Beiträge von Elvira

    „Verdammt... warum kann ich mich an gar nichts erinnern?“ fragte Pierre. „Ich weiß es nicht. Wenn die Blockade schon so lange da ist… kann es vermutlich nicht so schnell abgebaut werden. Kannst du dich denn an gar nichts erinnern?“ fragte Semir und sah seinen Exkollegen an. „Pierre war damals sehr schwer verletzt, als Marc ihn gefunden hatte. Ich habe ihn mit Marc gesund gepflegt. Pierre hatte nichts bei sich was auf seine Identität hinwies und Marc kam auf die Idee ihn Pierre zu nennen. Es passte zu ihm.“ Erklärte Dani. Semir nickte. „Ja sicher…. Wo wurde er genau gefunden?“ wollte er wissen. „in einer Bucht. Marc hat dort gefischt und er lag am Strand. Eine große Wunde im Bauch und er hatte sehr viel Blut verloren. Unser Doc hat ihn geflickt und er erholte sich davon. Wie kam es denn zu der Verwundung? Ich meine wenn Sie dabei waren, dann wissen Sie es doch…“ Semir hörte genau den Unterton in Danis Stimme. Sie vertraute ihm nicht. „Ja sicher.. ich war im Hubschrauber. André war aufs Boot gesprungen und hatte sich mit Carlos geprügelt. Ich konnte nichts machen… Es war ein ziemlicher Schlagabtausch und als ich dachte, Berger hat aufgegeben, da…“ erzählte Semir weiter.

    „… da hat Berger die Harpune genommen und abgedrückt. Ich habe nur den Einschlag gespürt und bin über Bord gegangen…. Dann kam nur die Schwärze… Als ich wieder wach wurde…lag ich in einem Bett.“ endete Pierre plötzlich. „Ich erinnere mich… ich bin André Fux…“ sagte er leise. „Semir… ich weiß wieder alles… Der Sohn von Berger wurde vor unseren Augen erschossen. Ganze sieben Jahre alt, war er…erschossen von Handlangern Bergers. Gott… wir haben sie gejagt…“ stöhnte er und hielt sich den Kopf. Dani sah ihn besorgt an. „Kopfschmerzen…. Er bekommt sie immer, wenn er sich versucht zu erinnern oder aber so wie jetzt sich erinnert.“ erklärte Dani als Semir sie fragend ansah. „Geht schon….es tut sehr weh… Semir.. es tut mir Leid… ich habe… ich bin…“ erklärte André der sich plötzlich an alles erinnerte. Auch an das, was er getan hatte. „Hast du die Zöllner ermordet? Oder geschah es in deinem Auftrag?“ fragte Semir leise. André schüttelte den Kopf. „Nein… es war ein Unfall… Einer meiner Männer hat die Nerven verloren und ist durch gedreht. Er ist nicht mehr hier…“ gab André leise von sich. „Dann kannst du wenigstens nicht mit Lebenslänglich rechnen. Wer weiß, wenn dir ein Arzt bescheinigen kann, dass du unter Gedächtnisverlust gelitten hast, dann ist es auf jeden Fall ein Strafminderungsgrund. Allerdings befürchte ich, dass du nicht mehr als Polizist arbeiten darfst… Du bist zu lange raus…“ Die Worte von Semir klangen traurig. „Ja ich weiß… Ich werde mich auf jeden Fall stellen. Dani und ich werden uns stellen und unsere Strafe entgegen nehmen.“ erklärte André für sich und seine Freundin die nur nickte. „Dann würde ich sagen wir rufen die Polizei an.“ meinte Semir nur. André nickte und stand auf. Er griff zum Telefon und wollte die Polizei anrufen, als ein Knall ihm das Telefon aus der Hand schlug. Erschrocken rissen Semir, André und Dani die Köpfe herum. Im Rahmen standen Manuel und vier weitere Männer der Bande. „nicht mit uns Pierre!“ sagte Manuel und zielte auf Semir.

    Na dann Julia... kurriere die Erkältung ganz aus. Ich habe es nicht getan und liege jetzt mit einer Bronchitis im Bett.... oder besser zuhause.

    So zur Story... sie ist wirklich gut und alles drin, was gebraucht wird. Hoffnung, Verzweiflung, Trauer, Action... macht weiter so

    „Wir sind 1998 von Berlin nach Köln verlegt worden, unsere dortige Chefin wollte uns nicht mehr haben, weil wir nach ihrer Ansicht zu viele Dienstwagen geschrottet haben. Außerdem wurden in Köln an der Autobahn neue Kommissare benötigt. Also hat man uns strafversetzt. Wir haben zig Dealer festgesetzt, Autodiebe festgenommen, Mörder gejagt, Dienstwagen geschrottet. Unsere Chefin Anna Engelhardt ist eine sehr faire Chefin. Sie stand und steht auch heute immer noch hinter uns. Egal was wir ausgefressen hatten, sie hielt zu uns. Wie zum Beispiel, als du unter Verdacht standest einen Jungen aus deiner Karategruppe getötet zu haben, hat sie zu dir gehalten. Wir haben natürlich auch weiter ermittelt. Du warst zum Teil dabei. Die Chefin wusste es aber sie hielt dicht. Wir konnten der Staatsanwaltschaft klar machen, dass du einem Komplott zum Opfer gefallen bist und unschuldig warst. Dann haben wir einen Vater gejagt, der seine Tochter missbraucht hatte und eine davon umgebracht. Als seine zweite Tochter dahinter kam, wollte er sie auch aus dem Weg räumen. Du konntest es verhindern.“ erzählte Semir während er aß. Pierre war immer ruhiger geworden. Semir bemerkte, dass er angestrengt nachdachte. „Ich bin also Polizist?“ fragte Pierre. Semir nickte. „Ja du bist oder besser gesagt du warst Hauptkommissar André Fux. Als wir den Fall mit Berger gelöst hatten und du schwer verletzt wurdest, da haben wir dich eine ganze Weile als „Im Dienst vermisst“ aufgeführt. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du noch lebst… sie war so gering, dass wir dich vor zwei Jahren für „tot“ erklärt haben. Sogar eine Beerdigung gab es.“ lachte Semir verbittert. Er dachte daran wie oft er schon am Grab stand und trauerte. „Habt ihr mich nicht gesucht?“ kam zweifelnd von Pierre. „Doch… ich habe dich gesucht. Und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich das ganze Meer umgegraben um dich zu finden. Aber die finanziellen Mittel reichten nicht aus….“ erklärte Semir weiter.

    Anna lief auf und ab. „Das gibt es doch gar nicht… die holländischen Kollegen haben keine Spur von den Beiden…ich werde wahnsinnig…“ stöhnte sie. Andrea kam herein. „Tom… er hat angerufen… Er liegt in der Klinik in Amsterdam…“ erklärte sie aufgeregt. „WAS?“ fragte Anna erstaunt und Andrea wiederholte es. „Wo genau? Was ist mit Semir? Warum ist er im Krankenhaus?“ schoss Anna die Fragen ab. „Weiß ich nicht genau… Also was mit Semir ist. Tom hat eine schwere Gehirnerschütterung und ein Bein gebrochen. Semir soll noch bei André sein. Er sagte, das Semir André überzeugen will, das er nicht Pierre Marrow oder so ist. Tom weiß aber nicht genau wo das Haus ist, wo er und Semir gefangen gehalten wurde. Er bittet uns einfach abzuwarten…“ erklärte Andrea. Anna sah sie an. „Wir sollen was? Warten bis ….das darf doch wohl nicht wahr sein… Also gut… wenn die Beiden es wollen. Dann werden wir es tun. Gott sei Dank leben beide noch…hoffe ich jedenfalls.“ Kam leise von Anna. Andrea nickte. „Ja…. Und ich finde Sie sollten sich nun endlich schlafen. Wenigstens ein paar Stunden. Sie sehen grausam aus…“ empfahl Andrea. Anna lächelte bitter. „Sie haben Recht… ich werde mich hier im Büro etwas hinlegen. Sagen Sie alle Termine ab. Ich bin nicht erreichbar…“ stöhnte Anna und legte sich auf die große Couch, die im Büro stand. Andrea hielt ihr eine Decke hin. Nur wenige Minuten später schlief Anna tief und fest.

    Noch einen kleinen Nachschlag gefällig?

    Tom erwachte während der Fahrt ins Krankenhaus. Bleiben Sie liegen…. Wir bringen Sie ins Krankenhaus.“ sagte der Arzt als er bemerkte dass Tom wach war. „Wo…ist…“ fragte Tom. „Keine Sorge…. Pierre ist bei Ihrem Freund…“ beruhigte der Arzt weiter. Tom schloss die Augen. „Mein Kopf…mein Bein…“ stöhnte er. „Ja Sie haben eine ziemlich Platzwunde und eine Gehirnerschütterung. Das Bein ist gebrochen. Sie werden auf jeden Fall operiert.“ ging die Erklärung des Arztes weiter. Tom nickte erneut. „Können Sie mir was gegen die Schmerzen geben?“ fragte Tom. „Ja sicher… die Schmerzen hören gleich auf..“ lächelte der Mann beruhigend und Tom sah wie er etwas in den Tropf spritzte. Nur wenige Augenblicke später schlief er wieder ein. Im Krankenhaus wurde er umgehend in den OP gebracht. Die Operation dauerte nicht lang. Eine halbe Stunde später lag Tom immer noch in Narkose. Sein Bein war bis zum Oberschenkel in Gips und er trug einen Verband um den Kopf. „Es dauert sicher noch eine Weile bis er wach wird. Und bis dahin wird sein Freund auch hier sein…“ lächelte der Arzt und verließ das Krankenhaus.

    Semir sah auf, als Pierre und Dani den Raum betraten. „Wo ist Tom?“ fragte Semir sofort. „Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Ihr Freund hat versucht, sich zu befreien und ist über die morsche Treppe runter. Er ist abgestürzt. Wenn ich es richtig gesehen habe, dann hat er eine leichte Platzwunde und ein gebrochenes Bein. Ich wollte das nicht, wirklich… ich dachte die Fesseln sind stark genug und er ist geschwächt, aber ich habe das wohl falsch interpretiert…“ entschuldigte Dani sich. Semir sah sie wütend an. „Ich will zu ihm!“ forderte er. Doch nun mischte sich Pierre ein. „Nein…. Du wirst mir erst sagen, was du von mir weißt. Erzähle von unserer Vergangenheit. Sofern es überhaupt eine gibt.“ befahl Pierre. „Es gibt eine… aber vielleicht könnte ich mal zur Toilette und mich auch mal waschen…“ forderte Semir weiter. Pierre sah ihn an. „Also gut… hast du schon was gegessen?“ fragte er. Semir verneinte es. „Also gut… wir gehen nach oben. Du kannst duschen und wir essen gemeinsam und anschließend wirst du mir alles sagen…“ forderte Pierre von ihm. „Ja… werde ich…“ versprach Semir. Pierre löste die Handschellen und Semir stand auf. „Danke….“ sagte er und rieb sich das Handgelenk. Er duschte und aß mit Dani und Pierre. „Fang an!“ forderte Pierre ihn auf.

    Ja was machst du? Würdest du mal bitte sofort weiterschreiben? Ich bekommen schon nen tatter und kann mich gar nciht auf meine neue Story konzentierern... vertippe mcih dauernd... ( jetzt gerade).... daran bist nur du schuld.... ;)

    @Christopher... wie meinst du das denn? :huh:

    Semir sah André an. Erst wusste er nicht genau, was sein Exkollege meinte. „Die Narbe… woher hast du sie?“ fragte André erneut. „Warum? Erinnert sie dich an etwas?“ stellte Semir die Gegenfrage. „Ich weiß nicht genau… ich weiß es nicht…“ gab André zu und ließ die Handschellen endgültig einrasten. „Es tut mir sehr leid, aber ich will nicht, dass du wegläufst.“ sagte er leise. „André…lass uns reden bitte…“ kam von Gerkhan. „Wir werden uns unterhalten, aber erst holen wir Kranich her…“ versprach André und verschwand. Semir sah Dani an. Sie verließ wortlos den Raum. Dann dache er nach. André hatte die Narbe am Handgelenk bemerkt. Sie rührte von einer Verletzung her, die André ihm beigefügt hatte. Sie hatten einen Sparringskampf gemacht, einfach nur aus Spaß. Doch André hatte so fest zugeschlagen, dass das Handgelenk gebrochen war. Es musste operiert werden und André machte sich damals extreme Vorwürfe. Selbst als Semir ihm sagte, dass es nicht nur seine Schuld war, sonder dass er nicht aufgepasst hatte, tröstete André nicht wirklich. Doch was sollte nur kommen? Würde er Tom tatsächlich herbringen? Würde er wirklich mit ihm reden? Und was war mit Dani? Doch mehr wie Fragen stellen konnte er nicht.

    Dani und André fuhren zu der alten Villa. Als sie das sehr einsturzgefährdete Haus betraten fiel sofort die zerbrochene Treppe auf. „Gott… das wollte ich nicht…“ stieß Dani aus, als sie Tom hinter dem Gitter liegen sah. André rief sofort seinen Arzt an, damit sich dieser um Tom kümmern konnte. „Schon gut… der Doc kümmert sich um ihn. Du brauchst dir keine Gedanken zu machen. Sicher wird er wieder…“ tröstete er Dani. „Pierre…. Wenn Gerkhan Recht hat und du tatsächlich ein Polizist bist… was passiert dann?“ fragte sie. André bemerkte natürlich die Unsicherheit. Genau der gleiche Gedanke beschäftigte ihn auch. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.“ Gab er zu. Dann kam der Arzt. Mit vereinten Kräften konnten sie Tom aus seinem unfreiwilligen Gefängnis holen. „Er muss auf jeden Fall ins Krankenhaus.“ Meinte der Doc. André nickte. „Dann sorge für ihn. Ich habe noch etwas Anderes zu tun…“ bat er. Der Doc rief eine Ambulanz und fuhr mit Tom ins Krankenhaus. André und Dani fuhren zu Semir zurück.

    Tom wurde wach und das erste was er spürte waren die starken Schmerzen. Als er sein Bein sah, wusste er auch warum es schmerzte. Es war gebrochen. Der Knochen schaute hervor. „Oh verdammt….“ stieß er aus. Seine Hand fuhr zum Kopf. Als er sie zurückzog sah er das Blut. „Na läuft doch alles super…“ stieß er aus und als er dann noch seinen Aufenthaltsort ansah, wusste er, dass er hier ohne Hilfe nicht wieder raus kam. Er musste hier warten, ohne Essen und trinken. Wie lange? Wie lange sollte er hier bleiben? Musste er hier sterben? Fragen gingen ihn durch den Kopf. Die Stunden zogen sich dahin und er verlor immer wieder das Bewusstsein, wenn er versuchte sich aufzurichten. Ihm war klar, dass sein Bein möglichst schnell versorgt werden musste, aber wie sollte er einen Arzt rufen? „HALLO!!“ rief er, obwohl er kaum die Hoffnung hatte, dass ihn jemand hörte. Er wusste ja nicht einmal, ob diese Dani noch einmal zu ihm kommen würde und ihn versorgte… Ihm blieb nur abzuwarten und dann hier zu sterben. Doch Tom wollte nicht aufgeben. Er war jemand der kämpfte und er schwor sich, auszuharren, bis ihn jemand fand.

    André hörte was Dani zu dem Mann sagte. Er schloss die Augen. Also war es wahr, was der Mann gesagt hatte. Dani hatte Kranich entführten lassen um zu verhindern, dass der Polizist ihm erzählte wer er war. Dennoch konnte er es nicht zulassen, dass dieser Mann ihr wehtat. Er nahm seine Waffe und spannte den Hahn. Wenn es sein muss, dann würde er diesen verdammten Bullen auch umlegen. Er sah wie Dani durch die Tür trat und presste sich eng an die Wand. Dann kam der Mann. Doch kaum war dieser draußen, schlug André mit der Waffe zu. Gerkhan brach mit einem Stöhnen ein und ging zu Boden. Doch er verlor nicht das Bewusstsein. André sah Dani an. „Also hatte er Recht.“ sagte er nur leise. „Pierre… ich will dich nicht verlieren… er macht uns doch alles kaputt…“ weinte sie. André nickte. „Ich liebe dich. Aber ich will meine Vergangenheit erfahren. Wo ist Kranich?“ fragte er sanft. „in der alten Villa….“ sagte sie leise und fing an zu weinen. „Liebst du mich wirklich?“ fragte sie zweifelnd. André nickte nur. „So und nun werden wir uns um diesen Herren kümmern. Dann holen wir Kranich her und er wird mir dann meine Vergangenheit erzählen. Sein Blick fiel auf Semir, der vor ihm lag und in die Waffenmündung starrte. „Hoch!“ befahl André. Langsam kam Gerkhan hoch und André stieß ihn zurück in den Raum. Doch diesmal fesselte er ihn mit der Handschelle an die Wand. Dabei fiel ihm eine Narbe am Handgelenk auf. „Was ist das?“ fragte er sofort.

    so mich mal eben auf den Neuesten Stand gebracht... Ich habe eben fast einen Herzinfarkt bekommen. Und das mit 45.... Das geht so nicht... Melanie... absolut nicht. Du kannst mir doch nicht so einen Schrecken einjagen. und Andrea und Aida in die Gewalt dieser Misttypen kommen lassen. Wie gut, dass sie nicht zuhause waren... aber ist das wirklich die Rettung? Irgendwie glaube ich nicht daran.

    So und nun zu deinen Schreibstil.... : SPITZE SPITZE SPITZE

    So genug der Lobreden.... jetzt komm der Tadel.


    Immer so kleine Stücke..... das geht nicht und genau das sollst du ändern. Und zwar gleich ;)

    Euer Wunsch ist mir Befehl... aber nur jetzt und hier und heute :D

    Pierre und Dani betraten den Raum in dem Semir sich aufhielt. Dani blieb erstaunt im Raum stehen, als sie sah, dass der Mann ungefesselt war. „Wieso trägt er keine Fesseln mehr?“ fragte sie erstaunt und sah Pierre an. „Ich finde es redet sich besser. Aber Herr Gerkhan hat eine Verdächtigung ausgestoßen, die ihn davon abhält mir zu erzählen was damals gewesen ist. Er behauptet du bist die Drahtzieherin. Ist das so?“ wollte Pierre wissen .Dani sah ihn entsetzt an. „Pierre… Liebling… du glaubst doch nicht einem Bullen mehr als mir!“ kam ziemlich empört von ihr. Pierre lachte leise. „Nein natürlich nicht…. Ich wollte es nur von dir hören, das ist alles…“ beschwichtigte er sie. Dani warf Semir einen wütenden Blick zu. „Ich sagte ja… er will sich nur wichtig machen und dich schwächen. Lass es dir nicht gefallen, Pierre… zeig ihm dass du der Boss bist…“ lächelte sie ihn an, streichelte das Gesicht und gab ihm einen Kuss. Pierre nickte. „Du scheinst Recht gehabt zu haben. Er hat es mir nur erzählt, um mich in die Irre zu führen. Aber er wird schnell merken, dass es ein Fehler ist. Nur ist das nichts für dich. Geh lieber und leg dich noch hin ich werde sicher nicht lange brauchen…“ meinte er und gab ihr einen Kuss. Dani sah noch einmal warnend zu Semir und verschwand.

    Semir sah André an. „Ich sagte doch, dass sie dich anlügen wird.“ kam leise von Semir und er verzog sich in die Ecke des Raumes, als André auf ihn zukam. Er hob abwehrend die Hände. „Du hast mich angelogen… du kennst mich nicht. Was meinst du wie ich jetzt reagiere? Wenn du mich kennst solltest du das doch wohl wissen!“ schrie André. Semir nickte. „Ja… du rastest aus… Du willst zuschlagen… früher war der Büroschrank oder auch der Sandsack dein Sparingspartner…“ stieß Semir schnell aus. Tatsächlich hielt André inne. „Was?“ fragte er erstaunt. Bilder zuckten durch seinen Kopf. Er sah ein Büroraum. Einen Sandsack, Tische…viel zu eng. Er sah Semir an und verließ dann fluchtartig den Raum. Wieder spürte er die Kopfschmerzen. Doch diesmal schien die Erinnerung fester zu sein. Als er ins Arbeitszimmer kam sah er Dani an. Sie stand auf und sah sofort dass mit ihm etwas nicht stimmte. Mittlerweile kannte sie ja die Symptome, wie er sich fühlte, wenn eine Erinnerung kam die er nicht festhalten konnte. „Was ist mit dir?“ fragte sie besorgt. „Mein Kopf…. Ich sehe Bilder….Bilder die ich…Dani…hilf mir..“ André sah sie verzweifelt an. „Er ist nicht gut für dich. Pierre…. Hör doch auf… Es bringt dir nur Schmerzen wenn du dich erinnerst. Ich werde nicht zulassen, dass er dich fertig macht.“ versprach sie. Pierre nickte. „Du hast Recht… Es wird Zeit, dass ich mich wieder um die Geschäfte kümmere. Gerkhan bleibt erst einmal im Keller.“ bestimmte Piere. Dani war zufrieden. „Du wirst ihn nicht mehr fragen, was früher war? Er würde dich eh belügen.“ sagte sie leise. Pierre nickte. „Ich werde ihn nicht mehr fragen. Die Lügen, die er mir aufgetischt hat, waren schon schlimm genug. Allein dafür gehört er bestraft.“ kam leise von ihm. Dani nickte. „Und weil ich dich so sehr liebe, werde ich das für dich übernehmen. Du wirst sehen, er will nur raus. Er wird versuchen mich zu überwältigen. Es ist sehr gefährlich, wenn er ohne Fesseln dort bleibt. Du solltest dich an die Tür stellen und dann wirst du hören, was er sagt. Er wird sich verraten..“ gurrte sie in sein Ohr. Pierre nickte und küsste sie. „Ich liebe dich, mein kleiner Engel….“ flüsterte er ihr zu. Gemeinsam gingen sie nach unten.

    Dani betrat den Raum wo der Polizist saß. Höhnisch sah sie auf Semir, der auf der Matratze saß. „Ich habe gewonnen…“ lachte sie, als sein Blick sie traf. „Ich gebe zu, dass ich André die Vergangenheit nicht beweisen kann. Aber ich weiß dass er anfängt zu zweifeln. Wenn ich ihm von den Fällen erzähle, dann bekommt er die Erinnerung. Wo ist Tom?“ fragte er. „Gut aufgehoben, denke ich mal. Du wirst morgen zu ihm gebracht. Und dann werdet ihr gemeinsam sterben…“ lachte sie höhnisch. „Warum tun Sie das? Wovor haben Sie Angst? Glauben Sie wirklich, das André Sie nicht mehr liebt, weil er nicht mehr Pierre ist?“ fragte er leise. Sie stellte sich vor ihm hin. „Er ist nicht André! Er ist Pierre!!“ schrie sie ihn an und holte mit dem Fuß aus. Semir sprang auf, bevor sie zutreten konnte. Blitzschnell hatte er ihr den Arm auf den Rücken gedreht. „So und nun drehen wir den Spieß mal um!“ fauchte er sie wütend an. „Aaaahhhhhh.“ weinte sie laut und schrie. „Halt die Klappe!“ schrie er zurück. Dani verstummte. „So und nun wirst du mich zu Tom bringen, klar? Ohne Tricks ohne alles…“ warnte er sie. Dani nickte. Innerlich grinste sie.

    Dani wachte auf und erschrak. Pierre lag nicht mehr neben ihr. Schnell stand sie auf und zog sich einen Morgenmantel über. „Pierre Schatz?“ fragte sie. Keine Antwort. Verdammt, wenn er bei Gerkhan ist und ihn bereits bearbeitet. Aber dann beruhigte sie sich. Sie konnte Männer sehr gut einschätzen. Gerkhan wird sicher nichts erzählen. Er hat viel zu sehr Angst um Kranich….so dachte sie. Dani frühstückte und genoss den Tag. Plötzlich stand Pierre hinter ihr. Dani erschrak. „Ich hab dich gar nicht gehört… Schatz…“ sagte sie und küsste ihn. Pierre zog sie an sich heran. „Dani…. Ich wollte dich nicht wecken…“ antwortete er und streichelte sie sanft. „Du bist so gut zu mir…. Wie geht es dir denn heute?“ wollte sie wissen. „Danke… die Kopfschmerzen sind weg. Ich werde gleich zu Gerkhan gehen und mit ihm reden. Manuel hat Kranich bereits weg gebracht, wie ich es wollte. Nun ist Gerkhan dran, seinen Part zu erfüllen.“ Sagte er leise und sah sie an. Dani zuckte zusammen. „Kranich ist weg?“ tat sie erstaunt. „Ja…. Ich habe mit Gerkhan einen Deal geschlossen. Er erzählt mir alles, was er von mir weiß und Kranich ist im Krankenhaus.“ erkläre Pierre leise. Dani nickte. „Das ist eine sehr gute Idee. Darf ich dabei sein?“ bat sie. Pierre nickte „Ja darfst du…warum eigentlich nicht…“ lachte er.

    Tom wurde ebenfalls wach. Die Wasserflasche auf dem Tisch konnte er zum Glück erreichen, doch er hatte auch Hunger. Ob die Leute ihm was bringen würden? Hatte Semir schon etwas erreicht? Würde er diesem André erzählen, was los war? Fragen quälten ihn. Was war mit der Chefin? Suchte sie nach ihm und nach Semir? Er versuchte die Fesseln zu lösen. Diese beiden Möchtegernentführer hatten sich nicht sehr viel Mühe damit gegeben. Vermutlich hielten sie ihn für zu schwach sich zu befreien. Doch nun hatte er schon eine ganze Weile dran gezerrt und er merkte dass sie lose wurden. Die Wunde am Bein pochte nicht mehr. Scheinbar schlug die Behandlung des Arztes endlich an. Nun musste sich nur noch zeigen, dass er sich endgültig befreien konnte und dann musste er nur noch die Chefin anrufen. Nach weiteren zwei Stunden hatte er die Fesseln endlich so weit lose, dass er sich befreien konnte. Langsam stand er auf und versuchte das verletzte Bein zu belasten. Es gelang. Tom ging humpelnd durch das Haus, doch scheinbar hatten die Leute sich nicht gerade ein 4sterne-Hotel für ihn ausgesucht. Als Tom die Treppen runter humpelte knirschten die Stufen und zwei davon brachen zusammen, als er sie betrat. Er stürzte genau in den Zwischenraum. Als er unten aufkam stieß er mit dem Kopf gegen das Geländer. Den Aufprall spürte er nicht mehr. Mit einer blutenden Platzwunde und einem sonderbar verdrehtem Bein blieb er in dem Zwischenraum Treppe, und Flur des Erdgeschosses liegen. Ein Gitter trennte beides voneinander.

    So nun ist es soweit.... zumindest fängt es an:

    Semir stand auf, als die Tür an die Wand flog. Er hatte sich etwas erschrocken. Tom lag friedlich auf der Matratze und schien zu schlafen. Kurz zuvor hatte er sich beklagt, dass die Wunde am Bein schmerzte. Gleich morgen wollte Semir André informieren, damit der Arzt erneut auf die Wunde sehen konnte die sich scheinbar entzündet hatte. Doch nun kam nicht André oder der Arzt herein. Drei Mann und Dani standen vor Semir. Sie und der Mann den er als Manuel kannte drängten ihn an die Wand, während sich die beiden anderen Männer um Tom kümmerten und ihn aus dem Raum trugen. „was soll das?“ fragte Semir. „Du wolltest doch, dass er freikommt oder?“ fragte Dani. Semir nickte. „Und dann wolltest du Pierre alles über seine Vergangenheit sagen?“ harkte sie nach. Wieder nickte Semir. „Siehst du... und da ich es verhindern will, werde ich mich Herrn Kranich annehmen. Er wird an einem Ort versteckt den nur ich kenne. Solltest du wagen, Pierre auch nur etwas von eurer gemeinsamen Vergangenheit zu sagen, ist er tot.“ warnte sie ihn. Semir sah sie an. Sein Blick wanderte zu Manuel der ihn festhielt. „Mein Kollege gehört in ein Krankenhaus!“ fauchte er ihn an und versuchte sich loszureißen. Dani nickte. „Er kommt da hin, wenn Sie schweigen. Das verspreche ich ihnen...“ lächelte sie böse und nickte Manuel zu. Dieser holte aus und schlug Semir in den Magen. Mit einem Stöhnen ging Semir zu Boden. „Damit….kommen…Sie nicht …durch…“ stieß er schwer atmend aus. Manuel schlug noch zweimal zu. „Kein Wort mehr…ist gesünder… und das nicht nur für dich…“lachte Dani und verließ mit Manuel den Raum. Semir lag gekrümmt am Boden und sah den Beiden nach.

    Tom wehrte sich nur schwach gegen seine beiden Entführer. Ihm war heiß und er hatte starke Schmerzen. Nicht einmal die Fahrt bekam er wirklich mit. Nach wenigen Minuten war die Fahrt zu Ende und er wurde aus dem Auto gezerrt. Ohne auf seine Wunde am Bein Rücksicht zu nehmen wurde er vorwärts gestoßen. Das Haus war recht angenehm eingerichtet, das sah Tom direkt. Ihm war heiß und er hatte Durst. Er wurde in ein Zimmer gebracht wo er sich auf das Bett legen durfte. „Ich habe Durst…bitte…“ sagte er leise. Seine „Entführer“ nickten und einer verschwand nachdem Tom am Bett festgemacht wurde. Er kam kurz darauf mit einer Wasserflasche zurück und gab Tom zu trinken. „Was habt ihr vor?“ fragte Tom. „Da musst du schon Dani fragen. Wenn es nach mir ginge würdest du nicht mehr lange leben. Aber jetzt bist du wohl noch etwas wert.“ kam ziemlich gleichgültig von einem der Männer. Dann verließen sie den Raum und Tom bleib allein. Was sollte nun passieren? Würde Semir André trotzdem alles sagen? Vielleicht konnte man André ja auf ihre Seite ziehen und er würde helfen, Tom zu finden…Er wünschte es sich sehr. Die Angst die Semir nun um ihn hatte war sicher unermesslich. „Semir… sag ihm alles… egal was passiert…“ sagte er leise zu sich.

    Pierre wachte auf. Es war schon hell. Neben ihm schlief Dani friedlich. Er stand vorsichtig auf um sie nicht zu wecken und ging duschen. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass es schon fast Mittag war. Warum hatte er nur so lange geschlafen? Aber egal. Er hatte ja keinen Termindruck. Manuel hatte Kranich sicher schon ins Krankenhaus gebracht und wird gleich zurück sein. Er wollte nach dem Frühstück zu diesem Gerkhan gehen und mit ihm reden. Schließlich hatte dieser versprochen alles zu sagen wenn Kranich nicht mehr da war. Er frühstückte allein denn Dani wollte scheinbar nicht wach werden. Anschließend nahm er eine Tasse Kaffee und zwei belegte Brötchen mit und ging zu Gerkhan in den Keller. Als er in dem Raum kam sah er sofort das Gerkhan scheinbar eine Auseinandersetzung gehabt hatte. „Was war denn hier los?“ fragte Pierre. Gerkhan sah ihn nur an, sagte aber nichts. „Hier iss was… und dann reden wir. So war es vereinbart.“ meinte Pierre nur. „Mein Partner?“ fragte Gerkhan. „Ist wie versprochen im Krankenhaus.“ Kam von Pierre. Der Blick den Gerkhan ihm zuwarf zeigte ihm, dass etwas nicht stimmte. „Was war los?“ wollte Pierre erneut wissen. „Nichts… ich bin lediglich gestürzt…“ kam als Antwort. Pierre glaubte das natürlich nicht. „Iss und dann wirst du es mir erzählen…“ sagte er nur und setzte sich gegenüber auf die Matratze. Er beobachte den Mann sehr genau. „du bist gestürzt? Willst du mich anlügen? Ich sehe doch dass du geschlagen wurdest. Wer war es?“ kam forsch die Frage von Pierre.

    Semir sah seinen Exkollegen an. „Stimmt… ich wurde geschlagen. Von Manuel als sie Tom rausholten…“ gab er zu. Er wollte André gegenüber mit offenen Karten spielen. Auch auf die Gefahr hin, dass Dani Tom töten ließ. Er sah sich um. Nur André und er waren hier. „Wer hört denn alles mit?“ fragte Semir leise. André lachte. „Niemand… wie kommst du denn darauf?“ fragte er. „Weil ich nicht weiß ob ich dir und deinen Leuten trauen kann, André…“ gab Semir zu. André stand auf und verschloss die Tür. „Die Tür ist sehr dick. Niemand hört uns… Also warum hat Manuel dich geschlagen?“ harkte André nach. „Es waren Manuel und Dani.“ Kam von Semir zur Antwort. „Dani und Manuel? Warum?“ wollte André wissen. „Weil Dani verhindern will, dass ich dir von der Vergangenheit erzähle.“ erklärte Semir leise. Der Ausdruck auf Andrés Gesicht änderte sich. Wut war zu sehen. „Willst du einen Keil zwischen mir und ihr treiben?“ fragte er wütend. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… aber sie hat Angst, dass du dann nicht mehr bei ihr sein willst, wenn du erfährst was du wirklich bist oder warst.“ erklärte Semir. André sah ihn an. Es schien als würde er es Dani zutrauen, doch dann lachte er laut. „Ja sicher… Schon klar…“ meinte er nur. „André ich schwöre, Dani hat gemeinsam mit Manuel Tom wegbringen lassen. Sie hat mir gesagt, wenn ich dir von der Vergangenheit erzähle, dann wird sie ihn umbringen… Bitte vertrau mir… Du bist André Fux. Wir haben Carlos Berger zur Strecke gebracht. Du wurdest durch eine Harpune verletzt und bist unter gegangen. Ich habe dich gesucht… aber …“ erzählte Semir. André sah ihn an. „Berger? Der Name sagt mir nichts….“ gab er zu. Semir nickte. „Wenn du mir die Fesseln löst, dann kann ich dir sogar ein Bild zeigen. Ein Bild wo du und ich drauf sind…. Vertrau mir bitte….“