Beiträge von Elvira

    Semir räusperte sich. "Weißt du... Carina... vor einigen Tagen hatte ich die gleiche Botschaft gehört. Man sagte mir, ich würde nie wieder laufen können. Gut... ich spiele jetzt keinen Fußball, aber... ich liebe es über die Autobahn zu rasen. Als man mich aus den Trümmern zog und ich nach der OP aufwachte spürte ich meine Beine nicht. Ich dachte ich würde nie wieder meinen Job machen. Meinen Job, den ich so sehr liebe. Ich sah auf diese Anhängsel, die sich meine Beine schimpften und spürte nichts. Dann hab ich mir gesagt, dass ich mich nicht einfach abschieben lasse und fing an mich gegen diese Gedanken zu wehren. Okay.. .ich hatte das Glück, das meine Nerven nicht geschädigt sind, aber... was ich damit sagen will... wenn du es willst, dann kannst du auch andere Ballsportarten machen. Im Rollstuhl, wenn es sein muss. Aber du musst es wollen. Zeige den Ärzten dass sie sich irren. Zeige ihnen, dass du wieder laufen willst. Es wird vermutlich lange dauern, aber es wird sich lohnen. Du bist noch jung..." versuchte Semir sie aufzumuntern. Tatsächlich hörte Carina auf zu weinen. "Weißt du... eigentlich sitze ich immer ganz hinten im Bus. Nur heute... wollte ich einmal vorn sitzen. Ein einziges Mal wollte ich diesen Platz beim Fahrer haben... und ausgerechnet dann passiert der Unfall. Warum ist er nicht passiert, als Dominik dort saß? Warum nicht als Andrea dort war? Warum dann wenn ich dort bin...?" fragte sie leise. "Es liegt nie in unserer Macht. Es ist Schicksal und wer weiß... vielleicht wollte dein Schicksal dass es passierte. Dass es heute passierte. Vielleicht wartete eine sehr große Aufgabe auf dich, die du eben nur ohne Laufen lösen kannst." erklärte Semir einfühlsam. Carina lachte bitter auf. "Was für ein Trost.... ich kann zwar nicht laufen, aber ich bin was.... ganz toller Tausch." sagte sie bitter.

    "Verdammt Hotte... er muss doch irgendwo sein." stieß Dieter aus und sah sich verzweifelt um. "Alles bringt nichts. Wir fahren zu Ben und werden auf ihn aufpassen. Wenn Ben nämlich Recht behält, dann wird dieser Sebastiano dort auftauchen. Und wie der Typ drauf ist, weißt du ja. Er hätte es fast geschafft, Semir zu töten." gab Hotte bekannt. Dieter nickte und lenkte den Porsche in Richtung Bens Wohnung. Vor der Tür suchten sie die Gegend ab. "Hier ist sein Wagen nicht zu sehen." stellte er fest. Hotte lachte leise. "Meinst du nicht, dass er den Wagen tauschen wird? Er ist nicht blöd. Ich hoffe nur nicht, dass er schon oben in der Wohnung ist. Wir sollten auf jeden Fall mal nachsehen, das alles in Ordnung ist." schlug er vor. "Fahr du hoch, ich warte hier." bestimmte Dieter. Hotte nickte und betrat das Haus von Ben.

    "Was machst du eigentlich beruflich?" wollte Carina wissen, als sie sich beruhigt hatte. "Ich bin Polizist." erklärte Semir stolz. "Du bist ein Bulle?" fragte sie erstaunt nach. "Ja sicher.... seit fast 18 Jahren bin ich bei der Autobahnpolizei. Ich bin Kriminalhauptkommissar und heitze über die Autobahn." erklärte Semir weiter. "Hast du denn auch schon mal Autos geschrottet?" harkte Carina nach. Semir grinste. "Hin und wieder passiert das schon mal. Nur war ich selten daran schuld..." lachte er leise. "Tja... was für einen Beruf könnte ich denn machen? Ich meine im Rollstuhl habe ich keine Möglichkeiten. Ich bin ein Krüppel und werde es für immer bleiben." es klang sehr traurig von Carina.

    Tom fuhr mit zum Krankenhaus. Hotte informierte die Chefin. Im Krankenhaus saß Tom auf dem Flur und wartete auf den Arzt. Als dieser endlich kam sprang Tom auf. „Doc?“ fragte er. „Nun….er hat nichts was nicht heilen wird. Eine leichte Gehirnerschütterung, zwei gebrochene Rippen, eine angebrochen, mehrere Hämatome und das Gesicht haben Sie ja selbst gesehen. Ich würde ihn am liebsten für ein oder zwei Tage hier behalten, aber… er will nicht.“ erklärte der Arzt. Tom grinste leicht. Dann konnte es Semir nicht so schlimm gehen, wenn er wieder heim will. Schon kam er um die Ecke. „Mann du übertreibst doch…mich direkt ins Krankenhaus zu bringen.. das war überhaupt nicht nötig…“ stieß er wütend aus und sah Tom mit den dicken Augen an. „Ja sicher… du warst bewusstlos. Und der Doc sagte, dass du eine Gehirnerschütterung hast. Gebrochene Rippen und…“ zählte Tom aus. Semir winkte ab. „Ich weiß wer es war. Die Leute von Cescone!“ stieß er aus. „Ja und was willst du tun? Hast du Beweise dafür?“ wollte Tom wissen. „Nein… aber ich werde Cescone jetzt zur Rede stellen!“ kam von Semir. „Das werden Sie nicht. Sie werden hier im Krankenhaus bleiben und sich versorgen lassen!“ kam plötzlich von Anna die zu Semir und Tom kamen. „Aber Chefin… so schlimm ist es doch gar nicht. Sieht nur böse aus…“ versuchte Semir abzuwiegeln, obwohl er wusste, dass es bei Anna gar keinen Sinn machte. Sie wandte sich an den Arzt. „Wie lange?“ fragte sie nur. Der Arzt lächelte. „Zwei oder drei Tage. Lieber noch länger. Die Hämatome müssen ja erst einmal zurückgehen. Die Rippen sind im Korsett besser aufgehoben und wegen der Gehirnerschütterung wäre es nicht schlecht, wenn er ins Bett gesteckt wird.“ erklärte der Arzt. „Sie haben doch eben gesagt ein oder zwei Tage reichen!“ begehrte Semir auf. „Der Arzt hat Recht! Sie werden ins Bett gehen. Hier! Tom wird sich um den Einbruch und auch um den Überfall kümmern.“ befahl Anna und wies auf ein Bett. Der Arzt lächelte. „Das ist für jemand anderen. Ich werde Herr Gerkhan in sein Zimmer bringen.“ erklärte er und nahm Semirs Arm. Dieser befreite sich mit einer energischen Bewegung, die er allerdings direkt wieder bereute, da sich diese in seinen Rippen zu spüren war. „Tom Sie gehen mit. Nicht das es noch zu einer Flucht kommt.“ befahl Anna und kniff ein Auge zu. Tom lachte. „Aber auf die Handschellen kann ich verzichten oder?“ fragte er grinsend. Semir wurde immer wütender.

    Tom verließ Semir, der sich murrend und wild fluchend ins Bett legte. Er wollte sich Damiano vornehmen. Wut stieg in ihm auf, als er Semir wieder vor sich in der Wohnung sah. Mit einem ziemlich hohen Tempo fuhr er auf das Gelände von Damiano Cescone. Sofort wurde er zu ihm gebracht. Cescone sah ihn an. „Sie bringen mir mein Geld zurück, nehme ich an...“ säuselte er. Tom schüttelte den Kopf. „Nein das nicht, aber eine Warnung. Sollten Sie meinem Kollegen noch einmal zu nahe kommen, dann werde ich Ihnen zeigen, wie man jemanden zusammen schlägt. Ist das angekommen?“ fauchte er den Mafiosen an. „Ich verstehe nicht ganz. Wollen Sie mir sagen, dass Herr Gerkhan zusammengeschlagen wurde?“ fragte Damiano nach. Tom beobachtete ihn. Er schien tatsächlich überrascht. „Ganz genau... er wurde heute Nacht in seiner Wohnung überfallen und liegt jetzt mit üblen Verletzungen im Krankenhaus...“ erklärte Tom nun schon etwas beruhigter. „Das tut mir wirklich sehr Leid. Aber ich habe sicher niemanden zu ihm geschickt.“ Verteidigte Damiano sich. Tom nickte. „Ja sicher.... woher wussten Sie wo er wohnt? Sind Sie ihm gefolgt? Haben Sie ihm die Schläger auf den Hals geschickt?“ schoss Tom die Fragen ab. „Das reicht... ich werde meinen Anwalt zur Hilfe holen und alles auf Ihrer Dienststelle klären. Ich lasse mir doch nichts unterstellen!“ empörte Damiano sich. Tom nickte nur.

    Semir sah auf das schlafende Mädchen. Der Arzt schob das Bett an die Wand. "Was hat sie denn?" fragte er neugierig. "Sie ist mit dem Bus gefahren und dieser ist in einem Unfall verwickelt. Sie hatte das Pech, das sie direkt hinter dem Busfahrer saß als der LKW vor ihnen bremste. Ich hoffe sie kommt durch." erklärte der Arzt. Semir sah ihn erschrocken an. "Was heißt das für sie?" wollte er wissen. "Nun ja... wir mussten sie aus dem Wrack schneiden. Sie war eingeklemmt und... wenn sie glück hat wird sie im Rollstuhl alt werden. Wenn nicht...dann..." den Rest verschwieg der Doc. Semir nickte nur. "Das ist ja wirklcih toll..." stieß er aus. "Herr Gerkhan... ich weiß was Sie denken, aber dieses Mädchen braucht jetzt Leute die ihr Mut machen. Sie haben es auch wieder geschafft. Vieleicht können Sie ihr dabei helfen den Mut wieder zu finden." lächelte der Arzt und verschwand aus dem Zimmer.

    Ben sah in den Rückspiegel. Sebastiano war immer noch da. "Gib mir das Funkgerät." bat er Maja. Diese nickte und griff zum Mikro. Ben bemerkte aus den Augenwinkeln dass die Hände von ihr zitterten. "Du hast Angst?" fragte er sanft. "Ja... Sebastiano ist in der Lage uns zu töten. Er würde es vermutlich sogar als Unfall sehen. Das sizilianische Temperament...ich.." versuchte Maja. Ben lächelte "Nur keine Sorge. Er ist nicht unbeobachtet. Cobra 11 an Cobra 10. Hotte, Dieter... seht ihr unseren Schatten?" fragte Ben ins Mikro. "Ja... wir sehen ihn. Ihr seid save... wie man so schön sagt." kam die Antwort von Dieter zhurück. Maja sah Ben an. "Du hast deine Kollegen hinter uns?" fragte sie erstaunt und sah in den Spiegel. "Nur keine Sorge... sie sind in einen der Wagen hinter uns und passen auf. Sebastiano wird niemanden etwas tun." versprach Ben. Wie konnte er auch ahnen, das ein Teufel in diesem eifersüchtigen Mann steckte und einen wirklich teuflischen Plan hatte.

    Wenig später saß er bei Damiano im Arbeitszimmer. „Der Bulle scheint Recht zu haben. Er wurde überfallen. Das Geld kannst du wohl dann abschreiben.“ Stöhnte Leon gekonnt. Damiano schüttelte den Kopf. „Oh nein.... er wird es mir zurück bringen. Glaube mir... er ist Bulle und er wird das Geld finden. So einfach ist es.“ gab Damiano zurück. „Wie denn? Er ist suspendiert!“ begehrte Leon auf. „Dann wird eben sein Kollege herausfinden wo das Geld ist. Und er wird es mir zurück bringen. Wenn nicht, dann wird Gerkhan eben nicht mehr frei gelassen.“ Drohte Damiano. Leon sah ihn an. „Du willst Gerkhan entführen und seinen Kollegen erpressen?“ fragte er erstaunt. „Wenn es sein muss ja... ich zeige dir etwas...“ lachte Damiano und stand auf. Er ging zu der Wand hinter seinem Schreibtisch und zog zwei Bücher aus dem Schrank. Leon beobachtete ihn aufmerksam und sah wie sich eine Tür öffnete. Dahinter wurde ein Raum freigelegt, der mit einem Gitter abgetrennt war.

    Leon stand auf und sah sich den Raum an. „Sieht aus wie eine Zelle...“ sagte er leise. Damiano nickte. „Ja... ist es auch. Aber nicht für die Polizei gedacht. Der eigentliche Zweck ist auch egal. Wie du siehst, es gibt ein angrenzendes Bad. Im Raum steht ein Fernseher, ein Bett, Tisch, Stuhl... alles was der Mensch braucht. Nur kein Telefon, kein Fenster. Die Tür ist absolut schalldicht. Das heißt egal wer dahinter sitzt. Er kann brüllen wie er will. Niemand hört ihn. Aber er kann alles hören. Denn ich habe Mikrofone hier im Raum installiert, die in der Zelle über die Lautsprecher gehört werden können. Ich stelle es mir folgender Maßen vor. Gerkhan wird hier in der Zelle sitzen. Es wird ihm an nichts fehlen. Er wird mit allem was er brauch versorgt. Kranich wird für mich das Geld finden und es natürlich zu mir bringen. Dafür bekommt er dann Gerkhan zurück. Und Gerkhan hört jede Forderung, kann aber selbst nicht gehört werden.“ erklärte Damiano. Leon hörte schweigend zu. „Und was hast du davon?“ wollte er wissen und sah den Mafiaboss an. „Nun... ich hoffe dass es Folter für Gerkhan sein wird. Er kann seinen Freund hören, aber er kann nicht mit ihm sprechen. Kranich wird Angst um Gerkhan bekommen und alles daran setzen, ihn wieder zu befreien. Die Tür sieht man nicht. Gerkhan darf seinem Freund meine Forderungen mitteilen und ihm regelmäßig sagen, dass es ihm gut geht. Und wenn Gerkhan doch das Geld hat, dann wird er sicher in der Zelle mürbe werden und es freiwillig herausrücken.“ lachte Damiano und verschloss die Tür wieder. Leon nickte. „Wann willst du es tun?“ harkte er nach. Man sah ihm an, dass er es am liebsten verhindern wollte. „ Ich gebe ihm eine Woche Zeit. Bis dahin sollte sich etwas ergeben. Wenn nicht... dann wird er hier verweilen.“ sinnierte der Mafiaboss, lehnte sich in seinen Stuhl zurück und zog genüsslich an seiner Zigarre.

    Maja kam mit dem Arzt zurück. Dieser untersuchte das Bein. "Nun.... es ist nicht so schlimm. Das wird wieder. Wir werden es röntgen, aber für die nächsten Tage sind die ÜBungen erst einmal ausgesetzt. So wie es ausschaut ist es auf die Überanstrengung zurück zu führen. Aber um andere Schäden auszuschließen werden wir es nachher noch eingehend untersuchen. Sie wollen uns vermutlich nicht so schnell verlassen, Herr Gerkhan. Bettruhe für eine Woche. Absolute Bettruhe, versteht sich." erklärte der Arzt. Semir sah ihn an. "Ich muss noch länger hier liegen?" fragte er ungläubig. Ben sah ihn mitleidig an. "Freu dich doch.... Ich darf die Berichte schreiben, die bösen Jungs fassen und du kannst faullenzen." grinste er. "Ich will aber wieder arbeiten... es ist langweilig..." maulte Semir zurück. "Wie dem auch sei.... ich werde natürlich dafür sorgen, dass die Bettruhe auch eingehalten wird. Sie werden keinen Schritt machen. Denn wenn Sie es doch machen, dann enden Sie für immer im Rollstuhl." erklärte der Arzt weiter. Semir sah ihn erschrocken an. "Für immer?" fragte er heiser nach. Der Doc nickte. "Für immer." bestätigte er. Ben merkte sofort das es Semir ziemlich mulmig war. "Hey... bleib liegen." empfahl er. Semir nickte nur.

    Sebastiano wartete vor dem Krankenhaus. Er wollte wissen wo der andere Typ wohnte. Maja würde für ihre Unreue schwer büßen. Sie wird um ihre Freunde weinen und dann sterben. Wie auf Wunsch sah er den großen und Maja aus den Haus kommen. "Ihr seht aber ziemlich glücklich aus, dafür dass euer Freund tot ist." sagte er leise zu sich. Oder war der Andere gar nicht tot? Lebte der Krüppel noch? Wenn dann hatte er verdammt viel Glück gehabt. Nun gut... sobald er sich mit diesen Beiden beschäftigt hat, dann wird er halt noch einmal ins Krankenhaus fahren und nach dem Krüppel sehen. Dann kann ihn niemand mehr retten. Niemand.... hallte es in seinem Kopf. Er sah wie Maja und der Andere in einen schicken Sportwagen einstieg und abfuhren. Er hängte sich an und folgte dem Wagen. Dabei machte er es so geschickt, dass er nicht auffallen konnte. Die Fahrt ging zunächst zu einem Polizeirevier. Klar.... dachte er. Erst einmal einen Bericht schreiben. Sehr pflichtbewußt, lobte er den Mann.

    Kim sah Ben erschrocken an. "Wie geht es Semir?" fragte sie besorgt. "Ganz gut. Aber ich befürchte, dass dieser Sebastiano es noch einmal versuchen wird. Ich hoffe auch, dass er sich noch in der Nähe der Klinik befand und uns gefolgt ist. Schicken Sie bitte eine Streife hin und lassen ihn bewachen. Er ist für die nächste Woche am Bett gebunden, weil er sein Bein zu heftig bewegt hatte, als der Mistkerl ihn würgte. Dadurch ist der Nerv zusätzlich geschädigt worden was ihn nun erst einmal durch absolute Ruhe verurteilt. Keine Übungen mehr.... gar nichts..." erklärte Ben. Kim nickte. "Ich werde jemanden hin schicken und dafür sorgen, dass niemand mehr zu ihn kann. Weiß seine Frau das schon?" wollte sie wissen. Ben schüttelte den Kopf "Nein und Semir will auch nicht dass sie es erfährt." gab Ben Semirs Wunsch bekannt. "Also gut... was machen Sie jetzt?" harkte Kim nach. "Maja hier... wird eine Anzeige gegen den Mann machen. Semir natürlich ebenfalls. Der Kerl muss geschnappt werden. Er ist völlig übergeschnappt und uneinschätzbar gefährlich." erklräte Ben weiter. Kim atmete tief ein. "Wie konnte Anna Engelhardt eigentlich so lange diese Dienststelle leiten. Semir zieht das Unglück ja richtig an. Das ist Stress pur..." stöhnte sie.

    Der nächste Morgen brach an. Tom wartete auf Semir, der sich scheinbar verspätete. „Verdammt.... ich sagte doch er soll pünktlich sein. Nun komme ich wieder zu spät und dass durch seine Schuld.“ fluchte er wütend und versuchte Semir per Handy zu erreichen. Doch er ging nicht ran. „Wo steckst du denn?“ fragte er sein Handy und dachte an Semir. Normalerweise war er es der sich verspätete. Semir war die Pünktlichkeit in Person. Selbst wenn er gestresst war, hielt er die Zeiten ein. Tom wurde unruhig, als eine weitere Stunde vergangen war. Er rief kurzerhand Hotte an, der ihn abholen sollte und fuhr mit ihm gemeinsam zu Semir. Da Tom einen Schlüssel hatte, kam er ins Haus ohne zu klingeln. Oben vor der Tür sah er direkt die Einbruchspuren. Er machte Hotte einen Wink und zog seine Waffe. Dann betrat er die Wohnung. Hier sah es aus wie nach einem Krieg. Alle Schränke waren offen. Die Kissen, Matratzen, Decken... alles war zerrissen. Hotte und Tom gingen sich gegenseitig deckend durch die Zimmer. Niemand war zu sehen. Dann hörte sie im Bad das Wasser rauschen. Tom machte Hotte ein Zeichen, dass er sich dort umsehen wollte. Hotte nickte. Tom trat die Tür zum Bad auf. „Semir!!“ stieß er aus. Sein Freund und Partner hing mehr als er stand über dem Waschbecken. Er sah grausam aus. Die Augen waren zu geschwollen. Die Nase dick, die Lippen aufgeplatzt. Semir drehte den Kopf in Toms Richtung und brach zusammen.

    Leon Weißer sah seine Leute an. „Und er behauptet weiterhin das Geld nicht zu haben? Habt ihr ihn spezifisch gefragt?“ wollte er wissen. Michael und Marvin nickten. „Verdammt.... er lügt, obwohl er dafür Prügel bezieht? Der muss doch völlig verrückt sein. Hör zu... Damiano denkt der Bulle hat das Geld. Ich denke es auch. Aber für Damiano ist der Fall erledigt. Ich will das Geld haben....besorgt es mir. Egal wie...“ fauchte Leon. „Und wie willst du es schaffen? Er weiß es doch selbst nicht. Leon... der Typ hätte geredet, wenn er es wüsste glaub mir.... ich hätte ihn dazu gebracht. Was willst du Damiano erzählen?“ wollte Marvin wissen. Leon zog die Schultern hoch. „Mir fällt schon was ein. Ich fahre gleich hin.“ lächelte er böse. Marvin grinste. „Wieso vertraut dir der Mafioso eigentlich? Du bist doch der größte Verbrecher, der sich hinter den Gesetzen versteckt.“ lachte er. Leon zog die Schultern hoch.

    "Ben?" fragte Maja besorgt. "Ist was mit Semir? Sag doch was?" hängte sie an. Ben beruhigte sich langsam... "semir...Ein Mistkerl... er hat... er hat Semir gewürgt....ich...ich dachte....er ist tot...er war tot...ich..." stammelte er. "scht..... schon gut... ich habe Sebastiano gesehen, wie er wegrannte. Er hat mich nicht gesehen. Wie geht es Semir?" fragte Maja. Erst jetzt löste sich Ben aus ihren Armen. "Ich weiß es nicht... ich habe ihn wiederbelebt, aber...Maja... würdest du nachsehen? Ich kann da jetzt nicht rein..." bat er leise. Maja nickte. "Ich sehe mal nach ihm. Bleibst du hier sitzen?" kam von ihr. Ben nickte nur. Maja verließ den Raum und ging mit langsamen Schritten in das Zimmer wo Semir lag. Sie sah mehrere Ärzte bei Semir stehen. "Wie...geht es ihm?" fragte sie in die Runde. "Hallo Maja... kommen Sie nur rein." lächelte der Arzt. "Ist er....?"wagte sie leise zu fragen. "Nur keine Sorge..." beruhigte der Arzt. "Das war nicht ihre Frage." kam nun hinter Maja. Sie drehte sich um. Ben stand hinter ihr. "Herr Jäger... es geht Herrn Gerkhan soweit gut. Es sind Quetschungen am Hals. Der Puls ist stabil...." erklärte der Doc. "Mir geht es gut...Danke...Ben.... wenn du nicht..." antwortete Semir heiser. Ben kam langsam näher ans Bett. "Ich hatte verdammt viel Angst..." gestand er seinem Partner.

    "Dieser Mistkerl... Deine Anzeige Maja ist eigentlich schon egal...meine Anzeige wird sich gewaschen haben. Hast du den Kerl schon zur Fahndung ausgeschrieben?" wollte Semir von Ben wissen, als die Ärzte raus waren. "Nein....ich... ich war damit beschäftigt.... dich zurück zu holen..." erklärte Ben. Semir nickte. Er dachte an die letzten Sekunden die er mit diesem Kerl zusammen war. Seine Hand fuhr zum Hals. "Er hätte es fast geschafft..." sagte er leise. Maja sah zu Boden. "Semir... es tut mir Leid... ich bin Schuld daran, das Sebastiano dich angegriffen hat, das er dich umbringen wollte.... das..." kam als Erklärung. "Du hast doch keine Schuld. Der Typ ist krank." meinte Semir nur. "Maja... mein Bein.... es tut weh. Ich habe es eben nicht dem Doc erzählt, weil ich Angst habe, dass es wieder kaputt ist. Als er mich mit dem Kissen ersticken wollte, da... da habe ich ihn getreten. Aus Verzweiflung verstehst du... aber ich glaube es war nicht gut...." gab Semir zu bedenken. "Ich sehe es mir mal an..." lächelte Maja beruhigend und schlug die Decke zur Seite.

    Na das wäre doch mal was...! xD So à la: "1000 Dinge die Ben tun kann bevor er zu Semir geht." :D

    Da fällt mir doch noch was ein.............Danke für den kleinen Hilfsanstoß :D:D:D:D:D:D:D:D:D

    Ich bringe doch niemanden auf dumme Gedanken! xD Die Schreiberlinge bringen eher mich auf dumme Gedanken! :P

    Dumme Gedanken haben wir sicher schon genug.... den nächsten hat Chris..... :rolleyes: oder Alex :D;)

    Michael Weißer sah die beiden Männer aus der Kriminaltechnischen Untersuchung kommen. Sie stiegen allerdings nun in den BMW ein. Nur kurz darauf fuhren sie los. Michael hängte sich an. Während der Fahrt rief er Leon, seinen Bruder an. „Ich bin’s… also die Beiden waren bei der Untersuchung. Erst war nur dieser Gerkhan hier, dann kam Kranich nach. Sie waren ne ganze Weile da drinnen und sind jetzt wieder auf der Autobahn. Wie soll es nun weitergehen?“ fragte er. „Ganz einfach… sobald du weißt wo Herr Gerkhan hinfährt sagst du mir Bescheid. Den Rest werden dann die Männer von Cescone erledigen.“ gab sein Bruder an. „Alles Klar…. Ich sag dir Bescheid…“ antwortete Michael und beendete das Gespräch. Eine halbe Stunde später hielt der BMW vor einer Tür in der Escher Strasse. Der Mann vom Beifahrersitz, den Michael als Kranich erkannte stieg aus. Kranich sagte noch etwas zu Gerkhan, aber dieser fuhr weiter. Michael fuhr langsam vorbei. Kranich hob die Arme und ließ sie resigniert fallen. Dann beschleunigte er um den Anschluss am BMW nicht zu verlieren. Die Fahrt endete in Leverkusen. Gerkhan steuerte den Wagen in die Tiefgarage. Michael hielt vor der Tür an und stieg aus. Am Eingang sah er auf die Klingelschilder. Neben der achten Etage stand der Name „S. Gerkhan“. Zufrieden stieg Michael wieder ein und griff zum Telefon. Ab hier war es nicht mehr sein Job. Michael sah eine halbe Stunde später einen Wagen vorfahren und mehrere Männer aussteigen. „Armer Bulle…“ sagte er nur und fuhr ab.

    Der Abend kam. Semir fuhr nach Hause und ließ sich auf die Couch fallen. „Das ist doch alles nicht wahr…“ stieß er aus. Seine Kopfschmerzen machten sich wieder bemerkbar. Er nahm zwei Aspirin und legte sich hin. Doch seine Ruhe währte nicht lange. Gerade als er die Augen geschlossen hatte, klingelte es. Semir quälte sich hoch und ging mit schlurfenden Schritten zur Tür. Er betätigte die Gegensprechanlage und den Türöffner unbewusst gleichzeitig. „ja?“ fragte er. Es kam keine Antwort. „Wer ist denn da?“ fragte er erneut. Wieder kam nichts. „Arsch…“ fluchte er und wollte gerade wieder zur Couch als die Tür aufgetreten wurde. Vier Mann drangen ein. Semir erschrak und nur wenige Augenblicke später wurde er gegriffen und eine Hand presste sich auf seinen Mund. „Ganz ruhig! Wir wollen uns nur unterhalten, klar?“ warnte ihn der Mann mit der Maske. Semir nicke vorsichtig. „Sehr schön. Ab in die gute Stube!“ lachte der Mann und drückte Semir durch seine Wohnung. „Wo ist das Geld?“ fragte der Anführer. „Wenn Sie was finden, können wir ja halbe halbe machen...“ gab Semir wütend wieder und bekam dafür einen Magenhaken. Mit einem Stöhnen ging er in die Knie. „Noch mal.... wo ist das Geld?“ kam die Frage. „ich...hab... kein Geld...“ antwortete Semir mit schmerzerfüllter Stimme und sah den Mann an. Er bemerkte wie die Anderen anfingen die Schränke zu durchwühlen und die Kissen auf der Couch aufzuschlitzen. Wut stieg in ihm auf . „Was soll der Mist!!“ schrie er rum und versuchte sich gegen den Mann vor ihm zu wehren, doch er merkte schnell dass er unterlegen war. „Hör genau zu Bulle... ich will nur das Geld klar? Du kannst dir einiges ersparen, wenn du mir sagst wo es ist!“ drohte der Mann ihm. „Ich habe nicht.... verdammt haut ab! Bevor...“ fing Semir erneute an. „Was? Bevor deine Bullenkollegen hier sind?“ lachte der Mann, schwieg jedoch sofort wieder. Semir sah ihn an. Woher wusste der Mann, dass er Polizist war? Waren das die Männer von Cescone? Auf seinem Klingelschild stand sein Beruf nicht drauf und auch vor der Tür war nichts was auszeichnete, was der beruflich machte.

    Semir wehrte sich... in seiner Verzweiflung zog er sein Bein hoch und trat nach Sebastiano. Dieser war durch die Aktion überrascht und ließ im Druck nach. Doch seine Verwunderung dauerte nicht lange an. Semir bekam für einen kurzen Augenblick Luft. Das Kissen fiel auf den Boden und Sebastiano sah ihn wütend an. "Du wirst sterben!!" schrie er wütend, legte seine Hände um den Hals von Semir und drückte zu. Semir tastete immer noch nach dem Klingelknopf... "Sitrb endich!!!" wiederholte Sebastiano. Semir wurde schwach. Er spürte wie das Leben aus ihm wich. Er schaffte es nicht mehr die Finger auseinanderzubiegen. Alles drehte sich.... es wurde dunkel um ihn. Das einzige was er noch sah, war dieses vor Zorn verzerrtes Gesicht seines Mörders.

    Ben stieg in der Vierten Etage aus und wollte gerade in Semirs Zimmer gehen, als sein Handy klingelte. Sofort sah die STationsschwester ihn strafend an. Ben hob die Hand und verließ die Station wieder. "Ja...?" fragte er. "Hier ist dein Vater... Ben... wo bleibst du denn? Du wolltest doch schon vor einer halben Stunde hier sein. Ich hab mir schon wieder Sorgen gemacht..." hörte er Konrad sprechen ."Papa... mensch mist... ich hab das vergessen. Pass auf... ich habe hier noch etwas zu erledigen und komme dann direkt zu dir... okay? Ich denke mal es wird noch ein oder zwei Stunden dauern, aber dann bin ich wirklich da... versprochen..." erklärte Ben. "Also gut.... ich warte auf dich." kam von Konrad. "Danke.... bis nachher..." verabschiedete sich Ben und steckte das Handy ein. "Machen Sie es bitte ganz aus, bevor Sie auf Station gehen..." forderte die Schwester. "Ja sicher... schon dabei..." lächelte Ben freundlich.

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    So und nun gute Nacht allen Lesern..... :D

    Damiano sah Leon an. „Er ist suspendiert worden? Und was ist mit meinem Geld? Ich will das Geld zurück! Mir ist es völlig egal ob er suspendiert ist! Ich will mein Geld! Und er hat es!! Wenn du mir auf deinem rechtlichen Weg nicht helfen kannst, dann werde ich es auf meine Art versuchen. Er wird mir schon sagen, wo das Geld ist, das schwöre ich dir!“ schrie er seinen Anwalt an. „Damiano... beruhige dich doch. Es bringt gar nichts... ich meine es könnte ja auch was an der Geschichte dran sein... oder nicht?“ fragte Leon. „Nein... der Bulle will mir eins rein würgen, aber nicht mit mir. Nicht mit Damiano Cescone. Ich werde ihn befragen. Auf meine Art...“ drohte der Mafiaboss. Leon wusste was das heißt. „Du willst ihn also zusammenschlagen lassen? Und was wenn der Mann die Wahrheit sagt?“ gab Leon zu bedenken. „Ein Bulle? Die Wahrheit? Seit wann bist du so weich, Leon? Ich kenne dich nicht wieder. Du hast doch sonst keine Skrupel jemanden meinen Willen aufzuzwingen. Warum hier?“ wollte Damiano wissen. „Weil es ein Polizist ist. Damiano...bisher konnte ich dich aus allem raus hauen, aber hier ist es sehr schwierig. Wenn der Polizist gegen dich aussagt, dann nützen alle gekauften Zeugen nichts mehr.“ versuchte Leon seinen Freund von der Idee abzubringen. „Das ist mir egal... er wird danach sicher nichts aussagen. Ich habe meine Mittel und werde sie benutzen. Du wirst für mich raus finden wo unser Freund wohnt und wie sein Tagesablauf ist. Ich will alles wissen. Familie..... Freunde.... alles verstehst du! Alles!“ fauchte Damiano Leon an. Leon nickte. „Gut... ich werde dir die Informationen besorgen. Aber was danach kommt, ist dein Bier. Ich habe damit nichts zu tun.“ resignierte Leon.

    „Tut mir echt Leid Semir... aber es sind außer deine und Toms Fingerabdrücke keine drauf. Nicht einmal dein Retter hat welche hinterlassen...“ kam traurig von Hartmut. Semir sah ihn betreten an. „Nichts? Nicht mal ein Haar? Irgendwas?“ fragte er enttäuscht. „Haar? Nun da hab ich jetzt nicht nach gesehen... das könnte natürlich sein, wenn man davon ausgeht, dass ein Mensch pro Tag zwischen 60 und 120 Haare verliert, dann ist es nicht ausgeschlossen…“ erklärte Hartmut laut. „Hartmut!!!“ schrie Semir ihn wütend an. „Oh… ja ich schau ja schon nach. Beziehungsweise setzte ich meinen neuen Staubsauger mit Partikelnetz ein. Dann kann ich die Haare, die ich aus deinem Auto hole, analysieren und…“ erklärte Hartmut weiter. Semir hob die Hände. „Tu einfach was du tun musst. Wie lange brauchst du dafür?“ wollte er wissen. „Nun ich denke morgen um diese Zeit habe ich dann was..“ versprach Hartmut. „Danke… du bist ein wahrer Freund…“ lächelte Semir und reichte dem Fachmann die Hand. „Kannst du denn nicht warten, bis ich auch soweit bin?“ fragte Tom in seinem Rücken. Semir zuckte zusammen. „Tom…. Ja…nein… ich meine es war mir einfach wichtig…“ entschuldigte er sich. „Ja schon gut… und?“ wollte Tom wissen „Nichts…. Keine Fingerabdrücke.“ kam resigniert von Semir. Tom sah Hartmut an. „Hast du alles überprüft?“ wollte er noch einmal wissen. „Ja… was habt ihr denn heute? Traut ihr mir überhaupt nichts zu?“ fragte Hartmut beleidigt. „Nein…. So war das nicht gemeint. Aber die haben doch sicher keine Handschuhe getragen…“ entschuldigte Semir sich direkt. „Nein hab ich auch nicht behauptet. Aber wo nichts ist, kann auch ich nichts finden.“ meinte Hartmut nur. Tom zog Semir mit raus. „Hartmut…tu was du kannst…. Ich weiß du schaffst es!“ rief Tom ihm noch zu.

    Maja sah ihn an. „Ich weiß nicht… Sebastiano ist zwar brutal, aber er kann auch sehr lieb sein und vielleicht war ich ja doch…“ fing sie an. „Nein… Maja… er hat dich geschlagen, weil du dich um mich gekümmert hast. Du hast deinen Job gemacht und er hat dich dafür misshandelt. Er muss sehr heftig zugeschlagen haben.“ Sagte Semir bestimmt. „Maja… ich nenne Sie jetzt einfach mal so….“ fing Ben an. „wenn Sie es sich gefallen lassen, dann wird er es immer wieder tun. Wie lange sind Sie denn schon mit ihm zusammen?“ fragte er. „Seit vier Jahren. Aber…“ versuche sie erneut. „Seit vier Jahren und seit dem misshandelt er Sie?“ harkte Ben weiter. Maja nickte. „Ich finde es reicht. Wenn du keine Anzeige machst, dann werde ich es tun.“ Drohte Semir. Maja lächelte nervös. „Er würde mich überall finden und dann würde er mich vermutlich sogar umbringen…“ erklärte sie leise. „Wenn er im Knast ist, kann er nichts tun und genau da kommt er hin, wenn du ihn anzeigst. Ben und ich können dir helfen.“ Redete Semir auf sie ein. Er spürte genau, wie Maja einen innerlichen Kampf ausfechtete. Auf der einen Seite war Sebastiano der Mann, den sie liebte und auf der anderen Seite hasste sie ihn, wenn er zuschlug. „Maja…. Irgendwann wird er seine Grenze überschreiten…“ kam von Semir. Maja schloss die Augen. „Also gut…. Ich werde ihn anzeigen.“ sagte sie. Vielleicht konnten diese beiden Männer ihr wirklich helfen.

    Sebastiano hatte die Klinik nicht verlassen. Er versuche seine Wut zu kontrollieren aber je mehr er daran dachte was dieser Krüppel mit seiner Frau machte. Mit seinem Besitz. Das durfte nicht sein. Er sah wieder wie dieser Mann ihr Gesicht streichelte. Wie er mit ihr lachte und vermutlich war er der Grund weshalb sie lachten. Sie lachten über ihn. Immer mehr schaukelte sich seine Wut hoch. Gegen neun Abends fuhr er erneut auf die Station wo der Krüppel lag. Heute Nacht wird der Mann es bereuen über ihn gelacht zu haben. Niemand lache über Sebastiano… Niemand… Doch bevor er das Zimmer erreichte hörte er Majas Stimme. Was mache sie noch hier? Was hatte sie mit ihm zu besprechen? Dann hörte er die Schritte. Die Tür öffnete sich und Sebastiano versteckte sich in der dem Zimmer gegenüberliegenden Wäschekammer. Er lehnte die Tür nur an um zu erkennen wer aus dem Zimmer kam. Er staunte nicht schlecht, als er Maja mit einem jungen Mann weggehen sah. Sebastiano ballte die Fäuste. Sie hatte also zwei neue Freunde… So ein Miststück! Dachte er nur. Er wartete noch eine Weile. Als alles ruhig war, betrat er leise fast geräuschlos das Zimmer wo sein vermeintlicher Rivale lag.