Beiträge von Elvira

    Semir schien nicht wirklich zu begreifen, was da eben von sich ging. Er war wie von Sinnen und wehrte sich gegen die Männer, die ihn davon abhielten, zu Tom zu kommen. „Lasst mich doch!!“ schrie er heiser. Langsam wurde er müde und nur wenig später stand er nur noch da und flehte weinend darum zu Tom zu kommen. Der Arzt zog eine Spritze auf und kam zu ihm. „Herr Gerkhan…Herr Kranich wird ins Krankenhaus gebracht… hören Sie mich?“ versuchte er zu Semir durchzudringen. „Bitte.. .lasst mich doch….“ weinte Semir dagegen. Er nahm den Arzt gar nicht wahr. „Okay… er ist völlig fertig. Haltet ihn fest, ich gebe ihm ein Beruhigungsmittel und dann kann er auch in den RTW. Seine Wunden müssen behandelt werden.“ befahl er den umherstehenden und festhaltenden Männern. Er ließ die Nadel in Semirs Vene gleiten und das Medikament floss in seinen Körper. „Ihr könnt ihn gleich zum RTW bringen. Irgendwie scheint er ganz schön Kraft zu haben. ….manchmal kann das ein Problem sein….“ dachte er laut nach und wies die Männer an, Semir wegzubringen. Er packte seine Tasche zusammen und ging hinterher. Sofort als er auf der Straße war kamen zwei Frauen auf ihn zu. „DOC!! Wo sind sie? Wie geht es ihnen?!“ fragte eine der Frauen. Der Arzt sah sie prüfend an. „Sind Sie Angehörige?“ wollte er sofort wissen. „Ich bin die Dienstvorgesetzte der Herren, Wo sind sie?“ wiederholte die Frau. „Dr. Schlingel…. Herr Kranich ist schwer verletzt. Drei Kugeln stecken in ihm und er wird bereits ins Krankenhaus gebracht. Herr Gerkhan scheint nur oberflächliche Verletzungen zu haben. Einen Nervenzusammenbruch und er ist da hinten im RTW. Aber Sie brauchen gar nicht hingehen. Die Fahrt geht umgehend ebenfalls ins Marien….“ gab der Arzt bekannt und fuhr mit dem Notarztwagen los.

    Anna sah Andrea entsetzt an, hetzte mit ihr zu ihrem Wagen. Der Einsatzbeamte des SEKs hatte sie bereits vorher informiert, das man drei Mann erschossen hatte, weil die Gegenwehr zu heftig war. Anna nahm diese Meldung zufrieden auf. Wenn Schwarz, Völker und auch Weißberger tot waren, dann wurde die Welt um einiges friedlicher und gab ihren Männern die Gelegenheit die Verletzungen auszukurieren. Andrea ließ sich völlig geschockt auf den Beifahrersitz sinken. „Bitte lass Tom leben… lieber Gott…“ stieß sie ein Blitzgebet aus. Anna nickte nur. Sie musste sich auf den Verkehr konzentrieren und genau wie für Andrea dauerte die Zeit, bis sie im Krankenhaus ankamen viel zu lang. Doch auch diese Fahrt war bald zu Ende. Sie fragten sich durch bis sie zu der entsprechenden Station gelotst wurden. Dort begann nun die Zeit des Wartens. Die beiden Frauen saßen zunächst Hände knetend auf den Stühlen vor dem Untersuchungsraum. Dann standen sie auf und liefen den Gang auf und ab. Immer wieder ging der Blick zur Uhr, die über der Tür hing. Irgendwie schien sie stehen geblieben zu sein, so kam es ihnen jeweils vor. Sie wussten, dass Tom im OP lag. Von Semir wussten sie nichts. „Was wenn Tom… das wäre für Semir zu viel. Und auch für mich…. Tom darf nicht sterben..“ kam leise von Andrea. Anna sah sie an und nahm sie mütterlich in den Arm. „Sie werden es beide schaffen…“ versprach sie und hoffte sehr, dass sie damit Recht bekam. Endlich ging die Tür auf und das erste Bett wurde hinausgeschoben. „Semir!“ stieß Andrea aus und rannte direkt zum Bett.

    Habt ihr ein Glück, dass die Ankunft sich um zwei Stunden verzögert....

    „TOM!!! HILFE!!“ schrie Semir laut und verzweifelt. Er spürte wie sich die Seile spannten. Doch Tom konnte ihm nicht helfen. Er war dabei zu ersticken… er musste ihn befreien… er musste ihn doch ausgraben… Der Zug in den Gelenken war extrem. Semir schrie laut um Hilfe. Wenn es doch die Kollegen waren, warum kamen sie nicht her. Dann hörte er plötzlich Schüsse!. „HIER!!!! HALLO!!“ schrie er. Mittlerweile fühlte er sich schon um fünf Zentimeter größer. Wie viele Minuten waren bereits vergangen? Lebte Tom vielleicht doch nicht mehr? Semir spürte wie eine Träne in dem aufgeplatzten Striemen im Gesicht brannte. Dann endlich hörte er mehrere Männer reinkommen. Nur wenige Augenblicke später war er losgebunden. Doch er ließ sich keine Zeit um sich zu erholen. Er quälte sich auf die Füße und taumelte aus dem Keller. „SCHNELL!!“ stieß er aus. Die Männer vom SEK sahen ihn erstaunt nach und rannten dann hinterher. „Hey… ist doch alles Gut?“ versuchte der Mann Semir zu beruhigen, als sie ihn festhielten. „LASST MICH!!!“ schrie Semir erneut und riss sich los. Unbeirrt setze er seinen Weg fort und stand wenige Augenblicke später vor Toms Grab.

    Semir ließ sich auf die Knie fallen und fing an mit den bloßen Händen zu graben. Die SEKler sahen ihm dabei zu. „Helft mir doch!!! Er lebt noch!!“ stieß Semir aus. Irgendwas in der Stimme ließ die Leute zu den Schaufeln greifen. „SCHNELL!!“ stieß Semir aus. Dennoch dauerte es lang bis man das Grab ausgehoben hatte. Tom lag leblos darin. „TOM!!!“ schrie Semir und sprang ins Grab. Er drehte Tom langsam um. „Tom….bitte….nicht…“ weinte Semir und wischte seinem Freund den Dreck aus dem Gesicht. Doch Tom atmete nicht mehr. „Ich hole einen Arzt!“ schrie einer der Männer und verschwand. Die Andern rissen Semir aus dem Grab. Zwei weitere Männer kamen dazu. „Haltet ihn fest…er ist völlig am Ausrasten!“ befahl einer der Ersten den Neuankömmlingen, während er ins Grab sprang und den darin liegenden Mann heraushievte. Sie führten den Befehl umgehend aus und rissen Semir vom Grab weg. „NEIN!!! LASST MICH!!! ICH MUSS IHM HELFEN!!!“ schrie Semir verzweifelt. Der Arzt kam nur wenige Sekunden später auf den Platz und kümmerte sich sofort um Tom, der mittlerweile aus dem Grab geholt worden war. „Eine Trage!! Sofort!!“ stieß er aus, als er ihn untersucht hatte. Immer noch schrie Semir und wehrte sich gegen die beiden Männer die ihn festhielten. Die Tränen flossen nur so. „Wer ist das?“ wollte der Arzt wissen. „Sein Kollege….!“ gab einer der Männer bekannt. Vorsichtig tastete er den Oberkörper von Tom ab, der immer noch ohne Bewusstsein war. Im Hintergrund hörte er Semir schreien, dem so langsam die Stimme versagte. Der Arzt kümmerte sich nicht darum. Tom Kranich war wichtiger. Die Einschüsse waren deutlich sichtbar. Einer an der Schulter, eine Schusswunde war am Arm und eine der Kugeln schien in die Brust eingedrungen zu sein. Jetzt kamen auch endlich die Liege und mehrere Sanitäter. „Wir müssen ihn schnell ins Krankenhaus bringen!“ befahl der Arzt und überwachte den Abtransport von Tom.

    Es sei denn du nimmst die Story und einen Laptop mit :D...du musst weiterschreiben, sonst kann ich heute nicht mehr klar denken...und schlafen auch nicht.

    Oh... Laptop.... hmm... wäre ne Lösung, aber... ich habe keinen Laptop... noch nicht.... ist aber in der Mache... und dann kann ich euch auch von unterwegs quälen.... :D Und das mit dem wegfahren.. ich muss meine Tochter kommt doch zurück und die hat sicher viel zu erzählen.... nun ja und wenn sie in den Stau gerät, dann dauert das sehr lange... ich würde ja gern noch einen Teil einsetzen.... aber der "ewige Zeitdruck" :D:D:D

    Mein Gott.. .seid ihr nervös... hier der nächste Teil... so und dann bin ich für heute wech.. :whistling: . oder mal sehen ;)

    Sein Blick wanderte zu dem Grab, welches für Tom gedacht war. Seine Augen weiteten sich.. „NEIN!!!!“ schrie er laut verzweifelt aus. Er fiel auf die Knie und weinte. Das höhnische Lachen von Schwarz schien nicht zu enden. Schwarz selbst kam zu ihm und zerrte ihn auf die Beine. „So… und nun darfst du zusehen, wie er die letzte Ehre bekommt. Schaufelt ihn ein!“ befahl Schwarz und sofort machten Kai und Volker sich an die Arbeit. Semir sah mit tränengefüllten Augen in das Grab. Was war das?... Zuckte Toms Körper nicht noch? War da nicht eine Bewegung? „NEIN!!! Er lebt noch!! LASST MICH ZU IHM!!!!“ schrie Semir und wollte in das Grab springen. Doch Schwarz hielt ihn eisern fest. „Ach tatsächlich? Nun nicht mehr lange“ verhöhnte Schwarz ihn. „Das könnt ihr nicht machen....bitte... er lebt doch noch..“ flehte Semir regelrecht, doch Schwarz schien es sehr zu gefallen. Immer mehr Sand fiel auf Toms Körper. „NEIN!!!!“ schrie Semir und versuchte weiterhin sich loszureißen. Er musste doch zu Tom. „Na… ist das nicht schön?“ lachte Schwarz und sah Semir an. Der Hauptkommissar konnte seine Gefühle nicht verbergen. Wut, Verzweiflung, der Schmerz alles lag in der nächsten Aktion, die Semir ausführte. Er hob sein Ben, trat nach hinten aus und traf Schwarz empfindlich. Doch dieser Mann schien keinen Schmerz zu spüren. Er steckte diese Aktion ohne mit der Wimper zu zucken weg. Semir sah ihn erstaunt an und dann zum Grab wo Kai und Volker mit dem Füllen beschäftigt waren. Es dauerte nicht lang bis Tom völlig bedeckt war. Kai lachte und löste Schwarz ab, der auf das frisch zugeschaufelte Loch ein Kreuz stellte. „Ruhe sanft!“ höhnte er noch.

    „Bringt ihn wieder weg! Wir werden noch Spaß mit ihm haben...“ schrie Schwarz seine Befehle. Semir wurde von Kai und Volker gepackt und ins Haus gezerrt. „NEIN!!! TOM!!!“ schrie er verzweifelt, ließ sich in den Armen der Männer einfach sacken und wollte sich losreißen. Doch er schaffte es nicht. „Bringt ihn zum Schweigen!!“ befahl Schwarz. Kai hielt Semir den Mund zu. Semir trat um sich und versuchte sich immer wieder loszureißen. Er musste Tom retten, der lebend begraben und dazu auch noch schwerverletzt war. Doch Schwarz und seine Komplizen hatten was dagegen und brachten ihn durch das Gebäude. „Wir müssen raus hier!!“ stieß Schwarz aus und wollte sich durch den Hintereingang bringen, den er vor wenigen Tagen entdeckt hatte. Doch von dort kamen Männer. „Verdammt!“ fluchte er. Er sah Semir an. „Du bringst Unglück….“fauchte er ihn an und presste Semir die Waffe an den Kopf. Semir befreite sich mit einer heftigen Bewegung von der Hand die ihm den Mund zuhielt. „Dann knall mich doch ab! Schieß endlich!!! Dann hast du was du willst!!“ schrie er Schwarz an. Schwarz lachte. „Oh nein… so leicht mache ich es dir nicht. Mich würden nämlich interessieren wie deine Kollegen uns finden konnten und das wirst du mir erzählten… Schaffen wir ihn in den Keller!“ schrie er seine Leute an, die sich umgehend an die Arbeit machen und den strampelnden, sich wehrenden Semir in seine Zelle brachten. Sie warfen ihn brutal zu Boden. Schwarz war direkt bei ihm und zerrte ihn hoch. „so… woher wissen deine Freunde wo wir sind?“ fragte er drohend. „Ich hoffe dass sie dir eine Kugel in den Kopf jagen…“ fauchte Semir wütend zurück. Ihm lief die Zeit davon. Tom musste schnell wieder aus dem Grab geholt werden. Schwarz hob die Hand doch ein Geräusch ließ ihn sein Vorhaben unterbrechen. „Verdammt… wir müssen weg hier…“ stieß er aus. Er ließ Semir auf die Streckbank binden und setzte die Maschine in Gang. „Viel Spaß….“ sagte er und verschwand mit Kai und Volker.

    Bitte noch ein klitzekleines Stück, damit ich mich heute noch auf was anderes konzentrieren kann....bittebittebitte !!!

    Oh.... das tut mir jetzt aber echt Leid.... ich bin schon auf ARbeit und nun ja.. hier ist die STory nicht... leider ist niemand daheim, der mir diese per Mail schicken könnte... IHr müsst also warten bis heute nachmittag....oh...oh... ich vergaß... meine Tochter kommt ja heute zurück und ich hole sie ab... so zwischen vier und acht... wie gut das Wochenende ist..

    Wie soll ich jetzt bloß den Tag überstehen???

    Na sei froh, dass ich es heute eingestellt habe und nicht schon gestern... wie wäre sonst die Nacht gewesen :D

    'ich bin soooo gemein..... :D

    Tom warf einen entschuldigenden Blick zu Semir, der an der Wand ihres Verlieses lehnte. „So... ich bin gleich wieder da und dann wird gegessen.“ meinte der Mann, den Schwarz damit beauftragt hatte, ihnen zu essen zu geben und verließ den Raum. „Semir... es tut mir Leid...“ sagte er leise. Semir sah ihn an und nickte. „Er will mich nur klein kriegen...“ kam von Semir. Er schloss die Augen. Die Tür ging erneut auf und vor Tom wurde ein Teller aufgestellt. Darauf zwei Scheiben Brot, belegt mit Käse und Wurst. Außerdem bekam er eine Flasche Wasser. Der Mann verschwand wieder. Tom sah zu Semir. „Komm… wir teilen es. Jeder eine Scheibe.“ sagte er leise. Semir nickte und kroch zu ihm. „Mein Rücken brennt….“ stieß Semir aus. „Iss erst mal und dann sehe ich ihn mir an.“ schlug Tom vor. Semir ließ es sich nicht zweimal sagen. Er hatte bereits seit dem Vortag nichts mehr bekommen. Er aß langsam und trank etwas von dem Wasser. Es reichte zwar nicht zum satt werden, aber immerhin beruhigte es den Magen. „So und nun sehe ich mir den Rücken an. Dreh dich um…“ bat Tom. Semir tat es. Tom stieß einen leisen Seufzer aus, als er den Rücken sah. Einige der Wunden, die von der Peitsche rührten waren aufgeplatzt und hatten sich entzündet. Außerdem hatte sich ein blauer Fleck in Höhe der Lendenwirbel gebildet. „Wenn ich einen Verband hätte, würde ich ihn dir anlegen. Aber ich kann es lediglich kühlen.“ schlug er vor und zog sein Shirt aus. Er tränkte es mit dem kalten Wasser und legte es Semir auf den Rücken. „das tut gut…“ stieß dieser aus. „Wenn das nicht bald behandelt wird, dann bekommst du echt Probleme…“ gab Tom zu bedenken. „Tja… du kannst ja mal den Wolf fragen ob er mir einen Arzt kommen lässt.“ höhnte Semir. Nur wenig später waren beide vor Erschöpfung eingeschlafen. Nichts ahnend das die Rettung bereits sehr nahe war. Doch erst sollte der nächste Morgen kommen.

    „Chefin! Ich hab sie!“ rief Andrea laut durch das Büro. Sofort waren Dieter, Hotte, die anderen Kollegen und auch Anna um ihren Schreibtisch versammelt. Alle starrten auf den kleinen Monitor auf dem ein roter Punkt erschien. „Brühl… sie sind in Brühl…“ strahlte Andrea. Anna nickte. „ich informieren sofort dass SEK Und Sie besorgen mir die Pläne der Gebäude!“ gab sie bekannt und rannte in ihr Büro. Das Telefonat dauerte nur wenige Augenblicke und sie war wieder zurück. „Sie sind auf dem Weg.“ gab sie bekannt. Andrea nickte. „Wir haben sie …. Endlich…“ stieß sie aus und sprach damit jedem aus der Seele. „So… wir fahren auch hin. Andrea… packen Sie das Signal und den Plan auf den Laptop und dann los… Wir werden das SEK direkt am Gebäude einweisen.“ Befahl Anna. Andrea nickte und bereitete alles vor. Nur eine Stunde später waren sie vor dem Gebäude angekommen. Jetzt hieß es auf das SEK warten. Doch die brauchte scheinbar extrem lang. Es war gerade mal zehn in der Frühe und der achte Tag der Gefangenschaft von Semir und Tom.

    Für die Beiden fing der Tag so an wie der letzte aufgehört hatte. Sie wurden aus ihren Zellen gezerrt und in den Hof gebracht. Die Gräber waren fertig und Beide wurden vor dem Loch gestellt. Weder Tom noch Semir hatten Lust etwas dagegen zu tun. Die drei Verbrecher stellten sich gegenüber auf. Jeder von ihnen hielt eine Waffe in den Händen. Für Semir und Tom war klar, dass nun die Stunde geschlagen hatte. Sie sollten beide sterben. Semir sah Tom an. „War ne schöne Zeit mit dir…“ sagte er leise. Tom nickte. „Ja… mit dir auch…“ gab er zurück. „Habt ihr noch einen letzten Wunsch?“ höhnte der „Wolf“. Semir nickte. „Ja… krepier vor uns!“ rief er laut über den Hof. Doch er dachte nicht im Traum daran, dass sein Wunsch auch erfüllt wurde. „Das ist wirklich ein sehr guter Witz, Gerkhan….“ lachte Schwarz und holte mit der Waffe aus. Der Lauf riss eine tiefe Schramme in Semirs Gesicht. Semir ging zu Boden. „Aber den kann ich dir nicht erfüllen. Und du Kranich? Willst du nichts mehr?“ wandte sich Schwarz an Tom. „Doch… ich möchte ein letztes Telefonat führen.“ kam von Tom. Auch hier lachte Schwarz wieder. „Willst du dich von deiner Chefin verabschieden?“ wollte er wissen. Tom nickte. „Das sollte doch wohl drin sein oder?“ versuchte er weiter. Schwarz überlegte und schüttelte dann den Kopf. Er zog Tom am Kragen des Shirts an sich heran. „Ich denke sie wird eh damit rechnen. Also da es keine anderen Wünsche gibt werden wir nun abdrücken. Legt an!!“ brüllte der „Wolf“ in einem militärischen Ton. Semir sah zu Tom und nickte nur. Seine Lippen formten das Wort „Bye“. Dann schloss er die Augen und wartete auf die Kugel. Nur kurz darauf knallte es. Doch Semir spürte keinen Einschlag. Er öffnete die Augen verwundert und sah den Platz neben sich leer. Dort wo Tom gerade noch stand, war niemand mehr.

    JAp!!! Ich hab es mir gedacht... Wenn ein Kind einen solchen Schritt macht, dann war es etwas wo es glaubte sich nicht anders wehren zu können. Doch ich frage mich nun ehrlich, ob die Eltern nichts von der Veränderung gemerkt haben? Die können doch keine Scheuklappen aufgehabt haben. Soetwas muss doch zu erkennen sein...

    Geniale Story mit einem Thema, was man am liebsten verschweigt, welches aber immer häufiger in den Medien breitgetreten wird und das mit Recht. Solche Leute gehören an den Pranger gestellt jawohl!!! So einen würde ich gern mal in meiner privaten Folterkammer haben.... dann hat er mehr zu leiden als Semir in meinen Storys... ja wohl...

    Die Sonne brannte. Die Hitze war fast nicht auszuhalten. Semir und Tom standen in der Grube, die ihr Grab werden sollten. Trotz des harten Bodens kamen sie erstaunlich gut voran. Die Grube war nun gute eineinhalb Meter tief. Blasen an den Händen waren längst aufgeplatzt und die Müdigkeit tat ihr Übriges. „Ich kann nicht mehr … Semir…“ stöhnte Tom. Semir nickte. Sein Gesicht war dreckig. „ich hab Hunger… Weißt du wann wir das letzte Mal was gegessen haben?“ stellte er die Gegenfrage und schrie im gleichen Moment auf als er die Peitsche ihres Aufpassers auf dem Rücken spürte. „Ihr sollt graben und nicht quatschen!“ fauchte ihn Volker an und rollte die Peitsche zusammen. Tom sah die Striemen die sich auf Semirs nacktem Oberkörper bildeten. Er sah auch die Tränen des Schmerzes in seinen Augen. Semir stieß die Schaufel erneut in den harten Boden. Nur mit Mühe konnte er sie heben. Als er es geschafft hatte, stöhnte er kurz und ließ sich dann auf die Knie fallen. Er war am Ende. „Semir… komm… hoch mit dir…Bitte…“ flehte Tom verzweifelt. Denn er wusste genau, wenn Semir sich nicht auf die Beine quälte würde die Strafe sehr schmerzhaft äußern. Diese Männer in deren Gewalt sie sich befanden waren erbarmungslos. Im gleichen Augenblick sah Volker wieder in die Grube und schlug zu. Semir schrie laut auf, als die Peitsche ihn traf. Er rollte sich zusammen und hob die Hände schützend über den Kopf. Tom stellte sich schützend vor Semir als der Mann erneut ausholte. Diesmal traf sie Tom. Er versuchte die Peitsche zu greifen, doch es gelang ihm nicht. Der Schmerz am Arm, wo sie ihn traf, war extrem. „Genug!!“ hörte er in diesem Augenblick einen Mann rufen. „holt sie raus!“ befahl Schwarz. Tom wurde brutal aus der Grube gezogen und zu Boden geworfen. Mit Semir geschah das gleiche.

    „So... ihr habt also euer Grab geschaufelt... sehr schön. Ich hoffe es ist groß genug...“ lachte „der Wolf“ und sah höhnisch auf seine beiden Gefangenen. Diese saßen vor ihm auf dem Boden. Völlig verdreckt und erschöpft. „Sie können nicht entkommen...“ stöhnte der Kleinere von ihnen. „ ... und sterben werdet ihr sowieso erst in ein paar Tagen, wenn ihr nutzlos geworden seid. Ich sagte doch bereits am Anfang, dass jeder, der sich gegen mich stellt, sterben muss. Ihr habt es wirklich clever angefangen, aber nicht clever genug...“ höhnte „der Wolf“. Nur wenig später kam Kai zu der kleinen Gruppe. „Bringt sie weg und versorgt sie!“ befahl er. „Festmachen wie immer?“ fragte Kai grinsend. „Na ich denke, wir können darauf verzichten. Die klappen ja eh fast zusammen...“ lachte der Mann höhnisch. „Wenn wir Sie nicht bekommen, dann werden unsere Kollegen Sie schnappen.... Sie haben nur einen Aufschub erreicht.“ stieß der der Große aus. „Wissen Sie Herr Kranich.... für diese dumme Bemerkung müssten Sie eigentlich bestraft werden, aber ich sehe auch das Gerkhan überhaupt nicht in der Lage ist etwas auszuhalten. Oder doch... Kai! Gerkhan bekommt nichts zu essen!“ gab „der Wolf“ bekannt. „Ich habe doch was gesagt!!! Warum bestrafen Sie nicht mich?!“ schrie Tom wütend und wollte den „Wolf angehen“. Semir sah ihn nur an und schüttelte leicht den Kopf. „Nun ganz einfach.... Ich weiß dass Sie einiges wegstecken können. Aber wenn ich unserem Freund Gerkhan bestrafe, weil Sie etwas getan haben, dann ist es schmerzhafter für Sie...“ lachte der Mann und schien Tom damit genau getroffen zu haben.

    „Chefin! Ich versuche das Signal zu bekommen, aber es ist zu schwach. Ich habe nur eine grobe Richtung. Wir müssen das Signal verstärken.“ kam von Andrea. „Tun Sie, was Sie tun müssen um es stärker zu machen. Ich will sie finden. ES reichte doch wohl aus, dass sie jetzt schon eine Woche in der Gewalt sind. Wir müssen sie raus holen, sonst ist es zu spät. Andrea… versuchen Sie alles…“ bat Anna. Andrea nickte und machte sich an die Arbeit. Doch es sollte noch eine ganze Weile dauern bis das Ergebnis zufriedenstellend ausfiel. Andrea fluchte und fauchte im Büro schlimmer als ein Rohrspatz, doch sie ließ sich nicht beirren und arbeitete emsig an der Lösung des Problems. Es dauerte Stunden in denen für Tom und Semir die Hölle ablief.

    Schwarz hatte sein Versprechen den Wunsch von Tom zu erfüllen nicht übertrieben. Er hatte Wasser gebracht, doch anders als Tom es erhofft hatte. Kai und Volker kamen mit zwei großen Eimern Wasser in den Keller und zerrten erst Semir aus seiner Zelle und dann Tom. „Wollen wir doch mal sehen, wer am längsten die Luft anhalten kann.“ verkündete Schwarz und nickte seinen beiden Männern zu. Kai drückte Semirs Kopf unter Wasser während Volker das Gleiche mit Tom machte. Die Prozedur dauerte eine gute halbe Stunde. Danach lagen beide hustend in ihrem Zellen. Sie froren, weil das Wasser extrem kalt war. „Ich bringe ihn um…“ stieß Semir hustend aus. „Ja ich helfe dir… Semir… wir müssen raus… wir müssen fliehen…“ forderte Tom ihn auf. „Ich würde sehr gern. Kai Völker hat mich heute schon zwingen wollen mein Grab zu schaufeln… ich habe mich geweigert. Ich habe ihn die Schaufel mit Genuss in seine Fresse geschlagen… und dann…Schwarz hat mich geschafft. Ich will nicht mehr.“ erklärte Semir leise. Er zitterte am ganzen Körper. Wie oft war er schon in Gefangenschaft geraten, aber so extrem wie hier war es noch nie gewesen. Jetzt hoffte er dass er einfach nur Ruhe bekam, doch auch das war ein Trugschluss. Schwarz kam herein. „Nun … war das genug Wasser. Wisst ihr… ich habe genug gespielt. Ich denke es wird Zeit, mich von euch zu verabschieden. Ihr werdet euer Grab schaufeln und niemand von euch wird sich weigern.“ erklärte er höhnisch. Auf seinen Befehl hin wurden sie in den Garten gebracht. Jeder bekam eine Schaufel und musste anfangen zu graben. Der Boden war hart und ausgedorrt. Hier würde es lange dauern bis man die Gräber fertig hätte. Doch das interessierte Schwarz und seine Komplizen nicht. Dennoch hatten Tom und Semir kein Interesse daran sich zu weigern.

    Tom fuhr an die Zollstelle heran. Er erschrak kurz, als er sah, wer dort Dienst tat. Also hatte der Zöllner die Informationen an Anna weiter gegeben. Tom stieß ein unhörbares Dankgebet aus. „Los… und denk an Gerkhan…“ ermahnte Volker ihn. Tom nickte und zog seinen Ausweis. „Was wenn sie verlangen, dass ich aussteige?“ wollte er wissen. „Dann wirst du es tun. Wage es nicht Informationen zu geben. Du wirst sagen, dass du auf einer Verfolgung bist und den Wagen nicht verlieren willst, klar?“ fragte Volker. Tom nickte erneut. Dann war er an der Reihe. „Guten Tag… Zollkontrolle. Würden Sie bitte aussteigen und den Kofferraum öffnen?“ bat der dickliche Zöllner. Volker sah Tom an und nickte dann. Sie stiegen aus. „Wir sind von der Polizei und verfolgen einen Wagen, der weiter vorn steht. Würden Sie bitte so tun, als ob wir schnell fertig sind?“ bat Tom den Mann. Der Zöllner nickte. „Ja sicher… Sie haben doch sicher Ihren Ausweis dabei, oder?“ wollte der Mann wissen. Tom nickte und hielt den Ausweis vor. Der Zöllner nahm ihn und sah ihn sehr genau an. Volker achtete nicht darauf, aber Tom bemerkte, wie Hotte einen winzigen Sender in den Ausweis schob und Tom zunickte. Nur wenige Augenblicke später waren beide wieder unterwegs. „Sehr schön… Das hat ja wunderbar geklappt. Wenn du weiterhin so brav bist, dann denke ich ist heute sogar eine Extraportion an Essen drin.“ lachte Volker. ‚ Wenn du wüsstest’ dachte Tom nur und starrte auf die Straße. Er wurde auf den nächsten Rastplatz gelotst und musste dann wie Semir zuvor auf der Rückbank liegen. So ging es zum Kloster zurück.

    Semir schrie seine Schmerzen raus. Schwarz hatte ihn auf die Streckbank gelegt und die Winde zerrte an seinen Gelenken. Doch er flehte nicht darum, das Schwarz aufhörte. Er spürte das Blut an den Handgelenken. Er spürte den Zug in den Schultern, in der Hüfte… Für Semir dauerte es unendlich lange, bis der Zug nachließ, doch Schwarz schien noch nicht zufrieden. „Das war für das Weigern… und nun für den Schlag…. Mach dich auf etwas gefasst…“ drohte er seinem gepeinigten Feind. Semir lag am Boden und quälte sich langsam auf die Beine. Er wollte nicht vor diesem Mann kriechen. Er wusste genau, dass Schwarz nur darauf wartete, ihn kriechen zu sehen. „Oh… du bist unbeugsam…. Sehr gut… Welche Maschine hatten wir denn noch nicht….?“ fragte er und drehte sich suchend um. Und dann hatte er sie entdeckt. Seine Foltermaschine, die ihn gefiel. „Oh… die sieht echt gut aus… komm!“ befahl er und zerrte den völlig erschöpften Semir mit sich. Kai ging gemütlich hinterher. Semir wurde an ein Rad gestellt. „Gerade haben wir dich ja in die Länge gezogen und nun wirst du aufgedreht.“ Lachte Schwarz und winkte Kai heran. Dieser fesselte Semir die Beine an zwei Ösen die vor der Maschine im Boden angebracht waren. Schwarz fesselte Semirs Hände oben am Rad. „So… und nun drehe ich es… oh… ich vergas dir zu erzählen, dass sich wenn ich drehe ein kleiner Klotz dort in dieser Höhe,…“ er presste seine Hand in Semirs Wirbelsäule, „ … und drückt dir die Wirbel raus…. Du wirst winseln….viel Spaß.“ lachte er und drehte es.

    Als Tom mit Volker wieder im Kloster ankam, wurde Tom in den Keller gebracht. Auf den Weg dorthin, hörte er Semir schreien. Seine Schritte wurden schneller und dann sah er was Schwarz mit Semir anstellte. „AUFHÖREN!!!“ schrie Tom und rannte zu seinem Freund. Schwarz sah ihn an. „Ich hatte es gerade vor. Er hat mich angefleht… ich habe gewonnen…“ kam freudig von dem Peiniger. Tom band Semir los und dieser fiel zu Boden, als die Fesseln fielen. Tom ließ sich neben ihn fallen und drehte ihn vorsichtig um. An den Handgelenken sah er die blutigen Stellen und atmete tief durch. Er sah Schwarz an. „Warum?“ fragte er leise. „Oh… er wollte einfach nicht hören und hat mich angegriffen. Das kann ich mir doch nicht von ihm gefallen lassen. Aber sei gewiss er wird es nie wieder tun…“ lachte Schwarz. Tom sah Semir an. Tränen liefen ihm über die Wange. „Ich habe gehört, dass du sehr folgsam warst. Dass sollte belohnt werden. Du hast einen Wunsch frei…“ grinste Schwarz. „Okay… dann will … ich…“ fing Tom an und sah zu Semir. „Ich höre…“ sagte Schwarz. „Ich will…. Wasser für ihn und mich… in ausreichender Menge…“ forderte Tom. Schwarz nickte. „Das kannst du haben…“ lachte er. Tom hatte irgendwie den Verdacht, dass es nicht so ablaufen würde wie er es eigentlich wollte. Kai zog Semir brutal auf die Beine und stieß ihn in seine Zelle. Semir ließ sich einfach fallen. Schwarz hatte ihn wirklich geschafft. Ab sofort würde er alles tun um nicht wieder solche Schmerzen ertragen zu müssen.

    Semir ließ sich demonstrativ auf den Boden nieder und verschränkte seine Beine. „Sie werden mich doch eh töten. Dann machen Sie es…“ sagte er leise. Kai sah ihn erstaunt an. Er schien sich über das Verhalten des Mannes zu wundern. Doch das dauerte nicht lange an. „Was machst du denn da?“ hörte er Schwarz fragen. „Ich will dass er sein Grab gräbt, aber er weigert sich…“ kam irgendwie verzweifelt von Kai. „Oh… das wundert mich nicht. Er ist sehr zäh. Aber das ist auch das schöne an dem was ich noch vorhabe. Also gut… Gerkhan… fang an zu graben!“ fauchte Schwarz. Semir antwortete nicht und saß einfach nur da. „Gut…. Er hatte seine Chance. Mal sehen wie er mit gequetschten Fingern oder Füßen zu Recht kommt.“ Lachte Schwarz. Semir ging ein Schauer über den Rücken. Er hatte die Maschinen gesehen, die direkt an der Zelle standen. Sie taten ihm schon beim Ansehen weh. Langsam stand er auf. „Grab!“ befahl Schwarz. Semir sah ihn fest an. Die Schaufel lag vor seinen Füßen. Semir hob sie auf und Schwarz schien zu glauben, dass er den Befehl ausführen wollte. Doch wer Semir kannte, wusste genau, dass er sich nicht so einfach zwingen ließ. Schwarz drehte sich triumphierend zu Kai um. „siehst du… es hilft immer…“ bekam Schwarz noch raus als Kai ihn anschrie. „ACHTUNG!!!“

    Semir holte mit der Schaufel aus und traf Schwarz voll ins Gesicht, weil sich dieser gerade umdrehte. Er ging zu Boden und Semir rannte einfach los. Nur weg hier…. weg aus dieser Hölle, dachte er. Allerdings wollte Kai das nicht so einfach zulassen. Er rannte hinterher und holte Semir der immer noch etwas Probleme mit seinem Fuß hatte ein. Mit einem Schlag in den Rücken stieß er ihn zu Boden und setzte sich auf ihm. „Das war das Letzte was du hättest tun dürfen… Schwarz wird sich das nicht gefallen lassen.“ fauchte er ihm ins Ohr. Semir versuchte sich zu befreien, was jedoch kläglich scheiterte. Nur wenig später war auch Schwarz zur Stelle. Kai zog Semir auf die Beine und drehte ihm einen Arm auf den Rücken. Schwarz baute sich vor Semir auf. „Du denkst wohl du kommst damit durch, was… aber gut…. Du hast mir gezeigt, dass du dich nicht unterkriegen lässt. Ich bekomme dich klein….“ Drohte er seinem Gefangenen. Semir ahnte schon, dass ihm einiges bevorstand. „Egal was Sie machen, Sie werden mich nicht am Boden sehen….“ fauchte Semir wütend. „Kai… bring ihn runter… wir haben ein paar Maschinen noch nicht ausprobiert..“ lachte Schwarz. Kai tat was befohlen und brachte Semir in die Folterkammer.

    Am nächsten Morgen wurden Tom und Semir sehr unsanft geweckt. Schwarz und seine Helfer kamen zu ihnen in die Zellen und stellten Essen auf den Boden. „So… Kranich… du bist jetzt dran, deinen Teil zu erfüllen. Nach dem Essen geht es los und ich warne dich…. Solltest du quer schlagen, dann wird Gerkhan diesen Raum nicht lebend verlassen. Volker freut sich schon auf die Tour. Er wird dich begleiten. Nicht dass die Zollbeamten Kai wiedererkennen. Ich habe an alles gedacht…“ verhöhnte Schwarz seine Gefangenen. Semir und Tom fingen an zu essen. Die Blicke trafen sich durch die Gitterstangen die beide Zellen von einander trennten. „Na los! Schneller!!“ fauchte Volker Tom an. Eine halbe Stunde später waren sie fertig. Kai zerrte Semir aus seiner Zelle während Tom von Volker hinausgebracht wurde. Schwarz hielt für Tom ein neues T-Shirt bereit. „Anziehen!“ befahl er und warf es Tom zu. Tom tat was er verlangte. Er sah zu Semir der von Kai auf einen unbequem aussehenden Stuhl gezwungen wurde. Tom sah dass die Rückenlehne aus Nägeln bestand. Es erinnerte an einem Fakirteppich. Nur dass es halt ein Stuhl war. Schwarz bemerkte den Blick von Tom und lachte leise. „Nur keine Sorge… der Stuhl sieht nicht nur unbequem aus, er ist es auch. Machst du Zicken, dann drücken wir ihn langsam an die Lehne. Du kannst es dann über Handy verfolgen…“ drohte Schwarz an. Dass es nur leere Drohungen waren, konnte Tom nicht ahnen. Er traute Schwarz alles zu. Als er sich fertig angezogen hatte durfte er sich etwas frisch machen. Dann ging die Fahrt los. Sie wurde genau wie Semir angekündigt hatte, angefangen. Tom musste in den Kofferraum, der für seine Größe nicht wirklich geschaffen war. Auch Tom wurde gefesselt und geknebelt. Die Fahrt dauerte drei Stunden. Als er wieder ans Tageslicht kam, war er genau wie Semir vorher völlig durchgeschwitzt und durstig. Doch Volker schien weniger zu erweichen zu sein, wie Kai. Er gab Tom kein Wasser. Er band ihn auch nicht los oder nahm das Klebeband vom Mund. Tom sah ihn verzweifelt an und machte sich bemerkbar, doch das einzige was Volker für ihn übrig hatte waren zwei Tritte in die Rippen. „Du wirst mich anwinseln…“ drohte er Tom.

    Semir saß wieder in seiner Zelle. Er hatte die Augen geschlossen und hoffte nur, dass dieses Martyrium bald vorbei war. Er wollte nicht mehr. Schwarz hatte ihn bereits so verhöhnt, dass er wenn Tom zurück ist beide das Grab schaufeln ließ und beide langsam sterben würde. Er malte in seinen perfiden Gedanken den Tod von Semir aus. Dennoch hoffte Semir dass Anna eine Spur fand. Der Rücken brannte und Semir ahnte schon, dass einige der Striemen entzündet waren, was nicht verwunderlich war. Hier in diesem Keller war es extrem feucht und modrig. Der Schweiß von der Autofahrt tat sein übriges. Er hatte bereits seit zwei Tagen nicht mehr duschen können. Semir erschrak als Kai plötzlich vor ihm stand und ihn hoch zerrte. „Nur keine Sorge… Kranich ist sehr folgsam… aber ich finde du kannst trotzdem eine kleine Strafe bekommen. Du wirst schon mal anfangen dein Grab zu schaufeln…“ lachte er und stieß Semir vor sich her aus dem Keller. Es ging in den Hof wo scheinbar früher mal Gärten waren. Kai drückte Semir eine Schaufel in die Hand. „Los! Anfangen!“ befahl er. „Du kannst mich mal…“ stieß Semir aus und ließ die Schaufel einfach fallen. Kai lachte laut auf. „Damit habe ich gerechnet. Gut… ich werde dir zeigen, dass es für dich besser wäre, wenn du graben würdest… fang an! Ich sage es nicht noch einmal.“ warnte Kai.

    Oh mann.... wie grausam für die Eltern zu erfahren, dass ihr Kind gestorben ist. Schlimmer noch, wenn es "freiwillig" aus dem Leben geschieden ist. Wie verzweifelt muss das Kind gewesen sein. Warum hat er sich seinen Eltern nicht geöffnet? Was steckt dahinter?

    Grübel Grübel Grübel

    Ich liebe deine STorys.... sie regen zum Denken an...

    Der Rücken war blutig und er spürte nur die Schmerzen. „Semir…“ hörte er Tom fragen. „Ich bin okay……“ gab er zurück, doch Tom hörte die Schmerzen aus der Stimme heraus. Ein Blick durch die Gitter zeigte ihm, das Semir es nicht einfach wegsteckte. „Dieser Mistkerl… wir müssen was tun… hast du es geschafft die Kollegen zu informieren?“ wollte Tom wissen. „Ich hoffe ja… wenn der Zöllner mitspielt, dann werden sie uns bald gefunden haben.“ gab Semir zurück. Er spürte das Brennen der Striemen auf seinem Rücken. Gegen Abend kam das Essen. Semir und Tom hatten großen Hunger und aßen schweigend. „Was musstest du tun?“ wollte Tom wissen, als sie wieder allein waren. „Ich musste ihnen helfen Drogen über die Grenze zu bekommen. Hat natürlich wunderbar geklappt. Ich hoffe nur sie haben nicht mitbekommen, dass ich dem Zöllner eine Nachricht hinterlassen habe und er sich möglichst bald bei der Chefin meldet.“ erklärte Semir leise. „Die haben mit mir das Gleiche vor. Ich habe es mitbekommen. Semir… wenn ich weg bin, dann versuch hier abzuhauen… ich werde versuchen es auf der Fahrt zu schaffen. Während ich beim Zoll bin… oder sonst wie…“ befahl Tom leise. Von Semir kam erst keine Antwort. „Semir?“ harkte Tom nach. „Tom… das kannst du vergessen. Ich werde nicht ohne dich gehen. Diese Mistkerle werden dich genau wie mich in den Kofferraum sperren. Gefesselt und geknebelt. Du kannst dich kaum bewegen und…“ erzählte Semir wie es ihm auf der Hinreise ergangen war. „Das ist ziemlich ausweglos…“ stöhnte Tom. Auch dieser vierte Tag in Gefangenschaft endete für die Beiden.

    „Herzberger Sie und Bonrath werden an der Zollstelle West Ihren Dienst verrichten. Der Herr Freiberg wird Sie einweisen. Er ist derjenige der von Semir den Hilferuf erhalten hat. Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Wenn ich diesen Schwarz richtig einschätzte wird er noch einmal Drogen von den Beiden über die Grenze schmuggeln lassen. Ich habe nach Rücksprache mit der Staatsanwältin die Erlaubnis den Wagen durchzulassen. Allerdings müssen wir endlich eine Spur zu Semir und Tom haben und dort beim Zoll ist es die Beste Möglichkeit. Bitte seien Sie vorsichtig und verlieren Sie die Spur nicht. Sobald Sie den Wagen haben, werden Sie einen Sender anbringen. Andrea wird das Signal verfolgen und das SEK dann dorthin lenken. Wir müssen schnell zugreifen, bevor dieser Schwarz seinen Plan Semir und Tom zu töten in die Tat umsetzen kann.“ ermahnte Anna die beiden Streifenpolizisten. „Wir werden uns selbstverständlich bemühen…“ versprach Dieter und Hotte nickte. „Sollen wir den Wagen denn dann auch folgen?“ wollte er wissen. „Nein… wir werden zunächst das Signal verfolgen und das SEK dann direkt dorthin beordern. Wir dürfen die Leute nicht nervös machen, wenn wir Semir und Tom lebend dort rausholen wollen.“ ermahnte Anna ihre Leute. Dieter und Hotte nickte. „Wir werden sie finden…“ prophezeite Dieter. „Dann sollten Sie sich schon mal mit den Herren an der Zolldienststelle in Verbindung setzen. Morgenfrüh können Sie dann direkt dort Ihren Dienst antreten. Viel Glück…“ verabschiedete Anna ihre Männer.