„Verdammt! Zu viele Zuschauer. Wir müssen den Coup verlegen.“ fluchte Wolfgang. „Quatsch! Lass mich nur machen. Ich weiß schon etwas….“ lachte Maurice und zog sich den Anzug an. „Willst du die Leute da erschrecken?“ fragte Wolfgang. Maurice nickte. „Ja… ganz genau. Lass mal die Luke aufgehen.“ befahl er grinsend. Wolfgang tat was er wollte und er wusste genau, dass es für die Zuschauer so aussehen musste, als würde sich der Eingang zum Ufo öffnen. Maurice ging auf die Straße. Die Menschen auf der Straße schienen nicht zu erkennen, dass es sich bei dem Ufo um einen einfachen Wohnwagen handelte, der etwas umgebaut war. Maurice sah sich suchend um und ging dann zielstrebig auf Barbara zu. Die anderen wichen alle ängstlich zurück. Dieses Wesen schien ihnen Angst zu machen. Maurice hob einen Leuchtstab hoch und alle anderen machen, dass sie in ihr Auto kamen. Barbara jedoch sah ihn nur an. Maurice schritt etwas ungelenkig auf Barbara zu. Während dessen ließ er von einem MP3-Player Befehle abspielen, die rückwärts aufgenommen wurden. So hörte es sich nicht gerade irdisch an. Er musste sich beeilen denn sicher war die Polizei schon informiert worden. Zielstrebig ging er zum hinteren Teil des Transporters und sah Barbara an. Er wies nur auf den Laderaum. Sie kam und öffnete mit zitternden Händen den Wagen. Maurice sah sich um und griff nach einigen Päckchen. Er legte alles in einen Sack und verschwand mit der Ware wieder in seinem „Raumschiff“.
Barbara stand an ihrem Wagen und starrte auf das Wesen das soeben ihren Wagen leer geräumt hatte und nun abfuhr. Dann ging sie in die Knie und lehnte sich an ihren Wagen. Nur wenig später hörte sie Sirenen. Jemand hatte die Polizei gerufen. Barbara zuckte zusammen als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie sah auf und sah einen jungen Mann mit wilder Mähne vor sich stehen. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte er vorsichtig. Barbara nickte. „Ja… ich glaub schon…“ kam von ihr. „Ben Jäger. Frau …“ stellte er die Frage. „Vieken… Barbara Vieken.“ stellte sie sich immer noch etwas verwirrt vor. „Frau Vieken. Ich bin von der Kripo Autobahn. Können Sie mir sagen was passiert ist?“ wollte er wissen. Barbara nickte. „Ja… sicher. Ich bin überfallen worden. Von Außerirdischen.“ kam leise und irgendwie zweifelnd von ihr. „Okay… Sind Sie verletzt?“ wollte der Polizist wissen. „Nein… zumindest nicht körperlich.“ gab Barbara zu und ließ sich von dem Mann auf die Beine ziehen. Erst jetzt merkte sie, dass sie ziemlich zitterte. Völlig aufgelöst von diesem sonderbaren Vorfall. „Frau Vieken, können Sie mir sagen, was fehlt?“ wollte ein zweiter Mann wissen. Sie sah ihn an. „Wer sind Sie?“ wollte sie wissen. „Semir Gerkhan. Kripo Autobahn.“ stellte sich der Mann vor. „Warten Sie… ich kann es Ihnen gleich sagen, was fehlt. Aber so wie ich es sehe, hat er hier einiges mitgenommen.“ Sagte sie, als sie in den Laderaum sah. „Was genau?“ wollte der kleine Polizist wissen. „Ich hatte Rohedelsteine, Silber- und Goldbrocken geladen. Es sollte zu einem Schmuckhersteller gebracht werden. Tja… das wird ein bitteres Bonbon für mich.“ gab sie von sich. „Warum für Sie?“ wollte Jäger wissen. „Nun ja… es ist meine Firma, mein Transporter. Ich bin zwar versichert aber vermutlich wird man mir die Hälfe der Schuld anrechnen. Denn ich habe den Wagen geöffnet als sie mich zwangen...“ kam leise von ihr. „Wie hoch war der Wert der Edelsteine?“ lautete die nächste Frage. „Ich weiß es nicht genau. Wie wertvoll sind ungeschliffene Smaragde, Rubine, Diamanten, Opale…?“ stellte sie die Gegenfrage.