist ja nicht mehr zu ändern. Du hast den armen Alex also gefunden?“ fragte Kalana und sah ihn in die Augen. Semir nickte. „… er ist tot. Warum?“ fragte Semir. „Was heißt denn warum? Woher soll ich das wissen? Ich wusste ja nicht einmal dass er in dem Schuppen liegt.“ grinste Kalana ihn an. Semir nickte doch er wusste das Kalana log. „Wir müssen…“ er stockte. „Ja? Was müssen wir?“ wollte Höller nun wissen. „… die Polizei rufen?“ lachte Kalana. „Nein… das meinte ich nicht…. dass… ich meinte dass wir ihn verschwinden lassen müssen. Irgendwo ablegen und …“ kam stockend von Semir. Kalana nickte. „Darum kümmern sich bereits zwei meiner Leute. Beruhige dich…. Du bist ja ganz zittrig. Komm setzt dich zu mir!“ forderte er Semir auf. Dieser nickte und setzte sich in den Sessel. Kalana beobachtete ihn sehr genau. „Höller gibt ihm ein Glas. Er kann es gebrauchen.“ lachte er Höller zu. Dieser nickte und gab Semir ein mit Whisky gefülltes Glas. Semir trank. Seine Hand zitterte und er versuchte es zu verbergen. Während er das Glas leerte, dachte er an Alex. Ob er ihn verraten hatte? Wusste Kalana, dass er ein Polizist ist und dass Tom noch lebte?

    Tom drehte sich um. „Ich will…“ er stockte und lächelte. „Ich hab vergessen, dass ich ja eigentlich tot bin. Ich bin in meinem Büro.“ sagte er etwas entschuldigend und ging raus. Kleine sah Anna an. „Er macht sich Sorgen. Verständlich. Aber wir müssen darauf achten, ob Kalana oder Stens sich regt. Wir müssen so langsam tätig werden.“ erinnere er sie daran. Anna nickte. „Was ist mit Ihrem Informanten? Diesem Alex. Kann der da nicht etwas herausfinden?“ wollte sie wissen. Kleine lächelte. „Er ist derzeit verschwunden. Ich weiß nicht wo er ist, oder ob ihm was passiert ist. Vergessen Sie nicht, außer uns kennt nur er die wahre Identität von Gerkhan. Wenn er in Bedrängnis gerät, wird er ihn sicher nicht verraten, egal wie hart die Folter wird. Er wird schweigen.“ sagte er voller Zuversicht. Anna sah ihn mit zusammen gekniffenen Augen an. „Woher wollen Sie das wissen? Was wenn er doch zusammen bricht?“ fragte sie besorgt. „Nein… Alex war Fremdenlegionär. Er ist bereits mehrmals durch die Hölle gegangen. Bisher hatte er niemanden verraten. Und es wird auch diesmal nicht so kommen. Vertrauen Sie mir. Gerkhan hat nichts zu fürchten, solange er sich nicht selbst verrät.“ Anna nickte ergeben. „Also gut… nur sollte es nicht so laufen, wie es geplant war, dann…“ Sie sprach nicht weiter, aber es war auch nicht nötig. Kleine nickte nur. „Ja sicher… schon verstanden.“ sagte er und verschwand kurz darauf.

    Der Tag verging schnell und Semir sah sich auf dem Gelände erneut um. Er wollte diesmal den Hof und das Drumherum inspizieren. Vielleicht fand er hier etwas, dass ihm weiterhalf. Wer konnte dieser Kalana sein? Wusste Tom bereits den wahren Namen. Semir wollte ihn am Abend anrufen und hoffen, bis dahin weitere Informationen weiter zu geben. Er sah sich das Gelände an. Es war groß und unübersichtlich. Überall waren Leute postiert. Kalana schien trotz der Mauer, die das Gelände umgab, sehr unruhig, wenn er überall bewaffnete Männer postierte. Als Semir zum Tor kam standen direkt zwei Mann und bedrohten ihn mit Waffen. Er hob die Hände. „Schon… gut… ich gehörte zu euch.“ sagte er, bevor die Männer auf die Idee kamen, die Waffen auszuprobieren. „Wissen wir, aber du darfst das Gelände nicht verlassen!“ sagte der eine. Semir stutzte. „Wieso?“ wollte er wissen. „Befehl von Kalana. Geh besser in dein Zimmer und verhalt dich einfach ruhig.“ meinte der Zweite. Semir nickte und drehte um. Kalana schien ihm doch nicht zu trauen. Er ging weiter auf dem Gelände und kam zu einem Schuppen. Er zog an der Tür. Sie war verschlossen. Semir ging weiter und sah durch das Fenster, doch das war so verdreckt, dass er nichts erkennen konnte. Auf der Rückseite war ein Fenster kaputt. Semir sah hindurch und erschrak. Dort lag ein Mensch in einer seltsam verkrümmten Haltung. Das Fenster war groß genug, dass er durchpasste und er zog sich am Rahmen hoch, schwang hinein. Er rannte zu dem Mann und erkannte Alex. „Hey… Alex? Hören Sie mich… hallo…“ sprach er mit ihm. Doch es kam keine Reaktion. „Verdammt…“ fluchte er. So wie Alex aussah, hatte man ihn übel mitgespielt. Was sollte er nun machen? Er musste ihn hier raus bringen… aber wie…? Semir tastete nach dem Puls. Nichts…. Er horchte am Herzen. Doch kein Schlagen. Alex war tot. Vermutlich tot geprügelt, so wie der aussah.

    hmm schon wieder ich... na gut... du wolltest ja Feeds. Wo bleibt eigentlich deiner für meine Story ;)

    Also Die Szene bei der Stürmung der Hütte konnte ich mir richtig vorstellen. Vorallem die kleine Auseinandersetzung zwischen Ben und Semir. Aber mal ehrlich... die lassen sich doch wohl nicht so einfach überwältigen oder? Ich meine Semir weiß ja das sein englischer Freund da seine Finger im Spiel hat und wird ihn mit Sicherheit zur Rede stellen. Das könnte allerdings auch ein Nachteil sein... oder aber sich zum nachteil entwickeln... Ich wäre jetzt stark dafür, noch etwas zu lesen. Was meinst du Christopher?

    *ganzliebguck*

    Anna kam zu Tom. "Also Tom, haben Sie schon was Neues?" Tom starrte wieder vor sich und antwortete nicht. Es war wie wenn er sie nicht hört. "Tom?" fragte sie noch mal und er zuckte mit sich und drehte sich endlich um. "Ah.. Chefin, haben Sie etwas gesagt?" fragte er erschrocken. Anna starrte ihn an. "Tom was ist los?" wollte sie wissen. Sie sah ihn besorgt an. Er überlegte etwas aber dann sagte "Semir hat was von Kalana erfahren und..." er gab sie die Akte. Es hatte keinen Sinn etwas verbergen. Sie würde es sowieso feststellen. Nach eine Weile und noch mehrere Sätze wusste Chefin schon was ist damals passiert. "Viktor Stens... oh mein Gott. Jetzt weiß ich was für einen Grund er hatte, Sie zu beseitigen." sagte sie und sah Tom an. Dieser schüttelte den Kopf. „Markus wäre noch am leben, wenn ich ihn damals direkt erschossen hätte, wenn ich dieses Schwein...." Toms Stimme erstickte. Zu stark war der Schmerz über den Verlust seines Freundes, auch wenn es schon so lange her war. „Ich weiß Tom, aber... wir müssen da durch. Weiß Semir wer Kalana wirklich ist?“ fragte sie. Tom schüttelte den Kopf. „Ich hab es ihm nicht gesagt." meinte er nur. Anna nickte. „Das war richtig so. Wir müssen Kleine informieren.“ erinnerte sie ihn. „Hab ich schon. Er wird sich darum kümmern. Ich hoffe nur, wir bekommen Semir da heil raus. Wenn Stens erfährt, dass er mein Partner ist und vor allem dass ich noch lebe, dann wird Semir durch die Hölle gehen. Und ich meine wirklich Hölle. Alles vorher ist nichts dagegen. So wie ich Stens kennen gelernt habe, wird er seine Rache in ganzen Zügen genießen.“ erklärte Tom. Anna legte ihm die Hand auf die Schulter. „Wir schaffen das. Tom... Semir weiß worauf er sich eingelassen hat.“ beruhigte sie ihn. Aber sie hatte auch Angst. Angst davor, dass alles aus dem Ruder lief.

    Kleine hatte die Angaben von Tom überprüft. Er ließ sich die Akte von Stens zeigen. „Verdammt… dieser Mistkerl…“ flucht er leise. Er zog seine Jacke an und fuhr zur PAST. Dort wurde er direkt von Anna empfangen. „Was gedenken Sie nun zu tun? Ich hoffe nur, das Semir bald Informationen liefern kann, die mit dem Deal zu tun haben. Wenn wir nicht bald zuschlagen, dann ist es zu spät..“ erklärte Kleine. Tom nickte. „Sie haben die Akte von Stens gelesen?“ wollte er wissen. Kleine nickte „Ja… und ich weiß alles. Was hat Gerkhan sonst gesagt? Ich meine er muss doch so langsam was wissen.“ Kleine schien nervös. Tom sah ihn an. „Er wird sich schon melden. Wenn es tatsächlich morgen losgeht, dann müssen wir an den Grenzen parat stehen. Also sorgen Sie für genügend Leute. Außerdem auf den Flughäfen, wird er garantiert nicht mit seiner kleinen Maschine landen und starten, oder. Also müssen wir die privaten Flughäfen überwachen.“ gab Anna vor. Kleine nickte. „Ich habe alles schon in Angriff genommen. Alles in Arbeit. Nur nichts überstürzen. Hat er irgendwas zu dem Ablauf gesagt? Ich meine wir können ja…“ Kleine stoppte mitten im Satz. Tom schien irgendwie in Gedanken. „Was haben Sie?“ wollte Kleine wissen. Tom sah ihn an. „Ich kenne Stens. Der lässt keine Informationen so einfach an den Mann kommen. Semir muss sich verdammt anstrengen, wenn er daran kommen will. Dafür muss er etwas machen, was diesen Stens imponiert, das ist nicht einfach.“ erklärte Tom. Kleine lächelte. „Nun ich denke da können wir was drehen. Vielleicht in dem wir einen aus dem engsten Kreis festnehmen. Dann würde Kollege Gerkhan sicher eine Stufe weiter rauf klettern und kommt in den engsten Kreis.“ Dachte Kleine laut nach. Tom schüttelte den Kopf. „Nein.. zu auffällig. Warten wir noch etwas ab. Zumindest wissen wir wie sie es machen wollen. Das ist ja auch etwas.“ Er stand auf. Anna sah ihn an. „Wo wollen Sie hin?“ fragte sie.

    Kalana zog mit einem Ruck die Tür auf. Doch dort stand niemand. Er sah Höller an. „Ich war mir ganz sicher, dass man uns belauscht.“ sagte er zu ihm. Höller nickte. „Wetten, dass es Seller war? Ich traue diesem Kerl keine zwei Meter.“ gab er zu bedenken. Kalana nickte. „Ja... ich denke sogar du hast Recht. Wir werden ihn beobachten. Er darf nichts mehr erfahren. Sein Handy wird heute Nacht einkassiert. Ich will ihm keine Möglichkeit geben, irgendjemandem Informationen zukommen zu lassen. Dieses Geschäft lasse ich mir von niemand versauen. Du wirst ihn bewachen. Er hat zwar noch nichts getan, aber wir sollten sehr vorsichtig sein. Den Bullen traue ich nämlich alles zu. Und auch wenn er Kranich erledigt hat....“ Kalana stockte mitten im Satz. „Sag mal... du bist dir doch sicher, dass Kranich tot ist, oder?“ Höller nickte und holte eine Tageszeitung raus. „Steht sogar in der Zeitung. Polizist in seiner Wohnung erschossen.“ las er die Schlagzeile vor. Kalana wog den Kopf hin und her. „Das kann auch fingiert sein. Wir müssen herausfinden, ob er wirklich tot ist. Wissen wir wo er gearbeitet hat? Ich denke es ist Zeit uns mal Alex zur Brust zu nehmen. Wer sonst sollte uns alles über Seller sahen können.“ fragte Kalana. Höller sah ihn an. Er hatte es ihm doch selbst gesagt. War das Hirn vom Boss durch den Alkohol so zerfressen, dass alles vergessen wurde? fragte er sich. „Bei der Kripo Autobahn.“ sagte Höller nur. „Ach ja .... richtig. Gut, dann werden wir doch mal mit Alex Nitsche unterhalten müssen. Du kannst es ja direkt besorgen. Er soll dir was von unserem Freund erzählen. Und dann ist unser Geschäft wichtig.“ meinte Kalana und setzte sich, nachdem er sein Glas gefüllt hatte.

    Petra hatte die Akte gefunden und auf Toms Tisch gelegt. Viktor Stens. Das war er, Tom las die Akte schon ca. 1 Stunde durch. Er saß in seinem Büro und kannte die Papiere ziemlich auswendig. 8 Jahre...Schon 8 Jahre her. "Untersuchung abgeschlossen." sagte der Zettel auf die obere Seite. Tja... den Mord an Markus konnte man ihm nie nachweisen. Er wurde lediglich wegen den Drogen verurteilt, als man ihn an der Grenze gefasst hatte. Tom Wenn Stens tatsächlich Kalana ist, und davon war aus zu gehen, dann war es eine verdammt harte Sache. Und Semir steckte an der Front. Direkt in Gefahr. Wenn Stens herausfindet, dass er eigentlich Toms Partner war und das Tom noch lebte, dann würde Stens...Tom schüttelte den Gedanken daran ab, was Stens mit Semir machen würde. Er musste sehr vorsichtig sein. Tom starrte noch eine Weile in die Luft. dann erinnerte er sich, dass er Kleine rufen muss. Er schloss wieder die Augen und atmete tief aus. Dann nahm er den Hörer.

    „Hey… ich weiß nicht was du willst. Ist Matt nicht gut oder was?“ fragte Alex und wischte sich das Blut von der Lippe. Kalana beugte sich zu ihm runter. „Doch er ist sehr gut. Aber ich weiß nichts über ihn. Und das will ich ändern. Wer ist er?“ fragte er drohend. Alex sah ihn an. „Matt Seller. Er hat wegen Drogenbesitz und Einbruch gesessen. Mehr weiß ich auch nicht.“ begehrte er auf. Kalana nickte Höller zu. Dieser zog Alex hoch und schlug ihm die Faust in den Magen. „Alex…. Du sollst mich nicht anlügen. Ist er ein Bulle oder nicht?“ fragte Kalana nach. Alex versuchte Luft in den Körper zu pumpen. „Nein….ich….ich weiß nicht…..“ kam leise von sich. Schmerzen machten sich in seinem Körper breit. Er verfluchte den Zeitpunkt als er der Einladung von Höller gefolgt war auf Kalanas Gelände zu kommen und einen fröhlichen Abend zu verbringen. Er hätte es ahnen müssen, dass dieser Abend alles anderes als fröhlich wird. Höller und Kalana bearbeiteten ihn und versuchten alles über Matt Sellers heraus zu bekommen. Nach zwei Stunden der Qualen war er bereit alles zu sagen….

    Semir hörte was gesprochen wurde. Er machte sich gedanklich Notizen, was er an Tom weiter geben konnte, was Wichtig war um diese Bande festzusetzen. Er sah auf die Uhr. Zehn Minuten. Bisher wurde er nicht entdeckt, aber er wollte es auch nicht auf die Spitze treiben. Er schlich sich in Richtung seines Zimmers. Semir prüfte die Tür. Sie war, wie er es verlassen hatte verschlossen. Er nahm den Schlüssel und öffnete. Dann ging er zu seinem Bett und wartete noch eine Weile. Er musste erst sicher sein, das niemand ihn belauschte. Bisher hatte er nicht wirklich viel erfahren können. Nichts wie die Sache ablaufen sollte. Erst hatte er den Anschein, dass Höller und Kalana sich über das Vorhaben redeten, doch plötzlich kam nur Geplänkel. Er griff nach fünf Minuten zum Handy und wählte Tom an. Nach nur dreimaligem Klingeln hörte er Toms Stimme. „Hast du was Neues?“ war die Frage. Semir grinste leicht. „Hey... danke mir geht es gut. Pass auf. Der Name ist noch nicht bekannt, aber ich habe erfahren, dass dieser Kalana deinen Freund erschießen ließ. Was meint er damit?“ wollte Semir wissen. Tom schwieg. „Tom?“ fragte Semir deshalb. „Ja... ich bin noch hier. Verdammt... Semir…. ich weiß wer Kalana ist. Was weißt du noch?“ fragte Tom. „Tom wer ist es? Kenne ich ihn? Was ist denn mit ihm gewesen?“ schoss Semir seine Fragen ab. „Semir... es ist eine persönliche Sache.... du hast damit nichts zu tun. Nur eins vorweg. Pass verdammt gut auf dich auf. Der Typ ist gefährlich. Besser du weißt den Namen nicht.“ Toms Stimme klang besorgt. „Okay... dann ist das klar. Gut... über den Deal weiß ich nichts Neues. Aber ich bin dran.“ erklärte Semir. „Gut... ich gebe es Kleine weiter. Der sitzt nämlich auf heißen Kohlen. Ich hoffe nur, dass du nicht auffliegst. Denn wenn... dann ist dein Leben kein Pfifferling mehr wert.“ Semir legte auf. Die Worte von Tom klangen in seinen Ohren.

    Tom setzte sich und schloss die Augen. Alles kam zurück. Ja es war eine sehr gefährliche Aktion. Er und Markus waren diesen Schweinen auf der Spur. Es war schon so lange her. Er sah Markus vor sich, lachen, grinsen...er war ein guter Freund... Und dann hörte er die Schüsse. Tom zuckte sich bei dieser Erinnerung. Dann Markus' Aufschrei und dann nicht....Stille. Die Aktion hat mit einem Fiasko geendet. Der Boss konnte zwar nicht entwischen, aber Toms Aussage wurde nicht anerkannt. Der Richter glaubte, das Tom befangen war und so wurde der Mistkerl nur zu sechs Jahren verurteilt. Alles kam wieder hoch. Alles, was er glaubte verarbeitet zu haben. Da waren die Bilder wieder. Er sah immer Markus' leblosen Körper vor sich. Er öffnete seine Augen und fuhr sich den Händen durchs Haar. Warum jetzt? Er hatte damals geschworen, dass er dieses Schwein für immer hinter Gitter bringen wollte. Nach dem Knast schien der Mistkerl verschwunden und Tom hoffte ihn nie wieder zu begegnen. Tom grübelte eine Weile. Dann stand er auf und ging zu seinem Schreibtisch. Er setzte sich an seinen Computer und tippte ein paar Daten ein. Diesmal entkommst du mir nicht, dachte er und starrte auf den Bildschirm. Petra kam herein. "Tom, was ist mit dir?" Du siehst schrecklich an" sagte sie besorgt. "Petra ich brauche was von dir. Du muss mir eine alte Akte finden..." Sie nickte und er gab ihr die Informationen.

    Sorry, kam gestern erst recht spät wieder nach Hause... Wie du schon sagtest, sind ja Ferien :rolleyes:

    Aber dafür gibts für deine lieben Feeds heut ein extra langes Stück ;)


    Gern doch. Aber dafür möchte ich heute noch ein Stückchen haben. Ich meine... es ist Wochenende, bei uns ist morgen Feiertag und dann kommt der Sonntag. Ach ja... und dann wäre es nicht schlecht und vermutlich wiederhole ich mich jetzt.

    .... das Semirs Expartner Frank den jetzigen Partner von Semir, also Tom mal informiert, dass dessen Partner kein Expartner ist sondern wieder sein Partner sein kann... ;) DAs geht aber nur, wenn der Expartner den derzeigien Expartner informiert... Also ran an die Tastatur!!! :D