Als die Beiden am Haus von Conrad Jäger ankamen stürmte Conrad sofort auf seinen Sohn zu. „Ben!! Gott sei Dank… geht es dir gut?“ wollte er wissen und musterte ihn besorgt. „Ja danke Papa… mir geht es gut. Wo ist Susanne?“ wollte Ben wissen, der seinen Vater noch nie so gesehen hatte. Er schien sich sehr gesorgt zu haben. „Wie geht es dir?“ kam deshalb von ihm, denn er wusste ja das sein Vater ein schwaches Herz hatte. „Ja danke… jetzt schon. Ich hatte so große Angst um dich…“ erklärte Conrad und drückte Ben fest an sich. Ben erwiderte den Druck etwas irritiert. „Schon gut… ich lebe noch. Und jetzt werde ich mir mit Semir die Mistkerle schnappen. Komm worauf wartest du noch!“ kam von Ben und er sah Semir an. „Ben…? Willst du dich nicht erst einmal untersuchen lassen?“ fragte er nach. „Ich bin okay… ich brauche keinen Arzt. Los oder ich fahre allein!“ drohte Ben. „Also gut… ich bin ja schon da. Chefin…?“ wandte sich Semir an Kim. Diese nickte nur kurz. Semir rannte hinter Ben her. Nur wenig später hörte man den Wagen starten und davon fahren.
„Okay.. und wo willst du anfangen?“ fragte Semir nach einer kurzen Zeit des Schweigens. „Ganz einfach… wir werden dort anfangen, wo ich sie vermute. Die Typen waren nicht ganz richtig im Kopf. Die haben sich unterhalten, als ich noch wach war. Sie haben mir was mit dem Essen gegeben. Sie wollen sich im Nightlight treffen. Ich nehme an, dass sie diese komische Disco meinen. Dort werden wir jetzt hinfahren. So dämlich wie die waren, würde es mich nicht wundern, wenn die dort anfangen das Geld auszugeben.“ Mutmaßte Ben. „Dann sind die wirklich dumm und es ist nur gerechtfertigt, wenn wir sie verhaften. Also gut… dann hin…“ grinste Semir und überprüfte seine Waffe. Er griff zum Funk. „Susanne… würdest du mal bitte die Disco Nightlight überprüfen und mir mitteilen, was das für ein Schuppen ist?“ bat er die Sekretärin. „Ist Ben bei dir?“ fragte sie besorgt. Semir hielt Ben das Mikro hin. „Ja Schatz… ich bin hier…“ säuselte Ben hinein. „Geht es dir gut?“ wollte sie wissen. „Ja… und sobald ich die Kerle hinter Schloss und Riegel habe geht es mir noch besser.“ gab Ben bekannt. „Aber bitte… pass auf dich auf…“ kam leise von Susanne. „Ich liebe dich…“ erwiderte Ben. Semir sah ihn kurz an. „Darf ich?“ fragte er grinsend. Ben nickte nur. Er wusste genau was Semir dachte und es war ihm so ziemlich egal.
Beat, Jonny, Ringo und Josh waren in der alten Disco, die vor gut drei Monaten geschlossen hatten, weil dort Drogen gefunden wurden. „So… wie gut, dass ich noch einen Schlüssel habe. Ha… das lief doch wie geschmiert und nun teilen wir das Geld gerecht auf.“ Lachte Beat und öffnete die Tasche. Er holte ein Geldbündel nach dem Anderen raus. „Whow… soviel Kohle auf einem Haufen… ist das nicht geil..“ lachte er und sah auf seine Komplizen. Jonny nickte und auch Ringo und Josh waren sprachlos. „Das sind verdammt viel Mäuse… wir hätten für diese Summe noch einige Autos überfallen müssen…“ lachte Josh lauthals. Beat nickte und fing an die Bündel zu verteilen. „Hey… wieso bekommst du gleich zwei von den Dingern?!“ beschwerte sich Ringo. Beat sah ihn an. „Was? Das war eins… das ist nur auseinander gegangen. Ich teile brüderlich… wie es sich gehört.“ Empörte er sich. „Nein.. ich hab doch gesehen, dass es zwei waren! Du willst doch wohl nicht betrügen, oder?“ fauchte Ringo. „Quatsch… warum sollte ich…“ verteidigte Beat sich.
„Semir… diese Disco ist schon seit drei Monaten geschlossen. Die Kollegen vom Drogendezernat haben das Geschäft beendet, als sie bei einer Razzia über drei Kilo Koks gefunden haben.“ gab Susanne nach eine Weile durch. „Danke…. Wir brauchen dann Verstärkung dort hin. Vermutlich haben die die Kidnapper dort versteckt. Ben und ich sind auf dem Weg dahin.“ Gab Semir durch. „Passt bitte auf euch auf…“ ermahnte Susanne die Beiden. „Machen wir…“ erklärte Ben grinsend. „Sie ist ja sehr besorgt...das kommt mir bekannt vor...“ lachte Semir. „Idiot..“ gab Ben nur zurück. „Bist du soweit, oder warten wir auf das SEK?“ hängte er an, als sie vor der Disco standen. „Ich weiß nicht... ratsam wäre es doch. Immerhin sind es vier...“ gab Semir zu bedenken. „Ja aber wir sind zu zweit und wir sind vorbereitet... die nicht. Semir... ich will die Kerle festsetzen... einen nach dem Anderen klar?“ knurrte Ben und wollte aussteigen. Semir hielt ihn fest. „Ben... bitte setze den Verstand ein. Die sich bewaffnet...“ ermahnte er seinen jungen Partner. „Wir auch!!“ fauchte Ben zurück. „Also gut... aber zusammen...!“ stöhnte Semir zustimmend. Gemeinsam gingen sie auf das Gebäude zu.