Die Artisten ließen zu, dass die Wohnwagen durchsucht wurden. Keiner von ihnen war verwundert, dass man nichts fand. Auch der Wagen von Bernhard war sauber. Semir wollte gerade den Wohnwagen von Bernhard verlassen, als sein Blick auf ein kleines stück Papier fiel, welches am Boden lag. Er bückte sich und hob es auf. Ben war in einem der anderen Wagen und Bernhard sah natürlich das Semir etwas gefunden hatte. Er wurde zusehends nervöser. „Was ist das denn?“ wollte er wissen. Semir lächelte. „Nichts... nur etwas Papier.“ erklärte er weiter und wollte den Wohnwagen verlassen, als Bernhard ihn festhielt. „Was für ein Papier?“ harkte er nach. Semir sah ihn ernst an. „Lassen Sie mich los!“ forderte Semir auf und Bernhard ließ tatsächlich los. „Danke...“ nickte Semir und ging zu Ben. Dieser hatte das kleine Handgemenge sehr wohl gesehen und schien Bernhard zu beobachten. Semir sah ihn an. „was war denn?“ wollte Ben wissen. „Er hatte wohl etwas dagegen, dass ich etwas aufgehoben hatte.“ meinte Semir nur und rieb sie den Arm. „Warum?“ wollte Ben weiter wissen. „Keine Ahnung. Aber ich bekomme schon raus, was das sollte. Was hat unser Freund Sven gesagt?“ wollte Semir nun wissen. „Sie werden morgen weiter ziehen. Nach Düsseldorf. Das heißt wenn die heute Nacht abreisen, dann dürfte es wieder einen Einbruch geben.“ mutmaßte Ben. Semir nickte. „Dann werden wir uns aufteilen. Du fährst die Raststätten ab, die auf der Strecke liegen und ich werde unseren Freund Bernhard im Auge behalten. Es ist der einzige, der mit einem Affen zu tun hat.“ gab er bekannt. Ben war einverstanden.
Bernhard wartete bis zum Abend. Er war wütend auf sich selbst, weil der Polizist etwas gefunden hatte. Was es war, wusste er nicht, aber er sah seine Felle davon schwimmen. Wenn der Polizist eins und eins zusammen zählt, dann ist sicher dass sie ihm auf die Schliche kommen. Er musste es verhindern. Er musste die Sachen in seinem kleinen Haus verstecken. Er musste einfach. Bernhard nahm Bungie auf den Arm und streichelte sie. „So meine Kleine… wir müssen dann wohl eine Pause einlegen. Die Polizei ist wach geworden. Und wir wollen doch nicht ins Gefängnis. Na komm… wir werden jetzt uns feines Domizil aufsuchen und dort eine Weile bleiben.“ Er steckte das Äffchen in einen Käfig. Dann ging er zur Bank und nahm alles heraus, was darin verborgen war. Den Inhalt packte er in eine Reisetasche und verließ den Wohnwagen mit dem Käfig und der Tasche. Er stieg in seinen Wagen und fuhr auf die Autobahn. Bernhard sah in den Spiegel um eventuelle Verfolger zu sehen. Doch er sah keinen. Zufrieden fuhr er in Richtung Siegburg.
Semir folgte dem Wagen unauffällig. Er griff zum Funk und rief Ben. „Dieser Bernhard hat soeben mit diesem Affen den Zirkus verlassen. Wir sind hier auf der A57 in Richtung Düsseldorf. Ich vermute mal, dass der nächste Bruch stattfindet.“ erklärte er. „Soll ich dich unterstützen?“ wollte Ben wissen. „Erst mal sehen, wo er hinfährt. Ich melde mich wieder, sobald ich weiß wo er hin will. Halt dich bereit.“ gab Semir zurück. „Alles klar. Sei vorsichtig“ warnte ihn sein Partner. Semir lächelte leicht. Er sah wie der Wagen von Bernhard auf den Rastplatz fahren. Semir hängt sich ran. Doch bevor er den Platz erreichte, hielt er an und stieg aus. Er wollte Bernhard nicht direkt auffallen. Vielleicht gab es hier die Möglichkeit, dass er ihn auf frischer Tat ertappte. Langsam ging er zu Fuß zum Gebäude. Direkt davor stand der Wagen von Bernhard. Semir zog seine Waffe und überprüfte sie. Dann ging er näher heran. Er sah Bernhard gerade hinter dem Gebäude verschwinden und ging hinterher. Dann sah er wie der Zirkusmann etwas ans Fenster hielt. Das Äffchen war deutlich zu sehen. Semir ging zu ihm hin. Bernhard bemerkte ihn nicht. „Guten Abend Herr Spiegern.“ sagte er freundlich.