Beiträge von Elvira

    so hab mir mal deine Story zu Gemüte gezogen und folgendes festgestellt. Du rappelst die Story viel zu schnell runter. Bearbeite sie doch noch etwas. Die Abläufe springen so stark, dass es schwierig ist, sich in die Personen und Szenen hineinzufühlen. Direkt am Anfang zum Beispiel. Susanne gibt durch, dass ein Spediteur einen Drohbrief bekommen hat, aber sie sagt nichts davon, dass da ein LKW bestückt wurde. Woher weiß Semir dann, dass es ein LKW war und kein PKW?

    Die Szene wo Chris rüberspringen will. Ist einfach zu platt geschildert. Die Sprüche kommen bei mir nicht wirklich an. Sie sind einfach zu flach. Dann solltest du auf Rechtschreibfehler achten und sie ausbessern. Lass einfach die Korrektur über Word laufen.

    Sorry wenn mein Feed nicht gerade positiv ausfällt. Ich weiß wie schwer es ist, eine Story überhaupt erst einmal online zu stellen. Aber gib den Mut nicht auf. Und mit Kritik kann man nur besser werden. ;)

    Adrian zuckte zusammen als es klingelte. Er sah auf die Uhr und schüttelte den Kopf. Mit schlurfenden Schritten ging er zur Tür und öffnete. „Oh….Sie schon wieder“ stöhnte er gequält. „Auch Ihnen einen schönen guten Morgen. Herr Hoffer“ gab Semir freundlich wieder. Ben hatte ein sehr wachsames Auge. „Was kann ich noch für Sie tun? Aber bitte machen Sie schnell ich will nämlich ins Bett.“ gab Adrian unfreundlich von sich. Semir grinste. „Die Nacht ist doch zum Schlafen da, oder für Sie nicht?“ wollte er wissen. Hoffer lacht gequält. „Wenn ich Beamter wie Sie wäre, könnte ich am Schreibtisch schlafen. Aber ich verdiene mein Geld als Pfleger in einer Privatklinik und hatte Nachtdienst. Das kann Ihnen jeder dort bestätigen.“ gab Adrian von sich und Ben zuckte zusammen. Wie in seinem Traum…, dachte er. „Warum haben Sie uns verschwiegen, dass Sie im Gefängnis waren?“ harkte Semir nach. „Was geht Sie das an? Ich hab gesessen na und? Hab mal Scheiße gebaut und die Strafe abgesessen, mehr nicht..“ fauchte Adrian ihn an und Ben spannte sich als Hoffer sich umdrehte. Er stellte sich direkt neben Semir und falls alles wie in seinem Traum kam, schnell eingreifen konnte und somit Semir das Leben retten konnte. Hoffer sah aus dem Fenster. „Wissen Sie… damals als ich noch an der Nadel hing, da war das Geld ständig knapp. Ich habe die Bank überfallen um mir genügend Drogen zu besorgen. Genug bis in meinem Tod…Ist leider schief gegangen.“ erklärte Adrian leise. Semir nickte. „Also gut…Herr Hoffer. Ihr Wagen ist gefunden worden. Leider nicht mehr sehr viel davon übrig. Wir werden ihn allerdings erst einmal untersuchen und danach… nun ja…“ lächelte Semir und nickte Ben zu. Semir drehte sich um und ging. Ben folgte ihm, erleichtert darüber dass sein Traum nicht Realität wurde.

    Auf dem Weg zur PAST bekamen beide einen Funkspruch. „Semir! Ben! Auf dem Rastplatz Brückheim wird eine Entführung gemeldet!“ gab Hotte durch. „Wir sind schon unterwegs!“ gab Ben durch, machte das neue Blaulicht an und Semir gab Gas. Zwanzig Minuten später waren sie dort. Eine indische Frau saß verschleiert in einem der Wagen. Semir stieg aus und ging zu ihr. „Hallo! Verstehen Sie mich?“ fragte er vorsichtig. Sie nickte. „Mein Mann… die haben meinen Mann…“ weinte sie plötzlich und Semir kam sich hilflos vor. Dieter kann auch zu ihm. „Semir! Sie steht unter Schock. Wir haben einen anderen Zeugen, der noch versucht hat, dem Mann zu helfen, aber die Täter haben ihn niedergeschlagen. Einem konnte er die Maske runterreißen. Danach wurde er bewusstlos…“ erklärte Dieter. Semir nickte. „Hat er das Gesicht sehen können?“ wollte er wissen Dieter nickte. „Sobald er verbunden ist, kann er sich mit dem Zeichner zusammensetzen.“ kam als Antwort. „Wer sind Sie?“ fragte er nun wieder die Frau. „Shaban Kanalamru…“ sagte sie leise. „Haben Sie was gesehen?“ harkte Semir weiter wurde jedoch vom Arzt zur Seite gezogen. „Die Frau gehört in ein Krankenhaus.“ ermahnte er ihn. Semir nickte und gab den Weg frei. Dafür kam nun mit Dieter der Zeuge zu ihm. „Hören Sie… die Typen sind ganz schön brutal… die haben den armen Mann aus dem Auto gezerrt und dann in den schwarzen Van geworfen. Das Kennzeichen hab ich allerdings nicht gesehen.“ zeterte der Mann los. Semir lächelte ihn freundlich an. „Danke… Sie haben wenigstens versucht zu helfen. Das ist nicht selbstverständlich.“ sagte er und reichte ihm die Hand.

    Anna sah Semir an. „Was wissen wir von diesen Herrn Kana…lamaru?“ wollte sie wissen. „Nichts. Er ist ein indischer Einwanderer, der als Lagerhelfer in einer kleinen Spedition arbeitet. Kaum der deutschen Sprache mächtig. Seine Familie hat kein Geld…“ gab er bekannt. Anna nickte. „Und sonst?“ harkte sie weiter. „Nichts… absolut nichts was eine Entführung rechtfertig. Der Fall wird von den Kollegen des LKA übernommen. Sie haben bereits Fangschaltungen in der Wohnung der Familie gelegt. Außerdem scheinen da mehrere Fälle zu sein. Es sind, so sagte mir der Kollege bereits sechs Ausländer verschwunden. Vornehmlich Türken und Inder.“ meinte Semir weiter. Anna nickte nachdenklich. „Passen Sie bitte auf sich auf, Semir. Ach was mir noch auffällt. Ben ist in den letzten Tagen etwas abwesend, oder hat er irgendwie Probleme?“ wollte sie abschließend wissen. Semir grinste. „Alpträume. Er hat in den letzten Nächten ständig Träume in denen ich sterbe und scheinbar hat er Angst, dass es sich in die Realität überträgt.“ erklärte er. „Oh… nun dann sollte er mal Baldrian versuchen. Das hilft…“ gab sie den Rat. „Ich werde es ihm sagen Ich fahre gleich noch zu Hartmut um das Ergebnis wegen dem Diebstahl und der Schießerei.“ Sagte er schnell und verschwand. „Nehmen Sie Ben mit! Und anschließend einen schönen Feierabend!!“ rief Anna ihm nach. Semir hob die Hand und lächelte sie an.

    So nicht dass ihr Alpträume bekommt.... ;)

    „NEIN!!!“ schrie Ben und schreckte auf. Doch im gleichen Augenblick ließ er sich wieder ins Kissen fallen. „Verdammte Träume…“ stieß er aus. Es war bereits der zweite Traum in dem er seinen Partner sterben sah. Es machte ihm Angst. Was hatte das nur zu bedeuten? War es eine unbewusste Angst, seinen Partner der bereits ein Freund geworden war zu verlieren? Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal zwei Uhr nachts. Er drehte sich um und versuchte wieder zu schlafen. Es ging nur sehr schleppend. Die Gedanken an den Träumen, in denen sein Partner starb, hielten ihn wach. Er warf sich hin und her. Doch nach einer Stunde übermannte ihn doch die Müdigkeit. Um sechs klingelte der Wecker. Ben stand auf und ging duschen. Er frühstückte und wartete auf Semir. Dieser war überaus pünktlich. Ben stieg ein und wünschte Semir einen „Guten Morgen.“ „Oh… hört sich schon wieder nach schlecht geträumt an.“ meinte Semir kurz angebunden. „Ja… du hast Recht. Sag mal… wie weit würdest du Träumen eine Bedeutung beimessen?“ wollte Ben wissen. „Ganz ehrlich?“ kam von Semir die Gegenfrage. „Ja sicher…. Sagen wir mal du würdest zweimal hintereinander träumen, das dein Freund stirbt… was würdest du dann denken?“ erklärte Ben. Semir sah ihn an. „So schlimm? Ben… in den Träumen verarbeiten wir den Alltag. Das Erlebte. Niemand kann die Zukunft träumen. Vermutlich ist es bei dir eine unbewusste Angst. Vielleicht vor Verlust? Ist es ein guter Freund den du sterben siehst?“ wollte Semir wissen. Ben nickte. „Ja…. ein sehr guter Freund.“ gab er nachdenklich wieder.

    Semir nickte. „Hey… gib den Träumen nicht zu viel Bedeutung. Vielleicht bekommst du nur Stress mit diesem Freund. Ich meine… siehst du ihn tot vor dir oder glaubst du nur, dass er tot ist?“ versuchte Semir den Traum zu deuten. „Semir… der Freund… ich meine der dort in meinen Traum stirbt… das bist du.“ kam leise von Ben. „Oh!“ machte Semir nur. „Und wie sterbe ich?“ wollte er nach einer kurzen Pause wissen. „Nun ja… im ersten Traum kam ich auf einen Parkplatz. Das heißt wir sind beide hingefahren. Wir wurden beschossen und zwar mit einer Bazooka und sind dann zurück zum Parkplatz. Genau wie der Unfall gestern. Als wir zurück waren, da bin ich hin zu der Leiche und…ich nahm die Decke weg… und…. da lagst du… du hast mich mit weit aufgerissenen Augen angesehen. Ich dachte erst… es ist ein Irrtum und hab mich dann umgesehen. Aber du warst nicht mehr da. Dein Auto war nicht mehr da…. dann bin ich wach geworden und fand mich in meinem Bett wieder. Heute Nacht haben wir dann im Traum diesen Hoffer vernommen, als der plötzlich ein Messer zieht und dich absticht.“ erzählte Ben und fühlte sich irgendwie erleichtert. „Na… das wird schon nicht so schlimm. Ich meine… ich sitze hier neben dir. Ich bin nicht tot. Also hör auf Trübsal zu blasen…“ grinste Semir zurück, der nicht wirklich an warnende Träume glaubte. „So… wir sind da.“ meinte er kurz darauf. „Was?“ fragte Ben. „Wir sind bei Hoffer… Schon vergessen? Wir wollten ihn heute befragen. Fragen warum er uns nicht gestern schon gesagt hat, dass er gesessen hat …“ erklärte Semir. „Ach so… ja sicher… ne ich weiß das doch…“ Ben stieg aus. „Cobra 11 für Zentrale“ hörte er gerade noch und meldete sich. „Wir haben den Fluchtwagen gefunden. Er ist ausgebrannt und wird in die KTU gebracht.“ Kam aus dem Funk. Semir sah Ben kurz an. „Danke verstanden und Ende.“ Ben hängte das Mikro wieder ein.

    Adrian griff zum Telefon als die Beamten wieder weg waren. „Hör zu... du suchst doch noch ein Versuchskaninchen oder?“ fragte er als sich jemand meldete. „Ich hätte da jemanden. Durchtrainiert, mittleren Alters, Türke.... wie du es willst. Versteh allerdings immer noch nicht warum. Aber soll mir egal sein. Wie viel zahlst du wenn ich dir den klar mache?“ wollte er wissen und horchte eine Weile. Dann lachte er auf. „Hör mal... ich trage das Risiko. Da musst du schon ein paar Euros drauf packen.“ erklärte er höhnisch und horchte wieder. „Also gut... ich ruf dich an, wenn ich soweit bin. Ach ja... es könnte allerdings etwas schwieriger werden als die anderen. Er wird sich nicht so schnell bändigen lassen. Aber das ist dann dein Problem.“ lachte er in den Hörer und legte auf. Er sah aus dem Fenster und wie die Polizisten abfuhren.

    Der nächste Morgen brach an. Semir und Ben fuhren zu Adrian Hoffer um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Semir klingelte an der Tür. Nur kurz darauf wurde sie geöffnet. „Guten Morgen Herr Hoffer. Es haben sich da noch ein paar Fragen ergeben, die wir denke ich klären sollten.“ erklärte Semir. Hoffer sah die Beiden an und nickte. „Sicher… nur wäre es schön, wenn die Polizei einem braven Bürger seine Nachtruhe gönnen würde. Ich bin gerade von der Nachtschicht gekommen.“ maulte Hoffer. Semir grinste Ben an. „Ja sicher… wo arbeiten Sie denn?“ wollte er wissen. „Ich bin Pfleger in einer Privatklinik.“ kam als Antwort. „Klar… was pflegen Sie denn da? Reiche Leute, die Sie überfallen und ausrauben können?“ stellte Ben höhnisch seine Frage. Hoffer sah ihn erschrocken an. „Sie brauchen nicht so zu starren. Wir haben uns über Sie erkundigt. Ist Ihr Wagen tatsächlich gestohlen worden?“ harkte Semir nach. „Wollen Sie mir was anhängen?“ kam schon fast drohend von Hoffer zurück. „Nein… Warum haben Sie gestern nicht erzählt, dass Sie bereits gesessen haben?“ fragte Semir. „Sollte ich das?“ erwiderte Hoffer. Nun ja, dann wäre die Aussage dass das Auto gestohlen ist sicher glaubwürdiger…“ gab Ben nun von sich. Hoffer warf ihm einen wütenden Blick zu. „Ich weiß dass ich damals Scheiße gebaut habe. Aber ich habe meine Strafe abgesessen. War es das oder wollen Sie mir jetzt einen Strick draus drehen?“ fauchte Hoffer wütend. Semir merkte es sehr wohl das Hoffer wütend war. „Gestern gab es auf einem der Rastplätze an der Autobahn eine Schießerei. Ein Toter ist zu beklagen. Die Täter flohen in einem brauen Micra… in Ihrem. Klingelt da etwas?“ wollte Semir wissen. Hoffer schloss die Augen. Er drehte sich um. Weg von Ben und Semir, die sich kurz ansahen. Plötzlich stürmte Hoffer auf Semir zu und erst jetzt sah Ben das Messer in der Hand. „SEMIR!!“ schrie er warnend seinem Partner zu. Er zog seine Waffe um Semir, der erstarrte zu beschützen…. Zu spät… Er sah wie das Messer sich in den Körper seines Partners bohrte.

    Also gut... wenn ihr noch was wollt....

    Wenig später in der PAST hielt Susanne ihnen eine Notiz hin. „Hier... der Besitzer des Wagens ist ein gewisser Adrian Hoffer. Monetenstrasse 769 in Köln.“ gab sie bekannt. Semir griff den Zettel und drehte direkt wieder um. „Na dann komm..“ meinte er zu Ben und fuhren zum Adrian Hoffer. An der Wohnungstür horchten sie kurz auf. „Scheint niemand da zu sein.“ meinte Ben. Semir nickte. „Dann würde ich sagen, wir machen mal auf Verdacht auf.“ grinste er und zog den Dietrich. Doch gerade als er anfangen wollte, hörten sie Schritte. Semir sah Ben kurz an und sie versteckten sich in einer Nische neben der Tür. Nur wenig später stand ein Mann vor der Tür von Adrian Hoffer, steckte den Schlüssel ins Schloss und betrat die Wohnung. Bevor er die Tür schließen konnte stellte Semir seinen Fuß dazwischen. Der Mann sah ihn erstaunt an. „Adrian Hoffer?“ fragte er. Der Mann nickte. „Gerkhan, Kripo Autobahn... das ist mein Kollege Ben Jäger. Hätten Sie einen Augenblick für uns Zeit?“ stellte Semir sich und Ben vor. „Ja sicher... kommen Sie doch rein...“ bat der Mann freundlich. Im Wohnzimmer lachte der Mann freundlich. „Sie kommen sicher wegen meinem Wagen? Haben Sie ihn gefunden?“ fragte er. Semir sah ihn an. „Der Wagen wurde Ihnen gestohlen?“ wollte er wissen. Adrian Hoffer nickte. „Ja gestern morgen. Ich bin sofort zur Polizei und hab ihn als gestohlen gemeldet. Im Revier Köln-Niehl. Die müssen ja ein Protokoll haben.“ erklärte er aufgeregt. Semir sah Ben kurz an und nickte. Für Semir kam die Antwort einfach zu schnell. „Ihr Wagen ist zwar noch nicht gefunden, aber es wurde damit eine Straftat verübt.“ erklärte Semir und sah sich flüchtig in der Wohnung um. Adrian sah betreten zu Boden. „Was genau ist denn passiert?“ harkte er nach. „Ein Unfall. Dabei sind zwei Personen ums Leben gekommen. Mehr darf ich Ihnen leider nicht sagen.“ meinte Semir nur. Ihm war dieser Adrian Hoffer nicht koscher. „Das tut mir Leid.“ antwortete Adrian betroffen.

    Nur wenig später waren sie unterwegs zur PAST. „Der Kerl hat Dreck am Stecken. Das rieche ich.“ kam von Semir. Ben, der am Steuer saß nickte. „Ich habe Susanne angewiesen, sich mal nach diesem Hoffer zu überprüfen. Irgendwie war der mir zu glatt. Wir hatten nicht einmal angedeutet warum wir da waren und schon kam der mit der „Auto gestohlen Nummer“ und erzählt eins vom Pferd.“ erklärte er und Semir nickte zustimmend. Gerade im Büro kam auch schon Susanne zu ihnen. „Also... dieser Adrian Hoffer saß wegen Bankraub bis vor drei Monaten in Siegburg ein. Er hatte 2001 die Sparda Bank in Köln überfallen und wurde auf der Flucht angeschossen und dadurch gestellt. Die Beute konnte gesichert werden. Außerdem hatte er wegen illegalem Waffenbesitz bereits einige Vorstrafen. Den Bankraub hat er mit insgesamt drei weiteren Personen durchgeführt. Die konnten allerdings entkommen. Hoffer hat dicht gehalten und keinen verraten.“ endete Susannes Vortrag. „Danke...Ich wusste doch, dass der Typ Dreck am Stecken hat.“ erwiderte Semir. Ben stand auf. „Na dann wollen wir ihm doch mal auf den Zahn fühlen.“ grinste er und Semir nickte. „Ja aber erst morgen. Wir lassen ihn erstmal in der Gewissheit, ihm zu glauben.“ meinte er. Ben sah ihn enttäuscht an. „Also gut... du bist der Boss.“ kam beleidigt von ihm zurück. Semir lachte laut auf. „Wie gut, dass du es einsiehst.“ Gegen neun fuhren beide nach Hause. Ben sehnte sich nach seinem Bett und schlief erstaunlich schnell ein.

    Wenig später auf den Rastplatz. Semir stieg aus und Ben sah ihn zunächst nach. Dann lachte Semir auf einmal. „Sag mal was ist denn? Komm!“ forderte er Ben auf. Dieser nickte und stieg aus. Mit ziemlich steifen Schritten ging er zu der Folie unter der sich der Umriss eines Menschen andeutete. Ben sah zu Semir, der sich runter beugte. „Tja… das war es dann wohl für ihn.“ gab er von sich. Ben sah ihn an. „du kennst den?“ harkte er nach. „Nein... aber er ist eindeutig ein Türke.“ erklärte Semir. Ben nickte. „Meinst du wir haben es hier mit Ausländerfeindlichkeiten zu tun?“ fragte er weiter. Semir zog die Schultern hoch. „Ich hoffe doch nicht. Wenn doch... dann kommt ne Menge Arbeit auf uns zu. Aber erst einmal müssen wir wissen wer das hier ist und warum er starb und wodurch.“ gab er leise von sich. Ben nickte nur. Seinen Traum verschwieg er zunächst. Er war einfach nur froh, dass es nicht wahr wurde. Semir und er gingen zu Wegener der bei dem Leichenwagen stand und Instruktionen gab. „Was kannst du uns sagen?“ wollte Semir wissen. „Nun ja... das er tot ist, weißt du ja. Allerdings ist im Augenblick auch alles, was ich sagen kann. Weiteres nach der Obduktion.“ gab der Gerichtsmediziner kurz und knapp von sich.

    „Hier! Mehr hatte der Tote nicht bei sich.“ meinte Hartmut als die Beiden zu ihm kamen. Semir nahm die Tasche und sah hinein. Er fand einen Ausweis. „Ahmed Turan“ las er vor. „Also tatsächlich ein Türke.“ murmelte Ben. Semir nickte. „Ja...“ sagte er und wühlte weiter. Eine Visitenkarte kam zum Vorschein. „Er hatte eine eigene Firma für Werbeartikel. Dann werden wir mal hinfahren. Susanne hat bis wir zurück sind, sicher schon den Halter ermittelt.“ führte er weiter aus und gab Hartmut die Tasche wieder zurück. „Komm!“ sagte er zu Ben und sie fuhren nach Düsseldorf zur Firma des Toten. Nur eine Stunde später saßen sie dem Geschäftspartner von Turan gegenüber. „Herr Tayfun... hatte Herr Turan Feinde?“ fragte Semir. Sein Gegenüber schüttelte den Kopf. „Wir sind eine kleine Firma. Wir haben keine Feinde. Mein Schwager ist ... war ein ganz normaler Mensch. Außer dass er aus der Türkei stammt, hatte er keine Probleme.“ gab er leise von sich. Semir nickte. „Sie vermuten also mehr einen ausländerfeindlichen Anschlag?“ wollte er wissen. Tayfun zog die Schultern hoch. „Ich dachte eigentlich die Zeiten sind vorbei. Aber ganz ausschließen möchte ich es nicht. Nur das herauszufinden ist Ihre Aufgabe.“ Er sah Semir an. „Ich werde es meiner Schwester sagen. Sie brauchen sich nicht darum zu kümmern. Es wird sehr schwer für sie werden. Die beiden waren gerade seit acht Monaten verheiratet.“ sagte Tayfun traurig. Semir nickte. „War die Hochzeit freiwillig, oder gezwungen?“ harkte er nach, da er aus der Vergangenheit schon häufiger die Schwierigkeiten von Zwangsheiraten erfahren hatte. „Es war eine Liebenshochzeit. Wir leben hier ja nicht im Mittelalter oder im tiefsten Anatolien. Unsere Eltern haben es uns überlassen, wen wir heiraten. Das galt auch für meine Schwester.“ erklärte Tayfun. Semir erhob sich. „Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wenn ich etwas erfahren.“ sagte er und verabschiedete sich.

    „Verdammt! Die Bullen!“ schrie Adrian, und sah sich zu seinen Freunden auf der Rückbank um. „Na und? Blas sie doch einfach weg. Ich meine wir haben hier genügend Waffen an Bord“ lachte Freddy der sich hinten breit machte. „Nein… nicht auf die Bullen schießen. Die würden eine Hetzjagd veranstalten. Schieß in eine der Wagen die hier rumkurven und dann bleiben die schon stehen. Die sind nämlich so richtige Schisser“ lachte Julian, der den Wagen fuhr. Adrian nickte und zielte mit einer kurzläufigen Schrotflinte auf den Wagen neben ihm. Der Fahrer sah ihn kurz an, riss erschrocken die Augen auf und versuchte zu bremsen. Der Wagen verlangsamte sich und die Waffe war genau auf den Fahrer gerichtet. Der Hahn schlug auf die Patrone. Adrian erschrak, doch den Lauf der Kugel konnte er nicht mehr ändern. Eine Kugel traf das Gesicht des Fahrers. Der Wagen geriet außer Kontrolle und prallte an die Leitplanke. Er überschlug sich und immer mehr nachfolgende Wagen rasten in den kleinen Golf. Julian schrie leise auf. „Super Schuss!!“ lachte er und gab Gas. Im Rückspiegel sah er wie auch die Polizisten die Verfolgung aufgaben, weil sie nicht an dem Blechknäuel vorbei kamen.

    Semir stieg in die Bremsen, als der Wagen sich überschlug. „Verdammt!!“ schrie er. „Cobra 11 an Zentrale. Schwerer Unfall auf der A 57! Benötigen das gesamte Programm und einiges an RTWs. Achtung… der Fluchtwagen ist ein brauner Nissan Micra. Amtliches Kennzeichen BM- CI 1978. Der Wagen flieht auf der A57 in Richtung Düsseldorf! Die Insassen machen ohne Rücksicht von der Schusswaffe gebrauch!“ gab Ben durch. Semir und er stiegen kurz drauf aus und versuchten den nachfolgenden Verkehr zu. Schnell war das im Griff und dann trafen auch die Kollegen ein. Semir und Ben gingen zu dem Wagen, der sich überschlagen hatte. Als Semir den Fahrer sah, drehte er sich um und musste einen Würgreiz unterdrücken. Von dem Gesicht des Mannes war nicht mehr viel zu erkennen. Er musste auf der Stelle tot gewesen sein. Ben sah sich auf der Rückbank um. „Hey…. Hier ist noch ein Kind!“ schrie er plötzlich und hantierte im Wagen herum. Doch sofort waren die Feuerwehrmänner da und drängten ihn weg. Wenige Augenblicke holten sie ein Kind aus dem Wagen. Ein Notarzt untersuchte es kurz und schüttelte dann den Kopf. Semir spürte Wut in sich aufsteigen. „Ich will diesen Mistkerl haben. Ich werde ihn schnappen.“ gab er laut von sich. Ben nickte nur. Er ließe es sich nicht anmerken, aber er hatte Angst davor zum Parkplatz zurück zu fahren. Auch wenn in seinem Traum dieser Unfall nicht vorkam. „Na komm… auf geht es. Wir sehen uns mal am Rastplatz um. Da hat es schließlich angefangen.“ meinte Semir und stieg in den BMW. Ben folgte ihm nur widerwillig.

    Was soll denn das grinsen während du auf das Ende hinweist?

    also für mich nur eins.... du lügst uns an. Ja wohl, du zögerst das Ende heraus. Aber mal ganz ehrlich... wäre schade wenn es jetzt schon zu Ende wäre. Immerhin muss ich doch wissen wie es weitergeht. Semir ist jetzt nicht gefesselt aber immer noch allein in der Höhle des Löwen. Das der Sohn auch bei denen ist... also wirklich... ziemlich verworren... 8|:thumbup:

    „SEMIR!!!“ mit diesem Schrei setzte Ben sich auf. Er war schweiß gebadet und am zittern. Doch dann registrierte er, dass er in seinem Bett lag. Zuhause in seinem Bett. Er war nicht auf der Autobahn. Er war nicht mit Semir unterwegs gewesen. Langsam atmete er durch. Dann warf er die Decke bei Seite und ging ins Badezimmer. Mit eiskaltem Wasser versuchte er die Gedanken an dem Traum weg zu wischen. Semir ist nicht tot. Es war ein dämlicher Traum, nur ein dämlicher Traum, sagte Ben sich immer wieder. Dann ging er wieder ins Bett und versuchte zu schlafen. Doch sobald er die Augen schloss sah er wieder den Toten vor sich liegen. Seinen Partner. Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal vier Uhr in der Früh. Also nur noch eine Stunde. Ergeben warf er erneut die Decke zur Seite und stand auf. Eine Dusche und anschließend ein stärkendes Frühstück mit einem noch stärkeren Kaffee brachten ihn auf die Beine. Semir wollte ihn abholen. Um sechs Uhr wolle er da sein. Ben sah auf die Uhr. Es war gerade fünf. Die Zeit ging für ihn nur langsam vorbei. Er brauchte Gewissheit. Was, wenn das kein Traum war. Was wenn Semir wirklich tot war? Nein… er lebt. Er ist bei seiner Andrea und seiner Tochter Aida. Es geht nicht anders. Ben machte den Fernseher an und zappte durch das Programm. Es lief noch nicht viel doch er sah eh nicht richtig hin. Dann hatte er den Sender NTV. Wenn Semir doch…. nein… das ging gar nicht. Aber wenn doch, dann wäre doch in den Nachrichten vielleicht was zu hören. Er lauschte den Worten des Nachrichtensprechers. Nichts kam über einen toten Polizisten. Zufrieden lächelte Ben. „Ich wusste es.“ sagte er. Ein Blick zur Uhr zeigte ihm an, dass es nur noch zehn Minuten waren, bis Semir ihn abholte. Er machte sich endgültig fertig und fuhr schon einmal runter. Auf der Straße war es noch sehr ruhig. Nur ab und zu fuhren ein paar Wagen vorbei.

    Semir verabschiedete sich von Andrea und Aida. „Passt auf euch auf, hört ihr?“ ermahnte er sie. Andrea nickte „Ja sicher…. Geh du nur die Welt retten und pass auf dich auf. Du wirst noch gebraucht“ lachte Andrea zurück und gab ihm einen Kuss. „PAPA!! Aina auch!“ brabbelte seine Tochter. Semir lachte leise und gab seiner Tochter einen Kuss. „So nun muss ich aber mal los. Ben wartet schon.“ Semir verschwand in seinem Wagen und seine Frau und Tochter winkten hinterher. Selbst als er die Kreuzung erreicht hatte, sah er die Beiden noch am Gartentor stehen. Er fuhr durch die Stadt und holte seinen Partner ab. Dieser stand bereits auf der Straße und wartete. Mit einem „Morgen“ murmelnd stieg Ben ein. „Oh… nicht gut geschlafen?“ wollte Semir wissen. „nee… schlecht geträumt.“ murmelte Ben und schnallte sich an. „Willst du mir den Traum erzählen?“ scherzte Semir. Doch von Ben kam nichts. „Na das kann ja ein toller Tag werden…“ murmelte Semir leise. Er fuhr auf die Autobahn. Doch als sie gerade aufgefahren waren, hörten sie Hottes Stimme im Funk. „Cobra an Alle… auf dem Rastplatz Königsforst soll es eine Schießerei gegeben haben. Ich wiederhole! Auf dem Rastplatz Königsforst soll es eine Schießerei gegeben haben.“ Ben war sofort hellwach. „Hier Cobra 11. Wir sind nah dran und übernehmen. Ende!“ Er hängte das Mikro ein und schaltete das Warnlicht an. Semir gab Gas. Sie kamen schnell voran. Als sie am Rastplatz ankamen, sahen sie wie ein dunkles Auto den Platz verließ. Semir hängte sich an. Er achtete nicht auf Ben, der sich soeben mit einem Dejavue konfrontiert sah.

    Elvira du hast wohl jeden Tag Zeit zum schreiben?

    Ja eigentlich schon... kommt ganz auf meine Kreativität an. Mal schreibe ich jeden Tag, mal gar nichts, und manchmal gleich vier bis fünf Wordseiten. :D

    Wieder eine neue.

    nun für mich ist sie schon alt ;)

    ber du bist so gemein zu deinen Lesern,das du einfach an spannenster Stelle auf hören tust.
    Mach bitte einfach weiter,das hört sich einfach spannend an.

    Na heute Nachmittag wenn alle gelesen haben gibt es die Fortsetzung ;)

    So hab es mir überlegt.... knappe 12 Stunden Pause sind genug. ;) Außerdem will ich nicht daran schuld sein, dass ihr nichts mehr zu lesen habt. Aber dieser Story ist mit Vorsicht zu genießen und auf eigene Verantwortung weiter zu verfolgen. viel Spaß beim Lesen :D

    Am frühen Morgen fuhren Semir und Ben bereits auf der A4 und fuhren ihre Strecke ab. Über Funk bekamen sie eine Meldung, dass es eine Schießerei auf dem Rastplatz ging. Semir gab Gas und als sei ankamen, sahen sie gerade einen schwarzen Mercedes abrauschen. Sofort hängte Semir sich an und holte auf. Ben machte das Blaulicht an und machte seine Waffe bereit. Semir sah ihn an. „Mann weiß ja nie..“ grinste Ben nur. Sie kamen den Wagen immer näher. Doch nun wendete sich das Blatt. Der Beifahrer des Mercedes lehnte sich aus dem Fenster und zielte mit einer Bazooka auf den BMW. „Scheiße!!! Semir! Lass dir was einfallen!“ schrie Ben verzweifelt. Semir vergrößerte sofort den Abstand. Der Mercedes schoss davon. Semir versuchte auf Sichtweite dran zu bleiben, aber sobald er wieder soweit war, kam die Bazooka hervor. Es war einfach zu gefährlich, dem Wagen zu folgen. Semir brach ab und gab das Kennzeichen zur Fahndung aus. Ben schien zwar nicht begeistert doch in Anbetracht der Bedrohung konnte er mit der Entscheidung leben. Semir fuhr eine Schleife um wieder auf den Parkplatz zu kommen. Dort war bereits die Spurensicherung vor Ort und hatten die Leiche abgedeckt. Ben beugte sich zu der Plane und zog sie weg. Doch als er das Gesicht sah, sprang er auf und sah sich geschockt. Semir war nirgends zu sehen. Dann sah er wieder zu der Leiche. „NEIN!!!“ schrie er. Das konnte nicht sein. Wie war das möglich? Verzweifelt sah er sich nach dem BMW um, mit dem er eben noch gekommen war. Semir… er war doch neben ihm, oder nicht? Ben bekam Zweifel. Denn der Tote vor seinen Füßen war sein Partner. Semir Gerkhan.

    Tja dann greife ich mal die Worte von Christopher auf... irgendwann geht jede Story zuende. Auch diese ist schon weider aus....

    Eine Stunde später gab es bei Anna im Büro einen mittleren Auflauf. Janine nahm ihre Tochter in den Arm und drückte sie fest an sich. Ben ging zunächst duschen um sich wieder als Mensch zu fühlen und begrüßte dann die Kollegen und natürlich Anna. Dann sah er seinen Vater. „Papa…. Danke. Ich meine dafür dass du das Geld bereitgestellt hast.“ erklärte er. Konrad nickte. „Nun… er hat sein Versprechen gehalten. Und ich halte meins. Wir sollten uns endlich aussprechen, Benjamin…oh … ich meine Ben. Jeder hat das Recht die Entscheidung selbst zu treffen, welchen Weg man einschlägt. Ich werde mich damit abfinden müssen, dass du nicht in die Firma einsteigen willst. Jo ist nun meine einzige Möglichkeit die Firma in Familienhand fort zu führen und wer weiß vielleicht bekommte ich ja auch mal die Chance Opa zu werden.“ lachte er und drückte seinem Sohn die Hand. Ben sah ihn an. „Wer weiß“ gab er zurück und umarmte seinen alten Herrn. Semir sah es sehr wohlwollend an. „Melanie? Wo steckst du denn?“ kam plötzlich hinter Semir und er drehte sich um. „Herr Polizeipräsident… wie geht es Ihnen?“ fragte er und sah den Mann an. Melanie duckte sich erst, doch dann zog sie tief Luft ein. „Ich bin hier Opa…“ sagte sie und trat hinter Semir vor. „Gott sei Dank. Mama hat mir eben erzählt, was du durchgemacht hast. Es ist ja schrecklich…“ stieß der Mann aus. „Opa… ich will dir was sagen.“ fing Melanie an. Schmittbauer sah sie an. „Was denn Du musst dich ausruhen. Du siehst fertig aus. Herr Gerkhan, Herr Jäger… das wird Konsequenzen haben. Ich werde Sie strafversetzen lassen!“ zeterte er plötzlich los.

    „Nein! Du wirst mir jetzt zuhören!“ kam von Melanie bestimmt. „Herr Gerkhan und Herr Jäger haben nichts damit zu tun. Ich… bin ganz allein dafür verantwortlich was passiert ist. Ich habe mich selbst in den Schlamassel geritten, weil ich dachte, ich könnte es. Opa… ich will keine Polizistin werden! Ich will Kindergärtnerin werden, oder Kinderkrankenschwester. Ich will nicht ständig mit der Angst leben, vielleicht erschossen zu werden. Und ich sage dir nur einmal… lass Papa und Mama in Ruhe. Sie konnten dir vielleicht keinen Enkel schenken, aber es ist nicht ihre Schuld!“ schimpfte Melanie und Philipp Schmittbauer sah seine Enkelin erstaunt an. „Aber wann hab ich denn gesagt, dass du Polizistin werden sollst? Ich habe lediglich daran gedacht, dir den Start dann zu erleichtern, falls du...zur Polizei gehen möchtest.“ kam die Antwort. „Nein… ich wollte es nie sein. Aber ich habe gemerkt, dass du mich nicht willst. Du wolltest einen Enkel. Ich bin kein Junge. Aber ich stehe wenn es sein muss, meinen Mann genauso wie ein Junge.“ ging es mit Melanie weiter. Schmittbauer schüttelte den Kopf. „Wer sagte denn dass ich einen Enkel wollte? Ich liebe dich über alles. Ich hab doch nur Angst gehabt…“ erklärte er. „Aber ich hab doch gehört… als du zu Papa sagtest, dass du keinen Enkel hast, ist seine Schuld… du hast ihm doch Vorwürfe gemacht…“ kam verwundert von Melanie. Schmittbauer lachte laut. „Was macht dein Vater beruflich?“ wollte er wissen. „Er ist am Theater.“ kam von Melanie. „Richtig… er ist mein Sohn und er ist beim Theater. Wenn ich wirklich jemanden den Weg vorschreiben will, hätte ich es bei deinem Vater getan. Was du da mitbekommen hast, ist eine Textstelle, die er mit mir geprobt hat. Ein dämliches Theaterstück. Mehr nicht. Ich liebe dich doch so wie du bist.“ lachte Schmittbauer und nahm seine Enkelin in den Arm. „Du kleines Dummerchen… ich wollte nie etwas Anderes haben als dich…“

    Philipp Schmittbauer sah zu Semir, nachdem seine Enkelin und deren Mutter den Raum verlassen hatten. „Entschuldigung wenn ich gerade etwas ruppig war. Ich wollte Sie nicht angreifen.“ sagte er leise und reichte ihm die Hand. „Schon gut… wir sind nicht nachtragend.“ lachte Semir. Konrad Jäger war bereits gegangen und es schien sich doch endlich eine Lösung anzubieten, den Zwist zwischen Vater und Sohn zu beenden. Während Semir sich noch mit Anna und dem Polizeipräsidenten unterhielt ließ Ben sich mit einem Seufzer in den Sessel in Annas Büro fallen. Keiner der Drei die dort anwesend waren, nahm ihn wahr. Nur kurz darauf war ein Schnarchen zu hören und die drei drehten sich verwundert um. Philipp Schmittbauer sah zu Anna. „Schlafen im Dienst?“ fragte er lächelnd. „Nein… Überstunden abfeiern.“ gab sie lächelnd zurück. „Na wenn das so ist, dann sollten wir Herrn Jäger nicht stören.“ meinte Schmittbauer und verließ den Raum. Semir grinste nur und sah zu Anna. „ich bringe ihn nach Hause…“ nickte er und weckte Ben auf. Dieser sah ihn erschrocken an. „Feierabend!“ meinte Semir….

    Ende


    Und hat sie gefallen? Ich schätze mal dass ich Pause machen muss.... die Feedmenge lässt zu wünschen übrig.... :(

    Semir stieß einen Fluch aus. „Irgendwo hier muss das Handy liegen.“ sagte er wütend. Er hörte doch das Klingeln. Jedes Mal wenn es verstummte, klingelte er es erneut an. Hotte und Dieter liefen zwischen den Containern herum und suchten. Doch Semir hatte das Geräusch sehr nah bei sich. Dann endlich sah er es. Es war unter einem der Container gerutscht, und nur eine Spitze schaute noch raus. „ICH HAB ES!!“ rief er. Sofort waren Dieter und Hotte bei ihm. „Also gut… hier irgendwo müssen die Beiden sein. „BEN!!! MELANIE!!“ schrie er laut und lauschte dann. Nichts… Dieter sah ihn an. „Semir… ich glaube kaum, dass die dich im Container hören. Wir müssen jeden einzelnen aufmachen und hineinsehen.“ empfahl er. Semir nickte. „vermutlich hast du Recht. Also gut… wo fangen wir an. Hier sind ja einige….“ Stellte er fragend und sah sich um. Dieter nickte und drehte sich ebenfalls im Kreis. „Also ich würde sagen, ich fange im Norden an und gehe nach Süden. Hotte von Westen nach Osten und du… kannst diese Dinger nehmen die so quer stehen.“ verteilte Dieter die Aufgabe. Semir nickte. „Ich werde mich mal von Oben aus umsehen. Vielleicht sehe ich irgendwie einen Hinweis.“ meinte er und kletterte an einem der Container nach oben. Doch von hier oben sahen alle Container gleich aus. Semir wollte resigniert aufgeben, als er auf einem Container etwas Weißes sah. „Dieter!! Wir fangen bei dem grünen Container an! Ich sehe dort oben ein Stück Stoff wehen!“ befahl er und sprang von einem Container auf den nächsten. Er wies Dieter und Hotte den Weg bis sie vor dem Container standen. Semir sah sich das stück Stoff an. Dann sah er in das Loch. „Ben?“ fragte er hinein. „Na endlich…“ kam als Antwort zurück. Semir lachte vor Freude. „Ich hab ihn!“ rief er laut und kletterte sofort runter. Schnell war der Container offen.

    Ben und Melanie verließen ihr Gefängnis und Semir fiel seinem Partner um den Hals. „Mann… Gott sei Dank … Bist du okay?“ fragte er bange und sah Ben prüfend an. „nein… ich hab Hunger… das heißt wir haben Hunger. Mel und ich!“ kam von Ben. Semir lachte. „Ich meinte körperlich…“ sagte er und sah zu Melanie. „Entschuldige bitte… ich hätte dir zuhören müssen. Aber ich war einfach zu sehr mit mir beschäftigt…“ entschuldigte er sich. Melanie nickte. „Ja ich weiß. Es ist eine Art der Erwachsenen, die ich vermutlich erst verstehe, wenn ich selbst dazu gehöre. Aber ich habe einen ziemlichen Hunger…“ lächelte sie ihn nervös an. Semir nickte. „Wir fahren zu Mac Donalds. Ist hier gleich um die Ecke.. Hoffe nur bis dahin seid ihr nicht verhungert.“ meinte er und ging mit den Beiden zum Wagen. „Cobra 11 an Zentrale. Ich habe Ben und Melanie hier bei mir. Beide sind hungrig aber wohl auf.“ gab er erleichtert durch. „Gott sei dank. Sagen Sie Melanie, das ihre Mutter hier bei mir ist und auf sie wartet.“ kam von Anna. „Ist angekommen. Sie sitzt hier im Auto. Wir werden nur eben was essen gehen und dann kommen wir sofort zurück.“ ließ Ben nun vernehmen. „Ben… Gott sei gelobt. Sind Sie soweit in Ordnung?“ wollte Anna wissen. „Ja.. .bis auf den Hunger geht es uns gut. Wie Semir eben schon sagte.“ erwiderte Ben. „Ihr Vater wollte auch herkommen. Lassen Sie ihn nicht zu lange warten.“ bat Anna. „Cobra 11 hat verstanden.“ Ben hängte das Mikro an. „Ich glaub du brauchst ne Dusche.“ rümpfte Semir die Nase. „Ja sicher… immerhin war ich ja ein paar Tage verhindert. Weißt du ob man sich bei Mackes duschen kann?“ grinste Ben bereits. „Nein… ich glaub die haben nur Toiletten. Aber wir essen lieber draußen…“ grinste Semir zurück.

    Semir fuhr zum Containerhafen nach Düsseldorf. „Susanne… ich bin hier im Containerhafen. Was gibt es denn?“ fragte er. „Wir haben Melanies Handy geortet. Es ist ebenfalls im Containerhafen.“ gab Susanne durch. „Das hab ich mir gedacht. Kannst du mir auch sagen wo? Hier stehen tausende von den Dingern rum!“ meinte Semir nur. „Nein… nur dass es dort irgendwo liegt. Ich gebe dir die Nummer und dann kannst du es ja anklingeln. Hoffe nur, dass sie nicht ihre Mailbox angeschaltet hat.“ kam von Susanne. „Okay.. danke…für den Tipp.“ meinte Semir, schrieb sich die Nummer auf und ging los. Mehr als fünfzig Polizisten durchkämmten das Gelände. Dieter und Hotte waren mit Semir zusammen. „Du Semir? Also wenn du mich fragst, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man Ben hier in einem Container eingesperrt hat, der dem öffentlichen Verkehr nicht so zugänglich ist. Ich würde wenn ich der Täter wäre, ihn in eine versteckte Ecke packen.“ erklärte Hotte. Semir sah ihn an. „Da könntest du Recht haben. Okay… wir werden dort hinten hingehen.“ meinte er und zog mit den Beiden los. Sein Handy klingelte. „Susanne hier… Sie haben diesen Mark Reichendorf und Thomas Krüger festgenommen. Sie wollten fliehen aber das SEK konnte es verhindern. Das Versteck geben sie nicht bekannt. Das Geld ist bereits wieder hier.“ gab sie durch. „Danke Susanne.“ meinte Semir nur und beendete das Gespräch. Zwei Stunden irrten die Beamten in dem Container-Wirrwarr herum als sie vor einem Zaun standen. Hinter dem Zaun waren ebenfalls einige Container zu sehen. „Wäre das passend?“ wandte er sich an Hotte. Dieser nickte. „Gut… dann versuchen wir es mal. Hoffe nur sie hat Musik an und nicht das vibriert“ meinte Semir anschließend und wählte Melanies Handy. Tatsächlich hörten sie einen Klingelton. „Okay… gehen wir dem mal nach.“ befahl Semir und kletterte über den Zaun. Dieter kam ebenfalls hinterher geklettert, während Hotte das Schloss aufschoss und die Tür benutzte. Semir sah ihn erstaunt an. „Na… mit dem Klettern hab ich das nicht so…“ entschuldigte Hotte sich.

    Ben sprang auf. „Das war ein Schuss!“ stieß er freudig aus. Melanie sah ihn an. „Bist du sicher?“ wollte sie wissen. „Ja sicher… komm… sie haben uns gefunden. Wir müssen anfangen zu rufen!!“ forderte er das Mädchen auf. Gemeinsam gingen sie zur Tür. „HALLO!!! HILFE!! HIER SIND WIR!!!“ schrieen sie laut und hämmerten gegen die Türen. Doch scheinbar hörte sie niemand. „Vielleicht war das doch nur ein Auto…“ meinte Melanie. „Ich habe mal gehört, dass eine Fehlzündung sich auch anhört wie ein Schuss“ gab sie zu. Ben schüttelte den Kopf „Es mag sein, dass man es dir erzählt hat, aber wenn man beide Geräusche kennt, dann erkennt man auch den Unterschied. Es war ein Schuss. Vermutlich aus einer Dienstwaffe. Ich weiß es… ich kann es unterscheiden!“ kam wütend von Ben, der weiterhin gegen die Tür hämmerte, während Melanie sich wieder zurück zog. „Ben… es hat keinen Sinn… sie finden uns nicht.“ gab sie klein bei. Ben sah sie an. „Mel… du hast mir was versprochen. Du wolltest nie aufgeben. Du wolltest deinem Großvater sagen, dass du nicht Polizistin wirst.“ erinnerte er sie. Melanie zog die Schultern hoch. „Ich werde keine Polizistin, weil ich hier sterbe…“ kam leise von ihr. Ben ging zu ihr und nahm sie in den Arm. „Mel… ich will so etwas nicht hören, verstehst du? Niemals….“ ermahnte er sie. Sie sah ihn mit traurigen Augen an. „Aber was… wen es wahr ist? Was wenn sie uns nicht finden? Nie?“ fragte sie leise. Ben hielt sie fest. „Man findet uns… daran sollst du glauben. Vertreib die dunklen Gedanken…Komm wir versuchen es noch einmal…“ munterte er sie auf. Doch es gelang nicht ganz. Ben sah nach oben. In der Decke war ein ziemlich großes Loch. „Mel… bist du gut im Sport?“ wollte er plötzlich wissen. „Ja schon… warum?“ kam von ihr. „Sieh mal nach oben. Dort ist ein Loch. Wir könnten dort etwas von meinem Shirt festmachen. Der Draht von den Fesseln ist stark genug um es daran zu binden und dann durch das Loch zu stecken. Damit geben wir den Leuten draußen ein Zeichen… Wir bewegen es hin und her und dann sehen sie uns.“ erklärte Ben. „Wenn jemand da draußen ist, meinst du.“ kam pessimistisch von Melanie. „Es ist jemand da… vertrau mir… also… traust du dich dort hoch zu klettern?“ wollte Ben wissen und befestigte etwas Draht mit einem Stück T-Shirt. „Kann Steffi Graf Tennis spielen?“ kam schnippisch von Mel. Ben musste lachen. „So gefällst du mir…“ meinte er nur.

    „Semir Gerkhan… Kripo Autobahn. Was hast du in der Wohnung zu suchen?“ wollte er wissen. „Ich bin Oliver Reichendorf. Ich wohne dort… mit meinem Bruder Mark…“ erklärte er. „Was ist passiert?“ hängte er an. „Kennst du eine Melanie Schmittbauer?“ fragte Semir ohne auf die Frage des Jungen einzugehen. „Ja… sie ist meine Freundin. Ist was mit ihr passiert?“ Semir hörte die Angst in dieser Frage deutlich heraus. „Oliver… komm… ich werde es dir erklären.“ sagte Semir leise und zog den Jungen in die Wohnung zurück. Oliver sah ihn fragend und ängstlich zugleich an. „Melanie macht bei uns ihr Praktikum und sie hat vermutlich ein Gespräch zwischen deinem Bruder Mark und einem gewissen Thomas mitbekommen. Es ging um Lösegeld. Ähm… ich bearbeite gerade einen Fall von Entführung und vermutlich hat dein Bruder damit was zu tun. Es geht um meinen Dienstpartner. Erinnere dich bitte. Hat Melanie irgendwann mal was erwähnt, mit wem sie zusammen arbeitet? Irgendwas von dem Umfeld?“ wollte Semir wissen. Oliver fiel sofort das Gespräch ein, als Melanie erzählte mit einem Sohn von einem Multimillionär zu arbeiten und erzählte es sofort. Semir nickte. „Also gut. Weißt du wo Mark sein könnte? Oder dieser Thomas?“ stellte Semir die nächste Frage. „Nein… aber ich weiß das dieser Thomas im Containerhafen in Düsseldorf arbeitet. Wo genau, keine Ahnung.“ kam von dem Jungen. Semir war zufrieden. „Das ist eine sehr große Hilfe.“ sagte er stolz. „Was ist denn mit Melanie?“ wollte Oliver wissen. „Melanie … ähm… sie wollte mir wohl davon erzählen, aber ich hatte keine Zeit und… sie ist vermutlich bei meinem Kollegen, weil sie auf eigene Faust ermitteln wollte. Löblich aber dumm.“ erklärte er. „Kann ich helfen?“ wollte Oliver wissen. „Ja… kannst du. Kennst du dich im Containerhafen aus?“ fragte Semir. Oliver schüttelte den Kopf. „nein…“ gab er leise zu.

    Mark und Thomas waren auf dem Flughafen. In nur knapp einer Stunde sollte ihr Flug gehen. Endlich weg… dachte Mark und hielt sein Ticket bereits in der Hand. Doch als er ein weiteres Mal auf die Tafel sah blinkte überall das Wort „gekanzelt“ auf. „Verdammt!“ fluchte er und stieß Thomas an. „Wir müssen abhauen…“ raunte er ihm zu. Dieser nickte nur, als er sah wie eine kleine Gruppe von Polizisten auf sie zukam. „verdammt… wie konnten die uns auf die Spur kommen?“ fragte Thomas wütend. „Keine Ahnung. Los weg hier!“ fauchte Mark und zog seine Waffe. Er schoss auf die Polizisten und alle anderen Fluggäste in der Halle warfen sich auf den Boden oder duckten sich hinter den Koffern. Mütter hielten erschrocken ihre Kinder fest und deckten sie mit ihren Körpern ab. Thomas und Mark rannten zum Ausgang. Schnell sahen sie, dass sie in der Falle saßen. Eine junge Frau wollte sich gerade in Sicherheit bringen als Mark sie an sich riss und den Arm um ihren Hals legte. Er presste ihr die Waffe an den Kopf. Die Frau erstarrte und sah ängstlich auf die Polizisten. „Lassen Sie die Frau los!“ forderte einer von ihnen. „Haut ab!! Ich knall die Puppe ab!“ schrie Mark wütend. Tatsächlich hielten blieben diese stehen. „Okay… was verlangen Sie?“ fragte einer von ihnen. „Freien Abzug! Für mich und meinen Freund!“ forderte Mark. Was er nicht sah und auch Thomas entging, war das sich von hinten SEK-Leute an die beiden heranschlichen. Mark und Thomas waren nicht wirkliche Verbrecher, die damit rechneten. Doch als plötzlich Thomas aufschrie, drehte sich Mark mit der Frau um. Einer der SEK-Männer legte an und schoss. Mark spürte den Einschlag in der Schulter und ließ die Waffe fallen. Ein weiterer SEK Mann riss die Frau aus seinen Händen und brachte sie weg. Der Rest war einfach. Mark und Thomas wurden festgenommen und abgeführt.