Beiträge von Elvira

    Während Lucas sich mit Rosi unterhielt taten Ben und Semir dies mit Tanja. Ben erklärte was Lydia nun veranstaltete und Tanja lachte bitter auf. „Meine Tochter ist wie ihr Vater. Abgrundtief schlecht. Sie sieht nicht, dass ihr Vater ein Verbrecher ist. Sie sieht nicht, dass sie genauso auf die schiefe Bahn gerät. Herr Jäger, ich weiß dass Sie ihr nichts getan haben. Es ist der verletzte Stolz. Vermutlich haben Sie Lydia zurück gewiesen und sie fühlt sich deshalb verletzt. Ich hätte nie gedacht, dass sie soweit gehen würde. Ich glaub ich habe als Mutter versagt...“ erklärte Tanja leise. „Ich mache Ihnen keinen Vorwurf. Es stimmt ich hab Lydia zurück gewiesen. In der Schutzwohnung bot sie sich mir an. Aber sie ist nun wirklich zu jung.“ bemerkte Ben. Tanja nickte. „Ich kenne Sie zwar nicht so gut, aber ich kenne meine Tochter. Sie wird vermutlich ihre Anzeige nicht zurück ziehen.“ meinte sie nur und man hörte die Enttäuschung über das Verhalten der Tochter deutlich heraus. Ben nickte. „Ja nur ist das genau das Problem. Sie behauptet eben ich hätte sie in der Wohnung belästigt. Ich kann das Gegenteil nicht beweisen. Ich bin suspendiert solange bis ich das Gegenteil beweise. Was allerdings nicht einfach ist, da es keine Zeugen gibt.“ erklärte er. Tanja nickte. „Ich helfe Ihnen. Ich war zwar nicht dabei, aber ich kenne meine Tochter und ich weiß das sie lügt.“ sagte sie mit fester Stimme. Mittlerweile war auch Lucas mit Rosi fertig und Semir forderte Tanja auf mitzukommen. Tanja war sichtlich erleichtert und verabschiedete Rosi. Dann fuhr sie mit den Polizisten zur PAST. Lucas ließ sich vor seiner Dienststelle absetzen.

    Am nächsten Morgen trafen sich Semir und Ben mit Tanja. „Ich weiß wie wir beweisen können, dass Sie meine Tochter nicht angefasst haben. Es ist zwar riskant, aber ich gehe das Risiko ein, wenn Sie mir dafür versprechen, Stefano und meinen Exmann hinter Gitter zu bringen.“ sagte sie leise. „Nun ich sehe da kein Problem. Gegen Ihren Mann haben wir mit Ihrer Aussage genug in der Hand. Wir haben bisher nur nicht stürmen können, weil Sie verschwunden waren und wir davon ausgehen mussten, nichts mehr in der Hand zu haben. Aber nun ist es kein Problem. Wir müssten allerdings Ihre Tochter dort raus haben.“ gab Ben zu bedenken. Tanja nickte. „Ich denke es wäre das Beste, wenn meine Tochter dort ist. Sie sollte es ruhig mitbekommen, wie ihr Vater wirklich ist. Wenn ich sie anrufen täte und sie bitte sich mit mir zu treffen, dann würde sie eh nicht kommen. Also bleibt nur der harte Weg.“ Meinte sie entschlossen. „Nun ja... es ist gefährlich. Wenn sich die Männer von Ihrem Ex verteidigen und Schusswaffen einsetzten, müssen wir das Feuer erwidern.“ ließ Semir verlauten. Tanja schloss die Augen. „Ich weiß, aber es geht nicht anders. Versuchen Sie Lydia nicht zu verletzen.“ bat Tanja und eine Träne rollte an der Wange herunter.

    Tanja saß bei Rosi im Wagen. „Hey… Stefano! Du bleibst aus meinem Wagen raus! Ist das Klar!“ hörte sie Rosi brüllen. Ängstlich zog sie die Beine an und versuchte sich klein zu machen. „Wo ist die Schlampe? Sie hat Geld zu verdienen und nicht auf der faulen Haut zu liegen! Du solltest auf sie aufpassen!!“ brüllte Stefano. Tanja weinte lautlos. „Hey.. sie ist da mit einem Freier drin. Stör doch nicht… ich hab alles im Griff. Wenn du sie nicht so geschlagen hättest, dann …ach vergiss es. Du bist einfach eine Null, was das angeht.“ hörte sie Rosi schreien. Nur Rosi konnte so mit Stefano reden. Niemand von den anderen Nutten würde sich das erlauben. Aber vor Rosi hatte selbst Stefano Respekt. „Ist ja gut. Aber wenn die heute nicht ihr Pensum einhält, dann kann man sie aus dem Rhein fischen!“ gab er wütend zurück. Nur wenig später wurde die Tür geöffnet und Rosi kam herein. Tanja zitterte am ganzen Körper. „Nur keine Angst. Er wird dir nichts tun. In einer halben Stunde kommt Lucas Springer von der Sitte her und nimmt dich mit.“ beruhigte sie Tanja. Tanja nickte und ließ den Tränen freien Lauf. Rosi nahm sie in den Arm. „Wie viel solltest du denn heute einnehmen?“ wollte sie wissen. Tanja hob die Schultern. „Er verlangt mindestens 800 Euro.“ kam leise von ihr. Rosi lachte auf. „800 €? Das ist ja mehr, als ich eintreibe... der hat sie doch nicht mehr alle...“ meinte sie nur.

    Lucas, Semir und Ben kamen auf dem Platz an und stiegen aus. Zielstrebig ging Lucas direkt auf einen der Wohnwagen zu und klopfte an. Dann sah er Semir an. „Mal sehen, was wir uns da angeln können.“ lachte er leise und betrat gemeinsam mit dem beiden Autobahnkommissaren den Wohnwagen. Ben stieß einen leisen Fluch aus, als er Tanja sah und auch Semir schien die Wut zu packen. „Hey... Lucas... wann buchtest du diesen Stefano endlich ein. Sieh dir nur mal an, was er mit Tanja gemacht hat.“ beklagte sich Rosi. Lucas sah sie an. „Nun wenn du mir einen Zeugen nennen kannst, oder vielleicht selbst gegen ihn aussagst, dann denke ich sind ein paar Jährchen drin.“ gab Lucas zurück. Rosi sah zu Tanja. „Sicher... einen Zeugen hab ich. Ich wäre auch bereit auszusagen, wenn du mir garantieren kannst, dass sich Stefano nicht rächen kann.“ meinte Rosi nur. Lucas lachte. „Darüber kann man reden. Okay... was genau ist denn vorgefallen?“ fragte er obwohl er es sich denken konnte.

    „Du warst auch schon mal freundlicher.“ meinte Semir als er dem Befehl Platz zu nehmen nachkam. Lucas sah ihn an. „Semir!! Was machst du denn hier? kannst du Gedanken lesen?“ fragte er erstaunt und begrüßte ihn nun herzlicher. „Nein… ich brauche deine Hilfe. Das ist übrigens mein Kollege und Partner Ben Jäger.“ stellte Semir Ben vor. Lucas reichte ihm die Hand. „Was kann ich für euch tun?“ wollte Lucas wissen. „Nun ja…es geht um eine Prostituierte die zu Wackernagel, ich denke mal, der Name sagt dir was, gehört. Sie war im Zeugenschutz-programm was vom LKA geführt wurde. Wir mussten einspringen als Personenschützer, was sich als schwieriger herausstellte, weil dessen Tochter Lydia dabei war, die nur zu ihrem Vater wollte. Nun ja… um es abzukürzen. Die Beiden wurden von Wackernagel entführt, weil Lydia ihrem Vater stecken konnte wo wir sind. Sie ist bei ihrem Vater und ihre Mutter ist verschwunden.“ erzählte Semir. Lucas nickte. „Und nun wollt ihr diese Tanja zurück bringen, damit euer Ruf wieder hergestellt ist?“ fragte er. „Nein… sieh mal diese Tochter von Wackernagel, hat sich wohl in Ben verliebt. Er hat sie natürlich zurück gewiesen, sie ist ja gerade erst Sechzehn und ziemlich verzogen. Nun ja… sie hat ihm einen Liebesbrief geschickt und vermutlich terrorisiert sie ihn jetzt mit nächtlichen Anrufen. Das ist nicht schlimm. Sie hat ihn während wir auf sie und ihrer Mutter aufgepasst haben, an ihn rangemacht. Ist selbstverständlich abgewiesen worden. Aber sie behauptet nun, dass er sie sexuell belästigt hat. Du weißt ja wie das ausgehen kann. Sie …“ erklärte Semir weiter. Lucas nickte. „Nun, scheinbar ist diese Tanja einiges Wert. Ihr seid sicher eben mit einer ziemlich leicht bekleidet begegnet oder?“ fragte Lucas. Semir und Ben nickten „Ja sicher… deine Sekretärin?“ grinste Semir.

    Lucas lachte auf. „Nein… eine Informantin im Rotlicht-Milleau. Sie bat mich um Hilfe um eure Tanja zu helfen. Sie ist nämlich bei ihr und von einem Zuhälter, einen gewissen Stefano Stronco zusammen geschlagen worden. Laut Rosi, so die Kleine von eben, so heftig, dass sie nicht einmal Kundschaft anmachen kann. Nun ja… Rosi erzählte mir dass Tanja weg will. Aber nicht zum LKA, weil dort ihr Mann dieser Lorenz Wackernagel einen geschmiert hat, dessen Namen sie allerdings nicht kennt.“ Erklärte Lucas weiter. Semir und Ben standen auf. „Na dann nichts wie hin!“ meinte Ben. Lucas lachte leise. „Noch nicht sehr lange dabei, was? Wir müssen schon noch etwas warten. Rosi meint gegen elf könnten wir bei ihr vorbei schauen. Dann wäre auch dieser Stefano da und den habe ich schon sehr lange auf dem Kicker. Bisher allerdings bin ich nie an ihn ran gekommen.“ Gab er weiter. Semir nickte. „Also gut… wir fahren um elf hin und werden uns Tanja holen. Dann kann sie Bens Unschuld bezeugen, gegen Wackernagel und diesem Stefano aussagen und dafür sorgen das die Typen in den Knast wandern.“ nickte Semir.

    Semir sah Anna an. „Chefin… es ist die einzige Möglichkeit Ben zu entlasten.“ beschwor er. Anna schüttelte den Kopf. „Semir… es ist mir schon klar, dass Sie alles daran setzen. Aber glauben Sie wirklich, dass Wackernagel Lydia einfach und ohne Begleitung aus dem Haus gehen lässt? Was wenn er seinen Leibwächter diesen … Walther mit gehen lässt? Was wenn…Lydia von dem Anwalt beobachtet wird und es nicht so dreht, das Ben sie erneut belästigt hat, vermutlich sogar vergewaltigen wollte? Wir müssen einen anderen Weg gehen.“ Redete sie auf ihn ein. Ben nickte. „Sie hat Recht. Nur wie sollen wir dann…ich weiß was… wir müssen ihre Mutter finden. Tanja weiß genau, dass Lydia lügt und…“ sagte er hektisch als greife er nach einem Strohhalm. Semir nickte. „Ja sicher… nur wo sollen wir sie suchen. Wackernagel hält sie entweder gefangen oder aber hat sie verkauft…“ gab er zu bedenken. „Nun sie ist Prostituierte. Sie haben doch Kontakt zur Sitte. Lassen Sie sich dort von Lucas helfen.“ meinte sie und lächelte leicht. Semir nickte. „Ja sicher… Lucas kann uns helfen. Der hilft sicher. Komm Ben…“ Semir stand auf und zog Ben mit raus. „Wohin gehen wir denn jetzt?“ wollte er wissen. „Wir besuchen Lucas Springer. Er ist bei der Sitte und genau der richtige Ansprechpartner wenn wir eine Nutte suchen.“ lachte Semir und zog Ben mit zum Auto.

    Lucas sah Rosi an, die in seinem Büro saß. „Rosi… du weißt doch dass ich es nicht mag, wenn du hier her kommst. Warum rufst du mich nicht an?“ fragte er die Prostituierte, die ziemlich leicht bekleidet vor ihm saß. „Na hör mal… seit wann bist du denn so vornehm? Es geht um Tanja Wackernagel. Die Schnalle von diesem Lorenz. Ich weiß dass deine Kollegen sie suchen. Sie ist bei mir und hat ziemlich große Angst. Stefano hat sie von Lorenz gekauft und sie ziemlich mies behandelt. Sie ist derart entstellt, dass sie keinen Freier anbaggern kann. Nicht gerade geschäftsfördernd.“ meine Rosi nur und nahm eine Zigarette aus der Schachtel. „Hier wird nicht geraucht, Schätzchen.“ gab Lucas von sich und dachte nach. „Also gut… ich werde die Leute vom LKA anrufen.“ meinte er nur. Rosi lachte leise auf. „Hast du keine andere Platte. Hey… Lorenz hat Leute beim LKA geschmiert. Das hat mir Tanja schon gesagt. Sie hat was von zwei Leuten gesagt, die sie beschützt haben. Sie kennt aber nur die Vornahmen Semir und Ben… wenn ich mich nicht irre.“ kam von Rosi. Lucas sah sie an. „Semir? Also gut. Wo kann ich Tanja sehen? An deinem Wohnwagen?“ fragte er. Rosi nickte. „Ja und ich muss auch. Komm doch heute Abend einfach mal vorbei. Und vergiss nicht, eine Hand wäscht die Andere. Wenn du Stefano dafür aus dem Verkehr ziehen kannst wären einige von uns dir sehr dankbar.“ hängte sie an. Lucas nickte. „Mal sehen, wenn die Beweise ausreichen und diese Tanja ihn wegen Körperverletzung anzeigt ist da sicher was drin.“ gab er zu. Rosi reichte ihm die Hand und lachte. „Du bist echt okay… hast was gut bei mir.“ meinte sie nur und verschwand. Lucas sah ihr nach. Dann wandte er sich zum Schreibtisch und suchte eine Nummer. Irgendwo hatte er sie doch hingeschrieben… wie war die denn noch mal? Während er suchte klopfte es erneut an der Tür. „Ja doch! Sie ist offen!“ rief er laut ohne aufzusehen wies er die Person an Platz zu nehmen.

    Semir und Ben sahen sich den Zettel an. „Hallo Ben… auch wenn du mich nicht magst. Ich habe mich seit dem ersten Augenblick in dem ich dich sah, verliebt. Ich liebe dich, Ben Jäger…. Bitte komm zu mir. Melde dich bei mir…. Meine Telefonnummer hast du ja noch…. Bitte melde dich…. Ich liebe dich!!! Lydia….“ las Semir vor. Ben sah ihn stumm an. „Das glaub ich nicht…. das ist ein Liebesbrief von dieser pubertierenden verzogenen Göre von Wackernagel. Ich fass es einfach nicht. Wie kann die mir einen Brief vor die Tür legen?“ fragte er wütend. „Nun ja… die Tür unten hätte ich innerhalb weniger Minuten auf. Das ist kein Problem. Auch die Tür zum Treppenhaus nicht. Dann hier den Brief hingelegt und wieder weg. Das sollte dich nicht aufregen. Nur wenn sie deine Adresse kennt, wieso dann nicht deine Telefonnummer? Vielleicht ist sie die, die dich terrorisiert?“ mutmaßte Semir. Ben nickte. „Klar… das sähe ihr sogar ähnlich. Mich solange zu nerven, bis ich mich mit ihr treffe….hey… wie wäre es, wenn wir eine Fangschaltung machen und dann feststellen wer mich nachts nervt?“ fragte Ben auf einmal. „Ja das könnten wir machen.“ Stimmte Semir zu. „Und dann werde ich mir diese verzogene kleine Göre vornehmen…“ drohte Ben wütend. Semir schüttelte den Kopf. „Du wirst gar nichts. Du hältst die Finger schön still. Wenn sie es ist, werde ich sie damit konfrontieren. Dann fahre ich nämlich hin und verhöre sie mal ordentlich.“ warnte Semir ihn. Ben war einverstanden. „Ja schon gut… es nervt mich nur. Weiber!!“ fluchte Ben. Genau in diesem Moment griff Semir wieder zu seinem Handy. Ben sah ihn an. „Was denn?“ fragte er. „Ich hab völlig vergessen zu fragen, wie es Andrea geht? Sie hatte heute Morgen etwas Kopfweh und wollte zum Arzt zur Untersuchung…“ gab er schon fast verzweifelt von sich.

    Andrea zuckte zusammen, als sie das Vibrieren von ihrem Handy spürte. „Ja?“ meldete sie sich. „Ich bin’s… wie geht es dir?“ hörte sie Semir fragen. „Es geht mir gut.“ sagte sie und rollte mit den Augen. „Wo bist du denn? Wieso hast du dich denn nicht gemeldet? Ist alles in Ordnung mit unseren Babys?“ kamen von Semir die Fragen wie aus einer Pistole geschossen. Andrea lachte leise. „Ich bin bei Mama. Also sie ist hier bei uns. Sie hilft mir etwas. Deshalb konnte ich mich auch noch nicht melden. Wir suchen doch gerade alles aus um unseren zwei Babys das Zimmer einzurichten, Kinderwagen suchen und all das, wozu du keine Zeit hast. Und ja… es ist alles in Ordnung. Sie strampeln schon ziemlich heftig…“ lachte Andrea ins Handy. Ihre Mutter grinste nur. „Grüß ihn von mir…“ sagte sie leise zu Andrea die den Gruß natürlich weiter gab. Nach einer Weile beendete Andrea das Gespräch. „Gott ist der niedlich…“ lachte Margot die Mutter von Andrea. Andrea sah sie an. „Semir?“ fragte sie. „Nein… der Strampler hier… sieh doch mal…“ erklärte Margot und hob einen Strampler mit der Aufschrift „Ich bin der King“ hoch.“ Andrea nickte. „Ja der ist wirklich süß davon nehmen wir am Besten zwei mit… Sag mal… war Papa eigentlich auch immer so nervös als du schwanger warst?“ wollte sie plötzlich wissen. Margot nickte. „Ja der war schlimm…. Er wollte mich gar nicht mehr allein lassen. Und je näher es an die Geburt ging umso grausamer wurde es für mich. Keine Minute für mich. Ständig war er da und fragte wie es mir geht, ob er was für mich tun könnte…. Männer sind grausam was das angeht.“ meinte Margot nur. „Semir ist soo süß, wenn er besorgt ist. Er wollte doch glatt den Rest der Schwangerschaft Urlaub nehmen, damit ich nicht so viel mache. Wieso glauben die, dass wir krank sind, wenn wir schwanger sind?“ stellte Andrea die Frage. Margot zuckte nur mit den Schultern. „Ich glaube sie haben dann eher Angst um das Kind. Das sind vermutlich Reste aus der Zeit als wir noch Tiere waren und …. Ach vergiss es einfach. Ich finde es gut, dass Semir so besorgt ist. Solange er das macht, liebt er dich auch.“ lachte Margot und zog Andrea zu den Kinderwagen. Der Bauch war bereits leicht zu sehen.

    Lydia saß in ihrem Zimmer auf dem Bett und träumte. „Ben….ich liebe dich…“ sagte sie leise und dachte an den jungen Polizisten. Er sah einfach traumhaft aus. „Warum hast du mich denn abgewiesen?“ fragte sie in den Raum. „Wer denn?“ hörte sie plötzlich ihren Vater und drehte sich erschrocken um. „Was?“ fragte sie nach. „Wer hat dich abgewiesen?“ wollte Lorenz wissen. „Oh nichts… ich … ich meine niemand…“ stammelte Lydia, der es peinlich war. „Na komm, Kleines. Irgendwas beschäftigt dich doch. Ist es dieser Bulle?“ fragte er. Lydia nickte. „Ja… Papa ich hab mich verliebt. In diesen Polizisten. Er ist sooo süß. Kein Weichei, verstehst du?“ Sie sah ihren Vater mit den großen braunen Augen an. Er lächelte. „Ja ich verstehe dich. Nur ist es ziemlich schwierig. Weiß er dass du ihn liebst?“ wollte Lorenz wissen. „Ich hab es ihm gesagt, als ich in der Wohnung mit ihm war, aber er wollte nicht, er sagte dass er mit einem Kind sicher nichts anfangen würde…. Es war so verletzend.“ gab Lydia zu. Lorenz lachte leise und nahm seine Tochter in den Arm. „Und du fühlst dich verletzt. ich verstehe…. Aber sieh mal… Liebe kann man nicht erzwingen, wenn der den du liebst so weit weg ist. Was hast du denn bisher unternommen?“ wollte er wissen. „Nun ja… ich habe ihn angerufen. Walther hat mir seine Telefonnummer herausgesucht und gegeben. Aber immer wenn er sich gemeldet habe, dann bekomme ich keinen Ton raus. Ich höre seine Stimme und bei mir….“ Sie sah ihren Vater an. „Ich liebe ihn doch sooo sehr.“ wiederholte sie. Lorenz nickte. „Was hat Walther dir noch gegeben?“ harkte Lorenz nach. „Nichts weiter. Aber er sagte, dass er seine Adresse hat. Ich hab ihm dann einen Liebesbrief gegeben und er versprach mir ihn vor die Tür des Polizisten zu legen. Er heißt Ben… und nun ja… ich wollte mich mit ihm verabreden, ihn treffen, aber er antwortet nicht. Er … ich will ihn aber…. Er soll mit mir das erste Mal…“ wieder wanderte ein verzweifelter Blick zu ihrem Vater. Lorenz lächelte milde. „ Wir müssen zunächst die Anzeige durchstehen. Du darfst aber nicht sagen, dass nichts war. Lydia…. Du kannst so etwas nicht erzwingen…“ wiederholte er.. „Aber du hast doch Mittel Menschen zu zwingen, das zu tun, was du willst? Wieso kann ich das denn nicht?“ begehrte Lydia auf. Lorenz lachte. „Na du bist mir so richtig nach meinem Geschmack. Stimmt…. Warum nicht du. Mal sehen was ich machen kann. Und nun iss mal etwas.“ forderte er sie auf. Lydia lächelte. „Ich hab keinen Hunger. Bei den ganzen Schmetterlingen würde es eh wieder raus kommen.“ gab sie zu.

    Mal ne andere Frage… wie nah ist denn Fannähe?

    Die Seite ist seine Fanpage. Das bedeutet, das sich die Fans hier über ihn und seine Aktivitäten was den Beruf und die Person betrifft informieren kann. Ich finde es nicht schlimm, denn schließlich hat der Mann anderes zu tun, als sich auf der Page den vielen Fragen zu stellen. Ich selbst bin oft auf der Seite und kann über manche Fragen einfach nur den Kopf schütteln.

    Fannähe bedeutet für mich nicht, dass er ständig um die Seite kümmert, denn dafür hat er seine Leute, die ihm dies abnehmen. Es ist ja wie die Agentur. Da schreibt man hin, wenn man Autogramme haben will, oder auch die Regisseure, wenn sie ihn buchen wollen. Und das machen die auch nicht innerhalb weniger Tage oder?

    Sicher glabust du, das du Recht hast, wenn du behauptest das die Fans ihn groß gemacht hat, aber das kannst du dann auf jeden Job beziehen und nicht nur auf ihn. Wärest du für deine „Kollegen“ jederzeit da? Auch nach Feierabend? In der Nacht, wenn du von einer Reise zurück kommst? Wenn du krank bist? Würdest du dich ihren Fragen stellen, wenn du müde wärst oder gestresst? René ist ein guter Schauspieler. Er zeigt was er kann und das ist sein Erfolg. Nicht nur die Fans von Alarm für Cobra 11 machen das aus. Es ist in erster Linie seine eigene Leistung, die ihn groß gemacht hat.

    Wenn du René eine Frage zugesandt hast, dann wird er mit Sicherheit auch darauf antworten. Aber das braucht eben Zeit. Du bist nämlich nicht der einzige, der Fragen an ihm hat. Warte doch einfach mal ab. Selbst wenn er ein Iphone hätte, heißt es nicht, dass er ständig auf seiner Seite ist und die Fragen beantwortet.

    Um es noch einmal zu betonen, es ist eine Fanpage die die Fans informieren soll, was René macht. Dennoch hat der Mann ein Privatleben und das sollte auch mal akzeptiert sein. Ich finde dass er zwischendurch mal auf seiner Page einen kleinen Gästebucheintrag macht, super.

    „Semir… Sie kennen Schrankmann. So wie sie heute war, ist es neu. Sie scheint dieser Lydia nicht abzukaufen, dass Ben sie belästigt hat. Und das ist ein Vorteil. Sie hat mir eben genau erklärt was sie erwartet. Also: 1. Ben darf natürlich nicht offensichtlich mit daran arbeiten um seine Unschuld zu beweisen. Das würde der Anwalt von Wackernagel sicher ins Gegenteil legen und gegen uns verwenden. Schrankmann will Wackernagel hinter Gitter bringen. Das LKA ist bereits dabei und sammelt Beweise. Wenn wir jetzt in dem Fall der sexuellen Belästigung zu tief graben, dann könnte es dazu führen, das Wackernagel auf freiem Fuß bleibt. Solange wir Tanja nicht gefunden haben, sehen wir das als Problem. 2. Sie meinte und ich zitiere wörtlich: „Herr Gerkhan wird schon einen Weg finden, um die Unschuld seines Kollegen zu beweisen. Ich zähle auf ihn. Und wenn er noch andere Beweise findet die gegen Wackernagel zu gebrauchen sind, wäre es nicht schlecht.“… das hat Schrankmann gesagt. 3. Sie wird das LKA informieren und Herrn Bohm ausrichten, dass Sie in einem anderen Fall ebenfalls an Wackernagel ran müssen und wird ihm befehlen mit Ihnen zusammen zu arbeiten.“ zählte Anna auf und Semir sah sie nur an. „Das hat die Schranke gesagt?“ harkte er nach. Anna nickte. „Ja… Sie scheinen mehr Eindruck auf die Staatsanwältin gemacht zu haben, als Sie bisher ahnten. Sie scheint Achtung vor Ihnen zu haben. Und nun… enttäuschen Sie nicht mich und auch die Staatsanwältin nicht.“ lächelte Anna. Semir nickte leicht verwirrt und lachte dann. „Ganz sicher nicht.“ meinte er nur und ging zu Ben zurück.

    Ben saß geknickt am Schreibtisch als Semir zurückkam. „Und? Was hat die Schranke noch gesagt?“ wollte er wissen. „Du darfst nicht aktiv an deiner Unschuld mitarbeiten. Aber das brauchst du auch nicht. Sag mal… Susanne sagte mir, dass du in letzter Zeit Probleme hast mit einem Stalker?“ fragte Semir an. „Ja… stimmt schon. Das fing kurz nachdem wir aus dem Personenschutz zurückgerufen wurden an. Jemand ruft mich ständig nachts an und wenn ich mich melde, höre ich das Atmen des Anrufers, aber er antwortet nicht. Ich lege dann den Hörer daneben und kurz darauf klingelt es an der Tür. Auch da ist niemand. Sicher ich schalte die Klingel aus, aber… Letztens lag sogar ein Zettel vor der Tür. Dabei kommt niemand in meine Etage wenn er nicht den erforderlichen Schlüssel hat. Und den haben nur mein Bruder, du und ich. Keine Freundin oder so…“ erklärte Ben. „Einen Zettel? Was stand denn drauf?“ harkte Semir nach. Ben zog die Schultern hoch. „Keine Ahnung. Ich hab nichts gelesen. Den Zettel hab ich für etwas gehalten, was ich vielleicht verloren habe. Ich hab ihn weg geworfen.“ gab er zu. „Ohne zu lesen oder nachzusehen, was darauf stand?“ kam von Semir. Ben lachte. „Ja sicher… ich meine wenn ich… Moment… willst du sagen, dass da… also wenn du willst, fahren wir hin und sehen nach. Der Papierkorb ist immer noch voll. Du weißt ja…“ grinste Ben. Semir nickte. „Dein Ordnungsdrang ist nicht so groß…“ vollendete er den Satz und stand auf. „Dann komm Partner. Sehen wir uns die Nachricht doch mal an.“

    So ich hoffe nur,dass die Beiden nicht in Bedrängnis geraten... also nicht mehr als sie eh schon sind. Diese Tusse könnte ja mit den anderen reden und denen stecken, das Semir und Ben ermitteln. An die Folgen wil ich gar nicht denken....

    Ben sah Schrankmann aus dem Verhörraum kommen. Erwartungsvoll sah er sie an. „Nun... Herr Jäger. Lydia bleibt bei der Aussage, dass Sie sie sexuell belästigt haben.“ kam von ihr und irgendwie hatte man den Eindruck dass es ihr Leid tat. Ben hob die Arme und ließ sie resigniert fallen. „Dann werde ich meine Sachen packen und heimfahren. Bin ja im Urlaub.“ grollte er wütend. Schrankmann ging zu Anna ins Büro während Ben zu Semir ging. „Und?“ fragte dieser als er rein kam. „Sie bleibt dabei!“ verkündete Ben. „Scheiße...“ fluchte Semir. „Die Schranke hat also dem Mädchen geglaubt?“ fragte er nach. Ben nickte. „So scheint es. Zumindest auf dem ersten Blick. Aber sie hat ja bereits vorher gesagt, dass ich mit dir meine Unschuld beweisen soll. Nur wie? Ich kann das Gegenteil nicht beweisen...“ Ben schien verzweifelt. Semir nickte. „Wir müssten sehen, dass wir dieser Lydia dazu bewegen, die Anzeige zurück zu nehmen.“ erklärte Semir. Ben lachte verächtlich. „Und wie willst du das bitte hinbekommen?“ wollte er wissen. „Ich werde mir was einfallen lassen.“ versuchte Semir ihn zu beruhigen. Ben nickte nur.

    Tanja saß bei Rosi im Wagen. „So, so… unser Freund Lorenz trennt sich von seiner Schlampe auf seiner Art. Er lässt sie wieder anschaffen gehen. So ein verdammtes Schwein. Ich hab da einen Bullen bei der Sitte. Er hat mir schon sehr oft geholfen und kann das sicher auch bei dir machen. Ich rufe ihn an und du wirst hier warten. Mit deiner Fresse bekommst du eh keinen Freier.“ meinte Rosi nur. Tanja nickte. „Ich will nur zu meiner Tochter.“ sagte sie leise. Rosi verstand es und nahm ihr Handy. „Weißt du ich bin sein acht Jahren in Stefanos Diensten und wenn ich etwas von ihm gelernt habe, dann ist es Augen zu und Durch. Er hat einen verdammt miesen Ruf in der Branche. Und meine Kumpel bei den Bullen ist schon seit Monaten hinter ihm her.“ meinte sie nur. Tanja nickte und schloss die Augen. „Wie heißt denn dein Freund bei der Polizei?“ wollte sie wissen. Rosi lachte. „Er heißt Lukas. Lukas Springer. Er ist Hauptkommissar bei der Sitte. Auf den kannst du dich verlassen.“ meinte Rosi nur. „Hallo mein süßester aller Kölner Bullen bei der Sitte.“ lachte sie ins Handy. Sie hörte eine Weile zu. „Nein… diesmal hab ich keinen Tipp für dich. Ich habe was Besseres. Eine Zeugin die dir Lorenz liefern kann.“ Erklärte sie. Wieder hörte sie zu. „Na du kennst doch meinen Preis.“ forderte sie dann. Ein Lachen folgte. „Ich stehe da wo ich immer stehe. An der Brücke.“ meinte sie anschließend, horchte wieder etwas und beendete das Gespräch dann. „Weißt du… wenn Stefano erst einmal hinter Gitter ist, dann können wir Nutten richtig gut leben.“ lachte sie und steckte das Handy ein.

    „Oh… die Schranke ist bei der Chefin.“ meinte Semir als er es sah. Susanne sah ihn an. „Ja und es ist nicht erfreulich…Ihr sollt sofort rein.“ gab sie zu verstehen. Semir nickte und zog Ben mit. „Guten Morgen Chefin.“ begrüßte er Anna und sah Schrankmann an. „Morgen… was können wir für Sie tun?“ fragte er freundlich. „Es geht diesmal um den jungen Kollegen Jäger. Mir liegt eine Beschwerde vor. Sexuelle Belästigung einer Minderjährigen.“ kam statt der Begrüßung von der Staatsanwältin. Semirs Kopf ruckte zu Ben. Dieser sah ihn erstaunt an. „Wie bitte?“ fragte Ben erstaunt. Schrankmann lächelte mild. „Eine gewissen Lydia Wackernagel. Ich nehme mal an, dass Ihnen der Name etwas sagt, oder?“ stellte sie die Frage. Ben und Semir nickten. „Ja sicher die Tochter von diesem Zuhälter. Wir haben für ein paar Tage auf seine Frau und deren Tochter aufgepasst. Bis sie von ihrem Vater entführt wurden.“ Erklärte Semir. „Nun… genau diese Lydia behauptet nun, dass Herr Jäger sie unsittlich berührt und genötigt hätte.“ Erklärte die Staatsanwältin. „Das ist doch absoluter Blödsinn!“ empörte sich Ben. „Ich habe das Mädchen nicht angefasst! Die lügt!“ verteidigte er sich weiter. Schrankmann lächelte mild. „Natürlich…. Nur müssen Sie es beweisen.“ erklärte Schrankmann sachlich. Semir sah sie an und sie nickte unmerklich. Erst dachte er, er würde sich das einbilden, doch dann sagte die Staatsanwältin plötzlich, was Semir doch beeindruckte. „Nun ich denke Herr Gerkhan wird Sie auf seiner Weise unterstützen. Besorgen Sie mir die Beweise, dass Sie unschuldig sind. Der Weg, wie Sie daran kommen, will ich nicht wissen. Allerdings muss ich Sie, Herr Jäger beurlauben.“ kam von ihr. „Und wie soll ich meine Unschuld dann beweisen?“ frage Ben verzweifelt. Semir stieß ihn an. „Erkläre ich dir später. Frau Schrankmann darf das nicht erfahren.“ grinste er der Staatsanwältin zu. Sie nickte nur und lächelte. „Sie haben es erfasst.“ Dann nahm sie Ben die Dienstwaffe und den Ausweis ab. „Offiziell sind Sie nicht im Dienst. Ich kann Ihnen allerdings nicht vorschreiben, was Sie im Urlaub machen.“ erklärte sie dabei. Dann verließ sie die PAST. Ben sah Anna an. „Chefin… was machen wir denn jetzt? Wie soll ich beweisen, dass es nicht so war. Diese Göre hat mich angemacht… und….“ verteidigte Ben sich. Anna nickte. „Ich weiß Ben. Aber wir müssen es nachweisen. Ich bin mir sicher, dass Ihnen ein Weg einfällt.“

    Nur wenig später saßen sie in ihrem Büro. „Diese kleine verdammte Zicke lügt. Ich habe sie nicht angefasst“ fluchte Ben laut. Semir nickte. „Ich weiß. Aber wie wollen wir das beweisen? Ich meine dass du sie nicht magst, weiß ich. Sie hat nur die besseren Karten.“ erklärte Semir sachlich. „Sie wollte mit mir schlafen... Ich hab es natürlich abgelehnt.“ bekräftigte Ben. Semir sah ihn mitleidig an. „Ben.... mir musst du nichts erklären. Ich befürchte nur, dass Schrankmann dich nicht so einfach davon kommen lassen wird. Ich meine, was in der Schutzwohnung war, okay... da kann ich Zeugnis ablegen sofern wir zusammen waren. Aber danach... du hast keinen Zeugen...“ gab er zu bedenken. „Das ist doch....“ fluchte Ben wütend. „Vor allem musst du ruhig bleiben, egal was die Schranke dir an den Kopf wirft. Du hast ja gehört, sie glaubt dem Mädchen ebenfalls nicht. Wir werden schon noch die Wahrheit aus dieser Lydia bekommen. Und ich weiß auch schon wie….“ meinte Semir nachdenklich. Ben sah ihn verzweifelt an. „ Würdest du mich dann vielleicht mal aufklären, wie dein Plan aussieht?“ fragte er leise.

    „Und Sie sind sicher, dass Hauptkommissar Ben Jäger Sie vergewaltigen wollte?“ fragte Isolde Schrankmann Lydia. Das Mädchen nickte heftig. Sie hatte die Arme verschränkt und schien ängstlich. „Ich weiß es ist schwer, die Fragen zu beantworten. Aber ich muss es leider von Ihnen hören. Hat er Sie berührt?“ fragte sie das Mädchen. „Nein… ich meine ja… er hat meine Bluse zerrissen und ich glaube es wäre noch schlimmer geworden, wenn nicht plötzlich Herr Gerkhan was gerufen hätte. Ich weiß aber nicht mehr genau was…“ kam leise von Lydia. Sie fing an zu weinen. Schrankmann sah betreten zu Boden. „Herr Jäger sagt, dass er von Ihnen angemacht wurde und Sie zurück gewiesen hat. Er vermutet auch, dass Sie deshalb wütend und verletzt sind..“ gab sie an. Lydia lachte. „Das ist gar nicht wahr.“ verteidigte sie sich. „Sie wissen aber doch, was Sie mit Ihrer Anzeige erreichen, oder? Herr Jäger wird aus dem Polizeidienst entlassen werden und vermutlich sogar ins Gefängnis müssen. Können Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren?“ harkte Schrankmann nach. „Und wenn Sie nun Herrn Jäger mit solchen Vorwürfen belasten, dann könnte es sehr leicht sein, dass Sie damit einem Menschen den gesamten Werdegang vernichten.“ Lydia biss sich auf die Lippe. Es schien tatsächlich so zu sein, als dachte sie über diesen Vorfall intensiv nach. Doch dann sah sie Schrankmann nur an. „Ich bleibe dabei.“ sagte sie hart.

    Die Zeit verging und Ben erschien nicht. Ben ging nicht ans Telefon und nicht ans Handy. „Ich fahre jetzt mal hin. Wenn er den Wecker nicht hört, dann muss eben ein Schwall kaltes Wasser helfen.“ meinte er zu Susanne und fuhr los. Eine knappe halbe Stunde später stand er vor Bens Wohnung. Da er einen Schlüssel für Notfälle bekommen hatte konnte er ohne zu klingeln in die Wohnung. Er schloss die Tür auf und sah sich um. Er ging ins Schlafzimmer und sah Ben unter der Decke liegen. Mit einem Ruck zog er sie runter. Ben erschrak und sprang aus dem Bett. Plötzlich hatte er seine Waffe in der Hand. „Hey! Schon gut… ich bin es nur. Du bist etwas zu spät.“ erklärte er. Ben legte die Waffe weg und fuhr mit seinen Händen durch das Gesicht. „Och Mensch…. Scheiße! Ich hab den Wecker nicht gehört…“ entschuldigte Ben sich. Semir nickte und ließ sich in den Sessel fallen. .Als sein Handy klingelte zuckte er zusammen. Auf dem Display erschien Andrea. „Ja Schatz? Was ist?“ wollte er wissen. „Nichts.. ich wollte nur mal hören was du so machst. Susanne sagte mir, dass Ben nicht zum Dienst erschienen ist und ich wollte wissen, ob etwas mit ihm passiert ist …“ hörte er ihre Stimme. „Nun ja… würde ich nun nicht sagen. Er hat nur verschlafen. Ich hab ihn in seinem Bett gefunden. Was machen unsere Babys?“ fragte er lachend. „Semir… das gleiche was sie vor zwei Stunden, als du noch bei mir warst, gemacht haben. Sie wachsen und gedeihen.“ lachte Andrea zurück. „Pass mir ja auf die Jungs auf!“ meinte er grinsend. „Es sind Mädchen und keine Jungs.“ lachte Andrea. Semir beendete das Gespräch. Nur eine halbe Stunde später fuhr er mit Ben ins Büro.

    „Frau Schrankmann! Ich bitte Sie. Lydia Wackernagel war im Zeugenschutzprogramm. Das ist richtig. Aber es stimmt mit Sicherheit nicht, dass Ben Jäger sich an diesem Mädchen vergriffen hat. Das ist eine Lüge.“ Kam von Anna, die mit der Staatsanwältin im Büro saß. „Wie dem auch sei, die Anzeige liegt vor und ich muss sie bearbeiten. Herr Jäger muss sich zu diesem Vorfall äußern. Und vermutlich mit einem Disziplinarverfahren rechnen. Außerdem wird er natürlich suspendiert. Selbst wenn er nichts getan hat. Herr Wackernagel hat Anzeige erstattet.“ erklärte Schrankmann sachlich. Anna nickte. „Wackernagel ist ein Verbrecher. Er zwingt die Mutter seiner Tochter auf den Strich. Hat vermutlich sogar einen Mord begangen wo sie und Lydia Zeugen waren.“ Empörte Anna sich weiter. Schrankmann lächelte bitter. „Ich weiß das Herr Wackernagel nicht gerade unschuldig ist, aber es ist noch lange kein Grund für einen Hauptkommissaren sich an dessen Tochter zu vergreifen, oder?“ fragte Schrankmann. „Frau Schrankmann… Ben hat das mit Sicherheit nicht getan. Er hat mir erzählt, dass dieses Mädchen sich an ihn heran gemacht hatte. Und er hat mir auch erzählt, dass er sie zurück gewiesen hat. Das was das Kind erzählt ist nicht korrekt.“ Verteidigte Anna Ben erneut. Schrankmann nickte. „Vermutlich. Aber können Sie für den jungen Mann wirklich die Hand ins Feuer legen? So lange ist er noch nicht bei ihnen.“ meinte sie nur. Anna sah Ben und Semir ins Büro kommen und hob die Hand.

    Ein Frohes Neues Jahr allen!!!!

    Er betrat das Haus und ging müde zum Aufzug und fuhr in die vierte Etage. Vor seiner Tür lag ein Zettel. Ben hob ihn auf und faltete ihn auseinander. Doch er las nicht was drauf stand, weil er es für Reklame hielt. Etwas irritiert sah er sich um. Außer ihm wohnte ja keiner in dieser Loft. Das war das einzige was er als Vorteil von seinem Vater angenommen hatte, der ihm diese Loft gekauft und geschenkt hatte. Man kam auf diese Etage nur, wenn man einen entsprechenden Schlüssel für den Fahrstuhl hatte. Und den hatte nur er. Keine Putzfrau, kein Postbote... Doch dann warf er den Zettel einfach in den Müll und ging in die Wohnung. Er betätigte den Lichtschalter und ließ die Jalousien herunter. Anschließend ging er ins Bad und duschte ausgiebig. Nach dem Abendessen und einem recht gelangweiltem durchzippen des Fernsehprogramms ging Ben ins Bett. Schnell war er eingeschlafen. Doch seine Ruhe währte nicht lang. Er schrak auf, als es an der Tür klingelte. Ein Blick zur Uhr zeigte dass es ein Uhr nachts war. Somit hatte er gerade drei Stunden geschlafen. Fluchend warf er die Decke beiseite und ging zur Tür. Irgendwann erwische ich dich du verdammter... fluchte er in Gedanken und riss die Tür auf. Natürlich stand niemand davor. Ben ging zum Sicherungskasten und drehte die für die Klingel raus. „So… du nervst mich nicht mehr.“ drohte er seinem imaginären Feind und ging wieder ins Bett. Doch kaum lag er, klingelte das Telefon. „Oh Mann….“ stieß er wütend aus und meldete sich trotzdem, hätte ja auch Semir oder die Chefin sein können. „Hallo!“ rief er, als er nur ein Atmen im Hörer vernahm. „Jetzt pass mal auf du Penner! Wenn du glaubst mich derart fertig zu machen, hast du dich getäuscht, ist das klar?“ fauchte er in den Hörer. Doch niemand antwortete. Ben knappte den Hörer auf und nahm ihn kurz danach wieder hoch. Er legte ihn neben den Apparat. Dann schlief er wieder ein.

    Am nächsten Morgen saß Semir im Büro und wartete dass Ben kam. Andrea ging es bereits morgens nicht mehr schlecht, dass er sich Sorgen machen musste. Sie war mittlerweile am Ende des vierten Monats und hatte etwas Probleme mit dem Heißhunger. Erst in der Nacht hatte sie ihn gebeten eine Pizza mit Eier und Tomaten zu belegen. Außerdem wollte sie Schafskäse haben und das alles perfekt garniert. Doch als er sie fertig hatte, wollte sie doch lieber saure Gurken essen. Semir war hundemüde ins Büro gefahren. Und scheinbar verspätete Ben sich extrem. Semir holte sich Kaffee und sah Susanne kurz an. „Hallo… sag mal hast du was von Ben gehört?“ fragte er. „Nein… bisher nicht. Aber du kennst ihn doch. Er hat ja in letzter Zeit ziemlichen Stress mit Terror. Vielleicht hat er seinen Wecker abgestellt. Warte einfach noch ab. Du siehst ja irgendwie grausam aus. Nicht gut geschlafen?“ stellte sie die Gegenfrage. „Geschlafen? Ich habe überhaupt nicht geschlafen. Ich habe Pizza gemacht. Für Andrea. Aber als sie fertig war, wollte sie dann doch nicht. Wieso seid ihr Frauen eigentlich so kompliziert wenn ihr schwanger seid?“ wollte er wissen. Susanne lachte laut auf. „Du das sind die Gene. Warum seid ihr Männer eigentlich auch schwanger wenn wir es sind?“ kam lachend von ihr. „Das ist Mitgefühl. Jawohl… wir Männer fühlen mit euch. Aber was ihr macht… das ist Folter…“ verteidigte Semir sich und musste dann doch grinsen.

    Tanja weinte… Ihr tat der ganze Körper weh. Seit drei Tagen war sie nun bei Stefano, einem italienischen Zuhälter der sie von Lorenz gekauft hatte. Nachdem Lorenz sie und Lydia zurückgeholt hatten, war das Leben für Tanja kein Zuckerschlecken mehr. Lorenz hatte sie zunächst eingesperrt und geschlagen. Sie wollte zu ihrer Tochter, doch Lydia wollte ihre Mutter nicht sehen. Einmal kam sie zu ihr doch anstatt sich ihrer Mutter anzunehmen, spuckte Lydia sie an und beschimpfte sie. Es zerriss Tanja das Herz, ihre Tochter so bösartig zu sehen. Doch sie wusste genau, dass Lydia verloren war. Sie wollte den Weg ihres Vaters einschlagen und Tanja konnte nichts dagegen tun. „So .. und nun gehst du wieder raus und zeige deinen Körper!“ schrie Stefano sie an. Tanja nickte und verließ vor Schmerzen gekrümmt das Zimmer. Stefano blies zufrieden den Rauch der Zigarette aus und sah ihn nach. „Denk daran… es fehlen noch fünfhundert Euro! Also sieh zu, sonst gehst du in den Osten!“ drohte er ihr. Tanja hörte es nicht. Sie weinte lautlos und stellte sich wieder an ihren Platz. Lucia, eine ihrer Kolleginnen kam zu ihr. „War es schlimm?“ fragte sie fürsorglich. Tanja nickte nur. „Hey… warte ich helfe dir. Kannst du irgendwo hin? Ich meine kennst du jemanden der dir helfen kann?“ fragte sie und hielt Tanja in den Arm. „Lucia… ich kenne nur zwei Polizisten in Köln… sie haben versucht mich und meine Tochter zu schützen, aber auch sie konnten mich nicht vor Lorenz bewahren. Er hat mich an Stefano verkauft….“ weinte Tanja. „Hast du eine Telefonnummer von den Bullen?“ wollte Lucia wissen. Tanja schüttelte den Kopf. „Ich habe nur einen Namen. Semir Gerkhan. Aber ich weiß dass er bei der Autobahnpolizei ist.“ erklärte Tanja. Lucia nickte. „Ich werde sicher was für dich tun können. Ich habe einen Bekannten von der Sitte und der kann dir sicher helfen.“ Tanja sah sie an. „Wirklich? Was wird Stefano mit dir machen, wenn er erfährt, dass du….?“ wollte sie wissen. Lucia lachte leise. „Gar nichts…“ meinte sie nur.

    Ben fuhr nach Hause. Er war müde. Seit einigen Nächten konnte er schon nicht richtig schlafen. Ständig klingelte das Telefon und sobald er sich meldete war niemand dran. Er zog den Stecker raus oder legte den Hörer daneben. Doch dann ging es los, dass es an der Tür klingelte. Auch hier war niemand. So ging es drei oder sogar vier Nächte. Immer wieder versuchte Ben herauszufinden wer es war, der ihn dort ärgerte, doch nichts war zu ermitteln. Semir tat sein übriges dazu, dass Ben auch tagsüber nicht gerade viel Ruhe bekam. Je weiter die Schwangerschaft bei Andrea fortschritt umso schlimmer wurde Semir. Heute war das beste Beispiel dafür. Andrea musste zur Untersuchung und verspätete sich, weil es einen Notfall gab. Semir sah ständig auf die Uhr weil sie sich nicht meldete und brach dann sogar die Tour ab um Andrea zu besuchen. Es sah schon sonderbar aus, als er in die Arztpraxis stürmte und nach Andrea fragte. Sechs Frauen saßen dort mit ihren dicken Bäuchen und mittendrin Semir, der auf Andrea wartete. Die war, als sie aus dem Sprechzimmer kam nicht gerade begeistert als sie ihn sah. Nach wenigen Worten, die ihm versicherten dass seine Babys und auch seine Frau völlig in Ordnung waren, verließ er mit Ben die Praxis und tat seinen Dienst. Für Ben war es unverständlich, warum Semir so besorgt war. Andrea schien gesund und fühlte sich offensichtlich sehr gut.


    So das war der letzte Part in diesem Jahr.... allen Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr....

    Ben saß neben Semir im Wagen. „Ach ist das herrlich. Kein Gezeter von diesem Kind und keinen Stress. Absolute Ruhe…“ kam genießerisch von ihm. Semir sah ihn kurz an. „Na… du bist mir einer. Als du angefangen hattest, konnte es dir nicht rasant genug sein. Und nun lässt du dich von einer pubertierenden Sechzehnjährigen so reizen?“ lachte er. Ben sah ihn an. „Na hör mal… diese Göre war doch nun wirklich kein feiner Umgang. Die hat nur genervt. Ich will dies… ich will das… das geht so nicht…“ äffte Ben Lydia nach. „Da kannst du dann schon mal die Nerven verlieren. Also wenn das meine Tochter wäre, die hätte längst Prügel bezogen…“ nickte Ben. Semir lachte laut. „Du wärest sicher ein lausiger Vater, wenn du deine Kinder prügelst. So was ist doch keine Erziehung!“ tadelte er seinen jungen Partner. „Na ich sagte ja nicht, dass ich meine Kinder schlagen würde, sondern dass wenn es meine Tochter wäre, ich dann schlagen würde…“ meinte Ben und runzelte die Stirn; dann lachte er plötzlich… „Ist irgendwie das Gleiche oder?“ grinste er. Semir nickte nur. Ben schloss die Augen. „Sag mal… wie ist es eigentlich eine eigene Familie zu haben?“ wollte er plötzlich wissen. „Oh… das ist was wunderbares. Stell dir vor du kommst nach einem langen Dienst nach Hause und willst eigentlich nur eins… schlafen… nun ja, aber als du dann im Wohnzimmer dich auf die gemütlicht Couch legst, ist vor dir ein kleines Mädchen und schaut dich mit ihren großen unschuldigen braunen Augen an und flötet ganz leise „Papa...lieb…“ Dann drückt sie dir einen ziemlich feuchten Kuss auf…“ schwärmte Semir. Ben lachte. „Das klingt wirklich schön. Macht Aida das denn bei dir?“ wollte er wissen. „Nein… aber es wäre schön wenn sie es machen täte. Meistens schläft sie schon, wenn ich heim komme. Aber der Traum daran ist schön… und irgendwann wird sie es sicher tun. Vielleicht wenn sie älter ist….“ gab Semir zu. Ben nickte nur.

    „Danke… du hast was gut bei mir.“ lachte Walther ins Telefon und ging zu Lorenz ins Arbeitszimmer. Lydia sah ihrem Vater beim arbeiten zu, doch als Walther ihn ansah nickte er ihr kurz zu und sie verließ das Zimmer. „Bin schon weg…“ lachte sie und verschwand. „Also was ist?“ sah Lorens ihn an. „Dieser Bulle heißt Ben Jäger und wohnt in Köln. Klostergasse 4. Er ist allein stehend und macht seinen Dienst mit seinem Partner Semir Gerkhan zusammen.“ klärte Walther ihn auf.Die beiden Männer ahnten nicht, das Lydia hinter der Tür stand und lauschte. Sie schrieb sich die Adresse auf. Lorenz nickte. „Also gut… sein Partner interessiert mich nicht. Ich will Jäger und zwar unbeschadet. Er wird erfahren, was es heißt meiner Tochter näher gekommen zu sein, als er es durfte. Mach ihn fertig. Aber töte ihn nicht. Irgendwie denke ich hat Lydia einen Narren an ihn gefressen. Ich will sie nicht schocken und riskieren, dass sie auch wie ihre Mutter reagiert..“ gab Lorenz von sich. Walther nickte. „Was ist denn eigentlich mit Tanja?“ wollte er wissen. „Sie ist dort wo sie hingehört. Ein Freund hat mir noch achttausend für sie gegeben. Er ist allerdings nicht so nett wie ich es war. Bei ihm muss sie wirklich ran, wenn sie ihre Tageskasse nicht schafft, dann … nun ja… sie wollte es ja nicht anders.“ grinste Lorenz. Walther nickte. „Ich werden sehen, was ich mit diesen Jäger machen kann. Wie steht Lydia eigentlich dazu, dass ihre Mutter nicht mehr hier ist?“ stellte er schnell noch die Frage.. „Es ist ihr scheinbar ziemlich egal. Sie braucht nur mich. Ihre Mutter ist für sie gestorben als sie mit Lydia weglief.“ erwiderte Lorenz und widmete sich wieder seiner Arbeit.

    so bevor ich ein paar Stunden schlafe hier eine kleine Fortsetzung für die Frühaufsteher...

    „Wie konnte das denn passieren? Semir, Ben Sie sind doch erfahren genug, das so etwas ausgeschlossen werden konnte…. Wie soll ich das denn erklären?“ fragte Anna und sah ihre Beamten etwas strafend an. „Chefin… wir wollten dieses Päckchen vorsichtig aufmachen, aber diese Göre… ich meine Lydia sie riss es Semir aus der Hand und dann auf. Dann hörten wir nur noch ein Zischen und sind innerhalb Sekunden weg getreten. Wir konnten gar nichts tun…“ verteidigte Ben sich und seinem Partner. „Also gut… es ist passiert. Alles andere werde ich mit dem LKA regeln. Sie sind aus dem Fall raus.“ entschied Anna. Semir sah Ben an und nickte dann. „Also ganz normaler Dienst, ja?“ fragte er nach. Anna nickte. „Ja.. ganz normaler Dienst auf der Autobahn. Sie können gleich Ihre Runde drehen.“ nickte sie. Ben und Semir gingen in ihr Büro. „Wenn ich diese kleine Göre in die Finger bekomme, dann werde…“ schimpfte Ben. Semir nickte. „… ihr den Hosenboden stramm ziehen… Hast du schon mal gesagt. Vergiss sie einfach. Wir werden gleich auf die Autobahn fahren und dann haben wir unseren ganz normalen Alltag wieder. Keine verzogenen Kindern die meinen, sich auf dem Geld ihrer Väter ausruhen zu können. Sondern Raser, Autoschieber, Diebe… und all die ganz normalen Verbrecher.“ lächelte Semir. Ben nickte. „Ja ist mir auch viel Lieber als eine von diesen…verzogenen Kindern…“ beendete er den Satz.

    Lorenz ging zu Walther. „Hör zu… ich brauche von dir Informationen. Mir ist egal woher du sie holst, aber besorge mir alles was du über einen gewissen Ben Jäger, Kriminalhauptkommissar herausfinden kannst. Dieser Mistkerl hat Lydia belästigt. Er scheint seinen Job als Personenschützer etwas zu ernst genommen zu haben. Lydia hat mir zwar gesagt, dass er sie nicht unsittlich angefasst hat. Nur glaube ich ihr nicht. Ich werde ihm zeigen, was es heißt meinem Engel zu nahe gekommen zu sein… Du weißt schon.“ erzählte Lorenz ihm. Walther nickte. „Was willst du machen, wenn du alles weißt?“ wollte Walther wissen. „Dann werde ich mir diesen Herren vorknüpfen und ihm zeigen, dass er sich zum spielen etwas anders hätte suchen sollen. Also sieh zu, dass du alles und wenn ich sage alles, dann meine ich auch alles, über ihn heraus findest. Mir ist jeder Preis egal, sofern es vernünftige Daten sind.“ sagte Lorenz und verschwand wieder. Walther nahm sein Handy und wählte seinen Informanten an. „Hör zu Harry… ja ich weiß es ist schwierig, wenn ich dich in der Dienstzeit anrufe, aber es ist sehr wichtig… ich brauche deine Hilfe….. Nein… jetzt! Brüderchen… du bist es mir schuldig…. Verdammt!! Ich will nur ein paar Auskünfte, mehr nicht!“ schrie er ins Telefon, weil er wohl nicht das hörte, was er hören wollte. Dann atmete er tief ein. „Also… ich will alles über einen gewissen Ben Jäger erfahren. Er ist Hauptkommissar bei der Autobahnpolizei. … Ja… Ja… alles. Na dann schick es mir per Mail… aber bitte heute noch. Danke…“ Walther legte auf.