Beiträge von Elvira

    „Im Krankenhaus wurde sie zu ihrem Mann gebracht. Sofort lagen sie sich in den Armen und Marion fing an zu weinen. „Reg dich nicht so auf… bitte. Denk an unser Kind…“ sagte er leise. Sie nickte und sah ihn liebevoll an. „bist du denn okay?“ fragte sie. „Ja sicher… Nur Mark… er hat es leider nicht geschafft. Er war tot als ich wir endlich frei waren.“ Erklärte er leise und man merkte sofort dass es ihn bedrückte. „Herr Förster… könnten wir uns vielleicht einmal unterhalten?“ bat der Polizist der seine Frau hergebracht hatte. „Ja sicher…Marion würdest du bitte einen Augenblick raus gehen?“ kam von Leon und seine Frau nickte. Während sie mit dem jüngeren der Polizisten hinausging, setzte sich Gerkhan, so stellte sich der zweite Polizist vor, auf den Stuhl neben dem Bett. „Herr Förster, bitte erzählen Sie mir alles was Sie von dem Überfall noch wissen.“ fing der Mann an. „Nun ich und Mark waren ganz normal auf der Autobahn unterwegs als plötzlich ein blaues Licht vor uns erschien. Erst dachten wir an eine Spiegelung aber da war nichts was es auslösen konnte. Wir sind auf den Parkplatz und dann wurden die Türen vom Auto aufgerissen. Diese Wesen…. Sie sahen aus wie diese Außerirdischen von denen man immer wieder mal liest, sahen uns an und hoben eine Waffe. Sie zwangen uns raus und leerten den Wagen. Dann sperrten sie uns ein, betäubten uns und fuhren uns ins Sandwerk.“ Fing Leon an zu erzählen. „Wussten Sie es sofort?“ harkte Gerkhan nach. „Was?“ stellte Leon die Gegenfrage. „Das mit dem Sandwerk? Wussten Sie als Sie wach wurden, dass Sie im Sandwerk sind?“ erklärte Gerkhan. „Nein… erst als wir … als ich mich befreit hatte und die Polizei angerufen habe.“ verteidigte Leon sich direkt. „Ihr Kollege hatte einen Herzinfarkt, das ist bei der Obduktion herausgekommen. Hatte er noch Familie?“ wollte Gerkhan wissen. Leon schüttelte den Kopf. „Nein… seine Frau ist vor acht Jahren verstorben. Kinder gab es keine. Ich wusste nicht einmal das Mark krank war.“ gab er zu. „Ihr Kollege hatte Krebs im Endstadium. Er wäre sicher in den nächsten Monaten gestorben. Sie sollten sich nicht so viele Gedanken machen, dass Sie ihn nicht mehr retten konnten. So hatte er es hinter sich.“ nickte der Polizist beruhigend. Leon sah ihn nur an. „Es ist trotzdem nicht in Ordnung. Ich meine diese Mistkerle… ich glaube nicht an Außerirdische. Das sind verdammt miese Verbrecher, die…“ Leon stockte. Er wollte nicht mehr. „Bitte lassen Sie mich allein. Bitte…“ flehte er. Gerkhan nickte und ging raus. Marion ging anstelle seiner hinein und er sah seinen Partner an.

    „Was meinst du?“ wollte Semir von Ben wissen. „Sie hat mir erzählt dass sie verschuldet sind. Der Bau des Hauses, nun das ungeplante Kind. Alles wäre ein Grund den Überfall nur vorzutäuschen. Sein Kollege kam dahinter und musste sterben. Ich meine… er ist am Herzinfarkt gestorben. Das kann man auch künstlich herbeiführen, ohne dass es den Ärzten auffällt. Vielleicht wollte der Mark Reinders ja auch sterben, weil er eh in einigen Monaten den Löffel hätte abgeben müssen…“ kam von Ben. Semir schüttelte den Kopf. „Das glaub ich nicht. Ich halte es wirklich für einen Überfall von unseren Freunden Alf und ET. Wir sollten endlich unseren Plan verfolgen und diesen Leuten das Handwerk legen. Lass das junge Glück in Ruhe. Der ist unschuldig. Zumindest was den Überfall angeht. Komm wir reden noch einmal mit der Chefin.“ befahl Semir und zog Ben hinterher. „willst du ihn ohne Bewachung lassen? Vielleicht hat er diesen Überfall ja doch fingiert um so aus den Schulden raus zu kommen!“ begehrte Ben auf. Semir sah ihn warnend an. „Hör mal…. er da drinnen hatte sicher nichts damit zu tun. Als er mir erzählte wie es abgelaufen war, wusste ich es. Und nun werden wir unseren Plan durchziehen ob mit oder ohne dem Segen der Chefin.“ knurrte er nur. „Ohne? Hey… das …. Das ist gut.“ grinste Ben und lief hinter Semir her, der bereits auf dem Weg zum Auto war.

    „Semir! Ben! Man hat die Männer vom Geldtransporter gefunden. Einen Toten. Im Sandwerk in Horrem!“ Kam Susanne aufgeregt ins Büro von den Beiden. Sofort griffen sie nach den Jacken und rannten raus. Nur fünfzehn Minuten später waren sie dort. Sie sahen das Aufgebot von Kollegen die dort waren und wollten hin. Allerdings wurden sie von einem Kollegen in Uniform aufgehalten. „Sie können hier nicht durch! Es gibt nichts zu sehen! Fahren Sie weiter!“ blaffte der Mann sie an. „Ja schon gut… wir sind Kollegen!“ entgegnete Semir und zeigte seinen Ausweis vor. Der Uniformierte ließ die Beiden durch. Gerade wurde der Sarg abtransportiert und ein Mann in den Krankenwagen gebracht. „Augenblick bitte!!“ rief Semir und hob seinen Ausweis, als er vor dem Arzt stand. „Nur ein paar Fragen…“ bat er weiter. Der Arzt nickte. Semir stieg in den Wagen „Gerkhan Kripo Autobahn.“ Stellte er sich vor. „Leon Förster….“ kam von dem Mann auf der Liege. „Können Sie mir sagen, was passiert ist?“ fragte Semir. Leon nickte. „Ja… wir wurden überfallen, betäubt und begraben. Mark…mein Kollege hatte die geniale Idee uns frei zu graben. Er bekam dann Probleme mit der Atmung und…als ich ihn sagte, dass wir es geschafft haben, da…da war er tot. Er hatte mir als Letztes versprochen, dass ich mein Kind kennen lernen werde… und…ich meine… warum?“ Semir sah sofort, das der junge Mann mit den Tränen kämpfte. „Genug jetzt. Wir fahren ihn ins Krankenhaus. In den nächsten 48 Stunden wird kein weiteres Gespräch zwischen Ihnen und dem jungen Mann mehr stattfinden!“ kam vom Arzt. „Nein… bitte sagen Sie meiner Frau Bescheid. Kirchheimer Str. 9 in Leverkusen. Marion Förster….Bitte…“ flehte der junge Mann und schloss die Augen. Semir nickte und verließ den Krankenwagen. Er ging zu Ben, der gerade vom Leichenwagen kam. „Tja… der Gerichtsmediziner meint es wäre Herzversagen gewesen. Genaueres würde er uns natürlich nach der Obduktion sagen. Was hast du?“ wollte Ben wissen. „Nichts weiter. Sie wurden überfallen und anschließend begraben. Er ist ziemlich durch den Wind und hat anscheinend Beruhigungsmittel bekommen. Wir werden jetzt zu der Ehefrau fahren und sie ins Krankenhaus bringen.“ gab Semir bekannt und stieg ein. Gemeinsam fuhren sie nach Leverkusen.

    Marion kam gerade vom Einkauf wieder. Sie wartete darauf dass Leon nach Hause kam. Erwartet wurde er zwar erst morgen, aber seit sie in der Zeitung gelesen hatte, dass ein Geldtransporter überfallen wurde konnte sie ihn nicht auf Handy erreichen. Sie hatte etwas Angst, was zum größten Teil an den Medien lag die diesen Fall unglaublich aufbauschten. Innerlich musste sie lachen, wenn sie las, dass Außerirdische die Transporter überfallen hatten. Außerirdische, als ob es solche Wesen gab…, dachte sie bei sich und schüttelte verächtlich den Kopf. Als sie vor der Tür den Polizeiwagen sah, wurde ihr etwas anders. Ausgerechnet jetzt spürte sie wieder eine heftige Bewegung des Kindes. „Schon gut…. das hat sicher nichts mit Papa zu tun, mein Kleiner.“ sagte sie und streichelte mit der Hand über den dicken Bauch. Allerdings kamen die Männer aus dem Wagen direkt auf ihr zu. „Frau Förster?“ fragte der kleinere der Beiden. Sie nickte. „Ist was mit meinem Mann?“ kam die Gegenfrage. „Frau Förster… könnten wir kurz rein gehen? Ich denke es ist besser für Sie und Ihr Kind…“ bat der Polizist. „Ja sicher….“ stammelte Marion nervös. Sie ging voran und bat die beiden Männer rein. „Was ist mit Leon?“ fragte sie erneut, als sie in der Küche saßen. „Ihr Mann wurde überfallen. So sagt er wenigstens. Das war vor zwei Tagen. Haben Sie ihn nicht vermisst?“ wollte der jüngere Mann wissen. „Er ist meistens für drei Tage unterwegs. Genau wie jetzt. Was soll das denn?“ harkte Marion nach. „Nun Ihr Mann wurde heute aus dem Sandwerk geholt. Sein Kollege ist tot. Er behauptet überfallen und begraben worden zu sein. Der einzige der das bezeugen kann ist tot.“ erklärte der jüngere Mann. Marion stand auf. „Leon ist im Krankenhaus und Sie verdächtigen ihn, dass er lügt?“ schrie sie plötzlich los. „Nein… also…wollen Sie zu ihm?“ beruhigte sie der Kleinere. „Danke… ja….“ sagte sie traurig.

    „Chefin! Es gibt gar nichts. Kein Hinweis wo die Fahrer des Geldtransporters sind. Absolut gar nichts.“ kam von Semir. Anna nickte. „Es sind bereits zwei Tage vorbei. Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit, wie Sie es bereits erwähnten, dass der Lappen mit dem Chloroform ein Trick ist und die Männer mit dem Geld verschwunden sind. So also quasi zu Trittbrettfahrern geworden sind, die den Aufruhr gegen diese „Außerirdischen“ ausgenutzt haben. Die Presse schreibt natürlich von einem neuen Überfall der exterristischen Lebensformen, aber es hat vermutlich keinen gegeben. Diese Leute lachen sich ins Fäustchen und wir sind die Dummen.“ stöhnte Anna schon fast verzweifelt. Semir sah zu Ben. „Chefin… vielleicht sollten wir doch einen fingierten Transport machen. Der wird über diese Versicherungsgesellschaft versichert und ich wette 1000 zu 1, dass er überfallen wird.“ prophezeite Semir. „Semir! Diese Leute sind gefährlich! Was wenn sie jeden Skrupel verloren haben und über Leichen gehen? Was wenn dieser Werttransporter mit den Insassen beseitigt wurde?“ kam von Anna besorgt. „Ja sicher das Risiko besteht, aber es ist die einzige Möglichkeit herauszufinden, wer dahinter steckt.“ begehrte Semir auf. „Ich werde es mir überlegen.“ nickte Anna.

    Während Anna über Semirs Vorschlag nachdachte, versuchten sich die beiden Männer aus dem vergrabenen Fahrzeug zu befreien. Doch schnell sahen sie ein, dass ihre Bemühung ohne Aussicht auf Erfolg war. Der junge Mann sah den älteren an. „Mark…. Ich würde gern anders sterben…“ sagte er leise. Mark nickte. „Ja ich weiß was du meinst…. Wir werden hier ersticken. Ein langsamer Tod. Das Beste wäre wir würden schlafen und bekämen das Ende nicht mehr mit.“ resignierte er. Leon sein junger Kollege lachte leise. „Ich habe doch erst vor vier Wochen geheiratet. Lisa bekommt ihr erstes … unser erstes Kind… ich werde meinen Sohn niemals kennen lernen.“ Kam traurig von ihm. Doch genau diese Worte schienen Mark die Kraft für einen neuen Akt zu geben. „Du wirst deinen Sohn sehen. Du wirst ihn kennen lernen.“ sagte er grimmig und drehte sein Fenster runter. „Spinnst du? Der Sand kommt doch rein!“ schrie Leon erschrocken. „Ja und damit haben wir nach oben Luft. Komm…. wir müssen es weiter versuchen. Wir schaffen es!“ versprach Mark. Mit den Händen schaufelten sie den Sand in den hinteren Bereich und tatsächlich kam nach einiger Zeit der blaue Himmel zum Vorschein. „Es klappt! Wir sind gleich draußen!!“ kam freudig von Leon Mark nickte nur. Leon bemerkte, dass er nur schwer Luft bekam. „Mach eine Pause… ich schaffe es allein…“ bat Leon. Mark nickte nur und ließ sich auf Fahrersitz nieder, während Leon weiter machte. Eine halbe Stunde später war es soweit. Sie konnten durch das Schiebedach raus. Leon jauchzte vor Freude. „Wir haben es geschafft!!“ rief er und wandte sich an Mark. Dieser saß ohne jegliche Reaktion auf dem Sitz. Er reagierte nicht auf Leons rufen oder schütteln. Nach einer Weile registrierte Leon das Mark tot war. Er kroch durch das Dach und zog seinen Freund raus. Dann lief er zu einer der Buden, die auf dem Gelände standen. Sie waren verschlossen, doch er brach eine davon auf und rief den Notarzt und die Polizei.

    Auf dem Bauernhof angekommen stiegen Semir und Ben aus und sahen sich um. Das verfallene Haus schien völlig unbewohnbar zu sein. „Hier fühlt sich nicht mal ET wohl.“ grinste Ben und wies auf das Haus. Semir grinste nur und nickte. „Trotzdem schauen wir uns mal um. Erst das Haus und dann die Scheune. Vielleicht finden wir ja doch was.“ meinte er nur. Ben ging hinter ihm her. Er drehte sich um und sah über das verwahrloste Gelände. Doch dann bemerkte er Reifenspuren die bis zur Scheune führten. „Semir! Sieh mal!“ rief er und wies zum Boden. „Wetten, dass es die Spuren von der Untertasse sind?“ fragte er als Semir neben ihm stand. „Schon möglich….. die Spuren enden direkt an der Scheune. Die Tore wären groß genug um dort ein größeres Gefährt unterzubringen.“ murmelte Semir und ging den Spuren nach. „von der Art der Spuren tippe ich auf einen LKW. Oder einen Hymer. Ein Mechatroniker kann sicher da einiges zaubern. Gehen wir mal rein.“ grinste Ben und stieß die Türen zur Scheune auf. Doch enttäuscht sahen sie dort lediglich einen Mähdrescher. Semir sah Ben enttäuscht an. „Tja… war wohl nichts.“ kam von ihm. Auch er hatte sich mehr erhofft. Sie fuhren zurück zur PAST.

    Hotte sah Dieter mit seinen roten müden Augen an. „Ich bin am Ende… Dieter. Die Grippe macht mich fertig.“ stöhnte er leise. „Quatsch! Ich bring dich schon wieder auf die Beine. Du wirst sehen, wenn du erst mal meine Hühnersuppe gegessen und den Fencheltee getrunken hast, dann bist du fast gesund.“ prophezeite Dieter. Hotte putzte sich die Nase und ließ sich wieder in die Kissen fallen. „Ich bin müde. Ich will schlafen. Warum lässt du es nicht zu, dass der Schlaf mich heilt. Schlaf ist gesund. Meine Mutter sagte immer… Junge… schlaf dich gesund. Also…!“ forderte er heiser. Dieter lachte leise. „Elfriede hatte schon immer sonderbare Ansichten. Hotte du hast fast vierzig Fieber. Normalerweise würde ich dich ins Krankenhaus bringen…“ fing Dieter wieder an. Er ließ es bereits seit Tagen von sich hören. Hotte gehöre ins Krankenhaus, wo er von hübschen jungen Schwestern gepflegt wird und ohne Stress gesund werden kann, doch Hotte wollte nicht. Er wollte zuhause liegen. Es klingelte an der Tür. „Bin gleich zurück!“ erinnerte Dieter und verließ das Zimmer. Nur wenig später stand Elfriede Herzberger im Zimmer. „Mutter!“ stieß er aus. „Ja… so warum liegst denn du im Bett? Du musst an die Luft. Hier ist es ja völlig stickig drin. Kein Wunder dass du keine Luft bekommst. Na… jetzt bin ich da und jetzt wird es dir schnell wieder besser gehen.“ versprach sie.

    Maurice sah Wolfgang und Guido an. Sie trugen alle ihre Masken und hatten den Fahrer und dessen Kollegen aus dem Wagen gezerrt, geknebelt, gefesselt und betäubt. „Los…in den Wagen und dann ab!“ befahl er. Die beiden nickten und räumten den Wagen aus. „Wolle! Du fährst den Transporter in das Sandwerk und lässt ihn dort verschwinden!“ befahl er weiter. Wolfgang nickte und stieg in den Wagen. Doch ausgerechnet in diesem Augenblick hörten sie Sirenen. „Verdammt… die sind vermutlich dahinter gekommen, dass wir sie gelinkt haben. Wolle! Los du zuerst und dann hauen wir ab!“ fluchte Maurice. Wolfgang gab Gas und raste mit dem Transporter los. Maurice und Guido fuhren mit der Beute zum Bauernhof während Wolfgang den Transporter in ein Sandwerk fuhr. Dort ließ er den Wagen dicht an einer der Sandberge stehen. Doch damit nicht genug. Er nahm einen der Bagger und vergrub den Wagen. Niemand würde den hier schnell finden. Dass er damit das Todesurteil über die beiden Männer aussprach, interessierte ihn nicht wirklich. Nun musste er nur noch zur Straße und einige KM laufen. Er stellte sich an die nahe gelegene Autobahn und ließ sich per Anhalter zum Rastplatz bringen. „Hier würde ich mich nicht lange aufhalten. Es hat hier Überfälle von Außerirdischen gegeben.“ warnte ihn noch der Fahrer als er ausstieg. Wolfgang nickte nur. Er wartete bis der Wagen wieder weg gefahren war und ging dann zum Haus.

    Als Ben und Semir am Rastplatz ankamen, war natürlich nichts mehr zu sehen. „… ich hasse diese Leute. Meinst du dass die Burschen mit dem Geld vielleicht abgehauen sind? Vielleicht haben sie diese Tour nur abgezogen, weil sie unseren Fall zur Grundlage nehmen? Trittbrettfahrer? “ fragte Semir. Ben sah ihn an. „Ich weiß nicht… ich glaube nicht, dass die Leute, sich selbst mit Chloroform betäuben und dann noch Auto fahren.“ gab Ben von sich und hob ein Tuch, was er gefunden hatte, vor Semirs Nase. Der zog seinen Kopf zurück. „Du hast Recht… so mir reicht es jetzt. Wir werden uns den Bauernhof dort ansehen.“ fauchte er wütend und zog Ben mit sich. „Was… allein?“ fragte Ben. Semir sah ihn an. „Du wolltest doch da hingehen. Hast du doch Angst, dass es Außerirdische waren oder kommst du mit?“ stellte Semir wütend die Frage. „Natürlich hab ich keine Angst. Es gibt keine Außerirdischen!“ stellte Ben klar. Semir grinste. „Dann ist ja gut. Also los… Mark! Ihr kümmert euch hier um Alles. Ben und Ich gehen mal da hinten zum Bauernhof!“ rief Semir dem Beamten zu. Dieser hob die Hand zum Zeichen dass er verstanden hatte. Schon waren die Beiden im Auto unterwegs.

    „Der Erpresser hat sich gemeldet. Herr Winter wollte gleich hier sein und erklären was passieren soll und wie sich die Erpresser die Übergabe vorstellen. Aber die wollen auf jeden Fall, dass Sie die Übergabe machen.“ erklärte Anna. Semir sah Ben an. „Na einer von uns kann das machen.“ lächelte er. „Nein… die wollen dass Sie beide das machen. Ausdrücklich Sie beide.“ kam von Anna. Semir sah zu Ben und wollte gerade etwas erwidern, als es klopfte. „Ja bitte!“ rief Anna und die Tür öffnete sich. Winter kam herein. „Herr Winter! Was haben die Erpresser verlangt?“ wollte Ben sofort wissen. „Sie und Ihr Kollege sollen mit Ihrem Wagen zum Rastplatz Eifeltor fahren. Sie übergeben das Geld und im Gegenzug erhalten Sie die Möbel, die Sie dann zu mir bringen dürfen. Aber die Voraussetzung ist natürlich ohne Wa…“ erklärte Winter gerade als das Handy klingelte. Er meldete sich und nickte nur kurz. Dann reichte er das Handy an Semir weiter. „Die Erpresser“ sagte er leise. Semir nahm das Handy. „Semir Gerkhan!“ stellte er sich dem Anrufer vor. „Sehr schön…. Der Museumsdirektor hat Ihnen sicher schon erklärt, was Sie zu tun haben.“ hörte er eine metallische Stimme. Der Klang deutete darauf hin, dass ein Stimmenverzehrer eingesetzt wurde. „Warum sagen Sie mir nicht Ihren Namen?“ wollte er wissen. Doch die Gegenseite sagte nichts darauf. „In einer Stunde will ich Sie und Ihren Kollegen dort sehen. Sie werden aussteigen und die Geldkoffer vor dem Auto stellen! Sie und Ihr Kollege werden sich mit den Händen am Auto lehnen und in Schrägstellung bringen. Verstanden?“ höhnte der Anrufer. „Ja… okay.“ meinte Semir. Der Anrufer beendete das Gespräch.

    Semir und Ben fuhren zum Rastplatz und warteten. Die Zeit verging. Nichts passierte. Wie sollten die Beiden auch ahnen, dass sie so nur abgelenkt werden sollten, während die Verbrecher ihren nächsten Coup durchzogen. Semir sah auf die Uhr. „Mann… die sind zu spät.“ stöhnte er wütend. Ben nickte nur. „Wie lange wollen wir warten?“ wollte er wissen. „Höchstens eine Stunde. Diesen Mistkerlen würde ich nur all zu gern mal gegenüber stehen. Denen würde ich was erzählen, sag ich dir.“ drohte Semir. Ben lachte leise. „In welcher Sprache?“ harkte er sofort nach und grinste Semir an. „Auf meine Gerkhanisch… die beherrscht keiner so gut wie ich.“ lachte Semir. „Wir sollten uns mal hier umsehen. Weißt du eigentlich, dass heute der Transport von der Bank stattfinden soll.“ meinte Ben beiläufig. Semir sah ihn an. „Verdammt! Das hier ist alles nur Ablenkung. Die Typen wollen so freie Bahn für den Überfall haben.“ fiel Semir ein und er rannte zum Wagen. „Cobra 11 für Zentrale!“ rief er. „Zentrale hört!“ kam als Antwort. „Ja Semir hier…. die Übergabe ist gescheitert. Die Erpresser sind nicht aufgetaucht. Wir vermuten, dass es eine Ablenkung war um einen weiteren Überfall zu verüben und fahren zum Rastplatz Knappsack!“ gab Semir durch. „Zentrale hat verstanden.“ Semir und Ben fuhren mit Blaulicht und Sirene zum Rastplatz.

    „Hier muss das sein…“ murmelte Semir und zog vorsichtshalber die Waffe. Ben tat es ihm nach. Anschließend stellten sie sich links und rechts neben die Tür. Semir klingelte. „Herr Nieken! Machen Sie bitte auf! Polizei!!“ rief er durch die Tür. Doch es regte sich nichts. Er sah zu Ben. „Was machen wir jetzt?“ fragte dieser. „Tja… dringender Tatverdacht, auf Beherbergung nicht terristischer Lebensformen und daher notwendiger Aufbruch der Tür?“ stellte Semir fragend fest. Ben lachte leise und nickte. „Das gab es noch nie…“ gab er zu und machte sich bereit. Er trat gegen die Tür, die fast mit dem gesamten Türrahmen in die Wohnung fiel. Semir sprang mit der Waffe in der Hand in den Flur und sicherte Raum für Raum. Ben tat es ihm nach. Doch die Wohnung war leer. „Sehen wir uns mal um. Vielleicht finden wir etwas um unseren Freund zu finden.“ meinte Ben und ging ins Wohnzimmer während Semir sich das Schlafzimmer vornahm. „Semir!“ hörte er Ben rufen und ging hin. „Was denn?“ wollte Semir wissen. „Hier… das ist Wolfgang Nieken.“ Sagte Ben und hielt Semir ein Bild vor die Nase. „Hey… das ist doch der Typ von eben!“ stieß dieser aus und rannte zum Fahrstuhl. Ben kam hinterher. „Kannst du vergessen, der ist sicher schon weg.“ Meinte er sachlich. Semir nickte. „Ja stimmt… gut sehen wir uns weiter um. Vielleicht finden wir wirklich noch was.“ Sie gingen zurück. Die Durchsuchung ergab nichts und beide mussten abziehen. „Gut.. .dann sollten wir uns mal um den Werttransport kümmern. Der soll ja auch in Kürze stattfinden. Nieken setzen wir auf die Fahndungsliste.

    „Mann… mein Chef muss mich verraten haben. Die haben herausgefunden, dass ich die Versicherungen für die Transporte abgeschlossen habe. Die suchen mich wegen Mord und wegen Versicherungsbetrug und wegen Raub…wenn die mich kriegen, dann…bin ich tot…“ beklagte er sich. Maurice sah ihn an. „Du wusstest doch dass es irgendwann rauskommt. Aber keine Sorge. Die suchen sicher erst mal nach dir. Aber sie werden dich nicht finden.“ Grinste er. „Was? Wieso? Meinst du die kommen nicht auf die Idee sich hier auf dem Hof umzusehen?“ fauchte Wolfgang. „Lass sie doch. Was finden sie hier? Nichts. Nicht einmal unsere Untertasse. Wir machen nach dem nächsten Bruch Schluss. Nur diesmal werden wir den Bullen ein ganz tolles Schauspiel liefern. Diesmal werden die Bullen nur den Wagen finden. Nichts anderes. Nur den leeren Wagen. Die Lieferung und der Fahrer werden uns für ein paar Tage Gesellschaft leisten. Die Bullen werden denken, dass der Fahrer mit dem Geld auf und davon ist. Niemand wird uns hier finden. Vertrau mir…“ lachte Maurice. Wolfgang beruhigte sich. „Also gut. Aber danach ist Schluss. Ich muss abhauen. Das ist der letzte Coup den ich mitmache.“ gab er bekannt. Maurice nickte und dachte nur ‚dafür werde ich sorgen’. „Wo willst du denn jetzt hin?“ fragte er beiläufig. „Ich werde mich erst einmal hier auf dem Hof einnisten. Meine Wohnung wird vermutlich gerade auseinander genommen. Da kann ich nicht hin.“ meinte Wolfgang. „Kein Problem. Wir haben hier genügend Zimmer frei.“ lachte Maurice.

    So dann mache ich mal den Anfang. Aber bitte lass dich davon nicht abschrecken... ich sage dir nur meine Meinung: ;)

    Also fangen wir mal an: Du schreibst ziemlich stockend. Die Rechtschreibung solltest du auf jeden Fall überprüfen, bevor du den Text einstellst. Außerdem solltest du die Satzstellung ein wenig beachten, damit man den Zusammenhang erkennen kann. Noch eine Frage... wie alt ist Aida in deiner Story? Also normalerweise ist sie zwei und ich denke nicht, dass Eltern mit einem solchen kleinen Kind abends um acht ins Theater gehen. Aber gut... mal sehen wie die Story weitergeht. Außerdem solltest du bei der wörtlichen Rede darauf aufpassen, dass du zwischendurch schreibst wer was sagt. Es ist dann für die Leser einfacher zu verfolgen.

    So und nun mach mal weiter.... :D

    So nachdem ich jetzt auch mal diese Story durchgelesen habe muss ich mal einiges anmerke:

    Die Hintergrund der Story scheint mir doch ziemlich absurd. Aber gut...

    Wie Elina schon amnerkte, solltest du auf die Rechtschreibung achten, denn es stört doch ziemlich, wenn man sich überlegen muss was du eigentlich meisnst.

    So was mir aufgefallen ist: Semir wird von Conrad ins Bein geschossen. Aber er kommt nicht ins Krankenhaus? Wo ist denn die Kugel hin? Meinst du wirklich, das Semir so einfach nach Hause fährt, obwohl sein Partner in den Händen seines Vaters, der scheinbar den Verstand verloren hat, befindet?

    Ich finde es eigentlich recht gut, wenn man sich traut Storys zu veröffentlichen, denn dazu gehört eine Menge Mut, aber man sollte sich wenigstens den logischen Ablauf verfolgen. Wenn Semir tatsächlich getroffen wurde und so sieht es ja im Absatz davor aus, dann denke ich schon, würde auch Semir erst einmal behandelt werden. Semir würde sich auch nicht so einfach nach Hause begeben, um sich auszuruhen.

    Ich hoffe ich habe dir nun nicht die Freude am Schreiben genommen. Es ist lediglich meine Meinung.

    „Sie meinen tatsächlich, dass einer meiner Mitarbeiter hinter den Überfällen steckt?“ fragte Moritz Werner. Semir nickte. „Wir gehen stark davon aus. Es ist doch schon seltsam, dass alle Transporte bei Ihnen versichert sind. Was liegt also näher, als dass einer Ihrer Leute mit den Räubern gemeinsames Spiel macht, oder gar zu der Bande gehört.“ ließ er verlauten. Werner lachte. „Ich beschäftige hier nur Menschen, keine Außerirdischen. Zumal ich an der Existenz exterristischer Lebewesen großen Abstand nehme, denn ich glaubte nicht daran.“ lachte Werner. Semir rollte mit den Augen und sah Ben an. „Wir glauben auch nicht dran, aber Fakt ist, dass die Transporter alle an einem und demselben Rastplatz beraubt wurden. Fakt ist auch, dass die Opfer alle sagen, dass es Außerirdische waren und Fakt ist, dass alle Transporte bei Ihnen versichert sind. Würden Sie endlich die Güte haben und uns sagen, wer die Versicherungen abgeschlossen hat?“ fragte Ben und man hörte dass er langsam wütend wurde. „Ja selbstverständlich... ich sehe gleich mal nach...“ kam von Werner und er verschwand für einen Augenblick. Fünf Minuten später war er wieder da. „So... das war Wolfgang Nieken. Allerdings ist der gute Mann seit drei Wochen krank.“ gab er bekannt. „ Ach... was für ein Zufall. Dann hätten wir gern die Anschrift von dem Herrn Nieken.“ meinte Semir und bekam prompt die Daten die er benötigte. „Ich denke aber nicht, dass Sie dort an der richtigen Adresse sind. Herr Nieken ist schon seit langem ein sehr loyaler Mitarbeiter.“ verteidigte Werner seinen Angestellten. Semir lächelte. „Wissen Sie wie oft ich diese Worte schon gehört habe? Und das nicht nur von Versicherungen. Die Zugehörigkeit zu einem Betrieb lässt nie auf die Ehrlichkeit schließen.“ Semir und Ben verabschiedeten sich und fuhren zu der Anschrift von Nieken.

    Wolfgang kam gerade aus dem Haus, als er den Wagen der beiden Polizisten sah. Er fluchte verhalten. Bevor er auf der Straße war, standen die beiden Polizisten vor ihm. „Pardon…. Wir müssen mal durch!“ sagte Semir und drängte ihn zur Seite. Innerlich grinste Wolfgang, doch äußerlich zeigte er sich verständnisvoll und gab den Weg frei. „Ach sagen Sie… wohnen Sie hier im Haus?“ wollte Semir noch wissen. „Ja… warum?“ kam die Gegenfrage von Wolfgang. „Wir suchen Herrn Nieken… können Sie uns sagen in welchem Stockwerk er wohnt?“ „Ach der Nieken… ja der wohnt unterm Dach. Wenn Sie aus dem Fahrstuhl kommen, dann wenden Sie sich nach links. Die Tür ganz hinten ist seine.“ erklärte er freundlich. Semir bedankte sich und ging mit Ben zum Aufzug. Wolfgang machte sich aus dem Staub. Sein Wagen stand zum Glück nicht weit von der Tür. Er fuhr zum Bauernhof und vergewisserte sich während der Fahrt ständig ob er nicht doch einen Verfolger hatte. Woher wussten die Bullen wo er wohnte? Wieso verdächtigten sie ihn? Dann fiel es ihm ein. Die Versicherung. Vermutlich hatte Werner den Bullen die Adresse gegeben. Doch er musste auch den Polizisten gratulieren, dass sie herausgefunden hatten, dass einer der Täter bei Versicherung arbeitete.

    Auf dem Weg zurück zur PAST wurden sie angefunkt, bevor sie die Autobahn erreicht hatten. „Semir! Wir haben einen Anruf erhalten und zwar von der Vereinsbank Köln, sie hat einen Transport der genau über diesen Abschnitt geführt wird. Ihr sollt euch umgehend bei einem Herrn Mälzer melden. Er erwartet euch.“ kam von Susanne durch. Semir bestätigte. Ben wendete und fuhr zur Anschrift der Bank. Sie wurden umgehend zu Mälzer gebracht, der bereits nervös in seinem Büro auf und ab ging. „Die Herren von der Polizei!“ wurden sie angekündigt. Mälzer begrüßte Semir und Ben freudig. „Gott sei Dank. Wie sollen wir den Transport denn ablaufen lassen. Es gibt keine andere Strecke als diese. Was wenn diese „Wesen“ meinen Transporter überfallen?“ fragte Mälzer. Ben sah ihn an. „Beruhigen Sie sich erst einmal. Wie viel Wert hat der Transport denn?“ wollte Semir wissen. „An die sechshunderttausend Euro.“ kam von Mälzer. „Ist er versichert?“ warf Ben dazwischen. „Ja sicher… bei der Veni-Verda-Versicherung.“ kam von Mälzer. Semir nickte. „Gut… wir können ihnen eine Eskorte anbieten. Wann soll der Transport denn stattfinden?“ wollte Semir wissen. „In drei Tagen. Ich bin völlig verunsichert. Ich meine in der Zeitung stand jetzt, dass es einen Toten gegeben hat. Es ist grausam. Was sind das für „Wesen“?“ fragte Mälzer. Ben lächelte. „Herr Mälzer, es waren ganz normale Verbrecher, wie wir sie tagtäglich kennen lernen. Also ganz normale Menschen.“ erklärte Ben. „Okay…. ich werde mit meiner Chefin abklären was wir machen. Könnten Sie den Transport verschieben?“ wollte Semir anschließend wissen. „Nun ja… ein oder zwei Tage wäre das schon möglich, aber dann muss es auf jeden Fall passieren.“ meinte Mälzer. Semir nickte. „Alles klar. Wir melden uns bei Ihnen.“ verabschiedete er sich.

    Ben sah Semir an als sie im Wagen saßen. „Sag mal… was hattest du denn gerade, es sah aus als würde es bei dir Klick machen?“ fragte Ben. „Ja… wir haben eine Sache vergessen. Die ganze Zeit haben wir doch versucht den Täter zu finden. Wir haben die Fahrer durchleuchtet und auch die Firmen und deren Inhaber. Einen haben wir vergessen.“ erläuterte Semir. „Ja sicher die Täter.“ grinste Ben. „Nein nicht die Täter. Aber die Versicherungen. Ich meine, es könnte ja auch sein, das einer der Leute von der Versicherung an den Überfällen versichert sind.“ erklärte Semir. Ben nickte. „Ja dann lass uns doch direkt zu dieser Veni-Versicherung fahren.“ Kam von Ben. „Nein.. erst will ich wissen ob mein Verdacht sich bestätigt.“ meinte Semir nur und ließ Ben im Unklaren was er damit meinte. Im Büro rief er die Firmen an, die durch die Überfälle geschädigt wurden. Tatsächlich erhielt er die Antwort, die er erwartet hatte. Alle Transporte waren bei ein und derselben Gesellschaft versichert. Er ließ sich von Susanne die Adresse der Hauptverwaltung geben und fuhr mit Ben hin. Obwohl sie angemeldet waren, wurden sie am Eingang aufgehalten. „Hören Sie…. Herr Werner erwartet uns. Würden Sie uns also bitte anmelden?“ fragte Semir den Mann wütend. „Ja selbstverständlich. Bitte warten Sie solange bis Sie an der Reihe sind. Wie Sie sehen, haben wir hier eine Menge zu tun.“ erklärte der Mann sachlich. Semir sah Ben an und nickte. „Dann suchen wir eben allein.“ meinte Semir und ging einfach los. Wenig später saßen sie dem Chef gegenüber.

    Nun wenn ich mich nicht irre, dann spielt sie die Pathologin in der Folge "Außer Kontrolle"

    Bin mir allerdings nicht ganz sicher....

    Somit wäre sie dann zweimal in Cobra zu sehen gewesen.

    Gegen 18.00 Uhr fuhren Semir und Ben zum Rastplatz und legten sich auf die Lauer. „Ich hoffe du hast genügend zum Lesen mitgebracht.“ meinte Semir und zog ein Buch raus. Ben sah ihn an. „Du willst lesen?“ fragte er erstaunt. „Ja sicher… weißt du wie langweilig so eine Beobachtung ist? Und wir wissen ja auch nicht ob überhaupt was passiert.“ lachte Semir. „Ja super…. Du hast deinen Spaß und ich langweile mich. Was liest du denn?“ wollte Ben wissen. Semir hob das Buch hoch. „Vom Winde verweht???“ fragte Ben lachend. „Ja und… ist doch egal. Ich schlaf eh nach drei Seiten ein.“ grinste Semir leicht. Ben schüttelte nur den Kopf und während Semir sich das Buch vornahm, sah er auf die Felder rund um den Rastplatz. Die Nacht verging nur langsam und Semir schlief tatsächlich ein. Ben sah ihn kopfschüttelnd an. „Das liegt vermutlich am Alter“ sagte er leise und nahm sich das Buch von Semir. Er las und ehe er sich versah, war die Nacht vorbei. Er rüttelte Semir und als dieser die Augen aufschlug lachte Ben. „Na… gut geschlafen?“ wollte er wissen. „Hab ich doch gar nicht. Ich hab… nur intensiv über den Fall nachgedacht.“ behauptete Semir. Ben nickte. „Ja sicher… ich hab das sogar gehört.“ lachte er. „Frühstück!“ hängte er an und zog Brötchen hervor. „Wo hast du die denn her?“ wollte Semir wissen. „Och während du über den Fall nachgedacht hast, habe ich Brötchen geholt. Ich wollte dich bei deinen Überlegungen nicht stören.“ grinste Ben nur.

    Die nächsten Nächte passierte gar nichts und Anna ließ die Observation abbrechen. Ben und Semir gaben ihr Recht. Er brachte nichts, wenn sie dort standen. Vermutlich kam es deshalb kein Überfall mehr zu Stande, weil die Verbrecher den Platz genauso beobachteten. Nun hieß es einfach nur warten bis der nächste Überfall stattfindet. Doch dazu sollte es nicht kommen. Stattdessen klingelte das Telefon bei Semir. Er meldete sich. „Hier ist Alfred Winter. Herr Gerkhan, ich habe ein Erpresserschreiben bekommen. Man verlangt vier Millionen für die gestohlenen Möbel.“ kam vom Anrufer. „Wir sind gleich bei Ihnen!“ gab Semir durch und legte auf. Ben sah ihn fragend an. „Das war der Museumsdirektor. Er wird erpresst!“ kam als Erklärung und schon rannten beide raus. Keine zwanzig Minuten später waren sie bei Winter im Museum. Ben packe den Brief umgehend in eine Plastiktüte. „Hat den Brief außer Ihnen noch jemand angefasst?“ wollte er wissen. Winter schüttelte den Kopf. „Gut… dann müssen wir Ihnen gleich Fingerabdrücke nehmen, damit wir wissen welche Ihre sind.“ erklärte Ben. Winter nickte. „Ich verstehe das nicht. Okay… die Möbel sind einiges wert. Aber ich habe nicht so viel Geld. Die Versicherung zahlt ja nicht an mich, sondern an die Besitzer und das dauert in der Regel auch noch. Wo soll ich denn soviel Geld hernehmen?“ klagte Winter. Semir sah ihn an. „Ist der Brief per Kurier gekommen?“ wollte er wissen. Winter schüttelte den Kopf. „Nein… als ich heute Morgen hier ankam, lag er vor der Tür.“ sagte der Mann. Semir sah Ben an. Dieser nickte. „Herr Winter, wir werden nun jemanden kommen lassen, der die Telefonate abhört. Das geht natürlich nur mit Ihrem Einverständnis. Alles wird selbstverständlich vertraulich behandelt.“ erklärte Semir dem Direktor. dieser war einverstanden.

    Am Abend luden Semir und Andrea Ben und Susanne zum Abendessen ein. Die beiden kamen sehr gern. „Wir müssen morgen die ganzen Akten durchgehen. Das wird harte Arbeit… lesen… lesen… lesen…“ stöhnte Semir am Tisch. Ben sah ihn an. „Kannst du vielleicht beim Arbeiten mal unterlassen von der Arbeit zu reden? Es nervt. Wir haben Feierabend.“ Erinnerte er seinen Partner. „Ja weiß ich.. gut… vergessen wir die Arbeit. Wann heiratet ihr?“ wollte Semir plötzlich wissen und bekam einen Tritt von Andrea gegen das Schienbein. „Ja was denn? Man darf doch wohl mal fragen, oder?“ grinste er seine Frau an. Susanne hüstelte. „Also wirklich… wieso glaubt jeder, dass wir heiraten? Wir sind befreundet… also eng befreundet. Aber man muss doch nicht gleich heiraten.“ Gab sie zu bedenken. „Sehe ich auch so…“ stimmte Ben zu.

    Der nächste Morgen: Die Akten lagen wild auf dem Schreibtisch herum. „Also der erste Raub waren Hi-Fi-Anlagen und andere Unterhaltungsgeräte, das zweite waren antike Möbel, der Dritte waren Rohedelsteine, Gold und Silber, bei dem letzten ist gar nichts gestohlen worden. Der erste Fahrer kam aus Lingen und war unterwegs nach Köln, der zweite war von Düsseldorf nach Köln unterwegs. Die Edelsteine sollten nach Oberhausen. Von dem letzten wissen wir, dass die Ware nach Düsseldorf sollte. Es gibt keinen Zusammenhang.“ stöhnte Ben. Semir sah ihn müde an. „Tja… das war es dann mit deiner Vermutung. Ich denke da eher an moderne Piraterie. Die Typen wissen gar nicht was kommt, die warten und hoffen auf fette Beute. Wie die Piraten auf hoher See, halten sie ihre Opfer ohne vorher auszusuchen.“ gab Semir sein Ergebnis bekannt. Ben nickte. „Scheinbar hast du Recht.“ stimmte er zu. „Aber die Frage ist doch, was machen wir jetzt?“ Semir dachte nach. Er grübelte über eine Lösung. „Wir könnten uns die Nächte dort um die Ohren schlagen und warten dass die noch einmal zuschlagen.“ Meinte er. Ben grinste. „Genau so sehe ich das auch.“ lachte er und freute sich, dass nun doch sein Vorschlag angenommen wurde. „Okay.. dann werden wir die Chefin mal informieren.“ stöhnte Semir und stand auf. „Nein!“ kam von Anna. „Aber Chefin…. vielleicht finden wir dann eine Spur. Sie sagen doch selbst, dass Sie wissen wollen wer dahinter steckt.“ begehrte Ben auf. Anna sah zu Semir. „Sie sind auch der Meinung?“ wollte sie wissen. „Ja… sehe ich genauso. Sehen Sie… die Überfälle scheinen nicht miteinander zusammen zu hängen. Es gibt nur das Eine. Und das ist der Ort. Ben und ich werden uns dort auf die Lauer legen und darauf hoffen, dass wir etwas finden.“ meinte er dazu. Anna holte tief Luft. „Also gut… Sie bekommen drei Nächte. Mehr nicht. Aber ich kann Ihnen niemanden zur Unterstützung geben. Herzberger liegt mit Grippe im Bett. Bonrath ist ebenfalls am schnupfen. Sie müssen beide allein den Fall bearbeiten.“ sagte Anna. Semir lächelte. „Das geht schon.“ stimmte er zu. „Wir werden uns dann mal zum Rastplatz begeben. Drücken Sie uns die Daumen.“ meinte er noch.

    Wolfgang lief in der Scheune auf und ab. „Was machen wir denn jetzt?“ wollte er wissen. Er hatte die Zeitung auf den Boden geworfen. „Wir warten.“ meinte Guido gleichgültig. „Auf was? Wir müssen jetzt aufhören. Es geht nicht mehr. Wir haben doch genügend Beute gemacht. Das reicht. Lass und den Wagen irgendwo abstellen, die Hütte hier abbrennen und gut ist.“ kam von Wolfgang. „Nein! Weißt du ich habe nicht genug. Wir haben hier Millionen an Euro stehen und wir werden es jetzt durchziehen. Die Speditionen sind versichert, aber die Besitzer werden alles zahlen was wir fordern.“ grinste Guido. „Du willst die Besitzer erpressen?“ lachte Maurice der von der Idee begeistert war. Guido nickte. „Ja… und bei dem Antiquitätentypen fangen wir an. Du wirst ihnen die Nachricht überbringen, Maurice.“ Gab er bekannt. Maurice nickte. „Ja sicher… wir sind hier ziemlich unbemerkt. Keiner weiß dass wir hier auf dem Bauernhof leben. Gut… ich nehme mir nachher die Karre aus der Scheune und fahr hin. Aber ich leg nur einen Brief hin.“ kam von Maurice. Guido nickte. „Ist okay…“ Maurice stand auf und ging in die Scheune während Guido den Brief schrieb. Wolfgang war bereits in sein Zimmer gegangen. Er war unzufrieden mit sich selbst und wusste auch, dass seine Freunde ihm den Tod des Mannes übel nahmen. Es war einfach nur ein Unfall.

    So und hier kommt das Abendessen und Nachtmahl gleichzeitig.

    „Du verdammter Idiot!“ fauchte Maurice Wolfgang an. „Hey.. der hat mir die Maske runter gerissen! Der hätte mich beschreiben können!“ schrie dieser zurück. Guido sah die Beiden nur an. „Beruhigt euch! Gut der Zeuge ist tot und es gab keinen weiteren mehr. Wir müssen nur eine Pause einlegen. Die Bullen werden erst einmal versuchen was zu finden. Hast du die Patronenhülse eingesteckt?“ wollte er wissen und sah Wolfgang an. „Nein… verdammt ich hab nicht daran gedacht!“ gab er leise zu. „Na super! Absolute Spitze. Aber eins sag ich dir! Ich gehe nicht in den Knast.“ fauchte Maurice und stand auf. Wütend lief er hin und her. „Bisher war alles ein Kinderspiel. Aber du musst ja gleich ausrasten Das ist bullshit!!“ schrie er. Guido nickte. „Ja es ist passiert und damit müssen wir nun klar kommen. Der Typ ist tot und daran ist nichts mehr zu ändern. Wir müssen uns überlegen wie es weitergehen soll. Die Bullen werden jetzt sicher mehr ermitteln. Wolfgang du wirst erst einmal die Biege machen. Maurice lachte verächtlich. „Ja klar… er bekommt seinen Anteil und kann abhauen! Mann der reißt und völlig rein!“ schrie er wütend. Guido sah ihn warnend an. „ bisher haben die Bullen gar nichts und daran wird sich nichts ändern. Wenn dir etwas an meiner Entscheidung nicht passt, dann pack deine Sachen und geh!“ fauchte er Maurice an. „Okay… gut… wir machen erst mal Pause. Wir müssen nur darauf aufpassen, dass die Bullen sich hier nicht einnisten.“ Kam von Maurice, der einsah dass es besser war sich zu beruhigen. Guido nickte. „Wenn die sich hier aufspielen, dann werden wir denen etwas Buntes zaubern. Mir fällt da schon was ein.“ grinste er und war zufrieden, dass er den Streit zwischen seinen Freunden bereinigen konnte.

    Semir sah auf den Mann, der vor ihm am Boden lag und mit Plane abgedeckt war. „Was wissen wir?“ wandte er sich an Wegener. „Was du weißt, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass er seit ungefähr vier Stunden tot ist. Ursache ist ein Schuss ins Herz aus nächster Nähe abgegeben. Er hielt das hier noch in der Hand.“ sagte der Gerichtsmediziner und dieser hob eine Maske hoch. Semir nahm sie und sah sie sich an. Sofort fiel ihm auf, dass an dem Auge etwas fehlte. Er sah Ben an, der neben ihm stand. „Das ist der Rest von dem Plastikstück.“ murmelte dieser. Semir nickte. „Ja… was ist mit der Patronenhülse?“ wollte Ben wissen. „Haben wir auch hier. Schicken wir heute noch ein und dann dürftet ihr morgen den Bericht bekommen.“ meinte Wegener und machte sich wieder an die Arbeit. „Danke…“ murmelte Semir und ging mit Ben zur Leitplanke. „Also wenn ich den Fall Revue passieren lasse, dann hat keiner der Zeuge etwas gesagt, dass die „Untertasse“ wieder abgeflogen ist. Das wäre ja üblich oder? Aber niemand hat das erwähnt. Abgesehen davon, dass unsere Untertasse mit Sicherheit nicht fliegt. Also gut. Wie wäre es, wenn wir uns auf die Lauer legen?“ schlug Ben vor. „Ben…. Wir wissen doch gar nicht, ob sie wieder zuschlagen. Das ist doch absurd!“ gab Semir zu bedenken. „Nein… sehe ich nicht so… pass auf. Die Typen müssen ja irgendwoher ihre Informationen her bekommen. Wir müssten zunächst mal herausfinden, was die Überfälle für einen Zusammenhang haben…“ kam von Ben das Argument. Semir nickte. „Richtig es müsste etwas sein, was alle zusammen haben. Also gut… packen wir dort mal an.“ nickte er.

    Wolfgang, Guido und Maurice fuhren zu ihrem Bauernhof und brachten ihre Beute in die Scheune. Dort sahen sie sich die Steine an. „Mann… das nenne ich einen Jackpot!“ jubelte Maurice. Guido nickte. „Ja und das werden wir an unseren Mann in Kiel zukommen lassen. Der Kaufpreis liegt bei drei Millionen. Also für jeden genug.“ lachte er. Wolfgang parkte den Wohnwagen in der Garage. „Wir werden so langsam leichtsinnig. Mitten auf der Autobahn den Überfall machen. Es waren tausend Zeugen da!“ übertrieb er als er bei den Anderen war. „Mann… was können die schon sagen? Ein Außerirdischer hat mit seinem Raumschiff einen Überfall ausgeübt. Keine Kennzeichen. Na und die Personenbeschreibung ist ja wohl auch unglaubwürdig….“ lachte Maurice, der sich sehr sicher war. „Und was machst du, wenn diese Beiden Typen wieder kommen? Die, die gestern hier rumgeschnüffelt haben? Das waren mit Sicherheit Bullen. Die haben auf dem Rastplatz ein Teil von deinem Anzug gefunden.“ Kam von Wolfgang. Maurice sah ihn an. „Wenn es tatsächlich Bullen waren, dann werden sie uns kennen lernen, sobald sie uns zu lästig werden. Du weißt doch wie ich mit unbequemen Personen fertig werde.“ lachte er nur. Wolfgang nickte. „ja ich weiß.“ kam leise von ihm und er erinnerte sich an Markus, den Maurice von der Autobahnbrücke geworfen hatte. Niemand konnte ihm etwas nachweisen und die Polizei glaubte, dass sein Bruder Selbstmord begangen hatte.

    „Das kann doch wohl nicht wahr sein! Der Dritte Überfall und wir haben keine Spur. Wie lange wollen wir denn noch zusehen. Die Presse nimmt uns auseinander und wir haben nichts!“ fauchte Anna wütend und warf den Express auf den Tisch. Semir und Ben sahen sich an. „Ja Chefin… aber ich meine es gibt außer den Beschreibungen von den Zeugen definitiv keine brauchbaren Hinweise. Hartmut hat herausgefunden, dass dieses Plastikstück von einem größeren Stück ist. Wir vermuten von diesem Kostüm, das die Verbrecher tragen. Frau Vieken hat diese Person ebenfalls geschildert wie die LKW-Fahrer. Ich meine… es gibt kein Kennzeichen von der „Untertasse“ und ich denke wir brauchen uns nicht darüber unterhalten das es natürlich keine Ufos gibt. Hier ist eine Bande am Gange die sich …“ versuchte Ben in Worte zu fassen. Doch als Anna ihn ansah, schwieg er plötzlich. „Ich selbst glaub nicht daran, aber wir müssen alles daran setzten, diesen Fall zu lösen. Semir! Was schlagen Sie vor?“ wollte sie wissen. „Nun ja… mehr wie beobachten können wir nicht. Ich meine, wir machen schon alles, nur ohne Nummernschild können wir nichts machen.“ erklärte Semir und wollte gerade seinen Vorschlag machen, als Susanne rein kam. „Erneuter Überfall am Rastplatz Knappsack. Diesmal allerdings mit einem Toten.“ erklärte sie. Semir und Ben sahen sich an und sprinteten aus dem Büro.