Beiträge von Elvira

    Die Luft im Container wurde immer dünner. Ben und Semir hatten Schwierigkeiten. „Wir müssen raus…hust…..“ kam leise von Semir. Ben nickte nur. Doch es gab keine Möglichkeit. Hier war kein Hilfsmittel was ihnen wirklich half. Sie spürten die Hitze des Feuers. „Es ist…nicht mehr weit weg…“ stöhnte Semir und hielt die Hand an die Wand des Containers. Doch auch er spürte die die Kräfte nachließen. „Ben…?“ fragte er, doch er bekam keine Antwort. Die Luft im Container wurde immer schlimmer. Der Rauch drang durch jede Ritze. Semir hustete und suchte nach seinem jungen Kollegen. „Ben…?“ wiederholte er. Er hörte ein leises Stöhnen und ging in die Richtung. Dann stieß er gegen ihn. „Ben…. Nicht aufgeben…hust…hust…die…die finden uns…hust… hust…“ sagte er und hob sein T-shirtkragen so, dass er es als Filter vor Mund und Nase hatte. Es brachte gar nichts. Ben hustete sich die Seele aus dem Leib. „Semir…hust…hust….hust… die….hust…finden…. uns erst….wenn…hust…hust…hust…hust…“ kam heraus. Semir ließ sich langsam neben ihm sinken. Bisher hatte er die Hoffnung, aber er musste Ben Recht geben. Der Bauernhof lag soweit außerhalb, dass es vermutlich nicht einmal auffiel, wenn er brannte. Semir schloss die Augen. Er bekam schwer Luft. Von Ben kam nichts mehr. Er schien das Bewusstsein verloren zu haben. Auch Semir driftete langsam ab.

    Wolfgang und Maurice kamen in Holland an. Sie machten ihre Beute zu Geld und teilten. Anschließend trennten sich die Wege. Aber beide waren froh, denn nun lag ein Leben ohne Sorgen vor ihnen. Maurice hatte den größten Teil zur Seite geschafft, ohne dass Wolfgang etwas mitbekam. Für ihn waren die 500.000 € genug und er setzte sich nach Australien ab. Dort wollte er eine Farm für Kängurus errichten, was Maurice nur belächelte. Er selbst wollte nach Hawaii und es sich dort einfach nur gut gehen zu lassen. Er sah wie Wolfgang am Flughafen eincheckte und eine Stunde später in die Luft ging. „Mach es gut mein Freund“ sagte er leise zu sich selbst und ging zu seinem Schalter um ebenfalls abzufliegen. Alles war ohne Probleme. Er kam schnell durch den Zoll und war zufrieden als die Maschine abhob. Als er vom Fenster auf die Stadt sah, lachte er leise und sagte sich selbst, dass er hier nie wieder herkommen würde. Zufrieden schloss er die Augen und genoss den langen Flug.

    Anna sah zu wie die Feuerwehrmänner das Feuer erfolgreich bekämpften. Plötzlich gab es einen Knall. Anna drehte sich erschrocken zu dem Haupthaus um. Es fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Der Einsatzleiter der Feuerwehr zuckte mit den Schultern. „Völlig zerstört“, sagte er nur. „Wann können wir rein?“ wollte Anna wissen. Der Mann sah sie ziemlich sonderbar an. So als zweifle er an ihrem Verstand. „Sie wollen da rein?“ fragte er. Anna nickte. „Ich vermute dass in diesem Feuer, zwei meiner Kollegen umgekommen sind…“ sagte sie mit leiser Stimme. Der Mann nickte. „Hören Sie…. Ich weiß wie schwer so ein Verlust ist, aber dort werden Sie vermutlich einige Tage nicht reingehen können. Die Feuerinspektoren müssen jetzt erst einmal Spuren suchen, warum das Feuer ausgebrochen ist. Ich vermute dass es Brandstifter waren….“ erklärte der Mann. Anna sah ihn an. „Es war Brandstiftung und ich gehe jetzt rein, wenn Sie mich aufhalten wollen, sollten Sie vorsichtig sein.“ drohte sie und stapfte los. Doch bevor sie das Haus erreicht hatte, kam einer der Feuerwehrleute angerannt. „Da ist ein Container! Ich habe Husten gehört!“ schrie er aufgeregt. Nun kam auch der Einsatzleiter dazu und schon rannten einige Leute hinter dem jungen Mann her. Zwei weitere Feuerwehrmänner waren gerade dabei den Container zu öffnen. Die Türen sprangen auseinander und der Rauch zog aus dem keinen Raum. Am Boden sah man zwei Männer liegen. Anna stand einige Augenblicke da und sah nur rein. Sie regte sich nicht. Zwei Notärzte schoben sie zur Seite und fingen an die beiden Männer dort im Container zu behandeln. Als sie die Beiden auf die Tragen legten und hinaustrugen sah Anna sie mit tränenerfüllten Augen an. „Sind sie….?“ fragte sie vorsichtig.

    na hör mal... wenn wir dich killen würden, dann wüssten wir ja nicht wie die Story ausgeht... nee... wir bestrafen dich damit, dass du weiterschreiben musst...

    Morgen ist samstag... daß heißt du darfst bis zehn Uhr schlafen und dann hätte ich gern die Fortsetzung. Gesetz dem Fall, dass ich schlafen kann.... :D

    also wirklich... ich kann Bettler nicht ausstehen... und muss denen direkt etwas geben.... also hier die Fortsetzung. Gute Nacht aund angenehme Träume

    Anna lief in ihrem Büro auf und ab. „Mensch wo sind die bloß?“ fragte sie sich. Etwas in ihr war extrem unruhig. Ihr Unterbewusstsein sagte ihr, dass die Beiden in unmittelbarer Nähe des Schauplatzes waren. Sie war so sicher, dass sie auf diesem Bauernhof waren. Immerhin hatte Susanne doch dort das Funksignal des Handys verloren. Sie nahm entschlossen ihre Jacke und verließ das Büro. „Susanne! Ich fahre noch einmal zum Bauernhof! Ich habe das Gefühl, das ich dort die Beiden finde.“ Gab sie bekannt. „Aber Chefin! DA haben wir doch schon alles abgesucht!“ begehrte sie auf. Anna nickte „Ja stimmt… trotzdem habe ich das Gefühl das sie dort sind. Sie brauchen meine Hilfe.“ sagte sie hoffnungsvoll. Susanne nickte. „Dann nehmen Sie sich wenigstens ein oder zwei Leute mit..“ bat Susanne. Anna lächelte dankbar und nickte. Schon wenige Augenblicke später war sie mit drei weiteren Beamten unterwegs zum Bauernhof. Aus der Ferne sah man dunkle Rauchwolken aufsteigen. „Da scheint es zu brennen, Frau Engelhard“ kam von einem ihrer Begleiter. Anna nickte „Rufen Sie die Feuerwehr. Es ist der alte Bauernhof, der brennt. Da wollen wir auch hin!“ stieß sie aus und gab mehr Gas.

    Maurice und Wolfgang waren auf der A4 unterwegs. Sie waren kurz vor der Grenze und niemand schien sie aufhalten zu können. An der Kontrolle würden sie ohne weiteres vorbei kommen. Tatsächlich wurden sie einfach durch gewunken. „So und hier werden wir unsere Beute aufteilen. Schade nur, dass es mit dem Lösegeld für die Möbel nichts gegeben hat. Aber die Diamanten sind sicher schon umgetauscht. „Wann triffst du dich mit van Hovenstraat?“ wolle Wolfgang wissen. Er konnte ja nicht ahnen, dass Maurice das Geld bereits auf seinem Schweizer Konto hatte. „Nun… ich denke in drei Wochen wird es soweit sein. Bis dahin sollten wir in der Wohnung in Amsterdam auskommen. Wir teilen und dann geht jeder seinen Weg.“ erklärte Maurice. Wolfgang nickte nur. Er war es gewohnt, nicht viel zu fragen und vertraute Maurice völlig. „Wo ist eigentlich Guido?“ fragte er. „Guido wollte nicht mit. Er wollte mit den Bullen gemeinsame Sache machen. Jeder wie er will. Das haben wir vereinbart. Er hat seinen Anteil bekommen und ist Geschichte.“ Kam völlig gleichgültig von Maurice. „Er ist tot.“ Sagte Wolfgang und sah ihn an. „Ich mag deinen hellen Kopf. Du weißt genau was ich eigentlich sagen will. Aber mach nicht den gleichen Fehler, klar?“ grollte Maurice. Wolfgang nickte nur.

    Semir löste Ben die Fesseln und sie versuchten die Tür zu öffnen. Tatsächlich war die Tür nicht ganz verschlossen. Seit kurzer Zeit mussten sie immer wieder husten, es roch nach Feuer. „Wenn die die Hütte angezündet haben…sitzen wir auf verlorenem Posten.“ Meinte Ben nur und hustete erneut. Mit vereinter Kraft konnten sie die Tür bewegen, sie schafften es. Durch einen Spalt, drang dicker dunkler Qualm und bestätigte Bens Vermutung. „Scheiße!!“ stieß Ben aus. „Feuer!!“ gab Semir zurück und sah sich erschrocken um. Aus den vielen kleinen Luftlöchern drang der Rauch rein. Der Qualm schien ziemlich dicht zu sein. „Die haben die Bude angezündet…“ fauchte Semir wütend. Die bisher eingedrungene Menge an Rauch, die in den Container war, raubte ihnen den Atem. „Wir müssen raus hier!“ erinnerte Ben ihn. „Ja sicher… nur wenn der Qualm so dicht ist, dann würden wir das nicht einmal bis zur Treppe schaffen. Wir würden schneller zusammenbrechen als uns lieb ist.“ gab Semir zu bedenken und fing an zu husten. „Ja und hier drin werden wir auch ersticken. Du kannst ja nicht darauf hoffen, dass die Feuerwehr schnell hier ist…“ erwiderte Ben. Semir nickte und sah sich suchend um. „Verdammt…. Wir müssen irgendwas finden… um uns vor dem Rauch zu schützen!“ stieß er aus und fing an in den Sachen zu wühlen die hier im Container waren.

    Anna fuhr auf das Gelände. Die Scheune stand in hellen Flammen. Gott….wenn die da drin sind, dann…dachte sie und zwang sich nicht an das zu denken, was dann wäre. Sie wünschte sich dass Semir und Ben nicht dort waren, aber die Möglichkeit dass es so war, war verdammt groß. „SEMIR!!! BEN!!!“ rief sie hoffnungsvoll. Schon hörte sie die Sirenen der Einsatzkräfte. Wenige Minuten später war der Einsatzleiter bei ihr. „Haben Sie uns informiert?“ wollte er wissen, während die Kollegen bereits die Schläuche ausrollten und sich um die Löschung der hoch schlagenden Flammen kümmerten. Anna nickte. „Ja… ich befürchte, das zwei…meiner Kollegen… da drin sind…“ sagte sie leise und stockend. Der Mann sah sie an. „Da drin? Zwei Mann? Gnädigste… wenn sie da drin sind, dann dürften sie bereits Asche sein. Der Rauch da drinnen ist so extrem dicht, dass sie sicher an einer Rauchvergiftung gestorben sind. Und wenn nicht, dann hat die Hitze sie umgebracht…“ zählte der Mann auf und schwieg als Anna ihn einen sehr wütenden Blick zuwarf.

    Maurice lachte auf. Er schien Spaß zu haben Ben zu malträtieren. Nachdem er ihn ebenfalls festgebunden hatte, sah er kurz in sein Gesicht. Ben hatte die Nase gerümpft. Der Alkoholgeruch drang in seine Nase. Semir sah wie er Ben ins Haar griff und ihn anpustete. „Lassen Sie ihn!“ schrie Semir ihn wütend an. Maurice ließ Ben los und kam rüber. „Willst du mir was sagen?“ fragte er. Semir sah ihn an, dass er ziemlich müde war. Guido stellte sich vor Semir hin. „Komm lassen wir sie…. Wir gehen hoch und packen uns in die Koje…“ überredete er seinen Freund und nickte Semir leicht zu. „Du hast Recht…mein Freund. Hicks….Gehen wir hoch…“ lachte Maurice und ließ sich von Guido nach oben führen. Noch einmal warf Guido einen Blick zu Semir. Dieser nickte nur leicht. Doch als die Beiden den Container verlassen haben, schloss Maurice die Türen. Semir hörte wie der Riegel vorgelegt wurde. Semir schloss die Augen. Von innen war der Container nicht zu öffnen, das wusste er. Sie waren auf Hilfe von Außen angewiesen. „Ben?“ fragte er leise. „Ja… ich weiß…. Ein verdammt beschissener Tag. Die sind sich ziemlich sicher, immerhin haben wir sie ohne Maske gesehen. Vermutlich rechnet der Typ damit, dass wir hier nicht mehr rauskommen…“ kam als Antwort. „Ja genau… aber wir können die Fesseln lösen und sind nicht mehr so fixiert und vielleicht können wir den Container öffnen…“ grinste Semir leicht. Sie waren froh, dass hier im Container wenigstens Licht war, so saßen sie nicht im Dunkeln. Semir fing an, seine Fesseln zu bearbeiten.

    „So…. dann wollen wir mal abhauen… Wolfgang kann uns fahren. Geh du schon mal…“ meinte Maurice. Doch jetzt klang es nicht mehr betrunken. „Was hast du vor?“ wollte Guido wissen, als er sah wie Maurice den Treppenaufgang zu den Männern mit dem angebrachten Gitter verbarrikadierte. Er hängte das Schloss ein. Nun war es für die die unten waren unmöglich, diesen Bereich zu verlassen. Jeder der dort unten war, würde unten bleiben müssen. Guido wollte was sagen, doch etwas warnte ihn. Er drehte Maurice den Rücken zu. Plötzlich hörte er ein verdächtiges Klicken. Er sah Maurice an und blickte in die Waffe, die dieser in der Hand hatte. „Ich finde es nicht gut, wenn du mich verrätst. Aber ich habe alles gehört. Wenn du wirklich glaubst, dass ich wahnsinnig bin, dann kannst du gern gehen. Aber ohne deinen Anteil.“ lachte er und drückte ab. Guido sank zu Boden. Mit einem erstaunten Ausdruck in den Augen sah er seinen Freund an und starb. Maurice steckte die Waffe ein und nahm einen Ballen von dem Heu, was hier überall lag. Er legte ihn auf das Gitter und zündete es an. Die Flamen züngelten hoch und leckten sich an dem trockenen Heu und dem darum befindlichem Holz gierig hoch. Binnen weniger Augenblicke war ein großes Feuer entstanden. Maurice verließ das Haus und stieg zu Wolfgang in den Wagen. Dann fuhren sie ab und überließen dem Feuer die Arbeit.

    Gar nichg war.... was Navar sagt.... Ich bin nicht fies....fieser....nee.... ich bin ganz harmlos.... ;):D

    „Verdammt…. Es muss doch irgendwo eine Spur geben. Hartmut? Haben Sie denn gar nichts finden können? Spuren die irgendwie einen Hinweis geben? Der kleinste Beweis hilft doch schon.“ Fragte Anna. Das Flehen war deutlich herauszuhören. Hartmut, der rothaarige Kriminaltechniker sah sie traurig an. „Leider nicht Chefin. Im Auto von Semir bzw. Ben war nichts zu finden. Kein Blut, gar nichts. Das einzige was wir haben ist dieser Betäubungspfeil. Aber das ist ein Ding, was Sie überall per Internet bekommen können. Da müssen Sie nicht einmal sagen wofür Sie es brauchen.“ erklärte Hartmut. Auch bei ihm war Resignation zu hören. „Was für ein Mittel war darin?“ wollte Anna wissen und atmete tief durch. „Es war ein handelsübliches Betäubungsmittel, was in Kliniken und Arztpraxen gebraucht wurde. Das Mittel stammt aus einem Einbruch von August 2008 aus dem St. Marien Hospital. Das hat die Analyse der Zusammensetzung ergeben. Der Einbruch ist nie aufgeklärt worden.“ Endete Hartmuts Bericht. Anna nickte. „Danke… Suchen Sie das Auto noch einmal durch. Vielleicht habe Sie etwas übersehen…“ bat sie ihn. Hartmut nickte nur. Er war etwas enttäuscht über das, was Anna gesagt hatte. Bisher war er nie schlampig. Er hätte auch lieber etwas gefunden um Ben und Semir zu finden. Aber wo nichts war, konnte man nichts finden.

    Semir hörte die Schritte. „Geht es dir soweit gut?“ wollte er von Ben wissen, weil dieser schon wieder die Augen zu hatte. „Ich habe starke Kopfschmerzen. Verdammt… was für einen Dreck haben die mir verabreicht…“ stöhnte er leise. „Ben… versuch auf jeden Fall wach zu bleiben, hörst du…. Lass mich nicht allein…“ bat Semir. „Ich… bemühe mich.“ versprach Ben. Die Tür zu ihrem Gefängnis öffnete sich. Zwei Männer torkelten hinein. Einer von ihnen stellte sich vor Semir hin. „Na du….?“ fragte er mit schwerer Zunge. Semir verzog das Gesicht. Der Mann stank nach Alkohol. „Was ist…. Magst du…. mich nicht? hicks…“ wurde er gefragt. Semir antwortete nicht. “Guido…er mag mich nicht…“ beschwerte sich der Betrunkene bei seinem Komplizen. „Keine Namen!!“ fauchte dieser zurück. Doch der Mann vor Semir lachte nur. „Siehst du… ein wahrer Freund. Ich bin Maurice und er ist Guido… und…hicks… was machst du nun?... hicks… Du kennst unsere Namen…hicks…“ lallte er nur und blies Semir seinen Atem ins Gesicht. Semir drehte sich weg. Der Mann der sich Maurice nannte griff ihn ans Kinn und zwang ihn dazu ihn anzusehen. „Sie sollten nicht soviel trinken. Das macht leichtsinnig…“ gab Semir leise von sich. Allein von dem Geruch des Alkohols wurde ihm schlecht. „Du bist… wirklich lustig…ups…“ rülpste Maurice. „Lass ihn doch!“ mischte sich Guido nun ein und trat hinter Semir. Maurice bemerkte es und sah ihn an. „Was machst du?“ wollte er wissen. „Ich prüfe die Fesseln. Nicht dass die sich hier selbstständig machen…“ gab er zu bedenken.

    „Das brauchst du nicht… wir werden die Beiden in den Container packen. Da können die nicht raus.“ Lachte Maurice. Semir spürte genau, dass dieser Mann nicht so betrunken war, wie er tat. „Sie sollten es sich überlegen…. Wenn Sie ihm helfen, dann manchen Sie sich zum Mittäter bei einem Mord.“ versuchte er den Mann, der Guido genannt wurde zu überreden ihm und Ben zu helfen. Doch Guido antwortete nicht. Er löste die Fesseln. Semir dachte an eine Flucht nach vorn und wollte angreifen, doch scheinbar hatte Maurice damit gerechnet. Er ging zu Ben, und drückte ihm eine Klinge an den Hals. „Keine Gegenwehr. Geh in den Container und dann kommt er hinterher.“ drohte er. Semir nickte. Er rieb sich die Handgelenke und ging langsam auf den Container zu. Guido stieß ihn rein und machte ihn an einer Ecke fest. Semir spürte wie ihn der Mann, den sein Freund Guido nannte, ihm etwas in die Hand drückte. Maurice, der zweite Mann ging zu Ben. „Hören Sie mir genau zu… er ist wahnsinnig geworden. Ich will Ihnen helfen. Warten Sie bis wir raus sind und schneiden Sie sich dann die Fesseln durch. Wir befinden uns in bzw. unter der Scheune des alten Bauerhofes. Die Treppen führen direkt ins alte Haus. Ihr Handy wird dann wieder gehen. Aber warten Sie bitte noch etwas ab.“ raunte ihn der Mann zu. Semir nickte leicht.

    so hier das Nachtmahl...guten Appetit...

    Anna war mittlerweile auf dem Bauernhof durch. Sie hatte nichts gefunden. Nun saß sie wieder in ihrem Büro und hoffte, dass sich Semir noch einmal meldete. Doch die Stunden gingen dahin. Das Telefon klingelte. „Ja?“ fragte sie. „Chefin… Andrea ist am Telefon. Sie will wissen wo Semir ist… und ich wo Ben.“ erklärte Susanne. Anna schloss die Augen. Schon wieder musste sie dieser Frau sagen, dass ihr Mann Verschwunden war. Das es keine Spur gab und dass …. Ja was noch? „Geben Sie mir Andrea!“ bat sie. Susanne stellte durch. „Andrea…. Sie wollten wissen wann Semir heim kommt? Er ist derzeit noch unterwegs.“ erklärte sie. „Ja ich weiß. Ich habe versucht ihn auf dem Handy zu erreichen, aber er geht nicht ran. Ben auch nicht. Ich weiß doch dass da was ist. Chefin…. wo ist Semir?“ fragte Andrea eindringlich. Anna wusste genau, dass sie ihr nichts vormachen konnte. Dafür kannte sie Semir zu gut. „Also gut… er ist in einem Undercovereinsatz. Ben ist bei ihm.“ meinte Anna und versuchte ihre Stimme überzeugt klingen zu lassen. Es gelang ihr nicht. „Chefin… bitte lügen Sie mich nicht an. Das ist nicht notwendig.“ kam von Andrea.

    Susanne ging auf und ab. Sie war nervös. Wie konnte Andrea das aushalten? Sie musste doch auch wahnsinnig werden. Was wenn man Ben…? Sie schüttelte den Kopf. Das wollte sie nicht glauben. Sie musste daran glauben, dass beide gefunden wurden. Semir und Ben waren okay… soweit man davon reden konnte. „Susanne?“ riss die Stimme von Anna sie aus den Gedanken. „Was?“ kam irritiert von ihr. „Ich brauche Sie… wir werden Ben und Semir finden, lebend. Sie müssen mich unterstützen und versuchen sich auf Ihre Arbeit zu konzentrieren.“ Erklärte Anna ihr sehr eindringlich. Susanne nickte. „Ja sicher… Chefin…“ sagte Susanne und ging zum Schreibtisch. Doch die Konzentration war kaum möglich. Sie erwischte sich, wie sie in kurzen Abständen immer wieder an Ben dachte.

    Semir sah zu Ben, der immer noch zwischen den Männern hing. „Sie können Ihre alberne Maskerade ruhig runter nehmen!“ fauchte er immer noch wütend, dass sie sich überwältigen lassen hatten. Doch im Augenblick waren sie deutlich unterlegen. „Rüber da!!“ schrie ihn einer der Männer an und ein weiterer stieß ihn zu einem Stützpfeiler. „Mark! Du bindest ihn fest!“ befahl der Mann, der Ben unmittelbar bedrohte. Semir wehrte sich nicht. Schon allein um Bens Leben nicht zu gefährden. Wenig später geschah mit Ben das Gleiche. Allerdings gegenüber von Semir, so dass sich die Beiden sehen konnten. Semir sah besorgt auf seinen Kollegen. „Was habt ihr ihm gegeben?“ wollte er wissen. Dass der Mann unter der Maske grinste konnte Semir regelrecht hören. „Willst du auch ne Ladung davon?“ fragte er höhnisch. Semir schüttelte den Kopf. „Dann sein ganz friedlich, klar?“ warnte er ihn. Semir antwortete nichts. Die Männer verließen die Scheune für eine Weile. „Ben?“ fragte Semir leise. Sein Kollege regte sich nicht. Semir sah sich um, ob er etwas fand, womit er seine Fesseln lösen konnte, doch hier war gar nichts. Er zerrte an den Fesseln. Nach kurzer Zeit war er sicher, dass diese ohne Hilfe nicht gelöst werden konnten. „BEN!!!“ rief er etwas lauter. Keine Reaktion. Die Zeit ging vorbei. Endlich regte Ben sich wieder. „Ohhhh….“ Machte er leise. „Ben? Bist du okay?“ fragte Semir besorgt. „ohhhhhh….. mein Kopf…“ stöhnte Ben. „Schön… dann spürst du wenigstens was. Ben… die Mistkerle haben uns festgesetzt. Ich konnte zwar mit der Chefin reden, aber ich glaubte nicht, dass die uns so ohne weiteres finden.“ gab Semir seine Bedenken bekannt. Ben hob langsam den Kopf. „Semir…. wo … wo sind wir?“ wollte er wissen. „Ich weiß es nicht. Aber so wie das hier aussieht, könnte es überall sein.“ meinte Semir nur. „ich hab Durst… und Hunger…“ kam von Ben. Semir nickte. „Ja… ich auch. Die scheinen hier noch nichts von Gastfreundschaft zu kennen.“ lachte er verbittert.

    „Was hast du nun vor?“ wollte Guido von Maurice wissen. „Ach du… wir werden morgen abhauen. Die beiden können dort unten verrecken. Hab ich kein Problem mit.“ Lachte Maurice leise. Guido nickte. „Zweifacher Bullenmord… na ist mir egal.“ Gab Guido von sich und nahm sich eine der Flaschen Bier. Der Abend war schnell da und sie saßen in einer geselligen Runde. Es war bereits Stunden vergangen, dass sie unten bei den Polizisten waren. „Na… wir sollten uns mal…bei unseren…Gäs….Gästen bli…bli…cken lassen….hicks…“ kam von Maurice lallend. Guido nickte nur. Beide gingen mit schwerfälligen Schritten die Stufen runter. Maurice torkelte und hängte sich bei Guido ein. „Du bist betrunken….“ lallte er. Guido lachte mit. Er war bei weiten nicht so betrunken wie Maurice. Im Gegenteil, seit er das Bier getrunken hatte, schien er klarer zu denken. Er hatte sogar eingesehen, dass es nicht gut war, wenn er beim Mord der beiden Polizisten half. Er hatte die Überfälle gemacht, okay… aber kein Mord. Hier hörte der Spaß für ihn auf. Nun musste er nur dafür sorgen, dass er den Polizisten ohne dass es Maurice auffiel half, sich zu befreien. Alles Weitere würde sich dann finden. „Warte… ich muss eben noch was holen..“ bat er seinen Freund. Er ging in die Küche und holte ein Messer heraus. Das wollte er dem kleineren Polizisten in die Hand drücken. Wie war ihm auch schon klar, sobald Maurice ihn bemerkte, würde er behaupten zu prüfen ob die Fesseln fest sind. Das war unauffällig und so betrunken wie Maurice war, wird er das nicht einmal mitbekommen.

    Maurice und Guido legten den bewusstlosen Mann in den Wohnwagen oder auch ihrem Ufo ab. „Was willst du denn mit dem?“ maulte Guido, dem der Plan gar nicht gefiel. Maurice lachte. „Sein Partner steckt auf der Ladefläche. Dort sind keine Bilder oder nur wertloses Zeug. Wenn wir am Ziel sind, werden wir die Türen öffnen. Er wird raus springen und seine Waffe ziehen. Wir werden ihm seinen Freund hier zeigen und dann wird er die Waffen strecken müssen, oder er hier stirbt. So einfach ist das.“ grinste er. „So…. ab geht’s. Du fährst!“ befahl Maurice anschließend. Guido setzte sich ans Steuer und fuhr los. Es ruckte kurz und man hörte das Poltern auf der Ladefläche. Ein Blick in den Rückspiegel zeigte ihm, dass Maurice mit dem Wohnwagen hinterher kam. Die Fahrt zum Bauernhof war schnell und kurz. Er fuhr den LKW in die Scheune auf eine Platte. Als der Wagen darauf stand stieg er aus und betätigte einen Hebel. Langsam senkte sich die Platte ab und der Wagen fuhr in die Tiefe. Maurice sprang in das Loch und fuhr nachdem die Platte den Boden erreicht hatte den LKW ein stücken weiter. Die Platte fuhr wieder hoch. Bevor sich das Loch völlig schloss kam auch Guido hinunter. Nur wenig später war auch Wolfgang da. Sie grinsten sich an. „Na dann schauen wir und doch die Bilder mal an.“ lachte Maurice und öffnete die Türen.

    Anna kam am Rastplatz an. Doch hier war niemand mehr. Aber genau damit hatte sie gerechnet. Sie nahm dass Mikro und rief Susanne. „Haben Sie Semirs Handy geortet?“ fragte sie. „Chefin… Ich hatte es auf dem Rastplatz gehabt, aber jetzt ist es verschwunden. Entweder hat er es ausgestellt, oder…“ Susanne verschwieg was sie dachte. „Danke Susanne…. Versuchen Sie es weiter.“ Bat Anna und ließ das Mikro wieder sinken. Ausgerechnet jetzt wo sie ihre Leute brauchte waren alle krank und lagen zum größten Teil im Bett. Die Leute die sie hier hatte waren jung und unerfahren, aber sie waren Polizisten, sagte sie sich plötzlich. „Wir werden das gesamte Gelände durchsuchen!“ rief sie und die Köpfe ruckten zu ihr herum. Auch Anna sah sich um. Sie sah den alten verkommenen Bauernhof nicht weit von dem Rastplatz. „Und dort hinten fangen wir an!“ gab sie bekannt und wies auf den Bauernhof. In einer Gruppe gingen sie auf diesen zu und durchsuchten die Gebäude. Anna sah aufmerksam auf den Boden und bemerkte die Reifenspuren. „HIER!!“ rief sie und schon kamen die Beamten zu ihr. „Diesen Spuren müssen wir folgen. Ich habe nämlich das dumpfe Gefühl, dass Semir und Ben hier irgendwo sind. Wir fangen im Hauptgebäude dort an!“ befahl sie und schon waren sie im Hause. Bei der Durchsuchung fanden sie außer Müll gar nichts. Kein Hinweis. „Frau Engelhard!!“ hörte sie einen der Beamten rufen. „Ich komme!“ gab sie zurück. Sie verließ das Haus und ging zu dem Beamten. „Sehen Sie mal… die Reifenspuren enden vor der Scheune!“ sagte er. Anna sah und nickte. „Also gut… dann werden wir die Scheune durchsuchen!“ rief sie und betrat die große Tierunterkunft. Doch hier lagen überall nur Heuballen herum. Es roch modrig und feucht. Einige Beamte gingen nach oben auf den Heuboden. Einer von ihnen brach durch den Boden. Es knarrte und knirschte verdächtig. „Raus hier! Die Scheune bricht ja jeden Augenblick zusammen!“ rief sie und verließ die Scheune. Sie ahnte nicht wie nah sie an ihren Männern dran war.

    Semir hörte wie sich jemand am Riegel der Tür zu schaffen machte. „Einer gegen Drei… Bin ich unfair…“ versuchte er sich Mut zu machen, überprüfte seine Waffe und machte sich bereit demjenigen der die Türen öffnete anzuspringen. Er hörte keine Stimmen, also redeten sie nicht miteinander. „Okay… dann wollen wir mal….“ sagte er und ging zur Tür. Er stieß sie heftig auf und sprang raus. Doch nun erlebte er eine Überraschung. Die Männer standen vor ihm. Er zählte acht und zwei davon hielten Ben fest, der scheinbar ohne Bewusstsein war. Ein Dritter presste Ben die Waffe an den Kopf. „Waffe weg!“ schrie er Semir an. Semir hob die Hände und nickte. Dann schmiss er seine Waffe auf den Boden. „Raus! Hände hoch!“ kamen die Befehle, die Semir alle ausführte. „lassen Sie meinen Kollegen los!“ forderte er. Einer der Männer lachte laut. „Meinst du wirklich, dass du in der Lage bist Forderungen zu stellen?“ fragte er höhnisch. „Hören Sie….Sie könnten Pluspunkte sammeln. Das gilt für Alle hier. Nur der, der den Mann erschossen hat, wird hart bestraft. Die Andren sind lediglich wegen Beihilfe und Raub dran…“ versuchte er die Männer zu überreden. Wieder lachte der Mann laut. „Stopf ihm das Maul und bringt ihn und seinen Freund gut unter.“ befahl er. Die Männer nickten und zwei zogen Semir die Arme auf den Rücken. Er versuchte sich zu wehren und trat um sich. „HEY!!! Lass das!!“ forderte ihn der Anführer auf. Semir sah ihn an. Nun hielt er Ben die Waffe an den Kopf und Semir sah, dass der Hahn gespannt war. Nun ließ er sich ohne Widerstand abführen.

    Hallo,

    so dann fange ich mal wieder an.

    Wie ich schon in deiner anderen Story sagen musste, du schreibst sehr holprig. Ich glaube auch nicht, das die neue Chefin die beiden so begrüßen würde, denn ich zitiere: "....Semir Gerkhan und sein Kollege Ben Jager.." hört sich irgendwie sonderbar an. aber gut. Das nur am Rande.

    Die Regeln.... man schießt nicht direkt in die Reifen? .... Von dieser Regel hab ich noch nie gelesen. Wo schießt man denn sonst hin? Auf den Fahrer? Auf den Tank?

    Du hättest auch die Karambolage etwas besser ausmalen sollen, je mehr dort passiert um so besser.

    26. Februar 20:15 Uhr

    Hals und Beinbruch

    Die Gangster Paschmann und Hoven überfallen einen Geldtransporter der Firma Sekur, töten einen der Wachmänner und fliehen mit dem Transporter. Semir und Tom folgen ihnen, doch die Gangster können entkommen, indem sie den Cops die Ladung des Transporters - jede Menge Kleingeld - vor den Wagen kippen. Am Unfallort fällt Semir über ein von Herzberger gespanntes Absperrband - und bricht sich ein Bein. Als der gestohlene Wagen schließlich gefunden wird, ergibt sich eine heiße Spur: In dem Transporter entdeckt Tom eine Maske der Gangster, auf der Farbflecken vom Gotcha-Spielen sind. Bei der Überprüfung der Mitglieder fällt ihnen sofort Paschmann ins Auge. Als Tom der Bootswerkstatt von Paschmann einen Besuch abstattet, flieht dieser vor den Polizisten. Gleichzeitig langweilt sich Semir zu Hause zu Tode - und beschließt mit der Sekur-Assistentin, Sabine Kerner, zu sprechen, die in seiner Nachbarschaft wohnt. Als er vor ihrem Haus steht, wird Sabine Kerner in diesem Moment von Hoven bedroht. Hoven überwältigt auch Semir, der durch sein Gipsbein arg behindert ist, und schließt ihn mit Sabine im Keller ihres Hauses ein. Inzwischen läuft die Fahndung nach Paschmann auf vollen Touren. Petra entdeckt in Paschmanns Computer einen Hinweis darauf, dass sich die Gangster auf der Homepage eines Herstellers von Panzerschränken informiert haben - und eben dieser Hersteller beliefert auch die Firma Sekur. Das kann nur eines heißen: Diesmal wollen die Gangster das Geld direkt in der Firma stehlen. Tom rast los und stellt Paschmann und Hoven, die gerade die Firma verlassen wollen. Dabei erschießt der skrupellose Hoven seinen Komplizen und entkommt allein mit der Beute. Doch bevor Paschmann stirbt, verrät er Tom noch, wo sie Sabine und Semir gefangen halten. Hoven ist inzwischen bei Semir und Sabine. Die beiden sind lästige Zeugen und müssen verschwinden.

    Frühstück!!!

    Maurice sah wie der Mann auf den Wagen zurückging. „Okay… es geht los. Haltet euch bereit. Wir gehen genau so vor, wie wir es abgesprochen haben. Fahrer betäuben und dann mit dem Wagen ab.“ gab er durch und grinste böse. „Alles klar!“ kam als Antwort von Wolfgang. Maurice nickte Guido zu, der das Betäubungsgewehr bediente. „Wir fahren nah ran und dann werden wir ihm eine Betäubung verpassen, ihn an den Straßenrand legen und uns den Wagen in der Scheune vornehmen. Die Bilder werden wir dann an den Holländer verhökern. Dort sind die Bilder gut aufgehoben und er kann sie verkaufen.“ Lachte er. Guido nickte nur. Sie stiegen in den Wagen und er legte das Gewehr bereit. Nun mussten sie nur noch auf die perfekte Gelegenheit warten und den Fahrer erwischen. Er sah wie der Mann zur Rückseite des LKWs ging und an der Tür etwas machte. „Hey… irgendwas stimmt da nicht. Ich habe da ein ganz komisches Gefühl…“ warnte er Maurice. Dieser sah ihn an. „Ich weiß was du meinst. Aber ich werde gleich, wenn er sich mit der Betäubung beschäftigt die Türen verschließen. Wir wollen doch nicht, dass die Bilder sich selbstständig machen.“ lachte er und machte sich bereit.

    „Semir… es kommen zwei Mann nein…drei auf uns zu. Die sehen tatsächlich aus als würde sei aus einem ‚ET-Film kommen.“ meinte Ben und griff an die Türen und wollte gerade die Verriegelung öffnen, als er einen Stich im Bein bemerkte. „Aua!!“ stieß er aus und schon spürte er wie ihm schwindelig wurde. Bevor er die Türen öffnen konnte sackte er zusammen. „Hey…mach auf!“ hörte er Semir wie durch Watte rufen. Er wollte antworten, doch es war als wäre alles gelähmt. Nicht fähig sich gegen das was dort in seinen Körper kam zu wehren. „Semir….“ sagte er leise und schloss die Augen. Er bekam nicht mit, wie ihn zwei Männer packten und umdrehten. „Hey Ben… es ist nicht lustig. Was machst du denn? Lass mich raus und wir machen die beiden….Ben….Ben!!“ brüllte Semir von innen. Doch dann verfluchte er sich und den Plan. Die Männer die den Überfall ausübten hatten ihn sicher gehört. Was würden sie nun tun. „BEN!!“ schrie er, da er fest überzeugt war, dass die Falle aufgedeckt wurde. Er hörte ein Lachen, was sein Verdacht bestätigte. Schnell ging er zu dem kleinen vergitterten Fenster und sah wie ein Mann sich ans Steuer setzte. „Achtung! Wir legen ab!“ lachte er, sah Semir an und gab Gas. Semir versuchte sich festzuhalten, aber es gelang nicht. Denn der Fahrer machte sich einen Spaß daraus, anzufahren, abzubremsen und wieder anfahren. Bei jedem wurde Semir herumgeschleudert. Einmal schlug er mit seinem Kopf gegen die Fahrzeugwand. Er ging etwas benommen zu Boden. Dort blieb er nun sitzen.

    Er erholte sich schnell und rüttelte an den Türen. Sie waren fest verschlossen. „BEN!!“ schrie er wütend und horchte nach draußen. Nichts war zu hören. „BEN!! „schrie er erneut. Nichts geschah. Semir griff zu seinem Handy und wählte ihn an. Ben meldete sich nicht. Nun war Semir klar, das etwas nicht stimmte. Er wählte Anna an. „Engelhard!“ hörte er sie. „Chefin… Semir hier. Ben und ich befinden uns auf dem Rastplatz Knappsack. Dort wo die Überfälle stattgefunden haben. Ich bin auf der Ladefläche und Ben meldet sich nicht. Er hat mir etwas von dem blauen Licht und drei Männern gesagt und wollte sich umsehen. Eigentlich wollte er mich rauslassen, aber er hat es nicht getan…Ich befürchte, dass etwas geschehen ist. Wir brauchen Hilfe.“ gab er schnell durch. „Ich veranlasse alles. Können Sie etwas sehen?“ wollte Anna wissen. In diesem Augenblick ruckte der Wagen erneut und Semir ging wieder zu Boden. Dabei verlor er das Handy und fluchte verhalten. Er fand es wieder. „Chefin?“ fragte er an. „Ja ich bin noch hier. Was ist passiert?“ wollte Anna wissen. „Wir sind unterwegs… zumindest ich. Ich weiß nicht was mit Ben ist…“erklärte Semir. „Ich habe bereits eine Streife losgeschickt. Lassen Sie Ihr Handy an. Wir werden Sie orten…“ befahl Anna.

    so heute mal ein extra großes Stück


    Maurice ging mit Guido in die Scheune während Wolfgang den Wagen fertig machte. Die drei Tage waren um und sie machten sich daran alles vorzubereiten. Heute sollte der vorerst letzte Deal über die Bühne gehen. Die Ware musste verkauft werden und dafür brauchten sie auch einen Transporter. Maurice hatte angedeutet, dass sie den Transporter nehmen wollten, den sie heute erbeuteten. Somit schlugen sie zwei Fliegen mit einer Klappe. „hör mal… wenn es wirklich die Bullen sind, die uns eine Falle stellen, wie Wolfgang es vermutet, dann wird der Typ nicht allein auftauchen, oder aber unter Beobachtung stehen. Weißt du was ich meine? Die Bullen arbeiten immer zu zweit und genau darauf sollten wir achten. Wenn einer im Wagen sitzt, dann wird der zweite nicht weit davon entfernt sein.“ kam gut überlegt von Guido. Maurice nickte. „Ja und deshalb sollten wir auch zwei von den Räumen hier vorbereiten. Wenn wir den Transporter abfertigen, sollen die Jungs den zweiten ebenfalls ausschalten. Beide werden hier untergebracht und wir verkaufen das Zeug.“ Meinte er zu Guido. „Alles klar. Aber Wolfgang wird nicht mitspielen. Der hatte ja schon beim letzten Mal die Hosen voll.“ grinste Guido. Maurice nickte. „Er muss es nicht unbedingt wissen. Hauptsache er macht mit und lässt und Infos über die Ware zukommen.“ gab dieser gleichgültig zurück.

    Der Transporter mit Ben am Steuer fuhr ruhig die Autobahn entlang. Ben sah in den Rückspiegel und sah Semir auf der Ladefläche sitzen. „Na… gefällt es dir da hinten?“ fragte er lachend. „Ja danke…. Ist eine dämliche Idee gewesen, die ich da hatte.“ maulte er. Ben lachte laut auf. „Na hör mal… es war deine Idee! Ich hatte den BMW für dich vorgeschlagen.“ erinnerte er seinen Partner daran. „ Ja danke…. … ich sagte wir fahren beide. Ich sagte nicht, dass du am Steuer sitzen sollst.“ korrigierte Semir ihn. „Ja aber die Chefin hat Recht. Wenn du hinter mir herfahren würdest, dann wäre es sehr auffällig. So bist du zwischen den ganzen Kisten und kannst notfalls eingreifen, wenn die uns überfallen sollten. Du bist ein perfekter Zeuge in Falle dessen. Und mal ganz ehrlich, du siehst viel zu brav aus, als so einen Wagen zu fahren. Ich bin da schon besser. Verwegen und etwas ungepflegt.“ lachte Ben. „Ja….? Na gut… ich denke mal, dass die kurz vor dem Rastplatz mit ihren Licht anfangen werden. Wir werden uns natürlich so verhalten, wie sie es von den anderen Autofahrern erwarten und dann schlagen wir zu, sobald die Typen sich sicher sind.“ erklärte Ben. Semir nickte. „Ich habe irgendwie ein komisches Gefühl bei der Sache. Irgendwas läuft da schief.“ kam von ihm. „Ja sicher… ich pass schon auf, dass meiner wertvollen Ladung nichts passiert. Will doch keinen Ärger mit Andrea.“ grinste Ben. „Idiot…“ fauchte Semir und versuchte es sich etwas gemütlicher zu machen.

    Maurice sah den Wagen und machte Zeichen. Er wusste genau was nun passierte. Der Fahrer würde glauben ein blaues Licht zu sehen und irritiert auf den Rastplatz fahren. Aussteigen und sich umsehen. Natürlich wird er nichts finden. Dann wird er anfangen an das was er gesehen hatte zu glauben und sich in die Kabine packen, weil er glauben wird, einfach nur müde zu sein. Wenn er schläft dann werden sich Maurice, Guido und Wolfgang hinschleichen und den Wagen diesmal samt Ware klauen. Den Fahrer einfach betäuben und aussetzen. Dann den Wagen in die Scheune und ausräumen. Diesmal sollten ja wertvolle Bilder drauf sein. Die konnte man auf jeden Fall leicht versetzten. Leichter als Schmuck oder Möbel. „Achtung er kommt.“ gab er durch. Wolfgang bediente das Gerät, dass dieses blaue Licht erscheinen ließ.

    Ben sah angestrengt auf die Strasse. In diesem Moment wusste er, dass der Job des LKW-Fahrers kein Zuckerschlecken war. Doch dann tauchte vor ihm das Licht auf. „Semir…es geht los.“ sagte er nach hinten. „alles klar…. Ich bin bereit. Machen wir diesen Wesen doch mal das Leben etwas schwerer.“ kam als Antwort zurück. „Aye…Captain…. Aber denk daran. Das Laserschwert ist mit Blei geladen…“ erinnerte Ben seinen Kollegen. „Ja Mr. Spock… ist ja gut….“ lachte Semir nur. Ben überprüfte seine Waffe. „Gut… ich fahre wie es üblich ist, auf den Rastplatz, steige aus und sehe mich natürlich um. So wie wir es aus den Schilderungen kenne. Ich gehe bis nach hinten und machte die Klappe auf. Aber du kommst erst raus, wenn es nicht anderes geht…“ ermahnte er den älteren. „Ja ich weiß. Aber sei nicht zu übermütig. Du packst dich in die Koje und tust als würdest du schlafen. Was meinst du wie ET sich erschrecken wird, wenn er die Luke aufmacht und die angebliche Ware in sein Ufo tragen will….“ lachte Semir zurück. Ben schwieg. Er fuhr auf den Parkplatz und tat genau das, was die Anderen bisher auch taten. Er stieg aus und ging unsicher ein paar Schritte auf das blaue Licht zu. Doch nach wenigen Schritten erlosch es. „Okay… das Licht ist aus. Ich werde tun als würde ich mich wundern und komme dann zum Wagen zurück.

    Hey… es gibt wieder ein Neues Opfer!“ rief Wolfgang als er von der Arbeit in die Scheune kam. Maurice und Guido sahen ihn an. „Ach und was wird transportiert?“ wollten sie wissen. „Bilder für eine Ausstellung.“ Sagte er stolz. Maurice nickte. „Wie hoch ist der Wert?“ harkte er nach. „Geschätzt ist der Wert auf acht Millionen!“ verkündete Wolfgang stolz. „Wieder auf unsere Tour?“ warf Guido dazwischen. Wolfgang nickte. „Ja…. in drei Tagen wird der Wagen losfahren und dann werden wir wie immer zuschlagen.“ lachte er. Maurice sah ihn an. „Es könnte auch ne Falle sein. Ich habe eben im Fernsehen gesehen, dass sie den Wagen aus dem Sand geholt haben. Die Bullen sind wach geworden und glauben vermutlich nicht an dem Mist. Wir müssen höllisch aufpassen.“ Ermahnte Guido seine Freunde. „Ja… Guido hat Recht. Wir müssen aufpassen. Man liest immer wieder, dass Menschen von Außerirdischen entführt werden. Vielleicht sollten wir damit anfangen. Hier in der Scheune können wir gut den Fahrer unterbringen und ihn ruhig halten. Guido ist schließlich Krankenpfleger und er kann den Typen ja ruhig halten.“ Grinste Maurice. Guido nickte „Ja sicher… auf dem Bett unten festbinden und nach dem Essen eine Spritze setzen. Ist ein einfacher Job. Da kann er brüllen soviel er will und wir lassen den Wagen verschwinden. Aber wir müssen aufpassen. Wenn die Bullen tatsächlich auf unserer Spur sind, dann werden die versuchen uns eine Falle zu stellen. Die werden uns richtig kennen lernen. Also gut…. diesmal werden wir den Fahrer hier eine Weile festhalten.“ stimmte Guido zu. Wolfgang nickte obwohl er eigentlich anderer Meinung war.

    „Ja und wie willst du das der Chefin beibringen? Ich meine der Direktor der Versicherung spielt mit. Er wird wie du wolltest diesem Nieken die Police geben und der wird dann, falls er mit den Überfällen zu tun hat seine Komplizen informieren und die werden dann den Wagen überfallen. Soweit kann ich dir ja auch folgen. Und was dann? Wollen wir beide im Wagen sitzen? Willst du fahren, oder ich? Wie wollen wir vorgehen, wenn nichts passiert?“ schoss Ben die Fragen ab. Semir grinste leicht. „Wir werden sehen. Du fährst meinen BMW und ich den Transporter. Du wirst mich nicht aus den Augen verlieren und dann wenn die Typen mich überfallen, eingreifen und mich retten. Denk daran, Andrea wird es dir danken.“ grinste Semir frech. Ben sah ihn an. „Siehst du… und da sie mir sehr dankbar sein wird, denke ich es wird besser sein, wenn ich den Transporter fahre. Wenn ich deinen BMW zu Schrott fahre, dann wirst du böse und kündigst mir vielleicht sogar die Freundschaft. Das ist nicht korrekt oder? Und ich will die Freundschaft mit dir nicht verlieren. Deshalb werde ich fahren und du mich retten.“ kam von Ben wieder. Semir lachte. „Ja… du hast Recht. Den BMW kann ich nicht opfern. Also gut… aber du wirst aufpassen.“ ermahnte Semir seinen jungen Partner. „Ja… wie immer, Papa…“ lachte Ben. „Gut morgen um vier werden wir fahren und dann werden wir mal sehen, was passiert.“ Semir nickte. „Ja und jetzt werden wir uns noch mal den Bauernhof vornehmen.“ meinte er nur.