Beiträge von Elvira

    8.10. 09 Der verlorene Sohn

    Nach dem trickreichen Diebstahl einer SEK-Limousine entkommen die Täter über die Autobahn. Bei den Ermittlungen trifft Ben auf seinen alten Ausbilder Charly Weismann. Als sie das Versteck der Diebesbande stürmen, lässt Charly einen Täter laufen. Ben kann nicht glauben, dass sein alter Ausbilder korrupt sein soll und will die wahren Hintergründe herausfinden...

    Nach dem Diebstahl eines SEK-Gefährts, das mit Spezialsprengstoff beladen war, gelingt den Tätern die Flucht. Bei den Ermittlungen trifft Ben auf seinen alten Ausbilder Charly Weismann, der ihm immer als Vorbild gedient hat. Gemeinsam finden die drei das Versteck der Diebe. Beim Zugriff lässt Charly allerdings einen Täter laufen und wird dabei von Semir beobachtet.

    Tatsächlich hat Charly seinem Sohn Patrick zur Flucht verholfen, den er vergeblich davon zu überzeugen versucht, aus der Bande auszusteigen. Als die Diebe erneut zuschlagen, wird Patrick nach einer spektakulären Flucht durch die Kanalisation von Ben gestellt. Charly tauscht heimlich Beweismaterial aus. Ben wirft seinem alten Ausbilder daraufhin vor, korrupt zu sein und kündigt ihm die Freundschaft.

    Unterdessen verlangt Bandenchef Gabor Fischer von Charly, Sprengstoff aus dem Depot der Polizeiakademie zu klauen, ansonsten würde er Patrick töten. Charly muss den Gang nach Canossa antreten und bittet Ben und Semir, ihm bei dem Diebstahl und der Befreiung seines Sohns zu helfen. Gemeinsam brechen sie in die Polizeiakademie ein und klauen den Sprengstoff. Doch vor dem geplanten Austausch überfällt Gabor sie und gelangt in den Besitz des Sprengstoffs.

    Als Gabor ein verwundetes Bandenmitglied eiskalt erschießt, erkennt Patrick endlich, dass er dem Falschen vertraut hat. Ben und Semir finden heraus, welchen Coup die Bande plant: Sie wollen den legendärsten und teuersten Rennwagen aus einem Automuseum stehlen...

    Hallo Leute,

    es ist zwar schön, dass ihr solche Dinge vorschlägt, aber wie schon von Simon angesprochen wurde, sind gewisse Rechte zu berücksichtigen. So ist der Name "Alarm für Cobra 11" geschützt. Diese Rechte liegen bei RTL.

    Zusätzlich müsste ein Vordruck geschaffen werden, der nicht gerade günstig ist. Dann kommt eine entsprechende Auflagenzahl dazu. Es ist ja nicht mit 100 Stück getan. Das alles müsste berücksichtigt werden.

    Semir und Andrea kamen gegen Mitternacht nach Hause. „Sie ist nett..“ meinte Andrea nur. „Ja… sehr nett. Und sieht auch noch gut aus. Ich freu mich für Tom. Er hat sie verdient und ich hoffe die Beziehung hält ne Weile…“ meinte Semir ehrlich. „Ja… sieh mal… bei Frau Weißhaupt ist auch noch Licht. Vielleicht kann sie wieder nicht schlafen…“ murmelte Andrea und wies auf das Fenster. Doch in diesem Augenblick löschte man das Licht. Semir und Andrea betraten das Haus und gingen langsam die Stufen zu ihrer Wohnung hoch. „Na… oder aber der junge Mann ist bei ihr. Ihr Enkel… ist auch ein sehr netter Mensch. Ich konnte mich ja etwas mit ihm unterhalten.“ meinte Semir nur. „Komm… nun möchte ich noch etwas mit dir kuscheln und dann müssen wir ja auch früh raus.“ hängte er an. Andrea sah ihn an. „Nur kuscheln?“ fragte sie etwas enttäuscht. Semir nickte. „Ja sicher… nur kuscheln… türkisch kuscheln…“ lache er. Andrea nickte. „Türkisch kuscheln…. So, so… was genau ist das?“ wollte sie dann aber doch wissen. „Ich zeig es dir…“ lachte Semir und zog Andrea in die Wohnung.

    Am nächsten Morgen verabredete Sebastian sich erneut mit Shiro Akio und wollte ihn mit dem was er auf dem Video gesehen hatte konfrontierten. Für diesen Zweck hatte er eine Kopie angefertigt die er auch Shiro zeigen wollte. Er lächelte immer noch, als das Band beendet war. „ Herr Weißhaupt... das Video ist wirklich sehr grausam, aber wie kommen Sie darauf dass ich damit zu tun habe?“ wollte der Geschäftsmann wissen. „nun... das sagt mir der Besitzer des Restaurants und die beiden Männer auf dem Video sagen es ja auch eindeutig. Herr Akio... mir ist es eigentlich egal, womit Sie ihre Kasse aufbessern, aber... ich will etwas von dem Kuchen abhaben. Außerdem forderte ich, dass Sie das Restaurant nicht mehr bedrohen, denn sonst...“ fuhr Sebastian fort. Akio sah ihn warnend an. „Was sonst? Wollen Sie mir drohen? Was meinen Sie wie weit Sie damit kommen. Herr Weißhaupt Sie tun sich selbst ein Gefallen, wenn Sie mir das Video aushändigen. Sagen wir für 80.000 Euro?“ schlug Akio vor. Sebastian grinste. „Sie geben es also zu?“ fragte er nach. „Ich gebe gar nichts zu. Was meine Angestellten in ihrer Freizeit machen, ist nicht meine Sache. Ich versuche lediglich, meine Weste die rein ist auch rein zu halten.“ lächelte der Japaner siegessicher. „Was ist mit dem Restaurant?“ wollte Sebastian wissen. Doch hier gab Akio keine Antwort. „Ich denke wir sollten das Gespräch hier abbrechen. Herr Weißhaupt. Nehmen Sie das Angebot an oder nicht?“ die Stimme von Akio verschärfte sich. „Es wäre wirklich zu Ihrem Wohle. Sehen Sie.. ich verabscheue Gewalt, aber wenn es sein muss, dann kann auch ich sehr gefährlich werden, wenn Sie verstehen was ich meine...“ wieder war diese Lächeln da. Doch es sah gefährlich aus. Sebastian wollte sich nicht einschüchtern lassen. „Herr Akio... ich nehme das Geld nicht an... ich will dass Sie das Restaurant in Ruhe lassen. Wenn ich noch einmal Ihre Leute dort sehe, dann gehe ich zur Polizei. Sie können sich denken, dass die das nicht gerne sehen.“ drohte Sebastian nun vollends. Akio stand auf. „Verlassen Sie bitte mein Büro und betreten Sie die Firma nie wieder!“ sagte der Asiat bestimmt. Dennoch nutzte er das Wort „Bitte“. Sebastian nickte und verschwand. „Wir sehen uns sicher wieder...“ versprach er.

    Dann auch mal einen Bericht von mir.....


    9. internationales Fantreffen „Alarm für Cobra 11“

    Donnerstag 12:00

    Schon um elf ging es für mich los. Auf nach Hürth. Das 9. internationale Fantreffen stand an und ich freute mich bereits jetzt auf das Wiedersehen mit vielen Freunden. Doch zunächst hieß es den heißesten Tag 2009 herum zu bekommen. Nicht zu viel tun, war nicht machbar, es musste schließlich alles vorbereitet werden. So hieß es erst einmal Zimmer beziehen, essen gehen, einkaufen und Besprechung. Bis um 18:00 Uhr war alles bis auf das Herrichten des Saales fertig. Oh….Namensschilder? Sie mussten ja noch ausgeschnitten werden. Kein Problem… So ging es dann zu Thorsten ins Zimmer wo uns einiges um die Ohren flog. Also tierisch gemeint. Tja… Fenster auf und Licht an, kommt nicht gut im Sommer. Das Licht schien sehr anziehend zu sein. Auch für uns.. Um halb Vier morgens schlossen auch Thorsten und ich die Augen um etwas Schlaf zu bekommen.

    Freitag: 8:00 Uhr

    Mit einem herzhaften Frühstück machten wir uns fit für den restlichen Ablauf des Fantreffens. Ab 14 Uhr standen die Tore offen und die ersten Gäste wurden erwartet. Gespannt war ich auch auf die neuen Gesichter die man nun sehen wird. Und natürlich auf die vielen alten Hasen, die sich jedes Jahr bei uns einfinden um das verrückte Wochenende zu absolvieren. Da trafen sich dann auch schon mal Leute die noch vor wenigen Stunden sich angeregt im Zug unterhalten hatten wieder. Ein „Ach?“ wurde ausgestoßen und schnell waren die Kontakte geknüpft. Man unterhielt sich so über dies und Das bis alle Gäste eingetroffen waren. Dann um punkt 17 Uhr war es soweit. Thorsten ergriff das Wort und ließ einiges von sich Hören. Schnell war auch die Stimmung da. Das Wetter spielte herrlich mit und Thomas Neuhauser hinterließ als Grillmaster sicher auch einen perfekten Eindruck von sich. Danke dafür Thomas. Nach dem Essen klingelte Thorstens Handy und wenig später hörte man über den Lautsprecher die Stimme von Dietmar Huhn.. Er richtete Grüße von Gottfried Volmer aus und wünschte allen ein schönes Wochenende. Mit einem tosenden Applaus nach seiner kleinen Ansprache war dann das Dankeschön dafür übertragen. Wie ruhig doch fast 100 Leute sein konnten. Nach und nach bildeten sich einige Grüppchen und Unterhaltungen entstanden. und in diesem Jahr war sogar Petrus auf unserer Seite. Es war strahelnder Sonnenschein. Der Grillabend fand ein Ende gegen 22: 00 Uhr und die Teilnehmer wurden gebeten sich im Gruppensaal einzufinden, wo einige Snacks in Form von Süßkram und Knabbersachen aufgebaut waren. Gegen Mitternacht war dann die legendäre Nachtwanderung angesagt, die auch diesmal einen großen Anklang fand. Doch dann neigte sich der erste Tag des Fantreffens seinem Ende. Nach wenigen Handgriffen war das Chaos des Grillabends aufgeräumt und gegen halb zwei trieb es dann auch die Restlichen Teilnehmer ins Bett. Alle freuten sich nun auf das High Light am Samstag wo sich die Organisatoren ausschwiegen. Selbst mit hartnäckigen Fragen nach dem Inhalt des Programms erhielt man nur sehr ausweichende Fragen (gell Dennis?) Da kamen dann schon mal Tricks auf aber….no go…. Niemand verriet etwas. Nun hieß es abwarten was für Samstag geplant war. Doch auch die Neugier auf ein Gewinnspiel stieg an.

    Samstag: 08:00 Uhr

    Ein Frühstück musste sein, bevor der leider schon wieder letzte Tag des Fantreffens anstand. Bis 9:30 Uhr waren wir damit beschäftigt die recht kurze Nacht zu verdauen. Doch heute war schließlich ein Besonderer Tag. Wir fuhren zum Hürther Einkaufszentrum. Genau wie im letzten Jahr wurde uns hier der neue Pilotfilm gezeigt. Natürlich ist der Inhalt des Piloten geheim, um die Leute die nicht dabei waren nicht die Spannung zu nehmen. Nur so viel… der Film ist absolut hammergeil. Er ist mega!!! Dies wurde von Dominique Haß von Action Concept in die Wege gebracht und dafür gebührt ihr ein großes Dankeschön. Nach dem Kino ging es nach einer guten Stunde zurück in die Jugendherberge um dort auf den zweiten versprochenen Teil bei Action Concept. Um Drei war es dann soweit. Auf zum Gelände der Produktionsfirma wo wir nach kurzer Wartezeit von Elke Schubert begrüßt wurden. Wir betraten das Gelände und dann die Halle der KTU. Alle waren gespannt was nun passieren sollte. Der nächste Auftritt gehörte dann Stefan Richter und Dominique Haß die uns begrüßten. Stefan hatte einen kleinen Film vorbereitet. Der Stunt von A – Z. Dafür diente der Film „Stadt in Angst.“ Man erklärte uns wie viel Arbeit hinter einer Folge steckte und sicher sehen es nun einige anders wenn sie eine Folge sehen. Es stecken sehr viele Tage und Nächte an Arbeit in einer Folge. Man sah wie intensiv die Menschen bei Action Concept an den Folgen arbeiteten und wie viel darin steckt. Die Drehortbesichtigungen, die vorher stattfinden, die Stunttest damit niemanden etwas passiert auch wenn ein Restrisiko immer besteht. Es ist wirklich genial. Ein riesen Dankeschön an Dominique Haß, an Elke Schubert und an Stefan Richter für den absolut interessanten Film.

    Stefan ließ dann verlauten, dass wir auch nun Fotos machen könnten. Doch was war das? Niemand traute sich. Niemand? Nein….. ich machte dann den Anfang und schnell war das Eis gebrochen. Obwohl Stefan eigentlich nicht lange bleiben wollte…. Da musste er nun durch. Und die Autogramme durften auch nicht vergessen werden. Absolute Klasse, Stefan… du bis großartig!!! Tja und nur einige Minuten später betraten dann die Helden die Halle. Es wurden Fotos gemacht und es gehörte eine Menge Ruhe dazu, die Fans dazu zu bewegen sich in eine Reihe anzustellen um wirklich jeden ein Foto machen zu lassen. Eigentlich sollten dann Erdogan und Tom wieder gehn, weil private Termine anstanden, aber scheinbar konnten sie es nicht, denn die Beiden entschlossen sich, noch ein langsames Speeddating wie im letzten Jahr durchzuführen. Sie gingen wieder von Tisch zu Tisch und unterhielten sich mit den Fans, nahmen Geschenke an und gaben Autogramme. Sie signierten vieles und verschoben sogar einen privaten Termin. Doch wer dachte dass es alles an Überraschungen war, irrte man sich. Plötzlich stand auch Carina Wiese in der Halle. Erst völlig unbeachtet und dann… ein tosender Applaus, das sogar Carina überrascht war. Auch wenn sie erkältet war, nahm sie sich Zeit und machte Fotos mit den Fans. Allen Darstellern für die Zeit, die sie da waren ein großes Dankeschön!!! Zum Schluss übergab Dominique dem Thorsten noch Plakate für alle Teilnehmer. Es war das Plakat mit dem Bens Einstieg bekannt gegeben wurde. Absolut genial.

    Gegen halb sieben fuhren wir dann zurück zur Jugendherberge. Wir lagen recht gut im Zeitplan…. Nur eine Stunde geschoben… natürlich nach hinten. Tja unverhofft kommt oft. Nachdem wir uns mit Nudeln und Bolognese gestärkt haben, ging es dann wieder in einen gemütlichen Abend zu. Alle warteten auf das Gewinnspiel, was vorbereitet wurde. Thorsten ließ das Fantreffen Resume passieren während die restlichen Mitglieder des Orga-Teams sich aufmachten das Gewinnspiel aufzubauen. Eine Tombola… gut eine Minitombola aber mit guten Gewinnen. Als Hauptpreis gab es Backstagetouren bei Action Concept. Und zwar gleich zweimal. Den Gewinnern noch einmal einen herzlichen Glückwunsch. Doch es gab auch andere Preise, wie das Gesellschaftsspiel zur Serie, natürlich handsigniert von den Darstellern. Es gab PC-Spiele (Burning Wheels für PC und für X-Box, sowie Crashtime) es gab T-Shirts von Action Concept und noch vieles mehr. Niemand ging ohne aus. Als Trostpreis gab es Poster und Autogrammkarten der Darsteller. Der Sponsor für die Gewinne war RTL und Action Concept. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür. Der Restliche Abend war dann nur noch Party. Viele dachten sicher schon daran dass es morgen vorbei war. So verließen ein paar wenige bereits das Fantreffen weil man einen langen Heimweg hatte. Dennoch denke ich kann man von einem schönen Wochenende sprechen. Sicher wird es einige geben, die anderer Meinung sind. Auch dieser Abend endete am frühen Morgen um halb fünf. (also eher Standardzeit)


    Sonntag 8:00 Uhr

    Der Abschied nahte. Die Teilnehmer fanden sich langsam und zum Teil recht müde zum Frühstücken ein. Anschließend hieß es die Zimmer säubern, Kofferpacken und Zimmerschlüssel abgeben. Immer mehr Koffer fanden sich wieder auf dem Hof der Jugendherberge ein. Und um zehn fing dann auch der Abmarsch an. Das Orga-Team war mit dem aufräumen im Gruppensaal und auch auf dem Außengelände beschäftigt. Gegen späten Nachmittag fuhren dann auch wir gen Heimat. Müde und erschöpft von dem ganzen Wochenende.

    Unser Dank geht besonders an:

    Dominique Haß und Elke Schubert, Nina Sand und Stefan Richter von Action Concept für den freundlichen Empfang und für die supertolle Präsentation des Piloten und der anschließenden Veranstaltung auf dem Betriebsgelände.

    Erdogan Atalay, Tom Beck, Carina Wiese für die Zeit, die ihr euch trotz privater Termine genommen habt.

    Danke an Dietmar Huhn für den Anruf über die sich die Fans sehr gefreut haben. Auch für die ausgerichteten Grüße von Gottfried Volmer. Ich hoffe der Urlaub war bzw. ist erholsam.

    Den Herbergseltern Paloma und Kurt Köhler, dass ihr uns wieder ertragen habt.

    Danke auch an die Teammitglieder für die Hilfe und alles, alles Gute für dich Petra und deinem kleinen Schatz unter deinem Herzen.

    Am gleichen Abend gab es in dem Restaurant „Lotosblüte“ den nächsten Besuch von Kenta und Kenzo. Die Beiden nahmen sich den Besitzer vor und jagten alle Gäste aus dem Raum. Brutal stießen sie den zitternden Mann gegen die Theke. „Wo ist unser Geld?“ fragte Kenzo. „Ich habe nichts.. bitte ich fange doch gerade erst an. Ihr habt mir meine Gäste vergrault… wie soll ich da das Geld zusammen bekommen. Ich bin ruiniert. Ich muss aufgeben…“ weinte der Besitzer. „Das wird Shiro aber gar nicht gern hören.“ Tadelte Kenzo. „Also gut… wir geben dir noch eine Chance. Aber wenn wir nächste Woche auch kein Geld bekommen, dann brauchst du das Geschäft nicht aufgeben… dann müssen das deine Angehörigen machen, klar?“ drohte Kenzo. Sebastians Freund nickte ängstlich. Kenta ließ den Mann los. Beide verließen das Restaurant und nur wenig später stand Sebastian im Raum. Er kümmerte sich um seinen Freund. „Na komm schon Shou… das wird das letzte Mal sein, dass sie dich bedrängen. Dafür werde ich nun sorgen.“ Gab er bekannt. Shou sah ihn an. „Wie denn? Die Yakuzza ist mächtig.“ weinte der Besitzer. „Ja… aber hier ist die Polizei mächtiger. Ich werde es jemanden geben, der was dagegen tun kann. Shou… du musst mit ihnen zusammen arbeiten, hörst du… wenn sie zu dir kommen, dann sag ihnen alles.“ bat Sebastian seinen Freund.

    „Wie heißt sie denn?“ fragte Semir nach. „Wer?“ wollte Tom wissen. „Na deine Freundin!“ meinte Semir nur. „Ach so... Glühwürmchen...“ kam von seinem Partner. Semirs Kinnlade klappte runter. „Wie bitte? Glühwürmchen?“ klang es völlig verwirrt von ihm. „Ja... Glühwürmchen. Das ist die Übersetzung. Sie heißt Hotaru Kazuko.“ lachte Tom. „Oh… sehr hübsch. Wann lerne ich sie kennen?“ grinste Semir. „Oh… ich dachte wir könnten zu viert ausgehen du mit Andrea und ich mit Hotaru… sie ist schon sehr gespannt auf dich.“ gab Tom zu. „Wie? Was hast du ihr denn so über mich erzählt?“ harkte Semir nach. „Nur das Beste und natürlich hat sie auch den Bericht in der Zeitung gelesen… der große Held von Köln…“ lachte sein Partner. „Oh man… diese Zeilen werden mich sicher noch ne Weile verfolgen..“ stöhnte Semir nur. Die Fahrt durch das Revier verließ ruhig und so war der Abend schnell da und versprach amüsant zu werden. Semir hatte für sich und Andrea natürlich zugesagt. Das Abendessen war wunderbar. Es wurde natürlich in einem japanischen Restaurant eingenommen und Sushi war da für Andrea und Semir der Höhepunkt. „Was machen Sie denn beruflich… Hotaru?“ wollte Semir wissen und schob sich einen Fisch im Reismantel in den Mund. „Ich bin Studentin und jobbe nebenbei im Blumenladen. Dort haben wir uns auch kennen gelernt. Ich liebe meine Muttersprache, aber nur die Sprache. Viele Sitten habe ich bereits in der Jugend abgelegt.“ erklärte sie. Die Stimme klang hell und offen.

    Sebastian sah seine Oma an. „Kann ich dich wirklich allein lassen?“ wollte er wissen. „Aber ja mein Junge… das Gas ist abgedreht, die Handwerker sind bereits an der Arbeit und du musst ja auch Geld verdienen. Aber vergiss nicht… du musst pünktlich zum Abendessen daheim sein. Ich warte nicht mit dem Essen…“ lachte Elfriede und kraulte Felix den Kopf. Sebastian nickte. Er nahm seine Tasche und fuhr zur Arbeit. Wie froh war er, dass es seine Oma gab. Auf diese alte Frau war Verlass und es war die einzige Verwandte die er noch hatte. Und er war bereit dafür alles aufzugeben. Doch seine Gedanken gingen wieder zu Shiro Akio. Wie konnte er beweisen, dass seine Leute die Restaurantbesitzer bedrohen und erpressen. Und dann hatte er seine Idee. Doch Sebastian hatte sich vorgenommen Shiro nun mit der Wahrheit zu konfrontieren. Die Nacht hatte er bei seiner Großmutter verbracht damit sie nicht so einsam war. Er war dem Nachbarn sehr dankbar, dass er sie vor dem Gasleck gewarnt hatte. Seine Oma hatte erzählt, dass er Polizist war und so spielte Sebastian mit dem Gedanken, das Video direkt in Semirs Briefkasten zu werfen. Sobald der Mann es sieht wusste er genau, was zu tun war. Sebastian packte die kleine Videokassette in einen Briefumschlag und schrieb noch ein paar Worte zur Erklärung dazu. Dann warf er den Brief ein und hoffte, dass der Mann es sich ansah.

    Semir lenkte seinen BMW ruhig über die Autobahn. Es dämmerte bereits und Semir war froh das Johannes nicht bei ihm im Auto war. Die Begegnung mit dem Hund war für die nächsten Jahre ausreichend. Es war nicht viel los und so konnte er ziemliche relax mal die PS ausprobieren. „Und... was macht unser Held sonst so?“ wollte Tom wissen. „Lass das mit dem Held. Ich bin keiner. Ich habe nur etwas ganz normales gemacht. Ich meine... wenn es mir nicht aufgefallen wäre, dann einen der anderen Nachbarn. Die hätten sicher auch so reagiert, wie ich.“ erklärte Semir, der den Wirbel um seine Person verabscheute. „Ich weiß nicht... kann es nicht sein, dass jeder Andere nur an sich gedacht hätte? Ich meine du weißt es doch nicht so genau.... Wenn niemand das Leck bemerkt hätte, dann wären alle Bewohner tot. Du und Andrea vielleicht auch... schon mal daran gedacht?“ gab Tom zu bedenken. Semir wurde nachdenklich. Er hatte Recht. Vielleicht hätte nicht jeder so gehandelt wie er. Er wusste sehr genau, dass es gefährlich war. Sicher er und Andrea hätten in dieser Nacht sterben können, aber sie sind es nicht. Und nur weil er für einen nervigen Hund das Opfer spielen sollte. So konnte dieser Nachteil auch ein Vorteil haben. Semir sah in den Spiegel. „Ja ich weiß... aber ich hielt es einfach für meine Pflicht.“ gestand Semir. „Du bist viel zu bescheiden. Semir... die Presse feiert dich als Held. Genieße es doch einfach.“ lachte Tom und sah aus dem Fenster. „Was ist eigentlich mit Johannes?“ wollte er plötzlich wissen. „Oh... der sabbernde Bettvorleger ... er macht seine Sache gut. Ich muss nächste Woche schon wieder ran.“ stöhnte Semir. „ist dass dann die letzte Prüfung?“ harkte Tom nach. Semir zog die Schultern hoch. „Ich hoffe es inständig.“ gab er zu. „Und was machst du?“ wollte Semir wissen um das Thema zu wechseln. „Du... ich habe da eine wunderbare Frau getroffen. Sie ist eine Japanerin. Klein, anschmiegsam und sie bedient mich wo es nur geht. Ich brauche nichts zu sagen. Ich liebe die asiatische Kultur...“ lachte Tom zurück. „Du? Du liebst nur die Frauen, weil sie dir alles nachtragen..“ erwiderte Semir grinsend. „Alles hat seine Vor- und Nachteile....“ gab Tom zu.

    Oh man.... wisst ihr eigentlich, wie froh ich bin, dass ich gestern am PC eingeschlafen bin? Wenn ich diesen Teil gelesen hätte, wäre es vermutlich die vierte Nacht ohne Schlaf gewesen....

    Weiterschreiben bitte!!!!!

    13:30 Uhr: Danke für den Nachschlag.... oh man ich hoffe Semir schafft es... er muss es einfach schafen.... bekommen wir heute noch einen Part?

    Und während Semir mit Johannes kämpfte bekam Elfriede Besuch von ihrem einzigen noch lebenden Verwandten Sebastian. „Hallo mein Junge... schön dass du auch noch mal kommst. Ich fühle mich so einsam...“ beklagte sie sich. „Oma... ich muss doch arbeiten. Ich kann nicht jeden Tag zu dir kommen. Du hast doch auch Felix und ...“ erklärte Sebastian und gab seiner Oma einen Kuss. „Du hast überhaupt keine Zeit mehr für mich. Na geh kommt mit in die Küche... ich habe Apfelkuchen gebacken..“ sagte sie, stützte sich auf ihren Rollator und ging langsam in die Küche. „Oma... hast du es dir überlegt? Du wärest in einem Altersheim doch viel besser aufgehoben und den Felix kannst du auch mitnehmen. Du brauchst doch auch etwas Gesellschaft...“ redete er auf sie ein. „Ach... ich komme sehr gut allein zurecht. Und außerdem... im Altersheim kenne ich doch niemanden...“ widersprach die Alte. „Aber dann kannst du sie doch kennen lernen. Bitte Oma... überleg es dir doch. Es ist sicher besser dort...“ gab er zu bedenken. „Ach Basti.... ich weiß nicht... hier bin ich doch alt geworden. Ich meine... diese Wohnung... da sind Erinnerungen dran. Hier ist deine Mama geboren worden und hier ist dein Großvater gestorben. Du hast hier deine Kindheit verbracht....“ kam klagend von der alten Frau. „Oma... die Erinnerungen sind doch nicht hier in der Wohnung. Die hast du doch alle im Kopf. Ich wäre wirklich froh, wenn du in ein Altersheim gehst wo du betreut wirst. Denk doch nur mal an den Bruch zurück. Wenn ich nicht meinen Schlüssel vergessen hätte bevor ich nach Amerika flog, dann ...dann wärest du nie gefunden worden... Überlege es dir okay?“ bat er sie inständig. Sie bemerkte sehr wohl wie besorgt ihr Enkel war.

    „Weißt du Daniela ist davon überzeugt, dass Johannes bald in Erdbebengebieten eingesetzt wird und dort Menschen aus den Trümmern retten kann.“ erklärte Andrea und streichelte Johannes zum Abschluss über den Kopf .Semir nickte. „Ich hoffe sehr weit weg.“ knurrte er nur. Anschließend fuhren er und Andrea, die seit gut vier Monaten nun zusammen lebten nach Hause. „Sag mal riechst du das?“ wollte Semir wissen, als sie das Haus betraten. Andrea schnupperte. „Gas?“ fragte sie erstaunt. Semir nickte. „Ja Gas… okay…. Du rufst die Feuerwehr und ich hole die Bewohner aus dem Haus. Schnell!!“ befahl Semir und schob Andrea wieder aus dem Haus. Er selbst ging die Treppen hoch und klopfte an jeder Tür. Die alte Dame, mit der Semir kurz von Dienstbeginn immer ein paar Wörter wechselte sah ihn erschrocken an. „Herr Gerkhan? Was ist denn los?“ fragte sie und schob ihren Rollator von der Tür weg. „Frau Weißhaupt… Sie müssen jetzt mal den Turbo an Ihrem Porsche einlegen. Wir haben hier vermutlich ein Gasleck. Verlassen Sie das Haus….“ empfahl er und zog die gehbehinderte Frau vorsichtig jedoch bestimmend aus der Wohnung. „Aber…. Meine Katze….. sie ist noch in der Küche…“ begehrte die Frau auf. „Ich bringe sie mit…“ versprach Semir und drängte die Frau raus. „Ich hole Felix!“ hörte er eine Stimme. Ein junger Mann kam mit dem Tier auf dem Arm aus der Wohnung. Semir nickte ihm kurz zu und ging die Etagen durch. Es dauerte ein knappe viertel Stunde bis alle aus dem Haus waren. Die Feuerwehr entdeckte kurze Zeit später ein Leck in der Gasleitung und wenn Semir und Andrea die Leute nicht gewarnt hätten, dann wäre hier jede Hilfe zu spät gekommen.

    „Hey! Da sind ja unsere Helden!“ rief Dieter erfreut, als Semir und Andrea am nächsten Morgen ins Büro kamen. „Was? Woher?“ wollte Andrea wissen. Hotte hob die Tageszeitung in die Höhe. „Die Retter! Polizist rettet mit seiner Freundin zwanzig Menschen vor dem sicheren Tod!!! “ prangte in roten Lettern über ein Bild welches Andrea und Semir zeigte. „Whow….“ kam von Semir. „Ihr seid ja richtig gut… habt eine Katastrophe verhindert.“ meinte Dieter. „Ja sicher.. man das war doch verständlich, dass wir die Nachbarn warnen.“ maulte Semir, der sich überhaupt nicht gern in der Zeitung sah. Andrea zog ihn ins Büro. „Warum schraubst du das denn so runter? Sei doch froh, dass die Leute wissen, wie heldenhaft du es getan hast. Du hast was Großes geleistet… Ich bin sehr stolz auf dich….“ sagte sie ihm. Semir zog die Schultern hoch. „Es ist mir einfach zu Wider. Ich habe nichts Besonderes gemacht. Die Leute waren in Gefahr und ich habe nur meinen Job gemacht…“ kam von Semir. „Was stört dich denn daran?“ wollte Andrea wissen. „Das mich jeder als Held ansieht. Jeder hätte es in dieser Lage getan. Genau wie ich…“ erklärte Semir, der sich in der Heldenrolle gar nicht wohl fühlte. „Hey!! Guten Morgen, Held und Partner. In den Nachrichten ist nichts anderes mehr zu sehen und zu lesen. Der Polizist, der Held, der zwanzig Menschen vor dem Tod rettet… Da hast du ja wieder tolles geleistet.“ begrüßte Tom seinen Partner.

    01.10.2009 "Der Panther"

    Bei einem nächtlichen Einbruch wird auf spektakuläre Weise eine geheimnisvolle Statue gestohlen. Semir und Ben haben schnell einen Hauptverdächtigen: Den so genannten Panther (Wolf Roth), ein genialer und berüchtigter Gentleman-Einbrecher, der aber ebenso wie das Geheimnis der Statue zunächst undurchsichtig bleibt. Was Semir und Ben nicht ahnen: Der Panther ist der Vater ihrer Chefin Kim Krüger (Katja Woywood). Als es zu einem zweiten Einbruch kommt, muss sich Kim Krüger ihrer Vergangenheit stellen...

    Am nächsten Morgen klingelte um sieben der Wecker. Semir quälte sich für ihn viel zu früh an seinem freien Tag aus dem Bett. Suchperson für Johannes. Warum hatte er sich dazu überreden lassen? Dieser laufende Waschlappen konnte nur nerven und das ging bereits auf der Fahrt zum Veranstaltungsort los. Daniela, Andreas Freundin hatte sich tatsächlich in den Kopf gesetzt den an Klaustrophobie leidenden Exdrogenhund, der eigentlich eine „Sie“ war, mit schwacher Blase und einer Kokainallergie zum Rettungshund auszubilden. Für Semir war das natürlich absolut absurd, aber Andrea ließ ihn nicht aus der Wettschuld entkommen. Alles bitten half nicht und so musste er das Opfer spielen. Seit der letzten Begegnung mit Johannes, die zwar schon lange zurück lag, aber immerhin damit endete, dass er dem Hund das Leben rettete war Johannes von Semir schwer zu trennen, wenn sie sich sahen. Semir fuhr vor Danielas Wohnung vor und als der Hund ihn sah war Hopfen und Malz verloren. Johannes bekam ein Tempo drauf, was man ihr überhaupt nicht zutraute. „Johannes!! NEIN!! AUS!!“ schrie Semir die Befehle und versuchte sich im Auto in Sicherheit zu bringen. Doch Andrea schien das Ganze viel Spaß zu machen. Sie öffnete die hintere Tür und schon hing Johannes an Semir dran. Wusch!!! Die Zunge landete in seinem Gesicht.

    Die Fahrt verlief dann doch noch ruhig, weil Daniela Johannes am Halsband hielt damit Semir sich überhaupt auf die Autofahrt konzentrieren konnte. Auf dem Parkplatz war es dann jedoch mit seiner Ruhe vorbei. . „Komm Semir! Du musst dich verstecken. Daniela lenkt Johannes ab. Du musst dich beeilen!“ drängte Andrea. Semir nickte und verschwand. Er wollte es dem Hund nicht so einfach machen und versteckte sich in eine sehr kleine enge Aussparung im Boden, welches ein eingestürztes Haus simulierte. Semir wurde von einem Helfer mit Steinen aus Pappmachee bedeckt. Und dann ging es los. Semir sah wie die Hunde die die Prüfung ablegten über das Gelände rasten. Alle irrten ziemlich umher nur eine nicht.. Johannes schien eine verdammt gute Nase zu haben. Sie rannte schnurstracks auf Semirs Versteck zu und fing sofort an zu graben. Sie bellte und jaulte gleichzeitig. Und dann war sie bei ihm. „Gut…Johannes aus!! Nein!! Hör auf!!“ schrie Semir verzweifelt denn schon wieder landete die schlabbernde Zunge in seinem Gesicht. Semir zog sich aus seinem Versteck und versuchte dem Hund bei zu bringen, dass es damit erledigt war. Er musste zugeben, dass Johannes wirklich einen tollen Job hinlegte. So lobte er sie in dem er sie streichelte. „Gut gemacht… sehr gut..“ sagte er dabei. Johannes sah ihn mit ihren treuen dunklen Augen an. Semir versuchte alles um den Hund von sich zu bekommen, aber Johannes war sehr anhänglich und schaffte es immer wieder. „Johannes!! Gut jetzt!!“ rief Semir verzweifelt und endlich kam Daniela und zog den Hund weg. „Das hast du sehr gut gemacht!“ lobte sie die Hündin.

    Tom sah Semir und den Hund ankommen. Wieder lachte er laut los, denn der Hund schien tatsächlich ein wandelnder Waschlappen zu sein. „Sag ein Wort und ich kündige die Partnerschaft!“ schwor Semir als er Tom ansah. „Ich sag nichts!!“ kam von ihm. „Das ist absolut ekelhaft…“ stöhnte Semir. „Der Hund sabbert dich völlig voll. Wenn du in den Trümmern nicht erstickst, dann ertrinkst du an Hundesabber!“ maulte Semir und stieß den Hund weg. Tom lachte laut. „Hör auf zu lachen! Sonst bist du gleich in dem Loch!“ drohte Semir. „Na aber ich passe nicht in das Loch…“ widersprach er. „Ha…Ha… sehr witzig. Mensch Johannes!! Nun ist gut… ich bin gerettet!“ blaffte Semir den Hund an, der ihn immer noch am Ohr schleckte. „Das hast du sehr gut gemacht, Johannes… wirklich sehr gut…“ lobte Andrea den Hund ihrer Freundin. Für heute war das Training für Suchhunde, für die Johannes nach seiner Kariere als Drogenhund und mit Klaustrophobie, angemeldet wurde, beendet. Nur wenig später kam Daniela mit einer Plakette zu ihnen. „Zwar nicht den ersten Platz belegt, aber er ist dabei...“ strahlte sie über beide Ohren. Obwohl alle sehr glücklich darüber waren, dass für Johannes eine neue Chance gab, war Semir sehr froh als Johannes am Abend nach Hause gebracht wurde. Noch ahnte er nicht, dass er Johannes schon sehr bald sein Leben verdankt.

    An diesem Morgen bekam auch Semir ein Problem. Als er in die Morgenzeitung sah stieß er einen heiseren Schrei aus. Stuttgart hatte gegen München gewonnen. 3 : 1. „Nein!!“ ließ er leise verlauten. Andrea sah ihn erschrocken an. „was ist denn passiert?“ fragte sie verwundert. „München hat verloren...!“ stöhnte Semir. Andrea lachte laut los. „Das wusste ich. Daniela hat dafür ein Näschen. Sie wettet nur wenn sie weiß dass sie gewinnt. Tja... mein lieber Göttergatte... dann wirst du wohl oder übel das Opfer für Johannes spielen müssen. Wettschulden sind Ehrenschulden...“ freute sie sich für ihre Freundin. „Du hast es gewusst! Und du hast zugelassen, dass ich mich auf diese Wette einlasse! Warum hast du mich nicht gewarnt?“ wollte Semir maulend wissen. Andrea sah ihn an und streichelte mit beiden Händen sein Gesicht. „Also wirklich... du hast doch wohl keine Angst vor einem so süßen Hund wie Johannes oder?“ lachte sie und küsste ihn. „Angst? Davon kann keine Rede sein. Sie beißt ja nicht... aber wenn ich daran denke, dass ich diese lange Zunge wieder im Gesicht haben werde, dann wird mir übel... ich mag gar nicht daran denken...“ maulte Semir weiter. „Da musst du nun durch... mein Lieber...“ freute sich Andrea. Semir nickte leidlich. „Ja und ausgerechnet morgen... an meinem einzigen freien Tag...“ murmelte er noch.

    Nachdem Semir zum Dienst fuhr hing Andrea am Telefon. „Daniela… er ist völlig fertig. Ich musste mir heute wirklich das Lachen verkneifen, als ich sein Gesicht gesehen habe. Sein Blick so hilfesuchend….“ lachte sie. „Ja ich wusste das ich gewinne. Aber Semir tut mir etwas Leid. Meinst du er zieht es trotzdem durch?“ wollte Daniela wissen. „Dafür werde ich sorgen. Morgen um neun auf dem Sportplatz und wenn ich ihn hinschleifen muss. Du kannst dir sicher vorstellen, dass er alles versuchen wird, um sich raus zu reden.“ Meinte Andrea nur. „Du…ich werde Johannes darauf trimmen, dass sie ihn nicht abschleckt. Aber das ist doch nur aus Dankbarkeit und Freude. Sie ist einfach nicht zu halten, wenn sie Semir sieht. Du wirst sehen, wenn ihr uns abholt. Ich wette sie ist sofort im Auto und hängt an Semir dran.“ Erklärte Daniela. „Da muss Semir durch. Er wird es schon überleben und im Endeffekt ist es ja was Gutes… Immerhin sorgt er dafür, dass Johannes dann Menschenleben retten wird. Und vielleicht mal irgendwann sein eigenes.“ kam von Andrea und sie ahnte nicht, wie Recht sie behalten sollte.

    „Semir…. Wie kannst du denn so eine Wette eingehen! Du weißt doch, dass man mit Frauen keine Wetten macht. Die gewinnen immer. Das ist ungerecht und von daher wird es sicher…“ tadelte Tom seinen Freund, als dieser von der Wette erzählte. „Wie kann ich denn ahnen, dass die Ahnung von Fußball hat? Ich fand es extrem hinterhältig! Und das Schlimme ist, dass Andrea es wusste. Sie hat mich auf diese Wette eingehen lassen obwohl sie wusste, dass ich verliere… das ist unfair…“ maulte Semir weiter und konzentrierte sich auf den Verkehr. „Ich überlebe den morgigen Tag nicht. Hilf mir Tom bitte….ich flehe dich an als Freund. Du musst mir helfen. Du hast doch auch frei und vielleicht…“ fing Semir an. Tom lachte laut auf. „Nee…. Vergiss es. Du hast die Wette verloren und nicht ich. Aber ich leiste dir geistigen Beistand. Ich komme mit auf den Platz.“ grinste Tom. „Danke… du bist ein wahrer Freund wirklich…ein wahrer Freund.“ stöhnte Semir. „Was willst du denn? Meinst du der Hund sucht nach mir? Er ist in dich vernarrt und nicht in mich. Du hast die Wette verloren… nee mein Lieber… mach du mal…“ lachte Tom nur. „Er ist eine Sie!“ verbesserte Semir ihn. „Was?“ wollte Tom wissen. „Johannes! Johannes ist eine sie.“ erklärte Semir und wünschte sich, dass dieser Tag mit einem so schweren Fall enden würde, dass sein freier Tag gestrichen wurde. Doch nicht einmal dieser Wunsch wurde ihm erfüllt. Der Tag endete unspektakulär.

    Sebastian fühlte sich am Ziel. Nun musste er noch die richtigen Fragen ausdenken, doch dank seiner Ausbildung war das gar kein Problem. „Herr Shiro… Für welche Automarke stellen Sie derzeit die Chips her und was zeichnet dieser aus?“ fragte er. Der Unternehmer lächelte. „Nun wir haben keinen festen Kundenstamm. Die Autoindustrie allgemein, wenn Sie so wollen. Uns ist es ziemlich egal in welchem Fahrzeug sich unser Chip wieder findet. Für uns ist wichtig, dass er es überhaupt schafft im einem der Fahrzeuge zu landen. Und was ihn auszeichnet… die Qualität. Ja ich denke es ist die Qualität. Ja doch… das sollte zumindest sein. Sehen Sie… die Computerbranche ist sehr weit gefächert und viele Firmen haben sich auf Spiele konzentriert. Aber für die Sicherheit da gibt es viel zu wenig. Und dort setzen wir uns ein.“ Erklärte der Unternehmer sachlich. „Denken Sie, dass diese Schließungsart die Sie gerade entwickeln auch irgendwann mal für Wohnungstüren geeignet sind?“ harkte er nach. Shiro Akio nickte. „Ja… das denke ich schon. Dazu muss jedoch erst noch die Idee reifen. Denn wenn jeder mit einem Knopfdruck in meine Wohnung könnte dann wäre es nicht so gut oder?“ lachte der Mann sympathisch. „Machen Sie auf diesem Gebiet auch Forschung?“ wollte Sebastian wissen. Shiro lächelte wieder. „Das ist ein Geheimnis. Ich kann Ihnen leider nicht verraten woran wir gerade forschen. Das verstehen Sie sicherlich…“. Der Unternehmer stand auf. „Haben Sie noch Fragen? Ich kann Ihnen auch gern den Betrieb mal zeigen. Sie machen ein paar Fotos und ich hoffe auf einen sehr guten Bericht.“ schlug er vor. Sebastian war einverstanden.

    Kenta sah Shiro mit einem weiteren Mann ankommen. „Guten Abend Oyabun…“ sagte er und verbeugte sich tief. „Guten Abend Kenta. Was gibt es heute?“ wollte Shiro wissen. „Wir haben alles in die Wege geleitet. Ich denke es gibt ab sofort keine Probleme mehr.“ erklärte Kenta. „Das ist sehr schön zu hören. Wir sprechen uns später. Ich mache nur mal eine kleine Führung und dann können wir uns unterhalten. Ich hoffe sehr, dass es ein erfolgreiches Gespräch wird.“ Shiro sah Kenta warnend an. „Selbstverständlich Oyabun… ich werde auf Sie warten…“ Kenta verbeugte sich erneut und verschwand. „Sie führen Ihr Personal mit strenger Hand, wenn ich das so sehe…“ hörte er den Mann an Shiros Seite sprechen. „Ja… aber es ist manchmal leider notwendig.“ wich Shiro aus. „Das sehe ich genauso. Herr Shiro… ich würde gern ein paar Bilder machen, mit Ihnen im Vordergrund. An einer Maschine oder so… wären Sie damit einverstanden?“ bat der Journalist. Kenta sah den Beiden nach. Er hatte ein sonderbares Gefühl bei diesem Mann. Wollte er wirklich nur einen Bericht über einen japanischen Betrieb in Deutschland schreiben? Aber Shiro hatte ihn sicher im Griff.

    Nur eine Stunde später saßen sie wieder im Büro von Shiro. „Herr Akio… würden Sie mir noch ein paar Fragen zu der japanischen Kultur beantworten?“ bat Sebastian. Shiro Akio sah ihn an. „Gern… wenn Sie sich dafür interessieren.“ Nickte er lächelnd. „Nun… es geht mir um eine Art Mythos. Man sagt ja, dass die Japaner ihre eigene Mafia haben. Die Yakuzza. Und ich wollte wissen wie Sie das sehen. Ist die Yakuzza wirklich eine Mafia in Japan?“ wollte Sebastian wissen. Shiros Lächeln verschwand. „Die Yakuzza ist keine Mafia. Sie ist eine Ehrengesellschaft und legt Wert auf die alten Sitten.“ verteidigte der Mann seine Kultur. „Gehören Sie ihr an?“ wagte Sebastian den Schritt nach vorn. Shiro lächelte wieder. „Wie kommen Sie denn darauf. Ich bin hier in Deutschland und nicht in Japan. Hier gibt es keine Yakuzza. Ich muss Sie nun leider verabschieden. Es gibt noch sehr viel zu tun und… Zeit ist bekanntlich Geld.“ Shiro stand auf. Sebastian verstand. „Ja sicher.. ich verstehe..“ nickte Sebastian und ließ sich zur Tür bringen. Er prägte sich das Gebäude sehr genau ein. Denn er würde dieser Firma einen weiteren Besuch abstatten, aber nicht zur Geschäftszeit. Doch nun musste er noch was anderes erledigen. Denn er hatte den Mann den Shiro mit Kenta ansprach erkannt. Er war auf dem Band was er gestern Abend gesehen hatte. Er wollte es schnell überprüfen und anschließend zu seiner Großmutter fahren, wo er das Originalband verstecken wollte.

    Sebastian erhielt nur kurz nachdem die Männer weg waren einen Anruf von Shou. „Sie waren da....mein Freund. Sie haben nicht geschlagen und meine Einrichtung etwas demoliert. 500 Euro pro Woche.... ich kann das nicht zahlen...“ weinte der Restaurantbesitzer. „Das wirst du auch nicht. Ich werde morgen früh zu Shiro fahren und ihn damit konfrontieren. Du wirst sehen.... ich werde diesem Treiben ein Ende setzen. Ich komme gleich zu dir und hole das Band ab. Ich weiß auch schon wo ich es aufbewahren werde. Meine Oma ist ein herzensguter Mensch und dort werden sie sicher nicht suchen.“ Meinte Sebastian nur. „Es ist nicht gut, wenn du deine Oma damit belastest. Was wenn sie es herausfinden? Shiro hat sicher überall seine Leute. Ich will nicht, dass der alten Dame etwas passiert.“ Begehrte Shou auf. „Ihr wird nichts passieren. Ich habe alles geplant. Diesem Treiben muss ein Ende gesetzt werden. Aber du hast Recht... vielleicht sollte ich Shiro nicht direkt beim ersten Besuch alles auf die Nase binden. Ich werde mir das Band ansehen und die Stelle genauer betrachten. Vielleicht erkennt man sogar die Gesichter... Die kann ich als Standbilder dann in der Presse verwenden. Was meinst du wie blöd die aus der Wäsche gucken wenn sie sich in der Tageszeitung entdecken...“ lachte Sebastian. „Ich habe Angst... ich würde am liebsten den Laden aufgeben. Soll da ein anderer mit glücklich werden..“ gab Shou zu. „Warte erst einmal ab. Du wirst sehen, die werden ganz schnell klein beigeben. Vertrau mir...“ bat Sebastian. „Also gut, aber wenn es deswegen Tote geben sollte, dann werde ich den Laden schließen. Das ist es nicht wert.“ legte Shou fest.

    Schon am nächsten Morgen fuhr Sebastian zur Firma. „Hondachip ltd. dessen Chef Shiro Akio war. Er sah sich in dem Büro von Shiro Akio um. Er war Journalist und hatte durch einen Freund erfahren, das der große Shiro Akio, ein sehr bekannter Mann in Köln. Shiro Akio leitete ein Betrieb der sich in der Computerbranche einen großen Namen gemacht hatte. Der Betrieb stellte Chips für elektronische Autoschlösser her. Ein Markt der immer größer wurde und auch die Konkurrenz schlief nicht. Doch das interessierte Sebastian überhaupt nicht. Er war hier, weil er von seinem Freund einen alten Japaner, der ein sehr gut gehendes Restaurant in der Köln. Dieser Freund teilte ihm mit, dass er von Angestellten eben dieses Akio unter Druck gesetzt wurde Schutzgeld zu zahlen. Bisher konnte er sich erfolgreich weigern, aber die Angst wurde immer größer. Sebastian sah seine große Chance endlich den Durchbruch als Journalist zu erreichen. Er musste Beweise finden. Beweise gegen Shiro Akio und er wusste auch schon wen er dafür fragen musste. Aus seiner Studienzeit kannte er eine Japanerin, die ihm sicher was über Akio erzählen konnte. Er trug ihr Bild immer noch bei sich. Hotaru… was für eine Frau. Eine kurze Affäre zwischen ihn und dieser Göttin, zumindest in seinen Augen war sehr ereignisreich. Er hatte ein wenig von der Kultur Japans gelernt und wusste genau wie er sich zu verhalten hatte. So war es für ihn auch nicht schwer bei Shiro Akio einen Pressetermin zu bekommen.

    Shiro lächelte seinen Besucher an. „Wie kommt es, dass Sie einen Bericht über meine Firma schreiben wollen? Ist etwas passiert?“ fragte er freundlich. „Nein… ich finde nur, man sollte über Firmen die von ausländischen Mitbürgern geleitet werden auch mal in den Vordergrund heben. Denn genau diese Firmen sind es von denen viele gar nichts wissen. Sehen Sie Herr Akio… Sie stellen Chips her für die Automobilindustrie. Aber wer berichtet über Sie oder über Ihre Angestellten? Jeder kennt das Auto welches Ihren Chip benutzt, aber Ihr Name geht nicht in die Verkaufsbilanz ein.“ erklärte der Journalist. Shiro gefiel die Art. „Das ist eine sehr weise Sicht. Nur wer sagt Ihnen, dass wir so weit in den Vordergrund wollen?“ lächelte er ihn an. „Wenn Sie es nicht wollen, dann können wir es auch einfach ablegen. Aber ich würde halt gern etwas wissen.“ kam von dem Journalisten. Shiro nickte. „Ich liebe Hartnäckigkeit mein Lieber. Ich denke auch, dass Sie einen sehr guten Bericht schreiben würden, aber ich lehne ab. Unsere Firma bleibt lieber im Hintergrund. Dennoch beantworte ich Ihnen ein paar Fragen.“ nickte der Unternehmer.

    @Cobra.. ich glaube da wird keiner drauf Rücksicht nehmen, dass du sie nicht magst. Dann schaust du dir die Szenen nicht an. Mach die Augen zu oder geh dir ne Cola holen. Deshalb gleich beleidigend zu werden ist sicher unangebracht.

    Wir schauen uns doch die Serie nicht wegen den Gastdarstellern an oder?

    Elfriede Weißhaupt sah fern und kraulte dabei ihren Kater Felix, der es sich auf ihren Schoß gemütlich gemacht hatte und die Streicheleinheiten genoss. Er schnurrte sanft und zuckte zusammen als das Telefon klingelte. „Weißhaupt!“ meldete sich Elfriede und sah auf die Uhr. Es war schon zehn Uhr durch und normalerweise ruft doch um diese Zeit niemand an. „Hallo Oma ich bin es…“ hörte sie ihren Enkel Sebastian. „Basti!! Schön das dich mal meldest. Bist du immer noch in Italien?“ wollte sie wissen. „Nein Oma… ich bin nicht in Italien. Ich bin in Köln. Morgen komme ich dann mal zu dir, einverstanden?“ gab er zurück. „Aber seit wann bist du denn aus Italien zurück? Und warum bist du noch nicht zu mir gekommen? Du weißt doch, dass ich nicht so richtig laufen kann.“ meinte sie etwas empört. „Oma… ich bin erst gestern zurück. Ich komme morgen zu dir, versprochen und dann gehen wir auch wieder in den Park…“ versprach der Enkel. „Das ist ja wohl das Mindeste, was ich verlangen kann…“ forderte sie. „Nur keine Sorge.. .es wird sicher ein schöner Tag für dich sein. Ich hab dich Lieb…“ kam von ihrem Enkel. Elfriede legte auf und drehte ihren Rollator wieder in Richtung Wohnzimmer. Nur langsam ging sie vorwärts. Vor drei Jahren hatte sie einen Oberschenkelhalsbruch und obwohl er gut verheilt war, konnte sie nicht mehr so gut laufen. Aber sie war ja auch schon 85 und das Alter zeigte sich immer mehr.

    Gegen Mitternacht verabschiedeten sich die Gäste von Semir und Andrea. Leider nicht mit einem bitteren Nachgeschmack für Semir. Denn Daniela erzählte, dass sie Johannes zum Rettungshund ausbilden lassen wolle. Semir lacht lauthals los und fing sich strafende Blicke von Andrea ein. „Du meinst Johannes der als Polizei- und Drogenhund durchfällt, weil er eine Allergie gegen Kokain hat und außerdem Klaustrophobie? Der soll in Ruinen kriechen und Menschen retten? Daniela…. Das ist nicht dein Ernst… Das kannst du nicht wirklich glauben..“ lachte er herzhaft. Daniela sah ihn an. „Aber Semir… ich will erst einmal dass sie die Prüfung ablegt. Sie heißt zwar Johannes, aber sie ist eine SIE! Warum merkst du dir das nicht .Außerdem sie mag dich und von daher habe ich vor mit dir zu wetten.“ erklärte sie. Semir sah sie an und dann zu Andrea die wusste, dass ihr Mann sehr gern wettet. Egal um was es geht, er tat es. „Also gut… Was ist der Wetteinsatz?“ wollte er sofort wissen. „Nun ganz einfach, wenn ich gewinne, dann spielst du das Suchopfer für Johannes. Sie liebt dich, das weißt du doch..“ gab Daniela bekannt. „Ach… und was wenn ich gewinne?“ harkte Semir sofort nach. „Dann werde ich …dann werde ich …“ überlegte Daniela und sah Andrea hilfesuchend an. „du könntest sein Auto waschen… das macht er sehr ungern…“ ließ Andrea verlauten. Semir nickte heftig. „Also gut… wenn ich verliere, was eh nicht passieren wird, dann wasche ich dir vier Wochen lang dein Auto…“ verkündete sie. Semir schlug siegessicher ein, obwohl er nicht wusste worum die Wette überhaupt ging. „Was müssen wir machen?“ fragte er deshalb neugierig. „Gar nichts… Andrea sagte mir, das du Fußballwetten machst… ich will mit dir bei einem Spiel wetten. Sagen wir.. München gegen Stuttgart?“ schlug Daniela vor. Semir grinste breit. „Gerne… München gewinnt 4:1…“ lachte er vor Freude. Das war eine Wette die er gewinnen musste. So dachte er jedenfalls.

    Irgendwo in Köln im Restaurant „Lotosblüte“ hatte der Inhaber Shou Tsangsee ungebetenen Besuch. Er hockte am Boden und weinte leise. „Du solltest besser zahlen, Shou...du weißt doch wie Shiro sein kann. Willst du wirklich dass dein Geschäft von Vandalen zerstört wird? Wir können für deinen und auch für den Schutz deiner Familie sorgen. Du bezahlst nur einen kleinen Obolus an uns und schon kannst du in Frieden leben...“ grinste Kenzo den Mann vor sich an, der sich arg bedrängt fühlte. „Ja ich zahle... bitte.. ich zahle... nenn mir den Betrag und...“ fing er an. Kenzo lächelte freundlich und sah zu seinem Bruder Kenta. „Siehst du... man muss nur die richtigen Argumente haben und schon klappt das...“ gab er von sich. „Wir bekommen 500 Euro pro Woche. Das ist die unterste Grenze!“ wandte er sich wieder an Shou. „500? Das schaffe ich doch gar nicht. Ich habe gerade mal 700 Euro in der Woche. Ich muss doch auch von etwas leben... meine Kinder... sie wollen essen...“ beklagte er sich. Kenzo lachte auf. „Shou... willst du mich verärgern? Dir bleiben doch 200. Das sollte ausreichen. Es gibt Leute die mit viel weniger auskommen müssen. Die erste Zahlung wird sofort fällig!“ kam kalt von ihm zurück. „Aber ich kann doch nicht....“ fing Shou an zu flehen. Kenta hob seinen Schlagstock und zog ihn einmal über das erste Regal wo die Gläser ordentlich nebeneinander standen. Es schepperte und klirrte sehr laut. „Bitte.... nicht...“ flehte Shou weiter. „Dann zahle. Weißt du ich bin gnädig... ich lasse dir Zeit bis Freitag, dann will ich das Geld haben. Sonst geht mehr zu Bruch, als nur die Gläser, klar?“ drohte er. Shou nickte ängstlich. Kenzo hatte ihm auch körperlich gezeigt, dass es nicht gut war sich gegen die Erpressung zu wehren.

    dann will ich mich auch mal wieder hier hin wagen.....*ganzvorsichtigumdieeckelug*......darf ich noch? :huh: :S :huh:

    Freu mich, wenn ich dich wieder lesen darf. Du bist mir herzlich willkommen. :love:

    Schließlich war ich in letzter Zeit wohl ziemlich schreibfaul. Ist aber bei der Hitze ja auch kein Wunder, da pappen einem die Finger richtig auf der Tastatur fest....vor allem, wenn man vorher was Süßes gegessen hat! :D

    Oh oh...Gitti...denk an die Figur.... obwohl, Schokolade macht glücklich.... :thumbup:

    Tom fuhr nach Köln um einen schönen Blumenstrauß für Andrea zu kaufen. Er parkte direkt vor einem kleinen Laden, der von außen nicht viel hermachte und betrat kurz darauf den Laden. Die Blumen schienen alle recht frisch zu sein, doch welche nahm man nun für einen solchen Anlass? „Kann ich Ihnen helfen?“ erklang es hinter ihm. Tom drehte sich um. Vor ihm stand eine junge Asiatin mit wundervollen Mandelaugen und sehr langem schwarzen Haar, das wie Seide glänzte. „Ja...ich hoffe... also ich will Blumen kaufen...“ stammelte Tom verzückt. „Das dachte ich mir schon...“ lächelte die Verkäuferin. „Für welchen Anlass denn?“ harkte sie nach. „Für welchen was?“ kam von Tom irritiert. „Nun die Blumen...für wen sollen die sein?“ fragte sie. „Für eine Frau....“ meinte Tom nur und sah sie unentwegt an. „Also gut... für eine Frau.. Für Ihre Frau?“ wollte sie wissen. „Nein....ich bin nicht verheiratet...sie sind für...also für.. die Frau meines Kollegen...ich bin eingeladen und ich wollte nicht mit ...Sie sind wunderschön....“ meinte Tom nur. „Ja sie sind alle frisch und wir legen Wert darauf, dass sie noch nicht vollständig blühen....“ erklärte die junge Frau. „Nein...ich meinte Sie...also ja... die Blumen sind schon schön, aber das Schönste im Laden sind Sie..“ sagte er charmant. Sie lachte. Es war ein Lachen, hell wie klares Wasser. „Danke…. Das ist sehr nett. Ich werde Ihnen einen Strauß zusammenstellen. Wie teuer darf er denn sein?“ harkte sie nach. „Wie Teuer… ja egal… ich… Sie sind wirklich wunderschön…“ meinte Tom. „Guter Mann… Sie sollten sich darauf konzentrieren, was ich frage…“ lachte sie erneut. „Ja sicher… machen Sie einen schönen Strauss fertig. Haben Sie heute Abend schon etwas vor?“ wollte Tom wissen. „… warum?“ kam nun von ihr verwundert. „Ich würde gern mit Ihnen essen gehen..“ meinte Tom leise. „Gern aber heute geht es leider nicht. Wie wäre es mit morgen?“ schlug sie vor. „Sehr gern… ich komme her und hole Sie ab…“ nickte Tom. Er nahm den wunderschönen Blumenstrauß und verschwand. Dann fiel ihm ein, dass er sie nicht einmal gefragt hatte, wie sie hieß. Nun das ließ sich morgen nachholen, dachte er und fuhr zu sich nach hause um sich umzuziehen. Gegen 20:02 Uhr stand er vor Semirs und Andreas Wohnung.

    „Hey… du machst dich… nur zwei Minuten verspätet…“ grinste Semir als Tom ins Wohnzimmer kam. „schön habt ihr es hier…“ nickte Tom. „Danke… setz dich doch.. .Essen dauert noch etwas…“ meinte Andrea nur. Tom ließ sich neben Semir nieder. „und… was ist? Gefällt es dir wieder bei den Kollegen?“ wollte Semir wissen. „ja… jetzt bin ich angekommen. Ich weiß wo ich hingehöre. Ihr seid es gewesen, die mir gefehlt haben.“ Kam leise und voller Überzeugung von Tom. „Das freut mich. Ich habe einen neuen alten Partner…“ lachte Semir. Der Abend wurde sehr schön und alle fühlten sich in die Vergangenheit versetzt. Schließlich war Tom fast zwei Jahre wie von der Bildfläche verschwunden. Gegen 22 Uhr klingelte es an der Tür. „ich geh schon..“ meinte Semir und stand auf. Nur wenig später hörte man es scheppern. Sofort rannte Tom zur Tür. Semir lag am Boden und über ihn ein Bassett. Tom lehnte sich an den Türrahmen und schaute zu. Andrea kam ebenfalls. „Oh… Daniela und Johannes… sind da…“ lachte sie. „Johannes!! Runter!!“ schrie Semir. „Oh nee.. Johannes.. du sollst den armen Semir nicht immer so überfallen. Es tut mir wirklich Leid… aber ich dachte er hat es verstanden, doch immer wenn er dich sieht ist es um ihn geschehen…“ entschuldigte Daniela sich und zog Johannes von Semir runter. Dieser wischte sich mit dem nächstenmöglichen Tuch den Hundesabber weg. „Das ist sooo widerlich!“ stieß er aus.

    Tom und Semir schwiegen eine ganze Weile. „Schade eigentlich, dass du damals nicht zu unserer Hochzeit gekommen bist... Damals... das hört sich an, als sei ich schon seit Jahren verheiratet, dabei sind es gerade mal zehn Monate...“ lachte Semir. Tom sah ihn an. „Und wie war sie?“ wollte Tom wissen. „Sie war wunderschön. Andrea sah so super aus in ihrem Kleid...und sie...“ Semir stockte. Die Erinnerung dass er an seinem schönsten Tag seine Frau fast verloren hatte holte ihn ein. Tom bemerkte, dass etwas nicht stimmte. „Was denn?“ harkte er nach. Semir lächelte. „Nichts... ich dachte nur an ein nicht ganz so schönes Ereignis an diesem Tag.“ erklärte er. „Möchtest du darüber reden?“ wollte Tom wissen. „Nein... noch nicht. Andrea lädt dich übrigens zu essen ein. Heute Abend um acht bei uns. Sie kocht wirklich sehr gut und dir würde etwas entgehen, wenn du nein sagst.“ Meinte Semir nur. „Oh... wenn unsere Prinzessin kocht, dann ist es eine Ehre für mich dabei anwesend zu sein. Ich werde pünktlich vor der Tür stehen.“ grinste Tom. „Hey... ich nehme dich beim Wort. Pünktlich....ich wette das schaffst du nicht.“ lachte Semir. „Um was wetten wir?“ ging Tom sofort darauf ein. „Oh....wie in alten Zeiten.... sagen wir um eine Runde durch die Kneipen die wir früher unsicher gemacht haben?“ schlug Semir vor. Tom schlug ein. „Es ist schön, das du wieder da bist...“ kam von Semir und man spürte sehr genau, dass er es ernst meinte. Dennoch bemerkte auch Semir, das Tom die Erinnerung an etwas plagte. „Du denkst an Elena?“ fragte er vorsichtig. Tom nickte. „Ja... obwohl es bereits zwei Jahre her ist... und es tut weh. Ich sehe immer wieder dieses Bild vor mir, wie sie einsteigt und...den Motor startet und...wie die Explosion den Wagen zerfetzt um mir ihr unser gemeinsames Kind..“ kam leise von Tom.

    Der Tag verlief ruhig und als die Beiden wieder in der PAST waren da wusste Tom, was er die letzten Jahre vermisst hatte. Diese Aufmerksamkeit im Kreise der Kollegen zu sein. Mit Semir über die Autobahn zu rasen, Verbrecher zu stellen… all das war einfach wunderbar. „Und kommst du heute Abend zu uns zum Essen?“ fragte Andrea. Tom sah sie erstaunt an. „War ich eingeladen? Wenn ja, dann tut es mir wirklich Leid…“ kam verlegen von Tom und dann grinste er breit. „Nun dann sag einfach zu. Ich habe dich hiermit eingeladen und du wusstest es schon von unserer Tageszeitung Namens Semir……“ lachte Andrea. Tom strahlte. „Gern… ich bin da. Wann genau?“ wollte er noch wissen. „Sagen wir um acht. Du kannst dann zusammen mit Semir kommen.“ schlug Andrea vor. Tom nickte zustimmend. „Schön… ich bin jetzt weg und gehe einkaufen. Bis heute Abend und Tom… es ist schön dass du wieder da bist.“ kam von Andrea. „Danke…ich freu mich auch.“ sagte Tom ehrlich. „also nicht vergessen… 20 Uhr. Bitte sei pünktlich..“ lachte Andrea und verschwand. Tom sah ihr nach. Semir kam zu ihm. „Na dann mach du deinen Bericht fertig. Ich will nur noch schnell Blumen kaufen…“ kam von Tom und verschwand ebenfalls. Semir schüttelte nur den Kopf. Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das Tom sich in kürze verlieben wird.