Beiträge von Elvira

    Anna schloss auf und wollte gerade in ihre Wohnung, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie drehte sich erschrocken um. „TILL!!!“ rief sie erfreut und umarmte ihren Freund. „Du hast mir gefehlt…“ sagte er leise und küsste sie zärtlich. „Komm... rein….“ Sagte sie. Nur wenig später saßen die Beiden bei einem Glas Wein am Kamin und Anna erzählte, dass sie derzeit immer noch eine Menge Stress hatte. Vor allem mit dem Mann, der sie entführt hatte. „Aber ihr habt ihn hoffe ich doch nun eingesperrt. Ich meine…. Es war eine Entführung und dann muss man den Kerl doch einsperren. Wenn ich ihn in die Finger bekäme, der würde mich kennen lernen…“ drohte Till und ballt seine Faust. Anna lächelte. „Danke für das Mitgefühl. Nun ja… er ist nicht eingesperrt. Aber er hat mir seinen Grund dafür genannt und ich kann es sogar verstehen. Der Mann saß so wie es derzeit aussieht für eine Tat im Gefängnis, die er nicht begangen hat.“ Kam von Anna und sie legte sich auf seinen Schoß. Er küsste sie. „Aber deshalb kann er doch nicht einfach zu dir kommen und dich entführen. Er hätte sich doch an die Kollegen wenden können.“ meinte er nur. „Ja schon richtig… nur hätte man ihm nicht geglaubt. Aber nun bearbeiten meine Kollegen den Fall. Und jetzt ist Feierabend…. Ich will bis morgen nichts mehr von dem Fall hören….“ lächelte Anna ihn an.

    Hartmut war auch noch fleißig und durchsuchte die Kartons die Peter, Semir und Chris ihm hingestellt hatten. Doch erst fand er gar nichts. Die ersten drei Kartons waren leer und das was auf den darin befindlichen CDs war, konnte ohne Probleme gelesen werden. Hartmut rieb sich die müden Augen. Dann fiel ihm ein Buch auf. Er nahm es….und musste leise lachen. Es war die Bibel. Nach kurzem Durchblättern legte er das heilige Buch zur Seite. Das die Bibel in vielen Haushalten vorhanden ist, war nicht weiter sonderbar. Warum sollte Hans Neumann nicht auch eine haben. Die Suche ging weiter. Es bleiben noch zwei Kartons mit den Habseligkeiten von Hans Neumann. Dann waren auch sie leer. „Mist…“ fluchte Hartmut als ihm die Bibel beim einräumen runter fiel. Er hob sie auf und bemerkte dass die hintere Seite ausgerissen war. Hier schien sich die Leimung zu lösen. Hartmut ist von Natur aus neugierig und zog etwas daran. Eine CD kam zu Vorschein. „Was sagt man dazu…“ lachte er und legte die Scheibe ins Laufwerk. Nur wenig später sah er die Daten auf dem PC und ging sie durch.

    Gegen elf fuhren Chris, Semir und Peter zurück. Sie wollten auch noch etwas schlafen, bevor sie die harte Arbeit des Akten lesen angingen. Sie wollten um sechs bereits wieder in der PAST sein um sich vorzubereiten. „Tja… hoffen wir, dass wir etwas in den Akten finden. Mir bleibt nur diese eine Chance… Ich bin unschuldig…“ kam leise von Peter. Semir sah zu Chris und nickte. „Nun wenn Sie es sind, finden wir es raus. Warten Sie einfach ab. Wo schlafen Sie denn heute?“ fragte Chris. „Ich? Bei Susanne… sie hat mir verziehen oder zumindest vergeben. Ich schlafe bei ihr auf der Couch, aber wenigstens in ihrer Nähe und vielleicht… wer weiß… „ meinte Peter nur. „Was ist mit Ihrer Frau? Zehn Jahre ist eine sehr lange Zeit…“ gab Chris zu bedenken, der von seiner Frau aufgrund seiner Arbeit als verdeckter Ermittler geschieden war. „Ich weiß… Sie hat mich sehr selten besucht, aber ich hoffe sehr, dass sie mir treu geblieben ist. Und wenn nicht… nun ja… ich könnte es ihr nicht einmal verdenken. Aber ich will Sophia wenigsten sehen. Sie ist meine Tochter und ich habe denke ich mal ein Recht sie zu sehen.“ erklärte Peter. Semir nickte. „Natürlich… nur sollte das sehr vorsichtig passieren. Ich meine sie kennt Sie ja eigentlich nicht… und…“ fing er an. Peter lachte leise. „Ja… ich weiß. Ähm.. halten Sie mich bitte nicht für naiv oder so… aber ich denke sie weiß im Herzen, dass ich ihr Vater bin. Ach so… wie wäre es wenn wir du zu einander sagen…? Ist vielleicht einfacher…“ Semir sah zu Chris und nickte. „Warum nicht… Ich bin Semir und das hier ist Chris.“ nannte Semir seinen und Chris Namen. „Peter….gut… dann ist das geklärt.“ lachte er.

    Sinndorf ließ sich die Akten von der Sekretärin von Winterbeck geben. „ich weiß zwar nicht, ob ich Sie einfach so geben darf, aber vielleicht finden Sie ja eine Spur zu meinem Chef. Ansonsten müsste ich mir nämlich einen neuen Job suchen und… es wäre doch irgendwie schade…“ lächelte die Frau ihn an. „ja verstehe ich. Sagen Sie… erinnern Sie sich an den Fall Peter Neumann? Er liegt ungefähr zehn Jahre zurück.“ Fragte Winterbeck. „Nein…. Solange bin ich noch nicht hier. Sie können froh sein, das die Akten noch da sind… normalerweise vernichten wir sie nach acht Jahren. Ich weiß nicht, warum er diese aufbewahrt hat. Übrigens hatte Herr Winterbeck hatte übrigens eine ziemlich komische Ader… er hat alle seine Fälle akribisch auf geführt. Jedes Gespräch und jede Handlung hat er schriftlich festgehalten. Ein komischer Kauz aber sehr nett….ich hoffe Sie finden eine Spur.“ gab sie zu bedenken. „danke… ich weiß das zu schätzen. Und wenn ich was für Sie tun kann, dann wenden Sie sich an mich.“ lächelte er sie an und verließ das Büro mit den Akten. In seinem eigenen Büro legte er die erste auf den Tisch und sah sie durch.

    Schnell war der Freitag da und damit auch das Obduktionsergebnis. Es war die Leiche von Schweizer, die im Hause gefunden wurde. „Tja... damit sind alle bis auf Roman Sinndorf und Leo Hießen raus. Zumindest wenn man diesem Bericht glauben kann. Allerdings konnten die nicht mehr viel obduzieren… Der Arzt denkt es ist Schweizer…Die Größe stimmt also wenn man das auf die Masse aufrechnet….“ Meinte Chris nur, als er das Ergebnis las. Peter schüttelte den Kopf. „Ich glaub das nicht... Leo Heißen und Roman Sinndorf. Das macht überhaupt keinen Sinn... Ich kenne Roman. Er und ich waren Freunde. Dicke Freunde. Wir haben alles für einander getan. Er liebte meinen Vater wie seinen eigenen.“ verteidigte Peter seinen ehemaligen Kollegen. Semir nickte. „Sie waren selbst Polizist und haben sicher mehr als einmal erlebt wie aus Freundschaft Feindschaft werden kann oder etwas nicht?“ fragte er. „Ja sicher schon... aber... das waren Menschen die ich nicht kannte. Nicht einschätzen konnte. Bei Roman ist das was Anderes. Er ist...war mein Freund.“ bestand Peter. Chris lächelte. „Nun dann bleibt ja nur noch Leo Heißen. Aber von ihm gibt es keine Anhaltspunkte wo er sich aufhält.“ stöhnte Semir. Peter nickte. „Dann müssen wir die Akten alle durchsehen. Irgendwo müssen die Sachen sein. Wir müssen die Wiederaufnahme des Falls anstreben!“ forderte Peter. Semir und Chris nickten und gingen zu Anna.

    „Nein! Meine Antwort lautet nein! Frau Engelhardt, ich sehe keine Anhaltspunkte die für eine Wiederaufnahme des Verfahrens sprechen. Was Sie mir erzählen ist doch ziemlich dürftig, finden Sie nicht?“ fragte Staatsanwältin Schrankmann. „Nun ich denke nicht. Peter Neumann, der unschuldig verurteilt wurde...“ versuchte Anna ihr zu erklären, doch die Staatsanwältin fiel ihr sofort ins Wort. „...unschuldig...ja sicher. Frau Engelhardt wie oft haben wir beide das schon gehört. Es ist einfach unglaublich, dass ausgerechnet Sie auf so etwas hereinfallen...“ lachte Schrankmann. Anna schloss genervt die Augen. Am liebsten hätte sie den Hörer nun aufgeknallt. „Frau Schrankmann... ich bitte Sie lediglich um Akteneinsicht. Das denke ich sollte doch wohl drin sein.“ bat Anna mit gepresster Stimme. „und wer bitte bearbeitet bei Ihnen den Fall?“ kam schnippisch von der Staatsanwältin. „Nun ja... Gerkhan und Ritter.“ gab Anna bekannt. „Das habe ich mir schon gedacht. Und vermutlich ist Herr Peter Neumann auch bei der Sache dabei. Das sehe ich doch richtig, oder?“ war die verächtliche nächste Frage. „Nein... macht er nicht. Er hilft uns lediglich bei der Zuordnung der Personen.“ erklärte Anna genervt. „Ja sicher.... und morgen ist Ostern. Frau Engelhardt, Sie scheinen zu vergessen, dass ich Sie und Ihre Angestellten sehr gut kenne. Aber gut.... sollte es tatsächlich so sein, dann dürfen Sie die Akten einsehen. Ich werde veranlassen, dass Sie sie morgen erhalten.“ Kam nun von Schrankmann. „vielen Dank, Frau Staatsanwältin. Sie sind sehr großzügig. Ich werde....“ bedankte sich Anna und brach dann ab. Die Staatsanwältin hatte bereits aufgelegt. „So eine blöde Kuh...“ stieß Anna aus und sah Semir, Chris und Peter an. „Wir bekommen die Akten morgen.“ erklärte sie erleichtert. Peter nickte. „Danke….“ sagte er leise. „Sie sollten mir erst danken, wenn wir wissen ob Sie wirklich unschuldig sind. Denn wenn nicht, dann wandern Sie wieder ein, das sollte Ihnen klar sein.“ ermahnte Anna. Peter nickte nur.

    Semir sah Chris an und nickte dann Peter zu. Die Drei verließen das Büro von Anna. „Semir? Was haben Sie denn jetzt vor?“ fragte Anna wohl wissend was der Blick eben bedeutete. „Ähm… wir wollten jetzt ein Bier trinken gehen… bis morgen können wir eh nichts machen. Und vielleicht machen wir noch einen Abstecher zum Pathologen. Der müssen mit der Obduktion des Brandopfers fertig sein.“ Erklärte er. „Semir… Sie und die Anderen Herren machen für heute Schluss. Es reicht erst einmal. Morgenfrüh werden wir uns die Akten aufteilen und durchsehen. Das ist kein Wunsch… sondern ein Befehl!“ kam von Anna zur Antwort. Semir nicke. „Ja Chefin… geht klar… wir gehen nur ein Bier trinken.“ Kam von Chris und er drückte Semir raus, bevor dieser etwas anderes sagen konnte.

    Sinndorf dachte nachdem die Polizisten ihn verlassen hatten nach. Es war schon sonderbar, dass alle außer ihm tot oder verschwunden waren. Bisher war er von der Schuld Peter Neumanns überzeugt. Sollte es tatsächlich anders gewesen sein? Hatte der Anwalt von Peter vielleicht alles versucht um ihn ins Gefängnis zu bekommen? Er wollte es herausfinden. Wie hieß der verdammte Anwalt noch? „Minterberg, Winterberg….?“ Gab er sich selbst die Antwort und schlug im Anwaltsverzeichnis des Telefonbuches nach. „Manfred Winterbeck…. Das ist er!“ stieß er aus und nahm den Hörer. Er wählte und tatsächlich meldete sich eine Anwaltskanzlei. „Sinndorf hier.. ich hätte gern Herrn Winterbeck gesprochen!“ bat er freundlich. „Es tut mir Leid, aber Herr Winterbeck ist bereits seit einigen Tagen unauffindbar. Ich kann Sie aber an einen Kollegen weitergeben…“ hörte er die freundliche Stimme der Frau. „nein… danke… Winterbeck und ich… wir kennen uns von früher und…danke…“ Sinndorf legte auf. Seit Tagen verschwunden… es wird immer mysteriöser.

    „Also wenn wir morgen in den Akten etwas finden, dann denke ich wird man schnell entdecken, dass ich wirklich unschuldig bin.“ Meinte Peter und nahm einen kräftigen Schluck Kölsch. „Ja sicher… nur wenn die Akten sauber sind, sieht es schlecht aus. Außerdem kann man die zehn Jahre nicht zurück drehen. Sie haben gesessen. Diese Jahre kann man Ihnen nicht wiedergeben.“ erklärte Chris. Peter nickte. „Ja das ist richtig, aber dann kann ich meiner Frau wenigstens in die Augen sehen und ihr beweisen, dass ich unschuldig bin.“ Lächelte er. Semir drehte das Glas zwischen seinen Fingern und sah ziemlich nachdenklich aus. Chris bemerkte das natürlich sofort. „Was hast du?“ wollte er wissen. „Ich? Nichts…“ meinte Semir nur. „Für Nichts….denkst du mir zuviel nach… also was ist?“ harkte Chris nach. „Ich dachte gerade an die Leute die aus der Gruppe tot sind. Es scheint als würde man sich der Mitwisser erledigen. Alle bis auf einer ist tot. Und dieser eine behauptet Vater und Sohn sehr genau gekannt zu haben. Also muss er auch die Schwächen von den Beiden gewusst haben…“ erklärte Semir den Gedankengang. Peter sah ihn an. „Sie haben Sinndorf in Verdacht?“ fragte er plötzlich und Semir grinste. „Schön dass der Polizist noch nicht ganz untergegangen ist. Ja… ich habe unseren netten Freund Sinndorf in Verdacht. Was wenn er mit drin steckte. Ich meine es kann ja sein, dass ihr Vater etwas aufgedeckt hat, was seinen Werdegang hätte stören können. Viele Politiker unternehmen alles um ihr Ziel zu erreichen warum nicht auch Sinndorf?“ dachte Semir laut nach. „Nein… ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er da mit drin ist. Er ist noch hier… wenn er darin stecken würde, würde er doch auch untertauchen.“ Meinte Peter nur. „Nein nicht unbedingt. Wenn alle anderen tot sind, muss er sich nicht verstecken.“ erklärte Chris nun.

    Nur eine Stunde später saßen die beiden Kommissare in ihrem Büro zusammen. Peter sah sie erwartungsvoll an. „Haben Sie etwas herausgefunden?“ fragte er hoffnungsvoll. „Nun wie man es nimmt. Karl Sommer, Richard Bergmann ist bei einem Ausflug mit dem Fallschirm abgestürzt, Daniel Friedrichsen ist seit drei Monate im Ausland und Leon Heißen ist angeblich auf der Flucht. Er soll Fahrerflucht begangen haben, was allerdings nirgends aufgezeichnet ist. Schweizer hat man vermutlich verbrannt in seinem Haus gefunden. Wir kamen an, als die Feuerwehr gerade die Schläuche zusammen rollte. Der einzige der mit uns sprechen konnte ist Roman Sinndorf gewesen.“ Kam etwas entmutigt von Semir. Peter schloss die Augen. „Oh Mann .... es muss eine verdammt heiße Sache gewesen sein, die mein Vater aufgedeckt hatte. Warum sonst sollten alle aus dem Weg geräumt werden.“ stöhnte Peter auf. „Das wissen wir doch noch gar nicht... wir sollten erst einmal Ihren Anwalt befragen. Denn der hat sich geweigert Roman Sinndorf als Entlastungszeuge zu laden.“ Kam von Chris. Peter schüttelte den Kopf „Roman war damals gar nicht da gewesen. Er war in Urlaub in Brasilien. Deshalb konnte er gar nichts sagen was mich entlastete.“ Stellte Peter richtig. „Sie meinen, er hätte nichts sagen können, außer dass er Ihnen diese Tat nicht zutraute?“ lächelte Semir. Peter nickte. „Genau das. Sie sagten eben das man Schweizer vermutlich gefunden hat?“ griff er die Aussage von Semir auf. „Ja... wir müssen die Obduktion abwarten.“ erklärte dieser.

    Anna kam ebenfalls zurück und sah Susanne an. „Sind Semir und Chris schon zurück?“ fragte sie. „Ja sie sind in einem der Verhörräume um ungestört reden zu können. Peter ist auch dabei.“ erklärte Susanne. „Wie war es bei seiner Frau?“ wollte Susanne im Gegenzug wissen. „Exfrau. Sie hat die Ehe annullieren lassen, als Peter ins Gefängnis ging. Sie ist neu verheiratet und hat zwei Töchter. Ihrer und Peters Tochter hat sie erzählt, dass ihr Vater gestorben sei, bevor sie zur Welt kam. Ihr neuer Mann ist der Vater für Sophia.“ erklärte Anna und atmete tief ein. Susanne sah sie an. „Wie wollen Sie Peter das sagen?“ wollte sie wissen. Anna zog die Schultern hoch. „Ich weiß es nicht. Aber ich will heute noch mit Till telefonieren. Hoffentlich erreiche ich ihn noch in England…“ lächelte Anna und verschwand in ihrem Büro. Nur wenig später hatte sie den Telefonhörer in der Hand. „Hey.. ich bin froh, dass dir nichts passiert ist. Was war denn der Hintergrund für diese idiotische Tat. Eine Polizistin entführen. Der Mann muss doch wahnsinnig sein..“ hörte sie Till lachen. „Nein… er ist verzweifelt. Ich habe ihn vor zehn Jahren festgenommen und er wurde für zehn Jahre eingesperrt weil er seinen Vater ermordet hat. Aber er behauptete unschuldig zu sein und das sollen ich und meine Leute beweisen. Ich denke wir können etwas herausfinden. Er vertraut uns. Schade dass du in England bist… ich vermisse dich… Till.“ Sagte sie leise ins Telefon und wickelte die Telefonschnur um den Finger. „Ich weiß. Ich dich auch. Ich werde am Wochenende zurück kommen. Vielleicht kann ich dich ja dann ein wenig ablenken. Wie kommt der Mann denn darauf, dass er unschuldig ist?“ fragte Till neugierig. „Ach du… ich will doch nicht über meine Arbeit mit dir sprechen. Ich will über uns sprechen.“ Klagte Anna. „Schatz…wenn ich am Freitag zurück bin, gehen wir essen. In das Restaurant wo wir uns zum ersten Mal verabredet haben. Aber diesmal werde ich dir nicht ins Auto fahren.“ Versprach Till. „ich freue mich schon. Bis Freitag…“ gurrte Anna und legte auf. Sie lehnte sich zurück und sehnte sich nach den zärtlichen Händen von Till.

    Hey Jenny

    freu mich dass du zurück bist....hoffe die Story ist an Härte immer noch das, wie du sie geschrieben hattest... Lese auf jeden Fall mit und freum nich dass du wieder da bist... Also nicht entmutigen lassen, wenn keine Feeds kommen. Das berühmte Sommerloch ist auch bei uns ausgebrochen... Aber das wird wieder... also hau in die Tasten :D

    Hey Mia...

    ich hab diese Story damals schon geliebt... sie ist einfach klasse.... freu mich dass du zurück bist und uns hoffenlich mit deinen Schreibkünsten wieder den Abend versüsst...

    Mark sah Isabelle an, die nach dem Gespräch ziemlich aufgewühlt war. „Ich finde die Frau hat Recht. Du solltest deinem Exmann reinen Wein einschenken. Es wäre nicht gut für uns, wenn das eine Belastung für dich ist. Wenn er seine Tochter sehen will, dann können wir ja vorschlagen, dass er sich als mein Bruder ausgibt. Du weißt ja, dass ich eine sehr große Familie habe und da wäre es ja möglich ihn als „Bruder“ auszugeben.“ Meinte er nur und küsste seine Frau in den Nacken. Isabelle schloss die Augen. „Danke... aber ich muss mir erst einmal selbst darüber klar werden. Ich werde es dir auf jeden Fall wissen lassen. Womit hab ich dich nur verdient...“ lächelte sie ihn an. „Du bist für mich die wunderbarste, wunderschönste und absolut intelligenteste Frau die man haben kann.“ lächelte er sie an. Isabelle küsste ihn. „Du bist mein Halt. Ich werde mit Peter ein Gespräch führen und ihm dann den Vorschlag machen, damit er Sophia als Onkel sehen kann. Aber er darf ihr niemals sagen, dass er ihr Vater ist.“ Meinte sie nur. „So und nun hab ich Lust auf einen schönen gemütlichen Abend zu zweit. Da du gerade sehr im Gespräch vertieft warst, habe ich mir die Freiheit genommen und einen Babysitter engagiert und ein paar Kinokarten für den neuesten Clooney-Film reserviert. Anschließend gehen wir essen.“ schlug er vor. Isabelle war einverstanden.

    „Herr Sinndorf?“ fragte Semir freundlich als ein Mann die Tür öffnete. „Ja...?“ kam als Antwort. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Wir hätten da ein paar Fragen an Sie... Es geht um Peter Neumann.“ erklärte Semir und hielt seinen Ausweis hoch. „Peter Neumann? Der Peter Neumann?“ fragte Sinndorf verwundert. Semir nickte. „Ja... wir haben da ein paar Fragen bezüglich dem Vorfall mit seinem Vater.“ erklärte Semir weiter. „Was für Fragen? Peter ist damals verurteilt worden, weil er seinen Vater umgebracht hat. Für mich ist der Fall erledigt.“ kam barsch von Sinndorf. „Nun das mag ja sein, aber für uns nicht. Hätten Sie die Güte und etwas zu helfen?“ bat Chris nun. Sinndorf nickte und bat die Kommissare hinein. „Wir gehen am Besten in mein Arbeitszimmer, da sind wir ungestört. Geradeaus bitte!“ wies der Hausherr an. Semir ging vor. Nur wenig später saßen die Drei an einem kleinen Tisch und tranken Kaffee. „Herr Sinndorf.... Sie haben damals mit den Neumanns zusammen gearbeitet. Wie war das Verhältnis aus Ihrer Sicht zwischen Vater und Sohn?“ fing Semir an. „Nun ja... was soll ich sagen. Es gibt bzw. gab immer mal wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen den Beiden, aber das hielt sich in Grenzen und ich sah es als Normal an.“ gab Sinndorf zur Antwort. „Waren Sie bei dem letzten Einsatz der Beiden dabei?“ wollte Chris wissen. „Nein... ich hatte Urlaub, glaub ich... oder war krank. Ist ja schon ne Weile her. Was ich weiß ist nur, dass man mir später mitgeteilt hatte, dass Hans tot ist. Und das Peter der angebliche Täter.“ lächelte Sinndorf. „Sie halten das nicht für möglich?“ kam von Semir. „Nein...sehen Sie, ich kenne Peter vom Kindergarten an. Wir waren dicke Freunde und haben sogar die Schule zusammen unsicher gemacht. Er wäre zum Vatermord gar nicht fähig. Dazu war die Bindung zwischen ihm und Hans einfach zu stark gewesen. Ich habe mich allerdings gefragt, warum der Anwalt von Peter mich nicht als Zeugen zugelassen hatte.“ gab Sinndorf bedenklich von sich. „Der Anwalt wollte Sie nicht zulassen?“ fragte Chris erstaunt. „Nein... ich habe gesagt, ich kann zum Vorteil von Peter aussagen, aber der Anwalt wollte nicht. Genau wie die anderen Kollegen.“ erklärte Sinndorf. „Dann sollten wir uns den Anwalt vielleicht mal vornehmen.“ meinte Semir zu Chris und dieser nickte. Die beiden verabschiedeten sich von dem SEK- Mann und verließen das Haus. Sie fuhren zurück zur PAST.

    Neue Folgen ab dem 3. September wird wieder auf RTL geschrottet. Die neue Staffel um fasst einen Pilotfilm und acht Folgen. Diesmal haben wir sogar ein Jubiläum, denn Anfang macht die 200. Folge der Serie „Alarm für Cobra 11“ die nun bereits seit 14 Jahren erfolgreich ist. Ob es nun die spektakulären Stunts sind oder die Storys. Sie begeistert Millionen. Der Pilot der 15. Staffel wird in Spielfilmlänge ausgestrahlt und hat zahlreiche Gaststars wie Collien Ferneandes, Juliette Menke, Oliver Pocher uvm.

    Im Piloten spielt Pocher einen verrückten aber liebenswerten Verschwörungtheoretiker Oliver Sturm und hilft den beiden Helden Semir und Ben (Erdogan Atalay und Tom Beck) dabei, einen tödlichen Virus zu vernichten, dass von einer japanischen Sekte ausgesetzt werden soll. Kein gwöhnlicher Einsatz für die Cops der Autobahnpolizei. Beim Versuch, das Virus zu bergen, werden sie selbst infiziert und haben nur noch wenige Stunden zu leben. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Gelingt es den beiden helden die Katastrophe zu verhindern und noch rechtzeitig an ein Gegenmittel zu kommen?

    Ab sofort werdet ihr hier wieder über die neuesten Folgen informiert… Also zählt die Tage…. :thumbup:

    Roman Sinndorf saß in seinem Büro und legte die Akte beiseite. „So… alles erledigt. Nun kann das Wochenende kommen.“ Meinte er zu sich selbst, als es an der Tür klopfte. „Ja bitte?“ fragte er und seine Sekretärin Regina steckte den Kopf hinein. „ich würde gern Feierabend machen. Meine kleine Tochter ist krank und…“ fing sie an. Roman lachte. „Ja sicher… ich bin auch gleich weg. Ich hoffe die Kleine ist nicht zu sehr krank…“ meinte er nur. Regina schüttelte den Kopf „Nur eine leichte Erkältung… das geht sicher bald vorbei. Ein schönes Wochenende…“ verabschiedete sich die junge Frau. Roman lehnte sich entspannt in den großen Sessel zurück. Seit acht Jahren war er nun schon der Leiter dieser Dienststelle des SEK’s. Acht Jahre… eine verdammt lange Zeit. Er fühlte sich sehr wohl. Gegen vier fuhr er nach Hause. Seine Frau und seine drei Kinder warteten auf ihn. Annemarie seine elfjährige Tochter kam auf ihn zu gerannt. „PAPA!!!“ rief sie freudig. Roman sah sie strahlend an. Auch die kleinen Paula und Jaimie, die Zwillinge stürmten auf ihren Vater zu. Seine Frau Jennifer sah ihn von der Tür aus an. Ihr Ausdruck war ernst. „Was ist denn los?“ fragte er. „Nichts… ich warte auf dich. Wir wollen essen.“ sagte sie und gab ihm einen Kuss. „Entschuldige, aber der Verkehr ist einfach grausam.“ lachte er nur und die Familie ging ins Haus. Doch die Ruhe währte nicht lange. Sie waren gerade mit dem Essen fertig als es an der Tür klingelte.

    „Frau Huth... Ihr Mann will seine Tochter doch nur einmal wieder sehen und wissen wie es Ihnen geht. Ich habe den Anschein, dass er Sie noch liebt.“ Gab Anna zu bedenken. Isabelle lachte leise. „Lieben...er mich? Ja sicher. Er weiß ja auch nicht, dass ich die Ehe annulliert habe. Es war einfach.... wir waren gerade mal sechs Monate verheiratet und da ging es. Ich liebe Peter nicht mehr. Ich liebe Mark. Mit ihm haben wir eine weitere Tochter und Sophia hat ihn als Vater akzeptiert. Wir führen ein ganz normales Leben.“ erklärte sie. Wieder nickte Anna. Sie verstand die Frau sehr gut, denn vermutlich hätte sie nicht anders gehandelt. „Darf ich ihm sagen, dass Sie verheiratet sind?“ wollte sie wissen. Isabelle nickte. „Aber sagen Sie ihm bitte nicht, wo ich wohne. Ich will nicht, dass er herkommt.“ Bat sie. Anna versprach es. „Sie sollten sich erst einmal auf neutralem Boden begegnen und miteinander reden. Er wird es sicher verstehen, dass Sie nicht gewartet haben.“ Schlug Anna vor. Isabelle nickte. „Ich werde es mir überlegen.“ Stimmte sie zu. Anna gab ihr ihre Karte. „Wenn Sie wollen vermittle ich zwischen Ihnen und ihrem Exmann. Er ist sicher zugänglich.“ lächelte Anna ihr freundlich zu und verabschiedete sich dann. Mit gemischten Gefühlen und sich in Gedanken das Gespräch mit Peter vorstellend fuhr sie zurück zur PAST.

    Feeds????

    Anna kam in der Aachener Strasse in Düren an. Sie stieg aus und sah zwei Mädchen im Alter von ca. zehn und acht Jahren im Garten vor dem Haus spielen. Das ältere Mädchen hatte sehr viel Ähnlichkeit mit Peter Neumann und so nahm Anna an, dass es seine Tochter Sophia war. Sie klingelte an der Tür und wartete. Nur wenig später stand ein Mann vor ihr. „Ja bitte?“ fragte er freundlich. „Ich würde gern zu Frau Isabelle Huth.“ bat Anna. „Was wollen Sie denn von meiner Frau?“ kam die Gegenfrage. „Anna Engelhardt... es geht um Peter Neumann...“ erklärte sie kurz. Die Tür wurde weiter aufgerissen und Isabelle trat heraus. „Ich will nichts mit ihm zu tun haben.“ sagte sie wütend. „Frau Huth... bitte... nur fünf Minuten...“ bat Anna erneut. Auch ihr Mann sah Isabelle an. Dann endlich nickte sie. Anna betrat das Haus. Im Wohnzimmer ließ sie sich auf dem Sofa nieder. „Frau Huth... Ihr Exmann ist seit einiger Zeit wieder auf freiem Fuß. Es besteht sogar der Verdacht, dass er unschuldig im Gefängnis saß. Er würde so hat er es mir gesagt, sehr gern seine Tochter sehen. Wenigstens einmal in seinem Leben.“ erklärte Anna ihr Anliegen. Isabelle sah sie an. „Nein!“ kam sehr barsch von ihr. „Nein?“ fragte Anna nach. „Ich denke nicht, dass er unschuldig war. Sie waren es, die ihn festgenommen hat, nicht wahr?“ kam bitter von Isabelle. Anna nickte „Ja das stimmt. Aber wie ich schon sagte, ich denke das Peter unschuldig saß. Er will Gerechtigkeit und ich werde ihm dabei helfen den wahren Mörder zu finden.“ erklärte Anna weiter. Isabelle lächelte. „Das ist sehr schön. Es würde mich freuen, wenn es so wäre, aber...er darf Sophia nicht sehen.“ kam bestimmt von ihr. Anna sah sie an. „Würden Sie mir auch sagen, warum das unmöglich ist? Sophia kennt ihren Vater doch nicht und es ist sicher auch ihr Bestes, wenn sie ihm einmal begegnet.“ Versuchte sie Isabelle zu überreden. „Nein! Sie denkt dass ihr Vater tot ist. Ich habe es ihr erzählt, als sie fünf war und nach ihm fragte. Ich dachte es ist einfacher... zu sagen, das der Papa im Himmel ist... als dass er im... im....“ gab Isabelle nach den richtigen Worten suchend von sich. „Als im Gefängnis... ich verstehe es sehr gut.“ gab Anna zu.

    „Danke Frau Heißen. Sie haben uns sehr geholfen.“ Chris reichte der Frau die Hand. Im Wagen sahen er und Semir sich an. „Nun wird es ja langsam interessant. Richard Bergmann ist bei einem Ausflug mit dem Fallschirm abgestürzt, Daniel Friedrichsen ist seit drei Monate im Ausland und Leon Heißen ist angeblich auf der Flucht. Willst du immer noch zum SEK?“ fragte Chris. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… ich bleibe bei der Polizei. Ist schon sonderbar. Wenn die alle mit der Sache zu tun haben, dann wird es eng für Peter. Es scheint jemand alle Personen die damit zu tun haben, aus dem Weg zu räumen.“ Mutmaßte er. Chris nickte. „Ja und wenn mich meine Nase nicht trügt, dann wird es einer sein, der ganz oben ist. Also gut.. .es bleiben noch zwei. Paul Schweizer und Roman Sinndorf.“ Meinte er nur. Semir sah kurz in die Akte und gab die Adresse an. Chris lenkte den Wagen geschmeidig durch den Feierabendverkehr. Nur wenig später waren sie vor dem Haus von Paul Schweizer. Sie sahen gerade noch wie die Feuerwehr die Schläuche einrollte. Semir und Chris stiegen aus und zeigten ihre Ausweise vor. Sie wurden zu dem Einsatzleiter gebracht. „Tja… meine Herren. Herr Schweizer ist hier im Haus Opfer der Flammen geworden. Scheinbar mit Zigarette eingeschlafen. Zum Glück war er allein.“ Berichtete der Mann. Semir sah ihn an. „woher wollen Sie wissen dass die Leiche der Hausbesitzer ist? Hatte er sein Namensschild noch um?“ fragte Semir höhnisch. Der Brandmeister schüttelte den Kopf. „Nein,,,, natürlich nicht. Aber ich vermute das es der Hausbesitzer ist.“ Semir nickte erneut und rollte mit den Augen. „Dann werden wir das mal durch den Pathologen bestätigen lassen, Einstein. Die Leiche kommt sofort in die Pathologie!“ befahl er und wollte ins Haus. „Sie dürfen dort nicht rein. Es herrscht extreme Einsturzgefahr!“ befahl der Brandmeister und ließ Semir von zwei Männern festhalten. Dieser nickte „Ist ja gut….“ Er und Chris fuhren zum letzten Kandidaten.

    Susanne sah auf als Peter zu ihr an den Schreibtisch kam. „und... wie geht es dir?“ fragte er leise. Susanne lächelte leicht. „Wie soll es mir gehen? Ich meine nach all dem, was du...lass mir Zeit, bitte.“ kam von ihr. Peter nickte und verschwand im Büro von Chris und Semir wo er die Akten durchsehen konnte. Susannes Blick folgte ihm. Noch konnte sie ihm nicht vergeben und er verstand es sicher. Es tat Susanne etwas Leid, dass er so traurig war und sie verstand die Hintergründe dieser Tat. Aber das entschuldigte in ihren Augen nicht die Verletzung die er ihr zugefügt hatte. Warum konnte er nicht ehrlich sein? Anna riss sie aus den trüben Gedanken. „Haben Sie etwas gefunden?“ fragte sie. „Was? Ach so... Sie meinen die Adresse. Ja ich habe sie... Isabelle Huth.... sie wohnt in Düren, Aachener Strasse 48.“ gab Susanne bekannt. Anna sah sie an. „Dann hat sie wieder geheiratet?“ kam etwas erstaunt. Susanne nickte nur. „Sie sagen ihm bitte noch nichts. Ich will erst einmal mit der Frau sprechen.“ ermahnte Anna ihre Sekretärin. Susanne nickte nur und sah traurig zu Peter. „Schade... er liebt sie immer noch.“ sagte sie leise. „Nun, vermutlich ist es eher die Tochter die er noch nie gesehen hat. Ein klärendes Gespräch würde sicher allen gut tun.“ meinte Anna noch und verabschiedete sich dann. Sie wollte wissen warum Isabelle Peter nie besucht hatte und vor allem warum sie ihm nichts gesagt hatte.

    „Es tut uns sehr Leid um Ihren Mann. Aber warum denken Sie, dass es kein Unfall war?“ fragte Chris, nachdem Melanie Sommer ihnen den Todesfall näher erklären konnte. „Mein Mann war immer äußerst vorsichtig. Er und Roman Sinndorf haben so viele Einsätze erlebt. Mein Mann wurde durch einen gezielten Schuss in die Schläfe getötet. „Finaler Rettungsschuss“ glaub ich heißt es. Aber der große Unterschied ist, dass mein Mann kein Verbrecher war, sondern beim SEK. Dort wird so etwas angewandt. Roman Sinndorf hat mir allerdings erzählt, dass der Verbrecher wohl sehr gut mit Waffen umgehen konnte und Karl angeblich keinen Helm aufhatte, weil alle glaubten man habe die Täter gestellt. Deshalb vermute ich einen gezielten Mord. Mein Mann wäre nie ohne Helm irgendwo hingegangen. Nie...“ kam sehr entschlossen von Melanie. Semir nickte. „Ihr Mann und seine Kollegen verstanden sie sich alle sehr gut, oder gab es da Probleme?“ wollte er wissen. Melanie lachte leise. „Nun ja... vor gut zehn Jahren gab es zwei weitere Mitglieder. Hans und Peter Neumann, wenn ich mich richtig erinnere. Die beiden waren Vater und Sohn, ein perfekt zusammenspielendes Paar. Mit ihnen war Karl befreundet. Doch dann hieß es Peter hätte seinen Vater erschossen. Karl hat das nie geglaubt und hat selbst recherchiert. Kurz vor seinem Tod, da sagte er zu mir, er hätte einen Hinweis, dass Peter unschuldig ist. Er könnte es beweisen und wollte wohl Roman davon in Kenntnis setzen. Ich habe Roman gefragt, ob er mit Karl gesprochen hat, aber... Roman sagte das Karl nicht mit ihm gesprochen hätte. Nur kurz darauf war Karl tot.“ endete Melanie. „Und Sie glauben dass dieser Roman Sinndorf dahinter steckt?“ harkte Chris nach. „Ich glaube gar nichts mehr. Karl hatte mit den anderen aus der Gruppe sicher auch darüber gesprochen, aber seit seinem Tod habe ich keinen Kontakt mehr zu denen. Es hätte jeder von ihnen sein können. Der Zusammenhalt in dieser Gruppe endete mit dem Tod von Hans Neumann.“ Kam von Melanie. Semir nickte Chris zu. Sie verabschiedeten sich und fuhren zum nächsten Kandidaten.

    Isabelle sah Fern, als sie die Tür hörte. „Mark? Bist du das?“ fragte sie laut. „Ja! Ich bin es nur. Was gibt es denn heute zu Essen?“ hörte sie ihren Mann rufen. „Du ich wollte eigentlich einen Auflauf machen. Aber wenn du was anderes willst, dann kann ich dir auch ein Kotelett machen.“ meinte sie nur. „Wo sind denn die Mädchen?“ kam von ihrem Mann. „Die sind noch draußen. Sie wollten ein paar Blumen für mich pflücken.“ erklärte Isabelle und küsste ihren Mann. Dieser hatte die Zeitung in der Hand. „Darf ich mal kurz lesen?“ fragte sie grinsend. „Ja sicher… ich gehe schnell duschen.“ bekam sie zur Antwort. Isabelle schlug die Zeitung auf. Die Schlagzeile sprang sie regelrecht an. „Vatermörder entlassen!“ las sie. „Nein...“ stieß sie aus und überflog die Zeilen. Ihr Mann hörte das natürlich und kam zu ihr. „Was ist denn? Ist dir ein Geist begegnet, oder was?“ lachte er. Sie sah ihn ernst an und sofort verschwand auch sein Lachen „Mein Exmann... er ist wieder frei.“ sagte sie leise. Mark zog die Schultern hoch. „Na und?“ wollte er wissen. „Er wird sich an Sophia ran machen.“ kam ängstlich von ihr. „Na und? Er ist doch ihr Vater.“ klang es ziemlich unbedenklich von Mark. Isabelle nickte. „Ja... aber ich habe ihr erzählt, dass ihr Vater bei einem Einsatz ums Leben kam. Es war für mich einfacher als zu sagen, dass ihr Vater ihren Großvater umgebracht hat und im Gefängnis saß.“ Isabelle fing an zu weinen. „Nun, dann solltest du vorher mit ihm Kontakt aufnehmen und es ihm sagen.“ überlegte Mark. Isabelle lachte bitter. „Ich weiß ja nicht einmal wo er ist. Ich habe ihn nie im Gefängnis besucht. Diese Schande wollte ich mir nicht antun.“ Tränen flossen. Mark nahm seine Frau in den Arm. „Nur keine Angst. Er weiß ja nicht, dass du jetzt Huth heißt.“ Beruhigte er sie. „Aber er hat doch Kontakte bei der Polizei... wer garantiert mir denn, dass er diese nicht nutzt und meine Adresse raus findet....“ gab sie besorgt von sich.

    „Tja... wenn die Namen sonst nichts hergeben, müssen wir uns eben an den Akten heranwagen.“ Meinte Peter und sah Anna an. „Wenn ich da wenigstens helfen darf...“ maulte er weiter. Anna lächelte. „Ja sicher... davon ist ja nur uns bekannt. Sie und ich werden die Akten durchblättern. Semir und Chris fahren die Leute ab, von denen wir nun wissen. Vielleicht kann es uns helfen, die Hintergründe offen zu legen.“ stimmte sie zu. Semir und Chris nickten und ließen sich von Susanne die Anschriften der Männer geben. Nur eine Stunde später waren sie auf dem Weg zu Karl Sommer. Er wohnte in Düsseldorf und als Semir vor dem Haus stand pfiff er anerkennend. „Das bestärkt mich immer mehr...“ murmelte er grinsend. Chris klingelte. Eine Frau von ca. 45 öffnete die Tür und sah sie an. „Ich kaufe nichts!“ sagte sie und knallte die Tür zu. „Polizei...bitte öffnen Sie...!“ rief Chris. Die Tür ging wieder auf. „Polizei? Warum?“ fragte die Frau nun verunsichert. „Wir würden gern mit Karl Sommer reden.“ Bat Semir. „Dann müssten Sie um die Ecke fahren. Reihe 46 Grab 18. Mein Mann ist vor vier Jahren bei einem Einsatz ums Leben gekommen.“ Sagte sie leise. Betreten sahen Semir und Chris sie an. „Das tut uns Leid... aber vielleicht können Sie uns helfen.“ Kam entschuldigend von Chris. Sie nickte und ließ die Beiden rein. „Gehen Sie doch bitte geradeaus ins Wohnzimmer wie sie die Hauptkommissare an.

    Anna sah Susanne an. „Was gedenken Sie zu tun? Ich meine in Sachen Peter…“ wollte sie wissen. Susanne lachte. „Was meinen Sie? Ob er wieder spielt? Ob er es diesmal ehrlich meint?“ fragte sie verbittert. „Nein… ich wollte wissen, ob Sie ihn verzeihen können.“ lächelte Anna sie an. Susanne zog die Schultern hoch. „Ich weiß es nicht genau. Er hat gesagt dass er mich liebt, aber ich weiß dass er verheiratet ist und dass er mich eigentlich nur benutzt hat. Wer sagt mir, dass er es nicht wieder tut? Wer sagt mir, dass er mich nicht wieder nur benutzt um sein Ziel zu erreichen?“ stellte Susanne die Frage. Anna lächelte sanft. „Man weiß nie ob es jemand ernst meint. Nicht mit dem Verstand ist es zu erfahren. Nur mit dem Herzen… Susanne… hören Sie auf Ihr Herz und es sagt ihnen was zu tun ist.“ meinte sie nur und stand auf. Sie nahm Susanne in den Arm und hielt sie einfach nur fest. Die Sekretärin ließ es zu. Sie brauchte nun jemand der sich ihre Sorgen anhörte. Es war sehr wichtig… Eine Weile standen die beiden Frauen so da. Dann löste sich Anna. „Susanne… würden Sie mir einen Gefallen tun?“ fragte sie. Susanne nickte und wischte eine Träne weg. „Finden Sie bitte die Adresse von Isabelle und Sophia Neumann raus.“ bat Anna. „Und was wollen Sie dann machen?“ fragte Susanne. „Ich werde diese Frau besuchen und sie danach fragen, warum sie ihren Mann den Umgang mit dem Kind verweigert.“ lachte Anna leise. Susanne nickte und machte sich an die Arbeit.

    Chris, Peter und Semir kamen zurück. Sie hatten einige CDs dabei. „Hier… das sind die interessantesten Dinger von dem ganzen Haufen.“ Meinte Peter. Anna sah ihn an. „Ich glaube nicht, dass ich Ihnen erlaubt habe zu ermitteln, Herr Neumann. Sie sind kein Polizist mehr.“ Ermahnte Anna ihn und sah auch zu Semir und Chris. „Chefin… er weiß wonach wir suchen müssen. Er kennt oder besser kannte seinen Vater doch besser…“ meinte Chris nur und Semir nickte zustimmend. „Das schon, aber wir sollten nicht gerade der Staatsanwaltschaft in die Hände spielen, oder. Wenn er ermittelt dann hier im Büro.“ ermahnte Anna. Die Männer mussten einsehen, dass die Chefin Recht hatte. „Also was haben wir?“ harkte Anna nach. „Es geht um sechs Personen. Laut den Aufzeichnungen Hans Neumanns vermutete er dass diese Leute dem Drogenring, den sie kurz vor seinem Tod hoch genommen haben, mit dem Boss des Drogenringes, einem gewissen Max Hinterberg, zusammen gearbeitet haben. Er nennt die sechs allerdings nicht alle mit Namen. Nur drei, die er vermutlich persönlich kannte. Karl Sommer, Leon Heißen und Richard Bergmann. Er schreibt aber auch dass es noch weitere drei gibt. Müssen nur noch herausfinden, er die Anderen sind. Und dabei kann Peter uns helfen“ dachte Semir laut. Peter nickte. „Ja ich denke sogar zu wissen, um welche drei es hier geht. Daniel Friedrichsen, Paul Schweizer und Roman Sinndorf.“ Gab Peter von sich. „Roman Sinndorf? Der Roman Sinndorf?“ fragte Anna erstaunt. Peter verstand nicht ganz. „Was heißt denn der Roman Sinndorf?“ wollte er wissen. „Roman Sinndorf ist der Leiter des SEK in Düsseldorf. Er hat vor vier Jahren die Leitung übernommen.“ erklärte Anna. „Die Leitung? Das geht doch gar nicht… ich meine.. er hätte gar nicht die Eignung für diesen Job!“ begehrte Peter auf. „Herr Neumann… in zehn Jahren hat sich einiges geändert.“ erklärte Anna. „Ja scheint mir auch so…“ dachte Peter laut nach.

    Chris fuhr mit Semir und Peter zum Haus. Als sie vor der Tür standen sahen sie das Prunkstück staunend an. „Whow… vielleicht sollte ich doch zum SEK gehen…“ murmelte Semir. Chris lachte. „Lass es lieber…“ gab er zurück. „Hier… wir gehen direkt in den Keller…“ kam von Peter der den Schlüssel aus der Tasche zog. Nur wenig später standen sie in einem der Räume. Hier stapelten sich die Kisten bis zur Decke. „Tja und wo fangen wir an?“ wollte Semir wissen. „Meine Mutter hat alles sehr penibel beschriftet. Wir müssen nur schauen, wo Hans drauf steht.“ Gab Peter zurück. Sie sahen sich um. Zum Schluss blieben vier Kartons von denen übrig. Die Drei zogen die Kartons ins Wohnzimmer. Peter überkam plötzlich eine Traurigkeit und er drehte sich von Semir und Chris weg. „Hey… alles klar?“ fragte Chris, der es bemerkte. „Was? Ja sicher… fangen wir an.“ Meinte Peter mit bedrückter Stimme. Sie nahmen sich die Kartons vor. Sie fanden die CDs und packten sie aus. Leider waren sie nicht beschriftet. „Tja… Arbeit für Hartmut…“ grinste Semir, packte die CDs ein und fuhr mit den Beiden anderen zur KTU.

    Hartmut der rothaarige Techniker sah auf, als die Drei kamen. „Hey… ihr habt den Mistkerl geschnappt… Super Jungs…“ strahlte er. Doch als er dann sah, dass der Mann der Anna entführt hatte keine Handschellen trug, wurde er misstrauisch. „was ist das denn? Ist er nicht verhaftet?“ fragte er vorsichtig nach. Semir lächelte. „Wir erklären es dir gleich… Peter hier…ist vor zehn Jahren zu Unrecht verurteilt worden. Er soll seinen Vater ermordet haben, aber dem ist nicht so… und damit er seinen Ruf wieder herstellen kann, hat er die Chefin entführt um uns zu zwingen zu ermitteln. Aber Frau Engelhardt konnte ihn überzeugen, dass er aufgibt und uns einfach fragt. Tja… er war selbst Polizist und…den Rest später… Hier!“ meinte Semir nur und stellte einen Karton mit CDs auf den Tisch. Hartmut sah ihn an. „Was soll das?“ wollte er wissen. „Arbeit für dich…“ grinste Chris. „Ah ja… sehr witzig…. Mal im Ernst was ist da drauf?“ harte Hartmut erneut nach. „Es sind Beweise drauf, die meine Unschuld beweisen. Das hoffe ich zumindest.“ Meldete sich nun auch Peter zur Wort. Hartmut nickte. „Also gut… ich mache mich gleich ran und sehe sie durch.“ meinte er nur. Er griff sic h die ersten CDS und legte eine nach der Anderen ein. Chris, Semir und Peter sahen ihm über die Schultern. Die ersten dreißig brachten keine Ergebnisse. Chris sah Peter an. „Denken Sie wirklich wir finden was?“ fragte er. Peter zog die Schultern hoch. „Ich weiß es nicht… ich hoffe es sehr…“ kam leise von ihm. Chris nickte. „Ich hoffe nur das Vertrauen, was Frau Engelhardt in Sie setzt ist nicht vergebens.“ kam leise von Chris. Peter bemerkte, dass dieser Mann sehr misstrauisch war.

    „Hier! Ich hab was!“ rief Hartmut nach drei Stunden. Semir, Chris und Peter kamen angerannt. „Hier steht unter dem 29.1 1998, heute haben wir die Drogenhöhle ausgenommen. Waffen und Drogen im Wert von drei Milliarden Euros sichergestellt. Alles wurde in die Asservatenkammer gebracht. Der Innenminister selbst bedankte sich bei uns. Ich bin sehr stolz.“ las Hartmut vor. „Ja und wo ist das jetzt ein Hinweis?“ fragte Semir enttäuscht. „Ja warte es geht ja weiter…. Hier…. 19.02.1998: Heute sollten die Drogen und die Waffen vom 29.01. vernichtet werden. Ich durfte bei diesem Termin dabei sein, doch als man die Waffen und die Drogen sichtete fiel mir auf, dass einiges fehlte. Es war lediglich ein drittel von dem da, was wir sichergestellt haben. Jemand von uns muss korrupt sein.“ las Hartmut weiter. Semir nickte. „Dann hat Ihr Vater aufgedeckt, dass jemand aus unseren Reihen die Sachen auch der Asservatenkammer geholt hat. Es kann ja nur ein Polizist gewesen sein.“ dachte er laut nach. Peter Neumann konnte dem nur beipflichten. „Wo geht es weiter?“ fragte Chris nach. Hartmut suchte einen Augenblick. „hier!“ rief Hartmut. „Wir haben den 31.03.1998. Heute haben wir einen Deal vereiteln können. Doch die Waffen so konnte ich erkennen, waren die aus der Razzia im Januar. Ich habe noch etwas bemerkt…. Karl ist darin verwickelt. Wie konnte er nur… warum hat er das getan…?“ las Hartmut vor. „Karl?“ fragte Peter und sah etwas verwirrt aus. Chris bemerkte es sofort. „Wer ist Karl?“ wollte er wissen. „Karl Sommer… er und ich waren die besten Freunde. Ich dachte immer… dass Karl und mich nichts trennen konnte. Jeden Einsatz haben wir zusammen gemacht.“ kam leise von Peter. „haben wir noch was Hartmut?“ fragte Semir. „Ja noch zwei Einträge hier…. also dieser Karl Sommer scheint es ihm wirklich angetan zu haben. Aber es geht nicht mehr um den Dienst.“ erklärte Hartmut.