Beiträge von Elvira

    Doris sah zufrieden auf den schlafenden Mann. „Nun gehörst du mir…“ sagte sie leise und zog den großen Mantel aus. Sie ordnete die Schwesterntracht und löste anschließend die Bremsen von dem Bett. Dann schob sie es über die Station. Doch wie sollte sie ihn in ihrem Wagen bringen. Er war schwer und sie war nicht sehr kräftig. Doch sie musste ihn hier von der Station weg bringen. Doris überlegte… wo fiel ein Krankenbett nicht auf? Dann bekam sie einen Lichtblitz. Die Station die geschlossen war, im alten Kliniktrakt, der im nächsten Jahr umgebaut werden sollte. Ja sicher… da würde er nicht bemerkt und sie konnte ihn versorgen ohne das es auffiel. Der Plan war genial. Da sie heute bis elf allein Dienst machte, konnte sie sich die Medikamente, die Tom benötigte zusammenpacken und auch die notwendigen Geräte und Verbandsmitteln rüber bringen. Sie sah auf die Uhr. Es war gerade acht… genügend Zeit also….Sie schob Tom über den Krankenhausflur und brachte ihn auf die geschlossene Station, die nur durch den Fahrstuhl und nur vom Pflegepersonal zu betreten war. Dies geschah zur Sicherheit der Patienten, damit sich dort keiner hin verirrte. Nun kam es Doris zu Gute. Dort konnte sie diesen Mann davon überzeugen, dass sie die einzig richtige Frau für ihn war. Ob Tom die gleichen Gefühle hegte war ihr egal. Sie würde ihn schon irgendwie überreden können.

    Nachdem sie Tom nach oben gebracht hatte und den Tropf wieder angeschlossen war gab sie ihm eine Rückenmarkamnesie. Sie wusste genau, dass diese Spritze sehr lange anhalten würde. Lange genug bis sie wieder zurück war. „Ich liebe dich…“ flüsterte sie dem schlafenden Mann ins Ohr und verließ den Raum. Jetzt hieß es erst einmal dafür zu sorgen, dass die Kollegen von Tom Kranich auf eine falsche Spur zu bringen. Im Zimmer von Tom bereitete sie nun ihr Schauspiel vor. Doris nahm das Messer mit dem Blut von Frank Bogener. Sie hatte ihm auch Blut abgenommen, um es realistisch aussehen zu lassen. Sie legte eine Blutspur über den Gang und verwüstete das Zimmer. Überall schmierte sie das Blut hin. Damit es für jeden nachvollziehbar war, beschmierte sie auch die Griffe des Bettes mit dem Blut von Bogener. Als sie fertig war schaute sie zufrieden auf ihr Werk. Nun musste sie nur noch den Verdacht von sich auf Bogener lenken. Und auch da hatte sie an alles gedacht. Sie fügte sich mit dem Messer eine Wunde zu. Nicht tief, aber schmerzhaft. Anschließend stieß sich mehrmals dem Kopf an die Wand, bis eine leichte Beule zu sehen war. Dann wartete sie eine halbe Stunde bis sie den diensthabenden Arzt anrief und mitteilte, dass einer ihrer Patienten entführt worden sei. Nur wenig später gab es einen großen Auflauf auf der Station.

    so auch von mir gibt es einen kleinen Sonderteil.... Gute Nacht bis morgen...

    Semir hatte seinen normalen Dienst aufgenommen. Er suchte nach Frank Bogener, der spurlos verschwunden war. Seine Sachen war in einer billigen Absteige gefunden worden, nachdem die Öffentlichkeit von der Fahndung erfuhren. Semir hatte die Sachen abgeholt und in die KTU gebracht. In dem sehr spärlich eingerichtetem Zimmer ließ sich jedoch keinen Hinweis finden, wo sich Frank Bogener nun befand. Er steckte auch eine Zigarettenkippe ein. Er wusste nicht einmal warum genau, aber er wollte eine DNA-Analyse machen lassen. Nur eine Stunde später war er bei Hartmut. „Also… hast du was?“ fragte er. Hartmut schüttelte den Kopf. „Das einzige was ich dir mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich in dem Hotel oder was das auch war, niemals absteigen würde. In den Sachen habe ich so ziemlich alles gefunden was es an Ungeziefer gibt.“ erklärte der rothaarige Kriminaltechiker. „Gut… das bringt uns nicht wirklich weiter.“ stöhnte Semir. „Nun vielleicht finden wir oder die Kollegen der Stadtpolizei ja irgendwo einen Toten… Vielleicht hat er sich das Leben genommen weil er mit dem Tod seiner Exfreundin nicht zu Recht kommt…?“ mutmaßte Hartmut. Semir zuckte die Schultern. „Ich muss dann mal.“ murrte er. „Bestell Tom einen schönen Gruß von mir!“ rief Hartmut ihm noch hinterher. Semir fuhr zur PAST. Anna war immer noch vor Ort. „Chefin.. ich bin dafür, dass wir Tom bewachen lassen Ich habe das dumpfe Gefühl das Bogener es erneut versuchen wird.“ Gab er zu bedenken. „Das glaube ich weniger. Er weiß es nicht. Und außerdem hat er keinen Grund mehr sich an Tom zu rächen. Dominique ist tot.“ stellte Anna dagegen. Damit war die Sache mit der Bewachung erledigt.

    Andrea fuhr nach Feierabend noch einmal zu Tom. Heute saß er zum ersten Mal. „Hey… das schaut doch schon sehr gut aus.“ Sagte sie als sie rein kam. Tom drehte sich um „Andrea… was machst du denn hier?“ fragte er erstaunt. „Ich wollte dich noch mal sehen. Ich meine du warst heute Morgen so traurig und ich dachte… vielleicht… ich wollte nur nach dir sehen.“ erklärte sie leise und gab ihm einen freundschaftlichen Kuss. „Danke… ich versuche mich ständig daran zu erinnern, aber… ich schaffe es einfach nicht. Wie eine Blockade…“ kam von Tom. Andrea nickte und hielt seine Hand. „Hey… du solltest dich nicht selbst quälen. Die Erinnerung kommt sicher. Aber vielleicht ist es auch besser wenn du dich nicht daran erinnerst. Ich meine… sie könnte sehr…schmerzhaft sein.“ meinte Andrea. Die Tür ging auf. „Guten Abend, Tom..“ flötete Doris die Krankenschwester freundlich. Doch als sie Andrea sah, änderte sich die Stimmung sofort. „Entschuldigung aber die Besuchszeit ist vorbei. Sie müssen bitte gehen. Herr Kranich brauch Ruhe.“ fauchte sie Andrea an. Diese war zwar erstaunt aber sie nickte und verabschiedete sich.


    Tom lag in seinem Bett und sah auf die Uhr. Es war kurz vor Mitternacht. Doch an Schlaf wollte er nicht denken. Er hatte die letzten Tage genug geschlafen. Er wollte sich endlich erinnern. Was war passiert…? Doch je mehr er nachdachte umso heftiger wurden die Kopfschmerzen. Irgendwann schlief er ein. Die Nadel vom Tropf in seinem Arm schmerzte so langsam Nur wenig später wurde er durch ein Geräusch geweckt. Vor ihm stand ein Mann! Zumindest sah es aus wie ein Mann. „Wer sind sie?“ fragte er etwas verschlafen. Doch es kam keine Antwort. Die Person riss ihm mit einer Handbewegung die Nadel aus dem Arm. Dabei ging er so brutal vor, dass Tom aufschrie. „Hey… was soll das?“ wiederholte er seine Frage. Es kam erneut keine Antwort. Dafür nahm der Unbekannte einen Lappen in die Hand und träufelte etwas hinauf. Damit ging er zu Tom. „HEY! NEIN!! HILFE!!!“ rief er und wollte mit der gesunden Hand zur Klingel greifen. Doch der Unbekannte packte seine Hand und hielt sie fest. Dann presste sie ihm den Lappen auf Mund und Nase. Tom trat um sich und versuchte sich zu wehren. Er traf seinen Peiniger nicht. Er war dem Angreifer unterlegen. Nur wenige Augenblicke dauerte das Ganze und er trat weg. Der letzte Gedanke war die Frage nach dem „warum kommt keiner?“.

    Ihr seid ganz schön schreibfaul heute.... also wirklich... ;(


    Semir und Andrea gingen wieder zu Tom. „Sag mal… der Doc ist sehr mit dir zufrieden. Du kannst morgen schon auf die normale Station“ freute er sich. Tom sah ihn an. „Ja super…“ kam lediglich von ihm. Andrea sah ihn an. „Was hast du denn?“ wollte sie wissen. „Was ich habe? Ich habe keine Erinnerung an das, was passiert ist. Ich will mich erinnern, aber es geht nicht. Ich sehe mir die Verwundung an und hoffe ich erinnere mich, aber nichts… wie ein schwarzes Loch. Der Arzt erzählt mir nichts und lächelt mich nur blöd an und meint, es kommt von allein.“ maulte Tom. Semir musste lachen. „Wie schön, dass du dich nicht änderst. Bist fast der Alte. Wenn du so weiter machst bist du bald wieder mit mir auf der Piste.“ grinste er. „Das hoffe ich sehr. Diese verdammte Krankenhausluft macht mich krank. Hört mal… könnt ihr mir nicht sagen was passiert ist?“ Tom setzte seinen Dackelblick auf und sah die beiden flehend an. Semir und Andrea tauschten einen kurzen Blick aus. „Du bist angeschossen worden.“ erklärte Semir. Tom lachte auf. „Das weiß ich… Was noch?“ forderte er zum Weitererzählen auf. „Tom… wenn dein Gehirn sich nicht erinnern will, dann ist es vielleicht noch zu früh. Warum lässt du dir nicht die Zeit, die es benötigt…“ bat Andrea die sah, wie Tom sein Gesicht verzog. „Hat du wieder Kopfschmerzen?“ fragte sie besorgt. „Ja… immer wenn ich mich erinnern will..“ stieß er aus und legte sich tiefer. „Am Besten du schläfst noch. Wir kommen morgenfrüh vor Dienstantritt wieder okay?“ fragte sie sanft. Tom nickte. „Aber morgen werdet ihr mir sagen was passiert ist!“ rief er ihnen nach.

    Doris fuhr nach Hause und ging in den Keller. Frank Bogener sah sie ängstlich an. Er, der eine Freude daran fand andere zu quälen war nun selbst das Opfer. Doris hob das scharfe Messer und sah ihn höhnisch an. „Ich brauche ein Stück von dir… mein Geliebter wird heute zu mir kommen. Was meinst du, wie die nach dir suchen werden? Du bist der Täter und ich komme einfach so davon…“ lachte sie gehässig. Erst jetzt erkannte Frank dass es ein Brotmesser war. Eines womit man Butter auf das Brot streicht. Er verstand… Doris wollte ihn damit verletzten, damit sein Blut dran ist, dann wird sie es vermutlich wieder mit ins Krankenhaus nehmen und es bei diesem Bullen im Zimmer platzieren. Vermutlich sogar vorher mit seinen Fingerabdrücken versehen, damit es so aussieht, als habe er sich gewehrt und Frank wurde bei der Entführung verletzt. Ein genialer Plan, musste er sich zugestehen. Dann spürte er den Einstich. Doris stieß das Messer mit voller Wucht in sein Herz. Frank starb mit einem unausgesprochenen Fluch in diesem verdreckten Keller. Doris erhob sich lächelnd. „Das war es dann für dich… Frank Bogener. Du hast deine Strafe bekommen. Nun werde ich mich mit meinem Geliebten vergnügen und die Kollegen werden nach dir suchen. Deine Blutspur werden sie finden und denken, dass du ihn dir geholt hast. Tja… wenn Dominique das noch miterleben würde, wäre sie mir vermutlich sogar dankbar, dass ein Individuum wie du nicht mehr lebst.“ lachte sie und packte das Messer in eine Tüte. Anschließend nahm sie dem Toten Blut ab. Nun konnte der Nachtdienst kommen.

    Semir und Andrea fuhren am Nachmittag zu Tom. Er lag schlafend im Bett. „Meinst du wir sollten stören?“ flüsterte Andrea. Semir nicke. „Die trostlose Umgebung macht schläfrig. Und das Beste was er tun kann ist schlafen.“ lächelte er. „Ihr braucht nicht so zu flüstern. Ich habe lediglich die Augen zu.“ kam von Tom und die Beiden erschraken. „Tom? Hallo… wie geht es dir?“ fragte Andrea sanft und gab ihm einen Kuss. Genau in diesem Augenblick kam Doris hinein. Sie stand da und sah wie Andrea sich über ihren „Mann“ beugte. Sie atmete tief ein. „Der Doc möchte Sie beide gern sprechen…“ sagte sie. Semir und Andrea nickten und verließen den Raum. Der Arzt wartete im Sprechzimmer. „Herr Gerkhan… Frau Schäfer… Ich bin mit dem Zustand von Herrn Kranich sehr zufrieden. Er ist soweit, dass wir ihn auf die normale Station legen können. Morgenfrüh kommt er auf die Innere…“ erklärte der Arzt. Semir sah ihn erfreut an. „Das ist gut. Wie lange muss er noch hier bleiben?“ wollte er direkt wissen. „Nun ich denke in zwei Wochen hat er es hinter sich. Allerdings wird er noch drei Wochen mindestens dienstunfähig sein. Übrigens wird er anfangen Sie nach dem Geschehenen erkundigen. Er hat es heute schon bei mir versucht. Führen Sie ihn langsam rein.“ bat der Arzt erneut.

    Doris hatte mitgehört. Sie wollte schließlich wissen wie es um ihren Geliebten stand. Als sie hörte, dass er verlegt werden sollte. „Nein… das geht doch nicht..“ sagte sie leise. Denn wenn er erst einmal auf der inneren Station liegt, dann kann sie ihn nicht mehr pflegen. Sie musste ihn heute Nacht wegbringen. Im Schwesternzimmer ließ sie sich auf den Stuhl sinken und dachte nach. Ihre Kolleginnen Ilka und Sonja saßen am Nachbartisch. „Aber .. Sonja… bitte… der Abend ist so wichtig… ich tausche mit dir den Tagesdienst und du machst meinen Nachtdienst… bitte… er ist sonst weg…“ hörte sie Ilka flehen. Doch Sonja wollte nicht. Klar… es war ja auch Wochenende. Da machte niemand gern Nachtschicht. Doris fasste einen Plan. Sie stand auf und ging zu Ilka und Sonja. „Entschuldige… ich will euch nicht stören, aber ich könnte deinen Nachtdienst übernehmen.“ sagte sie leise. Ilka sah sie an. „Echt?!? Super!! Du bist eine klasse Kollegin…“ freute sie sich. „Aber du hat doch Tagdienst. Du kannst unmöglich beide Schichten machen.“ gab Sonja zu bedenken. „Na dann fahre ich jetzt heim und Ilka übernimmt meinen Part.“ lachte Doris. Ilka hatte eigentlich frei und stimmte zu. „Dann bis heute Abend…“ freute sie sich. Doris nickte und verließ die Klinik.

    Du solltest auf jeden Fall die Storys beenden. Und was die Rechtschreibung angeht. lass das Dokument doch est von Word überprüfen. Außerdem rate ich dir die Story erst zuende zu schreiben und dann einzustellen. So gerätst du nicht unter Druck...

    extra für Honey.... viel Spass

    Doris sah triumphierend auf den Mann vor ihren Füßen. „Du hast meinen Liebsten sehr weh getan. Dafür hast du den Tod verdient!“ lachte sie gehässig. Der Mann war geknebelt und gefesselt. Er wimmerte und flehte sie mit den Augen an. Der Knebel erstickte alle Laute. Doch Doris kannte scheinbar keine Gnade. Sie lud die Waffe und richtete sie auf ihn. Der Mann schüttelte den Kopf. Tränen liefen ihm über die Wange. „Mein Gott bist du ein Weichei. Hat Tom dich auch angefleht, als du auf ihn geschossen hast? Oder auf Dominique? Ja ich weiß, dass du sie getötet hast. Damit hast du mir ein Gefallen getan, aber dass du meinen Geliebten schwer verletzt hast, allein dafür verdienst du den Tod!“ schrie sie ihn plötzlich an. Sie spannte den Hahn. „Aber weißt du was…. Ich denke du solltest erst einmal etwas leiden… Wie wäre es, wenn du die erste Kugel in die Schulter bekommst? Oder ins Knie? Oder in den Bauch?“ lachte sie höhnisch. „Es war so einfach dich zu bekommen…. Ha-ha-ha… hast du wirklich geglaubt, dass ich dir Dominique liefere? Ja… ich habe dich angerufen und gesagt, das Dominique überlebt hat, aber sie hat es nicht… sie starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Für dich wird es keine Rettung geben. Gar keine…. Und dann… wenn du ausgeschaltet bist, werde ich mir Tom hier her bringen und hier werden wir glücklich werden.“ Ihre Stimme klang wirr und verklärt. Doris war wie Frank… besessen von einer Person. Die drehte sich um und verließ den Keller des alten verlassenen Haus. Sie musste das Krankenzimmer herrichten. In zwei Tagen wird sie ihren Geliebten hier unterbringen und gesundpflegen. Alles war perfekt geplant. Die Kollegen von Tom werden vermuten, dass Frank ihn entführt hat um ihn zu töten und sich auf diese Person einschießen. Sie selbst wird ein Opfer sein… eine Wunde zufügen, die nicht schwerwiegend ist, war leicht. Als wenn nichts wäre trat sie ihren Dienst auf der Intensivstation an.

    „Guten Morgen …Tom…“ begrüßte Doris ihren Patienten am nächsten Morgen. Er erwiderte den Gruß leise. „Wie geht es uns heute?“ wollte sie wissen. „Ich glaube ganz gut. Nur die Erinnerung… sie fehlt noch. Irgendwas fehlt…“ gab er zurück. Doris lächelte. „Das kommt noch… Erst einmal musst du gesund werden.“ säuselte sie. Tom stutzte. „Kennen wir uns näher?“ wollte er wissen. Doris lächelte. „Es ist eine Angewohnheit. Ich habe dich während du im Koma lagst gepflegt.“ erklärte sie. Tom schloss die Augen. „Danke dafür…“ kam von ihm. Der Arzt kam herein. „Guten Morgen Herr Kranich. Wie geht es Ihnen heute?“ wollte auch er wissen. „Ganz gut. Zumindest was den Körper angeht. Doc… es wird Zeit, dass Sie mir sagen, was passiert ist… Bitte…“ flehte Tom regelrecht. Der Arzt schüttete den Kopf. „Ich verstehe Sie sehr gut, glauben Sie mir, aber sie muss von allein zurück kommen.“ gab er zu verstehen. „Wann wird das sein? Ich habe das Gefühl das mir etwas fehlt…Ist es so?“ versuchte Tom. „Herr Kranich… Sie waren schwer verletzt. Lassen Sie dem Körper und den Geist etwas Zeit…“ bat der Arzt erneut. „Wie lange? Wie lange soll ich warte? Warum zum Teufel sagten Sie nicht was passiert ist? Warum?“ kann erneut von Tom und seine Stimme war verzweifelt. „So… Blutdruck 120/80. Sehr gut. Die Wunden heilen auch.“ fing der Arzt an der ihn untersuchte, während Tom grübelte was passiert war. „So… nun frühstücken Sie und morgen sieht der Tag schon anders aus. Doris stand die ganze Zeit nur da. Sie dachte daran wie Recht der Arzt doch hatte.

    Hallo ... ich bins schon wieder.

    Also wo fange ich an. Ich gebe dir einen sehr gut gemeinten Tipp. Beende die Story doch erstmal die du angefangen hast. Es wäre sicher viel besser für dich, wenn du deine Storys vorher von jemanden lesen lässt, der dich auf Gramatikfehler hinweist. Achte doch auf die Rechtschreibung.

    2. Eine Reportage im Fernsehen vorallem in den Nachrichten würde niemals so berichten. Aber das ist nebensächlich. Du solltest auf jeden Fall die Rechtschreibung beachten, denn ob man nun fiel mit f schreibt oder mit v...macht schon sehr viel aus.... Deshalb besser vorher dreimal lesen....

    Weiter geht es:

    Die Woche verging schnell. Alle hofften dass Tom endlich aus dem Koma zurück geholt wurde. Und tatsächlich… am neunten Tag nach seiner Einlieferung wagten die Ärzte ihn zurück zu holen. Allerdings dauerte es noch Stunden bis er die Augen öffnete. Er sah sich verwundert um und wollte aufstehen, es ging nicht. „Ganz ruhig… bleiben Sie ganz ruhig liegen, Herr Kranich… Sie sind im Krankenhaus. Es ist alles in Ordnung.“ Redete jemand auf ihn ein. Tom sah ihn an. „Was…ist…passiert…?“ fragte er stockend. Es hörte sich krächzend an. „Sie sollten nicht sprechen. Schlafen Sie… Ihr Besuch wird Sie sicher heute noch genug anstrengen.“ lächelte ihn der Mann an. Tom nickte nur und schloss die Augen. Drei Stunden später ging die Tür erneut auf. Tom sah auf und erkannte Semir und Andrea. „Hi.. Partner..“ begrüßte er Tom leise. „Hallo Andrea…“ „Hey… du bist ja schon munter…“ sagte sie leise. „Nun ja… munter würde ich nicht sagen. Was ist passiert?“ wollte Tom wissen. „Haben dir die Ärzte nichts gesagt?“ fragte Semir nun erstaunt. „Nein… ich soll mich ausruhen… ist alles in Ordnung…Mehr haben sie nicht gesagt.“ erklärte er. Semir warf Andrea einen Blick zu und sie nickte. „Du bist seit fast zehn Tagen hier.“ fing er an. Tom sah ihn erstaunt an. „Zehn Tage? Warum? Was ist passiert?“ kam verwirrt von ihm. „Weißt du das nicht? Kannst du dich an nichts erinnern?“ wollte Andrea erstaunt wissen. Bevor Semir ihm etwas sagen konnte kam der Arzt rein. „Herr Gerkhan, Frau Schäfer… wie Sie sehen, ist Ihr Kollege wieder wach.“ sagte er mit einem Lächeln. „Ja aber er sagt, er kann sich an nichts erinnern.“ gab Semir zu bedenken. „Nun das kommt noch… in wenigen Tagen wird er sich erinnern. Bis dahin lassen Sie ihn einfach in Ruhe.“ Der Arzt sah Semir eindringlich an. Er nickte nur. Er hatte verstanden.

    Da Tom noch Ruhe brauchte verließen Semir und Andrea nach kurzer Zeit das Krankenhaus um die Kollegen von dem Zustand zu berichten. Alle sahen sie gespannt an, als sie die PAST betraten. „Er ist wieder wach!“ gab Semir bekannt und die Kollegen jubelten. Anna kam aus ihrem Büro. „Was ist denn hier los?“ fragte sie. „Tom! Er ist wieder wach.“ Informierte Andrea ihre Chefin. „Gott sei dank. Und woran kann er sich erinnern?“ harkte sie sofort nach. „An gar nichts… noch nicht. Aber der Arzt meint, dass es sich noch ein paar Tage hinzieht. Dann wird er wieder alles wissen und begreifen, dass seine Freundin…“ gab Semir zu bedenken. Anna nickte. „Es wird sehr schwer werden ihm das zu sagen. Wenn Sie wollen übernehme ich das.“ meinte sie nur. „Was ist mit Bogener?“ wollte Semir noch wissen. „Er ist verschwunden… .spurlos…“ erklärte Anna und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Die Flughäfen und Bahnhöfe werden überwacht. Alle Streifen haben ein Foto von Frank Bogener in der Tasche. Wir bekommen ihn.“ beschwor sie. Semir nickte ihr dankbar zu. „Gut… ich werde es tun, wenn der Arzt es für richtig hält. Sie sollten jetzt mal eine Runde drehen. Mit Herzberger. Er wird die nächsten Tage an Ihrer Seite sein und sich mit Bonrath abwechseln.“ befahl sie, als die beiden uniformierten Polizisten sich ansahen.

    Doris hatte mitbekommen, dass Tom auf der Intensivstation lag. Sie selbst hatte Dienst auf der Chirurgie. Annika und sie hatten von den Kollegen von Semir erfahren, dass Dominique tot war. Doris triumphierte. Jetzt gehört er mir…, dachte sie und tauschte mit einer Kollegin den Dienst auf der Intensivstation. Annika war allerdings nicht davon begeistert, denn Dominique und Doris hielten ihre Zwistigkeiten nicht für sich. Sie zankten sich auch wenn die Oberschwester dabei war und so bekam sie natürlich auch den Streit um Tom mit. „Er muss sich entscheiden und das müsst ihr jungen Dinger auch akzeptieren.“ hatte sie damals gesagt, als die beiden sich regelrecht um ihn prügelten. Kranich hatte sich entschieden. Für Dominique und Annika fand, dass die Beiden sehr gut zusammen passten. Dass Doris damit Probleme hatte, war offensichtlich. „sag mal… weißt du woher dieser Mistkerl den Namen von dem Polizisten wusste? Meinst du Dominique hat es ihm gesagt?“ wollte sie wissen. Die Frage hatte auch die Polizei bereits gestellt. „Ich habe ihn genannt, aber woher sollte ich denn wissen, dass es so ein Psychopath ist…?“ verteidigte Doris sich. Annika beließ es dabei.

    Semir und Andrea saßen an Toms Bett. Er lag immer noch im künstlichen Koma, damit er sich von seinen Verletzungen erholen konnte. „Wie krank kann man eigentlich sein. Ich meine… was wollte er damit erreichen?“ fragte Andrea. „Er wollte Dominique besitzen. Und er wollte alle, die sich dazwischen drängte vernichten. Ich habe mich ja mal mit diesen Männern gesprochen, die vorher mit Dominique zusammen waren. Der Eine hatte Drohbriefe von Frank Bogener erhalten und kurz darauf lag sein Hund mit aufgeschlitzter Kehle vor der Tür. Als er sich immer noch nicht von Dominique fern hielt, platzte ein Reifen bei Tempo 100 auf der Autobahn. Der Mann konnte froh sein, dass er seinen Wagen kontrollieren konnte. Ein Zweiter hatte wie Tom eine durchtrennte Bremsleitung. Auch er kam mit dem Leben davon, weil er den Wagen auf einen Grünstreifen zum stehen brachte. Der Typ ist wahnsinnig gewesen.“ berichtete Semir. Andrea sah auf Tom. „Wärest du mir böse, wenn ich ihm einen Kuss gebe?“ fragte Andrea und lächelte Semir an. Dieser schüttelte den Kopf. „Warum sollte ich denn? Andrea… du und Tom … ihr seid Freunde. Warum sollte ich denn böse sein?“ fragte er grinsend. Andrea zog die Schultern hoch. „ich weiß nicht…“ gab sie zu. „Aber nur einen“ meinte Semir und sah Andrea gespielt warnend an. Andrea hätte sicher zurück gezuckt, doch sie sah das Zwinkern von Semir und lachte leise.

    Doris betrat das Zimmer von Tom lautlos. „ … du und Tom … ihr seid Freunde. “ hörte sie den Mann sprechen. Sie lugte um die Ecke. Da saß eine Frau am Bett und küsste ihren Mann? Wie kam diese Person dazu? Freunde? Pah! Doris trat vor. „Guten Tag… ich muss bei Herrn Kranich die Verbände wechseln, würde Sie bitte draußen warten?“ fragte sie freundlich. Der Mann von dem sie wusste dass er Semir hieß nickte. „Komm Andrea… wir warten vor der Tür.“ sagte er zu der Frau. Diese stand auf und wagte es tatsächlich Tom wieder einen Kuss aufzudrücken. Doris atmete tief ein. Sie wartete bis die Türe zu ging und wandte sich an den schlafenden ihrem Patienten. „So… nun werden wir uns mal die Wunden ansehen. So schlimm ist es gar nicht mehr. Wenn das weiter so gut heilt, dann können wir dich bald aus dem Schlaf holen. Dann wirst du zu mir gehören. Einfach zu mir… ich werde dich umsorgen und pflegen. Das kann ich gut… ich bin schließlich Krankenschwester. Und auch wenn du meinst wir passen nicht… meine Mutter hat immer gesagt.. Doris… hat sie gesagt… wenn du einen Mann findest, der dir gefällt nimm ihn dir. In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt. Tja.. und du bist nun mal mein Traummann…“ Sie deckte Tom wieder zu und küsste ihn auf den Mund. „Du gehörst mir…“ wiederholte sie und ging zur Tür.

    „Ist alles in Ordnung?“ fragte Andrea die Schwester als sie wieder raus kam. „Ja… es geht ihm gut…“ lächelte sie freundlich. Andrea nickte und bedankte sich. „Sie sollten ihn aber jetzt Ruhe gönnen. Die Besuchszeit ist ja auch schon um und… nun ja… wir müssen auf die Patienten etwas Rücksicht nehmen. Sie können morgen gern wiederkommen…“ hängte sie an. Andrea sah zu Semir und dieser nickte. „Sie hat Recht… lass uns gehen…“ meinte er nur. Andrea nickte und ging mit ihm zum Ausgang. „Soll ich dich mitnehmen?“ fragte er später auf dem Parkplatz. Andrea nickte. „Ja bitte… bin mit den öffentlichen hier…“ gab sie zur Antwort und stieg ein. „Was machst du denn heute Abend?“ wollte sie anschließend wissen. „Ich weiß nicht… Hast du Lust auf einen Kaffee? Ich meine wir könnten ins Café gehen und dann…“ meinte er nur. Andrea war einverstanden. Den Rest des Tagens verbrachten Beide zusammen. „Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, wie du es Tom sagen willst? Ich meine… das Dominique tot ist?“ fragte Andrea. Semir schüttelte den Kopf. „Ich lege mir die Worte zurecht und dann… tja.. dann bemerke ich, dass es so nicht geht, weil es zu hart klingt, oder aber weil es nicht die richtigen sind… es ist schwer…“ gab er zu. Andrea nickte. „Wie wäre es, wenn er es von jemand Andrem erfährt? Von der Chefin beispielsweise… die kann so was doch viel besser.“ meinte sie schließlich. Semir stimmte zu…

    Der Arzt kam ins Zimmer zur Visite. Er begrüßte die Besucher und bat Semir mit hinaus. Mit einem unbehaglichen Gefühl folgte Semir die Aufforderung. „Wir hatten heute Nacht eine schwere Komplikation. Er hatte einen Herzstillstand... aber wir konnten zwar ihn schnell wieder reanimieren. Er wird wieder, aber solange er im Koma liegt, sollten Sie ihm nicht sagen, dass seine Freundin tot ist. Es könnte ihn dazu bringen ebenfalls nicht wieder aufzuwachen. Diese Nachricht sollte ihn erst erreichen, wenn er soweit wieder hergestellt ist, dass er es verkraftet.“ bat ihn der Arzt. Semir nickte. „Hat der Stillstand irgendwelche Folgen?“ wollte er wissen. Der Arzt lächelte ihn an. „Das wissen wir nicht mit 100% Sicherheit. Aber ich denke nein... wir waren schnell genug vor Ort. Es ist keine einfache OP gewesen und kommt schon mal vor. Er liegt hier genau richtig. Bitte sagen Sie auch seiner Freundin darin, dass er den Tod von der anderen Freundin nicht erfährt, solange er im Koma liegt.“ bat der Arzt erneut. Semir lächelte. „Die Frau darin, ist meine Freundin. Und seine Kollegin. Wir sind… wir sind eine Familie......“ meinte er nur und ging wieder zurück. Er richtete Andrea aus, was der Arzt gesagt hatte.

    In der PAST war die Stimmung sehr bedrückt. Jeder hing den Gedanken nach und wartete, auf die Information dass es Tom wieder besser ging. Doch die Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Gegen elf kamen Semir und Andrea zur Wache. Sofort richteten sich alle Augen auf sie. Semir hob kurz die Hand. „Tom liegt auch weiterhin im Koma. Heute Nacht kam es zu einer leichten Komplikation, aber er hat sie überstanden. Wir können nur warten aber die Ärzte sind derzeit zufrieden.“ erklärte er laut. Ein leises Raunen ging durch das Büro. Anna kam zu ihm. „Semir! Kommen Sie bitte in mein Büro.“ bat sie. Semir nickte und folgte ihr. Als sie saßen sah Anna ihn an. „Sie sehen sehr müde aus.“ stellte sie fest. Er nickte. „ich habe kaum geschlafen. Ständig habe ich Tom da liegen sehen. Er hat mich in meinen Träumen angesehen, war tot, oder... Sie kennen ja sicher die Gedanken, die man hat, wenn man so einen Tatort sieht, bzw. gesehen hat. Überall dieses Blut und...“ fing er an. Anna nickte. „Sie sollten vielleicht einen Psychologen aufsuchen. Semir... so können Sie nicht arbeiten. Was ist mit Andrea?“ wollte sie wissen. „Andrea steckt es weg. Zumindest zeigt sie es nicht, wie nahe es ihr geht. Aber ich merke es. Und was Ihr Vorschlag betrifft, den Psychologen aufzusuchen, danke... aber nein danke. Ich schaffe es schon. Jetzt muss Tom erst einmal wieder auf die Beine kommen.“ Anna lächelte. „Also gut, aber heute machen Sie bitte nur Innendienst.“ befahl sie. Semir nickte und sah aus dem Fenster. „Was ist?“ fragte Anna sofort. „Ich würde lieber bei Tom sein. Ich meine...“ fing er an. „Semir... derzeit können Sie nichts für ihn tun. Er braucht jetzt die Zeit, Gesund zu werden und da ist die Ruhe jetzt das Wichtigste. Die Zeit wird sicher schnell vergehen und wenn er wieder wach ist, dann dürfen Sie gern den ganzen Tag dort sein.“ lächelte sie. Er nickte nur.

    Im Krankenhaus wurde Tom direkt in die OP gebracht und anschließend auf die Intensivstation. Mit langsamen Schritten ging Semir hier den Flur entlang zum Stationszimmer. Die dort sitzende Schwester lächelte ihn freundlich an. „Was kann ich für Sie tun?“ wollte sie wissen. „Mein Kollege... Tom Kranich und Frau Dominique Heinz. Sie sollen hier liegen...“ erklärte Semir mit leicht zitternder Stimme. Wenn Tom hier auf der Intensiv lag, dann war es mehr als kritisch. „ Frau Heinz ist auf dem Weg ins Krankenhaus leider verstorben aber Herr Kranich wird noch behandelt. Bitte nehmen Sie doch da vorn Platz. Der Arzt kommt gleich zu Ihnen.“ antwortete sie freundlich. Semir nickte und ging in den Wartebereich. Nun hieß es warten. Warten bis der Arzt kam und ihm endlich sagte, was mit Tom war.

    Die Stunden krochen für Anna und Andrea nur so dahin. Es war nun schon drei Stunden seit Semirs erstem Anruf vergangen. „Wieso meldet er sich nicht?“ fragte Andrea nun schon zum wiederholten Male. Anna legte ihr die Hand auf die Schulter. „Er wird sicher noch untersucht und anschließend operiert. Andrea... Sie wissen doch wie es dort abläuft. Beruhigen Sie sich.“ sagte sie leise. Andrea nickte. „Diese Dominique tut mir echt Leid. Ich hoffe wirklich dass sie es schafft.“ sagte sie nur. Anna nickte. „Wenn Gott es will, werden es beide schaffen.“ meinte sie nur darauf. Es verging eine weitere Stunde. Andrea stand auf. „Ich fahre hin! Diese Warterei macht mich noch kirre.“ fauchte sie und griff ihre Jacke. Anna lächelte leicht. „Wir fahren beide. Semir braucht sicher etwas Aufmunterung und Gesellschaft.“ erklärte sie und fuhr mit Andrea in ihrem Dienstwagen zum Marien-Hospital. Auch sie wurden direkt zur Intensivstation geschickt und fanden ihren Kollegen auf dem Flur vor. „Semir?“ fragte Anna. Er sah sie traurigen Augen an. „Ist was mit Tom?“ fragte Andrea sofort und küsste ihn leicht. „Dominique ist tot. Sie ist auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.“ sagte er leise. „Oh mein Gott.... weiß Tom das schon?“ wollte Anna wissen. „Er wird noch untersucht. Er war ohne Bewusstsein, als er eingeliefert wurde. Die Ärzte haben ihn direkt in den OP geschoben.“ sagte er leise.

    Es vergingen noch zwei weitere Stunden bis der Arzt endlich zu den drei Wartenden kam. Kurzes Nicken zur Begrüßung. „Nun... Herrn Kranich, hat es ziemlich erwischt. Die Kugel aus den Rippen konnten wir raus holen. Sie hat außer dem starken Blutverlust nicht viel Schaden angerichtet. Der Streifschuss hinterlässt einen leichten Kratzer. Allerdings hat er einen Milzriss. Vermutlich von Schlägen herbei geführt. Wir mussten ein Stück entfernen. Außerdem ist sein Kehlkopf gequetscht, ihm fehlt Flüssigkeit und sein rechter Arm ist gebrochen. Er hat eine Gehirnerschütterung und mehrere Hämatome am ganzen Körper. Wir legen ihn in ein künstliches Koma, damit sein Körper in aller Ruhe heilen kann. Er bekommt von uns Flüssigkeit zugeführt.“ erklärte der Mann. Anna und Andrea stöhnten auf. „Wie lange wollen Sie ihn im Koma halten?“ fragte Semir mit gepresster Stimme. „Es wird sicher eine Woche werden. Vielleicht auch zwei. Aber Sie können und sollten ihn trotzdem besuchen.“ meinte der Arzt. Semir nickte. „Ja sicher... Frau Heinz, so sagte mir die Dame am Empfang bereits ist auf dem Weg hier her verstorben?“ fragte Semir nach. Der Arzt nickte. „Ja... wir konnten nichts mehr für sie tun. Die Kugel hatte einen Lungenflügel durchschlagen. Es war schon ein Wunder, dass sie es überhaupt so lange geschafft hat.“ erklärte der Arzt. „Können wir zu ihm?“ wollte Andrea wissen. „Nein... es ist besser, wenn er heute erst einmal Ruhe hat. Auch wenn er im Koma liegt, wird er den Wirbel um seine Person mitbekommen. Am Besten Sie fahren alle nach Hause. Morgen sieht es sicher schon besser aus.“ lächelte der Arzt milde. Die Drei bedankten sich beim Arzt und fuhren ab.

    Am nächsten Morgen saß Semir am Bett von Tom. Er war völlig müde, denn die Nacht konnte er vor Sorge nicht schlafen. Tom lag im künstlichen Koma. Die Ärzte hielten es für notwendig, denn die Verletzungen waren doch sehr intensiv. Semir bekam Wut. Wut auf den Mann, der seinem Partner das angetan hatte. Es ging lediglich um eine Frau, die sich mehr zu Tom hingezogen fühlte. Der Exfreund konnte sie nicht in Frieden lassen und hat Tom die Schuld dafür gegeben, so dachte er. Wie sinnlos war der Tod von Dominique, nur weil sie Frank nicht mehr liebte, musste sie sterben. Doch Semir wusste dass es Dominique war, die in der Wohnung gestöhnt hatte. Indirekt hatte sie Tom das Leben gerettet. Es war ihr Stöhnen was er gehört hatte, als er vor der Tür stand und noch zögerte die Tür zu öffnen. Doch noch etwas beschäftigte ihn. Wie sollte er Tom sagen, das Dominique tot war? Vor allem wann sollte er es ihm sagen? Das musste er unbedingt mit dem Arzt besprechen. Die Tür ging auf und Andrea kam herein. Sie sah Semir erschrocken an. „Mein Gott...“ stieß sie aus. „Guten Morgen Andrea.“ begrüßte Semir sie leise, als habe er Angst, dass Tom wach werden würde. „Er sieht schlimm aus.“ sagte sie und kämpfte mit Tränen. Semir nickte nur. Auch er war völlig am Ende, aber er sagte sich, dass er für Tom nicht klein bei geben durfte. „Aber er wird es schaffen, wie schon so oft.“ versprach er. Andrea konnte dem nur zustimmen. Wie oft lag Tom schon schwer verletzt im Krankenhaus. Jedes Mal hatte er es geschafft.