Beiträge von Elvira

    Semir sah wie die Sonne unterging und es dunkel wurde. Niemand kümmerte sich mehr um ihn. Jede Bewegung die er ausführte ließ die Stacheln in die Haut fahren. Den Kopf konnte er nicht bewegen, denn auch hier fuhren die Stachen in die Haut und ließen ihn aufstöhnen. Jede Bewegung wurde im Keim erstickt. Er konnte nur still liegen und in den dunklen Himmel starren. Seine Bezwinger hatten ihm gesagt, was passieren würde. Morgen in der Frühe würde dieser Wagen in die Presse gebracht werden und dann würde er in einem kleinen Klumpen Blech verarbeitet werden. Keine Chance hier zu entkommen. Ohne Hilfe war er verloren. Semir spürte wie eine Träne an seiner Wange entlang lief. Er wusste zwar, dass es immer wieder Einsätze gab, von denen er nicht zukehren konnte, aber so wollte er nicht enden. Eine Kugel in die Brust oder in den Kopf hätte er sich gewünscht. Dann war er innerhalb weniger Sekunden weg. Aber das hier…er würde es spüren wie sich das Blech um seinen Körper wickeln würde. Wie der Druck ihn zerfetzt. Das war kein schöner Tod. Doch er schien nicht aufzuhalten zu sein.

    Tom sah den Mann vor sich an. „Kenzo Toyaki….Wo ist mein Kollege? Ich würde Ihnen wirklich raten möglichst den Mund aufmachen!“ forderte er. Doch der Mann vor ihm grinste nur. „Sie können doch damit nur Ihre Lage verbessern. Ich bitte Sie!“ kam von Tom. Nutzlos. Es klopfte und Anna kam herein. „Tom! Kommen Sie bitte!“ forderte sie ihn auf. Tom verließ den Raum und schloss die Tür. „Ich habe die einstweiligen Verfügungen erreicht, aber… die Leute sind bereits am Arbeiten. Wir müssen schnell handeln. Ich habe bereits mehrere Leute zu den Plätzen geschickt um die Leute aufzuhalten. Zwei sind noch offen. Ein Platz in Köln und ein in Düsseldorf. Sie und Andrea übernehmen mit Johannes zusammen Köln, ich fahre mit Herzberger und Bonrath nach Düsseldorf. Wir müssen uns beeilen…“ forderte sie ihn auf. Tom hörte die Sorge in ihrer Stimme. Tom holte Johannes und Andrea sowie ein T-Shirt von Semir aus dem Büro. Schnell waren sie unterwegs nach Köln in die Regensburger Strasse wo der Schrottplatz bereits geräumt wurde.

    Semir zuckte zusammen, als er die großen Greifer des Kranes sahen. Der Wagen knirschte unter dem Gewicht und nur kurz darauf spürte Semir das Schwingen des Wagens. Er stieß vollkommen erstickte Schreie aus. Niemand würde ihn hören. Niemand konnte das Schlimmste verhindern. Er bäumte sich auf und riskierte dass die Stacheln des Drahtes sich in seine Gelenke und in den Hals bohrten. Doch er war bereits zu hoch als dass jemand entdecken konnte dass hier ein Mensch drin lag. Nach wenigen Minuten wurde der Wagen los gelassen und Semir stieß erneut einen Schrei aus, als er Wagen hart in die Presse fiel. Nein!! Dachte Semir als er sah wie der schwere Deckel sich schloss. Nur wenig später hörte er wie die Presse anfing zu arbeiten. Sein Schicksal war besiegelt. Warum zu Teufel verlor er nicht das Bewusstsein? Warum musste er diesen Augenblick bei völligem Verstand erleben? Er bäumte sich erneut auf und blieb anschließend einfach nur liegen. Semir starrte auf die große schwere Stahlplatte die sich langsam senkte und das Dach des Autos in dem er lag langsam eindrückte.

    Tom raste auf den Schrottplatz und ließ Martinshorn erklingen. Alle Männer die dort arbeiteten drehten die Köpfe in seine Richtung. „STOPP!! Sofort alle Arbeiten einstellen!!“ schrie Tom entsetzt. Es waren bereits mehrere Wagen verschrottet geworden und Tom hatte Angst, dass Semir in einem dieser Blöcke bereits den Tod gefunden zu haben. Andrea ließ Johannes raus und der Hund rannte sofort in Richtung alten Bauwagen. „Was tun Sie denn hier?!“ fauchte ihn ein Mann an und hielt Tom seinen Ausweis unter die Nase. „Das ist eine genehmigte Räumung eines illegalen Schrottplatzes!“ fauchte er Tom an. „Hier! Einstweilige Verfügung dass alle Arbeiten einzustellen sind. Verdacht ist begründet. Ein Kollege von mir befindet sich in einem dieser Wagen. Vermutlich bewusstlos oder sogar gefesselt. Solange ich hier nicht jeden Wagen persönlich durchsucht habe, wird kein Wagen in die Presse gefahren!“ gab Tom an. Der Mann las sich die Verfügung durch. „Das kann Tage dauern!“ maulte er. „Und wenn es eine Woche dauert. Mir ist es egal! Sie und Ihre Leute werden mir helfen. Und ich rate Ihnen, nichts dagegen zu sagen!“ fauche Tom wütend zurück. Der Mann sah ihn an und fügte sich. Johannes bellte wild und Tom rannte zum Bauwagen. Darin stand ein Bett. Er entdeckte die Ketten. „Johannes… hier ist doch nichts..“ stieß er aus. „Wo ist Semir…such ihn…such!“ forderte er die Hündin erneut auf. Doch diese jaulte vor dem Bett. „Er war hier nicht wahr…okay… aber wo ist er jetzt. Johannes… .bitte… such ihn… such ihn…!“ flehte Tom regelrecht. Die Hündin sah ihn treu an. Doch sie blieb sitzen.

    Anna und Herzberger kamen mit zwei Schäferhunden der Suchhundstaffel auf dem Platz in Düsseldorf an. „Sie suchen mit den beiden das gesamte Gelände ab!!“ forderte sie die beiden Polizisten auf und sofort begann die Suche. Auch die Mitarbeiter des Räumkommandos halfen mit, als sie hörten was auf dem Spiel stand. Doch nach einer guten Stunde musste die Suche ergebnislos abgebrochen werden. Anna sah den Beamten der Stadt, der die Überwachung hatte besorgt an. „Könnte er in einem der Wagen gewesen sein, die Sie bereits gepresst haben?“ fragte sie leise. „Frau Engelhardt… das können wir ausschließen. Die Presse ist kaputt. Wir haben noch keinen einzigen Wagen hier in die Presse geschickt. Von daher kann ich Sie also beruhigen. Ich hoffe nur Sie finden Ihren Kollegen.“ Kam ehrlich von dem Mann. Anna nickte. „Ja ich auch…“ stieß sie leise aus und griff zum Funk. „Cobra 1 an Cobra 11 Düsseldorf ist negativ…“ gab sie durch. Verzweiflung war in der Stimme zu hören. „Ich fahre zurück und versuche aus den Leuten was heraus zu finden. Melde mich…viel Glück..“ „Chefin… wir haben ihn noch nicht gefunden, aber Tom und Johannes sind unterwegs. Wenn Semir hier ist, dann finden wir ihn…“ hörte sie Andrea sagen und wünschte, dass ihre Sekretärin wirklich Recht hatte.

    „Johannes… such doch!! Ohne dich finde ich ihn nicht.. hier riecht doch mal! Bitte…Johannes…bitte..“ flehte Tom den Hund regelrecht an. Er hielt ihr das Shirt hin und schon rannte Johannes wieder los. „Hoffentlich keine Ratte, die sie gewittert hat.“ Stieß Tom aus und rannte hinterher. Doch er hatte sie verloren. „Johannes!!“ rief er und hörte ihr Bellen. Sie saß vor den würfelförmigen Schrottresten, die aus der Presse gekommen waren „Oh nein… Johannes… das ist kein tolles Ergebnis… überhaupt nicht akzeptabel. Bitte… sag mir nicht, das… Johannes nein…Bitte… nicht…“ kam völlig verzweifelt von Tom der die Hündin die vor der Presse saß und bellte ansah. „Du meinst es ernst was? Oh man… aber in welchem davon?“ wollte er wissen und sah zu Andrea, die im Auto saß. Sie bemerkte scheinbar den Blick und kam zu ihm. „Was ist?“ wollte sie wissen. „Johannes…ich glaube sie hat Semir gefunden.. nicht das ich es glaube, aber… ich meine sie hat ihn immer gefunden und…sie…“ versuchte er zu erklären. Andrea sah auf die Würfel und schüttelte den Kopf. Oh nein!! Sag mir nicht, das Semir in einem dieser…Tom…. Das geht nicht… ich will das nicht!!“ fing sie an zu weinen. Johannes bellte weiter. „Johannes ist gut… du hast einen tollen Job gemacht… aber…“ versuchte er den Hund zu beruhigen. Doch dieser hörte nicht auf zu bellen. Sie jaulte herzzerreißend.

    Die Männer vom LKA kamen pünktlich an. Katrin sah Ben und Semir an. „So ab sofort werden Sie außen ermitteln. Sie haben meine Handynummer und können mich jeder Zeit um Rat fragen.“ Lächelte sie Semir an. „Ja danke… die brauchen wir sicher auch. Ohne Ihre Hilfe kommen wir garantiert nicht weiter..“ fauchte Ben wütend. Semir sah ihn nur an. Scheinbar war Ben in seiner Ehre getroffen. Aber das sollte ihm nicht weiter stören. „Wir werden Sie auf den Laufenden halten.“ Versprach er Katrin und reichte ihr die Hand. „Passen sie gut auf die Beiden auf. Ich traue ihnen nicht.“ ermahnte er sie und wies auf Laurence und Frank. „Nur keine Sorge… wir vom LKA sind in Personenschutz ausgebildet.“ Lächelte sie. „Ja genau wie wir! Wir könnten es genauso!“ fauchte Ben. Semir ahnte warum er so bissig war. Er mochte es auch nicht, wenn die Leute vom LKA sie, die bei der Autobahnpolizei arbeiteten als Idioten bezeichneten, aber er wollte auf gar keinen Fall im Personenschutz sein. „Komm schon…Ben…es ist alles in Ordnung…“ grinste er seinen Partner an und zog ihn zum Auto. Katrin ging in die Wohnung zurück. „Was bitte hast du denn? Die behandelt uns wie Idioten und du duckst dich vor ihr?“ fauchte Ben ihn nun im Auto an. „Ben… hast du schon mal was von Diplomatie gehört? Lass sie doch in dem Glauben, dass wir für den Personenschutz nichts taugen. Es ist stinklangweilig, wenn man in der Bude hockt und den Babysitter spielen muss. Na komm… wir haben in vier Stunden Feierabend und dann werden wir einen heben. Morgen müssen wir eh erst gegen Mittag wieder auf der Matte stehen und Bericht abgeben. Vielleicht finden wir eine Spur, wenn wir in den Kneipen unterwegs sind.“ Dachte Semir laut nach. „Also gut… aber nach diesem Fall werde ich dieser Zinker sagen, was ich von ihr halte, das schwöre ich dir.“ drohte Ben. „jetzt werden wir uns erst mal diesen Zinker vornehmen. Sag mal… hat Jaz wirklich Spiegel in ihrer Wohnung?“ grinste Semir. Ben sah ihn wütend an. „Fang du auch noch an…dann kündige ich dir die Freundschaft. Weißt du was… wir werden sie heute Abend mitnehmen. Dann kannst du dich selbst davon überzeugen, dass sie völlig normal ist.“ versprach Ben. Semir war einverstanden.

    Der Abend kam. Laurence hatte sein Gemisch bereits am Nachmittag serviert. Katrin und auch ihre Kollegen nahmen den Kaffee mit Freuden an. „Sehr nett von Ihnen, Herr Van Helsing…“ sagte Katrin. „Eine kleine Aufmerksamkeit. Immerhin schützen Sie unser Leben. Dann ist es nur gerecht, wenn wir etwas für Sie tun. Wohl bekomm’s…“ lächelte er und verzog sich wieder in sein Zimmer. Doch er schloss die Tür nicht. Er beobachtete wie die Drei den Kaffee tranken. Es dauerte nicht lange bis sie einschliefen. Laurence sah Frank an. „Ich werde mich jetzt auf den Weg machen. Achte du darauf, dass sie nicht zu wild spielen, wenn sie wach werden. Ich denke ich bin bis morgen Abend zurück. Sie schlafen etwas bis morgen Nachmittag. Ich habe extra eine höhere Dosis genommen. Pass auf… ich werde die Höhle ausräuchern. Du weißt ja, dass die Vampire Angst vor Feuer haben. Damit bekomme ich alle auf einmal. Ich werde Laureen befreien, bevor sie eine von denen wird…“ versprach Laurence und verschwand. Frank sah ihm nach. „Ich hoffe ich sehe dich wieder… mein Freund..“ sagte er leise. Laurence bemächtigte sich dem Wagen von Katrin Zinker. Er schloss ihn kurz und raste in Richtung Siegburg. Zum Glück war es nicht all zu weit und er konnte die Landstraße nehmen. Es dauerte fast eine Stunde bis er die Stelle erreicht hatte, die er als Versteck der Vampire ausfindig gemacht hatte. Vorsichtig betrat er die Höhle. Sie war tief und hatte viele Gänge. Doch Laurence schien genau zu wissen, wo er zu suchen hatte. Zielstrebig ging er auf einen dunklen Gang zu. Er hörte Geräusche und versteckte sich. Eine kleine Meute von fünf Leuten ging an ihm vorbei ohne ihn zu sehen. Dann ging er weiter. Vor einer Art Käfig hielt er an. Mit der Taschenlampe leuchtete er in den Raum hinein. An der Wand kauerte ein Mädchen. „Laureen!!!“ stieß er aus. Doch sie reagierte nicht. „Laureen… sieh mich an… was haben die Schweine mit dir getan…verdammt…was haben sie getan….?“ Weinte er. „Das wirst du gleich erfahren…“ ertönte es hinter ihm. Laurence drehte sich erschrocken um. Vor ihm stand Ignaz Kreuzer. Dieser hob die Hand und schlug Laurence nieder.

    Am nächsten Morgen holte Ben Semir pünktlich ab. Dieser stieg noch recht müde in den Wagen. „Und…eine schöne Nacht gehabt?“ lachte Semir und sah aufmerksam an Bens Hals. „Oh…. Hat sie dich gebissen? So ein wilder Sex?“ lachte Semir und wies auf den Hals. „Ich weiß nicht genau… tut etwas weh. Aber so ist Jaz nun mal. Sie war wie ein Tier… ich musste sie richtig zurück halten, sonst hätte sie mich tot gebissen…“ lachte Ben. „Du Glücklicher. Aber ich hatte gestern auch einen schönen Abend. Andrea hat mich total verwöhnt. Sie war so liebevoll…. Sie hat mich gepflegt…. Ja wohl… Mein Held hat sie gesagt. Ach ja… ich soll dir noch gute Besserung wünschen.“ grinste Semir. „Mir? Wieso?“ harkte Ben nach. „Nun ja… ein Schlag auf den Kopf ist ja nicht gesund. Schon gar nicht wenn man bewusstlos wird…“ lachte Semir. Ben schüttelte den Kopf „Ich fass es nicht… du hast tatsächlich auf schwerverletzt gemacht? Was bist du für ein Mistkerl…“ gab er tadelnd zurück. Seine Hand fuhr an den Hals. „Das tut richtig weh. Als ob sie mir Blut ausgesaugt hätte…“ meinte er dann. „Ja sicher… Jaz ist ein Vampir…“ lachte Semir. „Sehr witzig. Vielleicht macht mir die ganze Sache auch zu schaffen.“ stieß Ben aus. Sie fuhren zur PAST wo sie bereits von Katrin erwartet wurden. „So…schön dass Sie beide auch mal kommen. Wir müssen die Herren jetzt mal in die Schutzwohnung bringen. Sie warten bereits auf uns.“ maulte sie die Beiden an. „ich wünsche Ihnen auch einen schönen guten Morgen..“ knurrte Ben wütend. „Dafür haben wir keine Zeit. Ich habe genügend zu tun als mich um diese Floskeln zu kümmern.“ War die Antwort. „Diese Frau macht mich alle…“ stieß Ben wütend aus. „Vertragt euch doch bitte…. Wie soll denn da eine Zusammenarbeit stattfinden, wenn ihr euch so anpfeift.“ tadelte Semir die Beiden.

    Jaz saß am Tisch als es klingelte. Sie öffnete. „Ignaz….was soll das denn? Du kannst froh sein, das Ben schon weg ist. Was ist mit deinem Typen, den du dir da holen wolltest?“ fragte sie und zog ihren Mann in die Wohnung. „Ich hatte ihn fast, aber dann ist dein Freund dazwischen gekommen. Wenn er nicht gewesen wäre, dann wäre der Kleine jetzt bei mir…“ fauchte Ignaz. Er sah seine Frau an. „Dir scheint es richtig zu bekommen, das der Junge sich mit dir abgibt.“ Murmelte er. Jasmin lachte leise. „Bist du etwa eifersüchtig?“ wollte sie wissen. Ignaz küsste sie. „Muss ich das?“ kam seine Gegenfrage. „Nein… absolut nicht. Ben ist zwar gut, aber sein Blut ist besser. Er hat auch Null negativ. Wenn der Kleine abtritt haben wir direkt einen Nachfolger…“ meinte sie und gab sich den Zärtlichkeiten ihres Mannes hin. Es dauerte fast eine ganze Stunde bis sie beide zufrieden neben einander im Bett lagen. Jasmin steckte sich eine Zigarette an. „Jaz… ich muss diesen Typen haben. Du hast doch sonst so geniale Ideen. Wie bekomme ich ihn, ohne das sein Freund gleich dazwischenfunkt. Ich brauche nicht lange… vier oder fünf Tage…“ flehte Ignaz regelrecht. Jasmin lachte. „Also gut… ich denke ich kann dir helfen. Du hast noch die Taxe?“ wollte sie wissen. „Ja sicher… warum?“ kam von ihm. „Ich werde dir helfen. Ich werde morgen mit den Beiden ausgehen und so abfüllen, dass sie nicht mehr selbst fahren. Dann rufe ich eine Taxe und du stehst vor der Tür. Du fährst Ben und mich nach Hause und mit Semir Gerkhan machst du was du willst.“ lachte sie. Ignaz umarmte sie kurz und verschwand wieder. Damit war der Plan erledigt.

    „So…hier haben die Beiden genügend Freiraum. Wir können alles überblicken und nun sagen Sie endlich was Sie an Informationen haben, sonst kündige ich die angefangene Freundschaft.“ Schwor Semir als er mit den Anderen bei der Schutzwohnung angekommen waren. „Meine Kollegen vom LKA werden die Überwachung übernehmen, während wir ermitteln. Ich brauche Ihre Hilfe bei einem gewissen Ignaz Kreuzer. Er soll, so hat mir Van Helsing gesagt, der Drahtzieher sein. Der Obervampir. Wenn wir den haben, dann ist es alles vorbei. Aber wenn es einen Vampirkönig gibt, gibt es auch eine Königin. Und die ist mir unbekannt.“ erklärte Katrin. Semir sah sie nachdenklich an. „Das hießt wir müssen die beiden ausschalten, damit hier wieder Ruhe einkehrt? Wissen Sie… wenn Sie doch so viel über diese Vampire wissen, dann erklären Sie mich doch mal, warum die den Menschen den Kopf abschlagen…“ bat er. „Das ist ganz einfach. Früher wurde den Vampiren ein Pflock ins Herz gejagt, weil dann ein Vampir aus dem Körper fuhr, so die Sage. Die Vampire sagen sich im Gegenzug, das der Kampf eines Vampirjägers im Kopf beginnt. Ist dieser ab, kann es dazu führen, dass der Kampf vergessen wird. Ich weiß es klingt ziemlich dämlich, aber es ist halt so.“ erklärte sie. Semir sah Ben an. Dieser lachte leise. „Was für ein Blödsinn…“ murmelte er nur. Katrin sah ihn in dem Moment an, als er seinen Kopf so drehte, dass die Bisswunden von Jaz zu sehen war. „Oh…Sie scheinen auch bereits Bekanntschaft mit einem Vampir gemacht zu haben. Die Bisswunden deuten darauf hin…“ gab sie sofort von sich und besah sich den Hals. Ben hielt sie fest. „Das war meine Freundin und kein Vampir!“ fauchte er wütend. Katrin sah ihn an. „Sind Sie sich da so sicher? Vielleicht ist sie die Königin..“ mutmaßte sie. Ben sah sie wütend an. „Ich denke nicht, dass Jasmin damit was zu tun hat!“ entgegnete er ihr. „So kommen wir nicht weiter. Wir müssen diesen Kreuzer mal überprüfen. Haben wir ein Bild von ihm?“ wollte Semir wissen. „Ja…aber das ist schon sehr alt. Ich habe ein neues angefordert. Es dürfte in wenigen Tagen hier eintreffen. Bisher war er in Ungarn gewesen und es gibt keine Fotos von ihm. Das ist auch nach der Sage von Vampiren nicht möglich. Genauso wenig wie man sie im Spiegel sieht. Wie ist es bei Ihrer Freundin? Hat sie einen Spiegel?“ wandte sich Katrin an Ben. „Was haben Sie denn damit? Jasmin ist eine Frau! Natürlich hat sie Spiegel in ihrem Bad …“ ranzte Ben sie an.

    Laurence van Helsing sah Frank Goldamen an. „Wir müssen selbst was unternehmen. Diese drei sind den Tod geweiht, wenn die gegen Kreuzer und seine Königin kämpfen. Wir müssen sie beschützen…“ erklärte er. Frank nickte. „Ja nur dazu müssen wir hier raus. Solange die auf uns aufpassen wird es mit Sicherheit nicht funktionieren. Schon darüber nachgedacht, wie wir die Drei loswerden?“ wollte er wissen. Laurence nickte. „Ja… ich habe mir etwas besorgt. Harmlos. Es ist ein Schlafmittel. Aufgelöst in Tee oder Kaffee schaltet es die Gegner für mehrere Stunden aus. Dann haben wir genügend Zeit Kreuzer aufzuspüren. Ich weiß wo er sich versteckt. Unten am Rhein in der Nähe von Siegburg ist eine Höhle. Sie ist normalerweise gesperrt, doch als ich vor sechs Wochen da war, war das Schloss aufgebrochen. Dort sind unsere Feinde zu finden und dort werden wir sie stellen. Direkt in ihrer Höhle.“ Versprach Laurence. „Ja und was wenn die Typen uns zuerst bekommen? Wir wissen nicht was sie mit Laureen gemacht haben. Wir wissen nur das es keine Spielerei ist.“ ermahnte Frank. „Also gut… du hast Angst. Ich weiß es. Frank…dann bleib du hier. Wenn ich nicht wieder komme, dann wirst du die Polizei zu der Höhle führen und gemeinsam mit ihnen zuschlagen. Einverstanden?“ harkte Laurence nach. Frank war einverstanden. „Wann willst du das machen?“ fragte Frank. „Morgen Abend. Ich weiß dass dann Katrin Zinker allein hier ist. Ich habe mitbekommen, dass Jäger und Gerkhan wohl raus gehen. Wir haben es dann mit Zinker und zwei von ihren Leuten zu tun. Alle bekommen Kaffee und dann schlafen sie. Du wirst auf sie aufpassen. Ich bin bald zurück…“ versprach Laurence. Er bereitete sich auf das Wiedersehen mit seinem größten Feind vor. Dass er nicht wiederkommen sollte ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

    Tom kam auf dem Parkplatz an und wartete. Er wusste dass das SEK bereits anwesend war und auf den Einsatz wartete. Doch zunächst wurde die Geduld von Tom auf eine harte Probe gestellt. Denn eine Stunde lang passierte gar nichts. Dann kam ein Wagen auf den Platz gefahren und hielt vor Tom. Er war mit vier Mann besetzt. Einer erkannte er als Shiro. „Wo ist das Video?“ fauchte er ihn an. Tom hob es hoch. „Wo ist mein Kollege?“ wollte er wissen. „Gut aufgehoben…“ lacht Shiro. „Wir tauschen Zug um Zug! Kollege gegen Video!“ forderte Tom. Shiro sah ihn an. „Ich kann ihn auch schreien lassen. Es ist deine Wahl. Also her mit dem Band!“ forderte er zum zweiten Mal. Tom bemerkte dass es keine leere Drohung war und gab ihm das Video. „So und nun ab in das Toilettenhäuschen und bleib da bis ich weg bin!“ warnte der Yakuzaanführer. Tom tat was verlangt wurde und betrat das Häuschen. Er sah aus den Augenwinkeln, dass ein Mann aus dem Wagen stieg. Und als er im Häuschen war, hörte er den Schlüssel drehen. Doch wenig später war Geschrei zu hören. Schüsse fielen. Tom selbst konnte nichts tun und musste warten bis er raus gelassen wurde.

    Semir sah den Mann an, der ihm gerade den Kofferraum zeigte. Auf dem Weg zu dem alten Kombi fand sein Bezwinger Stacheldraht und grinste Semir an. „Das eignet sich doch hervorragend dafür oder?“ lachte er und übereichte seinem Helfer den Draht. Die Männer fesselten seine Hände auf den Rücken. Und sofort spürte er die Stacheln. Doch das interessierte den Männern nicht im Geringsten. Sie banden den Draht fest um die Handgelenke. Semir konnte sich nicht wehren ohne dass die kleinen Stacheln sich in die Haut bohrten. Dennoch versuchte er um sich zu treten, als die Männer ihn in den Kofferraum legten. Sie machten kurzen Prozess. Kenzo selbst legte ihm noch eine Schlinge aus dem Draht um den Hals und verband diese mit den Handfesseln. „Nur zur Sicherheit… wünsche einen netten Aufenthalt. Ach so… ich vergaß zu erwähnen, dass die Wagen spätestens morgen in der Presse landen. Damit du auch dein Ende sehen kannst, habe ich den Wagen sehr gut präpariert… Sieh mal… der Deckel sieht aus wie normal oder? Aber der ist es nicht… das Blech ist mit einer kleinen Schicht belegt… und eigentlich aus Plexiglas. Einseitig durchsichtig… von deiner Seite. Du kannst also alles sehen… Und da ich nicht will, dass du vorher um Hilfe schreist bekommst du von mir noch einen kleinen Verband angelegt…“ höhne sein Peiniger und holte eine Binde hervor. Er wickelte sie um Semirs Mund und Kopf. Dass er dabei dafür sorgte, dass sich die Stacheln auch in den Hals bohrten, interessierte ihn nicht. Wenig später lief bereits etwas Blut aus den Stichwunden. Dann schlug er den Deckel zu und Semir kam es vor, als läge er in einem Sarg..

    Tom wurde aus dem Häuschen geholt. „Und?“ fragte er den SEK-Beamten. „Wir konnten zwei Mann festnehmen, einer ist tot. Er hat sich er Verhaftung widersetzt.“ erklärte der Mann. „Wo ist der Tote?“ harkte Tom nach. „Dort hinten..“ wies der Mann in die entsprechende Richtung und Tom ging hin. Er nahm die Plane hoch. Es war Shiro der dort lag. „Tja… damit ist die Sache klar. Wo sind die Anderen?“ fragte er weiter. „Im Wagen. Sie schwiegen eisern.“ Gab der Kollege bekannt. Tom ging trotzdem hin. „Wo ist mein Kollege?“ fragte er scharf. Doch die Japaner sahen ihn nur höhnisch an. „Sie können Pluspunkte sammeln wenn Sie es mir verraten…“ versuchte er. Doch die Männer grinsten nur. Tom sah ein, dass es keine Möglichkeit gab Semir so zu finden. Er fuhr zur PAST zurück und ging sofort zu Andrea. „Hast du welche gefunden?“ wollte er sofort wissen. „Ja…sechs Plätze sollen geräumt werden. Und zwar auf Grund dass dort vermehrt Ratten aufgetreten sind. Und da die Stadt wieder kurz vor der Wahl steht, wollen die Obersten natürlich was Gutes tun. Die wollen schon morgen früh anfangen…“ sagte Andrea und reichte ihm eine Liste. „Ist die Chefin schon dabei die einstweilige Verfügung zu erwirken?“ wollte er weiter wissen. „Ja.. sie hat bereits alle. Du sollst zu ihr kommen.“ Antwortete Andrea. Tom sah sie fest an. „Du hast Angst nicht wahr?“ fragte er. „Ja.. sehr große Angst. Tom… was wenn wir ihn nicht rechtzeitig finden? Ich meine es gibt nicht nur ein Auto dort auf dem Schrottplatz. Was wenn er schon…?“ kam von ihr. „Nur keine Sorge… wir finden ihn.“ Lächelte Tom zuversichtlich und drehte sich um. Er ging in Richtung Büro von Anna und sah sie noch einmal an. „Aber weißt du was? Wir könnten Hilfe gebrauchen. Was meinst du… Daniela und Johannes? Sie wird Semir auf jeden Fall finden…“ schlug er vor. Andrea nickte heftig und hing schon am Telefon. Als sie Daniela darüber informierte für welchen Zweck sie Johannes benötigte war Daniela sofort bereit zu helfen.

    „Sie sind sich sicher, dass Semir festgehalten wird?“ fragte Anna zweifelnd. „Ja… wir haben nicht viel Zeit. Hotaru hat gehört wie ihr Onkel davon sprach, dass er in eine Presse auf dem Schrottplatz landen soll. Wir müssen so schnell wie möglich handeln. Dieser Kerle sind zu allem bereit. Andrea sucht bereits die Plätze raus, die von der Reinigung betroffen sind. Chefin… wir haben nicht viel Zeit. Sie müssen eine einstweilige Verfügung erwirken dass die Säuberung eingestellt wird. Bitte… nur so können wir Zeit gewinne.“ Redete Tom auf Anna ein. „Das werde ich auch tun. Sie werden das Video nehmen und zur Übergabe fahren. Ich werde das SEK informieren. Wir werden zuschlagen sobald Sie aus der Schusslinie sind. Hoffen wir, dass sie Semir zum Austausch mitbringen.“ betete Anna. Tom sah sie an. „ist noch was?“ wollte sie deshalb wissen. „Chefin… ich will lieber Semir suchen, als auf diesem Autobahnrastplatz auf einen Unbekannten warten.“ gab Tom zu bedenken. „Tom… wenn Sie dort nicht auftauchen, dann werden diese Leute Semir vermutlich sofort umbringen. Fahren Sie und vertrauen Sie mir. So wie früher… bitte.“ kam von Anna. Tom nickte.

    Semir sah den Mann an, der vor ihm stand und Freude daran hatte ihn zu verhöhnen. „So…du bist fertig und nun werde ich dir den Ort zeigen an dem du sterben wirst.“ Lachte der Mann und löste die Ketten. Auf diesen Augenblick hatte Semir gewartet. Als der Mann nicht damit rechnete trat er zu. Ein Aufschrei zeigte ihm, dass er genau getroffen hatte. Semir sprang auf und rannte aus dem Bauwagen auf den Platz. Er wollte nur weg. Doch nur wenige Meter später sah er, dass es nicht einfach werden würde, denn es kamen vier Mann mit zwei Hunden zu ihnen. Sie sahen ihn und ließen die Hunde los. Semir wusste genau, dass er keine Chance gegen die Tiere hatte aber er versuchte es trotzdem. Wenn er sich in einen der Wagen versteckte wäre es möglich zu entkommen. Doch bevor er auch nur die Wagenstapel erreichte sprang einer der Hunde ihn in den Rücken. Semir kam zu Fall und wolle sich umdrehen, als er den heißen Atem des Tieres in seinem Nacken spürte. Ein Knurren sagte ihm, dass es besser wäre, wenn er sich nicht bewegte. Und so versteifte er sich. „Aus Arko!!“ hörte er einen Mann schreien. Der Hund wurde weg gezogen und Semir drehte sich langsam um. Doch das erste was er sah, waren die Waffen die auf ihn gerichtet wurden. Nun kam auch der Mann aus dem Bauwagen dazu.

    Kenzo sah wütend auf den am Boden liegenden Mann. „Das war ein sehr großer Fehler…“ fauchte er Semir an und zog ihn hoch. Semir versuchte sich loszureißen, doch es klappte nicht. Kenzo presste ihn die Waffe unters Kinn. „Ich denke ich sollte dir mal zeigen wie man sich benimmt.“ Fauchte er wütend und zerrte Semir über den Platz zum Kran. „Macht ihn fest!“ befahl Kenzo und stieß Semir zu Boden. Seine Helfershelfer griffen die Handgelenke und banden Semir am Kran fest. Seine Fußgelenke wurden an einem Auto festgemacht. „Fahrt den Kran hoch!!“ befahl er. „NEIN!!“ stieß Semir aus. Erwusste genau was nun folgen sollte. Nur wenig später spürte er den Zug in den Armen. Lange würde er das nicht aushalten. Zehn Minuten später schrie er wie am Spieß, weil der Zug in Armen und Beinen nicht auszuhalten war. Kenzo hatte ein Einsehen und ließ ihn wieder runter. „Noch einmal wirst du dich nicht wehren… So und nun kommst du in deinen Sarg…“ lachte er und zerrte Semir auf die Beine. Dieser konnte kaum laufen. Dennoch hatte Kenzo kein Mitleid mit ihm.

    Dieser saß etwas geknickt in seinem Wohnzimmer und sah auf das Bild von Hotaru und ihm. Es klingelte und er ging zur Tür. Hotaru sah ihn mit verweinten Augen an. „Tom…. Du hattest Recht… Mein Onkel steckt hinter dem Verschwinden von Semir. Ich habe gehört wie er etwas von Schrottplatz sagte, aber ich weiß nicht welcher. Ich weiß nur, dass er geräumt werden soll…“ weinte sie und fiel ihm in die Arme. Er hob langsam die Hand und streichelte ihren Kopf. „Ist ja gut… Hotaru…ich weiß dass es sehr schwer ist. Weißt du wo dieser Schrottplatz sein könnte?“ wollte Tom wissen. „Nein… Tom es ist so schrecklich… ich habe mich so getäuscht…“ weinte sie. „Also gut… ich nehme an, dass dieser Mann den du gesehen hast mich anrufen wird. Er wird dann die Videos fordern….im Austausch gegen Semir. Hast du den Mann mit dem Gesicht gesehen?“ wollte Tom wissen. „Nein… er stand mit dem Rücken zum Fenster. Ich hatte Angst, das Shiro mich bemerkt, aber er war im Gespräch vertieft. Als ich hörte, was er sagte, dass er Semir töten lassen will…da bin ich hier her. Tom…entschuldige dass ich dir nicht glauben wollte. Meine arme Tante… sie wurde immer von ihm unterdrückt und…nun wird sie allein sein..“ kam traurig von ihr. „Sie hat dich… du musst dich dann um sie kümmern.“ lächelte Tom sanft. Hotaru nickte. „Ja… das werde ich auch. Was machen wir denn jetzt?“ fragte sie leise. „Wir werden zunächst warten, bis der Mann anruft. Bis dahin habe ich die Kollegen informiert und die können dann einen Zugriff planen. Allerdings befürchte ich, das Semir bis dahin in der Presse gelandet ist… wir müssen herausfinden…sagtest du, dass es ein Schrottplatz ist, der geschlossen werden soll?“ harkte Tom plötzlich nach. „Ja…das sagte mein Onkel… die wollen den Schrottplatz säubern…“ nickte Hotaru.

    Semir wachte am nächsten Morgen auf. Sein Magen knurrte, doch es schien seinen Kidnappern nicht zu interessieren. Niemand kümmerte sich um ihn. „Hallo?!“ rief er laut. Es kam keine Antwort. Die kleinen Fenster des Bauwagens waren von außen zugemacht worden. Er konnte nichts erkennen. Lediglich die Uhr zeigte ihm, dass es morgens war. Super….nicht mal Frühstück…dachte er bei sich. Es vergingen einige weitere Stunden die ihm die Übelkeit plagte als der Wagen endlich geöffnet wurde. Semir sah gespannt zur Tür. Der Mann trug eine Maske und sah ihn höhnisch an. „So… und nun werden wir mal deinen Freund anrufen. Wie ist die Nummer?“ forderte der Mann. Semir nannte sie ihm. Nur wenig später hatte er das Handy am Ohr und die Waffe am Kopf. „Einen falschen Ton und du bist gewesen!“ warnte ihn der Mann. Semir nickte vorsichtig und hoffte dass der Mann keinen nervösen Zeigefinger hatte. Als Tom sich meldete schloss er erleichtert die Augen. „Tom…ich bin’s…die wollen die Videos haben…“ sagte er lediglich und sah zu seinem Bewachter. „Semir! Wo bist du? Wohin soll ich …“ hörte Semir von Tom, doch schon nahm der Mann das Handy weg. „Hör mir genau zu! Ich will das Video im Original und alle Kopien die ihr habt. Keine Tricks! Sobald ich mich davon überzeugen konnte dass es das richtige Video ist, darfst du deinen Freund abholen! In vier Stunden am Rastplatz an der A1 Km 196 und keine weiteren Kollegen!“ warnte er Tom. Semir schüttelte nur den Kopf. Der Mann beendete das Gespräch. „Das war sein weise von dir. Dafür darfst du nun auch etwas essen.“ Lachte er und warf Semir eine Mc-Donalds-Tüte zu. Es waren zwei Hamburger und eine Cola drin. Ein tolles Frühstück….dachte Semir sich nur.

    Semir war erschrocken, als der Wagen ihn rammte. Er hatte aller Hand zu tun um den Wagen nicht ausbrechen zu lassen. „Verdammt….spinnst du?“ schrie er wütend. „SEMIR!!“ hörte er über Funk Ben schreien. „Ben!! Hilf mir!!“ stieß er aus. „Schon da… ich bin gleich bei dir!!“ gab sein Kollege durch. Wieder rammte der Wagen Semir, der nun die Ausfahrt passierte. Nur mit Mühe gelang es ihm den Wagen nicht abdriften zu lassen. Die Fahrt endete auf dem Grünstreifen. Semir ging in die Bremsen und hoffe so seinen Gegner auszubremsen, doch der ließ sich nicht so einfach ins Boxhorn jagen. Er bremste gleichzeitig und rammte Semir auf die Wiese. Semir hob seine Arme um sein Gesicht zu schützen, als der Wagen ausbrach. Zum Glück überschlug er sich nicht. Dennoch war er etwas benommen, als der BMW endlich zum stehen kam. Die Tür öffnete sich und Semir spürte den Luftzug. Doch bevor er rausgezogen wurde hörte er wie durch Watte Ben schreien. „SEMIR!!!“ hörte er. Nur wenig später fluchte jemand. „Ganz ruhig…ich hol dich raus…bist du okay?“ wollte Ben sekundenspäter wissen. „ich glaub schon….oh verdammt….wenn ich den Mistkerl bekomme…“ stieß Semir wütend aus. „Langsam….du scheinst doch was abbekommen zu haben…du blutest..“ sagte Ben leise und ließ Semir erst einmal auf die Wiese nieder. „Bleib liegen…der Arzt kommt gleich…“ bat Ben. Semir nickte nur. „Was für ein Spinner war das….?“ fragte er. „Keine Ahnung, aber ich habe das Kennzeichen. Ah…jemand hat die Kollegen informiert. Der Arzt ist auch da. Bist du sonst verletzt?“ kam von Ben. „Nein….schon gut…“ wiegelte Semir ab. Er griff sich an die Stirn. „Ben….wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann hat der Kerl der mich gerammt hat das Blut regelrecht abgeleckt…“ stieß Semir aus.

    Wenig später saßen sie am Straßenrand. „Warum bist du eigentlich hinter mir her?“ fragte Semir, den ein Pflaster auf der Stirn zierte. „Ich wollte mich entschuldigen. Ich meine…es war blöd wie ich reagiert habe. Aber diese Zinker geht mir dermaßen auf den Keks mit ihrer Vampirstory… Ich glaube nicht an diesem Quatsch..“ erklärte Ben. „Na zumindest danke ich dir… du hast mir das Leben gerettet. Wer weiß was der Kerl von mir wollte.“ Meinte Semir nachdenklich. „Der Wagen wird gecheckt. Ich denke wir werden mit dem Kennzeichen was anfangen können.“ Kam von Ben, als sein Handy klingelte. „Ah.. Susanne…“ meldete er sich. „Hab ich mir schon gedacht. Danke dir…“ kam na wenigen Augenblicken. „Tja… das Kennzeichen ist gestohlen… wäre ja auch zu einfach gewesen. Hast du den Kerl denn gesehen?“ wollte er von Semir wissen. „Nein… ich war ziemlich benommen. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich ihm schon einmal begegnet bin.“ kam nachdenklich von Semir. „Also gut… ich fahre dich jetzt nach Hause. Die Spurensicherung wird dein Auto abholen, das ist mal wieder nicht Einsatzbereit. Aber du hast auch Glück…ich kann bezeugen, dass du nichts dafür kannst. Diesmal nicht…“ lachte Ben. Der Streit zwischen den Beiden war erledigt. Semir war froh, dass er zur rechten Zeit zur Stelle war. „Also gut… morgen früh um neun… ich hole dich ab und versuche auch pünktlich zu sein.“ verabschiedete Ben sich vor Semirs Haustüre. Nur wenig später war auch er zuhause. Ben ging die Stufen zu seiner Wohnung hoch und blieb kurz vor Jaz Wohnung stehen. Er klingelte. „Hallo schöne Frau…“ sagte er, als sie öffnete. „Ben… schön das du kommst. Komm rein…“ säuselte sie. Er küsste sie innig. Dass sie dabei stürmischer war und ihn in die Lippe biss, spürte er zwar, aber er fand es auch verführerisch. „Lass mir noch etwas von der Lippe dran…“ nuschelte er, während sie sich an den Lippen festsaugte. „Ich liebe dich Ben…“ kam von ihr. Schnell war der Abend vergangen. Sie lag wenige Minuten im Bett. Der Rest der Nacht bleibt das Geheimnis der Beiden.

    Katrin saß noch im Büro der Autobahnpolizei und sah sich Fotos an. Sie hatte den beiden Beamten verschwiegen, was sie von van Helsing erfahren hatte. Ignaz Kreuzer soll der Strippenzieher in der Vampirszene sein. Genau wie sie es schon die ganze Zeit vermutete. Er hatte zur Jagd auf den Mann geblasen bis die Morde geschahen. Nach Angaben von van Helsing ließ Ignaz die Anderen deshalb töten weil die Vorfahren mit den Vampirjägern gemeinsame Sache gemacht hatten. Sie war gewillt es zu glauben, doch gegen Ignaz Kreuzer lag nichts vor. Das einzige was er gemacht hatte, war gegen die Geschwindigkeit zu verstoßen. Sie sah sich das Gesicht an. Irgendwie machte es ihr Angst als sie dann die Verstöße gegen die Geschwindigkeit las fiel auf, dass es meistens in den Regionen bzw. Städten waren, wo auch die Morde passiert waren. War das der erste Hinweis? War dieser Kreuzer tatsächlich der Drahtzieher? Katrin rieb sich die Augen. „Warum machen Sie nicht auch Feierabend?“ riss sie eine Stimme aus den Gedanken. „Frau Krüger… Sie sind auch noch hier?“ fragte sie erschrocken. „Ja sicher… Kommen Sie… ich fahre Sie in Ihr Hotel…“ lächelte Kim Krüger sie an. „Danke…ich bin ziemlich müde..“ gab Katrin zu. Gemeinsam verließen die Frauen die PAST. Kim setzte sie vor dem Ambassador in Köln ab und fuhr anschließend ab. Katrin sah ihr nach. Müde ging sie auf ihr Zimmer und ließ sich ins Bett fallen. Doch wirklich Ruhe fand sie nicht. Sie dachte an Kreuzer. Was wenn er wirklich ein Vampir war? Wie konnte man ihm das beweisen? Er musste sich irgendwie verraten. Und dann hatte sie die Idee. Diese Laureen Seward wurde doch von einem Taxi abgeholt, was wenn der Taxifahrer dieser Kreuzer war? Sie brauche ein Bild und dann würde sie morgen früh vor dem Dienst zu der Nachbarin fahren und ihr das bild zeigen. Bisher war die Suche nach dem Taxi ohne Ergebnis geblieben. Keines der Taxen in Köln hatte eine Fahrt in der Straße wo Laureen wohnte.

    Semir schloss die Tür auf. Sein Blick fiel auf seine verbundene Hand und er dachte, das wird sicher einer der schönen Verwöhnabende seiner Frau. Als er die Tür wieder schloss kam Andrea schon zur Tür. „Hallo Schatz…“ sagte sie. Sofort fiel der Blick auf seine Hand und auch auf das Pflaster an der Stirn. „Semir! Was ist passiert?“ fragte sie sofort. „Das…ach das ist nichts… nicht der Rede wert…tut etwas weh, aber…ich… also…ist nur ne kleine Wunde…“ redete er sich raus. Andrea sah ihn mahnend an. „Semir… wie ist das passiert?“ wollte sie wissen. „Ähm… das war…eine Festnahme… Der Kerl hatte Ben als Geisel und ihn anschließend nieder geschlagen. Ich musste hinter ihm her rennen und wir haben dann gekämpft und…er hatte ein Messer in der Hand… ja…ein Messer.. das hat mir dann die Haut etwas aufgeritzt…ist aber wirklich nicht so schlimm… tut nur etwas weh…“ erzählte er. „Hat er dich mit dem Messer verletzt? Musste die Wunde genäht werden?“ harkte Andrea nach. „Nein…. So schlimm war das nicht…“ wiegelte er ab. „Dann ist ja gut. Und wie geht es Ben?“ fragte sie nach. „Dem geht es sehr gut… nur ne Beule am Kopf.“ meinte Semir nur. „Ist er im Krankenhaus gewesen? Ich meine, wenn er niedergeschlagen wurde ist eine Gehirnerschütterung nicht ausgeschlossen oder?“ kam von ihr. „Nein… er wollte nicht ins Krankenhaus. Ich bin todmüde….“ stöhnte Semir. Andrea nickte. „Mein armer Held. Hast du heute mal wieder die Welt gerettet und keiner wollte es hören…na komm ich massiere dich etwas und dann schlafen wir.“ gurrte Andrea und lächelte leicht. „Warum lachst du denn?“ fragte Semir nach. „Du…nichts… ich habe nur gute Laune…“ entgegnete Andrea ihn. Semir nickte. Er verschwieg seiner Frau allerdings was auf der Autobahn passiert war. Bisher wusste er nicht was der Hintergrund war und bevor er sich nicht sicher war, wollte er das nicht an die große Glocke hängen. Auch für Familie Gerkhan endete der Abend.

    So nachdem endlich die Probleme mit er Quotenberechnung behoben sind hier das ERgebniss der gestrigen Folge.

    Insgesamt schauten 4,35 Mio Alarm für Cobra 11. in der Werberelevanten Gruppe waren das 2,28 Mio. was RTL einen Marktanteil von 19,2 % einbrachte...


    Lt. Quotenmeter war die action Concept-Produktion somit die meistgesehene RTL-Sendung des Tages.

    Na das ist doch was :D:D:D

    „Mensch Ben…was ist denn mit dir los? Du benimmst dich wie so ein Schuljunge dem sie das Pausenbrot wegnehmen. Ich finde Frau Zinker hat Recht. Das Leben von den beiden Jungs ist wirklich in Gefahr. Mach dir einen schönen Abend mit Jasmin und gut ist. Ich hole dich morgen früh ab, okay?“ wollte Semir wissen und hielt vor Bens Wohnung an. „Also gut… die Zinker geht mir trotzdem auf den Zeiger. Sie tut so als wisse sie alles Besser und wir wären nur Idioten. Das ist doch wohl der absolute Mist… wir sind auch Hauptkommissare und können Entscheidungen treffen…“ maulte Ben. „Ach da drückt der Schuh…. Ben… wir arbeiten mit ihr zusammen. Vielleicht ist ja wirklich was dran an dieser Story. Warten wir doch einfach mal ab, was passiert.“ schlug Semir vor. „Du kriechst ihr in den Hintern und findest es auch noch gut, was sie da von sich gibt? Man wir sind doch keine Lehrlinge…“ stieß Ben wütend aus. „Ben!! Nun warte doch mal!!“ schrie Semir wütend. Er verstand seinen jungen Kollegen nicht. „Dann eben nicht!“ fauchte er wütend und verließ vor Ben noch das Gebäude. Er warf sich in sein BMW und fuhr mit kreischenden Reifen ab. „Semir!!“ rief Ben hinterher, der wohl einsah, dass sein Kollege nicht ganz Unrecht hatte. Doch er sah nur Semirs Wagen um die Ecke verschwinden. „Scheiße…“ fluchte er und steig nun in seinen Wagen. So konnte er Semir nicht fahren lassen. Vor der Haustüre würde er ihn um Entschuldigung bitten. Er versuchte Semir einzuholen. Auf der Autobahn sah er Semir dann vor ihm. Dazwischen waren nur zwei Wagen. „Hey.. Semir…komm schon…ich wollte dich nicht….so missachten..“ bat er über Funk. Doch von Semir kam nichts. So ein Starrkopf…dachte Ben und überholte den ersten Wagen, doch nun geschah etwas Sonderbares. Der Wagen der direkt hinter Semir fuhr, überholte diesen und rammte ihn in Richtung Abfahrt. „SEMIR!!“ schrie Ben in den Funk. Er sah wie der Wagen seines Kollegen auf die Abfahrt gedrängt wurde.

    Ignaz sah den BMW und hängte sich sofort an. Wenig später war er auf gleicher Höhe und rammte ihn in Richtung Abfahrt. Doch der Kerl schien sehr gut fahren zu können. Er lenkte gegen. Ignaz hörte das Blech kreischen. Er lachte leise und sah zum Insassen des BMWs. Dieser schien etwas geschockt zu sein. Dann hatte er es geschafft. Der Fahrer riss die Hände hoch und schütze sein Gesicht. Der BMW rauschte auf die Wiese. Nun musste Ignaz nur schnell handeln. Er hielt seinen Geländewagen direkt neben dem BMW und sprang aus dem Auto. Nun musste es schnell gehen, bevor jemand darauf kam zu helfen. Ignaz rannte zum BMW und riss wollte die Fahrertür aufreißen, doch die war verformt. Verdammt, dachte Ignaz und rannte um den Wagen herum. Von hier kam er zwar schwerer an den Mann heran, aber das wird schon. Bevor er ihn jedoch aus dem Wagen holen konnte hörte er das Quietschen und sah in die Richtung der Straße. Verdammt….dachte er. Ein Autofahrer schien aufmerksam geworden zu sein. Er kam direkt zum Wagen und würde sicher gleich hier sein. Ignaz sah, dass der Fahrer blutete. Er ging mit seinem Finger über die Wunde und nahm etwas Blut auf. Dann verschwand der Finger in seinem Mund. Nur wenig später saß er wieder in seinem Geländewagen und raste davon.

    Hotaru lag in Toms Armen. „Was ist denn?“ fragte sie müde, als Tom sich von ihr löste. „Semir ist verschwunden. Ich vermute, es hat was mit dem Mord zu tun und mit deinem Onkel…“ erklärte er. Hotaru sah ihn an. „Das ist doch wohl nicht dein Ernst. Wir waren doch bei ihm! Was soll das denn?“ fauchte sie ihn plötzlich wütend an. „Hotaru…ich weiß dass du es nicht hören willst. Aber wenn dein Onkel tatsächlich zu den Verbrechern gehört, dann …“ erklärte Tom sachlich und streichelte ihr Gesicht. „Hat er aber nicht!“ schrie sie wütend und befreite sich von ihm. „Hotaru…bitte…wo willst du denn hin?“ versuchte Tom sie zu beruhigen. „Ich fahre nach Hause!“ fauchte sie, zog sich an und verschwand. „Hotaru! Warte doch!!“ rief Tom ihr hinterher, doch schon knallte die Tür. „Scheiße….“ stieß Tom aus, zog sich an und versuchte Hotaru einzuholen. Doch er sah nur noch wie sie in die Straßenbahn einstieg. „Hotaru!!“ rief er ihr nach. Sie hörte nicht mehr.

    Hotaru saß in der Bahn und putzte sich ihre Träne weg. Wie konnte Tom denn nur denken, dass Onkel Shiro dahinter steckte. Wie sollte das denn gehen. Wir waren doch zum Essen bei ihm und er hatte den Raum nicht einmal verlassen. Wie konnte er dann mit dem Verschwinden von Semir was zu tun haben? Hotaru war fest davon überzeugt, dass ihr Onkel unschuldig war. Sie stieg an der Endhaltestelle aus. „Hotaru!!“ hörte sie Tom rufen. Sie drehte sich zu ihm um. „Hör mir doch einen Augenblick zu…bitte…“ flehte er. „Gut… rede!“ forderte sie ihn auf. „Hör zu…ich weiß genau, dass du es nicht glauben willst, aber dein Onkel gehört der Yakuzza an, er ist sogar der Kopf von ihnen hier in Deutschland. Er erpresst die Restaurantbesitzer und kassiert Schutzgeld ab. Deswegen mussten bereits ein Restaurantbesitzer und ein Reporter sterben. Die Männer haben eine alte Frau geschlagen. Ihre Katze getötet. Willst du das alles leugnen?“ fragte Tom. Hotaru sah ihn an. Sie weinte leise. Tom nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. „Ich weiß dass es schwer ist..“ tröstete er sie. Doch sie stieß ihn von sich. „Nein!! Er ist kein Verbrecher. Lass mich in Ruhe!! Ich will dich nie wieder sehen Tom Kranich!!“ schrie sie und lief in den Garten ihres Onkels. Tom stand wie ein begossener Pudel auf der Straße und sah ihr nach. „Verdammt…“ fluchte er und stieg in sein Wagen.

    Hotaru ging durch den Garten. Es war ja doch recht spät und sie wollte nicht klingeln. Also ging sie zur Hintertür. Doch als sie sie öffnen wollte, sah sie ihren Onkel und noch einen Mann sprechen. Sie sah diesen nur von hinten und tat das was ihr eigentlich verboten war. Sie lauschte. Die Männer sprachen japanisch. „Wo ist er jetzt?“ fragte ihr Onkel. „Wir haben ihn auf dem Schrottplatz untergebracht. Dort kann er schreien wie er will. Niemand hört ihn.“ gab der andere Mann von sich. „Morgen wird er Kranich anrufen und die Videos fordern. Anschließend steckt ihn in eines der Autos und fahrt zum Treffpunkt. Sobald der Schrottplatz von der Stadt gesäubert wurde, findet man nichts mehr von unserem kleinen Freund.“ Antwortete ihr Onkel. Hotaru schloss die Augen. Also hatte Tom doch recht. Ihr Onkel war ein Verbrecher… ein Mörder… ein Erpresser…dachte sie bei sich und schlich sich wieder aus dem Garten. Sie musste Tom warnen und sagen, wo Semir ist. Aber welcher Schrottplatz? Welchen konnte ihr Onkel meinen. Vielleicht steht Tom noch vor dem Haus? Hotaru rannte aus dem Garten, aber Tom war nicht mehr zu sehen. Sie winkte sich ein Taxi heran und ließ sich zu Tom fahren.

    Das Kartell

    Oh….das war ja wohl brenzlig. Aber das es sich zuspitzt war doch wohl klar… das ist Cobra und dort passieren halt auch die unvorhergesehenen Dinge vorhersehbar waren. Ich fand die Folge einfach klasse.

    Waren das geile Autos…. Einfach genial. Der rote gefiel mir schon sehr. Und Semir mit seinen super Kenntnissen in Sachen Drogen.. klar doch…der Stund genial….die Drogen pusten das Hirn weg. stimmt….. tja und wenn die beiden dann schon was anfangen, dann bitte auch dir richtigen Klamotten… und natürlich das richtige Auto….Ferrari…jap… war doch wohl klar, dass die sich den aussuchen.

    Ach der ordnungsliebende Semir…ordentlich gefaltet und dann an Ben…und was macht der?? Der wirft das Zeug einfach in den Schrank…. Genial…der hätte was von mir gehört…

    Boah…mir blieb mein Herz stehen, als Semir auf Ben zielte und abdrückte….Mann…..das ist doch wohl….whow…. und was dann man das geht nicht.. Spannung pur… Ich dachte es ist vorbei. Die Nachrichten zeigen Bilder von den Beiden.. Das war es dann…aber nee… es geht noch besser. Da stellt sich doch die Gangsterbraut ebenfalls als Polizistin raus… whow… das ist doch super…


    Mein Fazit.. die Folge kann man wie auch den Piloten mehr als einmal sehen….

    22.10. 09 Rhein in Flammen

    Semir und Ben fahren nicht nur ihre eigenen Dienstwagen zu Schrott - sondern auch den ihrer Chefin. Die Konsequenz: Unsere Helden werden zu einem Einsatz bei der Wasserschutzpolizei verdonnert. Zusammen mit der Polizeibootsführerin Conny (Jasmin Gerat) jagen Ben und Semir auf dem Rhein Bombenlegern hinterher, die eine große Düsseldorfer Reederei erpressen. Ben verliebt sich Hals über Kopf in seine neue Vorgesetzte - nicht ahnend, dass Connys Ex-Mann (Tobias Kay) mit den Bombenlegern zusammen arbeitet. Aber nicht nur, dass Conny sich zwischen Ben und ihrem Ex entscheiden muss, bereitet unseren Helden Kopfzerbrechen - sondern auch die Erkenntnis, dass die Erpresser mit ihren Bombendrohungen ein ganz anderes Ziel verfolgen!

    Ignaz saß bei Jasmin in der Wohnung. „Und…wie weit bist du mit deinem Freund?“ wollte er wissen. „Es geht so langsam voran. Aber ich bin mir nicht so sicher, ob ich ihn überhaupt noch will. Gut er sieht toll aus aber er ist ein Bulle. Und Polizisten sind nicht gerade unsere Freunde. Was wenn er herausfindet, dass ich nicht so bin wie er? Was wenn er….?“ Kam etwas ängstlich von ihr. Es klingelte an der Tür. „ Hier… dein Drink…wohl temperiert…“ lächelte sie und reichte ihm ein Glas mit Blut hin. „Der Lebenssaft von unserem Feind?“ lachte er. Sie nickte. „Ja frisch gezapft…“ gab sie zu. „Sehr gut.“ lobte er sie. Jasmin ging zur Tür und öffnete. „Hallo Ben….“ Rief sie freudig aus, als sie sah wer dort stand. „Hallo Jaz… ich wollte nur sicher gehen, dass wir uns heute Abend sehen und…ach so… mein Kollege… Semir Gerkhan…“ stellte Ben seinen Partner vor. Jasmin reichte dem Mann die Hand. „Hallo….ich bin Jaz..“ lächelte sie. „Semir…“ gab dieser zurück. „Ich würde euch gern rein lassen, aber ich habe gerade Besuch. Ben… Heute Abend um sechs?“ wollte sie wissen. „Ja ganz sicher…versprochen…“ nickte der Angesprochene. Sie umarmte ihn und gab ihm einen Kuss. „Ich freu mich schon… War nett Sie kennen zu lernen, Semir…“ verabschiedete sie sich von dem Partner. Die Beiden verschwanden und sie schloss die Tür. „Und?“ fragte Ignaz. „Ich werde mein Bestes geben. Du solltest auch gehen. Nicht das uns unsere Feinde aufspüren oder sonst was…“ schlug sie vor. Ignaz nickte. „Ich nehme den Hinterausgang..“ lächelte er. Auch er gab ihr einen Kuss und verschwand anschließend über die Feuertreppe. Auf der Straße stieß er mit zwei Männern zusammen. Mit dem Kleineren ging er zu Boden. „Entschuldigung…“ murmelte er. „Kein Problem… ich hab nicht aufgepasst…“ lächelte sein Opfer. Dass dieser sich leicht verletzt hatte und aus einer Abschürfung blutete bemerkte er scheinbar nicht. Dafür sah Ignaz dies. Er griff die Hand des Mannes und fuhr mit den Fingern über die Wunde. „Ich hoffe es ist nicht so schlimm…“ murmelte er und verschwand.

    „Was war das denn für ein Kauz?“ wunderte Semir sich und ließ die Wunde von Ben behandeln. „Ein kleiner Idiot scheinbar. Na dann wollen wir mal die nette Frau Zinker abholen. Mal sehen ob sie noch was erfahren hat, was uns weiterhilft. Von diesen Verrückten da…“ lachte Ben und stieg ein. „Tja… und wieder eine Narbe…von einem extrem gefährlichen Einsatz…“ grinste Semir und hob seine verbundene Hand hoch. „Extrem gefährlich? Semir… du bist mit einem Mann zusammen gestoßen und hast dir eine Schürfwunde eingehandelt. Wo war das bitte gefährlich?“ wollte Ben wissen. „Na komm…. Du und ich wissen das es so war und du wirst das ja wohl nicht verraten…oder?“ lachte Semir. „Du willst doch nur von Andrea wieder bevorzugt behandelt werden. Was willst du denn erzählen?“ wollte Ben wissen. „Oh…also ich dachte mir dass ich es sehr spannend mache…. Eine Verfolgungsjagd auf der Autobahn, wie so üblich und dann….als wir den Kerl verhaften wollten, hatte er dich plötzlich als Geisel. Ich musste schießen ganz knapp an dich vorbei. Der Kerl ließ dich frei, schlug dich dabei nieder. Ich bin ihm dann gefolgt und….wir haben und einen erbitterten Kampf geliefert und dabei hab ich mich dann verletzt. Aber ich konnte den Kerl stellen…“ erklärte Semir. Ben lachte. „Warum sagst du ihr nicht einfach, dass du hingefallen bist?“ wollte er wissen. „Nee… ist doch langweilig…na los… ab zu Zinker..“ lachte Semir leise. Schnell war der Vorfall vergessen. Sie fuhren zu Katrin zurück die bereits sehnsüchtig auf die Kommissare warteten. „Na endlich…und was gefunden?“ wollte sie wissen. „Nein… es sieht ganz so aus, als sei sie abgefahren. Eine Nachbarin hat gesehen wie sie in ein altes Taxi stieg. Ich habe unsere Sekretärin bereits beauftragt alle Taxizentralen anzurufen um herauszufinden wohin sie gefahren ist.“ erklärte Semir als sie bei ihr waren. „Sie wollte hier her…“ sagte Katrin nur. „Das hat mir Herr van Helsing gesagt. Alles Weitere werden wir in der Wache besprechen.“ hängte sie an.

    Laurence van Helsing und Frank Godalmen warteten auf Laureen. Doch sie kam nicht. „Sie hat bestimmt Angst bekommen. Vielleicht nimmt sie einen Flieger um den Fängen unserer Feinde zu entkommen?“ mutmaßte Frank. „Das denke ich weniger. Sie hatte Angst das ist richtig, aber sie hörte sich nicht so an, als habe sie Angst. Klar….durch Jonas Tod ist uns allen klar, dass die Gegner nicht zu unterschätzen sind, aber….“ Versuchte Laurence zu erklären als ein BMW vor ihm hielt. Erstaunt sah er Frank an. „Kennst du die?“ wollte dieser wissen. Laurence verneinte und wartete auf die drei Personen die gerade ausstiegen. „Sind Sie Laurence van Helsing?“ fragte die Frau. Laurence nickte. „Katrin Zinker, LKA das sind Semir Gerkhan und Ben Jäger von der Kripo Autobahn. Könnten wir Sie einen Augenblick sprechen?“ bat die Frau. Laurence nickte. „Ja sicher um was geht es denn? Bin ich zu schnell gefahren?“ wollte er wissen und versuchte seine Unsicherheit zu verbergen. „Sie wissen sicherlich, dass Herr Härker tot aufgefunden wurde. Er starb auf übler Weise und…“ fing die Frau an zu erklären. Laurence nickte. „sie waren es…“ sagte er leise. „Wer ist Sie?“ harkte der Kleinere der Polizisten nach. „Die Vampire….sie haben uns den Kampf angesagt.“ erklärte Laurence. „Vampire? Glauben Sie tatsächlich daran?“ lachte der zweite Mann. „Ben…bitte….so abwegig ist das nicht. Überleg doch mal. Die Opfer die man bisher gefunden hat waren alle ohne Blut. Was meinst du warum?“ fragte der Kleinere. „Herr van Helsing…. Können Sie mir sagen wie Sie auf den Verdacht kommen? Haben Sie oder Ihre Freunde Drohbriefe bekommen, oder sonst etwas?“ wollte Katrin Zinker wissen. „Nein…hören Sie…. meine Freundin…Laureen Seward ist seit heute Morgen verschwunden. Sie hatte mich angerufen und wir wollten uns hier treffen. Wegen Jonas…und nun ist sie auch weg…ich habe Angst, dass sie…also ich meine…sie könnte…“ stammelte er besorgt. „Sie meinen sie ist auch tot? Wo wohnt Frau Seward?“ harkte der Mann der als Semir Gerkhan vorgestellt wurde. „In der Humboldstrasse in Köln. Sie hätte längst hier sein müssen. Ich habe ihr geraten, mit einer Taxe hier her zu fahren. Aber bisher ist sie nicht aufgetaucht. Sie geht nicht an ihr Handy und ich habe ehrlich gesagt Angst….Angst dass sie auch…“ erklärte Laurence mit leiser Stimme.

    Semir sah Katrin und Ben an. „Also gut… Frau Zinker… Sie werden hier weiter machen und Ben und ich fahren zu der Wohnung von dieser Seward. Vielleicht finden wir etwas…“ schlug er vor. Katrin nickte. „Komm schon, Ben!“ forderte er seinen Kollegen und Partner auf. Die Beiden verschwanden. Nur fünfzehn Minuten später waren sie an der Wohnung. Sie klingelten, doch niemand öffnete. Dafür ging die Wohnungstür nebenan auf. „Suchen Sie die Frau Seward? Sie ist vor gut zwei Stunden mit einem Taxi abgefahren.“ Sagte die ältere Frau. „Danke… wissen Sie auch wohin?“ fragte Semir freundlich. „Nein…aber die Taxi war ein sehr altes Modell. Mein Mann, Gott hab ihn selig, fuhr auch Taxi. Ich kenne alle Typen. Und dieses Auto hatte sicher seine besten Tage schon hinter sich. Wissen Sie… ich habe nicht mehr viel zu tun und stehe sehr oft am Fenster. Ich habe gesehen, wie sie einstieg und dann abfuhr…“ erklärte die Alte. Semir sah Ben an. „Das Kennzeichen des Taxis haben Sie nicht zufällig?“ wollte er wissen. „Nein leider nicht…ich sehe nicht mehr so gut, wissen Sie… aber wie gesagt, es war ein sehr altes Modell… Ach ja…. Der Schlüssel für die Wohnung liegt unter der Matte. Das Mädchen legt ihn immer dort hin.“ lächelte die Alte. Semir und Ben bedankten sich. Sie suchten nach dem Schlüssel und fanden ihn auch. Die Wohnung war aufgeräumt. Alle Sachen waren noch im Schrank. „Verreist ist sie nicht… das ist klar. Okay… dann würde ich sagen, Susanne überprüft alle Taxiunternehmen und findet heraus, wohin die Fahrt gehen sollte.“ meinte Semir nur. Ben sah auf die Uhr. „Meine Verabredung heute Abend kann ich wohl vergessen…“ knurrte er. „Verabredung? Wann und mit wem?“ lachte Semir. „Ich bin mit Jasmin verabredet. Sie ist meine Nachbarin und ich dachte, es könnte vermutlich ein sehr schöner erfolgreicher Nachmittag und Abend werden. Doch nun scheint der Job mir das kaputt zu machen.“ Stöhnte Ben. „Na… nicht so negativ. Ich schlage dir etwas vor… du stellst mir deine Nachbarin vor und dann bekommst du von mir frei….“ grinste Semir. „Echt…ja klar… dann lass uns fahren…“ nickte Ben.

    Katrin, Semir und Ben fuhren zu der Adresse, die in den Akten von Ignaz Kreuzer stand. Doch dort war lediglich eine Ruine. „Wir können davon ausgehen, dass hier keiner mehr wohnt…“ stöhnte Semir leise. „Verdammt…. ich bin mir sicher, dass er in Köln ist. Irgendwo in Köln….wir müssen ihn zur Fahndung ausschreiben lassen.“ kam aufgeregt von Katrin. „Nun mal mit der Ruhe, Frau Vampirjägerin….“ grinste Ben. „Wir haben nicht einmal einen ausreichenden Verdacht gegen Herrn Kreuzer, auch wenn in seinen Akten steht, dass er wegen diverser Delikte vorbestraft ist. Seinen Glauben kann sich jeder aussuchen. Der eine glaubt an Gott, der andere an Buddha und der nächste an Vampire….“ meinte er nur. „Sie denken es gibt keine Vampire? Das stimmt nicht ganz, Warum haben wir dann die Fingerabdrücke von Kreuzer gefunden? War das auch nur ein Traum?“ fauchte Katrin Ben an. „Nein… ich glaube an viele Dinge aber sicher nicht an kleine Fledermäuse die in einer Vollmondjacht auf Menschen losgehen und denen das Blut aussaugen…“ erklärte Ben in einer recht höhnischen Art und Weise. „Und wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich gern jetzt meinen Feierabend eingehen, ich bin verabredet!“ hängte er an. Semir sah ihn warnend an. „Ben…. Bitte… ich habe schon viele Dinge erlebt. Halte nicht alles was du hörst für Blödsinn…“ ermahnte Semir ihn. Ben lachte. „Semir… ist das dein Ernst? Du glaubst an Vampire? Ausgerechnet du?“ wollte er wissen. „Das sagte ich nicht, aber nur weil man nicht daran glaubt, heißt es nicht, dass es das nicht gibt. Wir werden nach Ignaz Kreuzer fahnden. Wer käme als Opfer noch in Frage?“ wollte Semir wissen. „Die Personen sind Laurence van Helsing, Laureen Seward und Frank Godalmen. Zu dieser Gruppe gehörte auch Jonas Härker, der Tote aus der Gartenkolonie. Die vier sind Archäologen oder studieren noch. Außer Laureen, die studiert Geschichte.“ Zählte Katrin auf. „Van Helsing?“ lachte Ben. „Ja van Helsing. Er ist ein Nachkomme von Abraham van Helsing dem Gegner von Graf Dracula…. Ich weiß was Sie jetzt denken Herr Jäger, aber ich…“ versuchte Katrin zu erklären. „Ja sicher… ich bin Schneewittchen…“ murmelte Ben. Katrin lächelte. „Dann kämm dein schwarzes Haar, aber pass auf, dass der Kamm nicht vergiftet ist…“ gab sie schnippisch von sich. Ben sah erstaunt zu Semir, der leise lachte.

    „NEIN!! BITTE NICHT!!“ schrie Laureen als sich der Mann über sie beugte. Sie lag auf einem kalten Tisch. Dicke Lederriemen hielten ihre Arme fest und auch die Beine waren fixiert. Der Kopf wurde von einem weiteren Lederriemen gehalten, der über ihre Stirn führte. „Bitte nicht…“ flehte sie. Der Mann kam näher. „Du wirst es erfahren wie es ist, eine von uns zu sein…“ versprach er. „Bitte…lassen Sie mich.. ich kann doch nichts dafür….das meine Vorfahren…bitte…tun Sie es nicht… ich zahle alles…alles was Sie wollen…bitte…“ flehte sie weinend. Doch der Mann schien eiskalt. „Weißt du was…. Ich nehme auch alles, was du hast… Diese Irren, die sich meine Freunde nennen, denken ich bin einer von ihnen…“ lachte der Mann. Laureen sah ihn an. „Sie sind kein Vampir? Gott…ich bitte Sie…helfen Sie mir…bitte….“ Weinte sie leise. „Du verstehst mich etwas falsch…ich bin schon einer von denen. Aber ich tue es aus anderen Gründen. Und du wirst mir helfen.“ lachte er. „Du wirst erfahren wie es ist eine von uns zu sein….aber erst wirst du uns als Nahrungsquelle dienen.“ versprach der Mann er beugte sich weit hinunter und biss zu. Laureen schrie vor Schmerzen auf, doch sie wusste auch, dass es bald vorbei war. Das Leben wird von ihr weichen. Tränen schossen ihr ihn die Augen. „Bitte…nicht….“ weinte sie flehend, doch dieser Mann den sie als Ignaz Kreuzer kannte war eiskalt. Er saugte ihr das Blut aus den Adern. Als sie dachte es war vorbei ließ er von ihr ab. „So…. nun wirst du dich erholen und in drei Wochen wirst du erneut zu Ader lassen. Wir werden dieses Spiel genießen…“ lachte der Mann. Er versorgte die Wunde am Hals sehr professionell in dem er einen Druckverband anlegte. Laureen war in der Hölle gefangen. Sie wurde weg gebracht. Eine kalte Zelle mit Gittertüren wurde ihr neues Zuhause. Hier lagen bereits drei Menschen auf den Betten. Alle waren blass und teilnahmslos. Laureen ahnte, dass sie in der Speisekammer von den Vampiren als Nahrung gelandet war.

    Kenzo und Kenta fuhren zurück zu Shiro, der sie in seiner Privatwohnung begrüßte. „Und?“ fragte er nur. „Wir haben ihn in den alten Bauwagen gebracht. Angekettet. Da kommt er nicht raus und niemand hört ihn wenn er schreit.“ erklärte Kenta. „Sehr gut. Ich habe ein Alibi, sein Kollege war bei mir zum Essen. Was ist besser....Ihr werdet ihn morgen anrufen und die Forderung durchgeben. Und dann lasst ihr Gerkhan verschwinden.“ Befahl Shiro kalt. „Ja Oyabun...“ kam wie aus einem Mund von den Zwillingen. „Ach noch was... Ich möchte, dass er lange etwas vom Tod hat. Ich habe einen Brief vom Ordnungsamt erhalten. Sie wollen den Schrottplatz räumen. Morgen werden sie die Pressen aufstellen und dann...nun ja... Herr Gerkhan ist leider in die Presse geraten, wenn ihr so wollt. Aber versteckt ihn erst einmal sehr gut. Nicht dass sein Freund ihn vorher findet.“ Ermahnte Shiro seine Leute. „Sie wollen ihn in den Kofferraum eines Schrottwagens stellen und dann in die Presse...?“ fragte Kenzo entsetzt. Shiro nickte. „Natürlich.... ihr habt ihn nicht getötet und ich auch nicht. So einfach ist das.“ lachte Shiro und zog genüsslich an seiner Zigarre. „Niemand wird mich jemals wieder beschuldigen Verbrechen zu begehen. Jeder der es wagt wird einen einsamen Tod sterben. Ach ja... wenn er im Kofferraum liegt, dann sorgt dafür, dass er nicht schreien oder sich befreien kann. Ich will ganz sicher gehen...“ kam von ihm noch und sein Blick schien die Zwillingen zu durchdringen. Beide verbeugten sich tief und verschwanden.

    Andrea wartete bis weit nach Mitternacht und versuchte immer wieder Semir zu erreichen, doch es ging nur die Mailbox ran. „Wo zum Teufel steckst du schon wieder?“ fauchte sie wütend. „Aber gut... dann geh ich halt allein ins Bett. Komm du mir nach hause...“ grummelte sie weiter, während sie die Treppe nach oben ins Schlafzimmer ging. Doch an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Die Gedanken kreisten um ihren Mann. Eifersucht machte sich breit, weil Andrea sich bei den Gedanken erwischte, er könnte bei einer anderen Frau sein. Vielleicht war er bei Tom? Oder Tom wusste wo er war, dachte sie und rief den Partner von Semir an. Doch als dieser sich völlig verschlafen meldete, war ihr klar, dass Semir garantiert nicht bei ihm war. „Was ist denn?“ kam maulend die Frage von Tom. „Semir....er ist nicht zuhause. Er hatte eigentlich schon um neun daheim sein sollen, aber...“ fing Andrea an. „Ach so... hast du ihn angerufen?“ harkte Tom nach, der scheinbar sofort hellwach war. „Ja...aber es geht nur die Mailbox dran. Er hatte gesagt, dass er noch jemanden treffen wollte, aber nicht wo und wann. Tom... .ich habe Angst...“ erklärte Andrea besorgt. „Okay... wir warten jetzt etwas ab. Vielleicht meldet er sich. Ich fahre ins Büro und schaue nach, ob ich dort einen Hinweis finde, okay?“ bat Tom sie. „Ja danke Tom...“ kam leise von Andrea. Sie legte auf doch schlafen konnte sie nicht.

    Semir versuchte die Kette los zu werden, doch sie war fest. Er konnte höchstens zwei Schritt machen bis die Kette spannte. „Verdammt…“ fauchte er wütend. Er sah ein, dass er nichts bewegen konnte. Stöhnend ließ er sich auf dem Bett wieder nieder und versuchte sich so bequem wie möglich hinzulegen. Es ging lediglich mit einem Bein und Arm herunterhängend. Ganz toller Abend…dachte er. Hier schien tatsächlich der Hund begraben zu sein. Kein Laut drang zu ihm herein. Irgendwann schlief er tatsächlich ein. Doch mitten in der Nacht wachte er wieder auf. Er hatte Hunger. Ihm kam bereits Übelkeit auf. Verschlafen sah er auf die Uhr. Drei Uhr nachts. Andrea machte sich bestimmt schon Sorgen. Warum zum Teufel hatte er Tom nicht angerufen. Warum musste er immer allein auf solche Informationen reagieren…tadelte er sich selbst. Doch nun war es für diese Einsicht wieder einmal zu spät. Verdammt wieso brachte man ihm wenigstens nichts zu essen? Fragte er sich. Doch es schien tatsächlich niemand an sein körperliches Wohl interessiert zu sein. Zumindest war klar, das Shiro und seine Leute dahinter steckten. Dieser Typ sprach von dem Video und Semir kannte nur ein Video. Der mit dem Mord. Doch wann sollte die Übergabe stattfinden? Wann würden diese Männer Tom anrufen. Doch alles Grübeln half nichts. Er schlief nach einigen Minuten wieder ein.