Du findest das ganz toll uns so lange auf die Folter zu spannen und im Ungewissen zu lassen, oder?
Ach weißt du... ich finde es nicht nur toll... ich genieße es ![]()
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Während Semir sich mit Anita unterhielt versuchte Dr. Voedanli Bens Temperatur herunter zu bekommen. „Glauben Sie, dass mein Sohn bald die Krise überstanden hat?“ fragte Konrad Jäger. Dr. Voedanli sah ihn an. „Herr Jäger…. Sie wollten das Dr. Laufseidler die Behandlung übernimmt. Ich kenne diese Frau. Sie ist sehr ehrgeizig, was manchmal sehr positiv ist, aber in der Medizin leider nicht viel zu suchen hat. Im Gegenteil, es kann sich sehr negativ auswirken. Denn wenn die Forschung nicht ihr Okay gibt, wenn es um die Zulassung eines Medikamentes geht, dann sollte man spätestens nach dem Contergan-Skandal davon ausgehen, dass die Leute genau wissen was sie tun. Dr. Laufseidler ist in Afrika groß geworden. Sie studierte in Köln und machte sich stark für die Erforschung von Mitteln gegen Malaria Tropica. Allerdings kommt diese Form von Malaria sehr selten vor und endet eh tödlich. Bei Ihrem Sohn ist es scheinbar eine Abart. Ich will Dr. Laufseidler nichts unterstellen, aber… sie würde von seiner Heilung profitieren.“ gab Voedanli zu bedenken. Konrad sah ihn an. „Denken Sie… dass sie Ben infiziert hat um ihre Mittel zu testen? Dass er ein Versuchskaninchen ist?“ wollte er wissen. Dr. Voedanli sah ihn an. „Es wäre nicht das erste Mal. Wie gesagt, es ist nur ein Verdacht. Man müsste es beweisen.“ stellte er klar. Konrad nahm sich vor Semir von seinem Verdacht zu erzählen.
„Mark!!“ rief Anita durch das Labor. „Ja… Frau Dr…..!“ kam sofort aus einer Ecke. Ein ziemlich vernarbtes Gesicht kam um die Ecke. Semir musterte den Mann und dachte sich seinen Teil. „Gerkhan… Kripo Autobahn. Herr Fingerhuth…. Ich hätte da ein paar Fragen an Sie…“ stellte Semir sich vor. Der Mann sah zu Anita. „Schon gut… es geht um den Malariafall, den ich behandle. Herr Gerkhan hat den absurden Verdacht geäußert, dass Sie mir vielleicht helfen wollen, die Forschungsmittel zu bekommen und deshalb…“ erklärte sie. „Ja danke Frau Dr. Ich würde ihn gern ohne Sie vernehmen.“ Gebot Semir und warf die Ärztin freundlich aus ihrem eigenen Büro. „Ja sicher…“ sagte sie und verschwand. „Herr Fingerhuth… Frau Laufseidler hat jetzt zwar etwas vorgegriffen, aber ich denke wir sollten uns trotzdem unterhalten. Seit ein paar Tagen liegt auf der Intensivstation. Er ist mit Malaria infiziert und niemand weiß warum. Können Sie es mir erklären?“ fragte er. Mark schüttelte den Kopf. „Nein woher denn?“ wollte dieser wissen. „Nun ja… Sie sind in die Frau Dr. verliebt oder?“ harkte Semir nach. „… ja … nein… also nun ja… sie ist ein wundervolle Frau. Aber ich bin nur Luft für sich.“ Kam enttäuscht von Mark. „Wollten Sie ihr zum Ruhm verhelfen?“ harkte Semir nach. „Nein… absolut nicht. Ich bin Laborant… ich helfe aber ich infiziere nicht.“ Empörte sich der Mann. Semir musterte ihn. „Kennen Sie Ben Jäger?“ fragte Semir. Mark schüttelte den Kopf. „Wissen Sie… Frau Dr. ist sehr vielseitig. Sie forscht und sie ist sehr ehrgeizig… aber ich glaube nicht, dass dieses Mittel hilft. Selbst bei den Mäusen hat es schon Todesfälle gegeben. Gut… Mäuse und Menschen sind natürlich was ganz anderes aber andererseits…“ fing Mark an zu reden. „Sie meinen, die Ärztin ist so ehrgeizig, dass es egal wäre, ob Mensch oder Tier stirbt?“ harkte Semir sofort nach. Mark sah ihn an. „Ich will nichts gesagt haben, aber ja… ich denke schon…“ gab er zu.
Semir stand langsam auf. "Sie wollen was?" fragte er wütend. "Ich werde den Fall lösen. Sehen Sie... ich finde ich muss diese Chance nutzen. Er würde mir helfen Hauptkommissar zu werden und genau das habe ich vor. Ich sagte IHnen schon in der Schule, dass ich ganz nach oben will." kam kühl von Mark zurück. Semir nickte. "Ja.... das sagten Sie. Allerdings denke ich, dass es nich der richtige Fall ist. Also... ich werde IHnen jetzt mal etwas erklären. Ich bin ranghöher als Sie und Sie werden das tun, was ich verlangen. So einfach ist es. Es geht hier um meinen Dienstpartner. Ben Jäger ist entführt worden um mich unter Druck zu setzen. Gerner hat ihn und droht ihn umzubringen, wenn ich auch nur das Geringste unternehme. Wir werden still halten. Haben Sie mich verstanden?" Semirs Stimme hatte einen sehr drohenden Unterton. Mark sah ihn an. Es schien ihn überhaupt nicht zu interessieren was Semir dort sagte. Er lächelte beruhigend. "Herr Gerkhan.... ich habe sicher nicht vor das Leben von Herrn Jäger zu gefährden. Aber wir können nicht zulassen, das Gerner Polizisten unter Druck setzt, um seinen Willen durchzusetzen und seine Verbrechen durch zu führen. Ich bin hier und ich möchte die Akten einsehen." bestimmte Mark. Semir war etwas überrascht über diese Sturheit. Er nickte... "Okay.... Sie dürfen die Akten einsehen, aber .... ich werde dabei sein. Sie werden nichts ohne meine Zustimmung machen..." gab er an. Mark lachte. "So läuft das nicht. Es ist meine Karriere die hier auf dem Spiel steht und die Staatsanwältin hat mir ganz klar gesagt, was ich zu tun habe. Also... Sie dürfen wissen, was ich tue, aber nicht wie und wann." kam nun sehr bestimmt von Mark.
Ben spürte wie er müde wurde. Doch wie konnte er schlafen? Der Tiger konnte immer noch jeder Zeit aus seinem Käfig und wer weiß was dieses Tier noch im Schilde führt. Dennoch gegen die Natur konnte er nichts tun. Langsam sackte sein Kopf auf die Brust. Nur wenige Augenblicke später war er eingeschlafen. Noch etwas später sackte er zur Seite. Die Kette rasselte und rief den Tiger auf den Plan. Khan öffnete die Augen und verließ seinen Käfig. Auf recht großen Samtpfoten ging er zu seinem zweibeinigen "Zellengenossen" und begutachtete ihn.
...
Ha.... doch nicht so einfach Wolkenhaupt! Der alte Jäger und Semir werden deinen Männern schon richtig einheizen... Super geschrieben... ![]()
Semir verließ das Krankenhaus kurz um zu telefonieren. „Susanne ich bin’s. Hör zu… ich möchte dass du eine gewisse Anita Laufseidler überprüfst… Das ist die Ärztin die Ben behandelt. Es geht ihm sehr schlecht und ich habe eine dumpfe Ahnung dass sie nicht ganz unschuldig daran ist. Würdest du es für mich tun?“ bat er die Sekretärin. „Mache ich sofort. Was ist denn mit Ben? Gibt es keine Besserung?“ wollte sie wissen. „Nein… es ist leider schlimmer geworden und… die Ärzte sind scheinbar ratlos. Mach bitte schnell mit den Informationen über diese Ärztin. Sie ist scheinbar die einzige, die sich nicht über die Verschlechterung von Ben wundert. Im Gegenteil, Der Arzt mit dem ich gesprochen habe, meint sie wundert sich überhaupt nicht und hat sogar Medikamente kombiniert. Dr. Voedanli glaubt, dass sie Ben nur für Forschungszwecke benutzt. Ach ja… und dann prüfe doch mal, ob Ben schon einmal mit dieser Dr. Laufseidler was zu tun hatte. Wenn, dann war er nicht ganz zufällig ein Opfer.“ Bat Semir und beendete das Gespräch. Er ging wieder ins Krankenhaus und fragte nach Dr. Laufseidler. „Wenn sie nicht auf Station ist, dann vermutlich im Ärztezimmer.“ gab die Schwester bekannt und wies Semir den Weg dahin. Er klopfte und hörte ein leises Herein. Semir trat ein. Tatsächlich saß Anita am Tisch und trank Kaffee. „Haben Sie auch einen für mich?“ fragte Semir freundlich. Anita nickte. „Ja sicher… setzten Sie sich doch.“ Bot sie an. Semir tat es. „Frau Dr. … Können Sie sich vorstellen, warum sich der Zustand meines Kollegen so stark verschlechterte?“ fragte er vorsichtig an. Anita drehte sich zu ihm um. „wollen Sie mir etwas anheften?“ stellte sie die Gegenfrage. „Nein… aber es ist doch schon sonderbar. Das Mittel schien doch zu wirken. Warum …“ harkte Semir nach. „Sie meinen, warum plötzlich ein erneuter Schub kommt. Ich muss Ihnen gestehen, dass ich es nicht wirklich weiß. Aber in meiner Forschungsreihe sind noch einige Faktoren, die noch überprüfen kann. Derzeit bekommt er eine Kombination und ich denke sehr wohl, dass ich es in den Griff bekomme.“ lächelte die Ärztin.
„Forschen Sie eigentlich allein?“ wollte Semir noch wissen. „Nein… ich habe noch zwei Assistenten. Der eine ist verliebt in mich, aber absolut nicht mein Typ. Und der Andere ist der Forschung völlig verschrien.“ gab Anita zu. „Liebt er sie so stark, dass er vielleicht helfen will, dass Sie …“ harkte Semir weiter nach. Anita sah ihn an. „Sie meinen, also Sie haben den Verdacht, das er Herrn Jäger infiziert hat um bei mir zu landen?“ fragte sie erstaunt und schien es für absolut lächerlich zu halten. „Wäre es soweit hergeholt?“ wollte Semir wissen. „Wenn Sie ihn kennen würden, dann ja…“ lachte Anita. „Dr. Laufseidler… ich habe schon sehr viele Leute verhaftet, denen ich die Tat wessen sie verhaftet wurden, nicht zugetraut hätte. Sie glauben gar nicht, auf was für Ideen die Menschen kommen um ihre Ziele zu erreichen.“ kam von Semir. „Nun Sie können ihn ja mal überprüfen. Ich denke jedoch nur, dass Sie herausfinden, dass er Briefmarken sammelt oder sonst irgendwas Harmloses…“ grinste Anita. Sie schien sich köstlich zu amüsieren. „Das werde ich tun. Wie ist denn der volle Name Ihres Assistenten, also dem Verehrer?“ wollte er wissen. „Mark… Mark Fingerhuth… Fingerhuth mit th…“ gab sie bereitwillig Auskunft. Semir griff zum Handy. „Ja Susanne…. Ich bin es … würdest du bitte noch eine Person überprüfen? Mark Fingerhuth… Nachname mit th am Ende. Ich brauch die Informationen wie immer sehr schnell.“ gab er durch. Er reichte der Ärztin die Hand. „Danke für Ihre Hilfe. Wie ist es denn mit diesem Norbert?“ wollte er noch wissen. „Norbert…. Er ist ein Student, der als Assistent bei mir seine Erfahrungen sammelt. Er ist sehr begeistert. Aber er will in die Tierforschung und ich sehe sehr großes Potential in ihm.“ sagte sie überzeugt. Semir nickte und bedankte sich. Dann drehte er sich um und wollte gerade gehen. „Sagen Sie…. Könnte ich mit Ihrem Assistenten mal sprechen?“ bat er. Anita nickte. „Ja sicher… Mark ist auf jeden Fall da. Aber Norbert ist bei einer Vorlesung.“ nickte sie.
„Dr.! Wo ist er?“ fragte Semir aufgeregt als er auf die Station kam. Voedanli sah ihn an. „Er wurde auf die Intensivstation gebracht. Sein Zustand verschlechterte sich emens. Wir versuchen alles was in unserer Macht steht. Sein Vater ist auch bei ihm. Sie müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Es tut mir Leid.“ kam sachlich von dem Arzt. „Aber …. Ich dachte … ich meine… Diese Anita Laufseidler hat doch gesagt, dass sie…“ stammelte Semir fassungslos. „Ich weiß…. Das Mittel hat ja auch angeschlagen. Wir hatten das Fieber runter bekommen doch plötzlich ist es wieder angestiegen. Wir können es mit Mühe unter vierzig halten. Herr Gerkhan… ich habe hier schon viele Fälle von Tropenkrankheiten versorgt. So ein Fall ist mir noch nicht untergekommen.“ gab der Doktor zu. „Kann ich zu ihm?“ wollte Semir wissen. „Ja… aber nur kurz. Die Intensivstation ist dort lang und dann direkt links. Ich melde Sie an.“ verabschiedete sich Dr. Voedanli. Semir nickte nur und ging mit schweren langsamen Schritten auf die Intensivstation.
Konrad saß am Bett von Ben, als Semir eintrat. „Das Mittel schlägt nicht an…“ kam leise von ihm. Semir sah, dass er fertig war. „Herr Jäger… ich habe leider noch keine Spur…“ gab Semir leise zu. Konrad nickte. „Es ist sicher nicht einfach etwas zu finden, wo es einfach nichts zu finden gibt. Der, der ihm das angetan hat, wird vermutlich an alles gedacht haben.“ versuchte Konrad Semir die Schuldgefühle zu nehmen. „ich habe Julia informiert. Sie kommt morgen zurück um bei ihm zu sein. Peter und sie werden die Frühmaschine nehmen. Herr Gerkhan… finden Sie denjenigen der Ben das angetan hat. Koste es was es wolle…“ bat Konrad. Tränen flossen. Semir nickte. Er sah auf Ben, der tief schlief. Schweißperlen hatten sich auf der Stirn gebildet. Semir nahm eines der Tupfer und machte sich daran die Wassertropfen zu entfernen. Man sah deutlich wie seine Hände zitterten. Dann bekam er den Gedanken, dass er bisher vielleicht die Sache falsch angegangen war. Seine Idee, die er hatte, als er ins Krankenhaus beordert wurde, war vielleicht doch nicht so falsch. „Ich bin gleich zurück. Ich werde nur mal schnell was überprüfen..“ sagte er zu Konrad und verschwand.
Jetzt musst du mir aber doch mal dein Geheimnis verraten, wie du es schaffst so geniale Geschichten in so kurzer Zeit zu schreiben. Vor allem die Ideen, die du immer hast! Einfach super! *daumen hoch* Wo hast du die nur alle her?
Geheimnis? Hab ich leider keins... nur verdammt viele Ideen im Kopf herum schwirrend....
Tja und die wollen zu Papier gebracht werden. Also schreibe ich munter drauf los und habe so manchmal drei oder vier Storys gleichzeitig in Arbeit. Tja und wenn ich meine kreative Phase habe, dann schreibe ich drei, vier oder auch fünf Seiten am Tag... und zwar in jeder Story. So seid ihr für die nächste Zeit auf jeden Fall versorgt.... ![]()
Gerner lachte gehässig. „Klar darfst du gehen…“ grinste er Ben höhnisch an. „Ich habe Hunger…und Durst…“ kam von Ben. Gerner sah ihn an. „du bist zwar nicht gerade im Hilton, aber ich will mal nicht so sein. Außerdem… Khan mag lieber etwas zu Kauen haben. Ich bin gnädig und gewährte dir ein halbes Brötchen und ein Glas Wasser…“ sagte er gönnerhaft. Ben stieß einen verächtliches Grunzen aus. Gerner hörte es natürlich. „Ist dir das nicht genug?“ wollte Gerner wissen. Ben sah ihn an. „Würde das was ändern?“ wollte er wissen. „Nein….“ Gab Gerner zu und verschwand. Nur wenig später war er mit einer trockenen Brötchenhälfte zurück. „Hier! Friss!!!“ lachte er und warf Ben das Brötchen hin. „Was ist mit trinken?“ wollte Ben wissen. „Da wirst du bis morgen warten müssen… die Bar ist leider geschlossen. Und nun ist Ruhe! Ich kann Khan auch gern wieder rauslassen…“ drohte Gerner und verschwand.
„Semir… uns wird schon was einfallen. Ich denke nicht, das die Schrankmann einen jungen unerfahrenen Beamten an den Fall setzen wird. Und wenn doch…. Dann werde ich mich bei dem Vorgesetzten beschweren. Nur keine Sorge… wir finden Ben und dann wird alles gut werden.“ Beruhigte Kim ihn. Semir lachte leise. „Klar doch… Gerner wird sich bestimmt seine Freude an Ben gönnen. Meinen Sie wirklich er wird ihn gehen lassen? Nicht einmal nach den drei Tagen wird Ben lebend raus kommen. Gerner lässt keine Zeugen leben…“ gab er leise zu. Das Telefon in seinem Büro klingelte. Kim nickte. „Es könnte Gerner sein…“ sagte sie. „Gerkhan…“ meldete Semir sich heiser. „Mark Polanski hier…Herr Gerkhan… ich denke Sie erinnern sich an mich… ich war Klassenbester bei Ihnen…“ hörte er den Anrufer. „Polanski?“ fragte Semir und dachte angestrengt nach. Dann machte es Klick. „Ja sicher… Mark… ähm… ich würde mich ja gern mit Ihnen unterhalten, aber ich habe leider gar keine Zeit.“ Erklärte Semir und wollte das Gespräch beenden. „Herr Gerkhan… ich denke wir sind an ein und dem selben Fall dran. Frau Schrankmann war gerade hier… sie hat mir einen Fall aufgetragen. „Gerner und Mädchenhandel… Ich denke Sie haben auch damit zu tun. Zumindest wenn Ben Jäger immer noch Ihr Partner ist.“ Kam von Mark. Sofort war Semir hellwach. „Ben? Sie kennen ihn?“ wollte Semir wissen. „Nein… die Staatsanwältin hat mich auch schon danach gefragt. Nun ja… Sie haben mir beigebracht, dass ich Namen die mit einem Fall in Verbindung genannt werden zu überprüfen… egal ob sie als Verdächtiger oder Opfer gelten. Das habe ich getan und eben heraus gefunden, dass es Ihr Partner ist.“ Erklärte Mark fest. „Das ist richtig… Mark… könnten Sie zu mir in die Dienststelle kommen?“ bat Semir.
so hier kommt doch reichlich spät das Abendessen:
Während Semir mit Vanessa zur PAST fuhren, verschlechterte Bens Zustand sich zusehends. Die Ärzte waren in voller Aufregung. Anita und Yomoho Voedanli waren besorgt. „Ich verstehe es nicht. Das Fieber ist wieder gestiegen. Wir sollten die Dosis erhöhen.“ schlug Anita vor. „Ich weiß nicht…. Vielleicht kombinieren wir Ihr Medikament und eines der normalen gegen Malaria. Der Blutdruck ist extrem hoch. Der Kreislauf völlig außer Kontrolle… Wir müssen ihn auf die Komastation legen und ihn rund um die Uhr bewachen. Haben Sie die Notizen gemacht, wie viel Sie ihm gespritzt haben? Ist das eine Nebenwirkung?“ fragte Voedanli. Anita sah ihn an. „Warum muss es an meinem Medikament liegen? Es kann genauso an den anderen Sachen liegen…“ fauchte sie ihn an. „Frau Kollegin… ich will Sie nicht angreifen. Noch ist es mein Patient und ich werde ihm jetzt ein anderes Medikament geben. Ob es Ihnen nun gefällt oder nicht.“ Erklärte der Arzt und stieß Anita sanft zur Seite. „Sie machen mir meine Forschungen kaputt! Er ist ein Prototyp…. Er muss auf das Medikament ansprechen!“ schrie sie. Doch Voedanli ließ nicht mit sich sprechen. Anitas Wut war deutlich zu sehen.
Semir brachte Vanessa in den Verhörraum. „Womit haben Sie Ben infiziert?“ fragte er direkt. Vanessa sah ihn an. „Was? Sie haben doch das, was ich im Krankenhaus gesagt habe nicht Ernst genommen oder? Ich bin sauer auf Ben, ja… aber das ist doch kein Grund ihn zu vergiften! Ich habe ihn geliebt und war natürlich gekränkt als er mich verließ, aber ich habe ihm nichts getan!“ schwor Vanessa. „Eben sagten Sie doch, dass Sie ihm den Tod wünschen. Wer sagt, dass Sie es nicht ausgenutzt haben, als Krankenschwester an allen Mitteln zu kommen? Ist da auch Malaria-Erreger bei?“ harkte Semir nach. „Malaria-Erreger? Das gibt es doch gar nicht… Malaria wird durch eine Mücke übertragen. In Asien und Afrika… nicht bei uns…“ erklärte die Schwester. „Das weiß ich… aber Ben hat Malaria. Oder eine Art davon. Er wird in der Uniklinik in Köln behandelt und es sieht nicht gut aus.“ gab Semir leise von sich. Vanessa sah ihn mit großen braunen Augen an. „Aber damit habe ich nichts zu tun… ich schwöre…“ Sie fing an zu weinen. Semir stieß ein Stöhnen aus. Er musste sich gestehen, der Frau zu glauben. Ihr Erschrecken als er ihr sagte dass Ben krank ist, war echt. Doch wenn es nicht Vanessa war und auch keiner der anderen Freundinnen… wer dann? Wer hatte davon einen Vorteil? Dann bekam Semir eine Idee. Es gab nur eine Person, die wirklich davon profitierte. Doch bevor er seine Idee umsetzen konnte wurde er von Kim Krüger aus dem Raum geholt. „Bens Zustand hat sich verschlechtert. Fahren Sie umgehend ins Krankenhaus.“ befahl sie .Semir wurde blass.
"Hallo Gerkhan...." höhnte es aus dem Handy. "Gerner!" fauchte Semir. "Ich warne dich... wenn du Ben auch nur ein Haar krümmst, dann werde..." hängte er wütend an. "aber ... Aber... wer wird denn gleich so feindlich gesinnt sein. Ich erkläre dir mal die Situation in der sich dein Freund befindet. Also... stellt dir vor du bist an der Wand und am Boden angekettet. Hast nicht viel Freiheit. Aber das schönste ist, dass es einen wunderbaren Tiger gibt, der dich bewacht. Wie würdest du reagieren?" hörte Semir die Stimme seines Feindes. Semir schloss die Augen. "was willst du?" fragte er nun. "So klingt es schon viel Besser. Es ist ganz einfach. Du wirst dich die nächsten drei Tage absolut still verhalten. Spiel mit deiner Tochter oder von miraus mit deiner Frau. Lass den lieben Gott einen schönen Mann sein, oder spiele mit deinen Kollegen Golf. Aber wage dich nicht etwas gegen mich zu unternehmen. Das gilt auch für jeden Anderen. Du wirst sie daran hindern. Wenn nicht... Khan ist sehr hungrig und ich finde Ben Jäger ist ein Leckerlie für ihn." drohte Gerner. Semir atmete tief ein. "Ich will noch mal mit Ben sprechen.." forderte er. "Du willst? Aber ... hast du schon mal was von Freundlichkeit gehört?" tadelte Gerner ihn und legte auf. Semir ließ das Handy sinken und sah zu Dieter und Hotte. "Tut mir Leid... aber so schnell können wir das nicht orten." erklärte Susanne, die alle einige Überstunden schoben. Semir nickte enttäuscht. Es wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn sich Gerner so einfach überlisten ließ.
Kim kam heraus. "Was ist Semir?" wollte sie wissen. "Gerner hat sich etwas ganz perfides ausgedacht. Er hat Ben angekettet und als Bewacher einen Tiger ausgesucht." stieß Semir wütend aus. Er atmete tief ein und aus. "hat er durchblicken lassen, was er will?" harkte sie nach. "Ja... ich soll die nächsten Tage ncihts gegen ihn unternehmen. Genauer gesagt die nächsten drei Tage." kam leise von Semir. "Also erwartet er wieder Ware. In drei Tagen. Gut... wir werden still halten." bestimmte Kim. "Das werden wir nicht!" kam in diesem Augenblick hinter Kim. Semir drehte sich um und sah Isolde Maria Schrankmann zur späten Stunde im Büro sehen. "Was?" fragte er. "Wir werden uns nicht erpressen lassen. Mir ist so ziemlich egal was gegen Sie als Druckmittel benutzt wird. Aber ich werde ganz sicher nicht zusehen, wie Gerner wieder unschuldige Mädchen ins Land schmuggelt und sie an den Meistbietenden verkauft." gab Schrankmann bekannt. "Er will meinen Partner von einem Tiger auffressen lassen!!" schrie Semir die Frau an, die er noch weniger mochte als seine Schwiegermutter. "Nun gut... Sie werden nichts tun, aber ich habe ja nciht nur Sie zur Verfügung. Ich kenne genügend junge Polizisten, die sich die Sproen verdienen wollen." lachte Schrankmann verachtend. Semir sah sie erschrocken an. "Sie wollen mich daran hindern?" fragte er ungläubig. Schrankmann nickte. "Sie werden mir keine Schwierigkeiten machen. Denn wenn... werde ich Sie eigenhändlig einsperren, Herr Gerkhan..." gab Schrankmann bekannt. Auch Kim Krüger war völlig sprachlos.
Semir fuhr eine Freundin nach der Anderen ab. Doch meistens waren diese Frauen bereits in glücklichen Beziehungen oder hatten Ben als Abenteuer angesehen. Nur einer konnte Semir nicht glauben dass sie sich so einfach hatte abspeisen lassen. „Der Mistkerl hat es nicht anders verdient…“ fauchte sie. Semir sah sie an. « Was hat er verdient? » fragte er sofort, denn bisher hatte er nichts gesagt. „Na weshalb Sie hier sind.“ kam die schnippische Antwort. „ich verstehe nicht ganz, wollen Sie sagen, dass Sie mit dem Anschlag auf Ben etwas zu tun haben?“ harkte er nach. Jetzt wirkte die Frau geschockt. „Anschlag? Nein…. Damit habe ich nichts zu tun…ich schwöre. Das war nur dahin gesagt…. » redete sie raus. Doch Semir ließ sich nicht darauf ein. „Würden Sie mir bitte erzählen, was Sie dann damit meinten?“ bat er die Frau. „Ich … okay… als ich mich vor drei Monaten von ihm trennte, da war ich wütend. Er hatte sich diese blonde Kuh genommen und ist mit ihr nach Dubai geflogen. Ich war doch diejenige die er gekränkt hatte. Ich war die, die verletzt wurde. Meine Gefühle hat er mit Füßen getreten. Ich habe ihm die Pest an den Hals gewünscht.“ kam von der jungen schwarzhaarigen Frau. Semir nickte. „Kennen Sie sich mit der Medizin aus?“ harkte er nach. „Nein. Ich bin Kindergärtnerin. Warum fragen Sie?“ kam von ihr die Gegenfrage. „Das interessiert nicht. Danke für die Auskunft.“ lächelte Semir freundlich und verließ die Frau.
So ging es eine ganze Weile weiter. „Mann Ben…. Du hast verdammt viele Herzen gebrochen…“ stöhnte Semir. « Semir ! Ich habe hier noch eine Vanessa Schneider. Sie ist Krankenschwester in der Düsseldorfer Uniklinik. Bis vor vier Wochen war sie mit Ben zusammen.“ Kam von Susanne über Funk. „Gut ich fahre hin.“ gab Semir durch und fuhr nach Düsseldorf. „Gerkhan ,Kripo Autobahn. Wo finde ich Frau Vanessa Schneider?“ fragte er an der Information. „Station 7…“ gab der Mann dort durch. Semir bedankte sich und fuhr mit dem Fahrstuhl auf die Station. Dort fragte er sich erneut durch und wurde an die Stationsschwester verwiesen. „Ach…die Vani… ja sicher. Was wollen Sie denn von ihr?“ fragte sie sofort. „Das würde ich ihr gern selbst sagen.“ lächelte Semir freundlich. „Na dann kommen Sie mal mit..“ die Oberschwester ging vor. In einem der Räume wurde er dann mit Vanessa bekannt gemacht. „Was wollen Sie denn von mir? Ben und ich… das war mal. Er wollte nicht mehr und von mir aus soll er krepieren…“ kam kalt von der Schwester. „Was hat er Ihnen getan?“ fragte Semir nach. „Er hat mich einfach verlassen. Schluss gemacht durch eine SMS. Das ist doch wohl echt die Härte oder? Was hat er einen Grippevirus? Aids? Mir ist es völlig egal.“ fauchte Vanessa. „Er wird vermutlich sterben…“ erklärte Semir leise. „Dann ist das Ziel ja erreicht.“ höhnte Vanessa. „haben Sie was damit zu tun?“ harkte Semir nach. Vanessa zog die Schultern hoch. „Vielleicht… Vielleicht nicht… mir ist es egal… wie ich schon sagte … von mir aus soll er krepieren.“ lachte sie höhnisch. „Gut… dann verhafte ich Sie jetzt weil der Verdacht besteht, dass Sie mit der Erkrankung von Ben Jäger zu tun haben. Ich werde Sie daran hindern, es noch einmal zu versuchen. Würden Sie mir bitte folgen…“ bat Semir die Frau. „Das ist ein Witz, oder?“ fragte sie erstaunt. „Nein…. Bitte kommen Sie!“ befahl Semir nun etwas lauter.
Bis JETZT... Das ist doch schon komisch, findest du nicht Elli?
Wie schön das meine Storys zum Nachdenken anregen...
Semir sah sie an. „Chefin… wenn diese Leute von mir verlangen niemanden etwas zu sagen, dann werde …“ fing er an. „Sie werden mir sagen. Egal was! Das ist ein Befehl. Lassen Sie sich nicht zu einem kleinen Befehlsempfänger von Verbrechern machen.“ Kam von Kim. In der Stimme klang etwas Sonderbares mit. Semir nickte nur. „Ich will nur nicht, das Ben etwas passiert. Meine Familie… wir müssen auch damit rechnen, dass sie mir meine Familie nehmen. Bitte…“ flehte er regelrecht. „Wir werden Andrea und Aida nicht aus den Augen lassen .Das gesamte Haus ist abgeschirmt.“ Versprach Kim. „Danke Chefin…Wenigstens können sie geschützt werden. Bei Ben habe ich versagt…“ sagte Semir leise. „Das ist Unsinn und das wissen Sie verdammt genau. Wir sind davon ausgegangen, das Gerner tot ist. Wer konnte denn mit so etwas rechnen…“ wollte Kim wissen. „Ich hätte es wissen müssen. Ich war Jahrelang hinter diesem Mistkerl her. Ich hätte wissen müssen, dass es nicht so einfach werden würde. Ben ahnte es bereits seit wir den Leichnam gefunden haben. Ich hätte auf ihn hören sollen.“ kam bitter von Semir. Er konnte sich nicht verzeihen, dass er versagt hatte.
Ben wagte sich nicht zu rühren. Immer wieder sah er auf den Tiger, der zwar durch ein Gitter von ihm getrennt war, dennoch dicht genug an ihn herankam. Die Tür ging auf und es kam ein Mann herein. „Na… fühlst du dich wohl?“ fragte er Ben. Aus der Stimme klang triefender Hohn. „Was wollen Sie von mir hören?“ stellte Ben die Gegenfrage. „Nun… ich denke wir sollten Khan doch mal die Gelegenheit geben an dir zu schnüffeln…“ grinste der Mann und ging tatsächlich zum Käfig. Er griff an das Schloss und steckte den Schlüssel rein. Er öffnete die Tür und tatsächlich kam der Tiger aus dem Käfig. Er ging in Bens Richtung. „Sie tun sehr gut daran, sich nicht zu bewegen…“ lachte der Mann und klopfte dem Tiger auf die linke Brustseite. „Khan kann sehr unangenehm werden. Einen schönen Aufenthalt noch…“ grinste der Mann und verließ den Raum. Ben zog sich zusammen. Ihm gefiel es überhaupt nicht, dass der Tiger frei war. Doch dagegen konnte er nicht viel machen. Der Tiger kam immer näher und Ben leckte sich sehr nervös über die Lippen. Ob der Tiger spürte, dass er Angst hatte?
sooo hier der letzte Beitrag für heute
Ben wachte auf. Er fühlte sich warm und kalt zugleich. „Hallo…Herr Jäger. Ich hoffe es geht Ihnen gut…“ hörte er eine Frau sprechen. Er sah sie an. „Was ist los?“ fragte er schwach. „Sie sind von einer Malariaart infiziert die es eigentlich gar nicht gibt. Aber wir sind dabei, die Krankheit zu besiegen. Aber erst muss ich noch einmal Blut abnehmen. Es wird etwas pieksen…“ sagte die unbekannte Schöne an seinem Bett. „Wenn Sie mir danach Ihre Telefonnummer geben, dann verzeihe ich Ihnen.“ lächelte er schwach. Sie sah ihn erstaunt an. „Na … Ihnen scheint es ja schon viel Besser zu gehen, wenn Sie versuchen mit Ihrer Ärztin anzubändeln.“ lachte sie tadelnd. Ben schloss die Augen. „Wer weiß wie lange ich noch habe..“ sagte er und verzog das Gesicht, als die Nadel sich in seine Vene bohrte. Er sah nicht hin als sich die Spitze füllte. „Wie lange wird es dauern, bis ich raus kann?“ wollte er wissen. „Wir müssen erst einmal wissen, was für Bakterien bei Ihnen hausen. Bisher ist nur sicher, dass es eine Malariaart ist, die es eigentlich nicht gibt, wie ich schon sagte. Aber Sie werden noch eine ganze Weile in meiner Obhut bleiben.“ versprach sie. „Wie heißen Sie?“ harkte Ben nach. „Anita…Laufseidler… ich bin für Tropenkrankheiten qualifiziert. Derzeit forsche ich an verschiedenen Malariamitteln und von daher sind Sie bei mir genau richtig.“ lächelte sie. „Ben….Jäger…“ gab er schwach zurück und schloss die Augen. „Ich habe Durst…“ bat er. „Ich gebe Ihnen gleich was… Und dann sollten Sie wieder schlafen. Es ist das Beste was Sie derzeit tun können.“ meinte Anita nur. Ben nickte.
Susanne… du musst mir bitte von allen Namen die du hier drin stehen hast, die Adressen raus suchen.“ bat Semir als er wieder in der PAST war. Susanne blätterte das Büchlein durch. „Whow…. Das sind ja einige…“ staunte sie. „Ja… alles Exfreundinnen von Ben. Ich brauche alle Adressen und zwar am Besten Gestern…“ lächelte Semir sie an. Susanne nickte. „Die ersten wirst du schnell haben aber nicht alle…“ meinte sie dann. „Ein paar reichen für den Anfang. Und alle anderen schickst du mir dann per SMS.“ nickte Semir. Zehn Minuten später hatte Semir vier von den Adressen. Er fuhr umgehend los. Die erste Fahrt ging nach Siegburg. Dort wohnte eine gewissen Anneliese Krüger. Semir klingelte an der Tür. „Ja bitte?“ fragte ihn eine blonde junge Frau. „Frau Anneliese Krüger?“ fragte Semir zur Sicherheit. « Ja? » bestätigte sie. »Semir Gerkhan… Kripo Autobahn. Sie kennen einen gewissen Ben Jäger? » wollte Semir wissen. « Ja…. Ich war mal ein paar Monate mit ihm zusammen. Warum fragen Sie? » kam nun die Gegenfrage. « Könnten wir das vielleicht drinnen besprechen? » bat Semir. « Ja sicher… kommen Sie herein. » lächelte die Frau ihn an. Semir ließ sich ins Wohnzimmer führen. „Was ist denn mit Ben? Ich meine wir sind seit gut eineinhalb Jahren nicht mehr zusammen.“ Gab Anneliese zu. Semir sah sie an. „Haben Sie Schluss gemacht, oder ging es von Ben aus?“ fragte er. „Ich habe Schluss gemacht. Damals hatte er beim LKA einige Jobs die mir ziemlich an die Nerven gingen. Ich wollte das nicht mehr..“ erklärte sie .Semir nickte. „Dann ist es schon okay…. Mehr wollte ich nicht wissen…“ sagte er leise. „Was ist mit Ben?“ fragte sie. „Es ist alles okay… Danke für die Auskunft.“ lächelte Semir sie an und verließ die Wohnung.
Am Nachmittag fuhr auch Susanne ins Krankenhaus. Sie wurde zu Ben gebracht und musste weinen, als sie da so liegen sah. Er war so blass und sah extrem krank aus. „Hey… Ben….“ Sagte sie leise mit einer erstickten Stimme. „Weißt du eigentlich, dass du uns sehr viel Kummer bereitest? Was ist nur mit dir…?“ fragte sie. Ben schlief tief und fest. Er bekam vermutlich nicht einmal mit, dass sie hier war. „Semir dreht am Rad… genau wie wir. Selbst die Chefin macht sich Sorgen. Ben…. Warum?“ fragte sie. Es kam keine Antwort, keine Regung. Ben lag einfach nur da. „Tja… du bist nicht gerade gesprächig heute. Vielleicht sollte ich dich einfach schlafen lassen. Ich liebe dich, Ben… Bitte halt durch. Kämpf gegen das an, was dich befallen hat… bitte… wir brauchen dich……“ fing sie an. Nur kurz regte sich Ben. Doch die Augen blieben geschlossen. Der Atem ging stoßweise und schwer. Susanne streichelte sein Gesicht und erschrak leicht als sie spürte wie heiß es war. „Ich muss leider wieder. Die Chefin braucht mich ja und Semir… Halt durch bitte…“ flehte sie wieder und verließ anschließend das Krankenhaus.
Aber das wirst du doch nicht zulassen oder?
wie kann ich denn da nein sagen.... Habe doch auch eine Schutzfunktion euch gegenüber....
so etwsa früher als eigentlich gedacht....
Anita überprüfte die Daten von Ben. Das Fieber war etwas gesunken, aber der Kreislauf und auch der Blutdruck waren im Keller. Sie zog eine Spritze auf und gab sie ihm. Dr. Voedanli kam herein. „Was verabreichen Sie ihm?“ fragte er freundlich. „Etwas damit der Blutdruck sich stabilisiert. Das Fieber habe ich schon runter…“ erklärte Anita. Der Arzt nickte. „Das ist ja schon mal etwas. Ich bin dem ganzen nicht ganz offen gegenüber, aber wenn das Mittel wirklich wirkt, dann haben Sie den Durchbruch geschaffen. Trotzdem würde ich nur zu gern wissen wie es ihm beigebracht wurde. Es wäre schon sehr interessant, weil es sich zu einer Biologischen Waffe machen lässt. Wenn er es zum Beispiel über die Nahrung zu sich genommen hat, dann ist es eine Katastrophe…“ sagte er bedenklich. Anita nickte. „Ja aber man könnte es ihm auch injiziert haben. Dann haben wir nur das Problem, bei wem es gewesen sein könnte. Vielleicht Freunde, die in der Medizin tätig sind. Nur das muss sein Dienstpartner herausfinden.“ kam von ihr. Gemeinsam mit dem Arzt ging sie in die Kantine um etwas zu essen und über den Fall zu sprechen. Noch nie wurde sie von diesem Arzt für ernst genommen. Doch jetzt schien es soweit zu sein. Er sieht sie und er spricht mit ihr. Das war schon mal ein Anfang.
Semir war nach vier Stunden Schlaf wieder im Büro. Andrea sah ihm traurig nach aber sie konnte es sehr gut verstehen, denn schließlich war Ben für Semir mehr als nur der Partner. Und nun sollte er ihn wieder verlieren? „Pass gut auf dich auf…“ sagte sie bevor er gefahren war. Semir machte sich einen Kaffee und ließ sich auf seinen Stuhl sinken. Er versuchte sich zusammen zu stellen, wer Ben so etwas antun wollte. Wo lag der Sinn? Das konnte eigentlich nur die Familie beantworten. Vielleicht waren es Exfreundinnen die ihm was Böses wollten. Er sah auf die Uhr. Fünf Uhr morgens. Zu früh um Konrad Jäger zu befragen. Also beschloss er noch einmal die Wohnung von Ben zu durchstöbern. Vielleicht fand er ja Briefe von Ben, die ihn auf die richtige Spur brachten. Irgendwas musste doch zu finden sein. Ein winziger Hinweis… Das Notizbuch… ja Ben führte doch ein Telefonbuch nicht nur im Handy. Er hatte sicher tausend Nummern von Mädchen denen er das Herz zerbrochen hatte. Der Hoffnungsschimmer beflügelte Semir und tatsächlich fand er ein kleines schwarzes Büchlein. Er schlug es auf. Annette, Anneliese…. Ariane…Bettina… las Semir die Namen durch und stöhnte. « Das wird verdammt lange dauern, bis ich die Namen durchgelesen habe, du verdammter Casanova… » fluchte er leise. Dann musste er doch grinsen und fing an die Namen zu studieren. Bei allen waren die Telefonnummern beigeschrieben „Das bekomme ich vermutlich wunde Finger vom wählen und eine Ohrentzündung beim Telefonieren.“ grinste er leise. Er steckte das Buch ein und verließ die Wohnung.
Hallo Bexx.... freu mich dass du mitschreibst... wirklich gut.... es spricht nichts dagegen, ist doch eine GS und jeder darf mitschreiben, der es sich zutraut...
„Gerkhan… du solltest deine Füße stillhalten, wenn du nicht willst, das deinem jungen Partner was passiert. Ich werde dich kontaktieren, also halte dich bereit von deinem neuen Boss die Befehle entgegen zu nehmen und auszuführen. Ich habe dich in der Hand. Vergiss das nie…“ las er. „Dieses verdammte Schwein…“ stieß Semir wütend aus und ließ den Brief senken. Es war klar wer Ben hatte. Gerner… er war nicht tot. Wo zum Teufel konnte Ben stecken. Semir rief Kim an. „Chefin… Gerner hat Ben geschnappt. Seine Maschine steht keine 500 m von der PAST entfernt. Ich brauche Hartmut hier…“ sagte er leise. „Semir! Sie kommen umgehend zu mir ins Büro. Sofort! Ohne Umwege!“ befahl Kim kühl. „Ja Chefin…“ gab Semir nur und ging tatsächlich in Richtung PAST. Er hielt Bens Handy in der Hand. Dann sah er über den Seitenstreifen und auf das Grasland was direkt dahinter begann. „Wo steckst du, Partner…“ stieß er aus und ging weiter. Er bemerkte nicht, dass er beobachtet wurde.
„Oh sieh mal an… er ist ja ganz geknickt…“ lachte Gerner der nicht weit von der Stelle war. Seine Leute hatten Ben Jäger bereits ins Versteckt gebracht. Schon heute Abend werden sich die Beiden hören. Ben Jäger darf mit Gerkhan sprechen und ihm sagen, dass er nichts unternehmen sollte, was ihm schadet. „Tja… so wird der Bulle alles tun, was ich will. Ich habe ihn in der Hand.“ Grinste er und startete den Motor seines Wagens. Er fuhr nach Köln und wollte sich schon sehr bald mit Jäger unterhalten. Dieser schlief vermutlich noch. Das Mittel was man ihm verabreicht hatte, hielt einige Stunden an. Gerner erwischte sich dabei Semir direkt anzurufen um ihn den Ernst der Lage noch einmal deutlich zu machen, doch dann verzichtete er doch darauf.
„Semir! Wenn Gerner noch lebt, dann müssen wir …“ fing Kim an. „Er lebt. Ben hatte von Anfang an Recht. Ich habe mir den Toten in der Pathologie angesehen. Er gleicht dem Kerl wie ein Ei dem Anderen. Er sieht genauso aus…“ unterbrach Semir sie. Susanne stürmte herein. „Ist ja auch kein Wunder. Gerner hat noch zwei Geschwister… sie sind eineiige Drillinge.“ Gab sie bekannt. Semir sah sie erstaunt an. „Drillinge? Oh verdammt….“ Stieß Semir aus. „Der Brief besagt, dass sie was von Ihnen wollen. Können Sie sich vorstellen was es ist?“ wollte Kim wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… nicht wirklich… aber es ist auch egal… ich werde alles tun, um Bens Leben zu schützen.“ gab er bekannt.
Also... ich wäre überaus glücklich, wenn es noch etwas zur Kaffee-Zeit, zum Abendbrot und als Mitternachtssnack geben würde! *ggg*
Mann bist du gierig... ![]()
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aber darüber können wir sprechen. Sobald ich vom Krankenbesuch zurück bin, gibt es einen weiteren TEil.... so gegen sechs.... bis dahin... müsst ihr euch leider gedulden.
Hallo.... wann geht es denn hier mal weiter???? Ich will mehr lesen.... vorallem will ich wissen wie es dem Brummbären Hotte geht? Also ran an die Tasten und schreiben!!!! ![]()
Mittagessen....!!!
„Herr Gerkhan… ich lehne es ab. Sie können es nicht entscheiden. Sie sind nicht mit Herrn Jäger verwandt.“ Kam von Dr. Voedanli. „Dann werde ich Ihnen jemanden besorgen, der es entscheiden kann. Frau… Anita…? Wie schnell muss die Entscheidung fallen?“ wollte Semir von der Forscherin erfahren. „Wenn Sie mir das Ergebnis in einer Stunde mitteilen, dann dürfte es reichen.“ gab sie leise von sich. „Das werden Sie bekommen.“ nickte Semir und verschwand aus dem Krankenhaus. Er jagte seinen BMW durch die Strasse, auf die Autobahn und war eine halbe Stunde später bei Bens Vater im Büro. „Herr Gerkhan? Ist was mit Ben?“ kam sofort die bange Frage. Semir nickte. „Ich will Sie abholen… keine Zeit für weitere Erklärungen… Ich werde Ihnen auf der Fahrt alles sagen..“ kam von Semir ohne auf die Frage einzugehen. Konrad Jäger nickte. „Martina… ich muss weg. Eine dringende Familienangelegenheit … sagen Sie alle Termine für heute ab!“ gab er durch die Gegensprechanlage. „Ja selbstverständlich Herr Jäger“ kam als Antwort. Konrad nahm seine Jacke und ließ sich von Semir zur Uniklinik bringen. „Was ist passiert?“ fragte Konrad auf dem Weg dorthin. Semir berichtete was er wusste. „Worauf warten Sie? Blaulicht! Sirene!“ kam nervös von Konrad als er alles gehört hatte. Knappe 50 Minuten nach dem Gespräch mit Anita waren Semir und Konrad in der Klinik. Konrad musste nicht lange überlegen und ließ Anita das Mittel holen. Der Arzt sah mit gemischten Gefühlen, wie Anita Ben die Spritze setzte.
Konrad setzte sich an das Bett seines Sohnes und ergriff die Hand. „Er glüht ja richtig.“ sagte er entsetzt und sah Anita an. „Ja… ich weiß… es könnte sein, dass es jetzt noch etwas höher steigt. Ich habe ja Herrn Gerkhan schon erklärt, dass es ein anderes Gift ist, was ich ihm gespritzt habe. Aber ich bin mir sicher, dass es wirkt. Nur ein paar Tage muss er noch durchhalten.“ erklärte die junge Forscherin. „Wenn das hier klappen sollte, dann werden Ihre Forschungen bald sehr tatkräftig unterstützt werden.“ Versprach Konrad ohne den Blick von seinem Sohn zu nehmen. „Danke das ist sehr nett, aber ich würde mich freuen, wenn Ihr Sohn hier wieder gesund wird. Dann wird das Geld von ganz allein fließen.“ lächelte sie. Konrad nickte nur. „Haben Sie schon Patent auf das Medikament angemeldet?“ wollte er wissen. Anita schüttelte den Kopf. „Erst muss sich beweisen, dass es hilft. Er ist ein sogenannter Prototyp. Und was bei ihm wirkt muss nicht bei jedem wirken.“ erklärte Anita weiter. Sie überprüfte Puls und Blutdruck. „Ich wusste es… beides steigt an. Aber ich werde es beobachten. Ich werde Sie anrufen, sobald sich etwas ändert.“ Versprach sie und bat die beiden Männer das Krankenhaus zu verlassen. Semir warf noch einmal einen Blick auf seinen Partner und nickte dann. „Danke…“ sagte er leise. Anita lächelte beruhigend. « Nur keine Sorge… er ist stark und jung. Er wird es schaffen. » nickte sie ihn an. « Ihr Vertrauen möchte ich haben. Aber vielleicht haben Sie Recht. Er ist stark genug… Meine Handynummer…“ sagte Semir und gab ihr die Visitenkarte. „Egal wann….“ hängte er noch an. Dann brachte er Konrad nach Hause und fuhr anschließend selbst heim.