Beiträge von Elvira

    Am nächsten Tag bekam Semir Besuch von Ben. „Hey.. Partner… schön dass du dich auch mal blicken lässt.“ Murmelte er. Scheinbar erkannte er Ben sofort. „Alles klar?“ fragte dieser etwas besorgt. „Ja sicher… die Ärzte haben mich allerdings fixiert. Sie sagen ich sei gestern ausgerastet…Ich kann mich nicht daran erinnern.“ Gab Semir leise zurück. „Und das irritiert dich jetzt.“ nickte Ben. „Ja… völlig. Weißt du warum Andrea nicht hier ist? Sie hat mich doch sonst immer besucht, wenn ich im Krankenhaus war.“ Kam von Semir. Es hörte sich irgendwie verzweifelt an. Doch Ben wollte dem Arzt nicht vorgreifen. „Das solltest du sie fragen, wenn sie heute Nachmittag kommt.“ Empfahl er deshalb. Es klopfte und Semir bat die Person hinein. „Guten Tag…Herr Gerkhan… ich bin Dr. Fletscher….Psychologe…“ stellte sich der Mann vor. „Ich brauche keinen Psychodoc!“ verteidigte Semir sich sofort. „Das werde ich entscheiden…Sie wissen was gestern vorgefallen ist?“ fing der Arzt an. „Ich bin gestern eingeliefert worden. Mein Partner hat mich gerettet und…ich bin hier wach geworden.“ kam überzeugt von Semir. „Semir… das war vorgestern…nicht gestern…“ stellte Ben richtig. „Nein…das war gestern…das war gestern….da hat einer der Monster versucht mich zu beißen…aber ich konnte mich wehren…“ nickte Semir bekräftigend. Ben sah ihn mitleidig an. „Semir… glaub mir…es war nicht gestern…du hast…“ versuchte er zu erklären, als der Psychologe ihn warnend ansah. „Herr Jäger gehen Sie bitte.“ Fordere der Arzt Ben auf. Dieser nickte und verschwand.

    Semir sah den Arzt skeptisch an. „Sie meinen also dass Sie erst seit Gestern hier sind?“ fragte er Semir. „Ja sicher… ich weiß dass ich gestern noch in dieser verdammten Höhle war. Diese Typen…sie haben mir Blut abgenommen und gebissen…in den Hals…und dann…dieser eine Typ…er hat an mir gesaugt und das Blut…er hat es…abgeleckt…es war so widerlich…“ stammelte Semir und fing an zu zittern. „Schon gut… Sie sind in Sicherheit… niemand wird Ihnen was tun.“ sprach Dr. Fletscher sofort beruhigend auf ihn ein. „Dieser Kerl…er hat… vor meinen Augen eine Frau vergewaltigt immer wieder und ich konnte nichts tun… ich konnte ihr nicht helfen..“ erklärte Semir. Die Erinnerung war für ihn regelrecht ein Schock. „Ganz ruhig… Sie sind jetzt davon befreit. Der Mann der Sie entführt und gefoltert hat, ist tot… Ihr Kollege hat ihn erschossen. Alle die dort waren und an das was man Ihnen angetan hat, dabei waren sind verhaftet und verbüßen die Strafe. Ihnen wird nichts passieren. Sie sind seit zwei Tagen hier und stehen unter starken Beruhigungsmitteln. Sie haben ihre Frau, geschlagen…gewürgt und von sich gestoßen als sie sie gestern küssen wollte.“ konfrontierte der Arzt Semir nun mit dem Geschehen des vergangenen Tages. „Was sagen Sie denn da? Ich könnte meiner Frau nie etwas Böses antun!“ stieß Semir aus. Er wollte es nicht glauben. „Ist das der Grund weshalb sie nicht kommt?“ fragte er leise. Dr. Fletscher sah ihn an. „Sie ist da… aber ich wollte Sie zunächst mit dem was Sie getan haben konfrontieren. Ihre Frau weiß, dass Sie nicht bei sich waren, als Sie sie angriffen. Aber denken Sie, dass sie nun reinkommen dürfte? Das sie Sie berühren dürfte, ohne dass Sie zurück zucken?“ wollte Fletscher wissen.

    Andrea sah den Arzt traurig an. „Warum tut er das?“ fragte sie verzweifelt. „Frau Gerkhan… Ihr Mann ist traumatisiert. Als Sie ihn geküsst haben, da fühlte er sich vermutlich wieder dort in die Höhle versetzt. Wir müssen es behutsam angehen. Tun Sie mir ein Gefallen. Kommen Sie heute Nachmittag wieder. Und dann gehen wir gemeinsam ins Zimmer. Wir werden Ihren Mann langsam damit vertraut machen, dass Sie ihm nichts tun. Bitte nehmen Sie ihm das, was er eben getan hat nicht übel. Denken Sie einfach daran was er ausgestanden hat.“ Bat der Doktor. Andrea nickte. Sie sah traurig auf ihren Mann, der bereits schlief. „Ich wollte ihm doch nichts böses…“ sagte sie leise. „Im Inneren weiß er das, aber diese Funktion ist derzeit ausgeschaltet. Er versucht sich zu schützen. Wir werden es mit Hilfe eines Psychologen wieder hinbekommen. Morgen werden Sie mit ihm eine Sitzung machen. Wir kriegen das wieder hin. Aber heute lassen Sie ihn am Besten schlafen..“ empfahl er. Andrea nickte. Sie verließ die Station und rief in der Empfangshalle Kim Krüger an. „Hallo….Frau Krüger… ich bin bei Semir… aber…ich…es ist so schlimm…“ weinte sie plötzlich. „Frau Gerkhan? Was ist los? Was ist mit ihrem Mann?“ wollte die Chefin sofort wissen. „Er…er hat…er hat mich weg gestoßen…“ weinte Andrea. „Ich schicke Ihnen Ben. Warten Sie bis er da ist…“ empfahl Kim Krüger. „Ja mache ich…“ gab Andrea zurück. Sie ging zur Cafeteria und bestellte sich einen Kaffee. Was war nur mit Semir los?

    Das Telefon klingelte. Ben meldete sich. „Kim Krüger hier… Ben fahren Sie sofort ins Krankenhaus. Es gibt Komplikationen mit Semir. Andrea ist bereits dort und sie weinte sehr laut.. ..“ hörte er nur. Sofort stand er auf. Katrin sah ihn an. „Was ist?“ fragte sie. „Ich muss in die Klink…Semir…er…es ist was passiert…“ stammelte er. Katrin nickte. „Ich fahre dich..“ gab sie bekannt. Sie zog sich an und schnell waren sie auf den Weg in die Klink. Schon in der Empfangshalle kam Andrea auf sie zu. „Ben… es ist so schrecklich…“ weinte sie. „Ganz ruhig Andrea… was ist passiert?“ wollte er wissen und nahm die Frau seines Kollegen in den Arm. „Er ist völlig ausgerastet… er schrie mich an, als ich ihn küsste. Er schrie mich an und stieß mich weg…“ kam voller Sorge von ihr. Ben sah sie an. „Was hast du denn getan?“ wollte er wissen. „ich…ich wollte ihn doch nur küssen. Ich habe ihn auf die Stirn geküsst und dann auf den Mund. Plötzlich ist seine Hand an meinen Hals geschnellt und er hat mich weg gestoßen. Er sagte etwas von …du wirst mich nicht beißen…oder so…Ben… es war…es war so …“ weinte Andrea. Katrin sah traurig auf die Frau, die weinte. „Frau Gerkhan… er wollte es sicher nicht. Vielleicht war das ein Schutzmechanismus. Ich meine vielleicht hat er noch nicht realisiert, dass er in Sicherheit ist. Hat der Arzt sich dazu geäußert?“ wollte sie wissen. Andrea trocknete sich die Tränen. „Ja sicher… er sagte das Gleiche. Er will morgen einen Psychologen dazu ziehen. Semir hat eine starke Beruhigungsspritze bekommen. Er ist völlig ausgerastet.“ Erklärte Andrea leise. Ben nickte. „Kein Wunder…wenn man bedenkt was dieser Kerl mit ihm gemacht hat. Andrea… dieser Kreuzer…er hat Semir in den Hals gebissen…immer wieder…verstehst du… er hat vermutlich nicht einmal realisiert, dass du es warst die am Bett stand. Er hat vermutlich nur Kreuzer gesehen.“ Versuchte er das Verhalten seines Partners zu erklären. Andrea nickte. „Ja sicher…. Sehe ich denn so aus wie dieser Vampir? Er hat mich doch gestern auch erkannt…“ gab sie bitter von sich. „Wir werden heute bei dir bleiben. Und morgen fahren wir alle hier her. Es wird schon wieder.. Du darfst es ihm nicht vorwerfen.“ bat Ben.

    Im Krankenhaus gab es einen regelrechten Auflauf. Kim Krüger, Andrea, Ben und Katrin warteten auf dem Flur auf den Arzt. Es dauerte eine ganze Weile bis dieser sich blicken ließ. Dann endlich ging die Tür auf. Sofort sprang Andrea auf. „Was ist mit meinem Mann?“ fragte sie ängstlich. Der Arzt lächelte beruhigend. „Frau Gerkhan nehme ich an… Ihrem Mann geht es den Umständen entsprechend gut. Er braucht viel Schlaf und noch mehr Ruhe. Der Blutverlust ist schon besorgend gewesen, aber wir haben es dank der Blutkonserven die von ihm selbst stammen auffangen können. Das Blut wurde von uns noch gereinigt, weil wir ja nicht wissen, ob es nicht verunreinigt war. Er wird wieder. Allerdings werde ich ihn mindestens bis Mittwoch…. Also genau drei Tage hier zur Aufsicht behalten. Vorher ist keine Entlassung drin.“ erklärte er. Andrea schloss erleichtert die Augen und weinte. Ben nahm sie ihn den Arm. „Schon gut… Dein Mann ist ein Kämpfer… den haut nichts so leicht um.“ lachte auch er erleichtert. „Was ist mit Frau Seward und Herr van Helsing?“ wollte Katrin wissen. „Bei van Helsing war ein geringer Blutverlust festzustellen. Die Wunden am Hals waren behandlungsbedürftig, aber auch hier gibt es keine Komplikationen. Frau Seward gehört in psychiatrischer Behandlung. Sie wurde mehrfach vergewaltigt und auch anderweitig gefoltert. Sie wird eine sehr lange Zeit in einer Spezialklinik verbringen. Aber wenn sie gut mitarbeitet, wird auch sie das schaffen.“ erklärte der Arzt.

    Semir wurde aus dem Raum geschoben. Andrea stand sofort bei ihm. „Hey… mein Held…“ weinte sie. „Nicht weinen….ich bin bald wieder fit…“ kam leise und schwach von ihm. Immer noch erhielt er Blutkonserven. „Warum musst du denn immer so hart dabei sein…“ weinte Andrea und küsste ihn. „Ich muss doch die Welt retten…“ lachte er. Die Augen fielen ihm fast von selbst zu. „Ich bin müde…“ entschuldigte er sich. Andrea nickte. „Sie müssen sich erst einmal ausruhen und dann werden wir uns auch unterhalten… Semir…“ kam nun von Kim Krüger, die ans Bett trat. „Chefin…ich….ich konnte nichts machen…“ entschuldigte Semir sich bei ihr. Kim nickte nur. „Ich weiß…. Aber das meinte ich auch nicht. Werden Sie bald gesund…“lächelte Kim und drehte sich zu Katrin und Ben um. „Meine Herrschaften Ihren Bericht erwarte ich schon sehnsüchtig.“ gab sie bekannt. Sie drehte sich um und ging. Katrin sah Ben an. „Das war gute Arbeit. Es tut mir Leid, wenn ich Sie…verletzt habe… Ben… ich weiß wie schwer es ist, wenn sich herausstellt, das ausgerechnet die Person, die man liebt als Verbrecher geoutet wird.“ erklärte sie. Ben nickte. „Wir waren doch schon beim Du oder nicht, Katrin? Also…danke… ich denke du hast mir und auch Semir das Leben gerettet. Vermutlich hätte Jasmin mich auch als Blutspender benutzt. Spätestens dann ,wenn ihr Interesse an mir verloren gegangen wäre. Von daher… Danke… für alles.“ Kam leise von Ben. Katrin nickte und reichte ihm die Hand. „Vielleicht können wir uns ja auch mal privat treffen. Ich wäre nicht ganz abgeneigt.“ schlug sie vor. Auch Andrea kam zu ihnen. „Ben…Frau Zinker… danke… für alles…“ sagte sie und sah dem Bett mit ihrem Mann hinterher. „Er schafft es schon, Andrea…“ lächelte Ben ihr beruhigend zu. „Ja sicher… aber wenn ihr nicht so schnell da gewesen wäret, dann…dann wären Aida und ich allein…“ meinte sie nur. „ich muss nach Hause… Aida ist bei meiner Mutter, aber ich muss für Semir ein paar Sachen holen..“ gab sie von sich und verschwand.

    „Tja… dann werden wir uns wohl erst wieder sehen, wenn die Verhandlung gegen Jasmin Kreuzer eröffnet wird. Es tut mir wirklich Leid, Ben…“ verabschiedete sich auch Katrin von Ben Jäger. „Warum denn so schnell.. ich finde wir haben uns einen Kaffee verdient. Ich lade dich ein…“ schlug Ben vor. Katrin sagte nicht nein. Denn auch wenn sie es nicht zugeben wollte, dieser war ihr nicht ganz so unsympathisch wie sie es zu Anfang dachte. Und wer weiß, vielleicht konnte man ja doch noch etwas daraus machen kann. Beide sahen sich an. „Tja… der Fall hatte es in sich. Ich denke ich sollte meine Ansichten gegenüber der Autobahnpolizei ändern. Es sind nicht nur Idioten dort beschäftigt. Es gibt zwei Menschen dort, die sehr gute Polizisten sind.“ Lächelte Katrin. Ben nickte. „Nicht nur zwei…. Aber danke. Semir und ich…wir sind die Besten. Aber auch beim LKA gibt es fähige Kräfte. Eine sitzt vor mir.. und dann noch wunderhübsch..“ schmeichelte er zurück. Er musste sagen, dass Katrin ihm eigentlich nie unsympathisch war. Im Gegenteil… sie war ihm direkt aufgefallen. Doch das musste ja nicht jeder wissen. „Danke übrigens für die Lektion über die anderen Glaubensarten. Ich werde künftig meine Ansichten wirklich verändern. Wie wäre es, wenn wir noch gemeinsam was essen. Ich kann sehr gut kochen. Spaghetti… oder Tortelini.. oder Pizza…“ grinste er. „Nun…wenn nicht gerade tiefgekühlt dann bin ich dabei.“ lachte Katrin. „Okay… ertappt… gehen wir was essen…“ lachte Ben zurück. Der Abend wurde sehr gemütlich.

    Am nächsten Morgen fuhr Andrea direkt zu Semir. Dieser war gestern zwar erwacht, aber doch noch ziemlich benommen. Sie war schon froh, dass er sie erkannte. Schnell hatte sie ein paar Sachen für ihn eingepackt. Auch wenn es ihm soweit gut ging, sollte er für ein oder zwei Tage im Krankenhaus bleiben. Sie brachte Aida schnell in die Krabbelgruppe und eine halbe Stunde später stand sie bei Semir am Bett. Er war immer noch sehr blass und schlief. Sie beugte sich über ihn und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Dann auf den Mund. Plötzlich schnellte seine Hand hoch und die Finger krallten sich um ihren Hals. „Du wirst mich nicht beißen!“ stieß er aus und stieß Andrea von sich. „Semir!! Was tust du denn?“ fragte sie erstaunt, als sie sich aufraffte. „Du wirst mich nicht beißen…“ stieß er erneut aus. „Semir…ich bin es doch… Andrea….werd wach…sieh mich an…“ weinte sie. Doch er schien sie nicht wahr zu nehmen. Durch das Poltern im Raum wurde das Pflegepersonal aufmerksam. „Was ist denn hier los?“ fragte der Pfleger. „Er dreht durch…er hat mich geschlagen…er hat seine eigene Frau geschlagen..“ stammelte Andrea völlig verstört. Die Schwester kümmerte sich um sie, während der Pfleger Semir betreute. „Ganz ruhig Herr Gerkhan… alles in Ordnung. Anita! Ruf Dr. Spätz her!“ befahl der Pfleger der alle Hände voll zu tun hatte, das Semir ihn nicht schlug. Er hielt ihm die Hände fest und versuchet sie sogar zu fixieren. Mit Hilfe eines zweiten Pflegers schaffte er es. Endlich lag Semir ruhig da. Der Arzt kam herein. „Was für eine Versammlung ist hier denn?“ fragte er wütend. Der Pfleger erklärte es. Sofort kümmerte sich Dr. Spätz um Semir, der an den Fesseln zerrte. „Herr Gerkhan…alles ist gut… alles gut…sehen Sie mich an… so ist es gut… ganz ruhig… was ist denn passiert?“ wollte er wissen. „Sie wollte mich beißen…sie wollte ihre Zähne in meinen Hals schlagen…mein Blut trinken…“ stieß Semir verzweifelt aus. „Aber nein… niemand wird Sie beißen…Sie bekommen von mir ein Beruhigungsmittel und werden dann schlafen.“ Lächelte Dr. Spätz. Semir nickte nur. Argwöhnisch sah er in den Raum dorthin wo Andrea saß. „Sie darf mich nicht beißen…“ bat er noch, bevor er im Land der Träume verschwand.

    Ben löste die Handschelle, reichte sie an Katrin weiter und rannte zu Semir während sich Frank Goldamen sich um Laurence van Helsing kümmerte. Katrin und Jasmin standen im Gang und starrten auf die Männer. Und nun nutzte Jasmin ihre Chance. Sie sprang die Hauptkommissarin an und schlug ihre Zähne in den Hals. Katrin schrie auf und versuchte sich zu befreien. Mit einem beherzten Schlag gegen die Rippen von Jasmin konnte sie sich befreien. Katrin und Jaz rangen miteinander. Dabei gab Jasmin wütende Geräusche von sich ab. „Ich kratze dir die Augen aus, du verdammtest….“ fauchte sie wütend und versuchte sich unter Katrin hervor zu rollen. Doch die Hauptkommissarin hatte zu viel Erfahrung mit widerspenstigen Personen. Sie nagelte Jasmin am Boden fest. Mit Genuss schlug sie die Faust ins Gesicht der Vampirkönigin. Völlig benommen lag Jasmin da. Katrin nutzte die Zeit und drehte sie auf den Bauch. Mit schnellen Griffen legte Katrin ihr die Handschellen an. „Das war es für dich, du Vampirkönigin. Im Knast wirst du eine Sklavin sein. Gewöhne dich schon mal an Brot und Wasser.“ kam wütend von ihr. Mit einer wilden Geste fegte sie ihre Haare zur Seite. „Abführen!“ befahl sie den Kollegen und ließ Jasmin raus bringen. Dann ging sie in die dritte Zelle wo eine Frau am Boden lag. Sie rührte sich nicht mehr. Vorsichtig drehte Katrin sie auf den Rücken. „Laureen.. hören Sie mich?“ sprach sie auf die Frau ein. Doch es kam keine Reaktion. „Rufen Sie einen Notarzt! Und dann werden wir diese Räuberhöhle ausräuchern…“ versprach sie. Vorsichtig ließ sie Laureen auf das Bett legen. Die Frau war völlig gebrochen. Hier mussten die Psychologen sicher sehr viel Arbeit leisten. Auch van Helsing schien dieses Abenteuer nicht ganz ohne Strapazen überstanden zu haben. Ihm hatten diese Kerle in den Hals gebissen. Wie widerlich…, dachte Katrin und ging zum Schluss zu Ben und Semir.

    Ben sah besorgt auf Semir, der bewusstlos auf dem Bett lag. Im Hintergrund hörte er die beiden Frauen kämpfen. In Semirs Arm hing noch die Nadel mit dem Schlauch über dem ihn das Blut aus dem Körper geholt wurde. Verdammt, was sollte er tun? Es dauerte eine Weile bis er aus der Starre erwachte. Ich brauche Hilfe…Ich muss Hilfe holen… dachte er völlig neben sich. Eine Hand schob ihn beiseite. „Lass mich… ich mache das…“ hörte er Katrin sagen. Sie kniete sich neben Semir und zog ihm die Nadel aus dem Arm. Sofort drückte sie einen Tupfer drauf und hielt ihn fest. Die Wunden am Hals bluteten. „Ben…. Hilf mir…drück die Wunden am Hals zu…Er verliert zu viel Blut…“ befahl sie und riss so Ben aus der Starre. „Was…was soll ich denn tun?“ fragte er. „Drück ihm die Tupfer auf die Wunde. Was ist mit Kreuzer?“ wollte Katrin wissen ohne Semir aus den Augen zu lassen. „Er ist tot…. Ich habe ihn in den Kopf getroffen. Er wird niemanden etwas tun. Wo zum Teufel bleibt denn der Notarzt…“ schrie Ben wütend. „Er kommt gleich… Ben… wir müssen Semir solange versorgen… versuch dich zu konzentrieren. Er braucht uns. Wenn man ihm seit heute Morgen Blut abnimmt, dann hat er fast zwei Liter verloren. Oder die dritte stand noch an. Er wird es schaffen… Vertrau mir… okay?“ bat Katrin. Unbewusst duzte sie ihren Kollegen. Ben nickte und kniete sich ebenfalls neben Semir. Dieser kam gerade zu sich. „Nein….bitte….“ stöhnte er leise. „Hey… Partner… keine Angst… es ist vorbei…es ist vorbei…“ redete Ben auf ihn ein. Tränen flossen ihm über das Gesicht. Tränen der Erleichterung. Semir sah ihn an. „Du…hast dir…verdammt viel…Zeit gelassen….“ stieß er müde aus. Ben lachte erleichtert. Der Notarzt kam und kümmerte sich sofort um ihn. Nach und nach wurden die Verletzten abtransportiert. Ben und Katrin fuhren in Katrins Wagen hinterher. „Ich muss Andrea informieren..“ sagte Ben leise und rief die Frau seines Kollegen an.

    Nachdem Johannes von Daniela wieder abgeholt wurde fuhren sie nach Hause. Semir und Andrea besuchten Elfriede Weißhaupt die nun mittlerweile eine Woche mit Flöckchen zusammen wohnte. Das erste Mal, als sie die Tür öffnete staunte Semir nicht schlecht. Sie ging zwar am Stock aber der Rollator stand einsam in der Ecke. „Den brauch ich nicht mehr… ich bin dank Flöckchen wieder richtig gut zu Fuß. Sie ist ein Geschenk des Himmels für mich… einfach nur schön. Danke Andrea… sie ist mein kleines Baby…“ schwärmte die alte Frau. Semir sah sich den Rollator an. „Wenn Sie wollen, dürfen Sie meinen Porsche in die Garage in den Keller stellen.“ grinste Elfriede. Semir versprach es. Er war froh, dass es der alten Dame gut ging und sie sich wieder ihres Lebens erfreute. „Tja nun bleibt eigentlich nur eins zu tun…Ich muss mein Testament ändern. Basti ist nicht mehr… und er war mein Erbe… wen soll ich denn nun einsetzen? Ich meine ich habe doch niemanden mehr.“ Klagte Elfriede. Andrea sah zu Semir. „Ich werde dem Staat garantiert nichts schenken…“ hängte die alte Dame an. „Dann vermachen Sie doch Ihr Vermögen einem Tierheim, oder einem Kinderheim. Damit tun Sie dann auch noch Gutes für die, die es nicht so gut haben.“ murmelte Semir leise. Elfriede nickte. „Das ist eine sehr gute Idee….“ lobte sie ihn. „Ich hoffe nur, dass Sie nicht vorhaben, so schnell Ihr Erbe loszuwerden…“ lächelte Semir, der die alte Frau schon lange in sein Herz geschlossen hatte. „Semir…. Ich habe die Kriege überlebt, meine Kinder, meinen Mann und sogar meinen Enkel… ich glaube meine Zeit hier auf Erden ist noch lange nicht abgelaufen. Ich werde vielleicht auch Sie überleben..“ kam mit einem verschmitzten Lächeln von der Frau.

    Am gleichen Abend klingelte bei Tom das Handy. Er löste sich sanft von Hotaru, die neben ihm lag. „Ja? Was ist denn?“ fauchte Tom wütend, weil er sich sehr gestört fühlte. „Hallo ich bin’s…“ hörte er Semir sagen. „Was willst du denn?“ stöhnte er wütend. „Oh…störe ich gerade? Was macht dein Glühwürmchen?“ wollte Semir wissen. Tom hörte ihn regerecht grinsen. „Sie glüht und du störst!“ fauchte Tom und schaltete sein Handy aus. „Wer war das denn?“ harkte nun auch Hotaru nach. „jemand der sich verwählt hat.“ murmelte Tom und widmete sich ganz seiner Freundin.

    Ende

    Katrin sah Frank an, der ihr gegenüber saß. „Was ist passiert? Sie waren doch länger wach als wir! Und kommen Sie mir nicht damit, es wären Einbrecher hier gewesen. Das ist nämlich eine Lüge. Wir haben Ihre Fingerabdrücke an der Tür gefunden! Wo ist van Helsing!! Verdammt reden Sie endlich…. Sie können ihm und den Anderen das Leben retten!“ fauchte sie Frank an. Doch dieser sah sie nur an. „Ich weiß nichts…“ sagte er. Nur noch wenige Stunden… dachte er… dann war Laurence wieder hier und würde die Vernichtung der Vampire verkünden. „Ich weiß nichts…“ wiederholte er. Ben kam zu ihm. „Hören Sie mir verdammt noch einmal zu! Ich weiß dass mein Kollege heute Nacht entführt wurde! Wo ist er? Sie wissen genau wo diese Typen ihn hingebracht haben!“ schrie er verzweifelt. Katrin legte ihm die Hand auf die Schulter. „Er wird uns nichts sagen.“ kam leise von ihr. Ben sah sie an. „Wir müssen ihn finden…. Wir müssen einfach.“ kam flehend von ihm. Katrin nickte. „Ich vermute dass dieser Ignaz Kreuzer ihn in seiner Gewalt hat. Ich habe hier ein Bild von ihm und seiner Königin. Es wird Ihnen nicht gefallen, Ben…“ sagte sie leise und schon ihn ein Bild mit dem Gesicht nach unten hin. Ben sah sie an. „was soll das heißen?“ fragte er und hörte gleichzeitig Jasmin im Flur schreien. „Lasst mich los! Ihr sollt mich loslassen!!“ schrie sie laut. Ben wollte aufspringen, doch Katrin hielt ihn fest. „Sehen Sie sich erst das Bild an…bitte…“ forderte sie ihn freundlich auf. Ben drehte das Bild um. Auf dem Bild war Jasmin mit dem Mann, mit dem Semir vor einigen Tagen zusammen gestoßen war. „Was soll das?“ fauchte er wütend. „Auf dem Bild sind Ignaz Kreuzer, der Vampirkönig und seine Frau Jasmin Kreuzer zu sehen. Ihre angebliche Freundin ist längst verheiratet. Natürlich sind es nicht wirklich Vampire. Es gibt keine. Doch van Helsing und seine Leute glaubten daran. Das machte sichte sich das Ehepaar Kreuzer zu Nutze. Sie entführten mehrere Menschen und sie kamen sogar auf den Geschmack Blut zu trinken. Sie gehören der schwarzen Messe an. Das Blut was sie den Menschen abnehmen wird auf dem Schwarzmarkt verkauft. Damit bereichern sie sich. Warum sagen Sie Ben nicht was Sie wirklich sind, Jasmin?“ wandte sich Katrin an die sich immer noch wehrende Frau.

    „Das ist eine Lüge! Ben…ich liebe dich!! Ich bin nicht verheiratet!!“ kam weinend von Jasmin. Ben nahm das Bild und stellte sich vor ihr hin. „Und was ist das?“ wollte er wissen. „Das ist eine Montage…das ist sicher eine Montage. Katrin Zinker will was von dir…sie will ein Keil zwischen dir und mir treiben.. Bitte vertrau mir…bitte…ich liebe dich doch!!“ weinte Jasmin. Ben hatte Mitleid. Doch wem sollte er nun glauben? Er verließ den Raum und ging auf die Terrasse. Katrin kam hinterher. „Jasmin ist die Vampirkönigin. Sie weiß wo die Anderen sind. Wo Semir ist… Ben… wir müssen es herausfinden…“ redete sie auf ihn ein. Ben hatte Tränen im Gesicht. Er hatte Jasmin vertraut und wurde so enttäuscht. „Sie wird es nicht sagen. Woher haben Sie das Bild?“ wollte er wissen „Vom BKA und von Interpol. Das Ehepaar Kreuzer treibt seit einigen Jahren Schwarzhandel mit Blutkonserven. Als die Spur nach Deutschland führte hat man uns um Mithilfe gebeten. Ben… ich weiß dass Sie verletzt sind und es tut mir wirklich Leid. Wir müssen aber nun herausfinden, wo Semir steckt und dort wird auch Van Helsing sein und vielleicht auch Laureen Seward. Diese jungen Menschen haben sich von der Geschichte der Vorfahren irritieren lassen. Aber sie werden sterben. Helfen Sie mir… bitte….den Kreuzer muss das Handwerk gelegt werden…“ redete sie weiter. Ben nickte. „Ich werde meinen Freund dort rausholen… und wenn ich es aus ihr rausprügeln muss….“ versprach er, drehte sich um und ging zu Jaz.

    „Wo ist Semir?“ fragte Ben fordernd. Jasmin sah ihn an. „Ben… du glaubst dieser blöden Kuh doch wohl nicht!“ lächelte sie ihn an. Mittlerweile trug sie Handschellen. „Wo ist er?“ wiederholte Ben fordernd. Jasmin lachte bitter auf. „Was hast du? Glaubst du wirklich ich wäre ein Vampir?“ wollte sie im Gegenzug wissen. „Jasmin… wenn du mir nicht sagst wo sie sind, werde ich dich eigenhändig ins Gefängnis bringen….also wo ist Semir?“ wiederholte Ben stoisch. Jasmin lachte leise. „Sucht ihn… aber ihr werdet eh nur noch eine leere Hülle finden. Ihm werden alle sechs Stunden ein Liter Blut abgenommen. Seit heute Morgen um vier…. Es ist jetzt gleich schon zwölf… also hat er schon einen Liter verloren. In zwei Stunden wird er nächste abgenommen… Morgen früh wird er tot sein.“ lachte sie leise. Ben sah verzweifelt auf Katrin. „Ich weiß wo sie sind..“ gab nun Frank von sich. Alle Köpfe ruckten zu ihm herum. „Wo?“ fragte Katrin. „Ich zeige es….ich will nicht am Tod von noch mehr Menschen schuld sein…“ weinte Frank leise. Katrin sah Ben an. „Was meinen Sie?“ wollte sie wissen. „Wir haben keine andere Wahl. Aber Jasmin wird mitkommen… ich will dass sie ihrem Mann in die Augen sieht, bevor er von mir getötet wird!“ fauchte Ben wütend. Er packte Jasmin brutal am Arm und löste eine Handschelle. Diese ließ er um sein eigenes Gelenk schnappen. Dann sah er sie an. „Tu mir den Gefallen und versuche zu fliehen… ich würde nichts lieber tun, als dir eine Kugel in den Kopf zu jagen…“ drohte er. Jasmin riss die Augen auf. Sie ahnte, dass sie nun verloren hatte. „Aber Ben…ich liebe dich doch…“ sagte sie und fing an zu weinen. Ben lachte wütend. „Die Tränen kannst du dir sparen. Ich glaube die kein Wort!!!“ schrie Ben sie an.

    Semir fühlte sich schwach, als die zweite Blutspende endlich beendet war. Doch die Nadel blieb drin. Lediglich der Schlauch wurde abgeklemmt. „So… das war wieder ein knapper Liter. Nur keine Sorge… du hast noch genug in deinem Körper. Nun wirst du essen, trinken und dann schlafen. Du wirst uns eine ganz lange Zeit am Leben erhalten. Auch wenn du nur mir und meiner Frau dienst. Die Anderen können sich die Feinde zur Brust nehmen. Noch habe ich zwei Feinde draußen. Aber die bekomme ich auch noch. Du kannst nichts dagegen tun…“ lachte der Mann ihn an. „Was soll das? Was Sie hier machen ist Wahnsinn. Meine Kollegen werden mich finden und dann…dann werden Sie verhaftet werden. Es gibt keine Vampire…“ stieß Semir mühsam aus. „Meinst du wirklich? Nun ja…ich werde dich eines besseren belehren. Aber nicht heute. Nur keine Sorge… du wirst noch erfahren welchen Glauben wir haben. Du wirst auch daran glauben. Und damit du gar nicht erst in Versuchung kommst etwas gegen uns zu machen, zeige ich dir die Art, die meine Vorfahren benutzten um an das begehrte Blut zu kommen…“ lachte der Mann. Er beugte sich über Semir, der sich aufbäumte. Er versuchte mit aller Macht zu verhindern, dass der Kerl seinen Kopf drehen konnte. Doch er schaffte es nicht. Wenige Augenblicke später spürte er wie der Mann in seinen Hals biss. Semir schrie laut als die Zähne in seinen Hals schlugen. Doch er spürte das Saugen nicht. Wieder biss der Mann zu. Immer wieder. Doch er saugte nicht. Nach einer knappen viertel Stunde ließ er von Semir ab. Dieser lag einfach nur da. Die Schmerzen der Bisswunden waren extrem. Sie bluteten und er spürte wie die Zunge des Mannes über die Wunden fuhr und ekelte sich einfach nur davor. Warum verlor er nicht endlich das Bewusstsein? Immer wieder spürte er die raue Zunge des Mistkerls. Und dann schloss er die Augen. Ihm wurde schwindelig. Endlich nach einer ihm unendlichen Zeit verschwand er in der Schwärze der Bewusstlosigkeit. Er bekam nicht mit dass Ignaz plötzlich umkippte. Er bekam den Hall des Schusses nicht mehr mit.

    Geliebter Feind 29.10.2009

    Semir und Ben liefern sich ein knallhartes Verfolgungsduell mit einer Bande von jungen Autodieben. Deren Spezialität: hochwertige Traumautos. Semir und Ben können bald den Hintermann stellen. Dann aber erkennen die Autobahn-Cops, dass hinter den Diebstählen ein weiteres Verbrechen steckt. Ein Verbrechen, das eine alte Freundschaft zerstören und eine große Liebe retten wird...

    4,44 Mio. Zuschauer.. Alarm für Cobra 11 stabilisiert die Quoten....

    In der WErberelevanten Gruppe waren es 2,53 Mio. und das brachte RTL einen Marktanteil von 21.3% ein. Gratulation :D

    lt. Quotenmeter gab es keine andere Sendung am Donnerstagabend die ein größeres Publikum erreichten. Gleiches gilt auch für die Zielgruppe.

    Semir sah auf, als mehrere Männer in seine Zelle kamen. Ohne etwas zu sagen, zerrten sie ihn von dem Bett und zwei Mann trugen ihn raus. Semir fing an um sich zu schlagen und zu treten. Er bäumte sich in dem Griff der Männer auf. „WAS SOLL DAS? LASSEN SIE MICH LOS!!“ schrie er wütend. Er wurde in einen anderen Raum gebracht und dort auf einen Tisch gelegt. Zu viert hielten sie ihm Arme und Beine fest. Ein fünfter fixierte seinen Kopf mit einem Lederriemen der im Tisch eingelassen war. Semir beruhigte sich langsam, weil er einsah, dass er keine Chance hatte. Seine Beine und Arme wurden ebenfalls mit Lederriemen fixiert. Die Arme wurden so gedreht, dass man ohne Probleme an die Ellbeugen kam und er ahnte warum es so war. „Guten morgen Herr Gerkhan… ich hoffe Sie haben gut geschlafen.“ ertönte eine Stimme. Semir versuchte den Mann zu entdecken, als plötzlich ein Gesicht über seinem kam. „Sie?“ stieß Semir aus. „Sie erinnern sich an mich… wie schön. Wissen Sie bei unserem ersten Zusammenstoß, da haben Sie sich verletzt… ich habe das Blut aufgeleckt und es für gut befunden. Deshalb sind Sie hier. Herr Gerkhan… Ihr Blut ist etwas Besonderes. Etwas das man sich sehr gut aufbewahren muss. Von daher habe ich Sie als Nahrungsspender für uns der Übermenschen…“ ertönte die Stimme des Mannes, mit dem er vor einigen Tagen vor Bens Haus zusammen gestoßen war. „Sie sind wahnsinnig!! Sie täten besser dran, wenn Sie sich stellen! Meine Kollegen werden mich finden und…“ stieß Semir wütend aus. Doch der Mann lachte nur. „Aber, aber…. Wer wird denn gleich so böse sein. Nur keine Sorge… das erste Blut wirst du schon gleich verlieren. Aber nicht wie unsere Vorfahren es machen mit einem Biss. Wir sind da schon etwas moderner. Wir nehmen das Blut aus der Vene ab. Wie bei einem Arzt und damit haben wir eine Nahrungsquelle die nie versiegt..“ gab der Mann bekannt. Wie auf Befehl kam eine Frau auf ihn zu und stieß ihm die Nadel in den Arm. Die Kanüle war mit einem Schlauch versehen. Genau wie bei einer Blutspende war dort ein Beutel dran. „Einen halben Liter werden wir heute nehmen. Den schaffst du ganz schnell wieder aufzufüllen. In sechs Stunden noch einmal einen halben Liter und dann weitere sechs Stunden später noch einmal… dann bekommst du drei Tage ruhe wo du neu produzieren kannst. Und dann geht das Spiel von vorn los.“ lachte der Mann. Doch schnell verstummte das Lachen. „Ich habe Besuch… versorgt ihn hier gut. Passt auf, dass er nicht abhaut…!“ ermahnte er die Männer die nur nickten. Semir sah auf die Frau. „Helfen Sie mir!!“ stieß er aus. Doch hier schien er auf Granit zu stoßen. Diese Leute hielten zusammen. Er blieb ruhig liegen. Ohne Hilfe war er verloren.

    Laurence van Helsing sah in den Gang. Links und Rechts waren Zellen eingebaut. „LAUREEN!!“ schrie er, als er seine Freundin in einem dieser Zellen liegen sah. Sie schien die einzige zu sein, die hier fest gehalten wurde. Warum? Waren die anderen bereits tot? Oder war er hier in der Speisekammer gelandet? „Laureen.. sprich doch mit mir…was haben diese Mistkerle mit dir gemacht?“ Laurence fing an zu weinen. Laureen die sonst immer so quirlig war, lag apathisch in der Zelle. Er versuchte das Schloss aufzubrechen, doch es ging nicht. „Laureen…bitte…rede doch mit mir…“ weinte er. „Nur keine Sorge… du wirst nicht lange trauern…“ ertönte hinter ihm eine Stimme. Laurence drehte sich erschrocken um und sah nur eine Faust auf sich zukommen. Dann umgab ihn die Dunkelheit. Doch sie währte nicht lange. Er wurde durch einen stechenden Schmerz in seinem Hals wach. Einer der Vampire hing an ihm. Er hörte das Saugen und Schmatzen. „Nein!!“ stieß er aus und wollte sich befreien, doch das ging nicht. Er lag auf einem Tisch. Gefesselt mit breiten Lederriemen die ihn an dem Tisch festhielten. „NEIN!!“ Schrie er verzweifelt. Es war umsonst. Die Männer ließen nicht von ihm ab. Er spürte wie er müde wurde. Der Blutverlust machte sich schnell bemerkbar. „Genug!!“ befahl ein anderer. Der Mann ließ von ihm ab. Laurence sah ihn an. Aus den Mundwinkeln floss sein Blut… Er spürte die Wunden… sie bluteten weiter. Doch es schien als würde man sein Tod nicht so schnell wollen. Denn eine der Frauen kümmerte sich um ihn. Sie verband die Wunden mit einer Presse. Wenig später wurde er ebenfalls in eine Zelle gebracht. Sie lag der von Laureen gegenüber. Er konnte sie sehen. Er konnte auch sehen, wie Ignaz Kreuzer zu ihr ging und sie mit Gewalt nahm. „NEIN!! DU VERDAMMTER TEUFEL!!!! LASS SIE!!!“ schrie er wütend. Doch Ignaz lachte nur. Laurence wurde fast wahnsinnig als er sah was Ignaz mit ihr machte und noch schlimmer wurde es, als er auch noch anfing ihr Blut abzunehmen. Laureen wimmerte nur vor sich hin. Sie wehrte sich nicht. Sie war zu nichts fähig ließ alles über sie ergehen.

    Wenige Minuten später kam eine dunkelhäutige Krankenschwester ins Zimmer. „So dann wollen wir mal die Verbände wechseln..“ lächelte sie den Patienten an. „Tja.. dann werde ich wohl mal abdüsen. Einer muss ja arbeiten“ grinste Tom. „Nee… du kannst mich gleich mitnehmen. Ich will raus hier…mir geht es gut und der Arzt hat heute Morgen schon zugestimmt. Warte doch draußen auf mich.“ Bat Semir. Tom nickte und verschwand auf den Flur. Nur kurz darauf stand Semir vor ihm. Die Handgelenke waren verbunden und auch am Hals trug Semir einen schmalen Verband. „Sieht aus wie ein Halsband. Fehlt nur die Hundemarke..“ grinste Tom. „Ja lach du nur…“ grollte Semir gespielt wütend. Tom wusste dass er es nicht so meinte. Gemeinsam fuhren sie zur PAST wo Semir besonders von seiner Frau sehr intensiv begrüßt wurde. „Danke Tom…dass du ihn abgeholt hast.“ Sagte sie und gab auch Tom einen Kuss. „Du hast übrigens Besuch…“ gab sie bekannt. „Semir du möchtest bitte zur Chefin kommen.“ Semir nickte und verschwand im Büro von Anna. „Semir! Gott sei Dank haben Sie es überlebt…“ stieß sie erleichtert aus. „Ja..finde ich auch, Chefin. Allerdings kann ich mit den Händen nicht viel machen. Und auch das Autofahren wird etwas problematisch werden. Die Verbände sind doch etwas störend.“ Erklärte er weiter. „Darauf wollte ich gerade kommen. Ich finde Sie haben sich eine kleine Auszeit verdient. Sie sind für zwei Wochen beurlaubt. Auf ärztliches Anraten. Ich fordere nicht, dass Sie wegfahren, aber Sie werden keinen dienst machen.“ Gab sie bekannt. Semir sah sie an. „Also ich denke auch, dass es sehr vernünftig ist… bis in zwei Wochen werden die Wunden sicher verheilt sein.“ Nickte Semir und sah Annas verwundertes Gesicht. „Sie scheinen tatsächlich vernünftig zu werden, Semir… sehr gut…“ lobte sie ihn. „Danke… ich muss dann auch gleich los…ich habe meinem Lebensretter etwas versprochen.“ Gab er bekannt. „Ja aber Sie fahren nicht. Andrea soll mit Ihnen fahren. Machen Sie sich zwei schöne Wochen…“ lächelt Anna. Semir verschwand.

    Tom öffnete die Tür zu seinem und Semirs Büro. Hotaru sah ihn an. „Was machst du denn hier?“ fragte er verwundert. „Tom… ich finde wir sollten uns aussprechen. Weißt du… meine Tante will zurück nach Japan. Da mein Onkel im Kampf gefallen ist, kann sie in den Schoss der Familie zurückkehren. Ohne Schande. Das ist wichtig für sie. Ich habe diese Tradition nie wirklich verstanden und werde es vermutlich nie. Aber ich weiß dass ich mein eigenes Leben habe und das würde ich gern mit dir verbringen. Wenn du mich noch willst… heißt das. Ich meine, das was mein Onkel deinem Freund angetan hat, kann ich nicht rückgängig machen aber…es sollte nicht zwischen uns stehen.“ Sagte sie sachlich wie er es an ihr liebte. Er nickte und nahm sie in den Arm. „Ich würde mich sehr darüber freuen. Ich liebe dich nämlich Glühwürmchen…“ entgegnete er und küsste sie innig. Das Semir eintrat bemerkten die Beiden gar nicht.

    Semir sah die beiden verträumt an. „Semir! Komm schon. Lass die Beiden..“ flüsterte seine Frau ihm zu. „Sind sie nicht süß… die nehmen uns nicht einmal wahr…“ lachte er. „Egal…komm. Ach so… dein Besuch ist übrigens auch da…“ grinste Andrea. Semir drehte sich erstaunt um. Ein Bellen erklang und schon rannte eine Bassetdame auf ihn zu. „Oh nein…Johannes!! Aus!! Aus!!“ rief Semir und versuchte sich hinter dem Schreibtisch zu verstecken. Allerdings stolperte er über einen Kabel und schlug lang hin. Sofort war Johannes über ihn und schleckt sein Gesicht ab. Andrea holte eine große Fleischwurst aus der Tasche und warf sie Semir zu. „Hier… für deine Retterin…“ lachte sie. Semir hob die Wurst hoch und fütterte Johannes damit. „Danke…du bist die geborene Retterin. Aber weniger Feucht wäre auch nicht schlecht…“ grinste er und streichelte sie. Dann hob er ein Ohr von ihr an und flüsterte ein leises „Danke“ hinein. Sie bellte und schon war die lange Zunge wieder in seinem Gesicht.

    Ja ja…wenn man so neugierig ist, wie Ben…dann kommt es schon mal dass man einen auf den Dassel bekommt. Und was Semir nicht alles tut um zum Fußball zu kommen… hihi…Männer und Fußball…. Was sagte Ben da….“Alarm für Cobra 11 kommt…gib Gas?“ Chrash wie es sich gehört….wieder ein paar Autos demoliert… Ach ja…das Federbad lol fein und weich… fehlte nur der Teer… Und was für ein tolles Kompliment für Andrea.. .Semir teilt das Bett mit einer wundervollen Frau… hihi klar ist sie ja auch.. nur darf er nicht zum Fußball. So sieht es jedenfalls aus.

    Nur das Semir den armen Dennis so angeht…echt nicht gut… Jeder kann sich doch ändern… Na wenn er Semirs Krawatte trägt, dann kann das mit dem Bewerbungsgespräch ja was werden. Hihi und wie war das… „erlaub ich dir…“ Irgendwie kam es mir vor, als hätte Semir was Anders erwartet als den Kuss. Vielleicht die Erlaubnis zum Fußball zu gehen?

    Ja und dann kam doch endlich das Minimotorad… lol sah das gut aus… aber viel zu kurz…beim Dreh war die Szene länger oder besser gesagt wurde es sehr oft wiederholt… Ben man klaut einem Kind nicht das Spielzeug…böser Ben...ganz böser Ben… Also an dem Tag habe ich Claudia und Dari sehr bedauert…die sind richtig nass geworden… aber es war super…

    Whow…der Sprung von Ben…in die Müllsäcke…super toll… und dann das wo ich beim Dreh schon lachen musste… der Vater stellt Ben und knallt Semir eine vor den Latz… also wirklich… … lol Im Jade… hat Semir also abgezappelt… Staying alive….jap… Ben sehr gut getanzt…Semir … das war ein Volltreffer. Und egal was Ben aus der Tasche zog…Federn… Und das Kim Krüger sich für Fußball interessiert worüber sich die Jungs natürlich lustig machen. Überraschend…. Aber die Retoure kam natürlich postwendend… Die Mädchen haben den Titel verteidigt. Gut gekontert…

    Oh und als Andrea dann auf eigene Tour versucht Dennis vor Dummheiten zu bewahren, war ich fast davon überzeugt, dass es schief geht. Wie gut, dass sie Semir informiert hat. Doch für Dennis schien es klar zu sein… als dieser Andersen auftaucht und ihn abholt und den angeblichen Mörder präsentierte.. Aber wie hinterhältig….. dieser Mistkerl von Andersen…. Dennis hat zwar nicht abgedrückt wird aber dennoch als Mörder dastehen, weil seine Fingerabdrücke auf der Waffe sind.. hinterhältig…echt hinterhältig… Das Koslak dahinter steckte….war ja wohl irgendwie doch ne Überraschung. Ich muss sagen den Machern gelingt es diesmal sehr gut, die wahren Täter zu verheimlichen. Koslak…. Dieser Mistkerl als er Andrea geschlagen hat wäre ich am liebsten in den Fernseher gekrochen…

    Lol die Gestik von Ben während des Streites zwischen Semir und Andrea… war ja wohl genial oder…. Aber er muss sich ja zurück halten… und alle warten darauf dass sie zum Fußball aufbrechen können…. Ach ja… und dann durfte Semir doch noch zum Fußball… Kleine Jungs können sich soooo freuen… hihi und um Acht daheim…. Und zwar pünktlich….

    Die Folge war wieder super…. Alles vertreten was in eine Folge gehört… Action, Stunts, Dramatik ich geben 9 von 10 Punkten.


    Was die Komparserie angeht...ich habe fast alle gesehen sogar meine Tochter.. lol ....

    Für Tom gab es noch eine Aufgabe. Er wollte mit Hotaru reden. Sie wusste noch nicht, dass ihr Onkel tot war und er hatte wirklich Angst ihr das zu sagen. Dennoch fuhr er zu ihr. Als sie öffnete sah er die Tränen. „Habt ihr deinen Kollegen gefunden?“ wollte sie zunächst wissen. Tom nickte. „Ja… wir haben ihn. Aber…“ erklärte Tom leise. Hotaru ließ ihn rein. „Was ist mit ihm? Lebt er noch?“ harkte sie nach, weil sie natürlich merkte, dass dort mehr war. „Ja… er lebt. Es geht ihm soweit gut. Hotaru… es geht um deinen Onkel… Er hat…er hat sich nicht verhaften lassen und…“ versuchte er weiter zu erklären. „Er ist tot nicht wahr?“ kam leise von ihr. Tom nickte. „Ja… es tut mir Leid, aber…wir hatten keine andere Wahl…es ging darum dass entweder de Schütze stirbt oder dein Onkel… er…“ Tom suchte nach den richtigen Worten ohne Hotaru verletzen zu müssen. Doch sie sah ihn mit tränen erfüllten Augen an. „Tom… ich verstehe schon. So hat er sich auch der Strafe in Japan entzogen. Die Schande wäre für ihn schlimmer als der Tod. Ich muss zu meiner Tante… sie wird auf mich warten. Wir müssen die Trauerfeier vorbereiten. In Japan ist es Tradition dass die Trauer über mindestens zwei Wochen geht. Und dann…wird meine Tante …“ schluchzte sie. Tom nahm sie in den Arm. „Wenn ich dir helfen kann, ich bin für dich da…“ sagte er leise und liebevoll. Sie nickte. „Ich weiß… aber ich muss da allein durch. Bitte gib mir die Zeit…bitte… auch wenn ich nicht viel von der Tradition halte, aber ich muss meiner Tante bestehen.“ Sagte sie löste sich und ließ sich von Tom zu Kazuki Akio fahren. Doch er sollte sie nicht begleiten. „Meldest du dich bei mir?“ wollte er wissen. Von Hotaru kam keine Antwort. Tom sah ihr traurig nach. Doch er verstand sie sehr genau.

    Am nächsten Morgen fuhr Tom zum Krankenhaus. Semir lag noch im Schlaf, doch er schien direkt zu spüren dass jemand bei ihm war, denn nur kurz nach Toms Betreten öffnete er die Augen. „Hey… alles klar?“ fragte Tom. „Ja… geht schon. Die Wunden brennen etwas aber besser als gestern auf jeden Fall. Das war so verdammt knapp. Danke, dass du mich rausgeholt hast.“ Kam leise von Semir. „Du das war nicht nur mein Verdienst. Wenn Johannes nicht so unendlich gebellt hätte, wäre ich nie im Leben darauf gekommen, dass du in der Presse steckst. Vor der Presse waren nämlich einige Blechklötze und Johannes ist nicht wirklich groß oder..?“ fragte er. Semir sah ihn erschrocken an. „du hast gemeint, ich wäre schon tot?“ stellte er die Gegenfrage. „Ja… nein…also…was hättest du denn gemacht, wenn dieser Suchhund so ausrastet?“ verteidigte Tom sich sofort. Semir legte sich zurück. „Schon gut… Der Hund hat was gut bei mir… wenn ich raus bin, bekommt sie eine große Wurst…“ nickte Semir. „Was macht denn dein Glühwürmchen?“ wollte Semir wissen um vom Thema abzulenken. „Tja.. im Augenblick hat es sich ausgeglüht… sie braucht Zeit um den Tod ihres Onkels zu verkraften. Will für ihre Tante da sein. Ich lasse ihr die Zeit. Vielleicht kommt sie eines Tagen ja doch wieder zu mir.“ Erklärte Tom traurig. „Das ist schade… ihr seid wirklich ein hübsches Paar.“ meinte Semir nur.

    Semir erwachte. Das erste was er fühlte war diese weiche Unterlage. „Andrea….?“ fragte er müde. Es kam keine Antwort. Er öffnete die Augen. Die Umgebung war ihm fremd. Er richtete sich vorsichtig auf. Sofort kamen Kopfschmerzen auf. Verdammt wo war er hier. Schwankend kam er auf die Beine und sah sich genauer um. Eine Tür…nein…das war ein Gitter. Er ging mit weichen Beinen zur Tür. „Hey!!“ rief er. Doch niemand kam. „Hallo?“ versuchte er erneut. „Uns hört hier niemand…“ kam aus einer Ecke neben ihm. Er sah hin. Dort saß eine Frau wie er in einer Zelle auf dem Boden. „Wer sind Sie?“ fragte Semir und ging zu ihr. „Laureen…Seward…ich war es jedenfalls mal. Nun bin ich nur noch ein Nahrungslieferant für diese Meute… und ich …dieser Ignaz hat mich dazu auserkoren ihm einen Nachfolger zu schenken…“ erklärte sie leise und weinte. „Sie sind Laureen? Wir suchen Sie schon überall.“ Sagte er vorsichtig und griff durch das Gitter, was ihn von der Frau trennte. „Hat man Sie…also ich meine…vergewaltigt?“ fragte er vorsichtig. Die Frau nickte. „Nicht nur einmal…nicht nur einer…ich schäme mich so…“ weinte sie. Semir stand auf. Er konnte der Frau nicht helfen, wenn er hier nicht raus kam. Doch dazu musste er nur wissen, was passiert war. Er versuchte sich zu erinnern. Er war mit Ben und Jasmin in der Kneipe und hatte ein oder zwei Bier getrunken. Davon konnte man doch nicht so betrunken sein, das man gar nichts mehr mitbekommt oder? Es sei denn….jemand hätte was ins Bier getan. Das Letzte was er noch mitbekommen hatte, war ein Taxi in das Ben und Jasmin ihn verfrachtet hatte. Verdammt….Taxi… Wenn es das Taxi war, was Laureen Seward entführt hatte und danach sah es hier aus, dann war er ….in den Händen der Vampire. „HEY!!!“ schrie er wütend und rüttelte an der Tür. Doch es kam niemand. Resigniert ließ er sich auf das Bett nieder. „Du kannst schreien wie du willst. Es hilft dir nichts. Niemand hört dich. Aber es wird sicher nicht lange dauern, bis uns der Vampirkönig mit seiner Braut besucht. Es wird beim ersten Mal sehr schmerzen. Du wirst dich danach sehnen, endlich das Bewusstsein zu verlieren.“ erzählte die Frau. Semir wurde ganz anders.

    Ben fuhr mit Jasmin in die Schutzwohnung. Er nahm sie sogar mit hinein. Direkt im Flur hing ein großer Spiegel und Jasmin erschrak. Sie war im Gegensatz zu Ignaz wirklich im Glauben, das sie ein Vampir war und die hatten kein Spiegelbild. „Geh du vor… ich komme gleich nach..“ sagte sie schnell. Ben nickte. Er schien voller Sorge zu sein und bemerkte nicht, dass nur er im Spiegel zu sehen war. Schnell verschwand Jaz und ließ Ben den Vortritt. Er ging ins Wohnzimmer wo er Katrin Zinker auf dem Sofa liegen sah. Sie schlief. In den Sesseln waren die Kollegen am Schlummern. Verdammt… wo waren die Zeugen? Ben schüttelte Katrin sanft. „Frau Zinker… Hey. .. aufwachen!!“ sagte er. Nur langsam kam Katrin zu sich. „Oh….Herr Jäger… was… was ist…was ist passiert?“ fragte sie irritiert. „Das würde ich gern von Ihnen wissen. Wo sind die Zeugen?“ wollte Ben wissen. „Sie…ich denke sie sind…in den Zimmer…“ kam stammelnd von Katrin. Sie sprang auf und taumelte in das Zimmer wo die Zeugen waren. Doch dort lag nur Frank Goldamen auf dem Bett. Auch er schlief tief und fest. „Verdammt…van Helsing ist nicht mehr da..“ stieß sie aus. „Was zum Teufel ist passiert?“ wollte Ben wissen. „Ich weiß es nicht… Van Helsing hat und Kaffee gebracht und danach…ich weiß nicht… ich bin eingeschlafen und…verdammt…der hat uns was ins Getränk gemischt. Dann ist er abgehauen… Nur so ist es zu erklären.“ Kam von Katrin die mittlerweile wieder auf dem Sofa saß. Sie hatte Kopfschmerzen. „Wo ist Herr Gerkhan?“ wollte sie wissen. „Der ist seit gestern Abend spurlos verschwunden…“ kam leise von Ben.

    Ben versuchte den Schlüssel ins Schloss zu bekommen. Doch er traf nicht. Jaz beobachtete ihn. „Die Tür...sie bewegt sich...“ lallte Ben. Jaz nahm ihn den Schlüssel ab und schloss auf. Sie zog Ben in die Wohnung und schloss die Tür. „Whow...alles schwankt.. wir sind doch wohl in meiner Wohnung oder?“ wollte Ben unsicher wissen. „Na komm...mein Tiger...“ lachte Jaz und zog Ben, der ziemlich torkelte ins Schlafzimmer. Er fiel ins Bett und stieß ein Glucksen aus. „Mir ist nicht gut...ich glaub ein Bier war schlecht..“ stöhnte er. Jaz lachte und entblätterte sie. Ben sah sie mit trüben Augen an. „Du bist schön...nein...du bist...wunderschön....wie eine Göttin.“ lallte er. Jaz lachte. „Danke für das Kompliment, aber du solltest dich konzentrieren, was nun kommt...“ schlug sie vor. „Oh...du willst mich verführen? Da brauchst du nicht viel zu tun....beiße mich....“ lachte Ben und zog sie zu sich ins Bett. Er ahnte nicht, das Jaz genau das mit ihm vorhatte. Nur wenig später war der schönste Teil gelaufen. Ben fing an zu schnarchen und Jaz biss in seinen Hals. Sie achtete jedoch darauf, dass es nicht zu viel war. Anschließend schlief auch sie ein.

    Der nächste Morgen kam. Frank lief in der Wohnung auf und ab. Sicher werden die beiden Polizisten gleich hier auftauchen. Wenn die anderen bis dahin nicht wach waren, dann konnten sie eins und eins zusammen ziehen und dann wäre Laurence dran. Die verdammte Idee von Laurence war nicht okay. Er wusste wo die Vampire waren und behielt es für sich. Frank wusste nun auch das Versteck, doch er war nicht so mutig wie Laurence und er bewunderte ihn. Laurence kam seinen Vorfahren vermutlich viel näher, als er es selbst zugab. Sein Ur-Ur-Urgroßvater Abraham van Helsing war der berühmteste Vampirjäger der Geschichte. Frank hatte sich alle Sagen und Geschichten um Dracula und van Helsing durch gelesen. Doch er wusste genau, dass Laurence allein keine Chance hatte. Dennoch musste er abwarten. Wenn Laurence sich nicht bis um zwei gemeldet hatte, dann würde er … Er musste sich was einfallen lassen…und dann hatte er die geniale Idee. Er mischte sich eine der Tabletten von Laurence mit Wasser. Dieses Glas stellte er sich auf den Tisch. Dann trat er raus in den Garten, schloss die Terrassentür und schlug das Glas ein. So war ein Einbruch dargestellt. Nun noch etwas wühlen und dann…dann würde er das Zeug trinken. Er würde genau wie die Anderen schlafen. Der Verdacht würde nur auf Laurence fallen. Oder aber er erzählt das Männer hier eingebrochen waren und Laurence mitgenommen haben…ja… viel besser… sehr viel besser… Frank war damit auf der sicheren Seite. Niemand konnte ihm was nachweisen. Niemand…. Er lachte leise. Er ging in die Küche und trank das Wasser. Anschließend legte er sich ins Bett. Es dauerte nicht lange bis er schlief. Nun war er auch nicht mehr verdächtigt.

    Ben wachte mit starken Kopfschmerzen auf. Neben ihm lag Jaz und schlief noch tief und fest. So schien es jedenfalls. Doch als er sich bewegte sah sie ihn an. „Hallo guten Morgen…“ säuselte sie und gab ihm einen Kuss. „Hallo mein Engel… wie spät ist es?“ wollte Ben wissen. „Gleich zehn. Du musst aufstehen. Ich mache dir Frühstück. Einen starken Kaffee und Brötchen?“ lächelte sie ihn an. „Kaffee reicht und Aspirin…“ stöhnte Ben und quälte sich aus dem Bett. „Wie bin ich denn hier hoch gekommen?“ fragte er leise. „Der Taxifahrer hat mir geholfen. Du warst völlig zu…“erklärte Jasmin. „Danke…du bist wirklich ein Engel… Ich verstehe das gar nicht. Normalerweise haut mich das Bier nicht so um.“ Stöhnte er. „Na egal…Semir war noch schlimmer dran als du. Ich hoffe nur seine Frau ist gnädig…“ lachte Jasmin. „Andrea? Oh…nun ja….sie ist eine Sache für sich. Ich denke mal er kommt mit zwei Nächten auf der Couch hin.“ Lachte Ben und verzog sofort das Gesicht. Nur eine halbe Stunde später stand er auf der Straße und wartete auf Semir, der ihn eigentlich abholen sollte. Doch er kam nicht. Ben versuchte es über Handy. Auch hier meldete Semir sich nicht. „Verdammt… wo steckt er denn?“ murmelte er und rief auf dem Festnetz an. „Hallo Andrea… sag mal schläft dein Göttergatte noch?“ fragte er ins Telefon. „Ben…. Wenn du mir sagst, wo er ist, weiß ich ob er noch schläft. Er war heute Nacht nicht zuhause.“ erklärte Andrea und man hörte dass sie etwas wütend war. „Wie bitte? Andrea das kann nicht sein. Jasmin sagte mir doch, dass wir alle im Taxi waren und…oh mein Gott…nein…Andrea… ich rufe dich wieder an..“ Ben legte schnell auf. Er rief Katrin Zinker an. Doch auch sie meldete sich nicht. Was zum Teufel soll das denn? dachte er wütend. Die letzte Person war Kim Krüger. „Ja was gibt es Ben?“ fragte sie frisch und kühl wie immer. „Chefin… ich kann Semir nicht erreichen. Er ist nicht zuhause und in der Schutzwohnung meldet sich auch keiner. Schicken Sie Bitte ein Streife hin und lassen alles überprüfen?“ bat er. „Was ist mit Semir? Warum war er nicht zuhause?“ kam die nächste Frage von Kim. „Ich weiß es nicht… wir waren gestern was trinken und sind mit dem Taxi gefahren. Ich vermute, dass er… also das es vielleicht der gleiche Taxifahrer war, der Laureen Seward entführt hat. Warum weiß ich nicht… es ist ein Gefühl…“ sagte er leise. „Ich verstehe… okay… ich schicke eine Streife in die Schutzwohnung. Sie suchen Semir!“ befahl Kim. Ben beendete das Gespräch. „Ja sicher… die Frage ist wo ich anfangen soll zu suchen…“ stöhnte Ben leise. Er ging zu Jasmin und klingelte. „Ben? Was ist denn?“ fragte sie verwundert. „Semir… er ist heute Nacht nicht nach hause gekommen. Keiner weiß wo er ist…“ stieß Ben aus.

    „Chefin… wir haben ihn. Es war verdammt knapp. Ich lasse ihn ins Krankenhaus bringen. Er scheint soweit in Ordnung, aber besser ist besser.“ Erklärte er. „Danke Tom…gute Arbeit… wirklich sehr gute Arbeit.“ Kam von Anna und die Erleichterung war sehr deutlich zu hören. Tom fuhr ebenfalls zum Krankenhaus, als er Johannes bei Daniela ablieferte. Sie ließ schöne Grüße an Semir ausrichten. Tom versprach es ihm zu sagen und kam wenige Minuten später im Marienhospital. Dort sah er Andrea auf den Flur sitzen. „Hey.. wo ist unser Goldjunge denn?“ wollte er wissen. „Er wird gerade behandelt. Der Arzt sagte mir, dass die Wunden von dem Stacheldraht entzündet sind, weil de Draht ziemlich verdreckt war. Er hat außerdem ein angegriffenes Nervenkostüm und jetzt muss er noch geröntgt werden. Der Arzt vermutet eine Zerrung der Sehnen. Wodurch weiß ich nicht. Semir hat mich raus geschickt als er dem Arzt das erklären wollte.“ Gab Andrea einen kurzen Bericht. Tom sah sie an. „Hmm …. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er sich gegen die Fesseln aufgebäumt hatte und deshalb sich etwas verrenkt hat. Warten wir einfach ab. Ist er sonst okay?“ harkte Tom nach. „Ich denke schon. Der Arzt will ihn trotzdem heute hier behalten. Er soll ein starkes Beruhigungsmittel bekommen und erst einmal schlafen.“ Meinte Andrea nur. „Das ist doch gut. Ich meine… er soll sich erholen. Das war keine kleine Sache, die dort passierte.“ Erinnerte Tom sie. „Ja ich weiß. Da ist der Arzt..“ rief sie als der Mann in Weiß aus dem Raum kam. „Doc! Wie geht es ihm? Ist er doch schlimmer verletzt als es aussah?“ fragte sie sofort.

    Dr. Linde sah sie freundlich an. „Ich kann Sie beruhigen. Ihr Mann ist soweit in Ordnung. Die Zerrung geht von ganz allein weg. Die Wunden sind zwar entzündet und mussten desinfiziert werden. Aber auch die werden heilen. Und was den Aufenthalt in der Presse angeht… nun ja… Ihr Mann scheint nicht der Typ zu sein, der in Panik verfällt. Er ist eigentlich völlig gesund. Aber ich möchte ihn auf jeden Fall heute hier unter Aufsicht halten. Man weiß nie. Solche Erlebnisse werden meist erst dann realisiert, wenn es vorbei ist. Ihr Mann hat bereits zugesagt.“ erklärte der Arzt. Andrea sah Tom an. „Er bleibt freiwillig hier? Whow… eine ganz neue Seite an ihm.“ murmelte er. Andrea nickte nur. „können wir zu ihm?“ bat sie. „ja sicher.. aber Sie werden nicht viel von ihm haben. Er hat ein Beruhigungsmittel bekommen, weil seine Werte doch ziemlich aus dem Ruder gelaufen sind. Aber noch ist er wach.“ Lächelte der Arzt. Semir wurde aus dem Zimmer geschoben. Über einen Tropf bekam er das Beruhigungsmittel. „Hey… mein Held…“ sagte Andrea leise und gab ihm einen Kuss. „Andrea… ich liebe dich…“ murmelte Semir müde. „Ich bin so froh….das Johannes dich gefunden hat.“ Sagte sie ehrlich. „Ja… ich auch.. ich schulde ihr was. Aber erst will ich schlafen. Ich bin müde..“ lächelte Semir leicht. Tom beugte sich nun ebenfalls zu ihm. „Das nächste Mal rufst du mich an, wenn du zum Treffen gehst… klar?“ fragte er. Semir nickte nur. Ihm fielen die Augen zu. „Na dann schlaf du erst einmal. Ich komme morgen wieder…“ meinte Andrea und verließ mit Tom das Krankenhaus.

    Semir wartete nur auf das Ende. Er lag nach wie vor in dem Wagen, der in der Presse lag. Was war geschehen? Warum wurde die Presse angehalten. Vermutlich Mittagspause…dachte er bitter. Sicher würde es in wenigen Augenblicken weiter gehen und er würde endlich sterben. Er hatte versucht sich zu befreien, aber mittlerweile hatte er schon so viele Wunden am Hals an den Hand- und Fußgelenken, dass er sich bereits schwach vorkam. Die Wunden brannten und die Luft wurde auch immer schlechter. Er hatte Kopfschmerzen. Bitte lieber Gott….lass mich endlich in die Dunkelheit fallen…bitte…ich will es nicht so miterleben…bitte, flehte er inständig. Doch es schien niemand zu hören. Dann knirschte erneut Blech. Aber diesmal sah Semir dass sich die Presse seitlich bewegte. Er fühlte wie die Seitenwände den Wagen einquetschten. Die Mittagspause ist vorbei… good bye schöne Welt…dachte er und er spürte wie eine Träne seine Wange herunter lief. Sein Ende hatte er sich wirklich anders vorgestellt. Es gab immer wieder Einsätze, die mit einer Kugel im Kopf oder in der Brust enden konnten. Aber so, hier in der Presse zu sterben, war nicht das was er wollte. Ein letztes Aufbäumen machte sich breit und wenige Sekunden später lag er einfach nur da. Er wartete auf das Ende… und hoffte dass es schnell kommen würde.

    „Tom? Was ist mit der Presse? Ich meine… vielleicht ist dort ein Wagen drin.. Wir haben alle durch… er muss doch hier sein. Ich will nicht glauben, dass er bereits tot ist…“ kam nachdenklich und traurig von Andrea. Man hörte sehr genau, dass sie sich an diesen Strohhalm klammerte. Doch sie hatte Recht. „Ist da schon ein Wagen drin?“ fragte er sofort. Johannes bellte unentwegt weiter. „Ja…sicher ein alter Wagen steht drin. Wir haben die Presse abgeschaltet als Sie sagten, das…“ erklärte der Mann von der Stadt. „Holen Sie ihn raus!!“ forderte Tom auf. „Ja aber der Wagen ist sicher schon auf die Hälfte zusammen gepresst…“ gab der Mann zu bedenken und sah zu Andrea. Tom verstand was er meinte. „Andrea…. Setzt du dich doch in den Wagen… wenn Semir dort wirklich drin ist, dann…“ versuchte er sie zu überreden. Andrea schüttelte heftig den Kopf. „Oh nein Tom Kranich!! Ich werde nicht kneifen…“ kam von ihr und sie verschränkte die Arme vor der Brust wie ein trotziges Kind. „Also gut… holen Sie den Wagen raus…“ bat Tom. Der Mann nickte und ließ den Wagen anheben. Kaum stand dieser am Boden sprang Johannes am Wagen hoch und bellte wie verrückt. Für Tom war es ein sicheres Zeichen, das Semir sich hier drin befand. „Ich brauch was um den Wagen aufzumachen!!“ schrie er. Das Wagendach war bis auf die Sitze heruntergedrückt.

    Semir spürte die Erschütterung als der Wagen wieder herausgeholt und abgesetzt wurde. Und dann hörte er etwas, dass er in diesem Augenblick als das wunderschönste Geräusch vernahm. Ein Hund bellte. Johannes….dachte er. Und nun liefen die Tränen von selbst. Er hatte es wieder geschafft. Er überlebte. Nun hörte er wie mehrere Männer sich an dem Wrack zu schaffen machten und obwohl es Stunden dauerte, bis das Dach endlich nach oben ging, kam es ihm vor wie wenige Minuten als endlich Tageslicht zu sehen war. Und noch mehr freute er sich, als Tom ihn raus zog. Doch dieser schien nicht zu sehen, womit er gefesselt war und so stieß er einen undefinierbaren Ton aus, als Tom ihn hoch hob. „Verdammt!! Das ist Stacheldraht!! Ich brauch ne Zange!! Schnell!!“ kamen die Befehle. Einer der Männer hatte eine Schere und schnitt die Binde die als Knebel diente ab. „Tom….Tom….oh Gott…“ stieß Semir erleichtert aus. „Ganz ruhig… ich befreie dich erst einmal von dem Draht. Bleib ruhig liegen…“ ermahnte Tom ihn. Doch nun hatte auch Johannes Blut geleckt und schlabberte Semir das Gesicht ab. Wenig später fielen die Fesseln. Tom sah besorgt auf die Wunden, die durch den Draht verursacht wurden. Sie waren blaurot gefärbt. „Du wirst erst einmal liegenbleiben… Johannes du hast einen verdammt guten Job gemacht… einen verdammt guten.“ Lobte Tom die Hündin die sich über Semir hermachte. Semir hatte diesmal nichts dagegen. „Hey… ist gut meine Süße… du hast dir eine verdammt große Wurst verdient…“ lobte auch er sie. Der Notarzt kam wenige Augenblicke später auf den Platz gefahren. Andrea sah besorgt auf ihren Mann. „Hey…“ sagte sie und weinte nur vor Erleichterung. „Andrea…“ stieß er aus und hielt ihre Hand.

    Ignaz zog seinen Erzfeind in den Käfig wo bereits Laureen Seward gefangen war. „Ihr seid zwei wunderbare Nahrungsquellen…“ lachte er. Achtlos ließ er van Helsing zu Boden fallen. „Bitte… lassen Sie mich doch gehen…ich habe Ihnen nichts getan…ich kann doch nichts für die Taten meiner Vorfahren..“ kam leise flehend von Laureen. „Nein…du wirst wie die Anderen sterben. Ich werde dir den Kopf abschlagen, sobald dein Körper kein Blut mehr produzieren kann. Aber bis dahin habe ich noch andere Dinge zu tun. Vielleicht werde ich dich auch dazu erwählen, mir einen Nachfolger zu gebären. Wäre das nicht toll… Die Vampirjägerin gebärt einen Vampir…. Ja…. Ich denke damit wird meine Königin auch leben können. Sobald du mein Kind geboren hast, wirst du sterben….meine Königin wird das Kind groß ziehen und damit ist unsere Nachkommenschaft gesichert… ein sehr guter Plan… du darfst dich erfreuen….dein Leben ist für die erste Zeit gesichert und damit auch dein Blut…“ lachte er gehässig. Er rief ein paar Freunde die Laureen die sich nur wenig wehrte aus dem Kerker. „Bringt sie in die Zeugungskammer…ich werde mich mit ihr vergnügen, wenn ich mein nächstes Opfer hier her gebracht habe…“ lachte er und verschloss den Käfig. „Saugt ihn aus, wenn er wieder wach ist. Aber langsam… er soll mich um sein Leben anflehen. Immer nur soviel, dass er nicht stirbt. Und dann bekommt er ein oder zwei Tage um sich zu erholen. Dann saugen wir wieder an ihm und so weiter. Vier Tage….dann verliert er seinen Kopf. Der nächste Feind ist damit erledigt.“ Lachte Ignaz. Sein Handy klingelte. „Ja ich bin’s…Jaz… hör zu. Heute Abend bin ich mit Ben und Semir verabredet. Semirs Frau kann nicht mitkommen, sie muss auf das Kind aufpassen. Aber ich werde mit den Beiden durch die Kneipen ziehen. Ich werde sie so gut es geht abfüllen und dann ein Taxi rufen. Dann musst du zur Stelle sein. Du wirst wie wir abgesprochen haben mich und Ben nach hause fahren und dann den Semir in unser Versteck bringen. Ich wünsche dir viel Vergnügen…“ hörte er Jasmin lachen. „Danke meine Königin. Das wünsche ich dir mit Ben auch.“ Gab er zurück. „ich bin gegen Morgen wieder zurück. Sorge dafür, dass die Beiden sich wohl fühlen…“ wandte er sich an seinen Komplizen.

    Der Abend lief gut. gegen sieben wurde Jasmin von Ben und Semir abgeholt. Es ging durch mehrere Kneipen und die Beiden versuchten eine Zeitlang sich an einem Bier zu halten. Allerdings war das bei Jaz nicht möglich. Jedes Mal wenn keiner der Beiden hinsah vermischte sie etwas mit den Drinks der Männer. So machte der Alkohol sich schon sehr bald bemerkbar. „Haaaa….. war das witzig… du musst dir mal vorstellen… wir sollten diesen Kerl bewachen und Semir….was macht der….der schläft ein…“ lachte Ben herzlich. Jasmin beobachtete ihn. „Ich glaub du hast schon verdammt viel getrunken…. Mein lieber Ben….“ lachte sie zurück. Semir saß bereits zusammen gesunken auf dem Stuhl. „Dein Partner ist scheinbar sehr müde…“ lallte Jaz, die so tat als hätte sie sehr viel getrunken. In Wirklichkeit war es nicht einmal ein Bier. Dafür hatte sie die beiden Polizisten so richtig abgefüllt. Wenn sie richtig gezählt hatte war Ben mit drei Flaschen Bier und ein Baccadi Cola dabei gewesen. Semir schien weniger zu vertragen. Für ihn war bereits nach zwei Bier Schluss. Doch nicht der Alkohol war daran schuld, sonder die Tropfen die sie besonders in Semirs Bier gemischt hatte. „Mein Partner kann nichts vertragen…“ lallte Ben und griff zum Handy. Doch Jaz sah genau, dass er nicht mehr wählen konnte. „Was willst du denn?“ fragte sie. „Ein Taxi rufen… wir müssen ins Bett und fahren können wir nicht mehr…“ gab er zurück. Jaz nickte. „Sehr vernünftig…. Ich rufe uns eins. Schnapp dir Semir und wir gehen schon auf die Straße…“ lachte sie und rief Ignaz an. „Wir sind in der Karibik-Bar direkt am Rhein. Komm und hol uns ab.“ Sagte sie. Ben bekam zwar mit, dass sie ein Taxi rief, aber er verstand den Text nicht mehr. Es dauerte nicht lang bis der Wagen vor der Tür stand. Mit Hilfe von dem Taxifahrer wurden Ben und Semir auf den Rücksitz verfrachtet. Die Fahrt ging los. „Ich hoffe du hast nicht vor, mit Semir das gleiche zu machen, wie mit den Vampirjägern…“ gab Jasmin von sich, als die Beiden Polizisten auf der Rückbank schliefen. „Nur keine Sorge… er wird mir nein… uns einige Tage als Nahrungslieferant dienen. Und dann wird er sterben. So ist das Leben..“ lachte Ignaz. Vor Bens Tür hielt er an. „Hilfst du mir ihn in meine Wohnung zu bringen. Ich will auch meinen Spaß haben.“ Bat Jaz. Ignaz nickte. Er ließ die Zentralverriegelung einrasten, obwohl es nicht so aussah, das der andere Polizist einen Schritt machen konnte. Dieser schlief tief und fest. Mit Jaz Hilfe brachte er Ben in die Wohnung. „Dann viel Spaß. Meine Königin…“ verabschiedete sich.