Beiträge von Elvira

    Es war ruhig an der Grenze zu Holland. Alle Kollegen des Zolls waren sehr betreten. Daniel Leugner war hierher versetzt worden und wusste wen er ersetzen sollte. Die dortigen Kollegen waren alles andere als herzlich als der Mann den Job übernahm. Doch Daniel hatte damit gerechnet, deshalb stellte er sich der Aufgabe und ließ die Männer zusammenkommen. Als auch der letzte Platz genommen hatte räusperte er sich. „Ich weiß, dass viele denken, ich will Michael Baumwandler ersetzten. Es ist traurig, was passiert ist, aber es ist nicht zu ändern. Baumwandler war ein sehr besonnener Mensch und hatte stets seinen Job getan. Wir sollten alles daran setzen die Mistkerle, die ihn ohne Rücksicht überfuhren zu stellen. Ich werde Baumwandler niemals ersetzen können und will es auch nicht. Ich will diese Mistkerle haben…“ endete er seinen Vortrag. Die Männer vor ihm tuschelten und einer erhob sich aus der Mitte. „Wir wollen alle diese Mistkerle. Aber wie sollen wir sie finden? Sie sind eiskalt und skrupellos.“ meinte er. Daniel nicke. „Ich habe Hilfe angefordert. Sie wird auch kommen. Willenbach hat mit der Autobahnpolizei Kontakt aufgenommen und zwei der Kommissare werden in Kürze bei uns eintreffen. Jeder der etwas gesehen hat sollte ihnen alles sagen. Jede Kleinigkeit kann helfen.“ bat Daniel. Ein weiterer Mann stand auf. „Klaus Hoffmann. Ich bin…ich war Michaels Freund. Wenn wir diese Mistkerle haben, lassen Sie mich nur ein paar Minuten mit ihm allein.“ bat er. Daniel lächelte leicht. „Ich weiß dass Sie am Liebsten Rache nehmen würden. Aber damit ist keinem geholfen. Wenn wir diese Männer mit Hilfe der Kripo stellen, dann werden sie der Gerechtigkeit übergeben. Keine Selbstjustiz!“ ermahnte er den jungen Mann.

    „Schon gut.... ich ... Wissen Sie... Andreas... das ist der Mann im Koma... Ob er aufwacht kann niemand sagen. Ich möchte Sie bitten, die Ermittlungen direkt an der Zollstelle zu beginnen. Mein Stellvertreter Daniel Leugner hat bereits die Kollegen informiert und zusammengerufen. Sie können sie in einem der Büros vernehmen.“ gab er zu verstehen. Semir sah kurz zu Tom. „Wir werden direkt anfangen.“ versprach er. Willenbach stand auf und schüttelte die Hand von Semir und Tom. „Danke… bitte halten Sie mich nicht für Rachsüchtig, aber ich kannte Michael bereits als Auszubildender beim Zoll. Ich war bei der Hochzeit von ihm und seiner Frau. Ich bin Patenonkel von dem ersten Kind. Kriegen Sie die Täter und bringen Sie diese Bande zur Strecke.“ bat er. Semir sah ihn an. „Ich kann es nicht versprechen, aber ich werde mein Bestes versuchen.“ gab er zu und verließ mit Tom das Gebäude. „Was für Mistkerle...“ stieß Tom aus, als sie wieder im Auto saßen. „Ja... hoffe nur wir können auf den Bändern was entdecken, was uns hilft.“ entgegnete Semir nur und konzentrierte sich wieder auf die Straße.

    weiter geht es... und das Feeden nciht vergessen....

    Pierre setzte sich und stützte seinen Kopf mit dem Arm ab. Es war eine berechtigte Frage von seinem Komplizen. Woher wusste er, dass die Autobahnpolizei alles unternehmen wird? Woher wusste er wie sie vorgehen wird? Er hatte bereits mehrmals die Schritte der Polizei vorher gewusst. Bisher hielt er es nur für Zufall, aber war es wirklich nur Zufall? Sein ganzes Leben war weg. Er konnte sich nur an den letzten sieben Jahren erinnern. Was war davor? Er war doch schon fünfundvierzig. Wieso konnte er sich nicht erinnern, was vor acht Jahren war? Irgendwie war dort ein großes schwarzes Loch. Das einzige was er wusste, war dass er in einer großen Hazienda auf Mallorca wohnte. Viel zu groß für einen Mann allein. Doch mehr war da nicht. Absolut nichts. Totale Leere. Was war vor mehr als sieben Jahren passiert? Wer war er? Es klopfte an der Tür. „Ja?!“ fragte er laut. Die Tür öffnete sich. „Dani… komm rein.“ lächelte er plötzlich freundlich. „Pierre…. Du darfst dich nicht so aufregen. Du weißt doch, was der Arzt gesagt hat. Deine Erinnerung kommt sicher irgendwann zurück. Versuch einfach nicht daran zu denken. Es wird dir nicht helfen, wenn du dich zwingst. Die muss von ganz allein zurückkommen.“ schnurrte die junge Latina. Pierre nickte. „Du hast Recht. Ich versuche immer wieder heraus zu finden, was früher war. Aber das einzige was ich bekomme sind Kopfschmerzen. Wie eine Blockade… alles weg.“ Sie setzte sich auf seinen Schoß und küsste ihn. „Ich werde dich gleich massieren und dann sind deine Kopfschmerzen wie weg geblasen.“ lächelte sie.

    „Gerkhan Kripo Autobahn. Das ist mein Kollege Tom Kranich. Wir haben einen Termin mit einem gewissen Herrn Günther Willenbach.“ stellte Semir sich vor, als sie die Zollstelle erreicht hatten. Die Dame am Empfang lächelte freundlich und betätigte die Telefonanlage. Nachdem sie einen Augenblick gesprochen hatte wandte sie sich wieder den Polizisten zu. „Einen Augenblick noch. Er hat gleich Zeit für Sie. Nehmen Sie doch bitte Platz.“ erklärte sie. Semir und Tom setzten sich an den Besuchertisch. Fünf Minuten später kam ein älterer Mann auf sie zu. „Sie sind die Herren von der Autobahnpolizei?“ fragte er. Semir und Tom nickte. „Ja… Sie baten uns um Hilfe bei einem Fall, wo ein Kollege getötet wurde.“ Willenbach nickte. „Ja…. es scheint jedoch so, dass noch ein weiterer Kollege sterben wird. Michael Baumwandler… das ist der Kollege der überrollt wurde starb in meinen Armen. Andreas Wind liegt im Koma. Er wurde mit so einem Tempo angefahren, dass er einen Schädelbasisbruch hat. Ich bete jeden Tag, dass sie es schaffen werden. Es war schon schwer genug der Frau von Michael den Tod zu erklären.“ Meinte Willenbach. Semir nickte. „ich kann das sehr gut nachvollziehen. Aber wir müssen irgendwo ansetzen. Da der Mann im Krankenhaus nicht ansprechbar ist, müssen wir versuchen etwas über den Vorgang herauszufinden...“ kam leise von Semir. Er verfluchte diese Brutalität. Willenbach sah ihn an. „Ich habe was Besseres. Ich weiß nicht warum, aber Michael hat die Kamera laufen lassen. Sie lief sogar noch als er starb. Es ist grausam....“ Die Stimme des Zöllners veränderte sich. Semir nickte „Ich kann es mir denken. Wo sind die Bänder?“ wollte er wissen.

    „und wie lange geht es mit euch schon?“ fragte Tom und sah Semir an. „Was meinst du?“ wollte er wissen. „Na mit der Kleinen vorn... die Sekretärin von Engelhardt. Meinst du ich hab nicht gesehen, dass ihr euch schöne Augen macht wie die letzten Monate?“ lachte Tom. „Ach so.... nun ja... ich bemühe mich.“ Grinste Semir zurück. „Was heißt denn bemühen. Die ist ja echt süß. Wenn du nicht willst, dann versuche ich meine Glück.“ Gab Tom zurück. Sofort ruckte Semirs Kopf hoch. „Lass sie! Sie gehört mir und zwar schon seit ein paar Jahren...!“ fauchte er wütend. Tom hob beschwichtigend die Hände... „ist ja gut... Sieht nur nicht so aus, als seid ihr schon zusammen...“ beruhigte er seinen Partner. „Nun ja... im Augenblick nicht.... aber wir schaffen es sicher wieder.“ Versprach Semir. „Ach und wie oft ward ihr schon....?“ wollte Tom wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Weiß nicht... acht oder neun mal... Was sollst...“ lachte er. „Stimmt....!“ gab Tom zu.

    Pierre sah auf die Straße. „Also gut... wir sind gleich an der Grenze. Haltet die Klappe da hinten und rührt euch nicht... Die Zöllner sind eh schon wach geworden...“ ermahnte er seine Komplizen auf dem Laster. Tatsächlich zog der Zöllner ihn raus. „Fahrzeugschein und Papiere bitte! Was haben Sie geladen?“ fragte der Mann müde. „Einige Ersatzteile....“ gab Pierre zurück. „Wo wollen Sie hin?“ kam die nächste Frage. „Nach Holland... Venlo um genau zu sein.“ erklärte Pierre. „Würden Sie den Laderaum bitte öffnen?“ Der Zöllner sah Pierre an. „Kennen wir uns nicht?“ fragte er plötzlich. Pierre schüttelte den Kopf. „Nicht das ich wüsste“ gab er von sich. Der Zöllner zog die Schultern hoch. Pierre stieg aus und öffnete den Laderaum. Hier waren Autotüren, Motoren, Sitze usw. verstaut. „Danke...“ kam vom Zöllner und Pierre schloss die Türen. „Gute Fahrt!“ wünschte der Uniformierte und reichte die Papiere zurück. Pierre stieg wieder ein und fuhr los. Es ging ja noch mal gut, dachte er. Wie schon die letzten Male, doch nur zwei Tage später war die Ruhe vorbei. In den Nachrichten wurde von einer Bande berichtet, die gestohlene Autos zerlegen und anschließend ins Ausland transportieren um sie als Reimport wieder nach Deutschland einzuführen. Das schnelle Geld mit Ersatzteilen blühte. Pierre war von diesem Tag an bewaffnet. Er trug eine kleine Handwaffe am Gürtel.

    Drei Wochen später kam es zum Eklat. Pierre hatte Marius einen jungen Holländer die Chance geben wollen sich zu beweisen. Doch der Junge wurde sehr nervös als er sich auf der Rückfahrt der Grenze näherte. Pierre der als Beifahrer dabei war spürte die Nervosität und versuchte ihn zu beruhigen. Doch als der Zöllner die Ware sehen wollte drehte Marius durch. Er wollte die Schranke durchbrechen und raste mit dem Wagen einfach durch. Die Zöllner nahmen natürlich die Verfolgung auf. Pierre fluchte verhalten und zog seine Waffe. „Du verdammter Idiot!! Er hat doch lediglich die Papiere verlangt!“ schrie er seinen Mann am Steuer an. „Der wollte die Ladung sehen!“ versuchte Marius sein Tun zu erklären. „Na und? Dann hätten wir ihm die Dinger gezeigt und gut ist! Fahr rechts!!“ schrie Pierre wütend. Der Wagen des Zolls überholte und stellte sich auf der Autobahn quer. Marius bremste. Der Zöllner stieg aus und zielte mit der Waffe auf Marius. „Verdammt und jetzt?“ fragte er und sah Pierre an. „Das badest du jetzt schön aus...“ fauchte er wütend und wartete einfach ab. „So... ende der Fahnenstange! Aussteigen und Hände hoch!!“ schrie der Mann vom Zoll. Marius tat als würde er den Befehl folgen wollen, doch dann gab er Vollgas. Der Zöllner stand direkt vor dem Wagen ein weiterer Kollege kam gerade auf sie zu. Beide wurden nacheinander erfasst und überrollt. „Mann!! Hast du sie noch alle!!“ schrie Pierre. Doch es war zuspät. Er sah im Rückspiegel die Zöllner auf der Straße liegen. Pierre stieg kurz aus und war in Versuchung den Männern zu helfen, doch dann wandte er sich plötzlich wieder um und stieg in den Laster und fuhr mit Marius weiter.

    „Semir! Tom! Kommen Sie bitte in mein Büro!“ rief Anna als die beiden Hauptkommissare ihren Dienst antraten. Beide sahen sich erstaunt an und folgten dem Befehl. „Setzen Sie sich bitte!“ forderte Anna sie auf. Semir und Tom ließen sich auf den Stühlen nieder. „Ich habe von den anderen Abschnitten in ganz NRW Informationen erhalten wonach sich eine Bande unbekannter Herkunft mit Autodiebstählen aufhält und die gestohlenen Fahrzeuge als Ersatzteile wieder nach Deutschland einführen. Ein sehr lukratives Geschäft für die Bande. Allerdings für uns und die Kollegen nicht gerade sehr einfach. Wir haben keine Beschreibungen der Täter.“ erklärte Anna. Semir sah sie an. „Was haben wir damit zu tun?“ wollte er wissen. „Die Bande nutzt den Grenzübergang zwischen Holland und Deutschland bei Heinzberg. Damit fällt es in unserem Bereich. Die Kollegen vom Zoll haben versucht einen dieser Transporter auf zu halten. Mit dem Ergebnis dass ein Kollege im Krankenhaus und einer auf dem Friedhof gelandet ist. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.“ kam leise von Anna. Sofort herrschte bedrückte Stimmung. „Chefin... wie können wir die Kollegen unterstützen? Haben die Kennzeichen? Oder Autotyp oder so? Ich meine... irgendwo müssen wir doch ansetzen.“ erklärte Semir. Anna nickte. „Fahren Sie zur Zollstelle und klären Sie es direkt vor Ort.“ antwortete sie. Semir und Tom standen auf. „Semir! Passen Sie bitte auf sich auf. Auf Sie beide...“ warf Anna hinterher. Die Männer nickten und verließen die PAST.

    Pierre Marker sah seine Männer an. „Das war verdammter Mist, den du da gebaut hast. Was sollte denn diese Wildwest-Nummer? Ich sagte du sollt die Nerven behalten und leise alles von Köln nach Venlo in unser Lager bringen. Aber nein! Mister ven Seden... muss ja den wilden Mann markieren. Muss das Gaspedal durchtreten und den Asphaltcowboy spielen! Verdammt!! Ich hatte alles perfekt durchdacht und ...“ schrie er wütend. Die Männer senkten den Kopf. „Ich konnte doch gar nicht anders!“ verteidigte Marius. „Du konntest nicht anders? Bist du wirklich der Meinung das uns ein toter Zöllner keinen Ärger mehr machen kann? Meinst du die Bullen halten still und leben in den Tag hinein? Die werden anfangen zu suchen und sie werden so tief stechen, dass sie uns finden. Die werden uns auf die Schliche kommen und sich an unsere Fersen heften. Es wird alles schwer werden... verdammt!!!“ ging das Geschrei weiter. Brian, der Dritte im Bunde lachte auf. „Die Bullen können uns gar nichts. Die haben ja nicht mal unsere Kennzeichen oder die Automarke...“ erklärte er fröhlich. Sofort zog er die Wut von Pierre auf sich. „Ach meinst du wirklich? Die Autobahnkripo wird sich einschalten und die werden uns finden. Die geben nämlich nicht auf.“ fluchte Pierre. Brian sah ihn an. „Woher willst du das wissen?“ fragte er ebenso wütend. Doch genau hier, hatte er Pierre an einem wunden Punkt getroffen. Wütend verließ dieser das Zimmer und schloss sich im Arbeitszimmer ein.

    Na wenn das alles in der realen Welt auch mal so funktionieren würde: Essen für die Armen und der Konsul will sich gleich für mehr Gerechtigkeit einsetzen.... Ich bezweifle, dass das irgendwann im realen Leben auch mal passiert... Naja, aber deiner Geschichte hat es einen runden Abschluss verliehen.
    Ich freu mich schon auf die nächste Geschichte!

    Ich weiß es sind Träume..... und was die nächste STory angeht... heute Abend geht es los..... :D

    und schon wieder ein Ende.... aber irgendwie auch gut, oder?

    Natascha sah Sergej an. Auch er war einverstanden. Er warf die Waffen auf den Boden. „Du bist ein wahrer Ehrenmann, Towarisch!“ sagte er und reichte Semir die Hand. Andrea zog mit Hilfe von Natascha Mascha auf die Beine. Sergej stützte Semir etwas. Obwohl es ihm eigentlich gut ging, abgesehen, dass die Rippe schmerzte. Mit dem geschwollenen Auge sah es einfach besser aus. So gingen sie aus der Höhle und den Weg entlang. Zurück wo der Zug stand. Sie waren gerade eine Stunde unterwegs, als Semir Leute bemerkten. Zwei davon waren ihm sehr vertraut. „Da… die Chefin und Ben.“ sagte er und hob die Hände. Er winkte und rief laut nach seinem Kollegen. Schon kurz darauf waren die Gruppen zusammen. Die Soldaten zielten sofort auf Natascha und Sergej. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte Kim Krüger als sie vor ihm stand. Auch Ben sah ihn besorgt an. Semir nickte. „Ja… den Umständen entsprechend. Ich hab vermutlich eine gebrochene Rippe. Wenn die Beiden hier nicht gewesen wären, wären wir vermutlich in der Höhle umgekommen.“ sagte er und wies auf Natascha und Sergej. Der Dolmetscher kam zu ihm. „Sie meine, die Beiden haben Sie und die Frauen gerettet?“ fragte er erstaunt. Semir bejahte es. „Würden Sie den Soldaten das sagen? Die Beiden verdienen eine Belohnung.“ bat er. Der Dolmetscher nickte und übersetzte, was Semir von sich gab. Sofort wurden die Beiden Terroristen besser behandelt. Waren die Männer eben noch grob mit ihnen umgegangen so behandelten sie die Beiden nun menschlicher. Der Einsatzleiter der russischen Soldaten sah ihn an und dann zu Natascha und Sergej. Semir sah wie der Mann den Beiden die Hand schüttelte. Sie wurden alle zur Botschaft gebracht.

    Der Konsul kam um seine Gäste zu begrüßen. Andrea und Semir duschten und anschließend kümmerte sich ein Arzt um Semirs gebrochene Rippe. „Wo sind den Natascha und Sergej?“ wollte er wissen, als er am Tisch des Konsuls saß und aß. „Nun… die Beiden kommen gleich zurück. Sie sind mit ein paar Wagen Proviant unterwegs zu ein paar Dörfern, denen das Essen ausgegangen ist. Die Regierung hat dies eingefädelt, als Dank dafür dass die Beiden Sie und ihre Begleiterinnen gerettet haben. Aber ich erwarte sie schon in einer Stunde wieder hier. Ihr Flug geht am Abend. Ich hoffe sehr, dass Sie unser schönes Land nicht wegen der Handvoll Verbrechern verurteilen und es noch einmal besuchen werden.“ gab der Konsul von sich. Semir nickte. „Es ist ein sehr schönes Land. Aber man sollte auch was für die Menschen tun, denen es nicht so gut geht. Immerhin sind es Wähler und sie entscheiden, wer an die Macht kommt und wer nicht.“ gab Semir zu bedenken. Der Konsul nickte „Wir werden das in Angriff nehmen.“ versprach er. Kim Krüger sah ihn an. „Herr Gerkhan…. Wir werden zeitig fliegen. Ihre Sachen werden aus dem Zug direkt nach Hause geschickt. Ich bin sehr froh, dass wir Sie finden konnten.“ gab sie zu verstehen. Semir nickte. „Danke…. Chefin. Ich bin froh, wenn ich wieder Arbeiten kann.“ erklärte er. „Sicher dürfen Sie das. Wenn die Rippe verheilt ist.“ lachte Kim. Zum ersten Mal war Semir diese Frau, die Anna Engelhardt abgelöst hatte, sympathisch.

    Schnell war der Abend da und damit hieß es Abschied nehmen. Am Flughafen erwartete Semir und Andrea noch eine Überraschung. Natascha, Mascha und Sergej standen dort und verabschiedeten sich mit Geschenken von ihm und Andrea. Natascha sah ihn an. „Danke… Sie hätten es nicht tun müssen, aber…“ fing sie an. „Keine Ursache. Ich hoffe es hat Ihnen den Weg gezeigt. Nicht das ich irgendwann erfahren muss, dass Sie doch im Gefängnis gelandet sind.“ sprach er leise. Natascha lachte und küsste ihn schnell. Sofort sah Andrea sie an. „Freundschaft?“ fragte Natascha sie. Andrea lachte und nickte. Nun kam Sergej zu Semir. „Towarisch… danke. Ich werde dich nicht vergessen. Und vielleicht komme ich ja mal nach Deutschland und besuche dich. Du bist ein wahrer Freund.“ Auch er umarmte Semir und drückte ihn fest. Semir stöhnte auf. „Meine Rippe….“ stieß er aus. „Oh…. Entschuldigung…“ kam von Sergej. Semir nickte und holte vorsichtig Luft. „Wir werden uns wiedersehen“ sagte er etwas schwer atmend. Dann endlich ging es nach Hause. Auf dem Flug schliefen Semir und Andrea ein. Ben sah auf die Beiden. „scheinen etwas müde zu sein… und das nach einem solch langen Urlaub.“ grinste er und sah zu seiner neuen Chefin. Sie nickte. „Nun dann lassen wir sie schlafen, bis wir zuhause sind und genießen den Flug.“ meinte sie nur.

    Ende….


    So meine neue Story ist natürlich auch schon fertig.... ein krzer Anriss:

    In "gefährliche Ersatzteile" geht es um Semir und Tom, die den ersten Fall hinter sich bringen. Autodiebe. Doch als Semir dem Anführer gegenübersteht, ist er entsetzt. Es ist sein alter Kollege André Fux, der scheinbar nicht weiß was er ist. Semirs Äußerung, dass es sich um André handelt und dass er ihm helfen will, sein Gedächtnis wieder zu finden, wird belächelt....

    So noch ein kleines Nachtmahl.....

    Natascha brachte Semir zu Andrea und Mascha. Beide sahen ihn an. „SEMIR!!“ schrie Andrea erleichtert und rannte ihrem Mann entgegen. Doch in diesem Augenblick erschien Sergej. Er sah Natascha an. „Was soll das? Wo ist Michail?“ wollte er wissen. „Michail ist tot.“ gab sie bekannt. „Was? Warum?“ harkte er sofort nach und sah Semir feindlich an. „Ich habe ihn erschossen…“ gab Natascha leise von sich „Du hast was? Warum?“ fragte Sergej erstaunt. „Weil er ihren Bruder erschossen hat!“ antwortete Semir. Sergej sah ihn an und machte einen Schritt auf ihn zu. „Du lügst!“ schrie er und schlug Semir zu Boden. Dann nahm er seine Waffe und legte auf Semir an. „Nein! Er lügt nicht! Ich habe gehört wie Michail vor ihm damit prahlte. Michail hat Artjom erschossen. Er hat ihn erschossen, weil er von ihm gestört wurde, beim Versuch Mascha zu vergewaltigen.“ weinte Natascha. Sergej sah sie an. „Aber… er sagte doch… das die Soldaten…“ stammelte er. Natascha nickte. „Ja… ich weiß. Er hat uns angelogen. Er hat uns verraten. Unsere Ziele mit Füßen getreten. Er wollte das Geld für sich. Nicht für das Volk!“ erklärte Natascha. Sergej ließ die Waffe sinken. „Was machen wir denn jetzt?“ fragte er. Er fühlte sich ratlos. Bisher brauchte er nie denken. Er hatte sich auf Michail und Artjom verlassen. „Wir geben auf. Die Drei werden wir laufen lassen und uns stellen. Das ist die einzige Möglichkeit Gnade zu erfahren. Vielleicht bekommen wir dann nur eine Haftstrafe…“ sagte Natascha hoffnungsvoll.

    „Es gibt noch einen anderen Weg.“ sagte Semir und richtete sich auf. Jetzt merkte er auch wieder die gebrochene Rippe. Mit der Hand wischte er das Blut von seinen Lippen. Sergej sah ihn an. „Was denn? Wir werden zum Tode verurteilt, wenn wir uns stellen.“ Angst klang aus der Stimme. Semir kannte die russischen Gesetze zwar nicht, aber er konnte sich sehr gut vorstellen, dass sie grausamer waren als in Deutschland. „Ich kenne eure Gesetze nicht. Aber ich bin mir sicher, dass ihr es nicht verdient, zu sterben. Legt die Waffen nieder und bringt uns raus. Wir werden sicher gesucht. Und irgendwie hat Natascha uns alle gerettet. Ich denke ich spreche auch für‚ Mascha, wenn ich sage, dass wir keinen Groll gegen dich oder Sergej hegen.“ erklärte Semir etwas umständlich und sah zu den beiden Frauen. Andrea und auch Mascha nickte. „Wie sieht dein Plan aus?“ wollte Natascha wissen. Ihr gefiel der Mann, der scheinbar keine Angst kannte. „Nun ganz einfach. Ich nehme an, dass uns bereits Soldaten suchen. Wir werden ihnen alle entgegen gehen. Du, Sergej wirst mich etwas stützen und du Natascha kümmerst dich mit meiner Frau um Mascha. Sie scheint etwas schwach. Wir werden dann den Weg zum Zug zurückgehen. Wenn wir auf Soldaten treffen sollten, wovon ich ausgehe, werden wir drei sagen, dass ihr nicht zu den Verbrechern gehört, sondern uns gerettet habt. Uns in der Höhle gefunden habt, weil die Terroristen geflohen sind.“ gab Semir seinen Plan bekannt. Andrea und Mascha nickten zustimmend.

    Natascha hörte das Gespräch zwischen Michail und dem Mann. Sie bekam Tränen in die Augen. Michail war der Mörder ihres Bruders? Konnte es tatsächlich wahr sein, dass dieser Mann, den sie doch achtete ein feiger Mörder ist? Sie trat aus ihrem Versteck und richtete die Waffe auf Michail. „Ist es wahr was er sagt?“ fragte sie. Michail wirbelte zu ihr rum. „Tascha? Was? Was ist wahr?“ fragte er nervös. „Hast du Artjom getötet?“ kam nun direkt von ihr. Michail schien zu bemerkten, dass seine Felle weg schwammen. „Er lügt! Er will und auseinander bringen. Weil er dann hofft entkommen zu können. Ich werde ihn zum Schweigen bringen damit er es nicht schafft.“ erklärte er und legte seine Waffe auf den Gefangenen an. Dieser wich zurück. Natascha spannte den Hahn. „Nein….! Du wirst ihm nichts tun!“ schrie sie und drückte ab. Michail sah sie mit weit aufgerissenen Augen an. Dann sah er auf seine Brust. Blut lief im links herunter. Mit verwundertem Blick ging er zu Boden. Er starb. Natascha stand da. Die Waffe in der Hand und starte auf den toten Mann. „Lassen Sie mich raus.“ bat der Gefangene. Natascha hörte ihn nicht. „Natascha…. Ich habe gesehen, wie er Artjom eine Kugel in den Rücken jagte. Lassen Sie mich zu meiner Frau gehen…. Bitte…“ flehte er regelrecht. Erst jetzt wachte Natascha aus ihrer Erstarrung und nickte. Sie durchsuchte die Taschen von Michail und holte den Schlüssel raus. Nur wenige Augenblickte später war Semir frei. „Wo sind meine Frau und die Reiseleiterin?“ wollte er sofort wissen. „Ich bringe Sie hin. Und dann werde ich mich stellen.“ gab sie bekannt und wies in eine Richtung.

    Kim und Ben waren mittlerweile mit ihrem Führer und den Soldaten im Gelände unterwegs. Ben ging mit einigen Soldaten durch die Höhlen. Keine Spur von Semir oder Andrea. Nach jeder Höhle die negativ ausfiel wurde er immer deprimierter. Kim sah ihn an. „ Ben…. Wir werden sie finden. Daran müssen Sie glauben. Sicher sind sie hier irgendwo. Das Gelände ist groß und die Soldaten kennen sich hier aus. Sie werden uns helfen und …“ versuchte sie ihn aufzubauen. „Ja sicher…. Fragt sich nur in welchem Zustand sie dann sind. Frau Krüger! Ich habe ein sehr ungutes Gefühl. Was wenn diese Mistkerle Semir und Andrea bereits umgebracht haben? Ich meine die Regierung zahlt kein Lösegeld. Damit sind die Geiseln für die Leute doch nutzlos.“ Gab Ben zu bedenken. „Die Möglichkeit besteht immer. Aber ich glaube fest daran, dass wir sie finden.“ Räumte Kim seine Zweifel aus dem Weg. „Frau Krüger!!“ rief einer der Soldaten, die soeben aus einer Höhle kamen. Kim drehte sich zu ihm um. „Wir haben einen Toten gefunden. Er wurde erschossen.“ gab er bekannt. Sofort sprang Ben auf und rannte hinein. Doch seine Schritte verharrten, als er den Körper am Boden lag. Die Größe…. Ist es möglich…? „SEMIR!!“ schrie er und beugte sich zu der Leiche. Vorsichtig drehte er ihn um und atmete tief ein. Es war nicht sein Kollege. Nun fasste Ben wieder Hoffnung.

    Natascha sah Mascha an. Sie bemerkte dass etwas mit ihr nicht stimmte. „Was hast du?“ fragte sie. „Einer deiner Freunde hat…ich meine…. Er hat…“ Mascha bekam das Wort nicht über die Lippen. Andrea sah sie ebenfalls kühl an. „Sie will sagen, dass einer Ihrer Freunde versucht hat sie zu vergewaltigen. Vermutlich war der Angriff der Soldaten ihre Rettung. Zumindest was diese Sache betrifft.“ erklärte sie. Natascha sah sie wütend an. „Das ist nicht wahr!“ fauchte sie. „Doch…. es ist wahr.“ kam leise von Mascha. „Wer von denen?“ fragte Natascha. „Dieser Michail…. Aber nicht die Armee hat mich gerettet. Es war…der Mann von ihr und Ihr Bruder…“ sagte Mascha leise. Natascha sah sie ratlos an. Dann drehte sie sich abrupt um und verließ die Höhle, wo sie die beiden Frauen hingebracht hatte. Sie wollte zu Michail und fragen ob es tatsächlich wahr ist. Sie wusste genau wo sie ihn finden konnte. Auf dem Weg dorthin traf sie Sergej. „Wo ist Michail?“ fragte sie wütend. „Warum willst du dass wissen?“ stellte er die Gegenfrage. „Das ist meine Sache. Wo ist er?“ wiederholte sie. „Bei der dritten Geisel. Er wollte eben hingehen.“ kam als Antwort. Natascha nickte und ging in die Richtung wo Semir sich aufhielt.

    Michail sah Semir an. „Du tust wirklich gut daran, dass du mich nicht verrätst. Wir werden morgen schon diesen tristen Ort verlassen. Im Dorf oben auf dem Berg haben wir ein paar Sympathisanten, die uns einen Unterschlupf zur Verfügung stellen. Dort werden du und dein Frau für ein paar Tage verweilen. Die Reiseleiterin brauche ich für etwas anderes.“ grinste er böse. Semir nickte. „Ja sicher… willst du dann das Werk vollenden, wobei Artjom dich gestört hat? Was meinst du wie lange wird es dauern, bis Natascha herausfindet, dass nicht die Armee, sondern du Artjoms Mörder bist? Hältst du sie für so dumm? Wenn ja… dann machst du einen großen Fehler.“ kam von Semir. Michail sah ihn an. „Solange du unser Geheimnis für dich behältst, wird sie es nie erfahren. Und dass du es sagst, werde ich zu verhindern wissen.“ drohte Michail. „Du hast Artjom feige in den Rücken geschossen. Das war Mord. Und wenn ich mich nicht irre steht hier in Russland die Todesstrafe auf Mord.“ meinte Semir nur. Michail lachte laut. „Dazu müsste man es mir beweisen. Artjom war ein Schwächling. Er glaubte dem Volk zu helfen, wenn er Geiseln nimmt und Lösegeld fordert. Sicher ein sehr guter Plan. Aber ich bin da anders…. Warum sollte ich mit dem Volk teilen? Ich brauche das Geld mehr als das Volk. Denn du bekommst keinen Dank dafür.“ gab er zu.

    Sergej brachte Semir in einen kleinen Gitterverschlag. Michail selbst war nicht mehr da. „Wissen Sie eigentlich, dass Michail Artjom erschossen hat und nicht die Armee?“ fragte er vorsichtig an. „Ja… und es ist mir egal. Artjom hat mit seiner Sichtweise auch gegen meine Anschauung gearbeitet. Jetzt ist Michail unser Führer und er hat die gleichen Pläne wie ich.“ lachte Sergej. „Ja sicher.. und Sie glauben, er wird mit Ihnen teilen. Was wenn ich Ihnen sage, dass er sein eigenes Süppchen kocht?“ wollte Semir wissen. Sergej stieß ihn in den Verschlag und schloss die Tür mit einem Vorhängeschloss ab. „Es ist mir egal. Er wird mit mir teilen und mit Tascha! Michail bekommt seinen Anteil und damit ist er zufrieden. Du wirst es nicht schaffen einen Keil zwischen uns zu treiben. Die Freundschaft hält uns zusammen. Ich würde an deiner Stelle nichts mehr sagen. Sonst werde ich sehr ungemütlich.“ warnte er Semir. Semir ließ sich auf einen der kleinen Felsen nieder. „Ja sicher…. Ich hoffe Sie haben Recht. Denn wenn nicht, dann ist Ihr Leben keinen Pfifferling mehr wert.“ gab er von sich. Sergej sah ihn wütend an. „Halt deine Klappe! Ich kann dich auch knebeln und fesseln!“ fauchte er ihn an. Semir schwieg.

    „Frau Krüger… ich kann das nicht zulassen! Sie und Ihr Kollegen Jäger sind nicht einmal für eine solche Tour gerüstet. Außerdem ist es ja auch gar nicht gesagt, dass die Terroristen Ihren Kollegen dort untergebracht haben. Dort gibt es Dörfer die mit den Leuten kooperieren und…“ erklärte der Konsul. „Das ist mir egal! Ich werde meinen Kollegen suchen. Wenn Sie uns keinen Führer zur Verfügung stellen, dann werden wir es allein machen!“ warnte Kim. Nach zwei Stunden war der Konsul nach einer heftigen Diskussion mit Krüger endlich einverstanden, ihr und Ben einen Führer und ein paar Männer zur Verfügung zu stellen. Schon am nächsten Morgen sollte es losgehen. Ben und Kim bezogen ihr Hotel. Als sie auf dem Flur ihrer Zimmer standen, die gegenüber lagen hielt Ben sie fest. „Chefin…. Ich meine Frau Krüger…. danke. Ich meine… Sie sind okay. Also was Sie da machen… für Semir… Ich finde es großartig.“ erklärte er. Kim nickte nur kühl. „Das ist das Mindeste was ich tun kann.“ gab sie nur zur Antwort.

    Okay, dann erkläre ich es dir mal.... die Autogrammstunde mit Cikay ist ein Scherz.... Mehr nicht. Mit dem Programm warte einfach mal ab. Wie Thorsten schon sagte es beginnt am Freitag und endet am Sonntag.... Gebt euch doch mal damit zufrieden. Danke

    Weiter geht es.... nicht mehr lang... die Rettung naht... soviel verrate ich euch schon mal... ;)

    Semir sah die Terroristen auf ihn und die Frauen zukommen. Natascha richtete ihre Waffe auf Andrea. „Los… Ihr Beide kommt mit mir!“ forderte sie die Frauen auf. Andrea sah Semir Hilfe suchend an. Er nickte. Andrea stützte Mascha und sie gingen vor der Frau mit der Waffe tiefer in die Höhle hinein. Als Semir ebenfalls folgen wollte stellte sich Sergej in den Weg. „Du bleibst hier!“ befahl er. Semir hob die Hände und nickte. „Gut…“ sagte er nur und drehte sich zu Michail um. „Wollen Sie mich nun erschießen?“ fragte er. Michail lachte. „Ich wäre dumm wenn ich es täte. Immerhin bist du ne Menge Euros wert. Allerdings habe ich die Pläne von Artjom nie gemocht. Ich brauche das Geld. Das Volk ist mir und auch Sergej absolut egal. Sollen die doch hungern. Was habe ich davon, wenn ich teile? Der einzige der mein Geheimnis kennt bist du. Ich muss nur dafür sorgen, dass du keine Chance erhältst es zu verraten. Deshalb warne ich dich noch einmal. Solltest du Natascha etwas davon erzählen, dann stirbst du. Ganz langsam. Und anschließend werde ich mich um deine Frau kümmern. Du weißt doch sicher was ich damit meine oder?“ drohte Michail Sicher wusste Semir genau was er damit meinte. Er nickte und sah ihn an. „Solltest du meiner Frau auch nur einmal anpacken, dann kannst du dich besser stellen… Dann würdest du nämlich überleben.“ drohte er zurück. Zunächst sah es so aus, als würde Michail ihn schlagen, doch dann lachte er. „Du gefällst mir…“ gab er zu. Doch genauso schnell wie das Lachen erklang, war es auch schon vorbei. Er sah Semir an und schlug dann heftig zu. Mit einem Stöhnen ging Semir zu Boden. Michail trat nach ihm und traf seine Rippen. Semir hörte ein Knacken. Schon wieder gebrochen, dachte er nur und versuchte sich so gut es ging zu schützen, indem er die Arme über den Kopf zusammenhielt. Doch Michail schien nicht darauf aus, ihn weiter zu schlagen. Dann sah er zu Sergej. „Bring ihn weg! Du weißt ja wohin.“ lachte er. Sergej nickte, zerrte Semir hoch und stieß ihn in die entgegen gesetzter Richtung.

    „Was soll das heißen… Sie haben nicht alle Geiseln befreien können?“ fragte Kim Krüger als sie zum Konsul beordert wurde. „Ja es tut mir auch sehr Leid aber…. Drei Geiselnehmer konnten fliehen. Sie haben drei Geiseln behalten. Meine Männer durchsuchen das Gebiet. Nur bisher haben sie keine Spur. Wir müssen abwarten.“ gab er zu. Kim lachte verächtlich auf. „Einer meiner Männer und seine Frau sind irgendwo in den Bergen verschwunden und Sie sprechen von abwarten? Ich will umgehend den Präsidenten sprechen! Und kommen Sie mir nicht mit Ausreden!!“ fauchte sie ihn wütend an. Ben sah den Konsul an. „Wo sind die Berge?“ wollte er wissen. Kim Krüger sah ihn an. „Warum wollen Sie das denn wissen?“ fragte sie. „Weil ich Semir und Andrea suchen werde. Ich habe ihnen schließlich die Reise geschenkt und nur deshalb sind sie in diesen Schlamassel geraten.“ erklärte Ben. „Das werden Sie schön bleiben lassen. Sie haben hier keine Rechte es in die Hand zu nehmen!“ protestierte der Konsul. Krügers Blick wanderte zu ihm. „Wo befinden sich diese Berge?“ fragte sie nun auch. „Das ist im sibirischen Hochland. Aber für Fremde ist es ein absoluter Alptraum! Ich kann Ihren Mann nicht dort hingehen lassen. Er würde sich nur verirren!“ erklärte der Konsul. Kim Krüger lächelte. „Dann geben Sie uns einen Führer mit!“ schlug sie vor. Ben sah sie nur erstaunt an. Das die neue Chefin sich so für Semir einsetzte, war er nicht gewohnt.

    hmm...also wenn ich mir so vorstelle, Hartmut und eine Japanerin... niedlich.... Und natürlich weiß niemand dass er ene Freundin hat... Harmtut kann alles für sich behalten.... lol..

    Freu mich wenns bald weiter geht

    Die Einsatzkräfte hatten ihre Positionen eingenommen. Der Einsatzleiter hob seine Hand und innerhalb weniger Sekunden wurde der Wagen gestürmt. Die Männer schrien wild durcheinander und rannten durch die engen Gänge. Während sich die Terroristen versuchten den Weg frei zu schießen, flohen die Geiseln aus dem Speisewagen. Sie nahmen die erstbeste Tür um ins Freie zu kommen. Draußen wurden sie umgehend in Empfang genommen. Nur wenige Minuten später war die Aktion vorbei. Der Einsatzleiter war scheinbar zufrieden. Eine Frau kam zu ihm. „Sprechen Sie deutsch?“ fragte sie. Er nickte. „Es fehlen noch drei Geiseln und vier von den Terroristen. Eine Frau und drei Männer….“ gab sie bekannt. Der Einsatzleiter sah sie an. „Wissen Sie wo sich die Personen befinden?“ wollte er wissen. Doch die Frau schüttelte den Kopf. Sofort rief er einige seiner Leute zu sich und gab Befehl den Zug zu durchsuchen. Doch das einzige was sie fanden war Artjoms Leiche. Sie nahmen den Leichnam mit hinaus und erstatteten Bericht, dass sich niemand mehr im Zug befand. Der Einsatzleiter sah hart auf den Toten. „Also fehlen noch eine Frau und zwei Männer…. Aber die bekommen wir auch noch. Hier in dieser Felsenstadt gibt es allerdings jede Menge Möglichkeiten, wo sich die Verbrecher mit den Geiseln verschanzen können.“ sagte er leise.

    Natascha sah Michail erschrocken an. Er hatte ihr soeben erzählt, dass das Militär ihren Bruder erschossen hatte. Während er diese Worte sprach sah er Semir warnend an, der an der Wand der Höhle lehnte und sich mit Andrea um Mascha kümmerte, die zusammengebrochen war. „Ich werde diese verdammten Mörder umbringen!“ schrie Natascha und weinte. Michail nahm sie in den Arm und tröstete sie. „Meine arme kleine Tascha… aber du hast Recht. Nun wird die Regierung für die Drei dort das Dreifache bezahlen müssen. Schon allein wegen dem Tod von Artjom. „ drohte er. Natascha nickte. „Ich …Mischa…. Warum?“ weinte sie. Michail sah grinsend zu Semir, der ihm wütende Blicke zuwarf. „Wir sollten die Drei irgendwo einsperren. Nicht das sie uns auch noch abhauen.“ sagte er sanft zu der Schwester seines ehemaligen Freundes. Er hielt sie fest im Arm auch wenn er andere Hintergedanken hatte. Natascha nickte. „Wo willst du sie denn einsperren?“ fragte sie schluchzend. „Ich weiß nicht… draußen lungern die Soldaten noch draußen. Wir müssen sie weiter nach hinten treiben. Fang du mit den Frauen an. Ich nehme den Mann.“ bat er freundlich. Natascha nickte und zog ihre Waffe. Auch Michail zog seine Waffe und nickte Sergej zu. Die Drei gingen zu ihren Geiseln.