Beiträge von Elvira

    Die Reise geht los..... danke für die Feeds

    Für Ben wurde der Tag nicht langweiliger ohne Semir. Er machte mit Dieter Dienst und dieser durfte auf Anweisung von Kim Krüger das Auto fahren, weil Ben vor drei Tagen seinen eigenen Dienstwagen geschrottet hatte. Dieter fuhr natürlich streng nach Vorschrift. „Dieter… könnten wir vielleicht etwas schneller fahren?“ maulte Ben. „Warum? Wir verfolgen niemanden. Wir machen ganz normalen Dienst. Eine Tour wie eben immer.“ gab Dieter gleichgültig zurück. „Ja genau das… wir fahren nur so dahin. So langsam dass ich Blumen während der Fahrt pflücken kann. Das ist langweilig.“ erklärte Ben. „Ja sicher… Semir würde natürlich voll auf das Gas treten und vielleicht sogar ne 180er machen, nur damit es nicht langweilig wird.“ lachte Dieter. Ben nicke. „Ja genau….“ stimmte er zu. Dieter sah ihn erstaunt an. „Im Ernst?“ fragte er. „Was… nein… natürlich nicht. Wir machen ganz normalen Dienst. Nur wir könnten trotzdem mehr als 100 fahren. Hier sind 120 erlaubt oder nicht?“ maulte Ben weiter. Dieter lachte. „Nein… seit genau sechs Stunden gilt hier auch Tempo 100 und wir sollten ein Vorbild abgeben und uns an das Tempolimit halten.“ meinte Dieter nur und konzentrierte sich wieder auf den Verkehr.

    Am nächsten Morgen fuhr Hans-Hubert, Semir und Andrea zeitig zum Flughafen. Die Beiden checkten ein und bestiegen das Flugzeug. Sie wurden von der Stewardess in die erste Klasse gewiesen. „Ben hat sich ja echt nicht lumpen lassen“ strahlte Andrea und genoss es sichtlich von dem Personal bedient zu werden. Gegen 10 startete die Maschine und es ging gen Osten. Sechs Stunden mussten sie nun in diesem Flugzeug aushalten. Aber der besondere Service verkürzte die Flugzeit auf sehr angenehme Weise. Gegen vier waren sie endlich da und durchliefen den Zoll. Nun hieß es darauf zu warten, das sie abgeholt wurden. Suchend sahen sie sich um und Andrea entdeckte ein Schild welches hochgehalten wurde. „Sieh mal… die suchen uns.“ sagte sie und knuffte Semir in die Seite. „Ach… tatsächlich. Na dann hoffe ich mal, dass das Hotel genauso komfortabel ist wie der Flug war.“ meinte Semir nur und sie gingen auf die Frau zu, die das Schild hochhielt. „Guten Tag…“ begrüßte Semir sie. „Ach Sie sind Herr und Frau Gerkhan?“ fragte die Frau in einem perfektem Deutsch. Semir bestätigte. „Dann kommen Sie bitte. Die Fürstensuite im Hotel Baltschug Kempinski erwartet sie schon.“ erklärte die Frau. Semir und Andrea strahlten und nickten. Sie konnten es kaum erwarten. Auch im Hotel erwartete sie ein perfekter Service. Das Gepäck stand bereits im Zimmer sowie eine volle Obstschale und frische Blumen. „Ist das schön hier…“ seufzte Andrea und roch an den weißen Rosen. Semir nickte. „Ja… sehr schön“ stimmte er zu.

    Man, man, man. Die Story hatte mal wieder von allem etwas: Spannung, Gefühl und was für die Tränendrüse. Wie schaffst du das nur immer wieder alles miteinander zu kombinieren?

    Bin von deinen Storys immer wieder begeistert.

    Ach das ist eigentlich ganz einfach... ich lebe meine Storys. Das heißt ich lese sie immer wieder, bevor ich sie einsetze und nur wenn ich mich wirklich darin finde und etwas empfinde beim lesen ist sie gut genug. Ich muss alles deutlich vor mir sehen können. Erst dann kommt sie auch ins Forum....

    so hier ist mein Anteil am Deal

    Semir sah durch das Fenster und bemerkte durch die Wand das in dem Büro eine sehr angespannte Stimmung herrschte. Schnell sprang er auf und zog seine Frau und seine Tochter ins Büro. „Andrea… ist ja gut… Die Frau hat keine Kinder und sieht es aus einer ganz anderen Perspektive.“ erklärte er schnell. Andrea sah ihn wütend an. „Ich kann diese Frau schon jetzt nicht ausstehen.“ fauchte sie wütend. „Na komm… in zwei Tagen geht es los. Mein Urlaub ist bereits genehmigt.“ antwortete er und küsste seine Frau. Dann nahm er seine Tochter. „du wirst dann bei Oma und Opa sicher eine tolle Zeit haben… Ich vermisse dich jetzt schon…mein Engel…“ kam sanft von ihm. „Gut… wir sehen uns heute Abend…“ meinte Andrea als sie sich beruhigt hatte, nahm Aida und fuhr nach Hause. Semir ließ sich wieder auf seinen Stuhl fallen. „Mann… wieso macht die uns das Leben so schwer? Wir setzen jeden Tag unser Leben aufs Spiel und sie lässt nicht einmal unsere Familie in Ruhe…“ gab er leise von sich. Benn lachte auf. „Sie will nur ganz nach oben. Und da ist die Menschlichkeit irgendwo auf der Strecke geblieben. Aber da solltest du keinen Gedanken dran verschwenden. Du hast ja ab morgen Urlaub. Genieße die Tage mit deiner Familie und danach mit deiner Frau. Die Fahrt wird sicher unvergessen bleiben.“ meinte er und ahnte noch gar nicht wie recht er damit hatte.

    Am nächsten Morgen brachten er und Andrea Aida zu ihren Eltern. Alle wurden mit Freude begrüßt. Besonders Semir, der es bisher immer gut schaffte sich nicht bei Hans-Hubert und Margot Schäfer sehen zu lassen. „Du bist viel zu selten hier.“ tadelte Margot ihren Schwiegersohn. „Nun ja… die Arbeit. Ich habe selten frei und die Verbrecher halten sich nicht daran, ob ich Urlaub habe oder nicht. Aber diesmal ist es was ganz besonderes. Ich hoffe nur, das Aida euch nicht allzu sehr nervt. Sie ist in der Trotzphase und sehr schwierig“ stöhnte Semir. „Ach quatsch… das mach ich schon. Schließlich hatte Andrea auch mal so eine Phase…“ lachte Hans-Hubert. Semir warf seiner Frau schnell einen Blick zu und dachte nur… da ist sie immer noch drin…, sagte aber nichts. „Wann geht es denn los mit eurer Zugfahrt?“ wollte sein Schwiegervater wissen. „Morgen um sieben. Wir fliegen nach Moskau und von dort aus werden wir dann zum Zug gebracht. Anschließend fahren wir durch Russland, Ukraine, Ural und durch China. 12 Tage auf der Fahrt und ich hoffe wirklich, dass es nicht zu kalt ist.“ meinte Semir. Margot lachte. „Semir… das ist ein so wunderbares Geschenk. Die Fahrt ist ziemlich teuer und…“ fing sie an. Semir nickte. „ich hätte es vermutlich nie geschafft eine solche Reise zu finanzieren. Aber mein Kollege war so frei und hat sie mir geschenkt. Tja und morgen ist es dann soweit. Und da der Flughafen von hier einfacher zu erreichen ist, ich meinen Wagen hier sicher parken kann. Ich meine wenn du nichts dagegen hast…“ hängte er etwas verlegen an. Hans-Hubert lachte. „Nein… das darfst du und weißt du was… ich fahre dich persönlich zum Flughafen. Dann kommt ihr sogar sicher an.“ grinste der Schwiegervater. „Danke…Papa…“ mischte sich Andrea nun ein.

    Am Abend kam Andrea mit Aida ins Büro. „Hey… siehst du dein Papa ist nur am arbeiten…“ sagte sie zu dem Kind und setzte es ab. Sofort lief es zu Hotte und Dieter sie die Kleine mit Schokolade lockten. „Aber nicht so viel…Nicht dass sie noch Karies bekommt.“ ermahnte Andrea die Beiden und ging zu Semir ins Büro. „Hey… Schatz.“ sagte er und küsste sie. „Du… Ben hat uns ein Geschenk gemacht. Kannst du Aida für 12 Tage bei deinen Eltern unterbringen?“ fragte er sofort. Andrea sah skeptisch zu Ben und dann zu Semir. „Ja ich denke schon… warum?“ wollte sie sofort wissen. „Na wegen dem Geschenk von Ben.“ erklärte Semir ohne zu sagen was es war. „Ja und?“ harkte sie sofort nach. „Ja was und?“ grinste Semir nun. „Was ist es?“ kam ungeduldig von Semir. „Ach so… eine Reise mit dem transsibirischen Express.“ lachte Semir stolz und hob die Karten hoch. Andreas Augen wurden immer größer. „Durch Sibirien, Russland, China? Dieser transsibirische Express?“ fragte sie ungläubig. Semir nickte heftig. „Aber die Reise kostet doch ein Vermögen. Das können wir unmöglich annehmen.“ empörte Andrea sich sofort. Ben lachte leise. „Hey.. es ist ein Geschenk von mir. Nimm es an und fahrt bitte zu diesem Termin los. Es ist genial…“ versprach er. Andrea sah ihn an. „Danke Ben! Damit erfüllst du mir einen echten Traum..“ strahlte sie freudig. „Ich rufe Mama sofort an und sage ihr Bescheid. Es ist gar kein Problem…“ sagte sie und verschwand sofort. Semir sah wie sie zu Susanne ging und telefonierte. „Morgen weiß es die ganze PAST.“ grinste er nur zu Ben.

    „Guten Tag Frau Gerkhan…“ hörte Andrea hinter sich und sah sich erstaunt um. „Guten Tag…“ erwiderte sie und ahnte eigentlich schon, wer dort stand. Doch sie erwartete von der Frau, dass sie sich vorstellte. „Mit wem habe ich das Vergnügen?“ fragte daher nach. „Krüger… Kim Krüger. Ich habe die Leitung von Frau Engelhardt übernommen.“ erklärte die Frau und hielt Andrea die Hand hin. Andrea ergriff sie und nach einer kurzen Weile lösten sie sich wieder „Schön Sie auch mal kennen zu lernen. Und das kleine süße bezaubernde Mädchen ist dann Gerkhan junior?“ fragte Frau Krüger und beugte sich zu Aida runter, die soeben zu ihrer Mutter kam. „Ja… das ist Aida….“ stellte Andrea ihre Tochter vor und nahm sie auf den Arm. „Was für ein süßer Fratz….“ kam von Krüger. „…. Aber ich denke Sie wissen sehr wohl, dass ein Polizeirevier kein Spielplatz ist oder?“ ging es weiter. Sofort war der eisige Ton in der Stimme zu hören. „Ja sicher Frau Krüger. Nur irgendwann muss meine Tochter ja ihren Vater sehen, oder?“ fauchte Andrea nun zurück. „Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten, Nur es ist kein Platz für ein kleines Kind. Schon gar nicht in dieser Dienststelle wo alle Kollegen nachlässig mit ihren Waffen umgehen…“ lächelte Krüger falsch. „Meine Tochter ist hier quasi groß geworden und ich werde meinen Mann und meine Exkollegen häufiger besuchen. Sie sollten sich also daran gewöhnen…“ kam von Andrea in ihrer gewohnt aggressiven Art.

    Na dann dürfte es das ja wohl für diese Möchtegernluftpiraten gewesen sein. Auf dem Airport werden die SEK-Leute zuschlagen und Justin festnehmen. Ben denke ich wird für Tabea irgendwie was finden, dass sie nicht ins Gefängnis muss.... Oder ? Eskaliert es vielleicht noch?

    97. Das Hochzeitstagsgeschenk

    Nachdem Anna die Leitung der PAST an Kim Krüger einer aufstrebenden jungen Frau übergeben hatte, herrschte betrübte Stimmung. Susanne versuchte der Frau alles Recht zu machen und eckte mit ihrer lockeren Art an. „Frau König…. Ich möchte dass Sie mir die Akten korrekt einordnen. Sie müssen neu beschriftet werden. Da kann man ja gar nicht lesen, was darin ist.“ Fing es bereits am Morgen an. Susanne entschuldigte sich und versprach es sofort zu erledigen. Sie ging zu ihrem Schreibtisch und fluchte leise vor sich hin und machte sich an die Arbeit. Sie machte ihre Aufgaben und sah wie die Tür aufging. Hotte und Dieter kamen herein. „Dicke Luft?“ fragte Dieter. Susanne nickte. „Wie in den letzten Tagen ständig. Die Frau hat an alles etwas auszusetzen. Ich mache nichts mehr richtig. Sie motzt und mault an allem was ich mache. Nichts passt ihr…“ beklagte sich Susanne. Hotte lächelte freundlich. „Es wird schon. Es ist halt schwer diese Station zu leiten. Ich habe es ja auch schön öfter gemacht. Es ist sehr stressig. Du wirst sehen, wenn sie sich eingelebt hat, dann wird alles wieder besser. Warte doch einfach nur ab.“ tröstete er sie. Susanne nickte. „Ich gebe ihr noch eine Chance. Aber wenn es sich nicht ändert, dann werde ich gehen. Ich lasse mich nicht kaputt machen…“ drohte Susanne und machte sich wieder an die Arbeit.

    „Weißt du eigentlich, dass wir heute genau ein Jahr Partner sind?“ fragte Ben als er und Semir auf Streife waren. „Echt? Kam mir noch gar nicht so lang vor…“ grinste Semir. „Ja ich weiß. Andrea sagte mir auch, dass du ständig den Hochzeitstag vergisst.“ erklärte Ben. „Das stimmt doch gar nicht. Ich weiß genau, das wir am 11.04. geheiratet haben.“ empörte Semir sich. „11.04.? Andrea sagte doch es wäre der 18. gewesen.“ kam von Ben. Semir sah ihn an und zog den Ring ab. Dort stand 18.04.2000. „Oh… hab mich nur um eine Woche vertan. Wollte sehen ob du aufpasst.“ grinste Semir. „Ja sicher… na und zur Feier des Tages, habe ich dir ein Geschenk mitgebracht.“ ging es mit Ben weiter. „Ein Geschenk? Ist ja toll. Was ist es?“ wollte Semir natürlich sofort wissen. „Oh… du wirst dich wundern. Und es ist etwas, dass du und Andrea zusammen machen könnt. Aber ohne Aida. Also stellt dich schon mal darauf ein.“ erklärte Ben. „Na komm schon… was ist es?“ bettelte Semir. Ben lachte. „Also gut… eine Reise für zwei Personen im Trans-sibierischem Express.“ gab er bekannt. Semirs Freude hielt sich jedoch in Grenzen. „Sibirien? Da ist das doch kalt…“ maulte er. „Semir… du fährst 12 Tage mit dem Zug durch Russland, dem Ural bis nach China. Dann fliegst du wieder zurück. Was bitte ist daran so schlimm? Ich habe für euch die Präsidentenkabine reserviert. Nur du und Andrea… Das wird toll…“ schwärmte Ben.

    Daran will ich von Dir auch sagen, ob du die Fortsetzung mit die kleine Bea weiterentwickeln kann, die Freundschaft zwischen Tom und Bea waren echt süß, wenn Semir da nicht eifersüchtig auf sein Freund ist. :P

    Die Freundschaft wird sicher in meiner Story auftauchen.... Ich denke bereits an einer Fortsetzung dieser Story wo sich die Freundschaft von Bea und Tom noch vertieft. Sie wird bei einem Einkauf mit ihrer Freundin, die sehr reiche Eltern hat, mit eben ihrer Freundin verwechselt. Die Eltern der Freundin wollen alles tum um Bea zu helfen. Die Eltern von ihr wenden sich an Tom und Semir, da man ihnen vertraut. Natürlich wird es spannend und ich will nicht zu viel verraten. ...........

    So und wie heißt das so schön....alles hat ein Ende.... und auch diese Story ist vorbei... hier kommt der Rest aber keine Bange... ich hab noch Vorrat...

    Tom machte immer mehr Fortschritte und endlich vier Wochen nach seinem Erwachen konnte Tom wieder sprechen, wie vorher. Semir war überglücklich und auch die Kollegen konnten ihre Freude kaum verbergen. Semir besuchte ihn täglich und freute sich über jeden Fortschritt den auch Bea machte. Er und Tom saßen im Krankenzimmer und Tom sah nachdenklich aus dem Fenster. „Was hast du?“ wollte Semir wissen. „Ich denke an das, was passiert ist. Weißt du… es gab so viele Dinge zwischen mir und Domi…. Warum habe ich kein Glück mit Frauen?“ fragte Tom. Semir stand da. Was sollte er seinem Freund antworten. „Tom… ich …“ fing er an. Tom sah ihn an. „Aber eine Freundin habe ich und die werde ich mir warmhalten.“ versprach Tom. Semir wusste nicht genau wen Tom meinte. „Du hast dich wieder verliebt?“ fragte er etwas verwundert. „Verliebt? Nee… ich habe hier Freundschaft entdeckt. Freundschaft zwischen zwei völlig verschiedenen Menschen. Sie ist einfach wunderbar… so tapfer… so unbeschwert…“ schwärmte Tom. Semir grinste. Nur war ihm klar von wem Tom sprach. Von Bea, dieses kleine Mädchen, was drei Jahre im Koma lag und am gleichen Tag wie Tom erwachte. Das Mädchen, was Tom derzeit unterstützte und es tatsächlich geschafft hatte, Tom wieder Lebensmut zu geben. „Ja… sie ist ein wunderbares Wesen. Man könnte fast meinen sie ist ein Engel…“ sinnierte Semir. „Meinen? Nein… sie ist ein Engel… Sie ist mein Engel.“ bestimmte Tom.

    Kurz vor seiner Entlassung besuchte Tom Bea... „Hey... meine beste Freundin..“ begrüßte er sie. Auch sie machte große Fortschritte. Bea lief mittlerweile auf Krücken aber sie lief. „Bei dir sieht es verdammt gut aus!“ motivierte er sie diesmal. „Na komm du mich in den Sommerferien besuchen und ich springe dir in die Arme.“ versprach das Mädchen. Tom strahlte. „Ja das hoffe ich sehr. Du hast mir schließlich sehr viel geholfen. Ohne dich...wäre ich nicht so weit...“ gab er zu und drückte Bea an sich. „Hey... du erdrückst mich ja...!“ lachte sie. Tom ließ sie los. Er unterdrückte die Tränen, die ihn in die Augen traten. Es waren Tränen des Glücks. Semir und er gingen in den Wintergarten des Krankenhauses. „Und... wie geht es dir wirklich?“ fragte Semir besorgt. „Ich schaffe es schon. Das Schlimme daran ist, dass die Erinnerung wieder da ist. Ich hätte mit Dominique glücklich sein können, aber Frank Bogener war dagegen. Na vielleicht klappt es ja irgendwann einmal.“ sinnierte Tom. Semir sah ihn traurig an. „Sie war eine tolle Frau...“ stimmte er zu. „Wann darfst du die Klinik denn verlassen?“ wollte er wissen. Tom zog die Schultern hoch. „Ich weiß nicht... in ein oder zwei Wochen. Und dann will die Chefin mich in Urlaub schicken.“ murmelte Tom weiter. Semir nickte. „Ich weiß.... mich auch. Was meinst du....?“ fragte er. Tom sah ihn an. „Was denn?“ wollte er wissen. „Na was hältst du davon, wenn wir beide zusammen den Urlaub verbringen. Auf Mallorca oder Ibiza?“ grinste Semir. Tom wog den Kopf hin und her. „Warum eigentlich nicht...!“ stimmte er zu und grinste zurück.

    Tom erholte sich immer mehr. Endlich war der Tag der Entlassung da. Tom konnte es nicht erwarten die Klinik zu verlassen. Der Abschied von Bea fiel ihm schwer, doch sie versprach ihn zu besuchen und Tom sollte sie besuchen. Die Mutter gab Tom die Adresse und er schwor, dass er kommen wurde. Direkt nach dem Urlaub würde er vor der Tür stehen. Bea freute sich riesig. Er hielt sein Versprechen ein und besuchte sie, als sie wieder Kölner Boden unter den Füßen hatten. Zu seiner Überraschung lief Bea tatsächlich ohne Krücken durch das Haus. Er freute sich über die Fortschritte des Mädchens und es entstand eine sehr tiefe Freundschaft zwischen der Achtjährigen und Tom. Allerdings behielten beide ihre Erlebnisse vor dem Erwachen für sich. Semir hätte es eh nie geglaubt. Tom fuhr zum Grab von Dominique und legte frische Blumen darauf. Er legte einen Kranz nieder mit der Aufschrift. „Du wirst immer in meinem Herzen sein“. Von der Chefin erfuhr er, dass Doris in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde. Der Richter stellte fest, dass sie für die Tat an Bogener und Toms Entführung nicht zurechnungsfähig war.

    Ende

    Abendessen

    Tom sah den Therapeuten an. „So... wir werden nun anfangen die Beine und Arme zu kräftigen. Ich werde Ihnen dabei helfen. Fangen wir an...“ lächelte der Mann ihn freundlich an. Tom ließ alles mit sich machen und die Stunden zeigten sich als sehr ermüdend. Semir musste seinen Dienst machen und kam abends nur vorbei, doch Tom war eh zu fertig um etwas zu machen. Als er am späten Vormittag dösend im Bett lag hörte er wie jemand hereinkam. Es war Bea in ihrem Rollstuhl. „Hey.. Tom. Wie geht es dir heute?“ wollte sie wissen. Tom lächelte sie leicht an. „Oh... du kannst immer noch nicht sprechen?“ meinte die Kleine nur. Es hörte sich tadelnd an. „Warum tust du nichts dagegen?“ wollte sie wissen. Tom sah sie fragend an. „Na ich weiß, dass du es kannst. Du musst es wollen und du musst fleißig üben. Meine Mama hat gesagt, dass ich auch wieder laufen kann... ich muss es nur wollen. Ich will.... und du auch, oder?“ fragte die Kleine. Tom nickte. „Wollen wir es zusammen machen?“ kam von Bea. Tom nickte. „Also gut... aber du siehst müde aus.... willst du trotzdem?“ harkte sie nach. Tom nickte erneut. „also gut.... sag etwas!“ forderte sie ihn auf. Tom öffnete den Mund und versuchte etwas zu sagen. Es kam kein Ton heraus. Bea beobachtete ihn sehr genau. „Na komm schon! Du kannst es!“ motivierte sie. „....kn...n....“ kam leise von Tom. „Siehst du... es klappt schon. Wenigstens kannst du etwas raus bringen...“ lachte Bea erfreut. Sie griff mit ihrer kleinen Hand Toms Hand. „Wir schaffen es!“ sagte sie überzeugt. Tom drückte ihre Hand und nickte. So leicht würde er nicht aufgeben.

    Die Tage vergingen. Semir kam am Abend vorbei und erkundigte sich nach den Fortschritten. Tom schwieg immer noch und Semir dachte, dass es vermutlich nichts brachte. Er saß dem Arzt gegenüber. „Er macht keine Fortschritte oder?“ fragte Semir leise. Der Arzt sah ihn an. „Wie kommen Sie denn darauf? Er und Bea sind beide jeden Tag zusammen am Üben. Er kann schon etwas sagen, es klingt zwar noch etwas holprig, aber er macht sehr wohl Fortschritte. Auch was seine Bewegungen angeht. Die Koordination ist noch nicht die Alte, aber auch hier ist Bea eine große Hilfe. Diese kleine Maus ist ständig am reden und am üben. Sie hat sich das Ziel gesteckt bis zu den Sommerferien wieder laufen zu können. Und das motiviert auch Ihren Kollegen. Ich sehe schon den Tag, an dem er und Bea durch das Krankenhaus rasen und sich über das Personal lustig machen. Bea ist wie ein Jungbrunnen für Herrn Kranich. Es war eine verdammt gute Idee, die Kleine mit einzubinden.“ lächelte der Arzt ihn an. „Ich werde gleich noch mal zu ihm gehen. Vielleicht spricht er ja jetzt mal mit mir.“ murmelte Semir und verabschiedete sich. Kurz darauf im Zimmer von Tom. Mittlerweile saß Tom häufig aufrecht. „Hey... sieht gut aus...“ lobte Semir seinen Freund. Tom nickte. „h a l l o....“ sagte er leise. Semir strahlte über das ganze Gesicht. „Hey... super... du machst Fortschritte. „L ang s s am...“ kam von Tom. Aber es war für Semir wie ein Wunder.

    So hier der Mittagsteil:

    Es vergingen noch ein paar Stunden. Semir redete auf Tom ein, das er nicht aufgeben soll und immer wieder Übungen machte, damit er wieder Gefühl in seine Glieder bekam. Es klopfte und Andrea kam mit der Chefin rein. Sie hatten einen Blumenstrauß und stellte ihn Tom auf den Nachttisch. Er lag mittlerweile auf der normalen Station allerdings hatte er ein Einzelzimmer. „Und wie geht es dir?“ fragte Andrea. Tom sah sie nur an. „Oh… entschuldige…. Semir hat mir gesagt, dass du nicht… also ich meine…“ fing sie an. Tom lächelte gequält. „Also gut… wir sind wieder weg. Die Chefin und ich gehen heute ins Kino… eigentlich wollten Semir und ich, aber er will hier bei dir bleiben und ich verstehe es. Also bis denn und halt die Ohren steif.“ sagte sei zum Schluss und drückte ihm einen Kuss auf. „HEY!!! Das reicht. Er hat in den letzten Tagen mehr Küsse bekommen als ich von dir…!“ beschwerte sich Semir grinsend. Tom rollte die Augen. „Hey.. du kannst dich ja auch wehren, er nicht. Sei also nicht eifersüchtig!“ ermahnte Andrea ihn und verließ mit Anna den Raum.

    „Tja… jetzt sind wir wieder allein.“ meinte Semir als die Tür sich schloss. Doch nur kurz darauf kam der Arzt herein. „So Herr Kranich…Oh… Herr Gerkhan, Sie sind ja auch da. Sehr gut. Es gibt sehr gute Nachrichten. Herr Kranich ist eigentlich wohl auf. Es sind also keine ernsten Schädigungen aufgetreten. Er muss jetzt lediglich viel üben und damit werden wir heute noch anfangen. Gleich kommt ein Physiotherapeut zu Ihnen, Herr Kranich und Sie werden anfangen Ihre Arme und Beine zu bewegen. Morgen bekommen Sie von einem Logopäden Unterricht um Ihnen das Sprechen wieder beizubringen. Sie werden sehen, nächste Woche sieht alles besser aus und Sie werden wieder ans Arbeiten denken.“ beruhigte er Tom. Der Arzt sah Semir an und deutete an ihn draußen sprechen zu wollen. Semir nickte und verließ mit dem Arzt das Zimmer. „Doc? Ist es doch ernster?“ war seine erste Frage vor der Tür. „Nein.... wir müssen uns nur überlegen, wie wir Herrn Kranich zum Sprechen bewegen. Er scheint sehr betrübt darüber... und ich weiß nicht, wie ich diese Situation aufheben kann.“ gab der Arzt zu. Semir grinste leicht und dachte an Bea. „Ich hätte da eine Idee.“ meinte er nur.

    Oh oh...das gefiel Ben überhaupt nicht und ich kann das sehr gut verstehen. Aber Semir sollte sich auch nicht auf die Alten Zeiten lieber ruhen lassen und sich durchsetzen. Ich habe nämlich das Gefühl das Toni sich bald anvertrauen wird... oder aber er sollte ihn überwachen lassen....

    Tom wurde in die Röhre geschoben. Nur eine halbe Stunde später stand fest, dass nichts zu erkennen war. Körperlich gesehen, war alles in Ordnung, also musste es nervlich sein. Tom wurde einem Neurologen vorgestellt. Er machte ein paar Tests. „Nun Herr Kranich… eigentlich sollte alles funktionieren. Ich gehe davon aus, dass Sie aufgrund des Komas noch nicht in der Lage sind bzw. die Nerven sich erst einmal erholen müssen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Sie ein Medikament erhalten haben, was sehr extreme Auswirkungen hatte. Wir werden Sie ab morgen mal etwas trainieren, damit es sich wieder regeneriert…“ lächelt ihn Dr. Hartmann beruhigend an. Tom nickte. Wieder versuchte er zu sprechen, aber es kam nichts. „Nur keine Sorge… es kommt alles wieder in Ordnung. Sie brauchen nur Geduld…“ Wie oft hatte Tom das nun schon gehört. Er war verzweifelt. Er konnte seine Beine nicht bewegen, konnte nicht reden, seine Arme funktionierten nicht. Was sollte das? War das Koma tatsächlich dafür verantwortlich? Nur wenig später lag er wieder auf seinem Zimmer und starrte einfach zur Decke. „Hey… wie geht es dir?“ hörte er plötzlich eine Kinderstimme. Er sah das kleine Mädchen an, welches im Rollstuhl saß, der an seinem Bett stand. Er wollte Hallo sagen, denn das Mädchen war das Gleiche wie dort… wo war dort? Diese schöne Wiese… dort war alles besser… dort konnte er laufen, reden, lachen….fühlen… und hier? Was war hier? „Denke lieber nicht so viel. Ich weiß was du fühlst. Du willst laufen, reden, lachen… Sieh mich an. Ich werde nie wieder laufen, sagen die Ärzte. Aber das ist nicht so schlimm… Dann fahre ich eben mit meinem Bruder im Rollstuhl spazieren…“ lachte das Mädchen. Tom wünschte sich nur etwas dieser Unbeschwertheit des Mädchens. Tom schloss die Augen. „Bist du müde?“ wollte sie wissen. Tom nickte nur. „Dann lasse ich dich mal allein.“ Bea verließ den Raum. Tom sah ihr nach. Tapferes kleines Mädchen, dachte er nur und schlief ein.

    Am Abend kam Semir zurück. Er musste der Chefin und den Kollegen Nachrichten geben wie es Tom ging. Als er am Morgen aus dem Krankenhaus ging, war Tom noch am Schlafen. Der Arzt war mit dem Zustand zufrieden, dennoch sollte Tom heute untersucht werden. Nur hoffte Semir, das sie etwas gefunden hatten was erklärte, warum Tom nicht sprechen und warum er Arme und Beine nicht bewegen konnte. Er kam gegen vier erneut ins Krankenhaus und wurde von dem kleinen Mädchen aufgehalten. Sie saß im Rollstuhl und Semir bekam einen kleinen Schrecken. „Hey… Bea…. Richtig?“ fragte er lächelnd. Sie nickte. „Sie sollten Tom sagen, dass er sich nicht so grämen soll. Alles wird wieder gut…“ lachte sie ihn an. Semir lächelte zurück und zog aus seiner Tasche einen kleinen Teddybären mit Polizeimütze. „Hier… für dich..“ lächelte er sie an. Das Mädchen strahlte über das ganze Gesicht und bedankte sich artig. Dann rollte sie zurück in ihr Zimmer. Semir sah ihr nachdenklich nach und ging ins Zimmer von Tom. Dieser lag im Bett und starrte ihn einfach an. „Hey… Grüße von Bea.“ gab Semir bekannt. Tom nickte leicht. „Immer noch keine Besserung?“ fragte Semir besorgt. Der Blick von Tom sagte alles. „Hey.. es wird sicher wieder. Ich habe mich gerade mit Bea unterhalten. Sie lag drei Jahre im Koma. Sie ist zur gleichen Zeit wie du wieder aufgewacht. Und so wie es aussieht, kann sie nicht laufen. Es ist traurig, aber sie ist ein verdammt tapferes Mädchen.“ meinte Semir nur. Tom nickte.