Beiträge von Elvira

    Andrea beäugte das Tier, welches dort jaulte. Sie hatte zwar Angst, dennoch ging sie auf das Tier zur. „Na du…? Bist auch eingesperrt wie wir, was?“ sprach sie mit dem Tier. Die Wölfin legte den Kopf schief und stellte die Ohren auf. Andrea beobachtete das Tier sehr genau. Sie wedelte mit dem Schwanz. „Hey… wir könnten sicher Freunde werden…? Redete Andrea und streckte die Hand nach dem Tier aus. Sie wusste, dass dieser Wolf zubeißen konnte, aber irgendwie schien sie zu ahnen, dass dieses Tier es gar nicht wollte. Sie fing an den Wolf zu streicheln und es schien es wirklich zu genießen. „Du bist ja eine ganz Schöne…“ lächelte Andrea und kraulte dem Tier den Kopf. Der Wolf legte sich so nah an das Gitter, das Andrea den ganzen Körper streicheln konnte. „Siehst du… wir können wirklich Freunde sein…“ Nun kam auch Aida zu ihr und fing auch an, das Tier zu streicheln. Der Wolf schnupperte kurz an dem Kind und leckte dann schnell mit der Zunge durch das Gesicht. Andrea holte etwas von dem Essen, was Gerner ihr gebracht hatte und gab dem Tier eines der Fleischstückchen. Gierig fraß das Tier. Scheinbar schien Gerner nicht viel von der Verpflegung des Tieres zu halten. „Siehst du? Hast du auch Durst?“ fragte Andrea und wieder legte das Tier den Kopf schief. Es schien genau zu verstehen, was Andrea sagte. Sie nahm die Wasserflasche und gab dem Tier zu trinken. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass dieses Tier zwar nichts tun konnte um Gerner aufzuhalten, aber sie konnte sich und Aida etwas ablenken.

    Semir kam am Zollamt an. Die ganze Zeit sah er im Auto nach und suchte nach einer Kamera. Doch er fand sie nicht. War es vielleicht nur ein Trick? Nein…. Woher konnte Gerner sonst das mit dem Beinahe-Unfall wissen. Verfolgte er ihn? Auch das schloss Semir aus. Das hätte er sicher bemerkt. Oder etwa nicht? Was wenn Gerner es so gut machte, dass man ihn nicht bemerken konnte? Vielleicht war das der Grund warum Jan es nicht bemerkte? Semir stieg aus und betrat das Gebäude. Er überlegte sich wie er dem Zollbeamten deutlich machen könnte, dass er diese Papiere bräuchte. Er meldete sich am Zollschalter und wollte den Vorgesetzten sprechen. „Guten Tag…Herr Gerkhan. Ich bin Hubert Crosswerth. Was kann ich für die Autobahnpolizei tun?“ lächelte ihn kurz darauf ein weißhaariger Mann an. „Herr Crosswerth… es ist nicht ganz einfach… aber wir haben vor kurzem einen Wagen angehalten, der diverse Formulare im Kofferraum haben. Unter Anderem auch Einfuhrpapiere für Tiere. Ich bin gerade unterwegs einige Originalvordrucke zu bekommen, um die Fälschungen eindeutig nachzuweisen.“ Erklärte Semir fadenscheinig. Crosswerth lachte leise. „Herr Gerkhan…. Ich halte das für ziemlich ungewöhnlich. Ich meine selbst wenn diese Zollpapiere nicht das Originalformular wäre, würde das nicht dazu führen, dass man Tiere einführen kann. Dazu ist nun wirklich mehr erforderlich…“ lehnte der Mann Semirs Wunsch ab. Semir nickte. War vermutlich ein dämlicher Einfall, dachte er. Doch er konnte nicht zurück. Er musste diese Variante weiterspielen. „Dennoch möchte ich Sie bitten, mir ein paar Exemplare geben würden… es ist wirklich sehr wichtig.“ Semir legte einen kleinen Nachdruck in seine Worte. Crosswerth atmete tief ein. „ich nehme an, Sie haben eines der Fälschungen bei sich, oder?“ harkte er nach. „Nein…“ gab er zu.

    Crosswerth beobachtete den Mann vor ihm. Der Ausweis war echt. Dieser Mann war tatsächlich Polizist, aber er war auffällig nervös. Irgendwas in ihm sagte, dass er helfen musste. „Herr Gerkhan… bitte halten Sie mich nicht für voreingenommen, aber ich halte diese Sache mit den Fälschungen für absoluten Blödsinn.“ gab er bekannt und stand auf.

    Er sah das Gerät an….“Du verdammtes Schwein….ich mach dich fertig…“ stieß er aus. In diesen Worten lag der gesamte Hass, den Semir für diesen Mann empfand. Er ließ sich von der Liege gleiten und zog seine Schuhe an. Dann verließ er ohne gesehen zu werden die Klinik. Doch nun kam ein weiteres Problem. Er hatte ja gar kein Auto… „Wozu gibt es Taxis…“ sagte er leise und ging auf einen der Fahrzeuge zu. Er ließ sich nach Hause fahren um sich dort seinen BMW zu besorgen. Doch er konnte nicht anders. Er ging ins Haus und als er das Bett seiner Tochter sah, fing er an zu weinen. Er drückte das kleine Stofftier, welches Aida immer zum Einschlafen brauchte, fest an sich. „Ich werde dich und Mama finden und ich werde euch retten…“ schwor er. Dann stieg er entschlossen in seinen BMW und wollte losfahren, als hinter ihm ein Wagen anhielt. Jan stieg aus. „Semir? Was tust du hier?“ wollte er wissen. Semir sah ihn mit rötlich verweinten Augen an. „Ich werde meine Familie retten, Jan. Bitte halt mich nicht auf.“ Kam leise von ihm. „Er hat sich gemeldet?“ fragte Jan nach. Semir nickte. „Also gut… wir werden zusammen operieren. Was will er?“ harkte Jan nach. „Ich soll ihm....“ Semir überlegte ob er Jan einweihen sollte, doch dann entschied er sich dagegen, „… ich soll ihm etwas bringen. Für diese Sache wird er dann Aida frei lassen.“ erklärte er mit fester Stimme. „Was?“ harkte Jan nach. Semir sah ihn an. „Es ist egal… ich werde tun, was er verlangt. Kümmere dich bitte um Ben und vergiss mich einfach.“ sagte Semir.

    Ben erholte sich zusehends, seine Schwester saß an seinem Bett und erzählte ihm was sie und ihr Mann auf der Hochzeitsreise erlebt hatten. „Ihr hättet nicht abbrechen sollen. Nur wegen mich..“ lächelte Ben schwach. „Für dich? Ich wäre für dich gestorben, wenn es sein müsste. Endlich habe ich mal die Gelegenheit dir etwas Gutes zu tun.“ Gab Julia zurück. Ben setzte sich auf. „Julia… ich werde schon wieder. Ich weiß nicht genau was passiert ist, scheinbar spritzen mir die Ärzte hier etwas, damit ich vergesse. Ich erinnere mich nur an Tropfen die ständig fallen und…und mich in den Wahnsinn treiben…“ erzählte Ben leise. Julia nickte. Sie hatte von Semir nur eine kurze Einweisung erhalten, was passiert war, aber schon das genügte um ihr einen Schauer nach dem Anderen über den Rücken zu jagen. Sie verstand nicht, wie Menschen so grausam sein konnten. Warum? „Was ist mit Semir?“ wollte Ben wissen und holte sie aus ihren Gedanken zurück. „Er kommt sicher gleich..“ versprach Julia. Die Tür ging tatsächlich auf, aber es war nicht Semir, der dort rein kam. Diesen Mann kannte Ben nicht. „Hallo… ich bin Jan Richter…“ stellte sich der Mann vor. „Wer sind Sie und was wollen Sie?“ kam forsch von Ben. Er hatte das Gefühl, dass dieser Mann nichts Gutes wollte. Er zog sich zusammen. „Was wollen Sie von mir?“ wiederholte er die Frage. Auch Julia sah den Mann an. Hatte er etwas mit dem zu tun, was Ben widerfahren war? Sie war bereit ihren großen Bruder zu verteidigen… wenn es sein musste mit ihrem Leben. Sie stand auf und stellte sich schützend vor Ben.

    Danke für die Feeds aber irgendwie sehe ich auch, das eine Sommerpause angesagt ist.... sooo wenige Feeds geht doch gar nicht. Na.. vielleicht wird es in der nächsten Story die für Gitti gedacht ist, besser... Ja Gitti... du hast richtig gelesen. Deine Story ist fertig... ;)

    „Hey.. Partner… du weißt gar nicht wie gut du es hast…“ sagte Semir leise. Wieder zuckte Bens Hand. Doch diesmal drückte sie die von Semir. „Wieso geraten wir immer von einem Schlamassel in den nächsten…. Weißt du… Gerner… er ist nicht tot… er hat… er hat Andrea und Aida. Er will dass ich für ihn arbeite. Aber ich kann dich doch nicht allein lassen. Ich kann doch nicht….ich weiß nicht was ich tun soll….“ Semir weinte. „Semir….“ kam leise von Ben. „Hey… du bist ja wach…“ versuchte Semir zu scherzen. „Tu, was er verlangt. Hilf Andrea und Aida…ich … ich schaffe es schon…“ lächelte Ben ihm zu. „Aber du bist…ich meine du hast…“ fing Semir an. „Ja ich weiß… mach dir um mich keine Sorgen. Ich bin jetzt nicht wichtig…Schnapp dir diesen Mistkerl…“ munterte Ben ihn auf. „Ich werde dir aber Wachen an die Tür stellen. Nicht das Gerner zu dir kommen kann. Ich traue ihm alles zu.“ erklärte Semir leise und drückte seine Hand. Doch Ben schlief schon wieder. Etwas irritiert sah Semir ihn an. Hatte er nur geträumt mit Ben zu sprechen? Konnte er selbst schon so verwirrt sein, dass er sich das eingebildet hatte? „Ben?“ fragte er leise nach. Doch sein Partner sagte nichts mehr. Er schlief tief und fest. Semir fuhr mit seiner Hand durch das Gesicht. Er war fertig… er war wie Ben ein nervliches Wrack…

    Mark fuhr zur KTU. „Herr Freund?“ rief er durch die Halle. „Ja Moment…“ kam von hinten. Nur wenig später stand ein rothaariger junger Mann in grauem Kittel vor ihm. „Jan Richter schickt mich. Ich habe hier das Handy von Herrn Gerkhan. Da ist ein Video drauf und…“ erklärte Mark. Hartmut nahm es und ließ sich das Video anzeigen. „Oh…“ machte er nur. „Jan Richter sagte, Sie können vielleicht mehr damit anfangen..“ erklärte Mark weiter. Hartmut nickte. „Ja sicher…. Ich mache mich sofort an die Arbeit. Wo kann ich Jan erreichen?“ harkte Hartmut nach. Mark gab ihm seine Handynummer. „Ich fahre wieder in die Klinik…“ erklärte er und fuhr ab. Hartmut sah den jungen Kommissaren nach. „Netter Mensch…“ murmelte er und machte sich an die Arbeit.

    Jan sah auf, als Semir aus der Tür kam. Er sah natürlich sofort, das Semir geweint hatte. „So… wir können los…“ erklärte er. „Was? Ich dachte du wolltest hier bleiben?“ kam erstaunt von Jan. „Ich werde diesem Mistkerl zeigen, dass ich mich nicht beuge. Wir müssen herausfinden wo Gerner meine Familie hingebracht hat. Es muss ein großes Gebäude sein. Dort stehen Käfige und dort sind wilde Tiere. Also kann es nur ein stillgelegtes Gelände sein. Er muss dort ungestört sein. Susanne soll alles über diesen Gerner zusammentragen. Irgendwo muss er die Tiere ja her haben. Und er muss sie versorgen. Also braucht er Futter und das bekommst du nicht einfach so….Ich werde ihn fertig machen. Schon allein dafür was er Ben angetan hat, gehört er hinter Gitter. Er hat sich mit dem Falschen angelegt…“ drohte Semir. Jan hielt ihn fest. „Semir…. Bitte… versuch erst einmal zu schlafen. Du wirst zusammen klappen. Damit hilfst du Andrea und Aida nicht. Ich helfe dir, aber bitte leg dich schlafen. Wir werden morgen umgehend anfangen. Hartmut wird sicher was finden und dann können wir gezielt anfangen zu suchen. Ich bitte dich als Freund.“ redete er auf seinen Expartner ein.

    „Diese verdammte Schlampe…diese verdammte…“ fluchte Gerner weiter. Er sah in den Käfig wo das kleine Mädchen war und ihn ängstlich ansah. „Hey.. meine Kleine.. willst du was spielen?“ fragte er sanft. Aida fing an zu weinen. „MAMA….“ Schrie sie laut. Gerner lachte. „Du willst zu der Mama? Weißt du was… ich bringe dich hin. Die Mama darf dich sehen, und streicheln… aber sie wird dich nicht in den Arm nehmen können. Das ist eine gerechte Strafe für die Mama…“ lachte er. ER nahm den kleinen Käfig und trug ihn in den Raum, wo er Andrea eingesperrt hatte. „Hier ist dein Schätzchen… Andrea… ich darf doch Andrea sagen oder?“ verhöhnte er die Frau die sofort zu ihm kam. „In die ECKE!!“ schrie Gerner sie an. „Geh in die Ecke oder dein Bald ist Tigerfutter. Chow hat immer Hunger…“ drohte er und hielt den Käfig mit Aida dicht an den Tiger in dem anderen Käfig direkt neben Andrea. „NEIN… okay… bitte geben Sie mir die Kleine… sie hat Angst bitte…“ flehte Andrea leise. Gerner lachte. „Siehst du meine Kleine… die Mama hat Angst um dich… das kann ich sehr gut für mich ausnutzen. So und nun darfst du zur Mama..“ lachte er und schloss den Käfig von Andrea auf. Er stellte den Käfig mit Aida in die Mitte. Andrea ging sofort zu ihr, aber der Käfig mit Aida war verschlossen. „Bitte ich möchte sie in den Arm nehmen… bitte…“ versuchte Andrea Gerner zu überreden. Doch dieser lachte nur und schüttelte den Kopf. „Du kannst weitere Annehmlichkeiten erarbeiten. Aber nicht heute… sei froh dass du sie überhaupt noch mal sehen darfst…“ verhöhnte er die Frau. Andrea setzte sich neben Aidas Käfig und hielt ihrer Tochter die Hand. Sanft streichelte sie ihr Gesicht. „Der Papa holt uns hier raus…hörst du….. keine Angst mein Schatz. Mama ist hier..“ spracht sie leise auf Aida ein. Das Kind beruhigte sich langsam

    Semir hatte sich ausgetobt. ER saß einfach nur auf dem Stuhl und sah auf den Boden. „Semir… ich gebe mir selbst Schuld an dieser Sache. Ich…“ versuchte Jan. Semir sah ihn an. „Tu mir ein Gefallen… Halt die Klappe…“ stieß Semir aus. Jan nickte. Mark sah von einem zum Anderen. „Wir sollten zusammen arbeiten. Vorwürfe helfen uns nicht.“ kam als Versöhnungsversuch von ihm. „Ach… warum? Weil Sie dann die Karriereleiter hochklettern können? Schrankmann wird es sicher begrüßen, wenn sie mich am Boden sieht!“ fauchte Semir wütend. „Jetzt ist gut! Mark ist eh mit Schrankmann aneinander geraten. Es ist meine Schuld nicht seine! Du weißt doch genau, dass Gerner mit allen Wassern gewaschen ist. Er wird Andrea und Aida als Druckmittel gegen dich benutzen. Was könnte er vorhaben?“ wollte Jan wissen. „Pah…. Ihr ward zwei Polizisten und lasst euch von einem Verbrecher ausknocken! Wo bitte ist das okay? Wenn ich zuhause gewesen wäre, dann hätte der Mistkerl meine Frau und meine Tochter nicht bekommen!!!“ schrie Semir wütend durch den Flur im Krankenhaus und rief auch die Schwester und einen Arzt auf den Plan. „Ich möchte Sie bitten, ruhiger zu sein. Es ist ein Krankenhaus und wir haben hier Leute, die Ruhe brauchen…“ fauchte die Oberschwester. „Entschuldigung…“ kam kleinlaut von Semir. „Semir… lass uns bitte alle zusammen versuchen diesen Mistkerl in die Falle zu locken. Du weißt schon… wie früher… Semir wir müssen zusammen arbeiten…hörst du…? Ich lasse mich nicht einfach ins Aus bugsieren.“ Redete Jan auf ihn ein. Semir sah ihn an. In den Augen waren Tränen zu sehen. „Er hat Ben fertig gemacht…. Ich lasse nicht zu, das er Andrea und Aida etwas antut Eher stelle ich mich dem Teufel.“ drohte er leise.

    Es ist kein Programmpunkt des offizekken Fanclubs, des Organisators , sonderen das führt Supercop als Teilnehmer des Fantreffens durch. Von daher wird nicht auf der FTL gedreht, sondern während des Fantreffens auf dem Gelände welches wir bereits seit neun Jahren beanspruchen, nämlich das der Jugendherberge.

    haha.... Chris.... du kannst mich gar nicht übertreffen....

    „NEIN!!! LASST MICH LOS!!! HILFE SEMR!!!“ schrie Ben verzweifelt. Die Pfleger schnallten ihn fest. „Ben!!“ kam von Semir der in den Raum stürmte. „Nicht jetzt, Herr Gerkhan…Bleiben Sie draußen!!“ faucht der Arzt ihn an. „BEN! Es ist alles okay…. Wir sind im Krankenhaus… ganz ruhig…ganz ruhig..“ sprach Semir auf seinen Kollegen ein und ging ans Bett. Er nahm Bens Hand und hielt sie fest. „Semir… die machen uns…fertig… sie wollen uns töten… dieses Tropfen… es macht uns fertig….hilf mir… bitte… hilf mir…“ weinte Ben wie ein kleines Kind. „Es ist alles gut…. Geben Sie ihm doch was…. Sehen Sie nicht wie fertig er ist?“ fragte Semir nach hinten und streichelte Bens Gesicht. Der Arzt zog eine Spritze auf und setzte sie Ben. Es dauerte etwas bis Ben ruhiger wurde. „Ben.. hör mir genau zu. Es kann dir nichts mehr passieren. Gerner ist erledigt. Er ist tot, hörst du… er kann dir nichts mehr tun….ganz ruhig… ganz ruhig…“ redete Semir auf seinen Freund ein. Ben schlief nur wenig später ein. Semir sah zu dem Arzt. „Er ist wahnsinnig geworden, oder?“ fragte er beängstig. Der Psychologe der eintrat und die letzten Worte mitbekommen hatte zuckte mit den Schultern. „Ich habe gehört, welcher Folter er ausgesetzt war. Ja… es kann sehr gut sein. Diese Tropfen ständig auf einer Stelle, es macht wahnsinnig. Aber er muss es nicht sein. Intensive Therapie ist nun angesagt. Wissen Sie wie lange er dem ausgesetzt war?“ wollte der Arzt wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Bei mir war es nicht sehr lang, aber ich habe Angst gehabt, selbst in einer relativ kurzen Zeit. Er hat diese Tortur sicher länger durchgemacht. Gerner, der Mistkerl, er hat ihn gebrochen…er hat ihn….“ Semir ballte die Fäuste und natürlich bemerkte der Psychologe diese Veränderung in Semirs Person sofort. „Beruhigen Sie sich bitte….“ Ermahnte er Semir sofort und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Was?“ kam von Semir erstaunt. Doch er entspannte sich. Immer noch hielt er die Hand von Ben fest.

    Gerner schlich zur Tür und öffnete diese sehr leise. Gelernt ist gelernt, dachte er leise und zog seine Waffe. ER hörte wie dieser Bulle mit der Frau von Gerkhan sprach. Er sah durch den Schlitz und bemerkte das Kind auf dem Arm der Frau. „Sehr schön….“ Lachte er leise und stieß die Tür auf. Der Polizist drehte sich blitzschnell um und wollte die Waffe ziehen. „Lass es lieber!“ warnte Gerner ihn. Die Frau drückte das Kind fest an sich. „Wer sind Sie?“ fragte sie ängstlich. „Das ist Gerner… ich dachte… er sei tot… Andrea… versuche dich in Sicherheit zu bringen. Du und Aida sind sein Ziel…schnell..!“ schrie Jan ihr zu und ging den Mann trotz der Waffe an. Dieser war etwas verblüfft. Andrea rannte mit Aida die Treppe hoch und schloss sich im Zimmer ein. Sie griff zum Telefon und wollte die Kollegen anrufen, doch das Telefon war tot. Gerner hatte die Leitungen gekappt. An alles gedacht, so glaubte er jedenfalls. Doch Andrea hatte ihr Handy im Schlafzimmer liegen, weil sie mit Semir sprechen wollte, wenn er Nachtschicht hatte. Sie schickte ein Gebet los und hoffte das der Akku voll war. Er war es. Andrea rief in der PAST an. „HILFE!! Andrea hier… wir werden überfallen… ich brauche…“ brachte sie noch raus, als die Tür aus den Angeln fiel. Gerner riß ihr das Handy aus der Hand und schlug mit der Waffe gegen Andreas Schläfe. Sie verlor das Bewusstsein und merkte nicht, wie der Mann sie raus brachte. „MAMA…!“ fing Aida an zu weinen. Gerner kam zurück und holte auch das weinende Mädchen. „Na komm… ich bring dich zu Mama..“ lachte er leise und trug das Mädchen aus dem Haus.

    Jan kam zu sich. „Au…verdammt…“ stieß er aus. Er hatte sich von Gerner täuschen lassen und bekam die Quittung in Form von einem Handkantenschlag ins Genick. Jan rieb sich die schmerzende Stelle. „Andrea… fuck….Andrea!!“ rief er. Es kam keine Antwort. Hatte Andrea die Flucht geschafft? Hatte Gerner sie in seiner Gewalt? Was ist mit Semirs Tochter? Fragen die Jan kurz darauf beantwortet wurden. „Ich habe die beiden wichtigsten Frauen in Gerkhans Leben. Richten Sie ihm aus, dass er sie nie wieder sehen wird.“ Stand auf einem Zettel. Jan ließ ihn langsam sinken. Wie um alles in der Welt sollte er das Semir beibringen?

    Na so ganz hat Ben die Folter scheinbar nicht überstanden... bin mal etwas gehässig.... :D

    Am nächsten Morgen schlug Semir die Augen auf und sah sich verwundert um. Wo war er? Was ist passiert? Dann erinnerte er sich daran, dass er bei Ben im Krankenhaus war und dann....? Er dachte etwas nach. Zusammenbruch... ja... er wusste, dass er zusammen gebrochen war. Die Tür ging auf und der Arzt kam herein. „Guten Morgen Herr Gerkhan... wie geht es Ihnen?“ fragte er freundlich. „Ich glaube gut... warum bin ich hier?“ wollte Semir im Gegenzug wissen. „Sie sind zusammen geklappt. Irgendwann ist für jeden mal genug und für Sie war es gestern soweit.“ Erklärte der Arzt freundlich. „Okay.. wann gibt es Frühstück?“ harkte Semir nach. „Sie haben Hunger? Ein sehr gutes Zeichen. In einer halben Stunde...“ lächelte der Arzt. „Sehr gut... dann kann die Schwester die Papiere direkt fertig machen. Ich entlasse mich selbst...“ erklärte Semir als wäre es das natürlichste der Welt. Der Arzt sah ihn an. „Wie war das?“ fragte er nach. „Ich entlasse mich selbst. Sehen Sie.... mein Kollege liegt hier auch auf der Station und mit dem haben Sie eh genug zu tun. Ich werde mich um die bösen Jungs kümmern, ehe die erfahren, dass ich auch ausgeschaltet bin...“ kam von Semir. Der Arzt lachte leise was Semir sehr verwunderte. „Was ist denn da so lustig dran?“ wollte er wissen. „Nun... vor nicht ganz 16 Stunden hat mich Ihr Kollege bereits vorgewarnt, dass Sie es so handhaben. Aber ich muss Sie enttäuschen. Sie sind nicht in der Lage sich zu entlassen...“ meinte der Doc nur. „Was? Wieso nicht? Ich unterschreibe und gut ist...“ erboste Semir sich, der sich wirklich fit fühlte. Der Arzt nickte. „Also gut... wir werden die Entlassungsuntersuchung vorbereiten. Ich lasse Sie dann holen.“ Kam von dem Doc. Semir grinste und lehnte sich entspannt zurück. „Was wird das sein?“ wollte er noch wissen, bevor der Doc verschwand. Der Arzt sah auf die Uhr. „in etwas 24 Stunden. Ruhen Sie sich also noch etwas aus..“ war die Antwort und die Tür schloss sich. Semir blieb sprachlos im Raum zurück.

    Auch Ben wurde wach. Aber was war das für ein Geräusch. Plopp.....Plopp....Plopp....hörte er. Er hob seine Hände und drückte sich die Ohren zu. „Nein....nicht schon wieder....bitte... nicht...“ stieß er leise aus. Seine Erinnerung an die Wassertropfen die seine Stirn trafen trat ein. Er wischte sich mit der Hand über die Stirn, aber sie war trocken. Verwundert sah er sich um. Das war nicht das Verließ wo Gerner ihn folterte. Die Unterlage war weich. Wo war Khan? Die Tür ging auf und eine Krankenschwester kam herein. „Guten Morgen Herr Jäger.... alles in Ordnung?“ fragte sie. Doch Ben hörte nicht. Langsam nur sehr zögernd nahm er die Hände von den Ohren. Plopp.... Plopp...Plopp... „Es soll aufhören... bitte... aufhören....“ stöhnte er. Die Schwester sah ihn erstaunt an. „Was denn?“ wollte sie wissen. „Das Tropfen.... ich bekomme Kopfschmerzen davon.“ erklärte er. Die Schwester horchte und lächelte. „Aber... das ist doch nur der Wasserhahn der tropft. Ich lasse den Hausmeister umgehend kommen und es reparieren.“ lächelte sie sanft. Sie schien nicht zu wissen, was Ben durchgemacht hatte, sonst hätte sie es nicht so leicht hingenommen. „Wo ist Khan? Wo ist Semir?“ wollte Ben wissen. Immer noch hörte er das Tropfen des Wasserhahnes überlaut. „Khan? Semir? Wer ist das? Sind das Ihre Freunde?“ harkte die junge Frau nach. „Nein...ja...doch... Khan ist ein Tiger und Semir...Semir ist mein Freund...“ erklärte er. In diesem Augenblick kam der Arzt herein.

    Jan kam bei Andrea an. Er bemerkte den Verfolger nicht. Für ihn war Gerner Geschichte. Mark wollte im Auto warten bis Jan wieder heraus kam. Er ging zur Tür und klingelte. Es dauerte nicht lang bis sie sich öffnete. „Jan!!“ rief Andrea freudig aus und begrüßte den Exkollegen sehr herzlich. „Was machst du denn hier? Willst du uns besuchen? Du hast echt Glück. Ich bin gerade zurück gekommen. Urlaub mal wieder allein mit Aida.... lachte sie. Semir ist nicht da... er macht seit einiger Zeit mal wieder einiges an Überstunden... Du kennst ihn ja... wenn ich in Urlaub bin, dann ist er nicht zu bremsen.“ lachte sie. Doch Jan erwiderte das Lachen nicht. Instinktiv ahnte Andrea, dass etwas nicht stimmte. „Du bist nicht zu Besuch hier?“ fragte sie leise. „Andrea... lass uns bitte drinnen reden..“ bat Jan. Andrea nickte und gab die Tür frei. „ist was mit Semir? Was ist los?“ kam direkt die nächste Frage. „Andrea...“ fing Jan an. „Nein... warte.... Semir sagte mir, das Ben entführt wurde... habt ihr ihn gefunden? Und wenn ja... was ist mit ihm?“ fiel Andrea ihr ins Wort. Jan holte Luft. „Warum geht Semir seit zwei Tagen nicht ans Handy? Warum ruft er mich nicht an? Was ist los?“ schoss Andrea nun die Fragen ab. „Ja... wir haben Ben gefunden. Er liegt im Krankenhaus. Ein Tiger hat ihn ziemlich übel zugerichtet, aber es sind nur Fleischwunden....“ erklärte Jan. „Ein Tiger?!? Was ist mit Semir? Ich versuche ihn zu erreichen, aber er geht nicht ans Handy. Auf dem Revier will mir keiner was sagen. Was ist mit meinem Mann?“ kam nun forsch die Frage von Andrea. „Er liegt auch im Krankenhaus. Aber er hatte lediglich einen Schwächeanfall. Die Nerven haben etwas gelitten als er gesehen hat, wie der Tiger....Der Arzt hält ihn heute noch zur Beobachtung dort. Es geht ihm aber soweit gut... wirklich...“ erklärte Jan und hielt die Hand von Andrea.

    Ich hoffe es ist wirklich ben, der die Tür öffnet. Aber irgendwie denke ich ist das falsch... oder? Mal sehen... ich zähle mal ab.... Ben...Wolkenhaupt... Ben ... Wolkenhaupt... Ben ... Wolkenhaupt.... Ben ... Wolkenhaupt.... Ben... Wolkenhaupt... hmm.... ich brauche noch mal fünf Finger.... :D;)

    Gerner ging in die nächste Telefonzelle und durchsuchte das Telefonbuch. Er hatte zwar schon sehr viel über Gerkhan herausgefunden, aber leider nicht seine Adresse. Auch über die Telefonauskunft war nichts herauszufinden. So blieb nur das Telefonbuch. Er blätterte doch es gab keinen Gerkhan - Eintrag. „Verdammt…“ fauchte Gerner und verließ die Zelle. Er ging durch die Straßen und überlegte seinen nächsten Schritt. Als er einen Hauseingang passierte sah er einen Streifenwagen in seine Richtung kommen. Sofort verschwand er durch die Tür und wartete bis der Wagen vorbei war. „ich bekomme dich schon klein, Gerkhan… ich werde dich finden…“ sagte er leise. Er wusste, das Gerkhan eine Familie hatte. Eine schöne Frau und eine süßte Tochter. Er hatte sie gesehen und genau dort wird er seine Rache anfangen. Er musste nur schnell herausfinden, wo sie wohnten.

    Mark Polanski fuhr ebenfalls ins Krankenhaus und wurde zu Semir und Jan gebracht. Allerdings durfte er nicht ins Zimmer. Auch Jan stand vor der Tür und sah ihn an. „Hey… es ist noch mal gut gegangen. Ben Jäger ist zum Glück nicht so schwer verletzt wie vermutet wurde. Wie war das Gespräch mit Schrankmann?“ wollte Jan wissen. „Tja… meine Karriere ist wie man so schön sagt, im Arsch… Sie hat mir angekündigt, dass ich nie wieder als Polizist arbeiten werde, wenn ich mich mit Ihnen, Herrn Gerkhan und Herrn Jäger zusammen tue.“ Stöhnte Mark und ließ sich schwer auf den Stuhl fallen. Jan nickte wissend. „Nun… das kann sie hier vielleicht in Köln. Aber wie wäre es, wenn Sie sich nach Hamburg versetzen lassen? Ich könnte einen guten Partner gebrauchen…“ schlug Jan vor. Mark sah ihn an. „Das würden Sie für mich tun? Obwohl ich… also ich meine… obwohl ich versucht habe…“ stammelte Mark. Jan nickte. „Ich hätte vermutlich vor einigen Jahren selbst so gehandelt. Schrankmann ist wie Semir sie mal nannte „Gewitterziege“ Sie ist ein Schreibtischtäter und hat null Ahnung von dem was draußen vor sich geht. Sie hat es zwar immer wieder einsehen müssen, aber sie lernt nicht dazu. Also wenn Sie wollen… dann stellen Sie den Versetzungsantrag und ich werde ein gutes Wort einlegen.“ Lächelte Jan. Die Tür öffnete sich und Semir kam heraus. Er sah völlig erschlagen aus.

    „Wie geht es ihm?“ überfiel Jan ihn. Semir lächelte müde. „Er schläft. Aber er schafft es.“ sagte er und fühlte wie ihm die Beine wegzuknicken drohten. „Semir?“ fragte Jan und sah ihn besorgt an, als er sich an der Wand abstützte. „Bist du okay?“ hörte er Jan wie durch Watte fragen. Semir nickte und klappte zusammen. Jan und Mark konnten ihn gerade noch auffangen. Eine Krankenschwester hatte den Vorfall bemerkt und informierte umgehend einen Arzt…

    "Was ist mit Gerner?" fragte Semir wenig später als sie im Krankenhaus auf dem Flur saßen. Semirs Handgelenke waren verbunden und er trug einen Pyjama. Der Arzt hatte ihm eine Zwangspause verordnet, die natürlich gegen Semirs Willen in einer Bettruhe ausgeführt werden sollte. Doch wie konnte Semir im Bett liegen, wenn Ben im OP lag und vermutlich immer noch um sein Leben kämpfte. Er war kurz vor dem Transport wach geworden. Dennoch durfte man nicht vergessen, das der Tiger ihm ziemlich gefährliche Wunden zugefügt hatte. Er sah Jan an. "Ich vermute dass er tot ist. Er ist als ich ihn traf in den Rhein gefallen. Du kennst das Problem.... die Strömung... Er kann überall entlang des Flußes angespült werden. Solange werden wir erst einmal warten müssen." kam von Jan. "Was ist mit Mark?" harkte Semir nach, denn er hatte gehört, das der junge zielstrebige Beamte angeschossen wurde. "Mark... dem geht es soweit gut. Streifschuss an der Schulter. Mit einigen Wochen in der Schlinge wird er wohl leben müssen. Er ist gerade bei Schrankmann und muss sich rechtfertigen, warum ich im Spiel bin und warum es so ausartete. du kennst die Frau....der arme Mark" versuchte Jan zu scherzen. Doch Semir lachte nicht, nicht einmal ein Lächeln war zu sehen. Er war auch wenn er es nicht zugab fertig und schloss die Augen.

    "Herr Polanski... ich habe Sie auf den Fall angesetzt, weil ich dachte, dass Sie fähig wären meine Befehle auszuüben. Und was tun Sie? Sie machen mit Jäger, Gerkhan und Richter gemeinsame Sache. Was haben Sie sich dabei gedacht? Ich dachte Ihre Karierre ist Ihnen wichtig? Ich dachte Sie wollen hoch hinaus!!!" schrie Schrankmann den jungen Beamten zusammen. Mark atmete tief ein. "Frau Schrankmann.... Sie können als Schreibtischtäterin gar nicht nachvollziehen, wie es draußen vor Ort aussieht. Jan Richter sollte auch entführt werden. Die Täter wurden verhaftet und nur dadurch konnten wir Jäger davor bewahren Tigerfutter zu werden!!! Herr Gerkhan wurde auf eine Folterbank gelegt!! Ist IHnen alles egal? Wünschen Sie den Beiden den Tod? Das denke ich nicht. Und das mit meiner Karierre... ich habe entdeckt, dass es wichtiger ist, sich für die Kollegen einzusetzen. Von miraus verpassen Sie mir eine Strafe. Dann werde ich eben nciht befördert. Es ist mir ziemlich egal...!" schrie Mark zurück. Schrankmann stand da und hatte nur den Mund auf. "Ich werde was ganz Anderes machen.... Sie werden versetzt und degradiert!!" fauchte sie zurück. Mark lachte höhnisch. "Mit welchem Grund`?" wollte er wissen. "Mir wird schon was einfallen. Ich warne Sie....tun Sie sich nciht mit Gerkhan oder Richter zusammen.... es ist Ihr Todesurteil. Zumindest das für Ihre Karierre...!" drohte sie dem Beamten.