Es war ruhig an der Grenze zu Holland. Alle Kollegen des Zolls waren sehr betreten. Daniel Leugner war hierher versetzt worden und wusste wen er ersetzen sollte. Die dortigen Kollegen waren alles andere als herzlich als der Mann den Job übernahm. Doch Daniel hatte damit gerechnet, deshalb stellte er sich der Aufgabe und ließ die Männer zusammenkommen. Als auch der letzte Platz genommen hatte räusperte er sich. „Ich weiß, dass viele denken, ich will Michael Baumwandler ersetzten. Es ist traurig, was passiert ist, aber es ist nicht zu ändern. Baumwandler war ein sehr besonnener Mensch und hatte stets seinen Job getan. Wir sollten alles daran setzen die Mistkerle, die ihn ohne Rücksicht überfuhren zu stellen. Ich werde Baumwandler niemals ersetzen können und will es auch nicht. Ich will diese Mistkerle haben…“ endete er seinen Vortrag. Die Männer vor ihm tuschelten und einer erhob sich aus der Mitte. „Wir wollen alle diese Mistkerle. Aber wie sollen wir sie finden? Sie sind eiskalt und skrupellos.“ meinte er. Daniel nicke. „Ich habe Hilfe angefordert. Sie wird auch kommen. Willenbach hat mit der Autobahnpolizei Kontakt aufgenommen und zwei der Kommissare werden in Kürze bei uns eintreffen. Jeder der etwas gesehen hat sollte ihnen alles sagen. Jede Kleinigkeit kann helfen.“ bat Daniel. Ein weiterer Mann stand auf. „Klaus Hoffmann. Ich bin…ich war Michaels Freund. Wenn wir diese Mistkerle haben, lassen Sie mich nur ein paar Minuten mit ihm allein.“ bat er. Daniel lächelte leicht. „Ich weiß dass Sie am Liebsten Rache nehmen würden. Aber damit ist keinem geholfen. Wenn wir diese Männer mit Hilfe der Kripo stellen, dann werden sie der Gerechtigkeit übergeben. Keine Selbstjustiz!“ ermahnte er den jungen Mann.
„Schon gut.... ich ... Wissen Sie... Andreas... das ist der Mann im Koma... Ob er aufwacht kann niemand sagen. Ich möchte Sie bitten, die Ermittlungen direkt an der Zollstelle zu beginnen. Mein Stellvertreter Daniel Leugner hat bereits die Kollegen informiert und zusammengerufen. Sie können sie in einem der Büros vernehmen.“ gab er zu verstehen. Semir sah kurz zu Tom. „Wir werden direkt anfangen.“ versprach er. Willenbach stand auf und schüttelte die Hand von Semir und Tom. „Danke… bitte halten Sie mich nicht für Rachsüchtig, aber ich kannte Michael bereits als Auszubildender beim Zoll. Ich war bei der Hochzeit von ihm und seiner Frau. Ich bin Patenonkel von dem ersten Kind. Kriegen Sie die Täter und bringen Sie diese Bande zur Strecke.“ bat er. Semir sah ihn an. „Ich kann es nicht versprechen, aber ich werde mein Bestes versuchen.“ gab er zu und verließ mit Tom das Gebäude. „Was für Mistkerle...“ stieß Tom aus, als sie wieder im Auto saßen. „Ja... hoffe nur wir können auf den Bändern was entdecken, was uns hilft.“ entgegnete Semir nur und konzentrierte sich wieder auf die Straße.