Beiträge von Elvira

    Drei Stunden später hatte Anna die Männer beisammen. „Wir werden uns von Norden an das Haus anschleichen. Während wir das Gelände per Fuß abgehen, werden sich einige vom Hubschrauber direkt über das Gebäude abseilen und von dort sichern. Ein weiterer Trupp wird die Straße zum Gelände abriegeln! Die Zielpersonen müssen unter allen Umständen festgesetzt werden. Auf geht es!“ erklärte sie kurz und knapp. Sie und Alex wollten per Auto über die Straße zum Gelände fahren. Alex teilte die Männer in kleinen Gruppen a sechs Mann auf und ließ sie abmarschieren. „So, dann wollen wir uns mal das Gebäude ansehen. Der Hubschrauber dürfte auch gleich da sein.“ meinte er zu Anna und diese nickte. Sie stiegen in den großen Jeep ein und fuhren los. Keine zehn Minuten später standen sie im gebührenden Abstand zum Gebäude. Alex beobachtete durch ein Fernglas, wie die Männer sich vom Hubschrauber abseilten und nach und nach das Gebäude sicherten. „So... wir können.“ sagte er und gab dem Fahrer den Befehl ebenfalls zum Haus zu fahren. Dort angekommen stellten sie fest, dass hier außer zwei Mann am Tor niemand befand. Die Männer wurden festgenommen. Anna sah sie an. Beide waren recht jung und sie konnte sie überreden ihnen zu sagen, wo sich die Polizisten befanden. „Wir wissen nur, das Kalana beide in den Wald geschickt hat. Vorher hat er einem noch ne Kugel ins Bein gejagt, damit die Flucht nicht zu einfach wird.“ grinste einer der Beiden. Anna hielt sich zurück. „in welche Richtung sind sie gegangen?“ wollte sie wissen. Doch das wussten die Beiden nicht. „Wir sind nur die Torwache“ meinte einer der Männer und der andere nickte. „Ja und das ist nicht strafbar“. Anna lächelte. „Sie haben Recht, es ist nicht strafbar eine Torwache darzustellen, aber es ist strafbar, sich an einem doppelten Polizistenmord zu beteiligen. Sie sind auf jeden Fall Mitwisser und Sie können ihre Situation nur verbessern, wenn Sie mir verraten wo ich die Beiden finde. Und zwar bevor Kalana sie findet.“ warnte Anna. Doch die Männer schienen tatsächlich nichts zu wissen. Anna sah Alex an.

    Tom kam schnell voran. Er sah Kalana durch den Wald laufen. Das Gewehr hatte er wie ein Jäger geschultert und Tom hoffte nur, dass niemand Semir fand, der sich auf einem Hügel befand. Gut verdeckt durch Grün. Nur wer sich wirklich auskannte wäre auf die Idee gekommen auf den Hügel zu gehen um dort nach jemand zu suchen. Er reihte Kalana in die Kategorie „Naturmuffel“ ein, der sich mit Sicherheit nicht im Wald auskannte. Vermutlich hatte er das Gelände nur gekauft, weil es schön abgeschieden war. Tom ging zügig weiter und kam seinem Ziel immer näher. Er schätzte dass er eine knappe halbe Stunde benötigte um am Haus zu sein. Dort würde er versuchen Hilfe zu holen und mit denen dann Semir aus dem Wald holen. Er sah bereits die ersten Mauern und legte einen Zahn an Tempo zu. Bevor er direkt am Gebäude ankam hörte er Stimmen. Er duckte sich um nicht entdeckt zu werden, doch dann sah er bekannte Gesichter. Die Chefin unterhielt sich mit Alex Hoffmann, vom SEK. Tom kam aus seinem Versteckt und hob die Arme. „Chefin!“ rief er.

    Annas Kopf ruckte herum. „Tom! Gott sei Dank. Wo ist Semir?“ fragte sie erleichtert. „Der ist noch im Wald. Er ist verletzt. Kalana hat ihm zwei Kugeln ins Bein verpasst und eine in der Schulter. Er liegt nicht weit von hier auf einem Hügel im Dickicht. Kalana und seine Männer sind im Wald unterwegs und suchen nach uns. Wir müssen sofort wieder los! Bevor sie ihn finden! Kalana und Höller sind bewaffnet. “ erzählte Tom etwas außer Atem. Anna nickte und griff zum Funkgerät. „An alle Einheiten! Die Zielpersonen sind im Wald unterwegs. Achtung die Zielpersonen sind bewaffnet und machen von der Schusswaffe Gebrauch. Ich wiederhole Die Zielpersonen sind bewaffnet und machen von der Schusswaffe Gebrauch! Einer der Beamten ist bereits in Sicherheit. Ein weiterer befindet sich auf eine kleine Anhöhe im Wald. Er ist verletzt!“ Anna sah Tom an. „Sind Sie soweit in Ordnung?“ fragte sie. Tom nickte „Ja... kommt wir müssen sofort wieder los. Anna nickte und gemeinsam mit Alex drei weiteren Männern und Tom gingen sie zurück in den Wald. Tom versuchte so gut es ging den Weg, den er mit Semir lief zu finden. Es gelang nur mühsam.

    Kalana sah auf die Uhr. „So... das reicht. Wir schwärmen aus. Ach noch eins. Ich will sie lebend!“ befahl er Höller, der sich mit vier Männern auf den Weg mache. Er ging nach Westen und teilte die Männer ein. Kalana ging mit weiteren vier Männern nach Osten und so bildeten sie eine Mauer die sich durch den Wald kämpfte. Sie hatten alle ein Funkgerät in der Hand um sich zu verständigen. Höller wünschte sich einen der Beiden zu finden und dann würde er seine Freude haben denjenigen zu peinigen. Am liebsten natürlich Semir, weil dieser ihn bei Kalana auflaufen ließ. „Ihr zwei geht dort entlang. Denkt daran sie könnten sich auch versteckt haben. Vergesst nicht es sind Bullen und die haben so einige Tricks auf Lager. Achtet drauf ob ihr irgendwo Blut sieht. Einer unserer Freunde ist ja verletzt. Wenn ihr sie seht, schießt sie Kampf- und Fluchtunfähig. Anschließend werden wir sie zur Villa zurück bringen und uns amüsieren. Du, Mario kommst mit mir. Wenn die beiden beten können, dann sollten sie beten, dass ich sie nicht zuerst finde“ befahl er und ging los. Auch Kalana teilte die Männer auf. So gingen sie mit zehn Mann langsam den Wald ab.

    Tom sah noch einmal zu Semir der gut verdeckt war. Er überlegte sich, ob er nicht zur Villa zurück geht um sich einen der Autos zu schnappen, Semir abholte und ihn ins Krankenhaus brachte. Allerdings würde er dann vermutlich den Leuten von Kalana in die Hände laufen. Er musste vorsichtig agieren. Einen großen Bogen schlagen und dann zurück. Sicher hatte die Chefin bereits Suchtrupps losgeschickt. Wenn sie wusste wo wir sind, dachte er im gleichen Moment. Er ging ein ganzes Stück in Richtung Villa, als er Stimmen hörte. „Verdammt!“ fluchte er leise und zog sich ins Gebüsch zurück. Er sah zwei Mann in seine Richtung kommen und erkannte sie als Kalanas Männer. Doch die schienen im Gespräch vertieft zu sein und liefen an ihm vorbei. Tom sah allerdings mit Besorgnis, dass sie genau in Semirs Richtung liefen und hoffte dass dieser sich still verhielt. Wenn sie ihn erwischten, dann würde es verdammt schwer werden, ihn wieder aus der Villa zu holen. Tom ging weiter als die Männer ein ganzes Stück weiter gegangen waren. Nun hieß es schneller zu sein, als die Anderen. Er musste es einfach schaffen. Nur ohne Waffen war es nicht möglich alle Männer zu besiegen. Wenn dann musste er sie einen nach dem Anderen ausschalten. Er kam nur mäßig voran.

    Semir lag eine ganze Weile ruhig da, als er etwas hörte. Er sah vorsichtig durch das Gestrüpp. Zwei Mann. Wenn die ihn entdeckten, dann hatte er keine Chance. Er konnte sich nicht wehren. Aber wenn er hier liegen bleib, dann würde man ihn kurz über lang sicher finden. Er dachte sich, das Kalana das Gelände sicher mit allen Vor- und Nachteilen kannte. Er wollte nicht so einfach aufgeben. Gut, er hatte Tom gesagt dass er hier liegen bleiben würde, aber wenn sie sich aufteilten, dann war die Chance dass einer wenigstens entkam größer, weil sich die Verfolger auf den Anderen konzentrierten. Er besah sich seine Wunden am Bein. So schlimm ist es ja eigentlich nicht. Er quälte sich nachdem die Männer an ihm vorbei waren auf die Beine und verließ das Versteck. Da er keine Tasche bei sich hatte, ließ er die Flasche mit Wasser sowie das Essen liegen. Nur mühsam konnte er ein Fuß vor dem Andren setzten und biss die Zähne zusammen um nicht aufzustöhnen. Als er unten ankam war ihm als hätte er einen 5km Lauf hinter sich. Nun musste er sich überlegen in welche Richtung er weiter lief. Semir entschied sich in die gleiche Richtung zu gehen, wie die Männer die ihn suchten. Er kam nur langsam voran und musste häufig Pause machen. Immer darauf bedacht, nicht entdeckt zu werden.

    Also wirklich Elvira.......*gaanztiefdurchatme*...........nun bist du aber wirklich superfies zu den beiden.......wie kannst du nur??? ;( X(

    ach weißt du.... am Können scheitert es nie... :D

    Das bestätigt einmal mehr meine Vermutung: DU BIST SADISTISCH VERANLAGT !!! JAWOLLLLL !!! X(

    ERwischt...eiskalt erwischt... Nun ja... solange die Helden es überleben ist es doch gut. Aber ich verspreche euch, es wird noch richtig traurig

    Ich stehe auf elvira ihre Quälerein :)

    Ein heimlicher Fan... ich mach einen Fanclub auf... :D;)

    Anna hatte mit ihren Beamten fünf der sechs Grundstücke bereits durchsucht. Mehrere Personen wurden verhaftet und abgeführt. Die Gebäude wurden durchsucht, doch alles ohne Erfolg. Tom und Semir waren verschwunden. Toms Wagen hatte man an der Raststätte Nievenheim gefunden. Von ihm und Semir fehlte jede Spur. Anna war nervös. Sie wusste nur dass Stens nun beide in seiner Gewalt hatten, denn mehrere Zeugen sagten aus, dass einige Männer zwei weitere unter Gewaltanwendung weg gebracht hatten. Kleine selbst musste seinem Vorgesetzten Rede und Antwort stehen, weil er sich über eine Entscheidung des Vorgesetzten einfach hinweg gesetzt hatte. Entgegen seiner Behauptung es wäre alles in Ordnung mit dem Einsatz von Semir, ging er zu weit und musste nun mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Anna sah Petra an. „Was ist mit den Geländen?“ fragte sie nervös. „Eines haben wir noch. In der Nähe von Königswinter. Das SEK ist bereits informiert. Allerdings ist das Gelände sehr unübersichtlich, weil viel Wald drum herum ist. Wir brauchen da mindestens eine Hundertschaft um das ganze Gebiet zu durchsuchen.“ Erklärte Petra. Anna nickte. „Na dann los. Die haben beide und ich denke nicht, dass sie Tom und Semir zum Kaffee einladen. Rufen Sie am besten Alex Hoffmann an. Er soll die Einsatzleitung übernehmen und mich umgehend informieren, wenn er vor Ort ist. Wir treffen uns denn da und Petra… informieren Sie auch einen RTW…“ befahl Anna. Petra nickte und machte sich an die Arbeit. „Ach und fordern Sie den Hubschrauber an. Ich fliege auch hin.“ Petra nickte erneut. Anna ging in ihr Büro an die Pinwand wo sie eine Karte angeheftet hatte. Dort markierte sie alle Gelände die bisher durchsucht wurden. Nirgends gab es eine Spur. Also blieb nur noch dieses Waldgebiet. Es war soviel wusste sie Privatgrundstück von Nikolas Kalana.

    Tom stützte Semir so gut es ging. Sie waren bereits eine Stunde im Wald unterwegs. Semir stöhnte bei jedem Schritt auf. Die Wunden bluteten wieder. Tom wusste genau, dass er es nicht mehr lange mitmachen würde. „Komm Semir…. mach dich nicht so schwer…“ stieß Tom aus. Von Semir kam außer dem Stöhnen gar nichts. „Semir… wir müssen etwas schneller laufen… die kriegen uns sonst…“ kam von Tom. „Ich weiß… lass mich hier…. Ich kann nicht mehr.... allein hast du ne Chance…“ kam leise von Semir. „Du spinnst wohl. Wir werden es beide entweder bis zum Ende schaffen oder gehen gemeinsam zurück. Willst du Pause machen? Ich habe da hinten ein paar Schritte weiter etwas gesehen, wo wir das Gelände überblicken können und nicht direkt gesehen werden. Willst du dort eine Pause machen?“ fragte Tom. Semir nickte. „Ja… bitte…“ kam leise. Tom nickte und schleppte Semir einen kleinen Hügel rauf, der von Hecken umwachsen war. „So … Achtung, hier kannst du dich hinsetzen.“ Semir ließ sich mit Hilfe von Tom nieder. Er lehnte sich gegen einen Baumstumpf und Tom untersuchte die Wunde. Semir kippte langsam zur Seite. Er war am Ende. Tom sah es mit Sorge. „Damit kannst du kaum weiter. Hör zu… ich werde versuchen weiter zu laufen. Du bleibst hier liegen und wartest auf mich, okay?“ fragte Tom und legte einen neuen Verband an. „Tom… ich… halte dich eh nur auf. Dieser verdammte Mistkerl….“ stieß Semir unter Schmerzen aus. „Schon gut… verhalte dich ruhig. Ich lasse dir Wasser und Essen hier. Versuch dich so wenig wie möglich zu bewegen.“ erklärte Tom. Semir nickte nur.

    Anna überflog das Gebiet. „Das ist verdammt groß“ gab sie an Alex Hoffmann weiter, der neben ihr saß. „Ja... da kommen wir mit zehn Mann nicht aus. Wir brauchen ein paar Leute mehr. So ungefähr fünfzig würde ich sagen. Aus der Luft ist gar nichts zu machen. Wir müssen den Wald zu Fuß durchwandern. Das Haus von der Straße her abriegeln und einige Leute aus dem Hubschrauber abseilen lassen um das Haus möglichst schnell unter Kontrolle zu bekommen.“ Erklärte der SEK-Mann. Anna nickte. „Gut, Sie kümmern sich darum. Ich will die Beiden schnellstens da raus holen. Was ich von diesem Kalana bzw. Stens erfahren habe reicht mir.“ Meinte Anna und Alex nickte nur. „Wir werden das Kind schon schaukeln. Wann war der letzte Kontakt zu Kranich und Gerkhan?“ wollte Alex wissen. „Gestern als Tom Semir abholen wollte. Sie wollten sich am Rastplatz Nievenheim treffen. Das ist vermutlich auch so gekommen, allerdings wurden sie direkt abgegriffen. Das hier ist das letzte Grundstück was Kalana gehört. Es ist mindesten 600 ha groß. Ein verdammt hartes Stück Arbeit. Aber ich vertraue Ihnen und Ihren Männern.“ Erklärte Anna laut. Alex nickte dankend. „Wir holen sie da raus. Okay... fliegen wir zurück und machen einen Plan. Wir teilen die Leute gemeinsam ein.“ Schlug Alex vor. Anna gab den Befehl an den Piloten weiter.

    „Bleib dort stehen! Ich habe keine Skrupel ihm die Birne wegzuschießen, klar?“ warnte er Tom. Semir sah Tom flehend an. Tom blieb stocksteif stehen. „Stens… okay… Sie haben gewonnen. Lassen Sie ihn gehen!“ bat Tom erneut. Stens lachte. „Ihr dürft beide gehen. Wenn ihr es schafft einen Tag im Wald zu bleiben, ohne dass ich euch finde, dann seid ihr frei. Jeder geht seinen Weg und wir vergessen das ganze hier.“ erklärte er. Tom sah Semir an. „Nehmen Sie die Waffe weg!“ forderte er. Stens nickte und stieß Semir in Toms Richtung. Dieser fing ihn auf und zog ihm das Klebeband vom Mund. „Semir? Soweit okay?“ fragte er vorsichtig. Semir nickte aber Tom sah, dass es eine Lüge war. Die Wunden schmerzten mit Sicherheit. Toms Blick wanderte wieder zu Stens. „Wann?“ fragte er. Stens lächelte gemein. „Ihr dürft vorher essen und trinken. Natürlich dürft ihr auch etwas Proviant einpacken… Ich will ja nicht dass ihr verhungert.“ lachte Stens. Er sah zu den beiden Männern. „Bringt sie in die Küche und passt auf, dass sie nicht vorher abhauen.“ Die Männer nickten und Tom stützte Semir beim Laufen. Doch sie waren noch nicht einmal drei Schritte gelaufen, als ein Plopp zu hören war und Semir aufschreiend zusammenbrach. Tom versuchte ihn zu halten, aber es ging nicht.

    Tom sah erschrocken zu Semir, der am Boden lag und sich das linke Bein hielt. Blut trat aus einer zweiten Wunde hervor. Tom sah zu Stens. Er sah die Waffe mit Schalldämpfer und glaubte sogar den Rauch noch vorn aufsteigen zu sehen. „Du verdammtes Schwein!“ stieß Tom aus und untersuchte die Wunde an Semirs Bein. Durchschuss oder war die Kugel noch drin? Aber egal was es auch war, so konnte Semir nicht laufen. Die ganze Sache mit der angeblichen Chance die ihm Stens einräumen wollte war eine Farce. „Was sollte das? Er hat nichts getan…!“ schrie Tom den Mann an der wie ein Richter über die Beiden thronte. „Nun… das ist doch nur ein winziges Handicap. Dein Strafpunkt für eben, wenn du willst. Er wird es schon überleben.“ lachte Stens. „Und nun sieh zu, dass ihr in die Küche kommt, sonst gibt es nämlich kein Proviant und kein Essen.“ Tom zog Semir hoch. „Tom… das geht so nicht… das schaffe ich nicht… du musst allein gehen.“ bat Semir leise. „Klappe. Ich lass dich nicht hier. Reiß dich zusammen. Wir schaffen das und wenn ich dich Hucke-Pack nehme.“ raunte Tom ihm zu. Er trug Semir mehr, als das dieser ging. In der Küche ließ er ihn auf einen Stuhl nieder und sie aßen etwas. Tom packte sich Proviant ein. Stens hatte sogar eingeräumt Verbandsmaterial einpacken zu dürfen. Außerdem legte er Semir Verbände an. Die Blutungen waren gestoppt aber er wusste genau, das Semir mit den beiden Wunden am Bein nicht lange laufen konnte. Sie würden viel schwerer vorankommen, als wenn er unverletzt wäre. Aber Tom wollte ihn auf gar keinen Fall zurücklassen.

    So hier ist der Abendteil...

    Tom sah das Semir am Arm getroffen wurde. „Verdammt Hören Sie endlich auf!“ schrie er Stens an. Dieser sah ihn an. „Du hast Recht. Es wird langweilig. Ich habe was Neues… etwas ganz feines. Du und dein Freund bekommen sogar eine echte Chance…“ lachte Stens. Tom sah ihn an. „Was?“ fragte er. „Nun wie du gesehen hast sind wir hier ziemlich ländlich gelegen. Viel Wald und es ist ein großer Wald… Außerdem ist er eingezäunt und Privatgrundstück. Niemand kann hier rein ohne dass ich es weiß. Und wenn ihr beide zum anderen Ende kommt, dürft ihr gehen. Ihr bekommt von mir sagen wir dreißig Minuten Vorsprung.“ Stens sah ihn erwartungsvoll an. „Ich bin doch sehr gnädig, oder?“ lachte er. Tom schloss die Augen. „Semir ist verletzt. Er kann nicht so weit laufen.“ gab Tom zu bedenken. Stens zuckte mit den Schultern. „Ist nicht mein Problem. Wir können auch weiter auf die Scheiben schießen…“ stellte er Tom vor die Wahl. „Bekomme ich Bedenkzeit?“ fragte Tom leise. Stens nickte. „Nach dem nächsten Schuss will ich deine Entscheidung.“ lachte er laut und gehässig. Tom sah ihn an. „Ich werde nicht noch einmal schießen.“ Sagte er entschlossen. Stens zuckte erneut mit den Schultern. „Nun dann eben nicht….“ Er hob die Hand und Höller drückte ab. Tom sah entsetzt auf den Monitor. Er glaubte zu sehen, wie nah die Kugel an Semirs Kopf vorbei flog und in die Scheibe schlug. Es reichte ihm und er ging ungeachtet der anderen Männer auf Stens los. Er brüllte und schlug auf den Mann ein, der nur da stand und lachte. Die Schläge die Tom austeilte steckte er einfach ein. Dann traf Tom ihn ins Gesicht.

    Stens sah Tom erschrocken an und fuhr mit der Zunge über die geplatzte Lippe. Er hob die Hand und sofort waren die Männer bei ihm, zogen Tom von ihm weg und hielten ihn fest. „Ich mach dich fertig, Stens! Ich bring dich um!!“ schrie er und tobte. Stens wischte sich das Blut weg und lächelte ihn böse an. „Damit hast du dich gerade um eine weitere Chance gebracht, Kranich…. Das gibt einen Strafpunkt“ sagte er leise und drohend. Tom ahnte schon, dass Stens sich etwas extrem fieses ausgedacht hatte um seinen Wutausbruch zu bestrafen. Stens verließ den Raum kurz. Tom sah auf dem Monitor, das Semirs Fesseln gelöst wurden. Dann trat Stens in Erscheinung. Er baute sich vor Semir auf und sah ihn grinsend an. Tom versuchte sich los zu reißen. „Lass ihn in Ruhe! Du verdammter Mistkerl!!“ schrie er. Er wusste nicht einmal ob Stens ihn hörte. Stens lachte lautlos. Tom wusste nicht genau was er mit Semir vorhatte aber es sah nicht danach aus, als wäre es erfreulich. Er sah wie Semir die Fesseln abgenommen wurden. Der Knebel selbst blieb. Kurz darauf kam Stens mit Semir in den Raum, wo Tom war. Semir humpelte und verzog bei jedem Schritt das Gesicht. Tom sah Stens irritiert an. „Er war nie hinter einer der Scheiben?“ fragte er erstaunt. Stens lachte. „Nein… aber das macht nichts. Es war ein kleiner Trick, wenn du so willst.“ sagte er grinsend. Tom schloss die Augen. „Du verdammter….“ fluchte er und versuchte seine Wut zu kontrollieren. „Lasst ihn los!“ befahl Stens seinen Leuten. Tom sah Semir an. Er sah Blut am Oberschenkel und an der Schulter. Er wollte zu Semir, doch plötzlich hielt Stens Semir eine Waffe unters Kinn.

    Tom sah Stens an. „Hören Sie auf!“ schrie er ihn an. Stens lachte nur. „Dann schieß du. Denk daran, Höller weiß wo er steht.“ Tom war verzweifelt. Was sollte er tun? Wenn er nicht tat, was Stens wollte, würde Höller Semir erschießen. Wenn er.... nein... er wollte nicht weiterdenken. „Nun was ist? Hast du dich entschieden oder soll Höller weitermachen?“ riss Stens ihn aus den Gedanken. „Nein... ich... kann es nicht.“ kam leise von Tom. Er sah Stens an. „Sie sind ein Teufel!“ fauchte er. Doch Stens lachte nur. „Das mag sein.... zumindest habe ich einen Pakt mit ihm geschlossen. Und der Teufel ist immer bereit neue Seelen zu nehmen. Du darfst dich fertig machen. Such dir eine der Ziele aus und schieß. Wenn nicht, dann schießt Höller. Denk aber daran er weiß wo Semir steht“ Stens beobachtete Tom sehr genau. Er spürte die Angst die er hatte. Angst seinen Partner und Freund zu treffen. „Ich zähle bis drei. Eins! .... Zwei!.... Drei!“ zählte Stens und hob seine Hand. Dann ging Toms Hand mit der Waffe hoch und er schoss. Der Knall war laut und Tom hatte das Gefühl, sein Herz würde lauter schreien als der Knall der Kugel. Er sah zum Monitor. Semir war zu sehen. Er atmete heftig und zerrte an den Fesseln. „Machen Sie endlich Schluss mit diesem perfidem Spiel, Stens!“ brüllte Tom den Mann an. Doch wieder war nur ein Lachen zu hören. „ich liebe dieses Spiel. Los! Die nächste Scheibe!“ befahl er und genauso schnell wie das Lachen da war, war es auch wieder verschwunden. Tom sah ihn verzweifelt an. „Stens.... bitte... machen Sie mit mir was Sie wollen, aber lassen Sie ihn in Ruhe....Bitte!“ flehte er regelrecht. Stens sah ihn kalt an. „Schieß!“ befahl er. Tom sah ein, dass es nichts brachte. Er musste schießen.

    Semir spürte die Kugel dicht an ihm vorbeirauschen. Er zuckte zusammen und schloss die Augen. Wenn ich diesen Mistkerl in die Finger bekomme, dann kann er sich warm anziehen, dachte er bei sich. Er hörte was Stens zu Tom sagte und er wusste genau, das Tom innerlich einen harten Kampf ausfechtete um abzudrücken. Aber wenn er nicht tat, was Stens wollte, würde Höller schießen und der würde garantiert treffen, so dachte Tom sicher. Der Streifschuss war absichtlich. Semir konnte Tom nichts zurufen. Sie hatten ihn geknebelt. Er war nicht im Schießstand, sondern in einem kleinen Raum nebenan. Dort hatte Stens ihn an einer Scheibenrückwand angebunden. Höller wusste wo er stand aber er war nicht bei ihm. Lutz war es, der auf ihn schoss und ihm den Streifschuss verpasst hatte. Er konnte sich vorstellen, dass es Tom innerlich zerriss wenn er abdrücken musste. Schließlich ging Tom davon aus, er sei im Schießstand. Stens hatte eine Kamera aufgestellt, die ihn filmte. Sobald Tom abdrücke, tat es Lutz auch, nicht synchron aber das musste er ja auch nicht. Es reichte aus, wenn er abdrückte und die Kugel dicht an Semir vorbeisausen ließ. Tom war durch das Abdrücken ja selbst abgelenkt und sah erst nach dem Schuss auf den Monitor. Lutz grinste ihn an. „Das macht doch richtig Spaß, nicht wahr Bulle...?“ lachte er. Er sah dass der andere Polizist wieder anlegte und drückte fast synchron ab. Diesmal erwischte er den Polizisten am Arm. „Ach schon wieder ein Treffer....“ lachte er. Semir spürte das Blut aus der Wunde laufen. Diesmal war es kein Streifschuss. Er schloss die Augen.

    Heute Mittag hab ich es nur mit Mühe und Not geschafft etwas zu essen!!
    Gott sei Dank habe ich schon zu Abend gegessen, bevor ich den letzten Teil gelesen habe sont wären die Oliven wahrscheinlich alle durchs Wohnzimmer gerollt!
    Wie stehen die Chancen, dass es heute noch einen Teil gibt??

    xD

    für heute sieht es sehr schlecht aus... weil ich möchte doch, dass ihr schlafen könnt.

    So mein Abendessen ist vorbereitet... viel Spass beim Lesen.... und angenehme Träume :D

    „Petra wie sieht es aus?“ fragte Anna als sie Kleine verabschiedet hatte. „Wir haben bisher sechs von den Häusern dieses Stens gefunden. Drei sind auf den Namen Kalana eingetragen. Die Grundstücke sind in Köln, in Bonn, in Königswinter, Dortmund, Siegburg und Essen. Ich habe bereits Einheiten hingeschickt. Bisher keine Rückmeldung erhalten.“ zählte Petra auf. Anna nickte. „Herzberger und Bonrath sollen ebenfall die Häuser abfahren.“ Gab Anna die Anweisung. Petra nickte und gab es weiter. „Chefin? Wir können doch die Handys auch orten lassen. Ich meine die sind mit Sicherheit an, dann wäre es doch schneller …“ warf Petra ein. Anna sah sie an. „Ja sicher… machen Sie das…. Sehr gute Idee… Petra.“ Lobte Anna und verschwand kurz in ihr Büro. Nur wenig später kam sie wieder raus. „Petra fordern Sie den Hubschrauber an. Ich werde selbst ebenfalls über die Grundstücke fliegen. Sie suchen bitte weiter!“ Petra nickte und machte sich an die Arbeit. Anna wollte gerade los fliegen, als Kleine sie festhielt. „Nehmen Sie mich mit…. Ich will es wieder gut machen.“ Bat er. Anna sah ihn kurz an und nickte dann. „Also gut. Aber wir werden erst einmal alle Gebiete überfliegen. Sobald wir wissen wo sich die Beiden befinden, werden wir eingreifen.“

    Tom wurde in den Raum gestoßen. Auch hier stand ein Monitor und er sah Semir. Stens kam ebenfalls herein. „Nun… du siehst hier sind insgesamt sechs Zielscheiben. Du wirst auf alle einmal schießen. Wenn er noch lebt, wiederholen wir das Ganze. Bis er….“ Stens lachte gehässig. Tom sah ihn an. „Ich werde nicht schießen!“ sagte er mit fester Stimme. Stens lachte erneut. „Meinst du wirklich?“ Er drehte sich theatralisch um. „Sieh mal… wenn du nicht schießt, dann wird mein Freund Höller für dich abdrücken. Er ist allerdings ein sehr schlechter Schütze. Er kann ja mal zeigen, was er so drauf hat.“ lachte Stens und winkte Höller zu. Dieser legte an und schoss. Der Schuss hallte laut und Tom sah entsetzt auf dem Monitor. Semir zuckte zusammen aber er schien nicht getroffen. „Hören Sie auf damit! Lassen Sie ihn in Ruhe!“ schrie Tom Stens an. Dieser lachte nur. „Ich nehme an du willst deinen Freund retten, nicht wahr?“ fragte er fadenscheinig. Tom nickte. „Gut ich hätte da eine Lösung….“ sagte er weiter. Tom sah ihn an. „Und was bitte so das sein?“ stellte Tom die Frage. „Du schießt selbst.“ erklärte Stens. Tom lachte verächtlich. „Das ist doch absurd!“ stieß er aus. Stens sah ihn an. „Meinst du wirklich? Gut….“ Er hob die Hand und gab Höller einen Wink. Wieder hallte ein Schuss. Auf dem Monitor sah Tom wie Semir das Gesicht unter Schmerzen verzog und die Augen schloss. War er getroffen? … „Oh…. Das tut mir aber Leid…“ lachte Höller.

    Hey... das ist doch wohl nicht dein Ernst oder? Der soll ja Andrea und Aida in Ruhe lassen, sonst komm ich vorbei... ist das klar :D Und dem Ben sollte er auch nicht zuviel antun. obwohl... der kann sich wehren... Ben hau dem Kerl eins auf die Schnauze wenn er dir zu nahe kommt. Lass dir ja nichts gefallen. Das reicht doch schon, wenn du in meinen Storys demnächst was auf die Mütze kriegst :D:D;)

    Boah, da läuft mir die Gänsehaut den Rücken rauf! Sehr sehr spannend!! Und damit die Gänsehaut wieder den Rücken runter läuft und dann verschwindet, bräuchte ich noch einen Teil. Sonst fällt mir ja dann das ganze Mittagessen vor lauter Zittern von der Gabel!! Und du willst doch nicht das ich verhungern muss oder??

    xD

    sicher Chrissy aber überleg mal den Vorteil... wenn das Essen runterfällt dann ist es sehr nützlich für die Figur. ;) Und da ich ein Unmensch bin, gbit es den nächsten Teil erst heute Abend... will euch noch etwas zappeln lassen. :D

    gut aber sagt nachher nicht ich hätte euch nicht gewarnt...

    Semir wurde ebenfalls aus dem Auto gezerrt und direkt zu Stens gebracht, der bereits auf ihn wartete. „Hallo Matt… oder besser noch Semir?“ lachte er ihn an. Semir blinzelte ihn kurz an. „Das war eine Falle…. Du wolltest das ich abfahre damit du dir Tom krallen kannst, was?“ fragte Semir bitter. Stens lachte auf. „Du bist ein sehr kluges Köpfchen. Ja… ich weiß schon länger dass du ein Bulle bist. Ein guter Freund von Tom Kranich. Meinem Feind. Was meinst du wie er sich freut mich wieder zu sehen? Er wird seine Freude kaum in Zaum halten können. Du hast mich einen Stück näher an mein Ziel gebracht. Höller freut sich auch schon auf dich. Er kommt gleich und dann können wir uns gepflegter unterhalten.“ meinte Stens nur und trank wie üblich einen Schluck Alkohol. „Was willst du von Tom?“ fragte Semir. Stens sah ihn an. „Weißt du das nicht? Ich werde ihm zeigen, dass er nie gegen mich gewinnen kann. Nie, verstehst du. Er wird immer gegen mich verlieren. Und er wird immer durch mich seine Freunde verlieren. Diesmal bist du dran. Und mal sehen, wer noch so sein Freund ist. Oder seine Freundin.“ lachte er leise und gefährlich. Die Männer die ihn rein gebracht hatten zerrten ihn über den Hof in ein Gebäude. Stens kam hinterher. „So und das schöne an meiner Rache ist, dass Tom Kranich seinen Freund eigenhändig erschießt.“ lachte er. Semir sah ihn an. „Das wird Tom nie machen. Sie werden ihn nicht dazu bringen, auf mich zu schießen. Niemals.“ sagte er voller Zuversicht. Stens lachte. „Meinst du wirklich? Ich erkläre dir mal wie ich das sehe. Ich habe hier einen Schießstand. Sechs Zielscheiben. Hinter einer von denen bist du, geknebelt und gefesselt. Er weiß nicht wo du stehst und er bekommt von mir den Befehl zu schießen. Weil ich dich sonst erschießen lasse. Was meinst du wird er tun?“ lachte Stens gemein und ließ Semir wegbringen. Semir versuchte sich gegen die Männer zu wehren, doch er war ihnen zweifelsohne unterlegen.

    Tom wurde zu Stens gebracht. „Hallo Kranich…. Du erinnerst dich sicher noch an mich, oder?“ lachte er ihn an. Tom nickte. „Ja…sehr genau….. du hast meinen Freund ermordet und dafür wanderst du in den Knast.“ drohte Tom ihn. Stens lachte. „Ja sicher….“ kam von ihm belustigt. Tom sah sich um. „Wo ist Semir?“ wollte Tom wissen. „Semir… ach du meinst unseren kleinen gemeinsamen Freund. Nun er ist gut aufgehoben. Willst du ihn sehen?“ fragte Stens grinsend. Tom nickte. „Lass ihn gehen. Du willst mich, du hast mich. Semir hat nichts damit zu tun.“ kam von Tom. „Er hat mit der Sache von damals nichts zu tun, das stimmt. Aber er wollte mich verarschen und so was nehme ich persönlich. Hier ist er!“ Stens drehte einen Monitor zu Tom. Dieser sah drauf und erkannte Semir gefesselt und geknebelt irgendwo in einem Raum stehen. „Was soll das?“ fragte Tom. Stens lächelte böse. „Nun… er steht hier irgendwo…. Ich nehme an du willst ihm helfen, oder?“ Er sah Tom an. Dieser nickte. „Wo ist er?“ fragte Tom. „ Er ist im Schießstand. Du wirst ihn töten.“ erklärte Stens seinen Plan. „Niemals!!“ schrie Tom raus. Er wollte auf Stens losgehen, doch die Männer die ihn hier her gebracht hatten, hielten ihn fest. „Stens ich warne dich! Wenn Semir auch nur etwas zustößt, dann mach ich dich fertig…Diesmal wirst du nicht entkommen!“ schrie er wütend. Stens lachte nur. „Ich werde ihm nichts tun. Du wirst es.... Bringt ihn zum Schießstand!“ befahl er den Männern und diese zerrten Tom raus.

    oh oh oh.....das hört sich gar nicht gut an, wirklich nicht!!! ;( ;( ;(

    stimmt hören nicht, aber er liest sich gut :D

    Ich glaub, Elli wird jetzt wieder alle üblen Register ziehen, die sie nur finden kann....nicht war Elli??? ;( :D ;(

    ach ja... ich habe mich bemüht und musste mich wirklich bremsen. War gar nicht so einfach... gegen Mittag gibt es den nächsten Teil. Ich entschuldige mich schon jetzt wenn es wieder zu heftig wird... :D;)

    Tja... so ein BMW als Parkbuicht... auch mal was neues... Allerdings sollte man das nicht nachmachen... Sehr gute Story... Mal sehen was noch alles passiert. Semir ist ja richtig wütend.... aber verständlich, sein Lielingsspielzeug ist ja auch schon wieder kaputt...

    Anna saß in ihrem Büro. „So… damit ist die Sache ausgestanden. Allein mit der Tatsache, das Stens damals den Freund von Tom und Ihre Tochter ermordet hat, geht er für immer in den Knast. Sie brauchten diesen Einsatz von Semir überhaupt nicht.“ Anna war wütend. Kleine saß zusammen gesunken im Sessel. „Frau Engelhard. Ich brauchte den Beweis, das Kalana tatsächlich Stens ist. Das konnte mir Alex auch nicht genau sagen. Er wusste es ja nicht. Verdammt… ich wollte endlich diesen Mistkerl vor mir sehen… Verstehen Sie das denn nicht?“ fragte er verzweifelt. Anna nickte. „Doch ich verstehe es. Aber ich verstehe nicht, warum Sie nicht offen mit uns darüber gesprochen haben. Dann wäre es besser gewesen. Ich lasse weder mich noch meine Männer ausnutzen.“ gab Anna zurück, allerdings war ihre Wut nicht mehr so groß. Sie hatte mit dem Polizeipräsidenten gesprochen und dieser würde alles was Kleine angeht bearbeiten. Sie sollte sehen, dass sie ihren Mann dort unbeschadet heraus bekam und die Sache wäre für die Autobahnpolizei erledigt. „Wieso sind die denn noch nicht hier?“ fragte sie sich auf einmal und griff zum Handy. Tom meldete sich nicht. „Sonderbar….“ murmelte sie. Kleine sah sie an. „Was gibt es denn?“ wollte er wissen. „Tom… er sollte Semir am Rastplatz Nievenheim abholen. Das sind keine zehn Minuten Fahrt von hier. Aber er ist schon seit einer Stunde unterwegs und meldet sich nicht.“ erklärte Anna. „Das war ein Fehler… Ich sagte doch ich brauche nur noch drei Tage…. Wenn Sie getan hätten was ich wollte, dann…. Dann….“ gab Kleine von sich. Anna sah ihn warnend an. „Wo sind die Häuser von Stens oder Kalana?“ fragte sie anstatt auf die Vorwürfe einzugehen. „Wir kennen drei Häuser. In Köln, in Krefeld und in Bonn. Aber er hat viel mehr…“ kam kleinlaut von Kleine. Anna nickte. „Gut… dann müssen wir dort ansetzten.“ Sie verließ den Raum und ging zu Petra. „Petra! Holen Sie alle Grundbesitze von Stens oder Kalana in NRW raus. Ich brauche alle Anschriften und mindestens vier SEK in Bereitschaft!“ befahl sie der Sekretärin.

    Tom spürte das der Wagen anhielt sie sind nach seinem Gefühl gerade dreißig Minuten gefahren. Er hörte wie die Türen aufgemacht wurden. Kurz darauf wurde er grob aus dem Wagen gezerrt und vorwärts gestoßen. „Semir?“ fragte er vorsichtig. Doch es kam keine Antwort von Semir. „Nur keine Sorge… dein Freund kommt gleich. Und dann werdet ihr mit Kalana eine kleine Unterhaltung haben. Was für eine, brauche ich dir sicher nicht erzählen, oder?“ lachte ihn jemand aus. Tom verhielt sich ruhig. Er wurde in einen Raum gebracht, die Augenbinde wurde abgezogen und Tom sah sich blinzelnd um. Viel gab es nicht zu sehen. Ein Kellerraum wie tausend andere. Tom ließ sich auf den Boden sinken. Wo war Semir? Wieso war er nicht auch hier? Das alles war eine Falle… Die hatten Semir extra entkommen lassen, um ihn, Tom zu bekommen. Das war Tom nun klar. Stens wollte ihn, sicher hatte er bei dem Anruf Toms Stimme erkannt und eins und eins zusammen gezählt. Und was Stens vorhatte, konnte Tom sich auch denken. Semir konnte er keinen Vorwurf machen. Er hatte schon mehr auf sich genommen, als man erwarten konnte. Sich in die Höhle des Löwen zu begeben war bereits ein großes Risiko.

    Nana... wer drängt denn da so extrem... aber gut...

    Höller sah Semir kommen. „Okay… versteckt euch. Sobald ich einen Wink gebe, greift ihr zu. Du und Du…. ihr kümmert euch um Matt oder Semir. und ihr zwei um diesen Kranich. Kein Aufsehen. Waffe an die Seite und zum einsteigen zwingen. Augen verbinden und jeder in einem Wagen. Anschließend wieder zurück zum Anwesen. Alles weitere ist dann Sache von Kalana.“ gab er die Befehle. Die Männer nickten und taten was er wollte. Die Autos standen unscheinbar in der Nähe des Golfs und doch vor neugierigen Blicken verdeckt bereit. Höller selbst setzte sich in den Golf auf die Rückbank und legte sich so hin, dass er nicht zu sehen war. Da die Scheiben abgedunkelt und mit Folie versehen waren, konnte man von außen nichts sehen. Sobald Semir einstieg würde er ihm die Waffe an den Kopf halten und ihn zwingen zuzusehen, wie seine Freunde sich Kranich vornahmen. Anschließend so hoffte Höller, würde er auch etwas von Semir haben. Er ließ sich nicht vorführen und schon gar nicht verarschen…. Erst recht nicht von einem Bullen. „Er kommt!“ sagte er ins Handy als Semir ankam. Schon hörte er wie die Tür geöffnet wurde. Er duckte sich mehr in den Sitz und wartete bis der Mann am Steuer saß. Als es soweit war, kam er hoch und presste dem Mann die Waffe ins Genick. „Hallo…. Matt….“ sagte er leise. Der Mann auf dem Sitz zuckte zusammen.

    Tom kam am Rastplatz an. Er sah sich kurz um und entdeckte den Golf. Semir schien darin zu sitzen. Sogar ziemlich entspannt. Vermutlich pennt der, dachte Tom und hielt hinter dem Golf an. Er stieg aus und ging zum Golf riss die Tür auf. Als er Semir sah, erschrak er kurz und hob die Hände. „Ich konnte nichts machen…. Tom.“ entschuldigte Semir sich. Tom nickte nur. „Sehr schön…!“ lachte der Mann auf dem Rücksitz. Dann kamen vier bewaffnete Männer aus dem Gebüsch. Zwei zerrten Tom die Arme auf den Rücken und fesselten ihn. „So und nun du!“ hörte er von dem Mann im Auto. Semir stieg aus und hob ebenfalls die Hände. „Höller…. Lass das doch…. ich kann dir helfen….“ versuchte Semir den Mann zum Aufgeben zu bewegen. „Ja sicher… du hilfst mir in den Knast zu kommen. Das kannst du später machen. Kalana hat Sehnsucht nach dir und deinem Freund Matt, oder soll ich auch Semir sagen?“ fauchte Höller und schlug zu. Semir ging stöhnend zu Boden. Tom sah wie Semir gefesselt und anschließend die Augen verbunden bekam. Dann wurde er zum Wagen gebracht. Mit Tom geschah das Gleiche. Ihn brachte man zu einem anderen Wagen. Die Fahrt ging ab. Tom merkte dass zwei Mann neben ihm saßen. Die Fesseln saßen ziemlich fest und Tom hoffte, dass die Chefin bald merkt dass etwas nicht stimmte.

    So noch ein Stückchen zum Wochenende:

    Kalana sah auf den kleinen Monitor. Er sah den roten Punkt, der über die Karte fuhr, die auf dem Monitor angezeigt wurde. „Wir sind dran. Er fühlt sich sicher und wird sicher gleich mal zu einem Treffpunkt fahren. Willst du beide bei dir auf dem Anwesen haben?“ fragte Höller per Handy. „Nein. Wir bringen sie in Siegburg unter… alle beide. Aber wenn ihr sie habt, dann trennt sie von einander. Nicht in einem Wagen und verbindet ihnen die Augen. Niemand von ihnen soll sehen, wo es hingeht. Sie kommen in den Keller. Dort war unser Freund ja nicht und kennt ihn also nicht. So ist er sicher und Kranich auch. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen.“ lachte Kalana und beendete das Gespräch. Höller hatte ebenfalls einen Empfänger des Senders im Wagen und konnte gelassen größeren Abstand zum Wagen halten. Kalana ging zum Fenster und sah hinaus. „Endlich werde ich meine Rache bekommen. Endlich werde ich Kranich wieder sehen. Er wird sich wünschen mir nie in die Quere gekommen zu sein. Die Gedanken ließen Kalana in die Vergangenheit schweifen. Er sah vor seinem inneren Auge das Geschehen von Damals. Als er am Kai stand und plötzlich von zwei Männern angesprochen wurde. Der eine zog seine Waffe und sie gingen ein Stück. Kalana konnte den Mann überwältigen und die Waffe an sich nehmen. Der Zweite lag am Boden und kämpfte gegen den Schmerz eines gemeinen Trittes von Kalana an. Sein plötzlich aufgetauchter Freund nahm die Waffe und schoss dem Mann in den Kopf.

    Semir sah in den Rückspiegel. Keine Verfolger waren zu erkennen. Wenn Kalana seine Flucht bemerkt hätte, dann wären sicher schon einige Leute hinter ihm her. So konnte er sicher sein, dass er es wirklich geschafft hatte. Endlich wieder mit Andrea zusammen zu sein. Er nahm sein Handy und wählte Tom an. „Tom… ich bin draußen. Hol mich am Rastplatz Nievenheim ab. Ich werde dort essen und dann kann ich endlich wieder nach hause. Was macht Andrea?“ wollte Semir wissen. „Der geht es gut. Sie ist bei ihren Eltern. Ich fahre direkt los. Iss schnell und nicht zu viel.“ Lachte Tom. Semir legte das Handy wieder auf dem Beifahrersitz und ordnete sich zum Rastplatz ein. Er stellte den Wagen etwas abseits vom Restaurant ab und ging hinein. Pommes und Schnitzel… wollte er essen. Er setzte sich an den Tisch und drehte sich mit dem Rücken zum Fenster. Man konnte ja nie wissen, wer gerade auf den Platz fuhr und wenn Höller oder die anderen von Kalanas Männer hier rast machen, ihn erkannten, dann war sein Leben keinen Cent mehr wert. Das Essen kam besonders schnell und Semir genoss es richtig. Sein Handy vibrierte und er meldete sich. „Bin gleich da. bist du schon fertig?“ hörte er Tom fragen. „ja… fast…. Okay ich stehe wenn du auffährst rechts in so einer kleinen Ecke etwas versteckt. Man weiß ja nie. Ein roter Golf älteren Models.“ erklärte Semir und zahlte sein Essen. „Alles klar. Einen Golf… ganz passend für dich. Bis gleich.“ verabschiedete sich Tom. Semir verließ das Lokal und ging zum Wagen.

    Semir saß in seinem Zimmer. Es war heiß und er hatte nicht einmal Wasser hier. Er ging zur Tür und drückte die Klinke runter. Verwundert stellte er fest, dass sie zu öffnen war. Was sollte das denn jetzt? fragte er sich irritiert. War das ein Test? Wollte Kalana wissen, ob er seine Befehle ausführt? Er öffnete vorsichtig die Tür und sah in den Gang. Niemand war zu sehen. Er ging raus und schloss die Tür wieder. Vorsichtig ging er durch den Gang. Niemand war zu sehen. Er hörte Stimmen aus dem Arbeitszimmer und ging einfach vorbei. Immer dabei bedacht, nicht bemerkt zu werden. Ungesehen kam er aus dem Haus. Auch vor dem Haus war niemand zu sehen. Semir beschlich ein sonderbares Gefühl. Es war ein Test. Kalana testete ihn, wie weit er ihm trauen durfte. Plötzlich vibrierte sein Handy. Semir zuckte erschrocken zusammen. Er zog es aus der Tasche und meldete sich leise. „Ja…?“ fragte er. „Tom hier… Semir… wir brechen ab. Versuch vom Gelände zu kommen. Das ganze hatte nur den Sinn, das Kleine sich rächen kann an Kalana bzw. Stens, weil der seine Tochter totgefahren hat. Du bist ab sofort wieder raus aus der Sache.“ hörte er seinen Freund und Partner sagen. „Alles klar. Dann werde ich umgehend versuchen vom Gelände zu kommen. Wird nicht einfach werden, aber ich schaffe das schon. Ich ruf dich an, sobald ich hier weg bin.“ sagte Semir leise und packte das Handy ein und lief zurück in sein Zimmer.

    Kalana grinste Höller an. „So nun gib den Jungs am Tor den Hinweis, dass er fahren darf. Du hängst dich mit vier Mann an und bringst mir die Beiden lebend her. Lass dich nicht erwischen, klar?“ warnte er. Höller nickte. „Du bekommst beide in einem Stück zurück.“ Gab er von sich. Er überprüfte seine Waffe und nickte. „Was hast du mit den beiden vor?“ wollte er von Kalana wissen. „Nun… ich werde mir beide vornehmen. Kranich wegen damals und Matt oder Semir wegen der Idee allein, mich auffliegen zu lassen. Du weißt ja, ich lasse mir nicht gern in die Suppe spucken. Und das wird unser Freund es spürt. Kranich darf zusehen, wenn er will. Er wird sicher versuchen seinen Freund zu retten, zu beschützen. Du wirst sehen, er wird sich mir anbieten. Er wird mich anflehen seinen Freund leben zu lassen, ihm nichts zu tun….“ Kalana erzählte was er von Tom erwartete und Höller hörte nur zu. „Ich werde Martin. Stefan, Ralf und Simon mitnehmen. Die sind genau richtig für den Job. Gute Fahrer und können zupacken. Gut… dann werden wir unserem Freund mal eine gelungene Flucht hinlegen. Welchen Wagen darf er nehmen?“ fragte Höller. Kalana lächelte. „Gib ihm den Golf. Der ist klein und fein.“ meinte er nur. Höller verschwand. Er sah gerade noch, das Semir in seinem Zimmer verschwand. Höller ging in die Garage und zog alle Schlüssel ab. Außer die von einem recht altem Golf. Er nahm einen kleinen Gegenstand aus der Tasche und legte es unter dem Fahrersitz.

    Semir packte seine Tasche. Er steckte sein Handy ein und schlich sich aus dem Raum. Nun hieß es aufpassen. Er wusste ja nicht, dass er genau das tat, was Kalana von ihm wollte. Er schlich durch die Tür und sah hinaus. Niemand war zu sehen. Semir bekam einen Druck im der Magengegend. Irgendwas stimmte nicht. Er musste weg. Und zwar schnell und bevor Kalana etwas unternahm. Semir ging in die Garage. Er sah in die Wagen und stellte fest, dass lediglich der Golf startklar war. Er sah sich noch einmal um und stieg dann ein. Leise schloss er die Tür, startete den Wagen und fuhr los. Nun kam es darauf an, dass niemand am Tor stand. Bisher war dort seine Grenze. Semir hatte es bereits mehrmals versucht, vom Gelände zu kommen, aber die Typen am Tor ließen ihn nicht raus. Wenn sie ihn aufhielten, dann war es eh vorbei. Semir atmete kurz durch und fuhr dann los. Kaum am Tor sah er das niemand dort stand. Keine Wache. Irritiert sah Semir auf die Uhr. Es war gerade mal 12. Also nicht einmal Mittagszeit. Somit schied aus, dass die Leute am Tisch saßen. Aber wo waren sie? Semir fuhr durch das Tor und beschloss zunächst durch die Gegend zu fahren um sicher zu sein, keine Verfolger zu haben. Als er das Tor passiert hatte, atmete er erleichtert auf. Endlich war er hier weg. Nun nur noch Tom informieren und dann nichts wie nach Hause.