Während Lucas sich mit Rosi unterhielt taten Ben und Semir dies mit Tanja. Ben erklärte was Lydia nun veranstaltete und Tanja lachte bitter auf. „Meine Tochter ist wie ihr Vater. Abgrundtief schlecht. Sie sieht nicht, dass ihr Vater ein Verbrecher ist. Sie sieht nicht, dass sie genauso auf die schiefe Bahn gerät. Herr Jäger, ich weiß dass Sie ihr nichts getan haben. Es ist der verletzte Stolz. Vermutlich haben Sie Lydia zurück gewiesen und sie fühlt sich deshalb verletzt. Ich hätte nie gedacht, dass sie soweit gehen würde. Ich glaub ich habe als Mutter versagt...“ erklärte Tanja leise. „Ich mache Ihnen keinen Vorwurf. Es stimmt ich hab Lydia zurück gewiesen. In der Schutzwohnung bot sie sich mir an. Aber sie ist nun wirklich zu jung.“ bemerkte Ben. Tanja nickte. „Ich kenne Sie zwar nicht so gut, aber ich kenne meine Tochter. Sie wird vermutlich ihre Anzeige nicht zurück ziehen.“ meinte sie nur und man hörte die Enttäuschung über das Verhalten der Tochter deutlich heraus. Ben nickte. „Ja nur ist das genau das Problem. Sie behauptet eben ich hätte sie in der Wohnung belästigt. Ich kann das Gegenteil nicht beweisen. Ich bin suspendiert solange bis ich das Gegenteil beweise. Was allerdings nicht einfach ist, da es keine Zeugen gibt.“ erklärte er. Tanja nickte. „Ich helfe Ihnen. Ich war zwar nicht dabei, aber ich kenne meine Tochter und ich weiß das sie lügt.“ sagte sie mit fester Stimme. Mittlerweile war auch Lucas mit Rosi fertig und Semir forderte Tanja auf mitzukommen. Tanja war sichtlich erleichtert und verabschiedete Rosi. Dann fuhr sie mit den Polizisten zur PAST. Lucas ließ sich vor seiner Dienststelle absetzen.
Am nächsten Morgen trafen sich Semir und Ben mit Tanja. „Ich weiß wie wir beweisen können, dass Sie meine Tochter nicht angefasst haben. Es ist zwar riskant, aber ich gehe das Risiko ein, wenn Sie mir dafür versprechen, Stefano und meinen Exmann hinter Gitter zu bringen.“ sagte sie leise. „Nun ich sehe da kein Problem. Gegen Ihren Mann haben wir mit Ihrer Aussage genug in der Hand. Wir haben bisher nur nicht stürmen können, weil Sie verschwunden waren und wir davon ausgehen mussten, nichts mehr in der Hand zu haben. Aber nun ist es kein Problem. Wir müssten allerdings Ihre Tochter dort raus haben.“ gab Ben zu bedenken. Tanja nickte. „Ich denke es wäre das Beste, wenn meine Tochter dort ist. Sie sollte es ruhig mitbekommen, wie ihr Vater wirklich ist. Wenn ich sie anrufen täte und sie bitte sich mit mir zu treffen, dann würde sie eh nicht kommen. Also bleibt nur der harte Weg.“ Meinte sie entschlossen. „Nun ja... es ist gefährlich. Wenn sich die Männer von Ihrem Ex verteidigen und Schusswaffen einsetzten, müssen wir das Feuer erwidern.“ ließ Semir verlauten. Tanja schloss die Augen. „Ich weiß, aber es geht nicht anders. Versuchen Sie Lydia nicht zu verletzen.“ bat Tanja und eine Träne rollte an der Wange herunter.