Beiträge von Elvira

    „Frau Weißberger… ich bitte Sie. Ihr Bruder hat zwei meiner Kollegen entführt. Selbst wenn er nur mitgeholfen hat, wir müssen wissen wo er steckt…“ redete Anna auf Jessica Weißberger der jüngsten Schwester von Volker ein. „Glauben Sie mir… Frau Engelhardt ich wäre die Letzte die Ihnen nicht helfen würde. Ich wäre froh wenn Volker wieder hinter Gittern sitzt. Er hat uns alle gequält. Seit wir Kinder waren hat er ständig versucht uns etwas anzutun. Was sollte ich davon haben, ihn zu schützen?“ wollte Jessica wissen. Ihre Stimme klang bitter. Anna nickte. „Wir müssen ihn finden. Nur so haben wir eine Chance vor allem meine Kollegen. Sie kennen ihren Bruder. Wissen Sie wo er sein könnte?“ harkte Anna nach. „Nein… ich weiß es nicht. Finden Sie ihn und sperren Sie ihn für immer weg. Oder besser noch knallen Sie ihn ab. Ich bin einer der Ersten die auf seinem Grab tanzen würden.“ Kam von Jessica. Der Hass auf ihren Bruder war sehr groß. Anna verabschiedete sich. Wieder ein durch gestrichener Name auf der Liste. Sie fuhr zur nächsten Adresse. Hier wohnte der Vater von Kai Völker. „Wissen Sie, Frau Hauptkommissarin… mein Sohn hat mich schon enttäuscht als er ein kleiner Junge war. Er hat nie gehört und immer seinen Willen durch gesetzt. Mit achtzehn hat er angefangen zu dealen und ist dabei geblieben. Er ist ein Verbrecher. Ich habe ihn schon lange verstoßen. Sollte er eines Tages hier vor mir stehen, dann werde ich ihn eigenhändig töten. Er ist Schuld an den Tod meiner Frau, seiner Mutter. Sie ist am gebrochenen Herzen gestorben. Er war unser einziges Kind und was macht er? Er tritt unsere Liebe mit Füßen. Es klingt hart, aber ich will ihn nie wieder sehen. Nicht einmal zu meiner Beerdigung muss er kommen.“ gab Alfons Völker zu. Anna nickte. „Wissen sie wo er sich verstecken könnte? Gibt es ein Versteck was er damals schon genutzt hat? Irgendwas?“ wollte Anna wissen. Alfons überlegte. „Nun wir haben als er noch Kind war, viele alte Klöster und Burgen besucht. In Köln… Bonn… Düsseldorf.. im ganzen Land. Er war immer sehr begeistert von diesen alten Bauten. Ich dachte immer er würde Architekt werden. Tja… so kann man sich täuschen…“ murmelte Alfons. Anna machte sich Notizen.

    Tom wartete auf sein Essen. Sein Rücken brannte zum Glück nicht mehr so aber er hatte Hunger. Was war nur mit Semir? Warum durfte er nicht zu ihm? fragte er sich. Doch die Antwort auf diese Frage musste warten. Das Essen kam. Robert stellte es vor Tom auf den Boden. „Essen und dann ist Schlafenszeit… schon morgen werdet ihr anfangen für mich zu arbeiten.“ gab Robert bekannt. „Was ist mit meinem Partner? Ich will ihn sehen!“ forderte Tom. Robert lachte. „Nein….“ sagte er nur. „Sie wollen was von mir und ich von Ihnen. Eine Hand wäscht die Andere!“ gab Tom zurück. „Oh wenn du willst, dann kannst du ihn schreien hören…. Du musst es nur sagen…“ lachte Robert. „Nein… okay…!“ stieß Tom aus. Er glaubte dem „Wolf“ jedes Wort. „Ich sehe schon, ihr müsst noch erzogen werden. Aber für heute war es denke ich genug. Morgen werdet ihr erfahren, was es heißt zu gehorchen. Mir werdet ihr gehorchen….“ drohte Robert. „Sie werden uns nichts tun. Sie brauchen uns doch noch…“ erinnerte Tom ihn erneut. „Oh… nur keine Sorge… ich werde euch so verletzen, dass ihr immer noch arbeiten könnt. Ich sitze am längeren Hebel. ISS und dann schlaf… morgen ist ein sehr harter Tag.“ lachte Robert und verließ den Raum. Tom sah auf den Teller vor ihm. Ein halbes Brötchen lag darauf. Ohne Wurst, ohne Butter. Trocken… dazu gab es Wasser. Tom stieß einen verachtenden Laut aus. „Geizhals…“ fauchte er leise. Dennoch aß er dass Brötchen. Schon beim ersten Biss merkte er, dass es bereits ein paar Tage alt war. Doch er musste essen. Nur widerwillig würgte er dass Brötchen runter. Auch das Wasser schien schon ein paar Tage gestanden zu haben. Tom erwischte sich dabei, wie er an Morgen dachte. Was Schwarz angekündigt hatte, hörte sich nicht gerade sehr toll an. Was erwartete ihn und Semir morgen? Was hatte der Teufel vor? Fragen die er nicht beantworten konnte. Genauso wenig wie es um seinen Freund und Partner stand.

    Nur weil heute Vatertag ist....

    Tom lag auf dem Bauch auf seiner Matratze. Sein Rücken brannte und er spürte auch wie die Wunden zum Teil aufgeplatzt waren. Dieses verdammte Schwein… dache er sich nur. Was war mit Semir? Er hatte ihn auch schreien hören. Semir wurde genau wie er mit der Gerte geschlagen. Als Bestrafung für den Befreiungsversuch aus dem Gewächshaus. Tom setzte sich vorsichtig auf. Er war versucht sich an die Wand zu lehnen, doch das würde ihm eh nur Schmerzen bereiten. Zum Glück waren seine Beine nicht gefesselt. Was zum Teufel wollte Schwarz noch von ihm und Semir? Er hatte gehört als Schwarz sagte, das dieser Weißberger nicht zu fest zuschlagen sollte, weil er die Beiden noch brauchte. Wofür? Was mussten sie tun? „Semir?“ fragte Tom. Es kam keine Antwort. War ja klar…. Getrennte Zimmer damit man sich nicht absprechen konnte. Er hörte wie der Schlüssel gedreht wurde und spannte sich. Robert Schwarz kam herein. „so… wollen wir doch mal über die Verhaltensregeln sprechen. Wie du festgestellt hast, werden Fluchtversuche bestraft. Ist das nicht toll… ich habe mir einen sehr guten Plan zu Recht gelegt. Du wirst mir Drogen besogen.“ gab er seinen Plan bekannt. Tom sah ihn zweifelnd an. „Ich werde niemals für irgendwen Drogen besorgen…“ stieß Tom aus. „Oh du wirst… und weißt du auch warum?... Ich werde es dir sagen. Du wirst mit Weißberger nach Amsterdam fahren und dort meine Drogen abholen. Du wirst an der Grenze deinen Ausweis vorlegen. Die Zöllner werden dich nicht kontrollieren, weil man Polizisten vertraut. Ich bekomme meine Ware und du die Möglichkeit mit Gerkhan zu reden… ist doch toll oder?“ lachte Robert. „Was wenn nicht?“ wollte Tom wissen. „Oh das ist ganz einfach. Sollte es nicht klappen, wird Gerkhan unendlich Schmerzen erleiden. Ich habe hier sogar eine alte Folterkammer entdeckt und ich fühle mich immer wieder gereizt diese auszuprobieren.“ gab Robert von sich. Tom glaubte ihm jedes Wort. Er konnte ja nicht ahnen, dass der „Wolf“ genau die gleiche Sache bei Semir abziehen würde. „du hast bis morgen Zeit mir deine Antwort zu geben.“ lächelte er Tom an und tätschelte sein Gesicht.

    Nur wenig später stand er bei Semir im Raum. „Na… erholt?“ fragte er höhnisch und sah auf Semir runter. Semir richtete sich vorsichtig auf. „Sie werden damit nicht durchkommen. Wenn wir Sie nicht bekommen, dann unsere Kollegen. Sie werden auf jeden Fall wieder einwandern… und dann für immer…“ stieß Semir aus. Robert ließ ihn reden. „Weißt du Gerkhan…. Ich mag dich, du und auch Kranich scheinen keine Angst vor mir zu haben. Obwohl es besser wäre, wenn ihr Angst hättet. Aber gut… weißt du ich habe mir folgendes gedacht… du wirst mir Drogen aus Venlo holen. Gemeinsam mit Kai wirst du fahren und wenn die Zöllner Schwierigkeiten machen, dann zeigst du ihnen deinen Ausweis. Einen Bullen werden die nicht kontrollieren. Sollte etwas schief gehen, wirst du Kranich schreien hören. Ich habe hier eine wunderbare Folterkammer und die werde ich auch nutzen. Also solltest du tun was ich sage. Hast du mich verstanden?“ fragte er drohend. Semir sah ihn fest an. „Du kannst mich mal…“ stieß er aus. Robert stutze. „Oh… du bist ein ganz harter Knochen was? Nun gut… mal sehen was du sagst, wenn Kranich auf der Streckbank liegt und länger gezogen wird, oder wenn wir ihm die Daumenschrauben anziehen, oder wenn wir ihn einfach mal in die Breite ziehen. Vierteilen wenn du willst…“ drohte Robert. „Wenn Sie Tom auch nur ein Haar krümmen, mache ich Sie kalt…“ gab Semir wütend zurück. Robert beugte sich zu ihm runter. „Du wirst nichts tun…außer dass was ich will. Und das wirst auch du begreifen.“ drohte er kalt. Semir hörte an der Stimme, dass der Mann es ernst meinte. Doch er hörte nicht auf Widerworte zu geben. „Sie… werden mich niemals dazu zwingen können ein kleiner Befehlsempfänger für Sie zu sei...“ stieß Semir aus. Der Rest des Satzes ging in ein Stöhnen über, als Robert Schwarz ihm die flache Hand ins Gesicht schlug. „Du wirst schon sehr bald anders darüber denken… das verspreche ich dir.“ kam gleichgültig von Schwarz. Dann verließ der den Raum wieder. Semir sah ihm nach. Vorsichtig fuhr er mit der Zunge über die aufgeplatzte Lippe. Er ahnte dass ihm und auch Tom noch bittere Stunden bevorstanden.

    FEEDS!!!!

    Tom wurde an der obersten Strebe gebunden. Mit erhobenen Händen stand er in der Sonne, während Semir gezwungen wurde sich auf den harten Steinboden zu setzen. „Sieh genau hin, Gerkhan… dir passiert das Gleiche sobald Volker mit Kranich fertig ist. Bei dir wird es ihm sicher nicht so viel Freude bereiten wie bei ihm, aber er führt es aus. Fang an Volker!“ befahl Robert. Volker nickte und zeriss Toms Shirt. Dann stellte er sich einen knappen halben Meter von ihm weg und zog eine Gerte aus der Tasche. „NEIN!!“ stieß Semir aus und wollte aufstehen, doch Kai Völker stieß ihn zu Boden. Er kniete sich auf seine Beine. „Du bleibst hier und siehst zu…“ raunte er ihm ins Ohr, legte ihm den Arm um den Hals und drückte seinen Kopf so hoch, das Semir zusehen musste. Semir sah wie Volker ausholte. Ein Schrei von Tom ging durch den großen Hof und hallte in Semirs Ohren wieder. Volker schlug zu und Semir sah wie sich die Striemen auf Toms Haut abzeichneten. „Aufhören!!“ schrie Semir verzweifelt und versuchte von Kai Völker los zukommen, doch er war ihm hoffnungslos unterlegen. „Na… warum denn so störrisch? Du bekommst auch in wenigen Minuten die gleiche Behandlung. Nur keine Sorge….jedem das Gleiche…“ verhöhnte Robert Schwarz ihn. Wieder schrie Tom auf. „du verdammtes Schwein!!“ schrie Semir Robert an. Die Wut war kaum noch zu kontrollieren. „SEMIR!!“ schrie Tom mit schmerzverzerrter Stimme. Volker holte aus und nach diesem siebten Schlag sackte Tom zusammen. Er hing in den Fesseln. Semir hatte Tränen in den Augen. Tränen der Wut. „Okay… der nächste bitte…“ lachte Robert Schwarz. Semir wurde hoch gezerrt und brutal vorwärts gestoßen. Dabei musste er seinen verletzten Fuß belasten. Er stöhnte leise auf und wurde anstelle von Tom an dem Pfahl gebunden. Auch er musste mit nach oben gebundenen Händen dort in der Sonne stehen. Ihm wurde das Shirt zerrissen. „Viel Spaß, Gerkhan…“ lachte Robert. „Kai… weck Kranich auf… er soll zusehen!“ befahl er. Kai Völker nahm einen Eimer mit kaltem Wasser uns schüttete es über Tom. Dieser kam langsam zu sich. Er war richtig wach, als Semir zu ersten Mal aufschrie. Tom musste zusehen, wie Semir ausgepeitscht wurde. Genau wie er vorher.

    „Verdammt… es muss doch eine Spur geben….“ stöhnte Anna. „Was ist mit dem Wagen von Tom? Wo steht er? Wenn der Funk an ist, müssen wir ihn doch finden können!“ gab sie an. Andrea nickte und machte sich daran, den Wagen zu finden. „Toms Wagen steht in Solingen…“ sagte sie erschrocken. Anna griff ihre Jacke und raste mit Dieter und Hotte los. Nur eine halbe Stunde später standen sie auf dem kleinen Rastplatz. Der Wagen von Tom stand da, als würde er oder Semir gleich aus dem Häuschen kommen und losfahren. Anna sah sich um. Hier war niemand. Der Wagen stand einsam und verlassen dort. Anna sah in den Wagen und entdeckte die Dienstwaffen von Semir und Tom, sowie Semirs Handy. „Damit sind alle Möglichkeiten sie zu orten ausgeschaltet. Verdammt klug von dem Entführer…“ stöhnte sie leise. Es klang verzweifelt. Wie sollte sie ihre Leute finden? Wo konnten sie sein? Resigniert fuhren sie und Dieter zurück zur PAST. Hotte fuhr Toms Wagen. Dabei hatte er Handschuhe angezogen, um die eventuell vorhandenen Fingerabdrücke nicht zu verwischen. Er brachte den Wagen umgehend in die KTU wo sich ein Techniker um die Spurensicherung kümmerte. Es dauerte nicht lang bis die Ergebnisse vorlagen. Anna warf die Akte auf den Tisch. „Damit ist der Beweis erbracht. Tom befindet sich mit Sicherheit in der Gewalt von Volker Weißberger. Seine Fingerabdrücke waren in der Wohnung und auch am Lenkrad von Toms Wagen. Und Semir ist mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls in der Gewalt. Robert Schwarz hat also seine Drohung wahr gemacht. Andrea? Haben Sie etwas gefunden?“ wollte Anna wissen und sah Andrea hoffnungsvoll an. „Nein… es gibt kein Gelände oder Grundstück oder Gebäude was einen dieser Männer gehört. Weder in Köln, Dortmund, Düsseldorf noch in Solingen oder in der Nähe davon.“ Stieß Andrea aus. Sie sah besorgt zu Anna. „Was wollen wir denn jetzt machen?“ fragte sie ängstlich. Anna stieß Luft aus. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.“ Gab sie zu. „Vielleicht weiß einer der Angehörigen von den Flüchtlingen etwas. Oder dieser Werner….?“ mutmaßte Andrea. Anna sah sie an. „Das ist es! Suchen Sie mir die Adressen der Angehörigen raus. Ich fahre hin und werde jeden einzelnen befragen!“ befahl Anna. Es gab wieder eine kleine Chance.

    Wann bekommen wir den FT- Programmplan:?:


    Warum seid ihr denn so ungeduldig? Jeder der daran teilnimmt, erhält eine Mail mit Informationen. Nur keine Sorge....

    Wann beginnt es:?:


    Am Freitag den 22.08.09 wie es auch in der Anmeldung steht.

    Wo findet der FT eigentlich statt:?:


    Das ist doch nicht dein Ernst oder? Das Fantreffen findet immer in Hürth statt. Es stand in der Anmeldung doch ganz klar drin. Außerdem wurde es hier im Thread schon mehrfach erwähnt. ;)

    „TOM!! Ich hab’s geschafft…“ stieß Semir stöhnend aus. Es waren zweieinhalb Stunden vergangen seit sie hier saßen. Der Schweiß lief in Strömen. Langsam rappelte Semir sich auf und torkelte auf Tom zu. Er zerschnitt ihm die Fesseln und zog ihn hoch. „Du blutest!“ machte Tom ihn aufmerksam. Semir sah sich die Handgelenke an. „Ja… ein wenig daneben geschnitten. Los… hauen wir ab.“ befahl er. „Erst trinken… ich verdurste…“ stieß Tom heiser aus. Semir nickte und sah sich um. „hier… ich zuerst…“ kam von Semir und schon hing er am Wasserhahn. Er trank und trank. Tom tippte ihn an. „Ich auch…“ sagte er. Semir nickte und machte Platz. Auch Tom trank von dem genüsslichen Nass. „So und nun weg hier!“ kam nun auch von Tom. „Rechts oder links?“ wollte Semir wissen. „Egal… eine Tür die raus führt ist schon gut genug.“ antwortete Tom und stieß die Tür zu seiner linken auf. „Das Tor… wir müssen das Tor erreichen… los doch!!“ drängte Semir. Tom nickte und rannte los. Er hörte Semir hinter sich keuchen. Sie hatten fast das Tor erreicht, als man Stimmen hören. „Mist… die haben unsere Flucht entdeckt! Leg zu!!“ schrie Semir. Tom rannte weiter ohne sich umzusehen. Er schaffte es tatsächlich bis zum Tor, als er von Semir einen Aufschrei hörte. Tom drehte sich um. „Hau ab!! Ich bin umgeknickt…Mein Fuß….Hau ab Tom!!“ schrie Semir ihn an. Tom war unschlüssig. Er konnte Semir doch nicht diesem Teufel allein ausliefern. „Tom! Hau ab und hol Verstärkung!“ flehte Semir regelrecht. Tom nickte und rannte los. Doch er versteckte sich lediglich im nächsten Gebüsch.

    Semir humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht weiter. Aber er ahnte schon, dass er nicht weit kommen würde. Nur wenige Schritte schaffte er als er plötzlich einen Schlag in den Rücken bekam. Mit einem Aufschrei ging er zu Boden. Eine Minute später drückte ihm Kai die Waffe ins Genick. „Das war’s… Die Flucht ist gescheitert…“ höhnte der Mann und zerrte Semir auf die Beine. „Kranich!! Ich weiß dass du da irgendwo bist!! Du lässt doch deinen Freund nicht so allein, oder?“ rief Robert Schwarz, der nun dazu kam über den Hof. „TOM!! BLEIB DA…Arhrrhhhhhhggg…“ wollte Semir seinen Freund und Partner überreden, doch Volker schlug ihm die Faust in den Magen. Semir ging erneut in die Knie. Schmerzen wallten durch seinen Körper. „Kranich! Wenn du nicht raus kommst, dann kannst du sehen, wie ich deinen Freund die Kugel durch den Kopf jage! Ich zähle bis Drei und dann kannst du ihn begraben!“ schrie Schwarz. „EINS!!! …… ZWEI!!!!.......“ zählte Schwarz. „Okay… ich komme….!“ hörte Semir Tom rufen. Dann kam er durch das Tor. Semir schloss die Augen. Die Flucht war beendet, bevor sie eigentlich richtig angefangen hatte. Volker sah ihn höhnisch an. Und auch Robert Schwarz nickte zufrieden. „Siehst du… ich sagte doch… Einer für den Anderen…“ lachte er zufrieden. „Tom… er hat es geplant… Das war eine fingierte Flucht…“ stieß Semir leise aus. Robert klatschte. „Sehr gut… Kriminalhauptkommissar Gerkhan… Du hast es erraten. Es hat mir richtig Spaß gemacht, euch zuzusehen, wie ihr euch abgemüht habt…“ lachte Robert höhnisch. „und da ihr versucht habt zu fliehen, wird sich Volker nun mit euch beschäftigen. Volker… du darfst anfangen. Der Andere wird zusehen. Wen willst du zuerst fertig machen?“ wollte Robert wissen ohne sich nach seinen Leuten umzusehen. „Mit Kranich…. Er hat mir eine gebrochene Nase verpasst. Und da ist die Strafe noch nicht vollzogen.“ grollte der Mann hinter ihm. Robert nickte. „Darf ich dann mal bitten Kranich?“ fragte er höhnisch freundlich. Tom tat einen Schritt in die Richtung, die Robert mit der Mündung anwies. „Kai… du wirst dich um Gerkhan kümmern. Er darf wie gesagt zusehen, bis er auch bestraft wird. Aber Volker, denk daran, dass sie noch was für mich erledigen müssen. Also nicht zu fest…“ lachte Robert erneut und stieß Tom zu einem Pfahl im Hof.

    Tom sah auf, als Weißberger ins Glashäuschen kam. „SEMIR!!“ stieß er aus als er seinen Partner sah. „Tom?!?“ schrie Semir als er seinen Freund sah. Er bäumte sich im Griff seiner Bezwinger auf. „Ihr verdammten Schweine!!“ stieß er wütend aus. „Semir……“ stieß Tom aus. Er zerrte an seinen Fesseln, doch er konnte sie nicht lösen. Weißberger stieß Semir in die Ecke und drückte ihn zu Boden. Dann nahm er ein Seil und fesselte Semir an einer sehr stabilen Strebe. „viel Spaß!“ lachte er noch und verschwand. Tom und Semir spürten schon bald, wie warm es hier wurde. Die Luftfeuchtigkeit stieg schnell an. „Tja… wie haben sie dich bekommen?“ wollte Semir wissen. „Ich bin auf einen Stimmenimitator reingefallen. Der Typ hat mich angerufen. Ich dachte du warst es und als es klingelte habe ich nicht durch den Spion geschaut, weil du dich angekündigt hast.“ erklärte Tom. Semir nickte. „War ja klar… du hast dir die Akte von Weißberger nicht wirklich durchgelesen, aber mach dir nichts draus. Ich bin genauso dämlich in die Falle gegangen. Als du… oder besser dieser Weißberger mich abholte. Ich wunderte mich schon, dass du früher da warst und als du dann antwortetest, hab ich mir nichts weiter gedacht, dann bekam ich eine Spritze und sackte weg. Weißt du wo wir hier sind?“ wollte Semir wissen. Tom schüttelte den Kopf. „Nicht im Geringsten. Ich befürchte nur, dass uns gleich ziemlich warm wird. Die Sonne brennt direkt auf das Haus.“ gab Tom bekannt. Semir nickte. „Ja und wir haben kaum eine Chance die Fesseln zu lösen…“ stieß er aus. Er glaubte jetzt schon die extreme Hitze zu spüren. „Verdammt… diese Mistkerle werden uns fertig machen…“ meinte Tom nur. „Ja aber nicht umbringen. Die wollen uns nur eine Schwitzkur aussetzen. Hoffe nur, die holen uns raus, bevor wir verdursten…“ gab Semir von sich. Tom nickte und zerrte an den Fesseln. „Semir… versuch eines der Fenster kaputt zu machen, oder einen der Töpfe zu zerschlagen. Damit können wir dann die Fesseln zerschneiden…“ bat Tom nach einer halben Stunde. Ihm lief der Schweiß die Stirn runter und brannte in den Augen. Die Wunden, die ihm durch Weißbergers Schläge beigebracht wurden, brannten sobald der Schweiß darüber lief. „Ich versuche nichts Anderes…“ antwortete Semir schwer atmend.

    Robert Schwarz saß vor den Monitoren und lachte über die Versuche der beiden Hauptkommissare. „Du wirst sehen, Kai… die Beiden schaffen das. Sobald sie frei sind, werden wir sie wieder kriegen. Sie werden sicher sehr großen Durst haben und nach Wasser suchen. Wie gut, dass die beiden Wände mit den Türen nicht durchsichtig sind. Stellt euch auf aber…. Lass ihnen ein wenig Vorsprung. Sorg dafür dass sie bis zum Tor kommen. Du wirst sehen, einer steht für den Anderen ein. Ich dachte es mir folgender Maßen…. Gerkhan und Kranich werden über den Hof fliehen. Sie wissen nicht, dass wir darauf vorbereitet sind. Also lass sie bis zum Tor kommen. Hier in der Nachbarschaft ist ja nichts los und von daher können wir den Plan durchführen. Also… du lässt einen entkommen… das werden sie wenigstens denken. Wen du laufen lässt und wen du schnappst, überlasse ich dir. Sobald einer raus ist wirst du dem Anderen wehtun. Der, der entflohen ist, kommt zurück.“ lachte der „Wolf“. Kai sah ihn an. „Was wenn nicht?“ gab er zu bedenken. „Er wird zurück kommen, denn er weiß dass ich nicht scherze.“ grinste der „Wolf“. „Du bist so was von einem Schwein…“ lobte er seinen Boss. „Los… stellt euch auf und lasst das Spiel beginnen…“ grinste Robert und sah wieder auf den Monitor. „Wenn ich die Beiden richtig einschätze, dauert es höchstens eine halbe bis dreiviertel Stunde bis sie sich befreit haben. Sieh nur wie sich Gerkhan abmüht….und das jetzt schon seit zwei Stunden...“ lachte er. Kai beobachtete ihn. „Man könnte meinen, du siehst dir eine Komödie an.“ gab er zu verstehen. „Ja… für mich ist es genauso gut. Ich werde die Beiden schon noch erziehen. Kranich wird mir noch ein paar gute Dienste leisten, genau wie Gerkhan. Was meinst du…. Ob wir die Beiden als Drogenkuriere benutzen sollten? Ich denke mal sie kommen ohne jede Kontrolle über die Grenzen. Ich dachte da an Venlo. Dort sind die Bullen doch am stärksten vertreten und Amsterdam. Keiner der Beiden wird wissen, dass der Andere ebenfalls eingesetzt wird. Beide werden Angst um den jeweiligen Partner haben. Das wird ein Spaß. Mit wem willst du fahren? Kranich oder Gerkhan?“ wollte Schwarz wissen. „Nun wenn ich die Wahl habe, dann nehme ich Gerkhan und Route Venlo…“ bestimmte Kai. Robert nickte. „Gut… dann wird Weißberger mit Kranich fahren und von unserem Lieferanten in Amsterdam die Ware holen.“ meinte Schwarz zufrieden. „Ha…. Siehst du… ich sagte doch, Gerkhan schafft es. Sehr gut… er ist verdammt gewitzt, aber die Strafe für diesen Ausbruchversuch wird sehr schmerzhaft werden. Er und Kranich werden schon lernen was es heißt zu gehorchen. Kümmere dich darum, aber lass sie erst noch trinken… wir wollen doch, die Hoffnung nicht sofort im Keim ersticken.“ befahl Schwarz. Kai nickte und verschwand.

    Es geht los...

    „Tom… ich brauche dich…“ höhnte eine Stimme. „Semir?“ fragte Tom und sah sofort zur Tür. Doch es war nicht Semir, der dort stand. „Sie können mit Ihrem Talent sicher bald die anderen Insassen im Gefängnis unterhalten…“ knurrte er wütend. Er war auf einen Stimmenimitator rein gefallen. „Oh… ich denke das hab ich schon lange genug getan. Ich bin Volker Weißberger. Ich bin dein persönlicher Wärter. Ich bin es, der dich bestrafen wird, wenn du nicht tust, was Schwarz sagt. Ich freu mich schon jetzt darauf. Also tu mir den Gefallen und gib mir sehr bald die Gelegenheit dazu…“ lachte Weißberger nun mit seiner normalen Stimme. Tom sah ihn an. „Wo ist mein Kollege?“ wollte er wissen. Er hatte die Ahnung, das Semir genau wie er sich in den Fängen des „Wolfes“ befand. Vermutlich hat man ihn auf gleicher Art und Weise in die Falle gelockt, oder aber sie hatten es vor. Doch Weißberger ließ sich auf kein Gespräch ein. Vielleicht war noch nicht alles verloren, hoffte Tom. Sein Essen kam. Weißberger löste die Fesseln. Tom aß langsam und sah ständig auf Weißberger. Er musste versuchen hier raus zu kommen. Irgendwie den Kerl überlisten. Er war schließlich allein. Mann gegen Mann…, dachte Tom und machte sich bereit. Mit wenigen Griffen befreite er seine Füße. Jedes Mal wenn Weißberger ihn ansah, stockte Tom in den Bewegungen und tat als würde er nur essen. „Mann beeile dich mal… ich hab noch was vor…“ stöhnte Weißberger. Tom nickte und schob den letzten Bissen in den Mund. Er spülte mit Wasser nach. Weißberger stand auf und kam auf ihn zu. „So… dann die Hände auf den Rücken!“ befahl er. Tom nickte und tat als würde er den Befehl ausführen. Doch kaum stand Weißberger hinter ihn hieb Tom ihm den Kopf auf die Nase. Weißberger schrie auf und ging zu Boden. Er hielt sich mit beiden Händen das Gesicht fest. Tom wusste genau, dass ihn das Blut aus der Nase schoss. Diese Kopfnuss hatte einen sehr schmerzhaften Effekt und Tom nahm es mit wohlwollender Zufriedenheit zur Kenntnis. Er sprang auf und verließ den Raum. Doch wenn er gedacht hat dass es einfach war zu fliehen wurde er nun eines Besseren belehrt.

    Weißberger stieß einen Urschrei aus, als Toms Kopf seine Nase traf. Er spürte wie das Blut herausschoss. Er sah nur schemenhaft wie Tom den Raum verlassen wollte, doch dann musste er trotz der Schmerzen grinsen. Kranich benahm sich genau so wie er es gehofft hatte. Langsam kam er wieder auf die Beine und sah zu wie Tom die Tür öffnete. Wie erstarrt blieb er dort stehen. Heftig atmend hob er die Hände. „Tja… genau darauf war ich vorbereitet.“ lachte Weißberger. Tom Kranich drehte sich langsam zu ihm um. „und nun werde ich meinen Spaß mit dir haben…“ sagte er und in der Stimme lag so viel Unheil, das Tom sich auf die schlimmsten Stunden einstellte. Weißberger hielt sein Versprechen. Er ließ Tom mit gestreckten Armen in seinen Raum binden. Tom stieß einen erdrückten Schrei aus, als Weißbergers Faust sich in seinen Magen rammte. Wie von Sinnen schlug der Mann auf ihn ein und Tom blutete bereits aus der Nase und dem Mund. Sein Gesicht fühlte sich wie ein Ballon an, der zu fest aufgeblasen war. Nach einer für Tom unendlich erscheinenden Zeit ließ Weißberger von ihm ab. „Bringt ihn in das Gewächshaus und macht ihn fest!“ befahl er seinen Helfern. Tom wurde gepackt und aus dem Raum gezerrt. Weißberger wischte sich das Blut weg. „Nur keine Sorge… du wirst nicht allein schwitzen. Der Andere ist sicher auch schon wach…“ höhnte er noch hinterher. Kranich konnte sich schon denken wer damit gemeint war. Weißberger ging ein Zimmer weiter und schloss die Tür auf. Auf der Matratze lag Semir Gerkhan, der an seinen Fesseln zerrte. „Na… ganz ruhig mein Kleiner…“ lachte Weißberger. „Ich weiß jemand der Sehnsucht hat…. Und du wirst ihm Gesellschaft leisten…“ drohte er. „Ja aber erst will ich mich mit ihm unterhalten…“ kam hinter ihm. Weißberger nickte. „Ich nehme ihm Augenbinde und Knebel ab.“ gab er bekannt und zerrte dem Gefangenen brutal die Sachen runter. Der Mann blinzelte in das Licht. „Guten Morgen Herr Gerkhan… Sie haben mich doch sicher schon an der Stimme erkannt oder?“ höhnte der Schwarz. Der Gefangene nickte, sagte aber nichts. „Hey…. antworte gefälligst!“ blaffte Weißberger ihn an und trat zu. „aber Volker…. Ganz ruhig. Ich wusste das Gerkhan so reagiert. Ich finde eine Schwitzkur tut ihm ganz gut. Ist Kranich schon versorgt?“ wollte Schwarz wissen. „Er ist gerade auf dem Weg dort hin.“ lachte Weißberger. Schwarz nickte und beugte sich zu Gerkhan runter. „Es wird mir ein Vergnügen sein, zu sehen, wie du und dein Kumpel schwitzen und nach Wasser schreien… viel Spaß dabei…“ lachte er ihm ins Gesicht und nickte Weißberger zu. Er brachte Gerkhan ins Gewächshaus.

    Was mich mal interessieren würde: Gibt's eigentlich einen groben Handlungsverlauf, an den ihr euch haltet oder habt ihr euch untereinander gar nicht abgesprochen und die Story "stückelt" sich Stück für Stück zusammen und ihr schaut's einfach was draus wird? :huh:

    Nun eine direkte Absprache oder oder ein Handlungsablauf gibt es nicht wirklich. Wir gehen auf die Ideen der Mitschreiber ein und versuchen dann die wiederum in die eigene Richtung zu lenken... was natürlich nicht immer funktioniert. Nun ja.... außer mit Chris, in dem ich einen Schreiberzwilling gefunden habe ;) :D

    In der PAST wurde man unruhig, als die Beiden um zehn noch nicht da waren. „Andrea… rufen Sie Semir und Tom an und fragen wo sie bleiben.“ befahl Anna. Andrea nickte und wählte die Handynummern. Doch bei Semir und auch bei Tom ging niemand ran. Sie versuchte es auf dem Festnetz und auch über Funk. Doch nichts. „Chefin! Weder Semir noch Tom melden sich…“ rief sie zum Büro von Anna. Diese kam aus ihrem Büro. „Schicken Sie Streifen zu jeder der Wohnungen. Vielleicht wurden sie überfallen oder…Gott ich mag mir gar nicht ausmalen wenn den Beiden doch was passiert ist… Geben Sie mir umgehend Bescheid…“ gab sie den Befehl. Andrea nickte und schickte Bonrath und Herzberger los. Nur eine halbe Stunde später meldete sich Dieter über Funk. „Bei Tom sind keine Einbruchspuren festzustellen. Er hat sein Handy allerdings hier auf dem Tisch vergessen. Wir fahren jetzt zu Semir. Vielleicht haben die Beiden sich nur verquatscht…“ mutmaßte der schlaksige Polizist. „Danke Dieter… ich hoffe du hast Recht damit.“ gab Andrea durch. Doch auch von Semirs Wohnung kam ein „Negativ“. Andrea resignierte. „Chefin… weder bei Tom noch bei Semir wurde eingebrochen. Tom hätte sein Handy niemals vergessen. Irgendwas stimmt da nicht. Toms Wagen ist weg. Ich weiß dass Tom Semir abholen wollte, was wenn das eine Falle war und die Beiden jetzt, wer weiß wo bei wem auch immer sind? Was wenn es der „Wolf“ ist?“ fragte sie ängstlich. Anna nickte. „Wir müssen wohl davon ausgehen. Andrea… suchen Sie alles raus, was über den „Wolf“ bekannt ist. Grundstücke, Gebäude…. Einfach alles. Auch über die anderen die geflohen sind. Irgendwo haben die Semir und Tom sicher hingebracht. Ich bin mir schon 100%ig sicher, dass sie sich in den Fängen dieser Ausbrecher sind. Wir müssen versuchen sie zu finden, bevor der Mistkerl sie umbringt. Sobald Sie alles haben legen Sie es mir auf den Tisch…“ bat Anna. Andrea nickte und machte sich an die Arbeit.

    Tom erwachte und wollte sich aufsetzen. Er merkte die Fesseln und auch alles andere, was ihn daran hinderte sich zu bewegen, oder sich zu orientieren. Er zerrte an den Fesseln, doch es brachte nichts. Die verdammten Seile saßen fest. Ihm blieb nur, ruhig liegen zu bleiben und zu warten. Was war denn nur passiert. Er erinnerte sich das Semir ihn anrief und sich ankündigte doch als es dann klingelte…es war nicht Semir der kam, aber der Mann sprach wie Semir. Tom dämmerte es. Mann hatte ihn in die Falle gelockt. Was war mit Semir? Wo war er? Hatten sie ihn auch geschnappt? Steckte der Wolf hinter dieser Entführung? Wo zum Teufel hatten sie ihn hingebracht? Tom zermarterte sich das Hirn, aber er fand keine Antworten… es kamen immer wieder neue Fragen auf. Nur eine stellte er sich nicht. Wann er sterben müsste. Er hörte wie die Tür aufging und spannte sich. „Na… wieder munter?“ höhnte ein Mann. Tom erkannte die Stimme vom „Wolf“. „Ich nehme dir jetzt die Augenbinde und den Knebel ab. Keinen Ton. Du wirst essen und dann werden wir uns gepflegt unterhalten. Von Mann zu Mann… oder besser von Herrscher zu Sklave… denn das wirst du sein. Du wirst nur noch das tun, was ich sage. Wenn nicht… wirst du bestraft. Ich kann sehr gemein sein. Du hast doch sicher meine Akte schon gelesen oder?“ wollte der „Wolf“ wissen. Tom nickte leicht. „Sehr gut. Ich habe sogar Unterstützung von einem sehr guten Freund. Allerdings hat er ein leichten Hang zur Brutalität. Also solltest du uns nicht reizen. Er ist erkoren dich zu bestrafen und so wie ich ihn kenne, wird er es mit Freude machen.“ höhnte Schwarz. Tom spürte wie ihm Hände die Augenbinde und den Knebel lösten. „Sie kommen damit nicht durch…“ stieß Tom wütend aus. „Oh… ich denke schon. Wir haben an alles gedacht. Dein Auto steht irgendwo in der Pampa, du hast kein Handy, keinen Sender… niemand wird dich hier finden.“ gab Schwarz bekannt.

    Tom stand unter der Dusche. Er wollte sich nur noch schnell frisch machen und dann ins Bett. Einfach nur schlafen. Er war gerade fertig als sein Telefon klingelte. „Kranich…“ meldete er sich. „Tom… ich bin gleich bei dir… mach schon mal Kaffee fertig…“ hörte er Semir sprechen. „Was? Wieso?“ fragte Tom nach, doch Semir schien schon wieder aufgelegt zu haben. „Idiot…“ fauchte Tom und zog sich an. Er schlurfte in die Küche und stellte die Kaffeemaschine an als es klingelte. Murrend ging er zur Tür und öffnete ohne durch den Spion zu sehen. „Mann… wenn das nicht wichtig ist, dann reiß ich dir den Kopf ab…“ fauchte er seinen Besuch an ohne ihn anzusehen. „Es ist aber wichtig…“ hörte er Semir sagen. Er drehte sich um und erschrak. Es war nicht Semir, der vor ihm stand. Diesen Mann kannte er nicht. „Was soll das?“ fragte er heiser und hob die Hände. „Du wirst uns begleiten… keine Zicken machen und damit wir sicher sein können, werden wir dich schlafen legen…“ grinste der Mann, der mit Semirs Stimme sprach. Schon wurde Tom von zwei weiteren Männern gepackt, die sich in die Wohnung drängten. Sie drehten ihm die Arme auf den Rücken und fesselten ihn. „Wer sind Sie?“ wollte Tom wissen und fing an sich zu wehren. Es brachte nicht viel, denn der Mann mit Semirs Stimme zog eine Spritze hervor. „NEIN!!“ stieß Tom aus, doch es war ihm egal. Der Mann stach ihm die Nadel in den Oberarm. „Schlaf gut Tom…“ grinste der Mann höhnisch. Tom spürte wie er wegsackte. Er hatte keine Kraft mehr in den Beinen. Es fühlte sich an als wären sie aus Pudding. „Bringt ihn zum Kloster. Ich werde seinen Wagen nehmen und Gerkhan damit abholen. Kai soll herkommen und mir helfen. Die gleiche Behandlung die er bekommen hat, wird auch Gerkhan bekommen.“ befahl Weißberger. Tom bekam nur noch Bruchstücke mit. Er konnte jedoch keinen Zusammenhang zwischen den Worten finden und fühlte sich leicht. Er schlief langsam ein. Das Auto fuhr mit ihm auf der Rückbank los. Nur eine knappe Stunde waren sie am Ziel. Tom wurde rausgezogen und in seinen Raum gebracht. Dort achtlos auf die am Boden liegende Matratze geworfen. Die Männer banden ihm die Beine zusammen, knebelten ihn und verbanden die Augen. Wenn Tom aufwachen würde, war er immer noch in der Dunkelheit gefangen.
    Am nächsten Morgen war Semir recht früh munter. Die Uhr zeigte 6 an und er sprang mit Elan aus dem Bett, duschte und frühstückte in aller Ruhe. Kurz vor neun hupte es. Semir staunte nicht schlecht, als er den Wagen von Tom vor der Tür sah. „Bist du aus dem Bett gefallen?“ fragte Semir sich leise und zog sich die Schuhe an. Erneut hupte Tom. „Ja…ja… ich komme ja schon…“ maulte Semir wütend. Er verließ seine Wohnung und betrat die Straße. Ohne den Fahrer anzusehen stieg er ein. „Hast du das heute so eilig? Was ist denn los?“ fragte er maulend und zog die Tür ins Schloss. „Ich will einfach nur los…“ knurrte Tom. „Hast du schlecht geschlafen oder was?“ fauchte Semir zurück und hörte wie Tom die Zentralverriegelung einrasten ließ. „Was soll das denn?“ fragte er verwundert und sah Tom an. „hallo Semir…“ grinste der Mann. Semir erstarrte. Der Fahrer war nicht Tom, aber er sprach wie der. Bevor er sich wehren konnte spürte er einen Einstich im Nacken. Er griff sich hin und fühlte wie er immer benommener wurde. Mit einer verzweifelten fahrigen Bewegung wollte er zum Handy greifen und irgendwen anrufen. Doch der Fahrer griff seine Hand. „Das wollen wir doch gar nicht… schlaf schön… es werden die letzten erholsamen Stunden sein, die du haben wirst, Semir…“ höhnte der Mann am Steuer. Semir schloss die Augen. Sein Atem ging stoßweise. Wie ein Anfänger ist er diesen Leuten in die Falle gegangen. Er sackte völlig weg und bekam nicht mit wie der Wagen losfuhr. Auch für ihn endete die Fahrt nach einer guten Stunde. Auch er wurde aus dem Wagen gezerrt, gefesselt und geknebelt, die Augen verbunden. Ab jetzt waren er und Tom in den Händen des Teufels gefangen. Keiner von den Beiden ahnte was Schwarz mit ihnen vorhatte, aber es würde so weit gehen, dass sich beide wünschten möglichst bald zu sterben.

    Ein sehr schöner Schluss, Chris. Danke auch an dir, denn du bist ein Mitschreiber mit dem ich meine Gedanken so richtig ausleben kann und freu mich schon jetzt auf die nächste GS. Danke auch an Bexx... wir passen gut zusammen.... :D

    Lol ich bin auch nicht im Stress..... also wirklich... Semir gibt Verkehrsunterricht... ob das gut geht. Er weiß hoffentlich, dass es ncht alles Chaoten sind sondern junge Menschen die vielleicht... okay lassen wir das. Aber was mich noch verwundet.. Ben saugt Musik aus dem Internet? hmm.... ist das nicht verboten? Aber wie ich Ben kenne macht er das natürlich nur legal :D

    Super Story... bin gespannt wie es weitergeht.

    „Schhht… meine Kleine ist ja gut… komm wir suchen jetzt die Mama…“ sprach Ben beruhigend auf Aida ein, die immer noch heftig schluchzte. „Mama……..“ weinte Aida weiter. „Ja… weißt du wo die Mama ist?“ fragte Ben. „Mama….“ wiederholte Aida nur. „die kleine ist völlig durch den Wind. Das arme Kind…“ kam von Jan und er fasste Aida nur kurz an. Das Kind schrie laut auf. „Lass sie lieber…“ schlug Ben vor und hielt Aida schützend im Arm. „Der tut dir nichts… das ist ein Freud von Papa und Mama…“ erklärte Ben kindgerecht. Doch für Aida schien jeder Fremde derzeit ein Böser zu sein. „Sie hat mit Sicherheit einen Schock.“ meinte Jan nur und sah mitleidig auf das kleine Bündel Mensch. „ich nehme an, das er Andrea hier irgendwo eingesperrt hat. Wir müssen sie finden und ich wünsche mir, das Gerner auch dort ist. Haben die Kollegen was von Semir gehört?“ wollte Ben wissen. Jan schüttelte den Kopf. „Ich befürchte das Gerner hier an alles gedacht hat. Vermutlich hat Semir sein Handy nicht mehr.“ vermutete Jan.

    Gerner verließ die Scheune und freute sich schon auf das was Gerkhan dazu sagte, wenn er sah, dass diese wilde Wölfin seine Frau zum Frühstück verschlang. Er wollte auf jeden Fall dabei sein und sehen wie dieser Bulle seine Würde verlor. Er malte es sich in Gedanken aus. Er wollte sich an seinem letzten Opfer Semir Gerkhan weiden. Sehen wie der Mann am Boden zerstört ist und wie ein kleines Kind weinte. In etwas einer Stunde wird er da sein und dann wird auch die Wölfin sicher das Weib getötet haben. Er hatte das Tier extra hungern lassen. Auf das Blutbad freute er sich schon. Als er die Autobahn erreicht hatte gab er richtig Gas. Zu dem tollen Finale musste er zeitig da sein. Bei seinem Feind… der anschließend vor ihm kriechen wird, gingen seine Gedanken.

    Semir sah auf den Bildschirm. Er sah wie das wilde Tier auf Andrea zuging. „NEIN!!“ stieß er aus, als ob er damit das Tier aufhalten konnte. Gerner wollte Andrea von einem Wolf zerfleischen lassen. Doch dann sah er plötzlich, dass dieses so wild aussehende Tier sich an Andrea schmiegte und sich kraulen ließ. Was zum Teufel sollte das? War es kein wildes Tier? Oder spürte dieses Tier, das Andrea genau wie er, eine Gefangene war? Das sie ihm nichts tat? Etwas erleichtert ließ Semir sich auf den Boden des Käfigs nieder. Er stieß einen erleichterten Seufzer aus. Doch auf dem Bildschirm tat sich noch mehr. Die Tür ging plötzlich auf und er sah wie Andreas Gesicht sich veränderte. Den Grund konnte er nicht sehen, aber es schien, als würde sie sich freuen. „Was geht da vor?“ fragte er sich und starrte wie gespannt auf den Bildschirm.

    „Tja… machen wir Feierabend… ich bin müde…“ stöhnte Semir und sah auf die Uhr. Es war 20:00 Uhr und schon am dämmern. Tom nickte. „Wer fährt wen nach Hause?“ wollte er wissen. „Du mich. Ich war gestern dran.“ grinste Semir. „Gut… dann komm… ich will ins Bett.“ lachte Tom zurück und erhob sich. Die Beiden verließen die PAST und fuhren los. Sie kamen ohne jegliche Probleme auf die Autobahn. „Weißt du… wenn ich mir so überlegen dass dieser Robert Schwarz uns ja doch extreme Rache geschworen hat, dann ist es schon merkwürdig, dass er sich überhaupt nicht zeigt. Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass es noch ganz dicke kommt. Und zwar dann, wenn wir nicht damit rechnen. Wo kann er uns denn am empfindlichsten treffen? Das wären doch unsere Familien. Wir haben aber gar keine, sondern nur uns. Wenn wir….“ gab Semir von sich während Tom sich auf den Verkehr konzentrierte. „Semir…. Wenn er wollte, dann hätte er schon was gemacht. Er hat nicht. Vergiss ihn einfach. Er ist auf und davon und das ist verdammt noch mal gut so.“ unterbracht Tom ihn. „Ja ich weiß…. Aber wenn, dann könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass er dich zum Beispiel benutzen könnte um mich zu bekommen, oder auch umgekehrt. Das heißt für uns wir müssen aufeinander aufpassen. Also du machst keinen Schritt ohne mich und ich ohne dich.“ erklärte Semir unbeirrt weiter. Tom stöhnte. „Dein Bauchhirn muss du mir mal erklären. Denkt es mit, wenn du redest?“ wollte er wissen. „Was? Ja... Nein… Mensch Tom das ist doch nicht witzig. Du solltest es schon ernst nehmen.“ gab Semir zu bedenken. „Ja also gut… du hast Recht, er könnte uns gegeneinander benutzen, aber dazu muss er erst einmal jemanden bekommen. Wie sollte er das anstellen? Er hat keine Telefonnummern von uns oder weiß die Adressen. Er kann noch nicht einmal wissen, ob wir nicht zusammen wohnen. Das wäre es eigentlich. Wir wohnen zusammen…“ schlug Tom vor. „Nee…. Nicht mit dir. Sorry aber ich will Ruhe haben, wenn ich müde bin. Tom, ich denke du hast Recht … der Typ ist über alle Berge. Wir können ganz beruhigt schlafen.“ versprach Semir. „Also gut…. War nur ein Vorschlag. So… bis morgen. Ich hol dich dann um neun ab, ja?“ fragte Tom noch als Semir ausgestiegen war. „Ja aber pünktlich… und wenn was ist… ruf mich an.“ verabschiedete Semir sich.

    „Semir…. Bitte.. ich brauche deine Hilfe…“ übte Volker Weißberger. Doch er war nicht zufrieden. Noch einmal versuchte er es. „Semir…. Bitte… ich brauche deine Hilfe….“ Die Stimme stimmte noch nicht genau. Er übte und übte. Eine Stunde später war es perfekt. Er ging zu Robert Schwarz. „Semir…. Bitte… ich brauch deine Hilfe…“ rief er. Robert drehte sich erschrocken um. „Mann…. Volker. Ich dachte wirklich dass Tom Kranich hinter mir steht….sehr gut…“ lachte er erleichtert. „Pass auf… ich habe mir folgendes ausgedacht…“ fing Volker in seiner normalen Stimme an. „Also, das Beste wäre, du schnappst dir diesen Kranich und ich rufe dann bei Gerkhan an. Ich dachte mir das folgender Maßen… Kranich fährt einen Mercedes und wir beordern ihn sagen wir mal…. In eine verlassene Gegend und schnappen ihn. So… dann geht es hier her und sobald er hier ist, rufe ich bei Gerkhan an, als Kranich. Sage ihm, dass ich einen Tipp bekommen habe und gern hinfahren will, aber natürlich nicht allein. Ich würde ihn abholen. Kai sieht im Dunkeln dem Kranich sehr ähnlich und reicht aus Gerkhan zu täuschen. Sobald er im Wagen sitzt wird Mark oder Rafael ihm einen Lappen ins Gesicht pressen und er wird schlafen. Dann weiß er dass es eine Falle war, aber es ist zu spät etwas zu tun.“ erklärte Volker weiter und benutzte unbemerkt Tom Kranichs Stimme. Robert war begeistert von dem Plan. „Also gut… wir werden es so machen. Das ist ein sehr guter Plan. Besser als meiner sogar. Gut….. Das wird ein Spaß auf den ich mich jetzt schon freue. Leg los…“ lachte Robert. „Ich habe sie übrigens beobachtet. Sie sind zum teil sehr pünktlich. Vorgestern zum Beispiel hat Kranich Gerkhan um neun abgeholt, am nächsten Tag war Gerkhan um 8:30 Uhr bei Kranich… das heißt wenn sie sich abwechseln, wird Gerkhan morgen um neun abgeholt. Wir brauchen nur zuschlagen… und jetzt holen wir uns Kranich. Du hast die Stimme von Gerkhan hoffentlich auch gut drauf…“ wollte Robert wissen. „Ja sicher…. Tom wir kriegen das schon hin…“ grinste Weißberger und legte damit seine Prüfung ab. „Gut… dann werden wir jetzt Kranich anrufen. Ihn mit seinem eigenen Wagen entführen und dann… morgenfrüh Gerkhan abholen. Er wird vermutlich nicht einmal den Fahrer ansehen und einfach so ins Auto springen. Und dann haben wir beide…“ grinste Robert.