Beiträge von Elvira

    Gratuliere Alex..... :D:D:D:D

    Aber nur weil ich heute verschlafen habe.... sonst wäre ich wie immer die Erste.... egal.... ich gönne es dir, wenn es doch so wichtig ist.. ;);) fürs Ego :D

    Nun zur Story.... ich muss ehrlich sagen, dass es sehr gefühlvoll beschrieben ist und ich so richtig in der Story aufgehe. ich hoffe doch es ist bald wieder alles okay und die kleine wieder dort wo sie hingehört, bei den Eltern.... Die Erpresser werden sich noch wundern. Denn ich kann mir sehr gut vorstellen das Ben und Semir daraus eine "private Rache" machen werden.

    Andrea sah Ben an. „Wie sieht es mit der Chefin aus?“ fragte sie. Ben zog die Schultern hoch. „Sie wird noch immer operiert. Als ich sie dort in den Katakomben gesehen habe, da hatte sie in Höhe des Herzens den Einschuss. Ich dachte erst, dass sie tot ist, aber… Andrea… es sieht nicht gut aus…“ kam leise von ihm. Andrea nahm ihn in den Arm. Sie wusste genau, dass es eine große psychische Belastung für Ben war, seinen Partner so zu sehen und zu wissen, dass Anna vielleicht sterben wird. „Hey…. Die werden beide schon bald wieder auf die Piste gehen. Weißt du… Semir lag schon so oft im Krankenhaus. Manchmal sah er schlimmer aus, als jetzt. Er hatte Kugeln im Körper. Ist irgendwelchen Drogen ausgesetzt gewesen, wurde misshandelt, stranguliert….ich kann gar nicht aufzählen, was ich schon mit ihm durchgemacht habe, aber er wird es garantiert überstehen und im Falle einer Wiederholung sogar genauso handeln.“ erklärte sie. Ben nickte nur. Er war froh, dass er Andrea jetzt hier hatte. „Andrea… wenn ich diesen Unfall nicht gebaut hätte, dann wäre es doch gar nicht passiert. Sieh ihn dir doch an. Keine Stelle am Körper ist mehr heil. Die Chefin kämpft hier um ihr Leben… ich mache mir solche Vorwürfe…“ kam leise von ihm. Andrea wusste aber auch, dass Ben damit allein klar kommen wird. Sie nahm ihn in den Arm und drückte ihn einfach nur. „du hast ihn auch gerettet. Er wird dir nichts vorwerfen.“ versprach sie. Ben sah auf Semir, der eingeschlafen war. „ich hoffe wirklich dass er mir verzeihen kann, dass ich versagt habe.“ hängte er noch an. Andrea schüttelte den Kopf. „Kalvus hätte dich eiskalt abgeknallt. Du hast doch deinen Beitrag geleistet, als du ihn erledigt hast. Er kann niemanden mehr etwas tun. So und nun sollten wir uns mal um die Chefin kümmern.“ bestimmte Andrea.

    Ben und Andrea gingen zum OP-Saal und warteten auf den Arzt. Dieser kam wenig später heraus. „Wie sieht es aus?“ wollte er sofort wissen. Der Arzt sah ihn mit traurigen Augen an. „Ich habe getan was ich konnte. Nun heißt es abwarten. Wir konnten die Kugel entfernen, aber sie hat das Herz etwas verletzt. Die Chance zu überleben reduziert sich dadurch erheblich. Es kommt auf den Willen von Frau Engelhard an, ob sie lebt oder nicht. Wir können wirklich nur abwarten.“ erklärte der Arzt. Ben sah wie das Bett aus dem OP geschoben wurde. Anna sah blass aus. „Wo wird sie hingebracht?“ fragte er nach. „Auf die Intensiv. Hören Sie… wir können derzeit wirklich nur abwarten. Sie sollten sich um Herrn Gerkhan kümmern. Sobald sich der Zustand ändert, werden Sie der erste sein, der es erfährt.“ beruhigte ihn der Arzt nicht wirklich. Ben nickte jedoch und ging tatsächlich noch einmal zu Semir. Dieser lag in seinem Bett und wurde von Andrea regelrecht bewacht. Er war wach. „Ben! Was ist mit ihr? Ich kann hier doch nicht liegen, wenn ich weiß das …“ begrüßte er ihn sofort. Ben hob die Hände. „Semir… es sieht nicht gut aus. Aber du solltest erst selbst einmal fit werden.“ gab er von sich. Semir schüttelte den Kopf. „Mir geht es gut. Ich bin okay. Die blauen Flecke verschwinden von allein.“ begehrte er auf. Ben lachte leise. „Du wärest fast ertrunken! Dieser Mistkerl hat dir irgendein Zeug gespritzt, dich verprügelt oder verprügeln lassen und was weiß ich noch mit dir getan… du bleibst gefälligst liegen!“ wurde Ben laut. Semir sah ihn erstaunt an. „Hast du das Sagen?“ wollte er beleidigt wissen. Ben nickte. „Ja… weil ich dein Stellvertreter bin, wenn du nicht dienstfähig bist und das bist du ja auch nicht!“ meinte Ben nur. Semir lehnte sich zurück. „Also gut… was nun?“ wollte er wissen und man merkte sehr genau, dass er seinem jungen Kollegen es nicht zutraute. „Du wirst jetzt schlafen. Ich werde nach Hause fahren und auch mal schlafen. Andrea wird sich mit Aida ebenfalls wieder nach Hause begeben. Und du wirst nichts machen, was ich nicht befohlen habe. Und damit du es auch machst, werde ich dir einen Aufpasser zuteilen.“ befahl Ben. „Vergiss den Aufpasser… ich werde hier liegen bleiben und nichts machen. Ich bin müde…“ meinte Semir leise.

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    Sagt mal.... seid ihr jetzt enttäuscht, weil Kalvus tot ist? Mag ja sein, das die STory nun sehr sentimental wird.... aber keine Sorge... ich habe noch ein paar meiner Brutalen Storys in Arbeit......

    so nun mein Endfeed. Es hat sich leider nicht sehr viel getan und die Story scheint ein viel zu plötzliches Ende zu haben. Man könnte meinen, du hast es jetzt einfach sehr lieblos dahin geschrieben nur um die Story zu beenden.

    Nimm einen guten Rat einer alten Schreiberin an. Wenn du eine Story einsetzen willst, dann schreibe sie unbedingt erst fertig, lass sie von einem Freund oder einer Freundin korrektur lesen und dann stelle sie ein. So gerätst du nicht unter Druck und kannst den Sinn der Story noch einmal überfliegen und ggf. Änderungen machen.

    Soso... ihr habt schon wieder Hunger? Na dann guten Appetit

    Im Krankenhaus wartete Ben auf den Arzt. Semir lag in einem der Untersuchungsräume und Anna wurde gerade operiert. Für Ben verging die Zeit viel zu langsam. Warum zum Teufel kam niemand? Semir war von dem Arzt mit einer Spritze ruhiggestellt. Er schien noch immer nicht zu realisieren, dass er in Sicherheit war. Was hatte Kalvus mit ihm angestellt? Sein Körper glich einer einzigen Wunde. Es gab keine Stelle die nicht mit getrocknetem Blut bedeckt war, oder sich bläulich verfärbte. Ben trank einen Becher Kaffee nach dem Anderen. Dann endlich kam der Arzt auf dem Untersuchungsraum. Sofort sprang Ben auf. „Doktor!?“ fragte er sofort. „Herr Jäger…. Herr Gerkhan ist stabil. Er hat etwas an Wasser geschluckt, aber das ist nicht so sehr das Problem. Er scheint, so sonderbar es sich auch anhört, irgendwie über mehrere Meter durch eine Steinwüste gezogen worden sein. Ich weiß nicht ob Sie ein Westernfan sind, wie ich. Aber solche Wunden könnten entstehen, wenn man wie es ja in solchen Filmen üblich war, hinter einem Pferd hergezogen wurde. Die Wunden werden heilen, aber…verstehen Sie mich nicht falsch, es könnte sehr gut sein, das die Knochen extrem gelitten haben. Wir werden ihn jetzt von Kopf bis Fuß röntgen und anschließend noch durch ein CT schicken, um auch Haarrisse, die beim Röntgen nicht bemerkt werden.“ endete der Arzt. Ben sah ihn an. In diesem Augenblick wurde auch Semir aus dem Raum geschoben. Ben sah ihn besorgt an. „Wie… sieht die Behandlung aus?“ fragte er heiser. „Nun… wenn es keine Brüche gibt, oder sonstige Komplikationen, dann wird er erst einmal hier liegen bleiben. Einige Wunden haben sich entzündet. Die Wundbehandlung zwingt zu einem täglichen Verbandswechsel. Aber er ist nicht in Lebensgefahr.“ lächelte der Arzt ihn beruhigend zu. „Ich muss seine Frau anrufen…“ kam leise von Ben.

    Andrea wurde informiert, das Semir ins Krankenhaus gekommen ist. Sofort wurde sie hingebracht. Semir lag im Bett und schlief bereits in einem der Zimmer. Andrea stieß ein leises Stöhnen aus als sie ihren Mann sah. „Gott… dieser verdammte Mistkerl…“ sagte sie leise und fing an zu weinen. Ben versuchte sie zu trösten. „Es geht ihm soweit gut. Was du siehst, wird wieder heilen. Aber er wird sicher ein paar Tage hier liegen müssen. Bei der Chefin sieht es ernster aus.“ sagte er leise. Andrea sah ihn erschrocken an. „Was ist mit ihr?“ wollte sie wissen. „Sie wurde angeschossen, als sie Semir retten wollte. Kalvus hat sie dicht über dem Herzen getroffen. Die Ärzte operieren gerade aber sie sagten mir schon dass die Chancen nicht besonders gut stehen.“ Andrea merkte wie schwer die Wörter über Bens Lippen kamen. „Was ist mit Kalvus?“ wollte Andrea wissen. „Er ist tot. Ich habe ihn erschossen.“ Leise und irgendwie auch mit Genugtuung in der Stimme ließ Ben dies verlauten. „Gott sei dank. Dann kann er nie wieder jemanden etwas tun.“ erwiderte sie. Semir hustete leise. Sofort war Andrea bei ihm. „Hey… mein Held…“ sagte sie sanft. Semir riss die Augen auf und sah sich erschrocken um. Er wollte sich aufrichten, doch Ben drückte ihn zurück. Semir wollte sich wehren. „Ganz ruhig… alles okay.“ beruhigte sie ihren Mann. „Nein…..bitte…“ flehte er. „Semir, alles okay…. Sieh mich an! Sieh mich an!“ forderte Andrea ihn auf. Langsam beruhigte Semir sich und sah sie tatsächlich an. „Gut so…. bleib ganz ruhig. Es ist alles okay…“ sagte sie sanft und streichelte sein Gesicht. Ben beugte sich über ihn. „Hey.. Partner. Kalvus ist erledigt. Er ist einer Bleivergiftung erlegen. Ganz böser Virus. Es ist alles okay….“ sagte er und versuchte zu lächeln. Jetzt erkannte Semir Ben und Andrea. Erleichtert entspannte sich der gepeinigte Körper vollends. Der Atem ging stoßweise. „Was hast du?“ fragte Andrea sofort besorgt. „An…drea… ich … ich kriege… keine Luft…“ stieß Semir schwer atmend aus. Ben holte den Arzt. „Versuchen Sie ganz ruhig einzuatmen…“ empfahl der Doktor und hörte Semir ab. Nach einigen Minuten hängte er sich das Stethoskop um den Hals. „Das ist soweit okay… wir sollten inhalieren, dann wird es schnell aufhören. Sie dürfen sich nicht aufregen. Es ist alles in Ordnung.“ versprach der Arzt und sah Ben und Andrea an. Semir spürte dass etwas nicht stimmte. „Wo ist … die Chefin…“ harkte er mit schwacher Stimme nach. „Du bist jetzt erst mal wichtiger. Versuch zu schlafen.“ ging es mit Andrea weiter. „Wo ist Sie?“ wiederholte Semir hartnächkig. „Sie liegt im OP. Kalvus hat sie niedergeschossen, als sie dich aus dem Wasser ziehen wollte.“ kam von Ben. Semir sah ihn erschrocken an. „Ist sie…ist sie schwer verletzt?“ wollte er wissen. „Sie schafft das schon. Du siehst aus, als bist du in eine Steinlawine geraten…“ versuchte Ben seinen Partner von Anna abzulenken. Es gelang nur schwer. Semir wollte sich erneut aufrichten, doch er hatte soviel Schmerzmittel in sich, das er einfach zu müde war um sich auf das zu konzentrieren, was er tat. Er sank zurück und sah Andrea nur müde an. Dann schlief er ein.

    30.04.09 : "Freundschaft"

    Nachdem Tom und Semir ihre Kollegen Bonrath und Herzberger vom Flughafen abgeholt haben, werden sie auf der Heimfahrt von Unbekannten unter Beschuss genommen. Als Bonrath auf dem Revier seinen Koffer öffnet, wird das Motiv klar: Das Gepäckstück enthält detaillierte Aufzeichnungen für einen geplanten Einbruch.

    Ben ließ das Handy langsam sinken. „Dieser verdammte Mistkerl…“ stieß er aus und versuchte die Wut nicht an dem Büroschrank auszulassen. Er ging zu Anna. „Kalvus hat sich gemeldet…“ gab er leise bekannt. Anna stand langsam auf. „was will er?“ fragte sie. „In vier Stunden in den Katakomben. Semir… es geht ihm nicht gut. Er hat mir gesagt, dass er…. Das er gegen Lysanne Kalvus ausgetauscht wird. Aber zunächst wird er von Kalvus als Garantie für die Flucht benutzt. Kalvus hat ihm einen Sprengsatz am Körper angebracht…Ich hatte allerdings das Gefühl, dass er es eher abgelesen hatte. Die Stimme … sie war so… so schmerzerfüllt und müde…“ erzählte Ben von dem Telefonat. Anna stand auf und ging zu ihm. Sie legte ihm die Hand auf die Schulter und versuchte ihn zu trösten. „Ben… ich weiß was Sie durchmachen, aber bitte…. Versuchen Sie die Gefühle auszuschalten. Es bringt nichts wenn Sie unüberlegt handeln.“ kam leise tröstend von ihr. Ben sah sie an. „Ich schwöre Ihnen, das Kalvus diese Übergabe nicht überleben wird, wenn er Semir auch nur noch schief anschaut…“ drohte er. Anna schüttelte den Kopf. „An Rache denken ist keine gute Idee. Ich mag ihn auch nicht, aber… wir vertreten das Gesetz. Wenn etwas schief läuft, dann bezahlt Semir. Wollen Sie das?“ stellte sie die entscheidende Frage. Ben schüttelte den Kopf und sah sie an. Anna sah die Tränen in seinen Augen. „Sie hätten ihn hören sollen…. Alles zwischen den Worten schrie nach Hilfe….er war verzweifelt….ich….werde ihn da raus holen. Koste es was es wolle…“ gab Ben fest entschlossen bekannt und wollte den Raum verlassen. Anna schloss die Augen und holte tief Luft. „Ben…. Was ich eben sagte, meinte ich auch so. Wir vertreten das Gesetz und wir werden alles tun, was Kalvus fordert. Was nicht heißt, dass sich auch mal versehendlich eine Kugel aus dem Lauf einer Polizeiwaffe verirren kann. Wenn Sie die Gelegenheit bekommen, dann knallen Sie den Mistkerl ab.“ sagte sie leise zu Schluss.

    Anna und Ben kamen am Übergabeort an. Sie liefen durch die Katakomben und horchten. Doch nichts… es war absolut nichts zu hören. Sie gingen weiter. Ständig in Bereitschaft die Waffe zu ziehen und einzusetzen, wenn es sein musste. Ben blieb stehen. Er hörte Wasser laufen. „Das kommt von da!“ sagte er und wies nach links. Anna nickte und zog ihre Waffe. Schnell hatten sie die Ursache gefunden. Ein Wasserhahn lief auf vollen Touren, doch nichts was auf Semir hinwies. „Na dann helfen wir der Stadt doch mal und sparen Wasser ein.“ grinste Ben und verschloss den Hahn. Doch das Geräusch war immer noch da. „Hier schienen mehrere zu laufen.“ gab er zu bedenken. „Damit verhindern sie wohl dass die Katakomben austrocknen.“ meinte Anna und sie gingen weiter. Nur wenig später standen sie in einem Raum mit einem Becken. Anna sah von weitem das ein Mann unter Wasser lag. „SEMIR!!“ schrie sie und rannte los, bevor Ben sie stoppen konnte. Er sah wie Anna ins Becken sprang. Dann hallte ein Schuss. Anna sackte zusammen. „Chefin!!“ schrie Ben und versuchte den Schützen ausfindig zu machen. Ein Lachen war zu hören. „Du bist allein. Gerkhan hat sich zu Tode gesoffen… ha-ha-ha… und deine Chefin liegt daneben. Gib auf und stell dich mir.“ hörte er Kalvus. Ben dachte sich seinen Teil und machte sich bereit auf den Mann anzulegen. Er sah zu Semir, der unter Wasser lag, die Augen aufgerissen, verzweifelt an den Fesseln reißend. Die Verzweiflung von Semir nichts gegen die Fesseln ausrichten zu können, sprang Ben regelrecht an. “NEIN!!!“ schrie Ben und sprang aus seinem Versteck. Die Waffe schussbereit in der Hand. „von mir aus leg das Schwein um,“ die Worte von Andrea gingen ihm wieder durch den Kopf. Er sah Kalvus nur einen winzigen Moment, doch dank dem Schießtraining war Ben in der Lage dies auszunutzen. Er schoss und sah bevor er ins Wasser eintauchte wie Kalvus zusammenbrach. Er kümmerte sich nicht drum und löste Semir die Fesseln, der den Kampf gegen das Wasser verloren hatte. Ben zog ihn raus und machte Wiederbelebung. Nach kurzer Zeit hustete Semir und erbrach Wasser. Völlig erledigt lag er am Boden und versuchte Luft zu bekommen. Als Ben seinen geschundenen Körper sah, bekam er Wut. Wut über diesen Mann, der seinen Kollegen fast getötet hätte, Wut über die holländischen Behörden, die es nicht für nötig hielten Semir zu informieren. Ben atmete tief ein und sah zu Anna, die ebenfalls am Boden lag. Vorsichtig drehte er sie um. Aus einer Wunde an der linken Seite trat Blut aus. Anna war bewusstlos. Ben griff zum Handy und rief die Rettung. Wieder ging er zu Semir und legte diesen in die stabile Seitenlage. Dieser zuckte zusammen und wollte aufstehen. Scheinbar erkannte er gar nicht, dass es nicht Kalvus war, der ihn berührte. „Bleib liegen… Ich bin’s Ben. Du bist in Sicherheit. Ganz ruhig… Der Notarzt ist gleich da.“ Semir sah ihn an doch es kam keine Antwort. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung waren die Ärzte da. Ben suchte nach Kalvus und fand den Leichnam.

    Semir kam langsam zu sich um spürte nur die Schmerzen. Sein ganzer Körper schien eine Wunde zu sein. Er öffnete die Augen. Kalvus stand höhnisch vor ihm. „ Hast du wirklich geglaubt, dass du so einfach entkommen kannst? Schade… dass du so schnell aufgegeben hast. Ich dachte du hättest mehr Rückrad. Nun ja… aber es zeigt dir, dass ich immer gewinne. So und nun werden wir uns noch einmal mit deinem Kollegen anrufen. Und er sollte Lysanne bei sich haben.“ Hohn triefte regelrecht aus der Stimme. Semir schloss die Augen. Er wollte nicht mehr. Konnte nicht mehr. Sein ganzer Körper war gezeichnet durch blaue Flecken, Schürfwunden die bluteten. Er konnte das hier überstehen. Auch der Elektroschocker war überstanden. Semir zuckte zusammen, als er das Handy am Ohr spürte. Kalvus sah ihn zufrieden an. „So… deine Freunde werden sicher alles tun damit du es überlebst. Ganz schön dumm nicht wahr. Kein falsches Wort!“ lachte er und zog einen Zettel hervor. „Lies!“ befahl er. Semir hörte das Freizeichen. Es dauerte nicht lange bis Ben sich meldete. Semir las einfach nur vor. Seine Stimme war müde und er wünsche sich einfach nur zu schlafen. „Semir! Wo bist du?“ hörte er Ben fragen. Kalvus nahm das Handy. „Mach was er gesagt hat! Wir werden uns in vier Stunden in den Katakomben von Köln treffen. Keine Tricks!“ blaffte er ins Telefon. „Wir werden in drei Stunden abfahren. Also mach dich schick und wage nichts was falsch ist.“ warnte er seinen Gefangenen, während Volker die Fesseln löste. Langsam kam Semir hoch. Er schwankte etwas und fühlte sich schwach. Viel zu schwach um etwas zu unternehmen. Vielleicht kam später die Gelegenheit dazu. Die Stunden vergingen schnell. Semir wurde mit verbundenen Augen und nun wieder gefesselt in einen Wagen gezwängt. Die Fahrt ging los und dauerte fast eine Stunde und dann wurde er wieder aus dem Wagen gezerrt. Weder Augenbinde noch Fesseln wurden abgenommen. Semir wurde vorwärts gestoßen und stolperte weil er nichts sah. Brutal wurde er von seinem Wächter, der nur Volker sein konnte, auf die Beine gestellt und weiter ging es. Semir roch Wasser. Wo war er hier? Was sollte nun kommen?

    Kalvus beobachtete Semir sehr genau. Noch trug er die Augenbinde, doch die Gerüche schienen ihn zu verwirren. Kalvus lacht leise. Kalvus zeigte seinen Männern eine Vertiefung im Boden. Fliesen waren innen ausgelegt. Hier waren Ringe für Schläuche vorgesehen, um zwischendurch diese Katakomben zu spülen und um zu verhindern, dass sich in der Vertiefung Dreck ansammelte wurde diese regelmäßig unter Wasser gesetzt. Er wies Volker an, Semir genau hier festzubinden und anschließend das Wasser laufen zu lassen. Volker tat was befohlen wurde. An den Ringen im Boden sollte Semir gefesselt werden. Volker löste zunächst die Fesseln und stieß Semir in die Vertiefung und zwängte ihn zu Boden indem er ihn schmerzhaft ins Genick packte und zudrückte. Semir stöhnte leise auf. Dann lag er flach auf dem Rücken und konnte sich kaum noch bewegen. Volker drehte das Wasser an und ließ die Schläuche ins Becken. Er sah auf den Polizisten der erschrak und an den Fesseln zerrte als das Wasser ihn berührte. Kalvus ging zu ihm und nahm die Augenbinde ab. „ich will das du alles siehst.“ sagte er und sah zufrieden zu. „So… Gerkhan. Hier trennen sich unsere Wege. Ich hoffe Sie können lange genug den Atem anhalten. Ihre Freunde werden leider nur noch Ihre Leiche finden.“ Kalvus ging. „Sie wollen Ihre Tochter also gar nicht mitnehmen? Sie sind ein schlechter Vater!“ schrie der Polizist und traf Kalvus damit ziemlich empfindlich. Er sprang ins Becken und trat auf den gefesselten Mann ein. Immer wieder holte er mit seinen spitz zulaufenden Schuhen aus und traf Semir in die Rippen und auch ins Gesicht.

    BIST DU WAHNSINNIG????????


    Positiv: Ein Hammer Einstieg in die Geschichte! Du bist ja wahnsinnig ;) ...
    Negativ: Zu kurz... und an dieser Stelle aufzuhören... fies...

    Wieso soll Semir denn Ben erschießen??? HILFE!

    Ich freu mich wieder was von dir zu lesen!!!

    Genau.... es ist schön was zu lesen.... aber Tina.... ich bitte dich.... schreib sofort weiter und schreib dass es nur ein Traum ist... .bitte ;(

    Tina, ich freu mich wirklich wieder was von dir zu lesen, aber ich in ja jetzt schon mit den Nerven am Ende!!! Das kannst du nicht tun! ;(

    Nein das kannst du auch nicht... wie soll ich denn da gesund werden? Tina bitte im Namen meiner Gesundheit.... stell noch einen Teil ein....sofort! Sonst wachte ich morgen nicht mehr auf und dann erfahren meine Leser doch garnicht was mit Semir noch so passiert in meiner Story.... kannst du das verantworten???? ;)

    Für die fleißigen Feeder: Hier noch einen letzten teil für heute...

    Semir rannte um sein Leben. Er versuchte Luft in die Lungen zu pumpen. Es ging nicht. Der Wagen hatte ihn nun schon dreimal überholt, doch der Mann darin machte keine Anstalten auszusteigen. Semir konnte nicht mehr. Seine Lungen taten weh. Er hatte mittlerweile festgestellt, dass es kein Entkommen gab. Der Wagen war immer schneller und das alles hier von seiner angeblich geglückten Flucht war geplant. Er sah ein, dass er in eine Falle geraten war. Der Fahrer belauerte ihn. Er stand Semir genau gegenüber und schien nur darauf zu warten, dass er weiter rannte, doch er wollte nicht mehr, konnte nicht mehr. Semir kniete sich einfach hin und nahm die Hände in den Nacken. Er gab auf. Er sah wie der Mann sein Handy nahm und telefonierte. Vermutlich mit Kalvus, denn nur kurz drauf stieg der Mann aus und richtete die Waffe auf Semir. Dieser schloss die Augen. Sollte er doch abdrücken. Alles war besser als wieder in Kalvus Haus zu sein, doch der Mann hatte gar nicht vor Semir zu erschießen. Er warf ihm eine Kette mit Handfesseln zu. „Festmachen!“ befahl er. Semir tat was befohlen. Der Mann, der sich als der Foltermeister von Kalvus zeigte, zerrte an der Kette und zog Semir bis zum Wagen. Semir wollte einsteigen ohne sich zu wehren, doch der Mann rammte ihn die Faust in den Magen und stieß ihn zu Boden. Semir blieb liegen und sah ihn an. „Du läufst!“ lachte er und machte die Kette an der Stoßstange fest. Semir verstand erst nicht, was der Mann von ihm wollte. Als er dann einstieg und den Wagen startete, anfuhr und er durch den Ruck über den Boden gezogen wurde, ahnte er was passieren sollte. Er versuchte aufzustehen, doch jedes Mal, wenn er es geschafft hatte, fuhr der Wagen so ruckelnd an, dass er wieder stürzte. Der Wagen schien absichtlich Gas zu geben. Semir wurde ein Stück hinterher gezerrt und schürfte sich dabei die Haut ab. Dann bekam Semir die Chance aufzustehen. Der Wagen verminderte sein Tempo und zerrte Semir erbarmungslos hinter sich her. Keine Chance sich zu lösen, sich zu wehren. Einfach nur einen Fuß vor dem Anderen. So ging es weiter zurück zu Kalvus Haus. Nach einiger Zeit gab Semir auf. Er knickte ein und ging zu Boden. Der Fahrer bemerkte es sicherlich, doch er fuhr einfach weiter und zog Semir über den steinigen Boden.

    Ben hatte eine Hundertschaft zur Unterstützung bekommen. Doch er musste vom Büro aus koordinieren. Kalvus sollte nicht vorher wissen, dass man wusste wo er sich befand. Denn dann war Semirs Leben keinen Pfifferling wert. Außerdem könnte es durchaus sein, das Semir sich noch einmal meldete und dann musste Ben vor Ort sein. Er schickte die Truppen in verschiedene Gebiete, die in Frage kommen konnten, doch jedes Mal bekam er die Nachricht „negativ“. Ben ließ sich resigniert auf seinen Stuhl sinken. „Wo zum Teufel soll ich denn noch suchen….“ stöhnte er. Susanne sah ihn an. „Ben… gib nicht auf. Du wirst ihn finden. Und du wirst ihn befreien. Kalvus ist ein Teufel. Er geht über Leichen und Semir wird sicher seine ganze Wut zu spüren bekommen. Vielleicht ist es doch besser, wenn wir die Tochter zu ihm geben. Und zum Austausch Semir verlangen.“ Schlug Susanne vor. Ben sah sie müde an. „Vielleicht hast du Recht. Aber dazu muss der Mistkerl sich erst einmal melden. Und so lange er das nicht tut, kannst du dir sicher ausmalen, was er mit Semir macht. Vielleicht ist er sogar schon…dem Tod näher, als dem Leben…“ kam leise von Ben. Susanne ging zu ihm und nahm ihn in den Arm. „Hey… du wirst ihn finden. Dieser Mistkerl hat es verdient zu sterben. Er unterdrückt alle und tötet… dieser Mann hat es verdient zu sterben. Verstehst du? Und ich bin mir ganz sicher, dass Semirs Hoffnung allein auf dich beruht. Er vertraut dir…. Enttäusche ihn nicht. Auch Andrea hofft, dass du ihn findest…“ redete Susanne auf ihn ein. Ben sah sie an. „Aber wo soll ich ihn den finden?“ fragte er hoffnungslos. „Du wirst ihn finden, glaub daran. Du wirst es schaffen, Ben…“ beschwor Susanne ihn.

    Doch Semir ahnte nicht, das Kalvus über jeden seiner Schritte informiert wurde. Überall in diesem Waldstück waren Kameras und nahmen jedes kleinste Stück darin auf. Kalvus saß vor den Monitoren und lachte leise. „Na dann kannst du jetzt zur Straße laufen. Aber pass auf bei wem du einsteigst…“ Er sah wie der Polizist tatsächlich die Straße erreichte. Die war natürlich menschenleer, denn sie gehörte zu seinem Gebiet und war eigentlich abgesperrt. Aber er hatte ja genügend Leute auf der Straße und sicher glaubte der Bulle er könnte entkommen. Kalvus griff zum Funkgerät. „Ihr fahrt nun los. Mark… du fährst an ihm vorbei. Er soll doch glauben, das wir auf einer öffentlichen Straße sich. Lukas…. Du hältst kurz an und fragst, was du tun kannst, aber sobald er einsteigen will, gibst du Gas. Wolfgang du versetzt ihn einen Schrecken, er kennt dich ja und wird versuchen abzuhauen. Jag ihn mit dem Wagen! Und dann kommt der größte Spaß. Er darf hierher laufen. An den Wagen gekettet und sagen wir bei 40 km/h. Bring ihn zu mir.“ gab er die Befehle. Ein kurzes OK von allen die angesprochen waren sagten ihm, dass sein perfider Plan in allen Details ausgeführt wurde. Kalvus lehnte sich zurück. „So und nun wirst du dir bald wünschen nie geboren worden zu sein. Ich mache dich fertig und du wirst mich anwinseln. Na los weiter. Du wirst gleich das Loch im Zaun sehen und die Autos die dich jagen…..“ lachte Kalvus gehässig.

    Semir kam tatsächlich an dem Loch an. Er schlüpfte hindurch und sah gerade noch ein Auto kommen. Er mobilisierte seine Kräfte und stellte sich an den Straßenrand. Er hob wedelnd die Arme. Doch das Auto fuhr vorbei. Semir stand an der Straße und sah sich unschlüssig um. In welcher Richtung sollte er gehen? Welche führte wieder zu Kalvus? Er entschied sich erst einmal nach Norden zu laufen. Es dauerte eine Weile bis das nächste Auto kam. Semir hob wieder den Daumen. Das Auto hielt tatsächlich an. Semir wollte die Tür öffnen und sah den Fahrer an. Dieser schien zu erschrecken, gab Gas und raste davon. Da Semir bereits den Türgriff gefasst hatte, wurde er durch die Anfahrt zu Boden gerissen. „Mistkerl!!“ stieß Semir aus und rappelte sich wieder auf. Er ging weiter die Straße entlang. Semir konnte den Mann verstehen, so wie er aussah, hätte er sich auch nicht mitgenommen. Langsam spürte er wieder den Hunger und den Durst. Dann kam ein weiteres Auto. Doch diesmal gefiel es Semir überhaupt nicht. Denn den Wagen kannte er. Er stieß einen Fluch aus und wollte in den Wald verschwinden. Doch es gab nur noch freie Fläche. Der Wagen hielt direkt auf ihn zu. Semir rannte los. Wenn der Wagen ihn jagte, würde er auf jeden Fall verlieren. Doch jetzt hieß es erst einmal weg hier. Er schlug Harken… doch der Wagen holte auf. Semir rannte so schnell er konnte. Plötzlich spürte er einen Schlag in der Hüfte. Er stürzte und schrie auf. Der Wagen hatte ihn gestreift. Semir rappelte sich auf und rannte in die andere Richtung. Hier war er im Vorteil, denn der Wagen konnte nicht so schnell wenden. Semir schaffte einen kleinen Vorsprung.

    Ben lief nervös auf und ab. „Wir müssen doch was tun. Der Mistkerl macht Semir fertig!“ schrie er Anna an. „Ben… wir tun alles was wir können. Die Kollegen in Holland suchen Kalvus überall. Wir selbst…“ erklärte Anna ruhig. „Ja sicher! Wir dürfen nicht ermitteln. Mir ist so ziemlich egal, was wir nicht dürfen. Wenn wir nichts unternehmen, dann ist Semir tot! Wollen Sie Andrea erklären, dass die holländischen Kollegen leider nichts tun konnten und uns aus bürokratischen Gründen die Hände gebunden sind? Tut mir Leid… Andrea… aber Semir ist …“ Bens Stimme stockte. Er sah Anna an und hob resignierend die Arme. „Entschuldigung…“ sagte er leise. Anna lächelte. „Ist schon gut. Kalvus wird Semir leben lassen, solange er seine Tochter noch nicht hat. Lysanne Kalvus ist unser Pfand.“ beschwor sie den jungen Kollegen. Ben nickte. „Ja sicher…“ meinte er nur. Er glaubte nicht daran. Er hatte Kalvus gesehen, wie er mit Verrätern und Leuten umging, die er nicht mochte. „Chefin… ich möchte Kalvus suchen… bitte… Semir hat allein keine Chance…“ bat er. Das Telefon klingelte. „Engelhardt…“ meldete Anna sich. „Ja van den Looden.. Frau Engelhardt, wir haben einen Hinweis erhalten, das Kalvus sich in der Kölner Umgebung befindet. Die Quelle ist sehr zuverlässig. Wir konnten noch herausbekommen, dass es ein sehr waldiges Gebiet ist. Vermutlich weit abgelegen von der Straße. Eventuell wenn man den Informationen traut ein Grundstück mit Privatstraßen.“ erklärte der Anrufer. Anna legte auf. Sie sah Ben an. „Sie haben Ihre Möglichkeit. Kalvus soll sich in Köln befinden. Privatgrundstück mit Privatstraßen. Nehmen Sie sich die Karte vor und graben Sie jedes Stück Grün in und um Köln um.“ befahl sie. Ben sprang auf und verschwand.

    Kannst du vielleicht noch nicht so viel mit der neuen Chefin anfangen, da Anna Engelhardt noch immer auftaucht? ;) Oder hast du die Geschichte noch zuvor geschrieben? Hoffe, das klingt jetzt nicht zu neugierig. :S

    Na kein Problem.... Diese Story ist schon lange vor Kim Krüger geschrieben worden.... da gab es sie noch gar nicht. Von daher kann sie auch nicht in den Storys auftauchen.

    Ähm... sicher das das wirklich Kalvus war?! :huh:
    Vielleicht haben Außerirdische ihn entführt und ihn durch einen netten Alien ersetzt?
    Aha, also steckt Taifun dahinter? Oder Kalvus selbst?
    gefühlte 50 Millionen Fragen rufen: weitermachen! Und ich stimme ein! :D

    Das wollte ich auch eben wissen. Also Kalvus so zu sehen... da steckt doch was dahinter... Will er vielleicht sogenannter Beschützer spielen? Kalvus für Semir? Das glaub ich irgendwie nicht. Und diesen Tayfun (sorry leichte Korrektur, eine Angwohnheit, weil ich türkische Kollegen mit diesem Namen habe, die sind aber alle ganz lieb. ;) ) mochte ich auch nicht.

    Kalvus lachte leise. Wie schön das alles so gut klappte. Sein Komplize betrat den Raum und nahm ihm die Fesseln ab. „So… und nun werden wir die Jagd eröffnen. Aber gib ihn den Glauben, dass er eine Chance hat. Nicht das die Jagd so schnell vorbei ist. Mark soll sich bereit machen an der Landstraße zu stehen und dann los fahren, wenn unser Freund denkt er kann entkommen. Luis soll sich an die Parallelstrasse stellen. Ich will ihm keine Möglichkeit geben, von meinem Grundstück zu kommen. Sind die Tore gesichert?“ Kalvus sah Wolfgang an. „Ja… alles dicht. Er kann nicht raus. Die Zäune stehen unter Strom. Das Loch ist natürlich isoliert. Er wird es sicher schnell finden.“ lachte Wolfgang. Die Flucht von Semir Gerkhan war bis ins kleinste Detail geplant. Kalvus steckte sich eine Zigarre an. „Wie schön, dass Menschen so einfach zu durchschauen sind. Ich möchte ihn in sechs Stunden wieder hier haben. Und dann fängt das Spiel von vorn an. Gerkhan wird sich wünschen mir niemals begegnet zu sein. Er wird wenn er wieder in seinem Raum ist Bekanntschaft schließen mit dem Teufel in Person. Jäger freut sich bereits auf die Begegnung.“ lachte Kalvus. Wolfgang nickte und machte sich daran, die Befehle von Kalvus auszuführen. Kalvus lehnte sich zurück. „Mein lieber Freund… du wirst dich wünschen zu sterben, wenn ich dich wieder in die Finger bekommen. Aber ich werde mir sehr viel Zeit lassen, bis ich dir den Gnadenstoß gebe. Im Gegensatz was der Volksmund behauptet, das Sterben sei einfach, werde ich dir als Gegenteil zeigen.“ sagte er leise. Für ihn war die Rache das Schönste was er sich vorstellte.

    Semir lief langsam weiter. Ständig darauf bedacht, nicht gesehen zu werden. Er horchte ob er Verfolger ausmachen konnte, doch scheinbar hatte Kalvus diese Flucht doch nicht geplant. Es war ein glücklicher Zufall dass er entkommen konnte. Er lief langsam weiter. Sein Körper schrie nach Nahrung. Doch er hatte ja nichts mitgenommen. Es ging ihm eigentlich viel zu langsam voran. Plötzlich zuckte er zusammen. Was war das? Er horchte. Oh ja… das würde er jederzeit erkennen. Es war ein Auto… Die Straße konnte nicht mehr weit sein. Ein Hoffnungsfunke flammte auf. Allein konnte er nichts gegen die Schergen von Kalvus ausrichten. Er brauchte Hilfe. Und die fand er nur, wenn er von hier weg kam. Er fing an zu frieren. Erst jetzt merkte er wie kaputt er wirklich war. Sicherlich sah er auch schrecklich aus und könnte sogar verstehen, wenn er von niemand mit genommen würde. Aber er brauchte lediglich ein Telefon. Mehr nicht. Er achtete nicht sehr intensiv auf den Boden und rutsche einen kleinen Hang runter. Hier schien jemand Glasscherben verstreut zu haben. Zumindest fügte Semir sich ein paar Schnitte an den Armen zu. Aber er ignorierte den Schmerz und kam sofort wieder auf die Beine. Ein Blick auf die Uhr, zeigte ihm dass es schon fast wieder dunkel wurde. Er war schon seit Stunden unterwegs. Dabei hatte er das Gefühl gehabt gerade erst aus der Hölle entflohen zu sein. Das Autogeräusch schien nicht mehr weit weg zu sein. Er lief weiter.