Beiträge von Elvira

    Sehr spannende Geschichte! :thumbup: Freue mich auf die Fortsetzung!


    Kommt mir irgendwie bekannt vor... :D


    Nein, Elli..., Du bist schlimmer! :P;) Aber deswegen sind Deine Storys auch so gut... :thumbup:

    Also wirklich Ela... das halte ich jetzt mal für ein Gerücht... okay eins das stimmt aber egal. Hast übrigens Post bekommen.... Zur Story will ich nur eins sagen:

    DAs wars dann für Schöffler und Konsorten. Die können einpacken. Semir hat sich soeben zu einer kleinen Kampfmaschine gemaustert, denn es gibt nichts schlimmeres für einen Vater und liebenden Ehemann, wenn seine Frau in den Fängen von Verbrechern ist, seine kleine tochter allein im Bett liegt und weint und wenn dann auch noch der Kollegen verschwindet... das ist keine sehr gute Kombination und ein fatale Fehler..... oh ja... :D

    Anna sah die Drei aus dem Büro kommen und winkte Semir noch einmal zu sich. „Melanie ist nur Beobachterin. Achten Sie bitte auf sie. Der Polizeipräsident wäre sehr erbost, wenn ihr etwas passiert.“ erklärte sie, als er vor ihr saß. Semir sah sie erstaunt an. „Wieso das denn?“ wollte er wissen. „Nun ja… Melanie ist seine Enkelin.“ kam von Anna. „Oh…. Na denn…“ meinte Semir nur und wollte gerade raus. „Ich hoffe Sie haben verstanden. Nicht wie immer, Semir… bitte nicht wie immer.“ sagte Anna leise, fast flehend. „Sicher… Chefin… ich werde mein Bestes geben.“ erklärte er und verschwand endgültig. Anna schloss die Augen. „Wenn das mal gut geht.“ stöhnte sie leise. Das Telefon schlug an. „Herr Schmittbauer… schön das Sie anrufen. Ich nehme an wegen Ihrer Enkelin?“ meldete sie sich freundlich als der Polizeipräsident sich meldete. „Ja… genau. Ich hoffe doch das Melanie sich gut macht.“ Wollte er wissen. „Nun ja… sie ist gerade seit einer Stunde bei uns und da kann ich nun wirklich noch nicht viel zu sagen. Derzeit ist sie mit Herrn Gerkhan und Herrn Jäger auf Streife. Ich befürchte Sie müssen sich gedulden bis sie zurück ist. Eine Tour dauert ca. zwei Stunden. Wenn nichts Unverhofftes dazwischen kommt.“ erklärte Anna. „Unverhofftes? Bei Gerkhan ist alles unverhofft. Frau Engelhard. Ich hab Sie gebeten dass meine Enkelin in sichere Hände kommt. Doch nicht bei Gerkhan… das … also gut. Ich möchte dass Melanie sich bei mir meldet, wenn sie zurück ist. Und zwar sofort. Richten Sie ihr das bitte aus.“ bat Schmittbauer. „Ja selbstverständlich Herr Präsident.“ meinte Anna nur und legte auf. Sie schloss die Augen und faltete die Hände. „Bitte Semir…. nichts Unverhofftes…. Einfach nur eine Tour ohne Probleme und Schrott. Mehr verlange ich nicht.“ stieß sie betend aus.

    Semir sah in den Rückspiegel. Melanie schaute einfach aus dem Fenster. „So dein Großvater ist also mein Boss.“ meinte er um ein Gespräch anzufangen. „Ja... scheint ganz so.“ gab Melanie zurück. „Und warum willst du zur Polizei gehen?“ warf Ben dazwischen. Melanie zog die Schultern hoch. „ Mein Großvater meinte ich könnte es wenigstens mal versuchen.“ gab sie fadenscheinig von sich. „Also ist es eigentlich der Wunsch deines Großvaters?“ stellte Semir fest. „Ja... wissen Sie... mein Großvater schwärmt immer davon, dass er von seinem Enkel wünscht, dass dieser ebenfalls zur Polizei geht. Aber mein Vater, sein einziger Sohn hat nur mich. Meine Mutter kann keine Kinder mehr bekommen und deshalb sehe ich es irgendwie als meine Pflicht an, zur Polizei zu gehen, damit meine Eltern nicht ständig unter den Vorwürfen meines Großvaters leiden müssen.“ erklärte Melanie. Semir sah Ben an. „Nun ja... aber deshalb einen Beruf wählen, den man vielleicht nicht mag, ist nicht gerade das Richtige oder?“ warf Ben ein. Melanie lachte leise. „Vermutlich nicht....“ gab sie zu. Semir hörte den traurigen Unterton. „Was würdest du denn am Liebsten machen?“ wollte Ben wissen. „Ich wäre am liebsten Kindergärtnerin. Ich liebe Kinder. Aber mein Großvater sagt, es sei kein Job mit Zukunft. Er will, dass ich was Besseres werde.“ Traurigkeit schwang in den Worten mit. „Warum kann denn dein Großvater dir deinen Weg vorschreiben?“ harkte Semir nach. Von Melanie kam nichts. Ben sah ihn an. „Weißt du… in gewissen Kreisen ist es leider so, dass die Großeltern oder Eltern einem sagen, was zu tun ist.“ erklärte er.

    Sorry Leute, das es nicht mehr ist, aber im Moment fehlt mir einfach die nötige Ruhe, um Korrektur zu lesen! :( (Die arme Elli wartet schon seit Wochen auf eine Korrektur von mir... Elli: X( ich: :S )

    Ist eh schon hinfällig weil ich weitergeschrieben habe. Also las sie einfach verschwinden. Ich schreibe die Story fertig und dann kannst du sie komplett betalesen, ist für dich dann nicht so stressig... Außerdem bin ich nicht X( , sondern eher 8o , weil deine Story einfach nur Klasse ist...

    @Elli: Danke für Dein liebes Feed! Du bist immer schneller, wie ich meine Antworten tippen kann! :S

    Die Macht der Gewohnheit. ich bin hat eine schnelle Tipperin. Also lass dich nicht unter Druck setzen sonder ganz lieb von mir drücken :D;)

    So hier kommt mal eine Wunschstory. @Stepsi 88.... hallo Stefanie, ich hoffe sie gefällt dir und ich bekomme auch Feeds von dir. ;)

    Semir und Ben kamen gerade von ihrer Tour zurück als sie von Anna ins Büro gerufen wurden. „Guten Morgen, Ben... Semir. Ich möchte Ihnen jemanden vorstellen.“ begrüßte sie die Beiden und zeigte auf ein ca. fünfzehnjähriges Mädchen. „Das ist Melanie Stümper. Sie macht ihr dreiwöchiges Schülerpraktikum bei uns und wird alle Bereiche durchlaufen. Und da sie den Beruf der Polizistin erlernen möchte, dachte ich mir, sie könnte mit Ihnen Beiden auf Streife gehen.“ erläuterte sie. Semir sah sie erschrocken an. „Chefin... können das nicht Bonrath und Herzberger machen?“ fragte er maulend. „Nein... Semir. Sie sind dafür ausgebildet Nachwuchs zu fördern und zu unterrichten. Sie haben gerade einen solchen Lehrgang hinter sich also... zeigen Sie mir, was Sie gelernt haben und beweisen Sie mir, dass Sie in der Schulung nicht nur geschlafen haben.“ lächelte Anna ihn an. Ben grinste. „Ja... dann werde ich wohl die nächsten drei Wochen Urlaub machen.“ gab er bekannt. Anna sah ihn an. „Ich denke nicht. Sie werden Semir dabei unterstützen. Sie können dann direkt auch was lernen.“ lächelt sie und nickte dem Mädchen zu. „Melanie... die Hauptkommissare Semir Gerkhan und Ben Jäger.“ Das Mädchen stand auf und reichte den Männern zögerlich die Hand. „Na dann komm mal mit Melanie.“ meinte Semir ergeben. Anna sah den Dreien hinterher und dachte schon jetzt, dass dies niemals gut gehen konnte.

    „Hier machen Sie Ihren Job?“ fragte Melanie enttäuscht, als sie das Büro von Semir und Ben sah. „Nein... hier schreiben wir die Berichte und müllen unseren Schreibtisch voll. Mein Kollege ist da ein wahrer Meister drin. Er sitzt dort drüben.“ erklärte Semir und wies auf Bens vollen Schreibtisch. Dieser sah ihn an. „Ja aber ich finde trotzdem alles, wenn ich was suche. Dauert nur etwas länger.“ verteidigte er sich. „Ja sicher... aber es wäre trotzdem gut, wenn du deinen Tisch aufräumst, weil der Eindruck den Melanie von deinem Tisch hat, fällt auch auf mich. Und ich bin kein Chaot.“ kam von Semir. Melanie schaute von einem zum Anderen. Konnten erwachsene Männer sich tatsächlich so kindisch benehmen? fragte sie sich und schüttelte den Kopf. Ben bemerkte es und grinste. „Aber ich kann besser singen als du.“ ging es los. Semir nickte. „Das mag ja sein, aber das Autofahren musst du noch lernen.“ erklärte er grinsend. Ben nickte. „ Und mit Singen fängst du keine Verbrecher, die verjagst du nämlich damit.“ setzte er dagegen. Melanie schüttelte verständnislos den Kopf. „Geht das immer so?“ wollte sie schließlich wissen. Erst jetzt wurde Ben und Semir wieder klar, dass sie nicht allein im Büro waren. „Entschuldige… ist nur eine kleine Auseinandersetzung.“ lächelte Ben sie an. Melanie nickte. „Wie sieht dann eine große zwischen Ihnen aus?“ stellte sie die Frage. Semir lachte. „Die gibt es nicht. Wir sind uns immer einig. Nicht wahr Ben?“ Semir sah seinen Partner an. Dieser zog die Schultern hoch. „Wenn du meinst, Picasso.“ lachte er zurück. Melanie nickte. „Was machen wir jetzt?“ wollte sie wissen. Semir nahm seine Jacke und den Autoschlüssel. „Wir zeigen dir jetzt mal wie so ein Alltag bei uns aussieht, wenn du willst.“ erläuterte er. Melanie war einverstanden.

    So liebe Leute hier kommt auch schon das Ende.... aber wie ihr mich kennt.... die nächte startet heut direkt im Anschluß.

    Vierzehn Tage später wurde der Gips entfernt. Semir betrachtete seinen Arm, der wie leblos am Körper hing und irgendwie ein Fremdkörper war. Skeptisch sah Semir den Arzt an. Dr. Mies-Fiesling lächelte. „Nur keine Panik... es wird wieder. Sie haben gleich direkt die erste Gymnastikstunde und dann werden Sie sehen, dass der Arm wieder wird...“ sagte er beruhigend. Semir schien anders zu denken. Nur wenig später stand ein junger Mann vor ihm. „Therror, Georg Therror... nur keine Angst. Mein Name ist nicht Programm.“ scherzte er. Semir lächelte. Sonderbare Namen, dachte er. Mies-Fiesling, der Arzt und Therror der Therapeut.... „Das ist sehr beruhigend“ gab er grinsend zu. „Kommen Sie... wir fangen mit den Übungen an. Sie werden sehen, ich habe Sie bald da wo Sie hin wollen...“ lächelte der junge Mann. Semir ging mit dem Mann in den Gymnastikraum. Die ersten Übungen bereiteten ihm zunächst Schmerzen und bei jeder Bewegung verzog er sein Gesicht. Therror beobachtete ihn genau. „Wenn es zu heftig wird, sagen Sie es bitte...“ meinte er. Semir nickte nur. Nachdem er zehnmal den Arm mit Hilfe von einer speziellen Maschine gehoben bekam, strich er die Fahnen. „Mehr geht nicht....“ gab er zu. Therror nickte. „Das war schon sehr gut, Herr Gerkhan.... Wir sehen uns morgen um neun hier in der Halle.“ verabschiedete sich Therror. Semir ging in sein Zimmer. Er fühlte sich regelrecht erledigt. Der Arm schmerzte und irgendwie freute er sich darüber. Nun hatte er nicht das Gefühl, dass der Arm ein lebloses Ding ist, was an seinem Körper hing.

    Die nächsten Tage vergingen. Semir bekam immer mehr Gefühl im Arm und schon zwei Wochen später machte er die ersten Greifübungen. Die Finger wollten noch nicht so, aber er war sehr zuversichtlich auch das wieder hinzubekommen. Eiserner Wille war hier gefragt und davon hatte Semir genug. Als er sechs Wochen nach der Einlieferung aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war der Arm noch nicht ganz funktionsfähig, aber Therror und Mies-Fiesling waren sich sicher, dass Semir alles daran setzen würde, dies möglichst bald abzustellen. Er musste weiterhin zur Krankengymnastik ins Krankenhaus kommen und machte mit jeder Stunde bei Therror Fortschritte. Drei Monate später war der Arm völlig in Ordnung und Semir konnte seinen Dienst wieder aufnehmen. Allerdings durfte er nicht Autofahren. Das musste noch einen weiteren Monat pausieren. So konnte er es nicht unterlassen an Toms Fahrstil zu mäkeln und ihn damit fast zur Weißglut zu bringen.

    „Tom .... nun gib doch mal Gas. Ich weiß ja dass du manchmal ein sehr defensiver Fahrer sein kannst, aber das bitte erst nach Feierabend. Ich will doch nicht auf der Autobahn übernachten.“ Fing er an. Tom sah ihn kurz von der Seite an. „Was willst du? Ich fahre 120! Wir machen hier keine Verfolgung sondern sind nur auf Routinefahrt. Wir beobachten den Verkehr. Nicht mehr und nicht weniger.“ verteidigte Tom sich. Semir grinste. „Na und.... ich war einige Monate nicht da und mir fehlt das... soll ich fahren?“ fragte er. Tom tippte mit dem Zeigefinger an die Stirn. „Und fünf Minuten später liegen wir im Graben oder was? Nee.... außerdem bist du ja auch noch nicht fahrtüchtig. Lass mich mal ganz ruhig fahren.“ meinte Tom. „Ja.... ganz ruhig... wie ein alter Opa.... vielleicht sollte ich während wir so dahin rollen... ein paar Blumen pflücken... Würde Andrea sicher freuen....“ triezte Semir weiter. „Semir... noch ein Wort und du kannst laufen, klar?“ warnte Tom. „Ja schon gut....Opa...!“ lachte Semir. Tom fuhr rechts ran. Semir sah erstaunt zu ihm. „Willst du jetzt hier parken oder was?“ fragte er. „Nein... du steigst jetzt aus. Es sind ungefähr noch acht Kilometer bis zur PAST. Die wirst du nun laufen... Ich hatte dich gewarnt.“ Sagte Tom und sah ihn böse an. „Hey... wieso bist du so empfindlich... ich.... Tom.... Das kannst du nicht machen. Sieh mal, ich bin doch immer noch verletzt. Du musst dir nur mal vorstellen, es käme jetzt ein wildes Tier und greift mich an... wie soll ich mich den verteidigen? Außerdem würde Andrea dich dann hassen... jawohl! “ meinte Semir ernst. Tom sah ihn an und lachte laut auf. „Das einzige wilde Tier, was du gleich sehen wirst bin ich. Also gut.... aber noch ein Wort über meinen Fahrstil und du landest im Kofferraum. Und das mit Andrea bekomme ich auch hin.“ gab Tom zur Antwort und fuhr wieder an. Den Rest der Fahrt schwieg Semir.

    Ende......

    Weißt du was mich beruhigt.... der Satz am Anfang. "Der erste Teil für heute Abend" Ich schließe daraus, dass es heute noch etwas gibt. Die haben tatsächlich vor, Semir mit Ben und seiner Familie unter Druck zu sezten? Sind die Krank??? Also wirklich... ich bin doch auch nicht so gemein.... der arme Semir...

    Ich steh gerade etwas auf dem Schlauch, man kann ja "direckt" an Tom und Semir schreiben, also Fanpost, nicht um nach Autogrammen zu fragen, ein stink normaler Brief. Wo muss man den hinschicken?

    .

    Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Du kannst sie an die Agentur von Tom Beck schicken, oder an Action Concept für Erdogan oder an mich und ich reiche diese Briefe weiter. Bleibt dir überlassen.

    so ausnahmsweise mal ein größeres Abendessenstück...

    Dr. Mies-Fiesling sah ihn an und prüfte die Vitalwerte. „Nun… das ist doch ein gutes Zeichen. Sie bekommen gleich Frühstück, aber erst einmal ein paar Untersuchungen. Ich würde mir gern die Wunden ansehen.“ bat er. Semir nickte. Der Arzt hob die Decke und besah sich die Wunden am Bein. „Sieht gut aus.“ nickte er zufrieden. Dann sah er auf die Werte des Blutdruckgerätes. „Sehr gut…. Sie haben einen sehr kräftigen Puls, Herr Gerkhan. Okay… bleibt nur der Arm.“ meinte der Arzt. Semir sah ihn an. „Was ist damit?“ wollte er wissen. „Nun was genau… Sie haben zwei Kugeln in der Schulter gehabt und eine von den Dingern hat Ihnen eine Sehne durchtrennt. Wir konnten sie zwar zusammenflicken, allerdings….“ Der Arzt machte eine Pause. Semir sah ihn erschrocken an. „Allerdings?“ fragte er. „Nun ja…. Sie werden den Arm für eine lange Zeit nicht gebrauchen können. Es muss erst einmal wieder heilen. Bis dahin ist Schonung angesagt.“ mahnte der Arzt. Semir sah ihn immer noch an. „Mein Arm ist…was?“ fragte er ungläubig. „Nun ja… die Sehne war dafür zuständig, dass Sie den Arm überhaupt bewegen können, besonders natürlich die Finger. Aber Sie sollten sich darüber keine Gedanken machen. In drei Tagen wissen wir mehr, dann werden Sie nämlich durch das CT gejagt und wir sehen ob die Sehne heilt oder nicht.“ erklärte Mies-Fiesling sachlich. Er verabschiedete sich und verließ das Zimmer.

    Andrea setzte sich zu Semir ans Bett. „Hey… was ist denn?“ fragte sie, als sie sah wie nachdenklich Semir wurde. „Mein Arm… was wenn ich ihn nie wieder benutzen kann?“ fragte er zweifelnd. Andrea sah Tom bestürzt an. „Hey.. das ist doch nicht gesagt. Du hast doch den Arzt gehört… in drei Tagen wissen wir mehr… also ruh dich aus und versuch an was Schönes zu denken, okay?“ Sie küsste ihn zärtlich. Semir nickte aber er schien trotzdem sehr in Gedanken. „Würdet ihr mich bitte allein lassen. Ich bin müde…“ bat Semir. Andrea sah zu Tom und dieser nickte leicht. „Du hast Recht… ich muss eh was tun. Lass den Kopf nicht hängen hörst du… wir schaffen das gemeinsam.“ Sie küsste Semir zum Abschied noch einmal doch er erwiderte den Kuss nicht wirklich. Andrea nickte Tom zu. „Ich will mit Semir noch etwas besprechen…. Du kannst ja schon mal im Wagen warten…“ bat Tom Andrea. Andrea nickte und ging. Als sie auf dem Flur stand atmete sie tief ein und aus. Sie wusste genau das Semir mit einem steifen Arm sich nicht mehr vollwertig fühlen würde. Sie hoffte nur, dass Tom mehr bei Semir erreichte.

    „Tom? Was soll ich tun, wenn der Arm nie wieder was wird?“ fragte Semir leise und verzweifelt. „Semir… warte doch erst einmal ab. Der wird sicher wieder…. Du weißt doch wie die Ärzte manchmal übertreiben. So wie ich dich kenne, wirst du nur ganz kurze Zeit brauchen, bis er wieder funktioniert…. Glaub mir…“ versuchte Tom ihn zu stärken. Semir sah ihn an und dann seinen Arm. Er sah nur Gips, der gesamte Arm, einschließlich der Finger war darin gefangen. Er schloss die Augen. „Ja klar…. Warum ist der dann eingegipst? Wenn die das so machen, sicher nicht aus Spaß oder?“ kam zweifelnd von Semir. Tom zuckte mit den Schultern. „Hey… du hattest zwei Kugeln in der Schulter. Da ist es durchaus normal, dass der Arm ruhig gestellt wird. Immerhin ist es ja keine Kleinigkeit oder?“ empörte sich Tom.

    Drei Tage später bekam Semir eine gute Nachricht von Dr. Mies-Fiesling überbracht. „Herr Gerkhan.... die Sehne ist sehr gut zusammen gewachsen. In vierzehn Tagen machen wir den Gips ab und fangen mit der Krankengymnastik an. Sie werden sehen, in ein paar Monaten ist der Arm wieder wie neu.“ versprach er. Semir nickte. „Das hört sich gut an. Aber warum fühle ich nichts in den Fingern? Ich meine.... unter dem Gips müsste es doch jucken wie verrückt... aber da ist gar nichts.....Ich kann meine Finger nicht bewegen....“ klagte Semir. Dr. Mies-Fiesling nickte. „Es kommt noch... Glauben Sie mir... auch wenn Sie jetzt noch nichts spüren es wird wieder...“ wiederholte er. „Ihr Wort in Gottes Ohr...“ kam leise von Semir, der an der Aussage des Arztes zweifelte. Er verließ das Zimmer und lief Andrea fast in die Arme. „Muntern Sie Ihren Mann mal etwas auf.... er braucht das...“ lächelte er sie an. Andrea warf einen Blick auf Semir. „Warum?“ wollte sie wissen. „Fragen Sie ihn das besser selbst. Ich verstehe es nämlich nicht.“ meinte der Arzt und schloss die Tür. Andrea trat ans Bett und küsste ihren Mann zur Begrüßung.

    „Hey... was ist denn?“ fragte sie besorgt. „Hast du Schmerzen?“ wollte sie weiterhin wissen. „Nein.... die Wunden sind sehr gut am heilen. Zumindest die am Bein...“ gab Semir zur. Andrea musterte ihn zweifelnd. „Und warum machst du dann ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter?“ „Der Arm.... der Arzt sagte mir zwar, es wäre alles super. Aber ich habe kein Gefühl drin. Nichts.... die Finger lassen sich nicht bewegen, keine Schmerzen... einfach gar nichts.“ klagte Semir. Andrea lächelte. „Aber das ist doch super, wenn der Arzt alles für gut hält. Warum bist du denn nicht glücklich darüber?“ Andrea verstand Semir nicht wirklich. „Weil ich kein Gefühl in den Fingern habe.... Andrea... was wenn ich meinen Arm nie wieder benutzen kann? Was wenn er steif bleibt? Was wenn ich nicht mehr arbeiten kann....?“ beklagte er sich. Andreas Blick verdunkelte sich. „Was wenn du erst einmal abwartest und mit den Ärzten zusammen arbeitest?“ stellte sie die Gegenfrage. Semir sah sie an und lächelte nervös. „Vielleicht hast du Recht. Warten wir erst einmal ab.“ meinte er dann. „Natürlich hab ich Recht. Semir.... das wird wieder.... Du musst nur daran glauben und dann.... dann wirst du sehen, in einem halben Jahr wird alles wieder so sein, wie es vorher auch war... Du und Tom ihr werdet der Chefin graue Haare wachsen lassen, weil sie nicht weiß wie sie dem Polizeipräsidenten erklären soll, dass schon wieder ein Wagen Schrott ist. Die Schrankmann wird sich über deine obskuren Ermittungsmethoden aufregen... Alles beim Alten. Und du wirst deinen ganz normalen Dienst machen bei dem Aida und ich dann Angst um dich haben müssen....“ lächelte sie ihn aufmunternd zu.

    „Chefin!.... ich komme gerade von ...“ sagte Tom als er das Büro von Anna betrat und stockte sofort. Andrea war anwesend. „Andrea? Ich dachte du bist bei deinen Eltern?“ fragte er erschrocken. „Ich habe Andrea informiert. Sie ist dann sofort hier her gekommen. Was ist mit Semir?“ erklärte Anna. „Nun... es geht ihm soweit gut. Die OP ist gut überstanden. Allerdings...“ Tom stockte erneut. Andrea sah ihn an. „Allerdings? Was ist los, Tom?“ fragte sie und Angst schwang in der Stimme mit. „Nun ja.... Eine Kugel hat eine Sehne durchtrennt. Die Ärzte konnten sie wieder zusammenflicken, allerdings wird es ziemlich lange dauern, bis der Arm und die Hand wieder bewegt werden können.“ erklärte er. Andrea sah ihn an. „Soll es heißen, dass er einen Arm nicht mehr bewegen kann?“ fragte sie leise nach. Tom nickte. „Ja... aber der Arzt sagt, dass es nur vorübergehend ist. Semir wird sicher wieder ganz gesund. Aber es geht nicht ohne seine Hilfe....“ erzählte Tom weiter. Andrea nickte. „Tom.... weiß Semir das schon?“ wollte sie wissen. Tom schüttelte den Kopf. „Er liegt noch in Narkose. Er hat sehr viel Blut verloren und....Andrea wir werden es gemeinsam durchstehen. Wo ist Aida?“ fragte Tom. „Aida ist noch bei meinen Eltern. Ich wollte erst einmal allein für Semir da sein. Er braucht mich jetzt mehr denn je...“ kam leise von Andrea. „Fährst du mich bitte hin?“ Tom schüttelte den Kopf. „Heute kannst du nichts mehr machen. Wir werden morgen früh direkt dort hinfahren, einverstanden?“ meinte Tom und er hielt Andreas Hand tröstend fest. Andrea nickte. „Ja... du hast Recht. Hol mich bitte morgen ab. So früh wie nur möglich.“ Bat sie ihn. Tom nickte. „Ich fahr dich jetzt nach Hause und dann bin ich morgen um sieben bei dir.“ sagte er. Andrea war einverstanden.

    Der nächste Morgen kam schnell und Tom stand pünktlich vor Andreas Tür. Sie fuhren ins Marienhospital. Leise klopften sie an Semirs Tür. Nichts war zu hören. Andrea sah Tom an und öffnete die Tür. Semir lag im Bett. Die Augen immer noch geschlossen. „Er schläft noch.“ sagte sie leise und trat ans Bett. Sie nahm die Hand ihres Mannes und sah ihn liebevoll an. „Hey... Schatz.... Bist du wach?“ fragte sie sanft. Semir reagierte nicht. Es klopfte und ein Arzt trat ein. „Ah… Sie sind sicher Frau Gerkhan, nicht wahr?“ fragte er freundlich. Andrea nickte. „Dr. Mies-Fiesling. Ich habe Ihren Mann operiert. Er wird sicher bald wach. Gestern Abend gab es eine kleine aber unbedeutende Komplikation. Er schient auf eines der Medikamente allergisch zu reagieren. Wir hatten das allerdings schnell unter Kontrolle. Bereits heute Morgen haben wir ihn noch einmal eingehend untersucht. Außer das was unser Kollege bereits festgestellt hat, gibt es nichts, was nicht heilt.“ erklärte Mies-Fiesling. Tom sah ihn an. „Was ist mit dem Arm?“ wollte er wissen. „Nun ja…. wie ich eben sagte, nichts was nicht wieder heilt. Auch die Sehne wird wieder. Wie gut, wissen wir erst in drei Tagen. Dann wird er nämlich wieder ins CT gelegt und wir können es nachvollziehen. Vorher wird er ihn eh nicht bewegen. Wie sie sehen, liegt der Arm in Gips.“ meinte Mies-Fiesling. Andrea nickte.

    Semir hörte die Stimmen und öffnete langsam die Augen. War es nicht Andrea? Was machte sie denn hier? „Andrea….?“ fragte er leise. „Ja… ich bin hier….“ hörte er. Er öffnete schwerfällig die Augen und sah sie an. „Hey… was machst … du denn hier?“ kam von Semir. „Na hör mal… ich bin deine Frau, vergessen? Ich gehöre an dein Bett, wenn du krank bist, oder nicht?“ empörte sich Andrea gespielt. Semir lächelte leicht. „Wo ist Tom?“ fragte er. „Der beißt dich gleich“ knurrte Tom leicht. „Hey… Partner… bist du okay?“ wollte Semir wissen. Tom nickte. „Ja sicher, einer von uns im Krankenhaus reicht ja wohl. Was meinst du was die Chefin sagt, wenn wir beide Urlaub machen?“ grinste Tom zur Antwort. Semir nickte schwach. „Klar doch…. was ist mit Höller und Kalana, oder Stens?“ harkte Semir nach obwohl Andrea ihn warnend ansah. „Der Job hat jetzt erst einmal Pause…“ mahnte sie ihn. Semir sah Tom an. „Nun… Höller ist tot. Einer der SEK-Beamten hat ihn erschossen, als er … nun egal. Er ist Geschichte. Stens ist im Knast wo er hingehört. Der Fall ist erledigt und du hast Zeit dich zu erholen.“ klärte Tom ihn auf. Semir nickte. „Ich bin etwas müde…. Aber ich hab auch Hunger….“ Kam noch etwas schwach von ihm.

    Genau die gleiche Frage stelle ich mir auch gerade... Hoffe sehr das Semir vorher zuhause ist, obwohl... dann könnten die Gangster auf die Idee kommen ihn und seine Familie festzustezten und ihn dann zwingen.... hmm.... wie stehen die Chancen, das wir heute noch was bekommen?

    also gut... weil ich es einfach nicht ausstehen kann, dass man auf Knien vor mir rutscht....

    Tom sah wie Höller mit einem erstaunten Blick zu Boden sank. Auch Stens war geschockt und ehe er verstand was passiert war griff Tom ihn an, entwaffnete und überwältigte ihn. Alex und Anna halfen ihm Stens die Handschellen anzulegen. „Soviel zum Gewinner.“ fauchte Tom ihn wütend an. Er nahm das Gewehr hoch und überprüfte es. Dann lud er nach und zielte auf Stens. Anna sah ihn erschrocken an. „Tom? Was soll das?“ fragte sie. Tom sah sie an und zielte weiterhin auf Stens. „Er hat meinen Freund umgebracht. Er hat Semir fast umgebracht, ihn mehrere Kugeln verpasst. Mich verhöhnt, durch den Wald gehetzt. Jetzt ist er dran.“ Toms Stimme hatte sich verändert. Er war wütend und er sah Anna an. Unmerklich für die anderen Beteiligten nickte er zu Stens. Anna verstand. Tom war nicht so unvernünftig abzudrücken, aber er wollte diesem Mann eine Lektion erteilen. Sie nickte unauffällig. Stens begriff nicht ganz und sah Anna Hilfe suchend an. „Sie müssen ihn aufhalten! Er bringt mich um! Sie dürfen das nicht zulassen, das ist Mord!“ schrie er. Anna sah ihn an. „Ich befürchte, dass ich nicht viel tun kann. Ich kann ihn sogar verstehen. Alex... haben wir die Täter festnehmen können?“ fragte sie Alex Hoffmann, der das Spiel ebenfalls durchschaute. Er schüttelte den Kopf. „Tut mir Leid. Aber wir mussten den finalen Rettungsschuss einsetzen. Beide Zielpersonen fanden den Tod.“ erklärte er und Anna lächelte Stens an. „Sie sehen... wir sind uns einig.“ Sie ging ein Stück von ihm weg und drehte ihm den Rücken zu. „Das können Sie doch nicht zulassen! Das geht nicht! Ich fordere Gerechtigkeit!!!“. schrie Stens verzweifelt Anna drehte sich erneut um und sah an ihn herunter und sie sah dass die Hose nass wurde. „Sie sind Abschaum, Stens. Alex, führ ihn ab.“ sagte sie abwertend. Tom nickte und kümmerte sich umgehend um Semir, der bereits losgebunden war und vom Arzt versorgt wurde. „Das wird wieder. Wir bringen ihn ins Marien...“ sagte er und ließ Semir wegtragen. „Chefin, ich fahr im Krankenwagen mit.“ rief Tom zu Anna.

    Anna und Alex fuhren gemeinsam zur PAST. Vor der Tür sah sie ihn an und reichte ihm die Hand. „War mir ein Vergnügen, Alex.“ Sagte sie und schüttelte die Hand. Er nickte. „Ja mir auch. Ach… grüß mir Semir wenn er wieder fit ist.“ Lächelte er. Anna nickte. „Ja sehr gern.“ Sagte sie und betrat die PAST. Kleine kam zu ihr. „Frau Engelhard, wie ist es gelaufen? Wo ist Gerkhan?“ fragte er sofort. Anna setzte sich und goss sich einen Kaffee ein. „Nun… Semir ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Tom ist bei ihm. Er hat vier Kugeln im Körper und die Ärzte werden ihn vermutlich gerade operieren. Er wird es überstehen, das hoffen wir jedenfalls.“ erklärte sie. „Gott sei dank. Frau Engelhard… ich weiß nicht ganz wie ich es Ihnen sagen soll, aber… ich wollte wirklich nur Gerechtigkeit. Mehr nicht. Meine Tochter… sie wäre jetzt … „ Kleine suchte nach Worten. Anna lächelte leicht. „Schon gut. Ich verstehe Sie sehr gut, Herr Kleine. Beim nächsten Mal spielen Sie einfach mit offenen Karten, dann wird das Zusammenspiel viel einfacher sein.“ Sie reichte ihm die Hand. Nachdem Kleine gegangen war, lehnte Anna sich zurück und fuhr sich mit beiden Händen durch das Haar. Dabei atmete sie tief ein und aus. Petra kam zu ihr. „Chefin… Andrea hat bereits mehrmals angerufen. Sie will wissen was mit Semir ist.“ Sagte sie. Anna nickte. „Ich rufe sie gleich an.“ sagte sie leise und griff direkt zum Hörer.

    Tom lief im Flur des Krankenhauses hin und her. Semir war gerade im OP. Nach Angaben des Arztes waren zwei Kugeln in der linken Schulter zu entfernen. Semir war kurz auf der Fahrt zu sich gekommen und sah Tom an. „Hey… alles klar soweit?“ fragte Tom erleichtert. Semir schloss wieder die Augen. Tom hielt ihm die Hand. „Wird schon…“ sagte er und Semir nickte nur leicht. In der Klink wurde er umgehend in den OP gebracht. Tom wollte ebenfalls rein doch er wurde direkt darauf hingewiesen, dass er draußen warten musste. Nach langen fünf Stunden kam endlich der Arzt aus dem OP-Raum. „Doc?“ fragte Tom nur. Der Arzt sah ihn an. „Herr Kranich… es geht Herrn Gerkhan den Umständen entsprechend. Er hat ziemlich viel Blut verloren. Außerdem hat eine Kugel in der Schulter mehr Schaden angerichtet, als wir gedacht haben. Sie hat eine wichtige Sehne durchtrennt .Wir konnten sie zwar wieder zusammennähen, aber….“ Der Arzt machte eine Pause. „Aber?“ fragte Tom nach. „…aber es ist ein langer Weg. Bis dahin muss Herr Gerkhan seinen linken Arm schonen. Er wird ihn nicht bewegen können. Im schlimmsten Fall sogar steif bleiben.“ Der Arzt sah Tom ernst an. Tom glaubte nicht richtig gehört zu haben. „Steif? Völlig steif?“ fragte er nach. „Nun es kommt auf den Willen des Patienten an. Wenn Herr Gerkhan einen eisernen Willen hat und sich anstrengt, kann der Arm wieder voll aktiv werden. Aber es ist ein sehr langer und auch schmerzhafter Weg.“ erklärte der Arzt weiter. „Er braucht vor allem Freunde die ihn aufmuntern… die ihn unterstützen und stärken.“ Tom nickte. „Wie lange wird es dauern?“ wollte er wissen. „Nun… im günstigsten Fall vier bis sechs Monate. Vielleicht sogar ein Jahr.“ gab der Arzt bekannt. Tom nickte. „Danke...darf ich zu ihn?“ fragte er. Der Arzt schüttelte den Kopf. „Er liegt noch in tiefer Narkose. Lassen Sie ihn bis morgen Zeit. Sein Zustand ist stabil und es sollten keine Komplikationen auftreten.“ Meinte der Arzt zuversichtlich. „Fahren Sie nach hause und ruhen Sie sich etwas aus. Sie können es sicher gebrauchen.“ Tom nickte, reichte dem Arzt die Hand und fuhr zur PAST um Anna zu unterrichten.

    ja ist doch schon gut, gitti... hier kommt das Abendessen... :D

    Anna hielt Tom fest. Sie sah wie Semir mehr am Baum hing, als stand. Von Kalana alias Stens und Höller war nichts zu sehen. Tom wäre am liebsten direkt hingerannt, doch Anna ahnte dass es eine Falle war. „Tom.... warten Sie.... Hören Sie.... es ist eine Falle. Stens und Höller warten doch nur darauf, dass Sie sich ihnen stellen. Und dann… sie werden Semir töten, sobald Sie sich zeigen!“ vermutete sie leise. Tom sah sie an. „Ich werde jetzt da hin gehen und Semir losmachen. Er ist ohne Bewusstsein... sie haben wieder auf ihn geschossen. Chefin... Stens und Höller sind beide Teufel. Die werden sich nicht einfach verhaften lassen. Ich bitte Sie um eins wenn Höller oder Stens die Oberhand haben, dann schalten Sie die beiden aus, bevor sie mich oder Semir erschießen.“ gab Tom zur Antwort und riss sich los. Anna warf Alex einen Blick zu und dieser nickte. Er hob kurz die Hand und winkte zwei der Scharfschützen herbei. Diese gingen in Stellung und warteten auf den Schießbefehl. Anna sah durch die Zweige zu Semir. „Er scheint tatsächlich bewusstlos zu sein.“ sagte sie zu Alex. Dieser schaute durch das Fernglas. „Ja... er blutet aus einer Wunde am Arm.“ sagte er. Anna schloss die Augen. „Dann hat er mittlerweile vier Kugeln.... wir müssen ihn schnell rausholen... Alex...“ sagte sie leise. Alex nickte nur „Sobald freies Schussfeld, schießt!“ befahl er seinen Leuten.

    Tom hatte Semir mittlerweile erreicht. Anna und Alex sahen, wie er sich gerade an den Seilen zu schaffen machte, als erneut ein Schuss viel. Tom zuckte zusammen, weder er noch Semir schienen getroffen zu sein. „Herzlich willkommen zu unserer kleinen Abschiedsshow!“ hörte Tom Stens höhnisch. „Verdammt noch mal Stens! Hören Sie endlich auf mit diesem Mist!“ schrie er. „Sind Sie zu feige mir allein gegenüber zu treten?“ fragte Tom laut. „Ich brauche keine Angst zu haben. Ich bin ein Gewinner und ich werde auch dieses Spiel gewinnen.“ lachte Stens ihn an. Er richtete das Gewehr auf Tom und dieser hob die Hände. „Ich bin unbewaffnet. Sie haben mich, lassen Sie Semir gehen. Er muss in ein Krankenhaus.“ Bat Tom. Stens lachte nur. „Warum sollte ich? Er hat mich gedemütigt. Hat geglaubt sich bei mir einschleichen zu können. Er wird sicher bereits festgestellt haben, dass ich ein Gewinner bin.“ sagte er höhnisch und sah auf Semir. Höller stimmte ins Lachen ein. „Finden Sie das so lustig?“ wollte Tom wissen. Er spielte auf Zeit und hoffte dass Alex seine Leute in Stellung gebracht hatte. Es wird verdammt eng werden, dachte er. „So... und nun werden wir uns zunächst von deinem Freund verabschieden. Er ist eh mehr tot als lebendig“ lachte Höller und legte auf Semir, der reglos am Baum hing, an. Tom sah wie in Zeitlupe sich der Finger am Abzug beugte. Dann fiel der Schuss.


    angeneheme Nachtruhe

    Semir hob schützen die Arme über den Kopf, als die Kugel dicht an ihm vorbei rauschte. Er lag am Boden. Höller sah höhnisch auf ihn herab. Er holte mit dem Bein aus und trat ihn in die Rippen. „Steh auf!“ fauchte er ihn an. „Willst du etwa im Liegen sterben?“ fragte er höhnisch. Semir sah ihn an. „Ich ... kann nicht mehr...“ sagte er leise. Auch Kalana stand direkt bei ihm. „Tja... so ist es. Einer gewinnt, einer verliert. Ich gehörte schon immer zu den Gewinnern. Und daran wird Kranich nichts ändern. Er wird dich hier finden. Den letzten Atemzug von dir gebend. Er wird vor dir auf die Knie fallen und jämmerlich vor Trauer vergehen. Ich werde triumphieren. Ein zweites Mal wird Kranich seinen Freund durch meine Hand verlieren. Schade eigentlich.... ich hätte zu gern auch Kranich erledigt. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Was meinst du, Fritz. Wollen wir Kranich ein kleines Schauspiel ermöglichen?“ fragte er seinem Komplizen. „wie soll das aussehen?“ kam die Gegenfrage und Semir dachte sich, das hätte ich auch gern gewusst. „Nun ganz einfach. Wir binden unseren Freund hier an und üben das Zielen. Natürlich werden wir ihn nicht tödlich treffen. Er wird vor Schmerzen schreien und Kranich wird versuchen ihn zu befreien. Und wenn er dann hier eingetroffen ist, bekommt er den Gnadenstoß.“ grinste Kalana Höller an. Höller war Feuer und Flamme. „Das wird ein Spaß.“ lachte er und zog Semir zu einem Baum. „Hinstellen!“ befahl er ihm und nahm seinen Rucksack vom Rücken. „Wie gut, dass ich immer auf alles vorbereitet bin.“ lachte er und zog ein Seil aus der Tasche. Mit Freude band er Semir an dem Baum fest. Er nahm weder Rücksicht auf die Wunden am Bein, noch auf die in der Schulter. Semir gab auf. Er schloss mit dem Leben ab.

    Anna, Tom und das SEK durchsuchten den Wald. Tom hatte das Gefühl, er würde nicht enden. „Verdammt! Er muss hier irgendwo sein!“ stieß er aus. Wieder hallte ein Schuss. Tom blieb stehen. „Das kam von dort!“ Er wies in die Richtung schräg von ihm. Anna hielt ihre Waffe im Anschlag und auch Tom hatte eine bekommen. Alex sicherte mit seinen Leuten zu allen Seiten. „Die haben Semir entdeckt und hetzen ihn vermutlich durch den Wald.“ Meinte Anna leise. Tom nickte. „Das denke ich mir.... diese verdammten Schweine wissen genau, dass er verletzt ist und gar nicht in der Lage ist zu rennen.“ Wieder fiel ein Schuss und ein lauter Schrei folgte. „SEMIR!“ schrie Tom verzweifelt. Anna sah ihn strafend an. „Tom! So finden sie ihn bestimmt.“ „Verdammt! Wo ist er nur. Hier sieht eine Ecke aus wie die Andere! Wie sollen wir ihn hier finden?“ Tom war verzweifelt. Auch Anna wurde sehr nervös. „Alex! Ruf deine Leute zusammen! Wir müssen alle gemeinsam vorgehen!“ Alex nickte und gab über Funk die Anweisungen durch. Tom rannte immer weiter und die Beiden hatten Mühe an ihm dranzubleiben. „Tom!“ rief Anna leise, doch der schien sie nicht zu hören.

    Semir spürte den Lufthauch der ersten Kugel. Sie schlug direkt in den Baum unter seinen Arm. „Ha, hast du das gesehen, Fritz. Er zuckt zusammen.... er hat Angst.... ha- ha –ha“ lachte Kalana. Höller nickte. „Ja und nun werden wir mal anfangen Kranich zu locken. Schrei schön!“ kam von ihm, er legte auf Semir an und drückte ab. Semir spürte den Einschlag im linken Arm. Er schrie laut auf als die Kugel wie ein heißes Messer in die Schulter drang. Die beiden Verbrecher machten sich einen Spaß daraus ihn als Tontaube zu benutzen. Er spürte, dass es eng wurde. Ihm wurde schwarz vor Augen und er wünschte sich endlich abzudriften und einfach nur zu schlafen... er war so schlapp.... so unendlich müde.... Semir spürte die Tränen in seinen Augen. Er dachte an Andrea und Aida. „Es wird nichts passieren“ das hatte er Andrea versprochen, als er den Job angenommen hatte. Was für eine Farce, dachte er. Ich liebe euch.... Dann versank er in der Tiefe der Dunkelheit und verlor das Bewusstsein. Das letzte was er hörte war das höhnische Gelächter der beiden Verbrecher. „Kranich! Hörst du mich? Ja sicher hörst du mich! Willst du zusehen, wie ich dein Freund in ein Sieb verwandele, oder kommst du raus und stellst dich?“ lachte Stens.

    Gut... ihr wollt mehr, nun aber muss es bis morgen reichen... wünsche euch eine angenehme Nacht.... :D:rolleyes:

    Kalana hörte ein leises Stöhnen und grinste böse. Er versteckte sich hinter einem Baum und wartete ab. Dann sah er ihn. Langsam und humpelnd ging er vorwärts. Sah sich ständig um. Kalana nahm sein Gewehr und legte an. Er zielte auf die Person. Doch dann sank sich das Gewehr wieder und er trat aus seinem Versteck direkt vor den Mann. Dieser erschrak und sah ihn entsetzt an. „Hallo ... mein Freund.“ sagte er grinsend. Der Verletzte schloss die Augen und hob die Hände. „Kalana!“ sagte er leise, doch Kalana lachte nur. „Hat dein Freund Kranich dich allein gelassen?“ fragte er gemein. „Los! Wir gehen.“ sagte er und stieß Semir den Gewehrlauf in den Rücken. Dieser stürzte und schrie auf. „Hoch mit dir!“ fauchte Kalana und riss ihn auf die Beine. Nur mühsam schaffte Semir es stehen zu bleiben. Kalana sah sich kurz um und griff zum Funk. „Fritz! Wo bist du?“ fragte er ohne Semir aus den Augen zu lassen. „Etwa 70 m westlich vom Haus entfernt. Was gibt es?“ wollte Höller wissen. „Ich habe unseren kleinen Freund Matt gefunden. Er steht vor mir und hat ziemliche Angst, scheint mir. Komm her, ich warte auf dich. Ich bin nicht weit von dir entfernt.“ Kalana sagte ihm die Richtung und Höller versprach sich zu beeilen. „Warte wir kommen dir entgegen“ grinste Kalana Semir an und machte eine Bewegung mit dem Gewehr. Semir humpelte langsam vorwärts. „Hören Sie…. Ich…“ versuchte Semir. Doch als Kalana ihn ansah, schwieg er. „Geh! Oder willst du hier sterben?“ fragte er gehässig lachend. Semir humpelte langsam weiter.

    Tom sah Anna verzweifelt an, als sie auf dem Hügel ankamen. „Verdammt! Sie haben ihn gefunden.“ stieß er aus. Anna sah ihn an. „Tom... das wissen wir nicht. Vielleicht ist er auch weiter gegangen.“ Versuchte sie ihn zu beruhigen. „Chefin... er war kaum in der Lage einen Fuß vor dem Anderen zu setzen. Die Wunden bluteten und.... wir müssen das Waldgebiet durchsuchen. Wenn er wirklich allein los ist, dann kann er nicht weit sein.“ Tom sah sie verzweifelt an. Anna nickte. „Also gut. Alex! Sie informieren Ihre Leute. Sie sollen das gesamte Waldgebiet in Gruppen durchsuchen. Wir müssen Semir finden, bevor es zu spät ist.“ Alex nickte und leitete alles in die Wege. Tom sah sich um. „Wenn er genau wie ich in Richtung Haus gegangen ist, dann hätten wir ihn sehen müssen. Also wäre es gut möglich, dass er in Richtung Straße läuft.“ dachte er laut. Anna sah ihn an. „Er kann auch in Richtung Osten oder Westen gegangen sein. Tom... wir finden ihn. Bestimmt.“ sprach sie beruhigend auf ihn ein. Tom nickte. „Ich hab ihm extra gesagt, dass er sich nicht weg bewegen soll…. verdammt noch mal…. Dieser verdammte sture Idiot! Ja sicher finden wir ihn. Die Frage ist nur ob er dann noch lebt.“ kam leise von ihm. Dann zerriss ein Schuss die Stille. Anna sah Tom erschrocken an. „Mein Gott...“ stieß sie aus. Sofort rannten alle in Richtung aus dem der Schuss zu hören war.