„Danke Mama… ich bringe dir Aida dann am Freitag und am Samstag fahren Semir und ich den Rhein runter. Ist er nicht wundervoll? So romantisch und so…ich bin so glücklich…“ schwärmte Andrea am Telefon. „Du hörst dich wirklich sehr glücklich an. Semir ist genau der richtige Mann für dich und ein wundervoller Vater für Aida..“ gab Margot zu. „Mama… stell dir vor, er will mit mir den Rhein runterfahren bis nach Bingen. Da sind die schönsten Burgen und Schlösser und dann ist da der Loreley-Felsen und…“ schwärmte Andrea weiter. „Hey… Schatz… ich wünsche dir wundervolle Tage auf dem Schiff. Wie seid ihr den untergebracht?” wollte Margot wissen. „Das weiß ich noch gar nicht. Semir sagte mir es sei eine Überraschung. Ich bin so aufgeregt…“ lachte Andrea. „Na beruhige dich erst einmal. Du musst noch zwei Tage warten. Bring mir die Kleine und dann kannst du in Ruhe packen…“ lachte Margot durch das Telefon. „Also gut… ich bringe sie dir schon morgen. Aida freut sich sicher ein paar Tage bei euch zu sein.“ gab Andrea zu. Am Abend brachte sie Aida ins Bett und setzte sich zu Semir auf die Couch. „Weißt du was….?“ fragte sie. „Nein… was denn, mein Schatz?“ wollte Semir wissen. „Ich finde es super, wie du es immer noch schaffst mich zu überraschen. Diese Schifffahrt ist das deine Idee?“ harkte Andrea nach. „Ja sicher…“ behauptete Semir fest. „Ich liebe dich…mein Held…“ lachte Andrea und küsste ihn innig. „Du sag mal... hättest du etwas dagegen, wenn Ben und Susanne uns begleiten würden? Ich meine, es ist uns bleibt unser Hochzeitstag aber die Beiden brauchen auch so ein paar Tage für sich und Susanne ist doch fast wie du... sie ist auch so verträumt und...“ versuchte Semir ihr den kleinen Haken der Geschichte beizubringen. Andrea sah ihn erstaunt an. „Alle zusammen?“ wollte sie wissen und es klang enttäuscht. „Nein... die haben natürlich ihre eigene Kabine. Ich glaube bei den Beiden hat es nach dem Krankenhaus gefunkt...“ grinste Semir sie an. Andrea nickte. „Ich habe nichts dagegen. Aber der Job bleibt zu hause...“ stimmte sie zu. Semir schwor es. Am nächsten Morgen fuhr Andrea zeitig los um Aida zur Oma zu bringen. Margot wartete bereits. „Danke Mama… ich komme sie in zwei Wochen wieder abholen.“ versprach Andrea und verabschiedete sich am Nachmittag von ihrer Tochter und ihrer Mutter.
„Und du hältst es für eine gute Idee? Ich meine okay… Semir und Andrea wissen, dass wir zusammen sind und ich denke Andrea hat nichts dagegen, aber was ist mit Semir?“ wollte Susanne wissen. „Er freut sich auch auf die Fahrt und zwar mit uns. Hör mal… du und Andrea liebt Burgen und Schlösser… Semir und ich die Autobahn… aber ich habe ihn dazu gebracht, das er diese Fahrt macht. Ich kenne ihn zwar noch nicht so genau, aber ich denke, er wird genau wie ich am Liebsten im Liegestuhl liegen anstatt die alten Gemäuer zu besuchen. Das überlassen wir euch..“ grinste Ben. Susanne nickte. „Das hört sich sehr gut an. Bisher wusste ich nicht, was ich tun soll, außer lange zu schlafen und fern zu sehen. Ich nehme deine Einladung gerne an.“ Stimmte sie zu. Ben grinste über beide Ohren. „Danke… es wird genial… glaub mir…“ versprach er und drückte Susanne einen dicken Kuss auf. „Ich weiß… Andrea hatte mir vor einigen Tagen erzählt, dass sie gern mal so eine Tour machen will. Und nun bekommt sie die von Semir zum Hochzeitstag… das ist ja wirklich süß.“ gab sie leise von sich. Ben nickte. „Ich weiß… deshalb habe ich ihm das ja auch vorgeschlagen…“ grinste Ben. „Ach du warst es… ganz schön schlau….“ lobte Susanne ihn. „so und nun machen wir Feierabend und widmen uns dem gemütlichen Teil…“ kam von ihm. Gemeinsam fuhren beide zu Ben um am nächsten Morgen zusammen ins Büro zu fahren. Schnell war der Tag der Abreise gekommen und die Vier trafen sich am Abfahrtsteg. Susanne und Andrea begrüßten sich mit dem üblichen Küsschen links, Küsschen rechts. Dann endlich ging es auf das Schiff „MS Rheingeist“.
„So hier ist die Kabine für Frau und Herr Gerkhan…“ erklärte der Stewart und öffnete die Tür. Semir warf Ben kurz einen Blick rüber und nickte. Mal sehen, was Andrea zu der Ausstattung sagte. „Bitte treten Sie ein…“ kam mit einer galanten Verbeugung von dem Stewart. Andrea betrat die Kabine und staunte nicht schlecht. „Die Kabine hat gute 22 qm². Hier ist das Bad…. Es besteht aus Marmor und hat Dusche, WC und für die Dame einen Föhn. Dieser Raum ist das Schlafgemach mit einem großzügigen Doppelbett. Und natürlich die Sitzgruppe. TV, Radio, Internet, Minibar und für die Wertgegenstände einen Tresor. Die Räume verfügen außerdem eine individuell regulierbare Klimaanlage. Selbstverständlich ist unser Service auch auf die Kabinen zu bestellen.“ Zählte der Mann auf und sah Semir erwartungsvoll an. Dieser ahnte schon was der Mann wollte und zückte zehn Euro. „Vielen Dank, Herr Gerkhan. Kann ich noch etwas für Sie tun?“ wollte der Mann wissen. „Nein danke….“ Meinte Semir nur und lächelte den Mann freundlich an. „Dann wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt und eine schöne Reise…“ verabschiedete sich der Stewart. Semir schloss die Tür hinter ihm und drehte sich zu Andrea um. Diese sah ihn strahlend an und stürmte auf ihn zu, nahm ihn in den Arm und drückte ihm einen Kuss auf. „Das ist so schön…“ stieß sie aus. „Hey… erdrück mich nicht….“ lachte Semir und hielt seine Frau einfach nur fest.