Beiträge von Elvira

    „Verdammt! Zu viele Zuschauer. Wir müssen den Coup verlegen.“ fluchte Wolfgang. „Quatsch! Lass mich nur machen. Ich weiß schon etwas….“ lachte Maurice und zog sich den Anzug an. „Willst du die Leute da erschrecken?“ fragte Wolfgang. Maurice nickte. „Ja… ganz genau. Lass mal die Luke aufgehen.“ befahl er grinsend. Wolfgang tat was er wollte und er wusste genau, dass es für die Zuschauer so aussehen musste, als würde sich der Eingang zum Ufo öffnen. Maurice ging auf die Straße. Die Menschen auf der Straße schienen nicht zu erkennen, dass es sich bei dem Ufo um einen einfachen Wohnwagen handelte, der etwas umgebaut war. Maurice sah sich suchend um und ging dann zielstrebig auf Barbara zu. Die anderen wichen alle ängstlich zurück. Dieses Wesen schien ihnen Angst zu machen. Maurice hob einen Leuchtstab hoch und alle anderen machen, dass sie in ihr Auto kamen. Barbara jedoch sah ihn nur an. Maurice schritt etwas ungelenkig auf Barbara zu. Während dessen ließ er von einem MP3-Player Befehle abspielen, die rückwärts aufgenommen wurden. So hörte es sich nicht gerade irdisch an. Er musste sich beeilen denn sicher war die Polizei schon informiert worden. Zielstrebig ging er zum hinteren Teil des Transporters und sah Barbara an. Er wies nur auf den Laderaum. Sie kam und öffnete mit zitternden Händen den Wagen. Maurice sah sich um und griff nach einigen Päckchen. Er legte alles in einen Sack und verschwand mit der Ware wieder in seinem „Raumschiff“.

    Barbara stand an ihrem Wagen und starrte auf das Wesen das soeben ihren Wagen leer geräumt hatte und nun abfuhr. Dann ging sie in die Knie und lehnte sich an ihren Wagen. Nur wenig später hörte sie Sirenen. Jemand hatte die Polizei gerufen. Barbara zuckte zusammen als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie sah auf und sah einen jungen Mann mit wilder Mähne vor sich stehen. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte er vorsichtig. Barbara nickte. „Ja… ich glaub schon…“ kam von ihr. „Ben Jäger. Frau …“ stellte er die Frage. „Vieken… Barbara Vieken.“ stellte sie sich immer noch etwas verwirrt vor. „Frau Vieken. Ich bin von der Kripo Autobahn. Können Sie mir sagen was passiert ist?“ wollte er wissen. Barbara nickte. „Ja… sicher. Ich bin überfallen worden. Von Außerirdischen.“ kam leise und irgendwie zweifelnd von ihr. „Okay… Sind Sie verletzt?“ wollte der Polizist wissen. „Nein… zumindest nicht körperlich.“ gab Barbara zu und ließ sich von dem Mann auf die Beine ziehen. Erst jetzt merkte sie, dass sie ziemlich zitterte. Völlig aufgelöst von diesem sonderbaren Vorfall. „Frau Vieken, können Sie mir sagen, was fehlt?“ wollte ein zweiter Mann wissen. Sie sah ihn an. „Wer sind Sie?“ wollte sie wissen. „Semir Gerkhan. Kripo Autobahn.“ stellte sich der Mann vor. „Warten Sie… ich kann es Ihnen gleich sagen, was fehlt. Aber so wie ich es sehe, hat er hier einiges mitgenommen.“ Sagte sie, als sie in den Laderaum sah. „Was genau?“ wollte der kleine Polizist wissen. „Ich hatte Rohedelsteine, Silber- und Goldbrocken geladen. Es sollte zu einem Schmuckhersteller gebracht werden. Tja… das wird ein bitteres Bonbon für mich.“ gab sie von sich. „Warum für Sie?“ wollte Jäger wissen. „Nun ja… es ist meine Firma, mein Transporter. Ich bin zwar versichert aber vermutlich wird man mir die Hälfe der Schuld anrechnen. Denn ich habe den Wagen geöffnet als sie mich zwangen...“ kam leise von ihr. „Wie hoch war der Wert der Edelsteine?“ lautete die nächste Frage. „Ich weiß es nicht genau. Wie wertvoll sind ungeschliffene Smaragde, Rubine, Diamanten, Opale…?“ stellte sie die Gegenfrage.

    genau die Frage stelle ich mir auch gerade... was kommt da auf die beiden zu... hört sich nach einem ziemlich weitreichenden Fall an. Aber eins ist gut.... ich weiß dass er im englischen Besuch schon wieder fit ist... unser Semir.... :D

    Super Story ihr Beiden...

    Abendessen°

    Eine Stunde später waren sie bei Hartmut in der KTU. „Hartmut! So schwer kann das doch gar nicht sein. Ich meine es ist Plastik und es wird ja sicher von irgendwas stammen.“ maulte Semir herum. „Das weiß ich auch, Semir. Nur es ist nicht von einem Rücklicht. Das ist klar. Dieses Zeug ist verdammt flexibel und mir ist nichts bekannt, wo so ein Material benutzt werden kann.“ erklärte der Techniker. „Aber es ist von dieser Welt oder?“ fragte Ben scherzeshalber. Hartmut sah ihn pikiert an. „Natürlich. Von wo denn sonst!“ empörte er sich. „Nun ja… von einem Raumschiff zum Beispiel.“ grinste Ben. Hartmut sah ihn an und lachte laut auf. „Raumschiff? Ja sicher…. Scotty beam me up…“ gab er zurück. Semir schüttelte den Kopf. „Es ist wichtig. Mach hin und versuch heraus zu finden, woher das Ding stammt.“ Gab er etwas wütend den Befehl. „Eye, Eye Captain!“ grinste Hartmut. Ben und Semir gingen raus und fuhren zur PAST. „Dir macht das so richtig Spaß was? Du stellst die Glaubhaftigkeit der Opfer ganz schön in Frage. Was wenn die doch Recht haben?“ wollte Semir auf der Fahrt wissen. „Ach komm…. Mensch wir haben Karneval. Die Leute verkleiden sich und niemand fällt auf, dass die einen Überfall machen.“ erklärte Ben. Semir sah ihn an. „Stimmt… wir haben Karneval. Wenn die Typen sich Kostüme besorgt haben, dann wäre es gut möglich… Okay… von dir stammt die Idee. Wir werden alle Kostümverleiher und –verkäufer aufsuchen und herausfinden ob es dort solche Kostüme gibt.“ gab Semir bekannt. Den Blick den Ben ihn zuwarf ignorierte er.

    Barbara Vieken war mit ihrem kleinen Werttransporter auf der A1 unterwegs. Ihre Ladung war so viel wert, dass sie ständig in den Rückspiegel schaute ob ihr jemand folgte. Es war eigentlich nicht üblich, dass sie allein fuhr, doch der Kollege, der sie begleiten sollte war krank und es gab keinen Ersatz. Da sie es nicht weit hatte, wollte sie die Tour trotzdem machen und als Chef des kleinen Unternehmens konnte sie es ohne jemanden zu fragen. Sie rieb sich kurz die Augen und war gerade kurz vor dem Rastplatz Knappsack als sie ein bläuliches Licht vor sich bemerkte. Sie drosselte das Tempo und sah in die Richtung aus der dieses Licht kam. Doch plötzlich stieg sie auf die Bremse. Nicht weit vor ihr stand eine fliegende Untertasse und blockierte die Fahrbahn. Es sah aus, als schwebe sie etwas über der Fahrbahn.. Barbara war eine Realistin die nicht an Ufos glaubte. Aber nun als sie dieses Ding vor sich sah, geriet ihre reale Welt etwas ins Wanken. Sie hielt auf dem Standstreifen an und sah sich das Lichtspiel des Gefährts an. Es war schön. Auch der nachfolgende Verkehr hielt an und starrte in das Licht. Keiner von ihnen ahnte, dass dies das Leben von Barbara retten sollte.

    Auch Semir und Ben waren am frühen Morgen unterwegs. Allerdings nicht auf der Autobahn, sonder in Köln. Sie wollten Hotte und Dieter besuchen. Semir klingelte und nur kurz drauf kam Dieter. Mundschutz und Gummihandschuhe zierten ihn. Semir lachte kurz. „Ist das Haus Virenfrei?“ fragte er grinsend. „nein… Hotte ist ziemlich schlimm dran. Das Fieber ist gestiegen und ich habe schon den Arzt angerufen. Ich dachte er wäre es. Was macht ihr hier?“ wollte Dieter wissen. Ben sah ihn an. „Meinst du wirklich das hilft?“ wollte er wissen und deutete auf den Mundschutz. „Ja sicher…Die Viren werden blockiert und gelangen nicht in meine Atemwege um sich festzusetzen…“ nickte Dieter. „Hast du denn auch daran gedacht, dass sich die Viren über deine Haare in deinen Körper den Weg bahnen können?“ gab Ben zu bedenken. Dieter sah ihn verständnislos an. „Meinst du wirklich?“ fragte er. Ben nickte. „Ja sicher… die Haare gehen ja auch in den Körper und dort könnten die über das Gehirn in deine Schleimhäute gelangen und dich infizieren. Also ich würde an deiner Stelle eine Haube tragen.“ Schlug Ben vor und sah Semir an. Dieser drehte sich um, weil er das Lachen kaum für sich behalten konnte. Dieter schlug die Tür zu. Semir sah Ben an. „Sag mal….!“ tadelte er ihn. „Dieter!! Lass uns doch mal rein! Wir wollen Hotte doch nur gute Besserung wünschen!“ rief er durch die verschlossene Tür. Doch Dieter schrie nur zurück, dass es besser für sie sei, draußen zu bleiben. Semir und Ben fuhren unverrichteter Genesungswünsche auf die Autobahn.

    „Du bist in letzter Zeit ziemlich unverschämt.“ meinte Semir im Auto. „Was? Ich? Wieso? Ich gebe doch nur Tipps. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es mit Viren so geht. Gut… ich weiß jetzt nicht ob Grippeviren das auch machen… aber war schon witzig. Was machen wir denn heute? Wieder Alliens jagen?“ lachte Ben. „Nein…. Wir werden uns einfach mal auf dem Rastplatz Knappsack umsehen. Vielleicht finden wir ja doch etwas.“ kam von Semir. Ben stöhnte auf. „Also doch Alliens jagen….“ Semir schüttelte nur den Kopf. Semir fuhr auf den Rastplatz. Er hielt dort an, wo die Überfälle passiert waren und sah sich um. Ben tat es auch, allerdings etwas gelangweilt und natürlich bemerkte Semir das. „Könntest du wenigstens so tun, als hättest du Spaß an der Arbeit?“ fragte er etwas wütend. „Mach ich doch… ich hab auch Spaß an der Arbeit. Ich suche nur nicht nach etwas, das es nicht gibt.“ erklärte Ben und sah zu Boden. Vor seinem Fuß lag etwas Undefinierbares. „Semir!“ rief er und hob das Etwas mit Handschuhen auf. Semir kam. „Was hast du da?“ wollte er sofort wissen. Ben hob das Tütchen hoch. Semir nahm es in die Hand und sah sich das Etwas an. „Sieht aus wie Plastik oder?“ fragte er. Ben nickte. „Ja allerdings bin ich mir da nicht so sicher. Ist ziemlich biegsam.“ meinte er und testete das Fundstück. Semir nickte. „Wo lag das?“ wollte er wissen. „Da vorn… „ Ben wies hinter dem Auto. Semir erhob sich und ging hin. „Hier liegt noch mehr. Sieh mal!“ rief Semir. Ben kam ebenfalls hin. Tatsächlich lagen dort einige dieser Stücke. „Ich ruf die Spurensicherung.“ gab er durch und ging zum Funk.

    freut mich das die Story eine Fortsetzung hat... mal sehen was desmal alles passiert.. Nachdem ich jetzt fünf stunden damit verbracht habe, meinen PC wieder einigermaßen hinzubekommen.... Kompletter Systemabsturz... grausam....

    Eine Stunde später waren sie am Museum. „Herr Winter?“ fragte Semir als sie das Museum betraten. Der Mann nickte. „Gerkhan… Kripo Autobahn. Es geht um den Transport der Möbel aus Ihrem Hause…“ fing Semir an. „Nein! Sagen Sie nicht, dass der Wagen einen Unfall hatte. Bitte nicht. Der Wert der Möbel ist….“ kam entsetzt von Winter. „…ähm… nein ach so… das hier ist mein Kollege Ben Jäger. Es gab keinen Unfall. Der Wagen wurde überfallen. Die Möbel sind alle weg. Was für Sachen waren das?“ wollte Semir wissen. „Das sind für wahre Kunstliebhaber unbezahlbare Möbelstücke. Nehmen Sie zum Beispiel den Stuhl aus Österreich. Kaiserin Elisabeth von Österreich hatte auf ihn gesessen. Es ist absolut eine Katastrophe. Wie soll ich das dem Besitzer klar machen?“ fragte Winter. Ben sah ihn erstaunt an. „Es waren keine eigenen Stücke?“ kam etwas verwirrt von ihm. „Nein… es sind alles Leihgaben für die Ausstellung die nächsten Monat ansteht. Gott… wir haben aus Ungarn, Schweiz, Österreich und natürlich auch Italien Sachen geordert. Die waren alle im LKW…. Das ist der Ruin für das Museum….“ stöhnte Winter. „Nun ja… aber die Sachen sind doch versichert oder nicht?“ wollte Ben wissen. „Gegen Beschädigungen ja… aber nicht gegen Diebstahl. Aber ich spreche hier auch nicht von dem materiellen sondern von dem historischen Wert. Ich meine wer denkt schon daran, dass Möbel gestohlen werden.“ Kam traurig von Winter. „Wer wusste denn von dem Transport?“ stellte Semir die Frage. „Nur die Spedition und ich. Ja und die Spender natürlich. Der Fahrer auch.“ kam prompt die Antwort. „Sonst keiner?“ Winter schüttelte den Kopf. „Nein… ich wollte so wenig Mitwisser wie es ging. Es ist eine Katastrophe…. Das Museum kann schließen… ich kann mir die Kugel geben…“ jammerte der Mann. Semir sah zu Ben und nickte. „Nun ich würde sagen Sie warten noch etwas ab. Wir finden die Möbel und dann können Sie Ihre Ausstellung klar machen.“ lächelte er Winter zuversichtlich an. Doch der schien ihn gar nicht zu hören und ging einfach weg. Ständig murmelte er: „Ich bin ruiniert… ich bin ruiniert…“

    „Mann der ist ja völlig fertig.“ stöhnte Ben. Semir nickte. „Ja kann ich sogar verstehen. Wenn die Existenz am Ende ist. Tja… nur wir haben immer noch keine Spur. Es haben sich keine Zeugen gemeldete. Entweder hat niemand was gesehen, oder aber es traut sich keiner eine Aussage zu machen, weil die das für absoluten Mist halten und sich nicht lächerlich machen wollen. Ich tippe da allerdings auf die zweite Version. Ich würde auch keinem Kollegen sage, ich hätte ein Ufo gesehen.“ meinte Semir sachlich. Ben lachte. „Ja, wenn ich solche Aussagen zu Protokoll nehmen müsste, könnte ich vor Lachen nicht schreiben. Aber nun haben wir Feierabend. Susanne wartet auf mich.“ Grinste Ben. Semir sah ihn an. „Wann heiratet ihr denn nun?“ wollte er wissen. Ben rollte die Augen. „Warum müssen wir denn heiraten? Wir können doch auch erst einmal eine ganze Weile so zusammen sein.“ stöhnte er auf. „Du kneifst?“ fragte Semir tadelnd. „Nein… ich kneife nicht. Aber ich will einfach keine männliche Sekretärin im Vorzimmer.“ lachte Ben. Semir ließ Ben am Parkplatz der PAST raus und fuhr nach Hause. Ben holte Susanne ab. Der Abend stand ganz im Sinne der beiden frisch Verliebten.

    Am nächsten Morgen saßen acht Mann auf einem alten Bauernhof in der Nähe des Rastplatzes Knappsack in der alten Scheune und öffneten die Kisten. „Hey… das ist doch wohl echt der Hammer… Ein Stuhl… was für ein Fund. Mann… das ging daneben!“ fauchte Maurice. Guido sah ihn an. „Hey… ich dachte wirklich das war der Laster mit den anderem Kram. Verdammt die müssten die Touren getauscht haben. Aber ich bekomme es noch raus. Wir müssen eh erst mal Pause machen. Die Bullen werden wach.“ gab er von sich. Maurice lachte. „Hey.. die Opfer werden den Bullen erzählen, dass sie von Außerirdischen beraubt wurden. Das glaubt denen keiner. Ich kenne den Haufen… die sind realistisch eingestellt. Es gibt niemanden der denen die Story abkaufen wird. Die werden sich erst mal an die Speditionen wenden und auf Versicherungsbetrug ermitteln. Dann werden sie die Eigentümer vernehmen und vermutlich die Fahrer auf Diebstahl überprüfen. Vorstrafen und so weiter. Wir werden noch einen Wagen schnappen. Dann machen wir Pause. Aber die Ware will ich noch haben.“ kam von Maurice. „Was ist es denn diesmal?“ wollte Wolfgang wissen, der gerade mit der Abendzeitung kam. „Diesmal wirklich was ganz Besonderes. Gold, Diamanten, Silber….“ lachte Maurice und nahm die Zeitung. Er schlug sie auf und sah die Schlagzeilen. „Wertvolle Möbel gestohlen!“ sprang ihn regelrecht in die Augen. Er lachte auf. „Das ist ja super!“ grinste er und jubelte. Wolfgang und Guido sahen sich an. „Tickst du total aus, oder was?“ wollte Wolfgang wissen. „Nein… behandelt die Möbel gut und setzt euch ja nicht drauf. Das ist wie ein sechser im Lotto.“ grinste Maurice. Guido sah ihn an. „Was ist den damit? Das ist wertloser Plunder der fast auseinander fällt…“ gab er gleichgültig von sich. „Gestern wurden Möbel aus dem Besitz der österreichischen Kaiserin Elisabeth gestohlen. Das verantwortliche Museum beziffert den Wert auf über drei Millionen Euro.“ las er vor. „Drei Millionen? Whow…. Das ist ja super… Nur wie willst du das zu Geld machen?“ fragte Wolfgang. Maurice lachte leise. „Nach unserem letzten Überfall heute Abend werden wir diesen Museumstypen mal was schreiben und Lösegeld für die Sachen fordern.“ grinste er zufrieden und erläuterte seinen Plan für den Abend.

    Am Abend war Ben wieder mit Susanne unterwegs. Die Beiden waren nun schon fast vier Monate zusammen und bisher standen die Sterne günstig. Semir machte zwar seine Bemerkungen über die Beziehung aber Susanne und Ben standen darüber. „Weißt du was die Chefin mich heute Morgen gefragt hat?“ kam von Susanne als sie Ben küsste. „Nee… ich meine ich war ja unterwegs. Was denn? Wollte sie wissen wann unser erstes Baby kommt? Oder wann wir heiraten?“ kam neugierig von ihm. Susanne lachte hell auf. „Ja genau in der Reihenfolge. Sie hat es nur anders beschrieben. Sie meinte zu mir, dass ich ihr früh genug Bescheid geben soll, falls wir daran denken und für immer zusammen zu tun, damit sie sich früh genug um einen Ersatz kümmern kann. Ich habe sie beruhigt und ihr gesagt, dass wir noch nicht an die Familienplanung ran gewagt haben.“ Ben sah sie an. „Ich kann sie sehr gut verstehen. Erst Andrea, dann Petra und nun du. Das sie da Bedenken bekommt…. Vielleicht behält Semir ja Recht…“ sinnierte Ben. Susanne sah ihn verwundert an. „Womit?“ wollte sie wissen. „Mit der männlichen Sekretärin…“ lachte Ben und widmete sich ganz seiner Freundin.

    Nur zwei Tage später war der Vorfall vergessen. Ben und Semir waren erneut unterwegs als sie zum gleichen Rastplatz gerufen wurden. Wieder behauptete der LKW-Fahrer er sei von Außerirdischen beraubt worden. Ben sah sich die Frachtpapiere an. „Na... dann hat ET diesmal Möbel für ein Hotel bestellt. Ich weiß auch welches.... das auf Melmak. Denn Alf hat mich gestern angerufen und wollte wissen ob wir nicht mal wieder Skat spielen wollen.“ grinste er Semir an, der lauthals loslachte. „Ben.... hör bitte auf...“ versuchte er ihn möglichst ernst zu ermahnen. Der LKW-Fahrer sah die Beiden an. „Ich weiß selbst, dass es bescheuert klingt, aber es war so.... “ verteidigte er sich. Ben sah ihn an. „Herr Mollenhaupt... es ist ja nicht so, dass wir Ihnen nicht glauben.... aber es gibt keine Außerirdischen...“ erinnerte er ihn. „Das weiß ich selbst. Aber es war so...!“ behauptete Mollenhaupt wütend. Ben nickte. „Also gut... wie sahen diese „Wesen“ aus?“ wollte er wissen. „Nun ja… sie waren grau-blau, hatten Augen die eher an Mandeln ähnelten. Gesprochen haben sie in einem ziemlichen Kauderwelsch. Da hab ich kaum was verstanden. Nur die Befehle waren verständlich. Die hörte sich aber sehr komisch an… als ob sie elektronisch übersetzt wurden… wenn Sie verstehen was ich meine…“ erklärte der Fahrer. Semir schrieb alles auf. „Gut Die Anzeige wird gefertigt. Aber Sie müssen auf jeden Fall zur Wache kommen und Ihre Aussage unterschreiben.“ meinte er kurz und ging mit Ben zum Wagen. „Also ich dachte ja… das die Erste Begegnung ein Zufall war. Aber jetzt sind es schon zwei. Ich meine wir sollten die Umgebung mal absuchen.“ schlug er vor. Ben lachte. „Du glaubst den Mist?“ wollte er wissen. „Ist doch schon komisch, das zwei LKWs hier ausgeraubt wurden, oder?“ gab Semir zurück. Ben nicke. „Ja… irgendwie schon. Aber ich glaube nicht an Außerirdische.“ bekräftigte er. „Ich auch nicht. Na komm… fahren wir wieder…“ stöhnte Semir.

    Im Büro schreib Semir die Berichte fertig und brachte sie zu Anna rein. Sie las kurz rüber und musste dann kurz lachen. „Ist das Ihr Ernst?“ fragte sie. Semir nickte. „Das ist die Aussage der LKW-Fahrer. Sie decken sich. Ich glaube nicht an den Mist, aber keiner von ihnen hatte eine Alkoholfahne. Die Ware ist definitiv verschwunden. Ben und ich vermuten dass Versicherungsbetrug von den Speditionen versucht wird, allerdings können wir das derzeit nicht beweisen.“ endete Semirs Bericht. Anna warf die Akte auf den Tisch. „Ist schon sonderbar. Haben wir denn irgendwelche Zeugen für das „Blaue Licht“, was der Brenner gesehen hatte?“ wollte sie wissen. „Nein… zu dem Zeitpunkt war die Strecke und auch der Rastplatz menschenleer. Das einzige was wir haben sind die Aussagen.“ erklärte Semir. Anna nickte. „Die elektronischen Geräte verstehe ich ja noch…. Aber Möbel?“ kam von Anna. „Nun ja… es waren nicht irgendwelche Möbel. Es waren Möbel aus einem Museum für Antike in Dortmund. Ben und ich fahren gleich mal hin um wenigstens zu erfahren was da gestohlen wurde.“ gab Semir bekannt. Anna nickte. „Dann machen Sie das. Danach können Sie dann Feierabend machen. Übrigens Herzberger ist bis auf weiteres Dienstunfähig. Er hat die Grippe. Auch wenn er eigentlich arbeiten wollte, ich habe ihn unter Hausarrest gestellt und den Arzt zu ihm beordert. Und da er ohne Bonrath nicht auskommt, hat Bonrath von mir den Befehl gegeben ihn zu pflegen. Wird vermutlich kein einfacher Job sein, aber Sie kennen die Beiden. Also wenn Sie Hilfe brauchen, dann müssen Sie sich an die Anderen wenden.“ meinte Anna. „Ja kein Problem. Aber wir kommen sicher auch ohne zu Recht.“ grinste Semir nur und stellte sich vor wie Dieter mit Schürze und Mundschutz vor Hotte stand um ihn die frisch gekochte Hühnersuppe vorzusetzen. „Gut… wir sind dann weg.“ erklärte Semir und verschwand.

    Wollte das nicht so direkt schreiben was ich denke sonst werd ich noch gesperrt :D

    Sag mal Julchen.... Kannst du mir mal sagen, warum du gesperrt werden solltest? Wo bitte liegt hier irgendwo ein Grund vor? In einem anderen Beitrag (Es ging glaube ich um die Seite von René) hast du schon mal so eine Andeutung gemacht. Irgendwie stellst du uns dar, als würden wir immer direkt sperren. Und jetzt noch mal für alle zum mitlesen:

    Wir sperren nur wenn es wirklich erforderlich ist. Also wenn man gegen die Regeln verstößt, die ihr ja sicherlich alle kennt. Es gibt keinen Hinweis das du gegen die Regeln verstoßen hast. Also lass bitte solche Andeutungen!!!

    LG

    :) Semir ist auf dem WEge der Besserung.
    :( Er erinnert sich daran, das Andrea und Aida nicht da sind
    ;( Ich könnte mit ihm heulen.

    Du beschreibst es sehr einfühlsam. Am liebsten wäre ich in den Monitor gekrochen und Semir umarmt, getröstet... Jenni... lass mich nur eine Weile mit diesen Mistkerl allein... versprichst du mir das? :cursing::cursing::cursing::cursing::cursing:

    Alfred Berner reichte dem Polizisten die Hand. „Alfred Berner. Ich bin der Fahrer. Ich weiß… was ich Ihnen jetzt erzähle, ist sicher unglaublich. Aber ich schwöre es war so… Es war wirklich so.“ begehrte der Mann auf. Semir hob die Hände. „Erzählen Sie doch erst einmal was passiert ist.“ Bat er den Mann. „Also… gestern habe ich vor meinem Laster so ein blaues Licht gesehen. Es folgte mir und ich dachte, ich bin einfach nur müde. Also bin ich raus und wollte hier meine Pause machen. Dann wurde ich wach, weil es unheimlich laut wurde. Ich machte die Gardine zur Seite und da standen sie. An der Fahrerseite, an der Beifahrerseite und hinten auch. Vier Mann oder Frau. Ich weiß es nicht. Die haben die Ware aus meinem LKW gepackt und ins Raumschiff getragen. Das stand direkt da, wo Sie nun stehen.“ berichtete der Mann aufgeregt. Semir warf Ben einen Blick zu und dieser nickte. „Was hatten Sie geladen?“ wollte Semir wissen. „Ich hatte Festplattenrecorder, Handys, Flachbildfernseher…“ zählte der Fahrer auf. Ben grinste und beugte sich zu Semir. „Ich wusste gar nicht, das ET so etwas braucht…“ meinte er leise und Semir musste ebenfalls lachen. „Also gut… wir sollten auf jeden Fall einen Alkoholtest machen.“ meinte er dann und sah den Fahrer an. „Allerdings rieche ich keine Fahne.“ gab er dann zu bedenken. Ben machte ihn trotzdem. Das Ergebnis waren 0,0 Promille. „Ich weiß, dass meine Story sich unglaublich anhörte, aber es ist wirklich so gewesen.“ kam schon fast flehend von Berner. „Herr Berner, es ist ja nicht so, dass wir Ihnen nicht glauben… aber…“ fing Semir an. Ben nickte. „Nein…. Das nicht. Aber wir sind der Meinung, dass es totale Scheiße ist, die Sie hier erzählen. Sie haben die Ware vermutlich selbst vertickt…“ verdächtigte er den Mann. Semir gab dem Mann seine Visitenkarte. „Sie müssen die Anzeige noch unterschreiben.“ meinte er und wies darauf hin, dass Berner zum Revier kommen musste.

    „Was für ein Blödsinn. Außerirdische haben mir die Ware geklaut..“ lachte Ben noch als sie wieder auf der Autobahn fuhren. Semir grinste nur und nickte. „Ja aber es könnte was dran sein...“ gab er zu bedenken. Ben lachte laut auf. „Wie bitte? Das ist doch gequirlter Mist. Ich meine, dir könnte man was von Außerirdischen erzählen, stammst ja schließlich aus der Generation, die an Ufos glaubt. Ich bin da realistischer...“ meinte Ben nur. Semir warf ihm einen Blick zu. „Du? Realistischer? Du hast doch eben ET erwähnt oder etwa nicht?“ gab er gespielt empört zurück. „Ja aber nur damit dir der Kugelschreiber vor Lachen nicht aus der Hand fällt. Hast du im Ernst geglaubt, was der da erzählt hat?“ wollte Ben wissen. „Nein... aber man muss zumindest versuchen sachlich zu blieben. Immerhin glaubt der Mann das tatsächlich gesehen zu haben. Und ET ist übrigens längst abgelegt. Heute sind es Goald und Orks oder so...“ erklärte Semir grinsend. Ben sah ihn irritiert an. „Die wer?“ fragte er nach. „Na die Außerirdischen bei Stargate. Die Serie beschäftigt sich doch damit... also das ist so... Die reisen durch ein großes Tor, das so genannte „Sternentor“ zu anderen Planeten und treffen meistens auf die Goalds... das sind Wesen in Wurmform. Also irgendwie riesige Regenwürmer, wenn du willst. Diese Würmer verschwinden in die Bewohner der Planeten, also in ihre Körper und kontrollieren diese. Die Leute, die sie beherrschen vermitteln sie dass sie Götter sind. Die sind natürlich böse und diese Stargategruppe sind die Guten, die immer gewinnen. So wie wir.“ erklärte Semir. Ben lachte. „Ich wusste doch, dass du an so was glaubst. Nee jetzt mal ehrlich. Es ist zwar wirklich merkwürdig, aber das ist ein Fake. Und wenn ich dir nun auch etwas zerstören muss. Sei stark.... es gibt keine Raumschiffe, keine fliegenden Untertassen, es sei denn sie kommen aus Andreas Richtung und es gibt auch kein „Sternentor“. kam von Ben ziemlich trocken. „Idiot!“ gab Semir lachend und kopfschüttelnd zurück.

    „Und wie war die Bootsfahrt?“ wollte Ben wissen, als Semir und Andrea zurück waren. „Herrlich…. Einfach wunderschön..“ schwärmte Andrea und küsste Semir. „Ja… es war sehr schön. Und wie war meine Tochter zu dir?“ wollte Semir grinsend wissen. „Sehr gnädig. Sie ist schon nach der sechsten Geschichte eingeschlafen und ich mit.“ meinte Ben lachend. „Schläfst du hier, oder willst du nach Hause?“ wollte Andrea wissen. Ben schaute auf die Uhr. „Oh… so spät….?“ fragte er erstaunt. Semir nickte. „Am besten du packst dich im Gästezimmer hin. Wir müssen ja eh in knappen acht Stunden wieder raus.“ bot Semir an. Ben nahm an und verschwand kurz darauf. Tatsächlich klingelte acht Stunden später der Wecker an Semirs Bett. Schlaftrunken stand er auf. Andrea wurde ebenfalls wach. „ich mach euch Kaffee“, sagte sie ebenfalls sehr müde. „Du kannst auch liegen bleiben, wenn du zu müde bist. Die Kaffeemaschine kann ich auch bedienen.“ meinte Semir und gab ihr einen Kuss. Andrea nickte und drehte sich wieder um. Semir und Ben frühstückten und fuhren zur PAST. Doch bevor sie dort ankamen wurden sie über Funk gerufen.

    „Cobra 11 für Zentrale!“ hörten sie Hotte, der heute Dienst am Funkgerät hatte, weil er ziemlich stark erkältet war. „Mensch Hotte… du klingst ja grausam.“ meinte Ben als er sich meldete. „ Danke… ich fühle mich nicht sehr wohl. Passt auf…hatschi!!!.... auf dem Rastplatz Knappsack steht ein LKW. Der Fahrer scheint….hatschi!!! …. scheint getrunken zu haben und labert was davon, dass Außerirdische seine Ware geklaut hat…hatschi!!!“ gab Hotte durch. Man hörte deutlich dass es ihm gar nicht gut ging. Semir nahm das Mikro in die Hand. „Hotte…. Leg dich ins Bett. Das ist ja grausam!“ meinte er nur und fuhr zum Rastplatz. Von Hotte kam nichts mehr. Dafür meldete sich Susanne. „Hotte wird gerade von der Chefin heimgefahren. Hoffe nur sie übersteht es ohne sich anzustecken.“ kam von ihr durch. „Wir fahren hin und sehen mal was da ist. Cobra 11 ende!“ lachte Ben. „Mann… Hotte ist aber auch wie ein Nashorn. Stur und uneinsichtig. Wenn er sich mal keinen Lungenentzündung zuzieht.“ tadelte er seinen alten Kollegen. Semir nickte nur und fuhr auf zum Einsatzort. Dort angekommen sahen sie einen Mann am LKW lehnen. Die Türen zum Laderaum weit offen. Semir hielt direkt vor dem Fahrzeug an. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Ben Jäger.“ stellte er sich vor und zeigte seinen Ausweis.

    Also wenn es Tourristen gewesen wären, wüßte ich sofort warum sie es fotografiert haben. Tja und be diesen Leuten.... mal sehen was passiert. Ach ja.. Chris und Jenni..... lasst die Kölner Altstadt bitte nicht all zu sehr leiden, hört ihr weil .... mir han Karneval und da geh dort die Post ab.... :D

    So hier der versprochene Rest

    Wenig später saßen Semir, Ben und Bernhard Spiegern im Verhörraum. „Wo ist Bungie?“ wollte Bernhard wissen. „Im Zoo. Dort ist sie sicher besser aufgehoben und wird nicht für Einbrüche missbraucht.“ gab Semir zurück. „Hören Sie... ich wollte sicher nicht, dass Alois Ihnen etwas tat... Ich schwöre, das Tier ist ungefährlich.“ erklärte Bernhard. Semir nickte. „Ja sicher....“ meinte er nur. „Ich meine.. er sieht kaum etwas. Sie hätten den Raum einfach verlassen können. Außerdem ist Ihnen doch gar nichts passiert. Das mit den Einbrüchen war nur eine Notwendigkeit und hat auch niemand geschadet. Bungie hat nur wenig davon genommen. Ich meine...“ versuchte Bernhard sich für seine Taten zu entschuldigen. „Woher wussten Sie eigentlich, dass ich hinter Ihnen her war?“ stellte Semir die Frage. Bernhard sah ihn an. „Sven... er hat mich angerufen und mich gewarnt. Deshalb kam mir ja auch die Idee mit Alois.“ Gab er zu. Semir nickte. „Dann ist Ihr Bruder ebenfalls wegen den gleichen Straftaten dran, wie Sie. Wusste er dass Sie die Einbrüche begangen haben?“ kam die nächste Frage. Doch diesmal schwieg Bernhard. „Das mit Alois gebe ich zu. Aber die Einbrüche können Sie mir nicht anlasten. Sie haben keine Beweise. Keine Fingerabdrücke, gar nichts....“ grinste er. Semir schüttelte den Kopf. „Sie vergessen, dass mein Kollege das mitbekommen hat und dass ich Sie auf frischer Tat ertappte. Das ist ausreichend.“ erklärte Semir. „Ich will einen Anwalt...“ kam leise von Bernhard. Semir nickte „Den werden Sie auch brauchen.“ gab er von sich und sah zum großen Spiegel.

    „Herr Spiegern, hören Sie doch auf. Sie haben mir was in den Kaffee getan und Ihren Bruder gewarnt. Wie sonst hätte Ihr Bruder davon wissen können, das mein Partner auf dem Weg ist?“ fauchte Ben Sven an. „Das ist nicht wahr. Ich bin von Bernie gezwungen worden. Er hat mir einen Teil der Beute in den Wagen geschmuggelt und…“ versuche Sven sich heraus zu reden. Ben lachte leise. „Ich habe zufällig ein Gespräch zwischen Ihnen und ihrem Bruder mitbekommen. Sie schienen nicht gerade verängstig, als Sie den Brand legten. Und was Sie zu meinem Kollegen sagte, als Sie ihm die Waffe in den Rücken drückten. Also…?“ fragte Ben erneut. Doch Sven schwieg. Er schob die ganze Schuld auf seinen Bruder. Ben zuckte mit den Schultern. „Für den zweifachen Mordversuch gehen Sie und Ihr Bruder für eine ganz lange Zeit hinter Gitter und eins können Sie mir glauben. Durch die Stangen kann Sie niemand befreien.“ drohte Ben und ließ Sven abführen.

    Auf dem Flur traf er mit Semir zusammen. „Und?“ fragte dieser. „Sven Spiegern schweigt und schiebt alles auf seinen Bruder. Gut, wir wissen das Gegenteil und werden es vor Gericht bezeugen. Ich gehe mal davon aus, dass sie demnächst einen Flohzirkus in Ossendorf aufmachen können. Übung haben sie ja.“ lachte Ben. Semir nickte. „Mir tun nur die Tiere ziemlich leid. Ich meine du hättest den Gorilla sehen sollen, das Fell völlig verfilzt. Die Augen trüb und die Räume haben gestunken, sag ich dir…. Einfach bestialisch.“ erklärte Semir. Ben nickte. „Wir können ja am Wochenende das süße Äffchen besuchen. Wie hieß er noch?“ fragte Ben. Semir sah ihn an. „Bungie… glaub ich.“ antwortete er. „Nein… das Äffchen weiß ich. Ich meinte den Gorilla… deinen neuen Freund.“ lachte Ben. „Ach so… Alois… ein ziemlich bescheuerter Name für einen Gorilla.“ grinste Semir zurück. „Aber du hast Recht…. Wir besuchen ihn am Wochenende. Was macht Susanne?“ fragte er zurück. „Oh… Susanne. Nun ja… es entwickelt sich.“ grinste Ben nur. Anna Engelhard hörte was die beiden sprachen. Bisher war sie noch nicht dazu gekommen, Semir und Ben wegen der Sache zu sprechen doch als sie die Beiden da so stehen sah fing die Wut an zu kochen. „Würden die Herren sich die Ehre geben und in mein Büro kommen? Sofort!“ fragte sie mit wütender Stimme. Die beiden Männer tauschten die Blicke. Semirs Blick verriet mehr als tausend Worte. „Ben… Achtung. Wenn die so ankommt dann gibt es Ärger.“ Sollte es wohl heißen. Während Bens Blick ziemliche lässig war. „Was will die denn? Ist doch alles gut gegangen.“ hieß er. Doch trotteten sie beide hinter Anna in ihr Büro.

    „Semir? Ben? Würden Sie mir bitte erklären was das sollte? Wissen Sie wie knapp es wieder war? Sie Ben… der eigentlich mit der Rauchvergiftung im Krankenhaus lag, Sie Semir, dem ich eigentlich aufgrund seiner Erfahrung etwas mehr Verstand zugedacht hatte? Und das Schlimme ist… Sie ziehen auch noch Susanne mit rein? Was haben Sie sich dabei gedacht?“ fragte Anna wütend. „Nun ja… ähm….Chefin…. ich wollte nur… also als Sie und das SEK kamen… die Typen waren ja schon wieder … also fast… weg…“ fing Semir an zu stammeln. Er kannte Anna gut genug, wenn die sauer war, dann richtig. „Ach und dann machen Sie besser einen auf Superman? Wenn Ben nicht gewesen wäre, dann wären Sie vermutlich tot? Was ist dann mit Andrea? Oder Aida? Wollen Sie die Beiden wirklich im Stich lassen, nur weil Ihr Ego angegriffen wird?“ warf sie ihm vor. Semir senke seine Blicke. „Nein Chefin…“ kam leise von ihm. „Und Sie Ben? Was wollen Sie mir sagen?“ Ben sah sie an und dachte kurz nach. „Na Chefin… es war doch ganz einfach. Ich wusste ja, dass Semir einen Alleingang versuchen würde und da ich nicht wollte, dass Sie oder ich Andrea eine traurige Nachricht überbringen müssen, habe ich Susanne angerufen und sie gebeten mir zu helfen. Wir haben also wenn Sie es richtig sehen, Semir das Leben gerettet damit wir eben keinen schlechten Nachrichten überbringen müssen. Ich habe Ihnen Arbeit erspart, Susanne Arbeit erspart und mir den Stress der Suche nach einem neuen Partner erspart.“ Erklärte er mit einem ziemlich verschmitzen Grinsen. Der Blick von Semir sagte alles. Er hätte sich den Tritt gegen Bens Schienbein sparen können. Anna schloss die Augen. „Kindergarten“ stieß sie stöhnend aus.

    „Dürfen wir gehen? Ich meine wir haben ne Menge Arbeit und…“ fing Semir nach eine Weile an. Anna sah ihn an. „Ja… Sie und Ben haben eine Woche Bürodienst.“ Entschied sie. Ben sah zu Semir und dann wieder zur Chefin. „Aber Chefin!!“ kam von beiden wie aus einem Mund. Anna lächelte. „Raus!“ sagte sie nur. Die beiden großen Jungs trollten sich. Wenig später in dem Büro der beiden Hauptkommissare ging die Unterhaltung weiter. „Na super! Nur weil du dich nicht an die Vorschriften hältst werde ich auch bestraft!“ fauchte Semir seinen jungen Kollegen an. „Was heißt denn wegen mir? Wenn du mich direkt mitgenommen hättest, dann wäre Susanne nicht nötig gewesen und du wärest nicht in so einem Schlamassel geraten.“ entgegnete Ben. „Ja aber wenn du nicht aus dem Krankenhaus abgehauen wärest, dann….“ Ging es mit Semir weiter. Ben ließ sich auf seinen Stuhl sinken und sah auf seinen chaotischen Schreibtisch. „Na… gewinnen wir mal was Gutes davon ab. Du kannst deinen Schreibtisch säubern.“ grinste er Semir an. Semir lachte auf. „Hoffentlich gibt es in den nächsten Tagen einen Massencrash, oder eine Busentführung. Diese Büroluft halte ich keine Woche aus.“ stöhnte er. Ben nickte. „Ja oder eine riesige Explosion…“

    Ende