Beiträge von Elvira

    Semir positionierte die Puppen auf dem Rücksitz. Er setzte sie so, dass jeder Außenstehender denken musste, dass hinten Menschen saßen. Er sah zu Tom und Hartmut, die bereits im Wagen von Hartmut Platz genommen haben. „Okay…, ich fahre zuerst los. Der Schatten, den wir haben, wird mir bestimmt folgen. Wenn nicht, dann sehen wir uns hier in der PAST“, sagte er. Tom sah ihn besorgt an: „Ich will hoffen, dass wir uns wieder sehen. Lass dich bloß nicht erwischen. Das ist nämlich was de Clerc will. Ein Druckmittel um Sandra zu überreden, die Unterlagen herauszugeben. Ich denke mal, denen ist es egal ob es Hartmut ist oder ein Anderer.“ Semir nickte ernst, ging zum Mercedes und fuhr los. Tom meldete sich bei Anna: „Semir fährt gerade los. Sind Herzberger und Bonrath auf Position?“ „Ja sicher!“, hörte er die Chefin sagen. Hartmut sah ihn erstaunt an. „Ihr wisst dass ihr einen Schatten habt?“, fragte er ungläubig. Tom nickte. „Aber das muss dich nicht interessieren. Wir haben alles im Griff“, beruhigte er ihn und schaute auf die Uhr.

    Semir fuhr vom Parkplatz. Bevor er auf die Straße bog, sah er sich nach allen Seiten um. Nichts deutete auf den Verfolger, aber er wusste, dass es einen gab. Erst auf der Autobahn sah er ihn. Ein eisblauer Lieferwagen. Er sah, dass der Wagen versuchte unauffällig zu bleiben. Doch Semirs geschultes Auge sah direkt, das der Wagen an ihm dranhängte. Der Fahrer des Wagens versuchte ihm nämlich so unauffällig zu folgen, dass es wiederum schon wieder auffiel! „So…, mach dich darauf gefasst, dass du zum letzten Mal jemanden verfolgt hast“, grollte er leise und gab Gas. Doch der Verfolger war hartnäckig und blieb dran. Semir griff zum Mikro. „Hotte! Dieter! Wo seid ihr jetzt?“, wollte er wissen. „Semir! Wir stecken in der Ausfahrt fest. Hier hat es direkt vor uns einen Unfall gegeben!“, hörte er Dieters verzweifelte Stimme. Semir verdrehte die Augen: Das konnte auch nur Dieter und Hotte passieren! „Alles klar…“, seufzte er ergeben. Dann fügte er im dringenden Ton hinzu: „Aber seht zu, dass ihr schnell aufholt. In dem Wagen der mir folgt sind drei Mann. Allein schaff ich es nicht!“ Er sah in den Rückspiegel. Der Lieferwagen setzte zum Überholen an. „So einfach mache ich euch das nicht…!“, knurrte er leise und trat das Gaspedal durch. Der Wagen machte einen kleinen Satz nach vorn und schnurrte los. Die Verfolger holten trotzdem auf. Semir griff wieder zum Mikro. „Hotte! Dieter! Macht hinne!!“, rief er eindringlich. „Wir sind schon bei KM 184. Wo bist du?“ „Bei 315! Scheiße!“, fluchte Semir, als der andere Wagen ihn rammte. Er verlor das Mikro und versuchte, nicht die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.

    Semir blickte Tom an, als Bocour weggebracht wurden. „Der schweigt. Aber wohl eher aus Angst. Er hat vor irgendwas Angst“, mutmaßte Semir. „Die Frage ist nur, wovor?“, zuckte Tom ratlos mit den Schultern. „Na, vor de Clerc“, antwortete Semir. „Wenn der wirklich so eine große Nummer ist, kann ich das sogar verstehen.“ „Ja, in Frankreich… Aber hier…?“, gab Tom zu bedenken. „Wir müssen unbedingt mit den Kollegen von Interpol Kontakt aufnehmen. Die sollen de Clerc mal vorladen.“ „Meinst du, das bringt was?“ Zweifelnd zog Semir die Stirn in Falten. Andrea kam ihnen entgegen. „Ihr sollt zur Chefin. Mit Hartmut“, ließ sie die beiden wissen. „Ja okay… Hartmut ist nur mal eben für Königstechniker“, meinte Tom und deutete mit dem Daumen über seine Schulter. Andrea lächelte ihn strahlend an: „Na, dann holt ihn.“ Tom und Semir stöhnten auf, ergaben sich aber ihrem Schicksal und gingen in Richtung der Toiletten, wo gerade die Spülung betätigt wurde. Hartmut kam raus. „Oh,… da seid ihr ja! Ich wollte euch noch mal Danke sagen. Ihr habt echt ’ne klasse Arbeit geleistet“, begrüßte er sie. „Na, ist doch keine Sache gewesen“, wehrte Semir mit einem verlegenen Lächeln ab. „Hartmut, die Chefin hat grünes Licht gegeben. Sandra ist schon bei der Chefin. Sie wird in eine Schutzwohnung gebracht. Du kannst mit ihr dort hin“, erklärte Tom. Hartmut sah beide an. „Ja, aber was ist denn mit meiner Arbeit? Ich meine…“ „Hartmut,… die KTU hat doch wohl genügend Leute. Die werde doch mal ein paar Tage ohne Dich auskommen… In der Zwischenzeit machst Du Dir ein paar schöne Tage mit Sandra.“ Semir zwinkerte verschwörerisch: „Vorflitterwochen, wenn du so willst.“ Hartmuts Gesichtsfarbe machte mit einem Mal seinen Haaren Konkurrenz. Hastig räusperte er sich: „Wenn ihr das so seht… Könnte vielleicht ein Test sein, ob wir beide miteinander auskommen.“ Tom und Semir kicherten in sich hinein. Für Hartmut musste immer erst alles mit einem Versuch erprobt, mit einem Test überprüft werden oder mit einem Experiment bestätigt werden! Dann wurde Tom wieder ernst: „Du hast doch Lucy hier?“ „Ja, sicher…, wir sind doch mit beiden Autos hierher gekommen. Sie steht auf dem Parkplatz vorm Gebäude... Warum fragst du?“ In Hartmuts Stimme schwang Panik und seine Augen wurden vor Schreck tellergroß. Er kannte das: Immer wenn Tom oder Semir nach Lucy fragten, lag sein Wagen Stunden später in Einzelteilen in irgendeinem Graben! Doch zu seiner Beruhigung erklärte Tom jetzt: „Nun, ich vermute, dass wir bereits von de Clerc beobachtet werden. Du und ich, wir fahren mit Lucy. Semir nimmt meinen Wagen und folgt uns dann später.“ „Ah, ich verstehe!“ Hartmuts Augen leuchteten erleichtert auf und er lachte breit. „Ihr wollt eine falsche Spur legen.“ „Richtig!… Dazu brauchen wir nur noch zwei Dummies. Die werden unsere Klamotten tragen und dann kommen die zu Semir ins Auto, damit er nicht so allein ist!“ Tom grinste Semir an. Dieser nickte. „Also gut…, ich fahre mit dem CLK und ihr fahrt…, na ihr wisst schon. Aber lasst mir etwas Zeit. Sonst fliegt es zu schnell auf“, meinte er dann nur und verschwand.

    André, Marc und Jacques standen in Sichtweite des Mercedes auf dem Parkplatz der PAST. „So…, dann werden wir unserer Madam doch mal ein Tauschobjekt anbieten. Sobald der Mercedes losfährt, werden wir uns anhängen und die Herren bitten, unsere Gäste zu sein. Sicher werden sie zustimmen. Ihren Freund aus unseren Fängen zu retten, ist dann Sandras Aufgabe. Sie wird sicher ja sagen und uns die Papiere und Fotos überlassen. Und dann heißt es ‚Au revoir’ für beide“, lachte André und überprüfte seine Waffe. Marc sah ihn an. „Die sind doch sicher auch bewaffnet!“, gab er zu bedenken. André nickte. „Na sicher…, aber wir werden dafür sorgen, dass sie nicht zum Schuss kommen. Lass mich nur machen. Wir bekommen diesen Rotschopf schon“, meinte er selbstsicher. Dann sahen, sie wie der Wagen in die Werkstatt fuhr. „Ha…, die glauben wohl dass wir Scharfschützen auf den Dächern haben…“, lachte Jacques.

    „Nach was sieht das denn aus, Papa? Ich entlasse mich selbst. Semir braucht meine Hilfe...“ erklärte Ben seinem Vater, der mit offenem Mund dastand. „Das erlaube ich nicht. Ben! Du bist nicht in der Lage irgendwas zu tun. Herr Gerkhan kann sicher sehr gut auf sich selbst aufpassen. Du wirst hier liegen bleiben. Oder besser noch in eine private Klinik verlegt. Ich kenne da eine, wo du sehr gut aufgehoben bist..“ widersprach Konrad. Ben sah ihn grimmig an. „Ich will in keine Scheiß-Privatklinik. Ich will nicht in einem Krankenhaus liegen während mein Partner bedroht wird!“ schrie Ben laut, der wütend auf seinem Vater war. Scheinbar hatte Konrad Jäger es immer noch nicht begriffen, dass es nicht auf das Geld ankam. Es ist nicht immer Geld, was zählt. Konrad zuckte zurück. „Ich wollte doch nicht...“ fing er an. Ben sah ihn an. „Doch genau das wolltest du.... Papa... ich führe mein eigenes Leben. Wir haben uns auf der Hochzeit doch ausgesprochen. Es ist mein Leben!! Meins!!“ fauchte Ben seinen Vater an. „Also gut... ich halte mich aus deinem Leben raus. Ben.... ich mache mir doch nur Sorgen.....“ erklärte Konrad leise. Ben schloss die Augen. „Schon gut... entschuldige ich wollte dich nicht anschreien...“ bat er seinen Vater.

    Semir saß mit Kim im Büro. „Also wenn wir davon ausgehen, dass es eine Person sein könnte, die dadurch geschädigt wurde, weil ich eine andere Person ins Gefängnis gebracht habe, dann kommen ja tausende in Frage..“ stöhnte Semir. Kim sah aus dem Fenster. „Chefin?“ fragte Semir sofort. „Was? Ähm.... ja... sicher....“ stammelte sie. „Sind Sie in Ordnung? Ich meine geht es Ihnen nicht gut?“ wollte Semir wissen. „doch... sicher... ich bin okay. Das ganze hat mich nur etwas mitgenommen...“ erklärte Kim. Semir konnte das sehr gut verstehen. „Wenn dieser Mistkerl wenigstens den offenen Weg gehen würde und nicht so hinterhältig wäre, dann ...“ murmelte Semir. Kim lachte leise. „Das wäre dann doch wohl einfach oder? Aber ich denke es hat heute keinen Sinn mehr. Wir sollten Schluss machen. Wie geht es Ihrer Frau?“ wollte sie wissen. „Ich hoffe gut. Im Augenblick traue ich mich nicht hinzufahren. Wenn ich unter Beobachtung stehe, dann ...“ kam von Semir. „Ja ich denke es ist gut so... Semir... wir bekommen den Mistkerl und dann haben Sie auch wieder Ruhe. Fahren Sie mich nach Hause?“ bat sie. Semir nickte. Gemeinsam verließen sie die PAST und Semir ließ Kim vor der Haustüre ihrer Wohnung raus. „Schlafen Sie sich erst einmal aus und dann können Sie morgen zu Ben ins Krankenhaus fahren. Anschließend kommen Sie ins Büro.“ befahl sie. Semir nickte nur und verabschiedete sich. In Gedanken fuhr er nach Hause. Vor der Türe stellte er seinen Wagen ab und ging ins Haus. Wer zum Teufel war der Mann, der versuchte ihn mürbe zu machen. Wer wollte ihm und seiner Umwelt schaden?

    Mittlerweile war auch Frederík de Clerc in Köln angekommen und hatte sich in einem Hotel einquartiert. Er versuchte mit Pierre Bocour Kontakt aufzunehmen, doch dieser meldete sich nicht. Nur kurz darauf bekam er Besuch von seinen Leuten. „Chef…, wir haben gesehen wie Pierre abgeführt wurde. Er hat der Kleinen wohl etwas zu sehr auf den Zahn gefühlt. Zwei Bullen haben ihn festgesetzt“, berichtete André. Marc und Jacques nickten zustimmend. „Die haben ihn wie einen Schwerverbrecher abgeführt. Und die Kleine haben sie auch mitgenommen.“ De Clerc dachte nach. „Wisst ihr, wohin sie gebracht wurden?“, fragte er schließlich. „Nein… Wir sind ihnen nicht gefolgt….“, gab André leise zu. Wütend funkelte De Clerc ihn an. „Natürlich nicht! Da hättet ihr ja denken müssen!“, schnaubte er verächtlich. André wagte einen Versuch, seinen Boss zu besänftigen: „Chef,… aber wir haben die Nummer von dem Wagen, mit dem die Bullen Pierre weggebracht haben.“ „Ja, und? Was für ein Wagen ist das?“, raunzte de Clerc. „Ein blauer Mercedes CLK“, antwortete André. „Ja und? Habt ihr auch das Kennzeichen?“ „Ne- LK 3470.“ De Clerc nickte zufrieden. „Dann werden wir mal herausfinden, wer den Wagen fährt und wo dieser Bulle arbeitet.“

    „Frau Bertrand, wir können für Ihren Schutz sorgen. Das ist kein Problem. Aber Sie müssen sich an das halten, was wir Ihnen vorschreiben. Keine Spaziergänge ohne Begleitung. Keine Einkäufe, oder sonst irgendwas, dürfen sie allein machen. Keine Telefonate…“, erklärte Anna, als Sandra in ihrem Büro saß. Sandra senkte für einen Moment den Kopf, dann sah sie Anna entschlossen an: „Ihre Kollegen haben es mir bereits erklärt. Aber ich befürchte nur, dass de Clerc sich nicht davon abhalten lässt. Er hat seine Leute überall. Auch bei der Polizei. Es würde mich nicht wundern, wenn er bereits in Köln ist.“ In diesem Augenblick kam Andrea rein und reichte der Chefin ein kleines Stück Papier: „De Clerc hat vor vier Stunden in diesem Hotel in Köln eingecheckt.“ Sandra zuckte erschrocken zusammen und wollte fluchtartig von ihrem Stuhl aufspringen. Anna hob beruhigend die Hände: „Keine Angst, Frau Bertrand, Sie sind hier in Sicherheit!“ Auf den Zettel zeigend, erklärte sie: „Damit haben wir schon gerechnet und alle Hotels um Mithilfe gebeten.“ An Andrea gewandt, fragte sie: „Wo sind Tom und Semir?“ „Sie verhören diesen Pierre Bocour. Aber er streitet alles ab“, gab Andrea zur Auskunft. „Sie sollen zu mir kommen. Mit Hartmut!“, ordnete Anna Engelhardt an. Andrea drehte sich augenblicklich um, um die drei zu holen…

    So leute.... hier der nächste teil.....

    „Was ist, wenn Sie die Unterlagen haben?“, fragte Sandra erneut. Der Mann sah sie kalt an: „Wir drei werden eine Reise antreten, von der ihr Beide nicht wiederkehrt… Wo bleibt der Typ denn?“, fragte der Mann ungeduldig. „Er kommt sicher gleich“, versuchte Sandra ihn zu beruhigen. Sie hatte Angst, dass dieser Verbrecher Hartmut etwas antat. „Das hoffe ich sehr!“, fauchte der Mann. „Ich will hier nicht übernachten und mein Finger wird langsam nervös.“ Hartmut, der Sandras Hand hielt, blickte in ihre ängstlichen Augen und nahm all seinen Mut zusammen: „Hören Sie…, es ist ja noch nichts passiert. Ich meine…, wenn Sie jetzt aufgeben, dann… also ich könnte…“ Schnell verstummte er, als der Fremde ihn wütend ansah. Hinter dem Mann ging eine Tür auf und für einen kurzen Moment konnte Hartmut Semirs Gesicht erkennen. Es fiel ihm schwer, sich nichts anmerken zu lassen. Plötzlich klingelte es. Der Mann winkte mit der Waffe und Sandra stand auf. Während sie zur Tür ging, hielt der Mann die Waffe auf Hartmut gerichtet und spannte den Hahn. „Mach keinen Mist, hörst du!“, drohte er hinter Sandra her. Diese nickte nur ergeben.

    Semir ließ den Mann nicht aus den Augen. Er stand ziemlich mittig im Zimmer, drehte ihm den Rücken zu und seine Konzentration war in Richtung Tür gerichtet. Hartmut saß auf dem Sofa und rührte sich nicht. Verstohlen sah er Semir an und dieser machte mit der linken Hand die Geste für „sprechen“. Hartmut verstand und fing an, mit dem Mann zu reden. Während er ihn ablenkte, schlich sich Semir an ihn ran. Kaum stand er hinter ihm, drückte er dem Gangster seine Waffe in den Rücken. „Waffe weg und Hände hoch!“, sagte er scharf. Der Mann erstarrte und tat was Semir wollte. „An die Wand und Beine auseinander!“, kam von ihm auffordernd der nächste Befehl. Er half etwas nach, als der Mann bockte. Er tastete den Mann auf die übliche Weise ab und legte ihm Handschellen an. Tom kam mit Sandra in den Raum. Zuerst erschrak Sandra, war aber im nächsten Augenblick erleichtert. Sie schloss kurz die Augen und lief dann zu Hartmut. „Bist du in Ordnung?“, fragte sie und wie, um sich zu vergewissern, strich sie mit ihren Händen über sein Gesicht und seine Arme. Hartmut lächelte, nahm ihre Hände und küsste ihre Fingerspitzen. „Ja, ich bin okay!“, versicherte er ihr. Stolz wies er auf Tom und Semir: „Ich sagte doch, das sie sind gut sind.“ „Ja…, du hast Recht. Es sind wahre Freunde“, sagte Sandra mit belegter Stimme. Hartmut legte tröstend den Arm um sie: „Es ist vorbei. Es kann Dir nichts mehr passieren.“ Er ahnte nicht, dass dies nur ein Vorgeschmack auf das war, was noch kam…

    „So, und nun erzählen Sie mir, was Sie von den beiden wollten!“, forderte Semir nur kurze Zeit später im Verhörraum den Verhafteten auf. „Ich?“, fragte dieser naiv. Semir sah Tom genervt an. Er hasste es, wenn er den Verdächtigen immer alles aus der Nase ziehen musste. Auf ein Zeichen hin, übernahm Tom die weitere Befragung: „Ja sicher, Sie…, Pierre Bocour… Sie sind geboren am 14.02.1978 in Paris. Vorbestraft wegen diverser Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hier in Deutschland wie auch in Frankreich. Arbeiten Sie für Frederík de Clerc?“ „De Clerc? Kenne ich nicht“, antwortete der Mann gelangweilt. „Ich will meinen Anwalt.“ Tom beachtete den Einwand nicht und wollte weiter wissen: „Was wollten Sie von Sandra Bertrand?“ „Ich kenne sie aus Frankreich. Das heißt ihre Eltern… Was wollen Sie eigentlich von mir? Ich habe nichts getan, außer eine Freundin zu besuchen!“, begehrte Pierre auf. Semir beugte sich neugierig vor: „Ach, machen Sie solche Besuche immer mit einer Waffe in der Hand?“ Pierre schwieg. „Sie sind vorläufig festgenommen. Wegen unerlaubtem Waffenbesitz und Freiheitsberaubung. Führ ihn ab, Siggi!“

    Tja...die fleißigen Feeder... ich suche sie auch schon die ganze Zeit... so jetzt habe ich es auch geschafft zu lesen. Du fragst dich wo die Feeder bleiben? Also ich erkläre es dir jetzt mal aus meiner Sicht. Wie bitte soll man ein Feed schreiben, wenn sich die Tränen in den Augen sammeln? Man zittert vor Aufregung beim lesen dass man kein Buchstaben auf der Tastatur trifft. Also habt ihr Schuld, wenn es keine Feeds gibt. Nicht das es keine Leser gibt... nein... die Leser können nicht schreiben.... vor Trauer und Hoffnung und Angst... und... und....und....

    Ha.... 1.


    na Jenni.... ein schönes Vorwort was du da abgegeben hast... Die Story ist genau so wie ich sie mir von dir vorstelle.... Der Anfangstunt ist ja schon mal da.... super geschrieben wie immer. Irgendwann werde ich hoffentlich in den Genuss deiner 100. Story kommen... hat ja auch eine Weile bei mir gedauert. :D

    Bin gespannt wie es weiter geht... der Titel verspricht ja einiges...

    ich poste dann mal....was soll das sein? Ein Gedicht, dass sich nicht reimt? Zumindest erkenne ich schon in den Anfängen keinen Zusammenhang... wie wäre es, wenn du die Eingabe im Quellcode eingibst, dann hast du diesen Umbrüche nicht. Nur mal ein kleiner Tipp. Dann bitte Rechtschreibung insbesondere die Groß- und Kleinschreibung beachten.

    ich will dir den Mut ja nicht nehmen, ist lediglich meine Meinung

    Unterdessen hatten Semir und Tom das Okay von Anna bekommen und fuhren zurück zu Sandra und Hartmut, um ihnen die gute Nachricht zu überbringen. Nachdem sie geklingelt hatten, öffnete Sandra die Tür nur einen schmalen Spalt. „So…, das wäre geregelt“, sagte Semir und wollte in die Wohnung. „Ich habe es mir anders überlegt“, wimmelte sie ihn ab und blockierte den Eingang. „Hartmut hat wohl etwas übertrieben. Ich brauche keinen Schutz. Gebt mir bitte die Unterlagen zurück“, forderte Sandra. Semir sah sie alarmiert an. „Alles in Ordnung?“, fragte er vorsichtig. „Ja sicher…“, kam es viel zu schell von ihr. Tom bemerkte, dass sie sehr nervös war. „Wo ist denn Hartmut?“, erkundigte er sich. „Er ist gegangen. Vor ungefähr fünf Minuten.“ Semir warf Tom einen Blick zu und in dessen Miene war deutlich zu lesen: Hier stimmte etwas nicht! „Was ist denn los?“, fragte Semir forsch. „Du warst doch eben noch begeistert davon, wenn de Clerc in den Knast wandert. Warum dieser Sinneswandel?“ Dabei versuchte er mit einem Blick in den Spiegel, der im Flur hing, zu erkennen, was in der Wohnung passierte. Er konnte Hartmut in gespannter Haltung auf dem Sofa sitzen sehen. Es schien aber noch eine andere Person im Raum zu sein. Hartmut starrte nervös in eine Ecke. „Ich habe mich geirrt. Gib mir bitte die Unterlagen!“ Sandras Stimme klang kühl, aber ihre Augen flehten, ohne dass sie es wollte, um Hilfe. „Die habe ich im Auto. Ich muss sie erst holen“, erklärte Semir stockend, während in ihm eine Idee aufkeimte. Auffordernd wedelte Sandra unterdessen mit der Hand: „Ja! Dann zu.“ Semir machte zu Tom mit dem Kopf ein Zeichen zum gehen. Dieser sah ihn nur fragend an. Langsam schloss Sandra die Tür. Augenblicklich Semir zog Tom raus.

    „Kannst du mir mal erklären, was das soll?“, wollte Tom ungehalten wissen, als sie vor dem Haus standen. „Da ist doch was faul!“, fauchte Tom. „Ich weiß!“, zischte Semir und zog ihn etwas weiter weg. „Hartmut sitzt im Wohnzimmer und wird anscheinend bedroht. Sandra hatte Angst. Hast du das nicht bemerkt?“, fragte er, während er zur Rückseite des Hauses ging. Sandra wohnte im Halbparterre und so war es einfach in die Zimmer zu sehen. Semir zog sich an der Fensterbank hoch und warf einen Blick in den Raum. Es war das Schlafzimmer. Das Fenster war nur angelehnt und als Semir es berührte, schwang es auf. Skeptisch sah Tom ihn an: „Was willst du denn jetzt machen?“ Semir grinste: „Ich will wissen, wer den Beiden das Leben schwer macht. Mehr nicht. Heb mich hoch!“ Tom stellte sich mit dem Rücken an die Wand und machte Räuberleiter. „Hey,… du willst doch wohl nicht den Helden spielen, oder?“ Semir gluckste: „Was heißt denn spielen…? Ich bin einer!“, und schwang sich ins Zimmer. „Pass bloß auf, Du Held!“, spottete Tom. „Der könnte bewaffnet sein… Oder es könnten mehrere sein. Soll ich nicht lieber auch mit rein?“, flüsterte er besorgt hinterher. „Nein…, ich mach das schon. Hol du die Unterlagen und bring sie rein. Lenk sie ab und wir werden von beiden Seiten angreifen“, kam es von Semir ebenfalls leise zurück.

    Auf der Fahrt zur PAST stöhnte Semir kurz. „Schon zwei Uhr durch… Wie gut dass wir erst heute Abend zum Dienst müssen.“ Tom nickte nur. Wenig später waren sie in der PAST. Anna sah auf, als die beiden ihr Büro betraten. „Was machen Sie denn noch hier?“ fragte sie mit hochgezogenen Augenbrauen. „Das gleiche könnte ich Sie fragen“, erwiderte Semir zur Antwort. „Nun…, ich hatte noch etwas zu erledigen“, rechtfertigte sich die Chefin. „Aber Sie sind doch nicht hier, um nach mir zu sehen, oder?“ „Nein, deshalb nicht“, schüttelte Tom mit dem Kopf. „Nein… Es geht um Hartmuts Freundin. Sie hat ein kleines Problem“, erklärte Semir und setzte sich Anna gegenüber. „Hartmuts Freundin?“ Das Erstaunen in Annas Stimme war echt. Tom grinste: „Ja,… er hat eine Freundin. Eine richtig hübsche sogar!“ Semir verdrehte die Augen und wandte sich wieder ernst an seine Vorgesetzte: „Also, diese Freundin ist Französin. Ihre Eltern waren Angestellte von Frederík de Clerc, dem Drogenhändler. Also, ich meine damit den größten französischen Drogenhändler.“ Überrascht beugte sich Anna nach vorn: „Der Name sagt mir etwas. Doch was hat das mit Hartmuts Freundin zu tun?“ Semir erzählte ihr, was er aus Sandras Erzählung wusste und fügte am Ende hinzu: „… und diese Freundin hat nun Unterlagen, die ausreichen, um de Clerc endlich in den Knast zu bringen! Er ist untergetaucht und derzeit unerreichbar für die französischen Behörden.“ Anna hörte schweigend zu und dachte einen Augenblick nach. „Das ist ja alles schön und gut. Gibt sie uns denn die Unterlagen?“, wollte sie von Tom und Semir wissen. Semir nickte: „Ja, aber wir müssen die Frau unbedingt schützen. Sie wurde bereits mehrmals bedroht und es ist nicht ausgeschlossen, das de Clerc sie ebenfalls töten will.“ „Verstehe!“ Sie warf ihnen einen ernsten Blick zu: „Sie beide wollen den Schutz übernehmen?“ Eifrig stimmten Tom und Semir dem bei. „Nun ich werde mit Interpol sprechen. Dort sollte man auf jeden Fall Bescheid wissen“, meinte Anna und griff zum Telefon. „Nein!“, rief Semir und Anna zog ihre Hand erschrocken zurück. Erklärend fuhr er fort: „Sehen Sie…, Sandra sagt, dass de Clerc Informanten bei der Polizei hat. Vermutlich sogar bei Interpol! Wenn Sie dort Bescheid geben, dann…“ „Semir! Ich kann das nicht allein entscheiden. Aber keine Angst…“, beruhigte ihn Anna. „Ich kenne dort auch jemanden.“

    Hartmut saß mit Sandra im Wohnzimmer. „Sag mal…, unsere Hochzeit… Ich meine…, also wir könnten sie ja nach der Sache angehen. Also, wenn du wirklich noch willst…“, stammelte er. „Hartmut, du bist ein komischer Kauz!“ lachte sie leise. „Ich sagte doch ja. Was willst du denn noch? Ich liebe dich, genau so wie du bist!“ Sie gab ihm einen innigen Kuss, den er leidenschaftlich erwiderte. Gerade als es anfing, sehr gemütlich zu werden, trat jemand die Tür mit lautem Krachen auf. Erschrocken zuckten die beiden zusammen und Hartmut sah in Richtung Tür. Ein Mann stand da und richtete bedrohlich eine Waffe auf die beiden. Sandra stieß einen leisen Schrei aus und der Mann richtete seinen Blick auf sie. „Wo sind die Unterlagen?“, wollte er barsch von ihr wissen. Hartmut, der Sandra schützend in den Armen hielt, stieß heftig aus: „Verschwinden Sie!“ Seine Stimme klang wütend und er versuchte seine Angst nicht zu zeigen. Mutig stand er auf und stelle sich dem Mann in den Weg. Der Mann lachte verächtlich auf. „Was willst du denn?“, fragte er und stieß Hartmut zurück auf das Sofa. Sich an Sandra zurückwendend, fauchte er: „Wo sind die Unterlagen? Und komm mir nicht damit, dass du sie nicht hast. Ich hab gesehen, dass du Bullen hier hattest. Das Blaulicht war im Auto nicht zu übersehen. Na, komm schon Kleines. Du willst doch nicht, das ich deinem Freund wehtue, oder?“ „Lassen Sie Hartmut in Ruhe!“, flehte sie mit zittriger Stimme. „Ich besorge Ihnen die Unterlagen… Aber bitte, tun Sie ihm nichts.“ Der Fremde lachte kalt. „Nun, ich denke das genügt mir leider nicht. Ich brauche schon mehr als nur dein Wort. Wenn die anderen wieder kommen, wirst du ihnen erklären, dass du es dir anders überlegt hast, klar?“ Er unterstrich seine Worte, indem er mit der Waffe eine drohende Geste in Hartmuts Richtung machte. Sandra schluckte schwer. „Lassen Sie uns dann gehen?“, fragte sie vorsichtig. Doch der Mann zuckte nur unschlüssig mit den Schultern und gab keine Antwort…

    Kim Krüger war die letzte in der PAST und verließ sie recht müde um neun Uhr am Abend. Sie wußte das Semir seine Familie in den Schutz des LKAs gestellt hatte. Er hatte eine schwere Zeit vor sich, denn da er nicht in ihre Nähe durfte falls sich Verfolger an ihn hefteten, fiel ihm sehr schwer. Sie hatte mit ihm einige Akten herausgesucht, wo es eventuell eine Spur gab, doch egal welchen sie auch durchnahm, es ergab keinen Sinn. Einige saßen noch im Gefängnis, andere waren verstorben. Nichts und niemand schien ihm etwas anhaben zu können. Kim stöhnte als sie sich in ihren Wagen fallen ließ. Sie startete den Motor und fuhr los. Doch sie schien über einen siebten Sinn zu verfügen. Etwas an ihrem Wagen stimmte nicht. Sie fuhr rechts ran, bevor sie den Parkplatz verlassen hatte und stieg aus. Irgendwas sagte ihr Renn!!! Renn so schnell du kannst. Sie nahm ihre Tasche und rannte vom Wagen weg. Nur wenige Sekunden später gab es eine Stichflamme und eine Explosion folgte. Kim ging durch die Druckwelle zu Boden und schützte sich mit den Händen. Die Flammen schlugen aus dem Ding, was vor kurzem noch ihr Privatwagen war. Kim setzte sich langsam auf und sah einfach nur ins Feuer. Sei war nicht in der Lage, sich zu bewegen. Sie spürte das Zittern im Körper und fing an zu weinen.

    Semir fuhr zur Past zurück. Er wußte das Kim noch da war. Mit ihr wollte er die nächsten Schritte planen. Doch bevor er noch den Parkplatz erreicht hatte, sah er den Feuerschein. "NEIN!!" stieß er aus und trat das Gaspedal weiter durch. Schnell hatte er den Platz erreicht und sah den Wagen in Flammen stehen. "CHEFIN!!!" schrie er. "hier.... ich bin hier..." hörte er Kim Krüger. Er sah sich suchend um. Dann sah er Kim am Boden sitzen. "Sind Sie okay?" fragte er sofort und sah sie prüfend an, als er sie auf die Beine zog. "Ja... mir geht es gut....gott das war knapp..." kam leise von Kim. "Was ist passiert?" wollte Semir wissen. "Ich wollte nach Hause und bin in meinen Wagen...starte den Motor und...ich weiß nicht. Etwas warnte mich und ich bin wieder raus. Als ich etwas weg war...mein Auto....es ist einfach explodiert..." kam stammelnd von Kim. Semir nickte. "Okay... ich rufe erst einmal einen Arzt...und dann soll Hartmut sich das Auto vornehmen... Ich wette, dass es unser große Unbekannte ist, der sich mit mir angelegt hat...Er hat mir geschworen, dass ..." kam leise von ihm. Kim schüttelte den Kopf. "Ich brauche keinen Arzt.... diesen Mistkerl schnappe ich mir... das können Sie mir glauben...." drohte sie.

    So nach gut sechs Stunden im Krankenhaus hier der nächste Teil...

    Zur gleichen Zeit öffnete Semir den Umschlag und nahm die Papiere raus. Er sah sich die Sachen an und pfiff anerkennend: „Das ist ja wie ein Sechser im Lotto!“ Er reichte die Papiere an Tom weiter. Nickend stimmte Tom seinem Partner zu, nachdem er ebenfalls Blick darauf geworfen hatte: „Oha..., sehr brisante Sachen! Wir sollten es umgehend der Staatsanwältin übergeben.“ Er sah Sandra fragend an: „Ist de Clerc in Deutschland?“ Sandra schüttelte den Kopf. „Nein..., er ist in Paris. Ich glaube nicht, dass man ihm hier was anhaben kann.“ Semir stand auf: „Da wäre ich mir jetzt nicht so sicher. Aber eins ist klar: Sandra, ist in Gefahr! Die Hochzeit wird abgesagt werden müssen. Tut mir leid, Hartmut...“ Semir stockte auf einmal und sah Sandra verlegen an. „Hartmut hat mir zwar einen Antrag gemacht und ich hab ‚Ja’ gesagt... Aber wir heiraten ja nicht sofort...“ Sie lächelte Hartmut verträumt an. „Hat de Clerc schon mal versucht, an die Unterlagen heran zu kommen?“, fragte Tom und riss Sandra in die Realität zurück. Sandra nickte: „Ja, schon mehrmals. Erst letzte Woche, da erzählte mein Kollege mir, dass ein Mann dort gewesen wäre und einen Umschlag abholen wollte. Mein Kollege wusste, wie wichtig dieser Umschlag für mich ist. Ohne mich vorher zu informieren hätte er ihn niemals rausgerückt und hat ihn abgewiesen. Vor einem halben Jahr wurde in meiner Wohnung eingebrochen. Ich vermute, es waren de Clercs Leute, die diese Unterlagen gesucht haben. Aber ich habe keine Beweise dafür. Ach ja,… und vor nicht mal acht Tagen hat man mein Auto aufgebrochen. Am hellen Tag... Niemand hat was gesehen! Die Scheiben waren eingeschlagen und das Auto völlig durchwühlt. Aber weder Autoradio, noch Navigationsgerät oder sonst etwas wurde gestohlen.“

    „Haben Sie den Einbruch in der Wohnung und das aufgebrochene Auto bei der Polizei angezeigt?“, fragte Tom. „Ich muss gestehen... nein, habe ich nicht.“ Verlegen schaute sie zu Boden. „Wisst Ihr, Tom..., Semir..., ich habe kein Vertrauen zu der Polizei. Weder zu der deutschen noch zu der französischen Polizei“, rechtfertigte sie ihre Entscheidung. „Dann sind die Spuren nicht gesichert worden.“ Enttäuschung klang in Hartmuts Stimme. „Nein... Hartmut“, sagte Sandra entschuldigend. „Ich wusste ja, das de Clerc mich nicht in Frieden lassen wird, genau wie meine Eltern. Er will die ganze Familie auslöschen.“ Semir beobachtete, wie sie nervös ihre Hände knetete und er spürte ihre Angst. „Es ist wirklich schade“, zuckte er bedauerlich mit den Schultern. „So hätten wir vielleicht einen Ansatzpunkt gehabt. Aber wie dem auch sei,… wenn wir es in die Hand nehmen sollen und vorausgesetzt, die Chefin gibt ihr Okay…“ er sah Hartmut viel sagend an, „... dann werden wir dich in einer Schutzwohnung unterbringen und bewachen. Hartmut wird der einzige neben uns sein, der weiß wo du bist! Keine Arbeit, keine Einkäufe... nichts, wo man dich bedrängen oder gar Schlimmeres antun könnte“, erklärte er Sandra ernst. Sie nickte ergeben: „Ich verstehe. Aber es ist kein Problem für mich. Ich habe eh noch sehr viel Urlaub stehen. Den werde ich jetzt nehmen.“ Tom stand auf. „Na, komm Semir.... Dann wollen wir die Chefin mal einweihen… Hartmut? Bleibst du über Nacht hier?“ Statt einer Antwort straffte Hartmut den Rücken und nickte entschlossen.


    FEEDS

    Jep, alles gut und selbst? ^^

    Klasse Teil! Einen Moment hab ich wirklich gedacht Ben verliert den Verstand! Den Typen einfach so aus dem Fenster zu halten *schüttel*
    Aber wenigstens weiß er jetzt wo Semir ist... der ist doch noch in der Hütte, oder?!

    Gibt´s heute noch was? *ganz lieb dreinschau* bitte! :rolleyes:

    Mensch Alex, da hast du ja schon alles geschrieben, was ich auch schreiben wollte... ^^
    Und Christopher..., mach bitte ganz, schnell weiter!!! Bitte... :thumbup:

    Ich stimme den Beiden zu... was ist mit Semir?

    Pierre sah, wie Sandra aus dem Haus kam. Doch diesmal in Begleitung eines anderen Mannes. Seine Neugier war geweckt. Wohin wollten die beiden? Unauffällig hängte er sich ran, als sie losfuhren. Schnell merkte er, dass es zum Labor von Sandra ging. „Was wollt ihr denn um diese Uhrzeit hier? Ist das etwa ein Kollege von dir? Und warum holt er dich ab?“, stellte er sich selbst murmelnd die Fragen. Er bemerkte, wie der Wagen auf das Firmengelände fuhr. Da er selbst nicht rauf konnte, wartete er vor dem Tor. Es dauerte nicht lange und die Beiden kamen wieder heraus gefahren. Nun fuhren sie zurück zum Haus und gingen hinein. Kaum hatte er geparkt, holte Pierre sein Handy hervor und rief de Clerc an: „Hier ist Pierre… Ich habe sie gefunden.“ „Gut gemacht, Pierre“, antwortete de Clerc zufrieden. „Schnapp sie Dir und bring sie zu mir“, forderte de Clerc. „Das geht gerade nicht“, druckste Pierre umher. „Sie hat im Augenblick drei Männer bei sich.“ „Drei?“, fragte de Clerc erstaunt. „Na, ich wusste doch, sie ist nicht so harmlos, wie sie tut… Was sind das für Männer?“, fragte er argwöhnisch. „Nun, der eine scheint ihr Freund zu sein“, ließ Pierre seinen Boss wissen. „Die Anderen kamen später. Ich werde mir den Wagen mal näher ansehen. Sie ist eben mit einem der Typen zur Firma gefahren und wieder zurück. Vielleicht haben die ja was abgeholt, was nun im Wagen liegt.“ Er stieg mit dem Handy am Ohr aus und ging zum Mercedes. Nach einem flüchtigen Blick ins Wageninnere, registrierte er die Funkanlage und das Blaulicht. Entsetzt riss er die Augen auf. „Verdammt, das sind Bullen!“, stieß er ins Handy. „Dann steht sie unter Polizeischutz“, fluchte de Clerc. „Wir müssen schnell tätig werden. Wir müssen die Kleine beseitigen. Von mir aus beseitige alle. Sie darf nicht reden! Oder warte…, nein…. Wir müssen erst wissen, was sie aus der Firma geholt haben. Unternimm etwas! Egal wie und was… ich nehme an, das es Beweise sind, die mich belasten. Also besorge sie mir!“ Pierre hörte das wütende Schnauben von de Clerc und versuchte ihn zu beruhigen: „Ja, okay…, bin dabei, Frederík… ich bin schon dabei…!“

    Frederík de Clerc knallte in seiner Villa, die am Stadtrand von Paris in einem parkähnlichen Garten stand, wütend den Hörer auf die Gabel. Diese verdammte Schlampe konnte ihn fertig machen und das durfte nicht passieren! ‚Na warte, ich werde nun härtere Geschütze auffahren. Du wirst Dir schnell überlegen, ob du irgendwelche Informationen an die Bullen weiter gibst’, grummelte er in Gedanken. „André,… Marc,… Jacques!“ rief er laut und kurz darauf kamen drei bullige Männer zu ihm. „Ihr werdet umgehend nach Köln fliegen. Ins gute alte Deutschland. Dort werdet ihr euch mit Pierre treffen und ihn unterstützen. Ich komme etwas später nach.“ André sah ihn an: „Worum geht es?“ Frederík fauchte: „Das wird euch Pierre erzählen, wenn ihr ihn trefft. Los, seht zu, das ihr loskommt!“ Zwanzig Minuten später fuhren die Männer zum Flughafen und stiegen in das nächste Flugzeug.

    Schließlich wandte sich Semir an Sandra. „Frau Bertrand, es ist zwar schön und gut, dass Sie uns alles erzählen, aber haben Sie Beweise für Ihre Anschuldigung?“, gab Semir zu bedenken. „Ich meine, de Clerc hat mit Sicherheit sehr gute Anwälte. Da ist mit Behauptungen nicht viel zu machen.“ Die junge Frau lächelte ihn zaghaft an: „Sagen Sie ruhig Sandra zu mir.“ Semir nickte. „Dann sind wir Tom und Semir“, lächelte er sie freundlich an. Sie fuhr ernst fort: „Ich habe aber Beweise! Meine Mutter hatte mir einen Umschlag gegeben, kurz bevor sie gefahren sind. Sie ahnte wohl, dass es diesen Unfall geben wird. Und das sie auf de Clercs Abschussliste standen, war ja nichts Neues. Er hatte schon sehr oft versucht, sie zu töten. Sogar mich! Dabei hatte ich mit der ganzen Sache bis dahin nichts zu tun und habe ihm nie etwas getan!“, kam leise von ihr. „Bist du de Clerc schon mal persönlich begegnet?“, wollte Tom wissen. „Ja sicher. Meine Mutter hatte mich mal mitgenommen. Er war sehr nett zu mir. Aber meiner Mutter hat das natürlich gar nicht zugesagt. Später habe ich erfahren, das er weit mehr von mir wollte, als nur meine Freundschaft.“ Sandra schüttelte sich vor Ekel. „Nun ja,… wie gesagt,… meine Eltern haben für ihn gearbeitet. Sie haben sehr viele Beweise gesammelt und diese befinden sich in einem Umschlag. De Clerc hatte vor einigen Monaten versucht, mich zu bekommen. Er hat einen gewissen Pierre Bocour auf mich angesetzt. Ich selbst habe ihn nie gesehen. Aber ich hatte einen Freund in den Reihen von de Clerc. Er warnte mich immer rechtzeitig, wenn Bocour mir auf der Spur war. So konnte ich immer früh genug fliehen und mich in Sicherheit bringen. Auch wenn es bedeutete, das ich schon dreimal umziehen musste. Aber wenigstens rettete es mir das Leben.“ Gedankenverloren hing sie einem Moment ihren Erinnerungen nach, dann sprach sie weiter: „Doch leider habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm. Es kann durchaus sein, das er inzwischen tot ist. Er sagte damals wörtlich, dass Bocour der beste Mann in de Clercs Reihen ist… Eiskalt, gnadenlos und ohne jede Skrupel soll er sein. Bisher hat er mich nicht bekommen. Das heißt aber nicht, dass es in Zukunft dabei bleiben wird.“ Sandra hob ihren Blick und schaute Tom und Semir traurig an. „Ich habe Angst. Aber ich kann der Polizei nicht vertrauen. De Clerc hat überall seine Kontakte. Auch bei der deutschen Polizei.“ Semir hörte den ängstlichen Unterton und konnte sich gut vorstellen, wie Sandra zur Polizei stand. „Versteht mich bitte nicht falsch. Hartmut sagte, man könne Euch trauen. Aber…, bisher habe ich nur schlechte Erfahrung mit der Polizei gehabt. Für mich sind alle käuflich. Jeder hat seinen Preis. Und de Clerc wird sicher nichts unterlassen, euch auch in sein Boot zu zerren.“ Verachtung machte sich bemerkbar. „Nun, wir sind keine Freunde von de Clerc“, versicherte ihr Tom. „Vertrau uns.“ Sandra sah ihn ehrlich an: „Ihr seid Hartmuts Freunde. Und er hat gesagt, man kann Euch vertrauen. Also tu ich es.“

    Semir nickte zufrieden: „Wo sind diese Beweise?“ „In meinem Spind an meiner Arbeitstelle. Ich habe sie in einen Umschlag getan. Da sind Bilder von de Clerc, seinen Geschäftspartnern und einige Analysen von neuartigen Drogen drin. Ich bin Chemikerin…“ Semir erinnerte sich an ihren Enthusiasmus in Hartmuts Labor, lächelte schief und murmelte: „Ja,… das hab ich mir schon fast gedacht. Also beruflich gesehen.“ Unterdessen fuhr Sandra fort: „…und was die Formeln der Drogen angeht… Ich weiß genau, um was es sich dabei dreht... Ecstasy ist nichts dagegen! Ich werde meine Eltern rächen, indem ich Ihnen beiden helfe, de Clerc für immer einzusperren“, erklärte sie entschieden. Semir und Tom blickten sich kurz an und wussten, das sie dasselbe dachten. „Okay…, dann sollten wir diese Beweise holen. Wie wäre es, wenn wir beide hinfahren und Tom und Hartmut warten hier auf uns?“, schlug Semir vor. Sandra sah Hartmut fragend an und dieser nickte ihr aufmunternd zu. Entschlossen stand sie auf: „Okay…, so werden wir es tun. Ich komme jederzeit ins Labor.“ Auch Semir erhob sich und machte eine ausholende Geste in Richtung Tür: „Gut, dann fahren wir.“ Sie verließen die Wohnung, stiegen in Toms Mercedes und fuhren los.