Ja ich wüßte zu gern was da nun passiert ist.... Wie wäre es mit einem weiteren Teil der Story? Ich meine es ist schließlich schon fast Weihnachten ![]()
Beiträge von Elvira
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MITTAGESSEN!!!
Semir spürte die Kälte immer noch. Es war schon Stunden her, als man ihn erneut dem kalten Wasser ausgesetzt hatte und anschließend in die Kühlkammer steckte. Diesmal war es noch kälter und die Prozedur dauerte länger. Semir fühlte sich nun tatsächlich krank. Mit jeder Minute die er hier lag wurde es schlimmer. Kopfschmerzen traten auf. Sein Hals brannte. Er hatte Durst und fror. „Nun… wie geht es?“ fragte Herweg, der vor der großen Glaswand stand. Semir sah ihn an. „Ich habe Durst….“ bat er. Herweg nickte „Ja es gibt gleich was. Wir werden gleich die Temperatur messen. Es wird sicher ab sofort schneller gehen.“ meinte er wohlwollend. „Lassen Sie mich gehen?“ fragte Semir. Herweg lachte „Nein… aber ich werde dich heilen. Du wirst schon in nächster Woche wieder wie ein junges Reh herumspringen und dann machen wir den nächsten Test. Dann ist Aids dran.“ lachte er und verschwand. Semir wickelte sich weiter in die Decke ein. Er fühlte sich elendig. Herweg hatte Recht .Es ging los. Seine Abwehr brach zusammen. Ein Pfleger kam zu ihm und stellte Trinken auf den Tisch. Semir stand auf Schwankend ging er zum Tisch und nahm sich die Flasche. „So… Temperaturmessen ist angesagt.“ forderte der Pfleger auf. Semir nahm das Thermometer und steckte es in den Mund. Nur wenige Augenblicke später war das Ergebnis da. 39°C. Das Fieber brannte in Semirs Körper.
Ben stand vor dem Haus in dem Hoffer wohnte. Er wartete bis zum späten Abend. Endlich kam Hoffer nach Hause. Ben wollte ihn am nächsten Tag folgen und wissen wo er arbeitete. Er musste diese Klinik finden. Semir war dort, davon war er überzeugt. Nur brauchte er Beweise. Erst dann wollte die Chefin eingreifen. Er brauchte Beweise. Gegen Mitternacht ließ er sich von Hotte und Dieter ablösen. Doch er fuhr nicht nach Hause, sondern schlief im Wagen. Am nächsten Morgen wollte er Hoffer folgen. Mit Dieter und Hotte hatte er auf jeden Fall zwei Verbündete. Mit ihnen würde er die Klinik auf den Kopf stellen. „Auf uns kannst du zählen.“ Versprachen beide, als er ihnen seinen Plan offerierte. „Danke…auch in Andreas Namen…“ sagte er leise. „So und nun schlaf erst mal.“ empfahl Dieter und wies auf die Rückbank. Ben nickte und machte es sich so bequem wie es nur möglich war. Schnell war er eingeschlafen. Acht Stunden später weckte Dieter ihn. Ben fühlte sich ausgeschlafen und sah ihn an. „Und?“ wollte er wissen. „Noch nichts. Frühstück?“ fragte Hotte. Ben nickte und griff dass Brötchen was Hotte ihm hinhielt. Dann kam Hoffer heraus. „Es geht los.“ meinte Ben kauend. Hotte hängte sich an als Hoffer losfuhr.
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so extra für Dani, die gleich aufsteht, während ich gerade zu Bett gehe...
Am nächsten Morgen wurde Semir unsanft geweckt. Wieder kamen der Professor und mehrere Pfleger zu ihm. Die ganze Prozedur von gestern wurde wiederholt. Blutdruck und Fieber messen, EKG und EEG wurden gemacht. Blut wurde abgenommen. Semir ließ alles mit sich machen. „Haben Sie Beschwerden?“ wollte der Professor wissen. „Ich habe keine Heizung in der Zelle, das Essen ist nicht gerade das Beste…“ fing Semir an. Herweg sah ihn an und lachte plötzlich los. „Sehr gut… wirklich gut.“ doch so schnell wie das Lachen kam verschwand es auch wieder. Herweg beugte sich zu Semir runter. „Sie wissen doch was ich meine, also… oder wollen wir die Prozedur von gestern wiederholen? Wollen Sie noch einmal abgeduscht werden? Und noch einmal ins Kühlhaus?“ fragte er drohend. Semir schüttelte den Kopf. „also noch einmal Irgendwelche Beschwerden?“ „Nein…“ lautete die Antwort von Semir. „Die Temperatur zeigt an, dass du Fieber hast. Zwar nicht sehr hoch, aber immerhin. Mal sehen wie lange es dauert. Er bekommt erst mal kein Mittel gespritzt.“ gab Herweg den Befehl. „ Eigentlich müsstest du Kopfschmerzen und Halsschmerzen haben…. also ich wiederhole meine Frage noch einmal. Hast du Beschwerden?“ Semir lächelte leicht. „Ich mag es nicht von Ihnen geduzt zu werden.“ gab er von sich. Bei Herweg schien nun der Geduldsfaden zu reißen. Er holte aus und schlug zu. Semir spürte wie die Lippe aufplatzte und sah Herweg nur an. „Also?“ fragte Herweg erneut. Semir schwieg. „Wir wiederholen die Prozedur!“ befahl Herweg.
Ben saß erneut bei Anna. „Ich wette Hoffer hat mit dem Verschwinden von Semir zu tun. Semir hatte ihn von vornherein unter Verdacht.“ Gab er bekannt. Anna lächelte. „Semir hat manchen Verdacht gegen seine Mitmenschen geäußert und manchmal hat er sich geirrt. Was bestärkt Sie das Hoffer dahinter steckt?“ wollte sie wissen. Ben zog die Schultern hoch. „Ich weiß es nicht….“ gab er zu. „Wir könnten ihn doch beobachten. Ich meine wenn er wirklich Pfleger ist, und wenn er vielleicht tatsächlich dort arbeitet, wo Semir festgehalten wird, dann ist es doch durchaus möglich, dass wir so an Semir herankommen und ihn dort rausholen können.“ versuchte Ben Anna zu überzeugen. „Ben… nur der Verdacht ist doch nicht genug um eine Observation anzustreben. Ich brauche Beweise.“ meinte Anna. „Okay… dann werde ich die Beweise besorgen, indem ich Hoffer observiere.“ erwiderte Ben und stand auf. „Was haben Sie vor?“ fragte Anna. „Ich werde Ihnen die Beweise bringen, die Sie brauchen.“ gab er bekannt. „Keine Alleingänge. Ben… Sie können nichts erzwingen. Ich weiß was Sie Andrea versprochen haben. Aber Sie helfen Semir nicht, wenn Sie suspendiert werden.“ ermahnte Anna ihn. Ben nickte. „Ich passe schon auf.“ versprach er. Anna nickte ergeben.
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Also wirklich.... heute Abend kommt noch was, wenn ich dann noch in der Lage bin


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Danke, Danke.... nur keine Sorge schon im nächsten Teil wird Ben anfangen loszulegen...
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So damit das Wochenende einklingen kann... hier eine kleine Fortsetzung
Der Tag ging zu ende. Ben sollte nach Hause gefahren werden. Er weigerte sich und wurde von Anna verdonnert sich mindestens für drei Stunden ins Bett zu legen. Ben gab sich geschlagen. Er nahm sich die Akte von Adrian Hoffer mit aus dem Büro. Warum wusste er nicht einmal genau. Nur wenig später war er über die Akte eingeschlafen. Hoffer lachte Ben an. „Willst du deinen Freund sehen?“ fragte er höhnisch. „Wo ist er?“ fauchte Ben ihn an. „Ich weiß es… er ist tot.“ lachte Hoffer. „NEIN!!!“ stieß Ben aus. Plötzlich spürte er eine Hand die ihn rüttelte. „Ben! Ben! Wachen Sie auf!“ hörte er Annas Stimme. Er sah sie an. „Was?“ fragte er verwirrt als er feststellte dass er im Bereitschaftsraum lag. „Sie haben scheinbar geträumt. Sie schrieen wo ist er? und Sagen Sie es mir. Was haben Sie geträumt?“ Ben sah sie an. Plötzlich sprang er auf. „Hotte! Dieter! Kommt!“ rief er. Anna hielt ihn fest. „Was zum Teufel ist los?“ Ben sah sie an. „Hoffer… Adrian Hoffer. Semir und ich haben ihn wegen dem Toten vernommen. Ihm gehörte das Auto… er sagte dass er in einer Klinik als Pfleger arbeitet. Ich wette er hat Semir entführt oder aber er steckt mit drin!“ rief Ben und wollte sich los machen. „Ben! Sie verrennen sich in etwas. Überschlagen Sie nichts. Wir haben doch gar keine Beweise.“ versuchte sie ihn zu beruhigen. „Chefin… ich habe von Hoffer geträumt. Er hat mir ins Gesicht gelacht. Er hat…“ gab Ben von sich. Anna lächelte milde. „Es war ein Traum. Nur ein Traum.“ erinnerte sie ihn daran. „Ja schon möglich. Aber in letzter Zeit habe ich ständig Träume und die passieren dann auch. Außerdem… es kann nicht schaden wenn ich ihn befrage oder?“ fragte Ben wütend. Anna ließ ihn los. „Also gut… aber bitte… bleiben Sie sachlich.“ ermahnte sie ihn. Ben verschwand.
Adrian Hoffer legte sich hin. Es war endlich Schluss. Er dachte an Gerkhan, der seit Tagen in der Klinik war und seit gut zwei Stunden in seinem Raum mit Fieber im Bett lag. Es ging also los, dachte er bei sich und schlief ein. Da er am nächsten Tag nachmittags erst Dienst hatte musste er nicht so früh raus. Obwohl er lieber dabei wäre, wenn es mit Gerkhan bergab ging. Er wollte sich daran weiden, wie es dem Mann schlechter ging. Doch der Professor wollte es nicht. Adrian schlief ein. Doch nur wenige Stunden später wurde er durch das Klingeln an der Tür geweckt. Er sah auf die Uhr. Es war 14 Uhr nachmittags. Er musste eh aufstehen. Mit schlurfenden Schritten ging er zur Tür. Er sah durch den Spion und erschrak. Doch dann öffnete er die Tür. „Ja bitte!“ gab er leicht wütend von sich. „Herr Hoffer… ich habe ein paar Fragen an Sie. Darf ich reinkommen?“ fragte der Mann vor der Tür. Adrian Hoffer nickte und gab die Tür frei. „Wo ist denn Ihr Kollegen Gerkhan?“ fragte er freundlich. Der Polizist sah ihn an. „Wissen Sie das nicht Besser?“ fragte er wütend. Adrian lachte. „Warum sollte ich das?“ stellte er die Gegenfrage. „Weil Sie meinen Freund entführt haben und an ihm medizinische Versuche veranstalten!“ stieß Ben seinen Verdacht aus. Adrian lachte laut auf. „Wie bitte?“ „Sie wissen doch genau was ich meine. Also fangen Sie nicht an zu lügen!“ fauchte Ben ihn an. „Sie sollten aufpassen was Sie sagen, Herr Jäger. Solche Verdächtigungen können einem leicht das Genick brechen.“ meinte Adrian gelassen. „Wo arbeiten Sie?“ fragte Ben. „Ich bin Pfleger in einer Privatklinik. Das hab ich doch bereits gesagt“ gab Adrian wütend von sich. „Ja ich weiß, aber wo genau?“ harkte Ben nach. „Das geht Sie einen feuchten Dreck an und wenn Sie keinen handfesten Beweis für Ihren Verdacht haben, dann können Sie mich nicht festnehmen. Verlassen Sie also bitte umgehend meine Wohnung oder ich werde mich über Sie beschweren!“ warnte Adrian ihn. Ben strich die Fahnen.
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Hmm kan mich da Elina nur anschließen. Das Mädchen hat zwei verschiedene Namen oder sind das zwei Mädchen? Ansonsten gefällt es mir schon sehr gut. Mal sehen was so alles passiert...
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Ich kann Ben verstehen. Wer will schon glauben das seine Freunde einen Mord begehen. Das er da gegen die Vorwürfe von Semir austickt ist für mich nachvollziehbar. Wenn es um Freundschaft oder Liebe geht ist man für solche Verdächtigungen blind und vergreift sich dann schon mal im Ton oder auch im Tun. Ich hoffe ehrlich das Semir kein Recht behält und sich alles schnell auflöst. vorallem das Elli bald wieder bei ihrer Mutter ist.
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Nur wenige Minuten nachdem er in dem Raum war, spürte er die Kälte. Er zog sich die nassen Sachen aus um wenigstens das festfrieren zu verhindern. Er zitterte und bewegte sich um sich warm zu bekommen. Doch es brachte nichts. Semir ging zur Tür und schlug dagegen. „HEY!!! Lasst mich raus!!“ schrie er laut. Doch niemand reagierte auf seine Rufe. „HALLO!!!“ versuchte er immer wieder. Nichts geschah. Seine Zähne klapperten schon von selbst. Er nahm das T-Shirt vom Boden auf und sah es sich an. Es war gefroren. Zehn Minuten später öffnete sich die Tür. Semir sah zur Öffnung und verließ den kalten Raum. Er wurde zurück in sein Gefängnis gebracht. Hoffer sah ihn lachend an. „So… ich hoffe doch sehr, dass diese Kur geholfen hat, die Grippe bei dir ausbrechen zu lassen.“ meinte er, als er dem Mann vor sich sah, zitternd und zähneklappernd. Semir setzte sich anschließend auf sein Bett ohne was zu sagen und wickelte sich in die dünne Decke ein, die er zum schlafen benutzte. Es dauerte eine Weile bis er wieder warm war. Einer der Pfleger brachte ihm was zum anziehen. „Dir wird sicher gleich warm werden. Übrigens… der Professor kommt gleich noch mal zu dir, also mach dich fein.“ lachte er dabei. Semir antwortete nichts. Er war müde.
„So… Dieter und Hotte ihr übernimmt die St-Marien-Klinik in Ehrenfeld. Atilla und Siggi fahren zum Werner-Hospitz. Frau Engelhard und ich übernehmen die Klinik am Weidenpark.“ bestimmte Ben und verteilte die Akten. Die Männer machen sich auf den Weg. Er und Anna fuhren zu der Nobelklinik. Doch nur zwei Stunden später waren alle wieder in der Dienststelle. Keiner hatte etwas erfahren. Nicht eine dieser Kliniken hatte mit dem Verschwinden von Semir zu tun. Die Versuche waren zum Teil abgeschlossen und ganz offiziell gemeldet. Die Kliniken die Absagen bekommen hatten, konnten glaubhaft nachweisen, dass sie keine illegalen Versuche machten. Ben saß im Sessel und grübelte. Anna sah genau, dass er fertig war. „Ben… legen Sie sich etwas hin. Sie brauchen den Schlaf. Nicht dass Sie uns noch zusammenbrechen.“ forderte sie ihn auf. Er nickte und ging raus. An der Tür traf er mit Andrea zusammen. „Gibt es was Neues?“ fragte sie besorgt. Ben schüttelte den Kopf. „Leider nein… überhaupt keine Spur.“ sagte er leise. Andrea drehte sich um und ging wortlos weg. Ben sah ihr hinterher und dann zu Anna. Diese nickte und lief hinter Andrea her.
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hier noch ein kleiner Teil zur Guten nacht...
Am frühen Morgen des nächsten Tages wurde Semir aus seinem Gefängnis geholt. Diesmal versuchte er sich loszureißen, doch die Männer bezwangen ihn indem sie ihm seine Arme auf den Rücken drehten und hoch drückten. Sie zwangen ihn auf den Stuhl und wieder ging alles von vorn los. Der Professor kam dazu und beugte sich über ihn. „ich weiß.... ich habe die Fragen schon einmal gestellt, aber es ist durchaus wichtig. Haben Sie Beschwerden?“ fragte er als habe er einen ganz normalen Patienten vor sich. Semir antwortete nicht. Doch schon allein das Schweigen hatte Folgen. Einer der Pfleger stellte sich hinter Semir und setzte einen Elektroschocker an. Der Professor hob die Hand. „noch nicht“ wandte er sich an den Pfleger und sah wieder zu Semir. „Ich frage noch einmal, Herr Gerkhan. Haben Sie irgendwelche Beschwerden?“ fragte der Professor. Semir sah ihn an. „Außer dass Sie mir auf die Nerven gehen? Mich hier gegen meinen Willen festhalten? Ich mich nicht gegen Ihre Machenschaften wehren kann? Nein… keine.“ gab Semir wütend wieder.
Hoffer lachte. „Ich sagte doch… er ist topfit. Den haut nichts einfach um. Nicht mal ein Virus.“ prustete er. Professor Herwig nickte. „Gut… dann werden wir die Abwehr mal schwächen. Er kommt in den Kühlraum.“ befahl er den Pflegern. Diese nickte und banden ihn los. Semir ahnte dass nun etwas Unangenehmes kam. Er wurde aus dem Raum gezogen und in einen Duschraum gebracht. „Ausziehen!“ befahl Hoffer, der nun den Raum betrat. Semir sah ihn an. Etwas an der Stimme ließ ihn ahnen, dass es besser war, wenn er sich dem Befehl beugte, doch nun setzte sein Kampfgeist wieder ein. „Sie können mich mal!“ fauchte Semir. Hoffer nickte „Gut… dann eben so.“ meinte er und nahm einen Schlauch von der Wand. Während dessen wurde Semir in einer Ecke an die Wand gekettet. Er ahnte was passieren sollte. Doch bevor sein Gedanke zu Ende war, spürte er das eiskalte Wasser auf seinen Körper prallen. Schnell war seine Kleidung voll gesogen und triefte. Doch wenn er daran glaubte, dass Hoffer damit genug hatte, so irrte er sich. Hoffer ließ den Strahl härter stellen. Mit voller Kraft schlug das Wasser auf Semirs Körper. Er wollte sich weg drehen, doch dann rutschte er auf dem glatten Boden aus und schlug hin. Aufgrund der Handschellen die ihm an der Wand festhielten konnte er sich nicht abstützen. Nach fünfzehn Minuten ließ Hoffer das Wasser abdrehen. Semir fror erbärmlich und wollte nur ins Warme, doch wieder irrte er sich, als er dachte man würde ihn in seine Zelle zurück bringen. Er wurde in einen fensterlosen Raum gesteckt. Bevor sich die Türen schlossen konnte Semir einen Blick auf das angebrachte Thermostat werfen. Dort wurden 4°C angezeigt.
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Semir hatte zu Ende gegessen und saß einfach mit angezogenen Beinen auf dem Bett. Er dachte nach einem Ausweg nach. Er musste hier raus. Er musste fliehen. Noch spürte er nichts von dem Virus. Er wusste immer noch nicht was genau passieren würde. Die Worte des Professors gingen ihm durch die Gedanken. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen. Eine neue Grippe. Er wusste das Grippe tödlich verlaufen kann, doch bisher hatte er keine Symptome. Er schreckte aus seinen Gedanken heraus, als einige Personen den großen Raum betraten. Der Professor, Hoffer und zwei weitere Pfleger betraten den Raum. Semir sah dass sie einiges Equipment mit sich schleppten. Blutdruckmessgerät, Fieberthermometer, Spritzen, Ohren- und Augenlampen. Das alles konnte er erkennen. Der Professor sah ihn grinsend an. „Nun… wie geht es uns?“ wollte er wissen und winkte den Pflegern zu. Sie gingen zu Semir rein und zerrten ihn raus. Semir wehrte sich nicht. Er wusste ja dass er keine Chance hatte. Sie zwängten ihn in einen Stuhl und banden ihn fest. Semir sah den Professor an. „So dann wollen wir mal die Werte überprüfen. Heute machen wir auch ein EKG und ein EEG. Bleiben Sie einfach ganz ruhig. Wenn nicht, dann stelle ich sie zwangsweise ruhig, klar?“ fragte der Professor drohend.
Ben saß dem Leiter des Gesundheitsamtes gegenüber. „Nun… Herr Jäger. Es ist ja sehr dubios. Sie meinen wirklich, das eine Klinik in unserem Land illegale Medikamententests durchführen?“ fragte Leitners. Ben nickte. „So wie es aussieht ja und mein Kollegen steckt mitten drin. Wir haben außer den beiden Toten nichts Verwertbares.“ erklärte Ben „Gut… ich werde der Polizei natürlich helfen. Die Akten der Anträge die abgelehnt wurden und natürlich auch die, die genehmigt wurden werden gerade raus gesucht. Aber ich denke nicht, dass wenn es wirklich ein offiziell angemeldeter Test ist, dass die verantwortlichen Ärzte die Versuchspersonen kidnappen.“ meinte Leitners. „Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Aber es ist durchaus möglich damit die Klinik zu finden wo er sich befindet. Es ist der dritte Tag. Sagen Sie… wenn jemand mit der Grippe infiziert wird, wie lange dauert es, bis sie ausbricht und wie bemerkt man sie?“ wollte Ben wissen. Leitners lachte leise. „Haben Sie noch nie eine Erkältung gehabt?“ wollte er wissen. „Doch natürlich. Aber eine Grippe ist doch sicher schlimmer oder?“ Leitners nickte. „Ja… sie ist wesendlich heftiger. Die Symptome sind die Gleichen. Fieber, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Allgemeines Unwohlsein. Wenn man dann nicht reagiert, dann ist es sehr gut möglich dass die Grippe tödlich ausgeht. Man sollte sofort mit Antibiotika behandeln.“ erklärte er. Ben wurde es immer mulmiger. Er bedankte sich für die Auskunft. Die Sekretärin brachte die Akten hinein. Leitners gab sie an Ben weiter und wünschte viel Glück bei der Suche.
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so hier ein etwas verspätetes Frühstück...
Semir sah wie jemand in den Raum kam. Er stand auf und ging zur Glaswand. „Essenzeit!“ sagte der Pfleger der Semir den Rücken zugedreht hatte. Dann drehte er sich langsam um „Hoffer!“ stieß Semir aus. „Ja… der gute alte Adrian Hoffer. Wissen Sie, Gerkhan… ich hab mich eigentlich nie wirklich was daraus gemacht, wenn Professor Herwig den Probanten hier etwas injizierte, war es mir so ziemlich egal. Aber bei Ihnen, da freu ich mich bereits drauf. Hat er Ihnen Aids oder Grippeviren gespritzt?“ höhnte Hoffer. Semir sah ihn an. „Hören Sie… ich denke Sie sind eigentlich vernünftig genug, um zu erkennen dass dieser ganze Laden hier illegal ist. Ich kann für Sie ein gutes Wort einlegen. Helfen Sie mir…“ bat Semir. Hoffer lachte nur und kam zu ihm rein. „Ich warne Sie schon mal vor. Das Essen wird aufgegessen. Versuch erst gar nicht gegen mich zu kämpfen. Du wirst den kürzeren ziehen.“ lachte Hoffer und stellte Semir den Teller hin. Bisher war er passiv und sah ihn einfach an. Er wollte ihn in Sicherheit wiegen. Hoffer verließ den Raum wieder und schloss die Tür ab. Semir setzte sich an den kleinen Tisch und fing an zu essen. Er musste versuchen hier raus zu kommen. Bevor das Virus in ihm aktiv wurde und ihn …. Semir hörte auf zu denken. Es brachte eh nichts wenn er sich den Kopf darüber zerbrach, was passierte wenn das Virus aktiv wurde.
„Nun Herr Jäger. Ich kann den Ausführungen meines Kollegen aus der Pathologie zur zustimmen. Die Tätowierung sagt aus, der wievielte Proband es ist und an welcher Studie er teilnimmt. Aber wo? Hier in Nordrheinwestfalen gibt es verschiedene Privatkliniken die solche Versuchsreihen durchziehen, allerdings nur mit freiwilligen Probanten. Meine Sekretärin kann Ihnen gern die Adressen heraussuchen. Allerdings sollte es tatsächlich eine solche Versuchsreihe geben, die von den Behörden genehmigt wurde, dann wüsste ich es.“ erklärte der Leiter der Uniklinik in Bonn als Ben sein Anliegen erklärt hatte.. Ben sah ihn an. „Diese Versuche müssen angemeldet sein?“ fragte er nach. Der Leiter nickte. „Ja sicher… schon allein um Epidemien zu vermeiden bzw. darauf vorbereitet zu sein.“ gab der Leiter bekannt. Ben nickte. „Das heißt die Behörden geben ihr okay. Das wird schriftlich festgehalten. Was ist wenn die Behörden es ablehnen? Die werden doch auch schriftlich festgehalten oder?“ fragte Ben hoffnungsvoll. Der Leiter lachte leise. „Natürlich. Jede Klinik die sich mit der Forschung beschäftigen dürfen einmal im Quartal eine Forschungsreihe anmelden. Die Behörden prüfen alles und… aber das kann Ihnen das Gesundheitsamt besser beantworten. Dort werden die Anträge nämlich bearbeitet.“ lächelte der Mann ihn an. Ben stand auf. „Danke… Sie haben mir sehr geholfen.“ sagte er und schüttelte dem Mann die Hand. Der Leiter sah ihn an. „Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie diese Typen dingfest machen. Es ist nicht gut, wenn solche Tests gemacht werden.“ Ben nickte nur. Er wollte möglichst schnell zum Gesundheitsamt um zu erfahren welche Klinik ihre Versuche angemeldet hat, obwohl er nicht daran glaubte, dass die Bande in dessen Hände sich Semir befand die Versuche angemeldet hatte.
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Na so schlimm ist das nicht. ABer vielelicht ein kleiner Tipp für die nächsten Storys... Schreibe sie erst in Word fertig und dann gerätst du nicht unter Druck. So kannst du während du eine einstellst eine weitere schreiben. So mache ich das immer und habe einen sehr großen Vorrat an Storys geschaffen...
So und nun zur Story. Sie ist sehr spannend. Irgendwie fühle ich mit der Mutter. Die Angst um das Kind... sie ist zum greifen... freu mich jedese Mal wenn ich den neuen Teil lesen kann.
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So extra für Clana...
Semir lag am Boden. Seine Hand brannte. Er sah sich die Wunde in der Hand an. Sie war mit Blasen übersät. Semir sah die Buchstaben und Zahlen. Langsam stand er auf. Sein Blick wanderte durch seine Zelle und blieb an der Glasfront hängen. Vor der Wand stand sein Peiniger. „Sie werden damit nicht durchkommen…Meine Kollegen werden Ihnen das Handwerk legen.“ drohte er ihm an. Der Professor lachte nur. „Dazu müsste man mich erst einmal finden. Herr Gerkhan… Sie sollten sich in den nächsten Tagen sehr Kooperativ zeigen. Ich kann auch anders und ich werde alle Mittel einsetzten, dass Sie genau das tun, was ich will.“ hörte er den Arzt sagen. „Sie werden mich nie dazu bekommen, dass ich mich Ihnen unterwerfe. Ich werde, solange ich in der Lage bin mich zu wehren, alles versuchen!“ schrie Semir laut. Doch der Professor lachte nur. „Wir werden sehen, wer den längeren Atem hat.“ meinte er und verließ den großen Raum. Semir blieb allein. In dem Raum waren mehrere Glasräume. Auf einigen Betten lagen die Patienten, vermutlich ebenfalls Versuchspersonen. „Hey!“ rief er, doch keiner der dort anwesenden Personen sahen zu ihm. Er setzte sich auf das Bett was in seinem gläsernen Gefängnis stand. Ihm blieb nichts anderes Übrig als zu warten.
Ben saß Anna gegenüber und erzählte was er von Wegener erfahren hatte. „Wir haben keine Spur? Ben, fahren Sei sämtliche Kliniken ab. Fragen Sie in der Uniklinik nach, ob die wissen wo solche Versuche heimlich gemacht werden können. Im Tropeninstitut in Bonn kann man Ihnen sicher auch Hinweise geben. Wenn Wegener Recht hat, und die verschwundenen Personen mit Aids oder Grippe infiziert werden um ein neues Medikament zu testen, dann… Gott… wir können nur hoffen, das diese Teufel bei Semir kein Aids….“ Anna stockte. „ich will gar nicht daran denken. Ben… wir müssen ihn finden… wir müssen einfach.“ Sie schloss die Augen. Ben sah sie an. „Ich werde die Kliniken abfahren und halte Sie auf dem Laufenden.“ Ben stand auf und verließ das Büro von Anna. Diese sah ihn hinterher. Sie hatte große Angst um ihren Beamten und auch bereits zum Freund gewordenen Kollegen. Ben verschwand und fuhr nach Köln.
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Gibts auch eine Gute Nacht Story?

Nun ich denke es lässt sich einrichten. Wann gehst du denn ins Bett

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So hier kommt euer langersehntes Abendessen
Nach dem Essen wurde Semir samt Bett in den Fahrstuhl geschoben. Er bekam Angst. Was sollte nun passieren, fragte er sich. Er konnte sich nicht wehren, denn nach wie vor war er am Bett gebunden. Die Fahrt endete und das Bett wurde einen langen Flur entlang geschoben. Er spürte die Angst immer mehr. Was sollte er tun? Die Fahrt endete in einem hellen weißen Raum. Hier standen mehrere Glaskäfige die eher an einem Besucherraum im Zoo ähnelte, wo die Affen gehalten wurde. Semir ahnte was nun kam. Er würde vermutlich einer dieser Räume beziehen. Professor Herwig beugte sich über ihn. „… sind Sie nun etwas ruhiger?“ fragte er. Semir antwortete nicht. „Nun gut… gesprächiger sind Sie nicht. Aber das ist nicht wichtig. Ich werde Sie für die Versuchsreihe fertig machen. Sie werden mein 19. Versuchstier für den neuen Grippevirus sein. Der Letzte hat es leider nicht geschafft, weil er herzkrank war. Aber Sie sind ja völlig gesund. Haben Sie eine Allergie gegen irgendwelche Medikamente?“ fragte er Arzt. Semir gab keine Antwort. Der Professor griff an sein Kinn und zwang ihn so, das Semir ihn ansah. „Ich warne Sie… ich kann auch anders!“ drohte der Mann. Semirs Atem ging heftiger. Er dachte fieberhaft nach, wie er hier wegkam. „Nun? Haben Sie eine Allergie gegen irgendwelche Medikamente?“ wiederholte der Professor. Er hantierte mit Spritzen. „Nein….“ kam leise von Semir. „Sehr gut. Sonst Allergien? Beschwerden?“ ging die Befragung weiter. Semir schüttelte den Kopf. „Ich werde Sie nun eingehend untersuchen…. Sie tun gut daran sich nicht zu wehren. Haben wir uns verstanden?“ Der Professor sah ihn warnend an. Semir nickte nur.
Herwig sah auf seinen Patienten Widerwillen. „So und damit die Kollegen der Nachtschicht wissen in welcher Versuchsreihe Sie sind, bekommen Sie von mir eine Markierung. Es tut etwas weh, aber das vergeht schnell.“ lächelte er seinen Patienten an. Er winkte einen der Pfleger auf seine Seite der die rechte Hand von Semir festhielt. Der zweite presste den Kopf ins Kissen. Professor Herwig nahm den kleinen Stempel der eben noch in der Flamme des Bunsenbrenners hing und presste diesen in die offene Hand des Patienten. Dieser bäumte sich auf. Ein Schrei ging durch den Raum. „Nur keine Angst… ist gleich vorbei“ sprach der Professor beruhigend auf den Mann vor ihm ein. Er sah die Tränen in den Augen. Die Schmerzen der Brandwunde waren stark, doch es war ihm egal. „So und nun kommt der Virus. Es wird ungefähr vier oder fünf Tage dauern bis der Virus ausbricht. Dann werden wir das Gegenmittel spritzen und sehen was passiert. Die Zeit über werden Sie hier in einem der Glaskästen sein. Dort haben wir Sie unter Kontrolle und können eingreifen sobald es erforderlich ist.“ erklärte der Mann weiter, setzte dem Patienten eine Spritze und winkte den Pflegern zu. Sie banden Semir los und brachten ihn in einen der Glasräume. Semir wehrte sich, trat um sich und versuchte sich loszureißen. Doch die Männer hielten ihn eisern fest. Er wurde brutal in den Raum gestoßen und ging zu Boden. Die Tür wurde verschlossen.
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Danke für die tollen Feeds. Da macht das Schreiben richtig spaß.
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Ben schreckte hoch. Er hatte nur kurz die Augen geschlossen, als das Telefon klingelte. „Wegener hier. Ich hab was gefunden. Am Besten kommst du direkt her und bringst Semir mit.“ hörte er den Gerichtsmediziner. „Bin schon unterwegs.“ gab Ben durch der plötzlich hellwach war. Wenn der Gerichtsmediziner ihn mitten in der Nacht anrief, dann musste es sehr wichtig sein. Nur eine halbe Stunde später stand er bei Wegener in der Pathologie. „Was hast du?“ fragte er. Wegener sah ihn an. „Wo ist denn Semir?“ wollte er wissen. Ben räusperte sich. „Er ist seit zwei Tagen verschwunden. Semir wurde vor seinem Haus und vor den Augen seiner Frau in ein Auto gezerrt und seit dem fehlt jede Spur.“ erklärte Ben ihm. Wegener nickte. „Was hast du?“ wiederholte Ben seine Frage. „Ach so… also ich habe den Türken und den Inder noch einmal eingehend untersucht. Beide haben Medikamente in sich, die ich nicht kenne und auch nicht zuordnen kann. Aber beide haben verschiedene Rückstände. Eines konnte ich isolieren. Es ist ein Mittel das hier in Deutschland nie zugelassen wurde. Angeblich soll es Aids heilen. Absoluter Blödsinn. Und in der Zusammensetzung tödlich. Also wenn man es makaber sieht… Hilft es gegen Aids. Und gegen das Leben. Der zweite, also der Inder hatte Medikamentenrückstände in sich, die auf ein Grippemittel schließen lassen. Er ist nämlich mit einer Grippe infiziert worden, die eigentlich noch gar nicht im Anmarsch ist. Weder in Indien noch in Deutschland.“ erklärte Wegener langatmig.
Ben nickte zwischendurch. „Was soll das jetzt genau heißen?“ wollte er wissen. Wegener zog die Schultern hoch. „Wenn ein Grippemittel getestet wird, also an freiwilligen Probanten, dann muss zunächst der Virus injiziert werden. Das scheint hier der Fall. Allerdings ist eine Influenza nicht unbedingt tödlich. Es sei denn du bist eh gesundheitlich geschwächt, so wie er es ja war. Der Tod ist also eingetreten, weil sein Abwehrsystem aufgrund des kranken Herzens versagt hat. Ob das Mittel was ihm gegeben wurde, den Virus bekämpft weiß natürlich niemand. Dazu müsste man eine beziehungsweise mehrere Person infizieren. Anschließend wird der Impfstoff verabreicht und die Person beobachtet. Das kann manchmal Tage dauern. Wenn du mit der Influenza infiziert wurdest, braucht es bis zu vier Tage bis der Virus ausbricht. Fieber, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen gehören dazu. Dann werden zunächst die eigenen Abwehrkräfte aktiviert. Aber deshalb hab ich dich nicht gerufen. Du weißt ja auch dass es nicht ganz rechtlich ist, wenn man Menschen zu Versuchstieren macht, wenn die es nicht freiwillig wollen. Aber ich habe bei beiden etwas gefunden, dass eindeutig darauf schließen lässt, dass die beiden Männer hier in einem Versuchslabor festgehalten und dort vermutlich auch zu Tode gekommen sind. Hier! Eine kleine kaum sichtbare Tätowierung.“ Wegener zeigte auf eine Stelle an der Handinnenfläche des toten Inders. Ben beugte sich hinunter und sah sie sich an. „Was genau steht da?“ wollte er wissen .Wegener hielt ein Gerät auf die Tätowierung und an der Wand erschien ein Bild. Ben sah es sich an. „W1G18P“ las er vor. „Toll… und was heißt das jetzt?“ stöhnte er. Wegener lachte. „Nun eigentlich ganz einfach. „W“ steht für die Region also West, 1G für 1. Versuch Grippe, 18 P so vermute ich jetzt für die 18. Personen. Bei dem Türken steht „W1A22P“. A dort dann für Aids.“ erklärte Wegener sachlich. „soll das heißen in dieser Tätowierung steht was für Versuche gemacht werden sollen?“ fragte Ben nach. Wegener nickte. „Ja aber es ist keine normale Tätowierung. Diese Markierung ist eingebrannt worden. Sie verschwindet nach mehreren Monaten von Selbst…“
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Danke für diese schöne sehr gefühlvolle Story. Ich hab fast mit Ben am Grab geweint. Würde mich freuen, bald wieder was von dir zu lesen.
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ABendessen!!!
Ben saß bei Anna im Büro und erzählte was er von Hartmut erfahren hat. „Nun ja… die Erde bringt uns nicht wirklich weiter. Was ist mit der Analyse dieses Medikamentes was in den Körper der Toten gefunden wurde?“ fragte sie nach. Ben zog die Schultern hoch. „Die Ärzte sind dabei. Es scheint nicht einfach zu sein. Wegener meinte es wären Substanzen darin die noch gar nicht auf dem deutschen Markt zugelassen sind.“ gab Ben leise von sich. Er nahm die Hände hoch und fuhr sich durch das Gesicht. „Verdammt… wo kann er nur sein…? Was machen die mit ihm?“ fragte er verzweifelt. Anna schloss die Augen. „Ich weiß es nicht. Aber Sie werden nur den Fall mit Semir aufklären. Alles andere werde ich von Ihnen fernhalten. Finden Sie ihn und holen Sie ihn da raus.“ bat sie ihn. Ben nickte. „Wenn Sie mir dann noch sagen, wo ich suchen soll. wäre mir sehr geholfen.“ versuchte Ben zu scherzen, doch es ging voll daneben.
Der Tag ging zu Ende. Semir erwachte langsam und sah sich um. Die Erinnerung trat ein. Er zerrte an den Fesseln. „HEY!!“ schrie er laut. Doch es schien ihn niemand zu hören. „HILFE!!“ ging es weiter. Die Tür wurde aufgestoßen. Eine Krankenschwester kam hinein. „Sie sind ja schon wieder wach…“ tadelte sie ihn und kam ans Bett. „Haben Sie Hunger und Durst?“ fragte sie. „Helfen Sie mir…machen Sie mich los… bitte….“ sagte Semir. Die Schwester lächelte. „Nein… das ist verboten. Der Professor sagte mir, dass Sie sehr gereizt sind.“ erklärte sie. „Ich bin nicht gereizt. Ich wurde entführt und werde hier gegen meinen Willen festgehalten. Sie machen sich strafbar, wenn Sie diesem Arzt helfen.“ versuchte Semir ihr seine Lage zu erklären. Doch die Schwester lächelte nur. „Der Professor sagte mit auch, dass Sie in der Lage sind, Lügenmärchen zu erzählen nur um losgemacht zu werden. Er hat mich davor gewarnt, dass Sie mit Strafen drohen und mit anderen rechtlichen Dingen kommen. Das Sie ihm Verbrechen vorwerfen. Herr Gerkhan… wissen Sie vor einigen Tagen hatten wir einen ähnlichen Fall hier. Den Mann konnten wir später als geheilt entlassen. Sie werden nun von mir gefüttert und anschließend werden Sie vom Professor untersucht. Sie tun sich selbst ein Gefallen, wenn Sie sich fügen.“ Sanft klangen die Worte von der Schwester und egal was Semir ihr erzählte, sie wusste schon was er sagen wollte denn der Professor hatte ihr scheinbar eine erfundene Krankengeschichte erzählt.