so hier ist das versprochene Nachtmahl... wohl bekommts
Anna erreichte die Nachricht, das Tom wieder wach war eine Stunde später. Sie trat vor der Mannschaft und klatsche in die Hände um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. „Meine Damen und Herren! Ich habe soeben erfahren, dass Tom aufgewacht ist. Es geht ihm entsprechend.“ gab sie bekannt. Ein Jubelgeschrei brach aus. Die Männer fielen sich in die Arme Andrea sah sie freudestrahlend an. „Was heißt entsprechend? Gab es Komplikationen?“ fragte sie plötzlich. Anna nickte. „Dr. Werner, der behandelnde Arzt hat mir soeben Bericht erstattet. Tom kann nicht sprechen und sich nicht bewegen. Aber er ist der Hoffnung, dass es sich in den nächsten Tagen legen wird.“ erklärte sie weiter. Andrea nickte. „Was ist mit Semir?“ fragte Andrea weiter. „Er schläft derzeit. Scheinbar war er doch ziemlich fertig als Tom aufwachte und hat, so der Doc, sich etwas fahrig aufgeführt, das Dr. Werner ihn ruhig stellen musste. Er schläft direkt in Tom Zimmer. Vor morgen Früh werden wir sicher nichts mehr erfahren.“ Anna ging zurück in ihr Büro.
Der nächste Morgen kam schnell. Semir schlug die Augen auf. „Tom!!“ stieß er aus und schwang sich aus dem Bett. Sein Partner lag direkt neben ihm. Die Augen geschlossen. War Tom doch nicht wach? Hatte Semir nur geträumt? Wie konnte er schlafen, während sein Freund…nein… es war kein Traum. Tom war wach. Semir griff zu seiner Hand. Wie kalt sie war. „Tom? Bitte… mach keinen Mist… drück wenigstens etwas zu…Bitte…“ flehte Semir. In diesem Augenblick drehte Tom seinen Kopf zu ihm und sah ihn an. „Hey… geht es dir besser heute?“ fragte Semir vorsichtig. Tom nickte, aber er sagte nichts. Semir sah ihn an. „Ich verstehe… du hast das Schweigegelübde abgelegt.“ versuchte Semir zu scherzen, doch er merkte selbst, dass Tom es nicht als Scherz aufnahm. „Entschuldige…“ sagte er deshalb leise. „Hey.. .wir kriegen das wieder hin. Wir schaffen das…“ sprach er Tom Mut zu. Tom schloss die Augen. „Tom… gib nicht auf… bitte… wir werden es gemeinsam schaffen.“ Plötzlich spürte Semir den Druck… Tom drückte seine Hand. Er schien sich völlig darauf zu konzentrieren. „Hey… ist doch nicht schlecht für den Anfang.“ strahlte Semir und spürte die Tränen über die Wangen laufen.
Dr. Werner machte seine Visite. Als er in Toms Zimmer ankam sah er dass Semir bereits wieder an seinem Bett saß. „Guten Morgen Herr Gerkhan, Herr Kranich…“ begrüßte er die Beiden. Semir murmelte etwas. „Herr Gerkhan… ich weiß, das Sie es mir übel nehmen, was ich gestern mit Ihnen gemacht habe, aber… sie wären mir zusammen geklappt und das konnte ich nicht zulassen.“ erklärte Dr. Werner. „Ich bin nicht nachtragend. Ich habe mich gestern wohl etwas kindisch benommen….“ lächelte Semir ihm zu. „Oh nein… Sie waren lediglich nervlich am Boden. Ich hoffe es geht Ihnen heute besser?“ fragte Dr. Werner. Semir nickte. „Mir schon… aber was ist mit Tom?“ wollte er wissen. „Wir werden ihn gleich mal durch das CT jagen. Dann bekommen wir die Antwort. Aber vermutlich tritt nun das auf, was ich Ihnen bereits angekündigt habe. Nun kommt es darauf an, dass es nicht ewig dauert.“ erklärte Dr. Werner. Semir sah wieder auf Tom.